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Vier Jahre – Europas klügster Elefant wartet und wartet


Auf den Tag genau vor vier Jahren oder 1461 Tagen verliess Elefantendame Mala den Ort, wo sie bis dahin fast ihr gesamtes Leben verbracht hatte.
In Belgien lebt sie seit ihrem Umzug und hat dort in der Zeit schon einiges erlebt.
Im vergangenen Jahr durfte sie das belgische Königspaar treffen. Gemeinsam mit Genossin Rani machte sie ihnen ihre Aufwartung.
Ihrer Lieblingsfeindin würde sie seitdem zu gerne erzählen, dass sie schon Könige begrüsst hätte. Eitel ist die alte Kuh überhaupt nicht. Doch Mogli würde bloss müde abwinken und erwidern, sie hätte bereits den „King of Pop“ getroffen. Das sei zwar schon etwas her, aber ein weitaus bedeutenderes Ereignis.
Mala würde dagegen sicherlich wieder anstinken und sagen, dass das alte Faltenmonster gar nicht wisse, ob sie das Original oder einen Doppelgänger getroffen habe. Sie hingegen wisse genau, dass sie keine Doppelgänger begrüsst habe.
Die Elefantendame hat in ihrem Leben bereits allerhand Menschen getroffen und in den vier Jahren in Belgien auch. Die Liste geht von alten Bekannten, über Besucher, die aus einem speziellen Anlass da waren, bis zu Königen.
Nicht, dass Mala solche Leute früher nicht auch schon getroffen hätte. So waren schon Otto Waalkes oder Karl Dall da, um ihr einen Besuch abzustatten, als sie noch in ihrer alten Heimat lebte.
Ja, an die Zeit denkt sie gerne zurück. Wie sie damals immer mal wieder für die Zeitung posierte, schöne Ausflüge in die nähere Umgebung unternahm oder in Film und Fernsehen auftreten durfte.
Heute kommen noch die sozialen Netzwerke dazu oder TV-Dokumentationen. Doch ihre Auftritte sind leider rar geworden. Das findet die alte Kuh traurig, lässt sich allerdings nicht ändern. Dennoch glaubt sie weiterhin an den Titel eines Liedes, das „Kein Star wird jemals grösser sein“ heisst. Denn Mala ist ein Star, auch wenn man von ihr nicht mehr so viel hört oder sieht wie es früher gewesen ist. Man hat ihr den Rang abgelaufen. Erst war es Mogli, der sie sich beugen musste, jetzt sind es die Grossen Pandas, auch als Bambusfresser bekannt. Daran hat sie sich gewöhnt, auch wenn sie sich lieber selbst im Rampenlicht stehen sieht. Denn wer ist der Star? Richtig, es ist Mala.
So fand sie schliesslich auch den Weg in eine Romanreihe. In den Isis Just-Abenteuern taucht sie in jedem Roman immer kurz auf. Im November wird ein weiterer Thriller erscheinen, der den Titel „Im Zeichen des Denkmals“ tragen wird. Mala ist natürlich wieder dabei. Frech wie immer.
Im November letzten Jahres musste sie von ihrer Genossin Rani Abschied nehmen, die zurück in die Schweiz ging. Allein blieb sie nicht zurück, war doch noch die aus Köln gekommene Aye Chan May da. Mit ihr ihr versteht sich Mala auch ganz gut. Solange man sie machen lässt und die anderen sich ihr unterordnen, kann sie sehr freundlich sein.
Und dann durfte die Elefantin die Hannoveraner auf die neue riesige Anlage führen. Das tat sie natürlich gerne und die grosse Herde folgte ihr problemlos.
Nun lebt sie mit ihnen auf der Anlage, bleibt meist lieber für sich, weil sie die anderen nicht sonderlich interessieren. Manchmal sind ihr die Hannoveraner auch zu laut. Mit fast 54 Jahren möchte man auch mal seine Ruhe haben.
Für Fütterungen oder das Elefantenbaden wird sie aus der Gruppe genommen. Es sind schöne Abwechslungen, doch wenn man Mala baden sieht und diese Aufnahmen mit älteren vergleicht, fällt einem vielleicht auf, dass sie nicht mehr mit dem Elan von früher dabei ist. Sie führt die Aufgaben aus, aber die Freude dahinter ist weg, es scheint zur Routine geworden zu sein.
Selbst Menschenansammlungen sind ihr zu viel geworden. Früher konnte die alte Kuh davon praktisch nicht genug bekommen, sonnte sich in der Aufmerksamkeit. Heute macht sie eher den Eindruck, dass sie das alles möglichst schnell hinter sich bringen will.
Hängt es mit Malas Alter zusammen oder ist ihr alles relativ gleichgültig geworden, seitdem sie gemerkt hat, dass sie nicht wieder nach Hause gehen wird? Man weiss es nicht genau.
46 Jahre hat sie in ihrem geliebten Zuhause verbracht. Eine sehr lange Zeit für einen Elefanten. Mala kannte dort alles, kannte ihre Umgebung, einige der wiederkehrenden Besucher und die Menschen, die tagtäglich mit ihr zu tun hatten.
Jetzt im Pairi Daiza sieht sie auch täglich die Menschen, die mit ihr arbeiten, aber in den letzten vier Jahre hat sie neue Elefanten kennengelernt und sie innerhalb kürzester Zeit auch wieder verloren – aus der Sicht eines Elefanten gesehen. Den Anfang machte Ani, die an den Folgen einer schweren Geburt starb, schliesslich der Weggang von Rani im vergangenen November. Ein Elefant braucht Kontinuität, vor allem jemand wie Mala, die ihr Zuhause, ihre Heimat, verloren hat.
Dann zog sie innerhalb des Pairi Daiza von einer Anlage zur anderen. Erst war sie beim Mersus Emergo, dann im Palace d’Ani, wieder beim Mersus Emergo und nun auf der neuen Anlage, wo sie hoffentlich verbleiben wird. Falls sie nicht noch einmal den Zoo wechselt.
Vier Jahre sind seit Malas Weggang vergangen und eigentlich müsste sie sich mit ihrem neuen Wohnort arrangiert haben. Dennoch ist da immer noch die Hoffnung, dass es irgendwann Retour gehen könnte. Mala wartet auf diesen Tag X, der höchstwahrscheinlich niemals eintreten wird.
Mala wartet. Sie wartet noch immer, gibt die Hoffnung nicht auf. Und eines Tages, vielleicht…

 

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The Winner takes it all


„…mit der Erotik einer Bauknecht-Waschmaschine.“
(Dirk Bach bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, wen er meinte, ist wohl klar.)

Haben wir uns heute Nacht denn nicht alle gefreut, als endlich, endlich, endlich Jay Khan rausflog und die goldene Ananas gewann? Ja, wir haben uns gefreut, denn sein Intrigantentum konnte man sich wirklich nicht mehr ansehen. Bloss schien er der einzige zu sein, der gar nicht merkte, dass er die Gunst der Zuschauer verloren hatte. Doch irgendwie wollte man ihn noch bis zum letzten Tag drin lassen, damit es weiterhin spannend bleibt und das Mobbing schön weiter geht.
Dann flog er tatsächlich, obwohl er bereits die Male davor immer sehr sicher gewesen war, dass er bereits da rausfliegen würde. Wer’s glaubt…
Ganz toll fand ich ja seine Bemerkung, er hätte schon gleich gewusst, was für ein Verräter (oder wie er es auch immer nannte) Peer sei, da der ein Stofftier mitgenommen habe. Was hat das denn mit einem Stofftier zu tun? Verstehe ich nicht, ausserdem hat mein Stofftier – Herr Brittlebritt (ein Esel) – bei mir jetzt noch einen Ehrenplatz, auch wenn er im Regal steht und verstaubt. Aber er hat mich überall hin begleitet. Aber wie gesagt, heute steht er nur noch im Regal, aber als ich noch klein war, da habe ich keinen Schritt ohne Brittlebritt gemacht. Also im Haus und wenn wir im Urlaub waren, allerdings habe ich ihn nie mit nach draussen genommen, damit war so mit drei oder vier Jahren Schluss. Oder man sehe sich mal meine Schwester an. Die hat heute noch ihr Lämmchen, ein wirkliches Riesenvieh mit künstlicher Nase, weil es seine richtige irgendwann verloren hat, auf ihrem Kopfkissen sitzen. Begleitet sie immer noch auf einigen Reisen, was unsere Mutter zur Weissglut treibt, denn „das Vieh“ würde nur Platz wegnehmen. Dergleichen habe ich mir bei Brittlebritt auch immer anhören müssen, dabei ist der viel handlicher. Aber ich bin abgeschweift.
Inzwischen scheinen wohl wirklich alle davon überzeugt zu sein, dass Jay – habt ihr gesehen, dass seine Haare gegen Ende immer dürftiger wurden? Seine Platte hatte er zuv0r besser verdecken können – tatsächlich berechnend war und es auf eine Inszenierung ankommen liess. Alleine wie er da im Wasser immer in die Kameras starrte. Darüber haben sich ja dann auch beide Moderatoren immer schön lustig gemacht.
Bleibt mir nur noch die Frage, wie hat es Thomas Rupprath eigentlich bis ins Finale geschafft? Ausser seinem hysterischen Ausbruch bei der einen Dschungelprüfung, wo nicht er, sondern Indira mit Jay die Prüfung ablegte, hat man doch nicht wirklich viel von ihm gesehen. Meistens hat er doch nur auf seiner Liege gelegen oder darauf geachtet, dass seine Frisur auch sitzt. Da wäre mir Rainer Langhans viel lieber gewesen, der war wenigstens skurill.
Gefreut habe ich mich ja noch über die schöne gestrige Dschungelprüfung. Das hat genau die beiden richtigen getroffen. Hat mir also nicht leid getan, das die da in die Jauchegrube gefallen sind. Aber ich hatte mehr der Symbole im Gedächtnis als die beiden Waschlappen.
Meine Wertung fürs heutige Finale: Dritter Thomas Rupprath, Zweiter Katy Karrenbauer und der Dschungel-König wird dann Peer Kusmagk. Ist irgendwie auch der einzige von den dreien, dem man das gönnt, obwohl ihn gewiss niemand zu Beginn der Sendung auf dem Zettel hatte. Aber erinnere sich mal einer an Ross Anthony. Da habe ich damals prophezeit, dass der als erstes fliegen wird, weil ich ihn immer nur heulend und jammernd gesehen habe. Und was passiert dann? Er wurde Dschungelkönig. Aber heute um Mitternacht oder etwas später, werden wir sehen, wer denn der Sieger sein wird. Die Karrenbauer wird es nicht, denn bis jetzt hat immer abwechselnd ein Mann und dann eine Frau gewonnen. Und da das letzte Mal Ingrid van Bergern gewonnen hat, muss es dieses Mal wieder ein Mann sein. Mathieu Carrière konnte es nicht sein, weil die van Bergen bereits ein gesetztes Alter hatte.
Na ja, ich bin froh, wenn es heute Abend zu Ende ist. Dann hat sich mein Auftrag erfüllt und ich muss nur noch einen kurzen Artikel darüber schreiben. Wahrscheinlich wird da dann der Sieger dargestellt werden und dann auch was über die Inszenierung.
Jetzt habe ich genug darüber verwendet, es wird Zeit, dass ich auch noch andere Themen wähle.
Ägypten fällt mir dabei wieder ein. Ich hatte wirklich überlegt, ob ich dieses Jahr nicht dahin fahren sollte. Die ganzen Altertümer sieht man sich doch gerne an. Ich war immer noch am Überlegen, als dann bei mir die Nachrichten ankamen, was in Ägypten gerade passiert. Da will ich jetzt nun wirklich nicht hin. Aber wer weiss, was da noch geschehen wird. Die Muslim-Brüderschaft wartet doch nur auf solch ein Ereignis. Wir müssen abwarten. Das ist alles.

Und nun ein Stück, das nicht zur Überschrift passt, aber ich finde, das es es irgendwie heute ein wenig zum Finale passt.

 

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