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Stirbt der Mensch aus? – Wie gefährlich das Verfüttern von gentechnisch verändertem Futter ist


Eine berechtigte Frage, wie ich finde. Wobei es nun nichts Neues ist, dass Schweine und Geflügel mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert werden. Aber es wird mal wieder darauf aufmerksam gemacht. Was ich nur richtig finde.
Denn völlig ahnungslos essen wir Fleisch von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln, also Soja, gefüttert wurden. Es herrscht nämlich keine Kennzeichnungspflicht. Nur wenn ein Produkt direkt mit gentechnisch veränderten Produkten verarbeitet wird, muss es für den Endverbraucher gekennzeichnet werden.
Also bekommen Schweine und das Geflügel Gensoja und wir sind so blöd, weil ahnungslos, und essen dann das Fleisch von diesen Tieren.
Dabei wissen wir nicht einmal, wie gefährlich das ist. Im Fernsehen gab es auf Arte vor ein paar Jahren mal eine Dokumentation über Monsanto, die ja bekanntlich gentechnisch verändertes Saatgut vertreiben und in Indien praktisch für die Armut der indischen Bauern verantwortlich ist. Aber darum geht es nun nicht, sondern um die gesundheitlichen Schäden, die durch gentechnisch verändertes Soja entstehen.
In den USA wurden die Sauen langsam unfruchtbar. Sie bekamen immer weniger Nachkommen, was für die Betriebe dort natürlich eine Katastrophe war. So, nun einmal scharf nachgedacht. Die Schweine werden mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert, davon werden sie mit der Zeit unfruchtbar. Nun essen wir Menschen dieses Fleisch. Eventuelle Folge davon: Auch wir werden unfruchtbar. Bewiesen ist es ja bereits. Ein Paar wünscht sich Kinder, bekommt aber keine. Beide lassen sich untersuchen, es kann aber nichts festgestellt werden. Was ist es nun? Umweltgifte ist dann oft die Antwort, was auch zutrifft. Und dann eben auch das Fleisch von Tieren, die mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert wurden.
Nun meine Überschrift verstanden? Natürlich wird die Menschheit nicht wirklich aussterben, aber förderlich ist es auch nicht gerade.
Erinnert sich noch jemand daran, wie Horst Seehofer Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz war? Die Gentechnik hat er gefördert bis zum geht nicht mehr. Scheint ja immer noch sehr positiv davon überzeugt zu sein. Als er dann bayerischer Ministerpräsident wurde, war dann das Thema zwar nicht ganz erledigt, aber es wurde nicht mehr in dem Umfang betrieben wie vorher. Es wurden sogar Gensorten verboten. Was allerdings nicht heisst, dass es in Deutschland keine Versuchsfelder für gentechnisch veränderte Pflanzen gibt.
Ja, es gibt sie noch. Heimlich still und leise stehen sie irgendwo. Natürlich so aufgestellt, dass möglichst nichts entfleuchen kann. Bloss ist das praktisch gar nicht möglich.
Denn kann man dem Wind verbieten, dass er dort nicht wehen soll? Kann man Tieren, wie Feldmäusen oder sonstigem Getier vorschreiben, dass es nichts von den Feldern nehmen soll? Und vor allem, kann man Bienen sagen, dass sie diese Felder umfliegen und die Blüten in Ruhe lassen sollen? Nein, kann man nicht. Also sind diese Versuchsfelder alles andere als gut.
Und noch einen Haken hat die Sache. Wenn Bienen an die Blüten von gentechnisch veränderten Pflanzen geraten, kann der ganze Honig vernichtet werden. Und das wird für die Imker immer schwieriger, Stellen zu finden, wo keine gentechnisch veränderten Pflanzen wachsen.
Kanada versucht nun schon seit einigen Jahren, die ganzen Gentechnik-Pflanzen loszuwerden. Bloss ist das schwieriger als gedacht. Sie haben Deutschland sogar gewarnt, bloss nicht erst mit der Gentechnik anzufangen. Aber hören wir darauf? Wenn man an die Testfelder sieht, nein. Und welche Futtermittel bekommt man heute überhaupt noch, die nicht irgendwie verändert sind. Es sind doch alles Hochleistungszuchten, damit möglichst viel Gewinn eingestrichen wird.
Deshalb gibt es auch Vereine, die sich um die alten Saaten kümmern. Bloss handeln die in einer EU-rechtlichen Grauzone. Denn jedes alte Saatgut muss beim Bundessaatgut (oder wie es auch immer heisst) angemeldet und mit 30 Euro pro Jahr bezahlt werden. Tja, das wird natürlich teuer bei einigen tausend Sorten.
Dabei sind die alten Sorten oft geschmacklich sehr viel besser und auch robuster. Aber sie werfen eben keinen grossen Gewinn in der Ernte ab. Aber wollen wir nicht lieber Geschmack als Masse? Nein, wir wollen es vor allem billig. Ich ja auch, gebe ich frei heraus zu.
Die Nachricht des WWF, der angeblich seine Geldmittel für dieses Jahr schon komplett ausgegeben haben soll – deshalb vielleicht dieses Aufrütteln? -, sollte uns aufrütteln. Was wir dagegen tun sollten? Vegetarier werden, sich nur noch von Grünzeug ernähren. Aber selbst da können wir uns nicht sicher sein, was wir da auf den Teller kriegen. Denn selbst Bio ist nicht immer Bio.

Eine traurige Nachricht kam aus dem Berliner Zoo. Der letzte noch verbliebende Panda in Deutschland, Bao Bao, ist tot. Er wurde 34 Jahre alt und war damit der älteste Panda in einem Zoo. Ich habe ihn und seine Gefährtin, die sich aber nicht mit ihm verstand, vor Jahren gesehen. Ein Jahr später war die Pandabärin tot, hatte wohl den Knut-Hype nicht verkraftet.
Mit Bao Baos Tod endet eine Ära. Ob nun noch irgendwann neue Pandas kommen? Ich weiss es nicht. Aber wollen wir auch wirklich welche sehen? Nach Wien ist so weit der Weg nicht, jedenfalls für mich.

Gestern hat die Jubiläumssaison der Bundesliga begonnen. Dortmund hat gegen Werder Bremen glanzlos mit 2:1 gewonnen. Ein tolles Spiel war es nicht. Aber es war auch erst das erste Spiel.
Elefantendame Mala sagt, dass St. Pauli gegen Energie Cottbus leider verlieren wird. Wollen wir mal sehen, ob die Dickhäuterin recht behalten wird.

 

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In der Mitte der Nacht


Nun ist nicht mehr Japan das Thema Nr. 1, sondern wieder Libyen. Und hier übertreiben sie im Fernsehen genauso wie bei Japan und der drohenden Reaktor-Katastrophe. Morgens kommen Sondersendungen, mittags Sondersendungen und abends fallen dann ganze Sendungen aus, bloss weil es was über Libyen zu berichten gibt. Was da passiert, ist furchtbar. Aber es reichen doch kurze Infos darüber und nicht ausführliches Widerkäuen von irgendwelchen Informationen, die man auch im Videotext lesen kann. Aber nun wird Libyen bombardiert. Ein Sohn von Gaddafi soll bei diesen Kamikazeflügen ums Leben gekommen sein. Sagen jedenfalls Medienberichte. Jedenfalls hat Gaddafi dann einen guten Grund um weiter zu wettern. Deutschland macht ja nur indirekte Libyen-Hilfe, da sie sich es sich nicht mit Gaddafi verscherzen wollen, schliesslich sagte dieser kürzlich in einem Interview, das man alle Länder Europas vergessen könne. Es seien sozusagen Verräter, aber nicht Deutschland. Mit uns würde er gerne weiter Geschäfte machen. Also bombardieren wir nicht selbst. Überhaupt finde ich es furchtbar, wenn Städte, Dörfer und Gegenden bombardiert werden. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass wir im 21. Jahrhundert leben und immer noch Kriege führen. Aber wie heisst es so schön? Der gefährlichste Gegner des Menschen ist der Mensch, gleich neben der Natur. Und damit schlage ich jetzt den Übergang zu Japan.
Mein Onkel ist immer noch der Meinung, dass die Mitarbeiter dort ziemlich gepennt haben, sonst hätte es zu diesem GAU gar nicht kommen können. Er hält die Kernkraft immer noch für die sauberste Stromerzeugung. Auch wenn er nicht leugnen kann, dass die verbrauchten Brennelemente noch eine Radioaktivität haben, die problematisch ist bei der Aussonderung. Für ihn ist es menschliches Versagen. Und er weiss, wovon er redet. Er hat mir Dinge erzählt, die kann man gar nicht glauben, dass das in deutschen KKWs passiert ist. Und das alles nur, weil die Menschen dort gepennt haben.
Aber die Anti-Atom-Kraft-Bewegung ist in vollem Gange. Am besten alles sofort abschalten. Ich freue mich schon auf den Strom-GAU. Denn daran denkt niemand. Ohne Strom können wir doch gar nichts machen. Was funktioniert denn ohne Strom? Wir sind doch abhängig davon, auch wenn wir es uns nicht wirklich eingestehen wollen. Aber es geht nichts ohne. Genauso abhängig sind wir vom Erdöl. Auch da soll immer die Wende kommen, aber fahren die Autos nun mit Wasserstoff (wozu auch wieder Energie benötigt wird, um den herzustellen) oder Elektrizität? Es ist ein Teufelskreis, es geht einfach nichts ohne Strom. Und wir haben nicht die Mittel, um die Stromerzeugung der KKWs sofort mit Wind- und Sonnenenergie zu ersetzen. Das geht gar nicht und wird niemals funktionieren. Nein, ich bin kein Schwarzmaler, sondern Realist, auch wenn ich mir so keine Freunde mache. Regina sagt bewusst nur noch Atomkraftwerk und in der Redaktion schneiden sie mich bei dem Thema auch schon. Denn ich bin trotz allem immer noch pro-Kernkraftwerke. Da wird mich niemand umstimmen können, egal was passiert. Denn erstens sind wir kein Erdbebengebiet, wie Italien. Und zweitens sind unsere KKWs sicher, ausser die Mitarbeiter machen irgendwelche Fehler. Und das die nötigen Modernisierungen fehlen, ist doch nicht der Fehler der Betreiber. Wer wollte denn schliesslich, dass die KKWs abgeschaltet werden in möglichst allzu schneller Zeit? Das war die rot-grüne-Regierung unter Schröder. Und von dem halte ich sowieso nichts. Der ist nur durch bestimmte Gelder zum SPD-Kanzlerkandidaten geworden.
Die Grünen haben es nun sogar in den Landtag von Sachsen-Anhalt geschafft. Ich wette, dass dies nie geschehen wäre, hätte es nicht die Reaktor-Katastrophe in Japan gegeben und die anschliessenden Diskussionen hier in Deutschland.
Ja, ich gebe es zu: Ich halte nichts von den Grünen, genauso wenig wie von der SPD. Die anderen Parteien, wie die Linken sind auch nicht besser. Im Grunde genommen, kann ich mich mit keiner der Parteien indentifizieren. Im Gegensatz zu meinem Cousin Schleimscheisser. Der ist in der CDU, wo doch unsere Familie durch und durch sozialdemokratisch geprägt ist. Ich falle da auch ziemlich aus der Reihe, aber das habe ich schon immer getan.
Gibt es eigentlich noch ein Thema, das nicht von Weltzerstörung handelt? So lange komme ich mir vor, als habe Nostradamus eine Prophezeiung für dieses Jahr gesagt, die vom Weltuntergang handelt. Noch nie ist es mir so vorgekommen.
Bei Japan wird ja nun gefürchtet, dass der Wind drehen und die radioaktiven Wolken nach China ziehen. Denn aus China beziehen wir viele Exportgüter. Das wäre nicht zu verkraften, wobei Japan kaum etwas ausmacht. Ich kaufe erst einmal nicht beim Asiaten ein. Besser ist. Wobei ich auch gar nicht weiss, wo hier überhaupt einer ist. Habe noch gar keinen ausmachen können.
Aber in Fukushima steigt aus zwei Reaktoren Rauch auf. Tja, das verheisst nichts Gutes. Wir werden es sehen.
Und nun noch ein halbwegs trauriges Thema: Eisbär Knut ist gestorben. Ich vermute mal, dass er einfach tot umfiel. Denn er stand unter erheblichen Stress, weil seine drei Weiber – darunter seine Mutter – ihn nicht als Zuchtbären akzeptierten. Sie verbündeten sich gegen ihn und jagten ihn immer schön ins Wasser. So was macht das Herz irgendwann nicht mehr mit. Er soll nun obduziert werden. Dann wird man mehr wissen. Vielleicht war er ja auch irgendwie krank. Und wenn er dann ausgestopft wird, können seine Fans dann immer noch weiter zu ihm pilgern, auch wenn er längst nicht mehr ist. So bleibt er für immer lebendig, auch wenn er tot ist. Jenala wünscht sich das für ihren Ersatzelefanten ja auch. Sie hat Angst, dass diese genauso enden wird wie Vilja im letzten Jahr. Der wurde nach ihrem Tod – jedenfalls laut Bild-Zeitung und die ist ja immer etwas heikel – ein Stück des Rüssel abgeschnitten, dann noch ein Fuß und die Organe wurden auch untersucht. Jenala möchte nicht, dass ihr Ersatzelefant so ausgeschlachtet wird. Das ist zu verstehen.

 
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Verfasst von - 21. März 2011 in Elefant, Real life, Sport, Technik, Tiere, Wetter, Zoo

 

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