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Vier Jahre – Europas klügster Elefant wartet und wartet


Auf den Tag genau vor vier Jahren oder 1461 Tagen verliess Elefantendame Mala den Ort, wo sie bis dahin fast ihr gesamtes Leben verbracht hatte.
In Belgien lebt sie seit ihrem Umzug und hat dort in der Zeit schon einiges erlebt.
Im vergangenen Jahr durfte sie das belgische Königspaar treffen. Gemeinsam mit Genossin Rani machte sie ihnen ihre Aufwartung.
Ihrer Lieblingsfeindin würde sie seitdem zu gerne erzählen, dass sie schon Könige begrüsst hätte. Eitel ist die alte Kuh überhaupt nicht. Doch Mogli würde bloss müde abwinken und erwidern, sie hätte bereits den „King of Pop“ getroffen. Das sei zwar schon etwas her, aber ein weitaus bedeutenderes Ereignis.
Mala würde dagegen sicherlich wieder anstinken und sagen, dass das alte Faltenmonster gar nicht wisse, ob sie das Original oder einen Doppelgänger getroffen habe. Sie hingegen wisse genau, dass sie keine Doppelgänger begrüsst habe.
Die Elefantendame hat in ihrem Leben bereits allerhand Menschen getroffen und in den vier Jahren in Belgien auch. Die Liste geht von alten Bekannten, über Besucher, die aus einem speziellen Anlass da waren, bis zu Königen.
Nicht, dass Mala solche Leute früher nicht auch schon getroffen hätte. So waren schon Otto Waalkes oder Karl Dall da, um ihr einen Besuch abzustatten, als sie noch in ihrer alten Heimat lebte.
Ja, an die Zeit denkt sie gerne zurück. Wie sie damals immer mal wieder für die Zeitung posierte, schöne Ausflüge in die nähere Umgebung unternahm oder in Film und Fernsehen auftreten durfte.
Heute kommen noch die sozialen Netzwerke dazu oder TV-Dokumentationen. Doch ihre Auftritte sind leider rar geworden. Das findet die alte Kuh traurig, lässt sich allerdings nicht ändern. Dennoch glaubt sie weiterhin an den Titel eines Liedes, das „Kein Star wird jemals grösser sein“ heisst. Denn Mala ist ein Star, auch wenn man von ihr nicht mehr so viel hört oder sieht wie es früher gewesen ist. Man hat ihr den Rang abgelaufen. Erst war es Mogli, der sie sich beugen musste, jetzt sind es die Grossen Pandas, auch als Bambusfresser bekannt. Daran hat sie sich gewöhnt, auch wenn sie sich lieber selbst im Rampenlicht stehen sieht. Denn wer ist der Star? Richtig, es ist Mala.
So fand sie schliesslich auch den Weg in eine Romanreihe. In den Isis Just-Abenteuern taucht sie in jedem Roman immer kurz auf. Im November wird ein weiterer Thriller erscheinen, der den Titel „Im Zeichen des Denkmals“ tragen wird. Mala ist natürlich wieder dabei. Frech wie immer.
Im November letzten Jahres musste sie von ihrer Genossin Rani Abschied nehmen, die zurück in die Schweiz ging. Allein blieb sie nicht zurück, war doch noch die aus Köln gekommene Aye Chan May da. Mit ihr ihr versteht sich Mala auch ganz gut. Solange man sie machen lässt und die anderen sich ihr unterordnen, kann sie sehr freundlich sein.
Und dann durfte die Elefantin die Hannoveraner auf die neue riesige Anlage führen. Das tat sie natürlich gerne und die grosse Herde folgte ihr problemlos.
Nun lebt sie mit ihnen auf der Anlage, bleibt meist lieber für sich, weil sie die anderen nicht sonderlich interessieren. Manchmal sind ihr die Hannoveraner auch zu laut. Mit fast 54 Jahren möchte man auch mal seine Ruhe haben.
Für Fütterungen oder das Elefantenbaden wird sie aus der Gruppe genommen. Es sind schöne Abwechslungen, doch wenn man Mala baden sieht und diese Aufnahmen mit älteren vergleicht, fällt einem vielleicht auf, dass sie nicht mehr mit dem Elan von früher dabei ist. Sie führt die Aufgaben aus, aber die Freude dahinter ist weg, es scheint zur Routine geworden zu sein.
Selbst Menschenansammlungen sind ihr zu viel geworden. Früher konnte die alte Kuh davon praktisch nicht genug bekommen, sonnte sich in der Aufmerksamkeit. Heute macht sie eher den Eindruck, dass sie das alles möglichst schnell hinter sich bringen will.
Hängt es mit Malas Alter zusammen oder ist ihr alles relativ gleichgültig geworden, seitdem sie gemerkt hat, dass sie nicht wieder nach Hause gehen wird? Man weiss es nicht genau.
46 Jahre hat sie in ihrem geliebten Zuhause verbracht. Eine sehr lange Zeit für einen Elefanten. Mala kannte dort alles, kannte ihre Umgebung, einige der wiederkehrenden Besucher und die Menschen, die tagtäglich mit ihr zu tun hatten.
Jetzt im Pairi Daiza sieht sie auch täglich die Menschen, die mit ihr arbeiten, aber in den letzten vier Jahre hat sie neue Elefanten kennengelernt und sie innerhalb kürzester Zeit auch wieder verloren – aus der Sicht eines Elefanten gesehen. Den Anfang machte Ani, die an den Folgen einer schweren Geburt starb, schliesslich der Weggang von Rani im vergangenen November. Ein Elefant braucht Kontinuität, vor allem jemand wie Mala, die ihr Zuhause, ihre Heimat, verloren hat.
Dann zog sie innerhalb des Pairi Daiza von einer Anlage zur anderen. Erst war sie beim Mersus Emergo, dann im Palace d’Ani, wieder beim Mersus Emergo und nun auf der neuen Anlage, wo sie hoffentlich verbleiben wird. Falls sie nicht noch einmal den Zoo wechselt.
Vier Jahre sind seit Malas Weggang vergangen und eigentlich müsste sie sich mit ihrem neuen Wohnort arrangiert haben. Dennoch ist da immer noch die Hoffnung, dass es irgendwann Retour gehen könnte. Mala wartet auf diesen Tag X, der höchstwahrscheinlich niemals eintreten wird.
Mala wartet. Sie wartet noch immer, gibt die Hoffnung nicht auf. Und eines Tages, vielleicht…

 

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Drei Jahre – Europas klügster Elefant hofft noch immer


Es ist nun drei Jahre oder 1095 Tage her, dass Elefantendame Mala ihr geliebtes Zuhause verlassen und gegen eine neue Wohnstatt im belgischen Brugelette eintauschen musste. Ja, es sind schon drei Jahre vergangen – wie schnell die Zeit doch vergeht. Für einige ist es noch wie gestern gewesen, dass sie Mala in ihrem Gehege angetroffen und ihr einen Apfel oder eine Möhre in den ausgestreckten Rüssel gelegt haben.
Doch sie ist nicht mehr da, wird immer noch schmerzlich vermisst, denn niemand der anderen Elefanten kann sie wirklich ersetzen und in ihre Fussstapfen treten.
Drei Jahre sind vergangen in denen sich Mala an ihre neue Wohnstätte gewöhnen konnte. Ja, sie hat sich eingelebt und dennoch hofft sie weiterhin, dass es irgendwann wieder nach Hause geht.
Als die Elefantin im Pairi Daiza ankam, war sie unbestritten der Star neben den anderen grauen Riesen, die bald darauf den Weg zurück in die Schweiz antraten. Ihr zur Seite gestellt wurden Rani – hier immer old Rani genannt – und Ani, die im März 2013 an den Folgen von Geburtskomplikationen starb.
Inzwischen wimmelt es in Brugelette nur so von asiatischen Elefanten. Den Anfang machte Aye Chan May mit ihrem Sohn, dann kam Ende letzten Jahres eine Gruppe aus dem Zoo Hannover. Einige Zeit später konnte die Geburt eines Elefantenjungtiers bekannt gegeben werden. Fortan dreht sich beinahe alles nur noch um Nang Faa, sodass Malas Stern langsam erneut am verblassen ist. Seitdem wird nicht mehr so häufig über sie berichtet, wie es noch am Anfang gewesen war, als sie in den Pairi Daiza kam.
Der erste Dämpfer kam, als aus China zwei große Pandas kamen. Das Hauptinteresse wurde nun auf die beiden Bambusfresser gelegt. Mala trat fortan in den Hintergrund. Schließlich die Ankunft der Hannoveraner, die ihr endgültig den Rang abliefen.
Das war für Mala nichts Neues, kannte sie es gut aus ihrem Heimatzoo, wo sie einst auch der große Star war bis ihr Mogli schleichend den Rang ablief.
Man muss sich immer noch fragen, wieso das eigentlich so gewesen ist, denn Mala ist nicht nur der weitaus hübschere Elefant, sondern auch sehr klug. Dafür hat sie mitunter ihren eigenen Kopf und wenn sie was nicht will, hat sie keine Lust dazu. Nur genauso ist Shandra ebenfalls. Wenn diese gerade in einer ihrer Total-egal-Phasen ist, lässt sie sich nur sehr schwer dazu bewegen, etwas auszuführen.
Vielleicht mag Mogli besser zu händeln sein. Vor allem liegen ihr eher Fototermine als Mala. Denn wenn der klügste Elefant Europas zu einem Foto keine Lust hat, weil derjenige, mit dem sie aufs Bild soll, ihr nicht gefällt, macht sie ein griesgrämiges Gesicht und guckt nicht besonders erfreut in die Kamera. Da ist Mogli ganz anders. Mit einem Apfel lässt sie sich für alles bestechen, sogar für den Bau der Elbphilharmonie.
Tja, Mala mag drei Jahre fort sein, aber vergessen ist sie immer noch nicht.
Da hat es Taschen gegeben, auf denen ihr Konterfrei abgebildet ist. Die erste Version erschien, bevor Mala Hamburg verlassen musste, während die überarbeitete Version lange nach ihrem Weggang herauskam. Hätte man die Elefantin nicht durch Mogli oder Shandra ersetzen können? Es gibt ähnliche Posen von den beiden. Es wäre also ein Leichtes gewesen, Mala zu ersetzen, wo man ein Walross in die überarbeitete Version hineingefügt hatte. Bei den jetzigen Leinenbeuteln erkennt man an den Umrissen Mala, aber ein Laie könnte genauso gut denken, dass es sich um Mogli handeln würde. Denn wenn man nicht genau hinsieht, sehen sich die beiden zum Verwechseln ähnlich.
Weiter verwendet man einen Ausschnitt dieses Bildes, wo es neben den Köpfen anderer Tiere steht. Ich weiss nicht, wieso man das Bild eines Tieres oder besser einer Persönlichkeit verwenden muss, dass nicht mehr da ist? Hängt es damit zusammen, dass Mala die fotogenste unter den Hamburger Elefanten war und ist? Oder hofft man darauf, dass sowieso kein Besucher erkennt, dass dieser Elefant nicht mehr da ist?
Auf alle Fälle wird immer noch nach Mala gefragt – drei Jahre nach ihrem Weggang!
So wird die Elefantin gesucht, die dem Elefantenbullen stets als Gesellschaft leistete. Wenn man sie nicht sieht, werden viele Vermutungen angestellt, die darauf hinauslaufen, dass Mala wohl gestorben sein müsse, wo sie doch die Älteste war. Mit grosser Verwunderung wird schliesslich die Nachricht aufgenommen, dass die Elefantin in einen anderen Zoo gezogen ist und dann auch noch so wit weg nach Belgien.
Mala wird schmerzlich vermisst und immer noch wird sich gefragt, ob man sie nicht trotz aller Querelen mit Mogli in diesen zusammengewürfelten Haufen namens Herde hätte integrieren können. Bei Thura hat es auch halbwegs funktioniert. Mala ist intelligent und weiss, wann sie sich etwas leisten kann und wann sie sich zurückhalten muss. So lange sie sich beobachtet fühlt, macht sie einen auf lammfromm, das sie kein Wässerchen trüben können, aber sobald sie weiss, dass niemand auf sie achtet, schlägt sie eiskalt zu oder schmeisst ihre unliebsame Konkurrenz in den Graben. Also hätte es funktionieren können. Allerdings hätte es einen deutlichen Mehraufwand bedeutet. Da war es weitaus einfacher, die Elefantin abzugeben. Dass sie praktisch ihr gesamtes Leben in Hamburg verbracht hatte, trat in den Hintergrund.
So war es kein Wunder, dass Mala sich mit ihrem neuen Wohnort arrangierte, aber nicht wirklich glücklich geworden ist. Dabei hat sie alles, was sie sich wünschen kann: Die Aufmerksamkeit der Besucher, die Position der Leitkuh und sie darf ihre alten Tricks zeigen. Doch trotz allem hofft Mala immer noch, dass sie eines Tages dorthin zurückkehren kann, wo sie die längste Zeit ihres Lebens verbrachte.
Die Augen der Elefantin glänzen nicht mehr so wie früher, das einzige Anzeichen, dass Belgien für sie nicht ihre neue Heimat geworden ist. Sie hat sich arrangiert, wie man es im Laufe der Zeit eben macht.
Nächstes Jahr kann Mala ein weiteres Jubiläum feiern. Denn am 8. Juni 2016 wird es heissen: 50 Jahre Ankunft in Europa. Höchstwahrscheinlich wird man es genauso vergessen, wie man auch ihren offiziellen 50. Geburtstag nicht gross begangen hat.
Dabei wäre es sicherlich ein Spektakel geworden und könnte es im nächsten Jahr auch werden. Denn so sehr die Hannoveraner mit Jungtier Nang Faa oder die grossen Pandas ihr den Rang abgelaufen haben, ist sie für die Menschen wichtig geblieben.
Als im Frühjahr eine Fütterung ausfallen musste, weil Mala ein paar Zipperlein plagten, wurde der der Pairi Daiza mit Anfragen überhäuft, wie es der Elefantendame gehe und sie wieder wohlauf sei. Es beruhigte sich erst, als Entwarnung gegeben wurde.
An dieser kleinen Episode kann man sehen, wie wichtig Mala den Menschen ist. Nicht umsonst heisst es, wer diese Elefantin nicht gesehen hat, der ist nicht da gewesen. Das galt für Hamburg und gilt nun für den Pairi Daiza.
Doch tief in ihrem Inneren hofft Mala auf eine Rückkehr.
1095 Tage sind bisher vergangen und es werden noch mehr Tage vergehen…

 

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Zwei Jahre – Europas klügster Elefant wartet noch immer


Auf den Tag genau vor 750 Tagen oder eben zwei Jahren musste sich Europas klügster Elefant auf den Weg zu seinem neuen Wohnort machen.
46 Jahre und einen Monat hatte sie in Hamburg verbracht – fast ihr ganzes Leben.
Nun lebt Mala seit zwei Jahren in Belgien, in Brugelette, im Pairi Daiza, dem ehemaligen Parc Paradiso.
Anfangs war Mala allein auf einer Anlage, wurde von Zeit zu Zeit zum Elefantenbaden geführt. Später wurde sie mit der inzwischen verstorbenen Ani und dem Neuzugang Rani, hier old Rani genannt, vergesellschaftet. Die Elefantendame akzeptierte die anderen beiden, aber wirklich was mit ihren zu tun haben, wollte sie nicht. Deutlich wurde es, als Ani operiert werden musste. Kümmern tat sich fast nur old Rani um die dann später Verstorbene. Auch wollte Mala anfangs nicht, dass jemand sie der anderen am Schwanz anfasst. Da wurden wohl alte Erinnerungen wach, als sie Mogli in den Schwanz biss, oder sie mochte es einfach nicht, weil es zwanzig Jahre bei ihr nicht gemacht wurde. Inzwischen hat sie es akzeptiert und so laufen Mala und old Rani auch immer ins Elefantenbad ein.
Doch warum musste die Elefantendame eigentlich gehen? Sie war der Liebling der Besucher. Wer sie nicht sah, verpasste das Beste, wie es hiess.
Hätte man versuchen können, Mala wieder in die Gruppe zu integrieren? Die Elefantendame ist ein sehr kluger Elefant, die genau weiss, dass sie sich nur dann was erlauben kann, wenn kein Pfleger zusieht. Folglich hätte sie unter Dauerbewachung gestellt werden müssen. Denn ihre Konkurrenten schmiss sie immer in den Graben, wenn niemand zusah, genauso biss sie Mogli in den Schwanz, weil sie wusste, dass sie unbeobachtet war. Aber das erfordert wieder erhöhtes Personal und nur Mala und Thura im Auge zu behalten, geht nun auch nicht lückenlos.
Genauso gut hätte man versuchen können, dass Mala sich bei Shandra einschmeichelt, denn Shandra ist der Schlüssel der Herde. Mogli konnte nur durch Shandras Hilfe 1992 Leitkuh werden. Mala hingegen hatte niemanden, weshalb sie verlor, was sie nie akzeptierte, denn sie war schliesslich acht Jahre länger da als Mogli. Doch wie gesagt, Mogli hatte ihre Freundin Shandra, beide waren 1974 gemeinsam gekommen, die ihr half, den Posten der Leitkuh zu bekommen. Nun, 22 Jahre später, hat der Zahn der Zeit an Mogli nicht halt gemacht, ihre Füsse machen Probleme, sie bewegt sich nur noch langsam vorwärts. Dennoch ist sie weiterhin Leitkuh, obwohl es jüngere Anwärterinnen gibt wie den Spukbeutel Yashoda. Doch solange Shandra lebt, wird Mogli Leitkuh bleiben. Deshalb hatte Mala damals keine Chance, jemals Leitkuh zu werden, denn sie hatte keinen Vertrauten unter den Elefanten, und wenn es so gewesen war, war diese Elefantin entweder tot oder woanders hingekommen. Mala vertraute und vertraut immer noch eher den Menschen um sie herum, denn in jungen Jahren wurde sie auf den Menschen fehlgeprägt. Deshalb hätte man Mala theoretisch auch allein halten können, denn solange sie menschliche Aufmerksamkeit bekommt, geht es ihr gut. Aber dazu hätte sie nicht weben dürfen, was sie immer noch tut – schlimmer als früher.
Das soll nun nicht heissen, dass Mala den lieben langen Tag weben und trauern würde. Nein, den Anschein will ich nicht erwecken. So wie wir eben nicht unentwegt an die Kopf-, Rücken- oder sonstigen Schmerzen denken, die uns plagen, ist es auch bei Mala. Sie denkt nicht immer daran, dass sie lieber zu Hause wäre. Genauso webt sie auch nicht immer. Das hat sie schon in Hamburg so gehalten. Es wurde gewebt, aber eben nicht immer. Manchmal steht sie nur herum, wirkt entspannt und dann webt sie wieder. Nina sagt immer, dass Mala das so in sich drin hat. Sie muss ab und zu halt weben.
Ja, Mala webt, immer noch, immer wieder, wird es immer tun. Inzwischen hat sich ihr normales Weben, wenn sie sich langweilt bzw. wenn sie einfach mal weben muss, in ein stetes Einsamkeitsweben verwandelt. Es ist ein minimal schnelleres Weben, als sie es in Hamburg getan hat. Mala hat alles, was sie hat: Darf endlich, endlich Leitkuh sein, führt ihre Tricks vor, die sie vor langer Zeit gelernt hat, wird gehegt und gepflegt. Und dennoch, dennoch ist Mala nicht glücklich. Das Weben ist zwar ein sichtbares Zeichen, kann aber nur schwer analysiert werden, wenn man Malas vorheriges Weben nicht kennt. Nun gut, Mala hat auch in ihrer Hamburger Zeit das Einsamkeitsweben gezeigt, aber das war dann, wenn Hussein sie arg malträtiert hatte, wie beispielsweise im August 2010. Die Verletzung von damals sieht man immer noch an Malas Hüfte.
Aber ganz deutlich ist, dass Malas Augen ihren Glanz verloren haben. Ich würde zwar nicht davon sprechen, dass sie erloschen sind, aber dieser besondere Glanz, den sie ausstrahlten, ist verschwunden.
Selbst wenn sie beschäftigt oder an bestimmten Zeiten von den Besucher gefüttert wird, kehrt dieser Glanz nicht wieder. Sie wirkt dann zwar fröhlicher, aber das ist eine Maske. Mala hat es immer beherrscht, nicht genau zu zeigen, wie es ihr wirklich geht. Die Meisterin der Maske, das ist sie.
Man darf nie vergessen, dass 46 Jahre eine verdammt lange Zeit sind. Und im Grunde gilt dann der Satz, einen alten Baum verpflanzt man nicht. Man hätte wenigstens eine Zusammenführung versuchen können.
Ich und andere können darauf noch so lange rumreiten, wie wir wollen. Mala ist fort und dabei wird es bleiben. Wie es ihr wirklich geht? Egal.
Aber warum wird dann noch mit ihr Werbung gemacht? Stärker denn je, seitdem sie nicht mehr da ist. Es gibt Leinenbeutel, auf denen sie zu sehen ist und sei es nur ihre Silhouette, dazu die Plakate, wo auch Malas Kopf neben anderen zu sehen ist. Nun gut, der normale Besucher erkennt das nicht. Aber die Mala erkennen, die ärgert es.
Warum mit jemandem Werbung machen, der gar nicht mehr da ist? Ja, das ist die Frage aller Fragen. Wobei, kein Elefant ist schöner als Mala anzusehen. Sie sieht nett aus, wirkt immer, als würde sie lächeln. Da können Salvana, Lai Sinh, Mogli, Shandra, Kandy, Thura oder Shila nicht mithalten. Die eine hat eine eingefallene Mundpartie, die andere sieht immer etwas traurig aus, die nächste ist faltig ohne Ende, wieder eine andere, hat ein zu weissgescheuertes Gesicht und die nächste guckt irgendwie hinterhältig, als hätte sie schon wieder irgendetwas ausgeheckt.
Wie würde die Elefantendame sich entscheiden, wenn man sie fragen würde und sie antworten könnte? Nach Hause oder hierbleiben? Eine Frage, die nicht beantwortet werden kann.
Mala macht weiterhin bei den Vorführungen mit, wo sie gebadet wird. Doch so langsam scheint es ihr keinen richtigen Spass mehr zu machen. Der Elan ist weg, den sie anfangs noch zeigte. Aber überere mehrere Monate zweimal am Tag immer wieder ja und nein sagen zu müssen, kann irgendwann auch nerven. Bald ist damit auch wieder Schluss und wird erst im nächsten Jahr weitergehen.
Wo Mala nun zwei Jahre weg ist, frage ich mich natürlich, wie es mit dem letzten noch verbliebenen Problemelefanten in Hamburg weitergehen wird. Vielleicht erinnert sich jemand, dass ich 2012 schrieb, dass Thura spätestens im Jahr 2014 gehen wird. Das Jahr haben wir nun. Ende 2013 sollte es wohl schon einmal so weit sein, es kam aber doch nicht zu einem Umzug. Aber das Jahr 2014 ist noch lang. Wir haben erst Anfang Juli. Es kann also noch viel passieren. Und Thura wird definitiv gehen, obwohl sie sich eigentlich recht gut integriert hat in den letzten Monaten. Aber sie hat immer wieder ihre Aussetzer.

Mala wird nie vergessen sein, dafür hat sie zu viele Spuren hinterlassen und dafür wird auch noch viel zuviel Werbung mit ihr gemacht. Nun, wo sie nicht mehr da ist, triumphiert sie endlich über ihre ärgste Konkurrentin.
Im Gegensatz zu Mogli hat die Elefantendame die Ehre erfahren dürfen, zu einer Romanfigur zu werden. Sie stand unter anderem Patin für die Figur Bertha in dem Thriller „Die Rollen des Seth“. Doch nicht nur in diesem Roman taucht sie auf, sondern auch in den folgenden Abenteuern der Isis Just-Reihe, dann immer als sie selbst.
Ja, Mala hat es geschafft – doch auf ihre Rückkehr wartet sie vergebens!

 

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Happy Birthday, Mala! – Europas klügster Elefant feiert seinen offiziellen 50. Geburtstag


Endlich ist es so weit!, wird sich Europas klügster Elefant wohl denken. Denn heute feiert Elefantendame Mala ihren offiziellen fünfzigsten Geburtstag.
Ofiiziell deshalb, weil das Jahr 1964 als Malas Geburtsjahr gilt. Doch in Wirklichkeit wurde sie Ende des Jahres 1962 geboren. Den 10. November hat sich die Elefantin bloss ausgedacht, weil es so schön klang, wenn sie 50 wird: am 10., 11., 12. Das konnte sich jeder merken.
Damals hoffte Mala, gross feiern zu können, doch auf einmal ging es 2012 in die Fremde. Dort, im Pairi Daiza, im belgischen Brugelette, lebt Mala noch immer, obwohl sie stetig auf ihre Rückkehr hofft. Die Hoffnung hat sie nicht aufgegeben. Sie fühlt sich einfach nicht wohl, obwohl sie gehegt und gepflegt wird. Die Elefantendame darf ihre Tricks vorführen, die sie in ihrem langen Leben gelernt hat und in ihrem Zuhause schon lange nicht mehr vorführte. Sie wurde wieder der Star, der sie einmal gewesen war. Es heisst sogar, wenn man Mala nicht gesehen hat, war man nicht im Pairi Daiza. So ähnlich hiess es auch in Malas Zuhause. Wer sie nicht gesehen hat, verpasste das Beste. Und obwohl die Dickhäuterin wieder die Aufmerksamkeit der Massen geschenkt bekommt, die sie verdient hat, trauert sie ihrem Zuhause hinterher. Man sieht es an ihrem schnellen Weben, dem so genannten Einsamkeitsweben. Gewebt hat Mala immer, macht es seit mindestens 1986, aber es war eher ein „gemütliches“ Weben. Nie so schnell. Gut, einige Male hat die Elefantendame dann doch dieses Einsamkeits- bzw. Trauerweben gezeigt. Meist immer dann, wenn der inzwischen verstorbene Elefantenbulle Hussein sie besonders malträtiert hatte. Dann ging es Mala nicht gut.
Nun hat sie eine dauerhafte Artgenossin – Rani – und ist dennoch nicht glücklich. Eigentlich war sie mit einem weiteren Elefanten vergesellschaftet worden, doch Ani starb im März vergangenen Jahres. So blieb old Rani übrig. – Old nenne ich Rani deshalb, um sie von der Hamburger Rani (Young Rani) zu unterscheiden und von allen weiteren Elefantenkühen, die ebenfalls diesen Allerweltsnamen tragen. – Mit ihr versteht sie sich, obwohl Mala lieber für sich allein steht. Aber wenn es darum geht, zu zeigen, wer in dieser Mini-Gruppe das Sagen hat, ist Mala natürlich obenauf. Sie zeigt gerne, wer Chefin ist. Doch old Rani macht das nichts aus – hat ein unterwürfiges Wesen -, sie will den Chefposten gar nicht haben. So ist wenigstens das in Erfüllung gegangen. Was Mala wegen Mogli nicht haben konnte, hat sie nun. Aber der Preis war hoch – der Verlust ihres Zuhauses.
Geboren wurde Europas klügster Elefant in Indien – Mala gehört also zur Unterart Elephas maximus indicus – und machte dort in ihren ersten Lebenjahren die Strassen unsicher. Beliebt war sie unter der Bevölkerung nicht immer, davon zeugen die Schrotkugelnarben an ihrer Stirn. Nichtsdestotrotz überstand die Dickhäuterin diese Zeit relativ unbeschadet. Allerdings ging einmal das Gerücht um, dass sie in ihren ersten Lebensjahren angepflockt in einem dunklen Raum zugebracht hätte, weshalb sie damals mit dem Weben anfing. Ob sie tatsächlich schon in dem Alter mit dem Weben begann? Als sie für den Film „Klein Erna auf dem Jungfernstieg“ vor der Kamera stand, war davon nichts zu sehen. Beim NDR-Tatort „Tod im Elefantenhaus“ hingegen schon. Zwischen den Dreharbeiten liegen 17 Jahre.
Mala wurde in Indien von der Strasse weggeholt und nach Deutschland verschifft. Am 08. Juni 1966 kam sie schliesslich in ihrem neuen Zuhausean – dem Tierpark Hagenbeck.
Es wird gemunkelt, dass Mala bereits im Jahr zuvor im Edgar Wallace-Streifen „Neues vom Hexer“ mitgewirkt hätte. Ich habe mir den Film mal angesehen, aber beschwören kann ich nicht, dass der junge Elefant Mala gewesen ist. Die Ohren sehen so aus, als waren sie nach hinten geklappt. – Dennoch sag ich mal, sie ist es nicht.
In Hamburg angekommen, begleitete Mala, in den kommenden Jahren ihres noch jungen Lebens, ihre Tierpfleger auch ausserhalb des Tierpark-Geländes. Es war die Zeit, in der sich ihre Prägung auf den Menschen entwickelte. Mala ist zwar ein Elefant – vom Aussehen sowieso -, aber noch wichtiger als Artgenossen ist für sie menschliche Aufmerksamkeit. Da kam ihr das Elefantenfüttern durch die Besucher oder das Elefantenreiten natürlich entgegen.
Die Elefantin verlebte viele glückliche Jahre im Tierpark, lernte allerlei Tricks und stand ab und zu in der Zeitung. In besonders schneereichen Wintern zog sie einen Schlitten in dem Kinder sassen. Doch dann kam ein Elefant, der Malas Alleinstatus als Star ein Ende machte – Mogli.
Nun begann der Stern der Elefantin zu sinken. Auch Mogli wurde einiges beigebracht, auch wenn sie nie auf Kommando trompeten lernte oder Fragen mit ja oder nein zu beantworten. Das alles kann Mala, genauso wie sie auf Kommando die Besucher mit Wasser nasspritzen kann.
Elefant Yashoda macht das immer, um auf sich aufmerksam zu machen. Aber das ist eine völlig andere Geschichte.
In der ZDF-Serie“Unsere Hagenbecks“ tauchte Mala des Öfteren auf. Meist musste sie sich mal wieder als Mogli ausgeben, weil es um ja-und-nein-Fragen ging. Aber sie hat sich auch selbst gespielt. Besonders interessant sind die Szenen mit Shandra, wo es um eine graue und eine rote Kiste geht.
Dann kam der Juni 1992. Einige Wochen zuvor war Leitkuh Birka gestorben und der Posten vakant. Zwei Anwärterinnen gab es: Mala und Mogli. Beide gönnten sich nichts, aber falls es Auseinandersetzungen zwischen beiden Kühen gegeben hatt, fielen die nicht weiter ins Gewicht. Am Ende konnte Mogli den Sieg für sich entscheiden. Doch Mala wollte nicht klein beigeben. Schliesslich war sie schon viel länger da als Mogli.
Mala wartete auf eine günstige Gelegenheit, um es ihrer Konkurrentin heimzuzahlen.
Es kam die Dschungelnacht im Juni 1992. Auf dem Paradeplatz, wo heute Wohnhäuser stehen, kam es zum Eklat. Mala stand hinter Mogli. Die Elefantin sah endlich die Chance gekommen, über ihre Konkurrentin zu triumphieren. Sie biss Mogli in den Schwanz, was diese nicht auf sich sitzen lassen konnte. Blitzschnell drehte sie sich um, dabei stürzte der Tierpfleger, der in Moglis Nacken gesessen hatte, zu Boden. Die Situation konnte erst entschärft werden, als ElefantenbulleHussein zwischen die beiden Streithähne geführt wurde. Danach blieben beide noch eine zeitlang auf der Anlage zusammen, aber Mala wollte sich weiterhin nicht unterordnen. Sie piesackte Mogli weiterhin, warf sie in den Graben, wenn sie sich unbeobachtet fühlte. So konnte es nicht weitergehen. Was also mit dem intelligentesten Elefanten der ganzen Gruppe machen? Abgeben? Ja, es wäre eine Lösung gewesen, aber man brauchte Mala. Und so kam es, dass Mala als Gesellschafterin zum Elefantenbullen gestellt wurde. Das ging die ersten achtzehn Jahre auch ganz gut, doch im August 2010 kam der grosse Riss. Aus welchem Grund auch immer, begann Hussein Mala zu attackieren. Die Elefanten soll kläglich trompetet haben, damit Hilfe käme. Die kam dann auch. Mala sah man die ganze Woche über nicht, erst bei der nächsten Romantischen Nacht. Sie wirkte unglücklich, traurig, webte stark, traute sich nicht nach vorne, wollte so viel Abstand wie möglich zu Hussein halten. Danach war nichts mehr so, wie es war.
Schliesslich der Juni 2012. Hussein sollte den Tierpark verlassen und starb kurz vor dem Gang in die Box unter mysteriösen Umständen (wer den Bericht, was im Obduktionsbericht gestanden haben soll, gelesen hat, kann nur zum Wort mysteriös kommen). Mala lebte auf, war gar nicht mehr so sehr an den Leckereien der Besucher interessiert. Wahrscheinlich bekam sie von den Elefantenpflegern grössere Aufmerksamkeit als sonst. Schliesslich wurde die Elefantin sehr traurig. Der Grund: Sie sollte umziehen. Es kam der 04. Juli 2012 und Mala verliess nach 46 Jahren und knapp einem Monat ihr geliebtes Zuhause. Sie kam in den Pairi Daiza, wo sie noch immer lebt.
Aber Mala hat nur einen Wunsch: Nach Hause! Ja, es mag komisch klingen, aber genau so ist es. Denn seit Malas Weggang haben die Augen der Dickhäuterin ihren Glanz verloren. Sie hat sich arrangiert, aber mehr auch nicht.
Nun wird Mala also offiziell ihren 50. Geburtstag feiern. Ein stolzes Alter für Europas klügsten Elefanten. Diesen Titel trägt sie völlig zurecht. Denn Mala ist wahnsinnig schlau und ein tolles Fussballorakel. Bei der EM 2012 hat sie sämtliche Spiele der deutschen und französischen Nationalmannschaft fehlerfrei getippt. Sie wusste bereits vor dem Spiel gegen Griechenland, dass Deutschland im Halbfinale gegen Italien verlieren würde. Nur beim Eröffnungsspiel lag sie daneben.
Mala spielte in Film und Fernsehen mit, wie ich oben bereits erwähnte. Sogar in einem Roman wurde sie verewigt: „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor. Dort taucht sie als sie selbst auf, aber auch als Bertha, einer Elefantin, die im Roman im Jahr 1912 bis 1920 in Stellingen lebte und in grossen Teilen auf der Elefantin basiert.
Was wünscht sich so ein Elefant von 50 Jahren? Natürlich Gesundheit, kein Reissen in den Gelenken und das sie steinalt wird. Mit ihrem halben Jahrhundert auf dem Buckel – den Mala nicht hat, wie sie anmerkt – ist sie noch ein wahrer Jungspund. So hat sich die Elefantendame vorgenommen, mindestens die 70 zu erreichen. Aber im Grunde genommen will sie der älteste lebende Elefant der Welt werden. Also werden die 80 von ihr angepeilt. Doch wird sie das überhaupt schaffen – in der Fremde? Wie bereits erwähnt – und nicht nur hier – fühlt sich Mala nicht wohl an ihrem Wohnort. Alle Hoffnung, dass sie sich nach knapp zwei Jahren endlich eingelebt hat, ist zunichte gemacht. Die Elefantendame hat sich arrangiert, aber wirklich glücklich ist sie nicht. Sogar für einen Laien wie mich, der sich mit dem Verhalten von Elefanten nicht so gut auskennt, ist auf einen Blick zu sehen, dass Mala noch immer trauert. Ersichtlich wird dies, wenn sie für sich allein ist. Bekommt sie menschliche Aufmerksamkeit, merkt man ihr nichts an, denn sie ist eine Meisterin der Maske. Eine gute Schauspielerin, das ist Mala immer gewesen. Nur an ihren Augen, da sieht man es wirklich.
Was ist nun Malas grösster Wunsch? Nach Hause. Tja, ob ihr dieser Wunsch eines Tages wirklich gewährt wird? Ein Gehege ist leer, aber dann wäre Mala allein und vom Futter würde sie wieder zunehmen, weil die Besucher es zu gut mit ihr meinen. Nina hat ihr immer kalorienfreie Kost gebracht, weil sie schon damals sagte, dass Mala zu dick sei. Und die Dickhäuterin in die Gruppe zu integrieren? Das hätte man schon vor zwei Jahren versuchen können. Ohne Dauerbewachung wäre es nicht gegangen. Aber unmöglich wäre es nicht gewesen. Thura, lange als Problem eingestuft, hat sich in den letzten Monaten wieder sehr gut in die Gruppe integriert. Zwar steht bei ihr immer noch jemand, aber da geht es nur darum, dass sie die anderen Elefanten wie Shila und Indra nicht verjagt, weil sie deren Futter haben will. Bei Mala hätte man es auch versuchen können, aber man hat diese Chance nicht genutzt. Das ist traurig, besonders für Europas klügsten Elefanten. Deshalb ist ihr Wunsch nach Heimkehr utopisch.
Nun ist es aber an der Zeit, Europas klügstem Elefanten zum Geburtstag zu gratulieren.
HAPPY BIRTHDAY, Mala! Alles Gute! Bon anniversaire!

 

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Russland macht der EU Konkurrenz – Ein Witz


Russland scheint das Wasser bis zum Hals zu stehen. Die Wirtschaftslage sieht nicht gerade rosig aus und in der Welt ist das Land auch nicht mehr sehr beliebt, falls es das überhaupt irgendwann einmal beliebt war.
Wie sonst lässt sich erklären, dass Russland auf einmal eine Wirtschaftszone, ähnlich der EU gründet? Interessant sind die Mitgliedsstaaten: Kasachstan und Weissrussland. Also nicht gerade sehr viele Mitglieder. Aber dennoch interessant. Denn Alle drei Staaten haben eines gemeinsam: Sie haben einen Präsidenten, der im Grunde absolustisch herrscht, natürlich unter dem Deckmantel der Demokratie. Dieser Präsident steht über allem und ist in der Welt nicht gerade sonderlich hoch angesehen.
Kein Wunder, dass Putin sich genau diese beiden Länder als Wirtschaftsverbündete gesucht hat. Zudem ist Kasachstan ein recht reiches Land. Man muss sich nur mal die Hauptstadt Almaty ansehen. Das würde man einer ehemaligen Sowjetrepublik nie zutrauen.
Im Grunde genommen will Putin nur zeigen, dass er weder auf die EU noch auf jemand anderen angewiesen ist. Das hat er mit seinem grossen Gasvertrag mit China bewiesen. Allerdings interessiert China so was nun gar nicht. Die nehmen, was sie kriegen können und sind nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Vielleicht wiess Putin das nicht oder er will es nicht merken.
Seit der Ukraine-Krise ist Putin in der Welt nicht mehr angesehen, da muss er sich Verbündete suchen. Und wenn das welche aus den eigenen Reihen sind wie Weissrussland und Kasachstan, die einen genauso schweren Stand in der Welt haben.
Wie ich bereits anmerkte, alle Präsidenten dieser drei Länder regieren, wie es ihnen gefällt, ohne Rücksicht auf VErluste. Nun ja, da verbündet man sich dann auch irgendwann. So ist es nun einmal.
Lächerlich finde ich die Aktion dennoch. Was will Putin damit beweisen? Ich bin nicht unterzukriegen? Keine Ahnung, sollte man weiter beobachten.

Nach der Europa-Wahl scheint es nun so, als ob sich die Mehrheit für Jean-Claude Juncker als Präsident der Europäischen Komission entschieden zu haben. Selbst Merkel hat auf einmal umgeschwenkt und ist für ihn. Dabei ist Juncker nicht unumstritten. Im jahr 2013 stellte ein Untersuchungsausschuss in Luxemburg fest, dass Juncker für die unkontrollierten Aktivitäten des luxemburgischen Geheimdienstes SREL die volle politische Verantwortung trage.
Will man so jemanden als EU-Präsidenten haben? Muss man sich noch einmal überlegen, aber Martin Schulz ist nun wirklich keine Alternative. Hat inzwischen auch zurückgezogen. Aber wer bleibt noch?
Englands Premierminister David Cameron ist gegen Juncker, während inzwischen fast alle grossen deutschen Parteien – die Splitterplätze nehme ich mal nicht ernst – für Juncker votieren.

Noch eine Woche bis Elefantendame Mala ihren offiziellen fünfzigsten Geburtstag feiern wird. Sie freut sich schon sehr und hofft, dass auch wirklich eine Feier stattfinden wird. Ihre Gästeliste steht schon seit einem Monat, aber sie weiss einfach nicht, ob auch jeder kommt, den sie eingeladen hat. Jedenfalls soll aber Genossin Rani als Rausschmeisserin fungieren, um diejenigen zu entfernen, die ungeladen erschienen sind. Da gibt es einige, die Mala nicht sehen will. Vor allem jene nicht, die sie schmählich im Stich gelassen haben.
Passend zum grossen Ehrentag läuft wieder einmal der Tatort „Tod im Elefantenhaus“ am Mittwoch, den 04. Juni um 22.15 Uhr im WDR. Mala taucht dreimal im Krimi auf. Die grosse Hauptrolle hat natürlich Konkurrentin Mogli bekommen, obwohl die gar nicht so klug sei, wie Mala noch heute betont. Deshalb musste am Ende auch Mala Moglis Part übernehmen, als die Elefantin den Täter bei einer Gegenüberstellung identifiziert. Denn nur Mala kann auf Kommando trompeten.
Eine der wichtigsten Szenen im ganzen Tatort. Und ausgerechnet die wird nicht von Mogli übernommen. Tja, deshalb ist das Malas Film, obwohl sie nicht wirklich zur Geltung kommt. Aber wie sagt sie immer? Unbedingt anschauen und mich bewundern, als ich noch jung war, aber genauso hübsch wie heute.
Ja, der Tatort „Tod im Elefantenhaus“ lohnt sich wirklich. Auch wegen der Schauspieler und dem unnachahmlichen Gespann Stoever und Brockmöller. Alle nachfolgenden Hamburger Tatort-Kommissare waren nichts. Es wurde sogar immer schlimmer, bis es jetzt mit Nick Tschiller seinen traurigen Höhepunkt erreicht hat.
Mala kann sich übrigens noch nicht ein wenig erholen, bevor die WM beginnt. Denn morgen spielt Deutschland gegen Kamerun, die von Volker Finke trainiert werden. Was sagt die Elefantendame? Unentschieden, denn Kamerun ist eine starke Mannschaft, wohingegen Deutschland sich noch nicht ganz gefunden hat und an kranken Spielern laboriert.
Was sagt Jonas‘ neues Fussball-Orakel? Tja, er hat es mir noch nicht verraten, was der Schlaubeutel gesagt hat. Aber heute Abend weiss ich es ganz bestimnmt, besuche ich da doch Malas grosse Nachfolgerin als Fussballorakel. Mal sehen, ob sie mir auch eine Antwort geben wird. Bin wirklich gespannt.
Wie schätze ich eigentlich die deutschen WM-Chancen ein? Hm, nicht wirklich gut. Entweder scheitern sie bereits in der Vorrunde oder gleich im Achtelfinale. Ich glaube wieder fest an Frankreich. Brasilien wird auch nichts zustande bringen.
Die Mitarbeiter der Zeitschrift DBmobil sind hingegen sehr optimistisch, was Deutschlands Weg zum WM-Titel angeht. Da gibt es sogar einen Spielplan drin, wo Deutschlands Weg bis ins Finale vorgezeichnet ist. Na ja, es ist Zeit für den nächsten Titel. 24 Jahre sind ins Land gegangen seit dem letzten WM-Titel. Aber seit Jugoslawien nicht mehr existiert, wird es schwer für Deutschland werden, einen Titel zu gewinnen. Denn sie haben immer gegen Jugoslawien gewonnen, bevor sie einen Titel holten. Dennoch darf man nicht vergessen, dass Deutschland zwar nur drei WM-Titel haben mag, dennoch sind sie eine der erfolgreichsten Mannschaften überhaupt.

EDIT:
Ich durfte den Schlaubeutel persönlich danach fragen, wie Deutschland gegen Kamerun spielen würde. Sie sagte mir ein Unentschieden voraus, wie Jonas sagte. Erst war sie für Kamerun, dann für Deutschland, schliesslich nahm sie mir beide Sachen weg. Das würde laut Jonas Unentschieden bedeuten.
Das Armenien-Spiel durfte sie dann auch gleich tippen. Hier war sich der Schlaubeutel sehr sicher, es würde Deutschland siegen, sagte sie.
Dann wollen wir nun mal abwarten, ob sie recht behält und sie Elefantendame Mala wirklich noch Konkurrenz macht.

 

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Nach uns die Sintflut! – Wie der Staat sich selbst ruiniert


Während im Süden die Aufräumarbeiten nach der Flut begonnen haben bzw. bereits abgeschlossen sind, haben der Osten und der Norden Deutschland noch mit den Hochwassermassen zu kämpfen. Deichbrüche sind zwar nicht die Regel, aber auch keine Ausnahme. In Fischbek wird nun versucht, durch das gezielte versenken zweier Schiffe, den Wassermassen beim gebrochenen Deich Einhalt zu gebieten.
Das Versenken von Schiffen erinnert mich an die Zeit vor der Industrialisierung, doch wir haben das 21. Jahrhundert. Schiffe wurden allerdings meist versenkt, wenn feindliche Schiffe nicht eine Bucht passieren sollten, um die dort befindliche Stadt anzugreifen. Ansonsten wurde immer bei Bränden Schadensbegrenzung betrieben, indem Häuser gesprengt wurden. Meist hat es nicht viel gebracht, aber der Versuch war es wert. Wie es mit den Schiffen ist? Vielleicht wird es was bringen, vielleicht ist es auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Schlimmer kann es kaum noch werden. Überschwemmt ist bereits alles. Allerdings könnte der Deich an der Bruchstelle weiter brechen. Noch mehr Wasser sucht sich einen Ausweg und die Umgebung wird noch mehr unter Wasser gesetzt.
Was ist mit den Ausweichbecken, wo Wasser hin abgeleitet werden soll? Es wird ja nicht nur zwei geben. Anscheinend sind die vorhandenen wohl auch nicht genügend gewesen oder wieso ist das so schlimm geworden?
Erst hiess es, dass der Norden das Hochwasser nicht zu fürchten braucht, dann kommt es doch. Bei Fischbek bricht der Deich, Amt Neuhaus und Hitzacker haben wieder mit Hochwasser zu kämpfen, obwohl es zuvor Entwarnung gegeben hatte.
Momentan acht Milliarden (!) Euro sollen die Schäden der Flut betragen. Und wie will Deutschland das bezahlen? Tja, zurückgelegt worden ist nichts, also müssen wieder Schulden gemacht werden. Anleihen und ich weiss nicht was.
Was lernen wir daraus wieder? Von uns als Otto Normalverbraucher (Figur aus dem Film „Berliner Ballade“) verlangt der Staat, dass wir Rücklagen für schwere Zeiten anlegen, aber selbst wird daran überhaupt nicht gedacht. Wieso denn auch? Deutschland steht bei den Rating-Agenturen gut da, bekommt Kredite mit sehr guten Konditionen, von denen wir nur träumen können. Also wieso Rücklagen bilden? Ach so, Schuldenabbau. Ach was, das können die Generationen nach uns tun. Ganz im Sinne von „Nach uns die Sintflut“.
Einen Staatsbankrott à la Griechenland brauchen wir nicht zu fürchten – noch nicht. Aber wenn der Staat so weiter macht, werden wir uns in spätestens fünfzig Jahren darüber Gedanken machen müssen. Glück für die, die zu dem Zeitpunkt sich bereits die Radieschen von unten ansehen.

Wo ich gerade von Toten spreche, möchte ich an den alten Pappsack erinnern. Bevor jemand fragt, um wen es sich handelt: Es meine den Hamburger Elefantenbullen Hussein, der genau vor einem Jahr kurz vor dem Verladen sich hinlegte und starb.
Als Todesursache wurde Herz-Kreislauf-Versagen festgestellt. Wobei man sagen muss, dass das ein ziemlich unbefriedigendes Ergebnis ist. Denn im Grunde genommen, wo wurde es verlautbart, konnte die tatsächliche Todesursache nicht ermittelt werden. Irgendwie wurde alles ausgeschlossen, was einen Schatten werfen könnte, aber dennoch bleibt die Frage bestehen, was stand wirklich im Bericht? Diese vereinfachte Version, dass es alles und nichts gewesen sein könnte? Wenn man da den einen Zeitungsartikel des Abendblattes liest, könnte man sich schon seine eigene Meinung bilden. Das ist danach auch nirgendwo mehr erschienen, wenn ich richtig recherchiert habe.
Ein Jahr also ist es nun her, dass Elefantenbulle Hussein tot ist. Ob an ihn gedacht wird? Vielleicht. Ich weiss, dass ich an ihn denken musste, als ich Gajendra gegenüberstand und dieser sich ein Stück Holz zwischen den Stosszahn geklemmt hatte. Anderen wird es vielleicht auch so gehen oder ihnen kommt die Erinnerung, wenn sie vor dem Gehege stehen, dass er sich zwanzig Jahre lang mit Elefantendame Mala geteilt hat.
Frech war er gewesen, hat sich oft aufgedrängt, aber er war nie gemein gegenüber den Besuchern. Alles hat er sich allerdings nicht von ihnen gefallen lassen. Aber er wusste genau, wen er vor sich hatte, bei wem er was abstauben konnte und wieviel er sich erlaubten durfte.
Jonas hatte die verrückte Idee, einen Kranz vors Gehege zu legen: „In stillem Gedenken“. Gute Idee, wobei ich glaube, dass sein Mundwerk mal wieder grösser war als sein Mut. Jenalas Cousin sagt viel, wenn der Tag lang ist. Hätte auch eine Zeitungsanzeige schalten können. Wobei, da hätte er dann seinen Namen preisgeben müssen und das mag er nun gar nicht.

Gibt es eigentlich was Neues über Elefantendame Mala? Seit die Bundesligasaison vorüber ist, hat sie ja nicht mehr so viel zu tun, um als grosses Fussballorakel sich hervorzutun. So weit ich weiss, macht sie fleissig bei Vorführungen mit und würde angeblich ihrer Genossin Abends eine Banane in die Box werfen mit folgendem Kommentar: „Hier, eine Banane für dich, alte Pflaume.“ Na gut, ich geb’s zu, dass habe ich jetzt der Elefantin in den Mund gelegt. Bevor sie ihr Essen verschenkt, muss noch viel passieren.
Der Pairi Daiza sucht unterdessen nach einer Hamburgerin (?) namens Elisabeth, die Mala zu ihrem 49. Geburtstag – also eigentlich ist der 08. Juni der Ankunftstag der Elefantendame in Hamburg gewesen, dieses Jahr wär’s der 47. gewesen – eine Karte geschrieben hat.
Eins kann ich auf alle Fälle sagen: Jenala hat diese Karte nicht geschrieben! Weder ist es ihre Schrift noch hätte sie solch ein krudes Kauderwelsch (nicht beleidigend gemeint) geschrieben. Denn Jenala ist eine Poetin. Eher hätte sie Mala eine selbstgestaltete Karte geschickt mit einem schönen Gedicht drin. Ausserdem hätte sie nicht von Orangen, sondern von gekochten Kartoffeln gesprochen. Denn die Erdknollen liebt die Elefantin über alles. Kann man sogar in „Die Rollen des Seth“ nachlesen. Ausserdem hat Mala bekanntlich schon im letzten Jahr am 10., 11., 12 (10. November 2012) ihren fünfzigsten Geburtstag gefeiert. Steht auch in einem Roman mit derselben Hauptfigur, denn die Dickhäuterin hat dort eine immer wiederkehrende Rolle inne, selbst wenn nur von ihr gesprochen wird.
So ist die Elefantendame wieder einmal in aller Munde, was sie verdient hat. In letzter Zeit hat man nicht sehr viel von ihr zu sehen und zu hören bekommen. Aber was will man auch andauernd über sie schreiben? Heute wieder Vorführung mit Mala und old Rani, den beiden Webertantchen, so in etwa?
Aber man sieht, dass Mala ihre Fans hat und nicht vergessen ist. Wie mir Jonas erzählte, sollen seit Malas Weggang (oder wie man es auch immer nennen mag) einige nicht mehr wiedergekommen sein, also ist Jenala nicht die Ausnahme geblieben.
Die Mutter-Kind-Anlage ist leer und wenn ich mir aktuelle Bilder von Mala ansehe, werde ich das Gefühl nicht los, dass sie immer noch ihrem wahren Zuhause hinterher trauert. Warten wir ab, was in den nächsten Jahren passieren wird.

Zurück zu weit wichtigeren Themen.
In Istanbul wird weiter protestiert. Ich habe mich immer gefragt, wie es überhaupt zu den Protesten gekommen ist. Denn es muss schon viel passieren, dass sich dort so viele zusammenschliessen, um gemeinsam gegen etwas so lange zu protestieren und sich nicht entmutigen zu lassen. Bewunderswert ist übrigens, dass davon auch ausserhalb der Türkei Kenntnis von genommen wird. Vielleicht liegt es daran, dass es nicht mit dem umstrittenen Staudammprojekt zusammenhängt, wo Deutschland auch seine Finger drin gehabt hatte (oder noch hat?).
Begonnen hat alles mit einem Bauprojekt, das die Anwohner der Stadt Istanbul verhindern wollten. Daraus entwickelte sich am Ende eine Protestbewegung um Macht, Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Vor allem ist es eine Bewegung gegen die islamisch-konservative Regierung von Premier Erdogan.
Inzwischen hat Erdogan scheinbar eingelenkt, indem er bei einem Treffen mit Vertretern des Bündnisses gegen das Bauprojekt Zugeständnisse machte. So soll das Bauprojekt im Gezi-Park bis zu einem Gerichtsurteil ausgesetzt werden und danach die Istanbuler Bürger in einer Volksabstimmung befragt werden, was mit dem Bauprojekt werden soll. Irgendwie kann ich nicht glauben, dass am Ende das herauskommen wird, was sich die Mehrheit der Menschen in Istanbul wünscht. Erinnern wir uns mal an Stuttgart 21. Was ist denn da rausgekommen? Der Abstimmungszettel war so seltsam formuliert, dass viele das falsche ankreuzten und doch für den Bau des Bahnhofs stimmten. Irgend so eine Finte wird es in Istanbul auch geben. Warten wir es einfach ab.
Trotz des Einlenks von Erdogan werden die Proteste weitergehen, denn es geht um mehr als um das Bauprojekt, es geht um einen neutralen Staat, der sich vor einer schleichenden Islamisierung fürchtet. Mustafa Kemal Atatürk hatte dies bei der Staatsgründung so gewollt, den Staat und die Religion strikt getrennt. Nun sieht es so aus, als ob sein Nachfolger dies schleichend nach und nach auflösen will.

 

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