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Happy Birthday, Mala! – Europas klügster Elefant feiert seinen offiziellen 50. Geburtstag


Endlich ist es so weit!, wird sich Europas klügster Elefant wohl denken. Denn heute feiert Elefantendame Mala ihren offiziellen fünfzigsten Geburtstag.
Ofiiziell deshalb, weil das Jahr 1964 als Malas Geburtsjahr gilt. Doch in Wirklichkeit wurde sie Ende des Jahres 1962 geboren. Den 10. November hat sich die Elefantin bloss ausgedacht, weil es so schön klang, wenn sie 50 wird: am 10., 11., 12. Das konnte sich jeder merken.
Damals hoffte Mala, gross feiern zu können, doch auf einmal ging es 2012 in die Fremde. Dort, im Pairi Daiza, im belgischen Brugelette, lebt Mala noch immer, obwohl sie stetig auf ihre Rückkehr hofft. Die Hoffnung hat sie nicht aufgegeben. Sie fühlt sich einfach nicht wohl, obwohl sie gehegt und gepflegt wird. Die Elefantendame darf ihre Tricks vorführen, die sie in ihrem langen Leben gelernt hat und in ihrem Zuhause schon lange nicht mehr vorführte. Sie wurde wieder der Star, der sie einmal gewesen war. Es heisst sogar, wenn man Mala nicht gesehen hat, war man nicht im Pairi Daiza. So ähnlich hiess es auch in Malas Zuhause. Wer sie nicht gesehen hat, verpasste das Beste. Und obwohl die Dickhäuterin wieder die Aufmerksamkeit der Massen geschenkt bekommt, die sie verdient hat, trauert sie ihrem Zuhause hinterher. Man sieht es an ihrem schnellen Weben, dem so genannten Einsamkeitsweben. Gewebt hat Mala immer, macht es seit mindestens 1986, aber es war eher ein „gemütliches“ Weben. Nie so schnell. Gut, einige Male hat die Elefantendame dann doch dieses Einsamkeits- bzw. Trauerweben gezeigt. Meist immer dann, wenn der inzwischen verstorbene Elefantenbulle Hussein sie besonders malträtiert hatte. Dann ging es Mala nicht gut.
Nun hat sie eine dauerhafte Artgenossin – Rani – und ist dennoch nicht glücklich. Eigentlich war sie mit einem weiteren Elefanten vergesellschaftet worden, doch Ani starb im März vergangenen Jahres. So blieb old Rani übrig. – Old nenne ich Rani deshalb, um sie von der Hamburger Rani (Young Rani) zu unterscheiden und von allen weiteren Elefantenkühen, die ebenfalls diesen Allerweltsnamen tragen. – Mit ihr versteht sie sich, obwohl Mala lieber für sich allein steht. Aber wenn es darum geht, zu zeigen, wer in dieser Mini-Gruppe das Sagen hat, ist Mala natürlich obenauf. Sie zeigt gerne, wer Chefin ist. Doch old Rani macht das nichts aus – hat ein unterwürfiges Wesen -, sie will den Chefposten gar nicht haben. So ist wenigstens das in Erfüllung gegangen. Was Mala wegen Mogli nicht haben konnte, hat sie nun. Aber der Preis war hoch – der Verlust ihres Zuhauses.
Geboren wurde Europas klügster Elefant in Indien – Mala gehört also zur Unterart Elephas maximus indicus – und machte dort in ihren ersten Lebenjahren die Strassen unsicher. Beliebt war sie unter der Bevölkerung nicht immer, davon zeugen die Schrotkugelnarben an ihrer Stirn. Nichtsdestotrotz überstand die Dickhäuterin diese Zeit relativ unbeschadet. Allerdings ging einmal das Gerücht um, dass sie in ihren ersten Lebensjahren angepflockt in einem dunklen Raum zugebracht hätte, weshalb sie damals mit dem Weben anfing. Ob sie tatsächlich schon in dem Alter mit dem Weben begann? Als sie für den Film „Klein Erna auf dem Jungfernstieg“ vor der Kamera stand, war davon nichts zu sehen. Beim NDR-Tatort „Tod im Elefantenhaus“ hingegen schon. Zwischen den Dreharbeiten liegen 17 Jahre.
Mala wurde in Indien von der Strasse weggeholt und nach Deutschland verschifft. Am 08. Juni 1966 kam sie schliesslich in ihrem neuen Zuhausean – dem Tierpark Hagenbeck.
Es wird gemunkelt, dass Mala bereits im Jahr zuvor im Edgar Wallace-Streifen „Neues vom Hexer“ mitgewirkt hätte. Ich habe mir den Film mal angesehen, aber beschwören kann ich nicht, dass der junge Elefant Mala gewesen ist. Die Ohren sehen so aus, als waren sie nach hinten geklappt. – Dennoch sag ich mal, sie ist es nicht.
In Hamburg angekommen, begleitete Mala, in den kommenden Jahren ihres noch jungen Lebens, ihre Tierpfleger auch ausserhalb des Tierpark-Geländes. Es war die Zeit, in der sich ihre Prägung auf den Menschen entwickelte. Mala ist zwar ein Elefant – vom Aussehen sowieso -, aber noch wichtiger als Artgenossen ist für sie menschliche Aufmerksamkeit. Da kam ihr das Elefantenfüttern durch die Besucher oder das Elefantenreiten natürlich entgegen.
Die Elefantin verlebte viele glückliche Jahre im Tierpark, lernte allerlei Tricks und stand ab und zu in der Zeitung. In besonders schneereichen Wintern zog sie einen Schlitten in dem Kinder sassen. Doch dann kam ein Elefant, der Malas Alleinstatus als Star ein Ende machte – Mogli.
Nun begann der Stern der Elefantin zu sinken. Auch Mogli wurde einiges beigebracht, auch wenn sie nie auf Kommando trompeten lernte oder Fragen mit ja oder nein zu beantworten. Das alles kann Mala, genauso wie sie auf Kommando die Besucher mit Wasser nasspritzen kann.
Elefant Yashoda macht das immer, um auf sich aufmerksam zu machen. Aber das ist eine völlig andere Geschichte.
In der ZDF-Serie“Unsere Hagenbecks“ tauchte Mala des Öfteren auf. Meist musste sie sich mal wieder als Mogli ausgeben, weil es um ja-und-nein-Fragen ging. Aber sie hat sich auch selbst gespielt. Besonders interessant sind die Szenen mit Shandra, wo es um eine graue und eine rote Kiste geht.
Dann kam der Juni 1992. Einige Wochen zuvor war Leitkuh Birka gestorben und der Posten vakant. Zwei Anwärterinnen gab es: Mala und Mogli. Beide gönnten sich nichts, aber falls es Auseinandersetzungen zwischen beiden Kühen gegeben hatt, fielen die nicht weiter ins Gewicht. Am Ende konnte Mogli den Sieg für sich entscheiden. Doch Mala wollte nicht klein beigeben. Schliesslich war sie schon viel länger da als Mogli.
Mala wartete auf eine günstige Gelegenheit, um es ihrer Konkurrentin heimzuzahlen.
Es kam die Dschungelnacht im Juni 1992. Auf dem Paradeplatz, wo heute Wohnhäuser stehen, kam es zum Eklat. Mala stand hinter Mogli. Die Elefantin sah endlich die Chance gekommen, über ihre Konkurrentin zu triumphieren. Sie biss Mogli in den Schwanz, was diese nicht auf sich sitzen lassen konnte. Blitzschnell drehte sie sich um, dabei stürzte der Tierpfleger, der in Moglis Nacken gesessen hatte, zu Boden. Die Situation konnte erst entschärft werden, als ElefantenbulleHussein zwischen die beiden Streithähne geführt wurde. Danach blieben beide noch eine zeitlang auf der Anlage zusammen, aber Mala wollte sich weiterhin nicht unterordnen. Sie piesackte Mogli weiterhin, warf sie in den Graben, wenn sie sich unbeobachtet fühlte. So konnte es nicht weitergehen. Was also mit dem intelligentesten Elefanten der ganzen Gruppe machen? Abgeben? Ja, es wäre eine Lösung gewesen, aber man brauchte Mala. Und so kam es, dass Mala als Gesellschafterin zum Elefantenbullen gestellt wurde. Das ging die ersten achtzehn Jahre auch ganz gut, doch im August 2010 kam der grosse Riss. Aus welchem Grund auch immer, begann Hussein Mala zu attackieren. Die Elefanten soll kläglich trompetet haben, damit Hilfe käme. Die kam dann auch. Mala sah man die ganze Woche über nicht, erst bei der nächsten Romantischen Nacht. Sie wirkte unglücklich, traurig, webte stark, traute sich nicht nach vorne, wollte so viel Abstand wie möglich zu Hussein halten. Danach war nichts mehr so, wie es war.
Schliesslich der Juni 2012. Hussein sollte den Tierpark verlassen und starb kurz vor dem Gang in die Box unter mysteriösen Umständen (wer den Bericht, was im Obduktionsbericht gestanden haben soll, gelesen hat, kann nur zum Wort mysteriös kommen). Mala lebte auf, war gar nicht mehr so sehr an den Leckereien der Besucher interessiert. Wahrscheinlich bekam sie von den Elefantenpflegern grössere Aufmerksamkeit als sonst. Schliesslich wurde die Elefantin sehr traurig. Der Grund: Sie sollte umziehen. Es kam der 04. Juli 2012 und Mala verliess nach 46 Jahren und knapp einem Monat ihr geliebtes Zuhause. Sie kam in den Pairi Daiza, wo sie noch immer lebt.
Aber Mala hat nur einen Wunsch: Nach Hause! Ja, es mag komisch klingen, aber genau so ist es. Denn seit Malas Weggang haben die Augen der Dickhäuterin ihren Glanz verloren. Sie hat sich arrangiert, aber mehr auch nicht.
Nun wird Mala also offiziell ihren 50. Geburtstag feiern. Ein stolzes Alter für Europas klügsten Elefanten. Diesen Titel trägt sie völlig zurecht. Denn Mala ist wahnsinnig schlau und ein tolles Fussballorakel. Bei der EM 2012 hat sie sämtliche Spiele der deutschen und französischen Nationalmannschaft fehlerfrei getippt. Sie wusste bereits vor dem Spiel gegen Griechenland, dass Deutschland im Halbfinale gegen Italien verlieren würde. Nur beim Eröffnungsspiel lag sie daneben.
Mala spielte in Film und Fernsehen mit, wie ich oben bereits erwähnte. Sogar in einem Roman wurde sie verewigt: „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor. Dort taucht sie als sie selbst auf, aber auch als Bertha, einer Elefantin, die im Roman im Jahr 1912 bis 1920 in Stellingen lebte und in grossen Teilen auf der Elefantin basiert.
Was wünscht sich so ein Elefant von 50 Jahren? Natürlich Gesundheit, kein Reissen in den Gelenken und das sie steinalt wird. Mit ihrem halben Jahrhundert auf dem Buckel – den Mala nicht hat, wie sie anmerkt – ist sie noch ein wahrer Jungspund. So hat sich die Elefantendame vorgenommen, mindestens die 70 zu erreichen. Aber im Grunde genommen will sie der älteste lebende Elefant der Welt werden. Also werden die 80 von ihr angepeilt. Doch wird sie das überhaupt schaffen – in der Fremde? Wie bereits erwähnt – und nicht nur hier – fühlt sich Mala nicht wohl an ihrem Wohnort. Alle Hoffnung, dass sie sich nach knapp zwei Jahren endlich eingelebt hat, ist zunichte gemacht. Die Elefantendame hat sich arrangiert, aber wirklich glücklich ist sie nicht. Sogar für einen Laien wie mich, der sich mit dem Verhalten von Elefanten nicht so gut auskennt, ist auf einen Blick zu sehen, dass Mala noch immer trauert. Ersichtlich wird dies, wenn sie für sich allein ist. Bekommt sie menschliche Aufmerksamkeit, merkt man ihr nichts an, denn sie ist eine Meisterin der Maske. Eine gute Schauspielerin, das ist Mala immer gewesen. Nur an ihren Augen, da sieht man es wirklich.
Was ist nun Malas grösster Wunsch? Nach Hause. Tja, ob ihr dieser Wunsch eines Tages wirklich gewährt wird? Ein Gehege ist leer, aber dann wäre Mala allein und vom Futter würde sie wieder zunehmen, weil die Besucher es zu gut mit ihr meinen. Nina hat ihr immer kalorienfreie Kost gebracht, weil sie schon damals sagte, dass Mala zu dick sei. Und die Dickhäuterin in die Gruppe zu integrieren? Das hätte man schon vor zwei Jahren versuchen können. Ohne Dauerbewachung wäre es nicht gegangen. Aber unmöglich wäre es nicht gewesen. Thura, lange als Problem eingestuft, hat sich in den letzten Monaten wieder sehr gut in die Gruppe integriert. Zwar steht bei ihr immer noch jemand, aber da geht es nur darum, dass sie die anderen Elefanten wie Shila und Indra nicht verjagt, weil sie deren Futter haben will. Bei Mala hätte man es auch versuchen können, aber man hat diese Chance nicht genutzt. Das ist traurig, besonders für Europas klügsten Elefanten. Deshalb ist ihr Wunsch nach Heimkehr utopisch.
Nun ist es aber an der Zeit, Europas klügstem Elefanten zum Geburtstag zu gratulieren.
HAPPY BIRTHDAY, Mala! Alles Gute! Bon anniversaire!

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Ein Jahr – Europas klügste Elefantenkuh will nach Hause


Auf den Tag genau vor einem Jahr, brach für Elefantendame Mala eine neue Ära an. Nach 46 Jahren verließ sie ihr Zuhause in Hamburg. Gemeinsam mit ihrem Lieblingspfleger machte sie sich auf den weiten Weg nach Belgien, genauer gesagt nach Brugelette in den Pairi Daiza, der dieses Jahr Jubiläum feiert.
365 Tage sind vergangen – Zeit, Bilanz zu ziehen:
Wie geht es der Dickhäuterin in ihrem neuen Wohnort? Hat sie sich gut eingelebt, ist sie glücklich und vergnügt? Geht es ihr gut, fühlt sie sich wohl? Und vor allem, fühlt sie sich endlich heimisch? Diese Fragen, sollen in diesem Artikel geklärt werden, so gut es geht.
Für Mala wurde alles anders. Nach 46 Jahren in Hamburg und zuvor wenigen in Indien, verliess sie ihre Heimat, um in ein fremdes Land zu kommen. Als sie noch jung war – und genauso hübsch wie heute, wie Mala sicherlich anfügen würde -, war dies sicherlich kein Problem. Aber nun mit damals knapp fünfzig Jahren? Da nimmt man eine grosse Veränderung nicht mehr so leicht.
Mala kleine beschauliche Welt zerbrach und sie ist bis heute noch nicht darüber hinweg, dass sie ihr Zu hause verlassen musste. Man sieht es der Elefantenkuh an: Malas Augen haben ihren Glanz verloren. Zwar macht sie immer noch einen auf fröhliche Elefantin, allerdings nur, wenn sie Aufmerksamkeit bekommt. Nicht umsonst, ist sie eine Meisterin der Maske.
Wer Mala kennt, der sieht, wie sie sich wirklich fühlt. Es ist nicht mehr die Dickhäuterin, die sie in Hamburg war. Mit ihrem Weben drückt sie ihre Trauer aus, es ist immer noch schneller als Zuhause. Dort gab es dieses Schnelle Weben nur, wenn Hussein sie rüde behandelt hatte.
Es hat sich zwar die Hoffnung ihrer ehemaligen Betreuer erfüllt und Mala ist Leitkuh geworden, aber old Rani ordnet sich unter. Bei beiden ist es nicht mehr, wie ein nebeneinanderherleben, ähnlich wie bei Mala und Hussein.
Positiv zu vermelden ist, dass sich um Mala weitaus mehr gekümmert wird. Bei einem Elefanten mit Fehlprägung wie bei ihr besonders wichtig. Und Mala führt wieder ihre Tricks vor, diese sie vor ewigen Jahrzehnten einmal lernte.
Mala unterlag Mogli in einer ungerechten Entscheidung, die Konsequenz hat sie erst letztes Jahrmahssbu zu spüren bekommen, als sie ihr Zu hause verliess.
Inzwischen ist Mala vor wenigen Tagen noch einmal – innerhalb des Pairi Daiza – umgezogen. Ein neues Gehege können Rani und Mala als ihren neuen Aufenthaltsort bezeichnen. Eine grosszügige Fläche mit schönem Innenbereich. Sogleich versuchte die Elefantenkuh an die Pflänzchen auf der gegenüberliegenden Seite zu kommen. Oder wie Nina es interpretrierte: Mala suche sich eine geeignete Stelle, um nach Hause auszubüchsen. Sie kann’s einfach nicht lassen, an Malas Rückkehr festzuhalten. Wunder gibt es bekanntlich immer wieder und ein Gehege ist frei. Außerdem sollen, seit dem Weggang der Dickhäuterin, viele Stammbesucher ihre Jahreskarten nicht mehr verlängert haben. Wenn das nicht für Mala spricht. (Gut, kann eventuell auch mit Hussein zu tun haben.)
Mala ist der grosse Star, deshalb wurde ihr auch im Thriller „Die Rollen des Seth“ ein Denkmal gesetzt. Auch in den folgenden Romanen der Isis Just-Reihe, wird Mala eine bedeutende Nebenrolle spielen. Das ebook ist im Internet an verschiedenen Stellen erhältlich.
Mala ist unvergessen, dennoch ist nicht zu übersehen, dass die Augen der Elefantendame ihren Glanz verloren haben. Sie hat Heimweh.

 

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Sommer im Winter – Die Klimakatastrophe kommt


Das war vielleicht ein Weihnachten. Sommerliche Temperaturen, ein Heiligabend wie ich ihn noch nie erlebt habe. Und nun das genaue Gegenteil. Schnee ohne Ende, als ob das Wetter auf die plötzliche Idee gekommen sei, sich nun endlich Jahreszeitengemäss zu verhalten. Ein Wetterchaos wie es gar nicht geht. Aber in Zeiten der Klimaerwärmung muss man sich überhaupt nicht mehr wundern.
Na ja, meine Heimsuchung ist wieder Richtung Leipzig verschwunden, dafür habe ich anderen hohen Besuch. Mein Bruder ist da. Will sich wohl bloss meine Wohnung ansehen, wie ich vermute. Anderweitig kann ich mir nicht wirklich erklären, was er sonst will.
Nun gut, über Weihnachten hat sich viel getan, vor allem sind bekannte Leute gestorben wie die Fliegen. Allen voran Jack Klugman, den viele als „Quincy“ aus der gleichnamigen Serie kennen. Lief jahrelang erfolgreich auf RTL bis es dann irgendwann im Abendprogramm von SuperRTL wieder auftauchte. Auf DVD sind die Staffeln inzwischen auch erschienen. Habe ich mir lange nicht angesehen.
Mit Klugman ist in diesem Jahr der dritte grosse US-Serienstar gestorben. Aller Anfang machte Andy Griffith, bekannt als „Matlock“, ihm folgte vor wenigen Wochen Larry Hagman und nun Jack Klugman.

Ägypten hat eine neue Verfassung, doch muss man sich wieder fragen, ob alles mit rechten Dingen abgelaufen ist. Angebllich soll den Menschen ein Leben im Paradies nach dem Tod versprochen worden sein, wenn sie für Mursis Verfassung (so nenne ich die einfach mal) stimmen. Zudem hätte es weitere Wählerbeeinflussungen gegeben, Wahllokale wurden zu spät geöffnet oder man erhielt bereits ausgefüllte Wahlscheine.
In der Kritik ist die Verfassung, weil sie in einigen Punkten nicht demokratisch sei und einem in die Religionsansichten reingeredet werde.
Ich glaube so langsam, dass die Menschen, die vor knapp zwei Jahren gegen Mubarak demonstriert haben, nicht geahnt haben, dass alles nur schlimmer würde. Unter Mubarak gab es so etwas wie die Religionsfreiheit, die Scharia durfte nicht zur Urteilsfällung hinzugezogen werden und die Muslim-Brüder waren verboten. All dies hat sich geändert. Momentan tut sich noch nicht viel, allerdings müssen wir weiterhin ein Auge auf Ägypten haben, um dessen Entwicklung weiter zu verfolgen. Denn: Schlimmer geht immer.

Die brutal in Neu-Dehli vergewaltigte Studentin ist in Singapur ihren schweren Verletzungen erlegen. Das mag nun wenig feinfühlig klingen, aber ich glaube, dass es besser für sie war, das sie gestorben ist. Sie hatte schwerste Kopfverletzungen und ich will gar nicht wissen, wie ihr Unterleib ausgesehen hat.
Und das alles nur, weil sie in einen privaten Bus gestiegen ist. Würde einem da der Gedanke kommen, dass einer Frau dort so etwas passieren kann? Es gibt nun einen Bus, speziell für Frauen. Aber was nützt das, die Umstände, dass Frauen in Indien nicht viel gelten, macht das nicht wett.
Denn immer noch werden weibliche Föten abgetrieben, obwohl es inzwischen ein Regierungsprogramm gibt, dass jedem geborenen Mädchen ein Sparbuch zusagt, damit es im Erwachsenenalter sein eigenes Geld hat. Man muss auch bedenken, dass Mädchen bei Hochzeiten recht kostspielig sind.
Da muss sich in Indien noch viel tun. Vielleicht wird dieses traurige Ereignis die Menschen ausrütteln. Doch für wie lange wird es halten?
Das Kastensystem existiert auch immer noch, obwohl es da auch ein Programm gibt, dass dieses System unterlaufen will. Aber was Tradition ist, kann nur sehr schwer gebrochen werden.
Ich habe mal von einer ehemaligen Kollegin gehört, wie sie von einem Lehrer erzählte, dessen Tochter einen Anruf von ihrer Freundin aus Indien bekam. Diese war dort vergewaltigt worden und wusste nun nicht, was sie tun sollte. Die Tochter des Lehrers setzte von Deutschland aus alle Hebel in Bewegung, dass dort etwas geschah. Wie dann die Sache ausgegangen ist, weiss ich nicht mehr, aber daran erinnerte ich mich in letzter Zeit wieder, wenn in den Nachrichten über die nun tote Studentin berichtet wurde und wird.

 

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Stirbt der Mensch aus? – Wie gefährlich das Verfüttern von gentechnisch verändertem Futter ist


Eine berechtigte Frage, wie ich finde. Wobei es nun nichts Neues ist, dass Schweine und Geflügel mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert werden. Aber es wird mal wieder darauf aufmerksam gemacht. Was ich nur richtig finde.
Denn völlig ahnungslos essen wir Fleisch von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln, also Soja, gefüttert wurden. Es herrscht nämlich keine Kennzeichnungspflicht. Nur wenn ein Produkt direkt mit gentechnisch veränderten Produkten verarbeitet wird, muss es für den Endverbraucher gekennzeichnet werden.
Also bekommen Schweine und das Geflügel Gensoja und wir sind so blöd, weil ahnungslos, und essen dann das Fleisch von diesen Tieren.
Dabei wissen wir nicht einmal, wie gefährlich das ist. Im Fernsehen gab es auf Arte vor ein paar Jahren mal eine Dokumentation über Monsanto, die ja bekanntlich gentechnisch verändertes Saatgut vertreiben und in Indien praktisch für die Armut der indischen Bauern verantwortlich ist. Aber darum geht es nun nicht, sondern um die gesundheitlichen Schäden, die durch gentechnisch verändertes Soja entstehen.
In den USA wurden die Sauen langsam unfruchtbar. Sie bekamen immer weniger Nachkommen, was für die Betriebe dort natürlich eine Katastrophe war. So, nun einmal scharf nachgedacht. Die Schweine werden mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert, davon werden sie mit der Zeit unfruchtbar. Nun essen wir Menschen dieses Fleisch. Eventuelle Folge davon: Auch wir werden unfruchtbar. Bewiesen ist es ja bereits. Ein Paar wünscht sich Kinder, bekommt aber keine. Beide lassen sich untersuchen, es kann aber nichts festgestellt werden. Was ist es nun? Umweltgifte ist dann oft die Antwort, was auch zutrifft. Und dann eben auch das Fleisch von Tieren, die mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert wurden.
Nun meine Überschrift verstanden? Natürlich wird die Menschheit nicht wirklich aussterben, aber förderlich ist es auch nicht gerade.
Erinnert sich noch jemand daran, wie Horst Seehofer Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz war? Die Gentechnik hat er gefördert bis zum geht nicht mehr. Scheint ja immer noch sehr positiv davon überzeugt zu sein. Als er dann bayerischer Ministerpräsident wurde, war dann das Thema zwar nicht ganz erledigt, aber es wurde nicht mehr in dem Umfang betrieben wie vorher. Es wurden sogar Gensorten verboten. Was allerdings nicht heisst, dass es in Deutschland keine Versuchsfelder für gentechnisch veränderte Pflanzen gibt.
Ja, es gibt sie noch. Heimlich still und leise stehen sie irgendwo. Natürlich so aufgestellt, dass möglichst nichts entfleuchen kann. Bloss ist das praktisch gar nicht möglich.
Denn kann man dem Wind verbieten, dass er dort nicht wehen soll? Kann man Tieren, wie Feldmäusen oder sonstigem Getier vorschreiben, dass es nichts von den Feldern nehmen soll? Und vor allem, kann man Bienen sagen, dass sie diese Felder umfliegen und die Blüten in Ruhe lassen sollen? Nein, kann man nicht. Also sind diese Versuchsfelder alles andere als gut.
Und noch einen Haken hat die Sache. Wenn Bienen an die Blüten von gentechnisch veränderten Pflanzen geraten, kann der ganze Honig vernichtet werden. Und das wird für die Imker immer schwieriger, Stellen zu finden, wo keine gentechnisch veränderten Pflanzen wachsen.
Kanada versucht nun schon seit einigen Jahren, die ganzen Gentechnik-Pflanzen loszuwerden. Bloss ist das schwieriger als gedacht. Sie haben Deutschland sogar gewarnt, bloss nicht erst mit der Gentechnik anzufangen. Aber hören wir darauf? Wenn man an die Testfelder sieht, nein. Und welche Futtermittel bekommt man heute überhaupt noch, die nicht irgendwie verändert sind. Es sind doch alles Hochleistungszuchten, damit möglichst viel Gewinn eingestrichen wird.
Deshalb gibt es auch Vereine, die sich um die alten Saaten kümmern. Bloss handeln die in einer EU-rechtlichen Grauzone. Denn jedes alte Saatgut muss beim Bundessaatgut (oder wie es auch immer heisst) angemeldet und mit 30 Euro pro Jahr bezahlt werden. Tja, das wird natürlich teuer bei einigen tausend Sorten.
Dabei sind die alten Sorten oft geschmacklich sehr viel besser und auch robuster. Aber sie werfen eben keinen grossen Gewinn in der Ernte ab. Aber wollen wir nicht lieber Geschmack als Masse? Nein, wir wollen es vor allem billig. Ich ja auch, gebe ich frei heraus zu.
Die Nachricht des WWF, der angeblich seine Geldmittel für dieses Jahr schon komplett ausgegeben haben soll – deshalb vielleicht dieses Aufrütteln? -, sollte uns aufrütteln. Was wir dagegen tun sollten? Vegetarier werden, sich nur noch von Grünzeug ernähren. Aber selbst da können wir uns nicht sicher sein, was wir da auf den Teller kriegen. Denn selbst Bio ist nicht immer Bio.

Eine traurige Nachricht kam aus dem Berliner Zoo. Der letzte noch verbliebende Panda in Deutschland, Bao Bao, ist tot. Er wurde 34 Jahre alt und war damit der älteste Panda in einem Zoo. Ich habe ihn und seine Gefährtin, die sich aber nicht mit ihm verstand, vor Jahren gesehen. Ein Jahr später war die Pandabärin tot, hatte wohl den Knut-Hype nicht verkraftet.
Mit Bao Baos Tod endet eine Ära. Ob nun noch irgendwann neue Pandas kommen? Ich weiss es nicht. Aber wollen wir auch wirklich welche sehen? Nach Wien ist so weit der Weg nicht, jedenfalls für mich.

Gestern hat die Jubiläumssaison der Bundesliga begonnen. Dortmund hat gegen Werder Bremen glanzlos mit 2:1 gewonnen. Ein tolles Spiel war es nicht. Aber es war auch erst das erste Spiel.
Elefantendame Mala sagt, dass St. Pauli gegen Energie Cottbus leider verlieren wird. Wollen wir mal sehen, ob die Dickhäuterin recht behalten wird.

 

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Die große EU-Glühlampen-Umwelt-Lüge


In knapp einem Monat wird ein noch schärfer es Glühlampenverbot der EU in Kraft treten. Dieses Mal werden alle noch verbliebenen Glühlampen verboten, die ab sieben Watt nicht der Energieeffizienzklasse A entsprechen. Da dies für eigentlich alle Glühlampen zutrifft, ist dies das Aus der von uns über alles geliebten Glühlampe.
Doch warum wird sie eigentlich verboten? Über hundert Jahre hat doch niemanden interessiert, wie viel Energie sie eigentlich verbraucht.
Im Zuge des Kyoto-Protokolls, dem natürlich nicht alle Staaten angehören wie beispielsweise die USA, verpflichteten sich beinahe alle Länder dieser Erde dazu, ihre CO2-Emissionen bis 2020 zu verringern.
Deshalb beschloss die EU – wer auch sonst? -, dass die Glühlampen verschwinden müssen, um sie durch so genannte Energiesparlampen zu ersetzen.
Begründung: Glühlampen verbrauchen zwar nur an die fünf Prozent Energie zum Lichterzeugen, aber die restlichen 95 Prozent setzen sie in Wärme um. Dadurch wird unnötig Strom verbraucht, was natürlich an unserem Geldbeutel nagt. So weit die EU, die natürlich weniger ans Portemonnaie ihrer Mitbürger (Untertanen) denkt, sondern vor allem darauf bedacht ist, weniger CO2-Emissionen zu erzeugen, was durch die Wärmeumwandlung ja geschieht. Denn mit dem Kyoto-Protokoll verpflichteten sich die Länder nicht nur zu Verringerung des CO2, sondern auch zu einer Art Geldstrafe, falls das Ziel nicht erreicht würde. Ein Grund dafür, warum die USA, Indien und China nicht dabei sind. Sie sehen nämlich nicht ein, warum sie für etwas zahlen sollen, was durch die Produktionen der ausländischen Firmen in ihrem Land herrührt (China) oder aber sie wollen ihren wirtschaftlichen Aufschwung nicht gefährdet sehen (Indien).
Und so wird die Glühlampe verboten, was übrigens nicht nur EU-weit geschieht, sondern auch in anderen aussereuropäischen Ländern.
Empfohlen wird uns Verbrauchern die Energiesparlampe, die ja so wunderbar für die Umwelt ist. Selbst Magazine wie „Natur“ – damals noch „Natur & Kosmos“ – lobten die Lampe über den grünen Klee. Doch wenn wir die Lampe uns näher betrachten, dann fällt erstens auf: Das Ding enthält Quecksilber. Und Hg, so das chemische Symbol, ist ein Umweltgift. Also, versucht da die EU den Teufel mit de Beelzebub auszutreiben? Allem Anschein nach ja. Denn was nützt es, wenn die CO2-Emissionen gesenkt werden, da der Stromverbrauch durch die Energiesparlampen sinkt, aber die Umwelt durch das enthaltende Quecksilber geschädigt werden könnte? Und nicht nur das, auch Menschen können durch ausgetreten es Quecksilber, das in die Luft entweicht, gesundheitlich geschädigt werden. Mag draussen vielleicht nicht so schlimm sein, wie in geschlossenen Räumen, SFr scherheitshalber sollte man dafür sorgen, dass Kleinkinder nicht irgendwie an eine Energiesparlampe geraten und damit spielen.
Außerdem wird auch gerne vergessen, dass die Energiesparlampen Elektrosmog erzeugen. Wird gerne heruntergespielt, aber besonders empfindliche Menschen sind davon betroffen und können Energiesparlampen in ihrerer Nähe nicht ertragen. Diese werden dann aufgrund ihrer Symptome gerne als Hypochonder bezeichnet, da der Arzt nichts finden kann, was die Symptome erklärt, meist kann erst ein Spezialist helfen.
Und was sollen nun diese Menschen machen, die keine Energiesparlampen vertragen? Noch schnell loslaufen, um die letzten Reste an Glühlampen zu ergattern oder einfach zur LED-Lampe greifen. Die Dinger gibt es inzwischen auch schon. Sind noch relativ teuer, aber definitiv geßunder und umweltverträglicher als Energiesparlampen.
Ein grosses Manko der Energiesparlampen ist ja ihre relativ kurze Lebensdauer, das sie kurze Benutzungen nicht vertragen, nur langsam hell werden und nicht einmal hell strahlen.
Diese ach so tollen Lampen müssen mindestens zehn Minuten lang brennen, da sonst ihre Lebensdauer erheblich gekürzt wird. Also eben mal schnell was im Zimmer suchen, geht nicht. Zehn Minuten müssen’s mindestens sein. Und dabei braucht die Lampe doch mindestens zehn Minuten, um überhaupt ihrer hellstes Licht abzugeben. Dabei ist das immer noch sehr gelb und dunkel. Tageslicht sieht andere aus.
Mir persönlich ist diese dunkle Helligkeit egal, da ich künstliches Licht nicht gut vertrage. Eine Energiesparlampe reicht da bei mir völlig aus. Vor allem die LED-Lampen sind gar nichts für meine Augen. Da müsste ich bald nur mit Sonnenbrille herumlaufen. Aber so gesehen, gehören LED-Lampen die Zukunft. Zwar noch ziemlich teuer, sind sie weitaus besser als Energiesparlampen, die im Übrigen ja auch nicht gerade billig sind. Aber da soll der Verlust durch den Kauf wieder durch Stromkosteneinsparungen wettgemacht werden. Pah, wer’s glaubt…
Wenn diese Glühlampen-Verbot-Aktion nicht schon seit 2009 ginge, könnte man sagen, dass die EU sich mal wieder schrecklich gelangweilt hat. Aber so, tja, da ist alles angeblich durchdacht. Weg mit der Glühlampe, denn diese belastet die Umwelt. Her mit der Energiesparlampe, die ist zwar noch weniger umweltverträglich und auch gesundheitsschädlich, aber das muss ja nicht jeder wissen, schliesslich spart man mit ihr Energie. Und nur das zählt.
Sehen wir die Glühlampen doch mal im positiven Sinne. Sie sind umweltverträglicher als Energiesparlampen, kostengünstiger und erzeugen keinen Elektrosmog, zudem strahlen sie ein warmes Licht ab. Weiterer Pluspunkt: Im Winter wäre eine Glühlampe doch geradezu ideal. 95 Prozent werden in Wärme umgewandelt. Da kann man doch Heizkosten Daten, was auch wieder gut für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel ist. Schliesslich gibt es im Wintermehr dunkle Stunden als im Sommer. Durch die Glühlampennutzung wird Wärme erzeugt, also steigt die Temperatur im Raum, folglich muss nicht mehr so geheizt werden. Wenn das nicht das schlagen de Argument für die Glühlampe ist, dann weiss ich auch nicht, was die EU eigentlich will. Vielleicht die Überalterung stoppen, da durch die Energiesparlampen die Menschen krank werden und eventuell nicht mehr so lange leben? Aber wenn durch die Energiesparlampen ein Haufen Kranker herangezogen wird, dann geht der Schuss eindeutig nach hinten los und das Gesundheitssystem wird noch mehr überlastet als es jetzt schon ist.

Auch schon vom Flaggenstreit der MS Deutschland gehört? Das TV-Traumschiff gehörte der Reederei Deilmann, die nach der Insolvenz an einen bayerischen Investor ging. Und diese haben nun entschieden, dass die Deutschland nicht mehr unter deutscher Flagge, sondern unter maltesischer fahren soll, denn das ist billiger.
Das fanden weder Kapitän noch Crew besonders schön. Schliesslich sollte ein Schiff, das Deutschland heisst auch unter deutscher Flagge fahren.
Die Umflaggung sollte bereits in diesem Monat geschehen, da aber die Olympiamannschaft und Bundespräsident Gauck darauf gefahren sind bzw. fahren werden, wird mit der Umglaggung noch gewartet.
Ist das nicht Heuchelei? Da soll dem Bundespräsidenten Sand in die Augen gestreut werden, den Olympioniken ebenfalls und den Fernsehzuschauern am Ende auch. Kann die Deutschland weiterhin das ZDF-Traumschiff bleiben? Meiner Meinung nach nicht. Wolfgag Rademann sollte sich entweder entschliessen, die Serie einzustellen – so schlecht ist die Idee nicht – oder sich ein anderes Schiff zu suchen, das unter deutscher Flagge fährt. Aber gibt es da überhaupt ein Kreuzfahrtschiff? Die fahren doch alle lieber unter maltesischer oder irgendeiner südamerikanischen Flagge, weil es billiger ist.
Boykottiere wir doch einfach die MS Deutschland. Aber das wird höchstens gelingen, wenn das ZDF-Traumschiff und „Kreuzfahrt ins Glück“ dort nicht mehr gedreht wird. Denn dann kommen die Fans der Serie auch nicht mehr aufs Schiff. Ganz einfach, nicht wahr? Wozu sind Kreuzfahrten überhaupt gut? Umweltverträglicher als Flugzeuge sind sie auch nicht.

Elefantendame Mala meldet sich als Rüsselorakel zurück! Am Freitag beginnt die zweite Fussball-Bundesliga und sie wird wieder die Spiele des FC St. Pauli tippen. Im ersten Spiel wird St. Pauli gegen Erzgebirge Aue antreten müssen. Wir erinnern uns: Gegen diesen Verein verloren sie wichtige sechs Punkte, einer der Gründe, warum sie nicht aufgestiegen sind. Jonas sagt ja, sie wollten gar nicht aufsteigen, damit könnte er Recht haben. Dennoch bleibt es Spekulation.
Und was tippt Mala? Momentan hat sie sich noch nict entschieden, sieht aber erst en mal schwarz, wegen der letzten Saison. Spätestens am Freitagvormittag wird sie sich entschieden haben.

 

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Wie originell! – Ein hamburgischer Elefant bekommt einen bayerischen Namen


Der kleine Bulle in Hamburg ist nicht mehr namenlos, sondern heisst jetzt Assam. Absolut unoriginell? Ja, toll finde ich den Namen auch nicht, und wenn ich den schon nicht toll finde, wie wird ihn da erst Jenala finden. Grauenhaft, scheusslich, völlig unpassend. Das sind ihre Worte gewesen. Vor allem schäumt sie, dass nicht das Herkunftsland von Mutter Lai Sinh berücksichtigt wurde, die bekanntlich aus Vietnam stammt und nicht aus Indien. Anscheinend wird aber mit asiatischer Name immer gleich indischer Name gleichgesetzt. Nun ein Tee-Name. Wer Shahruhk schon bescheuert fand, wird diesen Namen noch weniger mögen. Ich frage mich, wie der sich eigentlich gut rufen lassen soll. As-saam! Nicht besonders, eher gewöhnungsbedürftig. Aber wenn die da so entschieden haben, sollen sie damit glücklich werde. Mainstream nennt sich das wohl, nach dem sie gehen, war ja bei Rani nicht anders. Auch ein Allerweltsname. Da finde ich wirklich, dass der kleine Bulle lieber einen vietnamesischen Namen hätte bekommen sollen. Hätte ja nicht Dung Hung sein müssen. Jenala hat Thao favorisiert, was meiner Meinung nach reichlich chinesisch klingt. Vielleicht bin ich da aber auch einfach „The Closer“ behaftet, wo einer der Hauptnebencharaktere Tao heisst.
Vietnamesisch wäre wirklich besser gewesen, vor allem kenne ich das auch so, dass die Kinder nach dem Herkunftsland der Mutter benannt werden. Deshalb habe ich ja auch einen finnischen Vornamen, der in der Schule immer für allerlei Verwirrung gesorgt hat. Anfangs jedenfalls.
Für mich steht der Name Assam ja nicht nur für eine Tee-Sorte, sondern auch für ein bayerisches Brüderpaar. Die werden zwar nur mit einem S geschrieben, aber ausgesprochen wird’s genauso. Deshalb ist der Name für mich bayerisch. Das wird die ganz schön wurmen, dass sie sich da so einen vieldeutigen Namen ausgesucht haben. Zurück können sie es nicht mehr nehmen, aber eventuell mal darüber nachdenken, wenn sich irgendwann mal wieder Nachwuchs bei den Elefanten ankündigen sollte. Falls da überhaupt noch was kommen wird. Der neue Elefantnbulle Thisiam soll schliesslich seit mehreren Jahren schon keinen Artgenossen mehr gesehen haben, weshalb er auch ziemlich unleidlich sein soll. Mit dem jetzigen Zuchtbullen Hussein haben sie grosses Glück gehabt, der benutzte bloss Mala mal als seinen Punchingball. Aber wie das mit Thisiam werden wird? Das könnte noch was werden. Hoffentlich dann ohne besagte Mala als seine Gesellschafterin, dazu ist sie wirklich zu alt. Und alt meine ich nun wörtlich. Jenala hat mir Bilder von letzter Woche geschickt, da war ich schon etwas geschockt. Mala wird alt, bekommt rosa Stellen und Altersflecken. Niemand ist davor gefeiht, auch ein Elefant nicht.
Zu Salvana noch kurz: Ihr geht es augenscheinlich gut. Jenala konnte keine grosse Traurigkeit an ihr entdecken. Hat einen gesunden Appetit und steht nun nicht nur bei Thura an der Box in der Elefantenhalle, sondern auch bei Shandra. Dennoch will sie mit ihrer eigenen Gruppe immer noch nichts zu tun haben.
Und der kleine Darjeeling hält sich oft bei Tante Yashoda auf, liegt unter Schwester Shilas Bauch und ruht sich aus oder rennt unter dem Bauch von Mutter Lai Sinh hindurch. Noch kann der kleine Racker das, aber schon bald wird er zu gross dafür sein.
Ein bayerischer Name für einen hamburgischen Elefanten. Ich amüsiere mich darüber immer noch.
Gestern titelte die Bild-Zeitung, die wir ja alle kennen und lieben, dass Dieter Bohlen die Bundesrepuboik Deutschland wegen Verletzung der Menschenrechte verklagt hat – vor dem Europäischen Gerichtshof in Strassburg. Worum es eigentlich geht?
Um eine alte Werbung von Lucky Strike aus dem Jahr 2008. Ich habe die damals auch gesehen, mir aber nichts weiter dabei gedacht, weil ich eh nicht rauche und auch noch nie geraucht habe. Dieter Bohlen war damals nicht der einzige, der von dieser Werbung „betroffe“ war, sondern auch Ernst-August von Hannover, der mit einer zerknüllten Zigarettenschachtel und dem Spruch „War das Ernst oder August?“ dargestellt wurde. Wir sollten uns daran erinnern, dass Ernst August als „Prügelprinz“ Einzug in die Medien gehalten hat, da er unter anderem auf einen Kameramann oder Fotografen mit einem Schirm losgegangen ist. Aber das lässt sich alles im Internet nachlese, weshalb ich darauf verzichte ausführlicher zu werden.
Dieter Bohlen und Ernst August von Hannover fühlten sich durch die Zigarettenreklame verunglimpft und verlangten Schadensersatz. Da haben sie noch nicht genug Geld, mag man sich da fragen. Der Bundesgerichtshof wies die Klagen ab, das war 2008, nachdem das Oberlandesgericht Hamburg beiden eine fiktive Lizengebühr zugesprochen hatte. Ein Jahr später, also 2009, zogen beide vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
In der Zwischenzeit sind drei Jahre fast vergangen. Nun aber soll es zu einer Entscheidung kommen. Hat der Bundesgerichtshof richtig entschieden, als er beider Klagen abwies? Die Begründung war, dass der Name Prominenter benutzt werden darf, wenn es satirisch gemeint ist. Und das war die Werbng eindeutig, obwohl ich damals schon dachte, dass Ernst August sich das sicherlich nicht gefallen lässt. Hörte nur nie was davon.
Nun hat die Bild-Zeitung, eventuell in Ermangelung grossartiger Schlagzeilen, einen langweiligen Fall herausgekramt, der eigentlich niemanden zu interessieren hat.
Egal wie entschiden werden wird, was lernen wir daraus? Nehmt nie ungefragt einen Prominenten für irgendeine Werbung, selbst wenn sie ironisch gemeint ist.

 

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Ist Elefant Hoa für den Tod ihres Jungtiers verantwortlich?


Samstag schrieb ich noch, dass Elefantenkuh Hoa aus Leipzig in den nächsten Tagen ihr Jungtier bekommen würde. Dies ist auch geschehen, nachdem Hoa mehr als einen Tag Wehen hatte. Doch anstatt das nun ein putzmunteres Bullenkalb durch die Halle des Leipziger Elefantenhauses trudelt, wird der Zoo mit Vorwürfen jeglicher Art überschüttet. Denn der kleine Bulle ist tot, sehr wahrscheinlich wurde er durch die eigene Mutter totgwtrampelt. Absicht oder einfach nur unglücklichen Umständen geschuldet? Das ist die Frage, die halb DeutschLand beschäftigt. Ist Elefantenkuh Hoa Schuld am Tod ihres Jungtiers?
Wer die Zeitungs- und Internetberichte liest, wird zu keinem anderen Schluss kommen, als das die unerfahrene Hoa ihr Jungtier getötet hat. So wird es uns jedenfalls vermittelt. Sollte man nicht zuallererst von der Unschuldsvermutung ausgehen? Es wird ja sogar vermutet, dass das Jungtier bereits tot geboren sein konnte bzw. kurz danach gestorben ist, ohne Hoas Zutun. Was ist beispielsweise mit dem Geburtsgewicht, das bei knapp 130kg gelegen hat? Für mich klingt das nach einem Koloss. Kurz mal Jenala gefragt, ob denn das Elefantenbaby nicht zu dick war und deshalb gestorben ist. In Hamburg ist vor über zehn Jahren auch ein Elefantenbaby mit erheblich erhöhten Körpergewicht geboren worden, das kurz nach der Geburt verstarb. Nicht einmal Mund-zu-Mund-Beatmung hatte geholfen. Also lag meine Vermutung nahe, dass Hoas Jungtier auch ein erhöhtes Geburtsgewicht vorwies und eventuell aufgrund dessen verstorben war. Hoa ist ja ein Fressbeutel und immer schon recht propper gewesen.
Jenala sagte mir, dass ein Gewicht zwischen 90 und 110 kg normal sei, ein Jungtier aber durchaus auch bis zu 140kg wiegen könnte. Also war es doch nicht zu schwer? Ich bleibe weiterhin skeptisch.
Dann ist da noch die Sache, dass Hoa ganz alleine in der Halle war und entbunden hat. Sie konnte sich frei bei der Geburt bewegen, was ja heute eigentlich zum Standard gehören sollte. Einziger Nachteil: Sie war ganz allein. Nirgends eine andere Elefantenkuh, die sie bei der Geburt hätte unterstützen können. Keine Trinh, keine Don Chung und vor allem keine Saida, die bereits Erfahrung mit Herdengeburten vorweisen kann, da sie aus Hamburg stammt. Und Hagenbeck rühmt sich ja immer mit seinen seit 2003 stattfindenden Herdengeburten.
So kann selbst ein Problemelefant vor seinem Jungtier geschützt werden, da die Tanten oder eventuell auch eine Tante eingreift und der Mutter zeigt, wo es längs geht. Das war in Leipzig nicht möglich. Dort war Hoa ganz alleine, wurde von Pflegern überwacht, die im Zweifelsfall aber auch nicht eingreifen konnten. Und so soll es eben zu dem Unglück gekommen sein.
Man muss bei Hoa auch bedenken, dass sie erstens die rangniedrigste der Gruppe ist und von den anderen nicht wirklich akzeptiert. Weder Saida noch die anderen beiden mögen sie besonders. Und Saida steht eh beim Bullen, da sie immer versuchen soll Chefin zu werden. Eigentlich will jeder Elefant außer Hoa Leitkuh sein. 2006 war Saida gekommen, um genau so eine Situation zu vermeiden, wie sie nun vorherrscht. Damals hatte Rhani noch gelebt, aber selbst diese mochte Hoa nicht besonders.
Das Verhältnis zwischen Hoa, Thrinh und Don Chung hat sich etwas gebessert und ist nicht mehr ganz so schlimm wie vor ein paar Jahren. Aber die dicksten Freunde sind die drei nicht geworden, das ist eher ein dulden.
Wenn man Hoa betrachtet, so ist sie bei allen Elefanten das fünfte Rad am Wagen. Vielleicht sollte sich der Leipziger Zoo wirklich überlegen, ob sie Hoa nicht abgeben an einen anderen Zoo, die sie besser in eine Gruppe integrieren können. Meine Vermutung, dass der Zoo Leipzig Hoa als gleichwertigen Ersatz für Salvana Hagenbeck anbot, hält sich immer noch. Aber was wollten die mit einem weiteren Problemfall? Davon haben sie schliesslich schon zwei, wobei Mala beim Bullen meist gut aufgehoben ist und Thura geniesst eben Dauerbewachung und wird in der Halle von den anderen getrennt gehalten. Hier muss man aber auch wissen – Jenala sei Dank -, dass Thura erst seit Saidas Weggang diesen schweren Stand hat. Die beiden waren dickste Freundinnen und kamen aus einer Einrichtung in Spanien, wo sie wohl schlimmes durchgemacht hatten. Thura ist nun alleine, kann eine der anderen Kühe, und folglich deren Nachwuchs, nicht ausstehen. Also nicht leicht.
Aber ich schweife ab, zurück zu den Leipziger Elefanten.
Hoa war allein in der Halle, niemand konnte eingreifen. Es wird ja kritisiert, dass der ehemalige Cheftierpfleger Tempelhoff kurz vor der Geburt wegen irgendwelcher internen Querelen abgesetzt und in ein anderes Revier versetzt wurde. Ich weiss nicht, ob er etwas hätte ändern können. Wobei Hoa ja angeblich eine enge Bindung zu ihm hatte. Wenn das stimmt, hat Hoa wirklich die Bezugsperson verloren, der sie vertraut hat. Hoa hat ja eher eine Bindung zu den Menschen um sie gehabt als zu ihren Artgenossen, vor denen sie angeblich sogar Angst hatte. Deshalb ist es mir unverständlich, dass niemand bei der Geburt eingreifen konnte. Ja, es mag gefährlich sein, gerade bei einer Geburt. Aber Hoa? Solange ich keine Aufnahmen der Geburt gesehen habe, kann ich dazu wirklich nichts sagen.
Vielleicht hätte Hoa wirklich an die Kette gelegt werden sollen. Aber wissen wir, ob es dann besser ausgegangen wäre. Die Kette kann doch keine Lösung sein. Bei allein erstgebährenden Elefanten vielleicht doch. Tja, ich weiss es nicht. Geburten an der Kette sind veraltet, da mag Leipzig schon mit einer Geburt in der Halle recht gehabt haben. Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Leipzig das nur veranstaltet hat, um nicht als veraltet zu gelten. Damit sie qeiterhin ihrem Ruf als „Zoo der Zukunft“ gerecht werden. Aber die Zukunft hat sie schon lange überholt. Wenn man hinter die Fassade schaut, wird es deutlich.
Kommen wir nun zu den Tierschützern, die sich immer dan zu Wort melden, wenn etwas schief gegangen ist. Mit denen hat nicht nur der Leipziger Zoo zu kämpfen, sondern jede Zoologische Einrichtung, ob in Deutschland oder der ganzen Welt.
Da werden einmal die Haltungsbedingungen kritisiert. Ich will ja nicht sagen, dass die Elefanten ein supertolles Leben im Zoo geniessen, aber wirklich schlecht geht es ihnen dort auch nicht. Sie kregen jeden Tag ihr Futter und müssen nicht fürchten von Wilderern getötet oder von einer Tretmine zerfetzt zu werden. Natürlich haben sie sich an die Befehle der Pflegerzu halten und können nicht tun und lassen was sie wollen. Das ist dem Schutz der Menschen gechuldet, die mit den Elefanten arbeiten. Das ist allerdings noch lange kein Freifahrtsschein, um die Elefanten zu trietzen.
Natürlich sind auch immer mal welche dazwischen, die lieber nicht mit Elefanten arbeiten sollten, aber solange den grauen Riesen kein Schaden zugefügt wird, geht es noch.
In Asien werden den Elefanten auf grausame Art und Weise der Willen gebrochen. Gefesselt stehen die Elefanten da und versuchen sich zu befreien, bis sie aufgeben und sich dem Menschen fügen. So etwas nenne ich grausam, aber dagegen scheint niemand gegen angehen zu wollen. Nein, kritisieren wir doch lieber das, was direkt vor unserer Haustür sitzt.
Da wird von den Tierschützerin die Herdenstruktur oder nicht vorhandene Homogenität kritisiert. Ja, dass in Leipzig seit spätestens Rhanis Tod nichts mehr geht, ist allgemein bekannt und nichts Neues. Daran wird sich mich ziemlocher Sicherheit auch nichts ändern.
Dass eine Erstgebährende allein in der Halle ist ohne die Unterstützung von erfahrenen Tanten, mag durchaus rechtens sein. Aber wer Hoas Stand kennt, muss sich doch fragen, welche Kuh denn wirklich geeignet dafür gewesen wäre? Mir fehlt keine ein.
Dass leichtsinnig gehandelt wurde mit einer Geburt ohne Ankettung, ich weiss nicht. Bei beiden Methoden kann durchaus was schiefgehen.
Zu guter Letzt, dass dem Leipziger Zoo verboten werden sollte zu züchten. Das ist wirklich starker Tobak, wie ich finde. Denn ist es nicht gerade das erklärte Ziel eines jeden Zoos durch Nachzuchten eine Art zu erhalten? Und gerade die asiatischen Elefanten sind vom Aussterben weitaus bedrohter als ihre afrikanischen Verwandten.
Hoa ist noch ein Wildfang und würde frisches Blut in die europäischen Gruppen bringen.
Durch diese erste Schwangetschaft von ihr, ist gewährleistet, dass sie auch weitere Kinder wird haben können. Denn bei weiblichen Elefanten ist es so, dass sie bis ungefähr zwanzig wenigstens einmal ein Kind hätten kriegen sollen, damit sich ihre Gebärmutter nicht verändert. Es gibt immer wieder Ausnahmen wie Hoa, die 24 war, oder Shandra, die 30 war, aber leider eine Fehlgeburt hatte.
Hoas Baby ist tot. Einige äussern sich darüber auch im Dinne von: Na und? War doch eh nur ein Bulle, die gibt es schon genug. Richtig, es war ein BullenkAlb, aber Naing Thein ist nun einmal bekannt dafür männlichen Nachwuchs zu zeugen. Das steht in einem Verhältnis von 4:1. Deshalb Jenalas Vermutung, der Nachwuchs von Salvana könnte auch männlich sein.
Seien wir froh, dass wenigstens Hoa die Geburt gut überstanden hat.
Und vielleicht war es wirklich besser so, dass das Jungtier nicht überlebt hat. Wer weiss, was da für ein Bulle herangewachsen wäre, der eine Mutter voller Komplexe hat.
Warten wir nun das Obduktionsergebnis ab. So lange gilt für mich die Unschuldsvermutung.

 

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