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Schlagwort-Archive: Mai 2014

Russland macht der EU Konkurrenz – Ein Witz


Russland scheint das Wasser bis zum Hals zu stehen. Die Wirtschaftslage sieht nicht gerade rosig aus und in der Welt ist das Land auch nicht mehr sehr beliebt, falls es das überhaupt irgendwann einmal beliebt war.
Wie sonst lässt sich erklären, dass Russland auf einmal eine Wirtschaftszone, ähnlich der EU gründet? Interessant sind die Mitgliedsstaaten: Kasachstan und Weissrussland. Also nicht gerade sehr viele Mitglieder. Aber dennoch interessant. Denn Alle drei Staaten haben eines gemeinsam: Sie haben einen Präsidenten, der im Grunde absolustisch herrscht, natürlich unter dem Deckmantel der Demokratie. Dieser Präsident steht über allem und ist in der Welt nicht gerade sonderlich hoch angesehen.
Kein Wunder, dass Putin sich genau diese beiden Länder als Wirtschaftsverbündete gesucht hat. Zudem ist Kasachstan ein recht reiches Land. Man muss sich nur mal die Hauptstadt Almaty ansehen. Das würde man einer ehemaligen Sowjetrepublik nie zutrauen.
Im Grunde genommen will Putin nur zeigen, dass er weder auf die EU noch auf jemand anderen angewiesen ist. Das hat er mit seinem grossen Gasvertrag mit China bewiesen. Allerdings interessiert China so was nun gar nicht. Die nehmen, was sie kriegen können und sind nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Vielleicht wiess Putin das nicht oder er will es nicht merken.
Seit der Ukraine-Krise ist Putin in der Welt nicht mehr angesehen, da muss er sich Verbündete suchen. Und wenn das welche aus den eigenen Reihen sind wie Weissrussland und Kasachstan, die einen genauso schweren Stand in der Welt haben.
Wie ich bereits anmerkte, alle Präsidenten dieser drei Länder regieren, wie es ihnen gefällt, ohne Rücksicht auf VErluste. Nun ja, da verbündet man sich dann auch irgendwann. So ist es nun einmal.
Lächerlich finde ich die Aktion dennoch. Was will Putin damit beweisen? Ich bin nicht unterzukriegen? Keine Ahnung, sollte man weiter beobachten.

Nach der Europa-Wahl scheint es nun so, als ob sich die Mehrheit für Jean-Claude Juncker als Präsident der Europäischen Komission entschieden zu haben. Selbst Merkel hat auf einmal umgeschwenkt und ist für ihn. Dabei ist Juncker nicht unumstritten. Im jahr 2013 stellte ein Untersuchungsausschuss in Luxemburg fest, dass Juncker für die unkontrollierten Aktivitäten des luxemburgischen Geheimdienstes SREL die volle politische Verantwortung trage.
Will man so jemanden als EU-Präsidenten haben? Muss man sich noch einmal überlegen, aber Martin Schulz ist nun wirklich keine Alternative. Hat inzwischen auch zurückgezogen. Aber wer bleibt noch?
Englands Premierminister David Cameron ist gegen Juncker, während inzwischen fast alle grossen deutschen Parteien – die Splitterplätze nehme ich mal nicht ernst – für Juncker votieren.

Noch eine Woche bis Elefantendame Mala ihren offiziellen fünfzigsten Geburtstag feiern wird. Sie freut sich schon sehr und hofft, dass auch wirklich eine Feier stattfinden wird. Ihre Gästeliste steht schon seit einem Monat, aber sie weiss einfach nicht, ob auch jeder kommt, den sie eingeladen hat. Jedenfalls soll aber Genossin Rani als Rausschmeisserin fungieren, um diejenigen zu entfernen, die ungeladen erschienen sind. Da gibt es einige, die Mala nicht sehen will. Vor allem jene nicht, die sie schmählich im Stich gelassen haben.
Passend zum grossen Ehrentag läuft wieder einmal der Tatort „Tod im Elefantenhaus“ am Mittwoch, den 04. Juni um 22.15 Uhr im WDR. Mala taucht dreimal im Krimi auf. Die grosse Hauptrolle hat natürlich Konkurrentin Mogli bekommen, obwohl die gar nicht so klug sei, wie Mala noch heute betont. Deshalb musste am Ende auch Mala Moglis Part übernehmen, als die Elefantin den Täter bei einer Gegenüberstellung identifiziert. Denn nur Mala kann auf Kommando trompeten.
Eine der wichtigsten Szenen im ganzen Tatort. Und ausgerechnet die wird nicht von Mogli übernommen. Tja, deshalb ist das Malas Film, obwohl sie nicht wirklich zur Geltung kommt. Aber wie sagt sie immer? Unbedingt anschauen und mich bewundern, als ich noch jung war, aber genauso hübsch wie heute.
Ja, der Tatort „Tod im Elefantenhaus“ lohnt sich wirklich. Auch wegen der Schauspieler und dem unnachahmlichen Gespann Stoever und Brockmöller. Alle nachfolgenden Hamburger Tatort-Kommissare waren nichts. Es wurde sogar immer schlimmer, bis es jetzt mit Nick Tschiller seinen traurigen Höhepunkt erreicht hat.
Mala kann sich übrigens noch nicht ein wenig erholen, bevor die WM beginnt. Denn morgen spielt Deutschland gegen Kamerun, die von Volker Finke trainiert werden. Was sagt die Elefantendame? Unentschieden, denn Kamerun ist eine starke Mannschaft, wohingegen Deutschland sich noch nicht ganz gefunden hat und an kranken Spielern laboriert.
Was sagt Jonas‘ neues Fussball-Orakel? Tja, er hat es mir noch nicht verraten, was der Schlaubeutel gesagt hat. Aber heute Abend weiss ich es ganz bestimnmt, besuche ich da doch Malas grosse Nachfolgerin als Fussballorakel. Mal sehen, ob sie mir auch eine Antwort geben wird. Bin wirklich gespannt.
Wie schätze ich eigentlich die deutschen WM-Chancen ein? Hm, nicht wirklich gut. Entweder scheitern sie bereits in der Vorrunde oder gleich im Achtelfinale. Ich glaube wieder fest an Frankreich. Brasilien wird auch nichts zustande bringen.
Die Mitarbeiter der Zeitschrift DBmobil sind hingegen sehr optimistisch, was Deutschlands Weg zum WM-Titel angeht. Da gibt es sogar einen Spielplan drin, wo Deutschlands Weg bis ins Finale vorgezeichnet ist. Na ja, es ist Zeit für den nächsten Titel. 24 Jahre sind ins Land gegangen seit dem letzten WM-Titel. Aber seit Jugoslawien nicht mehr existiert, wird es schwer für Deutschland werden, einen Titel zu gewinnen. Denn sie haben immer gegen Jugoslawien gewonnen, bevor sie einen Titel holten. Dennoch darf man nicht vergessen, dass Deutschland zwar nur drei WM-Titel haben mag, dennoch sind sie eine der erfolgreichsten Mannschaften überhaupt.

EDIT:
Ich durfte den Schlaubeutel persönlich danach fragen, wie Deutschland gegen Kamerun spielen würde. Sie sagte mir ein Unentschieden voraus, wie Jonas sagte. Erst war sie für Kamerun, dann für Deutschland, schliesslich nahm sie mir beide Sachen weg. Das würde laut Jonas Unentschieden bedeuten.
Das Armenien-Spiel durfte sie dann auch gleich tippen. Hier war sich der Schlaubeutel sehr sicher, es würde Deutschland siegen, sagte sie.
Dann wollen wir nun mal abwarten, ob sie recht behält und sie Elefantendame Mala wirklich noch Konkurrenz macht.

 

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Europawahl – Wird es ein Splitterparlament?


Morgen steht bei uns die Wahl zum europäischen Parlament an. Aufgerufen sind alle, die wahlberechtigt sind.
Wer keine Briefwahl gemacht hat – so wie ich – sollte sich morgen also mit seinem Personalausweis und der Wahlbenachrichtung auf den Weg machen und irgendeine Partei wählen. Hauptsache es wird Wählen gegangen, denn das ist wichtig. Zwar macht das europäische Parlament sowieso, was es will, dass wir nur erbost mit dem Kopf schütteln können.
Man hat als Bürger immer das Gefühl, dass sie sich dort in Strassburg langweilen, weshalb sie auf die abstrusesten Dinge kommen. Man erinnere sich an die gerade Gurke oder die Lautstärke im Orchestergraben.
Warum ich hier zur Wahl aufrufe, hat einen guten Grund. Nicht nur kann sich dann jeder darüber aufregen, was im Europa-Parlament wieder verzapft wird, sondern kann so auch verhindern, dass unbedeutende Parteien ins Parlament kommen.
Grund: Die fünf bzw. drei-Prozent-Hürde wurde im Februar als verfassungswidrig fallen gelassen. In NRW ist das schon seit vielen Jahren gang und gebe. Aber das heisst nicht, dass wir so was auch im Europa-Parlament brauchen. Also, eine kleine Hürde gibt es dennoch: Eine Partei muss zwischen 0,5 bis 0,7 Prozent der Gesamtstimmen haben. Aber will man wirklich Splitterparteien in einem Parlament sitzen haben? Wozu das in der Weimarer Republik geführt hat, wissen wohl die meisten. Die Parteien waren sich untereinander nicht grün, man war aber aufeinander angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Keine Koalition hat da wirklich lange gehalten, weil es immer Querelen gab.
Im Europa-Parlament regt mich mehr auf, dass man mit Egoismus versucht, sich ein schönes Plätzchen im wohlgemachten Nest zu sichern. Vor allem scheinen die Politiker der ödp sehr ehrgeizig zu sein. Die waren es unter anderem, denen wir zu verdanken haben, dass die Prozentklausel wegfallen musste. Übrigens versucht diese Partei auf jedem erdenklichen Weg, Stimmen zu ergattern. Da sorgen sie dafür, dass Marktplätze oder die Stationen von Vorortszügen sauber gehalten werden. Wobei ich nicht wirklich sehe, dass sich was geändert hat.
Da ich solche Schleimparteien nicht mag, ist das allemal ein Grund, dass ich hier zum Wählen aufrufe. Denn je mehr die grossen Parteien gewählt werden, desto weniger kleine Parteien kommen rein. So sieht es aus.
Übrigens finde ich es eine grosse Papierverschwendung, wenn ich knapp eine Woche vor der Wahl noch Wahlreklame von SPD und CSU (hier in Bayern) bekomme. Denn ich hatte schon vor Wochen Briefwahl gemacht. Zudem war bei der SPD-Reklame der Hinweis angebracht, dass man sich am Abend das Gespräch zwischen Schulz und Juncker in der ARD ansehen solle. Problem: Der Zettel wurde erst abends in den Briefkasten geworden, sodass ich erst am Morgen davon erfuhr. Aber auch so hätte ich mir das nicht angesehen. Ich mag Martin Schulz einfach nicht.
Im Grunde muss man sich fragen, warum man eigentlich wählen geht, wenn die Politiker sowieso machen, was sie wollen. Ist mal irgendwas Gutes aus Strassburg oder Brüssel gekommen? Ich kann mich jetzt nicht daran erinnern. Aber wenn wir gar nicht wählen gingen, wer weiss, wer dann unser Land im Parlament vertreten würde.
Also, morgen wählen gehen, wenn keine Briefwahl gemacht wurde.

Der HSV hat es tatsächlich geschafft, in der Ersten Liga zu bleiben, obwohl sie sich nicht wirklich mit Ruhm bekleckert haben. Besonders im Hinspiel konnten sie froh sein, dass die Fürther es nicht geschafft hatten ein Tor zu schiessen. Man fürchtete das Schlimmste für das Rückspiel, stattdessen würde man positiv überrascht. Anfangs jedenfalls. Die Mannschaft war an vielen Positionen verändert worden. Dann der Führungstreffer. Der HSV schien im Aufwind zu sein, der Klassenverbleib lag in greifbarer Nähe. Dann der Ausgleichstreffer durch Fürth und das grosse Zittern begann. Am Ende hatte der HSV ganz viel Glück, dass die Fürther nicht noch ein Tor schossen. So blieb der Dino in der Bundesliga, obwohl er sich bei Hin- und Rückspiel wie auch in der ganzen Bundesligasaison nicht mit Ruhm bekleckert hatte. Aufgrund ihres Auswärtstores, das doppelt zählte, blieben sie dort, wo sie seit fünfzig Bundesligazeiten waren: Liga eins. Hamburg ist erstklassig geblieben und Jonas sieht seine Vermutung bestätigt, warum St. Pauli auf keinen Fall auf den Relegationsplatz wollte. Dann hätten sie gegen den HSV spielen müssen. Ja, ich habe es bereits mehrmals erwähnt, aber nun ist es wirklich das letzte Mal, wo ich das tue.
Elefantendame Mala lag mit ihrer Vorhersage mal wieder falsch, sagte sie doch einen Sieg des HSV voraus. Der von Jonas neuerdings bevorzugte Schlaubeutel hingegen tippte auf ein Unentschieden. Damit lag sie goldrichtig, auch wenn all ihre anderen Entscheidungen falsch gewesen waren.
Nun steht heute Abend das Champions League-Finale an. Madrid spielt. Genauer gesagt Real gegen Athletico. Beide Vereine stammen aus Madrid, weshalb Elefantendame Mala erst einmal voraussagte, dass Madrid gewinnen würde. Ist sie nicht wieder ein Scherzkeks? Aber sie hat sich dann doch genauer festgelegt. Für sie gewinnt Athletico, denn der Verein sei nicht nur spanischer Meister geworden, sondern ihr auch viel sympathischer.
Wie hat der Schlaubeutel entschieden? Die hat sich nun ganz anders festgelegt. Diese Elefantin tippt auf Real und war auch nicht vom Gegenteil zu überzeugen, wie Jonas zugab. Er hatte eigentlich gewollt, dass sie Athletico sagt. Will er nun schon sein unabhängiges und unbestechliches Orakel beeinflussen? So geht das nicht.
Heute Abend nach Abpfiff des Finales werden wir wissen, welche der beiden Elefantenkühe recht behalten hat. Mala oder der Schlaubeutel? Das ist hier die Frage.

Noch einmal zu Mala, weil ich da wieder so einen Eintrag auf einer Internetseite gelesen habe, als ich diesen Blog mal wieder gegoogelt habe. Erstens würde ich sehr gerne davon informiert werden, wenn man sich irgendwo auf mich bezieht und zweitens eventuell auch mal gefragt werden, wie ich denn zu den Einschätzungen komme bzw. diese auch erwähnen.
In zwei Wochen wird Mala also ihren offiziellen 50. Geburtstag feiern. Bin schon an dem Artikel zu ihrem Ehrentag dran, genauso wie zu dem Artikel für den zweiten Jahrestag ihres Abschieds.
Vergangene Woche begann der Pairi Daiza wieder mit dem Bad der Elefanten, wo Mala und old Rani ihre Tricks – eigentlich sind es Malas Tricks – vorführen und eingeseift werden. Natürlich baden sie auch, was Mala sichtlich geniesst, schliesslich ist sie eine Wasserratte. Zuvor war die Elefantendame mit ihrer Artgenossin immer an bestimmten Zeiten von den Besuchern gefüttert worden. Etwas, das Mala sehr mag. Dennoch musste man feststellen, dass ihre Augen nicht leuchteten, wie es früher immer war. Sie nimmt das Futter, beinahe hatte es den Anschein, als würde sie sich alles ins Maul stopfen und gar nicht kauen, aber die überschwengliche Freude fehlt. Nun fand ich vergangene Woche ein recht aktuelles Video – man sieht das daran, dass Mala sehr stark behaart ist – und musste erschreckt feststellen, wie stark sie am Weben war. Ja, die alte Dame fühlt sich einfach nicht wohl. Sie hat immer gewebt, das ist nicht zu leugnen, aber nicht so schlimm, wie ich es jetzt gesehen habe. Sie fühlt sich einsam, was seltsam ist, denn hat sie nicht eine Artgenossin und darf endlich Leitkuh sein? Wird sich nicht liebevoll um sie gekümmert? Doch, all das trifft zu und dennoch wirkt Mala unglücklich. In den knapp zwei Jahren, wo sie nun in Belgien ist, sollte sie sich doch langsam arrangiert haben. Aber vielleicht hat sie anfangs gedacht, dass sie bald wieder abgeholt würde. Nun hat sie diese Hoffnung aufgegeben und ist traurig. Denn das ist sie, auch wenn Mala es schafft, ihre Gefühle hinter einer Maske zu verbergen. Darin war sie immer gut.
Damit Mala nicht vergessen wird, schreibe ich bald jede Woche etwas über die Elefantendame. Dabei habe ich auch ein wenig eine Kunstfigur geschaffen, denn der wahren Mala ist es herzlich egal, wie der FC St. Pauli spielen mag und ob sie tatsächlich davon träumt, einmal zwischen den Pfosten zu stehen, weiss ich wirklich nicht. Aber im Grunde geht es mir nur darum, dass die Erinnerung an Europas klügsten Elefanten wach gehalten wird. Doch wenn ich darüber schreibe, wie es ihr geht, dann stimmt das, da es auf Beobachtungen basiert, die ich mithilfe von Youtube-Videos gemacht habe. Als Rückversicherung dient mir Nina, die Mala besser kennt als jeden anderen Elefanten.

Kleine Anmerkung: Ich sammle nicht die Fussballkarten von Rewe und die Panini-Klebebildchen auch nicht. Nur für denjenigen, der hier nach Kartennummern suchte. Damit kann ich leider nicht dienen.

 

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Die Türkei am Abgrund oder mittelalterliches Russland


In der Türkei herrschen Wut und Trauer zu gleichen Teilen. Wut auf Ministerpräsident Erdogan und Trauer um die tödlich verunglückten Minenarbeiter. Knapp dreihundert sind tot, mehr als dreihundert fünfzig konnten lebend gerettet werden, aber immer noch werden etwa 300 vermisst. Sie noch lebend aus der Mine zu holen, dürfte kaum möglich sein.
Kritik der Überlebenden, Angehörigen und weiteren wird am Staat laut. Seit diese die Minen privatisiert hätten, würden sich die Unglücke häufen, ist noch die harmloseste Kritik. Wobei ich mich frage, ob die Bedingungen wirklich besser waren, als dem Staat noch die Minen gehörten. Wenn man zurück in die Vergangenheit sieht, verklärt man vieles. Ausserdem hätte es dann doch einen zweiten Schacht gegeben, oder nicht? Die Bedingungen können doch nicht auf einmal sich drastisch verändert haben. Das ist unmöglich.
Nun regt sich vor allem Kritik an Erdogan, die seit der Gazi-Park-Affäre – so nenne ich das mal – in Gange ist. Das Schlimme ist, dass der türkische Ministerpräsident diese Kritik auch noch mit seinem unbedachten Verhalten und unbedachten Äusserungen nährt. Zudem soll er nun auch ein Mädchen getreten haben, nachdem schon sein Berater jemanden mit Fusstritten traktierte.
Ich weiss wirklich nicht, warum Erdogan und seine Anhänger die Situation noch hochschaukeln, anstatt die Menschen zu besänftigen. Das versucht Präsident Gül, aber viel wird er nicht ausrichten können.
Bedeutend an der ganzen Situation ist, dass die Region, wo das Minenunglück geschehen ist, die Mehrheit der Menschen bei der letzten Wahl für Erdogans Partei gestimmt haben. Und nun die grosse Umkehr.
Die Wut ist seit langem in den Menschen, vor allem in den jungen, die nicht damit zufrieden sind, wie Erdogan die Türkei regiert. Der Gazi-Park war die Spitze des Eisbergs, nun ist das Fass zum überlaufen gebracht worden.
Demonstrationen werden gewaltsam aufgehoben, aber das werden die aufgebrachten Menschen irgendwann nicht mehr akzeptieren. Ob dann der Türkei ein Umsturz wie in Ägypten oder Libyen droht?
Wenn die türkische Regierung ihre Haltung nicht schnell ändert, könnte es wirklich dazu kommen.
Des weiteren wird Kritik daran laut, dass die Türkei keine Hilfe aus dem Ausland annehmen will. Länder wie Deutschland, Frankreich, natürlich die Europäische Union, die USA und sogar Israel haben ihre Hilfe angeboten, aber die Türkei scheint sie nicht zu wollen. Dabei sind noch an die dreihundert Kumpel in der Mine gefangen. Einige von ihnen könnten vielleicht noch leben, aber ohne schnelle und professionelle Hilfe werden nur noch Tote geborgen werden. Ich will den türkischen Kräften gar nicht absprechen, dass sie das nicht selbst könnten, aber manchmal ist es wirklich hilfreicher, wenn man Kräfte vor Ort hat, die mit solchen Situationen umgehen können.
Aber schon beim schweren Erdbeben von Van im Oktober 2011 hatte die Türkei jegliche Hilfe abgelehnt. Die angebliche Begründung: Zu viele Hilfskräfte würden nur für Chaos suchen. Wenn man es richtig organisiert, passiert da gar nichts und es bricht kein Chaos aus.
Wir können gar nichts tun, nur zusehen, was die Türkei macht. Das Minenunglück spaltet das Land in zwei Lager. Die Erdogan-Gegner und dessen Befürworter. Wenn man sich nicht um Besänftigung bemühen wird, kann das noch etwas Schlimmes draus erwachsen.

So, in der vergangenen Woche trafen sich Hollande und Merkel in Mecklenburg-Vorpommern und beschlossen mal wieder ein paar Sanktionen gegen Russland, weil es immer noch nicht in der Krim-Krise Vernunft angenommen hat. Allerdings geht es bei diesen Sanktionen mal wieder nur um irgendwelche Kontosperrungen und Einreiseverboten in die EU.
Also bitte, wen interessiert das denn? Putin jedenfalls nicht. Der lacht über diese Einfallslosigkeit. Deshalb empfehle ich Sanktionen, die Russland richtig wehtun, besonders jetzt, wo die russische Wirtschaft am Boden liegt.
Was man da am besten machen kann? Na, beispielsweise den Hamburger Hafen für russische Schiffe und vor allem Waren sperren und dann auch noch alle weiteren EU-Containerhäfen wie Wilhelmshaven oder Rotterdam. Das wird Russland wehtun, denn ohne die Exportmarkt wird es der russischen Wirtschaft nur noch schlechter gehen. Kontosperrungen hingegen sind doch ein Furz dagegen.
Wenn man schon was machen will, dann sollte Russland wirklich geschadet werden. Aber ob das Putin dann nicht zum Anlass nimmt, um Krieg zu machen? Denn die Wirtschaft lässt sich bekanntlich am besten ankurbeln, indem man einen Krieg macht. Aber dieser Krieg muss kurz sein, sonst kehrt sich der Erfolg – der Wirtschaft – ins Gegenteil um.
Für einiges Kopfschütteln sorgt Russland wegen des Gewinns von Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest (ESC). Sie sehen in dem Wettbewerb nichts Seriöses mehr und wollen nun ihren eigenen ESC gründen: The voice of Eurasia.
Das Conchita Wurst überhaupt fünf Punkte aus Russland bekommen hat, wundert mich wirklich. Aber vielleicht konnte die Jury nichts gegen das Telefonvoting machen. Tja, so ist das halt. Aber Russland ist geschockt. Anscheinend ist ganz Europa schwul. Denn wahrscheinlich setzen sie einen Travestiekünstler bzw. eine Draque-Queen mit Homosexualität gleich. Das muss nicht immer nicht sein. Aber in Russland sind sie derartig engstirnig im Denken, dass ich das Gruseln bekomme.
Da haben sie in Moskau für hundert Jahre den Christopher Street-Day verboten, dann eine Demonstration der Schwulen, weil es die Jugend gefährden könne. Denn das Gesetz lautet, dass man in Gegenwart von Minderjährigen nicht über Homosexualität sprechen darf oder sonstwie darauf aufmerksam macht. Denn die arme Jugend könnte sich ja an „dieser Krankheit“ – die glauben in Russland wohl wirklich daran, dass es eine Krankheit ist – anstecken. Das ist tiefste und dunkelste Mittelalter-Denkweise. So denkt ja nicht einmal mehr die katholische Kirche – also die Mehrheit, Ausnahmen gibt es immer.
Wenn also die Russen wieder so gedanklich im Mittelalter sind, wann wird denn dann die Folter wieder eingeführt? Oh, ich vergass, im Verborgenen gibt es sie bereits, besser, war sie nie abgeschafft. Genauso wie es noch die Gulags gibt, auch wenn sie heutzutage eine andere Bezeichnung tragen.
Wenn alles nicht so traurig wäre, könnte man wirklich darüber lachen.

Morgen steht das Rückspiel in der Relegation Bundesliga gegen Zweite Bundesliga an. Also der 16. der Ersten Liga gegen den 3. der Zweiten Liga. Kurz gesagt: HSV gegen Greuther Fürth. Das Hinspiel war schon einmal nichts. Der HSV erschreckte mit Standfussball à la Skibbe, bekam nichts zustande – ausser einem Abseitstor. Kurz vor Beginn des Spiels war auch noch Stammtorhüter René Adler ausgefallen – Rücken. Also Drobny im Tor. Meiner Meinung nach hat er die Null gehalten. In letzter Zeit hat Adler viele Fehler gemacht, wobei natürlich auch die Abwehr nicht ganz fehlerlos gewesen ist. Ein Spieler, der meiner Meinung nach recht spät eingewechselt wurde, war Marcell Jansen. Einer der wenigen Spieler, die wirklich laufen können. Wenn der HSV sich morgen wieder so ein Spiel wie am Donnerstag leistet, dann wird es die Zweite Liga. Dann ist es vorbei.
Übrigens betrachte ich Jonas‘ Vermutung, dass der FC St. Pauli absichtlich in den letzten fünf Spielen so schlecht gespielt hat, weil sie in der Relegation nicht gegen den HSV antreten wollten, nun mit ganz anderen Augen. Ich glaube jetzt wirklich, dass es wahr sein könnte. Aber hätte St. Pauli sich mehr angestrengt, wären sie mindestens auf dem zweiten Platz gelandet und damit dem HSV aus dem Weg gegangen.
Elefantendame Mala und ihre Nachfolgerin Schlaubeutel tippten beide das Hinspiel der Relegation – und lagen daneben. Beide waren sehr euphorisch gewesen und hatten auf einen Sieg des HSV getippt. Angeblich hätte aber der Schlaubeutel auch ein Unentschieden getippt, beim Rückspiel, wie Jonas sagte. Ein Unentschieden würde den HSV auch weiterbringen im Rückspiel, aber sie müssten 1:1 spielen. Allerdings müssten sie dazu erst einmal das Tor treffen – und nicht das eigene.
Also, was sagen Mala und der Schlaubeutel nun zum Rückspiel? Mala tippt erneut auf einen Sieg des HSV. Sie ist einfach unbelehrbar oder ist sie etwa im Stress? Denn innerhalb einer Woche vier Spiele zu tippen, ist nun auch nicht ohne. Beim Schlaubeutel könnte man sich das auch fragen, denn sie wurde sofort mit mehreren Fragen bombardiert. Wobei Jonas vergessen hat, den Schlaubeutel nach dem DFB-Pokal-Finale zu befragen. Hat er völlig verschwitzt. Manchmal weiss er halt nicht, wo sein Kopf steht. Der Schlaubeutel hat sich beim Rückspiel des HSV gegen Greuther Fürth ein Unentschieden „vorhergesagt“, wie ich bereits erwähnte.
Mala hat auch das DFB-Pokalfinale getippt, hat schliesslich sonst nichts zu tun, wie sie zu sagen pflegt. Und was sagt die liebe Kuh? Dortmund würde gewinnen. Na, da hoffe ich wirklich, dass sie dieses Mal den richtigen Riecher bewiesen hat und Bayern wirklich verliert.
Mala hat jetzt wieder ein wenig mehr zu tun, denn ab heute gibt es wieder das beliebte Elefantenbaden vor Publikum. Mala freut sich schon darauf, schliesslich ist sie eine Wasserratte. Nichtsdestotrotz ist ihr manchmal ganz schön langweilig und sie webt. Allerdings sagt Nina, dass es sich immer noch um Einsamkeitsweben handeln würde. Also, dass Mala sich nicht wirklich wohl fühlt. Es sei ein schnelleres Weben als in ihrem Zuhause. Wer Mala kennt, wird es beurteilen können. Aber das sie nach knapp zwei Jahren immer noch trauert, sollte einem zu Denken geben.
Soll ich jetzt dem HSV die Daumen drücken? Ich bin bekanntlich kein HSV-Fan und werde es nie sein, aber irgendwie in die Zweite Liga? Ich weiss es nicht.

 

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Von Musik und einem HSV, der nicht absteigen darf


Wie jedes Jahr steht heute wieder ein Mix aus Musik und Entertaiment an. Es ist der Tag, wo das Finale des ESC, des Eurovision Song Contest stattfindet. Langweilig wie immer, aber es wird in Europa geguckt.
Favoriten? Hm, natürlich wird Elaiza dazugezählt, aber auch die österreichische Wurst, also Conchita Wurst – so viel Zeit muss sein. Ja, falls der Travestiekünstler gewinnt, dann nur, weil das eben was anderes ist. Aber wie wird man in Russland damit umgehen? Einige Minuten lang das Bild abschalten, sodass nur der Ton gehört wird? Denn in Russland wird kein Livebild übertragen, dass ist dort gesetzlich verboten. Deshalb bekamen bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele die russischen Zuschauer, aber auch die amerikanischen, nicht mit, dass der eine Stern nicht zu einem Stern aufgegangen war. Man hatte einfach das Bild der Generalprobe reingeschnitten.
Es wird einen breiten Mix der verschiedensten Genres geben. Entweder mag man es oder man ignoriert es. Ich gehöre zu letzterer Kategorie.
Besonders interessiert mich, wie wohl Russland und die Ukraine abschneiden werden, denn beide Länder haben sich fürs Finale qualifiziert. Wie viele Stimmen wird es geben? Wer wird vor dem anderen liegen? Ja, das möchte ich wirklich wissen. Die Punkteverteilung kann man doch irgendwo später nachlesen oder nicht?
Mein persönlicher Favorit? Ohne einen Ton des Liedes gehört zu haben, tendiere ich zu Conchita Wurst. Singen soll er können, also warum nicht auch siegen. Besonders originell finde ich an Wurst, dass er zwar als Frau auftritt, aber dafür auch mit Bart.

Während heute ABend fleissig gesungen werden wird, haben sich unterdessen Merkel und Hollande auf Rügen getroffen. Und was haben sie da besprochen? Sie drohen mit weiteren Sanktionen gegen Russland. Was soll das denn werden? Putin interessiert das sowieso nicht. Damit machen sie sich nur lächerlich und merken es gar nicht, aber so was gibt es. Man merkt nicht, in welche Nesseln man sich eigentlich setzt. Besonders weit verbreitet in der Politik. Hauptsache die Wähler nehmen einen gut wahr, der Rest ist egal.
So momentan auch dieses Hau-Drauf mit der neuen Rente ab 63. Man darf vermuten, dass damit Schindluder getrieben wird. Hauptsache, die SPD kann ihr Wahlversprechen durchsetzen, egal wie. Aber so ist nun einmal Politik. Wenn das so weiter geht, überlege ich mir ernsthaft, ob ich nicht auch in die Politik gehe. Das kann ich. Ich kann von Dingen reden, von denen ich überhaupt keine Ahnung habe und das auch noch so, als hätte ich das grösste Wissen darüber. Ja, so sieht es aus.

Gegen Aldi hatte es eine Klage gegeben, weil eine Kundin ranzige Butter gekauft hatte und deshalb Einsicht in Labortests haben wollte. Bevor es nun zur Gerichtsverhandlung kam, lenkte Aldi Nord ein und gab die nötigen Papiere heraus.
Also ranzige Butter habe ich auch schon öfters gehabt. Handelte sich aber nicht um irische Butter. Dafür aber um Markenware wie Weihenstephan oder Antje-Butter. Letztere schmeckt aber auch so schon nicht besonders. Regina hat mal wieder was davon gekauft, obwohl sie damals selbst gesagt hatte, dass wir die nie wieder kaufen sollen. Und was war das Endergebnis? Die Antje-Butter schmeckt einfach scheusslich. Als wäre es fettreduzierte – nur das es keine gewesen ist. Und die Weihenstephan-Butter war auch so ein Reinfall. Eigentlich wollte ich eine andere Butter kaufen, aber diese war nicht geliefert worden, dafür gab es Weihenstephan als Ersatz. Für den Preis nicht zu verachten, aber ich hätte ahnen müssen, dass irgendwas nicht damit stimmte. Die Butter schmeckte alt, bald ranzig.
Ich will jetzt dem Hersteller keinen Vorwurf machen, denn ich weiss nicht, wie die Butter im Supermarkt gelagert wird. Bei einem Discounter – nicht Aldi – habe ich so den Verdacht, dass sie bestimmte Sachen erst mal einfrieren und dann wieder auftauen. Butter gehört dazu aber auch Mozzarella. Wenn ich den kaufe, kann es sein, dass die Lake nach einer Woche im Kühlschrank, bereits verdorben schmeckt. Mit meiner Kühlkette hat das nichts zu tun, denn es passiert sommers wie winters. Oder aber Salate. Habe ich gekauft, drei Tage später schon verdorben und die Packung war aufgebläht. Wieder hin. Die fragen, ob ich das nicht richtig transportiert hätte, denn es war im Sommer passiert. Allerdings habe ich meinen Kühlkorb für so was. Der hält wirklich alles kühl. Dann sah ich einige Monate später, wie ähnliche Produkte in dem Laden eine halbeewigkeit auf dem Wagen standen. Anderswo befindet sich das noch in einer Art Kühlbox, aber ob das was bringt? Jedenfalls liegt es meistens an den Läden, die unsachgemäss mit den Produkten umgehen. Aber wieso die eine Buttermarke in jeder Stadt so schlecht schmeckt, dass muss wohl doch an der Herstellung liegen. Jedenfalls mag ich die Butter nicht, genauso wenig Regina.

Eine ganz schlechte Nachricht gibt es für die Heiter bis tödlich-Reihe. Die Serie „Akte Ex“ wird leider… fortgesetzt! Ich kann es nicht glauben. Diese Serie ist neben Morden im Norden eine der schwächsten und schlechtesten Serien. Dennoch wird sie nun schon wieder fortgesetzt. Bei „Alles Klara“ ist immer noch alles in der Schwebe. Da weiss man nichts. Übrigens ist diese blöde Entscheidung um Verlängerung einer weiteren Staffel für mich ein guter Grund nachzufragen, warum denn so tolle Serien wie „Nordisch herb“ oder „Fuchs & Gans“ es in keine Fortsetzung geschafft haben. Beide Serien waren in der Quote nicht schlechter als beispielsweise „Morden im Norden“, da lag „Nordisch herb“ sogar gleichauf. Aber das sind die willkürlichen Entscheidungen der Verantwortlichen. Die sollten lieber auf gute Drehbücher achten als auf die Quote. Denn ein gutes Drehbuch ist die Hälfte des Erfolgs, die andere Hälfte dann die Schauspieler.
Übrigens, hat jemand gestern die Neuauflage des ZDF-Klassikers „Ein Fall für Zwei“ gesehen? War ein guter Einstand, auch ein wenig Humor gab es. Ja, kann man sich weiter ansehen. Zudem sage ich immer, dass man nach einer Folge noch lange nicht sagen kann, ob man die Serie nun gut findet oder nicht. Aber der Plot war schon einmal nicht schlecht geschrieben. Bei der ARD-Serie „Koslowski & Haferkamp“ ist man direkt an der Pilotfolge gescheitert, weil die so grottenschlecht war. Und so sind viele Zuschauer dort weggeblieben.
Den Fehler hat man bei der Neuauflage von „Ein Fall für Zwei“ nicht gemacht. Tja, da scheint man im ZDF noch ein bisschen mehr auf die Drehbücher zu achten, auch wenn das wohl auch die Drehbücher von Angehörigen verwendet werden, wie es beim NDR geschah.

Nun noch ein wenig Fussball. Wen es nicht interessiert, der lässt es einfach aus. Aber ich empfehle ich es dennoch zu lesen. Denn ich sage hier, warum ich dafür bin, dass der HSV in der Ersten Bundesliga bleiben soll, obwohl ich den Verein überhaupt nicht leiden kann.
So, heute wird sich entscheiden, wer die Erste Bundesliga verlassen muss: der HSV, Nürnberg oder Braunschweig. Und ebenfalls entscheidet sich heute, wer noch hoffen darf, weil er auf dem Relegationsplatz gelandet ist: der HSV, Nürnberg oder Braunschweig.
Ja, ganz richtig gelesen. Alle drei Vereine können auf einen Abstiegsplatz kommen, haben aber genauso die Gelegenheit auf dem Relegationsplatz zu landen. Die grössten Chancen hat im Grunde genommen Braunschweig, denn die spielen gegen Hoffenheim, die sich in letzter Zeit nicht wirklich mit Ruhm bekleckert haben. Und wenn der HSV endlich begreifen würde, wo denn nun das gegnerische Tor steht, könnten auch sie auf dem Relegationsplatz bleiben. Ob sie dann allerdings gegen Greuther Fürth bestehen können? Tja, das ist eine ganz andere Frage.
Ich selbst plädiere dafür, dass der HSV heute gegen Mainz gewinnt und auch die beiden Relegationsspiele übersteht, um in der Ersten Liga verbleiben zu können. Das sage ich nicht, weil ich Fan des HSV bin. Nein, dazu ist mir der Verein mitsamt seinen Fans viel zu unsympathisch. Ich bin dafür, dass sie bleiben, weil so der Verursacher der Misere im Verein bleiben muss. Von wem ich rede? Von Rafael van der Vaart. Denn er hat nach dem Rausschmiss von Torsten Fink immer gesagt, dass Bert van Marwijk geholt werden solle, weil das so ein toller Trainer sei. Der HSV tat es und landete auf den Abstiegsrängen. Genau deshalb soll van der Vaart bleiben. Und dann würde ich ihn in die zweite Mannschaft abschieben, schliesslich kostet er Geld. Ich bin nicht der Trainer, aber so würde ich es machen, um ihn abzustrafen, denn Leistung hat er auch nicht wirklich gebracht – noch nie. Als er das erste Mal beim HSV nicht – da hat er gerne mit Trikots von anderen Mannschaften posiert – und jetzt ebenfalls nicht.
Torsten Fink sagte vor einigen Wochen, dass der HSV mit ihm nicht auf einem Abstiegsrang stehen würde. Ja, er hat recht und man kann ihm nichts anderes beweisen. Wieso allerdings noch ein paar Wochen nach dieser Aussage auf einmal Sportchef Kreuzer darauf reagiert, weiss ich beim besten Willen nicht.
Mit van Marwijk ging es bergab. Der hat damals beim BVB schon nichts gebracht, mag mit der niederländischen Nationalmannschaft Vize-Weltmeister 2010 geworden sein, aber erinnert sich noch jemand an die EM 2012? Tja, danach war er weg, denn in der Mannschaft war sich jeder selbst der nächste. So jemanden holt man doch nicht zum HSV, auch wenn ein Spieler ihn fordert, weil er ihn von der Nationalmannschaft kennt.
Ich drücke mal dem HSV die Daumen, obwohl ich es auch Braunschweig gönne. Aber aus den bereits erwähnten Gründen, bin ich für den HSV.

Dann zum zweiten Verein der Hansestadt Hamburg, dem FC St. Pauli. Vergangene Woche hatte Jonas den Schlaubeutel – Nachfolgerin des legendräen Rüsselorakels Mala – gefragt, wie denn St. Pauli gegen Köln spielen würde. Sie war für einen Sieg St. Paulis, was Jonas skeptisch machte. Und richtig, sie lag daneben. Dabei war sie angeblich so überzeugt gewesen. Als Jonas sie nun aufsuchte, hat sich der Schlaubeutel kein bisschen geschähmt. Wieso auch, die weiss doch gar nicht, was Jonas da eigentlich von ihr will. Der ist völlig egal, was beim Fussball passiert, hauptsache sie bekommt etwas zu futtern. Da ist sie Mala sehr ähnlich. Allerdings ist sie nicht die einzige, die sich geirrt hat. Elefantendame Mala hat ebenfalls danebengelegen, als sie auf ein Unentschieden tippt. Man kann nicht immer recht haben, auch nicht als Elefant und wenn man Mala heisst.
Der Schlaubeutel hat nun das letzte Spiel des FC St. Pauli getippt, das gegen Erzgebirge Aue ist. Und was hat sie gesagt? Ein Sieg für St. Pauli! Auch noch gegen diesen Verein, wo die Statistik für Aue spricht. Sie ist wirklich höchst optimistisch oder aber das Futter, das für Aue stand, war einfach verführerischer.
Was Mala sagt? Tja, sie hatte in dieser Woche wieder viel zu tun. Möhren und andere Leckereien zu bestimmten Zeiten bei den Besuchern abstauben, sich waschen lassen und die Besucher nass machen und natürlich sich morgen auf die grosse Feier vorbereiten, die zum 20jährigen Bestehen des Pairi Daiza ansteht. Genau einen Monat später wird dann Malas offizieller fünfzigster Geburtstag gefeiert werden. Mala ist schon ganz ungeduldig, aber die Gästeliste steht.
So, wie hat sich Mala denn nun entschieden? Die Elefantendame plädiert für ein Unentschieden des FC St. Pauli, denn wie bereits geschildert, sehen sie gegen Erzgebirge Aue immer alt aus. Zwar werden sie erst einmal den Führungstreffer erzielen, aber danach können sie das wieder nicht halten.
Na, dann wollen wir mal sehen, ob sie recht behält.

Und wer heute Abend nicht weiss, was er gucken soll wegen des Eurovision Song Contests, dem empfehle ich was zu lesen. Beispielsweise eine Aneba-Kurzgeschichte oder gleich den Fortsetzungsroman „Aneba. Die Rückkehr“ oder aber den Thriller „Die Rollen des Seth“. Gibt es unter anderem bei Amazon und Weltbild.

 

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