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Alles hat einmal ein Ende


Gestern endete eine weitere Ära in der ARD. Es lief die wirklich allerletzte Folge von „Verbotene Liebe“. Nach zwanzig Jahren endete die zweite Daily der ARD. Die Mutter aller Dailys „Marienhof“ musste schon einige Jahre früher abtreten.
Bei „Verbotene Liebe“ hatte die ARD noch versucht, dem Zuschauerschwund entgegenzuwirken und vor allem Produktionskosten zu sparen, indem aus der Daily eine Weekly wurde. Doch damit wurde der Serie der endfültige Todesstoss versetzt. Denn der Freitag ist in der ARD der schlimmste aller Quotentief-Tage. Vielleicht war es Berechnung, als man „Verbotene Liebe“ auf diesen Sendeplatz legte, um die Serie endlich einstellen zu können. In der Mediathek soll „Verbotene Liebe“ angeblich besser gelaufen sein, als im Fernsehen. Aber noch wird diese Quote nicht zu der im Fernsehen gezählt. Dies soll erst im nächsten Jahr kommen. Viel zu spät für die Serie.
Der Freitag war immer der Tag, wo es im Vorabend bei der ARD nicht lief. Aber was da auch für Formate liefen, die wollte niemand sehen wie beispielsweise „Dating Daisy“ oder „Cuckoo“. Was in anderen Ländern vielleicht laufen mag – wobei „Daiting Daisy“ eine deutsche Serie gewesen ist -, muss hier noch lange nicht bei den Zuschauern ankommen.
Nun soll es eine neue Serie besser machen. Aber ob die Folgen über eine Handauflegerin, gespielt von Cordula Stratmann, wirklich besser ankommen werden als all die Serien davor, bleibt fraglich. Ende Juli wird dann die dritte Staffel von „Mord mit Aussicht“ wiederholt werden. Das war für mich die schlechteste der drei Staffeln, auch wenn sie die erfolgreichste gewesen sein mag. Viel zu klamaukartig. Mochte ich nicht, aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
Die ARD versucht alles, um seinen Vorabend erfolgreicher zu gestalten, aber das scheint ihnen nur mit diesem nervigen Spin-off von „In aller Freundschaft“ zu gelingen. Wobei man da auch dazu gezwungen wird, die Folgen der jeweils anderen Serie sich anzusehen, weil sie sich überschneiden.
Seltsam fand ich, dass die „Hubert und Staller“-Folge von Mittwoch so erfolgreich war – für eine Wiederholung. Beinahe zwei Millionen sollen sich die Folge angesehen haben. Allen Folgen zuvor merkte man an, dass sie Wiederholung waren und selbst die aktuellen Folgen der vierten Staffel kamen nicht besonders an.
Aber was haben wir nun gelernt: Die Zuschauer wollen lieber Kochsendungen oder Quizshows sehen als eine altgediente Serie. Wobei sich irgendwann dort auch die Wiederholungen einstellen mit Intrigen und ich weiss nicht was. Bin nur mal gespannt, wann die Telenovelas eingestellt werden. Noch laufen sie, aber irgendwann werden auch die Zuschauer wegsterben – denn es sind meistens ältere, die sich das ansehen.
Was ist eigentlich das tolle an Quizsendungen? Weil ich dabei etwas lernen kann? Bisher habe ich bei den Sendungen nicht wirklich etwas Interessantes gelernt und wusste auf jede Frage noch eine Antwort. Aber so kurz wie ich in diese Sendungen schalte, sehe ich wohl auch nicht, wenn das mal eine Frage kommt, die ich nicht beantworten kann.

Ja, ich weiss, dass Griechenland inzwischen mehr als durchgekaut ist. Deshalb habe ich es heute auch nicht mehr als Themenaufhänger genommen. Denn praktisch ist Griechenland nur noch einen winzigen Schritt vom Staatsbankrott entfernt. Tsipras tut zwar immer so, als wolle er alles dafür tun, dass Griechenland die Bedingungen erfüllt, zugleich stemmt er sich dagegen und tut so, als ob Griechenland nicht nach Lösung suche müsste und nicht mit dem Rücken zur Wand stehe. Das scheint nun gerächt zu werden. Denn wie es momentan aussieht, werden die Hilfspakete zum 30. Juni auslaufen und dann wird Griechenland nichts anderes übrig bleiben, ausser den Staatsbankrott zu erklären. Natürlich könnten sie es immer noch abwenden, wenn sie entweder den Reformplänen zustimmen oder aber einen reichen Geldgeber finden, der ganz Griechenland übernimmt. Will Katar es nicht versuchen. Dann könnte die WM 2022 auch im Sommer stattfinden und Stadien wären auch bereits vorhanden, auch wenn sie erst einmal modernisiert und vergrössert werden müssten. Aber dazu kann sich Katar gleich auf die Arbeitskraft der einheimischen Bevölkerung sicher sein. KJlingt das nicht nach einer tollen Lösung? Griechenland verkauft sich für, sagen wir mal, zehn Jahre an Katar und kassiert für diese Zeit so viel Geld, dass sie saniert und wieder flüssig sind. Wenn Griechenland schon seine Häfen China und Russland überlässt, kann man doch gleich das ganze Land einem anderen Staat verpachten.
Gut, bleiben wir realistisch, denn so was wird es nicht geben.
Die Reformpläne wurden vorgestellt, wo Griechenland erneut massiv zum Geld sparen aufgefordert wird. Tsipras hingegen kann oder will sich deshalb zu keiner Entscheidung durchringen, sondern versucht den schwarzen Peter den Griechen zuzuschieben, die natürlich mit „Nein“ stimmen sollen. Das soll bereits am 05. Juli sein, doch dann ist es bereits zu spät. Denn am 30. Juni läuft alles aus. Da kann Tsipras noch so sehr seine Hände in Unschuld waschen, er hat es am Ende versaut. Vorher waren es natürlich andere, die Griechenland in die Misere brachten. Wenn man es genau betrachtet, hätte Griechenland mit seinen frisierten Bilanzen nie in den EU-Vorgänger aufgenommen werden dürfen und später auch nicht in den Euro. Wobei andere Länder auch ihre Bilanzen geschönt haben mögen, um den Euro zu bekommen, aber nicht dermassen, dass sie den Euro nicht verdient hätten.
Und nun hängt Griechenland wie eine nervige dicke Warze an der EU und will Geld und Geld und noch mal Geld. Doch anstatt auch etwas gegen die Krise zu tun, wird weiterhin die Hand aufgehalten und so getan, als müsse man überhaupt nichts tun – vor allem nicht sparen.
Und wer ist der böse Staat, der Griechenland so viele Bürden auferlegt? Tja, laut Griechen ist das Deutschland, die den Untergang Griechenlands wollen. Die sollten aufpassen, was sie sagen, denn aus welchem Land kommen die meisten Touristen, um in Griechenland Urlaub zu machen? Ja, es sind immer noch ie Deutschen. Warum man dann gerade dieses Land dermassen diffamiert, bleibt schleierhaft, aber Schuld sind bekanntlich immer die anderen an der eigenen Misere.
Am 30. Juni, am Dienstag, laufen die Hilfsprogramme aus. Daran wird sich sehr wahrscheinlich nichts ändern. Dann wird der Grexit kommen – längst überfällig, aber durch Geldzahlungen immer hinausverzögert worden. Damit ist es nun wahrscheinlich vorbei.
Griechenland hat sich selbst ins Abseits gestellt. Natürlich sind daran auch Tsipras und Varoufakis schuld, die immer so getan haben, als liege es nicht an ihnen, dass Griechenland auf keinen grünen Zweig kommt, sondern immer mehr Geld braucht. Das Fass ohne Boden ist am Ende. Und die Menschen stehen Schlange vor den Geldautomaten, um noch schnell ihr Erspartes in hartem Euro bei sich zuhause zu bunkern.
Nächste Woche dann sehr wahrscheinlich noch einmal Griechenland, aber dann ist wohl endgültig Schluss.

Die Auftaktspiele der neuen Bundesliga-Saison wurden bekannt gegeben. Gleich im ersten Spiel kann der HSV beweisen, dass er den Neuanfang geschafft hat, denn es geht gegen den Rekordmeister, gegen Bayern München. Auch qewenn ich kein HSV-Fan sein mag, hoffe ich, dass sie es den Bayern zeigen werden. Darf ich hier in München gar nicht laut sagen, aber ich will nun mal nicht, dass Bayern München einen Rekord nach dem anderen einheimst. Jetzt wollen sie auch noch einen weiteren Rekord für sich allein beanspruchen: viermal hintereinander Deutscher MEister geworden zu sein. Bisher mussten sie sich den Rekord – dreimal hintereinander Meister geworden zu sein – mit Mönchengladbach teilen. Nun wollen sie ein weitewres Alleinstellungsmerkmal. Das geht mir gehörig gegen die Hutschnur. In den letzten Jahren hat Bayern so viele Rekorde eingestellt, dass es an der Zeit ist, dass sie mal Pause machen. Ich fordere nicht gleich, dass sie im Mittelfeld der Tabelle landen. Von mir aus können sie dreimal hintereinander die Champions League gewinnen, interessiert mich überhaupt nicht.
Aber wenigstens gibt es momentan noch einen Rekord, den sie nicht durch Leistung erringen werden. Als einziger Verein nicht aus der Bundesliga abgestiegen zu sein. Diesen Rekord hält, wie bekannt, der Dino der Liga, der HSV. Und gerade deshalb muss man dem HSV schon wünschen, dass er nie absteigen möge. Denn auch wenn man den Verein nicht leiden kann, sollte man ihm diesen Rekord gönnen, weil Bayern München auf diesen Rekord verzichten muss.

Mich gewundert, warum WordPress in Regenbogenfarben erscheint. Die Erklärung: Damit wird die Legalisierung der Homo-Ehe in sämtlichen US-Bundesstaaten gefeiert. Das ist wirklich ein Fortschritt, denn bekanntlich ist die USA äusserst konservativ. Aber sie sind fortschrittlicher als Deutschland, wo man sich immer noch nicht einigen kann, ob man es legalisiert oder nicht. Die CDU und vor allem die CSU stemmen sich dagegen. Vielleicht nennt man es einfach mal anders, denn Homo-Ehe finde ich nicht so schön. Gleichgeschlechtliche Ehe mag länger und komplizierter sein, aber es klingt immer noch schöner als Homo, denn bei dem Wort muss ich an ein Schimpfwort denken und als nächstes an die Vorfahren des Homo Sapiens.
Im Bundestag kann man sich zu nichts einigen. Dafür ist man nun im Arbeitsministerium von Andrea Nahles wieder zurückgerudert, was die Personenumlaufaufzüge betrifft. Nachdem nur Mitarbeiter des Gebäudes diese nach Einweisung benutzen durften, soll nun wieder jeder die Paternoster benutzen dürfen. Dazu sollen aber auch Hinweise zur Benutzung angebracht werden. Ich würde mal vorschlagen, dass dort steht, nicht hinausspringen und nicht zu früh oder zu spät einsteigen. Natürlich auch keine Rollwagen mit Akten oder ähnliches mit reinnehmen wollen. Passt erstens nicht und zweitens kann da wirklich was passieren.

Die Namen der Teilnehmer für das Sommer-Dschungelcamp sind bekannt. Es sind einige Namen dabei, die man erwartet hat, wie beispielsweise Ingrid van Bergen, die immer gesagt hat, dass sie gerne einmal dorthin zurückwolle. Auch Walter Freiwald ist natürlich wieder mit von der Partie sowie Jay Khan, Costa Cordalis oder Brigitte Nielsen. Grosse Überraschungen gibt es nicht, aber will überhaupt jemand das Sommer-Dschungelcamp sehen? Gezwigt wird es ab dem 31. Juli. Könnte interessant werden, weil es 31 Kandidaten sind von denen es nur einer schaffen wird, ins Dschungelcamp in Australien zurückzukehren.
Ich tue mir die Sendung jedenfalls nicht an, da auch Michael Wndler wieder dabei sein wird. Den muss ich wirklich nicht sehen, bei PromiBigBrother hat er mir letztes Jahr wirklich gereicht.

 

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Schuld sind nur die anderen – Griechenland kann nichts für seine Misere


Langsam wird die Zeit knapp für Griechenland. Bis zum 30. Juni muss nicht nur das geliehene Geld der IWF zurückgezahlt werden, sondern auch endlich konkrete Plänestehen, wie Griechenland weiter Geld einsparen will, um sich aus der Krise zu stemmen.
Nur hat man das Gefühl, dass weder der griechische Ministerpräsident Tsipras noch der Finanzminister Varoufakis die Situation wirklich ernst nehmen. Sie tun so, als sei Griechenland vollkommen unverschuldet in Not geraten und müsste nun von den anderen EU-Ländern gerettet werden, weil es deren Pflicht sei. Verpflichtungen müsse Griechenland auch nicht eingehen. Und überhaupt: Schulden zurückzahlen? Nein, das braucht das Land nicht. Das hat nun auch eine völlig „unabhängige“ Prüfungskommission festgestellt. Griechenland trägt keinerlei Schuld an der eigenen Misere und müsse deshalb auch keine Schulden zurückzahlen. Ausserdem schuldet Deutschland Griechenland immer noch Geld – Reparationen.
Wenn Deutschland endlich einmal die Güte hätte, die Milliarden zu überweisen, wäre Griechenland auch wieder flüssig. Aber wenn das reichste Land Europas nicht zahlen will, dann kommt man eben auf keinen grünen Zweig.
Gut, das ist ein wenig überspitzt geschildert, aber man kann sich gut vorstellen, dass Ähnliches im Kopf von Tsipras und Varoufakis herumspukt.
Denn wieso geht es mit Griechenland nicht bergauf? Man müsste doch den Ansatz von Besserung erkennen, denn die Krise hat doch nicht erst gestern Griechenland lahmgelegt.
Die Geriechen jedenfalls befürchten schon das Schlimmste und leeren ihre Konten, um nichtnoch ihr Erspartes zu verlieren, wenn die Banken in die Pleite rauschen. Dabei übersehen sie, dass sie mit ihren überstürzten Kontenleerungen diese Pleiten nur anfeuern. Deshalb haben die Banken schon um Unterstützung bei der IWF gebeten, um weiterhin Bargeld zur Verfügung zu haben. Doch wäre es nicht besser, wenn sie das Abheben von Geld auf ein Minimum beschränken würden? Wäre das nicht eine bessere Lösung? Natürlich würde es dann auch die Touristen treffen, die danach auch nur noch das ausgegebene Minimum abheben können. Und wenn Griechenland tatsächlich aus dem Euro fliegt und die Banken zusammenbrechen, dann kann man seine EC-Karte vergessen. Wer also einen Griechenland-Urlaub plant, sollte sich eine Kreditkarte besorgen, falls man die noch nicht hat. Denn damit kann man zahlen, auch wenn sonst nichts mehr geht.
Griechenland steht das Wasser bis zum Halsund was machen sie? Da mit der EU nicht mehr gut zu reden ist, suchen sie sich bessere Geschäftspartner und da kommt das gechasste Russland gerade recht. Vor einiger Zeit schrieb ich, dass Russland durch Griechenland eine Pipeline bis in die Türkei ziehen wolle. Das ist nun besiegelt worden und Griechenland bekommt auf einen Schlag das Geld, was eigentlich erst Jahr für Jahr gezahlt werden sollte. Bei Russland sollte man auch lieber gleich das ganze Bargeld verlangen, denn die Finanzen des Landes sind auch nicht gwrade rosig. Auch nicht erst seit den Sanktionen, aber seitdem ist die Lage noch prekärer geworden. Pleite gehen wird Russland nicht, solange sie Krieg führen kurbelt das die Wirtschaft an, auch wenn es sich irgendwann ins Gegenteil umkehren kann, wenn man den Zustand zu lange anhalten lässt.
Aber Griechenland hat immer noch nicht verstanden, was nun Sache ist. Schuld sind natürlich immer die anderen, vor allem die EU, die ihnen nicht einfach die Schlden erlässt. Ach was, Schulden haben sie ja gar nicht, aber das muss man der EU natürlich erst einmal begreiflich machen. Und so lange wird eben mit denen gespielt. Man macht ein paar Zugeständnisse, streut ihnen Sand in die Augen und am Ende wird doch das gemacht, was man schon die ganze Zeit wollte. Natürlich erst, wenn man das nötige Geld kassiert hat, um wieder flüssig zu sein. Und dann nach mir die Sintflut.

Neben dem ganzen Theater mit Griechenland hat die EU noch Zeit gefunden, sich um andere Probleme zu kümmern. Zweites Lieblingsthema der EU ist Russland. So wurde beschlossen, dass die Sanktionen gegen Russland noch mindestens bis 2016 dauern sollen, wenn nicht sogar darüber hinaus, sollte sich nichts an den russischen „Eroberungsplänen“ ändern. Ich frage mich zwar immer noch, was das bringen soll, denn es ist nichts anderes als ein Kräftemessen – von beiden Seiten.
Vorteil haben weder die EU noch Russland, dafür jede Menge Nachteile. Eigentlich hatte es Russland treffen sollen, aber im Grunde genommen erwachsen den Firmen, die keine Geschäfte mehr mit Russland machen dürfen, weitaus grössere Nachteile. Denn ihre Gewinne gehen zurück, die sie nirgendwo ausgleichen können.
Aber Hauptsache, die Politiker haben ihren Willen bekommen und bieten Putin immer schön eine Angriffsfläche.
Wenn man Russland wirklich treffen will, soll man das anders machen. Putin überall einladen, aber ihn wie Luft behandeln. Das wird ihn vielmehr wurmen als irgendwelche Sanktionen. Genauso hätten sie es auch beim G7-Gipfel in Ellmau machen sollen. Putin wird als Gast eingeladen, aber sprechen will niemand mit ihm, auch lässt sich niemand mit ihm ablichten. Der wäre so sauer gewesen. Aber diese Chance hat man nun verpasst. Aber was nicht ist, kann immer noch werden.

Die erste allein geschriebene Enzyklika von Papst Franziskus wurde am Donnerstag im Vatikan vorgstellt. Sie ist an alle mMenschen guten Willens gerichtet, also nicht nur an Katholiken. Das hat Franziskus so eingeführt, dass er nicht prinzipiell die Katholiken anspricht, sondern eben alle Menschen anzusprechen versucht. Zwar sind auch unter seiner Amtszeit die Katholiken die einzig wahren Christen, aber er betont das nicht so sehr, wie es beispielsweise sein Vorgänger, der emeritierte Papst Benedikt XVI., getan hat.
Und mit diesem päpstlichen Rundschreiben oder Lehrschreiben mit dem Titel „Laudato Si“befasst sich Franziskus mit dem Bewahren der Schöpfung
Das klingt nun so, als würde es um irgendetwas in der Bibel gehen. Das tut es nicht, denn es geht darum, dass wir Menschen verantwortungsvoll mit der Erde umgehen. Natürlich nicht nur mit der Erde, sondern mit allem, was dort auch so kreucht und fleucht. Wir sollen uns auf uns selbst besinnen, aufhören die Erde auszubeuten oder Dinge zu manipulieren, die man nicht verändern sollte.
Interessant an der Enzyklika ist, dass er auch diejenigen angreift, die mit der Bibel argumentieren, aber nur ihren eigenen Vorteil darin sehen, also praktisch die Bibel so auslegen, wie es ihnen gerade passt.
Das Lehrschreiben entspricht dem, was Franziskus seit seinem Amtsantritt anmahnt. Nun hat er es in schriftliche Worte gefasst. Bleibt allein die Frage, ob es mehr als nur ein Echo aufwerfen wird? Einige angesprochene Dinge in dem Rundschreiben sind es wert, darüber nachzudenken, andere Themen sind ein wenig heikel. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass die katholische Kirche immer noch recht konservativ ist.
Dennoch ist es eine Enzyklika, die man nicht einfach in die Ecke stellen und verstauben lassen sollte.

Vor einer Woche bestritt die deutsche Nationalmannschaft sein EM-Qulifikations-Rückspiel gegen Gibraltar. Die erste Halbzeit war höchst mau gewesen, gerade einmal ein Tor hatte die deutsche Mannschaft zustande gebracht, dazu einen Elfmeter verschossen. Beinahe sah es so aus, alks würde Gibraltar über die Deutschen triumphieren, obwohl es keine Profi-Fussballer sind. Elefantendame Mala war am toben, denn so eine Leistung hatte sie nicht erwartet. Aber in der zweiten Halbzeit, als dann die Tore fielen, war sie zufriedengestellt. Die alte Kuh hatte getippt, dass Deutschland gewinnen würde, dass es aber so schwierig wäre, hätte sie nicht gedacht. Das hatte hingegen die Pusteblume vorausgesehen, die laut Jonas getippt hätte, dass Gibraltar sich ein paar Chancen herausarbeiten würde. Letztendlich hatte sie aber auch auf einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft getippt.
Aktuell ist die deutsche Mannschaft zweiter hinter Tabellenführer Polen. Wenn im Oktober das Rückspiel erfolgt, gibt es vielleicht keine zweite Schlacht von Tannenberg 1410 wie noch beim Hinspiel.
Elefantendame Mala kann sich nun endlich erholen, wo die Bundesliga beendet ist und auch keine EM-Qualifikationsspiele mehr anstehen. Natürlich könnte die alte Kuh nun auch die Spiele der U21 oder der Frauen-Nationalmannschaft tippen. Aber dazu hat sie keine Lust. Sie drückt beiden Mannschaften den Rüssel, dass sie gut abschneiden mögen, ist ist aber auch schon alles.
Stattdessen will sie nun der Faulheit frönen, nur unterbrochen von Schlammbädern, Baden, oder fressen. So will sie ihre Tage verbringen. Die fussballfreie Zeit ist auch schnell wieder vorbei.
In zwei Wochen jährt sich zum dritten Mal Malas Abreise.

 

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Griechenland will alles – nur keine Reformen


Griechenland steht kurz vor der Pleite, wird aber nicht müde sich in einem besseren Licht darzustellen als es der Wahrheit entspricht.
Eine erste Rate wurde pünktlich an die IWF zurückbezahlt. Das Geld, das in diesem Monat in vier Raten zurückbezahlt werden soll, wird erst am Ende des Monats bezahlt werden. Davon wurde die IWF in Kenntnis gesetzt und hat es hingenommen.
Ganz ehrlich, genau das war zu erwarten gewesen, dass Griechenland seine Raten nicht zahlt, sondern seine Gläubiger auf später vertröstet. Wer weiss, ob die Griechen das Geld am Ende des Monats tatsächlich zurückzahlen werden? Es kann sich genauso gut nur um Sand in die Augen streuen handeln. Darum wurde eine erste fällige Rate pünktlich zurückgezahlt. Nur was danach kommt, wird vielleicht bis gar nicht zurückbezahlt werden.
Dazu passt auch, dass Ministerpräsident Tsipras die Forderungen an Griechenland, um weiteres Geld zu bekommen, für überzogen und nicht ausführbar hält.
Irgendwas muss Griechenland tun, um aus der Schuldenkrise zu kommen. Aber wenn man liest, dass Griechenland weiteres Geld bewilligt werden soll, damit es damit die Kredite bedienen kann, frage ich mich, was das eigentlich soll. So wird der Teufel mit dem Beezelbub ausgetrieben. Man kan Griechenland doch kein Geld geben, wenn sie keines haben, um bestehende Kredite zurückzuzahlen. Wenn Otto Normalverbraucher zu einer Bank gehen würde und einen Kredit haben will, muss er Sicherheiten vorlegen. Und wenn eben alle Sicherheiten futsch sind, dann gibt es eben keinen Kredit. Aber Griechenland ist was anderes. Das Fass ohne Boden kann ewig weiter Geld fordern, sich über Gegenleistungen aufregen, die es erbringen soll, und immer weiter knapp an der Staatspleite vorbeischrammen. Wie lange soll das noch gehen? Wenn nicht bald etwas getan wird, wird Griechenland noch in zwanzig Jahren mit Krediten versorgt. Denn jeder neue Kredit wird für die alten Kreditegenutzt, um diese zurückzahlen zu können. Genau so hat man in der DDR am Ende auch gewirtschaftet.
Griechenland sollte seinen Staatsbankrott erklären und fertig. Damit wäre allen geholfen, aber nein, Griechenland bekommt immer neues Geld. Nur wo sieht man, dass sie wirklich etwas dafür tun, dass sie aus der Krise kommen wollen? Bisher fallen Tsipras und Varoufakis nur durch markige Worte auf, nicht durch Taten.
Es wäre am einfachsten, wenn man Griechenland den Geldhahn zudreht, so hart das klingen mag. So werden die Politiker vielleicht endlich verstehen, dass EU und IWF keinen Sand mehr in die Augen streuen können. Vor allem muss man sich fragen, wofür das Geld eigentlich genutzt wird. Kommt es der Bevölkerung, den eigentlich Leidtragenden, zu Gute? Man muss es bezweifeln.

Der G7-Gipfel fängt in Elmau an und sogleich macht Putin wieder von sich Sprechen. Kann er schon nicht am Gipfel teilnehmen, weil mann Russland aus dem Treffen der Grossen rausgeworfen hat, muss er eben anders auf sich aufmerksam machen. So sagt er nun, dass die USA das Feindbild Russlands einheizen würden. Irgendwo wird sicherlich noch ein Feindbild Russlands aus der Zeit des Kalten Krieges existieren. Aber Putin müsste eigentlich mal erkennen, dass er es ist, der das Feindbild in der Welt schürt. Wenn er seine imperialistischen Ambitionen zurückstecken würde, wären er und Russland viel beliebter in der Welt. Aber Erkenntnis ist ein weiter Weg. Die einen finden das Ziel, die anderen irren umher.
Aber man spricht von Russland, das ist die Hauptsache, wenn sie schon nicht mehr zum ehemaligen G8-Gipfel gehören, dann muss es eben anders gehen. Holen wir alte Feindbilder raus und schmücken diese aus. Fertig ist die Laube, wie es so schön heisst.

Elefantendame Mala freut sich über das schöne Wetter, das den Sommer einläutet. Sie hat wieder genug zu tun, findet zwischendurch aber immer noch Zeit, um ein Spiel zu tippen. So ist es dieses Mal das Freundschaftsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA. Mala glaubt an ein Unentschieden, denn bei Freundschaftsspielen würde die deutsche Nationalelf sich nicht so sehr anstrengen und eher versuchen, dass sich die einzelnen Spieler zu einem Team auf dem Spielfeld zusammenraufen.
Auch die Pusteblume sieht für dieses Spiel schwarz und hat sogar auf eine Niederlage getippt. Möglicherweise hat sie eher recht mit ihrem Tipp als die alte Kuh, denn die Pusteblume hatte in letzter Zeit einen Lauf. Manchmal schwächelt sie zwar noch, aber ihre Durststrecke hat sie beendet. Wie sicher sie gewesen sein soll, dass der HSV in der Ersten Liga bleibt. Jede andere Meinung hätte sie gar nicht erst in Betracht gezogen. Und sie hatte am Ende recht, auch wenn kaum einer daran geglaubt haben mag. Selbst Jonas war skeptisch gewesen. Aber der traut seinem Fussballorakel keine zwei Meter weit.
Elefantendame Mala ist ein wenig empört darüber, dass man sich so freut, dass Nang Faa nun über 100 Kilo wiegt. Bei ihr würde man so ein Theater wegen jedes Gramms machen, nur bei Nang Faa kann es ruhig mehr sein. Dabei ignoriert die alte Kuh, dass es sich bei Nang Faa um ein zwei Wochen altes Jungtier handelt und nicht um eine Elefantenkuh von fast 53 Jahren. Aber Mala versteht es immer, von sich reden zu machen. Sie will halt Aufmerksamkeit – und die bekommt sie auch.
In genau einem Monat wird es drei Jahre her sein, dass sie ihr Zuhause verlassen musste.

 

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Der Heilige der FIFA


Die einen halten ihn für einen Messias, vergleichen ihn mit Jesus oder Mutter Theresa. Für die anderen ist er einfach nur ein alter Mann, der den Fussball in Verruf gebracht hat.
Die Rede ist von Joseph S. Blatter, dem seit 1998 amtierenden FIFA-Präsidenten.
Gestern war die Wahl und es astand schon von vornherein fest, dass Blatter noch eine weitere Amtszeit machen würde, auch wenn die UEFA und die Verbände der USA, Kanada oder Neuseeland dagegen waren. Doch sie hatten keine Mehrheit hinter sich stehen. Die hatte Blatter mit den afrikanischen und südamerikanischen Verbänden. Dennoch gab es nach einem Wahlgang kein eindeutiges Ergebnis und Blatter und sein Herausforderer, der jordanische Präsident des dortigen Verbandes, verzichtete. Damit war Blatter gewählt. Unrühmlich zwar, aber das ist dem Schweizer schichtweg egal.
Dafür weht ihm der Wind von allen Seiten entgegen. Die FIFA steht aktuell so schlecht da wie noch nie. Nein, nicht finanziell, da hat sie immer den grossen Reibach gemacht. Die Glaubwürdigkeit der FIFA ist seit der Vergabe der Weltmeisterschaften an Russland und vor allem an Katar angeschlagen. Immer wieder machten Gerüchte die Runde, dass dieseWeltmeisterschaften gekauft seien. Es wurden Ermittlungen getätigt, aber herausgekomen ist nie etwas. Bis vor wenigen Tagen, als einige Funktionäre der FIFA verhaftet wurden.
Blatter sah und sieht sich immer noch als völlig Unbeteiligter, an dem diese ganzen Korruptionen vorbeigegangen sind. Nur wieso wird gerade auf ihn das grosse Loblied gesungen, wenn er doch völlig unbeteiligt die Hände im Schoss liegen hatte und nur mit seiner Gestalt die FIFA in der Welt präsentierte?
Ja, das weiss ich auch nicht. Aber genau hier fängt das Heiligenbild an, dass von Blatter gemacht worden ist Der FIFA-Präsident hat nie etwas mitbekommen, sondern hat sich immer dafür eingesetzt, dass auch Kleinstländer Fussballspielen können. Und gerade von denen wird Blatter wie ein Heiliger verehrt und mit Jesus oder MUtter Theresa verglichen. Ganz ehrlich, die würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie davon hören würden. Ist es nicht auch im weitesten Sinne ein Fall von Blasphemie? Dagegen sollte der Vatikan was sagen, anstatt sich über die Homo-Ehe – irgendwie klingt das Wort blöd – aufzuregen.
Ich frage mich jetzt, warum denn Blatters Herausforderer, der letzte verbliebene von insgesamt dreien, Ali bin al-Hussein, vor dem zweiten Wahlgang verzichtete. War das ein geschickter Schachzug? Wusste er etwas, dass Blatter noch nicht weiss? Denn die grösste Schmach für den FIFA-Präsidenten wäre, wenn trotz seiner Beteuerungen einer weissen Weste, Ermittlungen gegen ihn eingeleitet werden und er auch noch in einem Opel Corsa (wurde gestern andauernd in der heute-show erwähnt) abgeholt wird.
Jedenfalls ist Blatter Drohung, den europäischen Verbänden ein paar Plätze bei der WM wegzunehmen, erst einmal Geschichte. Jetzt spricht er lieber davon, dass das Teilnehmerfeld ab der WM2026 auf 40 Teams erweitert werden soll.
Aber ein paar Spitzen kann er sich dennoch nicht verkneifen und sagte, dass der Prsäident des englischen Verbandes unentschuldigt beim ersten Treffen des Exekutivkomitees gefehlt habe.
Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen, wie es bei der FIFA weitergehen wird. Die weiteren Ermittlungen werden zeigen, wer nun wirklich Dreck am Stecken hat und wer nicht und inwieweit das NEtz der Korruption sich ausgebreitet hat.

Ich bleibe mal beim Fussball, allerdings beschränke ich mich auf die nationale Ebene. Es geht um as Rückspiel in der Relegation Erste Liga gegen Zweite Liga. Im Hinspiel am Donnerstag enttäuschteder HSV mal wieder auf ganzer Linie. Wie so oft in der laufenden Saison sah man einen hilflosen, harmlosen und schwachen HSV. Bereits in der vierten Minute gerieten sie durch ein Tor von Hennings – ehemaliger Hamburger Profi – in Rückstand. Dann geschah 70 Minuten bald nichts mehr. Der HSV zog sich noch mehr zurück, konnte froh sein, dass der KSC nicht noch auf zwei oder sogar drei null erhöhte. Und dann, ganz unverhofft in der 73. Minute, geaschah auf einmal etwas, dass dem HSV wieder Hoffnung geben konnte. Ilicevic erzielte den Ausgleichstreffer. Völlig unverdient, aber irgendwie hoffte man, dass der HSV dieses Tor schiessen würde. Am Ende blieb es bei einem 1:1, das erst einmal den KSC in eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel am Montag brachte. Denn ein Auswärtstor zählt zur Not doppelt. Deshalb muss der HSV am Montag entweder gewinnen oder aber mindestens 2:2 spielen. Bei einer Niederlage oder einem torlosen Unentschieden werden sie den Gang in die zweite Liga antreten müssen. Und das will man irgendwie nicht, auch wenn der Verein es verdient hätte. Allerdings bestraft man damit eher die Fans als diejenigen, die diesen Abstieg versaubeutelt haben.
Ein Sieg muss her. Und gerade immer dann, wenn man den HSV schon abschrieb, riss der sich zusammen und vollbrachte das Unmögliche. Vielleict werden wir auch am Montag wieder Zeugen solch eines Wunders. Der Dino hätte es verdient.
Und das sage ich als Nicht-HSV-Fan und KSC-Sympathisant.
Beim Hinspiel lagen Mala und die Pusteblume beide daneben, weil sie auf einen Sieg des HSV getippt hatten. Mala hatte eigentlich gar nicht erst das Spiel tippen wollen, weil sie überhaupt nicht wusste, wie es ausgehen würde.
Für das Rückspiel sind beide Fussballorakel mal wieder einer Meinung und sagen, dass der HSV gewinnen wird. Dieses Mal sollten sie lieber recht behalten.

Und ejtzt noch ein wunderbarer Schildbürgerstreich aus dem Bundesarbeitsministerium von Andrea Nahles.
Wer kennt sie noch, die Personenumlaufaufzüge, im Volksmund Paternoster genannt? Viele gibt es nicht mehr, meist sind sie in Behörden zu finden oder eben wie hier in München im Polizeipräsidium.
Der nie stillstehende Paternoster ist einfach zu benutzen, man wartet bis eine leere Kabine kommt und steigt in diese ein. In der Etage, wo man hinwill, steigt man wieder aus. Sollte man einmal zu weit fahren, muss man nicht einfach in der Etage darüber aussteigen, sondern kann einfach weiterfahren bis man auf der anderen Seite wieder herauskommt, ohne dass man deshalb auf dem Kopf stehen muss. Denn das ist das Kunststück eines Paternosters, egal wie oft der oben oder unten ankommt, er wechselt nie die Richtung, auch wenn es den Anschein hat. Denn ein Paternoster ist wie ein Karussell, das immer in Bewegung ist. Doch nun droht dem Paternoster, einem Idyll aus früherer Zeit, Gefahr. Denn ab dem 1. Juni darf ein Paternoster nur noch benutzt werden, wenn zuvor eine Einweisung durch den Arbeitgeber erfolgt. Das heisst folglich auch, dass nur Personen damit fahren dürfen, die in diesem Gebäude arbeiten. Wenn ich also zur Finanzbehörde muss, werde ich die Treppe nehmen müssen und darf den Paternoster nicht benutzen.
Was kann da aber auch alles passieren! Man konnte zu früh aussteigen und über die Kante der Etage stolpern oder man steigt zu spät aus und stößt sich den Kopf an der Kante des Paternostertunnels. Nein, ehrlich gesagt weiss ich nicht, was für schwerwiegende Unfälle passieren könnten. Da passieren bei ganz normalen Bonzenhebern – wie man in Hamburg früher die geschlossenen Aufzüge nannte – viel mehr Unfälle. Eingeklemmte Arme sind da noch das harmloseste. Ausserdem sind Paternoster viel weniger störanfällig. Aber all das wurde bei der Neufassung der Betriebssicherheitsverordnung übergangen. Ab Montag dürfen Paternoster also nur noch benutzt werden, wenn man eingewiesen wurde und in dem betreffenden Gebäude arbeitet. Welch ein Blödsinn!
Da ist selbst Bahnfahren noch viel gefährlicher. Da kann man über die Ein- und Austeigestufen stolpern. Oder man bekommt die Zwischentür nicht auf. Da muss man auch erst eingewiesen werden. Also, wo ist das nötige Gesetz dazu?

 

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Europawahl – Wird es ein Splitterparlament?


Morgen steht bei uns die Wahl zum europäischen Parlament an. Aufgerufen sind alle, die wahlberechtigt sind.
Wer keine Briefwahl gemacht hat – so wie ich – sollte sich morgen also mit seinem Personalausweis und der Wahlbenachrichtung auf den Weg machen und irgendeine Partei wählen. Hauptsache es wird Wählen gegangen, denn das ist wichtig. Zwar macht das europäische Parlament sowieso, was es will, dass wir nur erbost mit dem Kopf schütteln können.
Man hat als Bürger immer das Gefühl, dass sie sich dort in Strassburg langweilen, weshalb sie auf die abstrusesten Dinge kommen. Man erinnere sich an die gerade Gurke oder die Lautstärke im Orchestergraben.
Warum ich hier zur Wahl aufrufe, hat einen guten Grund. Nicht nur kann sich dann jeder darüber aufregen, was im Europa-Parlament wieder verzapft wird, sondern kann so auch verhindern, dass unbedeutende Parteien ins Parlament kommen.
Grund: Die fünf bzw. drei-Prozent-Hürde wurde im Februar als verfassungswidrig fallen gelassen. In NRW ist das schon seit vielen Jahren gang und gebe. Aber das heisst nicht, dass wir so was auch im Europa-Parlament brauchen. Also, eine kleine Hürde gibt es dennoch: Eine Partei muss zwischen 0,5 bis 0,7 Prozent der Gesamtstimmen haben. Aber will man wirklich Splitterparteien in einem Parlament sitzen haben? Wozu das in der Weimarer Republik geführt hat, wissen wohl die meisten. Die Parteien waren sich untereinander nicht grün, man war aber aufeinander angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Keine Koalition hat da wirklich lange gehalten, weil es immer Querelen gab.
Im Europa-Parlament regt mich mehr auf, dass man mit Egoismus versucht, sich ein schönes Plätzchen im wohlgemachten Nest zu sichern. Vor allem scheinen die Politiker der ödp sehr ehrgeizig zu sein. Die waren es unter anderem, denen wir zu verdanken haben, dass die Prozentklausel wegfallen musste. Übrigens versucht diese Partei auf jedem erdenklichen Weg, Stimmen zu ergattern. Da sorgen sie dafür, dass Marktplätze oder die Stationen von Vorortszügen sauber gehalten werden. Wobei ich nicht wirklich sehe, dass sich was geändert hat.
Da ich solche Schleimparteien nicht mag, ist das allemal ein Grund, dass ich hier zum Wählen aufrufe. Denn je mehr die grossen Parteien gewählt werden, desto weniger kleine Parteien kommen rein. So sieht es aus.
Übrigens finde ich es eine grosse Papierverschwendung, wenn ich knapp eine Woche vor der Wahl noch Wahlreklame von SPD und CSU (hier in Bayern) bekomme. Denn ich hatte schon vor Wochen Briefwahl gemacht. Zudem war bei der SPD-Reklame der Hinweis angebracht, dass man sich am Abend das Gespräch zwischen Schulz und Juncker in der ARD ansehen solle. Problem: Der Zettel wurde erst abends in den Briefkasten geworden, sodass ich erst am Morgen davon erfuhr. Aber auch so hätte ich mir das nicht angesehen. Ich mag Martin Schulz einfach nicht.
Im Grunde muss man sich fragen, warum man eigentlich wählen geht, wenn die Politiker sowieso machen, was sie wollen. Ist mal irgendwas Gutes aus Strassburg oder Brüssel gekommen? Ich kann mich jetzt nicht daran erinnern. Aber wenn wir gar nicht wählen gingen, wer weiss, wer dann unser Land im Parlament vertreten würde.
Also, morgen wählen gehen, wenn keine Briefwahl gemacht wurde.

Der HSV hat es tatsächlich geschafft, in der Ersten Liga zu bleiben, obwohl sie sich nicht wirklich mit Ruhm bekleckert haben. Besonders im Hinspiel konnten sie froh sein, dass die Fürther es nicht geschafft hatten ein Tor zu schiessen. Man fürchtete das Schlimmste für das Rückspiel, stattdessen würde man positiv überrascht. Anfangs jedenfalls. Die Mannschaft war an vielen Positionen verändert worden. Dann der Führungstreffer. Der HSV schien im Aufwind zu sein, der Klassenverbleib lag in greifbarer Nähe. Dann der Ausgleichstreffer durch Fürth und das grosse Zittern begann. Am Ende hatte der HSV ganz viel Glück, dass die Fürther nicht noch ein Tor schossen. So blieb der Dino in der Bundesliga, obwohl er sich bei Hin- und Rückspiel wie auch in der ganzen Bundesligasaison nicht mit Ruhm bekleckert hatte. Aufgrund ihres Auswärtstores, das doppelt zählte, blieben sie dort, wo sie seit fünfzig Bundesligazeiten waren: Liga eins. Hamburg ist erstklassig geblieben und Jonas sieht seine Vermutung bestätigt, warum St. Pauli auf keinen Fall auf den Relegationsplatz wollte. Dann hätten sie gegen den HSV spielen müssen. Ja, ich habe es bereits mehrmals erwähnt, aber nun ist es wirklich das letzte Mal, wo ich das tue.
Elefantendame Mala lag mit ihrer Vorhersage mal wieder falsch, sagte sie doch einen Sieg des HSV voraus. Der von Jonas neuerdings bevorzugte Schlaubeutel hingegen tippte auf ein Unentschieden. Damit lag sie goldrichtig, auch wenn all ihre anderen Entscheidungen falsch gewesen waren.
Nun steht heute Abend das Champions League-Finale an. Madrid spielt. Genauer gesagt Real gegen Athletico. Beide Vereine stammen aus Madrid, weshalb Elefantendame Mala erst einmal voraussagte, dass Madrid gewinnen würde. Ist sie nicht wieder ein Scherzkeks? Aber sie hat sich dann doch genauer festgelegt. Für sie gewinnt Athletico, denn der Verein sei nicht nur spanischer Meister geworden, sondern ihr auch viel sympathischer.
Wie hat der Schlaubeutel entschieden? Die hat sich nun ganz anders festgelegt. Diese Elefantin tippt auf Real und war auch nicht vom Gegenteil zu überzeugen, wie Jonas zugab. Er hatte eigentlich gewollt, dass sie Athletico sagt. Will er nun schon sein unabhängiges und unbestechliches Orakel beeinflussen? So geht das nicht.
Heute Abend nach Abpfiff des Finales werden wir wissen, welche der beiden Elefantenkühe recht behalten hat. Mala oder der Schlaubeutel? Das ist hier die Frage.

Noch einmal zu Mala, weil ich da wieder so einen Eintrag auf einer Internetseite gelesen habe, als ich diesen Blog mal wieder gegoogelt habe. Erstens würde ich sehr gerne davon informiert werden, wenn man sich irgendwo auf mich bezieht und zweitens eventuell auch mal gefragt werden, wie ich denn zu den Einschätzungen komme bzw. diese auch erwähnen.
In zwei Wochen wird Mala also ihren offiziellen 50. Geburtstag feiern. Bin schon an dem Artikel zu ihrem Ehrentag dran, genauso wie zu dem Artikel für den zweiten Jahrestag ihres Abschieds.
Vergangene Woche begann der Pairi Daiza wieder mit dem Bad der Elefanten, wo Mala und old Rani ihre Tricks – eigentlich sind es Malas Tricks – vorführen und eingeseift werden. Natürlich baden sie auch, was Mala sichtlich geniesst, schliesslich ist sie eine Wasserratte. Zuvor war die Elefantendame mit ihrer Artgenossin immer an bestimmten Zeiten von den Besuchern gefüttert worden. Etwas, das Mala sehr mag. Dennoch musste man feststellen, dass ihre Augen nicht leuchteten, wie es früher immer war. Sie nimmt das Futter, beinahe hatte es den Anschein, als würde sie sich alles ins Maul stopfen und gar nicht kauen, aber die überschwengliche Freude fehlt. Nun fand ich vergangene Woche ein recht aktuelles Video – man sieht das daran, dass Mala sehr stark behaart ist – und musste erschreckt feststellen, wie stark sie am Weben war. Ja, die alte Dame fühlt sich einfach nicht wohl. Sie hat immer gewebt, das ist nicht zu leugnen, aber nicht so schlimm, wie ich es jetzt gesehen habe. Sie fühlt sich einsam, was seltsam ist, denn hat sie nicht eine Artgenossin und darf endlich Leitkuh sein? Wird sich nicht liebevoll um sie gekümmert? Doch, all das trifft zu und dennoch wirkt Mala unglücklich. In den knapp zwei Jahren, wo sie nun in Belgien ist, sollte sie sich doch langsam arrangiert haben. Aber vielleicht hat sie anfangs gedacht, dass sie bald wieder abgeholt würde. Nun hat sie diese Hoffnung aufgegeben und ist traurig. Denn das ist sie, auch wenn Mala es schafft, ihre Gefühle hinter einer Maske zu verbergen. Darin war sie immer gut.
Damit Mala nicht vergessen wird, schreibe ich bald jede Woche etwas über die Elefantendame. Dabei habe ich auch ein wenig eine Kunstfigur geschaffen, denn der wahren Mala ist es herzlich egal, wie der FC St. Pauli spielen mag und ob sie tatsächlich davon träumt, einmal zwischen den Pfosten zu stehen, weiss ich wirklich nicht. Aber im Grunde geht es mir nur darum, dass die Erinnerung an Europas klügsten Elefanten wach gehalten wird. Doch wenn ich darüber schreibe, wie es ihr geht, dann stimmt das, da es auf Beobachtungen basiert, die ich mithilfe von Youtube-Videos gemacht habe. Als Rückversicherung dient mir Nina, die Mala besser kennt als jeden anderen Elefanten.

Kleine Anmerkung: Ich sammle nicht die Fussballkarten von Rewe und die Panini-Klebebildchen auch nicht. Nur für denjenigen, der hier nach Kartennummern suchte. Damit kann ich leider nicht dienen.

 

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Die Türkei am Abgrund oder mittelalterliches Russland


In der Türkei herrschen Wut und Trauer zu gleichen Teilen. Wut auf Ministerpräsident Erdogan und Trauer um die tödlich verunglückten Minenarbeiter. Knapp dreihundert sind tot, mehr als dreihundert fünfzig konnten lebend gerettet werden, aber immer noch werden etwa 300 vermisst. Sie noch lebend aus der Mine zu holen, dürfte kaum möglich sein.
Kritik der Überlebenden, Angehörigen und weiteren wird am Staat laut. Seit diese die Minen privatisiert hätten, würden sich die Unglücke häufen, ist noch die harmloseste Kritik. Wobei ich mich frage, ob die Bedingungen wirklich besser waren, als dem Staat noch die Minen gehörten. Wenn man zurück in die Vergangenheit sieht, verklärt man vieles. Ausserdem hätte es dann doch einen zweiten Schacht gegeben, oder nicht? Die Bedingungen können doch nicht auf einmal sich drastisch verändert haben. Das ist unmöglich.
Nun regt sich vor allem Kritik an Erdogan, die seit der Gazi-Park-Affäre – so nenne ich das mal – in Gange ist. Das Schlimme ist, dass der türkische Ministerpräsident diese Kritik auch noch mit seinem unbedachten Verhalten und unbedachten Äusserungen nährt. Zudem soll er nun auch ein Mädchen getreten haben, nachdem schon sein Berater jemanden mit Fusstritten traktierte.
Ich weiss wirklich nicht, warum Erdogan und seine Anhänger die Situation noch hochschaukeln, anstatt die Menschen zu besänftigen. Das versucht Präsident Gül, aber viel wird er nicht ausrichten können.
Bedeutend an der ganzen Situation ist, dass die Region, wo das Minenunglück geschehen ist, die Mehrheit der Menschen bei der letzten Wahl für Erdogans Partei gestimmt haben. Und nun die grosse Umkehr.
Die Wut ist seit langem in den Menschen, vor allem in den jungen, die nicht damit zufrieden sind, wie Erdogan die Türkei regiert. Der Gazi-Park war die Spitze des Eisbergs, nun ist das Fass zum überlaufen gebracht worden.
Demonstrationen werden gewaltsam aufgehoben, aber das werden die aufgebrachten Menschen irgendwann nicht mehr akzeptieren. Ob dann der Türkei ein Umsturz wie in Ägypten oder Libyen droht?
Wenn die türkische Regierung ihre Haltung nicht schnell ändert, könnte es wirklich dazu kommen.
Des weiteren wird Kritik daran laut, dass die Türkei keine Hilfe aus dem Ausland annehmen will. Länder wie Deutschland, Frankreich, natürlich die Europäische Union, die USA und sogar Israel haben ihre Hilfe angeboten, aber die Türkei scheint sie nicht zu wollen. Dabei sind noch an die dreihundert Kumpel in der Mine gefangen. Einige von ihnen könnten vielleicht noch leben, aber ohne schnelle und professionelle Hilfe werden nur noch Tote geborgen werden. Ich will den türkischen Kräften gar nicht absprechen, dass sie das nicht selbst könnten, aber manchmal ist es wirklich hilfreicher, wenn man Kräfte vor Ort hat, die mit solchen Situationen umgehen können.
Aber schon beim schweren Erdbeben von Van im Oktober 2011 hatte die Türkei jegliche Hilfe abgelehnt. Die angebliche Begründung: Zu viele Hilfskräfte würden nur für Chaos suchen. Wenn man es richtig organisiert, passiert da gar nichts und es bricht kein Chaos aus.
Wir können gar nichts tun, nur zusehen, was die Türkei macht. Das Minenunglück spaltet das Land in zwei Lager. Die Erdogan-Gegner und dessen Befürworter. Wenn man sich nicht um Besänftigung bemühen wird, kann das noch etwas Schlimmes draus erwachsen.

So, in der vergangenen Woche trafen sich Hollande und Merkel in Mecklenburg-Vorpommern und beschlossen mal wieder ein paar Sanktionen gegen Russland, weil es immer noch nicht in der Krim-Krise Vernunft angenommen hat. Allerdings geht es bei diesen Sanktionen mal wieder nur um irgendwelche Kontosperrungen und Einreiseverboten in die EU.
Also bitte, wen interessiert das denn? Putin jedenfalls nicht. Der lacht über diese Einfallslosigkeit. Deshalb empfehle ich Sanktionen, die Russland richtig wehtun, besonders jetzt, wo die russische Wirtschaft am Boden liegt.
Was man da am besten machen kann? Na, beispielsweise den Hamburger Hafen für russische Schiffe und vor allem Waren sperren und dann auch noch alle weiteren EU-Containerhäfen wie Wilhelmshaven oder Rotterdam. Das wird Russland wehtun, denn ohne die Exportmarkt wird es der russischen Wirtschaft nur noch schlechter gehen. Kontosperrungen hingegen sind doch ein Furz dagegen.
Wenn man schon was machen will, dann sollte Russland wirklich geschadet werden. Aber ob das Putin dann nicht zum Anlass nimmt, um Krieg zu machen? Denn die Wirtschaft lässt sich bekanntlich am besten ankurbeln, indem man einen Krieg macht. Aber dieser Krieg muss kurz sein, sonst kehrt sich der Erfolg – der Wirtschaft – ins Gegenteil um.
Für einiges Kopfschütteln sorgt Russland wegen des Gewinns von Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest (ESC). Sie sehen in dem Wettbewerb nichts Seriöses mehr und wollen nun ihren eigenen ESC gründen: The voice of Eurasia.
Das Conchita Wurst überhaupt fünf Punkte aus Russland bekommen hat, wundert mich wirklich. Aber vielleicht konnte die Jury nichts gegen das Telefonvoting machen. Tja, so ist das halt. Aber Russland ist geschockt. Anscheinend ist ganz Europa schwul. Denn wahrscheinlich setzen sie einen Travestiekünstler bzw. eine Draque-Queen mit Homosexualität gleich. Das muss nicht immer nicht sein. Aber in Russland sind sie derartig engstirnig im Denken, dass ich das Gruseln bekomme.
Da haben sie in Moskau für hundert Jahre den Christopher Street-Day verboten, dann eine Demonstration der Schwulen, weil es die Jugend gefährden könne. Denn das Gesetz lautet, dass man in Gegenwart von Minderjährigen nicht über Homosexualität sprechen darf oder sonstwie darauf aufmerksam macht. Denn die arme Jugend könnte sich ja an „dieser Krankheit“ – die glauben in Russland wohl wirklich daran, dass es eine Krankheit ist – anstecken. Das ist tiefste und dunkelste Mittelalter-Denkweise. So denkt ja nicht einmal mehr die katholische Kirche – also die Mehrheit, Ausnahmen gibt es immer.
Wenn also die Russen wieder so gedanklich im Mittelalter sind, wann wird denn dann die Folter wieder eingeführt? Oh, ich vergass, im Verborgenen gibt es sie bereits, besser, war sie nie abgeschafft. Genauso wie es noch die Gulags gibt, auch wenn sie heutzutage eine andere Bezeichnung tragen.
Wenn alles nicht so traurig wäre, könnte man wirklich darüber lachen.

Morgen steht das Rückspiel in der Relegation Bundesliga gegen Zweite Bundesliga an. Also der 16. der Ersten Liga gegen den 3. der Zweiten Liga. Kurz gesagt: HSV gegen Greuther Fürth. Das Hinspiel war schon einmal nichts. Der HSV erschreckte mit Standfussball à la Skibbe, bekam nichts zustande – ausser einem Abseitstor. Kurz vor Beginn des Spiels war auch noch Stammtorhüter René Adler ausgefallen – Rücken. Also Drobny im Tor. Meiner Meinung nach hat er die Null gehalten. In letzter Zeit hat Adler viele Fehler gemacht, wobei natürlich auch die Abwehr nicht ganz fehlerlos gewesen ist. Ein Spieler, der meiner Meinung nach recht spät eingewechselt wurde, war Marcell Jansen. Einer der wenigen Spieler, die wirklich laufen können. Wenn der HSV sich morgen wieder so ein Spiel wie am Donnerstag leistet, dann wird es die Zweite Liga. Dann ist es vorbei.
Übrigens betrachte ich Jonas‘ Vermutung, dass der FC St. Pauli absichtlich in den letzten fünf Spielen so schlecht gespielt hat, weil sie in der Relegation nicht gegen den HSV antreten wollten, nun mit ganz anderen Augen. Ich glaube jetzt wirklich, dass es wahr sein könnte. Aber hätte St. Pauli sich mehr angestrengt, wären sie mindestens auf dem zweiten Platz gelandet und damit dem HSV aus dem Weg gegangen.
Elefantendame Mala und ihre Nachfolgerin Schlaubeutel tippten beide das Hinspiel der Relegation – und lagen daneben. Beide waren sehr euphorisch gewesen und hatten auf einen Sieg des HSV getippt. Angeblich hätte aber der Schlaubeutel auch ein Unentschieden getippt, beim Rückspiel, wie Jonas sagte. Ein Unentschieden würde den HSV auch weiterbringen im Rückspiel, aber sie müssten 1:1 spielen. Allerdings müssten sie dazu erst einmal das Tor treffen – und nicht das eigene.
Also, was sagen Mala und der Schlaubeutel nun zum Rückspiel? Mala tippt erneut auf einen Sieg des HSV. Sie ist einfach unbelehrbar oder ist sie etwa im Stress? Denn innerhalb einer Woche vier Spiele zu tippen, ist nun auch nicht ohne. Beim Schlaubeutel könnte man sich das auch fragen, denn sie wurde sofort mit mehreren Fragen bombardiert. Wobei Jonas vergessen hat, den Schlaubeutel nach dem DFB-Pokal-Finale zu befragen. Hat er völlig verschwitzt. Manchmal weiss er halt nicht, wo sein Kopf steht. Der Schlaubeutel hat sich beim Rückspiel des HSV gegen Greuther Fürth ein Unentschieden „vorhergesagt“, wie ich bereits erwähnte.
Mala hat auch das DFB-Pokalfinale getippt, hat schliesslich sonst nichts zu tun, wie sie zu sagen pflegt. Und was sagt die liebe Kuh? Dortmund würde gewinnen. Na, da hoffe ich wirklich, dass sie dieses Mal den richtigen Riecher bewiesen hat und Bayern wirklich verliert.
Mala hat jetzt wieder ein wenig mehr zu tun, denn ab heute gibt es wieder das beliebte Elefantenbaden vor Publikum. Mala freut sich schon darauf, schliesslich ist sie eine Wasserratte. Nichtsdestotrotz ist ihr manchmal ganz schön langweilig und sie webt. Allerdings sagt Nina, dass es sich immer noch um Einsamkeitsweben handeln würde. Also, dass Mala sich nicht wirklich wohl fühlt. Es sei ein schnelleres Weben als in ihrem Zuhause. Wer Mala kennt, wird es beurteilen können. Aber das sie nach knapp zwei Jahren immer noch trauert, sollte einem zu Denken geben.
Soll ich jetzt dem HSV die Daumen drücken? Ich bin bekanntlich kein HSV-Fan und werde es nie sein, aber irgendwie in die Zweite Liga? Ich weiss es nicht.

 

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