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Wenn Gerechtigkeit nichts als Ungerechtigkeit ist


Nun ist endlich Promi Big Brother zu Ende gegangen. Sieger darf sich David Odonkor nennen, wobei ich gar keinen der verbliebenen fünf Kandidaten im Finale den Sieg gegönnt habe.
Bis Dienstagabend vor der Sendung wäre ich noch klar für Odonkor gewesen, aber danach nicht mehr. Warum? Erst tut er so auf gut Freund mit Nino de Angelo, der sich zu oft was aus einer Wein- oder Champagnerflasche einschenkte, dann will er ihn raushaben und nominiert ihn. Klar, dass Nino de Angelo sauer darauf reagiert.
Aber gegen Ende war eigentlich niemand mehr wirklich ehrlich. Alle nicht bis auf einen – Nino de Angelo.
Man kann über ihn sagen, was man will, aber er ist tatsächlich ehrlich geblieben, trotz seiner Selbstinzenierungen und Selbstgespräche.
Ich frage mich zwar immer noch, ob sein Ausbruch, als er seinen „Freund“ Rudi völlig missgestaltet vorfand, echt oder gespielt war. Die Brille schien jedenfalls bruchfest gewesen zu sein. Sah schon irgendwie echt aus, aber es kann genauso gut gespielt gewesen sein. Denn schauspielerische Erfahrung hat Nino de Angelo. In der RTL-Serie „Unter uns“ spielte er in mehreren Episoden mit.
Die aktuelle Staffel lief nicht ganz so erfolgreich wie im vergangenen Jahr. Ehrlich gesagt, ist es kein Wunder gewesen, denn viel passiert ist hier auch nicht. Von JJ hat man praktisch gar nichts mitbekommen. Man fragte sich, warum sie es eigentlich auf Platz fünf geschafft hat. Desirée (nicht Desire) Nick war nur am lästern und mitunter auch beleidigen, dass man es irgendwann nicht mehr sehen konnte. Anfangs mochte es noch gegangen sein, nur irgendwann muss man die Kurve kriegen. Das hat sie leider nicht geschafft, weshalb sie kurz vor dem Finale rausgewählt wurde. Wobei sich auch niemand mehr das Finale angesehen hätte, wenn Nino de Angelo nicht mehr dabei gewesen wäre. Der hat immer für Unterhaltung gesorgt.
David Odonkor hat gewonnen und Menowin Fröhlich wurde wieder einmal nur zweiter. Das kennt er bereits von „Deutschland sucht den Superstar“. Aber im Gegensatz zum Sieger Merzad Marashi (oder wie er auch immer geschrieben wird) war er immer mal wieder kurz im Gespräch. Marashi nur noch kurz danach und dann gar nichts mehr. Wobei man von den ganzen DSDS-Siegern diejenigen an einer einzigen Hand abzählen kann, die wirklich erfolgreich sind und von denen man noch Jahre nach ihrem Sieg spricht. Mir fallen da nur Alexander Klaws und Beatrice Egli ein. Irgendjemanden vergessen?
Der Sieger der Herzen ist Wilfried Gliem, der kleinere der beiden Wildecker Herzbuben. Ihn hätte ich gerne als Sieger gesehen, aber er ist freiwillig gegangen, weil es für ihn unten im Keller nicht so gut zu leben war. Erinnern wir uns an seine Schlafmaske.
Wie nannte ihn Cindy aus Marzahn noch? Einen liebenswerten Weihnachtsmann? Irgendwie so was ist es gewesen. Jedenfalls musste man ihn einfach mögen, auch wenn er vielleicht nicht so viel zur Unterhaltung der Zuschauer beigetragen hat.

In Russland konnte man vor wenigen Tagen wieder einmal sehen, dass wahre Gerechtigkeit und Putins Gerechtigkeit zwei ganz andere Sichtweisen sind.
Dort wurde der ukrainische Regisseur Oleg Senzow zu zwanzig Jahren Straflager verurteilt, obwohl es bewiesen ist, dass Zeugen massgeblich zu Falschaussagen gezwungen wurden. Aber je mehr der Westen sich empörte, desto mehr fühlte sich Russland bemüssigt, Senzow zu bestrafen. Und so kamen die zwanzig Jahre im Straflager raus. Vielleicht wird er in einigen Jahren von Putin begnadigt werden. Aber was wird bis dahin aus ihm geworden sein?
Gerechtigkeit liegt oft im Auge des Betrachters, aber das es sich hier um Ungerechtigkeit handelt, sollte leicht zu erkennen sein.
Als das Urteil gesprochen wurde, stimmte man die ukrainische Nationalhymne an. Das Urteil ist gesprochen, aber gebrochen ist Oleg Senzow (noch) nicht.

Ähnlich wie der Ukraine ergeht es übrigens Georgien, das hilflos mit ansehen muss, wie Russland immer mehr georgisches Land in Besitz nimmt wie beispielsweise für die autonome Republik Südossetien. Denn Russland will seine Macht im Kaukasus verstärken und vor allem verhindern, dass Georgien sich weiter an den Westen bindet.
Wer nicht tut, was Russland macht, wird als Feind angesehen und so lange mürbe gemacht, bis er einknickt. Deshalb ruft Georgien den Westen um Hilfe an, aber der hat momentan ganz andere Probleme. Die nicht abreissenden Flüchtlingsströme aus dem Balkan und natürlich aus Syrien und Libyen.

Elefantendame Mala geniesst die Sonnenstrahlen, nimmt wie bald jeden Tag ein schönes Bad und macht die Besucher nass. Und wenn sie dann nichts zu tun hat, tippt sie die Spiele ihres Lieblingsvereins, des FC St. Pauli, oder die Spiele der deutschen Nationalmannschaft.
Die alte Kuh hat sich sehr über den Sieg gegen RB Leipzig gefreut und bleibt bei ihrer Meinung, dass St. Pauli dieses Mal den Aufstieg schaffen würde.
Dennoch ist sie der Meinung, dass St. Paulis Glückssträhne reissen wird und zwar gegen den nächsten Gegner, den FSV Frankfurt. Gegen diesen Verein würden sie leider verlieren und damit den Halt an der Spitze verlieren und zurückfallen.
Auch die Pusteblume ist mit der alten Kuh einer Meinung und tippt ebenfalls auf eine Niederlage. Letzte Woche war sie für ein Unentschieden gewesen und hatte sich wieder einmal mit ihrem falschen Tipp blamiert. Nun tendiert sie zu einer Niederlage des FC St. Pauli, wie Elefantendame Mala. Na, da bin ich wirklich gespannt, ob Mala und die Pusteblume recht behalten werden..
Ausserdem hat Mala auch schon das EM-Qualifikationsspiel gegen Polen getippt. Sie sagt, dass Deutschland dieses Mal gewinnen wird. Müssen sie auch, wenn sie sich direkt qualifizieren wollen. Die Pusteblume sagt ebenfalls, dass Deutschland gegen Polen gewinnt und sich die „Schlacht von Tannenberg“ anno 1410 nicht wiederholen wird.
Die Pusteblume hält sich genau an die Vorhersagen der alten Kuh, als hätten sich beide abgesprochen. Das ist natürlich nicht der Fall.

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Das Chaos geht weiter


Das dritte Hilfspaket für Griechenland wurde durch den Bundestag genehmigt, auch wenn nicht alle dafür gestimmt haben. War zu erwarten gewesen, denn niemand glaubt daran, dass es das letzte Hilfspaket bleiben wird. Bereits jetzt fragt man sich, ob am Weihnachten nicht bereits das siebte Hilfspaket kommen wird und doch nichts bringt.
Nun ist auch Ministerpräsident Alexis Tsipras zurückgetreten. Es wird Parlamentsneuwahlen geben und schon jetzt mahnt die EU an, dass auch mit einem neuen Parlament und einem sehr wahrscheinlich neuen Ministerpräsidenten die Forderungen erfüllt werden müssen.
Tsipras hat sich aus der Verantwortung verabschiedet, auch wenn er es anders nennen mag. Dabei genoss er bereits in der eigenen Partei nicht mehr den Rückhalt wie noch zu Beginn des Wahlkampfs, wo er schliesslich mit seiner Partei Syriza als Sieger hervorging.
Nun gibt es eine neue Partei, aber was daraus werden wird. Man darf gespannt sein. Das Chaos in Griechenland geht weiter.

Bei Promi Big Brother musste gestern der erste Bewohner einen der beiden Bereiche verlassen. Es war der ehemalige Tennisspieler Daniel Köllerer.
Ich habe mich gestern erst einmal informiert, warum der damals beim Tennis überhaupt gesperrt wurde. Erst hatte ich an Doping gedacht, aber dafür wird man nicht lebenslang gesperrt. Wegen angeblicher Spielmanipulationen wurde Köllerer gesperrt und dieses Urteil wurde später auch vom CAS bestätigt, aber die Geldstrafe wurde entlassen. Das ist nun vier Jahre her. Ist das gross durch die Presse gegangen? Ich habe davon überhaupt nichts mitbekommen. Aber Tennis geht eh an mir vorbei. War mal ein grosser Sport, aber die wirklich markanten Typen à la Joe McEnroe fehlen.
Daniel Köllerer und Nina Kristin, von der ich immer noch nicht weiss, was sie eigentlich mal gemacht hat – standen zur Abwahl. Am Ende durfte Nina Kristin – soll ich sie It-Girl nennen? – noch ein wenig länger verweilen. Wahrscheinlich deshalb, weil es noch schönen Gesprächsstoff im Keller geben wird wegen ihrer Äusserung, dass JJ nicht nach oben in den Luxusbereich wollte. Wenn man besagliche Szene oberflächlich betrachtet hat, hatte es auch diesen Anschein.
Ehrlich gesagt, war Nina Kristin von Anfang an die Aussenseiterin, aber es fiel nicht weiter auf. Nun ist es deutlich und sie würde lieber draussen sein, als von allen Seiten „angefeindet“ zu werden.
Interessant in der gestrigen Ausgabe war eigentlich nur die Diskussion, wer denn der bekannteste unter den Bewohnern im Luxusbereich sei.
Nino de Angelo, der seit der Champagner-Flasche nur noch Vino de Angelo genannt wird, war der Meinung, er sei der Bekannteste unter ihnen. Da bekam er Gegenwind von Wilfried Gliem, der sagte, nach einer Umfrage, würden 98 Prozent die Wildecker Herzbuben kennen. Dieser Umfrage glaube ich sogar, denn selbst wer sich nicht für Volksmusik interessiert, die Wildecker Herzbuben sind einem schon mal untergekommen. Ausserdem haben sie auch in Kalkofes Film „Der Wixxer“ eine Rolle übernommen, wo sie die Bande des Schreckens darstellten.
Und so musste sich Nino de Angelo mit dem zweiten Platz zufrieden geben. In der Redaktion hätten wir sicherlich einen Kommentar parat, der passen würde, den ich hier aber lieber nicht schreibe, weil das nicht nett gemeint ist.
Als grosse Challenge gab es gestern ein Schlammcatchen. Dazu wurden JJ und Judith Hildebrand mit Öl eingeschmiert, was die ganze Sache noch erschwerte. Den Blödsinn habe ich mir nicht angetan, weshalb ich danach erst einmal im Unklaren war, wer denn nun gewonnen hätte. Es war mal wieder der Luxusbereich.
Monowin Fröhlich durfte wieder nach oben ziehen, als letzter. Nun wird rausgewählt.
Spannung kommt immer noch nicht auf, dafür gibt Cindy aus Marzahn deutliche Tipps, wer denn gewählt werden sollte, um in den Keller zu müssen. So war es, als noch niemand rausgewählt werden konnte. Ist eigentlich einmal etwas anderes rausgekommen, als was die „Mother of Big Brother“ wollte? Ich erinnere mich nicht.
Nächsten Freitag ist es endlich vorbei. Wie ich gestern gehört habe, soll es auch wieder eine ganz normale Big Brother-Staffel geben. Wenn Promi Big Brother schon nicht auf der Beliebtheitsskala weit oben ist, dann wird das normale Big Brother genauso wenig ein Hit werden. Nicht umsonst wurde es vor wenigen Jahren nicht weiter gemacht.

Der FC St. Pauli hat auf seiner Homepage nicht das Logo seines kommenden Gegners RB Leipzig abgebildet. Ebenjenes Logo musste bereits von Leipzig drei Mal geändert werden, weil es zu sehr an den Hauptsponsor des Vereins erinnerte. Aber auch das aktuelle Logo lässt sofort erkennen, dass RedBull der Sponsor des Vereins ist. Das lässt sich auch an der Abkürzung RB erkennen, die allerdings nicht für RedBull, sondern für RasenBallsport steht. Letzteres, weil die DFL und auch der DFB keine Werbung im Namen des Vereins haben wollen. Warum sich Leverkusen dann allerdings Bayer nennen darf… Egal, die Diskussion würde eh zu nichts führen.
Ich verstehe ja nicht, warum so viele dieses klebrige Zeug trinken, dass schon meilenweit am süsslichen Gestank zu erkennen ist und an irgendeinen Kinderhustensaft erinnert. Es wird immer gesagt, es würde hellwach machen. Energydrinks wirken bei mir genau umgekehrt. Falls ich schlafen gehen möchte, brauche ich nur einen Energydrink, ob RedBull oder Relentless oder ich weiss nicht was, trinken und spätestens eine Stunde später bin ich im Traumland angekommen. RedBull wirkt bei mir übrigens schneller als alles andere. Habe darüber schon in meinem alten Blog geschrieben. Den Artikel nannte ich „Flügel zum Zubett gehen“.
Woran es liegt, dass mich diese Energydrinks umhauen und mir nicht neue Energie geben? Das liegt ganz einfach am Zuckergehalt, der extrem hoch ist. Denn es gibt tatsächlich einen Energydrink, der bei mir wirkt: Relentless zuckerfrei. Wir hatten hier mal Dosen zum probieren bekommen in der Redaktion. Ich war gar nicht überzeugt, probierte aber eine Dose und bin nicht gleich eingeschlafen, wie es mir sonst immer passiert ist. Tja, und das nur, weil kein Zucker drin war. Allerdings werde ich dennoch kein Fan von Energydrinks werden, denn dazu schmecken die einfach grauselig. Habe gestern gesehen, dass es nun schon einen Bio-Energydrink gibt. Der ist mit Guarana. Ob da auch so viel Zucker drin ist, wie in den anderen? Das muss ich doch mal überprüfen.
Elefantendame Mala sind Energydrinks völlig gleich, genauso wenig interessiert sie, ob St. Pauli nun das Logo von RB Leipzig abbildet oder nicht. Ihr geht es einzig und allein darum, dass ihr Lieblingsverein endlich den Aufstieg in die Erste Liga schafft und dazu ordentlich Punkte holt.
Eigentlich wäre es mal wieder so weit, dass St. Pauli aufsteigt. Lange genug sind sie nun in der Zweiten Liga gewesen, da ist erneut ein Intermezzo in Liga Eins fällig wie die letzten Male.
Aber was sagt denn nun die alte Kuh? Wie wird St. Pauli gegen RB Leipzig spielen?
Beide Vereine seien in etwa gleich stark und ambitioniert aufzusteigen. Wobei Leipzig mehr Ehrgeiz hätte als St. Pauli, die eher alles auf sich zukommen lassen.
Nichtsdestotrotz sagt Mala, dass St. Pauli gegen RB Leipzig gewinnen wird. Denn Leipzig will viel, schafft aber nicht das, was sie sich vorgenommen haben. Ausserdem ist bekannt, dass St. Pauli oft mehr Glück als Verstand hat und so entweder in der Liga verbleiben oder ein Spiel gewinnen, wo man es nicht gedacht hätte.
Und was sagt die Pusteblume? Die tendiert zu einem Unentschieden. Ein Wunder, wo sie doch ein penetranter Linksrüssler sei, wie Jonas immer zu sagen pflegt, wenn sie mal wieder nur für eine Seite plädiert. Manchmal hat sie sogar recht.
Wenn man sich mal diese Saison ansieht, muss man sagen, dass die Pusteblume bis auf einmal bisher alle Spiele richtig getippt hat. Beim DFB-Pokal lag sie beim HSV daneben, aber da hätte ich selbst auch falsch getippt. Woher soll man wissen, dass der HSV seine beiden letzten Spielzeiten erneut wiederholt?
Morgen werden wir alle schlauer sein und wissen, ob Elefantendame Mala oder die Pusteblume recht gehabt hat.

 
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Verfasst von - 22. August 2015 in Blog

 

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2030 Minus 18 Jahre gleich 2012 – Guttenbergs Comeback?


Na, auch zu denen gehört, die den Zapfenstreich bewusst nicht geguckt oder zu den Demonstranten gehört haben? Ich gehöre zu ersterer Sorte, denn da in der Kälte zu stehen und mit einer Vuvuzela oder einer Trillerpfeife meinem Unmut Luft zu machen, wäre mir definitiv zu kalt gewesen. Zudem hätte ich ja auch nach Berlin fahren müssen, was nun wieder eine halbe Ewigkeit mit dem Zug dauert. Und am nächsten Tag mußte ich auch noch arbeiten.
Habe nichts vom Zapfenstreich gesehen, bewusst die ARD um die Zeit ignoriert. Aber gewiss wird der Zapfenstreich doch von einigen geguckt worden sein, und sei es nur, weil sie neugierig waren, wie Wulff nun aussieht. Ich habe gestern Bilder von ihm gesehen. Ich sag’s mal so: Wulff sah um zwanzig Jahre gealtert aus. Steckt er wohl doch nicht so ganz weg, dass fast das gesamte deutsche Volk gegen ihn ist. Die Türken würden angeblich traurig sein, dass er nicht mehr Bundespräsident ist, da er so etwas Ähnliches gesagt haben soll, dass auch der Islam zu Deutschland gehört. Da kann Wulff dann doch in die Türkei auswandern, irgendjemand seiner Zweckbündnisse wird schon dort ein Ferienhaus haben. Interessant war ja auch die neue Frisur seiner Frau. Hat sich die Haare kürzen lassen. Das gab bei uns in der Redaktion wieder Anlass für Spekulation. Denn es heisst, dass eine Frau sich eine neue Frisur zulegt, wenn sich in ihrem Privatleben etwas ändert. Deshalb wurden bei uns schon Wetten abgeschlossen, wann denn nun die Trennung der Wulffs bekannt gegeben wird. An was wir schon alles denken, man glaubt es nicht. Und das nur anhand von ein paar Bildern, die wir analysieren.
Der Zapfenstreich war ja eine reichlich unbedeutende Veranstaltung, schliesslich fehlten alle noch lebenden Bundespräsidenten, alle wichtigen Politiker der Opposition und es wollten nicht einmal die hingehen, die nicht eingeladen waren. Tja, das ist mal was Neues und zeigt auch, wie wenig von Wulff von gehalten wird.
Dafür demonstrierten hunderte vor dem Schloss Bellevue. Es war sogar im Hof noch zu hören, wenn da gerade keine Musik ertönte. Das hat es bis jetzt noch nie gegeben. Aber auch noch nie sind die Deutschen von einem Bundespräsidenten so enttäuscht worden, wie von Wulff. In Berlin seien ja sogar die ganzen Vuvuzelas ausverkauft gewesen. Ein paar hatte ich auch gehört, aber vornehmlich Trillerpfeifen. Das sollte Wulff doch wirklich zu denken geben. Er hätte den Zapfenstreich absagen und somit darauf verzichten sollen. Aber er ist jemand, der auf so was nicht verzichtet, dass sieht man daran, dass er auch das Ehrensold und alle weiteren Ansprüche haben will, die ihm als Bundespräsident zustehen. Dabei war er gerade mal 598 Tage im Amt, nicht einmal zwei Jahre. Hat so jemand es verdient, dem deutschen Staat auf der Tasche zu liegen? Nein, hat er nicht. Und genau so sieht es auch die Mehrheit der Deutschen. Deshalb haben hunderte vor dem Schluss Bellevue gestanden und demonstriert. Aber wir können nichts ändern, das ist ja das Schlimme an der ganzen Sache. Wir gönnen nur hoffen, dass Wulff der Himmel auf den Kopf fällt. Dann sind wir die leidigen Zahlungen los. Oder kriegt dann seine Frau das Geld weiter? Aber die ist ja eh bald weg, wenn man nach der Frisur geht.
Es sollen aus dem Fall Wulff Konsequenzen gezogen werden, das beispielsweise ein Bundespräsident nur die vollen Bezüge erhält, wenn er nicht die volle Amtszeit abgeleistet hat. Leider wird das auf Wulff nicht mehr zutreffen, ausser es würde rückwirkend greifen. Sonst gilt es erst ab Joachim Gauck.
Wie grossspurig tat Wulff doch, als er bezüglich des Ehrensolds befragt wurde und es für überholt hielt. Aer selbst wollte er wohl nicht darauf verzichten, wie es bereits bei seiner schwammigen Antwort zu verstehen war.
Und nun will er alles haben, was ihm auch zusteht. Ihm ist ja eine Blankovollmacht erstellte worden, nachdem das Bundespräsidinalamt verkündete, ihm stehe der Ehrensold zu, da er aus politischenGründen zurückgetreten sei. Dass er das tat, weil ihm drohte, die Immunität genommen zu werden, wird schlichtweg vergessen. Denn damit ist es eindeutig kein politischer Grund. Wenn Wulff noch einen Hauch Ehre im Leib hätte, würde er auf all das verzichten. Aber die hat er wohl schon lange nicht mehr – seine Ehre.
Kritisiert wurde Wulff ja auch dafür, dass er sich vier Stücke wünschte. Wieviele Stücke sich jemand wünschen darf, ist nirgends vorgeschrieben. Doch bei Wulff wird alles kritisiert, sogar seine Musikwünsche. Wie eben bei „Over the Rainbow“. Judy Garland sang es im Film „The wizard of Oz“, wo ein Mädchen in Roten Schuhen in ein Märchenland gelangt. Paul Kuhn kritisierte dieses Lied, da es recht realitätsfern sei und von Wünschen handle. Tja, da passt es doch wie die Faust aufs Auge. Wünscht sich Wulff doch nichts weiter, als wieder Everybodies Darling zu sein. Aber das hat er ein für allemal versaut.

Am Mittwoch gab es das alljährliche Derbleckn auf dem Nockherberg. Ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Ich habe viel erwartet und doch nicht wirklich was gesehen.
Für mich war dies das schwächste Singspiel, seitdem ich das gucke. Also seit Stoibers Abschiedsvorstellung, wo er als weinender Clown auftrat. 2007 oder wann war das? Jedenfalls fand ich es ja letztes Jahr schon schwach mit Rösker, der deutschen Aische und dem Wutbürger. Dieses Jahr waren diese seltsamen Figuren verschwunden, dafür gab es den Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten, der sich freute, dass er durch Fukushima an die Macht gekommen ist. Das hat Claudia Roth später kritisiert, weil man nicht auf Kosten von Menschen Witze machen sollte. Aber es ist die Wahrheit gewesen. Wenn Fukushima nicht stattgefunden hätte, wären die Grünen niemals zweitstärkste Macht in Baden-Württemberg geworden. Das muss man einmal bedenken, und so sehe ich diesen Witz auch nicht als allzu ernst an.
Ein Wiedersehen gab es auch mit Guttenberg, der sogar ein Vierfach-Comeback versuchte, aber immer wieder scheiterte. Obwohl er ja alles hat, was man als CSU-Politiker braucht, wie Seehofer zugab. Also die Doubles natürlich.
Die Lieder waren recht müde und nicht so, wie man es sonst kannte. Allerdings verstand man nun, warum die Merkel-Darstellerin ausgetauscht worden war. Die vorherige Darstellerin sieht zwar ähnlicher aus, aber dafür kann sie nicht besonders singen und gerade hier wäre sie beim diesjährigen Singspiel grandios gescheitert.
Erwartet hatte man irgendwie Christian Wulff, doch von dem war höchstens mal die Rede, aber höchstselbst tauchte er nicht auf. Tja, war wohl irgendwie nicht in der Handlung unterzukriegen gewesen.
Recht schwach, dafür war dann schon Mama Bavarias Rede besser, auch wenn sie an einigen Stellen doch schwächelte. Mutig war ja, dass auf Seehofers uneheliches Kind angespielt wurde. Viele empfanden das unter der Gürtellinie. Aber ich finde, dass sich darüber ruhig Witze lassen machen, denn schliesslich kann man nicht leugnen, dass dieses Kind existiert. Ob nun einige daran erinnert werden möchten, ist eine andere Sache.
Nach dem Singspiel wurde Seehofer bezüglich eines Comebacks von Guttenberg angesprochen, ob das noch vor 2030 stattfinden würde. Daraufhin sagte Seehofer, dass es 2030-18 sein würde. Und jeder, der rechnen kann, kam auf das Jahr 2012. Also noch in diesem Jahr? Das wäre wahrlich eine Sensation. Allerdings sollte man es eher skeptisch sehen, denn Seehofer redet schliesslich viel, wenn der Tag lang ist. Bei ihm weiss man ihn, ob er es nun ernst meint, oder doch eher als Witz sieht.

Griechenland, das Land in dem das Geld in den Olivenpressen verschwindet, gibt es auch noch. Das zweite Hilfspaketist beschlossen worden, das Griechenland wieder jede Menge Geld in den Hintern schiebt. Und nun heisst es, dass Land soll seinen Schuldenschnitt geschafft haben. Soll man das nun positiv oder eher negaitiv sehen? So ganz schlau, scheint niemand daraus zu werden. Und vom IWF gibt es auch noch einmal Geld. Zwar weniger als erhofft, aber immer noch zuviel, wie ich finde. Mein Rat: Lasst Griechenland endlich pleitegehen! Das Geld, dass Griechenland bekommt, wird niemand jemals wiedersehen. Das ist ein Fass ohne Boden, aber das wird man wohl erst sehen, wenn es zu spät ist. Griechenland wird noch ganz Europa in den Abgrund stürzen. Auch wenn es noch nicht so aussieht, es wird so passieren, dessen bin ich mir sicher.

Morgen ist der Jahrestag des grossen Erdbebens von Japan. Im Gedächtnis geblieben ist uns eigentlich nur das Nuklearkraftwerk Fukushima, wo eine Kernschmelze stattfand und wir hilflos zusehen mussten, wie die Japaner leugneten, was da eigentlich vor sich ging. Die Folge war in Deutschland, dass sofort der konsequente Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen wurde. Als Termin wurde 2022 genannt, inzwischen ist das aber schon längst überholt. Nun gilt 2030 schon als realistisch, weshalb die Grünen ja auch sagen, die Bundesregierung würden den Ausstieg aus der Kernenergie verschleppen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es noch den Rücktritt vom Rücktritt geben wird. Und da nun auch nicht mehr die Solarenergie wirklich gefördert und vergütet wird, dürfte es wohl wirklich schwierig werden. Im Übrigen möchte ich auch keine Solarparnele auf dem Dach haben. Denn in Oberstdorf brannte ein Haus aus, weil es aufgrund der Solardinger auf dem Dach nur schwer zu löschen war. Daran hat wohl niemand gedacht. Aber ich war ja nie wirklich von der Solarenergie überzeugt, der Wirkungsgrad ist zu niedrig und dazu dann auch noch lebensgefährlich.

 

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