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Zerbricht Europa in Kleinstaaten?


Nun versucht auch Katalonien sich durch ein Referendum vom ungeliebten Spanien zu lösen. Am 09. November schon soll es so weit sein.
Allerdings gibt es ein Problem: Die spanische Regierung in Madrid hält dieses Referendum für verfassungswidrig und will es unter allen Umständen verhindern, denn Katalonien ist praktisch die reichste Region Spaniens. So was lässt man ungern ziehen.
Nach dem schottisches Referendum war klar, dass in absehbarer Zeit, eine weitere Region in einem anderen EU-Land ebenfalls ein Referendum auf die Beine stellen würde, um aus dem ungeliebten Land austreten zu können. Heissester Anwärter war neben Südtirol auch Katalonien. Nun haben die Katalonier den ersten Schritt getan.
Aber so einfach, wie sie sich das vorgestellt haben, wird das nicht. Denn die spanische Regierung hat ihrerseits auch Schritte eingeleitet, um das Referendum unter allen Umständen zu verhindern. Dazu soll am Montag auf einer Sondersitzung des Kabinetts über eine Verfassungsklage entschieden werden. Wird darüber entschieden, dass es zu einer Verfassungsklage kommen soll und diese vom Gericht zugelassen wird, wird das Referendum automatisch ausgesetzt. Heisst, dass Katalonien sich auf unbestimmte Zeit nicht dafür entscheiden kann, ob sie unabhängig werden wollen.
Dabei soll das Referendum angeblich nicht bindend sein. Wenn also die Katalonier für eine Abspaltung votieren, muss es nicht heissen, dass sich die Region auch abspalten wird. Angeblich soll es nur als Votum gelten, wie die Katalonier davon denken und ob sie sich eine Eigenständigkeit vorstellen könnten.
So kann man es natürlich auch sagen, wenn man im Grunde nur darauf aus ist, endlich eigenständig zu werden. Man versucht der spanischen Regierung Sand in die Augen zu streuen. Aber die haben, wie gesagt, etwas dagegen. Eine der reichsten Regionen will eigenständig werden, so geht das nun gar nicht. Wobei Katalonien schon seit ewigen eiten versucht, sich aus dem ungeliebten Spanien zu befreien. Seit dem schottischen Referendum werden wir nun wohl noch mehr von solchen Referenden hören. Aber dann eine Kleinstaaterei? Das hatten wir doch alles schon.
In der Schule lernte ich, dass vor Napoleon in Deutschland eine Kleinstaaterei sondergleichen herrschte. Da kam man kaum vorwärts, weil alle paar Meter oder Kilometer ein anderes Gebiet erreicht wurde. Soll das nun auch in Europa geschehen? Man darf gespannt sein, wie sich das noch alles entwickeln wird.
Vor allem frage ich mich, wann denn nun Bayern wieder einmal auf seine Unabhängigkeit pochen. Aber wenn es so weit kommt, dann bin ich hoffentlich hier lange weg.

Nächstes Jahr wird es in der ARD einige Veränderungen geben. Seit Ende 2011 läuft seit Montag bis Freitag die mehr schlecht als recht laufende „Heiter bis Tödlich“-Reihe. Diese soll wohl im nächsten Jahr aufgegeben werden bzw. läuft sie nur noch dienstags und mittwochs. Donnerstags soll ein Ableger von „IN aller Freundschaft“ laufen. Aber da bin ich mir ziemlich sicher, dass auch dieses Format scheitern wird. Solange die ARD nicht begreift, dass die Sendungen um genau 19 Uhr anfangen müssen, wird das nichts werden. Denn viele sehen sich um 18 Uhr eine der vielen Sokos im ZDF an. Diese gehen bis kurz vor sieben, da läuft die „heiter bis tödlich“-Serie bereits. Und viele verstehen gar nicht, worum es eigentlich in der Folge geht, wenn sie den Anfang verpasst haben. Also sehen sie sich das erst gar nicht an. Des weiteren kommt manchmal noch erschwerend hinzu, dass die Folgen so dermassen schlecht geschrieben sind – meine persönliche MEinung -, dass sich niemand die weiteren Folgen der Serie ansieht, auch wenn die weitaus besser sind. So war es beispielsweise bei „Koslowski & Haferkamp“. Die erste Folge war grosser Mist, eigentlich waren erst die letzten Folgen so richtig gut. Aber mit der ersten Folge hatte man es sich versaut.
Inzwischen sollen schon Serien auf Eis liegen, weil sie beim Testpublikum durchgefallen sind. „Der Mama“ soll angeblich dieses Schicksal getroffen haben, obwohl es immer noch heisst, dass die Serie wohl im nächsten Frühjahr gezeigt werden wird.
Die ARD wird nie einen Blumentopf auf dem Vorabendsendeplatz gewinnen, da können sie sich noch so sehr anstrengen. Vielmehr sollten sie versuchen, gute Serie zu produzieren. Das meiste soll massentauglich sein, was oft auch heisst, dass es sehr einseitig ist. Es muss doch der Anreiz der öffentlich-rechtlichen Sender sein, dass sie gute Serienformate produzieren. Stattdessen versuchen sie das ewig gleiche, weil es ja so gut funktioniert hat. Natürlich kommt nicht alles bei den Zuschauern an. Aber was ist mit diesen Zoo-Dokus? Will die eigentlich noch jemand sehen? So bei einer Million-Zuschauern dümpelt die aktuelle „Nashorn, Zebra & Co.-Doku herum. Wie das nun bei den anderen war, weiss ich nicht, da habe ich noch nicht regelmässig nach der Zuschauerquote geguckt.
Die neuesten Krimi-Spass-Serien werden nun nicht mehr für die „heiter bis tödlich“-Reihe produziert. Heisst das nun, dass die Reihe gescheitert ist? Ich bleibe weiter dabei: Die Uhrzeit, wann die Serien beginnen, ist das Problem.

In Köln hat der dritte Elefant die Pocken. Was nun schlimm klingt, ist es in dem Sinne nicht, dass es nur eine weitere Infizierung gab. Meist infizieren sich alle anderen Elefanten auch, dass die gesamte Herde erkrankt. Das ist im Kölner Zoo nun nicht der Fall – noch nicht. Hoffentlich bleibt das auch so. Bei der dritten Elefantin ist es sehr früh erkannt worden und sie wird nun behandelt. Bei den anderen beiden soll es ja schon Anzeichen von Veränderungen an den Fusssohlen gegeben haben, als man endlich auf Pocken erkannte. Man denkt nun einmal auch nicht sofort an Pocken, sondern fürchtet erst einmal das Schlimmste: eine Herpes-Infektion. Für asiatische Elefanten kann das tödlich enden, denn in der einen Sekunde geht es ihnen noch gut, man kann nichts feststellen und am nächsten Tag sind sie tot, gestorben an einer Herpesinfektion. Übrigens finde ich es recht interessant, dass afrikanische Elefanten weder an Pocken noch an Herpes erkranken können.
Überträger der Pocken sind Nagetiere wie Mäuse, Ratten oder Eichhörnchen, aber auch Katzen. Ja, ganz recht gehört, auch Katzen können Pocken übertragen. Davon gab es in den letzten dreissig Jahre einige wenige Fälle in Deutschland, traf aber Menschen und keine Elefanten. Diese Zoonose ist nicht ungewöhnlich, wenn man mit den Stubentigern einen engen Kontakt pflegt.
Wie gut, dass ich mit Katzen absolut nichts anfangen kann und die mir nicht in die Wohnung kommen. Nun kenne ich den Grund.

Elefantendame Mala hatte diese Woche sehr viel zu tun, da mal wieder eine englische Woche war. Will heissen, sie musste drei Spiele innerhalb einer Woche tippen. Das findet sie immer ein wenig stressig, aber so oft kommt das nun auch wieder nicht vor. Wie hat sie da eigentlich nur die WM überstanden? Da musste sie alle paar Tage drei Spiele tippen.
Was sagt Mala nun zum Spiel des FC St. Pauli gegen den FSV Frankfurt? Da sagt die alte Kuh, dass St. Pauli nur unentschieden spielen wird. Es handelt sich beim FSV Frankfurt um den Tabellenletzten und gegen den sehen sie nie gut aus, wie man schon beim Spiel gegen Aue sehen konnte. Vielleicht reissen sie sich auch zusammen und schiessen ein Tor mehr als der Gegner. Dass sie das können, haben sie bereits gegen Braunschweig bewiesen. Bloss glaubt Mala nicht daran.
Jonas ist wieder ein wenig obenauf, nachdem sein neues Orakel wenigstens das Spiel gegen Braunschweig richtig tippte. Auch das Spiel hatte der Schlaubeutel noch getippt und war wie die Pusteblume dafür gewesen, dass Braunschweig gegen St. Pauli verliert. Das Spiel gegen Aue hatten sie bekanntlich falsch getippt, als sie beide für einen Sieg St. Paulis votiert hatten. Mala hatte es gewusst, dass St. Pauli ohne Punkte wieder heimfahren würde. Sie kennt nicht nur ihre Pappenheimer, sondern sie weiss genau, dass St. Paulis Trauma Erzgebirge Aue heisst. Gegen den Verein verlieren sie entweder fast jedes Spiel oder sie lassen dort drei Punkte liegen und müssen sich mit einem Unentschieden zufrieden geben.
Jonas freut sich, dass sich die Quote der Pusteblume ein wenig verbesser hat, allerdings ist er weiterhin unzufrieden mit ihr. Sie sei ein absolut penetranter Linksrüssler, weshalb er die letzten Spiele, nach denen er sie fragte, noch einmal wiederholt fragen muss. Sie hätte nicht gewählt, sondern einfach das genommen, was direkt vor ihrem Rüssel stand.
Ich habe ich schon ein paarmal gesagt, dass er es doch mal mit dem wohlgenährten Dickerchen versuchen soll. Die wird das vielleicht hinkriegen. Ansonsten soll er aufhören, immer herumzumaulen. Oder er soll sich endlich eine bessere Methode überlegen, wo er dann auch weiss, was die Pusteblume ihm sagen will. Wie hat er dann denn beim Schlaubeutel gemacht? Ich weiss es, aber ich verstehe es dennoch nicht.
Der Schlaubeutel hat auf einen Sieg von St. Pauli getippt, während die Pusteblume für einen Sieg des FSV Frankfurt votiert.
Drei Elefanten, drei Ergebnisse. Wer wird recht behalten?

 

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Das ZDF hat nichts dazugelernt


Schottland bleibt ein Teil von Grossbritannien. Mit etwa 55 zu 45 Prozent der Stimmen, stimmten die Schotten gegen eine Abspaltung.
Aufatmen beim Premierminister. Nun muss er aber die Zugeständnisse einhalten, die er den Schotten gemacht hat. Und auch Wales, Nordirland und England, wollen mehr Selbstbestimmung haben.
Eine äusserst knappe Entscheidung, aber was wäre gewesen, wenn Schottland für „Ja“ gestimmt hätte?
Die Währung hätte eine andere werden müssen, die Banken wären abgesprungen, man wäre kein EU-Mitglied mehr. Das sind nur einige Punkte, aber ich glaube nicht, dass die Befürworter der Abspaltung wirklich erkannt haben, was es für Schottland bedeutet hätte, wenn es eigenständig geworden wäre.
Übrigens freut sich auch der Rest Europas, abgesehen von den Gebieten, die gerne dem Vorbild Schottlands gefolgt wären. Südtirol beispielsweise oder die Katalanen. Aber sie können es immer noch machen. Was dabei herauskommen würde? Tja, das würden wir dann sehen.
Im Grunde würde es meiner Meinung nach nur Nachteile geben. Denn bislang werden sie von dem Land getragen, zu dem sie gehören. Sie verwalten sich bis zu einem gewissen Grad selbst, aber sie sind in einem Verbund, der alles besser abpuffern kann.
Es gibt Vorteile wie Nachteile. Warten wir ab, was weiter geschehen wird.

Wieder einmal hat das ZDF seinen Verjüngungswahn ausgelebt. Dieses Mal hat es die Serie „Der Alte“ getroffen.
Genau so unpersönlich ging es auch vor vier Jahren beim „Forsthaus Falkenau“ zu, als Darsteller der ersten Stunde einfach rausgeschrieben wurden. Diese bekamen zu hören, sie bräuchten nicht mehr wiederzukommen.
Damals verlegte man sie Serie von „Küblach“ an einen anderen Ort. Zwei Jahre später, im Oktober 2012, wurde dann vom ZDF verkündet, dass die Serie nicht mehr fortgesetzt werde. Dasselbe Schicksal traf auch die langjährige Serie „Der Landarzt“.
Angeblich seien beide Serien bei den Jüngeren nicht so beliebt gewesen. Ich muss sagen, dass in meiner Familie „Der Landarzt“ und „Forsthaus Falkenau“ nach dem Wechsel der Hauptdarsteller nicht mehr geguckt wurde. Die waren übrigens freiwillig gegangen, nicht das man da dem ZDF auch noch was unterstellt. Ich fand beide Serien nie besonders toll, aber dieses heile Welt-Gefasel im Forsthaus war eh nie mein Fall.
Anfang 2010 war auch die Mutter als Soko-Serien betroffen, als Hartmut Schreier aus der Serie „Soko 5113“ rausgeschrieben würde. Seinen praktischen Rauswurf wollte er damals nicht kommentieren, wie ich von Kollegen erfahren habe. Er hätte vom ZDF noch ein paar Rollen danach bekommen. Also sägt man nicht den Ast ab, auf dem man sitzt und schweigt lieber. Aber ist das wirklich die beste Lösung?
Nun also hat es die Krimi-Serie „Der Alte“ getroffen – übrigens nicht zum ersten Mal. Begonnen hat es damit, dass Walter Kreye einfach abserviert wurde, nachdem er wegen einer Krebserkrankung pausieren musste. Kündigung am Telefon. Auch sehr schön. Irgendwann wird nur noch eine SMS verschickt.
Nach Rolf Schimpf in die Fussstapfen des Alten zu treten, war nicht leicht und ich fand Kreye auch nicht so passend. Aber ich fand und finde ihn immer noch besser als den jetzigen Hauptdarsteller Jan-Gregor Kremp. Nichts gegen Kremp, er ist ein toller Schauspieler, aber je mehr Folgen ich von „Der Alte“ mit ihm in der Hauptrolle gesehen habe, desto mehr kam ich zu der Überzeugung, dass er für die Rolle einfach nicht passt.
Der nächste Wechsel war dann der des Gerichtsmediziners. Zack, ersetzt durch eine jüngere Person, dieses Mal eine Frau. Das soll auch schon unpersönlich vonstatten gegangen sein.
Nun dann die nächste Verjüngungsaktion, die beiden Figuren Axel Richter und Werner Riedmann werden durch jüngere Darsteller ersetzt. Ich tippe mal darauf, dass mindestens eine der neuen Figuren eine Frau sein wird. Wieso? Instinkt könnte ich jetzt sagen. Nein, ich vermute es nur, weil ja bereits der Gerichtsmediziner durch eine Frau ersetzt wurde. Ausserdem herrscht jetzt Gleichberechtigung in den Serien, also muss noch eine Frau dazukommen. Finde ich allerdings nicht passend, denn das macht das ganze Gefüge der Serie kaputt.
Im übrigen weiss ich gar nicht, wieso die Serie eigentlich verjüngt werden soll. Die läuft doch super, die Einschaltquoten sagen auch ihr übriges aus. Warum also eine Veränderung? Weil das ZDF endlich von seinem „Kukident“-Image weg will? Die Freitags-Serien sind nun einmal eher für die mittelalten bis alten Semester reserviert. Selbst ich muss mich mit meinen knapp 30 Jahren schon bald zu den Älteren zählen lassen. Wenn die angestrebte Zielgruppe des ZDF – welche ist das überhaupt? Zehnjährige? – sich die Freitagsserien nicht ansieht, hängt es damit zusammen, dass eben andere Serien laufen, die sie weit mehr interessieren. „Castle“ beispielsweise oder auch „Elementary“ oder ich weiss nicht was. Ausserdem sollte das ZDF mal bedenken, dass die jungen Seher von vor zwanzig Jahren älter geworden sind. Steve und Lei haben Anfang der 1990er begonnen diese Serie zu gucken, sahen sich sogar die damaligen Wiederholungen aus den 80er Jahren an. Die kennen fast alle Folgen und sehen sich die Serie immer noch an. Aber sie sind in all den Jahren auch älter geworden. Die Teenager von damals sind nun Erwachsene, die in ihrem vierten Lebensjahrzehnt sind. Dies trifft auch auf die letzte verbliebene Daily-Soap der ARD zu. Nur hat die mit einem erheblichen Zuschauerschwund zu kämpfen gehabt in den letzten Jahren, was aber an der Uhrzeit liegt und man ab einem bestimmten Alter sich nicht mehr für die Geschichten und Intrigen der Soap interessierte. Ab nächstem Jahr soll „Verbotene Liebe“ dann wöchentlich gezeigt werden. Ob das die Lösung ist? Na ja, ich glaube nicht.
Aber „Der Alte“ hat nicht mit einem schleichenden Zuschauerschwund zu kämpfen. Da mögen die leitenden Ermittler in den letzten Jahren gewechselt haben, aber ansonsten ist alles gleich geblieben. Es gibt einen Mord und es wird ermittelt.
Ich weiss gar nicht, wieso man immer versuchen muss, für die Jüngeren attraktiv zu sein. Wir kennen alle die Studien, die besagen, dass die Älteren im Gegensatz zu den Jüngeren zunehmen werden. Warum also versucht das ZDF dann unter allen Umständen, sich verjüngen zu wollen. Sitzen an den entsprechenden Stellen Menschen, die an der Midlief-Crisis leiden und deshalb einen auf „Verjüngungskur ist das Beste“ machen? So mag es einem Vorkommen, denn die Serie läuft doch, wie ich bereits sagte. Eine Änderung der Figuren bedeutet einen Umbruch, der unter Umständen von den Zuschauern nicht akzeptiert wird. Allerdings gibt es einige wenige, denen das völlig egal ist, wer da nun spielt und worum es überhaupt geht. Die haben den Fernseher bloss laufen, damit sie eine Geräuschkulisse haben.
Bei der Krimi-Serie „Ein Fall für Zwei“ könnte man sagen, dass beide Hauptdarsteller rechtzeitig gegangen sind, bevor es ihnen nicht anders ergangen wäre und sie durch jüngere Darsteller ersetzt worden wären. Mit der Serie in neuem Format kann ich nun wirklich nichts anfangen. Ich habe mir drei der vier Folgen angesehen, die im Mai gezeigt wurden, aber überzeugt hat mich keine der Folgen. Man kann nicht immer dasselbe erwarten, das sehe ich ein. Aber was da umgesetzt wurde, mag ich persönlich nicht.
Aber das ZDF macht sowieso, was es will. Ob sich da nun einer aufregt oder nicht, das ist denen völlig egal. Markus Lanz blieb auch „Wetten, dass..?“-Moderator, obwohl die Kritiken in den ersten drei Sendungen nicht abebbten. Stattdessen wurde so lange auf Lanz gesetzt, dass die Show am Ende praktisch tot war, von einem Quotentief zum nächsten ging. Da hätte man viel früher die Reissleine ziehen müssen, im Grunde genommen hätte man Lanz gar nicht nehmen dürfen. Aber das ZDF hat manchmal Gedankengänge, die Otto Normalverbraucher nicht nachvollziehen kann.
Gut, bei der Serie „Der Alte“ könnte man nun argumentieren, dass man die Figuren Richter und Riedmann auswechseln muss, weil sie ja ungefähr so alt sind wie die Hauptfigur. Wieso bleibt dann aber die Figur Heymann? Ja, das ist die Frage aller Fragen. Ich sage mal, wenn das ZDF diese Figur einfach rausschreibt, werden viele ältere Zuschauer, die Serie nicht mehr gucken. Denn Michael Ande, der Gerd Heymann spielt, ist seit der allerersten Folge von „Der Alte“ dabei – seit 1977. Den kann man nicht so leicht rausschreiben. Da würde es einen Sturm der Entrüstung geben. Aber die anderen Figuren. Ach was, das interessiert doch keinen.
Dabei glaube nicht, dass man heute den Titel „Der Alte“ noch wörtlich nehmen sollte. Diese Serie hat zwar einen Kommissar, der das Wort führt und die Ermittlungen leitet, aber muss der nun älter als seine Kollegen sein? Ja, einen Jungspund von gerade mal dreissig Jahren sollte man vielleicht nicht zum leitenden Ermittler machen, das würde nicht passen. Aber ansonsten ist der Titel der Serie doch heutzutage nicht mehr zwingend dazu gemacht, dass es heisst, der leitende Kommissar muss älter als seine Kollegen sein. Auch wenn der Titel es einem suggerieren mag.
Im Grunde wüssten wir eigentlich noch nichts von diesem Umbruch bei „Der Alte“, wenn Pierre Sanoussi-Bliss, der Darsteller des Axel Richter, gestern nicht ein Video auf seinem Facebook-Account gestellt hätte, wo er von seinem „Rausschmiss“ berichtet.
Im Gegensatz zu anderen, die dasselbe Schicksal ereilt haben, spricht er darüber. Das kann man nun positiv wie negativ sehen. Die einen sagen, der will sich bloss wichtig machen, weil danach nie mehr ein Hahn nach ihm krähen wird, während die anderen sagen, dass es völlig richtig ist, dass er darauf aufmerksam macht und was er davon hält. Dem letzteren schliesse ich mich auch an. Denn dadurch wird uns deutlich, dass die Schauspieler einer Serie praktisch dem Sender schutzlos ausgeliefert sind. Passt jemand nicht mehr ins Konzept, muss er gehen. So ist es hier auch geschehen. Nur hat sich dieses Mal einer der Betroffenen zu Wort gemeldet.
Eine Änderung der Entscheidung des ZDF wird es sehr wahrscheinlich nicht geben. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, da hat Pierre Sanoussi-Bliss recht, aber man kann immer sagen, dass man es nicht schweigend hingenommen hat.

Das Oktoberfest hat heute wieder begonnen. Im Juli – oder war es August? – sagte einer der Kollegen, dass auf der Theresienwiese wieder die Zelte aufgebaut würden. Da wusste ich schon, dass es bald wieder so weit sein würde.
Ein neuer Oberbürgermeister hat dieses Mal das erste Fass Bier angeschlagen. Ganze vier Schläger brauchte OB Reiter dafür. Im Grunde drei, aber um ganz sicher zu sein, schlug er noch einmal zu. Damit schlug er sich wacker, auch wenn er doppelt so viele Schläge brauchte wie Vorgänger Ude. Aber aller Anfang ist schwer. Ude brauchte sieben oder neun Schläge. Da scheiden sich die Geister, habe beide Angaben mehrmals gefunden.
Bis 05. Oktober geht die Wiesn und ich muss mir wieder ein paar Ausreden überlegen, damit ich dort garantiert nicht hinmuss, um irgendwelche Prominenten zu interviewen. In den letzten Jahren ist es mir gut gelungen, hoffentlich auch in diesem Jahr.

Jonas ist verzweifelt wegen seinem neuen Fussballorakel. Die Pusteblume überzeugt ihn überhaupt nicht. Von fünf Spielen, die sie getippt hat, lag sie nur bei zwei Spielen richtig. Da wollen wir von der Quote lieber erst gar nicht sprechen. Aber selbst der Schlaubeutel hat bei den beiden letzten Spielen daneben gelegen. Ich erinnere noch einmal daran, sie hat noch die Spiele bis zum Gegner Düsseldorf getippt, bevor sie gegangen ist. Also soll Jonas sich gar nicht ärgern.
Das tut Elefantendame Mala – auch so ein Kampf gegen Windmühlen – schon genug, denn St. Pauli verlor auch gestern erneut. Dieses Mal gegen den Tabellenletzten. Da könnte man sich natürlich fragen, woher diese katastrophale Leistung bloss kommt. Wenn man dann allerdings hört, dass St. Pauli gegen Erzgebirge Aue und noch dazu in Aue spielte, war alles klar: Denn gegen Aue lässt St. Pauli immer Punkte – na ja, fast immer. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass St. Pauli auch dieses Mal mit null Punkten heimfahren musste. Aber gleich 3:0 zu verlieren? Nun gut, das ist eine andere Sache.
Kein Wunder, dass sich Elefantendame Mala ärgert. Leichtfertig werden Punkte verschenkt. Will man es nun dem HSV gleichmachen und sich in den Abstiegskampf stürzen? Mala jedenfalls würde sich auf der Stelle zum Trainingsplatz aufmachen, wenn sie könnte und nicht hunderte von Kilometern dazwischen lägen. Muss sie halt auf nächste Woche warten, dass St. Pauli endlich wieder einmal drei Punkte einfährt.
Aber gegen Aue hatte sie eine Niederlage vorhergesagt, Mala kennt schliesslich ihre Pappenheimer.

 

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