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Von Elefanten und Möchtegern-Stars


Samstag sprach ich noch davon, dass der Münchener Tierpark Hellabrunn eine Herz-OP bei dem kleinen Elefantenmädchen Lola versuchen will.
Gestern Abend dann die traurige Nachricht: Lola starb noch vor der OP an einer schweren Lungenembolie. So ist es also entschieden worden, ohne dass etwas gemacht wurde.
Schade um die kleine Kuh, denn man hätte ihr gewünscht, dass sie das übersteht. Besonders traurig ist, dass Panang nun bereits ihr zweites Jungtier verloren hat. Denn besagte Elefantenkuh war auch die Mutter von Jamuna Toni gewesen, die im Sommer 2010 eingeschläfert werden musste. Jamuna Toni litt an einer Stoffwechselerkrankung, die der Glasknochenkrankheit ähnlich war. Sie musste damals eingeschläfert werden, als sie vor lauter Schmerzen – ihre Knochen waren alle in Mitleidenschaft gezogen – nicht mehr fressen wollte. Bei Lola hatte man versucht, ihr noch das Leben zu retten, indem eine Herz-OP anberaumt wurde. Doch bei den Vorbereitungen erlitt Lola eine schwere Lungenembolie, konnte nicht mehr wiederbelebt werden.
Nun hat sie ihren Frieden gefunden.
Die anderen Elefanten nahmen von ihr Abschied, was ich sehr wichtig finde. Denn so suchen sie das kleine Wesen nicht mehr und wissen, dass es gegangen ist. Zwar werden sie Lola die ersten Tagen noch suchen, aber sie wissen, dass sie nicht mehr wiederkommen wird. Damals, als Kathi eingescläfert werden musste, war es genauso. Dies wurde bei der Zoo-Doku „Nashorn, Zebra & Co.“ gezeigt.
Man sollte nun aber weiterhin in Betracht ziehen, ob Panang nicht an einem genetischen Defekt leidet. denn es ist doch wirklich seltsam, dass ihre Jungtiere alle eine Krankheit haben, auch wenn es äusserlich betrachtet, nicht dieselbe sein mag. Dennoch ist es seltsam. Und Panang hatte auch zwei Fehlgeburten gehabt. Wobei Fehlgeburten nun nichts damit zutun haben müssen. Aber ich will dieses Thema nicht weitervertiefen, da mir dazu die nötigen Kenntnisse fehlen. Ich kann hier nur Vermutungen anstellen.
Jetzt bleibt Ludwig allein zurück und wann das nächste Mal Nachwuchs kommen wird, steht in den Sternen, denn Zuchtbulle Gajendra steht momentan in Leipzig und wird erst in drei Jahren zurückkehren, wenn das Elefantenhaus komplett überholt ist. Denn wie ich vor einiger Zeit erwähnte, ist es einsturzgefährdet, so dass die Elefanten auch in einem Ausweichquartier verbringen. Deshalb musste Gajendra nach Leipzig ziehen, denn in Hellabrunn wäre der protected contact nicht mehr mit ihm möglich gewesen.
Was aus Panang wird, werden wir sehen. Ob sie weiter züchten darf oder eben nicht mehr. Mit ihr würde ein zuchtfähiger Elefant ausfallen und das ist schade, denn asiatische Elefanten sind viel stärker gefährdet als ihre afrikanischen Verwandten. Auch wenn wir mehr asiatische als afrikanische Elefanten in Zoos sehen. Der Grund dürfte eben die Gefährdung sein und das man asiatische Elefanten eher im hands-on hält, da die Kühe keine grossen Stosszähne haben. Einige haben schon längere, aber bei den meisten Elefantenkühen sind sie verkümmert.

Im Dschungelcamp ist niemand geflogen, obwohl der Möchtergern Zauberer Vincent Raven die Zuschauer anbettelt, sie mögen doch bitte nicht für ihn anrufen. Auch Ailton forderte dies ja von seinen Fans: „Rufe an – nicht!“ Das „nicht“ kam aber so spät, dass man eigentlich schon den Anruf getätigt hatte, bevor dieses Wörtchen kam. Und gestern wollte er dann auch nicht mehr raus. Warum keiner gestern abend rausgeflogen ist? Ganz einfach: Martin Kesici ging ja freiwillig raus und an dem Tag wäre eigentlich niemand geflogen, doch Daniel Lopes musste dennoch gehen. Vielleicht wollte RTL Vincent Raven noch ein bisschen quälen oder einfach uns Zuschauer bzw. Anrufer (zu denen ich nicht zähle) veräppeln.
Von den Kandidaten, die ich nicht mehr sehen will, ist bis jetzt nur Ramona Leiß raus. Bei der sieht es bald so aus, als habe sie im Camp eher zu- als abgenommen. Aber hiess es bei ihr nicht auch, dass sie immer die erste beim Essen sei?
Als nächstes können nach mir Radost Bokel – äusserst blass – und Jazzy – für mich immer noch eine Intrigantin, die sich überall einmischt – rausgehen. Vincent Raven soll noch ein bisschen „leiden“. Ich glaube nicht wirklich, dass er das tut, denn irgendwie ist es wohl so gefordert. Schliesslich herrschen immer noch die Gerüchte, dass jeder dort eine Rolle spielen muss und es irgendwie ein Drehbuch mit Stichworten gibt. Am Ende entscheidet natürlich der Zuschauer, dennoch wird nicht alles so sein, wie wir es sehen.
Ach ja, Micaela Schäfer habe ich vergessen. Ich weiss wirklich nicht, warum sie eigentlich noch drin ist, denn ich finde sie wirklich nicht schön. Wurde bei ihr nicht schon der Witz gemacht, dass sie bald einen Anruf aus Frankreich bekommt, weil sie auch das Industrie-Silikon in den Brüsten hat? Ich glaube schon. Also wirklich, die kann raus, denn langsam wird einem das wirklich zuviel mir ihr. Wenigstens hat sie sich gestern selbst in Fleisch geschnitten, als sie die Prüfung in einem Hauch von Nichts absolvieren musste. War recht amüsant.
Meine Favoriten fürs Finale: Brigitte Nielsen (wenn sie nicht gewinnt, weiss ich auch nicht), Rocco Stark (dem man zwar anschieht, wer sein Vater ist, aber nicht so hässlich ist, wie seine beiden Halbbrüder) und Ailton. Also gewinnen wird eine Frau, denn bis jetzt ging das mit dem Gewinn immer abwechselnd. Erst ein König, dann eine Königin und so weiter.

Ich habe heute eine lustige Zahl entdeckt bei meinen Statistiken: 2.222 Aufrufe. Darüber mögen manche vielleicht bloss lächeln, weil es recht wenig erscheinen mag, aber ich bin nun mal nicht so sensationsheischend, dass ich über alles mögliche schreibe.
Doch über eines schreibe ich jetzt doch: die Trennung von Heidi Klum und Seal.
Da ich ja bekanntlich in einer Klatschredaktion arbeite, weiss ich darüber etwas besser bescheid als andere. Ich sage nur soviel: Es war nur eine Frage der Zeit, bis es offiziell wurde. Seit zwei Jahren werden bei uns die Fotos von deren urlauben analysiert und wir kamen immer zum selben Schluss: Das ist nur noch Show, mehr auch nicht. Haben auch schon entsprechende Artikel geschrieben, wo natürlich immer dementiert wurde, aber wir wissen, was wir gesehen haben. Und nun ist es eben offiziell. Fehlt ja nur noch der zweite Knaller, nämlich wer wirklich der Vater von Heidi Klums erstem Kind ist. Ich sage nur so viel, Flavio Briatore soll es nicht sein, sondern ein Deutscher. Mehr sage ich aber auch nicht, denn das sind wirklich Interna, die ich nicht verraten will.

Kommen wir lieber zu „Wetten, dass..?“, Deutschlands einziger riesigen Werbe-Labersendung im Öffentlich-Rechtlichen. Nachdem Hape Kerkeling abgesagt hat, wurde ja immer wieder der Name Pilawa genannt. Obwohl es dann mal hiess, er wolle nicht, sagte er später, dass ihn die Sendung doch reize, wenn das Konzept überarbeitet und gestrafft würde. Und nun soll er doch tatsächlich wieder der Wunschkandidat sein, wie jedenfalls der Spiegel berichtet. Es wurde ja vonseiten des ZDF bereits gesagt, ein Kandidat sei gefunden. Aber nun wirklich diese dämliche Grinsrübe von Pilawa? Kann doch wirklich nicht wahr sein. Aber eine Tatsache spricht dafür: Er moderiert sonntags die Sendung „Fünf Sterne“, und die hat früher Gottschalk moderiert. Also wird es wohl so sein. Aber ich sage gleich: Für mich ist „Wetten, dass..?“ gestorben, wenn dieser blöde Kerl wirklich die Sendung übernimmt. Das ist mir Johannes B. kerner noch viel lieber. Als Ersatzkandidat wird übrigens Markus Lanz gehandelt. Genauso schlimm wie Pilawa und absolut nicht geeignet, selbst wenn er schon einige Galas moderiert haben mag. Ich kann bloss hoffen, dass die Zuschauer die Sendung ignorieren werden, falls wirklich Pilawa oder Lanz „Wetten, dass..?“ übernehmen werden. Als Ausweichkandidaten gelten übrigens noch zwei Moderatoren von ZDFneo. Einer von beiden heisst Joko Winterscheidt. Der andere hat einen Doppelnamen. Die beiden habe ich an Silvester auf dem ZDF gesehen und dachte, es würde sich bei beiden um Clowns handeln. Auch nicht geeignet. Aber wer dann? Lasst die Sendung doch einfach einschlafen, damit wäre allen geholfen!

Mal was Neues zur Affäre Wulff. Dieses Mal geht es nicht um seinen Kredit oder anderes Geld oder die Urlaubsreisen, sondern um den Nord-Süd-Dialog.
Angeblich soll die Landesregierung im niedersächischen Landtag unter Ministerpräsident Wulff damals falsche Angaben zur Finanzierung gemacht haben. 2010 wurde nach Anfrage der SPD gesagt, dass für die Veranstaltung kein Steuergeld geflossen sei. Allerdings kam nun heraus, dass für fast 3.500 Euro Kochbücher gekauft worden waren, die an die Gäste der Veranstaltung verschenkt wurden. Aufgrund desse, will die Niedersachsen-SPD nun vor dem Staatsgerichtshof klagen. Unter anderem wird gesagt, dass das Parlament vorsätzlich falsch informiert wurde und somit ein Verfassungsbruch der Regierung Wulff festgestellt wurde.
Schlussendlich bleibt dann zu sagen, dass ein Bundespräsident, der gegen die Verfassung verstossen hat, natürlich nicht im Amt bleiben kann.
Tja, die Schlinge schliesst sich immer enger um den Hals von Wulff. Nicht einmal genügend Rückhalt findet er mehr auf Seiten der Bundesbürger. Dort ist die Mehrheit inzwischen auch dafür, dass er zurücktritt. Aber ich denke, darauf werden wir ewig warten können, sonst häte er diesen Schritt bereits getan.
Zu guter letzt mein Lieblingssatz: Im Übrigen bin ich dafür, dass Bundespräsident Wulff wegen der Geldaffäre zurücktreten muss.

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Hellabrunn ist im Club der 100ter


Kennt jemand Bernd Clüver? Ich weiss zwar nicht warum, aber bei dem Namen fällt mir immer ein Mineralwasser ein, zudem verbinde ich den Namen mit irgendeinem Golfer. Bernd Clüver war ein Sänger, also Schlagersänger, dessen grösster – und wohl auch in gewisser Weise einziger – Hit „Der Junge mit der Mundharmonika“ war. Den Titel kannte ich nun, auch wenn mir der Sänger dahinter nun völlig unbekannt war.
Im Zuge unserer Siebziger-Jahre-Serie hatte ich die Aufgabe bekommen, alte Bravos durchzusehen, wer sich denn da auf dem Cover befand. (Kann übrigens jeder machen. Im Internet gibt es dazu ein paar Seiten.) Und so tauchte Bernd Clüver da eben auch auf. Erst alleine, dann mit seiner späteren ersten Frau, die in den Siebzigern Bravo-Mädchen des Jahres war. – So was gab es damals wirklich, auch der Bravo-Junge des Jahres wurde gewählt. Bloss Ute Kittelberger blieb die bekannteste von ihnen.
Warum ich jetzt eigentlich auf diesen Schlagerfuzzi gekommen bin. Nun ja, er ist tot. Anfangs wurde gesagt, es handle sich um einen häuslichen Unfall, infolgedessen er zu Tode gekommen sei. In der Redaktion wurde gleich drauflosgesponnen, was das denn sein könnte. Ich nur: „Der ist besoffen die Treppe heruntergefallen.“ Nachdem noch weitere harmlose Varianten kamen, wie von der Leiter gefallen oder beim Fensterputzen aus dem Fenster, wurde es dann schon härter. Plötzlicher Herztod bei einer anstrengenden Aktivität. Will jetzt nicht näher drauf eingehen, was das ist, aber es war kein Wunder, dass das von unserem In-Redakteur kam, der ja immer gerne zweideutige Dinge von sich gibt.
Am nächsten Tag waren wir dann alle schlauer. Und ich hatte Recht behalten. Bernd Clüver war eine Treppe heruntergefallen, eine ziemlich steile noch dazu. Ob er nun besoffen war, ist nicht durchgesickert. Aber das werden die uns auch gewiss nicht verraten.

Hellabrunn, der Tierpark hier in München feiert heuer (heute auf bayerisch) seinen 100. Geburtstag. Schon letzte Woche war ja vom bayerischen Fernsehen eine Geburtstagsshow gezeigt wurden. Ich hatte da hingemusst, weil die Redaktion wohl dachte, es würden sich ein paar Interviewchancen ergeben. Aber Pustekuchen. Und ich sass im nasskalten Wetter inmitten anderer Leute. Also falls jemand die Sendung gesehen haben sollte, ich bin der griesgrämig dreinblickende junge Mann. Als ob ich nichts besseres zu tun gehabt hätte.
Wie gesagt, Hellabrunn feiert heute den 100. Ob ich dazu jetzt noch was sagen soll? Elefant Ludwig ist Bayerns schönstes Zoo-Baby geworden. Kein Wunder, Elefanten gewinnen solche Wettbewerbe immer. Die haben einfach den Niedlichkeitsfaktor, obwohl ich mich frage, warum. Denn junge Elefanten sehen wirklich alle gleich aus. Rote Glubschaugen, ein winziger Rüssel und ganz zerschrumpelt. Da lobe ich mir doch die adulten Elefanten. Die haben auch schon einen ausgeprägten Charakter. Aber ich denke da auch ein wenig anders. Wir mehr über Hellabrunn lesen möchte, sollte sich den Artikel von Jenalas Ersatzelefanten durchlesen. Die hat sich in ihrem Beitrag ein wenig mit Hellabrunn beschäftigt.

 
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Verfasst von - 1. August 2011 in Blog, Elefant, Kultur, Real life, Tiere, Zoo

 

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125. Todestag Ludwig II. – Ein ewig Rätsel…


…wird es bleiben, mir und anderen.
Und damit habe ich einen vielbekannten Satz von Bayerns König Ludwig II. ein wenig umgeändert. Denn selbst 125 Jahre auf den Tag genau nach seinem mysteriösen Tod, wissen wir immer noch nicht, was eigentlich geschehen ist. War es ein Unfall, Selbstmord oder Mord? Oder wurde sogar ein Doppelgänger ermordet, um seine Flucht zu vertuschen? Tja, was ist nun die Wahrheit? Niemand weiss es und wird es jemals wissen. Es kursieren nur Gerüchte. Und Gerüchte werden es immer bleiben. Egal was man auch versucht zu beweisen. So lange die Untersuchungsakten nicht freigegeben werden, wird weiter munter spekuliert. Vielleicht ist sogar die Wahrheit darunter. Doch was ist die Wahrheit? Selbstm0rd und vorhergehender Mord? Das klingt doch sehr nach Kronprinz Rudolf von Österreich. Was in Mayerling im Januar 1889 geschah, weiss bis heute auch niemand. Mord und Selbstmord heisst es. Aber was ist schon Wahrheit, so lange die Untersuchungsakten unter Verschluss gehalten werden?

Ludwig, der Kini, wie er genannt wird. Er war ein Märchenkönig, wollte gar nicht regieren und musste es doch. Er wollte stattdessen lieber bauen. Das Ergebnis sieht man an seinen drei Schlössern, zwei davon unvollendet: Linderhof, Herrenchiemsee und Neuschwanstein. Heutzutage wird nur das letztgenannte bekannt sein, dabei ist es ein Schloss der Gaukeleien. Denn was man dort sieht und was als kostbar erachtet wird, ist es nicht. Edelsteine sind aus Glas, Gold ist eigentlich Messing. Ludwig hatte kein Geld mehr, weil die Minister ihm den Geldhahn zugedreht hatten. Er hatte sogar Banken überfallen lassen wollen, doch dies ist nie geschehen. Die eigentlichen Bösewichte sind die Minister gewesen, sie wollen diesen verrückten König zur Raison bringen, ihn loswerden. Da traf es sich gut, dass in seiner Familie Geisteskrankheiten in naher Verwandtschaft vorkamen. Sein Bruder Otto war geisteskrank. Erinnern wir uns nicht alle an Klaus Kinski, wie er als Prinz Otto dem Wahnsinn verfällt?
Hier mal der Ausschnitt. Der Anfang fehlt leider, aber das hier geht auch, allerdings wird es kurz mal durch einen Kommentar von O.W. Fischer unterbrochen, der den Ludwig spielte.

Ich habe Neuschwanstein und Linderhof gesehen, als ich gerade mal zwei Jahre alt war. Folglich kann ich mich an das Erlebnis nicht erinnern. Es gibt nur eine Anekdote zu Neuschwanstein. Mein Vater verlor seinen Autoschlüssel. Dieser ward nicht wieder gesehen, aber John hatte den Ersatzschlüssel aus dem Fach des Beifahrersitzes stibitzt, weshalb wir ohne Probleme ins Auto kamen. Das einzige Mal, wo Johns Frechheiten mal nicht zu aller Nachteile geraten war. Das ist mein Anekdote zu Neuschwanstein. Ansonsten habe ich keinerlei Erinnerung mehr, auch wenn mir Fotos was anderes sagen. Also ein guter Grund, noch einmal hinzufahren, gerade jetzt, wo es so viele Sonderausstellungen gibt.
Aber kann sich jemand vorstellen, dass damals nach Ludwigs Tod die Schlösser für die Öffentlicht geöffnet wurden, damit das einfach Volk den Wahnsinn des Königs sehen kann? Man glaubt es nicht, aber heutzutage macht Bayern mit den Schlössern den grossen Reibach, auch wenn die Instandhaltungskosten höher sind als das Geld, was sie bekommen. In Linderhof zerfällt die Venusgrotte und auch im Schloss selbst ist der Schimmel schon zuhause.
Ludwig war immer sehr fortschrittlich. Überall hatte er ein Telefon installieren lassen und nicht auf dem Klo wie es Kaiser Franz Joseph I. von Österreich-Ungarn getan hat. Wenn man die Bauweise sieht und die hochtrabenden Pläne, die Ludwig hatte, dann fragt man sich, was wohl gewesen wäre, wenn er nicht am 13. Juni 1886 zu Tode gekommen wäre. Noch mehr Schlösser oder der totale Staatsbankrott, wie es die Minister immer fürchteten? Wir wissen es nicht und werden es nie wissen. Aber eines ist gewiss: Ludwig würde heutzutage nicht diese Verehrung entgegenkommen, wenn er steinalt geworden wäre.

Am Würmsee (heute Starnberger See) nahm alles sein Ende. Doch welches Ende war es nun? Selbstmord? Mord? Oder ein Unfall? Ich hingegen vertrete die Theorie, dass ein Doppelgänger gestorben ist, und Ludwig eventuell in Böhmen, Frankreich oder auf Korfu lebte bis er ins Himmelreich einging. So hat jeder seine eigene Theorie. Die Guglmänner sind für Mord. Ludwig wurde mit einer Windbuchse erschossen, die keinerlei Geräusche machte. Und ich bin eben für Flucht und Tod eines Doppelgängers.

Was es auch immer war. Zwar ist Ludwig II. seit 125 Jahren tot, dennoch lebt er weiter. Und ich glaube, dass hätte ihm gefallen. Wenn er auch nicht mit dem ganzen Kitsch zufrieden gewesen wäre, der heutzutage an die ganzen Touristen verkauft wird. Und das überhaupt Menschen seine Schlösser aufsuchen dürfte ihm auch nicht gefallen. Ludwig liebte die Einsamkeit und die Nacht. Und natürlich Wagner und da besonders Lohengrien.


Ludwig ist tot, es lebe Ludwig II. von Bayern.

 
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Verfasst von - 13. Juni 2011 in Uncategorized

 

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