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Nach uns die Sintflut! – Wie der Staat sich selbst ruiniert


Während im Süden die Aufräumarbeiten nach der Flut begonnen haben bzw. bereits abgeschlossen sind, haben der Osten und der Norden Deutschland noch mit den Hochwassermassen zu kämpfen. Deichbrüche sind zwar nicht die Regel, aber auch keine Ausnahme. In Fischbek wird nun versucht, durch das gezielte versenken zweier Schiffe, den Wassermassen beim gebrochenen Deich Einhalt zu gebieten.
Das Versenken von Schiffen erinnert mich an die Zeit vor der Industrialisierung, doch wir haben das 21. Jahrhundert. Schiffe wurden allerdings meist versenkt, wenn feindliche Schiffe nicht eine Bucht passieren sollten, um die dort befindliche Stadt anzugreifen. Ansonsten wurde immer bei Bränden Schadensbegrenzung betrieben, indem Häuser gesprengt wurden. Meist hat es nicht viel gebracht, aber der Versuch war es wert. Wie es mit den Schiffen ist? Vielleicht wird es was bringen, vielleicht ist es auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Schlimmer kann es kaum noch werden. Überschwemmt ist bereits alles. Allerdings könnte der Deich an der Bruchstelle weiter brechen. Noch mehr Wasser sucht sich einen Ausweg und die Umgebung wird noch mehr unter Wasser gesetzt.
Was ist mit den Ausweichbecken, wo Wasser hin abgeleitet werden soll? Es wird ja nicht nur zwei geben. Anscheinend sind die vorhandenen wohl auch nicht genügend gewesen oder wieso ist das so schlimm geworden?
Erst hiess es, dass der Norden das Hochwasser nicht zu fürchten braucht, dann kommt es doch. Bei Fischbek bricht der Deich, Amt Neuhaus und Hitzacker haben wieder mit Hochwasser zu kämpfen, obwohl es zuvor Entwarnung gegeben hatte.
Momentan acht Milliarden (!) Euro sollen die Schäden der Flut betragen. Und wie will Deutschland das bezahlen? Tja, zurückgelegt worden ist nichts, also müssen wieder Schulden gemacht werden. Anleihen und ich weiss nicht was.
Was lernen wir daraus wieder? Von uns als Otto Normalverbraucher (Figur aus dem Film „Berliner Ballade“) verlangt der Staat, dass wir Rücklagen für schwere Zeiten anlegen, aber selbst wird daran überhaupt nicht gedacht. Wieso denn auch? Deutschland steht bei den Rating-Agenturen gut da, bekommt Kredite mit sehr guten Konditionen, von denen wir nur träumen können. Also wieso Rücklagen bilden? Ach so, Schuldenabbau. Ach was, das können die Generationen nach uns tun. Ganz im Sinne von „Nach uns die Sintflut“.
Einen Staatsbankrott à la Griechenland brauchen wir nicht zu fürchten – noch nicht. Aber wenn der Staat so weiter macht, werden wir uns in spätestens fünfzig Jahren darüber Gedanken machen müssen. Glück für die, die zu dem Zeitpunkt sich bereits die Radieschen von unten ansehen.

Wo ich gerade von Toten spreche, möchte ich an den alten Pappsack erinnern. Bevor jemand fragt, um wen es sich handelt: Es meine den Hamburger Elefantenbullen Hussein, der genau vor einem Jahr kurz vor dem Verladen sich hinlegte und starb.
Als Todesursache wurde Herz-Kreislauf-Versagen festgestellt. Wobei man sagen muss, dass das ein ziemlich unbefriedigendes Ergebnis ist. Denn im Grunde genommen, wo wurde es verlautbart, konnte die tatsächliche Todesursache nicht ermittelt werden. Irgendwie wurde alles ausgeschlossen, was einen Schatten werfen könnte, aber dennoch bleibt die Frage bestehen, was stand wirklich im Bericht? Diese vereinfachte Version, dass es alles und nichts gewesen sein könnte? Wenn man da den einen Zeitungsartikel des Abendblattes liest, könnte man sich schon seine eigene Meinung bilden. Das ist danach auch nirgendwo mehr erschienen, wenn ich richtig recherchiert habe.
Ein Jahr also ist es nun her, dass Elefantenbulle Hussein tot ist. Ob an ihn gedacht wird? Vielleicht. Ich weiss, dass ich an ihn denken musste, als ich Gajendra gegenüberstand und dieser sich ein Stück Holz zwischen den Stosszahn geklemmt hatte. Anderen wird es vielleicht auch so gehen oder ihnen kommt die Erinnerung, wenn sie vor dem Gehege stehen, dass er sich zwanzig Jahre lang mit Elefantendame Mala geteilt hat.
Frech war er gewesen, hat sich oft aufgedrängt, aber er war nie gemein gegenüber den Besuchern. Alles hat er sich allerdings nicht von ihnen gefallen lassen. Aber er wusste genau, wen er vor sich hatte, bei wem er was abstauben konnte und wieviel er sich erlaubten durfte.
Jonas hatte die verrückte Idee, einen Kranz vors Gehege zu legen: „In stillem Gedenken“. Gute Idee, wobei ich glaube, dass sein Mundwerk mal wieder grösser war als sein Mut. Jenalas Cousin sagt viel, wenn der Tag lang ist. Hätte auch eine Zeitungsanzeige schalten können. Wobei, da hätte er dann seinen Namen preisgeben müssen und das mag er nun gar nicht.

Gibt es eigentlich was Neues über Elefantendame Mala? Seit die Bundesligasaison vorüber ist, hat sie ja nicht mehr so viel zu tun, um als grosses Fussballorakel sich hervorzutun. So weit ich weiss, macht sie fleissig bei Vorführungen mit und würde angeblich ihrer Genossin Abends eine Banane in die Box werfen mit folgendem Kommentar: „Hier, eine Banane für dich, alte Pflaume.“ Na gut, ich geb’s zu, dass habe ich jetzt der Elefantin in den Mund gelegt. Bevor sie ihr Essen verschenkt, muss noch viel passieren.
Der Pairi Daiza sucht unterdessen nach einer Hamburgerin (?) namens Elisabeth, die Mala zu ihrem 49. Geburtstag – also eigentlich ist der 08. Juni der Ankunftstag der Elefantendame in Hamburg gewesen, dieses Jahr wär’s der 47. gewesen – eine Karte geschrieben hat.
Eins kann ich auf alle Fälle sagen: Jenala hat diese Karte nicht geschrieben! Weder ist es ihre Schrift noch hätte sie solch ein krudes Kauderwelsch (nicht beleidigend gemeint) geschrieben. Denn Jenala ist eine Poetin. Eher hätte sie Mala eine selbstgestaltete Karte geschickt mit einem schönen Gedicht drin. Ausserdem hätte sie nicht von Orangen, sondern von gekochten Kartoffeln gesprochen. Denn die Erdknollen liebt die Elefantin über alles. Kann man sogar in „Die Rollen des Seth“ nachlesen. Ausserdem hat Mala bekanntlich schon im letzten Jahr am 10., 11., 12 (10. November 2012) ihren fünfzigsten Geburtstag gefeiert. Steht auch in einem Roman mit derselben Hauptfigur, denn die Dickhäuterin hat dort eine immer wiederkehrende Rolle inne, selbst wenn nur von ihr gesprochen wird.
So ist die Elefantendame wieder einmal in aller Munde, was sie verdient hat. In letzter Zeit hat man nicht sehr viel von ihr zu sehen und zu hören bekommen. Aber was will man auch andauernd über sie schreiben? Heute wieder Vorführung mit Mala und old Rani, den beiden Webertantchen, so in etwa?
Aber man sieht, dass Mala ihre Fans hat und nicht vergessen ist. Wie mir Jonas erzählte, sollen seit Malas Weggang (oder wie man es auch immer nennen mag) einige nicht mehr wiedergekommen sein, also ist Jenala nicht die Ausnahme geblieben.
Die Mutter-Kind-Anlage ist leer und wenn ich mir aktuelle Bilder von Mala ansehe, werde ich das Gefühl nicht los, dass sie immer noch ihrem wahren Zuhause hinterher trauert. Warten wir ab, was in den nächsten Jahren passieren wird.

Zurück zu weit wichtigeren Themen.
In Istanbul wird weiter protestiert. Ich habe mich immer gefragt, wie es überhaupt zu den Protesten gekommen ist. Denn es muss schon viel passieren, dass sich dort so viele zusammenschliessen, um gemeinsam gegen etwas so lange zu protestieren und sich nicht entmutigen zu lassen. Bewunderswert ist übrigens, dass davon auch ausserhalb der Türkei Kenntnis von genommen wird. Vielleicht liegt es daran, dass es nicht mit dem umstrittenen Staudammprojekt zusammenhängt, wo Deutschland auch seine Finger drin gehabt hatte (oder noch hat?).
Begonnen hat alles mit einem Bauprojekt, das die Anwohner der Stadt Istanbul verhindern wollten. Daraus entwickelte sich am Ende eine Protestbewegung um Macht, Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Vor allem ist es eine Bewegung gegen die islamisch-konservative Regierung von Premier Erdogan.
Inzwischen hat Erdogan scheinbar eingelenkt, indem er bei einem Treffen mit Vertretern des Bündnisses gegen das Bauprojekt Zugeständnisse machte. So soll das Bauprojekt im Gezi-Park bis zu einem Gerichtsurteil ausgesetzt werden und danach die Istanbuler Bürger in einer Volksabstimmung befragt werden, was mit dem Bauprojekt werden soll. Irgendwie kann ich nicht glauben, dass am Ende das herauskommen wird, was sich die Mehrheit der Menschen in Istanbul wünscht. Erinnern wir uns mal an Stuttgart 21. Was ist denn da rausgekommen? Der Abstimmungszettel war so seltsam formuliert, dass viele das falsche ankreuzten und doch für den Bau des Bahnhofs stimmten. Irgend so eine Finte wird es in Istanbul auch geben. Warten wir es einfach ab.
Trotz des Einlenks von Erdogan werden die Proteste weitergehen, denn es geht um mehr als um das Bauprojekt, es geht um einen neutralen Staat, der sich vor einer schleichenden Islamisierung fürchtet. Mustafa Kemal Atatürk hatte dies bei der Staatsgründung so gewollt, den Staat und die Religion strikt getrennt. Nun sieht es so aus, als ob sein Nachfolger dies schleichend nach und nach auflösen will.

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Kommt der Terror auch zu uns oder ist er bereits da?


Die Angst geht wieder um: Die Angst vor einem Terroranschlag. Anlass dazu, war der Anschlag am Montag während des Boston-Marathons.
Nicht nur, dass es gerade während so einer Veranstaltung zu einem Bombenanschlag kam, ist perfide, sondern das es gerade an diesem Tag geschehen ist. Dazu muss ich nun ein klein wenig ausholen, weil es sonst niemand verstehen wird.
Der Boston-Marathon findet immer am dritten Montag im April statt, denn dieser Tag ist ein Feiertag: der Patriot’s day. Auf Deutsch also der Tag der Patrioten oder Patriotentag. Das heisst nichts anderes, als an diesem Tag die Liebe zum Vaterland gefeiert wird. Und gerade in den USA ist patriotisches Gehabe sehr wichtig. Wenn wir in Deutschland damit kämen, würden wir gleich in die braune Ecke gestellt werden. Aber in den USA ist man nun einmal patriotisch veranlagt. Da hiess es oft: Wer gegen den Irak-Krieg ist, der ist kein Patriot. Heutzutage wird der Satz wohl nicht mehr genannt werden.
Zurück zum Bombenanschlag in Boston.
Der Terroranschlag, als solcher wird er eingestuft, kam völlig unerwartet. Geradezu überrascht und geschockt war man, als die Bomben hochgingen. Wie schon 2001 waren die USA völlig unvorbereitet getroffen worden. Wie damals wusste man zwar von den Tätern, mochte sie vielleicht auch mal überprüft haben, aber man fand nichts.
Der ältere Attentäter der beiden Brüder, wurde vor wenigen Jahren extra überprüft, weil er sich so verändert hatte. Doch man konnte ihm nichts nachweisen, dass er ein radikaler Islamist war, in eines der Terrorlager wollte. Wenn man so was machen will, dann kriegt man das auch hin, ohne dass jemand davon etwas mitbekommt. Zweithandy unter falschem Namen, ich weiss nicht was, was man da noch alles machen kann. Nicht den eigenen PC benutzen beispielsweise, irgendwo ins öffentliche Internet gehen. Dazu mit einem Computer, den man ansonsten nie benutzt, der keine eigenen Daten enthält. Man sieht, es ist ganz leicht.
Der ältere der beiden Attentäter, ein Tschetschne, genauso wie sein Bruder, wurde bereits nach dem Bombenanschlag erschossen. Sein 19 Jahre alter Bruder befand sich auf der Flucht. Gestern war Boston wieder im Ausnahmezustand, denn Watertown war abgeriegelt worden, da dort der zweite Attentäter gesehen worden war. Eine Ausgangssperre wurde verhängt, das Handynetz lahmgelegt, Türen und Fenster mussten geschlossen gehalten werden. Immer mehr Polizisten und weitere bewaffnete Einheiten kamen nach Watertown. Endlos zäh schien die Zeit zu sein, die nicht verstreichen wollte. Und dann kam die Nachricht: Der zweite Attentäter ist gefasst. Verletzt, aber er lebt und kann Auskunft geben über den Bombenanschlag. Falls er Reden wird natürlich.
So könnte geklärt werden, ob wirklich nur die Brüder die Attentäter waren oder ob es noch einen dritten Komplizen gab. Vor allem müsste die Frage geklärt werden, ob die beiden Tschetschenen wirklich ganz allein dafür verantwortlich sind.
Dass der Patriot’s Day gewählt wurde, war äusserst schlau. Die USA wiegten sich in Sicherheit und dann passiert so was. Warten wir also ab, ob nicht noch am 04. Juli, dem Unabhängigkeitstag, etwas passieren wird. Vielleicht war dies nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird.
Vor allem stellt sich die Frage, ob nicht nur die USA betroffen sein werden und nicht vielleicht auch andere Länder wie Deutschland. Es wurden vor einigen Wochen Terrordrohungen gegen Deutschland ausgesprochen. Bis jetzt ist glücklicherweise nichts geschehen, aber wer weiss, was da noch alles kommen kann.
Dazu ein Ratschlag, jetzt bloss nicht in Panik verfallen. Passieren kann immer was und wenn man nur die Rolltreppe hinauffällt.
Nun kommt wieder die Debatte in Deutschland auf, ob denn nicht die Videoüberwachung weiter ausgeweitet werden soll. Denn die beiden US-Attentäter wurden nur deshalb so schnell enttarnt, weil sie auf Kameras gesichtet worden waren. Im Dies könnte auch in Deutschland nützlich sein, falls es hier zu einem Anschlag kommen sollte. Allerdings halte ich das für überzogen. Muss alles überwacht werden, nur damit man sich sicherer fühlt? Schon jetzt werden doch bereits Telefongespräche und Emails überwacht. Bei Schlüsselwörtern springt die Überwachung an. Ganz sicher wird auch dieser Text sorgsam unter die Lupe genommen, weil er einige Schlüsselwörter enthält. Ging ja auch gar nichts anders oder soll ich immer von einer „gefakten Kartoffel“ reden?

Letzte Woche berichtete ich darüber, dass Gajendra aus dem Leipziger Zoo nach Hamburg umziehen würde. Am Dienstag war es so weit. Der König der Elefanten lebt nun in der Hansestadt, wo er allerdings noch nicht „bewundert“ (das Wort wird eigentlich immer für Mala verwendet, irgendwie scheint das jemand für Gajendra in einem Artikel übernommen zu haben. Aber eigentlich ist das Wort ausschliesslich für Elefantendame Mala reserviert) werden kann. Der Dickhäuter soll sich erst einmal an seine neue Umgebung und vor allem an seine neuen Pfleger gewöhnen. Das kann schon ein wenig dauern. Aber falls er dann draussen sein sollte, werde ich Bescheid geben. Jonas macht das schon.
Wie es aussieht, ist Thisiam alias TBC-Bazille wieder positiv auf Tuberkulose getestet worden. Und da wurde sich endlich entschieden, ihn nicht zu nehmen. Hat lange gedauert, aber besser spät als nie, bevor es gänzlich zu spät ist.
Nun ist Gajendra da, was mich wirklich für ihn freut. Denn seit Januar 2011 stand er allein in Leipzig, kein direkter Kontakt zu den anderen Elefanten, da dies nicht gewünscht war. Gewünscht deshalb nicht, weil es in Leipzig bereits einen Zuchtbullen gibt und zweitens Gajendra dort auch gar nicht züchten sollte. Nun hatte das EEP entschieden, dass Gajendra nach Hamburg umziehen darf. Dort warten ja angeblich schon einige Zuchtkühe sehnsüchtig auf ihn. Wie eben so schön in den Zeitungsartikeln geschrieben wird. Dies sind kurz gesagt die Kühe: Indra, Kandy, Lai Sinh sowie Yashoda (wirkt reichlich ausgezehrt durch ihre Dauerammendienste) und Thura (da ist es fraglich, ob die Elefantenkuh nicht doch noch abgegeben wird, da sie nicht tragbar ist). Shila ist zwar nun sechs Jahre alt, aber meiner Meinung nach zu jung. Vor allem ist sie auch nicht gerade die grösste. Zwar steigt sie nun auch schon über den Zaun, um sich füttern zu lassen, aber das heisst noch lange nichts.
Ewig wird Gajendra in Hamburg nicht bleiben. Bereits Ende nächsten Jahres, also 2014, soll der Dickhäuter nach Hellabrunn zurückkehren. Dann ist nämlich aller Voraussicht nach das Elefantenhaus wieder in Ordnung. Jetzt herrscht dort eine grosse Baustelle. Und bis dahin, darf sich Gajendra in Hamburg vergnügen. Wollen wir mal hoffen, dass sein Aufenthalt dort von Erfolg gekrönt sein mag.
Dadurch, dass Thisiam nicht nach Hamburg kommen kann, weiss man nun nicht, wohin mit den beiden Jungbullen Shanti und Shahruhk. Diese sollten im Gegenzug nach Polen ins Thisiams Zoo kommen. Das ist nun hinfällig geworden und sie besetzten weiterhin die Mutter-Kind-Anlage.
Darüber ärgert sich besonders eine: Elefantendame Mala. Denn noch immer hofft sie, nach Hause zurückkehren zu dürfen. Zwar wird sie im Pairi Daiza genügend hofiert, wie sie es seit Jahrzehnten schon nicht mehr in ihrem Zuhause erleben durfte, dennoch ist sie weiterhin unglücklich mit ihrer Situation. Sie hat sich zwar arrangiert, aber dennoch sehnt sie sich nach Hause. Nach 46 Jahren an einem Ort grundsätzlich nachzuvollziehen.

Berichtete ich letzte Woche davon, dass Helen Dalibors Roman „Die Rollen des Seth“ auf Neobooks und Xinxii erhältlich ist, kann man sich den Roman nun auch endlich auf Amazon herunterladen. Suchkriterien: Die Rollen des Seth oder aber Helen Dalibor. Und schon ist man kurz davor, den Roman herunterladen zu können. Also nicht lange zögern, sondern sich schnell zu Amazon oder einem der weiteren Anbieter begeben. Der Roman ist jeden Cent wert. Ein Geheimtipp von mir, dem man ruhig vertrauen kann. Ich habe schon so viele Bücher gelesen, dass ich sagen kann, ob das Buch schlecht ist oder nicht. Dieses hier ist vorzüglich. Also lesen!

Dieser Artikel ist jetzt garantiert überprüft worden, weil er das Wort Anschlag und dazu das Wort Bombe enthält. Das könnte ja sonst was bedeuten, wenn beide Worte in einem Text auftauchen. Wie ich oben schon einmal erwähnte, kann man auch was über das Thema schreiben, ohne die Schlüsselworte überhaupt zu erwähnen.

 

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Die Gerechtigkeit siegt


Eine Nachricht, die mich wahrlich erfreut hat: Die Staatsanwalt Hannover hat gegen Christian Wulff Anklage wegen Bestechlichkeit erhoben. Nun leider die Ernüchterung. Bis es so weit ist, werden noch einige Monate vergehen und es bleibt fraglich, ob es überhaupt zu einer Verhandlung kommen wird. Denn erst einmal haben nun Wulffs Anwälte/Anwalt die Chance, ein Verteidigungschreiben, wie ich es mal so nenne, zu verfassen. Dann wird man sehen.
Wir erinnern uns, dass die Staatsanwaltschaft Hannover Wulff und David Groenewold einen Vergleich angeboten hat, damit es zu keinem Verfahren kommt. Da sollten beide eine fünfstellige Geldsumme zahlen. Im Grunde nicht schlecht, aber beide streben einen Freispruch an und nicht einen Freikauf. Also sind nun die Verfahren erhoben worden. Ob es dann wirklich zum Freispruch kommen wird? Wir werden es sehen. Ich glaube nicht so ganz daran, denn an Wulff soll ein Exempel statuiert werden. Da ich ihn nicht mag, finde ich das ganz in Ordnung.

Im Fall Nordkorea scheint sich endlich was zu tun. Aussenminister Kerry bat China um Mithilfe und diese reagierten prompt, indem sie zur nuklearen Abrüstung aufriefen. Bloss wird sich Nordkorea daran halten?
Im Grunde kann ich gar nicht verstehen, dass sich die Bevölkerung in Nordkorea sich das alles gefallen lässt. Die nagen da am Hungertuch, Kinder verhungern, aber die Regierung ist grössenwahnsinnig. Es erinnert mich wirklich an George Orwells Roman „1984“.
Abwarten, was geschehen wird.

Eine gute Nachricht für alle Stummfilmfreunde gibt es nicht nur am Dienstag auf Arte, wenn „Der Student von Prag“ aus dem Jahr 1913 läuft, sondern auch auf der Berlinale 2014. Dort wird die restaurierte Fassung von „Das Cabinet des Dr. Caligari“ laufen. Für mich kein interessanter Stummfilm, aber der Film schlechthin, wenn es um Expressionismus im Film geht. Da kann man genauso gut auch noch den Film „Von Morgens bis Mitternacht“ nennen. Auch einer der ersten ganz in schwarz-weiss gehaltenen Stummfilme. Denn die meisten Filme wurden zur damaligen Zeit noch viragiert, um Tag oder Nacht anzuzeigen.
Ich würde mich viel eher freuen, wenn endlich mal der Fritz Lang-Film „Harakiri“ auf DVD erscheint oder im Fernsehen gezeigt wird. Im Internet gibt es zwar eine Version zum herunterladen, allerdings ist die nicht nur grottig, sondern hat auch noch niederländische Zwischentitel. Also nix, was ich wirklich verstehe.

Und wo ich gerade vom Film „Harakiri“ geschrieben habe. Der ist bekanntlich im Tierpark Hagenbeck gedreht worden. Da gibt es nun einen Thriller, der in besagter zoologischer Einrichtung spielt. Der Name lautet „Die Rollen des Seth“. Es beginnt im Jahr 1912, wo ein junger Ägypter mit einem Familiengeheimnis und zwei mysteriösen Gegenständen in Hamburg ankommt. Er ist Mitglied der Völkerschau „Am Nil“, die im Stellinger Tierpark stattfindet. Dort befreundet er sich mit einem Tierpfleger und dem Enkel eines Kaufmanns. Gemeinsam versuchen sie gegen die bösen Mächte zu kämpfen, die in den Besitz der Gegenstände kommen wollen. Die Gegenstände bergen ein Geheimnis, dass die Weltordnung erschüttert, wenn es ans Licht kommt.
Knapp hundert Jahre später tauchen die Gegenstände dann wieder beim Abriss des Eismeeres im Tierpark auf. Eine junge Ägyptologin ersteigert diese und versucht hinter das Geheimnis des Inhalts zu kommen. Dabei stösst sie nicht nur auf ein Rätsel ihrer Familie, sondern auch auf eine Mumie, die einen Brief bei sich trägt, der in Hieroglyphen verfasst wurde. Als die Ägyptologin das Geheimnis der Rollen entschlüsselt, wird eine alte Bruderschaft auf sie aufmerksam. Als Isis Just die Gefahr erkennt, ist es beinahe zu spät…
So, war das nun spannend geschildert? Nicht, dann sollte man vielleicht eine andere lesen. Und das geht am besten auf neobooks.de und xinxii.de. Amazon wird nächste Woche folgen. Derweil bei neobooks oder xinxii einfach „Die Rollen des Seth“ in die Suchmaske eingeben. Der Preis beträgt 4,99 Euro, ist aber jeden Cent wert. Denn es geht nicht nur um Hatschepsut, Senenmut, Nofretete und Echnaton, sondern auch um die Geschichte des Stellinger Tierparks im Zeitraum von 1912 bis 1922.
Ein spannendes Stück Geschichte, das durch einen schlitzohrigen Elefanten aufgewertet wird. Welche Züge dieser Elefant unter anderem trägt? Ja, Elefantendame findet sich in der Dickhäuterin aus dem Roman wieder. Aber sie taucht auch höchstselbst mit ihrem nunmehr verstorbenen Artgenossen Hussein auf.
Wer es also nicht liest, ist selbst Schuld. Ich habe es probegelesen und kann sagen, dass es einer der besten Romane ist, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. Und das waren nicht wenige.
Bleibe ich noch einmal beim Stellinger Tierpark. Morgen vor 100 Jahren starb der Gründer des ersten gitterlosen Zoos der Welt: Carl Hagenbeck. Es blieb nicht der einzige Zoo, der so konzipiert wurde. Bereits zu seinen Lebzeiten hatte Carl Hagenbeck unter anderem den Zoo in Rom mit seinen künstlichen Felsbauten aufgebaut.
Kurz nach Eröffnung des Tierparks wurde Hagenbeck von anderen Zoo-Direktoren verlacht und als Tierhändler boykottiert. Denn der Tierpark diente immer noch dazu, Tiere unterzustellen und danach weiterzuverkaufen. Deshalb gab es bis 1937 auch noch kein Elefantengehege, sondern nur ein Haus, das sich bei der Dressurhalle befand. Denn die Dickhäuter wurden kurz nach ihrer Ankunft gleich weiter vermittelt. Ob dies bei allen Elefanten gemacht wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Denn schon damals wurden die grauen Riesen fürs Elefantenreiten genutzt.
Als Carl Hagenbeck starb, verfügte er, dass jeweils einer aus den Linien seiner beiden Söhne an der Doppelspitze steht. Auch ein Grund, weshalb es die heutigen Streitgkeiten und Kleinkindereien gibt, die momentan die Zeitungen beschäftigt.
Noch etwas Aktuelles: Es gibt Gerüchte, dass angeblich ein neuer Elefantenbulle ankommen würde. Allerdings handelt es sich nicht um TBC-Bazille Thisiam, sondern um den Hellabrunner Bullen Gajendra, der momentan in Leipzig untergestellt ist. Wenn das der Wahrheit entspricht, wäre das eine Sensation. Und wie ich Jenala kenne, wäre sie unglaublich erleichtert, denn Gajendra ist ein rundherum gesunder Bulle. Zwar gibt es Gerüche, dass der Hellabrunner Bestand unter Herpes-Verdacht steht, allerdings stimmt das nicht. Es gibt zwar eine Kuh, die aus einem Herpes-Zoo kommt, Zürich, allerdings traten dort erst Jahre später Herpes-Fälle auf. Und die Dickhäuterin, die dafür verantwortlich angesehen wird, kam, nachdem Panang ging. Also kein Grund zur Sorge. Zudem weiss man ja bis heute nicht genau, was nun genau Elefanten-Herpes auslöst. Es wird immer noch gesagt, dass die afrikanischen Elefanten diesen Erreger in sich tragen, daran allerdings nicht erkranken. Wenn sie nun mit asiatischen Elefanten gehalten werden, bekommen diese Herpes – auch nicht immer, Elefantendame Mala ist ein gutes Beispiel -, weil sie keine Immunabwehr dagegen haben. Deshalb rückte man von der gemischten Haltung ab.
Wenn nun tatsächlich Gajendra kommt, wird er wohl bis etwa 2015 bleiben können. Denn bis Ende nächsten Jahres soll das Elefantenhaus in Hellabrunn saniert werden. Momentan leben die Elefantenkühe samt Klein-Ludwig in einem Provisorium. Ein Zelt für Elefanten, wie ich es nenne.
Mal abwarten, was sich tut und wie das EEP entschieden hat. Und was wird aus Thisiam? Den soll jemand anderes nehmen, jemand, der sich an einem ehemals positiv auf TBC getesteten Elefanten nicht stört.

Hat jeder letzten Samstag den Tatort von 1986 – gezeigt 1987 – gesehen? Elefantendame Mala in einer grossen kleinen Rolle. Ganz am Ende tauchte sie auf und identifizierte den Mörder in einer Gegenüberstellung. Bloss der Elefant, der dann mit dem Kopf schüttelte, das war dann wieder Mogli. Sieht man ja schon an den Falten, aber nicht am Ohr. Das war damals beim Faltenmonster noch ganz.
Um beim Fernsehen zu bleiben. Ich habe vor einigen Wochen mich bereits über die neueste Staffel von Caslte beschwert. Heute tue ich das noch einmal, denn die gestrige Folge war so was von schwach. Schön, dass Esposito auch einmal im Vordergrund steht, aber die Handlung selbst war richtig lasch. Und das ist fast die gesamte fünfte Staffel. Es gibt zwei Folgen, die herausstechen, aber ansonsten ist es einfach langweilig geworden.
Stelle ich zu hohe Ansprüche oder geht es anderen genauso?

 

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