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Drei Jahre – Europas klügster Elefant hofft noch immer


Es ist nun drei Jahre oder 1095 Tage her, dass Elefantendame Mala ihr geliebtes Zuhause verlassen und gegen eine neue Wohnstatt im belgischen Brugelette eintauschen musste. Ja, es sind schon drei Jahre vergangen – wie schnell die Zeit doch vergeht. Für einige ist es noch wie gestern gewesen, dass sie Mala in ihrem Gehege angetroffen und ihr einen Apfel oder eine Möhre in den ausgestreckten Rüssel gelegt haben.
Doch sie ist nicht mehr da, wird immer noch schmerzlich vermisst, denn niemand der anderen Elefanten kann sie wirklich ersetzen und in ihre Fussstapfen treten.
Drei Jahre sind vergangen in denen sich Mala an ihre neue Wohnstätte gewöhnen konnte. Ja, sie hat sich eingelebt und dennoch hofft sie weiterhin, dass es irgendwann wieder nach Hause geht.
Als die Elefantin im Pairi Daiza ankam, war sie unbestritten der Star neben den anderen grauen Riesen, die bald darauf den Weg zurück in die Schweiz antraten. Ihr zur Seite gestellt wurden Rani – hier immer old Rani genannt – und Ani, die im März 2013 an den Folgen von Geburtskomplikationen starb.
Inzwischen wimmelt es in Brugelette nur so von asiatischen Elefanten. Den Anfang machte Aye Chan May mit ihrem Sohn, dann kam Ende letzten Jahres eine Gruppe aus dem Zoo Hannover. Einige Zeit später konnte die Geburt eines Elefantenjungtiers bekannt gegeben werden. Fortan dreht sich beinahe alles nur noch um Nang Faa, sodass Malas Stern langsam erneut am verblassen ist. Seitdem wird nicht mehr so häufig über sie berichtet, wie es noch am Anfang gewesen war, als sie in den Pairi Daiza kam.
Der erste Dämpfer kam, als aus China zwei große Pandas kamen. Das Hauptinteresse wurde nun auf die beiden Bambusfresser gelegt. Mala trat fortan in den Hintergrund. Schließlich die Ankunft der Hannoveraner, die ihr endgültig den Rang abliefen.
Das war für Mala nichts Neues, kannte sie es gut aus ihrem Heimatzoo, wo sie einst auch der große Star war bis ihr Mogli schleichend den Rang ablief.
Man muss sich immer noch fragen, wieso das eigentlich so gewesen ist, denn Mala ist nicht nur der weitaus hübschere Elefant, sondern auch sehr klug. Dafür hat sie mitunter ihren eigenen Kopf und wenn sie was nicht will, hat sie keine Lust dazu. Nur genauso ist Shandra ebenfalls. Wenn diese gerade in einer ihrer Total-egal-Phasen ist, lässt sie sich nur sehr schwer dazu bewegen, etwas auszuführen.
Vielleicht mag Mogli besser zu händeln sein. Vor allem liegen ihr eher Fototermine als Mala. Denn wenn der klügste Elefant Europas zu einem Foto keine Lust hat, weil derjenige, mit dem sie aufs Bild soll, ihr nicht gefällt, macht sie ein griesgrämiges Gesicht und guckt nicht besonders erfreut in die Kamera. Da ist Mogli ganz anders. Mit einem Apfel lässt sie sich für alles bestechen, sogar für den Bau der Elbphilharmonie.
Tja, Mala mag drei Jahre fort sein, aber vergessen ist sie immer noch nicht.
Da hat es Taschen gegeben, auf denen ihr Konterfrei abgebildet ist. Die erste Version erschien, bevor Mala Hamburg verlassen musste, während die überarbeitete Version lange nach ihrem Weggang herauskam. Hätte man die Elefantin nicht durch Mogli oder Shandra ersetzen können? Es gibt ähnliche Posen von den beiden. Es wäre also ein Leichtes gewesen, Mala zu ersetzen, wo man ein Walross in die überarbeitete Version hineingefügt hatte. Bei den jetzigen Leinenbeuteln erkennt man an den Umrissen Mala, aber ein Laie könnte genauso gut denken, dass es sich um Mogli handeln würde. Denn wenn man nicht genau hinsieht, sehen sich die beiden zum Verwechseln ähnlich.
Weiter verwendet man einen Ausschnitt dieses Bildes, wo es neben den Köpfen anderer Tiere steht. Ich weiss nicht, wieso man das Bild eines Tieres oder besser einer Persönlichkeit verwenden muss, dass nicht mehr da ist? Hängt es damit zusammen, dass Mala die fotogenste unter den Hamburger Elefanten war und ist? Oder hofft man darauf, dass sowieso kein Besucher erkennt, dass dieser Elefant nicht mehr da ist?
Auf alle Fälle wird immer noch nach Mala gefragt – drei Jahre nach ihrem Weggang!
So wird die Elefantin gesucht, die dem Elefantenbullen stets als Gesellschaft leistete. Wenn man sie nicht sieht, werden viele Vermutungen angestellt, die darauf hinauslaufen, dass Mala wohl gestorben sein müsse, wo sie doch die Älteste war. Mit grosser Verwunderung wird schliesslich die Nachricht aufgenommen, dass die Elefantin in einen anderen Zoo gezogen ist und dann auch noch so wit weg nach Belgien.
Mala wird schmerzlich vermisst und immer noch wird sich gefragt, ob man sie nicht trotz aller Querelen mit Mogli in diesen zusammengewürfelten Haufen namens Herde hätte integrieren können. Bei Thura hat es auch halbwegs funktioniert. Mala ist intelligent und weiss, wann sie sich etwas leisten kann und wann sie sich zurückhalten muss. So lange sie sich beobachtet fühlt, macht sie einen auf lammfromm, das sie kein Wässerchen trüben können, aber sobald sie weiss, dass niemand auf sie achtet, schlägt sie eiskalt zu oder schmeisst ihre unliebsame Konkurrenz in den Graben. Also hätte es funktionieren können. Allerdings hätte es einen deutlichen Mehraufwand bedeutet. Da war es weitaus einfacher, die Elefantin abzugeben. Dass sie praktisch ihr gesamtes Leben in Hamburg verbracht hatte, trat in den Hintergrund.
So war es kein Wunder, dass Mala sich mit ihrem neuen Wohnort arrangierte, aber nicht wirklich glücklich geworden ist. Dabei hat sie alles, was sie sich wünschen kann: Die Aufmerksamkeit der Besucher, die Position der Leitkuh und sie darf ihre alten Tricks zeigen. Doch trotz allem hofft Mala immer noch, dass sie eines Tages dorthin zurückkehren kann, wo sie die längste Zeit ihres Lebens verbrachte.
Die Augen der Elefantin glänzen nicht mehr so wie früher, das einzige Anzeichen, dass Belgien für sie nicht ihre neue Heimat geworden ist. Sie hat sich arrangiert, wie man es im Laufe der Zeit eben macht.
Nächstes Jahr kann Mala ein weiteres Jubiläum feiern. Denn am 8. Juni 2016 wird es heissen: 50 Jahre Ankunft in Europa. Höchstwahrscheinlich wird man es genauso vergessen, wie man auch ihren offiziellen 50. Geburtstag nicht gross begangen hat.
Dabei wäre es sicherlich ein Spektakel geworden und könnte es im nächsten Jahr auch werden. Denn so sehr die Hannoveraner mit Jungtier Nang Faa oder die grossen Pandas ihr den Rang abgelaufen haben, ist sie für die Menschen wichtig geblieben.
Als im Frühjahr eine Fütterung ausfallen musste, weil Mala ein paar Zipperlein plagten, wurde der der Pairi Daiza mit Anfragen überhäuft, wie es der Elefantendame gehe und sie wieder wohlauf sei. Es beruhigte sich erst, als Entwarnung gegeben wurde.
An dieser kleinen Episode kann man sehen, wie wichtig Mala den Menschen ist. Nicht umsonst heisst es, wer diese Elefantin nicht gesehen hat, der ist nicht da gewesen. Das galt für Hamburg und gilt nun für den Pairi Daiza.
Doch tief in ihrem Inneren hofft Mala auf eine Rückkehr.
1095 Tage sind bisher vergangen und es werden noch mehr Tage vergehen…

 

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Hamburg gewinnt und verliert dennoch gegen Berlin


Am gestrigen Tag hat das Stromnetz bewiesen, dass es auch mit erneuerbaren Energien eine plötzliche Finsternis aushalten kann und nicht zusammenbricht.
Es gab eine Sonnenfinsternis über Europa. Bei uns keine totale, wie es beispielsweise auf den Färöer-Inseln war. Dennoch wurde es merklich dunkler, aber mehr in Richtung Dämmerung, und die Temperaturen sanken in den Keller. Das war der kälteste Tag in den letzten Tagen.
Bei der Sonnenfinsternis fürchtete man, dass das Stromnetz zusammenbrechen könnte, denn wenn die Sonne verschwindet, können die Solar-Parneele keine Energie aufnehmen. Folglich sinkt das Stromnetz ab. Das ist weiter kein Problem, denn dem kann man sofort entgegenarbeiten. Schwerwiegener hingegen war die Gefahr, dass das Stromnetz zusammenbricht, wenn plötzlich die ganzen Solar-Parneele wieder arbeiten, weil die Sonne zurückkehrt. Aber auch hier geschah nichts. Man hatte sich gut vorbereitet. Dennoch bleibt die Frage bestehen, was passieren wird, wenn von jetzt auf gleich die Energieleistung herabsinkt oder urplötzlich ansteigt.
Wenn mal die Sonne ausfallen sollte, wie es im Winter meist der Fall ist, brauchen wir keine Angst haben, dass wir im Dunkeln stehen, denn es gibt noch die tollen Windkraftwerke. Meiner Meinung nach verschandeln sie immer noch die Landschaft und sind gefährlich für verschiedene Vogelarten oder sogar Fledermäuse, von der Gefahr für Schweinswale will ich erst gar nicht sprechen. Ausserdem liefern die Dinger so lächerlich wenig Energie. Zudem denkt man, dass der Rotor so schön im Wind kreist, wenn denn Wind herrscht. Und wenn es Wind gibt, darf der nicht zu stark sein.
Aber zur Not haben wir noch die tollen Kohlekraftwerke. Die Energiebilanz ist zwar verheerend, aber man muss schliesslich Kompromisse eingehen, wenn man nicht mehr abhängig sein will von gefährlichen Kernkraftwerken.
Vor kurzem habe ich einen kleinen Artikel über den Gehalt an Radioaktivität gelesen, der durch die Schornsteine an die Luft abgegeben wird. Ich muss sagen, dass dieser Artikel aus dem Jahr 1965 war. Jedenfalls ging es darum, wer mehr Radioaktivität ausstrahlen würde: Kernkraftwerke oder Kohlekraftwerke. Man kam zu dem Schluss, dass Kohlekraftwerke viel schlimmer seien als Kernkraftwerke. Da habe ich gelacht. Sind die verteufelten Kernkraftwerke doch umweltfreundlicher gewesen als Kohlekraftwerke. Gut, inzwischen sind fünfzig Jahre vergangen und in so einen Schornstein kommen jede Menge Filter. Aber wird so auch die Radioaktivität im Schornstein belassen und nicht in die Atmosphäre gepustet? Tja, das würde mich wirklich interessieren.
Wieso man auf Kohlekraftwerke setzt bei der Energiewende, verstehe ich wirklich nicht. Denn sie haben eine schlechte Energiebilanz, auch wenn diese immer besser werden mag, aber uralte Dinger sind immer noch am Netz. Von dem CO2-Ausstoss gar nicht zu sprechen. Da könnte man lieber noch ein paar Kernkraftwerke laufen lassen. Aber man will alles von jetzt auf gleich machen.
Bin wirklich gespannt, wie das Stromnetz einen plötzlichen Energieeinbruch vertragen wird. Wahrscheinlich werden wir dann wirklich im Dunkeln sitzen. Und dann funktionieren auch die Telefone nicht mehr, denn die deutsche Telekom will seine Telefone nun auch digitalisieren. Bei den meisten Drittanbietern hat man bereits einen digitalen Anschluss. Aber ist ja auch egal, wenn das Telefon nicht mehr funktioniert, schliesslich hat man noch sein Handy. Aber das werden andere auch denken und schon ist das Handynetz überlastet und gar nichts funktioniert mehr.
Die Digitalisierung ist schon eine schöne Sache, aber ehrlich gesagt birgt sie auch einige Gefahren. Das ist ein Thema für einen eigenständigen Artikel. Den könnte ich wirklich mal schreiben.

Es ist entschieden: Hamburg wird Deutschland bei der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 vertreten. Das ist aber auch das einzige Mal in den letzten Tagen, wo Hamburg über Berlin triumphieren konnte.
Bei der Olympia-Bewerbung konnte sich Hamburg nicht nur bei der Empfehlung gegen Berlin durchsetzen, sondern auch bei der DOSB-Versammlung. Hamburg wird anstelle von Berlin ins Rennen um die Olympischen Spiele 2024 gehen.
Auf Olympia-Ebene mag Hamburg vielleicht über die deutsche Hauptstadt triumphiert haben, aber im Fussball hatte Berlin am gestrigen Tag die Nase vorn – und das zwei Mal!
Erst spielte in der Zeiten Liga der FC St. Pauli gegen Union Berlin. Lange Zeit tat sich überhaupt nichts, man konnte beinahe schon von einem müden torlosen Unentschieden ausgehen. Und dann kam natürlich wieder die Schlussphase und St. Pauli fing sich einen Treffer ein. So verloren sie mit 1:0 und stehen im Abstiegskampf erneut mit dem Rücken zur Wand. Bereits letzte Woche hatten sie nur Unentschieden gespielt. Gut, ein Punkt mag immer noch besser als gar nichts sein, aber es ist am Ende doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Das erste Duell Hamburg gegen Berlin ging verloren. Dann spielte abends der HSV gegen Hertha BSC Berlin. Und auch dieses Spiel ging verloren. Damit triumphierte Berlin in Liga eins und zwei über Hamburg.
Das Desaster war komplett, aber hauptsache Hamburg wird nun Olympiastadt. Ob sie tatsächlich ausgewählt werden, ist eine ganz andere Frage, wo schon die Kostenfrage ins Unermessliche steigen wird. Angeblich soll bereits eine Milliarde Euro verplant sein, aber darin würde noch nicht die Infrastruktur und die Übernachtungsmöglichkeiten der Sportler eingerechnet sein. Da fragt man sich, ob es so was werden wird wie die Elbphilarmonie. Auch ein Fass ohne Boden. Wie hoch ist die Summe jetzt eigentlich, die der Bau kostet? Irgendwann verliert man den Überblick, wenn es immer nur um neue Zahlen geht.
Elefantendame Mala ist sehr sauer auf den FC St. Pauli. Sie würden einfach nicht genug kämpfen und am Ende auch noch den Schlusspfiff herbeisehnen, sodass sie die Konzentration verlieren. Anders kann sich die alte Kuh nicht erklären, wieso ihr Lieblingsverein immer in den letzten Minuten eines Spiels verliert.
Noch immer träumt Mala davon, für ihren Lieblingsverein aufzulaufen. Am liebsten als Torwart, aber sie nimmt auch jede andere Position, die sie kriegen kann. Wir erinnern uns, am liebsten würde sie die Rolle des Abstaubers übernehmen. Wie man mit einem Ball umgeht, weiss sie seit über vierzig Jahren und damit sie auch nicht aus der Übung kommt, übt sie immer fleissig mit der Futterkugel, die ihr Heu enthält. Vorteil davon, sie geht nicht kaputt und rollt auch nicht weg.
Natürlich hatte sie wieder vorhergesehen, dass St. Pauli versagen würde, denn immer wenn es wichtig wird, dann versagt St. Pauli So ist es immer gewesen und wird es auch immer bleiben.
Jonas ist auch fröhlich, denn die liebe Pusteblume hatte ebenfalls auf eine Niederlage getippt. Das wird wahrscheinlich wieder Zufallen gewesen sein, aber er glaubt daran, dass die Pusteblume nun endlich den Dreh raus hat. Bis zum Spiel am Mittwoch, wo Deutschland gegen Australien spielen wird.
Das Testspiel hat Mala bereits getippt. Noch hat sie zwei Wochen Ruhe bis kurz vor Ostern ihr Wohnort wieder aufmachen wird. Dann hat sie wieder viel zu tun. Sie muss sich wie in jedem Jahr von den Besuchern bewundern lassen. Dabei hofft sie, dass ihr die grossen Pandas auch in diesem Jahr nicht noch mehr den Rang ablaufen werden. Wenn es so sein sollte, erwägt sie wirklich, ob sie nicht mal ihrer Lieblingsfeindin einen längeren Besuch abstattet. Wie sie das bewerkstelligen will, weiss sie allerdings noch nicht.
Das Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Australien werden sie gewinnen, sagt die alte Kuh. Und was sagt die Pusteblume? Die sagt genau dasselbe. Kein Wunder, Deutschland steht für die linke Seite und genau diese Seite bevorzugt sie.

 

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Zwei Jahre – Europas klügster Elefant wartet noch immer


Auf den Tag genau vor 750 Tagen oder eben zwei Jahren musste sich Europas klügster Elefant auf den Weg zu seinem neuen Wohnort machen.
46 Jahre und einen Monat hatte sie in Hamburg verbracht – fast ihr ganzes Leben.
Nun lebt Mala seit zwei Jahren in Belgien, in Brugelette, im Pairi Daiza, dem ehemaligen Parc Paradiso.
Anfangs war Mala allein auf einer Anlage, wurde von Zeit zu Zeit zum Elefantenbaden geführt. Später wurde sie mit der inzwischen verstorbenen Ani und dem Neuzugang Rani, hier old Rani genannt, vergesellschaftet. Die Elefantendame akzeptierte die anderen beiden, aber wirklich was mit ihren zu tun haben, wollte sie nicht. Deutlich wurde es, als Ani operiert werden musste. Kümmern tat sich fast nur old Rani um die dann später Verstorbene. Auch wollte Mala anfangs nicht, dass jemand sie der anderen am Schwanz anfasst. Da wurden wohl alte Erinnerungen wach, als sie Mogli in den Schwanz biss, oder sie mochte es einfach nicht, weil es zwanzig Jahre bei ihr nicht gemacht wurde. Inzwischen hat sie es akzeptiert und so laufen Mala und old Rani auch immer ins Elefantenbad ein.
Doch warum musste die Elefantendame eigentlich gehen? Sie war der Liebling der Besucher. Wer sie nicht sah, verpasste das Beste, wie es hiess.
Hätte man versuchen können, Mala wieder in die Gruppe zu integrieren? Die Elefantendame ist ein sehr kluger Elefant, die genau weiss, dass sie sich nur dann was erlauben kann, wenn kein Pfleger zusieht. Folglich hätte sie unter Dauerbewachung gestellt werden müssen. Denn ihre Konkurrenten schmiss sie immer in den Graben, wenn niemand zusah, genauso biss sie Mogli in den Schwanz, weil sie wusste, dass sie unbeobachtet war. Aber das erfordert wieder erhöhtes Personal und nur Mala und Thura im Auge zu behalten, geht nun auch nicht lückenlos.
Genauso gut hätte man versuchen können, dass Mala sich bei Shandra einschmeichelt, denn Shandra ist der Schlüssel der Herde. Mogli konnte nur durch Shandras Hilfe 1992 Leitkuh werden. Mala hingegen hatte niemanden, weshalb sie verlor, was sie nie akzeptierte, denn sie war schliesslich acht Jahre länger da als Mogli. Doch wie gesagt, Mogli hatte ihre Freundin Shandra, beide waren 1974 gemeinsam gekommen, die ihr half, den Posten der Leitkuh zu bekommen. Nun, 22 Jahre später, hat der Zahn der Zeit an Mogli nicht halt gemacht, ihre Füsse machen Probleme, sie bewegt sich nur noch langsam vorwärts. Dennoch ist sie weiterhin Leitkuh, obwohl es jüngere Anwärterinnen gibt wie den Spukbeutel Yashoda. Doch solange Shandra lebt, wird Mogli Leitkuh bleiben. Deshalb hatte Mala damals keine Chance, jemals Leitkuh zu werden, denn sie hatte keinen Vertrauten unter den Elefanten, und wenn es so gewesen war, war diese Elefantin entweder tot oder woanders hingekommen. Mala vertraute und vertraut immer noch eher den Menschen um sie herum, denn in jungen Jahren wurde sie auf den Menschen fehlgeprägt. Deshalb hätte man Mala theoretisch auch allein halten können, denn solange sie menschliche Aufmerksamkeit bekommt, geht es ihr gut. Aber dazu hätte sie nicht weben dürfen, was sie immer noch tut – schlimmer als früher.
Das soll nun nicht heissen, dass Mala den lieben langen Tag weben und trauern würde. Nein, den Anschein will ich nicht erwecken. So wie wir eben nicht unentwegt an die Kopf-, Rücken- oder sonstigen Schmerzen denken, die uns plagen, ist es auch bei Mala. Sie denkt nicht immer daran, dass sie lieber zu Hause wäre. Genauso webt sie auch nicht immer. Das hat sie schon in Hamburg so gehalten. Es wurde gewebt, aber eben nicht immer. Manchmal steht sie nur herum, wirkt entspannt und dann webt sie wieder. Nina sagt immer, dass Mala das so in sich drin hat. Sie muss ab und zu halt weben.
Ja, Mala webt, immer noch, immer wieder, wird es immer tun. Inzwischen hat sich ihr normales Weben, wenn sie sich langweilt bzw. wenn sie einfach mal weben muss, in ein stetes Einsamkeitsweben verwandelt. Es ist ein minimal schnelleres Weben, als sie es in Hamburg getan hat. Mala hat alles, was sie hat: Darf endlich, endlich Leitkuh sein, führt ihre Tricks vor, die sie vor langer Zeit gelernt hat, wird gehegt und gepflegt. Und dennoch, dennoch ist Mala nicht glücklich. Das Weben ist zwar ein sichtbares Zeichen, kann aber nur schwer analysiert werden, wenn man Malas vorheriges Weben nicht kennt. Nun gut, Mala hat auch in ihrer Hamburger Zeit das Einsamkeitsweben gezeigt, aber das war dann, wenn Hussein sie arg malträtiert hatte, wie beispielsweise im August 2010. Die Verletzung von damals sieht man immer noch an Malas Hüfte.
Aber ganz deutlich ist, dass Malas Augen ihren Glanz verloren haben. Ich würde zwar nicht davon sprechen, dass sie erloschen sind, aber dieser besondere Glanz, den sie ausstrahlten, ist verschwunden.
Selbst wenn sie beschäftigt oder an bestimmten Zeiten von den Besucher gefüttert wird, kehrt dieser Glanz nicht wieder. Sie wirkt dann zwar fröhlicher, aber das ist eine Maske. Mala hat es immer beherrscht, nicht genau zu zeigen, wie es ihr wirklich geht. Die Meisterin der Maske, das ist sie.
Man darf nie vergessen, dass 46 Jahre eine verdammt lange Zeit sind. Und im Grunde gilt dann der Satz, einen alten Baum verpflanzt man nicht. Man hätte wenigstens eine Zusammenführung versuchen können.
Ich und andere können darauf noch so lange rumreiten, wie wir wollen. Mala ist fort und dabei wird es bleiben. Wie es ihr wirklich geht? Egal.
Aber warum wird dann noch mit ihr Werbung gemacht? Stärker denn je, seitdem sie nicht mehr da ist. Es gibt Leinenbeutel, auf denen sie zu sehen ist und sei es nur ihre Silhouette, dazu die Plakate, wo auch Malas Kopf neben anderen zu sehen ist. Nun gut, der normale Besucher erkennt das nicht. Aber die Mala erkennen, die ärgert es.
Warum mit jemandem Werbung machen, der gar nicht mehr da ist? Ja, das ist die Frage aller Fragen. Wobei, kein Elefant ist schöner als Mala anzusehen. Sie sieht nett aus, wirkt immer, als würde sie lächeln. Da können Salvana, Lai Sinh, Mogli, Shandra, Kandy, Thura oder Shila nicht mithalten. Die eine hat eine eingefallene Mundpartie, die andere sieht immer etwas traurig aus, die nächste ist faltig ohne Ende, wieder eine andere, hat ein zu weissgescheuertes Gesicht und die nächste guckt irgendwie hinterhältig, als hätte sie schon wieder irgendetwas ausgeheckt.
Wie würde die Elefantendame sich entscheiden, wenn man sie fragen würde und sie antworten könnte? Nach Hause oder hierbleiben? Eine Frage, die nicht beantwortet werden kann.
Mala macht weiterhin bei den Vorführungen mit, wo sie gebadet wird. Doch so langsam scheint es ihr keinen richtigen Spass mehr zu machen. Der Elan ist weg, den sie anfangs noch zeigte. Aber überere mehrere Monate zweimal am Tag immer wieder ja und nein sagen zu müssen, kann irgendwann auch nerven. Bald ist damit auch wieder Schluss und wird erst im nächsten Jahr weitergehen.
Wo Mala nun zwei Jahre weg ist, frage ich mich natürlich, wie es mit dem letzten noch verbliebenen Problemelefanten in Hamburg weitergehen wird. Vielleicht erinnert sich jemand, dass ich 2012 schrieb, dass Thura spätestens im Jahr 2014 gehen wird. Das Jahr haben wir nun. Ende 2013 sollte es wohl schon einmal so weit sein, es kam aber doch nicht zu einem Umzug. Aber das Jahr 2014 ist noch lang. Wir haben erst Anfang Juli. Es kann also noch viel passieren. Und Thura wird definitiv gehen, obwohl sie sich eigentlich recht gut integriert hat in den letzten Monaten. Aber sie hat immer wieder ihre Aussetzer.

Mala wird nie vergessen sein, dafür hat sie zu viele Spuren hinterlassen und dafür wird auch noch viel zuviel Werbung mit ihr gemacht. Nun, wo sie nicht mehr da ist, triumphiert sie endlich über ihre ärgste Konkurrentin.
Im Gegensatz zu Mogli hat die Elefantendame die Ehre erfahren dürfen, zu einer Romanfigur zu werden. Sie stand unter anderem Patin für die Figur Bertha in dem Thriller „Die Rollen des Seth“. Doch nicht nur in diesem Roman taucht sie auf, sondern auch in den folgenden Abenteuern der Isis Just-Reihe, dann immer als sie selbst.
Ja, Mala hat es geschafft – doch auf ihre Rückkehr wartet sie vergebens!

 

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Happy Birthday, Mala! – Europas klügster Elefant feiert seinen offiziellen 50. Geburtstag


Endlich ist es so weit!, wird sich Europas klügster Elefant wohl denken. Denn heute feiert Elefantendame Mala ihren offiziellen fünfzigsten Geburtstag.
Ofiiziell deshalb, weil das Jahr 1964 als Malas Geburtsjahr gilt. Doch in Wirklichkeit wurde sie Ende des Jahres 1962 geboren. Den 10. November hat sich die Elefantin bloss ausgedacht, weil es so schön klang, wenn sie 50 wird: am 10., 11., 12. Das konnte sich jeder merken.
Damals hoffte Mala, gross feiern zu können, doch auf einmal ging es 2012 in die Fremde. Dort, im Pairi Daiza, im belgischen Brugelette, lebt Mala noch immer, obwohl sie stetig auf ihre Rückkehr hofft. Die Hoffnung hat sie nicht aufgegeben. Sie fühlt sich einfach nicht wohl, obwohl sie gehegt und gepflegt wird. Die Elefantendame darf ihre Tricks vorführen, die sie in ihrem langen Leben gelernt hat und in ihrem Zuhause schon lange nicht mehr vorführte. Sie wurde wieder der Star, der sie einmal gewesen war. Es heisst sogar, wenn man Mala nicht gesehen hat, war man nicht im Pairi Daiza. So ähnlich hiess es auch in Malas Zuhause. Wer sie nicht gesehen hat, verpasste das Beste. Und obwohl die Dickhäuterin wieder die Aufmerksamkeit der Massen geschenkt bekommt, die sie verdient hat, trauert sie ihrem Zuhause hinterher. Man sieht es an ihrem schnellen Weben, dem so genannten Einsamkeitsweben. Gewebt hat Mala immer, macht es seit mindestens 1986, aber es war eher ein „gemütliches“ Weben. Nie so schnell. Gut, einige Male hat die Elefantendame dann doch dieses Einsamkeits- bzw. Trauerweben gezeigt. Meist immer dann, wenn der inzwischen verstorbene Elefantenbulle Hussein sie besonders malträtiert hatte. Dann ging es Mala nicht gut.
Nun hat sie eine dauerhafte Artgenossin – Rani – und ist dennoch nicht glücklich. Eigentlich war sie mit einem weiteren Elefanten vergesellschaftet worden, doch Ani starb im März vergangenen Jahres. So blieb old Rani übrig. – Old nenne ich Rani deshalb, um sie von der Hamburger Rani (Young Rani) zu unterscheiden und von allen weiteren Elefantenkühen, die ebenfalls diesen Allerweltsnamen tragen. – Mit ihr versteht sie sich, obwohl Mala lieber für sich allein steht. Aber wenn es darum geht, zu zeigen, wer in dieser Mini-Gruppe das Sagen hat, ist Mala natürlich obenauf. Sie zeigt gerne, wer Chefin ist. Doch old Rani macht das nichts aus – hat ein unterwürfiges Wesen -, sie will den Chefposten gar nicht haben. So ist wenigstens das in Erfüllung gegangen. Was Mala wegen Mogli nicht haben konnte, hat sie nun. Aber der Preis war hoch – der Verlust ihres Zuhauses.
Geboren wurde Europas klügster Elefant in Indien – Mala gehört also zur Unterart Elephas maximus indicus – und machte dort in ihren ersten Lebenjahren die Strassen unsicher. Beliebt war sie unter der Bevölkerung nicht immer, davon zeugen die Schrotkugelnarben an ihrer Stirn. Nichtsdestotrotz überstand die Dickhäuterin diese Zeit relativ unbeschadet. Allerdings ging einmal das Gerücht um, dass sie in ihren ersten Lebensjahren angepflockt in einem dunklen Raum zugebracht hätte, weshalb sie damals mit dem Weben anfing. Ob sie tatsächlich schon in dem Alter mit dem Weben begann? Als sie für den Film „Klein Erna auf dem Jungfernstieg“ vor der Kamera stand, war davon nichts zu sehen. Beim NDR-Tatort „Tod im Elefantenhaus“ hingegen schon. Zwischen den Dreharbeiten liegen 17 Jahre.
Mala wurde in Indien von der Strasse weggeholt und nach Deutschland verschifft. Am 08. Juni 1966 kam sie schliesslich in ihrem neuen Zuhausean – dem Tierpark Hagenbeck.
Es wird gemunkelt, dass Mala bereits im Jahr zuvor im Edgar Wallace-Streifen „Neues vom Hexer“ mitgewirkt hätte. Ich habe mir den Film mal angesehen, aber beschwören kann ich nicht, dass der junge Elefant Mala gewesen ist. Die Ohren sehen so aus, als waren sie nach hinten geklappt. – Dennoch sag ich mal, sie ist es nicht.
In Hamburg angekommen, begleitete Mala, in den kommenden Jahren ihres noch jungen Lebens, ihre Tierpfleger auch ausserhalb des Tierpark-Geländes. Es war die Zeit, in der sich ihre Prägung auf den Menschen entwickelte. Mala ist zwar ein Elefant – vom Aussehen sowieso -, aber noch wichtiger als Artgenossen ist für sie menschliche Aufmerksamkeit. Da kam ihr das Elefantenfüttern durch die Besucher oder das Elefantenreiten natürlich entgegen.
Die Elefantin verlebte viele glückliche Jahre im Tierpark, lernte allerlei Tricks und stand ab und zu in der Zeitung. In besonders schneereichen Wintern zog sie einen Schlitten in dem Kinder sassen. Doch dann kam ein Elefant, der Malas Alleinstatus als Star ein Ende machte – Mogli.
Nun begann der Stern der Elefantin zu sinken. Auch Mogli wurde einiges beigebracht, auch wenn sie nie auf Kommando trompeten lernte oder Fragen mit ja oder nein zu beantworten. Das alles kann Mala, genauso wie sie auf Kommando die Besucher mit Wasser nasspritzen kann.
Elefant Yashoda macht das immer, um auf sich aufmerksam zu machen. Aber das ist eine völlig andere Geschichte.
In der ZDF-Serie“Unsere Hagenbecks“ tauchte Mala des Öfteren auf. Meist musste sie sich mal wieder als Mogli ausgeben, weil es um ja-und-nein-Fragen ging. Aber sie hat sich auch selbst gespielt. Besonders interessant sind die Szenen mit Shandra, wo es um eine graue und eine rote Kiste geht.
Dann kam der Juni 1992. Einige Wochen zuvor war Leitkuh Birka gestorben und der Posten vakant. Zwei Anwärterinnen gab es: Mala und Mogli. Beide gönnten sich nichts, aber falls es Auseinandersetzungen zwischen beiden Kühen gegeben hatt, fielen die nicht weiter ins Gewicht. Am Ende konnte Mogli den Sieg für sich entscheiden. Doch Mala wollte nicht klein beigeben. Schliesslich war sie schon viel länger da als Mogli.
Mala wartete auf eine günstige Gelegenheit, um es ihrer Konkurrentin heimzuzahlen.
Es kam die Dschungelnacht im Juni 1992. Auf dem Paradeplatz, wo heute Wohnhäuser stehen, kam es zum Eklat. Mala stand hinter Mogli. Die Elefantin sah endlich die Chance gekommen, über ihre Konkurrentin zu triumphieren. Sie biss Mogli in den Schwanz, was diese nicht auf sich sitzen lassen konnte. Blitzschnell drehte sie sich um, dabei stürzte der Tierpfleger, der in Moglis Nacken gesessen hatte, zu Boden. Die Situation konnte erst entschärft werden, als ElefantenbulleHussein zwischen die beiden Streithähne geführt wurde. Danach blieben beide noch eine zeitlang auf der Anlage zusammen, aber Mala wollte sich weiterhin nicht unterordnen. Sie piesackte Mogli weiterhin, warf sie in den Graben, wenn sie sich unbeobachtet fühlte. So konnte es nicht weitergehen. Was also mit dem intelligentesten Elefanten der ganzen Gruppe machen? Abgeben? Ja, es wäre eine Lösung gewesen, aber man brauchte Mala. Und so kam es, dass Mala als Gesellschafterin zum Elefantenbullen gestellt wurde. Das ging die ersten achtzehn Jahre auch ganz gut, doch im August 2010 kam der grosse Riss. Aus welchem Grund auch immer, begann Hussein Mala zu attackieren. Die Elefanten soll kläglich trompetet haben, damit Hilfe käme. Die kam dann auch. Mala sah man die ganze Woche über nicht, erst bei der nächsten Romantischen Nacht. Sie wirkte unglücklich, traurig, webte stark, traute sich nicht nach vorne, wollte so viel Abstand wie möglich zu Hussein halten. Danach war nichts mehr so, wie es war.
Schliesslich der Juni 2012. Hussein sollte den Tierpark verlassen und starb kurz vor dem Gang in die Box unter mysteriösen Umständen (wer den Bericht, was im Obduktionsbericht gestanden haben soll, gelesen hat, kann nur zum Wort mysteriös kommen). Mala lebte auf, war gar nicht mehr so sehr an den Leckereien der Besucher interessiert. Wahrscheinlich bekam sie von den Elefantenpflegern grössere Aufmerksamkeit als sonst. Schliesslich wurde die Elefantin sehr traurig. Der Grund: Sie sollte umziehen. Es kam der 04. Juli 2012 und Mala verliess nach 46 Jahren und knapp einem Monat ihr geliebtes Zuhause. Sie kam in den Pairi Daiza, wo sie noch immer lebt.
Aber Mala hat nur einen Wunsch: Nach Hause! Ja, es mag komisch klingen, aber genau so ist es. Denn seit Malas Weggang haben die Augen der Dickhäuterin ihren Glanz verloren. Sie hat sich arrangiert, aber mehr auch nicht.
Nun wird Mala also offiziell ihren 50. Geburtstag feiern. Ein stolzes Alter für Europas klügsten Elefanten. Diesen Titel trägt sie völlig zurecht. Denn Mala ist wahnsinnig schlau und ein tolles Fussballorakel. Bei der EM 2012 hat sie sämtliche Spiele der deutschen und französischen Nationalmannschaft fehlerfrei getippt. Sie wusste bereits vor dem Spiel gegen Griechenland, dass Deutschland im Halbfinale gegen Italien verlieren würde. Nur beim Eröffnungsspiel lag sie daneben.
Mala spielte in Film und Fernsehen mit, wie ich oben bereits erwähnte. Sogar in einem Roman wurde sie verewigt: „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor. Dort taucht sie als sie selbst auf, aber auch als Bertha, einer Elefantin, die im Roman im Jahr 1912 bis 1920 in Stellingen lebte und in grossen Teilen auf der Elefantin basiert.
Was wünscht sich so ein Elefant von 50 Jahren? Natürlich Gesundheit, kein Reissen in den Gelenken und das sie steinalt wird. Mit ihrem halben Jahrhundert auf dem Buckel – den Mala nicht hat, wie sie anmerkt – ist sie noch ein wahrer Jungspund. So hat sich die Elefantendame vorgenommen, mindestens die 70 zu erreichen. Aber im Grunde genommen will sie der älteste lebende Elefant der Welt werden. Also werden die 80 von ihr angepeilt. Doch wird sie das überhaupt schaffen – in der Fremde? Wie bereits erwähnt – und nicht nur hier – fühlt sich Mala nicht wohl an ihrem Wohnort. Alle Hoffnung, dass sie sich nach knapp zwei Jahren endlich eingelebt hat, ist zunichte gemacht. Die Elefantendame hat sich arrangiert, aber wirklich glücklich ist sie nicht. Sogar für einen Laien wie mich, der sich mit dem Verhalten von Elefanten nicht so gut auskennt, ist auf einen Blick zu sehen, dass Mala noch immer trauert. Ersichtlich wird dies, wenn sie für sich allein ist. Bekommt sie menschliche Aufmerksamkeit, merkt man ihr nichts an, denn sie ist eine Meisterin der Maske. Eine gute Schauspielerin, das ist Mala immer gewesen. Nur an ihren Augen, da sieht man es wirklich.
Was ist nun Malas grösster Wunsch? Nach Hause. Tja, ob ihr dieser Wunsch eines Tages wirklich gewährt wird? Ein Gehege ist leer, aber dann wäre Mala allein und vom Futter würde sie wieder zunehmen, weil die Besucher es zu gut mit ihr meinen. Nina hat ihr immer kalorienfreie Kost gebracht, weil sie schon damals sagte, dass Mala zu dick sei. Und die Dickhäuterin in die Gruppe zu integrieren? Das hätte man schon vor zwei Jahren versuchen können. Ohne Dauerbewachung wäre es nicht gegangen. Aber unmöglich wäre es nicht gewesen. Thura, lange als Problem eingestuft, hat sich in den letzten Monaten wieder sehr gut in die Gruppe integriert. Zwar steht bei ihr immer noch jemand, aber da geht es nur darum, dass sie die anderen Elefanten wie Shila und Indra nicht verjagt, weil sie deren Futter haben will. Bei Mala hätte man es auch versuchen können, aber man hat diese Chance nicht genutzt. Das ist traurig, besonders für Europas klügsten Elefanten. Deshalb ist ihr Wunsch nach Heimkehr utopisch.
Nun ist es aber an der Zeit, Europas klügstem Elefanten zum Geburtstag zu gratulieren.
HAPPY BIRTHDAY, Mala! Alles Gute! Bon anniversaire!

 

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Wie die DFL Fouls zukünftig verhindert oder ein Tag im April


Manchmal frage ich mich wirklich, was sich die Discounter eigentlich denken. Im Grunde genommen rede ich nur von einem, nämlich Penny. Genauer gesagt geht es um meine Lieblingsjoghurtsorte: Bircher Müsli. Die gibt es bei Penny von ihrer Eigenmarke elite, die zuvor schon ganz andere Namen trug, aber immer derselbe Inhalt blieb. Leider bekomme ich kaum noch diese Sorte. Es sind in jeder Palette höchstens fünf drin und meist sind genau die weg. Bleibt mir als Ersatz nur die Banane-Birne und Blutorange-Ananas-Sorten. Oder aber ich nehme gleich die Joghurts mit den Sorten Schokoballs. Die werden hier überhaupt nicht verkauft, werden angeboten wie Sauerbier, weil die niemand mag. Aber jetzt, wo es wieder Sommer wird, kommen die Schokoballs vermehrt zurück, während die Sorte Bircher Müsli ausgesetzt wird. So habe ich das von Mitarbeitern erfahren.
Ist denn das zu verstehen? Da wird die Lieblingssorte der Kunden kaum ausgeliefert und dann im Sommer auch noch ganz eingestellt? Was soll das? Hier will niemand die Sorte Schokoballs und in all den anderen Läden, wo ich schon drin war, war das auch immer die Sorte, die übrigblieb. Warum also wird das noch angeboten?
Das schlimme ist, dass ich nirgendwo Ersatz finde. Bircher Müsli wird gar nicht mehr von anderen Joghurtherstellern angeboten. Früher gab es das wenigstens noch von Almighurt, aber selbst dort wurde irgendwann auf Schokoballs und Mohn-Marzipan umgestellt. Heutzutage kann ich froh sein, wenn Lidl mal einen Liter-Eimer Bircher Müsli anbietet. Aber das ist bisher nur einmal geschehen.
Sicher, ich kann mir den Joghurt auch selbst machen, aber dann schmeckt er nicht so, wie ich ihn kenne. Zudem wäre das auch teurer, als wenn ich die Becher bei Penny kaufe. Im übrigen sind 39 Cent auch nicht gerade billig. Also wieso gibt es diese Sorte so selten und wieso im Sommer überhaupt nicht, während da die Schokoballs Hochsaison haben? Die können doch nicht einfach meine Lieblingssorte aus dem Programm nehmen!

Über die Probleme würde Elefantendame Mala nur lachen, wenn sie davon wüsste. Zwar hätte sie gerne mal wieder ein paar gekochte Kartoffeln, aber ansonsten wird sie sehr verwöhnt, wenn auch immer auf ihr Gewicht geachtet wird.
Wie aus gut unterrichteter Quelle zu vernehmen ist, hat Mala grosse Neuigkeiten zu berichten: Ihr Leben wird verfilmt!
Erlebt hat sie in ihren 52 Lebensjahren schon allerhand. Wie sie damals in Indien die Strassen unsicher machte, ein paar Schrotkugeln verpasst bekam, dann nach Hamburg übersiedelte, ein grosser Star wurde und schliesslich in der Versenkung verschwand. Erst mit ihrem Umzug nach Belgien wurde sie wieder hofiert, um nun wieder ihren Stern sinken zu sehen, seitdem die grossen Pandas im Pairi Daiza angekommen sind.
Umso mehr freut sich die Elefantin, dass zu ihrem offiziellen fünfzigsten Geburtstag ein Film über ihr Leben erscheinen wird. Die Rollen sind bereits verteilt worden. Als junge Mala wird Shila aus Malas Zuhause brillieren, weil sie genauso schön am Grabenrand stehen könne, wie Mala in ihrem Alter Ende der 60er Jahre tat. Außerdem sei sie genauso wohlgenährt. Allerdings solle Shila nicht beigebracht werden, Menschen nasszuspritzen. Da sie ein wenig übermütig sei, würde sie das jedes Mal machen, wenn sie auf sich aufmerksam machen wollte. Ansonsten sei sie perfekt für die Rolle.
Und wer spielt die erwachsene Mala? Tja, wer wohl? Ganz recht, es ist die Jubilarin selbst, denn niemand anderes sei so hübsch. Am liebsten hätte die Elefantin sich auch in jungen Jahren gespielt, schliesslich sei sie damals zwar sehr jung gewesen, aber genauso hübsch wie heute. Bloss wer würde Mala mit ihrem 52 Jahren einen etwa sieben Jahre alten Elefanten abnehmen? Ganz recht, niemand. Deshalb wurde auch Shila dazu verpflichtet, die schon ganz wild darauf ist, Mala darstellen zu dürfen.
Die Dreharbeiten werden heute beginnen. Der Film wird exklusiv an Malas offiziellem Geburtstag am 08. Juni vor ausgewähltem Publikum gezeigt werden. Der Titel des Films ist noch nicht bekannt, wird aber rechtzeitig bekannt gegeben werden.
Unterdessen hat der Pairi Daiza bekannt gegeben, dass sie bereits zwei Tage vor der offiziellen Öffnung am 05. April ihre Pforten öffnen werden. Bereits ab Donnerstag kann nicht nur Mala bewundert werden, sondern man kann sich auch die beiden großen Pandas ansehen. Elefantendame Mala freut sich schon auf die Besucher, wurde es ihr in letzter Zeit doch arg langweilig.

In der Ligaversammlung in Frankfurt wurde letzte Woche nicht nur die Torlinientechnik abgelehnt, sondern etwas viel wichtigeres beschlossen.
Nachdem der FC St. Pauli wegen seines schadhaften Rasens zu einer drastischen Massnahme griff, um Geld zu sparen, hat diese Methode zu einem absturzartigen Rückgang von Fouls geführt. Das war dem DFB und ebenfalls der DFL nicht verborgen geblieben. Schnell wurde es besprochen, dann in der Ligaversammlung noch einmal vorgestellt und schließlich zur Abstimmung gebracht. Nur ganz knapp kam der Vorschlag durch. Aber es hat gereicht.
Ach so, worum es eigentlich geht. Tja, darüber redet der DFB nicht so gern, weshalb man den Punkt in den meisten Artikeln über die Ligaversammlung nicht findet.
Alles begann mit dem FC St. Pauli und seinem Rasen. Dieser war mal wieder in einem katastrophalen Zustand, eine komplette Neuverlegung war dem Kiezclub allerdings zu teuer. So wurde nach anderen Möglichkeiten gesucht und schliesslich auch gefunden. Der Rasen wurde einfach an den entsprechenden schadhaften Stellen gedüngt. Aber nicht mit irgendeinem Dünger, sondern mit Elefantenködeln! Zwar sind Mogli & Co. als HSV-Fans bekannt, doch dem Konkurrenz-Verein helfen sie auch gerne, hat dieser in der Nähe ihres Zuhauses seine Trainingsstätte. Und so wurde der Rasen mit einer Mischung aus Ködeln und Wasser besprengt, ähnlich wie es beim güllen auf den Feldern der Fall ist. Der Rasen erholte sich, aber nicht nur das, es stellte sich auch ein anderer Effekt ein. Die Fouls der Spieler gingen schlagartig zurück. Auf einmal wollte niemand mehr auf dem Rasen zum liegen kommen. Wer kann es den Spielern auch verdenken? Niemand möchte in der Scheisse von anderen herumrutschen, selbst wenn es die von Elefanten sein mag. Ob es auch eine Anweisung der Zeugwarte gab, weil die den Dreck aus den Trikots waschen müssen, ist nicht bekannt. Kaum noch Fouls gab es, die wenigen, die es doch noch gab, wurden von Spielern der Gastmannschaften ausgeführt, die nichts davon wussten, wie der Rasen präpariert worden war.
Natürlich blieb dem DFB nicht verborgen, dass sich die Anzahl der Fouls bei Heimspielen des FC St. Pauli drastisch reduziert hatten. Also forschten sie nach der Ursache und wurden schnell fündig: Düngung des Rasens durch natürlichen Dünger, der aus Elefantenködeln hergestellt wurde.
Der DFB dachte darüber nach, fand die Idee schliesslich ganz wunderbar und beschloss, dass die DFL sie bei der nächsten Ligaversammlung vorstellen sollte. Man wollte in Sachen Fair Play nun Vorreiter für andere Länder werden. Und so wurde in der vergangenen Woche abgestimmt. Grosse Hoffnungen machte man sich nicht, schliesslich war es ein recht unorthodoxer Vorschlag. Aber mit einer knappen Mehrheit wurde der Beschluss gefasst, dass zukünftig alle Rasen – kein Kunstrasen – der Erst und Zweitligavereine mit tierischen Exkrementen wie beispielsweise von Elefanten gedüngt werden sollen. Denn dadurch würden Fouls verhindert und Verletzungen vorgebeugt werden.
Es wird noch diskutiert, ob der Beschluss als Vorschlag bei UEFA und FIFA eingereicht werden soll, schliesslich prädigen beide schon seit langem Fair Play.
Der Rasen des FC St. Pauli hat sich jedenfalls durch die Ködel-Wasser-Mischung erholt. Nur das Problem der leichten Geruchsbelästigung muss noch überacht werden. Aber da wird sich sicherlich noch eine Lösung finden.

Lustig macht man sich in Argentinien in der letzten Zeit über das wM-Maskottchen. Es heisst Fuleco, das eine Wort Kombination aus futebol und ecologica ist. Leider war den schlauen Ideengebern nicht klar, dass Fuleco im Jugendslang „Arsch“ bedeutet. Kein Wunder also, dass Argentinien sich amüsiert und jetzt wahrscheinlich auch der Rest der Welt.
Seltsam sieht das Kugelgürteltier auch noch aus, aber da gab es schon weitaus schlimmere Maskottchen.

Wie gerade bekannt wurde, soll bei der nächsten Sitzung des IOC eine neue Sportart bei den olympischen Spielen zugelassen werden. Es handelt sich hierbei um das so genannte Stand-Up-Paddling. Einige mögen davon vielleicht noch nicht gehört haben. Dabei handelt es sich um ein Surfbrett, auf dieses stellt man sich und bewegt sich dann mithilfe eines Paddels gemächlich vorwärts. Gewinnen tut derjenige, der als schnellster durchs Ziel kam und selten bis gar nicht vom Brett gefallen ist. Denn für das ins Wasser fallen gibt es Strafpunkte.
Eine äusserst langweilige Disziplin? Ja, das dachte ich zuerst auch, bis ich dann las, dass es einen Parcours geben wird. Da wird es natürlich erheblich schwerer, außerdem soll es nicht in allzu ruhigen Gewässern stattfinden. Mal sehen, wie lange sich diese Disziplin wird halten können. Zu Beginn der olympischen Spiele der Neuzeit war sogar Boule olympisch.

So, liebe Leserinnen und Leser dieses Artikels, wer sich nun fragt, was das eigentlich für seltsames Zeug gewesen ist, der sollte einmal einen Blick auf das Datum des Artikels werfen. Richtig, genau der Tag ist heute. Nichtsdetotrotz gibt es auch wahre Begegebenheiten, über die ich berichtet habe. Welche es sein mögen? Nun ja, das mag jeder selbst herausfinden oder einfach nachfragen. Über Kommentare freue ich mich immer – so lange es kein Spam ist.

 

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Das heiter bis tödlich-Karussell dreht sich weiter


Wie es scheint, hat sich die „heiter bis tödlich“-Reihe in der ARD im Vorabendprogramm etabliert. Allerdings sind alle Serien der Reihe immer noch mässig erfolgreich. Ist eben eine hartumkämpfte Zeit ab 18.50 Uhr.
Die beliebteste Serie ist nach wie vor „Hubert & Staller“, die ich damals zu Beginn der ganzen „Heiter bis tödlich“-Reihe schon am besten fand. Anfang Staffel drei schwächelte die Serie leicht, fand dann aber zu alter Stärke zurück. Besonders hervorzuheben ist, dass man der Figur Riedl – die Dumpfbacke schlechthin – grösseren Raum gegeben hat. Nervig wird es aber so langsam mit der Dummheit des Polizeichefs. Das ist doch nicht mehr normal. So langsam glaubt man wirklich, Girwiz wurde aus dem Ruhrpott in die bayerische „Provinz“ versetzt, damit er bloss kein Unheil mehr anrichten kann. Genaue Gründe sind ja bis jetzt nicht genannt worden oder habe ich da mal was verpasst?
Jedenfalls wird diese Serie nun in die vierte Runde gehen, während andere bereits nach der ersten Staffel in der Versenkung verschwanden. Besonders schade ist dies bei „Fuchs & Gans“ und „Nordisch Herb“. Beide Serien waren schön gemacht, nicht zu verrückt und vor allem hatten sie Herz.
Dann gibt es Serien, die verlängert werden, wo ich mich frage, wer die eigentlich gut findet. So bei „Akte Ex“ oder „München 7“, wobei letzteres ein bayerisches Grosstadtrevier ist. Und da ich bereits die Serie nicht leiden kann…
Bei „Morden im Norden“ muss ich sagen, dass ich gegen eine Verlängerung nichts hatte, auch wenn es nicht meine Serie war. Aber die zweite Staffel war überhaupt nichts. Der wichtigste Punkt, die nervigen Tanten des Kommissars, verschwanden nach und nach ganz aus der Serie. Das ist wirklich schade, denn mit den beiden hat die Serie gelebt, jetzt gibt das nur noch den Schreibtischkollegen, der Punkt fünf den Stift fallen lässt, auch wenn er gerade etwas Wichtiges zu bearbeiten hat. Mag ja lustig sein, aber die Serie hat viel verloren. Besonders nervig ist der Chef der Truppe geworden. Weil er es zu Hause, nachdem ihn seine Frau mit den Kindern verlassen hat, in der Einsamkeit nicht mehr aushält, nervt er seine Truppe und will bei den Ermittlungen mitmischen. Das geht auch weniger penetrant, ie ich finde.
Nun wird am Dienstag die dritte Staffel beginnen. Ich bin schon gespannt, was sich dieses Mal alles geändert hat und ob sich nicht alles zum noch schlechteren wenden wird. Kann natürlich passieren. Bei „Hauptstadtrevier“ hat sich nur in so viel was geändert, dass das Haus der Familie Klug nicht mehr mitspielt und somit auch kein Einblick ins Familienleben gewährt wird, genauso ist Karlas Imbiss kaum noch zu sehen. Das ist zu verkraften. Seltsam ist nur, dass es plötzlich nicht mehr nur um Betrug geht, sondern auch um Mord und Totschlag. Hat sich da wegen der Sparmassnahmen in Berlin irgendwas geändert?

Bei der Serie „Alles Klara“ geht das Gerücht um, dass die Serie nicht um eine weitere Staffel verlängert wird. Also, wenn das stimmen sollte, ist das eine bodenlose Gemeinheit und Frechheit. Denn das ist die mit Abstand zweitbeste Serie der „Heiter bis tödlich“-Reihe. Gut, vielleicht mag die Zuschauerquote nicht stimmen. Aber hier geht es nicht immer nur um Quote, sondern darum, was die Zuschauer sehen wollen, selbst wenn es nur eine Handvoll sein mag. Wofür zahlen wir eigentlich Gebühren – auch wenn der Rundfunkbeitrag nun um einige Cent gesenkt wird -, wenn wir nur Mist präsentiert bekommen? Da kann man doch wohl erwarten, dass eine Serie wie „Alles Klara“ fortgesetzt wird. Aber mit „Fuchs & Gans“ wurde ja auch im Müllkadtenprinzip verfahren. Was nicht die richtige Quote erreicht, kommt weg. Das ist eine intelligente Serie gewesen und wird in der letzten Zeit von vielen Heiter bis tödlich-Fans auf Facebook nachgefragt, ob es noch eine weitere Staffel geben wird. Da sollte der SWR vielleicht noch einmal überlegen.
Glücklicherweise wird nach der Pilotfolge „Wenckes Verbrechen“ diese abscheuliche Serie nicht weitergeführt. Ich hatte immer gedacht, dass es nach „Zwischen den Zeilen“ nichts Schlimmeres geben würde. Ich hatte mich getäuscht. „Wenckes Verbrechen“ toppte alles. Bei der Sendung bin ich sogar zwischendurch aufgestanden und habe mich irgendwelchen blöden Arbeiten gewidmet, nur damit ich nicht durchdrehe. Das war das erste Mal, dass ich so was gemacht habe. Die Serie war noch schlimmer als grenzdebil.
Nun kommt am Donnerstag eine neue Serie in der Reihe: „Koslowski & Haferkamp“. Also der letzte Name erinnert mich an Tatort und Hansjörg Felmy. In den 70ern hat er nämlich einen Tatort-Kommissar gleichen Namens gespielt. Als das mal im WDR wiederholt wurde, habe ich einige Folgen gesehen. War gar nicht schlecht. Mal sehen, wie die neue Serie werden wird. Ich hoffe mal, dass sie gut wird.
Und ab übernächste Woche läuft anstelle von „Hubert & Staller“ dann „Monaco 110“. Tja, da muss ich dann an Helmut Fischer denken und an sein „Spatzl, schau wie i schau.“ Zu schön, aber so wird es natürlich nicht sein. Auch da bin ich recht gespannt.
Weitere neue Serien der „heiter bis tödlich“-Reihe sind bereits angekündigt. Das ist einmal „Unter Gaunern“, das von jemandem handelt, der aus einer Gaunerfamilie stammt. Und dann noch „Der Mama“, wo es um einen frühpensionierten Kommissar geht, der das ermitteln nicht lassen kann. In der Hauptrolle Hansa Czypionka, was mich insofern freut, weil man diesen Darsteller viel zu selten sieht und dann meist als Bösewicht. Die Serie klingt auch recht vielversprechend, im Gegensatz zu „Unter Gaunern“. Das wird wohl wieder so eine pleite werden. Aber ich lasse mich gerne überraschen.
Und das mit „Fuchs & Gans“ sollte sich der SWR wirklich noch einmal überlegen. Eine Super-Serie, und nicht nur ich denke so.

Der Sieger, wer nach Dänemark zum Eurovision Song Contest fahren darf, steht fest. Zu meiner grossen Freude, ist es nicht der unheilige Sänger aus der Nähe von Aachen, sondern eine völlig unbekannte Gruppe. Elaiza heisst sie.
Ungewöhnliche Musik mit osteuropäischen Anklängen. Kurz, das Lied reisst mit. Und schlechter als letztes Jahr kann es eigentlich gar nicht mehr werden, wo Cascada auf dem 21. Platz landete. Finde es immer noch schade, dass es nicht der letzte Platz wurde. War ein furchtbar schlechtes Lied.

Am Mittwoch nicht die Starkbierprobe auf dem Nockherberg verpassen. Denn das ist seit dem letzten Jahr wieder das beste, was es einmal im Jahr gibt. Eine kleine Änderung in der Besetzung gibt es: Wolfgang Krebs steht nicht mehr als Horst Seehofer zur Verfügung. Einerseits wegen Terminschwierigkeiten und andererseits gefällt ihm das Stück nicht so ganz. Nun ist es wieder der Seehofer-Darsteller von 2009. Der war auch nicht schlecht, aber bei Wolfgang Krebs war eben auch noch die Stimme genau so wie bei Seehofer.
Nicht verpassen, am Mittwoch, den 19. März fängt um 19 Uhr die Starkbierprobe auf dem Nockherberg statt. Am 21. März, dem Freitag, wird es ab 19.45 Uhr noch einmal wiederholt.

Nachdem Elefantendame letzte Woche eine Niederlage voraussagte – wir erinnern uns -, ist sie in dieser Woche wieder ein wenig optimistischer. Allerdings war sie erst einmal der Meinung, dass das Spiel bereits gestern stattfinden würde, doch Kollegin Old Rani konnte sie dann doch überzeugen, dass St. Pauli erst morgen spielen wird. Auch eine so schlaue Kuh wie Mala kann sich mal irren.
Jedenfalls geht sie davon aus, dass St. Pauli gegen Düsseldorf gewinnen wird. Drei Punkte werden es sein, die wichtig für den Aufstieg sind. Denn Hamburg will schliesslich erstklassig bleiben. Dass der HSV wirklich in der Ersten Liga verbleiben wird, steht immer noch in den Sternen. Deshalb ist in Hamburg die nächste Aktion gestartet worden, von der dort ansässigen Zeitung. Diese Aktion ist weitaus präziser formuliert, so dass man nicht sagen kann: St. Pauli steigt auf und HSV steigt ab, deshalb bleibt Hamburg erstklassig. Nein, es gibt den Slogan „Niemals 2. Liga“. Tja, das trifft dann doch nur auf den HSV zu, denn bei St. Pauli würde es heissen: „Nie mehr 2. Liga“ (Willkommen Regionalliga, wie Jonas immer anfügt).
Nun ja, wie Jonas mir heute berichtet hat, wurde sogar in Malas Zuhause (wo sich das befindet, dürfte allgemein bekannt sein. Tipp: Es handelt sich nicht um ihren momentanen Aufenthaltsort) diese Aktion gemacht. Aber zu seiner allgemeinen Überraschung nicht mit Elefant Mogli, sondern mit Eismeer und Walross. Vielleicht hat Faltenmonster Mogli keine Lust mehr, sich für einen Verein in Pose zu stellen, der sowieso nicht hinkriegt. Auch ein alter Elefant hat so seinen Stolz. Und Shandra fällt definitiv aus – als Werder-Fan. Ich vermute, dass es was mit der Kulisse zu tun hat. Da wirkt das Eismeer doch viel besser, als so eine langweilige Elefantenanlage, wo man ausser Sand, Elefanten und deren Hinterlassenschaften (Ködeln) nichts sieht. Wobei, die haben ja ihren eigenen Ködelplatz, sind also erzogen und gehen auf ihre Toilette, da kann man den gut rauslassen. Dennoch nur Weite und nichts Interessantes. Da wirkt das Eismeer gleich viel freundlicher. Und dass, wo der FC St. Pauli gleich in der Nähe seine Trainigsstätte hat. Mala würde sich wahrscheinlich schämen, aber das tut sie erst, wenn Deutschland nicht Weltmeister wird und St. Pauli auch nicht aufsteigt. Also wird sie sich definitiv in diesem Jahr noch schämen müssen. Denn das auch nur einer dieser beiden Punkte eintrifft, ist höchst unwahrscheinlich. Aber jetzt muss sie sich erst einmal auf ihren offiziellen 50. Geburtstag vorbereiten, schliesslich möchte sie nur Gäste haben, die sie auch mag. Wer nicht kommen darf, soll von Old Rani wieder rausgeworfen werden. Die hat sie bereits instruiert. Als Chefin kann sie Anweisungen geben, wie es ihr passt.

 

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Deutschland hat Fieber – Droht uns der Hitzekollaps?


Deutschland stöhnt unter der Hitze, selbst in der Nacht scheint es nicht abzukühlen. Europa scheint unter Fieber zu leiden, denn die Temperaturen steigen und steigen. An diesem Wochenende soll es in Teilen Deutschlands bis zu vierzig Grad warm werden.
Mit dem Blick auf die aktuelle Temperaturanzeige könnte man durchaus denken, dass nun die globale Erwärmung ihre Nachteile zeigt. Aber ist es wirklich so? Sind das die Folgen? Eine Sommerhitze hat es immer mal wieder im Sommer gegeben, auch wenn ich mich an solche extremen Temperaturen nicht erinnern kann. Vor allem ist es so schlimm, dass ich lüften kann wie ich will und es ist dennoch brütend warm in der Wohnung. Jetzt müsste man einen Deckenventilator haben oder eine schöne Klimaanlage. Aber das kostet nun wieder Strom.
Am Abend soll es angeblich Gewitter und richtige Unwetter mit Hagel und allem möglichen geben. Dann morgen noch einmal solch eine Fieberhitze und dann ist es angeblich vorbei? Wieso nur glaube ich das nicht? Es kann doch nicht urplötzlich wieder kälter werden, als wäre nichts geschehen. Als wäre es immer schon so kurz vor dreissig Grad warm gewesen.
Für meinen Geschmack könnte die Temperatur dennoch ein wenig runtergehen. Hat mir schon meinen Geburtstag versaut und nun das ganze Wochenende. Das ist doch wirklich nicht das, was ich mir von Sommer vorstelle. Aber was bedeutet Sommer eigentlich? Sonne, Hitze, Strand, Baden, Durst? Ach, den Urlaub habe ich noch vergessen und für alle Schüler natürlich die Ferien.
Inzwischen ist es so unerträglich schwül, dass ich mir schon überlege, ins nächste Schwimmbad zu gehen. Das ist wahrscheinlich total überfüllt, aber was soll ich sonst machen? Mir ein viel zu grosses Plantschbecken auf den viel zu kleinen Balkon stellen? Wieso habe ich nur keine Dachterrasse, da würde so was ohne Probleme draufpassen. Habe ich leider nicht. Aber ein Plantschbecken wäre schön. Da gehe ich dann den ganzen Tag nicht mehr raus. Anders lässt sich das Wetter wirklich nicht ertragen.
Was machen eigentlich die Zootiere bei so einem Wetter? Von Jonas habe ich gehört, dass sich sogar Elefanten ins Wasser trauen, die sonst eigentlich immer nur nachts baden gehen, wenn es ihnen möglich ist. Gemeint ist Malas Lieblingsfeindin Mogli, die in dieser Woche so richtig schön geplantscht haben soll. So was lässt sich dann ihre Stellvertreterin nicht zweimal sagen und geht auch ins Badebecken, so dass dann neben Mogli schon Shandra drin war. Und da Shandra eine Bohnenstange ist, passten auch noch mehr Elefanten rein. Aber irgendwie wollten die nicht. Kühler Schlamm war ihnen lieber.
So was lässt sich Mala nie zweimal sagen, wenn es ums Baden oder Schlammbaden geht, ist sie immer vorneweg mit dabei. Da wird sie wieder zu einem kleinen Elefanten und plantscht vergnügt im kühlen Nass.
Zwischendrin sagt sie dann noch, wie St. Pauli gegen den KSC spielen wird. Da ist sie überzeugt, dass St. Pauli nur zu einem Unentschieden kommen wird. Das alte Rüsselorakel hat gesprochen.

In Ägypten ist wieder der Teufel los. Ex-Präsident Mursi befindet sich in Untersuchungshaft. Folglich kam es erneut zu Demonstrationen von seinen Anhängern. Und weil solche Unruhen nie friedlich verlaufen, hat es auch Tote gegeben. Warum kann nicht endlich Ruhe und Frieden im Land einkehren? Die Menschen sind müde, wollen einfach nur, dass alles aushört.
Es muss weitergehen, Touristen wollen nicht mehr ins Land. Die Haupteinnahmequelle der Mehrheit der Ägypter fällt weg. Derweil schlagen sich die Menschen in Kairo die Köpfe ein. Natürlich ist es nicht in Ordnung, dass Mursi einfach durchs Militär abgesetzt wurde. Aber was hätte denn getan werden sollen, als ihn auf diesen Weg zu stürzen? Ja, ein Attentat hätte auch ihn verübt werden können. Das ist dann also die Lösung aller Lösungen? Ein Tyrannenmord? Damit würde Mursi zum Märtyrer werden, was er nicht verdient hat. Aber bereits jetzt, ist er auf gutem Weg dahin, seine Anhänger sorgen schon dafür.
Selbst Tunesien macht nun Schlagzeilen. Dabei sah es da eigentlich ganz gut aus. Gut, eine Islamisierung war auch da nicht zu leugnen, aber ganz so schlimm, als wie in Ägypten schien es nicht zu sein. Ich betone das Wort „schien“, denn wirkliche Nachrichten haben wir doch nach dem arabischen Frühling aus Tunesien nicht erhalten. Einen Bericht aus dem Geo, mehr dürfte es nicht gewesen sein.

Nun hat es auch Max Bahr erwischt. Und das nur, weil ein Warenkreditversicherer einen Rückzieher gemacht hat. Ist das nicht eine Frechheit? Die Baumarktkette läuft doch, aber eben auch nicht perfekt. – Was ist heute schon perfekt? – Und dieser Warenkreditversicherer hat nun alles versaut. Da muss man doch zwangsläufig denken, dass das ein abgekartertes Spiel ist. Schliesslich profitieren einige andere Baumärkte von einer Praktiker- und Bahr-Insolvenz. Will jetzt keine Namen nennen, aber ich finde ich recht komisch.
Das Geschäft bei Max Bahr läuft weiter. Was sollen sie auch anderes machen? Alle Mitarbeiter stellen sich in eine Ecke und gehen eine Runde heulen? Das hilft ihnen auch nicht. Ich kann bloss hoffen, dass Max Bahr noch glimpflich aus der ganzen Sache herauskommen und nicht eingestampft wird. Die Baumarktkette ist ein Traditionsunternehmen. Ich habe so viele schöne Kindheitserinnerungen an den Laden. Da dürfen die nicht einfach verschwinden. Gut, schnell noch in einen Laden und den Umsatz ankurbeln. Ich bräuchte da noch ein paar Schrauben. Nichts Besonderes, aber Kleinvieh macht auch Mist. Und Lei braucht noch Batterien für ihren Fotoapparat. Die gibt es bei Max Bahr für die Hälfte weniger als in anderen Geschäften. Und die Qualität ist nicht schlechter, sie halten genauso lange wie auch die anderen Batterien.
Aber es kann doch nicht sein, dass es an einzigen Stelle hängt und eine ganze Baumarktkette in die Insolvenz gehen muss, wenn diese Stelle verschwindet. Hat man so was schon erlebt? Sicherlich, bloss kann ich mich gerade an nichts dergleichen erinnern.
Für mich klingt das nach einem abgekarterten Spiel, von dieser Meinung rücke ich auch nicht ab.

Auf der Arbeit habe ich gleich zwei Wetten auf einmal gewonnen. Die erste war nicht so besonders, da mehr als die Hälfte der Kollegen auch darauf getippt hatte, dass der royale Nachwuchs in England männlich sein würde. Dass er den Namen George bekommt, wusste ich dann ganz allein. War doch irgendwie klar, dass es nur dieser Name sein konnte. Zum einen ist dieser Name gerade sehr beliebt in Grossbritannien und zum anderen hiess der Urgrossvater von Prinz William George. Genau genommen war es einer seiner weiteren Namen, denn sein eigentlicher Name war Albert. Wer „The King’s Speech“ gesehen hat, dem wird vielleicht aufgefallen sein, dass immer der Namen „Bertie“ fiel.
Das nur so am Rande, damit habe ich diese Information auch hinter mich gebracht. Wochenlang gab es in der Presse kein anderes Thema, als wann denn nun endlich der royale Nachwuchs geboren würde. Recht nervig, als ob es nichts Wichtigeres gebe. Aber wenn man beruflich in Yellow macht, geht es leider nicht anders.

Und noch was für alle Lindenstraße-Fans. In der letzten Woche wurde die Folge einfach auf Mitternacht verlegen wegen des Viertelfinals mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Nächste Woche kommt es noch besser: Wegen des DFB-Pokals lässt die ARD die älteste Soap Deutschlands (wenn auch nicht Daily) ausfallen. Jawohl, richtig gelesen. Lindenstraße fällt nächste Woche aus wegen des blöden Fussballs, den sowieso niemand interessiert. Aber seit ARD und ZDF den Zuschlag für die WM-Quali 2018 folgende verpasst haben, müssen sie sich war anderes einfallen lassen. So sieht es nun also aus.
Also, wer nicht weiss, was er in der Hitze dieses Wochenendes tun soll, weil er keinen Fuss vor die Tür setzen möchte, und wer in der nächsten Woche wegen des Fussballwochenendes nicht weiss, was es sonst an Wiederholungen im Fernsehen gibt, dem empfehle ich ein Ebook von Helen Dalibor oder Henrik Quedburg. Nächste Woche soll auch eine neue Fantasy-Kurzgeschichte von Henrik Quedburg erscheinen.

 

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