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Kopflos und führungslos – Kommt nun die Wende oder ist es das Ende?


Die beiden wichtigsten Fussballverbände (Fifa und Uefa) sind praktisch führungslos. Wird das nun der Anfang vom Ende der Amtszeit von Fifa-Präsident Blatter sein? Neunzig (90) Tage ist er von allen Ämtern suspendiert und dennoch scheint ihn nichts davon aufzuhalten, den grossen Kongress Anfang nächsten Jahres vorzubereiten, wo er sein Präsidentenamt zur Verfügung stellt. Natürlich nicht ganz freiwillig, wie man betonen muss. Das sieht man schon daran, dass er nicht ganz zurückgetreten ist, obwohl es gefordert wurde. Er wolle so lange im Amt bleiben bis die Neuwahl anstehe. Bis dahin wolle er mithelfen, den Korruptionsskandal erfolgreich aufzuklären.
Blatter scheint sich weiterhin keiner Schuld bewusst zu sein, obwohl die Schlinge sich immer enger um ihn zu ziehen scheint.
Das sieht man daran, dass er nun mit dieser 90-Tage-Sperre, die oft als Schutzsperre bezeichnet wird, belegt wurde.
Ausgelöst wurde das durch eine Geldzahlung an den Uefa-Präsidenten Michel Platini, der auch einer der Vertreter Blatters ist und sich als Kandidat für Blatters Nachfolge als Fifa-Präsident beworben hat. Und weil diese Geldzahlung ein wenig seltsam ist, wer bekommt Jahre nachdem er irgendwelche Dienste geleistet hat, das Geld, ohne dass es noch dazu irgendwo richtig verzeichnet wird? Ja, da werden Stimmen laut, die von Schmiergeld sprechen. Was es am Ende wirklich gewesen ist, wird wahrscheinlich nicht herauskommen, aber Blatters und Platinis Bild haben erhebliche Kratzer bekommen, die sich nicht so leicht wegpolieren lassen.
Michel Platini wurde wegen dieser Geldzahlung übrigens auch mit einer 90-Tage-Sperre belegt. Auch er ist sich keiner Schuld bewusst und will weiter an seiner Kandidatur für das Amt des Fifa-Präsidenten festhalten.
Ja, ja, irgendwie gibt es nur Unschuldslämmer und Bauernopfer. Wirklich schuldig ist niemand. Alles nur haltlose Verdächtigungen, die der eigenen Person schaden sollen. Aber man gibt nicht auf, lässt sich nicht unterkriegen, denn man selbst ist überzeugt, unschuldig zu sein.
Nur bleibt die Frage bestehen, wie jeder Schuld und Unschuld definiert. Und hierbei wird es schwierig. Vom Gesetz her nicht, denn das sagt klar und deutlich, was legal ist und was strafbar bzw. ungesetzlich. Aber wenn jemand selbst sagen soll, ob er irgendwie was ungesetzliches getan hat, wird er garantiert nicht sagen, dass es so gewesen ist. Manche sagen ja noch, dass sie unschuldig seien, selbst wenn ihre Schuld eindeutig bewiesen ist.
Platini war ohnehin schon angezählt wegen der Arbeit seines Sohnes bei einer katarischen Firma. Da war immer gesagt worden, dass er keine weisse Weste mehr habe. Ob es da nun einen Zusammenhang gibt oder es einfach nur Zufall ist, wer weiss?
Jedenfalls sind zwei der wichtigsten Fussballverbände auf einmal führungslos.
Bei Blatter hat man sich ohnehin gefragt, warum er nicht endlich mal gesperrt wird bzw. nicht gleich ganz aus dem Amt geworfen wird. Aber auch diese Sperre wird Blatter sehr wahrscheinlich nicht davon abhalten, sein Ding durchzuziehen. Das heisst, sich so gut wie möglich aus der Affäre zu ziehen und eventuell als armes Opfer einer Verschwörung dazustehen.
Aber was bedeutet diese Sperre nun für die Uefa und die Fifa? Sind nun beide Verbände angeschlagen? Muss Platini eventuell als Uefa-Präsident zurücktreten?
Nein, das sehr wahrscheinlich nicht, ausser es finden sich weitere erhärtende Beweise, die sagen, dass Platini bei der Vergabe zur WM 2022 nicht ganz uneigennützig entschieden hat.

In Berlin wird gegen das umstrittende TTIP demonstriert, das von den Politikern immer noch forciert wird, obwohl die Bürger es nicht haben wollen.
Die Befürchtungen gegen dieses Freihandelsabkommen sind berechtigt, denn es ist praktisch ein Freifahrtsschein für Sachen, die bei uns eigentlich verboten sind, doch einzuführen. Ich spreche hier nicht von Chlorhühnchen, die immer gern genannt werden. Dass Geflügel in den USA mit Chlor behandelt wird, hat den Grund, damit es frei von Keimen ist. Bei uns wird gleich durch eine Hygienekette versucht, dass sich Keime gar nicht erst bilden können. Übrigens sei dieses Chlor überhaupt nicht schädlich und würde spätestens beim erhitzen verschwinden.
Zum Thema Chlorhühnchen muss ich erwähnen, dass die EU seit Jahren an die USA ein hohes jährliches Strafgeld zahlt, um kein Fleisch einzuführen, wo die Tiere mit speziellen Präparaten behandelt wurden. Diese Mittel sollen angeblich völlig harmlos sein, aber die EU-Bürger würden so etwas nicht wollen. Laut einem Gesetz müssten wir aber dieses Fleisch einführen, was wir aber eben nicht tun, weil wir solches Fleisch für gefährlich halten. Aus diesem Grund klagten die USA und bekamen Recht. Seitdem wird jährlich ein Strafgeld fällig. Und das wird wahrscheinlich noch höher ausfallen, wenn das Freihandelsabkommen in Kraft treten sollte.
Denn unsere Gesetze sind halt ein wenig anders als die in den USA. Ausserdem haben wir auch eine ganz andere Sichtweise. Das kann man daran sehen, dass wir dem Fracking gegenüber negativ eingestellt sind. Wir sehen überall die Gefahren, während in den USA das Fracking zwar nicht mehr das Allheilmittel darstellt, aber immer noch gefördert wird. Wir hingegen wollen das Fracking nicht, müssen uns aber wieder einmal der Politik beugen, weil die das so toll findet.
Und genauso wird es auch mit dem Freihandelsabkommen TTIP sein. Die Politik wird es durchdrücken, egal ob es gewünscht wird oder nicht.
Dabei ist nicht von der Hand zu weisen, dass es keine wirklichen Vorteile für uns birgt. Es ist zwar keine Entmündigung Europas kommt dem dennoch sehr nah.
In Berlin wird gegen das TTIP demonstriert und in Pjöngjang, der Hauptstadt Nordkoreas, findet eine Militärparade statt. Kim Jong Un demonstriert wieder einmal seine militärische Stärke und schreckt wieder einmal nicht mit Provokationen zurück. Sein Militär sei so gut aufgestellt, dass es gegen die USA in den Krieg ziehen könnte. Tja, alles nur leere Worte eines Herrschers, der mal wieder ein Erfolgserlebnis braucht? Oder sind diese Drohungen ernstzunehmen? Atomsprengköpfe soll Nordkorea besitzen. Allerdings weiss man nicht wie viele und ob diese wirklich alle funktionstüchtig sind.
Im Grunde genommen hält man Kim Jong Un nur für einen Schwätzer, der Stärke demonstrieren muss, um sich so seinem Volk zu zeigen. Und das glaubt in der Mehrheit auch, was ihr Herrscher ihnen sagt.
Vor wenigen Tagen dachte ich mir noch, dass Kim Jong Un sein Volk sehr gut in Griff hat, wenn diese es immer noch erdulden, dass sie praktisch immer noch kaum Fortschritt haben und Hungersnöte, wie man sie sonst nur aus Zentralafrika gekannt hat.
Aber Nordkoreas Volk muckt nicht auf. Stoisch lassen sie alles über sich ergehen. Wenn die DDR-Bürger sich das alles gefallen lassen hätten, hätten wir vergangene Woche nicht 25 Jahre Wiedervereinigung gefeiert. Wir hätten am 03. Oktober keinen Nationalfeiertag, sondern immer noch am 17. Juni.
Vielleicht wird Nordkorea irgendwann sehen, dass es so nicht weitergehen kann. Aber bis dahin werden garantiert noch ein paar Köpfe rollen.

Will ich mal beim Fussball bleiben und über die Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Irland schreiben. Ich muss sagen, dass ich mir das Spiel nur für zwei Minuten angesehen habe, aber das hat mir gereicht, um zu sehen, dass Deutschland bei diesem Spiel keinen Blumentopf gewinnen wird. Bälle wurden nicht in die freien Räume gespielt, sondern immer schon dorthin, wo zwar der eigene Mitspieler stand, aber auch jede Menge gegnerische. Oder dann wurde mal in den freien Raum gespielt, aber der betreffende Spieler war gerade von seiner dortigen Position abgerückt, sodass dieses Mal auch wieder ein Gegenspieler eher am Ball war. Abspracheprobleme, Missverständnisse ohne Ende.
Alle bisherigen Spiele, wo eine Mannschaft genau so gespielt hat, ist immer für den Gegner ausgegangen. Deshalb überraschte es mich am Ende auch nicht, als ich später las, dass die Iren gegen Ende noch ein Tor geschossen hatten.
Nun sieht es auf einmal wieder eng aus für das DFB-Team. Natürlich können sie gegen Georgien alles klar machen, angeblich würde sogar ein Unentschieden zum Erreichen der Endrunde der EM in Frankreich genügen. Aber das sollte das deutsche Team nicht erzwingen, denn damit kann man auch scheitern. Es müssen nur alle gegen Deutschland spielen und am Ende heisst es dann, Deutschland kann nach Hause fahren. Dann sind die Niederlande vergessen, die eine blamable Qualifikation gespielt haben und zurecht gescheitert sind. Deutschland wird die neue Lachnummer werden. Als Weltmeister nicht die EM-Qualifikation schaffen und in letzter Sekunde schaffen. Da braucht man sich nie nächsten Jahre wirklich nicht als Deutscher zu erkennen geben in der Welt. Die Lachnummer werden wir sein, wenn Deutschland tatsächlich noch scheitern sollte. Ein Sieg gegen Georgien muss her. Alles andere ist viel zu gefährlich, weil man scheitern könnte. Es mag so schön heissen, am Ende gewännen die Deutschen, doch im Spiel gegen Irland hat man gesehen, dass es nicht stimmt.
Nur gegen Georgien hat sich das deutsche Team bereits im Hinspiel schwergetan. Wie soll denn nun ein Sieg her? Man wird es morgen sehen. Entweder gewinnt Deutschland oder es kann nach Hause fahren.

Auch Elefantendame Mala zittert mit dem deutschen Team. Zwar hat ihre unfreiwillige Wahlheimat Belgien die Qualifikation bereits hinter sich gebracht, aber die alte Kuh möchte unbedingt, dass Deutschland sich ebenfalls qualifiziert. Denn sie sieht sich immer noch als deutscher Elefant, wurde oft genug als solcher bezeichnet. Und wenn man 46 Jahre in dem Land lebt, kann man sich ruhig so bezeichnen, findet Mala.
Im Spiel gegen Irland lag sie mit ihrer Vorhersage daneben, als sie auf ein Unentschieden tippte. Sie hatte sich gedacht, dass die deutsche Mannschaft sich schwertun würde, aber dass sie dermassen versagen würden, dass hat sie dann doch erstaunt und vor allem verärgert. Nun hofft sie gegen Georgien auf einen Sieg, denn das hat sie auch getippt.
Dasselbe hat übrigens auch die Pusteblume gesagt, die sich momentan bei ihren Entscheidungen an Mala zu halten scheint, denn was diese tippt, sagt sie auch. Denn gegen Irland war sie auch für ein Unentschieden gewesen. Ob das jetzt Zufall war oder nicht, jedenfalls war sie nun für einen Sieg, wobei Jonas natürlich wieder einmal betont, dass die Pusteblume ein penetranter Linksrüssler sei. Auch wären ihre letzten Tipps nicht gerade toll gewesen. Nachdem sie sich so gut gemacht hatte, scheint ihr nun wieder die Puste ausgegangen zu sein.

 

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Trügt der Schein?


Gestern wurde im Bundestag das erneute Rettungspaket für Griechenland gebilligt. Mit Zähneknirschen, aber es wurde gemacht. Nun fragt man sich natürlich, ob Griechenland auch die gestellten Bedingungen einhalten wird. Tsipras ist ja der MEinung, Griechenland brauche nun nicht mehr zu sparen. (schrieb ich auch schon letzte Woche an dieser Stelle). Auch der griechische Finanzminister setzt sich in die Nesseln.
Die ersten Demonstration gegen die Regierung Tsipras hat es auch schon in Griechenland gegeben. Überall ist der griechische Ministerpräsident mit seinem Links-Rechts-Bündnis nicht gern gesehen.
Aber nun hat er erst einmal seinen Willen durchgesetzt und bekommt weitere Finanzhilfen, auch wenn er weiter sparen muss – oder wenigstens sollte.
Andere Länder wie beispielsweise Irland haben sich bereits aus dem Euro-Rettungsschirm wieder verabschiedet, nur Griechenland hängt immer noch am Tropf. Das werden sie auch noch die nächsten fünf Jahre, wenn man dort nicht endlich versteht, wie man sorgsam mit Geld umgeht und wie man wirksam die Korruption bekämpft. Letzteres will Tsipras angeblich in Angriff nehmen. Da bin ich wirklich gespannt, ob er den Filz entwirren kann.
Ich bin immer noch dafür, dass Griechenland bankrott meldet. Das ist das beste, was sie tun können, ansonsten werden sie auch ewig am Geldhahn der EU hängen und nie auf eigenen Beinen stehen.
Erst mal sehen, was Ende Juni sein wird, wenn das aktuelle Hilfspaket auslaufen wird. Dann werden wir sehen, was kommen wird. Vielleicht wird Griechenland wirklich noch aus dem Euro ausscheiden. Man wird es sehen. Angeblich horten Euro-Sammler bereits jetzt jede Euro-Münze, die aus Griechenland stammt. So übertreiben muß man es nun wirklich nicht.

Was gibt es Neues aus Russland und der Ukraine? Erst einmal soll angeblich die Erstürmung Mariupols in den nächsten Wochen bevorstehen. Wie geht das eigentlich bei einer Waffenruhe? Ach, ich vergass, dass diese eigentlich nie richtig eingehalten wurde. Immer gab es kleinere bis grössere Gefechte, nur der wirklich grosse Angriff blieb aus.
Gilt die Waffenruhe eigentlich noch? Hollande sagte, dass diese unbedingt eingehalten werden müsse, damit es nicht zu weiteren Konsequenzen komme. Damit meinte er weitere Sanktionen gegen Russland.
Man fragt sich inzwischen, wie lange dieser Konflikt eigentlich noch dauern wird. So lange wie Putin an der Macht ist? Das kann noch einige Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern. Eine neue Ära à la Stalin scheint eingeleutet worden zu sein.
Das scheint es tatsächlich, denn heute Nacht wurde auf offener Strasse der ehemalige russische Vizeregierungschef Boris Nemzow erschossen.
Nemzow war einer der grössten Kritiker Putins. Da könnte einem der Verdacht kommen, dass der russische Präsident seine Hände im Spiel hätte. Aber was hätte er davon? Nun gut, ein Gegner weniger, der die Klappe gegen ihn aufreisst, aber ansonsten doch nur Scherereien. Denn irgendwann würde schon herauskommen, dass er darin verstrickt wäre.
Aber wer hat sonst einen Nutzen davon? Wenn man es so bedenkt, ist dieser Mord die beste Möglichkeit, um die Putin Gegner und seine Befürworter noch weiter gegeneinander aufzuwiegeln und es zur Katastrophe kommen zu lassen. Denn natürlich denkt man gleich, dass es nur Putin oder seine Anhänger gewesen sein könnten, die Nemzow endgültig mundtot machen wollten.
Nemzow hat die Ukraine-Politik Russlands kritisiert und auch sonst kein Blatt vor den Mund genommen. Dadurch wurde er zu einem unangenehmen Politiker, den man anderweitig nichts nachweisen konnte, um ihn mundtot zu machen. Alle Kreml-Kritiker wurde durch irgendeinen Grund der Mund gestopft, wie fadenscheinig es auch war.
Putin solle gewährleisten, dass der Mord an Nemzow aufgeklärt wird und die Täter zur Rechenschaft gezogen würden, so Merkel.
Schon im eigenen Interesse wird Wladimir Putin die Aufklärung des Mordes vorantreiben, damit es nicht hinter vorgehaltener Hand heisst, er habe den Auftrag gegeben.
Wie es wirklich war, werden wir ohnehin nicht erfahren.

In Deutschland wollen in der nächsten Woche die Lehrer streiken. So weit ich weiss, da ich nachgeschaut habe, wird das in einem Bundesland keine Auswirkungen auf die Schulen haben, weil dort gerade Ferien sind. Ich spreche vom Bundesland Hamburg. Ob dennoch einige Lehrer dort auf die Strasse gehen werden? Könnte ich mir schon vorstellen, aber ich gehe immer von den Lehrern aus, die ich in der Schule hatte.
Warum streiken die Lehrer eigentlich? Weil ver.di es gesagt hat, könnte ich nun lapidar sagen. Ganz falsch ist es nicht, aber den wahren Kern trifft es natürlich nicht. Denn es geht um die Altersversorgung. Die soll umgestellt werden und das passt ver.di nicht. Ich schätze mal, dass die Gewerkschaft wieder zuviel Geld hat und nicht weiss, wie sie das nun ausgeben soll. Vielleicht sollten sie es wie die Stadt Hagen in Westfalen machen und einfach das Geld verspekulieren.
Von mir aus können die Lehrer streiken so lange sie wollen, aber dann sollten sie sich auch endlich einmal anstrengen, den Schülern mit Freude etwas beibringen zu wollen. Viele leiern einfach nur ihr Pensum Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr ab, bis endlich die Rente erreicht ist. So hat man als Schüler wirklich keinen Spass am Unterricht.
Ich selbst kann nur eine Handvoll Lehrer nennen, die wirklich gut waren. Im Internat gab es solche Luschen, wie oben beschrieben nicht. Jedenfalls nicht auf meinem.
Als ich dann das Internat verliess und auf ein ganz normales Gymnasium ging, da lernte ich auf einmal, dass der Lehrer am Schüler an sich nicht interessiert ist. Selbst der Tutor kümmerte sich kaum um seine Gruppe. Vielleicht etwas extrem, aber so ist es bei mir wirklich gewesen. Da gab es Lehrer, die sich über den Lehrplan aufregten, andere holten Anfang des Schuljahres ihren „Fahrplan“ heraus, der dann abgearbeitet werden musste. Dieser Fahrplan galt für viele Jahre und wurde kaum modernisiert. Es gab auch Ausnahmen, aber die waren rar gesät – leider.
Zudem bin ich immer noch der MEinung, dass vor, während und nach dem Lehramtsstudium ein Eignungstest durchlaufen werden sollte, zudem sollten die Studenten nicht nur die Bank in der Uni drücken, sondern auch in die Schulen gehen und dort in der Praxis lernen, wie man mit Schülern umgeht. Letzteres wird gewiss von den Schulen nicht so gewollt, aber wenn Lehrer herangezogen werden sollen, die den Schülern den Unterricht nicht vergällen, ist so was nötig.
Deshalb sollten mal die Schüler dafür demonstrieren, dass sie von Lehrern unterrichtet werden, die sich wirklich für jeden einzelnen Kurs interessieren und nicht ihr eigenes Ding durchziehen wollen.

Hat jemand am Mittwoch oder vielleicht gestern den Starkbieranstich vom Nockherberg gesehen? Also die Rede von Mutter Bavaria war dieses Mal deutlich besser als in den Jahren zuvor, wenn sie auch immer noch nicht die Schärfe erreicht hat, wie bei ihren Bruder Barnabas-Vorgängern. Enttäuschend war dieses Mal das Singspiel. Es gab durchaus einige kleine Höhepunkte, aber es war schwach. Lag auch daran, dass alle Schauspieler kontant auf der Bühne waren, da es in einem geschlossenen Raum – einer Rakete – spielte.
Die Politiker dürften zufrieden gewesen sein, wurden sie doch nicht so arg derbleckt. Da ist der bayerische Politiker an sich sehr empfindlich. Wenn etwas zu Wahres an der Kritik ist, dann ist man gleich beleidigt.
Deshalb sind Rede und Singspiel auch nicht mehr so bitterböse wie es früher noch war. Ja, die Politiker sind dünnhäutiger geworden. Ändert sich vielleicht auch noch irgendwann einmal. Und nun warte ich auch auf den Maibockanstich. Da gibt es zwar kein Singspiel, ist aber auch sehr lustig an der einen oder anderen Stelle.

Bayern München setzt seinen Vormarsch auf die nächste Meisterschaft fort. 4:1 gewannen sie gestern Abend gegen die Geissböcke, also Köln.
Langweilig wie immer ist es also in der ersten Bundesliga. Man hat sich daran gewöhnt, dass es fast immer der FC Bayern ist, der die Meisterschaft erringt. Umso interessanter ist es in der Zweiten Liga. Dort ist im Abstiegskampf noch alles offen, obwohl der FC St. Pauli gute Arbeit leistet, um tatsächlich den Weg in Liga Drei anzutreten.
Elefantendame Mala wäre natürlich sofort zur Stelle, um den Super-GAU zu verhindern. Ihrer Meinung nach könne sie elf Spieler auf einen Schlag ersetzen. Den Gegner würde sie einmal kurz anpusten – dafür wird der Rüssel drei Tage nicht gewaschen – und dann stürmt sie direkt aufs gegnerische Tor zu und versenkt den Ball im Netz.
Soviel zum Wunschdenken der alten Kuh.
Morgen wird es gegen Erzgebirge Aue gehen. Der Verein steht auch ziemlich weit unten in der Tabelle. Aber wie schon gegen 1860 wird wohl auch St. Pauli dieses Mal beweisen, dass sie einen vermeintlich leichten Gegner nicht wegputzen können. Ausserdem kommt noch hinzu, dass gerade Erzgebirge Aue derjenige Verein ist, wo St. Pauli immer seine Punkte lässt. Wenn sie tatsächlich mal gegen Aue gewinnen, kommt das beinahe schon einem Wunder gleich.
Aber genau an dieses Wunder glaubt die Pusteblume, das Fussballorakel von Jonas. In der letzten Woche hatte sie den richtigen Riecher bewiesen, als sie auf eine Niederlage gegen 1860 München tippte. Und dieses Mal glaubt sie eben, dass St. Pauli gegen Aue gewinnen wird. Ob sie tatsächlich recht behalten wird? Jonas ist skeptisch. Bloss weil sie einmal richtig lag, muss es jetzt nicht sein. Sie ist halt nicht das grösste aller Fussballorakel, sondern nur die Vertretung der Vertretung. Aber sie findet es immer noch sehr interessant, auch wenn sie wahrscheinlich nicht den Sinn versteht, der hinter der Fragerunde steht.
Elefantendame Mala ist etwas skeptisch, was einen Sieg betrifft. Zwar glaubt sie nicht daran, dass St. Pauli vollständig versagen wird, aber drei Punkte werden sie nicht holen. Die alte Kuh ist für ein Unentschieden.
Wer wird am Ende nun recht behalten? Die Pusteblume mit ihrer schlechten Quote oder aber Elefantin Mala, die seit mehr als vierzig Jahren weiss, wie der Ball gerollt werden muss.

 

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Karneval im Herbst heißt Halloween


Überall in den Läden wird man nicht nur mit Weihnachtssachen genervt, sondern verstärkt mit irgendwelchen Halloween-Artikeln. Kürbisse ohne Ende kann ich noch verstehen, denn Hokkaido oder Butternut sind schmackhafte Speisekürbisse. Aber dieses ganze andere Gedöns – jetzt rede ich schon wie Jonas – wie Süssigkeiten, Verkleidungen wie an Karneval und die indirekte Aufforderung Halloween zu zelebrieren.
Ich kann mich wirklich beherrschen, denn dieses Fest oder wie man es auch immer nennen will ist einfach nichts für mich. Ich mag Karneval schon nicht, warum muss ich dann noch gezwungen werden, Halloween zu feiern? Ich weiss es nicht, aber die ganzen Konzerne haben sich Halloween dazu auserkoren, um noch mehr Geld zu scheffeln. Denn genau das ist es. Früher war der 31. Oktober nur der Reformationstag. Dann aber kam, wer auch immer es war, auf die „tolle“ Idee, dass wir noch nicht genug Blödsinn hätten, was den Kindern Spass machen könnte und Halloween wurde zum neuesten Ereignis auserkoren. Tja, ein amerikanischer Brauch, den die USA von den Iren übernommen hat, schwappte auch zu uns. Der Höhepunkt des ganzen Halloween-Blödsinns ist bereits vor zwei Jahren erreicht worden. Im letzten Jahr war die Werbung für Halloween recht zurückhaltend, während es in diesem Jahr wieder extrem ist. Jedenfalls in den Läden, wo ich einkaufen gehe. Ich sehe ein grosses Halloween-Sortiment, Süssigkeiten sind in Grabbeltischen aufgebaut und man wird förmlich dazu gezwungen, dieses sinnlose Zeug – ich mag keine Süssigkeiten – zu kaufen.
Ich will nicht ganz so weit gehen wie Jonas, der die Kinder, die an seiner Haustür nennen, als Schmarotzer bezeichnet, aber in gewisser Weise ist es schon eine Art Erpressung. Denn wenn es nichts gibt, stellen diese „Nervensägen“ etwas an. Und das Zeug wegzubekommen ist schlimmer, als wenn man denen etwas gibt. Man muss ja nicht so wie Steve machen, der immer die uralten Süssigkeiten durchguckt und die dann weg gibt.
Aber worauf ich hinauswill: Halloween hat in Deutschland nichts zu suchen. Das mag in den USA, Irland und Grossbritannien Bedeutung haben, aber hier ist es nur eine Idee der ganzen Konzerne, die Süssigkeiten, Accessoires und alles, was man für den Karneval braucht, verkaufen. Denn was haben wir mit Halloween zu tun? Weil wir Kürbisse essen? Wir haben Karneval, wo die Kinder sich verkleiden können. Von Tür zu Tür gehen Kinder in manchen Gegenden am 11. November und kriegen dann ein paar Kleinigkeiten. Aber davon kann die Süssigkeitenindustrie natürlich nicht leben, denn das ist eine minimale Einnahme. Deshalb musste was grösseres her. Und was eignete sich besser als Halloween?
So wurde dieser Blödsinn eingeführt und schlug prompt ein wie eine Bombe. Die blödesten Artikel wurden nun auf einmal verkauft. Am harmlosesten finde ich noch Backmischungen für Halloween. Aber wozu brauche ich Maxi-Eier von Kinder Überraschung? Kann es mir jemand erklären? Vielleicht bin ich auch einfach zu alt dafür, um den Sinn von Halloween zu begreifen. Aber für mich ist das einfach nur Kommerz. Und keiner oder wenige scheinen es zu sehen.
Mal sehen, wie lange ich das noch ertragen muss. Man kann an dem Tag nicht einmal mehr ausgehen, weil man Angst haben muss, das Anwesen sei verwüstet. Ist bei mir hier nicht so schlimm, aber in Leipzig war es schon so, bis Steve sich dann das Haus des Schreckens ausdachte. Seitdem nahm die Masse an Kindern ab, denn sie rannten wirklich schreiend davon, wenn Steve im Gruselkostüm die Tür öffnete. Am Ende kamen kaum noch welche zu uns. Deshalb war Steve auch immer froh, wenn er die uralten Süssigkeiten loswurde.
Nun gut, ich werde es auch in diesem Jahr über mich ergehen lassen, aber es ist schon furchtbar, wenn die ganze Redaktion mit Kürbissen und irgendwelchen Masken und Grimassen geschmückt ist. Als ob karneval nicht schon genug wäre.
Aber alles Kommerz!

Eine Information aus Münster. Ja, es stimmt: Elefantin Ratna ist nicht mehr schwanger, sodass Thura nicht Oma werden wird. Bei einer Spätgebährenden wie Ratna – sie ist 22 – ist so etwas nicht ungewöhnlich. Bei diesem Elefantinnen kann es vorkommen, dass sie in den ersten Monaten einen Abort haben, weil sich die Frucht zu weit hinten eingenistet hat. Soll wohl auch bei Malas Genossin old Rani so gewesen sein. Aber da kann ich das nicht genau bestätigen. Bei Elefantin Hoa ging ja bei der ersten Schwangerschaft alles gut bis auf die Tatsache, dass sie einmal zu fest zugetreten hat, als ihr Jungtier geboren war. Und es war keine Absicht, wie ich noch einmal anmerken muss. Bei Hoa wird es dieses Mal wohl besser werden. Interessant wird, ob sie zur Herde um Thura, Rani und Saida kommen wird. Sind nicht die einfachsten Elefanten, aber bei der Klein-Gruppe um Don Chung und Trinh ist Hoa noch weniger gut aufgehoben. Ja, wie heisst es bei Isis Just: Die Leipziger Herde darf als gescheitert angesehen werden. Das sei keine Herde, sondern ein Zusammenschluss aus Einzelpersönlichkeiten. Ausserdem sei das Modell-Mala dort gescheitert.
Gut, ich plaudere hier wieder interna aus, denn der besagte Thriller ist noch gar nicht erschienen, wo das drin steht.
Ratna mag eine Fehlgeburt gehabt haben, aber wenigstens hat sich ihr Zeitfenster nicht geschlossen. Das ist schon mal was. Ausserdem wird ab Ende Dezember Cornys Jungtier erwartet. Wenn ich den Zeitungsartikel recht verstanden habe, soll sie dann nur in Sichtweite zu den anderen gehalten werden. Hat da die Zeitung was falsch verstanden oder bin nur ich das, der was falsch gelesen hat? Mal abwarten, was sein wird. In Hamburg klappt es doch auch mit den Herdengeburten.

Auch Elefantendame Mala bekommt derzeit Kürbisse ohne Ende. Angeblich habe sie sich schon überlegt, ob sie nicht in einen Hungerstreik treten solle. Aber da noch genügend andere Leckereien gereicht würden, hat sie es sich noch einmal anders überlegt. Sie hat im Grunde nichts gegen Kürbisse, aber zuviel davon, ist ihr einfach zu viel. Kennt man ja, wenn man tagelang das gleiche ist, kann man es irgendwann nicht mehr sehen und ist froh, wenn man etwas anderes vorgesetzt bekommt. Da hat die alte Kuh noch eine gute Auswahl. Heu gibt es, Äpfel gibt es, Möhren, aber leider, leider keine gekochten Kartoffeln. Die hat sie besonders gern.
Nun muss sie mal wieder ein Spiel des FC St. Pauli tippen. Es geht heute gegen den Karlsruher SC, der zu Beginn der Saison nicht schlecht gestartet war und nun ein wenig schwächelt. Mala ist dem Verein in Sympathie verbunden, was auch daran liegen mag, dass ihre liebste Freundin Jenny – wie sie gerne zu sagen pflegt, obwohl beide nie ein Gehege geteilt haben – dort schon seit acht Jahren lebt. Im Karlsruher Zoo natürlich. Elefantendame Mala hat sich zu einer Niederlage entschlossen. St. Pauli würde es heute ruhiger angehen, weil es am Dienstag im DFB-Pokal gegen Dortmund gehen würde. Und da sie dort unbedingt in die nächste Runde einziehen wollen, werden sie heute nicht so sehr auf Sieg aus sein.
Was die alte Kuh wieder alles weiss oder zumindest glaubt zu wissen. Beim DFB-Pokal sagt sie übrigens, dass St. Pauli gegen Dortmund gewinnen würde.
Die Pusteblume hat nun ganz anders getippt. Zum einen glaubt sie an einen Sieg von St. Pauli gegen den KSC – penetranter Linksrüssler, wie Jonas immer sagt -, während sie zum DFB-Pokal sagt, dass St. Pauli gegen Dortmund verlieren würde. Tja, da ist Jonas sehr gespannt, ob seine Pusteblume recht behalten wird. Das letzte Mal lag sie jedenfalls schon mal richtig, als sie sagte, dass St. Pauli verlieren würde.
Ich frage mich momentan ganz bang, wie es mit Werder Bremen weitergehen wird. Gegen Köln verloren sie gestern erneut ein Spiel und sind weiterhin Tabellenletzter. Liegt es nun am Trainer, am Team oder an ich weiss nicht was? Jedenfalls ist Robin Dutt der bisher schlechteste Trainer in der Geschichte Werder Bremens. Das will was heissen, denn es gab eine Zeit Ende des letzten Jahrhunderts – klingt, als ob es schon Ewigkeiten her wäre -, wo Werder regelmässig auf den hinteren Tabellenplätzen in die neue Bundesliga-Saison startete. Das besserte sich dann, aber nun scheint es wieder so weit zu sein. Doch es bleibt die Frage, ob Werder sich wieder berappeln wird. Dutt wird wohl heute Nachmittag gehen müssen und wer kommt dann? Bernd Schuster vielleicht? Warum nicht, in Spanien hat er gute Arbeit geleistet, nur in Deutschland will ihn kein Verein haben.

Jonas hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass sein Heimatzoo einen Fotowettbewerb veranstaltet hatte. Nichts besonderes, denn das gibt es anderswo auch. Nun hat er sich die zwölf Bilder angesehen, die zur Auswahl stehen, um von den Website-Besuchern zum schönsten Motiv gekürt zu werden. Und dabei stiess er auf ein Bild, dass nicht im genannten Aktionszeitraum aufgenommen worden sein kann, sondern spätestens im Herbst 2012. Warum? Nun ja, das abgebildete Alpaka ist seit August 2013 nicht mehr in der Herde aufgetaucht, muss folglich gestorben sein. In dem Monat war es nicht das einzige Alpaka, das verstarb. Auch Jonas‘ Lieblingsalpaka namens Pinta segnete das Zeitliche. Etwa zwei Wochen später soll Carmen – das auf dem Foto abgebildete Alpaka – gestorben sein.
Vielleicht wurde sie auch hinter den Kulissen gehalten und ist nun wieder aufgetaucht, allerdings glaubt Jonas nicht daran, weshalb er vermutet, dass die EXIF-Daten verändert wurden. Möglich ist alles. Ich wollte es nur mal erwähnt haben.

 

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Machtkampf oder zu viel Geld?


Die Züge stehen wieder still. Nein, nicht alle, aber die Mehrheit ist in den Depots geblieben.
Es wird wieder gestreikt, innerhalb einer Woche, in einem Abstand von nur drei Tagen. Waren es beim letzten Streik der Lokführer 14 Stunden gewesen, sind es nun 50 Stunden.
Erschwerend kommt dieses Mal hinzu, dass in sieben Bundesländern die Ferien begonnen haben und in einem die Ferien enden, während sie in anderen noch laufen. Da ist ein Chaos vorprogrammiert. Aber nicht nur das. Die letzten Sympathien, die noch aufseiten der Lokführer waren, dürften dort nun verloren gehen.
Am Mittwoch war auch ich unmittelbar vom Streik betroffen, denn eine kurze Strecke muss ich von der Arbeit mit der S-Bahn fahren, um dann in die U-Bahn umzusteigen. Ich wusste nicht, ob die S-Bahn fuhr, in der Nähe gab es auch eine Bushaltestelle, da fuhr der Bus alle zwanzig Minuten. Es gibt noch einen anderen, aber der fährt einige Umwege, weshalb ich den nun wirklich nicht nehmen wollte. Habe extra geguckt, wann der fährt und dann war er doch gerade weg. Äusserst ärgerlich, aber nicht zu ändern. Was also tun? Die Strassenbahn nehmen? Tja, die gab es hier nicht. Nur den Bus und der war weg und der andere fuhr Umwege und war restlos überfüllt. Also zu Fuss gehen. Ja, blieb mir nichts anderes übrig und ich war auch schneller als der nachfolgende Bus.
Wenigstens war die U-Bahn nicht überfüllt, was ich auch schon mal erlebt hatte.
Ich habe schon seit längerem kein Verständnis mehr für die streikenden Lokführer und für die GDL sowieso nicht.
Warum?
Ganz einfach: Ein Streik führt zu nichts, ausser zu genervten Menschen, die auf die Bahn angewiesen ist. Die Schuld nun der Deutschen Bahn zuzuschreiben, wie es von der GDL getan wird, ist natürlich sehr einfach, zieht aber irgendwann nicht mehr. Vor allem nicht, wenn man den Streik auf Ferienbeginn setzt. Dann reisst auch bei dem Verständnisvollsten der Geduldsfaden.
Ich habe jetzt mal gehört, wie viel ein Lokführer so verdient. Der herausgepickt wurde, war schon einige Jahre dabei und es sollen um die 2900 Euro gewesen sein. Ob Brutto oder Netto wurde nun nicht gesagt, dafür hiess es aber, dass es noch eine Zulage gibt, die auch um mehrere hundert Euro variiert.
Andere, die auch wichtige Dinge leisten, können von so einem Gehalt nur träumen. Und die streiken auch nicht, um mehr Geld zu bekommen, weil sie es haben wollen. Sie würden es auch nicht kriegen, obwohl sie es weit mehr verdient hätten, als die Lokführer.
Ja, ich bin fast davon überzeugt, dass die GDL hier einen Machtkampf ausspielt, wer den längeren Atem habe. Denn es geht nicht nur darum, dass die GDL ihr Forderungen durchsetzen will, sondern auch um eine Vormachtstellung. Schliesslich gibt es da noch eine andere Gewerkschaft, die EVG, und der will die GDL den Rang ablaufen. Also nicht nur im Hinterkopf haben, dass die Lokführer mehr Geld bekommen sollen und einen geregelteren Arbeitsalltag, sondern auch, dass die GDL ihre Vormachtstellung ausbauen möchte.
Gut, in einem stimme ich mit den Lokführern überein, dass ihre Schichtarbeit besser koordiniert sein muss. Dafür kann man auch streiken, aber wenn man es andauernd macht, wird das auch nicht viel bringen – ausser verärgerte Kunden natürlich und das niemand mehr Verständnis für die Lokführer zeigt.
Wie gesagt, dass mit dem Lohn ist so eine Sache. Natürlich ist es keine leichte Aufgabe, dort im Führerhaus der Lok zu sitzen. Man kann nicht einfach Däumchen drehen, sondern muss wie beim Autofahren hellwach sein, um kein Signal zu übersehen.
Dann immer die Gefahr, dass sich ein Lebensmüder vor einen Zug wirft. Obwohl der Lokführer selbst keine Schuld daran hat, den Tod eines Menschen verschuldet zu haben, nimmt es ihn mit und sehr wahrscheinlich macht sich der Lokführer auch Vorwürfe, warum er nicht eher gebremst habe. Das ist das Gefährliche an dem Beruf, dass man von jetzt auf gleich aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann.
Hat jetzt nicht wirklich was damit zu tun, warum es gerechtfertigt ist, dass die Lokführer mehr Geld bekommen sollten, aber erwähnenswert ist es allemal. Denn jeder Lokführer – auch wenn niemand es sehr wahrscheinlich zugeben würde – fürchtet sich genau davor, dass ihm so etwas passiert.
Aber wenn man das GEhalt betrachtet, dann kommt man beinahe zu dem Schluss, was die Lokführer eigentlich wollen. Sie werden doch recht grosszügig bezahlt, wenn man da andere Berufe ansieht, wo die körperliche Arbeit viel höher ist, aber der Lohn mickrig.
Es wird gestreikt. Gerade einmal 30 Prozent aller Fernzüge sollen fahren. Im Regionalverkehr wird häufig auf Busse gesetzt. Einige S-Bahnen in den Grossstädten fahren gar nicht, andere nur unregelmässig in grossem Zeitabstand. Aber sie fahren, dass ist schon mal was. Dennoch wird dieser fünfzig Stunden lage Streik, ziemlich viele Menschen getroffen haben, die heute oder morgen in den Urlaub fahren wollten. Wenn sie Glück haben, fährt ihr Zug, kommen sie vielleicht mit Umwegen zum Ziel oder sie kommen nicht weg vom Fleck.
Das ist dann ärgerlich für die Bahn, denn die muss diese Ausfälle ersetzen. Entweder mit der Erstattung des Reisepreises oder sogar einer Übernachtung oder ich weiss nicht was.
Das schadet natürlich der DB selbst. Die Kunden werden sich wieder auf ihre Autos konzentrieren, vielleicht auch aufs Flugzeug, falls da nicht auch gerade gestreikt wird, wie am Donnerstag bei GermanWings. Aber momentan soll auf den Strassen nicht übermässig viel los sein. Das kommt vielleicht erst am Montag. Aber da sollen die Züge wieder fahren.
Die GDL sagt auch, dass die Bahn die Verhandlungen verschleppe, weil sie auf ein Gesetz zur Tarifeinheit warte, dass die Bundesregierung irgendwann verabschieden will. Dieses GEsetz besagt, dass dann nur noch die mitgleiderstärkste Gewerkschaft Verhandlungen führen darf. Ist das dann nicht die GDL, sondern eine andere Gewerkschaft? Hm, sollte man drüber nachdenken.
Die DB kann es natürlich auch so machen, dass sie mehr Lokführer verbeamten, denn die dürfen dann bekanntlich nicht streiken. Kostet natürlich auch mehr, aber sollte sich die Bahn mal überlegen. Lieber das, als immer nur Streiks und Notfallpläne und verärgerte Kunden und Erstattung des Reisepreises. Da kommt eine Verbeamtung doch viel billiger.
Voerst müssen wir die Streiks akzeptieren. Was können wir selbst auch schon machen? Solidarität mit den Lokführern zeigen? Nö, irgendwann hat sich das wirklich.
Bin wirklich gespannt, wann das nächste Mal gestreikt wird. Schon am Dienstag? Ach, da fällt mir noch was ein? Hat die GDL zu viel Geld auf den Konten, dass sie diese loswerden müssen? Denn an jedem Streiktag bekommt derjenige, der in der Gewerkschaft ist, Streikgeld ausgezahlt. Der Gedanke kam mir schon im letzten Jahr, als Ver.di andauernd zum Streik aufrief. Daran hat nun noch keiner gedacht. Aber dafür gibt es schliesslich mich, um andere darauf zu stossen.

Elefantendame Mala macht heute und morgen fleissig mit bei der Begrüssung der neuen Elefanten aus Hannover. Fleissig hat sie mit ihren Rüsselkontakt aufgenommen und findet sie ganz nett, aber dennoch ist sie froh, wenn sie in ihrer kleinen Gruppe bleiben kann.
Letzte Woche ärgerte Mala sich masslos über das Auftreten der deutschen Nationalmannschaft. Verloren diese sang- und klanglos gegen Polen und gegen Irland sah es auch nicht besser aus. Schiessen sie irgendwann den Führungstreffer und dann kassieren sie in der 94. Minute (!) den Gegentreffer. Das ist doch nicht zu glauben, so spielt doch sonst nur der FC St. Pauli. Aber mit Max Kruse hatte auch ein ehemaliger St. Paulianer mitgespielt.
Mala tobte. So schlecht sei die Nationalmannschaft noch nie gewesen. Gemeinsam mit old Rani konnte sie Trübsal blasen, denn die Schweiz war auch nicht besser gewesen.
Aber lieber tobt Mala, als das sie Trübsal bläst. Und so hat sie auch gleich entdeckt, wo es hapert. Die Abwehr sei nichts und auf den Torwart könne man sich auch nicht verlassen. Bei der WM habe Neuer sehr gut gespielt, weit besser als sonst, aber nun ist er wieder auf dem Niveau, wo er seine alten Fehler mache.
Wahrscheinlich wäre er heute nicht die Nummer eins im Tor der deutschen Mannschaft, wenn nicht René Adler in den entscheidenen Momenten immer irgendeine Verletzung gehabt hätte. So redet von dem kein Mensch mehr. Mein Onkel glaubt, dass das bei dem irgendwas psychisches sei. Denn immer wenn es wichtig ist, sei er verletzt und wenn es nur ein Hexenschuss sei.
Vielleicht fängt die deutsche Mannschaft sich wieder. Denn wenn sie es nicht tun, wird es eng und sie sehen sich die EM nur als Zuschauer an. Dann wird hoffentlich Frankreich gewinnen, aber für Deutschland wäre es eine Blamage.
Nun geht aber erst einmal die Bundesliga weiter. Mala hat erfahren, dass Shila, die sie laut Aprilscherz in jungen Jahren hätte spielen sollen, fleissig am üben wäre, um einen Ball zu fangen und zu spielen. Allerdings hätte sie nur Zweige oder Steine zum Üben. Da wir Shila als übermütig kennen, sollte sie es lieber ganz sein lassen. Ausserdem, würde sie wirklich ein guter Torwart werden?
Darüber macht sich Mala keine Gedanken, sondern vielmehr über das nächste Spiel des FC St. Pauli. Am Montag werden sie auf Düsseldorf treffen und Mala sagt, dass sie gegen Düsseldorf nur Unentschieden spielen.
Jonas ist obenauf, denn sein Fussballorakel hatte beide Spiele richtig getippt. Besonders beim Unentschieden gegen Irland war sie sehr überzeugt vom Ergebnis. So entschlossen habe er sie noch nie erlebt gehabt. Er muss es wissen, schliesslich prüft er sie nun schon mehrere Wochen.
Was hat die Pusteblume denn nun zum St. Pauli-Spiel gegen Düsseldorf gesagt? Tja, da ist sie der MEinung, dass St. Pauli leider verlieren wird. Ein Blick auf die Tabelle könnte das bestätigen. Was sagte der Schlaubeutel zu dem Spiel? Es war das letzte, dass sie getippt hat, bevor sie sich auf den Weg nach Leipzig machte. Sie geht von einem Unentschieden aus. Und was sagt Plattfuss? Die hat Jonas auch gefragt, da er der Pusteblume nichts zutraut. Sie geht ebenfalls von einem Sieg Düsseldorfs aus. Sie sei ein furchtbarer Linksrüssler hat Jenalas Cousin über sie gesagt.
Wie es aussieht, wird es dieses Mal spannend werden, wer am Ende recht behalten wird.

 

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Friedensnobelpreis für die EU – Verdient?


Der Träger des diesjährigen Friedensnobelpreises steht fest: Die EU. Auch verwundert? Tja, da ging es mir nicht anders. Ich konnte wirklich nicht verstehen, wie die EU ausgewählt werden konnte. Gut, sie macht sich für den Frieden stark. Haben versucht, dass in Syrien nicht das geschieht, was dort gerade immer noch geschieht. Und sie sind nicht einfach in ein Land einmarschiert, weil das sie angeblich bedroht. Hierbei spiele ich auf die USA an, die erst in Afghanistan einmarschierte und schliesslich im Irak. Geschah alles nach dem 11. September 2001 unter der Regierung Bush. Besagter Ex-Präsident soll ja auch immer wieder für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen werden. Was bin ich froh, dass der wieder einmal leer ausgegangen ist, während sein Nachfolger bereits Träger des Friedensnobelpreises ist. Wofür frage ich mich da allerdings auch.
Die EU bekommt dieses Jahr den Friedensnobelpreis. Doch wer in der EU hat nun diesen Preis verdient? Alle Länder und somit deren Bewohner oder aber die EU-Politiker? Die Europäische Union ist eine Gemeinschaft, die aus vielen verschiedenen Ländern besteht, die sich auf dem Kontinent Europa befinden.
In Zeiten der Krise stehen sie alle zusammen, behaken sich, aber schlimmer kommt es nicht. Die EU steht für den Frieden, aber dennoch darf man nicht vergessen, dass einige EU-Länder zu den grössten Waffenlieferern gehören. Dies sind unter anderem Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Ist es also dennoch gerechtfertigt, dass die EU den Friedensnobelpreis erhält? Hierbei stellt sich die Frage, wohin die Waffen geliefert werden. Des weiteren muss man auch noch einmal nachdenken, dass Grossbritannien an der Seite der USA gestanden hat, als es gegen den Irak ging. Deutschland und Frankreich mussten sich vom damaligen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld gefallen lassen, als „altes Europa“ bezeichnet zu werden.
Da mag Grossbritannien im Alleingang gehandelt haben, aber ist es nicht auch ein Mitglied der EU? Hätte die
Europäische Union nicht dafür sorgen müssen, dass Grossbritannien von seiner Unterstützung der USA ablässt?
Ich bin gespalten, was die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU geht. Einerseits ist sie schon eine Einrichtung, die sich um den Frieden in der Welt bemüht. Aber da die einzelnen Länder immer noch machen, was sie wollen, ist es vielleicht ein Ansporn. Aber wirklich eine verdiente Auszeichnung? Das werden wir sehen müssen.

Gestern hat Deutschland in einem wahren Torrausch gegen Irland verdient mit 6:1 gewonnen. Wie sagte Trappatoni vor dem Spiel noch? „The cat is in the sack.“ Was wohl so viel heissen soll wie: Die Katze ist im Sack. Eine allzu wörtliche Übersetzung, wie mir scheint. Dabei fällt mir ein, dass ich gar nicht weiss, wie diese Wortphrase eigentlich im Englischen heisst. Es gibt ja immer Sätze, wo man denkt, dass die absolut deutsch übersetzt wurden. Aber „so be it“ ist nicht falsch, auch wenn es im Deutschen „so sei es“ bedeutet.
Jedenfalls hat Deutschland gewonnen und dieses Mal machte es wieder richtig Spass, sich das Spiel anzusehen. Vor allem die letzten Spiele waren furchtbar gewesen. Nun hat es sich gebessert, oder lag das bloss am Gegner?
Elefantendame Mala jedenfalls lag wieder goldrichtig, als sie auf einen Sieg Deutschlands tippte. War ja dieses Mal auch gar nicht so schwer. Jedenfalls hat sie sich wieder einmal als Rüsselorakel bewährt. Das soll ihr erst mal jemand nachmachen.

Eine traurige Nachricht, die ebenfalls mit dem Sport zu tun hat: Harry Valérien ist mit 88 Jahren gestorben. Ich bin zu jung, um mich an ihn noch zu erinnern, wie er das „Aktuelle Sportstudio“ leitete. Aber sein Name war und ist mir ein Begriff gewesen. 88 Jahre sind ein stattliches Alter. Die Ausschnitte, die ich mit ihn gesehen habe, liessen darauf schliessen, dass er ein guter Moderator gewesen ist. Er hat nicht alles hingenommen, war auch kritisch, so wie es ein Journalist auch sein sollte. Wird heute viel zu wenig gemacht, und wenn doch, kommt es meist ganz anders rüber.

 
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Verfasst von - 13. Oktober 2012 in Blog

 

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Desch war griabig!


So sagt man jedenfalls in Bayern. Ich würde es mit Super übersetzen, aber genau genommen heisst es gemütlich. Und gemütlich und heimelig fand ich die Reise auch, weshalb ich das Wort jetzt stehen lasse. Aber so langsam fange ich wohl wirklich an Bayerisch zu palavern. Also wenn ich dann auch noch anfange so zu schreiben, ist mir dann echt nicht mehr zu helfen. Mal sehen, vielleicht kriege ich noch rechtzeitig die Kurve und haue ab in eine andere Stadt, wo es vielleicht auch ein wenig billiger ist. Am schlimmsten ist es aber, wenn ich in Wien bin. Da muss ich mich vielleicht zusammenreissen, nicht in diesen Wiener Schmäh zu verfallen. Ist ganz schön furchtbar, dabei habe ich es nun überhaupt nicht mit Dialekten. Kann sie zwar verstehen, aber nicht sprechen. Nur eben so Pseudo-Dialekt. Wobei mir gerade was einfällt. Weiss jemand, was Moppkenbraut auf hochdeutsch heisst? Ist übrigens (wieso schreibe ich ünrogens? Erinnert mich an türkisch) nicht bayerisch.
Irland war fantastisch. Limerick, Killarny, Dublin natürlich und wie die Städte und Städchen alle heissen, die wir mit der Gruppe aufgesucht haben. Also ich kann Studienreisen nur empfehlen. War jetzt meine erste und eigentlich auch Reginas Idee. War ja anfangs nicht so begeistert, aber ich muss sagen, es war wirklich toll. Anstatt das man selbst mit einem dicken Baedecker rumläuft, bekommt man alles kompetent erzählt. Die Reiseleitung kennt sich wirklich aus und führt einen auch mal an Plätze, die nicht so sehr von Touristen überlaufen sind. Sehr schön, wirklich. Habe auch wieder jede Menge fotografiert und mich über meine eine Speicherkarte aufgeregt, weil sie andauernd „Kartenfehler“ anzeigte. Und es ist immer nur die 8GB-Karte. Das regt mich vielleicht auf. Denn manches Mal musste ich die Kamera bis zu zehn Mal aus- und wieder anschalten bis das Problem endlich behoben war. Welches Problem eigentlich? Ich weiss es beim besten Willen nicht.
Ich habe heute noch frei und muss morgen wieder zur Arbeit, deshalb will ich jetzt noch den Tag geniessen. Wobei der mir ein wenig vermiest wurde. Denn ich gehe hier auf die Seite, logge mich ein, und was sehe ich? Ja, diese Spammer sind zurückgekehrt. Fünfzig Spam-Einträge in der kurzen Zeit. Ich könnte kochen, und dann noch die meisten bei einem ganz bestimmten Eintrag. Dabei war der damals, als ich ihn geschrieben habe, gar nicht so oft angeklickt worden. Aber es war eben Zeitgeschehen. Jährt sich im November übrigens zum ersten Mal. Weiss jemand, worüber ich rede? Sicherlich nicht, seine Biografie ist gerade erschienen. Ich hatte ein Leseexemplar und es an einem Tag durchgelesen. Stand jetzt nicht wirklich was interessantes drin. Aber egal.
Aber wegen dieser Spam,-Einträge werde ich jetzt wohl doch wechseln. Werde aber früh genug bescheid geben, wann das sein wird.

 
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Verfasst von - 18. Oktober 2010 in myblog

 

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Einsparungen und kein Ende


„Tony Curtis ist tot! Warum soll ich dann noch eine Homestory über ihn schreiben.“
(Der Witz daran ist, dass die Homestory sich auf Larry Hagman bezog und nicht auf Tony Curtis)

Hier wird immer noch gestreikt. Aber man merkt es gar nicht so sehr, weil die U-Bahnen jetzt in grösserem Zeitabstand fahren. Dadurch fallen nicht mehr so viele aus und man muss nicht mit dem Auto in die Stadt fahren. Wo ich gerade von Auto spreche. München ist ja auch nicht besonders reich. Und wisst ihr, was die machen, damit Geld rein kommt? Personalisierte Parkkarten ausstellen, damit man als Anwohner der Innenstadt auch wirklich einen Parkplatz hat. Kostet ein Schweinegeld. Aber warum mich das aufregt? Weil das jetzt auch auf die Aussenbezirke ausgeweitet (nicht ausgeweidet) werden soll. Eine Frechheit ist das. Klingt genauso bescheuert wie diese Gebühr, die man zahlen soll, wenn man die Polizei holt, wie es in Hamburg geplant ist. Oder Jenala hat mir jetzt erzählt, dass die Kultureinrichtungen kaum noch Geld kriegen. Theater und Museen planen zu schliessen, was noch mehr am Ende kostet, da ja laufende Kosten wie Wasser und Strom weiter bezahlt werden müssen. Dem Fass den Boden schlägt aber aus, dass in Hamburg die Bibliotheken kaum noch Geld kriegen und im Gegenzug ihre Gebühren erheben und die Öffnungszeiten verringern, von Entlassungen ganz zu schweigen. Das regt JEnala besonders auf. Als ob da nur noch Politiker sitzen, die von nichts eine Ahnung haben, nicht mit Geld umgehen können und in Projekte investieren, die nur Geld kosten (dieses Loch im Hafen, dieses Konzerthaus oder diese Schulreform). Jenala ist stinkig und wenn sie ein Alpaka wäre, würde sie ins Parlament gehen und den Politikern ordentlich einen grünen Harry verpassen. Politik treibt seltsame Blüten. Aber so läuft es ja überall ab.
Die letzten Tage des Oktoberfestes sind angebrochen und ich habe endlich mal wieder Urlaub. Wird auch Zeit. Freude, Freizeit und ich weiss nicht was. Werde nicht erreichbar sein, denn ich fahre nach Irland. Die grüne Insel, die wirklich eine Insel ist. – Wer’s nicht versteht. Ich erkläre es mal später.

 
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Verfasst von - 2. Oktober 2010 in Blog

 

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