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Das Feindbild erwacht


Waffenruhe im Gazastreifen – für 12 Stunden.
Es gibt zwischen 7 und 19 Uhr eine Waffenruhe, damit die Menschen dort zur Ruhe kommen können. Aber nur die Angriffe sind gestoppt, denn gegen die Tunnel will die israelische Armee weiter vorgehen. Das bekannte Tunnelsystem, von dem immer mal wieder berichtet wurde, da so die Versorgung mit allem möglichen – wahrscheinlich auch Waffen – aufrecht erhalten wird. Israel hat das Tunnelsystem unterschätzt. Nun versuchen sie es so weit zu zerstören, wie es geht. Aber vielleicht sollten sie sich mal fragen, warum es das Tunnelsystem überhaupt gibt.
Zwölf Stunden Zeit, wo nichts passiert, wo fast von einem Normalzustand die Rede sein könnte. Aber was wird nach der Waffenruhe sein? Wird dann wieder mit aller Härte gekämpft werden oder werden sich beide Seiten bis zum Ende der Waffenruhe verständigt haben?
Die Pro-Palästina-Demos nehmen in der letzten Zeit überhand, werden zum Teil auch verboten. Das hängt damit zusammen, dass durch den Militäreinsatz im Gazastreifen wieder alte jüdische Feindbilder zum Vorschein kommen.
Ganz ehrlich, hier werden wieder einmal Gänse mit Enten verglichen. (Ich weiss, dass das Sprichwort anders lautet, aber ich will damit nur verdeutlichen, dass nicht alles gleich ist. Eigentlich sind es Äpfel, die mit Birnen verglichen werden) Denn erstens ist es nun wirklich nicht angebracht, seine Wut oder auch seinen Hass auf eine Religionszugehörigkeit abzuladen. Das ist genauso, wie seit dem 11. September alle Muslime scheel angesehen werden. Sind das etwa alles potenzielle Terroristen?
Was also sind Menschen mit jüdischer Religion dafür verantwortlich, dass Israel mit dem Palästinensa-Staat im Streit liegt? Nichts können sie dazu, vor allem leben nicht einmal alle in Israel oder genauso leben Palästinenser im israelischen Staat. Aber so scheinen viele zu denken: Alle Menschen in Israel, ausnahmlos Menschen mit jüdischem Glauben, seien schuld. Zudem haben beide Staaten ein Quentlein zu dem Konflikt beigetragen. Wir erinnern uns: Es begann mit der Entführung und Tötung von Jugendlichen der einen Seite und endete mit mit der Entführung und Tötung von Jugendlichen der anderen Seite. Also ein bewusst herbeigeführter Konflikt, der nach dem Auffinden der getöteten Jugendlichen nicht im Ansatz erstickt werden konnte. Es kam zur Vergeltung und schliesslich zum gegenseitigen Beschuss von Raketen.
Gut, natürlich mag Israel nicht ganz unschuldig sein, was die Siedlungspolitik angeht. Das wird von einigen israelischen Politikern gefördert und von einzelnen Israelis ausgeführt. Aber es ist nicht die Masse, man kann nicht alle Israelis über einen Kamm scheren. Genauso wenig kann man sämtliche Menschen mit jüdischem Glauben dafür verantwortlich machen. Haben wir in den letzten Jahrzehnten wirklich nichts dazugelernt?
Gut, mich nervt es auch, dass man als Deutscher nichts gegen Israel sagen darf, weil dann gleich der Finger in die fast geschlossene Wunde gehalten und einem indirekt gesagt wird, man solle bloss ruhig sein, denn man sei schuld am Holocaust.
Erstens, bin ich persönlich nicht schuld daran, denn ich habe damals noch nicht gelebt.
Zweitens versuche ich gar nicht zu leugnen, was damals passiert ist. Aber man kann Deutschland nicht ewig dafür verantwortlich machen.
Drittens muss man zwischen Kritik und Schuld unterscheiden. Denn wie kann man billigen, was der Staat Israel macht, wenn es nicht rechtens ist, wie eben bei der Siedlungspolitik?
Aber Kritik muss man vertragen können. Dennoch heisst das nicht, dass man nun wieder dazu übergeht, alle Menschen jüdischen Glaubens als schlecht und verschlagen anzusehen. Dieses Denken ist dem Mittelalter entsprungen und lange widerlegt. Aber es spukt immer noch in den Köpfen der Menschen herum. Was man nicht kennt oder versteht, bleibt einem suspekt und damit gefährlich. Die jüdische Tradition mag eine andere sein als unsere, vor allem bei den Speisegesetzen, aber selbst die muslimische ist nicht mit unserer gleichzusetzen.
Natürlich hat der Palästinenser-Staat auch Rechte, aber man kann diesen Staat jetzt nicht als Unschuldslamm hinstellen und Israel den schwarzen Peter zuschieben. Beide Staaten haben im neuerlichen Konflikt versagt.
Ich weiss nicht, wann endlich Frieden in Nahost herrschen wird, aber solange die Menschen nicht begreifen, dass sie miteinander nur in Frieden leben können und nicht gegeneinander, wird es immer so weitergehen. Das ist traurig.

Es hat mal wieder neue Sanktionen gegen Russland gegeben. Wen kümmert das denn noch? Putin bietet es neue Gelegenheit, um sich in Szene zu setzen und gegen den Westen zu wettern. Ansonsten passiert doch überhaupt nichts.
Je länger ich nun über den Abschuss des Flugzeugs MH17 und alles was danach passierte nachdenke, desto mehr habe ich die Vermutung, dass das alles aus einem bestimmten Grund passiert ist: Russland will endlich den Krieg! Ja, so kommt es mir vor. Die pro-russichen Separatisten stellen sich möglichst widerspenstig an und boykottieren alles so weit es möglich ist. Dann noch weitere Dinge anstellen, die die Wut weiter anfachen. Und wenn dann alles gut geht, kommt endlich das, worauf Russland so lange wartet, damit sie ihre Wirtschaft sanieren können: Krieg.
Das klingt utopisch? Nein, ich finde nicht. Anfangs sah es so aus, als hätte Putin die Kontrolle über die prorussischen-Separatisten verloren, aber das war alles nur Fassade. Im Grunde genommen geht es nur darum, dass es nun endlich zu einer Entscheidung kommt. Die Krim-Halbinsel wird noch auf viele Jahre der Zankapfel zwischen Russland und der Ukraine sein. Das kostet nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Ausserdem kann Russland sich dieses Vakuum nicht leisten. Wie gesagt, die Wirtschaftslage sieht nicht besonders aus.
Um eine schnelle Entscheidung herbeizuführen, scheint ihnen alles recht zu sein, auch Menschenleben auszulöschen. Aber das sind alles nur Vermutungen, die ich in Gedankenspielen durchgehe. Nun ja, wir werden sehen, wie sich die Situation weiter entwickeln wird.

 

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Sind Quizsendungen besser als Serien?


Lange wurde über das Aus gemunkelt, seit gestern ist die Befürchtung nun Wirklichkeit geworden. Die ARD stellt die seit knapp zwanzig Jahren laufende Daily-Soap „Verbotene Liebe“ ein. Anfang 2015 wird die letzte Folge zu sehen sein.
Nun ja, ich bin nicht wirklich traurig darüber, habe ich der Soap nie etwas abgewinnen können. Nun wird auch die letzte der noch überlebenden Daily-Soaps der ARD eingestellt. Vor drei Jahren musste schon die Mutter aller täglichen Seifenopern Adieu sagen: Marienhof. Nun hat auch das ehemals zweite Zugpferd der ARD ausgedient.
Die Begründung seien andere Fernsehgewohnheiten der Zuschauer. Hm, von der Quote her mag es stimmen, dennoch macht es mich nachdenklich. Denn ich frage mich, warum läuft denn „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ auf RTL immer noch? Die Daily ist auch schon mehr als zwanzig Jahre alt, läuft aber immer noch.
Man muss sich mal eines vor Augen halten. Die Zuschauer von vor zwanzig Jahren waren in etwa zwischen zehn und zwanzig Jahre alt. Zwanzig Jahre später also etwa dreissig bis vierzig. „Verbotene Liebe“ läuft immer um 18 Uhr, früher mal um 17.55 Uhr, aber zu einer Uhrzeit, wo die meisten noch arbeiten oder von der Arbeit auf den Weg nach Hause sind. Also sieht man sich diese Daily nicht mehr an. Einerseits, weil man berufstätig ist oder andererseits einfach aus dem Alter raus ist, wo man sich für die immerwährenden Intrigen und Liebesgeschichten interessiert. Denn das ist das Problem der Serie: Die Zuschauer sind älter geworden und ihre Interessen auch zwangsläufig andere. Warum allerdings noch „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ läuft? Einerseits die Uhrzeit. Um die Zeit sind die meisten, die nicht im Schichtdienst arbeiten, zu Hause. Damit können sich jüngere, aber auch die Generation von vor zehn oder zwanzig Jahren mit identifizieren. Weiss wirklich nicht, was die anders machen bei RTL, aber anscheinend läuft es da noch ein wenig besser. Vielleicht hat man auch einfach den längeren Atem.
Bloss den Ersatz, den die ARD nun ab dem nächsten Jahr bietet, ist nun wirklich überholt. Das „Quizduell“ mit Jörg Pilawa. Ich erinnere mich noch daran, wie vor etwa zehn bis fünfzehn Jahren kein einziger Sender ohne eine Quizshow im Vorabendprogramm auskam. Ganz vorneweg die ARD mit Jörg Pilawa als Moderator. Nach dem Quiz-Hype kamen die Kochsendungen. Hier ist die ARD nie auf das aufgezäumte Pferd aufgesprungen, sondern suchte lieber nach neuen Formaten. Einzig „Türkisch für Anfänger“ erwies sich als erfolgreich im Vorabendprogramm. Selbst Bruce Darnell scheiterte, obwohl Mode damals hoch en vogue war. Aber da war die ARD wohl ihrer Zeit voraus. Jetzt haben wir für so was die „Shopping-Queen“. Ein furchtbares Format wie die Sendung „Das perfekte Dinner“. Aber was einem nicht gefällt, muss man sich schliesslich nicht ansehen.
Wer sieht sich eigentlich eine Quizshow an? Mag anfangs vielleicht noch ankommen, aber danach wird die Quote sich auch stetig senken. Garantiert!
Im übrigen krankt es bei der ARD im Vorabend doch seit Jahren. Nun hat man 2011 die heiter bis tödlich-Reihe begonnen, aber wirklich überzeugen konnte keine einzige der Serien. Einige waren wirklich gut, weil sie skurril waren, wie beispielsweise „Nordisch herb“ oder „Fuchs und Gans“. Aber diese beiden gehören leider zu den Serien, die nicht fortgesetzt wurden. Man ging von der Krimi-Spur weg und widmete sich sozusagen dem Schwachsinn wie beispielsweise bei „Zwischen den Zeilen“, die nur noch von „Wenckes Verbrechen“ getoppt wurde. Selbst die altgedienten Serien, „Hubert & Staller“ ist die Ausnahme, sinken immer mehr ab. Besonders „Morden im Norden“ hat sich derart verschlechtert, wie man es nicht gedacht hat. Ich fand die Serie nie besonders, aber die dritte Staffel war nur noch eine Farce. Anscheinend bin ich allerdings wohl der einzige, der das so sieht.
Heute sollte eigentlich mal wieder eine „Fuchs & Gans“-Folge in der ARD gezeigt werden. Die gerade mal sechste in zwei Jahren nach dem Aus. Aber was ist nun? Gestern musste ich mit Erschrecken feststellen, dass man anstelle dieser schönen Serie ein WM-Extra sendet. Was interessieren mich die schönsten Szenen der WM und das Philipp Lahm aus der Nationalelf zurückgetreten ist? Das interessiert doch wirklich niemanden. Aber mit uns Gebührenzahlern kann man es ja machen und sendet einfach was anderes. Und da wundert sich die ARD, dass die Zuschauer ausbleiben?
Das Grundproblem, warum der Vorabend hakt, ist nicht nur, dass die Zuschauer von früher älter geworden sind und sich entweder nicht mehr für die Sendung interessieren oder einfach wegen ihres Berufes nicht mehr dazu kommen „Verbotene Liebe“ sich anzusehen. Meist wollen sie das dann auch nicht mit der Mediathek nachholen. Ich würde das auch nicht machen. Ausserdem läuft parallel dazu auf dem ZDF jeden Tag eine andere Soko-Serie. Momentan alles nur Konserven, aber selbst die mögen interessanter sein als die ewigen immergleichen Intrigen. Wobei, warum laufen dann eigentlich die Telenovelas auf der ARD? Da geht es doch auch immer nur um das gleiche, jedes Mal etwas anders für den Zuschauer verpackt. Doch im Grunde genommen, sieht man immer das Gleiche. Liebe und Intrigen, mal nette Nebenhandlungen, aber ansonsten immer der gleiche Schmuh. Man braucht doch bloss den Vorspann sich ansehen, wo die Darsteller vorgestellt werden, und man weiss, wie diese Jahresepisode ausgehen wird. Meine ganz persönliche Meinung. Dennoch läuft das. Das ZDF ist damit nach seiner „Wege zum Glück“-Telenovela gescheitert. Vielleicht waren die Tierdokumentationen auf der ARD einfach besser. Wobei ich die inzwischen auch ziemlich ausgelutscht finde. Irgendwann gibt es nichts mehr zu erzählen.
Ein weiteres Problem, warum der Vorabend in der ARD nicht funktioniert ist die Uhrzeit, wann die „heiter bis tödlich“-Serien beginnen. Um zehn vor sieben, wobei inzwischen wohl schon ein paar Minuten später, aber immer noch direkt vor 19 Uhr. Warum ich das anmerke? Ganz einfach, die Soko-Serien enden erst um kurz vor 19 Uhr. Und wenn man nun vom ZDF zur ARD schaltet, hat dort bereits die Serie begonnen. Man weiss nicht, wie viel man schon verpasst hat. Das ärgert einen und man sieht es sich gar nicht erst an. Oder aber die Pilotfolge einer neuen Serie beginnt derart blödsinnig, dass man sich die nächsten Folgen überhaupt nicht mehr ansieht. Auch so wird die ARD in der Reihe nie auf einen grünen Zweig kommen. Gute Bücher sind wichtig, dann ist selbst die Uhrzeit egal.

Über der Ukraine wurde vor zwei Tagen ein Passagierflugzeug abgeschossen. Wahrscheinlich sind es die pro-russischen Separatisten gewesen. Aber da scheiden sich die Geister, denn einerseits hätten diese die Möglichkeit dazu, weil sie ein Militärstützpunkt vor längerem erobert hatten, andererseits könnte sich auch die Ukraine gesagt haben, dass sie es den Separatisten in die Schuhe schieben. Also eine Pattsituation, wie so oft. Der eine schiebt dem anderen die Schuld zu.
Vor allem fragt man sich, was das eigentlich sollte. Welche Seite auch immer es nun gewesen ist, sollte damit ein internationaler Vergeltungsschlag herbeigeführt werden?
Im Grunde hat es doch nichts gebracht, ausser das beinahe 300 unschuldige Menschen ums Leben gekommen sind. Viele Aids-Experten, die auf dem Weg nach Melborune zu einem Aids-Kongress waren. Da könnte man doch die Verschwörungstheorie aufstellen, dass dieses Flugzeug aus diesem Grund abgeschossen wurde. Beweisen kann man nichts. Nun geht es erst einmal darum, aufzuklären, wer nun das Flugzeug abgeschossen hat.
Immer wenn man denkt, dass aus der Ukraine nichts mehr kommt, gibt es wieder was, wo man nur den Kopf schütteln kann. Aber das es so eskalieren muss…
Ein internationales Team soll nun Aufklärungsarbeit leisten, was mit MH17 passiert ist und wer es am Ende war. Angeblich würden die prorussischen Separatisten versuchen, die Arbeit zu behindern. Ob es das ist, was Putin sich gedacht hat, als die Krim-Region sich abspaltete? Man wird sehen, was noch kommen wird.

Heute ist das wieder ein Wetter. Ich würde am liebsten mein altes Planschbecken hervorholen, wenn ich es denn im Keller liegen hätte, und es mit Eiswürfeln füllen. Bin gerade dermassen am zerfliessen. Sommer mag schön sein, aber ich vertrage es einfach nicht. Ich brauche nur einen Fuss vor die Tür setzen und schon fange ich an zu schwitzen. Also bleibe ich lieber drin, aber selbst hier ist es nicht kühler. Und wenn ich von draussen in einen klimatisierten Raum komme, läuft der Schweiss bald eine halbe Stunde in Strömen.
Das ist doch nicht mehr normal, so zu schwitzen. Wobei, mein Arzt meint, das sei noch nicht wirklich was, das behandelt werden müsste. Ich leide doch darunter und nicht er. Aber früher habe ich das nie gehabt, ist erst seit ein paar Jahren so.
Aber morgen werde ich garantiert rausgehen, denn morgen gibt es Eis für lau. Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen, auch wenn es angeblich regnen soll. Regen ist schön, aber bitte nur dann, wenn ich nicht gerade draußen bin.

 

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