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Ägypten – Ein Land zerstört sich selbst


Erschreckende Bilder aus Ägypten, halten die Welt in Atem. Hilflos muss man mitansehen, wie das Land am Nil sich selbst zerstört.
Hätten die Demonstranten von 2011 auch nur im Ansatz geahnt, was sie mit ihren damaligen Demonstrationen gegen Mubarak heraufbeschwören würden, hätten sie ihn weghaben wollen. Denn so sehr Mubarak wie ein Diktator herrschte, so war unter ihm doch alles relativ friedlich. Alles, was nach ihm kam, machte es nur schlimmer. Es gab keine wirkliche Besserung. Mubarak hatte dafür gesorgt, dass die Muslimbrüder in Ägypten verboten waren, nun waren sie zugelassen und stellten natürlich prompt den Präsidenten. Und was machte Mursi? Tja, er setzte eine schleichende Islamisierung in Gang. Wieder gab es Proteste, Mursi wurde schliesslich vom Militär abgesetzt. Im Grunde genommen die einzige richtige Lösung. Wobei man sich natürlich fragen kann, was denn nun richtig bedeutet. Einerseits war so gewährleistet, dass die Demonstranten ihren Willen bekamen und sich die Lage beruhigte, andererseits wurden nun die Anhänger Mursis und damit die Muslimbrüder auf den Plan gerufen. Die einen Demonstranten waren zufrieden und freuten sich, dass sie ihren Willen bekommen hatten, die anderen hingegen begannen zu demonstrieren, dass man die Demokratie mit Füssen getreten und den rechtmässig gewählten Präsidenten gestürzt habe. Dabei bleibt die Frage im Raum stehen, ob Mursi tatsächlich ohne Wahlbetrug gewählt wurde. Denn das es ihn bei seiner Wahl gab, ist bewiesen. Allerdings sollen die letztplatzierten Kandidaten betrogen haben. Finde ich persönlich nur komisch. Mursi stand mit weisser Weste da, das war wohl die Hauptsache.
Mursi wurde vom Militär unter Arrest gestellt und kam schliesslich in Untersuchungshaft. Dort harrt er sehr wahrscheinlich noch immer aus und wartet der Dinge, die da kommen.
Unterdessen radikalisierten sich die Demonstranten. Jede Seite behauptete, die gegnerische hätte sie bedroht und vor allem beschossen. Was am Ende nun stimmte, wusste wohl selbst niemand.
Die Gewalt nahm zu, die Mursi-Anhänger fühlten sich unterdrückt, machten ihren Ärger Luft. Schnell radikalisierte sich das Ganze. Noch kochte es nur in Kairo, nun ist die Wut weiter gewandert. Urlaubern wird dringend von einer Reise nach Ägypten abgeraten, man ist nicht mehr sicher, nicht einmal mehr in Luxor oder Assuan.
Damit ist der Super-GAU eingetreten. Zwar wird noch nicht davon gesprochen, aber eigentlich ist es kaum noch ein grosser Schritt bis zum Bürgerkrieg. Seit Tagen versinkt Ägypten in Gewalt und Terror. Hunderte Menschen kommen täglich ums Leben. Und wofür? Ja, das ist die Frage aller Fragen. Denn im Grunde genommen geht es gar nicht mehr darum, dass die eine Seite Demoktatie möchte und die andere Mursi zurück will. Denn der Grund ist aus den Augen verloren worden. Jetzt sehen die radikalen Islamisten ihre Chance gekommen, alles Unislamische auszulöschen. Gestern, am Tag der Wut, wurden mehrere christliche Kirchen zerstört. Und darum geht es nur noch: Um die Zerstörung von allem, was nicht in den Augen der Radikalen islamisch ist.
Ägypten ist weniger als einen Schritt vor einem Bürgerkrieg entfernt. Das, was im Land am Nil stattfindet, ist bereits Krieg. Es geht nicht mehr um die Ideale, die 2011 gefordert wurden, davon hat man sich meilenweit entfernt.
Das Militär geht gegen den Terror vor, die Toten werden mehr, die Märtyrer sowieso. Getötet in einem Kampf für die gerechte Sache, wird es heissen. Den Sohn eines hohen Anführers der Muslimbrüder hat es bereits erwischt. Sein Tod ist traurig, aber die Muslimbrüder und deren Anhänger werden dies nutzen.
Nun erwägt das Militär, ob sie die Mulimbruderschaft auflösen. Kommt dieser Gedanke nicht reichlich spät? Sie hätten nach Mubaraks Sturz niemals zugelassen werden dürfen. Nur aufgrund dessen, ist es überhaupt zu diesem ganzen Chaos gekommen.
Einen Schuldigen wird man nicht mehr ausmachen können, was würde es auch bringen? Das Malheur ist passiert, man kann es nicht mehr ändern. Man kann nur noch hoffen, dass die Situation sich beruhigen wird.
Grosse Hoffnung hege ich nicht. Es wird erst Ruhe herrschen, wenn eine Seite klein beigibt. Bis dahin kann das halbe Land zerstört sein. Vor allem denke ich da an die ganzen Überbleibsel der Antike. Werden die Pyramiden und Tempel den Terror unbeschadet überstehen? 2011 wurde das Ägyptische Museum in Kairo geplündert. Die bis heute verschwundenen Sachen tauchen nun nach und nach auf dem Kunstschwarzmarkt auf. In den Nekropolen finden bereits Raubgrabungen statt, Relikte aus Tempeln werden verkauft.
Wo immer TError herrscht, findet sich ein Weg, noch Profit aus den Sachen zu ziehen, die für das Land stehen. Und ausser Altertümern hat Ägypten nicht wirklich was zu bieten. Keine Goldadern, keine seltenen Erden, keine Diamantenvorkommen, mit Erdöl sieht es auch nicht besser aus.
Hilflos müssen wir mitansehen, wie ein Land sich selbst zerstört. Wir können nur zusehen, wie auch alle Politiker. Die schwingen dazu aber noch kluge Reden, obwohl es nichts bringt.
Wann sich die Situation in Ägypten beruhigen wird, ist ungewiss. Inzwischen geht es gar nicht mehr um Demokratie, sondern darum, alles Unislamische auszulöschen. So verkehrt sich eine Sache ins Gegenteil. Ob es helfen wird, wenn die Muslimbruderschaft erneut verboten wird? Schlimmer geht es immer heisst es und wenn man sich ansieht, was seit 2011 in Ägypten passiert ist, dann trifft der Spruch hundertprozentig zu.

Das Chaos der Bahn scheint sich zu legen. Der Mainzer Bahnhof wird nun wieder planmässig angefahren. Zeit ist es geworden, wurde in den letzten Tagen die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt doch nicht mal mehr tagsüber angefahren, also nicht immer. Nachts war es schon nichts Besonderes mehr gewesen, doch nun auch noch tagsüber, man konnte es nicht glauben. Was ist mit der Deutschen Bahn los, warum dieses Chaos? Dass im Winter die Heizungen in den Zügen nicht funktionieren und im Sommer nicht die Klimaanlagen, ist nun wirklich nichts Neues mehr. Dass einfach Züge ausfallen und durch minderwertige ersetzt werden, muss man ebenfalls hinnehmen. Aber was bezweckt die Bahn damit? Das man nur noch mit dem Auto fährt oder das Flugzeug nimmt? Beides ist ungefähr genauso teuer wie eine Bahnfahrt.
Nun scheint sich das Chaos zu legen, aber was sagt uns, dass es nicht irgendwo anders ausbrechen wird? Vielleicht mal wieder in Berlin? Da ist seit dem S-Bahn-Chaos lange nichts mehr losgewesen. Warten wir einfach mal ab.
Und wer nicht weiss, was er/sie machen soll, wenn es irgendwo mal nicht vorwärts geht, dann empfehle ich ein schönes Ebook. Wie wäre es mit einem Thriller, in dem es um ein 3.000 Jahre altes Geheimnis geht, dass niemals an Licht kommen darf. Zudem wird das Rätsel geklärt, was auch Hatschepsut und Nofretete wurde. Und natürlich darf man Elefantendame Mala nicht vergessen, die in diesem Roman eine grosse Rolle spielt. Der Titel? Die Rollen des Seth von Helen Dalibor.
Und schon ab der nächsten Woche soll es die ersten Kapitel des Nachfolgebandes geben.
Oder wie wäre es mit einer Fantasy-Kurzgeschichte von Henrik Quedburg. Einfach mal unter meinen Gesammelten Werken die Seite Lesenswert anklicken und sehen, worum es genau geht in den Geschichten und wo sie erhältlich sind.

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In Ägypten ist der Teufel los


Ägyptens Präsident Mursi wurde vom Militär gestürzt, Ruhe ist im Land der Pharaonen dennoch nicht eingekehrt.
Einerseits sind die Muslimbrüder sauer, dass das Militär eingegriffen hat und ihren Präsidenten entmachtete. Andererseits betonen sie immer wieder, dass ein demokratisch gewählter Präsident gestürzt wurde.
Moment mal, habe ich mich da verhört? Demokratisch gewählt? Wie war das vor einem Jahr noch einmal? War nicht von Wahlbetrug die Rede? Ach ja, nicht Mursi hatte sich widerrechtlich Stimmen angeeignet, sondern die Kandidaten, die auf den Plätzen vier und fünf landeten. Ja, ja, richtig, das war der Wahlbetrug gewesen. Eine weisse Weste für Mursi, der völlig ohne Betrug gewählt wurde. Ja, ja, demokratisch halt.
Das einzige, was sich nicht leugnen lässt, es sind freie Wahlen gewesen. Daran gibt es nichts zu zweifeln. Allerdings sind selbst die freien Wahlen ein wenig genauer zu betrachten. Wieso sind nur Kandidaten aufgestellt worden, die die Mehrheit der Menschen, also der jungen Leute, nicht haben wollte? Die sind aus diesem Grund nicht zur Wahl gegangen und haben indirekt Mursi seinen Weg ins Präsidentenamt geebnet, denn wie ich bereits letzte Woche schrieb, stimmt man mit einer Enthaltung immer dem Ja zu, hier eben Mursi.
Er war der ungeliebte Präsident der jungen Menschen, aber er stand auch für eine neue Ära in Ägypten. Seit über sechzig Jahren war Ägypten vom Militär regiert worden. Also nicht direkt von diesem, aber der aktuelle Machthaber stammte daraus.
Mursi war demokratisch gewählt worden, doch was er dann tat, empörte die Menschen, denn er begann mit der schleichenden Islamisierung des Landes. Genau das, was sich die Mehrheit nicht erhofft hatte und auch gar nicht wollte. So begannen sie aufzubegehren bis es in den letzten Wochen zu den Demonstrationen ausartete, wie es sie bereits im Februar 2011 gegeben hatte.
Mursi wollte nicht klein beigeben, seine Anhänger, vor allem die Muslimbrüder, unterstützten und unterstützen ihn. Schlägertrupps zogen durch die Gegend und sorgten für Gewalt und Terror. Offiziell seien es bezahlte Trupps vom Mubarak-Regime gewesen, so Mursi. Wissen wir das?
Die Situation begann sich zu verschärfen, ein winziger Funke hätte genügt, um einen Brandherd zu entfachen. Da sagte sich das Militär: Jetzt ist genug, entweder Mursi tritt innerhalb von 48 Stunden zurück oder er wird entmachtet. Genau genommen ein Staatsstreich, denn das Militär ist nicht demokratisch gewählt. Mursi liess das Ultimatum verstreichen, er wurde vom Militär abgesetzt. So weit, so gut.
Die Menschen freuen sich darüber. Scheinbar ist ihnen gar nicht bewusst, was diese Aktion eigentlich bedeutet. Schliesslich zeigt es, dass das Militär immer noch die heimliche Macht im Staat ist. Wie kann es sonst sein, dass so ein Putsch erfolgreich ist?
Besorgt äussern sich die Länder dieser Welt über das Geschehen in Ägypten.
Ehrlich gesagt, kritisiere ich das vorgehen des Militärs nicht. Sie haben eingegriffen, bevor schlimmeres passiert. Die Menschen wollten Mursi weghaben, aber der klebte an seinem Stuhl, wie es Mubarak tat. Mursi wurde unblutig aus dem Amt gehoben. Ausserdem hat das Militär zügig dafür gesorgt, dass ein Übergangspräsident gewählt wird. Sie haben betont, dass sie nicht die Macht wollen.
Ich bin jetzt mal so naiv und glaube deren Äusserungen. Deshalb kritisiere ich nichts und sage, dass sie versucht haben Schlimmeres zu verhindern.
Die Mursi-Gegner feierten. Ständig feuerten sie Feuerwerkskörper in den nachtschwarzen Himmel. Doch die Muslimbruderschaft will es nicht kampflos hinnehmen. Es gab weitere Demonstrationen und Zusammenstösse zwischen Mursi-Gegnern und -Anhängern. Nun stieg die Zahl der Toten rasant um das zehnfache. Und es wird einfach nicht besser.
Inzwischen hat sich eine Islamisten-Gruppe gebildet, die in Ägypten die Sharia einführen will, also die Bestrafung gemäss des Korans. Mursi hatte dafür bereits den Weg geebnet, indem er den Richtern erlaubte, die Sharia zur Urteilsfindung verwenden zu durfen. Das ist genau das, was Mubarak immer zu verhindern gewusst hat. Unter ihm war nicht alles gut, aber es gab Gleichberechtigung, alle Religionen waren gleich viel wert. Genau das ist nicht mehr gegeben. Und ich befürchte, dass es eine lange Zeit brauchen wird, bis endlich wieder Ruhe und Frieden in Ägypten einkehren wird.
Das ist traurig für die Menschen, die nur ein freies Land haben wollten. Sie haben den Teufel mit dem Beezelbub ausgetrieben. So etwas passiert häufig. Aber gerade Ägypten hätte etwas anderes verdient. Das Land lebt von den Touristen, diese bleiben aus. Das Auswärtige Amt hat inzwischen herausgegeben, dass man nun ganz Ägypten meiden soll, nicht nur Kairo und Alexandria.
Es ist schade, dass im Land am Nil kein Frieden einkehrt. Wir können nur hilflos zusehen, wie dort alles immer schlimmer wird und ein Bürgerkrieg immer näherrückt. Werden wir eines Tages das Erbe der alten Ägypter noch einmal betrachten können? Ja, ich gebe diese Hoffnung nicht auf. Irgendwann will ich mir die Tempel noch einmal ansehen.

Der Abhörskandal nimmt langsam ungeahnte Ausmasse an. Denn nun scheinen nicht nur die NSA und der britische Geheimdienst die Abhörwanzen Nummer eins zu sein, sondern auch der französische Geheimdienst. Besonders komisch, denn Frankreich zeigte sich ebenfalls höchst erbost über die Abhörmethoden der NSA. Dabei hat man selbst Dreck am Stecken. Aber wie es bekanntlich so heisst, man fühlt lieber im Abfall der anderen, als selbst in der eigenen Ecke zu kehren.
Innenminister Friedrich machte sogleich deutlich, dass der deutsche Geheimdienst nicht die USA abhören würde. Schön, haben wir eine andere Antwort erwartet?
Zugleich will die CDU/CSU nichts mehr von der Vorratsdatenspeicherung wissen. Einst das Lieblingsprojekt der Schwesterparteien, ist es nun zum ungeliebten Stiefkind geworden. Besonders Horst Seehofer tut sich hierbei hervor. Irgendwie muss er sich ja bei seinen bayerischen Wählern einschmeicheln, will er eine Woche vor der Bundestagswahl im September das Ministerpräsidentenamt behalten. Und das Merkel sowieso Wählerstimmen (nicht Wühlerstimmen) sucht, ist ebenfalls nichts Neues. In den letzten drei Monaten vor der Wahl fangen die Parteien an, einem das Blaue vom Himmel zu versprechen. Die Grünen wollen 500.000 neue Jobs schaffen. Wie schön, dann bin ich mal gespannt, wie sie das machen wollen, auch wenn sie das bereits grob anschneiden. Vor allem im Bereich der neuen Energien sollen diese Stellen zu finden sein. Falls sie also gewählt werden, haben sie vier Jahre Zeit, diese Vorgabe zu erfüllen. Die Grünen sind so optimistisch, dass sie glauben, diese Zahl noch zu überschreiten.
Welche Partei war eigentlich noch für ein monatliches Grundeinkommen? Muss sofort gewählt werden, denn dann kann ich zuhause faul auf dem Sofa liegen, mir dämliche Reality-Soaps ansehen und kriege dennoch was. Warum also noch arbeiten? Wäre doch völlig unnütz, denn ich kriege doch Geld.

Und wer so gar nicht weiss, was er im Sommer lesen soll. Einfach mal auf meine Seite Lesenswert klicken. Dort gibt es ein paar Lesetipps.

 

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Ägypten – Ein Land vor dem Bürgerkrieg?


Protestierende Menschen, die einen für, die anderen gegen den Präsidenten. Seit Mursis Wahl, die sich am Sonntag zum ersten Mal jährt, ist Ägypten zweigeteilt. Die einen sind für ihn, die anderen würden ihn am liebsten zum Mond schiessen.
Schon Mursis Wahl war nicht so ganz einwandfrei. Hatte nun ein Wahlbetrug stattgefunden, durch den er letztendlich an die Macht kam? Mursi bestritt es, gab aber zu, dass die Wahl nicht ganz einwandfrei abgelaufen sei. Betrogen hätten der viert- und fünftplatzierte der Präsidentschaftswahl.
Schon damals kam einem das wie eine Ausrede vor. Denn wieso sollten gerade die das machen? Damit sie nicht letzter werden? Glauben wir das wirklich? Aber was sollte gegen die Aussage getan werden? Das Gericht hatte entschieden und fertig. Mursi hatte seine weisse Weste.
Bereits damals regte sich Unmut, viele riefen zu einem Wahlboykott auf. Ein schlechter Rat, denn so kommt garantiert der Kandidat durch, gegen den man ist. Denn auch Enthaltungen zählen und zwar immer für eine Sache als dagegen. Das sollte man wissen, bevor man sich zu einer Stimmenthaltung entschliesst.
In Kairo soll es recht friedlich zugehen, während in Port Said und Alexandria die Gewalt eskaliert. Aber es braucht nur einen kleinen Funken bis auch in Kairo das Chaos und die Gewalt losgehen wird.
Man muss einen Bürgerkrieg fürchten, denn Mursi wird nicht gehen. Inzwischen lässt er sich schon zu Aussagen hinreissen, wo er das frühere Mubarak-Regime beschuldigt, dass sie Schlägertrupps bezahlen würden. Am Ende kommt heraus, dass Mursis Leute die bezahlt haben, hauptsache dem Gegner wird Schaden zugefügt.
Ganz abwegig mag es nicht sein, dass Mubarak-Anhänger Chaos stiften. Aber was soll der Sinn des Ganzen sein? „Seht her, ihr seid zu nichts fähig. Unter uns wäre es nie so weit gekommen?“ Ich kann mir gut vorstellen, dass Mursis Leute die Schlägertrupps bezahlen, damit die „harmlosen“ Demonstranten als die Bösen dargestellt werden, die Mubarak wiederhaben wollen.
Man kann es drehen und wenden, wie man will, aber unter Mubarak herrschte wenigstens so etwas wie Kontinuität. Die Muslimbrüder waren verboten, eine Islamisierung wurde weitesgehend verhindert. Natürlich war da auch nicht alles schön, dass will ich gar nicht leugnen. Aber war es wirklich schlechter? Ägypten hat seit Mursis Amtsantritt erhebliche Probleme. Die Wirtschaft liegt danieder, viele Menschen sind arbeitslos und die Touristen bleiben weg. Gerade das ist das schlimmste, was Ägypten passieren kann. Denn das Land lebt von den Touristen.
In Luxor verhungern die Pferde, die die Touristen-Kutschen ziehen, weil die Besitzer sich das Futter nicht mehr leisten können. Von den Nilschiffen sind nur mehrere Dutzend ausgelastet und in Betrieb. Die Menschen wissen nicht, wie sie an Geld kommen sollen und verscherbeln nun das, wofür die Touristen immer ins Land gekommen waren – altägyptische Kunstschätze. Es ist eine Schande, was mit dem Land passiert.
Ich glaube kaum, dass die Menschen, die damals gegen Mubarak auf die Strasse gegangen sind, das gewollt haben. Sie wollten ein freies Land. Das haben sie bekommen und irgendwie auch wieder nicht.
Das Land steckt in einer Zwickmühle und ob es sich selbst daraus befreien kann ist mehr als fraglich. Mursi wird so lange bleiben, wie er sich an der Macht halten kann.
15 Millionen Menschen sollen eine Rücktrittsforderung der Oppositionsbewegung unterschrieben haben. Klingt unglaublich, könnte mir aber vorstellen, dass es tatsächlich stimmt. Bei dieser Zahl werden die ein oder andere Million weniger kaum was ausmachen.
Es wird deutlich, dass Mursi verschwinden soll. Doch wie konnte er eigentlich gewählt werden, wenn ihn kaum jemand wollte? Das ist die Frage aller Fragen, die mich momentan beschäftigt. Da bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit übrig: Wahlbetrug. Das wurde auch zugegeben, allerdings waren die Schuldigen die anderen Kandidaten. Mursi hingegen hatte eine weisse Weste. Irgendwie hätte man sich das denken können. Putin schafft es schliesslich auch immer wieder, obwohl kaum jemand ihn haben will. Dennoch ist er wieder zum Präsidenten gewählt wurden.
Wenn jemand an die Macht will, findet er schon einen Weg. Das war immer so und wird immer so bleiben.
Mursi soll weg, die Forderung ist klar. Aber so friedlich wie vor zwei Jahren läuft es nun nicht mehr ab. Die Situation eskaliert, ein Bürgerkrieg könnte drohen. Inzwischen ist die ägyptische Armee ausgerückt, um wieder für Ordnung zu sorgen. Wie das aussieht, können wir uns vorstellen: Mit Gewalt wird alles niedergeknüppelt, was nicht rechtzeitig fliehen kann. Da wird sich Ägypten nicht von der Türkei oder von Russland unterscheiden. Denn Recht haben und Recht bekommen, sind immer schon zwei verschiedene Paar Schuhe gewesen. So bekommt man eben Prügel, wenn man auf der falschen Seite der Demonstranten steht.
Doch was wird geschehen, falls Mursi tatsächlich zurückgehen sollte? Wird in Ägypten endlich Ruhe und Frieden einkehren? Nach Mubaraks Rücktritt hatte es so ausgesehen, dann kam Mursi und die Muslim-Bruderschaft. Von Anfang an war das Verhältnis gespannt bis es schliesslich eskalierte. Anfangs noch harmlose Proteste, jetzt könnte es ein zweiter ägyptischer Frühlinger werden, wie im Jahr 2011. Bloss glaube ich einfach nicht daran. Weder an einen Umsturz, anders kann man es nicht nennen. Denn die Menschen werden nicht eher ruhen bis Mursi weg ist. Wenn nun alles friedlich verlaufen sollte, Mursi tritt einfach zurück, was wird kommen? Wird sich die Situation verbessern?
Nein, das wird mit ziemlicher Sicherheit nicht geschehen. Anfangs dachte man nach Mubaraks Rücktritt auch, dass nun goldene Zeiten anbrechen werden. Was kam? Genau das, was die Mehrheit befürchtet hatte. Die Muslimbrüder waren nicht mehr verboten und nutzten diese Situation, um an die Macht zu kommen. Eine schleichende Islamisierung greift um sich. Da wird ein landesweit bekannter und beliebter Komiker verhört, weil er Witze über Mursi und den Islam gemacht hat.
Unsere Polizeistationen in Deutschland wären restlos überlastet, wenn das bei uns geschehen würde. Bei uns heisst das Kabarett und ist die Art, die Schwächen der Politiker in humorvoller Weise zu zeigen. Natürlich geht da auch mal was unter die Gürtellinie, aber das ist noch lange kein Grund, jemanden wie einen Schwerverbrecher zu behandeln. Natürlich dürfen gewisse Themen bei uns nicht aufgegriffen werden oder als Vergleich dienen. Erinnern wir uns doch mal an einen vergangenen Nockherberg, wo Bruder Barnabas alias Michael Lerchenberg bei Guido Westerwelle eine Anspielung auf Auschwitz gab. Da war die Empörung gross. Gut, ein krasses Beispiel, denn hier muss man sich fragen, ob man vonseiten unserer Geschichte her, so eine Anspielung machen darf.
Ich kann nur hoffen, dass die Situation sich in Ägypten bessern wird. Vielleicht wird Mursi einsehen, dass er zutreten muss, damit wieder Frieden einkehrt im Land.
Denn es muss wieder Ruhe einkehren, sonst bleiben die Touristen aus. Und diese sind die grösste Einnahmequelle des Landes.

Heute Abend wird eine Ära im deutschen Fernsehen enden. Zum allerletzten Mal wird im Fernsehen eine Live-Ziehung der Lottozahlen gezeigt. Beim ZDF war bereits am Mittwoch Schluss, heute folgt die ARD. Nach fünfzig Jahren wird man die Ziehung nun nur noch im Internet verfolgen können.
Ob ein Grund für diesen Umbruch war, dass zwei Kugeln (eigentlich sind das Tischtennisbälle, wenn ich mich recht entsinne) vor einigen Wochen festhingen, sodass eine Ziehung für ungültig erklärt werden musste? So wird es gewesen sein. Ausserdem frage ich mich, wer sich das überhaupt noch live angesehen hat. Im ZDF gab es eine feste Uhrzeit um kurz vor sieben, aber in der ARD wurde das immer später und später. Da guckt das doch niemand mehr. Man muss einfach sehen, dass die Übertragung einer Lottoziehung nicht mehr zeitgemäss ist. Allerdings gibt es Wetten, dass..? auch noch.

Elefantendame Mala ist umgezogen. Bevor jetzt die grossen Freudensprünge kommen, muss ich ein wenig zurückrudern. Nein, Mala ist nicht nach Hamburg zurückgekehrt, auch wenn dort immer noch kräftig Werbung mit ihr gemacht wird. Wie sagt Jenala immer: Zurückholen oder sein lassen.
Also, Mala ist in ein neues Gehege gezogen. Sehr viel grosszügiger als das Gehege, das sie zuvor bewohnt hat. Sieht nicht schlecht aus und irgendwie scheint sie fröhlicher zu sein als sonst. Ausserdem lässt sie sich tatsächlich von Rani am Schwanz anfassen. Scheint sie wohl nicht mehr zu befürchten, dass diese ihr in denselbigen beissen könnte. Bei Ani hatte sie das gar nicht gemocht.
Mala scheint zufriedener zu sein, allerdings muss man sie weiter beobachten, schliesslich ist sie eine Meisterin der Maske.
Und werft mal einen Blick in die Rubrik Lesenswert!!!

 

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Sommer im Winter – Die Klimakatastrophe kommt


Das war vielleicht ein Weihnachten. Sommerliche Temperaturen, ein Heiligabend wie ich ihn noch nie erlebt habe. Und nun das genaue Gegenteil. Schnee ohne Ende, als ob das Wetter auf die plötzliche Idee gekommen sei, sich nun endlich Jahreszeitengemäss zu verhalten. Ein Wetterchaos wie es gar nicht geht. Aber in Zeiten der Klimaerwärmung muss man sich überhaupt nicht mehr wundern.
Na ja, meine Heimsuchung ist wieder Richtung Leipzig verschwunden, dafür habe ich anderen hohen Besuch. Mein Bruder ist da. Will sich wohl bloss meine Wohnung ansehen, wie ich vermute. Anderweitig kann ich mir nicht wirklich erklären, was er sonst will.
Nun gut, über Weihnachten hat sich viel getan, vor allem sind bekannte Leute gestorben wie die Fliegen. Allen voran Jack Klugman, den viele als „Quincy“ aus der gleichnamigen Serie kennen. Lief jahrelang erfolgreich auf RTL bis es dann irgendwann im Abendprogramm von SuperRTL wieder auftauchte. Auf DVD sind die Staffeln inzwischen auch erschienen. Habe ich mir lange nicht angesehen.
Mit Klugman ist in diesem Jahr der dritte grosse US-Serienstar gestorben. Aller Anfang machte Andy Griffith, bekannt als „Matlock“, ihm folgte vor wenigen Wochen Larry Hagman und nun Jack Klugman.

Ägypten hat eine neue Verfassung, doch muss man sich wieder fragen, ob alles mit rechten Dingen abgelaufen ist. Angebllich soll den Menschen ein Leben im Paradies nach dem Tod versprochen worden sein, wenn sie für Mursis Verfassung (so nenne ich die einfach mal) stimmen. Zudem hätte es weitere Wählerbeeinflussungen gegeben, Wahllokale wurden zu spät geöffnet oder man erhielt bereits ausgefüllte Wahlscheine.
In der Kritik ist die Verfassung, weil sie in einigen Punkten nicht demokratisch sei und einem in die Religionsansichten reingeredet werde.
Ich glaube so langsam, dass die Menschen, die vor knapp zwei Jahren gegen Mubarak demonstriert haben, nicht geahnt haben, dass alles nur schlimmer würde. Unter Mubarak gab es so etwas wie die Religionsfreiheit, die Scharia durfte nicht zur Urteilsfällung hinzugezogen werden und die Muslim-Brüder waren verboten. All dies hat sich geändert. Momentan tut sich noch nicht viel, allerdings müssen wir weiterhin ein Auge auf Ägypten haben, um dessen Entwicklung weiter zu verfolgen. Denn: Schlimmer geht immer.

Die brutal in Neu-Dehli vergewaltigte Studentin ist in Singapur ihren schweren Verletzungen erlegen. Das mag nun wenig feinfühlig klingen, aber ich glaube, dass es besser für sie war, das sie gestorben ist. Sie hatte schwerste Kopfverletzungen und ich will gar nicht wissen, wie ihr Unterleib ausgesehen hat.
Und das alles nur, weil sie in einen privaten Bus gestiegen ist. Würde einem da der Gedanke kommen, dass einer Frau dort so etwas passieren kann? Es gibt nun einen Bus, speziell für Frauen. Aber was nützt das, die Umstände, dass Frauen in Indien nicht viel gelten, macht das nicht wett.
Denn immer noch werden weibliche Föten abgetrieben, obwohl es inzwischen ein Regierungsprogramm gibt, dass jedem geborenen Mädchen ein Sparbuch zusagt, damit es im Erwachsenenalter sein eigenes Geld hat. Man muss auch bedenken, dass Mädchen bei Hochzeiten recht kostspielig sind.
Da muss sich in Indien noch viel tun. Vielleicht wird dieses traurige Ereignis die Menschen ausrütteln. Doch für wie lange wird es halten?
Das Kastensystem existiert auch immer noch, obwohl es da auch ein Programm gibt, dass dieses System unterlaufen will. Aber was Tradition ist, kann nur sehr schwer gebrochen werden.
Ich habe mal von einer ehemaligen Kollegin gehört, wie sie von einem Lehrer erzählte, dessen Tochter einen Anruf von ihrer Freundin aus Indien bekam. Diese war dort vergewaltigt worden und wusste nun nicht, was sie tun sollte. Die Tochter des Lehrers setzte von Deutschland aus alle Hebel in Bewegung, dass dort etwas geschah. Wie dann die Sache ausgegangen ist, weiss ich nicht mehr, aber daran erinnerte ich mich in letzter Zeit wieder, wenn in den Nachrichten über die nun tote Studentin berichtet wurde und wird.

 

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Tage des Sturms – Ägypten außer Kontrolle


In Ägypten scheint nach Tagen des Protestes und der Eskalation ein wenig Ruhe eingekehrt zu sein. Vor einigen Tagen sah es noch recht düster aus. Ägypter demonstrierten gegen Präsident Mursi, der die Verfassung zu seinen Gunsten ändern wollte. Mit diesem Ansinnen hätten die Ägypter sich einen neuen Mubarak geschaffen, den sie vor knapp zwei Jahren loswerden wollten.
Doch dieses Mal artete das alles weit mehr aus als damals. Harmlos war es damals schon nicht. Aber jetzt war alles schlimmer. Panzer wurden vor Mursis Amstsitz aufgezogen. Ich will mir gar nicht ausmalen, was da hätte alles passieren können.
Aber dass Mursi sich mehr Macht einräumen würde, war irgendwie vorauszusehen. Bereits die Wahl lief schon seltsam ab. Alle wählbaren Kandidaten hätten betrogen, ausser dem Sieger – Mursi. Da hat einer eine ganz weisse Weste gehabt. Was auch schon wieder verdächtig ist. Aber so ist das nun einmal. Man rückt sich selbst ins beste Licht, während die anderen die Buhmänner sind.
Nun scheint Mursi einzulenken. War der Druck von Aussen zu gross? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, sonst hätte er doch schon eher „kleinbeigegeben“.
Aber irgendwie lenkt er auch nicht ein. Denn er soll sich mit dem Militär verbündet und eine Art neuer Notstandsgesetze ausgehandelt haben. Das Militär könne nun staatliche Einrichtungen schützen, was sie ja bereits tun, wenn ich mal kurz an die Panzer erinnern darf, und dass sie willkürlich Verhaftungen ausführen können. Dies alles gilt bis die Krise bewältigt ist. Erinnert das nicht an Mubarak? Ja, irgendwie schon, nur das es dieses Mal alles nur noch schlimmer ist. Und die Menschen in Ägypten, die auf den Strassen sind und demonstrieren, werden nicht aufhören. Sie wollen endlich Gerechtigkeit und vor allem eine Demokratie, die diesen Namen auch verdient.
Warten wir jetzt erst einmal ab, wie sich die Situation in Ägypten entwickeln wird. Machen können wir doch eh nichts, bloss zusehen.

Wo ich gerade von Demokratie geschrieben habe. Silvio Berlusconi ist wieder da! Bei der nächsten Parlamentswahl in Italien will er erneut antreten, um zum fünften Mal Ministerpräsident zu werden. Ich kann bloss hoffen, dass die Italiener ihn nicht noch einmal wählen, sondern ihn mit Nichtachtung strafen werden. Habe nur irgendwie nicht das Gefühl, das sie wirklich dazugelernt haben.

Wer mich kennt, der weiss, dass ich von Schnee genauso wenig halte wie Weihnachten. Aber Tatsache ist, dass es geschneit hat, nicht erst heute, nicht erst gestern. Also alles eingepudert zum Weihnachtsfest, wie es scheint.
Am Dienstag gab es von Mon Chérie eine besondere Aktion. Zum Barbara-Tag verteilten sie Kirschzweige auf zwanzig Weihnachtsmärkten in Deutschland. Ich also nichts wie hin zum Weihnachtsmarkt. Denn um 15 Uhr hatte ich sogar mal Zeit dazu. An dem Tag hatte ich einen Interviewtermin, der auf sich warten liess. Jedenfalls hatte ich gerade Zeit und war um kurz nach drei da. Fand den Stand auch auf anhieb. Und was passierte dann? Ich wollte mir so ein Mon Chérie nehmen und durfte es nicht. Kommentar: „Ich sei noch nicht alt genug dafür.“ Nun war ich völlig irritiert. Denn mit 27 Jahren sollte man doch wohl Mon Chérie konsumieren dürfen, wenn man es denn möchte. Man hielt mich für noch nicht volljährig. Das habe ich das letzte Mal vor sieben Jahren erlebt, als ich irgendwelche Pralinen für meine Oma kaufen wollte. Kann man das glauben? Ich weiss ja, dass ich nicht aussehe wie 27, sondern ein paar Jahre jünger, aber doch nicht gleich neun Jahre oder noch mehr.
War das nun mangelnde Alterseinschätzung oder soll ich es als Kompliment aufnehmen? Tendiere hierbei zu ersterem.
Ich durfte dann doch so ein Pralinchen nehmen und bekam einen Kirschzweig.
Das ist mal wieder eine Anekdote, die ich in meinem schlauen Heftchen speichern sollte. Damit ich mich immer daran erinnere und aus all den abbstrusen Situationen ein Buch machen kann. Genug habe ich schon. Aber es geht immer noch was.

Die Twistheads Star Wars sollen erst ab dem 17. Dezember auf den Markt kommen, doch wie ich gelesen habe, sind sie bereits bei Penny und Lidl erhältlich. Nicht in allen Läden, muss ich dazu sagen. Und ich habe mir auch keine gekauft, so dass ich nicht sagen kann, ob das tatsächlich stimmt. Man kann die neuen Ü-Eier daran erkennen, dass sie einen kleinen Punkt auf der Folie haben, der grün ist.
Die Mädcheneier mit Barbie-Inhalt sind noch nicht zu bekommen. Ich warte eh auf bessere Zeiten, auf Serien, die an die gute alte Zeit erinnern. Da werde ich wohl ewig warten müssen.

Elefantendame Mala hat wieder mal ein Spiel des FC St. Pauli getippt. Das erste Rückrundenspiel der aktuellen Saison bestreiten sie gegen Erzgebirge Aue. Im letzten Jahr hat St. Pauli dort sechs Punkte gelassen, weshalb sie nicht aufgestiegen sind, weil es diese sechs Punkte waren, die ihnen fehlten. Das Hinspiel haben sie gewonnen, wie Mala vorhergesagt hatte. Und wofür hat Mala sich nun entschieden?
St. Pauli wird gegen Aue verlieren. Davon ist die Dickhäuterin mehr als überzeugt. Da es am Sonntag wieder schneien soll, habe Aue bessere Chancen, denn die würden solch ein Wetter kennen.

 

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Gefährliche Schokolade – Nur falsch gemessen?


Ägypten kommt nicht zur Ruhe. Weiterhin wird dort demonstriert – für oder gegen Mursi. Fragt sich nur, was passiert, wenn beide Gruppen aufeinandertreffen. Eskaliert dann die Situation?
Mursi und seine Anhänger wurden in die Ecke gedrängt, nun versuchen sie zurückzuschlagen.
Dabei sollte man allerdings nicht aus den Augen verlieren, warum gegen Mursi demonstriert wird. Es geht darum, dass der ägyptische Präsident sich mehr Machtbefugnisse ausstellen lassen wollte/will.
Doch dagegen wird protestiert, denn es wurde nicht umsonst gegen Mubarak demonstriert, dass ein neuer Präsident kommt, der die Demokratie wieder aushebelt.
Wir können nur abwarten, was geschehen wird. Jedenfalls werde ich Ägypten erst einmal von meiner Reiseliste streichen.

Heute ist der erste Dezember, wir können die ersten Türchen unserer Adventskalender aufmachen, wenn wir denn einen haben. Sollte es einer sein, der kleien Schokoplättchen enthält, sollte man vielleicht einmal einen Blick auf die Testergebnisse der Stiftung Warentest werfen. Denn vielleicht ist dort ja gerade der Adventskalender als bedenklich aufgeführt, dem man zu Hause liegen hat.
Ich habe auch einen dieser Schokokalender, weil Regina den gekauft hat. Dabei weiss sie doch ganz genau, dass ich keine Vollmilchschokolade mag, weil ich mich sofort davon übergeben muss. Weiss nicht, warum ich die nicht vertrage, aber der Geschmack ist einfach widerlich. Deshalb mochte ich auch nie solche Adventskalender oder verabscheue die Schokolade der Überraschungseier (die übrigens nächste Woche wieder einmal im Angebot sind. Da wollen die Läden wohl noch schnell die alten Serien loswerden, da bald die neuen Serien kommen).
Die Mehrheit der Adventskalender ist nicht belastet, bloss einige der Markenkalender. Und da wird das Urteil natürlich nicht hingenommen. Sind sie nicht die ersten und werden sie auch nicht die letzten sein.
Soll sich in der Verpackung befinden, mit der die Schokolade in Berührung kommt. Dadurch nimmt die Kakaomasse ebenfalls die Giftstoffe an. Und dann wird es gefährlich.
Ich bin sowieso nicht für Adventskalender mit Schokolade. Die schmecken einfach nicht und ungesund sind sie auch noch. Am besten selbst was basteln, wenn es denn unbedingt ein Adventskalender sein muss.
Ich halte ja bekanntlich von Weihnachten nichts. Die Weihnachtsmärkte haben wieder geöffnet und auch sonst ist es überalll weihnachtlich geschmückt. Als ich vor einigen Tagen in ein Einkaufszentrum ging, wurde ich von Tannenbäumen, Engelsflügeln und Lichterketten beinahe erschlagen. Nicht auszuhalten. Nur noch mit Sonnenbrille umhergehen? Ich habe keine Ahnung, wie man dieses Lichtermeer ertragen soll.
Spätestens am sechsten Januar oder am zweiten Februar ist Schluss damit für einige Monate.

Elefantendame Mala hat wieder einmal zwei Spiele des FC St. Pauli richtig getippt. Einmal war es das Spiel am Mittwoch gegen Braunschweig, wo Mala auf eine Niederlage tippte. Und dann heute das Spiel gegen Kaiserslautern, wo der Verein gewinnen sollte. Beides stimmte.
Mala hat sogar eine einfache Erklärung für ihre beiden Vorhersagen. Denn wenn Ginczek spielt, gewinnt St. Pauli meistens. Eine Überlegung ist die Theorie wert. Kann man anders nicht sagen.
Mala hat in ihrem neuen Wohnort übrigens Gesellschaft bekommen. Es handelt sich um eine recht faltige Elefantenkuh namens Rani. Scheinen sich gut zu verstehen, aber Bilder sagen nicht alles.
Zu Mala wurde noch gesagt, dass sie mit Stereotypen gekommen sei, also dass sie webte. Das wäre ein Zeichen für Langeweile und Einsamkeit. Ersteres ja, sagt Jenala, letzteres hat Mala erst dort begonnen. Und zuvor soll sie es nur gemacht haben, wenn sie von Hussein als Punchingball behandelt worden war.
Hoffen wir, dass es ihr nun bessergehen wird. Aber irgendwie wirkt sie immer noch traurig. Das wird wohl auch nicht mehr vergehen, wenn man mehr als 45 Jahre an einem Ort gelebt hat und dann woanders hinkommt.
Elefantendame Mala wünscht sich übrigens jetzt ein schönes und feierliches Weihnachtslied. Was sie nicht alles will.

 

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Ein Pharao regiert Ägypten wie es ihm gefällt


In Ägypten flammen die Proteste wieder auf. Demonstriert wird gegen den neuen Machtinhaber Mursi, der sich zu einem neuen „Pharao“ emporzuheben scheint.
Schon die Wahl ist reichlich abstrus abgelaufen, wenn wir uns erinnern. Da wurden Kandidaten aufgestellt, die die jungen Ägypter nicht haben wollten. Sie wollten nicht wählen gehen, was nun auch wieder nicht richtig ist, da so der Kandidat Chancen bekommt, der garantiert nicht gewünscht wird. Dies ist damals schon Mursi gewesen, der auch als Favorit galt.
Das Wahlergebnis kam, es wurde von Manipulation gesprochen, alles wurde überprüft, aber manipuliert worden waren nur die Ergebnisse des zweiten und dritten. Wollen wir das glauben? Glauben heisst bekanntlich nicht wissen, und so können wir nichts dazu sagen, nur vermuten.
Auf dem Tahrierplatz, dort, wo im Februar 2011 die Ägypter gegen Mubarak demonstierten und ihn schliesslich zum Rücktritt zwangen, kam es erneut zu Protesten, als Amtsinhaber Mursi verkündete, seine Machtbefugnisse auszubauen bis es zu einer Parlamentswahl kommt. Damit widerspricht er den demokratischen Ansätzen, die die Demonstraten gefordert haben. Sie haben nicht Mubarak aus dem Amt gejagt, um den nächsten „Diktator“ oder hier „Pharao“ zu bekommen. So gingen sie auf die Strasse, nicht nur in Kairo, sondern auch in Port Said und Alexandria.
Selbstverständlich wurden diese Demonstrationen nicht geduldet, die Polizei ging gegen die Proteste mit Tränengas vor.
In aller Welt wird mit Besorgnis gesehen, was Mursi tut. Er wird aufgefordert, den demokratischen Prozess nicht zu verzögern oder zu untergraben. Dazu sagt Mursi, dass Ägypten seinen Weg weitergehen und sich dabei nicht aufhalten lasse werde. Er würde im Sinne Gottes und der Nation seine Pflichten erfüllen.
Fragt sich bloss, welcher Nation, denn wenn es Demonstrationen gibt, steht die Nation nicht geschlossen hinter ihm. Zudem muss man bedenken, dass Mursi dem Lager der Muslim-Brüder angehört. Eben jenen, die unter Mubarak verboten waren. Der wird seine Gründe dafür gehabt haben. Es wird seit Mursis Amtsantritt gefürchtet, dass der Islam radikalisiert wird und die Christen, hier die Kopten, verdrängt werden. Noch ist das nicht eingetreten. Aber was jetzt nicht ist, kann immer noch geschehen.
Wir müssen abwarten, was in Ägypten weiter passieren wird. Noch ist es relativ friedlich, das kann sich allerdings schnell ändern.

Es wird wieder gegen die Strompreiserhöhung gemosert. Kein Wunder, denn das ist schon ein starkes Stück. Inzwischen kostet der normale Strom genauso viel wie Öko-Strom. Und ob der nun wirklich Öko ist, sei mal dahingestellt. Denn da kommt gewiss nicht das durch meine Steckdose an, was ich beziehe. Denn wenn das Netz Eon gehört und ich von einem Öko-Stromanbieter den Strom beziehe, kriege ich den Strom, der gerade durch Eons Leitungen läuft. Und der kann öko sein, muss er aber nicht. Das sehe ich ja nicht.
Und noch einmal der Preis. Es wird jetzt moniert, dass der Preis so hoch sei, weil da noch jede Menge Steuern draufliegen. Das ist nicht falsch, wie beim Benzin, dass auch nur wegen der ganzen Steuern so teuer ist.
Wir bezahlen also Verbraucher also, dass wir Strom aus erneuerbaren Energien haben wollen. Wieso muss ich das dann zahlen? Ich will weiterhin meinen Strom aus der Kernenergie beziehen. So lange das mit den erneuerbaren Energien nicht läuft, halte ich davon absolut nichts. Da zahle ich als Verbraucher drauf.

Larry Hagman ist mit 81 Jahren gestorben. Vor einigen Wochen habe ich über den Dallas-Fiesling noch einen Artikel geschrieben. Aber so kann es kommen. Dallas steht vor einer Neuauflage und das Gesicht dieser Serie – anders kann man es nicht nennen – stirbt. Er war in den letzten zwei Jahren sehr in Deutschland präsent, auch mit der Werbung für Solarenergie.

Elefantendame Mala langweilt sich mal wieder, weshalb sie das nächste Spiel des FC St. Pauli getippt hat. Dieses Mal geht es gegen den MSV Duisburg. Die standen lange Zeit auf dem letzten Platz der Zweiten Liga, nun haben sie bereits zwei Plätze gut gemacht. St. Pauli liegt noch im unteren Mittelfeld, aber der Weg auf einem Abstiegsplatz ist schnell gemacht.
Gegen Hertha gab es eine Niederlage, wie vom alten Rüsselorakel vorhergesagt. In der 85. Minute fiel das Gegentor, so wie man es von St. Pauli kennt. Der Verein fängt immer in der letzten Viertelstunde die meisten Gegentore. Offensichtlich haben sie gegen Ende keine Kraft mehr oder sind sich sicher, einen Sieg bzw. ein Unentschieden einzufahren. Man sollte nie zufrieden sein und kämpfen bis zum Abpfiff.
Mala hat das Spiel gegen Duisburg getippt und ist sehr optimistisch. Sie sagt, dass St. Pauli gegen Duisburg gewinnen wird.
Da wollen wir doch mal sehen, ob das große Rüsselorakel tatsächlich recht haben wird.
Schon Malas Geburtstaglied gehört? Hier ist es: http://youtu.be/ssm0ddGrLLE

 

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