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Das Ende von Max Bahr – Komplott einer anderen Baumarktkette?


Nun ist also eingetreten, was man nicht einmal im entferntesten befürchtet hatte. Max Bahr kann nicht gerettet werden und wird zerschlagen.
Eine Nachricht, die gestern Nachmittag einschlug wie eine Bombe. Denn irgendwie sah doch alles noch ganz gut aus. Niemand hätte mit so etwas gerechnet.
Nun ist es leider dazu gekommen. Nach mehr als Hundert Jahren wird Max Bahr aufhören zu existieren. Eine weitere Marke, die vom Markt verschwinden wird.
Traurig, wie ich finde, denn das war der Baumarkt meiner Kindheit. Immer wenn ich in Deutschland war, bin ich mit meinem Grossvater in den nächsten Laden, der nur eine Viertelstunde zu Fuss von seinem Haus entfernt lag. Dort haben wir dann alles Mögliche geholt: Holz, um irgendwas zu bauen, Leuchtstoffröhren, Werkzeug, Armaturen und ich weiss nicht was noch alles. Ich kannte überhaupt keinen anderen Baumarkt. Nun gut, irgendwann kam Bauhaus hinzu, aber sonst war da nichts mehr.
Nun sollen die Märkte einzeln verkauft werden, wofür es auch Interessenten gebe. Aber wenn man sich einmal ansieht, wie die Rettung von Max Bahr gescheitert ist, kommt man nicht umhin, an eine Verschwörung zu denken.
Denn eigentlich sah alles ganz gut aus. Die Hellweg-Gruppe wollte die 73 Märkte übernehmen, alles war genehmigt, es ging nur noch ums Geld. Genau daran scheiterte es schliesslich. Es ging um eine völlig überzogende Forderung der Royal Bank of Scotland, die Hauptgläubigerin des ebenfalls insolventen Vermieters der Märkte – Moor Park. Eine Mietbürgschaft von 700 Millionen Euro wollte die Royal Bank of Scotland haben, womit sich Hellweg auf Gedeih und Verderb ausgliefert hätte. Und so hält sich das Gerücht, dass die Royal Bank of Scotland diese überzogene Forderung stellte, damit die Gespräche garantiert scheiterten. Und das bringt mich wieder auf den Punkt zurück, dass das alles eine grossangelegte Verschwörung ist.
Denn wer profitiert denn davon, dass Max Bahr für immer und ewig verschwinden wird? Die anderen Baumärkte natürlich, aber wer von denen genau? Ich habe da schon eine Kette im Auge, werde den Namen aber nicht verraten. Nur so viel: In einigen Grossstädten eröffnet die Kette gerade reihenweise noch Läden. Auch mal in direkter Konkurrenz zu Max Bahr. Und gerade das ist verdächtig, wie ich finde.
Im Norden war Max Bahr immer die Nummer eins, nun wird es ein anderer werden. Deshalb bin ich so von einer Verschwörung überzeugt.
Ich finde es traurig, dass es Max Bahr nicht mehr geben wird. Der Lieblingsladen meiner Kindheit und bis heute mein Lieblingsbaumarkt. Nun gut, werde ich eben zu Bauhaus oder Toom Baumarkt wechseln. Ja, ich habe einen vergessen, aber die Kette mit dem falschen Eichhörnchen mag ich einfach nicht.

Die deutsche Nationalmannschaft hat es doch tatsächlich geschafft und Italien ein Unentschieden abgetrotzt. Wurde auch endlich einmal Zeit, dass sie diesen Angstgegner mal bezwingen. Gut, gewonnen haben sie nicht und Italien trat auch nicht in Bestbesetzung an, aber das 1:1 ist ein Hoffnungsschimmer am Horizont. Im Übrigen hat Elefantendame Mala auch auf ein Unentschieden getippt. Dass allerdings Frankreich so schlecht abschneiden würde, hätte sie nie gedacht. 2:0 verlor die Équipe tricolore gegen die Ukraine. Man glaubt es einfach nicht, aber irgendwie hatte ich es geahnt. Nun müssen sie sich ziemlich anstrengen, um doch noch die WM-Endrunde in Brasilien zu erreichen. Werden sie es schaffen? Möglich ist alles. Mala drückt jedenfalls Frankreich ganz fest den Rüssel, auch wenn sie in Belgien lebt.

Die SPD scheint nicht wirklich zufrieden zu sein mit den Koalitionsverhandlungen mit der CDU. Warum sonst strecken sie auf einmal die Fühler nach den Linken aus? Gut, CDU und SPD kommen einfach auf keinen grünen Zweig. Zudem warnen die Wirtschaftsweisen bereits vor einer grossen Koalition. Es sei das Schlimmste, was Deutschland passieren könnte. Also doch Neuwahlen? Ich empfehle es jetzt einmal. Aber CDU und SPD werden gnadenlos abgestraft werden. Aber wenn die FDP wieder reinkommt, dürfte es für die CDU nicht so schlimm werden. Also abwarten? Das wird noch ein munteres hin und her werden. Am Ende kommt eh nichts raus ausser heisser Luft.

Heute Abend um 18.50 Uhr gibt es ein Wiedersehen mit der Serie „Fuchs & Gans“ auf der ARD. Welch eine Freude. Hatte mich im Sommer schon sehr auf die Wiederholungen gefreut, die dann leider ausblieben. Nun wird heute Abend die vierte Folge gezeigt.
Leider wird auch die Serie „Wenckes Verbrecher“ weitergedreht. Das war der letzte Schrott. Bei der Serie bin ich öfters aus dem Raum gegangen, weil ich das einfach nicht ertragen habe. Und so was wird nun auch noch fortgesetzt. Ich kann es einfach nicht fassen. Im übrigen hat leider auch „Hubert & Staller“ gelitten. Ist zwar immer noch lustig, aber irgendwie ist was verloren gegangen. Besonders schlimm fand ich den 90-Minüter, wo alles künstlich in die Länge gezogen wurde. Eine Dreiviertelstunde ist in Ordnung, aber nicht neunzig Minuten. Da hat alles gelitten. Manchmal fragte man sich wirklich, was das noch war. Klamauk oder ein halbwegs guter Film. Kann nur besser werden, die dritte Staffel.

Gibt es eigentlich den Stummfilm „Michel Strogoff“ von 1926 auf DVD? Ich finde hierzu keinerlei Informationen, genauso wenig wie von Harakiri aus dem Jahr 1919. Gut, muss ich halt weitersuchen. Und wenn es mal „Michel Strogoff“ im Internet anzugucken ist, dann nur die ersten neunzig Minuten. Nun ja, vielleicht erbarmt sich Arte einmal und zeigt den Film, auch wenn er mit 168 Minuten recht lang ist. Aber dafür ist die Verfilmung, die am nächsten am Roman von Jules Verne dran ist. Und wenn im Dezember schon wieder ein Bergfilm-Stummfilm läuft, kriege ich wirklich die Krise. Es gibt wirklich interessantere Filme. Wie eben die beiden erwähnten oder „Manolescu“.

Und habe ich eigentlich schon erwähnt, dass nun der Nachfolgeband der Isis Just-Serie von Helen Dalibor so Kapitel für Kapitel erscheint? Nein, dann habe ich es hiermit nachgeholt. Gerade ist das erste Kapitel veröffentlicht worden. Weitere werden natürlich folgen, genauso wie vom Fantasy-Roman „Aneba. Die Rückkehr“. Hier wird nächste Woche das dritte Kapitel erscheinen.

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Die Stimme des Grauens der Hamburger U-Bahn


Da ist man mal wieder in Hamburg, ahnt nichts Böses, als man eine U-Bahn-Station betritt und dann wird man dort von einer Stimme angekeift, dass man zusammenzuckt und sich fragt, was man eigentlich verbrochen habe.
Wovon ich spreche? Jedenfalls nicht von jemandem, der sich über mich aufgeregt hat, sondern über die neue Stimme der Hamburger U-Bahn. Wer hat die denn bitteschön ausgesucht und wieso keift die die ganze Zeit so? Besonders schlimm ist es bei „Zurückbleiben!“, da fühlt man sich schon schuldig, auch wenn man nur auf dem Bahnsteig steht oder in der U-Bahn sitzt. Und dann die englischen Ansagen. An die berühmte „opportunity“-Rede kommt es zwar nicht heran – die war wenigstens noch lustig -, aber die Aussprache könnte um einiges besser sein. Vor allem rätselt man erst einmal, was da gerade gesagt wird, bis man darauf kommt, dass es sich um Englisch handelt.
Meiner Meinung nach ist die Stimme völlig fehlbesetzt. Leider musste ich sie dann auch noch auf der IGS in der Monorail ertragen. Wer hat die eigentlich ausgesucht?
Mit der guten Erreichbarkeit wird es begründet. Pah, eine blöde Ausrede, da hätte man auch jemanden wie beispielsweise Jan Fedder nehmen können, der bei den Promi-Ansagen die Haltestelle St. Pauli eingesprochen hatte.
Wozu gibt es eigentlich Castings, wenn am Ende doch nur der letzte Müll rauskommt? Anders kann ich es nicht sagen, denn die neue U-Bahn-Stimme erfüllt mich mit einem Grauen, wie ich das noch nie erlebt habe. Nehmt von mir aus Judith Rakers, aber doch nicht Antje Harnack. Ist schon schlimm genug, dass die so oft im NDR-Fernsehen auftaucht, aber da kann man wenigstens noch wegschalten. In der U-Bahn geht es nicht. Und ich kann doch nicht die ganze Fahrt über meine Ohren mit irgendeiner Musik beschallen, dass ich halbtaub werde und alle um mich im Waggon herum gleich mit beschalle, nur damit ich diese Stimme nicht höre. Aber was anderes bleibt mir wohl nicht mehr übrig, sollte ich in den nächsten Jahren wieder in Hamburg sein und mit der U-Bahn fahren müssen. Am besten überlege ich es mir gleich zweimal und werde auf S-Bahn oder Bus umsteigen. So werde ich zum Ziel zwar länger brauchen, aber ich entkomme dieser Stimme.
Ja, so sollte man es wirklich machen. Die ganze U-Bahn boykottieren, so lange die Stimme des Grauens zu hören ist. Für mich als Nicht-Hamburger kein grosses Problem, aber alle anderen? Da dürfte es schwierig werden.
Ich kann ja verstehen, wenn die Ansagen modernisiert werden müssen, aber dann wenigstens mit einer Stimme, die nett, freundlich und richtig betonen kann. Was ich mir da anhören musste, klang nach einem Anfänger, der zum ersten Mal eine Aufnahme macht.
Bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht der einzige bin, dem es so geht, wenn er mit der Hamburger U-Bahn fährt.
Glücklicherweise erwischte ich bei der Rückfahrt einen Wagen mit alter Ansage. Das war eine Wohltat für die Seele.
Die Hochbahn will die Stimme nicht ändern. Warum auch? Hat schliesslich Geld gekostet, die ganzen Ansagen aufzunehmen. Allerdings hätten sie vielleicht zu Beginn ein richtiges Stimmencasting veranstalten sollen und nicht einfach eine Stimme nehmen, bloss weil die einen andauernd in Radio und Fernsehen beschallt. Denn jemanden oft zu hören oder zu sehen bedeutet nicht, dass diese Person auch wirklich beliebt bei der Mehrheit der Menschen ist.
Nun ist es zu spät und die U-Bahn-Fahrer müssen mit dieser Stimme leben, aber es ist und bleibt eine Stimme des Grauens. Beschallt mit ihr eine Geisterbahn, Am besten im neuen Eismeer, wo die Gänge lang und dunkel sind. Das würde wahrlich passen.

Mit dem letzten Absatz habe ich eine wunderbare Überleitung zu meinem eigentlichen Bericht geschaffen. Denn vom Eismeer und den anderen – weit besseren – Attraktionen will ich berichten.
Alljährlich im August finden an drei Samstagen die Romantischen Nächte im Hamburger Tierpark statt. Und da ich bis jetzt in den letzten Jahren immer dabei gewesen bin, musste ich auch dieses Mal hin. Meine Schwester natürlich wieder im Schlepptau. Sie hat endlich Sommerferien und natürlich nichts besseres zu tun, als ihren Lieblingsbruder „heimzusuchen“.
Wir kamen an und unser Weg führte uns zu den Elefanten. Darjeeling hängt immer noch am Rockzipfel seiner Tante, dem alten Lama. Ist aber nicht mehr so schlimm wie im letzten Jahr. Auch ist er kein Krawallmacher mehr, dass hat nun Gajendra übernommen. Der steht am Schmusegitter und haut immer dazwischen. Einige Elefanten scheinen sich dann immer zu überlegen, ob sie nicht zu ihm hingehen sollten. Geschah aber nicht. Der alte Schlaubeutel entschied sich dann auch dafür, noch ein paar Kohlrabistücke zu futtern. Die kleine, übermütige Shila darf nun auch von den Besuchern gefüttert. Darauf hatte sie seit mindestens drei Jahren gewartet. Nun also besteht die Möglichkeit, dennoch geht sie meist leer aus, denn man kommt einfach nicht bis zu ihr hin. Übersteigen und reinwerfen geht nicht, also was tun? Einfach ein paar lange Stücke parat haben und natürlich lange Arme. Als Jonas von einem Kind gefragt wurde, wie denn der kleine Elefant heisse und er dann auch noch von Lai Sinh und Yashoda erzählte, fragte ihn der Junge, ob ihm die Elefanten gehören würden. Da habe ich beinahe einen Lachanfall bekommen. Man stelle sich Jonas als Herr der Elefanten vor. Zu komisch. Jedenfalls verneinte das Jenalas Cousin mit dem Zusatz, dass dann noch Hagenbecks grösster Star hier wäre und nicht im fernen Belgien. Damit konnte nur eine gemeint sein: Mala!
Von Gajendra war bis auf das Randalieren am Schmusegitter wenig zu hören und vor allem zu sehen. Wenn er am Schmusegitter steht, sieht man absolut nichts von ihm und wenn er mal auf der Anlage auf und ab geht, dann kann man seinen Hintern bewundern. Gut, kurz hat er sich mal geschubbert, wie es Hussein öfters gemacht hatte, aber ansonsten war vom Pappsack wirklich nichts zu sehen.
Mit dem Randalieren kann man irgendwie verstehen. In Hellabrunn hat er öfters mal eine Dame bei sich gehabt und wenn es nur Mangala gewesen ist, die ihn wie einen Bruder ansieht. Ansonsten hatte er seine Hühner, die ihm zur Beschäftigung dienten. Hier hat er nichts. Einen Blick kann er zu den Kühen werfen und wenn er Glück hat, kommt auch mal eine vorbei. Geschieht recht selten, dass er nun frustriert zu sein scheint, weil er sich einsam fühlt.
Vielleicht hätte man doch lieber Mala behalten sollen. So langsam komme ich zu dieser Schlussfolgerung. Es wäre weit besser gewesen, die alte Dame zu behalten. Mit Gajendra wäre sie gut ausgekommen. Er ist recht friedlich und auch gutmütig, ähnlich wie Hussein, nur eben als Bastler bekannt. Mala hätte dann nicht mehr gefüttert werden dürfen, aber das hätte sie sicherlich verkraftet, zudem wäre es gut für ihre Figur gewesen. Aber vor über einem Jahr ging man noch davon aus, dass die TBC-Bazille Thisiam kommen würde. Dabei war dieser bereits 2006 mehrmals positiv auf Tuberkulose getestet worden. Danach fiel der Test immer negativ aus. Aber wie nun auch wissenschaftlich bewiesen ist, wer einmal Tuberkulose hatte und danach negativ getest wurde, hat es dennoch. Denn der Erreger verzieht sich ins Rückenmark, um irgendwann wieder auszubrechen. Also einmal positiv immer positiv. Und so kam Thisiam letztendlich nicht, dafür Gajendra, der nun ein wenig langweilig zu sein scheint. Mala hatte derweil das Feld räumen müssen, aber wer sie gesehen hat, sagt, dass sie sich in ihrem neuen Wohnort nicht wohlfühlt, auch wenn sie dort alles hat, was das Herz begehrt. Aber das Zuhause kann man ihr nun einmal nicht ersetzen. Ihre Augen haben ihren Glanz verloren. Ich habe es so oft schon geschrieben, aber das kann man gar nicht oft genug wiederholen.
Irgendwo setzten wir uns dann hin, wo wir von mehreren Musikgruppen beschallt wurden. Allerdings waren wir ein wenig enttäuscht, denn anfangs klang es für uns so, als würden die Gruppen sich noch finden müssen. Als hätten sie nie zusammen gespielt und müssten sich nun einspielen. Denn mit der Zeit wurde es besser.
Die besten Gruppen sind übrigens die im Sala-Tempel, die Blechbläser am Eingang und die Musiker auf dem Japan-Teich.
Den Tempel konnte man übrigens begehen. Das ist schon an normalen Tagen nicht möglich. Ich habe das natürlich gleich genutzt, um einige schöne Details zu fotografieren. Wann kommt man sonst schon dazu?
Bei den Orang-Utans noch eine lustige Szene beobachtet. Chef Tuan wurde von einer der beiden jüngsten Artgenossen mit Wasser nassgespritzt. Natürlich lachten die Besucher um mich herum, denn die Szene war auch zu komisch. Sofort kam Tuan nach vorne und es schien, als würde er sich alle Besucher ansehen, um sich zu merken, wer da alles über ihn gelacht habe. Dann entfernte er sich kurz und kam noch einmal zurück. Er wirkte immer noch wütend und sah wieder uns Besucher an. Sehr interessant, ich wartete nur noch darauf, dass er mit Wasser spritzen würde.
Die Walrösser schwammen alle eifrig umher. Im Herbst wird das erste Walross Deutschlands nach Antje wieder seinen Heimweg nach Russland antreten. Gemeint ist Neseyka. Diese schwamm immer mit Odin durch die weiten des Beckens. Ein anderes Walross musste den Felsen anbrüllen oder besser anprusten. Die beiden Eisbären waren am dösen. Tage vorher sollen sie durchs Wasser geschwommen sein, wie mir Jonas verriet. Davon sah ich jetzt nichts. Immer noch besser, als wenn Blizzard immer irre durch die Gegend läuft. Rostock ist wahrscheinlich immer noch heilfroh, ihn los zu sein.
Schnell durch die Gänge gehuscht, die immer noch als Geisterbahn zweckentfremdet werden könnten. Was anderes fällt mir dazu nicht ein, denn da gibt es ausser irgendwelchen Fotos, die an die ansonsten kahlen Wände angebracht worden sind, kaum was zu sehen. Ach ja, ein paar Sprüche von Menschen, die mit Nord- oder Südpol zutun hatten. Aber ansonsten gibt es da nichts.
Und ich bin ja nicht der einzige, dem das aufgefallen ist. Wenn man die Kinder so hört, die da durchgehen, dann hört man oft das Wort gruselig.
Im Grunde kann ich auch nicht verstehen, warum das die Attraktion des Jahres sein soll. Ich habe noch nie etwas so langweiliges gesehen. Da drin hält man sich doch nur eine Viertelstunde auf, weil man nicht einfach zwischendurch rauskommt, sondern dem Weg folgen muss.
In der Vogelvoliere gibt es nun überhaupt keine Papageientaucher mehr. Traurig, denn das waren nett anzusehende Vögel. Aber da hatte wahrscheinlich der Marder etwas anderes im Sinn, falls der es denn gewesen ist. Alle anderen Seevögel sind noch da und eifrig gegen die Wellen anschwimmend. Da interessiert mich am meisten der Mechanismus, wie die Wellenmaschine funktioniert. Und der Kühlschrank natürlich, wo man sich gut eine Erkältung holen kann. Viel sieht man dort nicht. Schwimmende Eselspinguine und dann natürlich die faulen Säcke – Königspinguine. Da kann ich gut verstehen, dass einer der beiden Chefs eine weitere Pinguingruppe kaufen wollte. Aber ein Dutzend für über 200.000 Euro hört sich viel an. Aber erstens muss man den Transport berechnen, da die Pinguine in Japan sind und zweitens gibt es nichts umsonst. Doch der zweite Chef, der für die Finanzen, stellte sich quer und blockierte den Kauf. So kam diese Sache vor Gericht und ein Richter musste nun über Kauf oder Nicht-Kauf entscheiden. Es kam zu letzterem, die Zügelpinguine mussten in Japan bleiben.
Dass, was sich anhört, wie aus einem schlechten Film, war nur der neuerliche Höhepunkt eines Familienstreits. Inzwischen ist man im Stadium Kleinkindergarten angelangt im Sinne von: „Bäh, du bist doof! Ich mag dich nicht!“ „Du bist noch blöder! Dir zeig‘ ich’s!“
Und so wird gestritten, was das Zeug hält. Das kostet jede Menge Geld, eine sechsstellige Summe monatlich heisst es. Aber beide Parteien werden wohl eine Rechtsschutzversicherung haben – übrigens die wichtigste Versicherung nach der Haftpflicht. Wenn sie keine hätten, würden sie wohl auch die Streitigkeiten längst eingestellt haben – mangels Geld.
Die Zeitungen freuen sich über die Streiterien, haben sie doch was zu berichten. Bloss wie schädlich das für das Unternehmen ist und die Mitarbeiter nicht wissen, was sie eigentlich machen sollen, um nicht abgemahnt zu werden, weil der eine Hüh und der andere Hott sagt, daran denkt niemand der beiden Parteien. Die Spenden und Testamente bleiben aus, die Besucher sowieso. Schon jetzt haben seit Malas Weggang viele Jahreskartenbesitzer nicht mehr ihre Karte nach Auslaufen verlängert. Jenala ist eine von ihnen und sie ist konsequent. Ohne Mala kein Hagenbeck. Und so denken auch andere. Doch Mala ist das kleinere Übel. Denn wenn man liest, dass die Streiterein monatlich eine sechsstellige Summe kosten, werden sich potenzielle Spender es sich zweimal überlegen, wohin sie ihr Geld geben. Denn es könnte durchaus angehen, dass das Geld nicht den Tieren zugute kommt, sondern für einen lächerlichen Rechtsstreit verwendet wird. So wird es natürlich nicht sein, aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt. Dieser Kleinkinderkram bringt Schaden, den man in fünfzig Jahren nicht wieder gutmachen kann.
Das sind erwachsene Menschen, die sollten es doch schaffen, sich zusammenzuraufen. Gut, es gibt seit Jahrzehnten Gerüchte, dass dort mit Geld gemauschelt würde, aber wieso ist das nun auf einmal so wichtig? Weil eine der beiden Personen im Grunde genommen nichts mehr mit dem Unternehmen zu tun hat? Nur noch durch die Nachkommen damit verbunden ist? Ist das der Grund? Bald scheint es so zu sein, denn das fing erst an, nachdem es eine Neuverheiratung gab. Nun gut, dass sind Spekulationen, aber man sucht eben nach Gründen.
Wenn man jemandem von diesen Querelen erzählen würde, der käme auf den Gedanken, dass es sich um einen schlechten Film handeln würde. Ich habe es weiter oben bereits erwähnt.
Darüber könnte man wirklich eine Serie machen, wenn es nicht so traurig wäre, was da abläuft.
Carl Hagenbeck würde sich in seinem Grab umherdrehen, momentan „wandelt“ er gerade während der Musiksamstage durch den Park und erzählt Anekdoten. Zum Kleinkinderkram wird er lieber schweigen.

Während wir so durch den Park umhergingen, ich die Überreste der Birma-Völkerschau sah, den Brontosaurus mit seinem hohlen Bauch, da musste ich wieder an den Thriller „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor denken. Auf einmal wurde die Handlung, trotz der vielen Leute, lebendig. Man sah förmlich, wie Masut sich im Bauch des Dinosauriers versteckte, wie am Japanteich der Film „Harakiri“ gedreht wurde oder eben Isis mit ihren Freundinnen vor dem Eismeer standen. Die Geschichte wurde lebendig. Genau so sollte ein Roman sein. Wenn man ihn gelesen hat, dann an dem Ort steht, der darin vorkommt, und alles sofort wieder erkennt. Also, schön den Thriller lesen. Wer es nicht tut, hat etwas verpasst. Ausserdem hat Elefantendame eine nicht eben kleine Rolle darin. Wenn auch eher als Bertha.
Im Mai habe ich mich über dieses billige Feuerwerk aufgeregt und dass man am Ende vor lauter Nebel den Weg zum Ausgang nicht fand, sondern blind herumirrte. In den letzten Jahren war auch dieses Feuerwerk sehr enttäuschend geworden, aber in diesem Jahr, war das wirklich erste Sahne.
Es knallte nicht so laut wie sonst und wie Farben des Feuerwerks waren einfach brilliant. Am Ende stand man ergriffen und sann noch über das schöne Feuerwerk nach. Wie es sich anhörte, gab es dieses Mal auch Live-Musik mit mindestens einem Stück aus „Carmen“: Auf in den Kampf Torero. Auch passend für die Familienstreitigkeiten. Aber das nur so nebenbei. Ich persönlich fand die Musik sehr schön abgestimmt zum Feuerwerk.
Wer also heute oder nächste Woche sich in Hamburg aufhält, sollte sich auf den Weg in den Zoo machen – falls sie/er das Geld ausgeben möchte und sich nicht vor der Stimme des Grauens in der U-Bahn fürchtet.

 

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Der ESC wird eine deutsche Enttäuschung


Heute Abend werden wieder einige in Europa vor den Fernsehern sitzen und sich die Lieder von verschiedenen Interpreten antun. Das nennt sich dann Eurovision Song Contest, früher bekannt als Grand Prix.
In diesem Jahr ist für Deutschland die Band Cascada am Start, die den deutschen Vorentscheid nur gewann, da die Jury für sie war. Damals wurden Stimmen laut, dass der Sieg manipuliert gewesen sei. Grund: In der Jury sassen mehrere Interpreten, deren Vertriebsfirma die gleiche wie bei Cascada ist. Und als das nichts half kamen eben die üblichen Gerüchte auf, dass das Lied abgekupfert worden sei. Hierbei sollte es sich um das Siegerlied vom Vorjahr handeln. Kruz gesagt: Eine Ähnlichkeit war nicht zu leugnen, aber war da wirklich geklaut worden? Ein Sachverständiger wurde engagiert, der am Ende sagte, dass es Ähnlichkeiten gebe, aber eindeutig keine Übereinstimmungen.
Ganz ehrlich, ob geklaut oder nicht, das Lied wird eh nicht gewinnen. Was in dem einen Jahr funktioniert, wird im anderen nicht mehr gehen.
Warum findet so etwas wie der Eurovision Song Contest überhaupt noch statt? Ist es nicht langsam an der Zeit, es zu beenden, vor allem in Zeiten, wo das Geld nicht mehr so locker sitzt? Einige Länder machen bereits nicht mehr mit, weil sie Angst haben, dass sie gewinnen könnten. – Griechenland zählt nicht dazu.
Muss man sich zwei Halbfinals antun, einen Sieger auswählen und dann ein drittes Mal sich vor dem Fernseher abfinden, um sich dann noch das Finale anzusehen und wieder all die Lieder anzutun? Muss das wirklich sein?
Ja, aus dem Text geht hervor, dass ich kein Fan dieses Gesangspektakels bin. Früher habe ich das durchaus vom Anfang bis zum Ende geguckt. Doch mit der Zeit wurde es für mich nur noch zu einem langweiligen Spektakel. Auch die Lieder waren nicht wirklich mehr was, vor allem die von Deutschland nicht.
Wie wurde Lena Meyer-Landruth mit „Satellite“ in Grund und Boden gelobt, vor allem als sie tatsächlich den Sieg errang. Ich frage mich heute noch, wie man für so ein schlechtes Lied nur anrufen konnte. Aber da habe ich scheinbar einen gänzlich anderen Musikgeschmack.
Gut, zurück zu Cascada mit ihrem Lied „Glorious“. Nicht nur ich bin davon überzeugt, dass das Lied grandios scheitern wird. Nimmt man die ganzen Umfragen, sieht es nicht anders aus. Vor allem wird es wie eine schlechte Kopie vom Vorjahressiegerlied „Euphoria“ angesehen.
Aber ich lasse mich gerne überraschen. Wenn dann der Sieger gekürt ist, werde ich schnell mal den Fernseher einschalten, ansonsten lese ich lieber ein gutes Buch.
Wobei gutes Buch stark übertrieben ist. Es handelt sich um den neuen Roman von Dan Brown. Was ich anfangs bereits befürchtet hatte, bewahrheitet sich nun. Es ist der letzte Schrott, den ich da lesen muss. Fand ich schon die drei Vorgänger schlecht recherchiert, so hat sich das nicht wirklich gebessert. In Sachen Langatmigkeit, hat sich im Gegensatz zum Vorgänger zwar einiges getan, dennoch kommt für mich wirklich keine Spannung auf. Ich weiss auch nicht, was ich dazu sagen soll. Aber kennt man einen der Robert-Langdon-Romane von Dan Brown, braucht man einen weiteren eigentlich nicht zu lesen. Grund: Alle sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Zudem ist das Ende so vorhersehbar. Ich muss noch einige Seiten lesen, weiss aber schon jetzt, wie es ausgeht. Das war beim Vorgänger schon nicht gut gelöst, aber jetzt ist es noch schlechter geworden.
Es gibt natürlich auch immer welche, die diesen Thriller in Grund und Boden loben. Ich gehöre auf alle Fälle nicht dazu. Und wenn sich nun jemand fragt, warum ich überhaupt diesen Roman lese, obwohl ich ihn zuvor schon als schlecht einstufte, dem sage ich, dass ich das beruflich machen muss. Also alles andere als freiwillig. Weiss sowieso nicht, warum wir eigentlich so ein Freiexemplar bekommen haben, bei uns passt das überhaupt nicht in die Sparte. Rosi ist so ein Roman, ob nun schlecht recherchiert oder nicht, viel zu hoch. Die denkt doch, dass die göttliche Komödie etwas mit Gotteslästerung im Theater zu tun hat.
Wer wirklich einen guten und vor allem auch gut recherchierten Thriller lesen will, der sollte sich an den Roman „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor halten.
In dem Thriller geht es um einen Krug mit geheimen Inhalt, der so brisant ist, dass er bereits mehreren Menschen das Leben gekostet hat. In den Besitz des Kruges ist die Ägyptologin Isis Just gekommen, die nebenbei auf der Suche nach ihren Vorfahren ist. Dabei entdeckt sie, dass der Krug von einem jungen Ägypter namens Masut nach Stellingen gebracht wurde. Im Stellinger Tierpark ist er in der Völkerschau “Am Nil” zu sehen. Er freundet sich mit einem Elefantentierpfleger an und einem Kaufmannsenkel. Gemeinsam versuchen sie gegen die Bruderschaft des Wahren Horus zu kämpfen, die in den Besitz des Kruges zu gelangen versucht.
Isis Just kommt hinter das Geheimnis, das ihre Familie seit Generationen überschattet. Doch die Bruderschaft ist ihr dicht auf den Fersen. Schliesslich gelingt es ihnen, die junge Ägyptologin zu entführen.
Wird Isis Just wie ihr Vorfahr Masut enden und wie gelangte eigentlich der Krug ins alte Eismeer, wo er beim Abriss desseligen gefunden wird? Das muss jeder selbst lesen.
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Und wer Elefantendame Mala mag, wird den Thriller „Die Rollen des Seth“ mögen, denn sie kommt dort drin zweimal vor. Einmal als Tausendschön, also als sie selbst und dann noch als Bertha.
Und wer lieber Fantasy mag, dem sei diese Kurzgeschichte empfohlen: „Mit List und Tücke“ von Henrik Quedburg.
Es geht um den Zauberer Aenroc, der seine Zauberkräfte verloren hat. Mit einem magischen Kristall kann er sie zurückerlangen und sich an seinen Feinden rächen, die ihn zuvor verbannt haben. Er sucht nach dem Volk der Zwerge, die diesen Kristall hüten. Auf dem Weg zu ihnen verliert er seine beiden letzten Gefährten und wird auch noch von einer furchtbaren Bestie verfolgt.
Das ebook kann bei folgenden Anbietern gekauft und heruntergeladen werden: Amazon, neobooks, Weltbild, Xinxii, buch.de, buecher.de, Thalia, ciando, apple ibookstore.
Wer nicht weiss, was er heute wegen des ESC machen soll, lädt sich einfach ein gutes ebook herunter. Bei den beiden vorgestellten lohnt sich jeder Cent.

 

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Die Gerechtigkeit siegt


Eine Nachricht, die mich wahrlich erfreut hat: Die Staatsanwalt Hannover hat gegen Christian Wulff Anklage wegen Bestechlichkeit erhoben. Nun leider die Ernüchterung. Bis es so weit ist, werden noch einige Monate vergehen und es bleibt fraglich, ob es überhaupt zu einer Verhandlung kommen wird. Denn erst einmal haben nun Wulffs Anwälte/Anwalt die Chance, ein Verteidigungschreiben, wie ich es mal so nenne, zu verfassen. Dann wird man sehen.
Wir erinnern uns, dass die Staatsanwaltschaft Hannover Wulff und David Groenewold einen Vergleich angeboten hat, damit es zu keinem Verfahren kommt. Da sollten beide eine fünfstellige Geldsumme zahlen. Im Grunde nicht schlecht, aber beide streben einen Freispruch an und nicht einen Freikauf. Also sind nun die Verfahren erhoben worden. Ob es dann wirklich zum Freispruch kommen wird? Wir werden es sehen. Ich glaube nicht so ganz daran, denn an Wulff soll ein Exempel statuiert werden. Da ich ihn nicht mag, finde ich das ganz in Ordnung.

Im Fall Nordkorea scheint sich endlich was zu tun. Aussenminister Kerry bat China um Mithilfe und diese reagierten prompt, indem sie zur nuklearen Abrüstung aufriefen. Bloss wird sich Nordkorea daran halten?
Im Grunde kann ich gar nicht verstehen, dass sich die Bevölkerung in Nordkorea sich das alles gefallen lässt. Die nagen da am Hungertuch, Kinder verhungern, aber die Regierung ist grössenwahnsinnig. Es erinnert mich wirklich an George Orwells Roman „1984“.
Abwarten, was geschehen wird.

Eine gute Nachricht für alle Stummfilmfreunde gibt es nicht nur am Dienstag auf Arte, wenn „Der Student von Prag“ aus dem Jahr 1913 läuft, sondern auch auf der Berlinale 2014. Dort wird die restaurierte Fassung von „Das Cabinet des Dr. Caligari“ laufen. Für mich kein interessanter Stummfilm, aber der Film schlechthin, wenn es um Expressionismus im Film geht. Da kann man genauso gut auch noch den Film „Von Morgens bis Mitternacht“ nennen. Auch einer der ersten ganz in schwarz-weiss gehaltenen Stummfilme. Denn die meisten Filme wurden zur damaligen Zeit noch viragiert, um Tag oder Nacht anzuzeigen.
Ich würde mich viel eher freuen, wenn endlich mal der Fritz Lang-Film „Harakiri“ auf DVD erscheint oder im Fernsehen gezeigt wird. Im Internet gibt es zwar eine Version zum herunterladen, allerdings ist die nicht nur grottig, sondern hat auch noch niederländische Zwischentitel. Also nix, was ich wirklich verstehe.

Und wo ich gerade vom Film „Harakiri“ geschrieben habe. Der ist bekanntlich im Tierpark Hagenbeck gedreht worden. Da gibt es nun einen Thriller, der in besagter zoologischer Einrichtung spielt. Der Name lautet „Die Rollen des Seth“. Es beginnt im Jahr 1912, wo ein junger Ägypter mit einem Familiengeheimnis und zwei mysteriösen Gegenständen in Hamburg ankommt. Er ist Mitglied der Völkerschau „Am Nil“, die im Stellinger Tierpark stattfindet. Dort befreundet er sich mit einem Tierpfleger und dem Enkel eines Kaufmanns. Gemeinsam versuchen sie gegen die bösen Mächte zu kämpfen, die in den Besitz der Gegenstände kommen wollen. Die Gegenstände bergen ein Geheimnis, dass die Weltordnung erschüttert, wenn es ans Licht kommt.
Knapp hundert Jahre später tauchen die Gegenstände dann wieder beim Abriss des Eismeeres im Tierpark auf. Eine junge Ägyptologin ersteigert diese und versucht hinter das Geheimnis des Inhalts zu kommen. Dabei stösst sie nicht nur auf ein Rätsel ihrer Familie, sondern auch auf eine Mumie, die einen Brief bei sich trägt, der in Hieroglyphen verfasst wurde. Als die Ägyptologin das Geheimnis der Rollen entschlüsselt, wird eine alte Bruderschaft auf sie aufmerksam. Als Isis Just die Gefahr erkennt, ist es beinahe zu spät…
So, war das nun spannend geschildert? Nicht, dann sollte man vielleicht eine andere lesen. Und das geht am besten auf neobooks.de und xinxii.de. Amazon wird nächste Woche folgen. Derweil bei neobooks oder xinxii einfach „Die Rollen des Seth“ in die Suchmaske eingeben. Der Preis beträgt 4,99 Euro, ist aber jeden Cent wert. Denn es geht nicht nur um Hatschepsut, Senenmut, Nofretete und Echnaton, sondern auch um die Geschichte des Stellinger Tierparks im Zeitraum von 1912 bis 1922.
Ein spannendes Stück Geschichte, das durch einen schlitzohrigen Elefanten aufgewertet wird. Welche Züge dieser Elefant unter anderem trägt? Ja, Elefantendame findet sich in der Dickhäuterin aus dem Roman wieder. Aber sie taucht auch höchstselbst mit ihrem nunmehr verstorbenen Artgenossen Hussein auf.
Wer es also nicht liest, ist selbst Schuld. Ich habe es probegelesen und kann sagen, dass es einer der besten Romane ist, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. Und das waren nicht wenige.
Bleibe ich noch einmal beim Stellinger Tierpark. Morgen vor 100 Jahren starb der Gründer des ersten gitterlosen Zoos der Welt: Carl Hagenbeck. Es blieb nicht der einzige Zoo, der so konzipiert wurde. Bereits zu seinen Lebzeiten hatte Carl Hagenbeck unter anderem den Zoo in Rom mit seinen künstlichen Felsbauten aufgebaut.
Kurz nach Eröffnung des Tierparks wurde Hagenbeck von anderen Zoo-Direktoren verlacht und als Tierhändler boykottiert. Denn der Tierpark diente immer noch dazu, Tiere unterzustellen und danach weiterzuverkaufen. Deshalb gab es bis 1937 auch noch kein Elefantengehege, sondern nur ein Haus, das sich bei der Dressurhalle befand. Denn die Dickhäuter wurden kurz nach ihrer Ankunft gleich weiter vermittelt. Ob dies bei allen Elefanten gemacht wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Denn schon damals wurden die grauen Riesen fürs Elefantenreiten genutzt.
Als Carl Hagenbeck starb, verfügte er, dass jeweils einer aus den Linien seiner beiden Söhne an der Doppelspitze steht. Auch ein Grund, weshalb es die heutigen Streitgkeiten und Kleinkindereien gibt, die momentan die Zeitungen beschäftigt.
Noch etwas Aktuelles: Es gibt Gerüchte, dass angeblich ein neuer Elefantenbulle ankommen würde. Allerdings handelt es sich nicht um TBC-Bazille Thisiam, sondern um den Hellabrunner Bullen Gajendra, der momentan in Leipzig untergestellt ist. Wenn das der Wahrheit entspricht, wäre das eine Sensation. Und wie ich Jenala kenne, wäre sie unglaublich erleichtert, denn Gajendra ist ein rundherum gesunder Bulle. Zwar gibt es Gerüche, dass der Hellabrunner Bestand unter Herpes-Verdacht steht, allerdings stimmt das nicht. Es gibt zwar eine Kuh, die aus einem Herpes-Zoo kommt, Zürich, allerdings traten dort erst Jahre später Herpes-Fälle auf. Und die Dickhäuterin, die dafür verantwortlich angesehen wird, kam, nachdem Panang ging. Also kein Grund zur Sorge. Zudem weiss man ja bis heute nicht genau, was nun genau Elefanten-Herpes auslöst. Es wird immer noch gesagt, dass die afrikanischen Elefanten diesen Erreger in sich tragen, daran allerdings nicht erkranken. Wenn sie nun mit asiatischen Elefanten gehalten werden, bekommen diese Herpes – auch nicht immer, Elefantendame Mala ist ein gutes Beispiel -, weil sie keine Immunabwehr dagegen haben. Deshalb rückte man von der gemischten Haltung ab.
Wenn nun tatsächlich Gajendra kommt, wird er wohl bis etwa 2015 bleiben können. Denn bis Ende nächsten Jahres soll das Elefantenhaus in Hellabrunn saniert werden. Momentan leben die Elefantenkühe samt Klein-Ludwig in einem Provisorium. Ein Zelt für Elefanten, wie ich es nenne.
Mal abwarten, was sich tut und wie das EEP entschieden hat. Und was wird aus Thisiam? Den soll jemand anderes nehmen, jemand, der sich an einem ehemals positiv auf TBC getesteten Elefanten nicht stört.

Hat jeder letzten Samstag den Tatort von 1986 – gezeigt 1987 – gesehen? Elefantendame Mala in einer grossen kleinen Rolle. Ganz am Ende tauchte sie auf und identifizierte den Mörder in einer Gegenüberstellung. Bloss der Elefant, der dann mit dem Kopf schüttelte, das war dann wieder Mogli. Sieht man ja schon an den Falten, aber nicht am Ohr. Das war damals beim Faltenmonster noch ganz.
Um beim Fernsehen zu bleiben. Ich habe vor einigen Wochen mich bereits über die neueste Staffel von Caslte beschwert. Heute tue ich das noch einmal, denn die gestrige Folge war so was von schwach. Schön, dass Esposito auch einmal im Vordergrund steht, aber die Handlung selbst war richtig lasch. Und das ist fast die gesamte fünfte Staffel. Es gibt zwei Folgen, die herausstechen, aber ansonsten ist es einfach langweilig geworden.
Stelle ich zu hohe Ansprüche oder geht es anderen genauso?

 

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Viel Beton für nichts – Welch eine Enttäuschung


Lange habe ich davon geredet, dass ich mir in Hamburg das neue Eismeer ansehen will. Nun habe ich das am vergangenen Wochenende getan. Fazit: Ich bin enttäuscht. Warum? Na, das werde ich nun erzählen.
Momentan sind die Romantischen Nächte im Hamburger Tierpark. Und da ich klassische Musik mag, musste ich da natürlich hin. Habe das früher schon mal miterlebt. Ist aber schon ein paar Jahre her.
Sofie, meine kleine Schwester war dabei. Es ist kaum zu glauben, dass sie schon wieder gewachsen ist. Wie die Zeit vergeht…
Jenala ist nicht mit in den Tierpark gekommen. Sie hält ihren Schwur konsequent durch, also hatte ich nur als Begleitung nehmen meiner Schwester Jenalas Cousin Jonas. Der kennt sich dort auch bestens aus, also gar kein Problem. Wenn man ihm bloss mal sagen würde, dass er nicht einen neuen Geschwindigkeitsrekord durchs Tropen-Aquarium aufstellen soll.
Im Tropen-Aquarium war’s mir ein wenig zu warm. Aber ich bin auch recht empfindlich, was Wärme betrifft. Mir war Gondwana-Land in Leipzig schon nicht für den Kreislauf förderlich.
Von den Kattas, den Lemuren aus Madagaskar habe ich keinen einzigen erblickt. Die hatten sich wohl gerade zurückgezogen, als wir ankamen. Soll öfters mal vorkommen, wie Jonas mir sagte. Da war ich schon ein wenig enttäuscht. Da zahle ich den Eintritt dafür und sehe die nicht einmal.
Bei den Fledermäusen mochte ich mich nicht lange aufhalten, weil es dort jämmerlich stank. Ja, ich verstehe, dass Tiere nicht geruchslos sind, aber deshalb muss das noch lange nicht so sein, dass man vom Gestank beinahe erschlagen wird.
Danach wurde es merklich kühler, denn nun kamen die Unterwasserwelten, wo ich mich besonders über die Igelfische freute. Seit Knurpsy aus dem Allwetterzoo Münster bin ich ein Fan von diesen Fischen, die sehr vom Aussterben bedroht sind. Einer blähte sich sogar auf, als ihn eine der Langusten zu fassen bekam. Ob die ich wohl fressen wollte? Jedenfalls war er kugelrund und seine Stacheln standen ab. Auch einige Minuten später konnte man ihn noch gut von dem anderen unterscheiden. Denn seine Stacheln standen immer noch ein wenig ab.
Im grossen Panorama-Aquarium schwamm ein Zackenbarsch, den Jonas als Fisch mit Starallüren bezeichnete. Denn immer wenn er auf ihn warte, würde dieser sich in die dunkelste Ecke des Beckens zurückziehen.
Dann in den Park, wo wir natürlich gleich zum Eismeer gingen. Gewaltig ist es ja geworden, dass muss ich schon zugeben. Aber die Eisbären finde ich dann doch etwas verloren in dem hinteren Teil des Geheges. Mag vielleicht daran liegen, dass man immer nur diesen verrückt hin- und herrennenden Eisbären Blizzard sieht. Der Bereich wirkt riesig, aber das ist ja wohl auch so gewollt.
Und dann das Innere. Da sieht man gleich weitere Mängel.
Erstens das grüne trübe Wasser im Eisbärengehege. Das soll von Mikroorganismen gereinigt werden, aber irgendwie scheinen die sich noch nicht gebildet zu haben oder sie sind überfordert.
Einen richtigen Blick aufs Eisbärengehege kann man gar nicht werfen, nur durch die Scheiben oder aber von der Walross-Anlage aus.
Apropos Walross, bisher schwimmt da nur eines umher und laut Jenala wird das auch nicht ewig bleiben, sondern nur ein paar Jahre. Aber wieso wird dann gesagt, mit dem Walross soll gezüchtet werden? Vorspielung falscher Tatsachen oder wer hat nun recht? Auf Gerüchte soll man nicht viel geben, aber manchmal enthalten sie schon ein Quentchen Wahrheit.
Weiteres Manko, die engen Gänge gleich nach der zweiten Eisbär-Scheibe. Wenn da die Leute zuhauf stehen, um einen Blick auf das Walross zu werfen, kommt man da kaum vorbei. Rollstuhlfahrer und Kinderwagen überhaupt nicht. Ich will nicht wissen, was passiert, wenn da mal Panik ausbricht. Aber solche engen Gänge gibt es im Tropen-Aquarium auch. Da kommt man an einem Rollstuhlfahrer kaum vorbei. Aber die Sicherheitsanforderungen sind wohl erfüllt worden, auch wenn ich nicht weiss, wie sich ein äusserst vollschlanker Mensch an einem Rollstuhl vorbeischlängeln will. Da hält der Rollstuhl alle auf. Bei einem überbreiten Rollstuhl kommt nicht einmal so ein Schlacks wie ich vorbei. Da hätte drüber nachgedacht werden sollen. Beim Eismeer wird der Gang dann aber bei der grossen Walross-Panoramascheibe ein wenig grösser. Dennoch sind die langen Gänge ein weiteres Manko. Sie mögen zwar grossflächige Bilder, Texte und Sprüche von bekannten Menschen wie Schriftstellern oder Forschern haben, aber die guckt man sich einmal an, liest sich den Text durch und dann vergisst man es wieder. Wer öfters kommt, wird durch diese Gänge nur lustlos gehen, so wie eben Jonas, der jedes Mal einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen versucht. Momentan liegt er bei elf Minuten, wie er mir stolz erzählte.
Einen interessanten Einblick bekommt man, wie das Eismeer hinter den Kulissen mit der ganzen Technik funktioniert. Zwei Enten – genauen Artnamen weiss ich jetzt nicht – sollen sich auch mal ausserhalb des Pinguingeheges aufhalten. Leider habe ich sie nicht gesehen.
Dann kommt man in eine dunkle Höhle und fragt sich eigentlich, was das soll. Bis man links im Wasser mit Glück einen oder mehrere Pinguine schwimmen sieht. Nun kommt die Freiflugvoliere mit Trottellumme, Papageientauchern und weiteren Vögeln. Einen Aufpasser habe ich nicht gesehen, obwohl sich eigentlich immer einer dort aufhalten soll.
Als technik-interessierten Menschen habe ich mir gleich ein Bild davon gemacht, wie denn nun die Wellenmaschine funktioniert. Einfach gesagt: Ein Brett, dass im Wasser hin- und herschwenkt. So kommen die Wellen zustande.
Durch einen Vorhang aus Seilen verlässt man nun die Voliere und geht wieder einen Gang entlang. Beinahe läuft man an einer blauen Tür vorbei, bei der man auch noch Probleme beim Öffnen hat.
Dunkelheit und Kälte empfängt einen. Der Besucher tastet sich nach vorne vor und wird nun auch mit Fisch- und Pinguingestank umhüllt. Wer’s mag. Ich habe mir erst mal die Nase zugehalten, denn wie gesagt, meine Nase ist empfindlich.
Wie Jonas sagte, ist dieser Gestank durchaus beabsichtigt, denn man soll die Pinguine fast mit allen Sinnen erfassen, also mit den Augen und der Nase.
Sogar ein paar Pinguine entdeckt, die sich nicht in ihrem Gehege aufhielten, sondern oberhalb der Abtrennung. Jonas freute sich wahnsinnig über die „entflohenen“ Pinguine. Einer kam mir richtig nah, als ich ihn fotografierte, da bin ich aber schnell in Deckung gegangen. Meine Kamera ist mir lieb und teuer.
Dort bin ich schnell wieder raus, denn ich musste wegen der Kälte an meine Batterien denken. Nun folgte ein langer Gang mit Bildern aus der Geschichte des Tierparks und des Eismeeres. Ein paar kurze Texte gab es auch. Ganz nett gemacht, aber mehr auch nicht. Ehrlich gesagt einfallslos.
Noch eine Treppe hochgestiegen, wo man sich an den Wänden die verschiedenen Baustadien des Eismeeres ansehen kann. Mag vielleicht näher dran gewesen sein, aber Jenalas und Jonas‘ Bilder sind besser, da immer aus der gleichen Perspektive aufgenommen. Da sieht man die Veränderungen viel besser und könnte eine gute Bilderstrecke draus machen.
Oben angekommen gibt es eine kleine Aussichtsplattform, wo man zwar weit nach Hamburg reinsehen kann, aber wirklich besonders ist das nun auch wieder nicht, so dass ich mich hier gefragt habe, was das eigentlich sollte. Schliesslich sind an einer Wand noch zwei Teile des alten Eismeers befestigt. Des weiteren drei verschiedene Modell-Felsen, wo darüber entschieden wurde, welche Firma nun die künstlichen Felsen modelliert. Wer aber nun das Rennen von den drei Firmen gemacht hat, wurde nicht deutlich, oder ich habe es übersehen. Letzteres glaube ich aber nicht.
Und dann war man auch schon durch. Jonas hatte die Zeit gestoppt. So knapp eine Stunde hatten wir im Eismeer verbracht. Und dafür wird also mehr als neunzig Minuten veranschlagt. Und ich bin da wirklich nicht durchgehetzt.
Bei den Elefanten war es ganz komisch, dass leere Bullengehege zu sehen. Es war das erste Mal, dass ich weder Hussein noch Mala antraf. Traurig war’s. Darjeeling, der kleine Racker, nervte wieder seine Lieblingstante, die abgezehrt wirkt. Soll ja auch immer Ammendienste leisten, wie mir Jonas sagte.
Später am Abend, als dann die Musik überall im Tierpark ertönte, konnte man über einen Teich mit recht viel Entengrütze, sich mit einer Gondel fahren lassen. Jonas wollte anfangs ja wie die Venezianer in ihren Gondeltaxis – gibt es wirklich und soll so um 50 Cent pro Fahrt kosten – stehen, was ihm Sofie und ich ausreden konnten. Der wäre noch im Wasser gelandet. Die Fahrt war kurz aber schön. So bin ich nun endlich auch mal Gondel gefahren und musste dazu nicht extra nach Venedig.
Der Feuerwerk war schon, aber zu laut.
Fazit: Beim Eismeer kann man nur sagen: Viel Beton für nichts. Ich bin wirklich enttäuscht und habe mir etwas Grossartigeres vorgestellt. Eine Dinge sind nicht genau durchdacht, wie die engen Gänge zu Beginn, wo es dann zum Stau kommt.
Der Rest des Tierparks ist sehenswert wie immer, bloss eine alte Elefantendame wird vermisst.
Wo ich von Mala gerade spreche. Auf der Facebook-Seite des Pairi Daiza kann man sich ein sehr kurzes Video mit Mala ansehen, wo sie durch den Park geführt wird. Das erste Lebenszeichen von ihr seit dem Bild vor über einem Monat.

Zwei Tage später sind dann Sofie, Jonas, Jenala und ich zu einem anderen Tierpark in der Nähe von Hamburg gefahren: der Tierpark Krützen.
Dort sind auch einige ehemalige Hagenbeck-Bewohner zu sehen, wie die Hutaffen, die beiden adulten Kamele oder der schwarze Alpakahengst namens Machote. Diesem sieht man sofort an, dass Ocho sein Vater ist. Etwas kleiner als dieser, aber genauso verrückt.
Dieser Tierpark ist zwar in einer dreiviertel Stunde durchgangen, wenn man schnell sich jedes Tier ansehen will. Ich finde ihn nicht schlecht, denn man sieht hier Tiere, die man nicht überall sieht, wie beispielsweise Hutaffen oder weisse Pfaue. Auf Elefanten oder Giraffen muss man verzichten, aber das ist nun wirklich nicht schlimm. Was ich nicht gesehen habe, waren Kulane, nur Przewalski-Pferde.
Alle Tiere lassen sich mit dem dort gekauften Futter oder selbst mitgebrachten Äpfeln oder Mohrrüben füttern. Das ist natürlich immer was besonderes. Bloss bei den Lamas sollte man aufpassen, denn da kann es passieren, dass man als Besucher angespuckt wird anstelle des Futterkonkurrenten. Und hier lassen sich sogar Zebras füttern, was ich noch nie gemacht habe.
Da sollte man unbedingt mal hinfahren, es lohnt sich wirklich. Und der Eintritt ist mit sechs Euro für Erwachsene auch nicht sehr hoch.

Bilder werde ich nachliefern, wenn ich sie durchgesehen habe.

Arbeiten musste ich heute auch noch, und das an meinem freien Tag. In Bayern herrscht heute Feiertag, weshalb ich eigentlich nach Hause fahren wollte. Der Tag war bei mir nicht mehr als Urlaubstag eingetragen, aber eben Feiertag. Und dann bekam ich die Aufgabe, mich unter die Olympischen Sportler zu mischen, um ein paar Interviews zu machen. Habe wirklich besseres zu tun. Das einzig Gute: Mir wird die Rückfahrt erstattet und ich bekomme Überstunden angeschrieben.

 

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Olympia 2012 – Wie eine politische Entscheidung Hamburg die Chance nahm


Gestern haben haben offiziell die Olympischen Spiele 2012 in London begonnen. Mit einiger Wehmut dachte ich daran, dass Deutschland es hätte sein können, die diese Spiele austragen. Wenn Hamburg damals die deutsche Vorauswahl gewonnen hätte, was eigentlich jeder dachte, dann hätte die Stadt sicherlich eine Chance gehabt. Doch es war damals eine politische Entscheidung, die dafür sorgte, dass Leipzig die deutsche Vorauswahl gewann.
Damals habe ich mich wirklich gefragt, was das sollte. Und selbst heute noch, obwohl ich jahrelang in Leipzig gelebt habe, stelle ich mir diese Frage.
Sicherlich, Leipzig ist eine schöne Stadt, die sich immer noch im Umbau befindet, aber das lässt dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie für ein grösseres Sportereignis bloss eine Provinzstadt ist. Leipzig ist eine Messestadt, aber niemals eine Sportstadt. Wo spielt denn der RB Leipzig? Haben den Aufstieg in die Regionalliga verpasst. Dabei ist ja deren grosses Ziel die Bundesliga. Warten wir mal ab.
RB steht bei Leipzig übrigens nicht für RedBull, obwohl dies der Hauptsponsor ist. Die Satzung des DFB verbietet einen Namen aus Werbezwecken, deshalb steht RB für Rasen Ballsport, originell nicht wahr? Besonders, da jeder weiss, wofür RB eigentlich steht. Aber mit dem Verein wollen die meisten Fans nichts zu tun haben. Bereits mehrere Freundschaftsspiele wurden aus Protest gegen diesen Kommerz-Verein abgesagt. Und selbst die Mitgliedszahlen des Vereins sollen laut Wikipedia nicht einmal zweistellig sein. Allerdings ist der Stand vom letzten Jahr, vielleicht hat sich die Zahl von sieben nun auf eventuell acht erhöht?
Das ehemalige Zentralstadion ist bis 2040 an RedBull gebunden. Wer unterschreibt denn einen Vertrag, der beinahe 30 Jahre gilt? Wissen wir, ob es denn Verein dann überhaupt noch gibt oder ob RedBull dann überhaupt noch das Geld hat? Aber solche angeblichen Energy-Drinks laufen wohl immer. Habe das Zeug mal als Gratispackung gehabt, danach war ich so müde, dass ich hätte schlafen gehen können, dabei wurde doch das Gegenteil behauptet. Soviel dazu. Der Exkurs ist beendet, ich widme mich wieder dem eigentlichen Thema.
Leipzig wurde damals, also 2003, von Nationalen Olympische Komitee ausgewählt. Die Wahl war mehr als überraschend, denn jeder hatte damit gerechnet, dass Hamburg es werden würde. Doch die Politik hatte etwas anderes im Sinn gehabt. Nicht eine Stadt aus den alten Bundesländern sollte es sein, sondern eine aus den neuen und da war nun mal Leipzig der einzige Kandidat, obwohl sie eines der schlechtesten Konzepte hatten und viele Wettkämpfe hätten ausgelagert werden müssen. Gerüchte von Halle und Chemnitz machten damals die Runde. Aber die SPD-Bundesregierung, hatte sich damals nun mal in den Kopf gesetzt, den Osten zu stärken, ohne Rücksicht auf Verluste und welche Chancen Leipzig denn beim IOC hätte.
Und so kam es, wie es kommen musste. Bereits in der Vorrunde wurde Leipzig rausgewählt, da es keine grosse Stadt sei, eher Privinzstadt. Tut mir leid, dass sagen zu müssen, aber so muss man Leipzig sportlich gesehen nun einmal so betrachten.
Wäre Hamburg es gewesen, die ja „Feuer und Flamme“ waren, dann hätte Deutschland eine reelle Chance gehabt, aber nicht mit Leipzig.
Und so ging Olympia 2012, die Spiele der XXX. Olympiade der Neuzeit, an London.
Vielleicht sollten wir aber auch froh sein, dass wir nicht Olympia bekamen, denn einen Tag nach Verkündung, am 07. Juli 2005, wurde London von einem furchtbaren Terroranschlag heimgesucht. Ob das auch Hamburg hätte treffen können, wenn es denn gewonnen hätte? Ich weiss es nicht. Sollen wir vielleicht darüber froh sein, dass es nicht Deutschland geworden ist? Fragen über Fragen, auf die ich keine Antwort weiss.
Ich weiss bloss, dass die deutschen Schwimmer mal wieder unter allen Erwartungen gestartet sind. Man sollte nicht immer das beste erwarten, denn sonst wird man enttäuscht.

Da habe ich doch mal was lustiges – meiner Meinung nach – zu berichten. Im Hamburger Tierpark Hagenbeck sind aus dem Eismeer ein paar Pinguine entflohen und liefen zwischen den Besuchern umher. Jonas ist ganz enttäuscht, dass das nicht passierte, als er gestern da war. Denn gestern soll das passiert sein. Aber er hatte auch eher damit zu tun, einen neuen Rekord aufzustellen: Das Eismeer in knapp 12 Minuten zu durchqueren. Bloss irgendso einen Turm hätte er ausgelassen.
Na ja, davon kann ich mir immer noch ein Bild machen, wenn ich mir das Eismeer ansehe. Wird in einiger Zeit der Fall sein, denn ich habe ja noch Urlaubstage übrig, da ich an meinem Geburtstag ja nicht Urlaub nehmen durfte. – Ja, das nehme ich denen immer noch übel.
Also, es sollen nicht die Pinguine entflohen sein, die draussen zu sehen sind, sondern die im Inneren, deren Kolonie aus Esels- und Königspinguinen besteht. Besser bekannt ist das Gehege laut Jonas als Stinkbombe mit Gruseleffekt. Den Gestank kann man sich erklären, aber was ist mit Gruseleffekt gemeint? Werde ich noch ergründen, soll aber was mit fast kompletter Dunkelheit zu tun haben.
Jonas findet es nicht verwunderlich, dass aus dem Gehege ein Pinguin entfliehen konnte, denn das Wasser würde so hoch stehen, dass man schon nass würde, wenn man da direkt neben einem schwimmenden Pinguin steht. Zudem vermutet er auch, dass die Frackträger sich erschrocken haben, weil wieder ein paar unvernünftige Menschen nicht lesen und Symbole deuten können und ungeniert mit ihren Kameras blitzen, was sie nicht dürfen.
Könnte durchaus sein, dass so die Pinguine sich erschreckt haben. Aber deshalb gleich aus dem Wasser springen? Also davon habe ich noch nie gehört? Aber irgendwie muss denen ja die Flucht gelungen sein.
Einige Besucher sollen dann versucht haben, die Pinguine wieder ins Becken zu „werfen“. Also Tuch über den Pinguin, vor allem über den Schnabel, aber nicht zu fest, denn atmen muss er ja auch noch, und zurück ins kühle Nass. Tja, hört sich einfach an, ist es aber nicht. Als Rat, falls es nochmals passieren sollte, wurde gesagt, dass man einem Pfleger bescheid sagen soll. Laut Jonas, sei sogar immer einer in der Nähe, da bei den Papageientauchern eine Daueraufsicht sei.
Ich würde ja einfach einen Kescher bereithalten und dann ab mit den Pinguinen zurück dorthin, wo sie hingehören. Aber das erfordert auch erst einmal Übung, zudem könnte der Frackträger sich ja auch mit dem Schnabel im Netz verheddern. Da kann viel passieren.

Ich habe es endlich ins Verzeichnis der „Bloggerei“ geschafft. Mühsam war der Weg, hat mich vier Wochen immer einen Tag gekostet. Und bei bei den ersten drei Absagen fragte ich mich, was ich denn wohl falsch gemacht habe. Nun weiss ich es: Es lag wirklich am RSS-Feed und dessen korrekter Angabe. Denn dieses Mal hat es geklappt. Ich wollte eigentlich schon gar nicht mehr, aber aufgeben sollte man erst, wenn man alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat.
Und weiter habe ich die Chance gleich genutzt, mich noch bei ein paar RSS-Feeds anzumelden. Als nächstes dann noch ein paar andere Anbieter, wo mein Blog gelistet wird. Aber das hat noch Zeit und kann warten.

 

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Einmal ist es zuviel! – Mit dem Papst ist nicht zu spaßen


Über die Nachricht habe ich mich wirklich sehr gefreut. Der Hamburger Tatort bekommt noch einen weiteren Kommissar hinzu. Dargestellt wird dieser durch Wotan Wilke Möhring.
Das mag vielleicht kein Weltstar sein wie Til Schweiger, dafür hat er aber hundertmal mehr Klasse. Leider wird nur der erste Tatort direkt in Hamburg spielen, die anwderen werden im Umland stattfinden. So soll dann die Konkurrenz zu Schweiger verhindert werden. Eigentlich schade, denn es dürfte doch schon jetzt klar sein, wen die Zuschauer lieber sehen wollen. Und das ist nicht der Nuschelpott vom Dienst.
Warum dem die Rolle eines Tatort-Kommissars eigentlich angeboten wurde, frage ich mich jetzt noch. Der hat weder Ausstrahlung, Charisma noch kann er die Leute wirklich begeistern. Ja, seine Erfolge mögen vielleicht für ihn sprechen, aber dennoch muss es einem doch irgendwie komisch vorkommen, wenn sich ein Schauspieler in mehreren Filmen, wo er als Regisseur tätig ist und noch dazu das Drehbuch geschrieben hat, selbst als Hauptdarsteller auftritt. Entweder bedeutet das ein überdimensionales Ego oder aber derjenige bekommt nicht die großen Hauptrollen für andere Filme angeboten. Was mag denn nun stimmen? Vielleicht gibt es sogar noch eine dritte Möglichkeit.
Irgendwie könnte man zu ersterem tendieren, aus dem Grund, weil Schweiger nach seinem Engagement beim Tatort die Sprache auf den vierzig Jahre alten Vorspann der Sende-Reihe brachte. Er hielt ihn für angestaubt und wollte was Neues, also für seine Tatort-Filme. Glücklicherweise wurde sich dagegen entschieden. Denn auch wenn der Vorspann angestaubt sein mag – ich persönlich finde ihn zeitlos -, so ist er doch das Erkennungszeichen. Gut, der Vorspann des Polizeiruf 110 mag in den letzten zwanzig Jahren mindestens dreimal verändert worden sein, aber da fällt das irgendwie nicht auf. Zudem ist es auch eine andere Sende-Reihe.
Es gibt einen Disney-Film, den hat meine kleine Schwester gehasst wie die Pest: Hercules. Gegen die Handlung hatte sie nichts, aber sie mochte die Stimme von Hercules nicht. Und wer hat diese Figur gesprochen? Richtig, Til Schweiger. Und damit komme ich auch schon dazu, was der grösste Kritikpunkt an diesem Darsteller ist, seine Stimme. Nicht nur, dass er beinahe sämtliche Worte durch sein nuscheln undeutlich ausspricht, dass man sich fragen muss, was der denn genommen haben könnte, nein, diese Stimme ist auch absolut nicht für die Ohren geeignet. Ich weiss, warum ich sofort wegschalte, wenn er irgendwo auftaucht, denn diese Stimme ist die reinste Folter. Ein Grund weshalb ich ihn auch niemals interviewen will. Das würde ich einfach nicht durch stehen.
Wie ich schon vor Monaten erwähnte, werde ich den Schweiger-Tatort boykottieren. Weiss nicht, was es bringen wird, aber wenn das wirklich ein Flopp mit dem werden sollte, kann ich sagen, ich hab’s auch nicht gesehen.
Wotan Wilke Möhring ist die weitaus bessere Wahl. In seinen Tatorten, die leider auch nur einmal im Jahr gezeigt werden, wird Wert auf die Polizei Arbeit gelegt und nicht auf das Geplänkel dazwischen. Ddenn in vielen Krimis wird dem Privatleben des Ermittlers beinahe ein höherer Stellenwert eingeräumt als dem eigentlichen Fall. Bei der ZDF-Krimireihe „Stolberg“ ist das etwas anders. Da wird mehr Wert auf den Fall gelegt. Allerdings hat die Serie nun schon ihren dritten Sendeplatz. Von Freitag 20.15 Uhr auf Samstag 22 Uhr irgendwas auf nun Dienstag 20.15 Uhr. Und gerade der Dienstag ist ein toter Tag, da auf der ARD um die Zeit recht erfolgreiche Serien laufen, wie momentan „Der Dicke“ mit Dieter Pfaff.
Zurück zum Tatort. Die Dreharbeiten mit Möhring als Kommissar haben am Dienstag, also gestern, begonnen. Wir dürfen gespannt sein, was für ein Krimi es werden wird. Besser als der mit Schweiger auf jeden Fall. Das macht allein schon der Hauptdarsteller aus.
Möhring ist weder affektiert, noch will er sich im Scheinwerferlicht sonnen. Ihm nimmt man die Rollen ab, die er darstellt.
Ich hoffe, dass die Zuschauer es auch so sehen und seine Tatort-Fälle mehr gucken, auch in der Wiederholung, als die von Schweiger. Dessen Tatorte sollte man einfach nur boykottieren. Jedenfalls werde ich das machen und ich weiss, dass aus meiem Freundes- und Bekanntenkreis mehr als zwei Dutzend das auch machen werden.

Gestern hatte ich mal wieder in einem Zeitschriftenladen gestöbert. Dabei fiel mir die aktuelle „Titanic“-Ausgabe ins Auge, wo der Papst mal wieder übel „veralbert“ (man kann passendere Wörter nehmen, aber die nehme ich nicht mal so in den Mund) wird. Es geht um die Vati-Leaks-Affäre, wo der Kammerdiener des Papstes die Inhalte geheimer Dokumente weitergegeben hat. Bloss weiss man immer noch nicht, wer denn nun der eigentliche Auftraggeber ist. Die Satire-Zeitschrift Titanic titelte dazu: Eilmeldung Leck gefunden!
Auf dem Titel war Benedikt XVI. abgebildet und auf seiner wissen Soutane zeichnete sich ein grosser gelber Urinfleck ab. Betrachtete man nun die Rückseite, war laut Titanic ein weiteres Leck gefunden worden. Nun zierte die weisse Soutane am Gesäss einen braunen Fleck. Nicht wirklich nett, sondern bitterböse, wie sich die Zeitschrift immer wieder gibt. Es ist ja nicht das erste Mal, dass der Papst als Witzfigur für den Titel hin halten musste.
Ich erinnere mich eine recht harmlose Variante, wo der Papst, damals noch Kardinal Ratzinger, auf der Rückseite der Zeitschrift abgebildet war. Es war eine Anti-Ebay-Werbung. Ratzinger war mit Mitra abgebildet und daneben stand im Begleittext, dass man bei Ebay Mohren, Hirtenstäbe und noch mehr Artikel bekommen könne. Das war die März Ausgabe 2005 gewesen. Kann mich noch gut daran erinnern, weil ich diese Ausgabe der Zeitschrift in die Hände bekam, als Ratzinger kurz zuvor zum Papst gewählt worden war.
Danach machte sich Titanic immer mal wieder über den Papst lustig. Höhepunkt des ganzen nun dieses Inkontinenz-Cover.
Dieses Mal allerdings reichte es Benedikt und ließ das Cover durch eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg verbieten. – Frage: Wieso ist das Landgericht Hamburg für solche Sachen eigentlich immer zuständig?
Der Titel der akutellen Juli-Ausgabe der Titanic darf nicht mehr gedruckt oder auf der Internetseite gezeigt werden. Alle bereits ausgelieferten Exemplare dürften aber noch weiter verkauft werden. Das erfuhr ich noch während der Arbeit, sodass ich auf de Nachhauseweg erst einmal den nächsten Zeitschriftenladen stürmte. Leider hat der aber keine Exemplare mehr oder wollte sie mir nicht verkaufe. Wir wissen ja, wie sehr die Bayern katholisch sind. Also ab in eine Bahnhofsfiliale. Dort hatten sie auch noch wenige Exemplare. Ich mir das beste geschnappt und dann gleich gekauft. Erhoffe mir von der Ausgabe jetzt nicht den großen Wert, aber man sollte so was haben. Erinnert mich ein wenig an den Roman „Esra“, der bis heute nicht verkauft werden darf, da zwei der Figuren nur allzu deutlich von ihren realen Vorbildern als diese erkannt wurden. Vor einigen Monaten – oder war’s im letzten Jahr? – wurde erneut entschieden, dass der Roman weiterhin verboten bleibt. Wer da ein Exemplar hat, darf sich freuen, wobei die Handlung nun wirklich nichts ist.
Die Titanic hat reagiert und das Cover von ihrer Internetseite genommen, dennoch wollen sie nicht kampflos aufgeben.
Ich weiss jetzt nicht, warum sie das noch weiter breittreten, aber so schnellen die Verkaufszahlen dieser Ausgabe wahrscheinlich ähnlich in die Höhe wie damals bei der Ausgabe, wo Kurt Beck als Problembär bezeichnet wurde, hatte dieser auch eine einstweilige Verfügung erwirkt. Das Heft entwickelte sich zum Verkaufsschlager. Denn anfangs schienen die Titanic-Leute das gar nicht so ernst zu nehmen. Es war übrigens die Juli-Ausgabe vor sechs Jahren. Ausserdem auch nicht das erste Mal, dass eine einstwilige Verfügung erwirkt wurde. Schon Björn Engholm gefiel nicht, was die Titanic da mit seinem Bild veranstaltet hatte. Bloss Helmut Kohl schien es nicht zu interessieren, obwohl er jahrzehntelange der Häme des Titanic-Magazins ausgesetzt war. Auch Angela Merkel scheint es nicht zu stören. Aber wie heisst es so schön, irgendwann ist der Punkt erreicht, der das Fass zum überlaufen bringt.
Ich besitze jetzt ein Exemplar, wo ich noch meinen Enkeln erzählen kann: Seht her, damals ist dieses Cover verboten worden, aber euer Opa hat sich noch schnell ein Exemplar gesichert.
Titanic jedenfalls kann sich freuen, denn ihr Heft ist in aller Munde. Alle Welt berichtet davon, und jeder der sich darüber aufregt, macht doch nur Reklame dafür.

Wie ich durch einen Zufall gesehen habe, ist mein Artikel von Samstag, der über Elefantenkuh Mala, verlinkt worden. Dagegen habe ich nichts, aber eine klitzekleine Mitteilung wäre nett gewesen. Ich weiss, dass ich weder eine Impressum-Seite noch meine Email-Adresse hier stehen habe. Dennoch hätte man mir einen Kommentar schicken können, wo mir das mitgeteilt werden.
Ich überlege ja immer noch, wie der Abgang mit Elefantendame Mala gelaufen ist. Es kommt mir bald wie eine Nacht-und-Nebel-Aktion vor. Vor allem das dann auch noch das Eismeer eröffnet wurde und so die Aufmerksamkeit darauf lag. Plötzlich war das Gehege leer und die Elefantin einfach nicht mehr da. Wenn das vorher durchgesickert wäre, ich weiss nicht, ob das jedem Stammbesucher gefallen hätte.
Gut, vielleicht mag es Mala in Belgien wirklich besser gehen, aber wenn man bedenkt, dass sie da in direkter Nähe einer afrikanischen Elefantenkuh ist. Gesundheitlich eine schlechte Lösung.
Es ging wohl nicht nur darum, dass Mala nicht allein stehen sollte, sondern auch, dass die Pfleger nucht mehr andauernd gefragt wurden, was Mala denn da mache, wenn sie mal wieder webte. Dass sei in den letzten zwei Monaten extrem geworden. Vorher fragten vereinzelt mal ein paar Besucher, aber in dem Zeitraum wurde beinahe stündlich mehrmals nachgefragt. Und als Mala dann eben alleine war, fiel es ja noch mehr auf, wie ich bereits geschrieben habe. Das dürfte für mich der Hauptgrund gewesen sein, warum Mala gehen musste.
Als ich mir vorhin einen alten Artikel ansah, sprang mir ins Auge, dass ich Mala damals schon als „greatest Star of all“ bezeichnet hatte. Hatte ich am Samstag ja auch getan, da aber im Zusammenhang mit dem Film „Sunset Boulevard“ und das der Stern der Dickhäuterin im Laufe der Jahre stetig gesunken ist.
Eine der grössten Herden Europas lichtet sich langsam. Als nächstes dürfte Thura gehen, frühestens nächstes Jahr spätestens 2014. Warum? Sie ist ein weiterer Problem Elefant, unter Dauerbewachung. Ihre Tochter ist drei Jahre alt geworden letzte Woche. Noch trinkt sie Milch bei Mutter Thura, was sich im nächsten oder übernächsten Jahr erledigt haben dürfte. Dann endet Thuras Schonfrist und man darf Sucher sein, dass auch sie den Tierpark verlassen wird. Ob sie dann zu Freundin Saida nach Leipzig darf? Die würden sich sicherlich freuen, ein weiteres Problem-Tier zu bekommen. Aber für Saida wäre es gut, denn das Modell Mala ist bei ihr gescheitert. Auch wenn sie noch beim Bullen in der Anlage steht, sieht man, dass das keine Dauerlösung ist. Das ist ein Ignoriere, dass es bei Mala und Hussein so nie gegeben hat. Saida mag Naing Thein nicht und das sieht man. Falls Thura kommen würde, hätte sie wieder jemanden nach dem Weggang ihrer Tochter Salvana.
„Hagenbeck hat an Bedeutung verloren. Da könnten sie hundert Mal das Eismeer abreissen und wieder aufbauen, es ändert nichts an der Tatsache.“ Verbitterte Worte, aber irgendwie hat Nina recht. Denn der Tierpark war Mala. Sie war eine Institution.
Nina jedenfalls ist konsequent. Sie geht überhaupt nicht mehr hin. Aber das sagte sie bereits schon vor einem Jahr: Ab dem Tag, wo Mala nicht mehr da ist, wird sie den Hamburger Tierpark ignorieren.
Was mit dem Ergebnis des Obduktionsberichtes von Elefantenbulle Hussein ist, kann ich nicht sagen. Im Internet ist dazu nichts zu finden. Das bedeutet, dass das Ergebnis noch nicht bekannt ist oder aber nie bekannt gegeben werden soll. Nach zehn Tagen hätte man das obduktionsergebnis vorliegen, hiess es. Also hätte es spätestens am 30. Juni bekannt sein müssen. Aber wir wissen immer noch nichts. In der Zwischenzeit sind in Hamburg weitere Dinge geschehen, die davon ablenken, die Eröffnung des Eismeeres. Für das soll man angeblich anderthalb Stunden brauchen, um es zu durchqueren. Ninas Cousin hätte nur eine halbe Stunde gebraucht. Ist er da durch gerannt, aber das Tropen-Aquarium schafft man auch in gut zwanzig Minuten.

 

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