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2030 Minus 18 Jahre gleich 2012 – Guttenbergs Comeback?


Na, auch zu denen gehört, die den Zapfenstreich bewusst nicht geguckt oder zu den Demonstranten gehört haben? Ich gehöre zu ersterer Sorte, denn da in der Kälte zu stehen und mit einer Vuvuzela oder einer Trillerpfeife meinem Unmut Luft zu machen, wäre mir definitiv zu kalt gewesen. Zudem hätte ich ja auch nach Berlin fahren müssen, was nun wieder eine halbe Ewigkeit mit dem Zug dauert. Und am nächsten Tag mußte ich auch noch arbeiten.
Habe nichts vom Zapfenstreich gesehen, bewusst die ARD um die Zeit ignoriert. Aber gewiss wird der Zapfenstreich doch von einigen geguckt worden sein, und sei es nur, weil sie neugierig waren, wie Wulff nun aussieht. Ich habe gestern Bilder von ihm gesehen. Ich sag’s mal so: Wulff sah um zwanzig Jahre gealtert aus. Steckt er wohl doch nicht so ganz weg, dass fast das gesamte deutsche Volk gegen ihn ist. Die Türken würden angeblich traurig sein, dass er nicht mehr Bundespräsident ist, da er so etwas Ähnliches gesagt haben soll, dass auch der Islam zu Deutschland gehört. Da kann Wulff dann doch in die Türkei auswandern, irgendjemand seiner Zweckbündnisse wird schon dort ein Ferienhaus haben. Interessant war ja auch die neue Frisur seiner Frau. Hat sich die Haare kürzen lassen. Das gab bei uns in der Redaktion wieder Anlass für Spekulation. Denn es heisst, dass eine Frau sich eine neue Frisur zulegt, wenn sich in ihrem Privatleben etwas ändert. Deshalb wurden bei uns schon Wetten abgeschlossen, wann denn nun die Trennung der Wulffs bekannt gegeben wird. An was wir schon alles denken, man glaubt es nicht. Und das nur anhand von ein paar Bildern, die wir analysieren.
Der Zapfenstreich war ja eine reichlich unbedeutende Veranstaltung, schliesslich fehlten alle noch lebenden Bundespräsidenten, alle wichtigen Politiker der Opposition und es wollten nicht einmal die hingehen, die nicht eingeladen waren. Tja, das ist mal was Neues und zeigt auch, wie wenig von Wulff von gehalten wird.
Dafür demonstrierten hunderte vor dem Schloss Bellevue. Es war sogar im Hof noch zu hören, wenn da gerade keine Musik ertönte. Das hat es bis jetzt noch nie gegeben. Aber auch noch nie sind die Deutschen von einem Bundespräsidenten so enttäuscht worden, wie von Wulff. In Berlin seien ja sogar die ganzen Vuvuzelas ausverkauft gewesen. Ein paar hatte ich auch gehört, aber vornehmlich Trillerpfeifen. Das sollte Wulff doch wirklich zu denken geben. Er hätte den Zapfenstreich absagen und somit darauf verzichten sollen. Aber er ist jemand, der auf so was nicht verzichtet, dass sieht man daran, dass er auch das Ehrensold und alle weiteren Ansprüche haben will, die ihm als Bundespräsident zustehen. Dabei war er gerade mal 598 Tage im Amt, nicht einmal zwei Jahre. Hat so jemand es verdient, dem deutschen Staat auf der Tasche zu liegen? Nein, hat er nicht. Und genau so sieht es auch die Mehrheit der Deutschen. Deshalb haben hunderte vor dem Schluss Bellevue gestanden und demonstriert. Aber wir können nichts ändern, das ist ja das Schlimme an der ganzen Sache. Wir gönnen nur hoffen, dass Wulff der Himmel auf den Kopf fällt. Dann sind wir die leidigen Zahlungen los. Oder kriegt dann seine Frau das Geld weiter? Aber die ist ja eh bald weg, wenn man nach der Frisur geht.
Es sollen aus dem Fall Wulff Konsequenzen gezogen werden, das beispielsweise ein Bundespräsident nur die vollen Bezüge erhält, wenn er nicht die volle Amtszeit abgeleistet hat. Leider wird das auf Wulff nicht mehr zutreffen, ausser es würde rückwirkend greifen. Sonst gilt es erst ab Joachim Gauck.
Wie grossspurig tat Wulff doch, als er bezüglich des Ehrensolds befragt wurde und es für überholt hielt. Aer selbst wollte er wohl nicht darauf verzichten, wie es bereits bei seiner schwammigen Antwort zu verstehen war.
Und nun will er alles haben, was ihm auch zusteht. Ihm ist ja eine Blankovollmacht erstellte worden, nachdem das Bundespräsidinalamt verkündete, ihm stehe der Ehrensold zu, da er aus politischenGründen zurückgetreten sei. Dass er das tat, weil ihm drohte, die Immunität genommen zu werden, wird schlichtweg vergessen. Denn damit ist es eindeutig kein politischer Grund. Wenn Wulff noch einen Hauch Ehre im Leib hätte, würde er auf all das verzichten. Aber die hat er wohl schon lange nicht mehr – seine Ehre.
Kritisiert wurde Wulff ja auch dafür, dass er sich vier Stücke wünschte. Wieviele Stücke sich jemand wünschen darf, ist nirgends vorgeschrieben. Doch bei Wulff wird alles kritisiert, sogar seine Musikwünsche. Wie eben bei „Over the Rainbow“. Judy Garland sang es im Film „The wizard of Oz“, wo ein Mädchen in Roten Schuhen in ein Märchenland gelangt. Paul Kuhn kritisierte dieses Lied, da es recht realitätsfern sei und von Wünschen handle. Tja, da passt es doch wie die Faust aufs Auge. Wünscht sich Wulff doch nichts weiter, als wieder Everybodies Darling zu sein. Aber das hat er ein für allemal versaut.

Am Mittwoch gab es das alljährliche Derbleckn auf dem Nockherberg. Ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Ich habe viel erwartet und doch nicht wirklich was gesehen.
Für mich war dies das schwächste Singspiel, seitdem ich das gucke. Also seit Stoibers Abschiedsvorstellung, wo er als weinender Clown auftrat. 2007 oder wann war das? Jedenfalls fand ich es ja letztes Jahr schon schwach mit Rösker, der deutschen Aische und dem Wutbürger. Dieses Jahr waren diese seltsamen Figuren verschwunden, dafür gab es den Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten, der sich freute, dass er durch Fukushima an die Macht gekommen ist. Das hat Claudia Roth später kritisiert, weil man nicht auf Kosten von Menschen Witze machen sollte. Aber es ist die Wahrheit gewesen. Wenn Fukushima nicht stattgefunden hätte, wären die Grünen niemals zweitstärkste Macht in Baden-Württemberg geworden. Das muss man einmal bedenken, und so sehe ich diesen Witz auch nicht als allzu ernst an.
Ein Wiedersehen gab es auch mit Guttenberg, der sogar ein Vierfach-Comeback versuchte, aber immer wieder scheiterte. Obwohl er ja alles hat, was man als CSU-Politiker braucht, wie Seehofer zugab. Also die Doubles natürlich.
Die Lieder waren recht müde und nicht so, wie man es sonst kannte. Allerdings verstand man nun, warum die Merkel-Darstellerin ausgetauscht worden war. Die vorherige Darstellerin sieht zwar ähnlicher aus, aber dafür kann sie nicht besonders singen und gerade hier wäre sie beim diesjährigen Singspiel grandios gescheitert.
Erwartet hatte man irgendwie Christian Wulff, doch von dem war höchstens mal die Rede, aber höchstselbst tauchte er nicht auf. Tja, war wohl irgendwie nicht in der Handlung unterzukriegen gewesen.
Recht schwach, dafür war dann schon Mama Bavarias Rede besser, auch wenn sie an einigen Stellen doch schwächelte. Mutig war ja, dass auf Seehofers uneheliches Kind angespielt wurde. Viele empfanden das unter der Gürtellinie. Aber ich finde, dass sich darüber ruhig Witze lassen machen, denn schliesslich kann man nicht leugnen, dass dieses Kind existiert. Ob nun einige daran erinnert werden möchten, ist eine andere Sache.
Nach dem Singspiel wurde Seehofer bezüglich eines Comebacks von Guttenberg angesprochen, ob das noch vor 2030 stattfinden würde. Daraufhin sagte Seehofer, dass es 2030-18 sein würde. Und jeder, der rechnen kann, kam auf das Jahr 2012. Also noch in diesem Jahr? Das wäre wahrlich eine Sensation. Allerdings sollte man es eher skeptisch sehen, denn Seehofer redet schliesslich viel, wenn der Tag lang ist. Bei ihm weiss man ihn, ob er es nun ernst meint, oder doch eher als Witz sieht.

Griechenland, das Land in dem das Geld in den Olivenpressen verschwindet, gibt es auch noch. Das zweite Hilfspaketist beschlossen worden, das Griechenland wieder jede Menge Geld in den Hintern schiebt. Und nun heisst es, dass Land soll seinen Schuldenschnitt geschafft haben. Soll man das nun positiv oder eher negaitiv sehen? So ganz schlau, scheint niemand daraus zu werden. Und vom IWF gibt es auch noch einmal Geld. Zwar weniger als erhofft, aber immer noch zuviel, wie ich finde. Mein Rat: Lasst Griechenland endlich pleitegehen! Das Geld, dass Griechenland bekommt, wird niemand jemals wiedersehen. Das ist ein Fass ohne Boden, aber das wird man wohl erst sehen, wenn es zu spät ist. Griechenland wird noch ganz Europa in den Abgrund stürzen. Auch wenn es noch nicht so aussieht, es wird so passieren, dessen bin ich mir sicher.

Morgen ist der Jahrestag des grossen Erdbebens von Japan. Im Gedächtnis geblieben ist uns eigentlich nur das Nuklearkraftwerk Fukushima, wo eine Kernschmelze stattfand und wir hilflos zusehen mussten, wie die Japaner leugneten, was da eigentlich vor sich ging. Die Folge war in Deutschland, dass sofort der konsequente Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen wurde. Als Termin wurde 2022 genannt, inzwischen ist das aber schon längst überholt. Nun gilt 2030 schon als realistisch, weshalb die Grünen ja auch sagen, die Bundesregierung würden den Ausstieg aus der Kernenergie verschleppen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es noch den Rücktritt vom Rücktritt geben wird. Und da nun auch nicht mehr die Solarenergie wirklich gefördert und vergütet wird, dürfte es wohl wirklich schwierig werden. Im Übrigen möchte ich auch keine Solarparnele auf dem Dach haben. Denn in Oberstdorf brannte ein Haus aus, weil es aufgrund der Solardinger auf dem Dach nur schwer zu löschen war. Daran hat wohl niemand gedacht. Aber ich war ja nie wirklich von der Solarenergie überzeugt, der Wirkungsgrad ist zu niedrig und dazu dann auch noch lebensgefährlich.

 

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Die spinnen die Griechen – Der Absturz des Euro


Die Griechen scheinen aus ihrer Krise nicht schlau zu werden. Oder wie lässt es sich erklären, dass sie ihren Regierungschef beschimpfen und streiken? Wessen Schuld ist es denn, wenn nicht die der Griechen selbst? Papandreou versucht doch nur noch zu retten, was zu retten ist. Er will Griechenland nicht in eine Pleite laufen lassen. Aber was bleibt dem Land denn noch anderes übrig? Ausser der Pleite ist doch nichts mehr. Zudem sollten die anderen EU-Staaten sich endlich dazu durchringen können, Griechenland aus dem Euro rauszuschmeissen. Haben doch damals schon ihre Bilanzen gefälscht – oder sollen wir sagen geschönt? -, um überhaupt den Euro zu bekommen. Ich bin dafür, dass sie den Euro abgeben müssen und den Drachme wieder einführen. Das ist das einzig Wahre. Allerdings habe ich gehört, dass auch Italien in arge Bedrängnis geraten würde, falls Griechenland aus dem Euro fliegt. Angeblich würden die dann auch pleite gehen. Irgendwie habe ich das dann doch nicht wirklich verstanden. Aber Griechenland muss aus dem Euro raus, da gibt es gar keine andere Lösung. Sehen wir uns doch nur die Börsen an. Alle auf Talfahrt. Das wird wahrscheinlich die Russen und Chinesen freuen. Aber können wir – eher die Politiker – zulassen, dass wir auch noch mit in diese Krise gezogen werden? Griechenland hat betrogen und muss akzeptieren, dass sie die Konsequenzen zu tragen haben. Aber das wollen die Menschen dort nicht. Sie sehen sich scheinbar als unschuldige Opfer, die betrogen wurden. Wer hat denn zugelassen, dass Korruption immer weiter gefördert wurde? Waren das nicht die griechischen Bürger selbst? Haben sie nicht gegen diese Misswirtschaft aufbegehrt? Nein, taten sie nciht, sondern zahlten fleissig. Und so entstand ein Teufelskreis, den nun ein Mann – Papandreou – zu durchbrechen sucht. Aber er hat es schwer, denn er wird nur als Halbgrieche gesehen, da er in den USA geboren wurde und zudem auch noch aus einer Politiker-Dynastie stammt. Ja, er hat es schwer, aber wer soll es sonst richten?
Sind die Griechen nicht verrückt? Gegen alles aus Brüssel sind sie, vor allem gegen die Sparpakete, aber gleichzeitig wollen sie den Euro behalten. Das ist doch wirklich verrückt, ja shizophren. Nehmt ihnen den Euro weg, dann sollen sie sehen, wie sie weiterkommen. Es wird nur der vollständige bankrott übrigbleiben. Was denn noch? Sollen wir anderen EU-Länder auch noch für die Misswirtschaft zahlen, den dieses Land sich selbst zuzuschreiben hat? Nein, so darf es nicht kommen.

Von Japan hat man ja schon lange nichts mehr gehört. Und nun hat wieder einmal das allseits beliebte Nuklearkraftwerk (da ich keine Lust mehr auf Kern- oder Atomkraftwerk habe, rede ich nur noch von Nuklearkraftwerken und halte mich da ans englische: nuclear power station. Die Abkürzung KKW behalte ich aber bei.) Fukushima von sich Reden gemacht. Dort soll es nun angeblich zu einer Kernschmelze gekommen sein. In Reaktor 2 wurden Gase festgestellt, die bei einer Kernschmelze entstehen. Sind also die Brennstäbe noch aktiv? Es scheint wohl so. Also hat die Betreiberfirma Tepco nicht wirklich was hinbekommen. Haben wir wirklich etwas anderes erwartet? Irgendwie nicht. Die haben das damals nach dem Beben nicht hinbekommen und jetzt verschleiern sie auch lieber, als das sie etwas sagen. So ist das eben. Das Gesicht zu verlieren wiegt bei den Japanern schwer. Und das würden sie definitiv, wenn sie zugeben würden, was bei ihnen alles in KKW schiefgelaufen ist. Was ist das nur? Müssen wir weiter fürchten, dass alles sich nur noch zum schlimmeren hinwendet? Keine Ahnung, die Wahrheit werden wir doch nie erfahren, nur das, was durchsickert.
Unbeeindruckt davon sind in vielen Ländern weitere KKWs geplant. Auch in unseren Nachbarländern Polen und Tschechien, die diese direkt an der Grenze zu Deutschland errichten wollen. Viele Anwohner wissen noch gar nichts davon, aber wenn es ihnen gesagt wird, befürchten sie gleich das Schlimmste. Tja, bei Polen und Tschechien bin ich mir auch nicht so ganz sicher, wie stabil die KKWs sein werden. Aber Deutschland schafft seine ab und an der Grenze werden neue gebaut. Ja, so hat man das gern. Im Übrigen könnte man das ja als Verschwörung sehen. Und zwar der Russen und Chinesen. Schliesslich sind wir nach dem aus der Nuklearenergie auf andere Dinge angewiesen, mit denen wir Strom erzeugen können. Windkraftwerke bringen kaum etwas, verschandeln nur die Landschaft. Und Solarpaneele sind auch nicht wirklich was für uns, wo im Norden weniger Sonne scheint als im Süden, aber dafür mehr Wind weht. Der Wirkungsgrad beider Anlagen ist noch viel zu gering. Da gibt es das Moore’sche Gesetz nicht, obwohl es wünschenswert wäre. Aber nun gut, so ist das eben. Also müssen wir auf Öl, und Kohle bauen. Übrigens zwei ziemliche CO2-Schleudern. Erdgas darf natürlich nicht vergessen werden. Sind wir aber reich an all diesen Rohstoffen? Nein, sind wir nicht. Haben ja nicht einmal Ölsande, wie es in Kanada der Fall ist. Wobei man hier von Glück reden kann, denn die Ölsande sind eine ziemliche Umweltkatastrophe. Aber wer besitzt nun Öl und Gas im Überfluss? Richtig, das ist Russland. Und wer besitzt Kohle im Überfluss, auch wenn sie es meist selbst verbrauchen und der Abbau recht fragwürdig ist? Noch einmal richtig: Es ist China. Also, wenn man da nicht von einer Verschwörung sprechen kann, dann weiss ich auch nicht. Aber erst einmal abwarten. Die Kehrtwende ist ja schon mehrmals gekommen. Ausserdem gibt es immer noch genügend Leute, die sagen, dass die Kernenergie die einzig wahre Möglichkeit ist, um effizient und umweltfreundlich Strom zu erzeugen. Das Endprodukt ist dann weniger umweltfreundlich, aber da hat die Menschheit eben noch nichts gefunden, um auch das richtig zu verwerten.

Hier in Hellabrunn ist mal wieder einige los, denn es wurde am Freitag ein weibliches Elefantenkalb geboren. Die Mutter ist die von Jamuna Toni. Es scheint alles glattzulaufen, denn bis jetzt gibt es keine Probleme. Allerdings wird Panang ja gerne ein negatives Image unterstellt. Dabei kann sie nun wirklich nichts dazu. Bloss weil sie Jamuna Toni verstossen hatte. Aber dafür hat sie gewiss ihre Gründe gehabt, wie ich mal vermute. Vielleicht hatte sie dann auch noch eine Art Baby-Blues, den auch Elefantenmütter bekommen können. Jenala hat es mal bei einer Elefantin festgestellt und erst im letzten jahr wurde das sogar bestätigt.  Gesehen habe ich das Jungtier noch nicht, denn es ist schon einigermassen kalt. Ausserdem sind die Elefanten nicht im Haus anzutreffen, da dieses vollkommen restauriert wird – ist einsturzgefährdet. Und in dem Behelfsbau kann man als Besucher nicht hinein. Schon schade, so muss ich mit Bildern vorlieb nehmen, aber wenn es nun einmal so ist.

Habt ihr auch schon von dem Buch „Die Rollen des Seth“ gehört? Soll ja der Thriller schlechthin sein. Ich warte erst einmal ab. Wenn ich es gelesen habe, kann ich mir ein Urteil bilden.

 

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Schatten der Vergangenheit – Droht ein zweites Tschernobyl?


Alle am Donnerstag den Großen Zapfenstreich gesehen? Ich fand ja den Rufer vom Dienst (ich weiss, daß der anders genannt wird, entsinne mich aber gerade nicht des militärischen Titels) nicht so besonders. Sein Vorgänger hatte mehr Schmackes, denn der konnte richtig originell betonen. Der hier war langweilig. Dafür war „Smoke on the Water“ von Deep Purple in der Trompetenvertonung doch wirklich das Highlight. Mich erinnerte da die Musik stark an „Pater Brown“. Aber das war wirklich das beste, was ich seit langem gehört habe.
Und ich kann mir ja nicht helfen, aber de Maizière erinnert mich immer an ein Kaninchen. Hat mal jemand ihn von der Seite gesehen? Das Gesicht hat dann wirklich Ähnlichkeit mit einem Nager.
Aber das wichtigste Thema ist momentan doch, was passiert nun in Japan? Im Kernkraftwerk Fukushima droht eine Kernschmelze – vielleicht hat sie auch bereits stattgefunden, denn genaueres ist noch nicht gesagt worden -, da nach dem Erdbeben das Kühlungssystem ausgefallen ist. Nachdem es nun auch noch eine Explosion im KKW gegeben hat, werden natürlich Ängste geschürt. Ängste, die berechtigt sein können, aber vielleicht auch nur von Hysterie stammen. Denn wir hören nur noch Radioaktivität und werden an das Unglück von Tschernobyl erinnert. Berechtigt? Ein Unterschied besteht bereits: Damals handelte es sich um menschliches Versagen, dass es zu dieser Kernschmelze mit Gebäudeexplosion kam, weshalb es zu diesen verheerenden Ausmassen kam, die die Menschen dort immer noch zu spüren bekommen. Denn der grösste Feind ist der Mensch. Dieser ist für die grössten Unglücke in der Geschichte der Menschheit verantwortlich. Ausser für Erdbeben. Da kann der Mensch nun wirklich nichts dafür. Das hängt mit den Kontinentalplatten zusammen, die an einigen Stellen aneinanderreiben, weshalb diese Gebiete besonders erdbebengefährdet sind. Das ist einmal Japan und dann der San Andreas-Graben zwischen San Francisco und Los Angeles. Andere Orte auch noch, aber ich will die jetzt nicht alle aufzählen.
Aber nun ist das KKW nicht mehr fähig die Kühlung aufrecht zu erhalten. Und was dann folgt, ist möglicherweise ein Super-GAU: die Kernschmelze. Eigentlich ist das Gebäude, wo sich die Brennstäbe befinden, besonders gesichert, aber wer weiß, was da noch kommt. Explosionen sind auf alle Fälle genau das, was nicht passieren sollte. Und das ist passiert. Ausserdem sollen TV-Bilder zeigen, dass die Aussenhülle des KKWs beschädigt ist. Also vielleicht doch ein zweites Tschernobyl? Ich weiss es nicht und mag auch nicht spekulieren.
Aber wenn wirklich eine radioaktive Wolke freigesetzt werden sollte, wonach es momentan noch nicht aussieht, muss man sich erst einmal fragen, wohin die sich als erstes ausbreiten wird. Anschliessend wird sie sich über die ganze Erde verbreiten. Dann ist die Gefahr nicht mehr so gross, aber wohl würde ich mich dennoch dann nicht fühlen.
Scheint sich auch um ein älteres Kernkraftwerk zu handeln, wobei die japanischen ohnehin schon erdbebensicher gebaut sind. Aber man muss mit allem rechnen, vielleicht hat man damit nicht gerechnet. Ich weiß es nicht. Wir müssen die Situation weiter beobachten und dann werden wir sehen, wie schlimm die Situation wirklich ist. Momentan bringt Panikmache überhaupt nichts.
Mein heutiger Titel bezieht sich im ersten Teil auf ein Buch, das vor wenigen Wochen herausgekommen ist: Fever – Schatten der Vergangenheit von Douglas Preston und Lincoln Child. Vom Thema her hat es nun überhaupt nichts mit dem zu tun, was in Japan passiert.  Da hätte ich lieber den Titel des Films „Das China-Syndrom“ nehmen sollen, wo es um einen Vorfall in einem amerikanischen Kernkraftwerk geht. Aber den Titel finde ich ein wenig irreführend. Ausserdem werden wir durch das KKW und die drohende (?) Kernschmelze an Tschernobyl erinnert. Eben ein Schatten der Vergangenheit. – Ach ja, das Buch kann ich empfehlen, auch wenn es nicht das beste in der Reihe um Special Agent Pendergast ist.
Eine Diskussion, warum ich Kernkraftwerk schreibe und nicht das schöne Wörtchen Atom benutze, werde ich jetzt nicht schon wieder erläutern. Ich sage nur so viel: In den sechziger Jahren wurde entschieden, dass es Kernkraftwerk heisst. Und deshalb sage ich es auch.

 
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Verfasst von - 12. März 2011 in Musik, Real life, Technik

 

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