RSS

Schlagwort-Archive: Nachwuchs

Wenn die Bedeutung des Feiertags verloren geht…


Ostern ist im Anmarsch, hat am Gründonnerstag begonnen.
Karfreitag ist im Christentum einer der höchsten Feiertage. Und weil das nun mal so ist, dürfen in den Bundesländern keine Jahrmärkte öffnen und auch keine Tanz- oder Sportveranstaltungen stattfinden. Deshalb gibt es in der Bundesliga keine Freitagsspiele.
Gegen dieses nicht mehr zeitgemässe Gesetz wurde gestern demonstriert. Begründung: Die Mehrheit der Menschen in Deutschland würde sich nicht dafür interessieren, was der Karfreitag bedeute. Für sie sei es nur ein ganz normaler Feiertag und zudem ein Ärgernis, weil es halt dieses Tanzverbot gebe. Wurde deshalb gestern Abend auch nicht „Let’s Dance“ auf RTL gezeigt? Die Möglichkeit sollte man erwägen.
Ich erinnere mich, dass vor Jahren die Diskussion war, ob Kneipen in Bayern an den stillen Feiertagen Punkt Mitternacht schliessen müssen. Die FDP wollte damals, dass auch nach Mitternacht noch die jeweiligen Lokalitäten geöffnet bleiben können. Dagegen wehrte sich die CSU vehement. Am Ende km ein Kompromiss heraus. Kneipen & Co. durften bis 2 Uhr feiern, dann erst kommt die Sperrstunde, wenn ein stiller Feiertag ansteht. Aber danach darf eben nicht mehr getanzt werden.
In der heutigen Zeit mutet es tatsächlich etwas seltsam an, dass weder getanzt oder gefeiert oder sich vergnügt werden darf. Denn im Gegensatz zu früher, sind den meisten Menschen die christlichen Feiertage bedeutungslos geworden. Einerseits weil sie sich als Atheisten sehen, gar nicht wissen, was Ostern eigentlich bedeutet oder eben einer anderen Religion angehören. Wobei ich da denke, dass diese die christlichen Feiertage tolerieren und sich nicht darüber beschweren werden.
Heutzutage freuen sich viele, dass sie einen arbeitsfreien Tag haben, warum das so ist, ist ihnen völlig egal. Nun gut, nicht alle haben an Feiertagen frei, denn der Strom soll bekanntlich dauerhaft aus der Steckdose fliessen und Rettungskräfte können auch nicht sagen, dass sie frei machen, weil Feiertag ist.
Da wurde also gegen das Tanzverbot protestiert. Gut, protestieren kann man gegen alles, nur bleibt am Ende die Frage, ob es auch was bringen wird. Ich glaube nicht, dass sich etwas daran ändern wird. Ausserdem hängt es auch davon ab, in welchem Bundesland man sich befindet. In den vornehmlich katholischen Bundesländern wie beispielsweise Bayern oder Baden-Württemberg wird das Tanzverbot strenger gehandelt als in den Stadtstaaten. Wobei dort natürlich auch keine Jahrmärkte geöffnet haben. In Bremen war in diesem Jahr allerdings eine Ausnahme ergangen wegen des stürmischen Wetters Anfang der Woche, in Hamburg hingegen nicht.

Das kleine Kuhkalb aus dem Leipziger Zoo hat es nicht geschafft. Am Mittwoch musste es eingeschläfert werden, nachdem sich seine Werte verschlechtert hatten. Das ist nun schon das zweite Drama um Elefantin Hoa und ihren Nachwuchs. Erst tritt sie bei ihrem ersten Jungtier zu fest zu, dass dieses stirbt, nun waren die anderen beiden anwesenden Elefanten zu rabiat gegenüber dem kleinen Mädchen und brachem ihm unabsichtlich den Oberschenkel. Keine Frage, dass Kuhkalb war mit 68 Kilo überaus zart. Ich würde fast von Untergewicht sprechen. Hat man da zu sehr bei Hoa darauf geachtet, dass sie nicht zuviel zunimmt? Das wurde immer mal wieder bei „Elefant, Tiger & Co.“ gezeigt. Aber eben nur Spekulation mit der Gewichtsüberwachung.
Nächstes Jahr steht dann die Geburt bei Elefantin Thura an. Gerade der Elefant, die dafür bekannt ist, dass sie ihre Jungtiere hasst wie die Pest und sie nicht trinken lassen will. Wenn das kleine Elefäntchen zu ihr kommt, um zu trinken, dann tritt sie es weg oder attackiert es noch schlimmer. Bei Ratna, ihrem ersten Jungtier, kehrte erst Ruhe ein, als eine ältere Elefantin in die Box neben sie gestellt wurde. Diese Aufgabe übernahm nach deren Tod Elefantin Shandra, die anfangs Angst vor kleinen Elefanten hatte, weil sie selbst diese nicht kannte. Heutzutage merkt man davon nichts mehr, avancierte zum Liebling von Thuras Nachwuchs. Aber Shandra ist weiterhin in Hamburg, Thura in Leipzig.
Thura ist mit ihrer besten Freundin Saida zusammen, die seit April 2006 nicht mehr mit einem Jungtier zusammengekommen ist. Gut, Rani kam letztes Jahr mit ihrer Mutter an, ist erst fünf Jahre alt. Aber Saida mochte sie nicht besonders, sodass Rani am Ende von Mutter und Tante abgetrennt werden musste. Eigentlich hätte man erwarten können, dass Saida Rani vor Thura beschützt. Doch nein, Mutter und Tante vermöbelten Rani. So ist sie nun alleine. Sie soll nun wohl in die Gruppe um Hoa integriert werden. Hoffentlich klappt das, sonst hat man in Leipzig drei Gruppen, aber immer noch keine wirklich funktionierende Herde.
Was wird sein, wenn Saida nicht die Rolle übernimmt, die Elefantin Shandra in Hamburg bei den letzten Jungtieren von Thura übernommen hat. Wird Shandra dann nach Leipzig reisen müssen. Jonas hält von dieser Idee absolut nichts. Einmal wäre Shandra der wichtigste Elefant in der Hamburger Herde und zweitens hätte sie in den letzten Monaten stark abgebaut. Sie sei immer noch hellwach und habe eine gesunden Appetit, aber sie macht dennoch einen schlechten Eindruck. So wäre ein Umzug nach Leipzig für sie nichts.
Dann bleibt nur die Dauerüberwachung durch die Pfleger, so wie es bei Ratna in den ersten acht Wochen nach ihrer Geburt war. Da wird auf Leipzig etwas zukommen.
Was ist eigentlich, wenn Rani nicht in die Gruppe von Don Chung, Trinh und Hoa integriert werden kann? Kehrt sie dann nach Hamburg zurück? Da muss man sagen, dass das EEP bei Thura und Rani lieber nicht auf das Mutter-Tochter-Gespann bestanden hätte. Hinterher ist man immer schlauer. Aber wie ich von Jonas weiss, hatte Rani in Hamburg als engere Freundin nur Shandra und wie lange die das noch machen wird, ist fraglich. Vielleicht hätte man sie mit Salvana vergesellschaften können, denn die soll laut Jonas auch allein in der Gruppe sein. Aber mit Rani hatte sie es nie so. Mal sehen, wie sich das alles entwickeln wird. Vielleicht wird mit Thura und Saida und Thuras Nachwuchs im nächsten Jahr alles gutgehen. Vielleicht aber auch nicht. Dann ist die nächste Katastrophe da.
Nein, ich sehe nicht alles schwarz, ich bin nur realistisch. Thura hätte gar nicht nach Leipzig gehen dürfen, wenn die Vermutung nahelag, dass sie ein weiteres Jungtier bekommt. Aber der Umzug nach Leipzig war schon lange beschlossene Sache und hätte auch schon im Jahr zuvor stattfinden sollen. Aber es ist so, wie es nun einmal ist. Irgendjemand wird immer die Suppe auslöffeln müssen.

Hat irgendjemand am Dienstag die neue Vorabend-Serie „Rentnercops“ in der ARD gesehen? Das ist eine der besten Serien, die ich seit langem in der ARD gesehen habe.
Die Handlung ist glaubhaft, nicht überdreht, die Witze richtig gesetzt und nicht übertrieben. Vor allem ist es mit Tilo Prückner und Wolfgang Winkler exzellent besetzt. Man nimmt den beiden ihre Rollen als pensionierte Kommissare sofort ab.
Nach dieser schrecklich überdrehten Serie „Unter Gaunern“, die hoffentlich eingestellt werden wird, wird endlich wieder eine Serie gezeigt, auf die man sich freut und nicht genervt nach fünf Minuten wegschaltet.
Aber man sieht, dass diese Folgen von Autoren geschrieben wurden, die bereits Erfahrung darin haben, wie man eine gute Serie schreibt. Denn die Drehbuchautoren zeigen sich auch für „Mord mit Aussicht“ verantwortlich. Gut, die letzte Staffel war ein wenig zu klaumaukhaft, aber immer noch besser als der Blödsinn, der sonst in der ARD gezeigt wird.
Auch die Einschaltquoten der ersten Folge lassen hoffen. 1,96 Millionen Zuschauer haben sich den Einstand angesehen. In der für die ARD so wichtigen werberelevanten Gruppe der 14 bis 49jährigen sahen allerdings weniger als erhofft zu. Vielleicht geht man bei der ARD endlich mal den Weg von RTL und setzt das Alter auf 59 herauf. Dann stimmt die Quote auch wieder.
Aber es ist doch auch so, dass die ARD bedenken muss, dass die jüngeren Zuschauer um die Zeit noch gar nicht zu Hause sind, weil sie noch arbeiten, von der Arbeit kommen oder privaten Hobbys nachgehen. Natürlich gibt es auch Zahlen für die Mediathekabrufe, aber die werden uns nicht bekannt gegeben.
Dennoch stimmt es hoffnungsfroh, dass diese Serie so gut anzukommen scheint. Kann man nur hoffen, dass die Serie es auch die nächsten sieben Folgen auch schafft, die Zuschauer vor den Fernseher zu locken.
Die Handlung ist wirklich gut. Das kann man bei „Hubert & Staller“ leider nicht mehr sagen. Da geht einem Girwidz inzwischen dermassen auf die Nerven, dass man gar nicht mehr gucken will. Inzwischen muss man sich schon fragen, wie der eigentlich Polizist werden konnte, so blöd wie der ist. So verpeilt sind nicht einmal Hubert und Staller, die fallen höchstens mit der Tür ins Haus, weil sie es nicht so mit dem Überbringen einer Todesnachricht haben. Dennoch hat die Serie in der momentan laufenden vierten Staffel sehr nachgelassen.
Das sieht man auch an den Zuschauerzahlen, die sind nicht mehr so hoch, wie sie einstmals waren. Die dümpeln unter der Zwei-Millionen-Marke. Aber irgendwann ist jede Serie vorbei. Und bevor es noch schlimmer wird, sollte man vielleicht einmal darüber nachdenken, ob man nicht einfach aufhört. Spätestens dann, wenn die blauen Uniformen eingeführt werden, die nun Bayern als letztes Bundesland einführen werden.
Aber erst einmal freue ich mich sehr über die neue ARD-Serie „Die Rentnercops“, die hoffentlich noch lange laufen wird.

Dass Toyota mit Elefantendame Mala ein neues Werbegesicht hätte, war eine zu schöne Nachricht, die ich am Mittwoch verkündet habe. Leider war alles nur ein Aprilscherz. Mala hat zwar wirklich mal Kastenwagen getestet, aber noch ist kein Autohersteller an sie herangetreten, um sie als Werbegesicht zu verpflichten.
Ausserdem hat Elefantendame Mala ab sofort nur noch wenig Zeit, denn bei ihr ist wieder geöffnet. Folglich kann sie wieder bewundert werden. Noch wird sie nicht baden gehen und die Besucher nass machen, aber gefüttert wird sie dennoch werden. Darauf freut sie sich schon sehr, denn ein Schleckermaul war sie immer schon.
Natürlich hofft sie, dass nicht alle zu den ollen Pandas, diesen Bambusfressern, stürmen werden, denn sie sei viel netter und vor allem intelligenter.
Obwohl die Elefantendame so viel zu tun hat, fand sie dennoch die Zeit, das Spiel des FC St. Pauli gegen Fortuna Düsseldorf zu tippen. Mala ist wieder höchst euphorisch und sagt einen Sieg gegen Düsseldorf voraus. Hingegen ist die Pusteblume ganz anderer Meinung und sagt, dass St. Pauli Unentschieden spielen würde.
Am Montagabend wird man sehen, ob eines der beiden Rüsselorakel recht behalten hat.

Werbeanzeigen
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Wüstenstrom ist blöd, denn Kohle ist schöner!


Lange habe ich nicht über die Krim-Krise geschrieben. Einfach deswegen, weil es immer um die gleichen Dinge ging. Putin fordert sein Recht, während die EU und der Rest der Welt dagegen sind. Tja, das geht immer noch so weiter. Nun geht es mal wieder um das leidige Thema Gas. Das will Russland erneut der Ukraine abdrehen, was auch bedeuten würde, dass es Engpässe in Deutschland und weiteren Ländern geben würde. Hängt unter anderem mit dem Druckabfall zusammen und war vor ein paar Jahren schon einmal eingetreten. Es gibt um Gasschulden, die irgendwie nie weniger werden. Und wenn Russland nicht weiter weiss, dann drehen sie der Ukraine eben das Gas ab. Nun will RWE (E.on wars nicht) der Ukraine Gas liefern, bekommen es aber unter anderem auch aus Russland. Irgendwie ein Paradoxon, dennoch gut, wenn so Russlands Drohung wirkungslos bleibt.
Der Konflikt verschärft sich gerade wieder einmal, denn auf der Krim wurde ein weiteres Behördengebäude gestürmt. Das hat zur Folge, dass Russland im Ansehen der EU, der USA und der Nato weiter sinkt. Das Abrüstungsabkommen der Atombomben ist ebenfalls in Gefahr. Putin hatte schon damit gedroht, das Abkommen mit den USA aufzukündigen, wenn diese weitere Sanktionen gegen Russland beschliessen. Vor allem sind Wirtschaftssanktionen nun gar nicht gut für die Weltwirtschaft. Diese hat sich seit 2008 noch nicht wirklich erholt, da kommt dann gleich die nächste Krise. Russland hat schon Probleme mit seiner Wirtschaft, dass wird nun noch schlimmer. Und wenn dann weitere Sanktionen kommen, wird ein Teufelskreis begonnen, den man nicht aufhalten kann.
Tja, wie es aussieht, wird der Krim-Konflikt noch für jede MEnge Gesprächsstoff in den nächsten Wochen und vielleicht auch Monaten sorgen. Und das in Zeiten, wo vor hundert Jahren der Erste Weltkrieg begann.
Will Putin eigentlich auch die Restukraine für Russland beanspruchen? Es sieht zeitweise immer so aus, aber nichts Genaues weiss man nicht.
Ich frag mich wirklich, was eigentlich mit der Krimbesetzung bezweckt werden soll. Will Putin beweisen, welche Macht Russland besitzt und sie die EU samt den USA in die Knie zwingen können? Ich verstehe es einfach nicht, denn bisher zieht er überhaupt keinen Nutzen davon. Er ist in der Weltpolitik nicht mehr angesehen, die russische Wirtschaft erholt sich nicht und es gibt nur noch mehr Probleme.
Was macht man, wenn die Wirtschaft am Boden liegt? Richtig, man zettelt einen Krieg an. Zu Beginn wird dadurch die Wirtschaft angekurbelt, aber je länger dieser Krieg dauert, desto schlechter für die Wirtschaft.

Die Kernenergie hat in Deutschland keine Zukunft mehr seit der Fukuschima-Katastrophe im März 2011. Die erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne wurden zum neuen Ziel erklärt. Bloss werden momentan mehr Kohlkraftwerke hochgezogen als Windräder oder Solaranlagen. Umweltschonend ist das nun wirklich nicht. Aber Merkel hat schliesslich dafür gesorgt, dass die Emissionen nicht weiter gesenkt werden müssen. Wie clever, nciht wahr?
Tja, da Deutschland nicht gerade als Sonnenland verschrien ist und auch der Wind nicht immer gerade so weht, wie er soll, hatte man sich überlegt, in ein Projekt namens Desertec zu investieren. Desertec will Strom aus Wind und Sonne in der Wüste gewinnen. Anfangs waren auch viele deutsche Unternehmen Feuer und Flamme. Das hat sich nun allerdings geändert. Nun ist E.on (nicht REW, Erklärung weiter oben im Text) raus. Wollen sich mehr auf ihre heimischen Erzeugnisse konzentrieren. Sieht also ganz so aus, als ob Dersertec ein Schuss in den Ofen wäre. Eigentlich schade, denn für die Pflege der Solarpanele hätte man doch ein paar Langzeitarbeitslose nehmen können. Die hätten diese immer vom Wüstenstaub befreien müssen. Was da die Arbeitenlosenquote gesunken wäre.
Bitte nicht ganz ernst nehmen. Wer meine Artikel nun schon länger liest, der weiss, dass ich das Thema vor drei Jahren immer gern aufgegriffen habe, da ich immer noch glaube, dass der schnelle Ausstieg aus der Kernenergie absolut unüberlegt ist.

Elefantendame Mala ist sauer, denn St. Pauli hat gestern Abend sämtliche Aufstiegschancen verspielt. Wie sagt Jonas noch immer so schön? Wer eins null führt, der stets verliert. Und genauso ist es gewesen. Da führen sie nach einer knappen Viertelstunde, um dann einen Gegentreffer zu kassieren, der wieder einmal nach einer Standardsituation gefallen ist. Aber das sei typisch St. Pauli, wie Jonas mir sagte. Genauso wie sie immer in der letzten Viertelstunde oder in der Nachspielzeit verlieren würden. War schon zu Stanislawskis Zeiten so – als er noch Spieler war – und hat sich seitdem nicht wirklich geändert. Woran es liegen mag? Die TRainer haben seitdem öfters gewechselt, nur das ist geblieben. Unkonzentriertheit? Überheblichkeit? Irgendwas muss es ja sein.
Jonas ärgert sich, dass sein Testobjekt, der Schlaubeutel versagt hat. Denn die Elefantin tippte auf einen Sieg St. Paulis. Anfangs hätte sie auf eine Niederlage getippt, aber dann habe Jonas die Auswahl geändert und Schlaubeutel tippte auf einen Sieg. Tja, nun will er sie noch einmal testen. Wenn sie wieder danebenliegen sollte, wird er sich auf Plattfuss konzentrieren. Seine Probleme möchte ich haben. Aber es ist einfach nicht zu leugnen, dass Elefantendame Mala das beste Rüsselorakel ist, das es gibt. Denn sie tippte gleich auf eine Niederlage St. Paulis. Sie weiss auch, dass St. Pauli gar nicht aufsteigen will. Die Gründe dafür habe ich bereits vor einiger Zeit ausführlich erläutert. Der Schlaubeutel muss vielleicht noch ein wenig trainieren, denn so fehlerlos ist Mala anfangs auch nicht gewesen, wenn ich daran einmal erinnern darf. Besonders an die falsche Angabe beim Eröffnungsspiel der EM 2012 erinnere ich gerne.
Neuigkeiten aus Hamburg gibt ebenfalls. Dort ist gestern erstmals der diesjährige Nachwuchs der Kamschatkabären gezeigt worden. Zwei Männchen und ein Weibchen, deren Namen alle mit dem Buchstaben I beginnen. Sie heissen Igor, Iwan und Irina. Ich sage jetzt mal, dass sie alle nach russischen Künstlern benannt wurden. Nach einer russischen Sängerin, dann nach einem Komponisten (Strawinski) und schliesslich nach einem Schauspieler (Mosjukin, hier verwende ich die deutsche Schreibvariante, weil der Vorname in der deutschen Variante geschrieben wurde). -Übrigens Arte, nicht den Themenabend im September vergessen. Es gibt einige schöne Filme mit Ivan Mosjoukine (hier die französische Variante des Namens).
Jonas war ganz überrascht, als er davon hörte, denn eigentlich hatte er gedacht, es würde in nächster Zeit kein Nachwuchs gewünscht sein, schliesslich sind die beiden Bärenbrüder von vor drei Jahren auch noch da und ein Abnehmer ist weit und breit nicht in Sicht – offiziell. Vielleicht gehen sie ja nach Moskau, schliesslich haben die ihre Walrösser abgegeben. Da wollen die auch Ersatz haben. Also abwarten, was sich da tun wird. Sonst heisst es momentan einfach Schichtbetrieb auf der alten Anlage. Wobei, so überrascht war Jonas dann doch nicht, wo er die Bärin schon seit Wochen nicht draussen auf der Anlage sah. Da musste was im Busche sein, wie er fand.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Stirbt der Mensch aus? – Wie gefährlich das Verfüttern von gentechnisch verändertem Futter ist


Eine berechtigte Frage, wie ich finde. Wobei es nun nichts Neues ist, dass Schweine und Geflügel mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert werden. Aber es wird mal wieder darauf aufmerksam gemacht. Was ich nur richtig finde.
Denn völlig ahnungslos essen wir Fleisch von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln, also Soja, gefüttert wurden. Es herrscht nämlich keine Kennzeichnungspflicht. Nur wenn ein Produkt direkt mit gentechnisch veränderten Produkten verarbeitet wird, muss es für den Endverbraucher gekennzeichnet werden.
Also bekommen Schweine und das Geflügel Gensoja und wir sind so blöd, weil ahnungslos, und essen dann das Fleisch von diesen Tieren.
Dabei wissen wir nicht einmal, wie gefährlich das ist. Im Fernsehen gab es auf Arte vor ein paar Jahren mal eine Dokumentation über Monsanto, die ja bekanntlich gentechnisch verändertes Saatgut vertreiben und in Indien praktisch für die Armut der indischen Bauern verantwortlich ist. Aber darum geht es nun nicht, sondern um die gesundheitlichen Schäden, die durch gentechnisch verändertes Soja entstehen.
In den USA wurden die Sauen langsam unfruchtbar. Sie bekamen immer weniger Nachkommen, was für die Betriebe dort natürlich eine Katastrophe war. So, nun einmal scharf nachgedacht. Die Schweine werden mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert, davon werden sie mit der Zeit unfruchtbar. Nun essen wir Menschen dieses Fleisch. Eventuelle Folge davon: Auch wir werden unfruchtbar. Bewiesen ist es ja bereits. Ein Paar wünscht sich Kinder, bekommt aber keine. Beide lassen sich untersuchen, es kann aber nichts festgestellt werden. Was ist es nun? Umweltgifte ist dann oft die Antwort, was auch zutrifft. Und dann eben auch das Fleisch von Tieren, die mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert wurden.
Nun meine Überschrift verstanden? Natürlich wird die Menschheit nicht wirklich aussterben, aber förderlich ist es auch nicht gerade.
Erinnert sich noch jemand daran, wie Horst Seehofer Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz war? Die Gentechnik hat er gefördert bis zum geht nicht mehr. Scheint ja immer noch sehr positiv davon überzeugt zu sein. Als er dann bayerischer Ministerpräsident wurde, war dann das Thema zwar nicht ganz erledigt, aber es wurde nicht mehr in dem Umfang betrieben wie vorher. Es wurden sogar Gensorten verboten. Was allerdings nicht heisst, dass es in Deutschland keine Versuchsfelder für gentechnisch veränderte Pflanzen gibt.
Ja, es gibt sie noch. Heimlich still und leise stehen sie irgendwo. Natürlich so aufgestellt, dass möglichst nichts entfleuchen kann. Bloss ist das praktisch gar nicht möglich.
Denn kann man dem Wind verbieten, dass er dort nicht wehen soll? Kann man Tieren, wie Feldmäusen oder sonstigem Getier vorschreiben, dass es nichts von den Feldern nehmen soll? Und vor allem, kann man Bienen sagen, dass sie diese Felder umfliegen und die Blüten in Ruhe lassen sollen? Nein, kann man nicht. Also sind diese Versuchsfelder alles andere als gut.
Und noch einen Haken hat die Sache. Wenn Bienen an die Blüten von gentechnisch veränderten Pflanzen geraten, kann der ganze Honig vernichtet werden. Und das wird für die Imker immer schwieriger, Stellen zu finden, wo keine gentechnisch veränderten Pflanzen wachsen.
Kanada versucht nun schon seit einigen Jahren, die ganzen Gentechnik-Pflanzen loszuwerden. Bloss ist das schwieriger als gedacht. Sie haben Deutschland sogar gewarnt, bloss nicht erst mit der Gentechnik anzufangen. Aber hören wir darauf? Wenn man an die Testfelder sieht, nein. Und welche Futtermittel bekommt man heute überhaupt noch, die nicht irgendwie verändert sind. Es sind doch alles Hochleistungszuchten, damit möglichst viel Gewinn eingestrichen wird.
Deshalb gibt es auch Vereine, die sich um die alten Saaten kümmern. Bloss handeln die in einer EU-rechtlichen Grauzone. Denn jedes alte Saatgut muss beim Bundessaatgut (oder wie es auch immer heisst) angemeldet und mit 30 Euro pro Jahr bezahlt werden. Tja, das wird natürlich teuer bei einigen tausend Sorten.
Dabei sind die alten Sorten oft geschmacklich sehr viel besser und auch robuster. Aber sie werfen eben keinen grossen Gewinn in der Ernte ab. Aber wollen wir nicht lieber Geschmack als Masse? Nein, wir wollen es vor allem billig. Ich ja auch, gebe ich frei heraus zu.
Die Nachricht des WWF, der angeblich seine Geldmittel für dieses Jahr schon komplett ausgegeben haben soll – deshalb vielleicht dieses Aufrütteln? -, sollte uns aufrütteln. Was wir dagegen tun sollten? Vegetarier werden, sich nur noch von Grünzeug ernähren. Aber selbst da können wir uns nicht sicher sein, was wir da auf den Teller kriegen. Denn selbst Bio ist nicht immer Bio.

Eine traurige Nachricht kam aus dem Berliner Zoo. Der letzte noch verbliebende Panda in Deutschland, Bao Bao, ist tot. Er wurde 34 Jahre alt und war damit der älteste Panda in einem Zoo. Ich habe ihn und seine Gefährtin, die sich aber nicht mit ihm verstand, vor Jahren gesehen. Ein Jahr später war die Pandabärin tot, hatte wohl den Knut-Hype nicht verkraftet.
Mit Bao Baos Tod endet eine Ära. Ob nun noch irgendwann neue Pandas kommen? Ich weiss es nicht. Aber wollen wir auch wirklich welche sehen? Nach Wien ist so weit der Weg nicht, jedenfalls für mich.

Gestern hat die Jubiläumssaison der Bundesliga begonnen. Dortmund hat gegen Werder Bremen glanzlos mit 2:1 gewonnen. Ein tolles Spiel war es nicht. Aber es war auch erst das erste Spiel.
Elefantendame Mala sagt, dass St. Pauli gegen Energie Cottbus leider verlieren wird. Wollen wir mal sehen, ob die Dickhäuterin recht behalten wird.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Elefantenbaby für Salvana – Bald ist es da!


Es scheint sich in Hamburg wieder was anzubahnen. Das ist doch mal eine gute Nachricht.
Jenala ist schon ganz hibbelig. Als ihr Cousin gestern in Hamburg im Tierpark war, konnte er nicht ins Elefantenhaus. Warum? Tja, bei der letzten trächtigen Elefantenkuh hatten die Wehen eingesetzt. Bis jetzt ist aber noch nichts geschehen. Habe mal kurz bei Google-News und der dortigen Internetseite des Tierparks geguckt, aber es steht nach nichts von einem neuen Elefantenbaby. Immer noch ist nur von Lai Sinhs Bullenkalb die Rede. Also macht es Salvana immer noch spannend.
Es sollen sogar zwischenzeitlich mal wieder die Wehen ausgesetzt haben. Scheint wohl normal zu sein, so lange es kein Geburtsmarathon werden wird, wie bei Lai Sinhs erstem, das dann nach 26 Stunden leider tot zur Welt kam. Seitdem ist Lai Sinh bekannt dafür, dass die eigentlich Geburt bei ihr nur eine Viertelstunde dauert. Aber Salvana ist Erstgebährende, da dauert das meist immer etwas länger.
Allein ist sie wenigstens nicht. Sie kann in der Elefantenhalle umherlaufen, sich mal hinlegen oder auf die Unterstützung der anderen Herdenmitglieder hoffen. Wobei Jenala ja sagt, dass sie mit denen, mit denen sie in der Halle zusammen ist, nicht wirklich was zu tun hat. Vor Lai Sinh würde sie gerne mal abhauen, mit Yashoda hätte sie gar nichts Zutun, höchstens mit Kandy war sie zusammen. Aber wehe, es ging um die Rangordnng, da hat Salvana der jüngeren Kandy unmissverständlich klar gemacht, wer das Sagen hat. Am liebsten würde sie an der Box von Thura stehen, die sich nicht mit in der Halle befindet, da sie sich nicht mit Yashoda und deren Nachwuchs verträgt. Keine Ahnung, wieso. Ich erinnere mich noch an Bilder, wo Klein-Kandy und Klein-Thai miteinander gespielt haben. Aber das ist lange her. Erwähnter Thai lebt seit Juni 2010 in der ersten Jungbullen-WG Deutschlands, in Heidelberg.
Jenala schilderte auch, dass Salvana letzte Woche überhaupt kein Interesse an der Gruppe oder Lai Sinhs Jungtier zeigte. Sie stand immer nur bei Thuras Box, holte sich Futter, aber beim Jungtier stand sie nicht. Also warum ist se dann nicht bei Thura? Tja, die Frage aller Fragen, was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass Thura recht problematisch ist. Aber Jenala glaubt, dass sie Salvana gegenüber sich normal verhalten würde, schliesslich sei Salvana die Tochter von Thuras bester Freundin Saida. Kommt einem bekannt vor? Richtig, das erzählte ich bereits das letzte Mal. Ein bisschen Wiederholung muss sein, um es besser zu verstehen.
Jenalas Cousin, Jonas war wohl sein Name, hat gesagt, dass am gestrigen Tag immer wieder lautstarkes Brüllen aus dem Elefantenhaus gekommen wäre. Und zu seiner Überraschng hätte Shahruhk darauf geantwortet. Er schien sehr daran interessiert, was in der Halle vor sich ging. Soll früher auch immer mal mit Salvana über die Anlage gestreift sein, wenn sie wieder Schwangerschaftslaufen hatte. Und sie gab ihm ständig Contra, wenn er mal wieder frech war. Nun oebt er ja mit Shanti zusammen, der aus Hannover gekommen ist. Beide sollen nach Polen übersiedeln, wenn der neue Zuchtbulle von dort nach Hamburg gekommen ist. Dazu muss aber erst einmal der jetzige Zuchtbulle Hussen nach Belgien umziehen. Und das wird immer später. Also dann wohl im Herbst der neue Bulle. Jenala freut sich jedenfalls über den Tag, an dem der neue Zuchtbulle Thisiam noch nicht da ist. Und so hofft sie auch für ihren Ersatzelefanten, dass diese de leere Anlage beziehen wird und nicht zu dem „polnischen Franzosen“ gesteckt wird. Da hört sie nämlich vrschidene Versionen: Eine besagt, dass Mala zu Thisiam kommt, die andere besagt, Mala darf in die Mutter-Kind-Anlage ziehen. Fragt sich nun bloss, was nun stimmt. Ich weiss es nämlich nicht. Und Jenala erst recht nicht, sonst wäre sie nicht so besorgt.
Na ja, erst mal abwarten, was sich nun tut. Das kann sich alles den nächsten Minuten oder Stunden entscheiden. Und dann werden wir weiter sehen.
Über Hoa gibt es auch was zu berichten. Sie hat durch de Geburt etwa 230 Kilo verloren, ist noch genauso verfressen und wasserscheu wie vor der Geburt auch. Dennoch ist nicht zu übersehen, dass sie immer noch traurig ist. Die alte Fröhlichkeit ist noch nicht zurückgekehrt.
Im Übrigen sage ich immer noch, dass Hoa nicht absichtlich He Kind getötet hat. Ihre Tritte waren nur zu kräftig, ansonsten hat se es ja richtig gemacht. Elefantenmütter tretten ihr Neugeborenes, um den Kreislauf n Schwung zu bringen und es zum Aufst zu animieren. Das mag brutal aussehen, ist es aber nicht. Auf Planetopia haben sie am Montag die Geburt von Lai Sinhs Bullenkalb gezeigt. Ganz am Ende, nach dem ganzen Geplänkel ist die Geburt zu sehen. Lai Sinh steht auf der Schräge, die dann ihr Kind heruntersaust. Bei Thura ist das genauso abgelaufen, nur Yashoda hat sich eine Sandkuhle gebaut gehabt, aber vielleicht kennt die das eben so aus Indien.
All Elefanten in der Halle waren beteiligt. Alle? Nein, Salvana hielt schon bei Thura an der Box auf Nr kam keine einzige Sekunde. Ich finde, genauso wie Jenala, dass das doch schon alles sagt. Salvana hat mit dieser Gruppe nichts am Hut.
Ihr kennt ja alle mein Problem mit meinem PC: BIOS Checksum Error und so weiter. Tja, könnte eine leere Bios-Batterie sein, aber ich versuche es jetzt ja mit einem Linux-Rettungssystem. Mal sehen, ob das was bringt. Aber ich kann wenigstens noch was tun, denn Jenalas Laptop sagt überhaupt keinen einzigen Piep mehr. Nur ein schwarzer Bildschirm und sonst nichts. Hat ihren Laptop ganz normal benutzt und am nächsten Tag schaltet sie ihn ein und nichts geht mehr. Sie dachte erst einmal an einen kaputten Bildschirm, also externen Monitor angeschlossen, aber auch da tat sich nichts.
Ihren Roman hat schon bis auf wenige Kapitel anderweitig gespeichtert. Aber ihr ganzes Tagebuch ist da drauf und natürlich ihre Notizen für den Roman, sprich Recherchen. Das ist nun ganz schön ärgerlich. Kann ich gut nachvollziehen, denn auch ich bin auf mene Daten angewiesen. Erinnert mich übrigens daran, dass ich mal wieder meine Daten speichern sollte, extern natürlich. Mein Laptop ist schliesslch auch nicht mehr der jüngste. Aber mir immer noch der liebste, wie Regina immer sagt.
Wie es aussieht, muss Regina mal den Heizlüfter reinigen und Wärmeleitpaste hinzufügen. Wusste überhaupt nicht, dass es so was wie Wärmeleitpaste überhaupt gibt. Wenn es schlimmer kommt ist die Grafikkarte Schrott. Und ganz schlimm kommt es, wenn es das Mainboard sein sollte, dann kann sich Jenala einen neuen Laptop kaufen. Ein Mainboard kostet nämlich bis zu 400 Euro. Und für das Geld gibt es heutzutage schon einen neuen Laptop von Aldi.
Mal sehen, was sie machen wird. Am Ende wohl noch die Festplatte ausbauen. Ich kann bloss hoffen, dass ihr Cousin sich dabei nicht einmischt, sonst ist das Ding schneller Schrott als Jenala das selbst tun könnte.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Ist Elefant Hoa für den Tod ihres Jungtiers verantwortlich?


Samstag schrieb ich noch, dass Elefantenkuh Hoa aus Leipzig in den nächsten Tagen ihr Jungtier bekommen würde. Dies ist auch geschehen, nachdem Hoa mehr als einen Tag Wehen hatte. Doch anstatt das nun ein putzmunteres Bullenkalb durch die Halle des Leipziger Elefantenhauses trudelt, wird der Zoo mit Vorwürfen jeglicher Art überschüttet. Denn der kleine Bulle ist tot, sehr wahrscheinlich wurde er durch die eigene Mutter totgwtrampelt. Absicht oder einfach nur unglücklichen Umständen geschuldet? Das ist die Frage, die halb DeutschLand beschäftigt. Ist Elefantenkuh Hoa Schuld am Tod ihres Jungtiers?
Wer die Zeitungs- und Internetberichte liest, wird zu keinem anderen Schluss kommen, als das die unerfahrene Hoa ihr Jungtier getötet hat. So wird es uns jedenfalls vermittelt. Sollte man nicht zuallererst von der Unschuldsvermutung ausgehen? Es wird ja sogar vermutet, dass das Jungtier bereits tot geboren sein konnte bzw. kurz danach gestorben ist, ohne Hoas Zutun. Was ist beispielsweise mit dem Geburtsgewicht, das bei knapp 130kg gelegen hat? Für mich klingt das nach einem Koloss. Kurz mal Jenala gefragt, ob denn das Elefantenbaby nicht zu dick war und deshalb gestorben ist. In Hamburg ist vor über zehn Jahren auch ein Elefantenbaby mit erheblich erhöhten Körpergewicht geboren worden, das kurz nach der Geburt verstarb. Nicht einmal Mund-zu-Mund-Beatmung hatte geholfen. Also lag meine Vermutung nahe, dass Hoas Jungtier auch ein erhöhtes Geburtsgewicht vorwies und eventuell aufgrund dessen verstorben war. Hoa ist ja ein Fressbeutel und immer schon recht propper gewesen.
Jenala sagte mir, dass ein Gewicht zwischen 90 und 110 kg normal sei, ein Jungtier aber durchaus auch bis zu 140kg wiegen könnte. Also war es doch nicht zu schwer? Ich bleibe weiterhin skeptisch.
Dann ist da noch die Sache, dass Hoa ganz alleine in der Halle war und entbunden hat. Sie konnte sich frei bei der Geburt bewegen, was ja heute eigentlich zum Standard gehören sollte. Einziger Nachteil: Sie war ganz allein. Nirgends eine andere Elefantenkuh, die sie bei der Geburt hätte unterstützen können. Keine Trinh, keine Don Chung und vor allem keine Saida, die bereits Erfahrung mit Herdengeburten vorweisen kann, da sie aus Hamburg stammt. Und Hagenbeck rühmt sich ja immer mit seinen seit 2003 stattfindenden Herdengeburten.
So kann selbst ein Problemelefant vor seinem Jungtier geschützt werden, da die Tanten oder eventuell auch eine Tante eingreift und der Mutter zeigt, wo es längs geht. Das war in Leipzig nicht möglich. Dort war Hoa ganz alleine, wurde von Pflegern überwacht, die im Zweifelsfall aber auch nicht eingreifen konnten. Und so soll es eben zu dem Unglück gekommen sein.
Man muss bei Hoa auch bedenken, dass sie erstens die rangniedrigste der Gruppe ist und von den anderen nicht wirklich akzeptiert. Weder Saida noch die anderen beiden mögen sie besonders. Und Saida steht eh beim Bullen, da sie immer versuchen soll Chefin zu werden. Eigentlich will jeder Elefant außer Hoa Leitkuh sein. 2006 war Saida gekommen, um genau so eine Situation zu vermeiden, wie sie nun vorherrscht. Damals hatte Rhani noch gelebt, aber selbst diese mochte Hoa nicht besonders.
Das Verhältnis zwischen Hoa, Thrinh und Don Chung hat sich etwas gebessert und ist nicht mehr ganz so schlimm wie vor ein paar Jahren. Aber die dicksten Freunde sind die drei nicht geworden, das ist eher ein dulden.
Wenn man Hoa betrachtet, so ist sie bei allen Elefanten das fünfte Rad am Wagen. Vielleicht sollte sich der Leipziger Zoo wirklich überlegen, ob sie Hoa nicht abgeben an einen anderen Zoo, die sie besser in eine Gruppe integrieren können. Meine Vermutung, dass der Zoo Leipzig Hoa als gleichwertigen Ersatz für Salvana Hagenbeck anbot, hält sich immer noch. Aber was wollten die mit einem weiteren Problemfall? Davon haben sie schliesslich schon zwei, wobei Mala beim Bullen meist gut aufgehoben ist und Thura geniesst eben Dauerbewachung und wird in der Halle von den anderen getrennt gehalten. Hier muss man aber auch wissen – Jenala sei Dank -, dass Thura erst seit Saidas Weggang diesen schweren Stand hat. Die beiden waren dickste Freundinnen und kamen aus einer Einrichtung in Spanien, wo sie wohl schlimmes durchgemacht hatten. Thura ist nun alleine, kann eine der anderen Kühe, und folglich deren Nachwuchs, nicht ausstehen. Also nicht leicht.
Aber ich schweife ab, zurück zu den Leipziger Elefanten.
Hoa war allein in der Halle, niemand konnte eingreifen. Es wird ja kritisiert, dass der ehemalige Cheftierpfleger Tempelhoff kurz vor der Geburt wegen irgendwelcher internen Querelen abgesetzt und in ein anderes Revier versetzt wurde. Ich weiss nicht, ob er etwas hätte ändern können. Wobei Hoa ja angeblich eine enge Bindung zu ihm hatte. Wenn das stimmt, hat Hoa wirklich die Bezugsperson verloren, der sie vertraut hat. Hoa hat ja eher eine Bindung zu den Menschen um sie gehabt als zu ihren Artgenossen, vor denen sie angeblich sogar Angst hatte. Deshalb ist es mir unverständlich, dass niemand bei der Geburt eingreifen konnte. Ja, es mag gefährlich sein, gerade bei einer Geburt. Aber Hoa? Solange ich keine Aufnahmen der Geburt gesehen habe, kann ich dazu wirklich nichts sagen.
Vielleicht hätte Hoa wirklich an die Kette gelegt werden sollen. Aber wissen wir, ob es dann besser ausgegangen wäre. Die Kette kann doch keine Lösung sein. Bei allein erstgebährenden Elefanten vielleicht doch. Tja, ich weiss es nicht. Geburten an der Kette sind veraltet, da mag Leipzig schon mit einer Geburt in der Halle recht gehabt haben. Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Leipzig das nur veranstaltet hat, um nicht als veraltet zu gelten. Damit sie qeiterhin ihrem Ruf als „Zoo der Zukunft“ gerecht werden. Aber die Zukunft hat sie schon lange überholt. Wenn man hinter die Fassade schaut, wird es deutlich.
Kommen wir nun zu den Tierschützern, die sich immer dan zu Wort melden, wenn etwas schief gegangen ist. Mit denen hat nicht nur der Leipziger Zoo zu kämpfen, sondern jede Zoologische Einrichtung, ob in Deutschland oder der ganzen Welt.
Da werden einmal die Haltungsbedingungen kritisiert. Ich will ja nicht sagen, dass die Elefanten ein supertolles Leben im Zoo geniessen, aber wirklich schlecht geht es ihnen dort auch nicht. Sie kregen jeden Tag ihr Futter und müssen nicht fürchten von Wilderern getötet oder von einer Tretmine zerfetzt zu werden. Natürlich haben sie sich an die Befehle der Pflegerzu halten und können nicht tun und lassen was sie wollen. Das ist dem Schutz der Menschen gechuldet, die mit den Elefanten arbeiten. Das ist allerdings noch lange kein Freifahrtsschein, um die Elefanten zu trietzen.
Natürlich sind auch immer mal welche dazwischen, die lieber nicht mit Elefanten arbeiten sollten, aber solange den grauen Riesen kein Schaden zugefügt wird, geht es noch.
In Asien werden den Elefanten auf grausame Art und Weise der Willen gebrochen. Gefesselt stehen die Elefanten da und versuchen sich zu befreien, bis sie aufgeben und sich dem Menschen fügen. So etwas nenne ich grausam, aber dagegen scheint niemand gegen angehen zu wollen. Nein, kritisieren wir doch lieber das, was direkt vor unserer Haustür sitzt.
Da wird von den Tierschützerin die Herdenstruktur oder nicht vorhandene Homogenität kritisiert. Ja, dass in Leipzig seit spätestens Rhanis Tod nichts mehr geht, ist allgemein bekannt und nichts Neues. Daran wird sich mich ziemlocher Sicherheit auch nichts ändern.
Dass eine Erstgebährende allein in der Halle ist ohne die Unterstützung von erfahrenen Tanten, mag durchaus rechtens sein. Aber wer Hoas Stand kennt, muss sich doch fragen, welche Kuh denn wirklich geeignet dafür gewesen wäre? Mir fehlt keine ein.
Dass leichtsinnig gehandelt wurde mit einer Geburt ohne Ankettung, ich weiss nicht. Bei beiden Methoden kann durchaus was schiefgehen.
Zu guter Letzt, dass dem Leipziger Zoo verboten werden sollte zu züchten. Das ist wirklich starker Tobak, wie ich finde. Denn ist es nicht gerade das erklärte Ziel eines jeden Zoos durch Nachzuchten eine Art zu erhalten? Und gerade die asiatischen Elefanten sind vom Aussterben weitaus bedrohter als ihre afrikanischen Verwandten.
Hoa ist noch ein Wildfang und würde frisches Blut in die europäischen Gruppen bringen.
Durch diese erste Schwangetschaft von ihr, ist gewährleistet, dass sie auch weitere Kinder wird haben können. Denn bei weiblichen Elefanten ist es so, dass sie bis ungefähr zwanzig wenigstens einmal ein Kind hätten kriegen sollen, damit sich ihre Gebärmutter nicht verändert. Es gibt immer wieder Ausnahmen wie Hoa, die 24 war, oder Shandra, die 30 war, aber leider eine Fehlgeburt hatte.
Hoas Baby ist tot. Einige äussern sich darüber auch im Dinne von: Na und? War doch eh nur ein Bulle, die gibt es schon genug. Richtig, es war ein BullenkAlb, aber Naing Thein ist nun einmal bekannt dafür männlichen Nachwuchs zu zeugen. Das steht in einem Verhältnis von 4:1. Deshalb Jenalas Vermutung, der Nachwuchs von Salvana könnte auch männlich sein.
Seien wir froh, dass wenigstens Hoa die Geburt gut überstanden hat.
Und vielleicht war es wirklich besser so, dass das Jungtier nicht überlebt hat. Wer weiss, was da für ein Bulle herangewachsen wäre, der eine Mutter voller Komplexe hat.
Warten wir nun das Obduktionsergebnis ab. So lange gilt für mich die Unschuldsvermutung.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Hoa oder Salvana – welcher Elefant macht das Rennen?


Gestern war mal wieder Karfreitag, was bedeutete, dass es ein Feiertag war und ich nicht zur Arbeit musste. Das ist das gute an einem Feiertag, der fest auf einen Tag, nämlich den Freitag, fixiert ist.
Und was heisst Karfreitag? Richtig, wir gedenken Jesus, der ans Kreuz geschlagen wurde. Und dann natürlich seiner Auferstehung, die drei Tage später erfolgt ist.
Wer jetzt sagt, dass ist bloss alles Schwachsinn, den lasse ich das sagen. Es kann durchaus so gewesen sein. Bloss dass Jesus Gottes Sohn gewesen ist, kann ich nicht glauben. Aber ich kann ja glauben, was ich will. Das muss jeder für sich halten, wie er will.
Für die meisten ist Ostern nur Kommerz, wie für mich. Es wird Süsskram aller Art angeboten und Eier boomen jetzt wie nichts.
Als ich heute morgen in einem Laden war, wurden dort sogar gefärbte Ostereier verschenkt. Das war mir dann doch wirklich zuviel.
Das Gute an Ostern ist, dass genau zwei Arbeitstage dafür draufgehen. Das heisst zwar für die Redaktion, dass wir vorgezogene Schlusstage und weniger Tage haben, um unsere Artikel zu schreiben. Aber das ist mir egal.
Jeder Tag, den ich nicht in der Redaktion sein muss, ist ein wunderbarer Tag. Wer meinen Blog schon öfters gelesen hat, wird wissen, warum ich das schreibe. Ich hasse meinen Job, aber immer noch besser als gar nichts. Aber glücklich bin ich damit wirklich nicht.

So, im Zoo Leipzig wird es spannend. Elefant Hoas Werte sind unter eins gefallen, was bedeutet, dass die Geburt in den nächsten Tagen stattfinden wird. Wie es also aussieht, werde ich meine Wette gewinnen.
Ich hatte ja mit Jenala gewettet, welche Elefantenkuh denn nun zuerst ihren Nachwuchs bekommt. Ich war für Hoa, während Jenala für Salvana war, die im letzten Jahr nach Hamburg zurückgekehrt ist. Beide Geburten sind für April angesetzt worden. Und nun sieht es so aus, als ob die „Katastrophe auf vier Beinen“ das Rennen machen wird. Und das auch noch so praktisch an Ostern. Da werden die Besucher dann ja strömen.
Sollen sie, ich bin vom Leipziger Zoo schon lange nicht mehr überzeugt. War ich ja früher schon nicht und hielt vieles für mehr Schein als Sein. Wird vielleicht durch die Doku anders aufgenommen, aber wenn man mal wirklich hinter die Kulissen blickt und alles, dann fragt man sich wirklich, was da in Leipzig eigentlich gemacht wird.
Beispielsweise hätte Salvana in Leipzig bleiben können, wenn ein gleichwertiger Ersatz gefunden worden wäre, wozu der Zoo Leipzig nicht in der Lage schien. Ich vermute mal, dass sie Hoa angeboten haben. Und Hoa ist nun wirklich kein gleichwertiger Elefant, die ist einfach nur eine Katastrophe. Und Hamburg hat schon einen Problemfall in der Herde, der eine Dauerbewachung braucht, da konnten sie Hoa nun wirklich nicht auch noch gebrauchen. Und so zog Salvana im letzten Jahr zurück nach Hamburg. Ein wenig traurig, denn sie musste ihre Mutter Saida in Leipzig zurücklassen. Und wer die beiden kannte, der wird wissen, wie dicke die beiden immer gewesen sind.
Saida wurde zu dem Elefantenbullen abgeschoben, das so genannte „Mala-Modell“ wurde bei ihr angewandt. Dieses Modell kommt aus Hamburg – jedenfalls ist es mir da nur bekannt. Dort wurde Mala – Jenalas Ersatzelefant – vor knapp zwanzig Jahren zum Elefantenbullen ins Gehege gesteckt. Meist verstehen die beiden sich auch und kommen gut miteinander aus, aber oft ist sie auch nur sein Punchingball. So wie vor einigen Tagen. Da hat Hussein sie wieder sehr malträtiert. Na ja, bald ist er weg. Aber ob besagte Mala mit ihren fast 50 Jahren dann mit dem neuen Bullen, der etwa 15 Jahre alt ist, zusammengesteckt werden soll? Eine denkbar schlechte Idee, vor allem wenn man das liest, was über den im Elefantenwiki steht.
Egal, ich sprach ja darüber, welche Elefantenkuh nun zuerst seinen Nachwuchs bekommt: Hoa oder Salvana. Ich scheine die Wette zu gewinnen, aber warten wir erst einmal ab, was passieren wird.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 7. April 2012 in Blog, Dokumentation, Elefant, Fernsehen, Real life, Technik, Tiere, Zoo

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Zensus 2011 – Nichts als die Wahrheit?


Heute ist der Tag der Tage: Heute ist Stichtag für den Zensus 2011.
Morgen werden die Sachen für die Gebäudebefragung in der Post liegen. Da werden alle Besitzer gefragt, also auch der nette Nachbarn von nebenan. Die Haushaltsbefragung schliesslich muss nur von einigen ausgewählten Personen beantwortet werden, wie mir. Dazu wird irgendwo ein Schnösel kommen und mich befragen wollen. Doch der kann noch so sehr behaupten, dass ich das mit ihm auszufüllen habe. Das brauche ich nicht. Ich kan die Zettel an mich nehmen, ihm oder ihr einen schönen Tag wünschen und die Fragen online beantworten. Das kostet mich keinen Cent, ausser die IP-Adresse meines Rechners, weshalb ich das flugs in der Redaktion erledigen sollte. Dafür werden alle Verständnis haben. Aber was die alles wissen wollen. Habe ja schon mal davon berichtet. Am besten, man lässt sich, nur mit einer Unterhose bekleidet, ablichten. Denn genauso ist der Fragebogen. Man zieht sich aus bis auf die Haut. Ich habe weder Facebook- noch sonstige Accounts, wo ich was über mich preisgebe. Da werde ich das da gerade machen. Also schnell irgendwas ankreuzen oder schreiben, was mir gefällt. Doch halt, darf ich falsche Angaben machen?
Wer falsche Angaben macht, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wie aber können die Auswerter dieser Fragebögen wissen, dass ich etwas falsches angegeben habe? Also ist es hier mit dem Datenschutz wohl doch nicht so weit her, auch wenn das gerne behauptet wird. Aber es ist doch klar, dass Ding hat eine Nummer, die ist mir direkt irgendwie zugestellt. Und aufgrund dieser Nummer können sie die Daten von mir mit meinen Daten vom Amt vergleichen.
Was ist aber, wenn die jetzt Fehler bei mir finden sollten? Könnte ich dann nicht behaupten, ich hätte mich verklickt und das nicht bemerkt. Denn wissenschaftlich erwiesen ist schließlich, dass der Mensch am PC viel oberflächlicher liest. Also habe ich das eben nicht gemerkt. Jawohl, darauf werde ich mich beziehen. Geht die doch nichts an, welcher Religion ich angehöre, ob katholisch oder evangelisch oder sonst was. Für die Befragung bin ich strenger Atheist, gerade im Urlaub und auch sonst nicht da. Außerdem gelte ich wohl irgendwie auch als Zuwanderer. Schließlich bin ich weder hier geboren, noch die ersten Jahre zur Schule gegangen. Eigentlich waren es die letzten fünf Jahre. Die werden meinen Bericht garantiert verdächtig finden. Denn meine Eltern sind nicht zugewandert, nur ich bin es. Oder bin ich dann nicht zugewandert? Keine Ahnung, also weiss ich nicht, was ich da nur hinschreibe oder ankreuze.
Ich lasse mir von der EU und auch erst recht nicht von der Bundesrepublik Deutschland vorschreiben, was ich da zu beantworten habe.
Jenalas Cousin hat vor wenigen Wochen von der Finanzbehörde seiner  Stadt einen Fragebogen bekommen, wo er sich über sein Internetverhalten bezüglich der Behörden äussern sollte. Erst hielt er es für die Aufforderung zu einer Steuererklärung und dann für eine Spionieraktion von ein paar Nachbarn. Die reden nämlich über ihn und vermuten, dass er arbeitslos sei. Jenala fand den Verdacht berechtigt, schliesslich arbeiten die Nachbarn bei der Finanzbehörde. Bloss haben sie bei Jenalas Cousin gerade den falschen ausgewählt. Der geht nur ins Internet, wenn er muss – zwecks Uni -, mit der Behörde hatte er bis auf Ausweis- und Passverlängerung noch nie zu tun, und auch sonst beantwortet er solche Fragen nicht. Da er nicht erkennen konnte, ob der Fragebogen verpflichtend sei, hat er ihn in den Müll geschmissen. Amüsant fand er ja noch, dass es angeblich anonym sei, aber man könne bei einem Gewinnspiel mitmachen. Was nützt einem der anonyme Fragenbogen, wenn direkt dabei ein Bogen liegt, wo Name und Adresse vermerkt ist. Ausserdem soll im Schreiben gestanden haben, dass sich der Fragebogen vor allem an Menschen jenseits der fünfzig richten würde. Und so weit ich weiss, ist Jenalas Cousin noch nicht einmal halb so alt.

Und wo ich gerade bei Jenalas Cousin bin. Jonas, ist bekanntlich ein Fan des FC St. Pauli. Da schmerzte ihn die Klatsche vom Samstag gegen die Bayern besonders: 1:8, wahrscheinlich die höchste Niederlage des Vereins, oder geht es noch schlimmer? Jonas hat ja schon das letzte Mal, als ich Jenala besucht habe, gesagt, dass St. Pauli genauso enden werde wie anno 2002. Ich war damals skeptisch, aber jetzt muss ich ihm völlig recht geben. Habe ein wenig recherchiert und herausgefunden, dass St. Pauli in der Saison 2001/02 sang- und klanglos auf Platz 18 nach einer Saison in der Ersten Liga abgestiegen ist. Danach gab es einen Durchmarsch in die damalige Regionalliga – was heute die Dritte Liga wäre. Aber bei dem jetzigen Trainer sei das auch kein Wunder. Schliesslich würde die Mannschaft so spielen, wie er gespielt hat. – Habe ich schon mal erzählt. – Holger Stanislawski galt in den Achtziger Jahren als grosses Talent in Hamburg und soll in jeder Hamburger Auswahl mitgespielt haben, im Gegensatz zu Stefan Effenberg. Allerdings war letztgenannter ehrgeiziger. Und so kann man sagen, dass Stanislawski seit 1985 nichts dazugelernt hat und ein ewiges Talent blieb. Deshalb gibt ihm Jonas auch nur bis Dezember bei Hoffenheim. Dann wird er in der Versenkung verschwinden. Mitsamt Co-Trainer und Putzfrau.
Aber 1:8 ist vielleicht eine Klatsche. Ich habe in der Sportschau das Spiel gesehen. Da hätte genauso gut der Torwart – Kessler – auch ganz alleine auf dem Spielfeld stehen können. Die Mannschaft ist so was von vorgeführt worden. Und Bayern ist jetzt tatsächlich dritter und peilen nun auch noch den zweiten Tabellenplatz an. Hannover hat ja leider verloren. Warum nur haben die Bayern immer mehr Glück als Verstand?

Bei Osama bin Laden sind ja Videos von ihm gefunden worden. Da wurden wohl nun welche veröffentlicht. Jedenfalls sieht bin Laden auf den Videos aus wie ein alter Mann. Gut, je länger man ihn nach dem 11. September sah, da schien er immer mehr zu altern. Aber dennoch glaube ich immer noch nicht, dass bin Laden tot ist. Traf beim Einkaufen einen Afghanen, der auch nicht daran glaubt, dass bin Laden tot ist. Aber so lange die USA dieses „Erfolgserlebnis“ feiert, sollte man nichts weiter darüber sagen. Oder können wir das Gegenteil beweisen? Leider nein.

Und zum Schluss noch eine wunderschöne Nachricht. Hier im Münchener Tierpark Hellabrunn ist am Freitagabend ein kleiner Elefantenbulle zur Welt gekommen. Zwar nur ein Bulle, aber immerhin scheint das Kälbchen gesund und munter zu sein. Das freut mich natürlich. Nächstes Jahr wird es ein Doppelpack in Hamburg geben sowie einmal in Leipzig. Wegen des Doppelpacks wird Jenalas Ersatzelefant sehr wahrscheinlich seinen fünfzigsten Geburtstag auf dieses Jahr verlegen, damit ihr nicht die Show gestolen wird, wie sie ausrichten lässt. Nächsten Monat feiert sie erst einmal 45 Jahre Ankunft in Hamburg. Erdnüsse und süsse Äpfel wünscht sie sich zu ihrem grossen Fest. Und eine dicke Sahne-Quarktorte.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,