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Deutschland schwitzt – Die Hitze hat uns fest im Griff


„Das ist Matti von Greuther Fürth.“
„Nein, Knacki Deuser.“
(Gestriger Kommentar von Jenalas Schwester während einer Fernsehsendung des WDR)

Die Hitze hat Deutschland weiterhin fest im Griff. Zwar gibt es ab und an ein paar Regenschauer, aber wirklich kühler wird es nicht. Zudem ist der Schauer auch nur kurz, erfrischt einen nicht wirklich.
Die Sonne knallt weiterhin schmerzhaft vom Himmel. Man muss sich fragen, wie lange das noch so gehen wird. Angeblich soll es in den nächsten Tagen besser werden, aber ich glaube nicht daran. Wenn es vor allem nur warm wäre, wäre das nicht so schlimm, aber es herrscht eine Schwüle, die nicht zu ertragen ist. Es drückt einen nieder, lässt einen schwitzen wie einen Stinkmolch.
Ich sehne mich immer noch nach einem eingebauten Pool, aber den werde ich nicht bekommen. Was sollen da erst andere denken? In Texas badet ein kleiner Elefant in einem Planschbecken. Wie wir als Kinder hatten, sodass jedes Mal das Wasser ausläuft, wenn des das Elefäntchen ins kühle Nass stürzt. Das scheint ihn nicht zu stören, denn von Aussen gibt es mit dem Wasserschlauch immer Nachschub.
Schlimm finde ich, dass man nicht einmal Lüften kann, da man so die warme Luft nach drinnen trägt. So schwitzt man nicht nur draussen, sondern auch drinnen. Gerade das macht das Wetter so unerträglich. Am besten, man hält sich an einem kühlen Ort auf. Aber was soll ich die ganze Zeit im Keller? Ausserdem habe ich heute viel zu tun und muss mit der Hitze und dem Regen fertig werden. Aber gegen Wasser von oben habe ich noch nie etwas gehabt, ausser er kommt von einem Elefanten. Aber da muss man nichts befürchten.
Es soll wieder kühler werden, hoffen wir darauf. Jede Hitzewelle geht einmal vorbei.

Nachdem Annette Schavans Doktortitel kassiert wurde wegen nicht zitierten Passagen, sind nun auch Zweifel an der Doktorarbeit von Bundestagspräsident Norbert Lammert lautgeworden. Eigentlich nur von einer einzelnen Person, die auf 42 Seiten Unregelmässigkeiten festgestellt haben will. Angeblich habe Lammert aus einem Buch zitiert, dass gar nicht existieren würde.
Na und, sage ich nun dazu, schliesslich ist Lammerts Doktorarbeit mehr als 40 Jahre her und somit sind alle Vergehen verjährt. Denn wie wir uns erinnern, verjähren Delikte bezüglich einer Promotion nach 30 Jahren in Nordrhein-Westfalen. Das gilt auch für Lammerts Doktorarbeit, deren Überprüfung der Bundestagspräsident die Universität Bochum bat. Und Bochum liegt bekanntlich in NRW, oder nicht? Gut, habe nichts verpasst, also sollten diese Kinkerlitzchen wohl vergessen sein.
Zu bedenken ist allerdings, dass die Universität Göttingen Annette Schavan den Doktortitel aberkannte, obwohl deren Promotion bereits drei Jahre über der Verjährungsfrist lag und grobe Fahrlässigkeit oder bewusstes Täuschen nicht zu erkennen war. Schavan wollte gerichtlich gegen diue Entscheidung vorgehen. Was ist daraus geworden? Ich habe noch nichts davon gehört. Deutschlands Mühlen der Justiz mahlen langsam, oft nicht gründlich und meist auch nicht für den, der sich Rcht erhofft. Also mal abwarten.
Zu dem Buch aus dem Lammert zitiert hat und das es angeblich nicht geben soll. Das ist falsch, was der Autor des Buches Wolfgang Jäger aus bestätigt. Der Titel sei fehlerhaft wiedergegeben worden, aber das Buch würde wirklich existieren.
Hat eigentlich jemand, der in uralten Doktorarbeiten herumwühlt, nichts Besseres zu tun? Hat er kein Hobby oder ist es sein Hobby, anderen ans Bein zu pinkeln, indem er jede noch so kleine Wunde – bildlich gesehen für einen Fehler in der Promotion – legt und dann laut Betrug ruft?
Ausserdem frage ich mich, warum es eigentlich nur CDU-Politker betrifft, die in der aktuellen Regierung was zu sagen haben. Ist das nicht ein wenig auffällig? Ich würde sagen, ja, das ist schon sehr komisch. Versucht da jemand ganz gezielt, alle möglichen Politiker auszuschalten und die aktuelle Regierung schlechtzumachen?
Oder sind bei SPD, den Grünen, den Linken oder der FDP (nun ja, die waren auch schon betroffen, nur falls es jemand vergessen haben sollte) keine Politiker mit Doktortitel zu finden?
Warten wir auf das Ergebnis der Uni Bochum ab, wobei da der anonyme Plagiatjäger vermutet, dass es für Lammert ausgehen wird, weil dieser Honorarprofessor ist. Pah, was interessiert das denn? Aber da will jemand Lammert ganz gezielt Schaden, jedenfalls kommt es so rüber.

Habe ich vor einigen Wochen nicht geschrieben, dass das Militär in Ägypten gar keine andere Möglichkeit hatte, als Mursi zu stürzen, um wieder die Demokratie ins Land zu bringen? Ja, ich habe es geschrieben, während allewelt von einem Staatsstreich gesprochen hatte. Nun hat US-Aussenminister John Kerry den Militärputsch in Ägypten als richtig bezeichnet, um die Demokratie wiederherzustellen. Natürlich sind die Muslimbrüder ob solcher Äusserungen mehr als empört. Langsam hatte und schleichend hatte Mursi die Demokratie untergraben, immer mehr den Islam als einzig Wahres herausgehoben. Nicht einmal bei der Wahl scheint sicher, ob Mursi nicht betrogen hat, obwohl es andere Kandidaten gewesen sein sollen.
Leider herrscht immer noch Chaos im Land, schlimmer als man es ahnen kann. Jeder geht gegen jeden los, wenn er einem anderen anhängt. Schlimm ist besonders, dass die Grabräuberei zugenommen hat. Überall sind Löcher im Boden zu finden. Es gibt Gruppen, die die Gräber beschützen sollen, es allerdings nicht können, weil die Grabräuber organisiert und viel besser bewaffnet sind. Ein Land zerstört sich selbst. Unter Mubarak mag es keine Demokratie gegeben haben, aber er war immer noch besser als all das, was nach ihm gekommen ist. Das heisst allerdings nicht, dass nun Mubarak zurückkehren sollte. Er wird es auch nicht mehr richten, genauso wenig wie jemand anderes.
Ägypten steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Das zu verhindern wird kaum möglich sein.
Nur eines ist sicher: Die Muslimbrüder dürfen auf keinen Fall zurück an die Macht. Es mögen vielleicht nur Gerüchte sein, aber auch diese mögen einen nachdenklich machen. Angeblich wollten sie Ägypten vollständig vom Tourismus abschotten, damit hätten sie das Land vollständig dem Untergang geweiht, aber wenn es nun kaum noch was als Löcher gibt, nun ja. Jedenfalls sollten angeblich die Sphinx und die Pyramiden zerstört werden. Das war bereits einmal vor einigen Jahrhunderten versucht worden. Die Sphinx wie auch die Pyramiden haben es überlebt. Aber wie wird es mit Ägypten weitergehen?

An diesem Wochenende hat die 1. Runde des DFB-Pokals begonnen. Bereits gestern gab es einige Begegnungen. Heute, morgen und übermorgen wird sich zeigen, wer Glück hatte und wer noch ein wenig in die Vorbereitungsphase stecken sollte.
Elefantendame Mala findet den DFB-Pokal immer interessant. Dieses Mal hatte sie besonders viel zu tun, gleich vier Vereine musste sie tippen. Und was sagt die alte Kuh nun?
Victoria Hamburg wird gegen Hannover verlieren, der HSV hingehen gewinnt, obwohl sie gegen Dresden eine 0:4-Klatsche eingefangen haben. Der KSC wird gegen Wolfsburg hingegen verlieren. Und Malas Lieblingsverein? Wie hat sie sich für St. Pauli entschieden? Die spielen gegen Preußen Münster, kein leichtes Los. Deshalb ist Mala überzeugt, dass St. Pauli es mal wieder nicht schaffen und bereits in der 1. Runde des DFB-Pokals ausscheiden wird. Entweder fangen sie sich mal wieder ein Tor in allerletzter Minute ein oder sie finden den Weg zum Tor nicht. Ihr bester Torschütze ist nun bei Nürnberg. Nun suchen sie noch einen Stürmer. wer kein Selbstvertrauen hat, wird eben verlieren. Ausserdem ist St. Pauli bekannt dafür, meist in der 1. Runde gleich rauszufliegen.
Und was macht die Elefantendame sonst?
Tja, sie lässt es sich gutgehen, frisst Möhren ohne Ende und lässt sich die Füsse verschönern. Sie ist halt eitel, besonders im Alter wird das bekanntlich immer schlimmer. Ansonsten ist sie traurig, dass sie heute nicht der Musik lauschen kann.
Fussball läuft im Fernsehen, es ist draussen warm, dass man sich nur drinnen aufhalten kann. Was macht man da? Man liest mal wieder was. Und das wäre? Wie wäre es mit einer Fantasy-Kurzgeschichte von Henrik Quedburg oder vielleicht dem Thriller des Sommers „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor. Letzterer mit Elefantendame Mala in zwei Rollen. Einmal als sie selbst und dann als Dickhäuterin Berta. Wer es nicht selbst liest, hat etwas verpasst. Wo es erhältlich ist steht auf meiner Seite Lesenswert, gleich oben unter dem Titel des Blogs zu finden oder unter gesammelte Werke.

 

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In Ägypten ist der Teufel los


Ägyptens Präsident Mursi wurde vom Militär gestürzt, Ruhe ist im Land der Pharaonen dennoch nicht eingekehrt.
Einerseits sind die Muslimbrüder sauer, dass das Militär eingegriffen hat und ihren Präsidenten entmachtete. Andererseits betonen sie immer wieder, dass ein demokratisch gewählter Präsident gestürzt wurde.
Moment mal, habe ich mich da verhört? Demokratisch gewählt? Wie war das vor einem Jahr noch einmal? War nicht von Wahlbetrug die Rede? Ach ja, nicht Mursi hatte sich widerrechtlich Stimmen angeeignet, sondern die Kandidaten, die auf den Plätzen vier und fünf landeten. Ja, ja, richtig, das war der Wahlbetrug gewesen. Eine weisse Weste für Mursi, der völlig ohne Betrug gewählt wurde. Ja, ja, demokratisch halt.
Das einzige, was sich nicht leugnen lässt, es sind freie Wahlen gewesen. Daran gibt es nichts zu zweifeln. Allerdings sind selbst die freien Wahlen ein wenig genauer zu betrachten. Wieso sind nur Kandidaten aufgestellt worden, die die Mehrheit der Menschen, also der jungen Leute, nicht haben wollte? Die sind aus diesem Grund nicht zur Wahl gegangen und haben indirekt Mursi seinen Weg ins Präsidentenamt geebnet, denn wie ich bereits letzte Woche schrieb, stimmt man mit einer Enthaltung immer dem Ja zu, hier eben Mursi.
Er war der ungeliebte Präsident der jungen Menschen, aber er stand auch für eine neue Ära in Ägypten. Seit über sechzig Jahren war Ägypten vom Militär regiert worden. Also nicht direkt von diesem, aber der aktuelle Machthaber stammte daraus.
Mursi war demokratisch gewählt worden, doch was er dann tat, empörte die Menschen, denn er begann mit der schleichenden Islamisierung des Landes. Genau das, was sich die Mehrheit nicht erhofft hatte und auch gar nicht wollte. So begannen sie aufzubegehren bis es in den letzten Wochen zu den Demonstrationen ausartete, wie es sie bereits im Februar 2011 gegeben hatte.
Mursi wollte nicht klein beigeben, seine Anhänger, vor allem die Muslimbrüder, unterstützten und unterstützen ihn. Schlägertrupps zogen durch die Gegend und sorgten für Gewalt und Terror. Offiziell seien es bezahlte Trupps vom Mubarak-Regime gewesen, so Mursi. Wissen wir das?
Die Situation begann sich zu verschärfen, ein winziger Funke hätte genügt, um einen Brandherd zu entfachen. Da sagte sich das Militär: Jetzt ist genug, entweder Mursi tritt innerhalb von 48 Stunden zurück oder er wird entmachtet. Genau genommen ein Staatsstreich, denn das Militär ist nicht demokratisch gewählt. Mursi liess das Ultimatum verstreichen, er wurde vom Militär abgesetzt. So weit, so gut.
Die Menschen freuen sich darüber. Scheinbar ist ihnen gar nicht bewusst, was diese Aktion eigentlich bedeutet. Schliesslich zeigt es, dass das Militär immer noch die heimliche Macht im Staat ist. Wie kann es sonst sein, dass so ein Putsch erfolgreich ist?
Besorgt äussern sich die Länder dieser Welt über das Geschehen in Ägypten.
Ehrlich gesagt, kritisiere ich das vorgehen des Militärs nicht. Sie haben eingegriffen, bevor schlimmeres passiert. Die Menschen wollten Mursi weghaben, aber der klebte an seinem Stuhl, wie es Mubarak tat. Mursi wurde unblutig aus dem Amt gehoben. Ausserdem hat das Militär zügig dafür gesorgt, dass ein Übergangspräsident gewählt wird. Sie haben betont, dass sie nicht die Macht wollen.
Ich bin jetzt mal so naiv und glaube deren Äusserungen. Deshalb kritisiere ich nichts und sage, dass sie versucht haben Schlimmeres zu verhindern.
Die Mursi-Gegner feierten. Ständig feuerten sie Feuerwerkskörper in den nachtschwarzen Himmel. Doch die Muslimbruderschaft will es nicht kampflos hinnehmen. Es gab weitere Demonstrationen und Zusammenstösse zwischen Mursi-Gegnern und -Anhängern. Nun stieg die Zahl der Toten rasant um das zehnfache. Und es wird einfach nicht besser.
Inzwischen hat sich eine Islamisten-Gruppe gebildet, die in Ägypten die Sharia einführen will, also die Bestrafung gemäss des Korans. Mursi hatte dafür bereits den Weg geebnet, indem er den Richtern erlaubte, die Sharia zur Urteilsfindung verwenden zu durfen. Das ist genau das, was Mubarak immer zu verhindern gewusst hat. Unter ihm war nicht alles gut, aber es gab Gleichberechtigung, alle Religionen waren gleich viel wert. Genau das ist nicht mehr gegeben. Und ich befürchte, dass es eine lange Zeit brauchen wird, bis endlich wieder Ruhe und Frieden in Ägypten einkehren wird.
Das ist traurig für die Menschen, die nur ein freies Land haben wollten. Sie haben den Teufel mit dem Beezelbub ausgetrieben. So etwas passiert häufig. Aber gerade Ägypten hätte etwas anderes verdient. Das Land lebt von den Touristen, diese bleiben aus. Das Auswärtige Amt hat inzwischen herausgegeben, dass man nun ganz Ägypten meiden soll, nicht nur Kairo und Alexandria.
Es ist schade, dass im Land am Nil kein Frieden einkehrt. Wir können nur hilflos zusehen, wie dort alles immer schlimmer wird und ein Bürgerkrieg immer näherrückt. Werden wir eines Tages das Erbe der alten Ägypter noch einmal betrachten können? Ja, ich gebe diese Hoffnung nicht auf. Irgendwann will ich mir die Tempel noch einmal ansehen.

Der Abhörskandal nimmt langsam ungeahnte Ausmasse an. Denn nun scheinen nicht nur die NSA und der britische Geheimdienst die Abhörwanzen Nummer eins zu sein, sondern auch der französische Geheimdienst. Besonders komisch, denn Frankreich zeigte sich ebenfalls höchst erbost über die Abhörmethoden der NSA. Dabei hat man selbst Dreck am Stecken. Aber wie es bekanntlich so heisst, man fühlt lieber im Abfall der anderen, als selbst in der eigenen Ecke zu kehren.
Innenminister Friedrich machte sogleich deutlich, dass der deutsche Geheimdienst nicht die USA abhören würde. Schön, haben wir eine andere Antwort erwartet?
Zugleich will die CDU/CSU nichts mehr von der Vorratsdatenspeicherung wissen. Einst das Lieblingsprojekt der Schwesterparteien, ist es nun zum ungeliebten Stiefkind geworden. Besonders Horst Seehofer tut sich hierbei hervor. Irgendwie muss er sich ja bei seinen bayerischen Wählern einschmeicheln, will er eine Woche vor der Bundestagswahl im September das Ministerpräsidentenamt behalten. Und das Merkel sowieso Wählerstimmen (nicht Wühlerstimmen) sucht, ist ebenfalls nichts Neues. In den letzten drei Monaten vor der Wahl fangen die Parteien an, einem das Blaue vom Himmel zu versprechen. Die Grünen wollen 500.000 neue Jobs schaffen. Wie schön, dann bin ich mal gespannt, wie sie das machen wollen, auch wenn sie das bereits grob anschneiden. Vor allem im Bereich der neuen Energien sollen diese Stellen zu finden sein. Falls sie also gewählt werden, haben sie vier Jahre Zeit, diese Vorgabe zu erfüllen. Die Grünen sind so optimistisch, dass sie glauben, diese Zahl noch zu überschreiten.
Welche Partei war eigentlich noch für ein monatliches Grundeinkommen? Muss sofort gewählt werden, denn dann kann ich zuhause faul auf dem Sofa liegen, mir dämliche Reality-Soaps ansehen und kriege dennoch was. Warum also noch arbeiten? Wäre doch völlig unnütz, denn ich kriege doch Geld.

Und wer so gar nicht weiss, was er im Sommer lesen soll. Einfach mal auf meine Seite Lesenswert klicken. Dort gibt es ein paar Lesetipps.

 

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