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Karneval im Herbst heißt Halloween


Überall in den Läden wird man nicht nur mit Weihnachtssachen genervt, sondern verstärkt mit irgendwelchen Halloween-Artikeln. Kürbisse ohne Ende kann ich noch verstehen, denn Hokkaido oder Butternut sind schmackhafte Speisekürbisse. Aber dieses ganze andere Gedöns – jetzt rede ich schon wie Jonas – wie Süssigkeiten, Verkleidungen wie an Karneval und die indirekte Aufforderung Halloween zu zelebrieren.
Ich kann mich wirklich beherrschen, denn dieses Fest oder wie man es auch immer nennen will ist einfach nichts für mich. Ich mag Karneval schon nicht, warum muss ich dann noch gezwungen werden, Halloween zu feiern? Ich weiss es nicht, aber die ganzen Konzerne haben sich Halloween dazu auserkoren, um noch mehr Geld zu scheffeln. Denn genau das ist es. Früher war der 31. Oktober nur der Reformationstag. Dann aber kam, wer auch immer es war, auf die „tolle“ Idee, dass wir noch nicht genug Blödsinn hätten, was den Kindern Spass machen könnte und Halloween wurde zum neuesten Ereignis auserkoren. Tja, ein amerikanischer Brauch, den die USA von den Iren übernommen hat, schwappte auch zu uns. Der Höhepunkt des ganzen Halloween-Blödsinns ist bereits vor zwei Jahren erreicht worden. Im letzten Jahr war die Werbung für Halloween recht zurückhaltend, während es in diesem Jahr wieder extrem ist. Jedenfalls in den Läden, wo ich einkaufen gehe. Ich sehe ein grosses Halloween-Sortiment, Süssigkeiten sind in Grabbeltischen aufgebaut und man wird förmlich dazu gezwungen, dieses sinnlose Zeug – ich mag keine Süssigkeiten – zu kaufen.
Ich will nicht ganz so weit gehen wie Jonas, der die Kinder, die an seiner Haustür nennen, als Schmarotzer bezeichnet, aber in gewisser Weise ist es schon eine Art Erpressung. Denn wenn es nichts gibt, stellen diese „Nervensägen“ etwas an. Und das Zeug wegzubekommen ist schlimmer, als wenn man denen etwas gibt. Man muss ja nicht so wie Steve machen, der immer die uralten Süssigkeiten durchguckt und die dann weg gibt.
Aber worauf ich hinauswill: Halloween hat in Deutschland nichts zu suchen. Das mag in den USA, Irland und Grossbritannien Bedeutung haben, aber hier ist es nur eine Idee der ganzen Konzerne, die Süssigkeiten, Accessoires und alles, was man für den Karneval braucht, verkaufen. Denn was haben wir mit Halloween zu tun? Weil wir Kürbisse essen? Wir haben Karneval, wo die Kinder sich verkleiden können. Von Tür zu Tür gehen Kinder in manchen Gegenden am 11. November und kriegen dann ein paar Kleinigkeiten. Aber davon kann die Süssigkeitenindustrie natürlich nicht leben, denn das ist eine minimale Einnahme. Deshalb musste was grösseres her. Und was eignete sich besser als Halloween?
So wurde dieser Blödsinn eingeführt und schlug prompt ein wie eine Bombe. Die blödesten Artikel wurden nun auf einmal verkauft. Am harmlosesten finde ich noch Backmischungen für Halloween. Aber wozu brauche ich Maxi-Eier von Kinder Überraschung? Kann es mir jemand erklären? Vielleicht bin ich auch einfach zu alt dafür, um den Sinn von Halloween zu begreifen. Aber für mich ist das einfach nur Kommerz. Und keiner oder wenige scheinen es zu sehen.
Mal sehen, wie lange ich das noch ertragen muss. Man kann an dem Tag nicht einmal mehr ausgehen, weil man Angst haben muss, das Anwesen sei verwüstet. Ist bei mir hier nicht so schlimm, aber in Leipzig war es schon so, bis Steve sich dann das Haus des Schreckens ausdachte. Seitdem nahm die Masse an Kindern ab, denn sie rannten wirklich schreiend davon, wenn Steve im Gruselkostüm die Tür öffnete. Am Ende kamen kaum noch welche zu uns. Deshalb war Steve auch immer froh, wenn er die uralten Süssigkeiten loswurde.
Nun gut, ich werde es auch in diesem Jahr über mich ergehen lassen, aber es ist schon furchtbar, wenn die ganze Redaktion mit Kürbissen und irgendwelchen Masken und Grimassen geschmückt ist. Als ob karneval nicht schon genug wäre.
Aber alles Kommerz!

Eine Information aus Münster. Ja, es stimmt: Elefantin Ratna ist nicht mehr schwanger, sodass Thura nicht Oma werden wird. Bei einer Spätgebährenden wie Ratna – sie ist 22 – ist so etwas nicht ungewöhnlich. Bei diesem Elefantinnen kann es vorkommen, dass sie in den ersten Monaten einen Abort haben, weil sich die Frucht zu weit hinten eingenistet hat. Soll wohl auch bei Malas Genossin old Rani so gewesen sein. Aber da kann ich das nicht genau bestätigen. Bei Elefantin Hoa ging ja bei der ersten Schwangerschaft alles gut bis auf die Tatsache, dass sie einmal zu fest zugetreten hat, als ihr Jungtier geboren war. Und es war keine Absicht, wie ich noch einmal anmerken muss. Bei Hoa wird es dieses Mal wohl besser werden. Interessant wird, ob sie zur Herde um Thura, Rani und Saida kommen wird. Sind nicht die einfachsten Elefanten, aber bei der Klein-Gruppe um Don Chung und Trinh ist Hoa noch weniger gut aufgehoben. Ja, wie heisst es bei Isis Just: Die Leipziger Herde darf als gescheitert angesehen werden. Das sei keine Herde, sondern ein Zusammenschluss aus Einzelpersönlichkeiten. Ausserdem sei das Modell-Mala dort gescheitert.
Gut, ich plaudere hier wieder interna aus, denn der besagte Thriller ist noch gar nicht erschienen, wo das drin steht.
Ratna mag eine Fehlgeburt gehabt haben, aber wenigstens hat sich ihr Zeitfenster nicht geschlossen. Das ist schon mal was. Ausserdem wird ab Ende Dezember Cornys Jungtier erwartet. Wenn ich den Zeitungsartikel recht verstanden habe, soll sie dann nur in Sichtweite zu den anderen gehalten werden. Hat da die Zeitung was falsch verstanden oder bin nur ich das, der was falsch gelesen hat? Mal abwarten, was sein wird. In Hamburg klappt es doch auch mit den Herdengeburten.

Auch Elefantendame Mala bekommt derzeit Kürbisse ohne Ende. Angeblich habe sie sich schon überlegt, ob sie nicht in einen Hungerstreik treten solle. Aber da noch genügend andere Leckereien gereicht würden, hat sie es sich noch einmal anders überlegt. Sie hat im Grunde nichts gegen Kürbisse, aber zuviel davon, ist ihr einfach zu viel. Kennt man ja, wenn man tagelang das gleiche ist, kann man es irgendwann nicht mehr sehen und ist froh, wenn man etwas anderes vorgesetzt bekommt. Da hat die alte Kuh noch eine gute Auswahl. Heu gibt es, Äpfel gibt es, Möhren, aber leider, leider keine gekochten Kartoffeln. Die hat sie besonders gern.
Nun muss sie mal wieder ein Spiel des FC St. Pauli tippen. Es geht heute gegen den Karlsruher SC, der zu Beginn der Saison nicht schlecht gestartet war und nun ein wenig schwächelt. Mala ist dem Verein in Sympathie verbunden, was auch daran liegen mag, dass ihre liebste Freundin Jenny – wie sie gerne zu sagen pflegt, obwohl beide nie ein Gehege geteilt haben – dort schon seit acht Jahren lebt. Im Karlsruher Zoo natürlich. Elefantendame Mala hat sich zu einer Niederlage entschlossen. St. Pauli würde es heute ruhiger angehen, weil es am Dienstag im DFB-Pokal gegen Dortmund gehen würde. Und da sie dort unbedingt in die nächste Runde einziehen wollen, werden sie heute nicht so sehr auf Sieg aus sein.
Was die alte Kuh wieder alles weiss oder zumindest glaubt zu wissen. Beim DFB-Pokal sagt sie übrigens, dass St. Pauli gegen Dortmund gewinnen würde.
Die Pusteblume hat nun ganz anders getippt. Zum einen glaubt sie an einen Sieg von St. Pauli gegen den KSC – penetranter Linksrüssler, wie Jonas immer sagt -, während sie zum DFB-Pokal sagt, dass St. Pauli gegen Dortmund verlieren würde. Tja, da ist Jonas sehr gespannt, ob seine Pusteblume recht behalten wird. Das letzte Mal lag sie jedenfalls schon mal richtig, als sie sagte, dass St. Pauli verlieren würde.
Ich frage mich momentan ganz bang, wie es mit Werder Bremen weitergehen wird. Gegen Köln verloren sie gestern erneut ein Spiel und sind weiterhin Tabellenletzter. Liegt es nun am Trainer, am Team oder an ich weiss nicht was? Jedenfalls ist Robin Dutt der bisher schlechteste Trainer in der Geschichte Werder Bremens. Das will was heissen, denn es gab eine Zeit Ende des letzten Jahrhunderts – klingt, als ob es schon Ewigkeiten her wäre -, wo Werder regelmässig auf den hinteren Tabellenplätzen in die neue Bundesliga-Saison startete. Das besserte sich dann, aber nun scheint es wieder so weit zu sein. Doch es bleibt die Frage, ob Werder sich wieder berappeln wird. Dutt wird wohl heute Nachmittag gehen müssen und wer kommt dann? Bernd Schuster vielleicht? Warum nicht, in Spanien hat er gute Arbeit geleistet, nur in Deutschland will ihn kein Verein haben.

Jonas hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass sein Heimatzoo einen Fotowettbewerb veranstaltet hatte. Nichts besonderes, denn das gibt es anderswo auch. Nun hat er sich die zwölf Bilder angesehen, die zur Auswahl stehen, um von den Website-Besuchern zum schönsten Motiv gekürt zu werden. Und dabei stiess er auf ein Bild, dass nicht im genannten Aktionszeitraum aufgenommen worden sein kann, sondern spätestens im Herbst 2012. Warum? Nun ja, das abgebildete Alpaka ist seit August 2013 nicht mehr in der Herde aufgetaucht, muss folglich gestorben sein. In dem Monat war es nicht das einzige Alpaka, das verstarb. Auch Jonas‘ Lieblingsalpaka namens Pinta segnete das Zeitliche. Etwa zwei Wochen später soll Carmen – das auf dem Foto abgebildete Alpaka – gestorben sein.
Vielleicht wurde sie auch hinter den Kulissen gehalten und ist nun wieder aufgetaucht, allerdings glaubt Jonas nicht daran, weshalb er vermutet, dass die EXIF-Daten verändert wurden. Möglich ist alles. Ich wollte es nur mal erwähnt haben.

 

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Konsequenz gezogen: Annette Schavan ist zurückgetreten


Nun also doch: Annette Schavan ist als Bundesbildungsministerin zurückgetreten. Es war nach der Aberkennung ihreres Doktortitels zu erwarten gewesen und nur eine Frage der Zeit bis wir diese Nachricht hören würden. Merkels Rückendeckung klang auch nicht gerade überzeugend. Vor allem kennen wir das ja bereits von Guttenberg. Hinter diesem stand Merkel auch erst einmal und wartete wahrscheinlich nur darauf, dass er nun endlich zurücktritt.
In Guttenbergs wie auch in Schavans Fall ist ein Rücktritt richtig. Bei Guttenberg war der Fall schwerwiegender als bei Schavan, da er viele Passagen wörtlich abgeschrieben hat. Schavan hingegen hat nicht richtig wissenschaftlich gearbeitet und schludrig gearbeitet. Dabei kam dann das raus, was der Fakultätsrat der Universität Düsseldorf entschieden hatte: Annette Schavan wurde der Doktortitel aberkannt.
Nun stellt sich allerdings immer noch die Frage, was denn nun Täuschung heisst und was schlechtes wissenschaftliches Arbeiten. Täuschung ist für mich, wenn jemand eigene Gedanken über viele Absätze hindurch immer wieder als seine eigenenes abgibt, also einfahc abschreibt. Schlechtes wissenschaftliches Arbeiten hingegen bedeutet, dass jemand Halbsätze eines Werkes übernimmt oder dessen Gedanken in eigenen Worten wiedergibt. Dabei kann es natürlich vorkommen, dass dies nicht gekennzeichnet wird. Will mich selbst nicht davon freisprechen, aber bei meiner Methode war so etwas eigentlich gar nicht denkbar. Denn ich habe immer erst die Bücher durchgearbeitet, das wichtige angestrichen und dann meine Texte geschrieben. Während des Schreibens habe ich dann etwas belegen wollen und schnell meine gekennzeichneten Stellen durchgeguckt, was denn dazu passt. Dann eine Fussnote gesetzt und die Quelle erwähnt. Manchmal habe ich auch ein lasches „vergleiche (vgl.) XYZ“ gesetzt, dazu aber immer die Seitenangabe. Und falls ich mehrere Werke des Autors hatte, wurde sein Name eben mit dem Erscheinungsjahr des jeweiligen Buches hinzugefügt. So geht das. Bloss das Zitieren von Zeitschriften war für mich immer ein Graus. Aber so was lernt man tatsächlich im ersten Semester. Meine Unterlagen dazu habe ich immer noch, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nicht mehr wirklich weiss, wo man die Auflagenzahl aposthrophiert. Bei der Stadt, wo der Verlag seinen Sitz hat oder beim Erscheinungsjahr? Bei den Rechtswissenschaften läuft das noch einmal anders. Da wird Auflage direkt hingeschrieben und nicht apostrophiert. Aber am Ende, sind sich alle Zitierregeln ziemlich ähnlich. Ob am Ende einer Literaturangabe nun ein Punkt gesetzt wird, ist auch ein Streitpunkt. Einige fordern es, anderen ist das so ziemlich egal.
Annette Schavan hat nun also die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten, um das Amt als Bundesbildungsministerin nicht zu beschädigen. Gerade bei diesem Ministeramt wiegt es doppelt schwer, dass die Plagiatsvorwürfe aufkamen und schlussendlich der Doktortitel entzogen wurde. Denn irgendwie muss Schavan auch Vorbild sein.
Und erinnern wir uns noch daran, dass sie sich im Falle Guttenberg schämen würde? Das wurde Schavan in den letzten Tagen häufig zum Vorwurf gemacht. Doch auch hier muss man wieder bedenken, wie Guttenberg seine Doktorarbeit geschrieben hat – eben abgeschrieben. Schavan hingegen… Ja, ich werde es nicht noch einmal erwähnen, dass sie nicht gewissenhaft genug gearbeitet und alles überprüft hat. Sonst wiederhole ich mich hier in einer absoluten Endlosschleife. Und das wird dann langweilig.

Das grosse Rüsselorakel hat auch in dieser Woche zweimal bewiesen, dass sie den richtigen Riecher besitzt.
Einmal tippte Mala, dass der FC St. Pauli gegen Energie Cottbus nur Unentschieden spielen würde. Haben sie getan, was mal wieder beweist, dass sie höchstmotiviert (nicht mutiert) in der Winterpause waren, aber es nicht schaffen, diese Energie in die zweite Saisonhälfte zu retten.
Und beim zweiten Spiel sagte Mala, dass ihre Lieblingsnationalmannschaft Frankreich (in Belgien darf sie das nicht so laut sagen) gegen Deutschland verlieren würde. Und so kam es schliesslich auch.
Falls Neuer gespielt hätte, wäre es vielleicht wieder für Frankreich ausgegangen oder sogar ein Unentschieden geworden. Rene Adler hat bewiesen, das er es genauso verdient als Nummer eins im Tor der Nationalmannschaft zu stehen, wie Manuel Neuer. Zudem ist er auch nicht so überheblich geworden. Neuer scheint sich inzwischen für geradezu unfehlbar zu halten. Ich erinnere da nur einmal an ein Interview, wo er gefragt wurde, wie er sich denn diesen Fehler erklären könne. Da vergriff er sich in der Wortwahl und behauptete doch tatsächlich, er hätte sich keinen Fehler geleistet, obwohl es jeder gesehen hatte. Zudem hat er sich ja auch ziemlich darüber beschwert, dass Adler im Spiel gegen Frankreich neunzig Minuten auf dem Platz stehen durfte.
Neuer sollte froh darüber sein, dass er die Nummer eins ist. Denn hätte sich Adler vor Jahren, als er noch bei Leverkusen spielte, sich nicht so schwer verletzt, wäre Neuer heute sicherlich immer noch die Nummer zwei und würde auch noch garantiert bei Schalke spielen. Ja, man muss bei Neuer wirklich bemerken, dass er sich zum negativen verändert hat. Auch macht er heute Fehler, die er bei Schalke nicht machte. Aber da vermute ich, dass das mit seinem Torwarttrainer zusammenhängt.
Aber erinnern wir uns doch mal an die WM 2006. Er stand da im Tor? Richtig, es war Jens Lehmann und nicht Oliver Kahn, an den sich alle Trainer zuvor jahrelang gehalten hatte, einfach weil er bei Bayern spielte und Kahn hiess. Am Ende wurde er dann zur Nummer zwei degradiert und dem deutschen Fussball hat es nicht geschadet.
Und Mala wird nicht müde, dass nächste Spiel von St. Pauli zu tippen. Und was sagt die Elefantendame? St. Pauli würde gegen Sandhausen leider verlieren. Also mal sehen, was sein wird. Ob sie wieder recht behält?

Ich freue mich schon wie wahnsinnig auf Mittwoch. Warum werden nun einigen fragen? Tja, dann ist Aschermittwoch und die ganzen Karnevalssendungen sind wieder aus den Programmen verschwunden. Zudem wird dann hier in der Redaktion auch wieder die Normalität – so weit sie gegeben ist – einkehren.
Bin noch nie ein Freund von Fasching, Karneval, Halloween & Co. gewesen, aber seit ich hier arbeite, erhalte ich jedes Jahr die volle Dröhnung. Das hält man nicht aus.

 
 

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Karneval


Heute ist Rosenmontag und selbst nciht einmal in Bayern werde ich von diesen Verrückten verschont. Von einer anderen Redaktion kommt immer einer der Redakteure vorbei und der ist ein echter Kölner. Kann man sich ja vorstellen, wie der besonders heute nervt. Der soll Urlaub nehmen und nach Köln fahren, aber nicht mich belästigen. Tja, man wird es wohl gemerkt haben, ich bin ein Karnevalsmuffel. Aber ich komme nun einmal weder aus NRW, noch aus Bayern. Hier heisst es ja Fasching und vor allem in Franken – was bekanntlich gar nicht Bayern ist – sind die Jecken los. Man sieht im Fernsehen auf bald jedem Sender eine Karnevalssendung und auch überhaupt scheint man diesen Treiben nicht zu entkommen. So lange nicht gefordert wird, dass ich mich verkleiden soll, kann es mir eigentlich egal sein. Aber es nervt mich, wie es einen verfolgt.
Passend zum Höhepunkt der Karnevalszeit habe ich auch den passenden Buchtitel gewählt. Das Buch ist ein Thriller von Craig Russell und spielt eben zur Karnevalszeit, hat aber auch mit dem eigentlichen Wort carne levare (Fleisch wegnehmen) zu tun. Denn es geht um Kannibalismus. Ich lese grundsetzlich nicht die Bücher von Russell, weil ich die Handlungen einfach nicht mag. Deshalb greife ich zu den Hörbüchern und kann da im Notfall vorspulen, wenn mir das einfach nicht gefällt. Soviel zum Buchtitel.
Die Pro-Guttenberg-Demos schienen wohl nicht das zu werden, was beabsichtigt war. Na ja, irgendwie habe ich mir das gleich gedacht. Deshalb bin ich ja auch nicht hingegangen. Ein Schlauchen bin ich.
Samstag war auf dem BR ein peter Alexander-Abend. Ich gucke gerade „Graf Bobby“, als meine Mutter anruft. Und wenn die eigene Mutter anruft, kann man sich ja denken, wie das ist. Jedenfalls sage ich ihr, dass sie mich doch am nächsten Tag anrufen soll, denn ich würde gerade Graf Booby mit Peter Alexander gucken. Da sagt sie dann: „Das hast du doch schon hundert Mal gesehen.“ Ich erwidere darauf: „Erinnerst du dich nicht mehr? Die Graf Booby-Reihe waren die einzigen Filme, die ich nie sehen durfte. Die liefen damals doch immer um Viertel nach acht auf Sat.1.“ Da sagte meine Mutter nichts mehr und ich durfte weitergucken. Fand den Film aber so was von fade. Der danach war dann wieder interessanter, denn den kannte ich auch noch nicht. Die beiden danach habe ich mir nicht mehr angetan, denn die finde ich langweilig. Obwohl ich ja die Lieder von „Im weissen Rössl“ mag. Guckt nicht, ich habe einen schrägen Musikgeschmack. Ist nun einmal so.
Jenala ist sauer und sie überlegt ernsthaft, ob sie nicht einfach streiken und nicht mehr hingehen soll. Aber ihrem Ersatzelefanten kann sie das ja nicht antun. Obwohl ich glaube, dass ihr schon eine Lösung einfallen wird. Ich kenne doch das Schlitzohr.
Bayern ist wohl wirklich am Ende, denn schon wieder konnten sie keinen Sieg verbuchen. Leider, leider verloren sie auch gegen Hannover. Der Tulpengeneral scheint es wohl nciht mehr lange zu machen. Wollen wir mal sehen, wer zu erst gehen muss: van Gaal oder aber Veh vom HSV. Am Samstag spielen beide Vereine auch noch gegeneinander. Ein Sieg muss her, denn ein Unentschieden bringt beide nicht weiter. Dafür hat Werder wieder einmal gewonnen. Das hat momentan in dieser Saison ja seltenheitswert und muss deshalb unbedingt erwähnt werden.

 
 

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