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Wie lange wird es diesmal dauern?


Da wird seit über einem Jahr darüber gemotzt, dass die NSA uns ausspioniert. Aber nicht nur uns einfach Bürger, sondern auch hochrangige Politiker wie die Bundeskanzlerin. Und nun kommt raus, dass der BND gar nicht besser sein soll. Jahrelang soll er schon die Türkei ausspionieren und dazu auch noch die ehemalige US-Aussenministerin Hillary Clinton.
Ja, ja, sag ich’s nicht immer, dass diejenigen, die den Mund am weitesten aufreissen, nicht wirklich besser sind? Genau so ist es nun herausgekommen. Nicht nur NSA, der britische und der französische Geheimdienst spionieren, vom russischen ganz zu schweigen, nein, auch der BND macht da mit. Warum sollten sie sich auch raushalten? So was gehört zum guten Ton, wenn man wissen will, was wirklich in der Welt vor sich geht. Meine ehemaligen Stasi-Nachbarn in Leipzig glauben ja auch daran, dass sie nur mit Lauschangriffen über alles informiert bleiben, was in der Strasse so vor sich geht. Aber wehe, man lauscht zurück, dann werden sie ungemütlich. Lei kann da einiges erzählen, ich aber auch. Will ich jetzt aber nicht.
Jedenfalls sieht man mal wieder, dass niemand eine weisse Weste hat.

Nun ist die Situation also in der Ukraine eskaliert. Es wurde ein russischer Militärkonvoi angegriffen, der sich auf ukrainischer Seite befand. Man habe so lange gewartet bis sie auf ukrainischen Gebiet waren, hiess es, um den Schlag ausführen zu können. Hat deshalb sogar eine Sonderausgabe der Tagesschau gegeben. Wahrscheinlich fürchtete man nun den grossen Rundumschlag. Aber der blieb erst einmal aus. Dafür steht allerdings der russische Hilfskonvoi still, da er von der Ukraine nicht abgefertigt wird. So kann man das auch machen, wenn man was nicht im eigenen Land haben will. Man ignoriert es einfach, macht die Leute mürbe mit der ewigen Warterei. Psychologische Kriegsführung kann man so was nennen. Ja, das ist weitaus intelligenter als ein paar Raketen zu werfen.
Und was hat es nun zu bedeuten, dass der Separatistenführer Strelkow zurükgetreten ist? Kommt nun ein wenig Ruhe in den Ukrainekonflikt rein?

Auf Sat.1 läuft die zweite Staffel von Promi-Big-Brother. Tja, im letzten Jahr waren da irgendwie mehr „Promis“ dabei als in diesem Jahr. Wobei ich mich gerade mal an drei Mitwirkende noch erinnern kann: Jenny Elvers, Martin Semmelrogge und David Hasselhoff.
In diesem Jahr muss man mit einem Dauerbachelor vorlieb nehmen und dem grössten Pop-Schlagersänger aller Zeiten (wann ist das noch mal gewesen?).
Wen ich mit letzterer Bezeichnung meine? Na, denjenigen, der nie beim Dschungelcamp mitmachen wollte, dann Anfang des Jahres doch mitwirkte, nach wenigen Tagen in den Sack haute und dann angeblich wieder reinwollte. Richtig, ich rede von Michael Wendler.
Anfang des Jahres kam gerade sein Best of-Album raus. Was kommt jetzt? Eine Biografie, irgendein Buch mit Bekenntnissen wie bei Schill? Irgendwie peinlich, dass er erst beim Dschungelcamp mitmacht und dann mehr als ein halbes Jahr später bei Promi-BigBrother auftaucht. Nun könnte man spekulieren, dass er dringend Geld braucht oder aber sich seinen Fans mal wieder zeigen will – von seiner nettesten Seite. Was es auch immer sein mag, ich will den wahren Grund gar nicht wissen.
Allerdings sind die Zuschauer gar nicht von Wendler begeistert, denn dieser wurde gleich von ihnen in den Keller gewählt. Also er soll wohl richtig leiden, haben sich diese gedacht.
Da fragt man sich nun, wie lange er es dieses Mal durchhalten. Bei uns in der Redaktion laufen die Wetten schon nach wie viel Tagen er gehen wird. Ich habe auf sieben Tage getippt. Dieses Mal wird er wohl länger durchhalten, auch wenn er gleich im Keller gelandet ist.
Bei einem wusste ich nun gar nicht, wer er war: Hubert Kah, Sänger der Neuen Deutschen Welle. Das ist vor meiner Zeit gewesen, wie ich zugeben muss, aber dennoch habe ich weder was von Hubsi jemals gehört noch gesehen. Tja, ich sag jetzt mal Hubsi, weil ich den Namen immer so abkürze. Passt auch besser zu ihm, denn irgendwie kommt Hubsi einem ein wenig verschroben vor. Das dürfte noch was werden.
Ich gucke es mir nicht an, solange Michael Wendler da drin ist. Aber selbst danach habe ich keine Lust auf dieses Format. Ich verstehe nicht einmal, was die da an Prüfungen oder wie das auch immer heisst. Vielleicht habe ich den Zusammenschnitt auch einfach nicht verstanden. Mir egal, das muss ich mir nicht antun. Aber wenigstens wurde Oliver Pocher ersetzt, denn der passte als Moderator überhaupt nicht. Aber Cindy aus Marzahn wusste ja schon, wie das ist, neben einem Selbstdarsteller moderieren zu müssen. Jetzt hat sich das wenigstens gebessert, aber immer noch kein Grund sich auf Sat.1 zu verirren. Da lese ich lieber was.

Die 1. Runde des DFB-Pokals hat begonnen und Elefantendame Mala sowie ihre Nachfolgerin, der nette Schlaubeutel, haben die Spiele von St. Pauli und dem USC Paloma getippt, Mala noch dazu das Spiel Werder Bremen gegen Illertissen. Sie will sich momentan bei Plattfuss einschleimen, die Werder-Fan sein soll. Was sagen also beide Rüsselorakel? Mala geht davon aus, dass St. Pauli und Werder gewinnen werden, während der USC Paloma gegen Hoffenheim verlieren wird. Jonas ist ein wenig ratlos, was der Schlaubeutel ihm gesagt hat. Denn erst war sie dafür, dass Hoffenheim gegen Paloma gewinnt und dann tippte sie immer auf Paloma. Mit einem Unentschieden kommt man im DFB-Pokal nicht weiter, also was hat sie denn nun gesagt? Da sie mehrheitlich für einen Sieg Palomas war, hat sich Jonas dafür entschieden, dass der Schlaubeutel dafür ist, dass Paloma in die 2. Runde des DFB-Pokals einziehen wird. Ausserdem würde St. Pauli gegen Rathenow gewinnen. Na, da bin ich mal wieder gespannt, was das nun wird. Irgendwie glaube ich, dass Jonas mit dem Schlaubeutel als Fussballorakel nicht wirklich zurechtkommt, aber solange er es nicht beim wohlgenährten Dickerchen versuchen kann, weil diese durch ein paar Schmarotzer eingerahmt ist, wird das eben nichts. Und Plattfuss ist halt nicht geeignet, wie er herausgefunden hat.
Aber egal, wie es auch ausgehen mag, es ist sowieso alles Zufall. Da kann sich Jonas am Ende ärgern oder nicht, dem Schlaubeutel ist das alles egal, hauptsache, sie bekommt etwas zu futtern.

 

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Ist der HSV der erste Abstiegskandidat?


Das sind ja Temperaturen am Wochenende gewesen. Habe mich nur in der Wohnung aufgehalten, anders liess es sich einfach nicht aushalten. War sogar am überlegen, ob ich nicht feuchte Tücher an den geöffneten Fenstern aufspannen soll, um kühle Luft hinein zu lassen. Da ich aber durch die Feuchtigkeit Schimmel fürchtete, habe ich es gelassen.
Heute scheint es von den Temperaturen zwar kühler zu sein, allerdings mert man das aufgrund der Luftfeuchtigkeit nicht. Es ist schwül draussen, dass man es kaum aus halt. selbst in geschlossenen Räumen ist es nicht besser.
Als ich heute morgen zur Arbeit ging, wehte mir sogar ein kühler Wind um die Nase. Geschwitzt habe ich nicht. Das kam erst, als ich das Redaktionsgebäude betreten habe. Auf einmal öffneten sich sämtliche Schweissporen. Ich kam mir vor, als hätte ich einen Marathon-Lauf hinter mir.
Nun gut, kann nur besser werden. Die Kühlmaschinen, die bei uns die Luftfeuchtigkeit regulieren, sind recht hoch eingestellt. Immer noch besser als eine Klimaanlage, aber auch das verträgt nicht jeder.

Na, auch über die Spielergebnisse des DFB-Pokals gestaunt? Tja, bei Hoffenheim habe ich mich beinahe nicht mehr ein gekriegt, wie die gegen einen Viertligisten verloren haben. Das ist denen ja nicht einmal unter Stanislawski passiert. Aber Werder Bremen, Eintracht Frankfurt und Greuther Fürth waren auch nicht besser, auch wenn sie nicht solch eine Klatsche bekommen haben. Freiburg hingegen hatte Glück, dass sie weitergekommen sind. Hätte der schon Victoria Hamburg nicht einen Elfmeter gleich zu beginn verschossen, wer weiss, wie das am Ende ausgegangen wäre.
Rüsselorakel Mala hatte getippt, dass St. Pauli es dieses Mal schaffen würde, in die zweite Runde des DFB-Pokals einzuziehen. Und ja, sie hat recht behalten. Mit 3:0 besiegte St. Pauli den Offenburger FV. Und was passiert meistens, wenn St. Pauli gewinnt? richtig, der Stadtrivale HSV verliert oder spielt höchstens Unentschieden. Letzteres gibt es beim DFB-Pokal allerdings nicht. Also blieb nur eine Option übrig: Niederlage für den HSV.
Auch das hatte Elefantendame Mala getippt, denn der HSV spielte den den Karlsruher SC. Und für den hegt Mala Sympathien, da im Karlsruher Zoo Jenny lebt mit der sie sich solidarisch verschwestert hat. (Von ab geschobener Elefant zu abgeschobener Elefant sozusagen.) Und so tippt Mala, dass der KSC siegt. Das trat auch ein. Mit 4:2 gewann Karlsruhe, obwohl der HSV zweimal in Führung gegangen war. Doch wie heisst es so schön? Wer eins-null führt, der stets verliert. Beim HSV und Werder trifft es zu.
Diese erste Runde hat einige überraschungen gebracht. Und genau so was will man als Fan doch auch sehen. Wenn immer der Bundesliga Verein gewinnt, das ist doch langweilig. Gönnen wir Vereinen wie dem Berliner AK den Sieg. So lange sie sich nicht ums Geld streiten wie im letzten Jahr der Eimsbütteler TV ist doch alles in Ordnung.

Beim HSV muss man sich echt Gedanken machen, wie der in der Jubiläums-Bundesliga-Saison abschneiden wird. Zur Erinnerung: Der HSV ist der einzige Verein, der noch nie abgestiegen ist. Wenn man aber sieht, welch eine Leistung der HSV beim Spiel gegen Barcelona oder gestern gegen den KSC an den Tag gelegt hat, muss man sich ehrlicherweise fragen, ob der HSV auch in der nächsten Saison in der Ersten Liga spielen wird. Wenn die so weitermachen wie bisher, sicherlich nicht. Herrscht da keine Einheit im Team, mögen die Spieler den Trainer nicht? Was ist da los? Wenn man an die Prügelei vor einigen Wochen zurück denkt, scheint keine Harmonie im Team zu herrschen. Jeder will selbst erfolgreich sein. Doch so gewinnt man kein Spiel. Ein einzelner hat noch nie ein Spiel entschieden, der hatte mindestens einen, der ihm die Bälle zu spielte.
Und noch so ein Armutszeugnis für den HSV ist, dass sie ihre Frauen-Mannschaft aus der Bundesliga zurückgezogen haben, weil denen 100.000 Euro fehlten. Für die Herrenmannschaft sind das Peanuts. Doch eine Profimannschaft müsse sich selbst tragen, begründete Jarchow den Schritt. Da regt sich der Trainer von Turbine Potsdam völlig zurecht auf.
Marcell Jansen wollte ja noch in seinem Team sammeln, um das fehlende Geld zusammenzubekommen, aber da war die Frauen-Mannschaft schon aus der ersten Liga zurückgezogen worden.
Da kann man einfach nur mit dem Kopf schütteln.

Und ich hoffe jetzt mal, dass die Temperaturen noch etwas fallen werden und die Sonne auch noch verschwindet. Ich mag’s eben kühler.

 

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Wie gewonnen, so zerronnen


Das Thema Alzheimer/Demenz – inzwischen ist beides ja ein und dasselbe – kann ich im Fernsehen wirklich nicht mehr sehen. Seit beinahe zwei Wochen geht das nun so. Als ob es keine wichtigeren Themen geben würde. In drei Monaten wird sich niemand mehr daran erinnern, auch dass Rudi Assauer Alzheimer hat, werden dann nur noch wenige im Gedächtnis haben. In unserer kurzlebigen Welt ist alles schnell vergessen. So ist es nun einmal. Erst wird sich auf ein Thema gestürzt und so oft wiedergekaut, bis man darüber nichts mehr sehen oder hören will, und dann verschwindet es so urplötzlich, wie es gekommen ist. Aber so ist das.

Erinnert sich noch jemand an die Einträge, wo ich über Holger Stanislawski als Trainer geschrieben habe? Damals sagte ich ja, dass er die Saison in Hoffenheim nicht überstehen wird. So ist es nun gekommen. Am Donnerstag wurde bekannt gegeben, dass Stanislawski mitsam Co-Trainer Trulsen und Torwart-Trainer Nemet entlassen ist. Jenalas Cousin Jonas hatte Stanislawski ja nur bis Dezember gegeben. Die Hinrunde hat er auf alle Fälle überstanden, aber nun nach dem DFB-Pokal-Aus war Schluss mit Lustig. Und so musste Stanislawski gehen, dem dort ohnehin keine Zukunft bevorstand. Der ist nun einfach kein Trainer. Mag ja seine Ausbildung als Jahrgangsbester ausgeschlossen haben. Oder wie Jonas immer sagt: Der hat zuvor die Lösungen bekommen, damit er das auch alles kann. Keine Ahnung, ob das stimmt. Das Gerücht hält sich jedenfalls weiterhin hartnäckig.
Als Spieler nicht besonders gewesen und als Trainer genauso wenig. Wie sagte Jonas? Eine Pflaume bleibt eine Pflaume. Nun gut, dass will ich jetzt nicht sagen, aber als ewiges Talent können wir ihn schon bezeichnen.
Und warum ging Stanislawski eigentlich nach Hoffenheim? Angeblich, weil er wollte, dass er HSV ihn irgendwann holt. Das wird wohl ein Wunschtraum bleiben, wenn es wirklich wahr ist. Denn der HSV wird ihn nicht einmal holen, selbst wenn er der letzte Trainer auf Erden sei.
Manche werden sich fragen, warum Hoffenheim als Tabellenachter den Trainer entlässt. Tja, eigentlich weit entfernt von den Abstiegsplätzen, möchte man meinen. Doch näher betrachtet, sind es vom achten bis zum 16 Platz nur wenige Punkte. Von all den Vereinen, die auf den Plätzen stehen, könnte jeder noch absteigen. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Es gibt eine Führungsgruppe aus vier Vereinen: Dortmund, Bayern, Schalke und Gladbach. Danach folgt Bremen, die aber schon erheblich weniger Punkte haben als die Vierergruppe. Und dann kommt eigentlich schon der Strudel, wer auf einem Abstiegsplatz landen könnte. Ein Mittelfeld existiert dieses Mal gar nicht, wie es scheint.

Der Napoleon des Irans lässt auch mal wieder von sich hören. – Warum Napoleon? Weil er so klein ist. Und kleine Leute sind bekanntlich gefährlich. – Ahmadinedschad prahlt mit Irans Atomprogramm. Sie würden sehr gut vorankommen. Entweder will er unbedingt sich mal wieder ins Gespräch bringen oder aber er will einfach nur provozieren. Nehmen wir mal letzteres an. Denn diese Aussage ist am 33. Jahrestag der islamischen Revolution getätigt worden. Sie war nicht die einzige, denn zudem kündigte unser iranischer Napoleon an, dass es auch neue Atomprojekte gebe. Das kennen wir ja schon, aber worum geht es dabei eigentlich? Was für neue Projekte? Da schweigt sich Ahmadinedschad aus. Nur so viel: Der Iran wird die Welt verändern.
Aha, das ist doch schon mal was. Und was soll das nun sein? Eine Megaatombombe, die alle Zivilisationen zerstört, ausser den Iran? Nein, keine Atombombe, die verstrahlt schliesslich alles. Also doch lieber eine Neutronenbombe? Alles wird im Umkreis der detonierenden Bombe zerstört, aber danach kann man gleich in das Gebiet gehen, denn es gibt keine schädliche Strahlung. Bloss Mensch und Tier, die dort lebten, sind alle tot. Aber das ist auch schon alles. Kann man verschmerzen, nicht wahr? Tja, irgend so etwas in der Art, scheint Ahmadinedschad wohl zu planen. Haben diese ganzen eingeschleusten Viren in den Computern nichts gebracht. Wenn jemand was will, setzt er es auch durch, egal wie lange es dauert, bis das Ergebnis zufriedenstellend ist.
Der Iran sollte weiter beobachtet werden, aber gegen die grössenwahnsinnigen Pläne, werden wir nichts ausrichten können. Das können nur die wahlberechtigten Iraner. Aber wenn wir uns da erinnern, hat es Ahmadinedschad durch Manipulation ja zu seiner gegenwärtigen Amtszeit gebracht. Erinnern wir uns an die grüne Revolution. Gebracht hat sie am Ende nichts. Was mich doch mal wieder an Russland erinnert. Da wird auch gegen Putin und seine Partei demonstriert, aber es bringt einfach nichts. Das Volk scheint machtlos zu sein, wie in Syrien, wo mit Waffengewalt gegen die Demonstranten und unliebsame Regimegegner vorgegangen wird. Seit einer Woche ist es wirklich schlimm dort geworden. Wir hören die Nachrichten und fragen uns, warum dagegen nichts getan wird. Jedenfalls geht es mir so. Warum tut keine Staatengemeinschaft etwas dagegen? Macht die UN nichts. Was fürchten sie? Ich weiss es nicht. Es kann doch nicht sein, dass ein Regime seine Gegner einfach umbringt. Die Zeiten, wo das passiert ist, dürften doch wirklich lange vorbei sein. Aber es passiert ja nicht nur da. Im Verborgenen geschieht es in Nordkorea und China. Und was in Russland passiert, will ich lieber gar nicht wissen.

Wo ich von Syrien sprach. Dort hat die Gewalt inzwischen die Hauptstadt Damaskus erreicht. Zudem soll nach „offiziellen“ Angaben – was bedeutet da offiziell? Manipuliert? – ein syrischer ranghoher Offizier ermordet worden sein. Der General namens Issa al Chuli soll beim verlassen seines Hauses erschossen worden sein. Er war Arzt im Militärkrankenhaus. Da frage ich mich, ob der absichtlich ermordet wurde oder aber es sich um ein Versehen handelte, wenn er denn wirklich tot ist. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Rebellen einen Arzt töten, auch wenn er den Gegnern angehört. Aber wie beweisen, ob es wirklich stimmt? Die Leiche will ich jetzt nicht unbedingt sehen, obwohl so was doch ein gutes Mittel des syrischen Regimes wäre, um zu zeigen, wie gefährlich und rücksichtslos die Regimegegner sind. Meiner Meinung nach, ist dies nur ein Vorwand, um die Gewalt gegen die Rebellen zu rechtfertigen.
Homs wird seit einer Woche unter Beschuss gehalten. 400 Menschen sind schon getötet worden, dennoch sind die Rebellen weiter auf dem Vormarsch. Seit elf Monaten geht die Offensive der Rebellen gegen den syrischen Präsidenten Baschar Assad und letztendlich hat es seitdem nur Gewalt und Tote gegeben. Was muss dort noch alles passieren, bis wieder Frieden im Land einkehrt? Aber am Beispiel Ägypten kann man sehen, dass selbst dort noch nicht aller Tage Abend ist. Das Militär versucht alles, um sich weiter an der Macht zu halten. Sie schrecken vor Anschlägen nicht zurück, wollen damit zeigen, wie sicher es unter ihnen war. Darf ich an 1997 erinnern, als über ein Dutzend Touristen im Totentempel der Hatschepsut niedergemetzelt wurde. Oder Jahre später in Sharm el-Sheik. Sind diese Attentate verhindert worden? Nein, auch wenn es sich nur um Touristenhochburgen handelt und nicht um ein Fussballstadion. Dennoch kann es nicht sein, dass das Militär so reagiert.

Die Affäre Wulff geht weiter. Inzwischen ist sogar Westerwelle beliebter als Wulff, und das will schliesslich was heissen. Nach dem Aufdecken des Sylt-Urlaubs, der angeblich vertuscht werden sollte, gibt es nun weitere Dinge, von denen wir nun hören. Einmal der Münchener Filmball, wo das Ehepaar Wulff auftauchte. Die Reise soll von der Firma Zentis bezahlt worden sein, wie eben auch die Freikarten, die Wulff bekommen hatte. Das Land Niedersachsen bemüht sich nun, wie es aussieht, weiteren Schaden vom Bundespräsidenten zu nehmen und forderte eine Rechnung von Zentis, um die Reise zu bezahlen. Dann ist da noch das gesponserte Diensthandy, wo aber sämtliche Rechnungen bezahlt worden sein sollen.
Wenn man das hört, fragt man sich doch, ob da nicht langsam eine absichtliche Kampagne gegen Wulff geschaltet wird. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass auch andere Politiker Dinge geschenkt oder aber auch Vergünstigungen bei Reisen bekommen. Das erfahren wir doch alles nicht. Das soll jetzt aber nicht heissen, dass ich es nicht richtig finde, was da jetzt mit Wulff geschieht. Ehrlich gesagt, warte ich nur auf den Tag, wo er zurücktreten wird. Aber das wird nicht geschehen. Und so wie es aussieht, hat das auch einen guten Grund, warum Wulff an seinem Bundespräsidentenstuhl klebt. Wenn er zurücktritt, käme er sehr wahrscheinlich nicht in den Genuss des Ehrensolds, dass Bundespräsidenten nach ihrer Amtszeit erhalten. Das wäre doch wirklich ein plausibler Grund, warum Wulff immer noch in Amt und Würden ist.
Damit müssen wir wohl leben, auch wenn ich es absolut nicht verstehen kann. Aber Geld regiert die Welt und Geld hat man zu haben, egal aus welcher Quelle, zudem ist es nie verkehrt Geld zu bekommen, um nicht weiter aufs Geld achten zu müssen. Verrückt. Und nun wieder mein bekanntes Sprüchlein: Im Übrigen bin ich dafür, dass Bundespräsident Wulff wegen der Geldaffäre zurücktreten muss.

 

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Wetten, dass die Sendung nicht mehr wiederkommen wird?


Heute läuft die erst einmal letzte Ausgabe von „Wetten, dass..?“. Ich vermute, dass es die letzte Ausgabe schlechthin sein wird und die Sendung nicht mehr wiederkommt. Wer soll denn schon nach Gottschalk kommen? Ich wüsste niemanden, denn Hape Kerkeling will es nicht machen. Wie er es schon 1992 nicht machen wollte, als Gottschalk die Show abgab. Da wurde dann Wolfgang Lippert als Ersatz für Gottschalk gefunden. Allerdings kein vollwertiger, weshalb die Sendung nicht mehr sehr in der Gunst der Zuschauer lag, weshalb 1994 Gottschalk zurückkehrte. Und nun steht das ZDF wieder vor diesem Problem. Die aussichtsreichsten Kandidaten lehnen ab, wie Kerkeling, Anke Engelke (ist nicht schade drum), Bastian Pastewka (würde nicht passen), Barbara Schöneberger (zum Glück), Pilawa (das beste, was er jemals gemacht hat) und ich weiss nicht wer sonst noch auf der Liste stand. Jetzt sind auf einmal Lanz und Kerner im Gespräch. Zwei Moderatoren, die nicht gerade für ihre Spontanität und Witzigkeit bekannt sind. Hat jemand von Lanz schon einmal einen Scherz gehört, der so ganz nebenbei lief. Das kann der doch überhaupt nicht. Allein seine Talkshow ist schon schlimm genug, weshalb ich immer wegschalte, wenn der irgendwo auftaucht. Solche Langweiler sind gar nichts. Soll es Frank Elsner doch wieder machen. Oder wie wäre es mit Cherno Jobatey? Der soll zwar irgendwie problematisch sein, habe ich gehört, aber der hat Verstehen Sie Spass? schon moderiert, also wird er das wohl auch hinkriegen. Und irgendwie witzig kann er auch sein. Ansonsten empfehle ich immer noch Sylvie van der Vaart. Wer Let’s Dance moderieren kann, kann das erst recht. Das sollte mal wirklich genau überlegt werden. Und besser als Michelle Hunziker sieht sie sowieso aus. Das ZDF hat über 300 Bewerbungen bekommen. Die meisten wurden als nicht ernsthaft abgetan. Jeder Hans und Franz dachte wohl plötzlich, er könne der neue Gottschalk werden. Ernsthafte Bewerbungen waren vielleicht zehn dabei. Das sind nicht einmal zehn Prozent gewesen, aber wer will schon dreissig Bewerbungen durchgehen, ob da der geeignete Kandidat dabei ist? Und am Ende empfehle ich den ZDF noch ein Casting. Allerdings geht es da ja auch nicht am Ende um können, denn oftmals wird ja so entschieden, wer einem sympathischer ist. Ich jedenfalls bin, genauso wie Alfred Biolek oder Bastian Pastweka, dafür, dass die Sendung eingestellt wird. Es sind dreissig Jahre gewesen und das ist jetzt genug. Fertig, Ende, aus. Am Ende war es doch eh nichts mehr, als ein Sofa mit Menschen, die irgendwelche Sachen gefragt wurden und zwischendurch mit Musik oder Wetten unterbrochen wurden. Wie wird Wetten, dass..? noch einmal genannt? Die längste Dauerwerbesendung, die es je im Abendprogramm gab. Ja, so ist es wirklich.

Habe ich letzte Woche nicht noch so über die Supermärkte geschimpft, die nur die alten Ü-Eier haben? Tja, ich muss mich jetzt korrigieren, denn nun gibt es wirklich überall die Stinker zu kaufen. Das freut mich natürlich, aber momentan habe ich meine Weihnachtseier. Die kann man auch wunderbar an einen Tannenbaum hängen. Aber ohne Inhalt, sonst brechen noch die Zweige ab. Aber dennoch habe ich mir ein paar Ü-Eier gegönnt. Vor allem will ich Puzzle abstauben. Mein neues Beschäftigungsfeld. Dürfte ja nicht so schwer sein. Und vielleicht ist auch mal ein Porsche dabei. Wackelbilder habe ich von denen schon.

Hoffenheim hat gestern schon wieder verloren. Ich frage mich so langsam, ob sie diesen Pezzazioli – oder wie er auch immer geschrieben wird – nicht hätten behalten sollen, denn schlechter als unter Stanislawski war die Mannschaft bei ihm auch nicht. Aber habe ich nicht gesagt, dass ein Verein sich ein Bein stellt, wenn er Stanislawski holt? Ja, ich habe es gesagt. Zwar ist Pascals Vorhersage, dass er nicht länger als bis Oktober machen würde, nicht eingetreten, aber ich frage mich, ob er denn die Winterpause übersteht. Wenn selbst Hopp schon von Abstieg spricht. Da liegt wirklich einiges im Argen. Angeblich ist Stanislawski von St. Pauli weggegangen, damit er irgendwann den HSV trainieren kann. Ich sage es mal so: Ein echter St. Paulianer würde niemals zum HSV wechseln. Eher umgekehrt. Das ist genauso wie mit 1860 und Bayern oder Werder und dem HSV. Wenn man bei dem einen Verein spielt, wechselt man garantiert nicht zum Feind. Aber so ist das ewige Talent nun einmal. Er wird in der Versenkung verschwinden. Schneller, als er es glaubt. St. pauli kann froh sein, dass er nicht mehr da ist. Vielleicht werden sie es irgendwann erkennen, so jedenfalls Pascals Hoffnung.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 3. Dezember 2011 in Fernsehen, Film, Fußball, Kultur, Musik, Real life, Schauspieler, Serien, Sport

 

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Let them talk


Irgendwie bin ich, durch welchen Umstand auch immer, in den Besitz der CD „Let them Back“ von Hugh Laurie gekommen. Wollte in der Redaktion wohl keiner haben, wie es schien, denn sie liegt nun schon seit über eine Woche bei uns auf einem Schrank, wo alles hinkommt, was irgendwie niemand wirklich haben will bis sich jemand erbarmt und es nimmt oder es irgendwann weggeworfen wird.
Jetzt denken alle, ich sei Dr. House-Fan. Dabei habe ich die Serie noch nie gesehen. Ich kenne Hugh Laurie nur von „Black Adder“ her und damals wusste ich gar nicht, wer das eigentlich ist. So sieht’s aus.
Von den fünfzehn Lieder gefallen mir gerade mal drei, aber das mag nichts heissen, denn mehr als drei Lieder habe ich noch nie von einer Musik-CD gemocht. Den Soundtrack von „Wasser für die Elefanten“ habe ich auch abgestaubt. Wenn man den hört, glaubt man wirklich, in einem Zirkus zu sein. Es ist wirklich so, als wäre das die typische Zirkusmusik. Allerdings sind fast alle Lieder ein wenig traurig, beginnt beim ersten und hört beim letzten dann auch auf.
Wer übrigens den Film noch nicht gesehen hat und eventuell noch überlegt, ob er/sie zwischen Film und Buch entscheiden soll, dem empfehle ich eindeutig den Film. Denn der ist logischer als das Buch, das ich nun endlich gelesen habe. Gibt da eine Unstimmigkeit, die kein Übersetzungsfehler ist, sondern auch im englischen Original vorkommt. Das wird aus einer Eisenstange ein Holzpflok, oder umgekehrt. Jedenfalls erinnerte mich das doch ziemlich an Kafka. Der hat bei „Der Prozess“ irgendwann auch nicht mehr gewusst, was er eigentlich geschrieben hat. Da wurde kurzerhand ein Onkel umbenannt. Egal, Kafka ist eh nicht mein Fall. Tauchte der eigentlich nicht in einer der Folgen von „Young Indy“ auf? Glaube mich da an eine kurze Szene zu erinnern, die ich irgendwo mal gesehen habe.

Von Libyen hört man mal wieder was. Sind zwar nur Gerüchte, aber in denen steckt ja oft ein wenig Wahrheit. So soll sich Gaddafi auf der Flucht befinden. Nach Italien kann er nicht, nach Frankreich auch nicht. Beide Präsidenten haben ihm die Freundschaft gekündigt. – Wobei Berlusconi nicht wirklich Präsident ist, aber Regierungschef. – Ausserdem plagen Italien wie Frankreich Geldsorgen. Sie wollen unbedingt die Euro-Bonds haben, von denen ich nicht so ganz verstehe, was sie eigentlich zu bedeuten haben, aber ich weiss, das sie alle Länder ins Verderben reissen können. Deshalb rate ich davon auch dringendst ab. Wer weiss, wen das wieder interessiert. Aber zurück zu Gaddafi. Er ist nun auf der Flucht, weil ihn niemand mehr lieb hat von seinen „Untertanen“. Ich frage mich hingegen, ob er überhaupt noch lebt. Wann haben wir ihn das letzte Mal gesehen? Selbst da sah er schon nicht mehr nach sich selbst aus, sondern eher wie ein Doppelgänger. Wirkte wie eine Marionette. Wissen wir denn, ob bin Laden wirklich erst von den USA getötet wurde oder bereits tot war oder aber vielleicht immer noch lebt? Wie die alles um seinen Tod verschleiern, finde ich höchst verdächtig. Vielleicht haben sie ihn gar nicht umgebracht, sondern sagen es nur, weil sie nicht wollen, dass seine Anhänger ihn befreien. Möglich ist alles.

Die Bundesliga ist wieder äusserst seltsam. Tabellenführer ist Gladbach, gefolgt von Hannover. Danach folgt leider Bayern, weil der HSV nicht in der Lage ist, sich zu finden. In der Mannschaft hat es noch nie gestimmt. Und Hoffenheim hat momentan wirklich mehr Glück als Verstand, aber lange muss das nicht anhalten. Gucke man sich doch mal den FC. St. Pauli an, den vorherigen Verein von Holger Stanislawsi, der sich jetzt übrigens so ein Teppichteil auf den Kopf geklebt hat. Sieht jedenfalls so aus. Die standen in der ersten Hälfte der vorherigen Saison gar nicht schlecht, bis zum Sieg gegen den HSV waren sie eines der besten Rückrundenteams. Und dann kam der Fluch des HSV, den es auch als Bayernfluch gibt. Gewinnt St. Pauli gegen einen der beiden Vereine, verlieren sie alle nachfolgenden Spiele und steigen ab. So ist es immer gewesen. Keine Ahnung, was das zu bedeuten hat. Aber worauf ich hinauswill. Anfangs dachte da auch niemand, dass nie noch absteigen würden. Und genauso könnte es Hoffenheim ergehen. Man gucke sich mal jetzt Gladbach an, letzte Saison vom 18. Platz sich auf den Relegationsplatz hochgekämpft, jetzt Tabellenführer. Das nennt sich Teamgeist. Und den besitzt der HSV nicht. Gut, da spielen jetzt schon mehr Deutsche als in den letzten Spielzeiten zusammen, aber dennoch wird immer noch kein Wert auf die eigene Jugend gelegt. Der HSV erkennt einfach keine Talente. Siehe Oliver Bierhoff, siehe Alexander Meier, der übrigens vom FC. St. Pauli kam und nun bei Eintracht Frankfurt immer für ein Tor gut ist.
St. Pauli könnte es heute wieder schaffen, auf den ersten Tabellenplatz zurückzukehren. Jenalas Ersatzelefant, das grosse Rüsselorakel, hat auf einen Sieg von St. Pauli getippt. Mal sehen, ob der Ködelriecher recht behält.

Hat jemand mal in „Die Alm“ reingeguckt? Ich nur durch Zufall am Samstag, als gerade alle Teilnehmer so langsam eintrudelten. Interessant fand ich es nun überhaupt nicht, aber vielleicht muss sich das noch eintrudeln. Und ich habe nicht wirklich vor, es mir weiter anzusehen. Irgendwie habe ich daran keinen Spass.

 

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Komplott oder Wahrheit?


Wusste gar nicht, dass WordPress auch fünf Sekunden-Umfragen macht. Und im Gegensatz zu gewissen Umfragen von Leuten auf der Strasse oder am Kontoauszugsdrucker an der Bank, habe ich das hier mal nicht weggeklickt. Vielleicht auch deshalb, weil einem ein wenig weisgemacht wird, es sei irgendwie eine Ehre, dass man bei dieser kleinen Umfrage mitmachen darf. Empfehle ich WordPress weiter? Ja, durchaus.

Dann bin ich erfreut darüber, dass mein vorheriger Post sogar jemandem gefällt. Ist die erste Bewertung und von mir aus können gerne noch mehr folgen. Dagegen habe ich wirklich nichts. Im Übrigen ist der Mai sowieso ein sehr schöner Monat. So viele Besucher wie sonst seit November nicht mehr. So könnte es weitergehen. Vor allem gibt es mir ein wenig Bestätigung, dass es besser ist, sich seine eigenen Gedanken über das Weltgeschehen zu machen, als immer nur von sich und seinem Leben zu reden. Da kann man dann auch Tagebuch für sich alleine führen.

Gestern morgen hiess es noch, der IWF-Chef Strauss-Kahn habe ein Alibi. Doch jetzt scheint das ganz anders auszusehen. Denn auf einmal will sein Anwalt darauf plädieren, dass es einvernehmlich geschehen wäre und sich nicht um sexuelle Belästigung und eine Vergewaltigung handle. Also entweder man ist tatsächlich unschuldig oder man ist schuldig. Und wenn man schuldig ist, sollte man auch die Konsequenzen tragen, denn man wusste ja, was dass das, was man getan hat, nicht rechtens war.
In Frankreich glauben sie immer noch an ein Komplott. Ich war auch bis gestern Abend felsenfest davon überzeugt, bis ich davon gehört habe, wie die Strategie des Anwalts lautet.
Strauss-Kahn wird besonders streng überwacht wegen verstärkter Selbstmordgefahr. Schikane oder stimmt es wirklich? Man wird da einfach nicht schlau draus. Deshalb kann ich auch verstehen, dass die Mehrheit der Franzosen an einen Komplott glaubt, vor allem im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr. Strauss-Kahn soll ein ernstzunehmender Gegner gewesen sein. Und Sarkozy gibt seine erlangte Macht bekanntlich nicht gerne ab, da geht es ihm nicht anders als Berlusconi. Also, warum sollte Sarkozy daran nicht gedreht haben? Wobei er es irgendwie wohl auch nciht nötig zu haben scheint, aber vielleicht will er jetzt auch nur ablenken. Warum sonst wird gerade jetzt verkündet, dass seine Frau schwanger sei? Kluger Schachzug, nenne ich das.
Warten wir aber erst einmal die DNA-Analyse ab, ob sich dann herausstellt, dass es wirklich die von Strauss-Kahn ist.
Und wenden wir uns dem Prozess Kachelmann zu. Ihm können bis zu fünf Jahre drohen. Soll man da auch an eine Verschwörung glauben? Nein, ich glaube nicht dran, dafür ist der mir einfach zu suspekt. Was auch immer herauskommen mag, im deutschen Fernsehen kann er in den nächsten jahren erst einmal nicht auftreten. Will er aber auch gar nicht. Lou van Burg ist ja auch nicht mehr als Moderator genommen worden.

Mit den Kernkraftwerken sind die die Politiker auch nicht einige. Markus Söder will Isar 1 ausgeschaltet lassen. Norbert Röttgen redet von irgendwelchen sieben KKWs, die nicht mehr wieder ans Netz sollen. Aber welche sind das denn nun genau und wie wird dann der ganze Strom gewonnen? Mit Windenergie? Diese schönen Windparks, die die Menschen in ihrer näheren Umgebung gar nicht haben wollen und dagegen protestieren? Aber wie dann den Strom herstellen? Ach ja, kaufen wir ihn aus Tschechien und Frankreich doch einfach zu. Öko ist der Strom aber garantiert nicht. Genauso wie ich nicht weiss, was vor Strom aus meiner Steckdose kommt, auch wenn ich bei einem Öko-Stromanbieter bin. Das kann konventioneller Strom sein, denn es wird das in die Leitungen gespeist, was gerade da ist. So sieht es nun mal aus.

Meine Arbeitskollegin ist wegen der Gebäudebefragung des Zensus nun beruhigt. Sie braucht keine Geldstrafe fürchten. Das wollte ihr ja eine der gerade soeben gewordenen Redakteurinnen weismachen. Aber die besagte übertreibt mit ihren Sachen auch immer. Jedenfalls bekommt wirklich nur einer so eine Aufforderung, falls dann doch ein zweiter Fragebogen kommen sollte, muss da nur eine Frage beantwortet werden und fertig. Kann man auf der Homepage des Zensus2011 auch nachlesen, weshalb ich es hier nicht ausführlich erklären werde.

Dafür eine wunderbare Nachricht von Lei. Sie ist ganz aus dem Häuschen, wie ich sie am Telefon noch nie erlebt habe. Sie ist überglücklich. Aber worüber eigentlich, werden nun einige fragen? Ach ja, ich vergass es zu erwähnen. Leis Sorgenkind, die Birne im Garten, trägt endlich Früchte. Das sei seit zwanzig Jahren das erste Mal, wie Lei mir sagte. Sie habe bei dem Hausbesitzer nachgefragt, und der bestätigte ihr, dass eigentlich seit Mauerfall die Birne keine Früchte mehr getragen hat. Acht Früchte sollen es sein. Und zu Leis aller Freude hat die Birne auch noch keinen Gitterrost. Das ist, glaube ich, Leis größte Freude, denn das ärgerte sie immer. Und es zeigt sich, dass sie Recht gehabt hatte, als sie vor ein paar Jahren eine zweite Birne gekauft hat. Denn eine Birne kann nur Früchte tragen, wenn noch eine andere Birne in der Nähe steht. Muss man nicht verstehen, aber anscheinend stimmt das dennoch. Lei träumt schon von schönen Birnen. Ich frage mich hingegen, ob die überhaupt heranreifen werden, denn wie ich den netten Nachbarn kenne, wird er vor lauter Neid wieder die Früchte vom Baum schlagen. Aber der schreckt ja nicht einmal davor zurück, Vogelnester zu zerstören. Finde es ganz richtig, dass Lei ihm nun einen Blog widmet. Denn nur so kann man darauf aufmerksam machen, was das für ein Heerführer ist. Vermutlich macht er so was ähnliches gewiss auch über Steve, Lei & Co. Ich habe es damals nicht gefunden, aber wenn ich länger und ausführlicher suchen würde, würde ich gewiss fündig werden. Aber dafür suche ich im Internet gerade meine Vorfahren. Habe ja sonst nichts zu tun, wenn mal wieder tote Hose in der Redaktion herrscht und niemand weiss, was er machen soll.

Hat irgend jemand gelesen, was der neue Trainer von Hoffenheim, Holger Stanislawski, von sich gegeben hat? Ich wurde das Gefühl nicht los, dass der total betrunken gewesen sei. Wie der geredet hat, man glaubt es nicht.
Aber Jonas, Jenalas Cousin, gibt ihm ja höchstens bis Weihnachten bei Hoffenheim, dann ist er wieder weg und verschwindet in der Versenkung. Aus derselbigen ist übrigens ein anderer gekommen, mit dem ich gar nicht mehr gerechnet hatte: Thomas Doll. Ihn gibt es also doch noch. Und nun soll er Frankfurt wieder in die erste Liga führen. Ob er das schafft? Ehrlich gesagt ist Thomas Doll so jemand wie Holger Stanislawski. Wobei Stanislawski nur noch schlimmer ist. Jonas kann ja immer noch nicht verstehen, warum St. Pauli um ihn so ein Theater gemacht hat. Ihn bald beim letzten Heimspiel huldigte wie einen Gott. Dabei sei er doch Schuld daran, dass der Verein wieder abgestiegen ist. Denn nur durch seine „Unfähigkeit“ (O-Ton Jonas) ist St. Pauli abgestiegen. Wie er als aktiver Spieler es zu nichts gebracht hatte, so brachte er es auch zu nichts als Trainer, ausser Jahrgangsbester beim Trainerschein, aber da hat Jonas auch seine eigene Meinung, wie es dazu gekommen ist. Deshalb auch nur eine Frist von Jonas für knapp ein halbes Jahr bei Hoffenheim.
Ich glaube übrigens auch nicht, dass Stanislawski dort länger machen wird. Der wird dort regelrecht untergehen, da gebe ich Jonas recht. Mit einem, eigentlich sogar zwei Dingen, hatte Jonas recht: Erstens, dass St. Pauli genau so eine Saison hinlegt wie 2001/02. Damals wurden sie auch letzter und stiegen schnurstraks in die damalige Regionalliga – heute Dritte Liga – ab. Und zweites, dass sie nach dem Sieg gegen den HSV kein einziges Spiel mehr gewinnen konnten. In der Saison 2001/02 war es übrigens der Bayern-Fluch. Denn es soll laut Jonas nur zwei Vereine geben, wo sich der Fluch des ewigen Verlierers erfüllt, wenn gegen Bayern oder den HSV gewonnen wird. Ja, ja, mal sehen, wann St. Pauli wieder aufsteigen wird. Und jetzt ist erst einmal Augsburg in der ersten Liga. Das wird was werden, obwohl ich nicht daran glaube, dass sie mehr als eine Saison überstehen werden. Aber mal sehen…

Jenalas Ersatzelefant lädt nächsten Monat zur grossen Feier ein. Denn am 08. Juni wird sie 45 Jahre im Hamburger Zoo leben. Und so was muss schliesslich gefeiert werden, wo doch ihr fünfzigster Geburtstag im nächsten Jahr wegen der beiden neuen Jungtiere untergehen wird.
Jenalas Ersatzelefant namens Mala wünscht sich ein paar schöne Leckereien (Obst, Gemüse und leckere Erdnüsse), ausserdem hofft sie, dass sie auch eine schöne Quarksahnetorte bekommt, wie Kandy (eine Halbstarke) sie immer an ihren Geburtstagen erhält. Kommen darf wer will, um ihr zu gratulieren. Nur „Faltenmonster“ Mogli ist eine elephas non grata – ein unerwünschter Elefant – sie soll bleiben, wo der Ködelhaufen steht.
Es ist doch immer wieder köstlich, was Jenala so in den Mund ihres Ersatzelefanten legt. Zu komisch aber auch. Besonders immer diese Feindschaft zwischen Mala und Mogli. Da gibt es vielleicht Schimpfworte, das glaubt man gar nicht.

 
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Verfasst von - 18. Mai 2011 in Blog, Elefant, Fußball, Real life, Sport, Technik, Tiere, Zoo

 

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Zensus 2011 – Nichts als die Wahrheit?


Heute ist der Tag der Tage: Heute ist Stichtag für den Zensus 2011.
Morgen werden die Sachen für die Gebäudebefragung in der Post liegen. Da werden alle Besitzer gefragt, also auch der nette Nachbarn von nebenan. Die Haushaltsbefragung schliesslich muss nur von einigen ausgewählten Personen beantwortet werden, wie mir. Dazu wird irgendwo ein Schnösel kommen und mich befragen wollen. Doch der kann noch so sehr behaupten, dass ich das mit ihm auszufüllen habe. Das brauche ich nicht. Ich kan die Zettel an mich nehmen, ihm oder ihr einen schönen Tag wünschen und die Fragen online beantworten. Das kostet mich keinen Cent, ausser die IP-Adresse meines Rechners, weshalb ich das flugs in der Redaktion erledigen sollte. Dafür werden alle Verständnis haben. Aber was die alles wissen wollen. Habe ja schon mal davon berichtet. Am besten, man lässt sich, nur mit einer Unterhose bekleidet, ablichten. Denn genauso ist der Fragebogen. Man zieht sich aus bis auf die Haut. Ich habe weder Facebook- noch sonstige Accounts, wo ich was über mich preisgebe. Da werde ich das da gerade machen. Also schnell irgendwas ankreuzen oder schreiben, was mir gefällt. Doch halt, darf ich falsche Angaben machen?
Wer falsche Angaben macht, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wie aber können die Auswerter dieser Fragebögen wissen, dass ich etwas falsches angegeben habe? Also ist es hier mit dem Datenschutz wohl doch nicht so weit her, auch wenn das gerne behauptet wird. Aber es ist doch klar, dass Ding hat eine Nummer, die ist mir direkt irgendwie zugestellt. Und aufgrund dieser Nummer können sie die Daten von mir mit meinen Daten vom Amt vergleichen.
Was ist aber, wenn die jetzt Fehler bei mir finden sollten? Könnte ich dann nicht behaupten, ich hätte mich verklickt und das nicht bemerkt. Denn wissenschaftlich erwiesen ist schließlich, dass der Mensch am PC viel oberflächlicher liest. Also habe ich das eben nicht gemerkt. Jawohl, darauf werde ich mich beziehen. Geht die doch nichts an, welcher Religion ich angehöre, ob katholisch oder evangelisch oder sonst was. Für die Befragung bin ich strenger Atheist, gerade im Urlaub und auch sonst nicht da. Außerdem gelte ich wohl irgendwie auch als Zuwanderer. Schließlich bin ich weder hier geboren, noch die ersten Jahre zur Schule gegangen. Eigentlich waren es die letzten fünf Jahre. Die werden meinen Bericht garantiert verdächtig finden. Denn meine Eltern sind nicht zugewandert, nur ich bin es. Oder bin ich dann nicht zugewandert? Keine Ahnung, also weiss ich nicht, was ich da nur hinschreibe oder ankreuze.
Ich lasse mir von der EU und auch erst recht nicht von der Bundesrepublik Deutschland vorschreiben, was ich da zu beantworten habe.
Jenalas Cousin hat vor wenigen Wochen von der Finanzbehörde seiner  Stadt einen Fragebogen bekommen, wo er sich über sein Internetverhalten bezüglich der Behörden äussern sollte. Erst hielt er es für die Aufforderung zu einer Steuererklärung und dann für eine Spionieraktion von ein paar Nachbarn. Die reden nämlich über ihn und vermuten, dass er arbeitslos sei. Jenala fand den Verdacht berechtigt, schliesslich arbeiten die Nachbarn bei der Finanzbehörde. Bloss haben sie bei Jenalas Cousin gerade den falschen ausgewählt. Der geht nur ins Internet, wenn er muss – zwecks Uni -, mit der Behörde hatte er bis auf Ausweis- und Passverlängerung noch nie zu tun, und auch sonst beantwortet er solche Fragen nicht. Da er nicht erkennen konnte, ob der Fragebogen verpflichtend sei, hat er ihn in den Müll geschmissen. Amüsant fand er ja noch, dass es angeblich anonym sei, aber man könne bei einem Gewinnspiel mitmachen. Was nützt einem der anonyme Fragenbogen, wenn direkt dabei ein Bogen liegt, wo Name und Adresse vermerkt ist. Ausserdem soll im Schreiben gestanden haben, dass sich der Fragebogen vor allem an Menschen jenseits der fünfzig richten würde. Und so weit ich weiss, ist Jenalas Cousin noch nicht einmal halb so alt.

Und wo ich gerade bei Jenalas Cousin bin. Jonas, ist bekanntlich ein Fan des FC St. Pauli. Da schmerzte ihn die Klatsche vom Samstag gegen die Bayern besonders: 1:8, wahrscheinlich die höchste Niederlage des Vereins, oder geht es noch schlimmer? Jonas hat ja schon das letzte Mal, als ich Jenala besucht habe, gesagt, dass St. Pauli genauso enden werde wie anno 2002. Ich war damals skeptisch, aber jetzt muss ich ihm völlig recht geben. Habe ein wenig recherchiert und herausgefunden, dass St. Pauli in der Saison 2001/02 sang- und klanglos auf Platz 18 nach einer Saison in der Ersten Liga abgestiegen ist. Danach gab es einen Durchmarsch in die damalige Regionalliga – was heute die Dritte Liga wäre. Aber bei dem jetzigen Trainer sei das auch kein Wunder. Schliesslich würde die Mannschaft so spielen, wie er gespielt hat. – Habe ich schon mal erzählt. – Holger Stanislawski galt in den Achtziger Jahren als grosses Talent in Hamburg und soll in jeder Hamburger Auswahl mitgespielt haben, im Gegensatz zu Stefan Effenberg. Allerdings war letztgenannter ehrgeiziger. Und so kann man sagen, dass Stanislawski seit 1985 nichts dazugelernt hat und ein ewiges Talent blieb. Deshalb gibt ihm Jonas auch nur bis Dezember bei Hoffenheim. Dann wird er in der Versenkung verschwinden. Mitsamt Co-Trainer und Putzfrau.
Aber 1:8 ist vielleicht eine Klatsche. Ich habe in der Sportschau das Spiel gesehen. Da hätte genauso gut der Torwart – Kessler – auch ganz alleine auf dem Spielfeld stehen können. Die Mannschaft ist so was von vorgeführt worden. Und Bayern ist jetzt tatsächlich dritter und peilen nun auch noch den zweiten Tabellenplatz an. Hannover hat ja leider verloren. Warum nur haben die Bayern immer mehr Glück als Verstand?

Bei Osama bin Laden sind ja Videos von ihm gefunden worden. Da wurden wohl nun welche veröffentlicht. Jedenfalls sieht bin Laden auf den Videos aus wie ein alter Mann. Gut, je länger man ihn nach dem 11. September sah, da schien er immer mehr zu altern. Aber dennoch glaube ich immer noch nicht, dass bin Laden tot ist. Traf beim Einkaufen einen Afghanen, der auch nicht daran glaubt, dass bin Laden tot ist. Aber so lange die USA dieses „Erfolgserlebnis“ feiert, sollte man nichts weiter darüber sagen. Oder können wir das Gegenteil beweisen? Leider nein.

Und zum Schluss noch eine wunderschöne Nachricht. Hier im Münchener Tierpark Hellabrunn ist am Freitagabend ein kleiner Elefantenbulle zur Welt gekommen. Zwar nur ein Bulle, aber immerhin scheint das Kälbchen gesund und munter zu sein. Das freut mich natürlich. Nächstes Jahr wird es ein Doppelpack in Hamburg geben sowie einmal in Leipzig. Wegen des Doppelpacks wird Jenalas Ersatzelefant sehr wahrscheinlich seinen fünfzigsten Geburtstag auf dieses Jahr verlegen, damit ihr nicht die Show gestolen wird, wie sie ausrichten lässt. Nächsten Monat feiert sie erst einmal 45 Jahre Ankunft in Hamburg. Erdnüsse und süsse Äpfel wünscht sie sich zu ihrem grossen Fest. Und eine dicke Sahne-Quarktorte.

 

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