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Präsident Janukowitsch abgesetzt – Kommt die Ukraine nun endlich zur Ruhe?


Da hat man gedacht, die Ukraine würde nach dem vorläufigen Abkommen zwischen Präsident Janukowitsch und der parlamentartischen Opposition endlich zur Ruhe kommen – weit gefehlt! Das Blutvergiessen scheint nun vorbei zu sein, aber die Krise ist noch nicht vorbei.
Es läuft drunter und drüber in der Ukraine. Präsident Janukowitsch hat Kiew verlassen und befindet sich Charkow. Angeblich sollte er schon auf dem Weg ins Ausland sein, zusammen mit seinen wertvollsten Schätzen. Auf seinem Anwesen befinden sich Demonstranten, können durch den Garten spazieren und sich die verschiedenen Gebäude von aussen ansehen, die sich auf dem Gelände befinden. Habe eine Luftaufnahme vom Grundstück gesehen und irgendwie erinnerte es mich an einen Disney-Park. Nur vom ersten Eindruck her.
Janukowitsch will nicht zurücktreten, obwohl nach und nach alle seine Verbündeten im Parlament aufgeben. Denn er sei „der gewählte Präsident“ und damit werde er bleiben bis ein anderer Präsident gewählt sein sollte. Natürlich hofft Janukowitsch, im Amt bestätigt zu werden. Aber so sieht es momentan wirklich nicht nach aus. Muss ihm das eigentlich nicht wie ein Déjà-vu vorkommen? Vor zehn Jahren erlebte er das doch schon einmal. Janukowitsch verschwand damals von der Bildfläche, um wieder aufzutauchen. Ein richtiges Stehaufmännchen, das man einfach nicht los wird.
Oppositionsführer Klitschko, übrigens nicht der einzige, aber der einzige, den wir in Deutschland und Europa kennen, will durchsetzen, dass das Parlament Janukowitsch absetzt.
Kann natürlich so kommen und schaden wird es gewiss auch nicht. Aber: Wer ist der Stellvertreter des ukrainischen Präsidenten? Ein Verbündeter von Janukowitsch und damit ebenfalls eine Marionette Russlands? Dann wird keine Ruhe einkehren. Die wird es erst geben, wenn es Neuwahlen gab und diese für die Opposition ausfallen.
Laut Verfassung übernimmt der Regierungschef das Amt des Präsidenten, aber das ist ein Vertrauter von Janukowitsch namens Arbusow. Theoretisch kann es auch ganz anders kommen – ein Machtvakuum. Ob das allerdings sinnvoll ist? Ich habe keine Ahnung, denn schlimmer geht bekanntlich immer.
Ein wenig Verwirrung gibt es ob der Freilassung von Julia Timoschenko. Von einer Seite heisst es, sie sei bereits frei, von anderer Seite sie müsse noch freigelassen werden, aber es sei nur eine Frage der Zeit. Letzteres dürfte wohl stimmen. Freigelassen wird Timoschenko aber auf alle Fälle. Denn nicht nur der Präsident kann so etwas bestimmen, sondern nun auch ein Parlamentsbeschluss.
In Kiew haben sich die Polizei und die weiteren Sicherheitsorgane, die dem Innenministerium unterstellt sind, auf die Seite der Oppsitionellen gestellt. Damit dürfte ein weiteres Blutvergiessen ausgeschlossen sein. Wenigstens etwas, denn man fragte sich in den letzten Tagen wirklich, aus welchem Land die Bilder stammen würden, die man sah. Bürgerkriegsähnliche Zustände, die man in einem aufgeklärten Europa nicht mehr erwarten würde. Aber selbst knapp ein Vierteljahrhundert nach dem Fall des eisernen Vorhangs ist noch nicht alles im Lot. So wurden nun auch wieder Leninstatuen in der Ukraine gestürzt. Einige wenige Überbleibsel des sowjetischen Systems, für das Russland heutzutage das Synonym ist.
Russland selbst versucht nun die Wogen ein wenig zu glätten und rückt erstmals öffentlich von Janukowitsch ab. Zuvor hatten sie noch das Vorgehen der Oppsition scharf kritisiert. So schnell kann es gehen, Hauptsache mit nur einem blauen Auge aus der ganzen Sache hervorgehen.
Und während ich diesen Artikel schreibe, hat das ukrainische Parlament Präsident Janukowitsch für abgesetzt erklärt. Neuwahlen sind für den 25. Mai angesetzt. Ob die Ukraine nun endlich zur Ruhe kommt? Man kann es nur hoffen. Auch dass das Land dieses Mal einen Frieden erhält, der länger dauert als das letzte Mal. Es ist Zeit für einen Neuanfang.

Jonas hat in Hamburg was Lustiges im Radio gehört. Es gehört in die Kategorie Ungenauigkeit. Im Radio wurde über das HSV-Dilemma berichtet und dass man nun hinter dem Verein stehen müsse, denn „Hamburg muss erstklassig bleiben.“ Jawohl, dachte sich da Jonas: „Der HSV steigt ab und St. Pauli steigt auf.“ Damit bleibt Hamburg erstklassig, bloss der Verein hat gewechselt.
Theoretisch könnte so was natürlich passieren. Aber ob der HSV nun absteigen wird, werden wir am erst am allerletzten Spieltag wissen. Der FC Augsburg stand beispielsweise in der letzten Saison nur ein einziges Mal auf einem Nichtabstiegsplatz. Das war am 34. Spieltag. In dieser Saison stehen sie weitaus besser, scheinen sich wohl etabliert zu haben, obwohl sie als Abstiegskandidat Nr. 1 galten. Tja, das Team hat überrascht. Der HSV natürlich auch, indem er einfach nicht aus den Sümpfen der Abstiegszone kam und nun dort festhängt. Jetzt soll es der dritte Trainer in der laufenden Saison bringen: Mirko Slomka, dessen Nachname übersetzt Strohhalm heisst. Also hat der HSV nach dem letzten Strohhalm gegriffen. Ja, das finde ich mal wieder unglaublich witzig.
Theoretisch könnte Slomka den Abstieg verhindern. Van der Vaart fällt erst einmal die nächsten drei Wochen aus, was gut für den Verein ist. Denn van der Vaart hat schon seit längerem nichts mehr gebracht, dennoch wurde er aufgestellt. Indirekt könnte man ihn auch für die erste Trainerverpflichtung des HSV verantwortlich machen, schliesslich wollte angeblich van der Vaart unbedingt van Marwijk haben. Na ja, als Bondscoach brachte es van Marwijk bis zum Vizeweltmeister, aber als Bundesligatrainer hatte er nicht wirklich was vollbracht. Vor vielen Jahren, als Skibbe und sein Nachfolger Krauss nichts brachten, kam van Marwijk, um dann auch recht schnell wieder zu gehen. Aber das war vielleicht zu lange her, um es noch im Hinterkopf zu haben. Da war dann eher noch die Vizeweltmeisterschaft 2010 in Südafrika gespeichert. Nun ja, drei Millionen hat dieser Fehler den HSV gekostet. Aber anscheinend haben sie Geld ohne Ende, wo sie doch immer sparen wollen, weil ihr Loch nicht zu stopfen ist.
Das grösste Problem ist allerdings der HSV-Vorstand, denn dieser besteht nur aus Fussball-Experten, aber niemandem, der wirklich was mit Fussball zu tun hatte. Und so kommt es da von einer Fehlentscheidung zur nächsten. So ist es kein Wunder, dass der Verein mit einem Fuss schon in der zweiten Liga steht. Auch die Mannschaft ist nichts. Wild zusammengekauft und mehr nicht. Die Mannschaft muss der Star sein, kein einzelner. Aber beim HSV ist nicht einmal ein einziger Spieler der Star. Van der Vaart hat durch sein Privatleben sehr gelitten, bringt auch nichts mehr. Fällt nun eh für drei Wochen aus, wie bereits erwähnt. Hoffentlich besinnt die Mannschaft sich.
Ansonsten wird es vielleicht wirklich so sein, dass der Bundesligadino absteigt, Hamburg dennoch erstklassig bleibt, weil der FC St. Pauli aufsteigt.
Das ist natürlich Utopie, aber eine glaubt gewiss fest daran, dass St. Pauli aufstiegt: Elefantendame Mala.
Momentan ist bei ihr viel los, denn heute haben sich endlich die beiden grossen Pandas angesagt. Schon seit Wochen hat der Pairi Daiza die Nachricht angekündigt, nun kommen sie endlich. Mala sieht ein wenig ihren Status als grosser Star gefährdet, aber das kennt sie bereits aus Hamburg.
Und weil Mala nicht gerne wartet, hat sie schon einmal das Spiel St. Pauli gegen Dresden getippt. Was sagt die alte Kuh? St. Pauli wird endlich die ersehnten drei Punkte einfahren. Zwar sieht die Statistik gegen Dresden sehr schlecht aus, aber es gibt schliesslich immer das erste Mal. Und so hat Mala auf einen Sieg St. Paulis getippt. Mal sehen, ob sie recht behält. Und bis dahin können wir sehen, wie sich der HSV schlägt. Damit Hamburg erstklassig bleibt – ob nun mit dem HSV oder dem FC St. Pauli sei mal dahingestellt.

Im Fernsehen läuft heute Abend nichts ausser der Wiederholung von „Fasching in Franken“ aus Veitshöcheim. Originell waren wieder die Kostüme der Politiker. Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein kam als Claudia Roth, weil er gehört hatte, dass er ihr Lieblingsgegner sei. Ich fand es wirklich gelungen. Und nach seinem letztjährigen Auftritt als Marilyn Monroe kam Finanzminister Söder dieses Jahr als Shrek. Und die einfallsreichste Kostümierung hatte natürlich wieder Horst Seehofer – er kam als er selbst. Das ist schon schwer, so als man selbst zu kommen.
Wer nun die Wiederholung der Sendung nicht sehen will (ich fand sie an den meisten Stellen sehr gelungen), der kann natürlich auch gerne etwas lesen. Da gibt es zum einen den Thriller „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor. Falls ihn jemand noch nicht kennen sollte. Nun endlich in der überarbeiteten Fassung bei Amazon und Neobooks erhältlich. Oder wer lieber Fantasy liest, dem ist vielleicht mit der Aneba-Reihe gedient. Da gibt es drei Kurzgeschichten oder aber den Roman „Aneba. Die Rückkehr“, wo bis jetzt die ersten sechs Kapitel und der Prolog erschienen sind. Also eine breite Auswahl.

 

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Genmais – Bedrohung für Mensch und Natur?


Wie gefährlich genveränderte Pflanzen sind, habe ich schon vor zwei Jahren berichtet. Aber die EU-Länder scheinen daraus nicht gelernt zu haben. Denn nur 19 Länder haben sich gegen die Einführung des Genmais 1507 ausgesprochen. Zu wenig, um die Einführung zu verhindern.
Deutschland hat sich gleich ganz enthalten, weil CSU und SPD dagegen, die CDU aber dafür ist. Da sollte man sich lieber mal durchsetzen und mit Nein stimmen, denn eine Enthaltung ist immer eine Ja-Stimme. Und Deutschland will den Genmais keinesfalls haben, jedenfalls was die Mehrheit der Nichtpolitiker angeht. Denn angeblich will Bundeskanzlerin Merkel den Genmais haben. Na denn, soll sie ihn essen. Aber sie allein und uns dieses schädliche Zeug nicht aufzwingen.
Es wird viel getan, um doch noch die Einführung zu verhindern. Möglich ist es noch, aber wie man die EU kennt, werden die Bemühungen doch nichts bringen. Es kommt immer das durch, was man garantiert nicht haben will.
Aber warum eigentlich die Einführung des Genmais 1507 verhindern? Hat dieser nicht auch seine Vorteile?
Natürlich hat er die, jedenfalls theoretisch. Denn der genveränderte Mais enthält das Gift für einen Schädling, der der Pflanze nun nichts mehr anhaben kann. Leider gibt es nicht nur die Vermutung, sondern schon erste Beweise dafür, dass die nächsten Generationen des Maiszünslers sich gegen das Gift immunisieren und umso schlimmer wüten. Bei anderen gentechnisch veränderten Pflanzen ist dies nämlich genau so gekommen. Also anfangs schon ein Vorteil, der sich am Ende zum Nachteil umkehrt.
Zudem soll der Genmais gegen ein Unkrautvernichtungsmittel immun sein. Damit sollen Unkräuter vernichtet werden, während der Mais ungestört wachsen kann. Wie sich das auf den Organismus von Tier und Mensch auswirkt ist nicht wirklich ausgetestet worden. Aber da gibt es viele Dinge, wo nach ersten Erfolgen die Tests abgebrochen und für positiv befunden werden. Jahre später geht es dann ins Gegenteil. Aber wie wird es beim Genmais sein? Wie schädlich ist er wirklich? Das wissen wir alles nicht.
Warum also diesen Genmais anbauen, wenn er nicht wirklich was bringt? Weil er als die neue Lösung angepriesen wird. Aber das ist der Genmais nicht. Ihm haftet bereits jetzt etwas Negatives an, wie allen genveränderten Pflanzen.
Bei Gensoja weiss man inzwischen, dass dieser die Fruchtbarkeit einschränkt, wenn er regelmässig konsumiert wird. Aber hat man daraus gelernt? Nein, die Tiere werden weiterhin fleissig damit gefüttert. Und wir als Endverbraucher erfahren davon nur, wenn wir das Fleisch konsumieren. Nehmen wir andere Milchprodukte wie etwa Milch, Käse oder Schokolade zu uns, wissen wir nichts. Denn das muss nicht gekennzeichnet werden.
Ein weiteres Problem von gentechnisch veränderten Pflanzen ist, dass Bienen den Nektar dieser Pflanzen nicht sammeln dürfen, da sie damit den Honig verseuchen, also unbrauchbar wird für uns Endverbraucher. Aber wie soll man einer Biene begreiflich machen, dass sie das eine Feld nicht anfliegen darf, weil dort gentechnisch veränderte Pflanzen stehen? Da muss der ganze Honig entsorgt werden und dem Imker entsteht ein grosser Schaden.
Warum ich das nun erwähne? Tja, es gibt in Deutschland immer noch Versuchsfelder, wo gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden. Diese sind zwar gekennzeichnet, nichtsdestotrotz besteht die Gefahr, dass Pollen und Samen durch den Wind in Nachbarfelder getragen werden können. Denn das Feld ist nicht durch Planen abgetrennt.
Kanada hat Europa gewarnt, dass wir bloss nicht mit gentechnisch veränderten Pflanzen anfangen sollten. Denn man wird es nicht mehr los. Kanada war anfangs sehr begeistert von den gentechnisch veränderten Pflanzen, inzwischen verteufeln sie es. Aber es dauert bis sie es wirklich loswerden. Noch ist der Kampf nicht gewonnen.
Hat die EU und deren Mitgliedsländer nichts daraus gelernt? Anscheinend nicht, warum sind sie sich sonst nicht einig? Zwölf Länder wollen den Genmais, 19 hingegen nicht, während Deutschland sich nicht einigen kann.
Gut, Deutschland bekommt jetzt eh einen neuen Landwirtschaftsminister. Wird wieder einer von der CSU sein. Wen haben die denn? Guttenberg!
Na, warten wir mal ab, vielleicht kommt Söder, aber der wäre schön blöd, wenn er das machen würde. Aber falls Seehofer ihn loswerden will…

Im Februar 2011 sagte Elefantendame Mala nach dem Sieg der Hamburger SPD, dass es ihr völlig egal sei, ob Olaf (Scholz) nun König oder Kaiser von Hamburg geworden sei, Hauptsache, sie bekäme weiterhin ihr Futter. Tja, nun ist die Elefantin schon seit anderthalb Jahren im belgischen Brugelette, und das mit den schmackhaften Futterrüben hat sich nun Ende des Jahres auch erledigt.
Das fleissige Waschen der Rüben, dass Mogli, Kandy und Co. immer mit ihren Exemplaren machen, wird es so nicht mehr geben. Denn der jahrzehntelange Rübenlieferant kann nach dem 31. Dezember diesen Jahres keine Futterrüben mehr liefern, da die Stadt Hamburg die Pachtverträge zu diesem Datum gekündigt hat. Grund: Die Flächen dienen als Ausgleich für den Ausbau der dortigen Autobahn. Damit verliert der Stadtteil Eidelstedt seine letzten beiden Bauern und der Hamburger Tierpark seinen Futterrübenlieferanten.
Nun kann man sich fragen, was das eigentlich soll. Denn irgendwie widerspricht das dem, was die Stadt Hamburg so plant. Wie ich täglich aus meiner Lektüre erfahre – ich bekomme hier täglich Zeitungen aus verschiedenen deutschen Städten, unter anderem auch aus Hamburg -, will die Hansestadt weniger Autos in der Stadt haben. Dazu wollen sie bei Neubauten keine Stellplätze mehr bauen. Die P+R-Parkplätze werden kostenpflichtig, was auch wieder bedeutet, dass die Leute mehr auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen und das Auto ganz vergessen sollen. Und dann wird da die Autobahn ausgebaut? Das ist doch ein Paradoxon.
Oder auch nicht, denn die Autobahn wird ja nicht nur für den Berufsverkehr genutzt, sondern auch von jeder Menge LKWs, die Waren transportieren. Alles kann eben nicht auf die Schiene verlegt werden.
Aber ein Paradoxon bleibt der Autobahnausbau dennoch, wenn man so ökologisch tut.
Aber wie sagt Jonas immer so schön: ‚Bei dieser Regierung ist nichts unmöglich. Glücklicherweise habe ich mich von der SPD nicht einlullen lassen, als sie versprachen, die Studiengebühren abzuschaffen.‘
Ja, es geht die Vermutung um, dass die wahlberechtigten Studenten der Hamburger SPD den erdrutschartigen Sieg mit Alleinherrschaft gebracht haben. Zwischenzeitlich hatte sich das etwas geändert, nun soll es aber wieder bergauf gehen: Der König regiert garantiert auch nach 2015 weiter allein.
Also, keine Futterrüben mehr ab dem 01. Januar 2015.
Den Hamburger Elefanten dürfte es so ziemlich egal sein, werden sie eben von jemand anderem zukünftig ihre Futterrüben erhalten. Vielleicht sind die sogar ein wenig schmackhafter als die, die sie in den letzten Jahrzehnten erhalten haben. Denn Elefanten sind Feinschmecker. Deshalb werden die Rüben auch gewaschen, denn das Futter muss sauber sein!
Der FC St. Pauli könnte momentan die Hinterlassenschaften von Mogli & Co. gut gebrauchen, haben sie doch erhebliche Probleme mit ihrem Rasen, der aussieht wie ein Flickenteppich. Eine Erneuerung wäre zu teuer, weshalb sie nach Möglichkeiten suchen, wie der Rasen noch gerettet werden könne.
Tja, mit Elefantenködeln kann man den Rasen düngen. Das macht nicht nur wieder den Rasen frisch, sondern verhindert sicherlich auch das eine oder andere Foul.

Nina und Jonas sind mal wieder sauer. Der Grund: Elefantendame Mala wird seit ihrem Weggang vor anderthalb Jahren immer noch als Werbeobjekt genutzt. Nun ist sie in der aktuellen Ausgabe der hauseigenen Zeitschrift ihres ehemaligen Zuhauses abgebildet. Wenn Mala davon wüsste, würde sie sicherlich sagen: „Man kann gerne mit mir werben, aber nur, wenn ich auch anwesend bin.“
Will heissen: Entweder Mala kehrt zurück oder die Werbung mit ihrem Konterfei sollte unterlassen werden. Aber der Laie merkt ja nicht, dass der abgebildetete Elefant seit anderthalb Jahren sein Dasein im Pairi Daiza fristen muss. Dort ist die Elefantin zwar der grosse Star und der Liebling der Besucher, aber Mala hat dennoch nur einen Wunsch: Nach Hause! Ihre Augen verraten es. Heimweh kann die grösste Aufmerksamkeit nicht lindern.
Wir merken uns: Für einen Laien sehen alle Elefanten gleich aus. Ausserdem ist niemand der verbliebenen Hamburger Elefanten fotogen genug, um als Werbeobjekt zu dienen. Nun, wie sagt Jonas immer: Man solle es mal mit Shila versuchen. Schon jetzt trete sie in Malas Fussstapfen, indem sie wie damals Europas klügster Elefant im zarten Alter von sieben Jahren am Grabenrand stehe und auf Futter der Besucher warte.
Gemeint ist eine Szene aus dem Film „Klein Erna auf dem Jungfernstieg“. Einziger Unterschied: Damals gab es noch afrikanische Elefanten in der Gruppe. Aber Mala blieb immer gesund.

Und wo ich gerade bei Elefantendame Mala bin. Nachdem sie in der letzten Woche wieder einmal bewiesen hat, dass sie immer noch den richtigen Riecher besitzt – sie tippte auf ein Unentschieden in der Partie Bielefeld gegen St. Pauli -, trotz Winterpause, hat sie nun das nächste Spiel getippt. Bochum heisst der nächste Gegner. Und, was sagt Mala? Drei Punkte für Bochum, also Niederlage für St. Pauli.
Mal sehen, ob sie wieder recht behalten wird. Wir sind gespannt.
Ein Sieg wäre für St. Pauli im Rennen um die Aufstiegsplätze natürlich besser. Aber vielleicht wollen sie gar nicht im Relegationsspiel gegen den HSV antreten. Das würde Mord und Totschlag geben, wenn es zu dieser Spielkonstellation kommen würde.
Eher schafft der HSV den Relegationsplatz, als dass St. Pauli es in der Zweiten Liga auf den dritten Platz schaffen wird.
Dennoch glaube ich nicht, dass der HSV heute gegen Braunschweig gewinnen wird. Die sind völlig konfus. Vor allem wenn Van der Vaart spielt, wird das nichts werden.

 

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Entscheidung in Syrien? Der Countdown läuft!


Noch ist der Bericht der UN-Inspektoren nicht offiziell, dennoch sind bereits wichtige Einzelheiten durchgesickert: Es hat den Nachweis auf Giftgas und Chemiewaffen gegeben! Damit wäre die Vermutung der USA bestätigt. Also alles klar für einen Militärschlag?
Nein, davon ist auf einmal keine Rede mehr. Liegt vielleicht auch daran, dass Obama einfach keine Unterstützung für seinen „kleinen Spaziergang“ findet. Warum Spaziergang? Nun ja, er redet immer von einem 60tägigen Militärschlag und das ist so formuliert, als würde es sich um einen Spaziergang handeln. Mal kurz hin, auf den Tisch hauen und wieder raus aus dem Land. Doch so einfach, wie es sich anhört, dürfte es gewiss nicht sein. Das beste Beispiel ist der Irak, wo nun nach zehn Jahren das Land immer noch nicht befriedet ist. Im Grunde genommen, war es unter Saddam Hussein friedlicher als es heutzutage ist. Ja, Saddam war auch kein harmloser Diktator, aber unter ihm haben wenigstens die einzelnen Religionen friedlich zusammengelebt.
Binnen einer Woche soll nun Syrien sein Chemiewaffenarsenal aufdecken, also angeben, was sie alles besitzen. Ob das offen und ehrlich geschehen wird, ist eine andere Sache. Denn verstecken kann man immer was. Auch dass die UN-Inspektoren zurückkehren und den kompletten Zugangen zu den Chemiewaffendepots und Herstellungsorten erhalten, bedeutet nichts. Bis Mitte 2014 sollen dann alles zerstört sein. Das ist eine lange Zeit in der noch allerhand passieren kann. Dennoch gut, dass nicht gleich der Militärschlag kommt, wie es Obama immer forderte. Denn so was bringt nur Leid und noch mehr Tote. Man sollte immer erst versuchen, die Dinge friedlich zu lösen. Zudem sogar Russland damit einverstanden ist.
Wenn wir uns erinnern, war Russland, allen voran Wladimir Putin, gegen einen Militärschlag der USA und forderten Beweise für deren Behauptung, es gebe Chemiewaffen in Syrien. Nun muss man einmal bedenken, dass Russland an Syrien jede Menge Waffen liefert. Warum also die Quelle kappen, die einen tränkt? Allerdings soll Assad bereits das Geld ausgegangen sein. Denn wie einige Leute berichten, würden bereits Kunstschätze in russische Frachtflugzeuge und Hubschrauber verpackt werden. Der Ausverkauf hat begonnen! Klammheimlich geschieht das natürlich und falls man Russland darauf ansprechen würde, werden die das sicherlich dementieren und behaupten, diese Dinge besässen sie bereits seit Jahrzehnten. Wer will das schon beweisen?
Aber ist es nicht traurig, wie die Altertümer verscherbelt werden? Von einem Diktator zum anderen. Quasi als Tauschgeschenk. Aleppo soll angeblich nicht mehr wiederzuerkennen sein. Nicht durch die Zerstörung durch die Kämpfe, sondern auch der Raub der Altertümer.
Aber so lange es immer willige Abnehmer gibt, wird es überall so weitergehen.
Ein Militärschlag gegen Syrien scheint also vom Tisch zu sein. Wenigstens etwas, denn ein Krieg hat noch nie etwas gebracht, ausser Toten und Verletzten.

Morgen wird hier in Bayern gewählt. Ich kann mir einen faulen Tag machen, denn ich habe bereits per Briefwahl gewählt. Einmal Landtagswahl und die Bundestagswahl auch. Finde ich unheimlich praktisch. Zudem macht die Deutsche Post immer Reklame dafür, dass sie hundertausende Wahlhelfer haben. Allerdings nicht in Bremen, denn dort waren die meisten Wahlunterlagen unzustellbar. Wieso auch immer, denn die Adressen waren korrekt verzeichnet. Vielleicht ein Fehler im System der Post? Aber normale Briefe sind scheinbar angekommen. Vielleicht auch eine Verschwörung? Vielleicht sind das alles SPD-Wähler und die sollten ihre Stimme nicht abgeben können. Die betroffenden Personen können auch ohne Wahlbenachrichtigung wählen gehen.
Die Briefwahl hat für die Parteien den Nachteil, dass sie mit ihrer Infopost häufig viel zu spät in den Briefkästen lagen. Als ich bereits meine Wahlen getätigt hatte, bekam ich auf einmal Post. Bloss leider zu spät. Hätte die betreffende Partei eh nicht gewählt. Oder dann die Wahlauftritte überall, wo man hingeht. Ich habe mir nichts andrehen lassen und immer nur den Kommentar abgegeben, dass ich bereits gewählt hätte. Darauf kamen dann so blöde Kommentare wie „hoffentlich uns.“ Ich entgegnete nur: „Das werden sie dann sehen, falls sie über die fünf Prozenthürde gekommen sind.“ Hätte auch was anderes sagen können, aber bevor ich da dämliche Diskussionen abhalte, komme ich noch zu spät zur Arbeit.
Wer wohl morgen gewinnen wird? Vom Prozentanteil her sicherlich die CSU mit Horst Seehofer. Aber wird es auch reichen, um Ministerpräsident zu bleiben? Wird er eine absolute Mehrheit holen oder muss er wieder mit der FDP zusammengehen? Vielleicht sogar auch noch mit den Freien Wählern? Ja, ja, diese Partei scheint nicht ganz zu wissen, was sie will. Einmal will Aiwanger mit der CSU zusammengehen, dann wieder mit SPD und Grünen. Warum denn nicht gleich eine grosse Koalition? Vielleicht schafft die SPD auch die Sensation und löst die CSU ab. Danach kann Seehofer nur noch auswandern. Wieder ab nach Preussen, nach Berlin.
Im Grunde genommen denke ich nur wieder an de Nockherberg und seine Darsteller. Da hat man solche wie Söder und Ude liebgewonnen und will sie auch weiterhin sehen. Da bleibt nur eine grosse Koalition. Aber die wird niemals kommen, eher spaltet sich Bayern von Deutschland ab.
Und nächste Woche dann die grosse Wahl. Steinbrück oder Merkel? Haifischgrinsen oder Sabberlinien? Das ist die Frage aller Fragen. Vielleicht auch beide, denn angeblich würden CDU und FDP keine Mehrheit bekommen. Dann würde es zu einer grossen Koalition kommen. Ganz sicher, denn die Grünen wollen sicherlich nicht mit der CDU zusammenarbeiten. Und ob die SPD wirklich die Linke haben will als Koalitionspartner dürfte auch dahingestellt sein. Wobei, manchmal frisst der Teufel Fliegen, um ans Ziel zu kommen. So muss man das sehen und darf auch da überrascht sein.

Elefantendame Mala ist ganz glücklich, dass St. Pauli heute seine frühe Torführung nicht verspielt hat. Zwar kassierten sie nach der 2:0-Führung noch einen Gegentreffer, aber den knappen Vorsprung hielten sie bis zum Abpfiff durch und dürfen sich nun über drei Punkte freuen.
Die Elefantendame hatte den Sieg bereits vorausgesehen, auch wenn sie kurzzeitig wieder am Zweifeln war. Denn bekanntlich weiss St. Pauli manchmal gar nicht, wie Fussballspielen eigentlich geht. Da schiessen sie innerhalb weniger Minuten zwei Tore und bringen es nciht zustande, diese Führung bis Spielende zu behalten. Dabei muss das Runde doch einfach nur ins Eckige.
Besonders kritisiert Mala das Chaos, das oft auf dem Spielfeld herrscht, so dass der Mannschaft gar nichts gelingt. Auch dass sie oft bei Standardsituationen Tore kassieren, gefällt ihr gar nicht.
Schon oft hat sie sich darüber geärgert und träumte davon, als Torwart das Tor des Vereins sauberzuhalten. Leider dürfen Elefanten nicht aufgestellt werden, was Mala masslos enttäuscht. Und so kann sie nur kommentieren und wüten, wenn St. Pauli wieder leichtfertig einen Sieg aus der Hand gegeben hat. Heute hat sie aber allen Grund zur Freude, denn St. Pauli hat gewonnen!
Und wenn St. Pauli gewinnt, verliert meist der HSV wie auch umgekehrt. Also eine Niederlage für den Verein von Malas Lieblingskonkurrentin Mogli? Wir werden es sehen. Aber es dürfte ziemlich sicher sein, denn es geht gegen den BVB. Zudem scheinen die Tage von Fink gezählt zu sein. Denn erst verbannt er zwei Spieler in die U23, nun will er sie zurückholen, doch dagegen stellt sich nun Sportdirektor Kreuzer. Als Trainer sollte man seine eigene Linie fortsetzen. Aber beim HSV läuft ohnehin seit Jahren nichts mehr. Ob’s an den Spielern liegt oder an den Trainern? Und warum haben sie es nicht geschafft, 100.000 Euro für die Damenmannschaft bereitzustellen? Diese musste deshalb zwangsabsteigen. Das ist das Armutszeugnis schlechthin.

Der Tiefpunkt des deutschen Fernsehens ist mal wieder durch ein neues Format erreicht: Promi Big Brother. Eigentlich nur zum Gucken geeignet, wenn man Psychologe ist oder sich amüsieren will. Wobei das Dschungelcamp weitaus interessanter ist. Big Brother ist nicht umsonst gescheitert, nun versucht man es mit angeblichen Promis von denen man die Hälfte nicht kennt. Der bekannteste dürfte noch David Hasselhoff sein, wobei ich mich frage, was der dort macht? Der kann doch kaum ein Wort deutsch oder besinnt er sich nun auf seine deutschen Vorfahren, die aus Niedersachsen (?) stammten? Einfach vergessen, dass diese Sendung läuft. Bin bloss gespannt, was Oliver Kalkofe dazu sagen wird. Denn mit einem hat er recht. Das deutsche Fernsehen war früher besser. Auch ich habe das schon irgendwann mal erwähnt. Wenigstens bin ich nicht der einzige, der das festgestellt hat.

Mit Aneba. Die Rückkehr scheint es weiterzugehen. Das ist doch mal was…

Edit: Wieso wird ein Artikel wieder nur gespeichert, anstatt dass veröffentlicht wird? Lange ist das Problem nicht aufgetreten, aber ich finde es mehr als nervig, vor allem wenn man das nicht bemerkt.

 

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Ein Denkmal für einen Elefanten


Da war ich gestern doch ganz schön überrascht, als ich mal wieder die Anzahl der Klicks auf meinen Blog sah. Dümpelte er in den letzten Wochen nur so herum, hatte ich auf einmal ein richtiges überdimensionales Besucherplus. Woher das kommen mochte? Tja, das fand ich dann noch heraus. Am Donnerstag und Freitag liefen in der ARD-Doku „Leopard, Seebär & Co.“ Berichte über Malas Weggang nach Belgien. Und auf einmal war der Artikel vom Juli letzten Jahres wieder gefragt. Tja, hätte ich nicht gedacht.
Muss sagen, dass ich beide Sendungen nicht gesehen habe, weshalb ich auch nicht sagen kann, was da alles für ein Blödsinn gesprochen wurde und ob Mala wieder in dem Sinne „verhöhnt“ wurde, sie solle dort Leitkuh werden, was ihr in Hamburg nicht vergönnt war.
Aus meinen Suchkriterien sehe ich, dass viele sich dafür interessieren, wie es Mala im Pairi Daiza geht. Wenn ich das bewerte, sieht sie eigentlich fast aus wie früher auch, obwohl ich nicht leugnen kann, dass irgendeine Änderung mit ihr vonstatten gegangen ist. Aber wozu kenne ich jemanden, der nur ein Elefantenohr sehen muss, und sagen kann, um welchen Dickhäuter es sich handelt? So habe ich denn den Mala-Experten schlechthin gefragt, wie es der Dickhäuterin nun wirklich geht. Antwort: Sie hat ihre Fröhlichkeit verloren, ihre Augen glänzen nicht mehr. Aber wenn sie unter Menschen ist, setzt sie wieder ihre Maske auf, wie sie es immer getan hat, um zu verschleiern, wie es ihr wirklich geht.
Klingt nicht besonders. Na ja, eigentlich kein Wunder, wenn man ausser seiner Heimat Indien 46 Jahre lang nur einen Ort kennt, immer im engen Kontakt zu den Zoo-Besuchern. Und nun: Das mit den Futtern ist vorbei. Im letzten Jahr bekam Mala nach ihren Vorführungen immer noch Bananen. Jetzt macht die diese gemeinsam mit „Faltenmonster“ Rani und da scheint es am Ende nichts mehr zu geben. Mala führt ihre Tricks vor, die sie alle gelernt hat. Das ist wunderbar, denn in Hamburg wurde sie in den letzten zwanzig Jahren sehr vernachlässigt, während sie dort hofiert wird und bei den Besuchern sehr beliebt ist. Wer mal auf der Facebookseite des Pairi Daiza guckt, kann sich davon selbst überzeugen. Zudem wird nun endlich auf Malas Gewicht geachtet, Nina sagte ja immer, dass die Elefantin abnehmen müsse. Damit Mala gut beschäftigt wird, geht man mit ihr auch oft durch den Park spazieren. Das mag sie besonders gern, wenn sie dann doch nur auch am Wegesrand mal naschen dürfte.
Wenn man sie genau beobachtet, wird einem vielleicht auffallen, dass das Weben nicht mehr so ist, wie es in Hamburg war. Kurz nach ihrer Ankunft in Belgien bis in den Oktober hinein, war es ganz schlimm. Da wippte – so wird Malas Weben wahrgenommen – sie mit dem Kopf ganz schnell auf und ab. Das ist das so genannte Einsamkeitsweben, was Trauer bei Mala bedeutete. Der Pairi Daiza schrieb dies auch auf seiner Facebook-Seite. Nun weiss ich nur nicht, ob ich es richtig übersetzt habe, aber ich verstand es so, als sagten sie, dass Mala so bereits gekommen sei. Nicht mit dem Einsamkeits-Weben. Das machte sie bekanntlich in Hamburg nur, wenn Hussein sich rüde ihr gegenüber benommen hatte. Gab da mal mehrere unschöne Szenen im August 2010 und April 2012. Ansonsten hat Mala ganz normal gewebt. Keine Ahnung, wann sie damit angefangen hat, im Jahr 1986 machte sie es bereits. Vielleicht hätte sie noch mehr gefördert werden müssen. Ist nicht umsonst die klügste Elefantenkuh, die der Hamburger Tierpark jemals hatte. Mit Mala haben sie ihren Star verloren und an Bedeutung.
Zurück zum Weben. Mala webt immer noch schneller als früher, auch nicht mehr so entspannt, wie nach dem Tod von Elefantenbulle Hussein. Ob es daran lag, weil man sich mehr mit ihr beschäftigte? Keine Ahnung, aber sie war ja an den Leckereien der Besucher auch nicht mehr so sehr interessiert wie früher. Könnte also gut möglich sein. Denn Mala will Aufmerksamkeit. Wenn sie die bekommt, geht es ihr gut. Mag komisch klingen, aber Mala ist sehr auf Menschen fixiert. Als sie mit dreieinhalb Jahren nach Hamburg kam, machte sie mit den Elefantenpflegern Ausflüge auch ausserhalb des Parks, sie zog im Winter, wenn genügend Schnee lag, einen Schlitten in dem Kinder sassen, und sie diente als Reitelefant beim inzwischen eingestellten Elefantenreiten.
In Belgien webt sie immer noch, vom ganz schlimmen Einsamkeitsweben, fast zum normalen Weben, wie man es von ihr kennt. Allerdings immer noch ein wenig schneller als man es von ihr kennt. Ob das ein Zeichen ist?
Wenn man Mala sich ansieht, dann sieht sie nicht mehr so aus, wie sie in Hamburg aussah. Sie wirkt ein wenig in sich gekehrter, trauriger, auch wenn man das kaum wahrnimmt. Sie mag sich mit ihrer Situation arrangiert haben, aber das grosse Glück ist es für sie nicht.
Sie wird beschäftigt, nicht immerzu und ständig, aber mehr als es in Hamburg gewesen sein mag. Aber was würde Mala sagen, wenn sie Sprechen könnte – falls sie es nicht ohnehin beherrscht? Würde sie sagen: „Nach Hause!“ oder etwas anderes?
Jedenfalls macht sie ihre Vorführungen nun gemeinsam mit Rani. Ani ist, wie ich bereits vor einiger Zeit schrieb, gestorben. Dabei folgt Mala übrigens Rani. Wer sich darüber wundert. Mala mag es nicht, wenn sie von einem anderen Elefanten am Schwanz angefasst wird. Ani wollte das mal machen, da hat Mala ihren Schwanz wegezogen, eingekringelt oder sogar zwischen ihre Beine geklemmt. Scheint sich wohl daran zu erinnern, was sie mal bei Mogli gemacht hat.
Und wenn beide allein im Gehege stehen, dann werden sie zu den Rhythmus-Rüsseltanten. Will sagen: Beide weben. Eine schlimmer als die andere. Mala nickt, Rani dreht den Kopf hin und her und bewegt die Füsse. Wie die Freundschaft zwischen beiden ist, kann ich nicht sagen. Wo ich beide auf der Anlage sah, standen die wenige Meter voneinander getrennt, auch beim Fressen sind sie getrennt und stehen nicht nebeneinander.
Es wird immer gesagt, ein Elefant soll nicht allein stehen, aber Mala ist anders. So komisch sich das anhören mag, aber ihr sind Menschen und vor allem menschliche Aufmerksamkeit wichtiger, als ein Artgenosse. Unter den Kriterien hätte sie bleiben können, aber dazu hätte sie nicht weben dürfen. Das war ihr Fehler und so ging sie.
Irgendwann wird sie vergessen sein, aber mit dem Thriller „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor wird Mala ewig leben. Sie kommt dort nicht nur selbst vor, sondern diente unter anderem auch als Vorbild für Elefantenkuh Bertha, die eine wichtige Rolle in der Handlung einnimmt. Mala wurde in diesem Roman ein kleines Denkmal gesetzt.

Kurze Info zu Gajendra: Noch ist er nicht zu sehen, wie mir Jonas schrieb. Wird wohl noch einige Tage dauern. In Leipzig soll er ja ziemlich „gewütet“ haben. Soll ein ganz ruhiger und netter Bulle sein, aber dafür arbeitet er an allem, was ihm vor den Rüssel kommt. Und wie ich gestern bei „Elefant, Tiger & Co.“ gesehen habe, sind genau die beiden Pfleger hier aus Hellabrunn gekommen, die ich vermutet hatte.
So eine imposante Erscheinung wie sein Vorgänger in Hamburg ist Gajendra mit seinen Stosszähnen nicht. Aber guckt euch Naing Thein an. Dessen Stummelchen sind noch schlimmer.

Noch etwas, weil ich es in meiner Suche gefunden habe. Es wurde bereits vor zehn Jahren die Totgeburt eines Elefanten im Fernsehen gezeigt. Das ist eine richtige Doku, die anscheinend mal auf Vox lief und danach in dem inzwischen nicht mehr existenten Sender XXP. Da handelte es sich ebenfalls um eine Hamburger Elefantenkuh. Es war Lai Sinh, bei der damals die Geburt knapp 26 Stunden dauerte. Nicht zu vergleichen mit dem Geburtsmarathon von Salvana, der, wenn ich mich erinnere, das doppelte an Zeit dauerte.

Hat am Donnerstag jemand den Maibockanstich im Bayerischen Fernsehen gesehen? Wenn nicht, dem sei gesagt, er hat was verpasst. Ministerpräsident Horst Seehofer hatte kurzfristig abgesagt, so dass jemand anderes in den Saal einmarschieren musste. Dies war Markus Söder, dem das durchaus zu gefallen schien. Ich sagte gerade zu Regina, dass Söder wie ein König durch den Saal schritt, als er auch schon diese typische Königs-Winke-Pose einnahm. Irgendwie kann man gut voraussehen, was Söder als nächstes macht.
Seine Rede war nicht schlecht, vor allem die verschiedenen Biersorten, die er einzelnen Politikern oder deren Partei zugedachte. So bekam Seehofer ein Hallodri-Bier, die Grünen ein Lenin-Hanfbier und Aiwanger ein Neanderthaler Gesöffbier. Die FDP bekam einen Schnaps, der sich auf Brüderle bezog.
Am Ende kam dann Söder mit der Ikea-Lampe Söder. Das war zwar lustig, aber ich war doch verwundert. Da hat er beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg darüber gemosert, dass das nun ein alter Hut sei und dann kommt er selbst damit. Hat er wohl in der Zwischenzeit vergessen. Ansonsten war die Rede wirklich lustig, enthielt genügend Spitzen, vor allem gegen Seehofer. Das Verhältnis zwischen Seehofer und Söder ist ja nicht das beste, vor allem seit Weihnachten.

Das Thema der Woche war wohl schlechthin die Steuerhinterziehung von Uli Hoeneß. Tja, der Saubermann der Bundesliga, der Gutmensch, hat eiskalt mehrere Millionen auf einem Konto in der Schweiz gebunkert, ohne es zu versteuern. Warum sonst würde man es auch sonst in der Schweiz anlegen?
Der Aufschrei war gross. Jede Polit-Sendung änderte ihr Thema und berichtete über Uli Hoeneß. Dieser selbst sagte übrigens, dass das nicht richtig war, was er getan hat, aber dafür hat er doch auch immer viel Gutes getan und gespendet. Irgendwie passt das doch nicht zusammen. Das versucht er sich reinzuwaschen. Zudem wurden die Spenden steuerlich vergütet und das andere lief dann einfach so auf sein Schweizer Konto.
Stellt sich nun die Frage, wie hoch die Strafe für Hoeneß ausfallen wird.
Dem FC Bayern hat es nicht geschadet. Sie gewannen gegen den FC Barcelona mit 4:0.
Jetzt wird übrigens auch gegen Karl-Heinz Rummenigge wegen Steuerhinterziehung ermittelt. Bricht nun der FC Bayern auseinander? Wohl kaum.

 

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Wie vergiftet sind unsere Lebensmittel?


Ein Lebensmittel-Skandal jagt den nächsten. Erst das Pferdefleisch in der Tiefkühl-Lasagne, dann der Missbrauch des Bio-Siegels und schliesslich das mit einem Schimmelpilz verunreinigte Tierfutter.
Was können wir noch essen? Was ist wirklich so angebaut bzw. aufgewachsen, dass wir es guten Gewissens verzehren können?
Das mit einem Schimmelpilz verunreinigte Tierfutter, der Krebs auslösen kann, ist für den Menschen angeblich nicht gefährlich. Milch von Tieren, die dieses Futter gefressen haben, soll für den Menschen unbedenklich sein. Stimmt das wirklich oder ist das nur so ein Spruch, damit keine Hysterie entfacht wird? Im Grunde genommen sind wir Verbraucher doch ahnungslos. Wir kaufen Dinge, von denen erwarten wir, dass sie auch so sind, wie sie sein sollen. Also wenn Bio draufsteht, muss auch Bio drin sein. Wie wir nun anhand der Eier aus Niedersachsen erfahren haben, ist das nicht immer der Fall. Aber das ist ja nicht der einzige Fall. Es gibt eine kleine regionale Bio-Siegel, die weitaus strenger sind, als die grossen. Da wird wirklich darauf geachtet, dass die vorgegebenen Massnahmen auch wirklich eingehalten werden. Da sind allerdings auch nicht hunderte oder tausende Betriebe drin. Also ist das auch weitaus leichter zu überprüfen. Und wenn zuviele in einem grossen Bio-Siegel sind, kommt eben das raus, was eben mit dem Hühnerbetrieb in Niedersachsen war. Eine Masse an Tieren auf einem Haufen, die zwar ein Bio-Siegel tragen, aber im Grunde genommen dagegen verstossen. Bloss bemerkt dies niemand. Ist also Bio wirklich die grosse Alternative? Es ist schon besser, aber auch nicht perfekt.
Sollen wir nun aufgrund der ganzen Lebensmittelskandale eigentlich Vegetarier werden? Ist das die grosse Zukunft? Nur noch Obst, Gemüse, Milch, Käse und Joghurt? Ist es das, was die Zukunft bringt? Können wir so den Lebensmittelskandalen entgehen?
Ich glaube kaum, denn anhand des neuesten Skandals mit dem kontaminierten Tierfutters, zeigt sich, dass es überall passieren kann. Nichts ist sicher. Erinnern wir uns doch an die EHEC-Epidemie vor zwei Jahren. Da wurden Bakterien auf spanischen Gurken gefunden. Auf einmal waren diese wie auch Salate und Tomaten verpönt, denn überall könnten sich die Erreger ja befinden. Am Ende war es ganz etwas anderes: Bockshornkleesamen aus Ägypten. In einem Betrieb in Bienenbüttel waren diese zum keimen gebracht worden und wurden schliesslich als Sprossen verkauft. Das war der Auslöser, der sich über ganz Deutschland ausbreitete.
Vor allem dürfen wir nicht vergessen, dass man als Vegetarier nicht automatisch ein besser umweltverträgliches Leben führt. Man hat im Gegenteil sogar festgestellt, dass es der Welt schlecht bekommen würde, wären alle Menschen auf einmal Vegetarier. Kaum zu glauben, aber wahr. Denn wenn wir Vegetarier würden, würden wir den Konsum von Milchprodukten verdoppeln. Und wie wir alle wissen, verbraucht ein Rind nicht nur viel Wasser und Tierfutter, sondern sorgt auch noch dafür, dass der Methangehalt ansteigt, was wiederum schlecht für die Atmosphäre der Erde ist.
Am besten wären noch Veganer dran, allerdings nehmen diese wiederum Sojaprodukte zu sich. Und für Soja wird bekanntlich Regenwald zerstört. Ausserdem weiss man nicht, wie sich diese genveränderten Pflanzen auf den menschlichen Körper auswirken. Bei Schweinen wurde festgestellt, dass die Vermehrungsrate stetig sinkt, also die Fruchtbarkeit kaum noch gewährleistet ist.
Das ist übrigens auch noch so etwas, was mich persönlich aufregt. Zwar müssen Produkte gekennzeichnet sein, die genveränderte Zutaten enthalten. Allerdings braucht kein Fleisch gekennzeichnet werden, wenn das Tier mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert wurde. Genauso Milchprodukte. Also wissen wir wirklich, was wir da zu uns nehmen? Vergiften wir uns nicht selbst langsam?
Warum boomt gerade das selbst anbauen von Obst und vor allem Gemüse. Überall schiessen diese kleinen Vereinigungen aus dem Boden. Denn Bio ist nicht nur in, wenn man es selbst anbaut, weiss man wenigstens, was man getan hat, welchen Dünger man verwendete und wie man seinen Ertrag steigern kann, ohne dazu starke Chemiekeulen zu verwenden. Das einzige, was noch problematisch werden könnte, wäre die Erde, der Boden, wo man sein Gemüse anbaut. Selbst Gemüse anbauen ist die Zukunft. Da können nur noch die Samen verunreinigt sein, aber wenn man selbst Gemüse zieht und danach deren Samen aufhebt, sollte man diesem Kreislauf entfleuchen können.

Die 25 beliebtesten TV-Tiere wurden am Donnerstag in der ARD vorgestellt. An erster Stelle schaffte es natürlich Flipper, aber danach kam eine Zeichentrickfigur – Biene Maja. Und das war nicht das einzige nicht reale Tier, das auf einem der 25 Plätze landete. Da waren unter anderem noch Samson aus der Sesamstrasse, Alf oder Tom & Jerry. Das sind für mich keine TV-Tiere. Vor allem Alf ist kein Tier, sondern irgendein Ausserirdischer, der am liebsten Katzen verspeist. Die hätten bei den TV-Tieren darauf achten sollen, dass es diese auch in der Realität gibt. Also eben keine Zeichentrick oder sonst welche Figuren. Natürlich sind Flipper, Lassie & Co. genauso wenig echt, da es nur Charaktere einer Tierart sind. Aber die kann man sich eben auch in echt ansehen. Zeichentrick, bleibt einfach nur eine animierte Zeichnung. Und ich bin echt enttäuscht, dass „Mr Ed, das sprechende Pferd“ nicht unter den Top 25 war, genauso wenig habe ich Lama Horst vermisst. Stattdessen kam das kleine Nashorn aus Leipzig vor. Das ist doch wirklich kein Niedlichkeitsfaktor. Wenn ich gewusst hätte, dass die beliebtesten TV-Tiere gewählt werden können, hätte ich sofort meine Wahl abgegeben. Und die wäre weitaus anders ausgegangen. Flipper niemals an erster Stelle, eher noch Kommissar Rex, Lama Horst oder eben Mr Ed. Stattdessen kommt Fury auf den vierten Platz. Ein langweiliges Pferd, aber wohl noch immer aktuell. Wobei mich mal das Durchschnittsalter der Wähler dieser Liste interessieren würde. Denn bei denen scheint Lassie absolut unpopulär zu sein. Ausserdem kommt noch das echte Walross Antje auf Platz 22 vor. Und das ist seit knapp zehn Jahren tot, war aber jahrzehntelang das Maskottchen des NDR, bevor es dann eine Figur von Janosch wurde.
Und welche Biene Maja wurde überhaupt auf den zweiten Platz gewählt? Die Zeichentrick-Biene, die wir kennen oder die neue 3D-animierte, die zu Ostern auf dem ZDF laufen soll? An der überholten Biene scheiden sich die Geister.
Sie sei zu dünn und sehe hässlich aus, heisst es auf der einen Seite, die andere hingegen findet sie modern und den neuen Sehgewohnheiten angepasst. Selbst Kindergartenkinder wissen nicht genau, für welche Biene sie sich entscheiden sollen. Der eine findet die alte gut, der andere die neue Maja.
Meine Meinung dazu: Ich bin mit der 70er Jahre Maja aufgewachsen, auch wenn ich nur selten die Serie geguckt habe, hatte vielmehr ein Malbuch von der Biene Maja. Dadurch ist für mich die alte Maja die einzig wahre. Nur sie ist es, die ich gut finde. Die neue hingegen sieht so aus, wie nun viele Zeichentrickserien ablaufen. Sie mag modern sein, aber der Kopf wirkt zum Körper riesig und sie wirkt tot. Lebendiger war die alte Zeichentrickfigur, nicht einmal Willi mag zu überzeugen. Der sieht aus, als habe er mit einer Diät übertrieben. Gesund ist bei Willi etwas anderes, eher krank, so wirkt er. Hingegen ist Flip, der Grashüpfer der einzige, der so ist, wie er war. Vielleicht hat mich da auch nur der Ausschnitt getäuscht, aber er sah noch so aus, wie man ihn kannte.
An Ostern kann dann jeder selbst entscheiden, welche Biene Maja er bevorzugt – die Neue oder die Alte.
Gut, zurück zur Auswahl der beliebtesten TV-Tiere. Man kann nicht erwarten, dass genau die Tiere gewählt werden, die man sich selbst wünscht, aber man kann doch wenigstens erwarten, dass keine Zeichentrick- oder Puppen-Tiere in so einer Liste auftauchen. Da könnte doch bei den beliebtesten Kino-Darstellerinnen genauso gut Betty Boop auftauchen. Auch eine Zeichentrickfigur, allerdings auch eine Frau. Man sieht, wie man es dreht und wendet, der Begriff TV-Tier ist ein grosser. Er schliesst nichts aus.
Wenn es nach Jenala gegangen wäre, hätte auch Elefantendame Mala einen Platz verdient, schliesslich hatte sie eine relativ grosse Rolle in der ZDF-Serie „Unsere Hagenbecks“. Bloss wäre wahrscheinlich wieder Mogli genommen worden, allerdings mit Malas Bildern, denn Mala hat Mogli beinahe in jeder Szene gedoubelt.

Am Mittwoch lief der allseits beliebte jährliche Starkbieranstich auf dem Nockherberg auf dem Bayerischen Rundfunk. Wer’s verpasst haben sollte, findet das Stück auf youtube oder der Mediathek des BR.
Wie bekannt, inszenierte in diesem Jahr zum aller ersten Mal Marcus H. Rosenmüller das Singspiel. Bis fast zuletzt war noch nicht viel herausgekommen. Worum würde es gehen, welche Politiker würden dieses Mal auf die Schippe genommen werden?
Nach der recht deftigen Fastenrede von Mutter Bavaria, die allerdings als nicht so scharf angesehen wurde, wie ich sie fand, begann das Singspiel.
Das Stück konnte nur besser werden als die letzten zwei Jahre, obwohl es immer heisst: Schlimmer geht immer.
Doch dieses Mal wurden die Zuschauer nicht enttäuscht. Im Wald sind bekanntlich die Räuber, dieses Mal die Münchener Politiker. Allen voran Horst Seehofer mit seinem Schlattenschammes Markus Söder. Hier wurde wieder die Tradition fortgeführt, wie es am Ende bei der Konstellation Stoiber/Söder. Der eine gibt vor, der andere folgt ihm wie sein Schatten, buckelt und hofft auf die Nachfolge. Dies war in diesem Jahr aber nicht Söder, sondern Ilse Aigner, die Kronprinzessin, die 333 Dirndl zuhause hätte und der sogar ein Dirndl nachwächst, wenn sie mal gar nichts trägt.
Dann die bekannte Opposition, mit Uli Bauer als Christian Ude, der nach drei Aufführungen Abstinenz endlich wiederkehrte. Bauer ist der bessere Ude. Bei dem anderen Ude-Darsteller sah man doch zu sehr heraus, dass er mal Schröder gespielt hatte. Uli Bauer spielte auch auf seine Rückkehr an, indem er sagte, dass sich nach all den Jahren nicht viel verändert hätte. Ob wir Bauer auch im nächsten Jahr sehen werden, hängt davon ab, ob Ude mit der SPD und seinen Koalitionspartnern, die wahrscheinlich aus Grünen und eventuell den Freien Wählern besteht, Seehofer stürzen kann. Dann werden wir allerdings auf Wolfgang Krebs und Stephan Zinner verzichten müssen. Auch irgendwie schade, aber vielleicht kehren sie in kleinen Röllchen wieder. Auf Guttenberg wurde in diesem Jahr ganz verzichtet, dennoch war sein Darsteller präsent auf der Bühne, denn er spielt den Freie Wähler-Kandidaten Aiwanger. Und auch wenn das Gebiss Bayerns im Singspiel nur kurz erwähnt wurde, kann ihre Darstellerin dennoch vor, als Ilse Aigner, wo sie viel besser zur Geltung kam als wie die letzten beiden Jahre als Haderthauer.
Plötzlich tauchte noch Peer Steinbrück auf, der Darsteller hatte früher Beckstein dargestellt, der in eine Bärenfalle getreten war. Er hielt einen grossen Vortrag, der immer wieder unterbrochen wurde durch ein Piepen, wo in seine Geldbörse Bares gefüllt wurde, damit er weitersprach. Am Ende verlor er noch ein Bein, aber hauptsache er bekam sein Geld und wenn es bei einem Vortrag über Motivation war.
Interessant war auch die Szene, wo plötzlich im Zuschauerraum das Rösler-Double auftauchte. Ich hatte ihn da zuvor schon sitzen sehen und gedacht, was macht der denn da? Und kurz darauf meldete er sich zu Wort und wurde prompt aus dem Saal geführt.
Am besten war dann das plötzliche Auftauchen des Revierförsters, der sich als unehelicher Sohn von Franz Josef Strauß herausstellte. Und wie man es vom Nockherberg kennt, wurde er gleich zu einem Sozialdemokraten umgewandelt.
Am Ende schwächelte das Stück dann ein wenig, aber im Grossen und Ganzen das beste Singspiel seit eigentlich 2009. Damals hatte zum letzten Mal ein Team sich für das Singspiel verantwortlich gezeichnet, dass nach herber Kritik zurückgetreten war. Zu den Schreibern hatte unter anderem auch Uli Bauer gehört. Danach sollte etwas Neues kommen. Mit „Bavaria sucht den Super-Politiker“ war man schon angenehm überrascht, doch danach ging es nur bergab. Letztes Jahr war es wieder etwas besser, aber dennoch schwach.
Wer es ein wenig CSU-lastig fand, mag schon recht haben, aber es geht hier hauptsächlich um Bayern, da ist die Bundespolitik nur Nebensache.
Was mir noch aufgefallen ist: Es wird anscheinend mehr darauf geachtet, dass die Darsteller auch wirklich singen können. Wenn ich da an die frühere Darstellerin von Angela Merkel denke, das war furchtbar. Letztes Jahr hatte dann auch die Darstellerin gewechselt, die war besser.
Dieses Jahr war das Singspiel in der Tradition der Singspiele, die man früher kannte. Lustig, nicht langweilig und vor allem richtig auf den Punkt. Marcus H. Rosenmüller hat seine Sache gut gemacht. Hoffen wir, dass es so bleiben wird.

Eine traurige Nachricht erreicht einen aus dem Pairi Daiza, Elefantendame Malas Wohnort. Letzte Woche Freitag hatten dort bei der schwangeren Ani die Wehen eingesetzt. Am Sonntag wurde dann erst festgestellt, dass das Kind im Becken falsch liegt. Am Ende konnte nur noch der Tod des kleinen festgestellt werden. Die Wehen hatten ausgesetzt und vom Jungtier gab es keinen feststellbaren Herzschlag mehr. Ani geht es momentan den Umständen entsprechend gut. Noch ist das Jungtier in ihr, man hofft aber, dass sie es bald austreiben wird. Sollte dies nicht geschehen, könnte sich eine Steinfrucht bilden und Ani wäre damit ein für alle Mal nicht mehr für die Zucht geeignet.
Rani soll sie bei der Geburt sehr unterstützt haben. Beide waren ja auch bei den Spaziergängen immer ganz eng zusammen. Elefantendame Mala hingegen hat mit den beiden nicht viel am Hut. Sie mag zwar die Chefin der Gruppe sein, aber mehr ist das auch nicht. Die beiden wollen mit ihr nichts zu tun haben und sie nichts mit ihnen. Ein kurzes Interesse mag bestehen, aber mehr auch nicht. Mala ist genauso einsam, wie sie es schon in Hamburg war, als sie mit Hussein zusammenlebte. Das war auch mehr eine Zweckgemeinschaft, wo eigentlich jeder für sich lebte.
Deshalb bleibt es auch unverständlich, warum die Dickhäuterin nach 46 Jahren mit knapp fünfzig einfach abgegeben wurde. Gut, momentan mag kein Gehege frei sein und den neuen Bullen, diese Tbc-Bazille, wollte man Mala wirklich nicht zumuten oder umgekehrt. Aber wenn Shahruhk und Shanti gehen werden, ist die Mutter-Kind-Anlage frei. Und solange nichts frei gewesen wäre, hätte man Mala tagsüber in der Elefantenhalle lassen können, ganz allein zwar, aber mit ein wenig Beschäftigung hätte sie das nicht weiter gestört. Mala hätte in aller Ruhe abnehmen können. Und wenn die anderen Elefanten nicht hätten raus können, wäre Mala eben im alten Nashornstall geblieben. Bei Schnee und Eis kam sie doch eh nie raus. Also wäre es kein Problem gewesen. Aber die Elefantin war zu nichts mehr nütze, sie hatte mit Husseins Tod ihre Schuldigkeit als Gesellschafterin getan. Zudem webt sie auch recht stark, war zuvor niemanden gestört haben schien, obwohl sie dies schon seit mehr als 27 Jahren macht. Aber es fällt mehr auf, wenn ein Elefant allein in einem Gehege steht. Und so verschwand Mala.
Jenala hat es noch nicht aufgegeben, dass die Elefantenkuh zurückkehren wird. Man kann nur hoffen, aber vielleicht wird der Tag kommen, an dem Mala lebend zurückkehren wird.
Nichtsdestotrotz ist die Elefantendame weiterhin als Rüsselorakel aktiv. So hat sie in der letzten Woche wieder einmal bewiesen, den richtigen Riecher zu haben. Morgen wird nun der FC St. Pauli gegen den VfR Aalen spielen. Was Mala sagt, wie dieses Spiel ausgeht? Tja, sie tippt auf einen Sieg St. Paulis. Recht optimistisch, aber wichtig für die Kiezkicker. Zwar werden sie sich um keinen Platz verbessern, aber Boden gutmachen gegen den Abstieg.

 

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Wie weit darf Religion gehen?


Manchmal frage ich mich doch wirklich, was die ganzen Polit-Talkshows denn in dieser Woche zu berichten gehabt hätten, wenn es nicht Rainer Brüderle geben würde.
Denn welches Thema beschäftigte die ganzen Sendungen? Ja, es war Brüderle und wie weitverbreitet sexuelle Belästigung ist.
Ich will jetzt nicht auch noch meinen Senf dazugeben. Nur soviel: Das ist doch nichts Neues. In der Redaktion haben wir darüber auch schon geredet. Und da konnte man raushören, dass es in anderen Redaktionen tatsächlich auch schon so abgelaufen ist, dass die weiblichen Mitarbeiterinnen da indirekt Freiwild für die männlichen Vorgesetzten waren.
Manches war schon heftig, was da die Kolleginnen erzählt haben. Aber dann frage ich mich auch wieder, ob sie es nicht auch mit ihrer Kleiderordnung herausfordern.
Das Thema könnte man nun ewig weiterführen und bevor ich etwas sage, was falsch verstanden werden könnte, lasse ich es lieber bleiben.

Eine Nachricht, die mich ein wenig gefreut hat, war, dass in Timbuktu mehrere 10.000 historische Bücher gerettet werden konnten, weil sie sich gar nicht in der Stadt befanden. Unrettbare Exemplare gingen bei der Zerstörungswut der Islamisten verloren.
Ich frage mich immer, wie weit religiöser Fanatismus gehen muss. Dürfen dann Dinge zerstört werden, die mehrere hundert bis tausend Jahre alt sind, der jeweiligen Religion widersprechen? Meiner Meinung nach, sollte man diese Dinge bewahren, egal wie sehr es der Religion widerspricht.
Aber es ist nicht nur der Islam wo so verfahren wurde bzw. zum Teil immer noch wird. Sehen wir uns doch einmal das 16. bis 17. Jahrhundert an. Wie wurde denn mit den Inka und Azteken umgegangen? Ihre Codices wurden zerstört, denn sie waren heidnisch. Kunstvoller Schmuck wurde eingeschmolzen und so wichtige Dinge zerstört, die uns die Völker näher gebracht hätten. Und das ist nur das extremste Beispiel für Missionierung. Anderswo mag es vielleicht nicht so heftig zugegangen sein.
Ausserdem ist der Islam eigentlich eine relativ friedliche Religion, wie auch jede andere, wenn sie eben nicht mit Fanatismus verwechselt wird. Im Spanien lebten bis 1492 die drei grossen Religion friedlich nebeneinander, als die Mauren an der Macht waren und regierten. Erst mit dem Niedergang der Nasriden und den Eroberungen des spanischen Königspaares Isabella und Ferdiand änderte sich alles. Fortan waren die Juden unerwünscht und mussten das Land verlassen. Menschen mussten Angst haben, dass in ihrem Stammbaum sich ein Jude befinden könnte. Wurde dies festgestellt, versank man in der Bedeutungslosigkeit. Schliesslich wurden die Mauren erst einmal gedemütigt, mussten sich Zwangstaufen lassen und hatten dennoch keine Rechte. Am Ende mussten sie schliesslich auch das Land verlassen. Als das osmanische Reich Serbien und die umliegenden Gebiete eroberte, traten viele zum Islam über. Nicht, weil sie dazu gezwungen wurden, sondern weil sie wollten. Natürlich hiess es, dass sie als Muslime keine Kopfsteuer zahlen mussten, was ein attraktiver Grund war. Aber sie haben den Schritt zur Konvertierung freiwillig getan. Und das ist einer der grossen Unterschiede, die das Christentum vom Islam während des Mittelalters unterscheidet.
Im Grunde genommen, ist das Christentum gar nicht so friedlich, wie es heute den Anschein hat. Gegen wir doch achthundert bis knapp tausend Jahre zurück. Da gab es die Kreuzzüge, die im übrigen nicht nur gegen die Heiden gingen, die Muselmanen, wie gerne gesagt wurde, wenn von den Muslimen die Rede war, sondern am Ende sogar gegen die eigenen Glaubensbrüder. Der vierte Kreuzzug 1204 gegen Byzanz, das von Venedig angegriffen wurde, weil diese ihre Vormachtsstellung nicht verlieren wollten. Zudem galt Byzanz ja auch nicht richtig als christlich, da es dem heute genannten christlich-orthodoxen Glauben anhing. Es war das Ostrom, dass oft im Klinch mit dem heute noch existierenden Westrom lag.
Während des Ersten Kreuzzugs wurden sogar Christen hingemetzelt mit der Begründung, der Herrgott wird die Seinen schon erkennen. Dieselbe Floskel wurde auch während des Albigenserkreuzzugs geführt. Denn Menschen sieht man nicht an, was sie wirklich glauben.
Was nicht passte, wurde angegriffen und vernichtet. So ist es heute noch. Und da ist es egal, ob Religion eine Rolle spielt. Gründe, so etwas zu tun, findet man genügend, seien sie noch so abwegig.

Vorgestern wurde bekannt gegeben, wer in Bad Segeberg den Winnetou spielen wird. Ich habe ja an viele Schauspieler gedacht, aber nicht an Jan Sosniok. Nun ja, wenn man ihn sich so ansieht, kann man eine sehr weit entfernte Ähnlichkeit zu Erol Sander sehen. Aber sehr weit entfernt. Und da am Kalkberg wohl die Befürchtung herrscht, es können nicht genügend Zuschauer kommen, da ja kein Publikumsmagnet wie Erol Sander mehr mitspielt, holen sie sich den altgedienten Gojko Mitic als Winnetous Vater. Also genau so ein Zugpferd wie es Helmut Berger beim diesjährigen Dschungelcamp war.
Nun also ein blauäugiger Indianerhäuptling. Kann mir relativ egal sein, schliesslich habe ich mich nie für Winnetou oder überhaupt Karl May interessiert. Selbst die Filme aus den 60ern sind mir relativ fremd. Ausschnitte kenne ich zwar, aber ansonsten habe ich sie mir nie angesehen. Hat mich nie interessiert.
Aber auch nicht mich muss es kümmern, sondern die Zuschauer, die sich für Karl May und speziell Winnetou interessieren. Deshalb werde ich auch keine Bewertungen abgeben, ob Jan Sosniok nun geeigent ist oder nicht. Das sollen wirklich andere entscheiden.

Hat sich gestern jemand zufälligerweise auf den TV-Sender des bayerischen Rundfunks verirrt? Beispielsweise, als bei „Castle“ oder sonstwo gerade Werbung war? Wenn ja, vielleicht hat ja irgendjemand diese seltsame Mischung aus Marilyn Monroe und Olivia Jones gesehen, neben der Horst Seehofer sich ein wenig verloren vorkam. Tja, wer das wohl gewesen sein könnte? Wer nicht darauf gekommen ist, kann ja mal bei Google nachschauen. Oder ich sag es einfach mal: Es ist Markus Söder gewesen, der in Marilyn Monroe-Verkleidung kam. Bilder gibt es übrigens bei Google.
Und wo ich gerade von der CSU rede. Ich bin schon sehr gespannt auf den Starkbieranstich auf dem Nockherberg. Der Regisseur hat ja wieder gewechselt. Wenigstens sind die meisten Darsteller noch dieselben. Letztes Jahr war ja besser als 2011. Franz Josef Strauß könnte dieses Mal wieder dabei sein. Auf jeden Fall wird es interessant werden, denn jedes neue Team bringt Veränderungen. Also warten wir es mal ab. Im März werden wir das neue Singspiel auf dem Nockherberg sehen.

Elefantendame Mala meldet sich als Rüsselorakel zurück. Der Schnee ist passé, nun regnet es. Ein Wetter, mit dem Mala mehr anfangen kann, obwohl sie gegen Schnee auch nichts hat. Wenn es bloss nicht so kalt wäre.
Zurück zum Fussball. Gestern hat die Zweite Bundesliga wieder begonnen. Und wie es nun einmal ihre Art ist, hat sie gleich wieder das erste Spiel des FC St. Pauli getippt. Der Verein wird gegen Energie Cottbus spielen.
Während ihres Trainingslagers hat St. Pauli kein einziges Spiel verloren. Da könnte man nun glauben, dass sie auch das Spiel gegen Cottbus mit Leichtigkeit gewinnen. Na, warten wir es ab. Und was sagt das Rüsselorakel? Tja, Mala glaubt an ein Unentschieden. Eine Niederlage schliesst sie kategorisch aus.
Also, Mala sagt St. Pauli mit einem Punkt aus dem Spiel kommen wird. Morgen sind wir schlauer.

 

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2030 Minus 18 Jahre gleich 2012 – Guttenbergs Comeback?


Na, auch zu denen gehört, die den Zapfenstreich bewusst nicht geguckt oder zu den Demonstranten gehört haben? Ich gehöre zu ersterer Sorte, denn da in der Kälte zu stehen und mit einer Vuvuzela oder einer Trillerpfeife meinem Unmut Luft zu machen, wäre mir definitiv zu kalt gewesen. Zudem hätte ich ja auch nach Berlin fahren müssen, was nun wieder eine halbe Ewigkeit mit dem Zug dauert. Und am nächsten Tag mußte ich auch noch arbeiten.
Habe nichts vom Zapfenstreich gesehen, bewusst die ARD um die Zeit ignoriert. Aber gewiss wird der Zapfenstreich doch von einigen geguckt worden sein, und sei es nur, weil sie neugierig waren, wie Wulff nun aussieht. Ich habe gestern Bilder von ihm gesehen. Ich sag’s mal so: Wulff sah um zwanzig Jahre gealtert aus. Steckt er wohl doch nicht so ganz weg, dass fast das gesamte deutsche Volk gegen ihn ist. Die Türken würden angeblich traurig sein, dass er nicht mehr Bundespräsident ist, da er so etwas Ähnliches gesagt haben soll, dass auch der Islam zu Deutschland gehört. Da kann Wulff dann doch in die Türkei auswandern, irgendjemand seiner Zweckbündnisse wird schon dort ein Ferienhaus haben. Interessant war ja auch die neue Frisur seiner Frau. Hat sich die Haare kürzen lassen. Das gab bei uns in der Redaktion wieder Anlass für Spekulation. Denn es heisst, dass eine Frau sich eine neue Frisur zulegt, wenn sich in ihrem Privatleben etwas ändert. Deshalb wurden bei uns schon Wetten abgeschlossen, wann denn nun die Trennung der Wulffs bekannt gegeben wird. An was wir schon alles denken, man glaubt es nicht. Und das nur anhand von ein paar Bildern, die wir analysieren.
Der Zapfenstreich war ja eine reichlich unbedeutende Veranstaltung, schliesslich fehlten alle noch lebenden Bundespräsidenten, alle wichtigen Politiker der Opposition und es wollten nicht einmal die hingehen, die nicht eingeladen waren. Tja, das ist mal was Neues und zeigt auch, wie wenig von Wulff von gehalten wird.
Dafür demonstrierten hunderte vor dem Schloss Bellevue. Es war sogar im Hof noch zu hören, wenn da gerade keine Musik ertönte. Das hat es bis jetzt noch nie gegeben. Aber auch noch nie sind die Deutschen von einem Bundespräsidenten so enttäuscht worden, wie von Wulff. In Berlin seien ja sogar die ganzen Vuvuzelas ausverkauft gewesen. Ein paar hatte ich auch gehört, aber vornehmlich Trillerpfeifen. Das sollte Wulff doch wirklich zu denken geben. Er hätte den Zapfenstreich absagen und somit darauf verzichten sollen. Aber er ist jemand, der auf so was nicht verzichtet, dass sieht man daran, dass er auch das Ehrensold und alle weiteren Ansprüche haben will, die ihm als Bundespräsident zustehen. Dabei war er gerade mal 598 Tage im Amt, nicht einmal zwei Jahre. Hat so jemand es verdient, dem deutschen Staat auf der Tasche zu liegen? Nein, hat er nicht. Und genau so sieht es auch die Mehrheit der Deutschen. Deshalb haben hunderte vor dem Schluss Bellevue gestanden und demonstriert. Aber wir können nichts ändern, das ist ja das Schlimme an der ganzen Sache. Wir gönnen nur hoffen, dass Wulff der Himmel auf den Kopf fällt. Dann sind wir die leidigen Zahlungen los. Oder kriegt dann seine Frau das Geld weiter? Aber die ist ja eh bald weg, wenn man nach der Frisur geht.
Es sollen aus dem Fall Wulff Konsequenzen gezogen werden, das beispielsweise ein Bundespräsident nur die vollen Bezüge erhält, wenn er nicht die volle Amtszeit abgeleistet hat. Leider wird das auf Wulff nicht mehr zutreffen, ausser es würde rückwirkend greifen. Sonst gilt es erst ab Joachim Gauck.
Wie grossspurig tat Wulff doch, als er bezüglich des Ehrensolds befragt wurde und es für überholt hielt. Aer selbst wollte er wohl nicht darauf verzichten, wie es bereits bei seiner schwammigen Antwort zu verstehen war.
Und nun will er alles haben, was ihm auch zusteht. Ihm ist ja eine Blankovollmacht erstellte worden, nachdem das Bundespräsidinalamt verkündete, ihm stehe der Ehrensold zu, da er aus politischenGründen zurückgetreten sei. Dass er das tat, weil ihm drohte, die Immunität genommen zu werden, wird schlichtweg vergessen. Denn damit ist es eindeutig kein politischer Grund. Wenn Wulff noch einen Hauch Ehre im Leib hätte, würde er auf all das verzichten. Aber die hat er wohl schon lange nicht mehr – seine Ehre.
Kritisiert wurde Wulff ja auch dafür, dass er sich vier Stücke wünschte. Wieviele Stücke sich jemand wünschen darf, ist nirgends vorgeschrieben. Doch bei Wulff wird alles kritisiert, sogar seine Musikwünsche. Wie eben bei „Over the Rainbow“. Judy Garland sang es im Film „The wizard of Oz“, wo ein Mädchen in Roten Schuhen in ein Märchenland gelangt. Paul Kuhn kritisierte dieses Lied, da es recht realitätsfern sei und von Wünschen handle. Tja, da passt es doch wie die Faust aufs Auge. Wünscht sich Wulff doch nichts weiter, als wieder Everybodies Darling zu sein. Aber das hat er ein für allemal versaut.

Am Mittwoch gab es das alljährliche Derbleckn auf dem Nockherberg. Ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Ich habe viel erwartet und doch nicht wirklich was gesehen.
Für mich war dies das schwächste Singspiel, seitdem ich das gucke. Also seit Stoibers Abschiedsvorstellung, wo er als weinender Clown auftrat. 2007 oder wann war das? Jedenfalls fand ich es ja letztes Jahr schon schwach mit Rösker, der deutschen Aische und dem Wutbürger. Dieses Jahr waren diese seltsamen Figuren verschwunden, dafür gab es den Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten, der sich freute, dass er durch Fukushima an die Macht gekommen ist. Das hat Claudia Roth später kritisiert, weil man nicht auf Kosten von Menschen Witze machen sollte. Aber es ist die Wahrheit gewesen. Wenn Fukushima nicht stattgefunden hätte, wären die Grünen niemals zweitstärkste Macht in Baden-Württemberg geworden. Das muss man einmal bedenken, und so sehe ich diesen Witz auch nicht als allzu ernst an.
Ein Wiedersehen gab es auch mit Guttenberg, der sogar ein Vierfach-Comeback versuchte, aber immer wieder scheiterte. Obwohl er ja alles hat, was man als CSU-Politiker braucht, wie Seehofer zugab. Also die Doubles natürlich.
Die Lieder waren recht müde und nicht so, wie man es sonst kannte. Allerdings verstand man nun, warum die Merkel-Darstellerin ausgetauscht worden war. Die vorherige Darstellerin sieht zwar ähnlicher aus, aber dafür kann sie nicht besonders singen und gerade hier wäre sie beim diesjährigen Singspiel grandios gescheitert.
Erwartet hatte man irgendwie Christian Wulff, doch von dem war höchstens mal die Rede, aber höchstselbst tauchte er nicht auf. Tja, war wohl irgendwie nicht in der Handlung unterzukriegen gewesen.
Recht schwach, dafür war dann schon Mama Bavarias Rede besser, auch wenn sie an einigen Stellen doch schwächelte. Mutig war ja, dass auf Seehofers uneheliches Kind angespielt wurde. Viele empfanden das unter der Gürtellinie. Aber ich finde, dass sich darüber ruhig Witze lassen machen, denn schliesslich kann man nicht leugnen, dass dieses Kind existiert. Ob nun einige daran erinnert werden möchten, ist eine andere Sache.
Nach dem Singspiel wurde Seehofer bezüglich eines Comebacks von Guttenberg angesprochen, ob das noch vor 2030 stattfinden würde. Daraufhin sagte Seehofer, dass es 2030-18 sein würde. Und jeder, der rechnen kann, kam auf das Jahr 2012. Also noch in diesem Jahr? Das wäre wahrlich eine Sensation. Allerdings sollte man es eher skeptisch sehen, denn Seehofer redet schliesslich viel, wenn der Tag lang ist. Bei ihm weiss man ihn, ob er es nun ernst meint, oder doch eher als Witz sieht.

Griechenland, das Land in dem das Geld in den Olivenpressen verschwindet, gibt es auch noch. Das zweite Hilfspaketist beschlossen worden, das Griechenland wieder jede Menge Geld in den Hintern schiebt. Und nun heisst es, dass Land soll seinen Schuldenschnitt geschafft haben. Soll man das nun positiv oder eher negaitiv sehen? So ganz schlau, scheint niemand daraus zu werden. Und vom IWF gibt es auch noch einmal Geld. Zwar weniger als erhofft, aber immer noch zuviel, wie ich finde. Mein Rat: Lasst Griechenland endlich pleitegehen! Das Geld, dass Griechenland bekommt, wird niemand jemals wiedersehen. Das ist ein Fass ohne Boden, aber das wird man wohl erst sehen, wenn es zu spät ist. Griechenland wird noch ganz Europa in den Abgrund stürzen. Auch wenn es noch nicht so aussieht, es wird so passieren, dessen bin ich mir sicher.

Morgen ist der Jahrestag des grossen Erdbebens von Japan. Im Gedächtnis geblieben ist uns eigentlich nur das Nuklearkraftwerk Fukushima, wo eine Kernschmelze stattfand und wir hilflos zusehen mussten, wie die Japaner leugneten, was da eigentlich vor sich ging. Die Folge war in Deutschland, dass sofort der konsequente Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen wurde. Als Termin wurde 2022 genannt, inzwischen ist das aber schon längst überholt. Nun gilt 2030 schon als realistisch, weshalb die Grünen ja auch sagen, die Bundesregierung würden den Ausstieg aus der Kernenergie verschleppen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es noch den Rücktritt vom Rücktritt geben wird. Und da nun auch nicht mehr die Solarenergie wirklich gefördert und vergütet wird, dürfte es wohl wirklich schwierig werden. Im Übrigen möchte ich auch keine Solarparnele auf dem Dach haben. Denn in Oberstdorf brannte ein Haus aus, weil es aufgrund der Solardinger auf dem Dach nur schwer zu löschen war. Daran hat wohl niemand gedacht. Aber ich war ja nie wirklich von der Solarenergie überzeugt, der Wirkungsgrad ist zu niedrig und dazu dann auch noch lebensgefährlich.

 

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