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Schuld sind nur die anderen – Griechenland kann nichts für seine Misere


Langsam wird die Zeit knapp für Griechenland. Bis zum 30. Juni muss nicht nur das geliehene Geld der IWF zurückgezahlt werden, sondern auch endlich konkrete Plänestehen, wie Griechenland weiter Geld einsparen will, um sich aus der Krise zu stemmen.
Nur hat man das Gefühl, dass weder der griechische Ministerpräsident Tsipras noch der Finanzminister Varoufakis die Situation wirklich ernst nehmen. Sie tun so, als sei Griechenland vollkommen unverschuldet in Not geraten und müsste nun von den anderen EU-Ländern gerettet werden, weil es deren Pflicht sei. Verpflichtungen müsse Griechenland auch nicht eingehen. Und überhaupt: Schulden zurückzahlen? Nein, das braucht das Land nicht. Das hat nun auch eine völlig „unabhängige“ Prüfungskommission festgestellt. Griechenland trägt keinerlei Schuld an der eigenen Misere und müsse deshalb auch keine Schulden zurückzahlen. Ausserdem schuldet Deutschland Griechenland immer noch Geld – Reparationen.
Wenn Deutschland endlich einmal die Güte hätte, die Milliarden zu überweisen, wäre Griechenland auch wieder flüssig. Aber wenn das reichste Land Europas nicht zahlen will, dann kommt man eben auf keinen grünen Zweig.
Gut, das ist ein wenig überspitzt geschildert, aber man kann sich gut vorstellen, dass Ähnliches im Kopf von Tsipras und Varoufakis herumspukt.
Denn wieso geht es mit Griechenland nicht bergauf? Man müsste doch den Ansatz von Besserung erkennen, denn die Krise hat doch nicht erst gestern Griechenland lahmgelegt.
Die Geriechen jedenfalls befürchten schon das Schlimmste und leeren ihre Konten, um nichtnoch ihr Erspartes zu verlieren, wenn die Banken in die Pleite rauschen. Dabei übersehen sie, dass sie mit ihren überstürzten Kontenleerungen diese Pleiten nur anfeuern. Deshalb haben die Banken schon um Unterstützung bei der IWF gebeten, um weiterhin Bargeld zur Verfügung zu haben. Doch wäre es nicht besser, wenn sie das Abheben von Geld auf ein Minimum beschränken würden? Wäre das nicht eine bessere Lösung? Natürlich würde es dann auch die Touristen treffen, die danach auch nur noch das ausgegebene Minimum abheben können. Und wenn Griechenland tatsächlich aus dem Euro fliegt und die Banken zusammenbrechen, dann kann man seine EC-Karte vergessen. Wer also einen Griechenland-Urlaub plant, sollte sich eine Kreditkarte besorgen, falls man die noch nicht hat. Denn damit kann man zahlen, auch wenn sonst nichts mehr geht.
Griechenland steht das Wasser bis zum Halsund was machen sie? Da mit der EU nicht mehr gut zu reden ist, suchen sie sich bessere Geschäftspartner und da kommt das gechasste Russland gerade recht. Vor einiger Zeit schrieb ich, dass Russland durch Griechenland eine Pipeline bis in die Türkei ziehen wolle. Das ist nun besiegelt worden und Griechenland bekommt auf einen Schlag das Geld, was eigentlich erst Jahr für Jahr gezahlt werden sollte. Bei Russland sollte man auch lieber gleich das ganze Bargeld verlangen, denn die Finanzen des Landes sind auch nicht gwrade rosig. Auch nicht erst seit den Sanktionen, aber seitdem ist die Lage noch prekärer geworden. Pleite gehen wird Russland nicht, solange sie Krieg führen kurbelt das die Wirtschaft an, auch wenn es sich irgendwann ins Gegenteil umkehren kann, wenn man den Zustand zu lange anhalten lässt.
Aber Griechenland hat immer noch nicht verstanden, was nun Sache ist. Schuld sind natürlich immer die anderen, vor allem die EU, die ihnen nicht einfach die Schlden erlässt. Ach was, Schulden haben sie ja gar nicht, aber das muss man der EU natürlich erst einmal begreiflich machen. Und so lange wird eben mit denen gespielt. Man macht ein paar Zugeständnisse, streut ihnen Sand in die Augen und am Ende wird doch das gemacht, was man schon die ganze Zeit wollte. Natürlich erst, wenn man das nötige Geld kassiert hat, um wieder flüssig zu sein. Und dann nach mir die Sintflut.

Neben dem ganzen Theater mit Griechenland hat die EU noch Zeit gefunden, sich um andere Probleme zu kümmern. Zweites Lieblingsthema der EU ist Russland. So wurde beschlossen, dass die Sanktionen gegen Russland noch mindestens bis 2016 dauern sollen, wenn nicht sogar darüber hinaus, sollte sich nichts an den russischen „Eroberungsplänen“ ändern. Ich frage mich zwar immer noch, was das bringen soll, denn es ist nichts anderes als ein Kräftemessen – von beiden Seiten.
Vorteil haben weder die EU noch Russland, dafür jede Menge Nachteile. Eigentlich hatte es Russland treffen sollen, aber im Grunde genommen erwachsen den Firmen, die keine Geschäfte mehr mit Russland machen dürfen, weitaus grössere Nachteile. Denn ihre Gewinne gehen zurück, die sie nirgendwo ausgleichen können.
Aber Hauptsache, die Politiker haben ihren Willen bekommen und bieten Putin immer schön eine Angriffsfläche.
Wenn man Russland wirklich treffen will, soll man das anders machen. Putin überall einladen, aber ihn wie Luft behandeln. Das wird ihn vielmehr wurmen als irgendwelche Sanktionen. Genauso hätten sie es auch beim G7-Gipfel in Ellmau machen sollen. Putin wird als Gast eingeladen, aber sprechen will niemand mit ihm, auch lässt sich niemand mit ihm ablichten. Der wäre so sauer gewesen. Aber diese Chance hat man nun verpasst. Aber was nicht ist, kann immer noch werden.

Die erste allein geschriebene Enzyklika von Papst Franziskus wurde am Donnerstag im Vatikan vorgstellt. Sie ist an alle mMenschen guten Willens gerichtet, also nicht nur an Katholiken. Das hat Franziskus so eingeführt, dass er nicht prinzipiell die Katholiken anspricht, sondern eben alle Menschen anzusprechen versucht. Zwar sind auch unter seiner Amtszeit die Katholiken die einzig wahren Christen, aber er betont das nicht so sehr, wie es beispielsweise sein Vorgänger, der emeritierte Papst Benedikt XVI., getan hat.
Und mit diesem päpstlichen Rundschreiben oder Lehrschreiben mit dem Titel „Laudato Si“befasst sich Franziskus mit dem Bewahren der Schöpfung
Das klingt nun so, als würde es um irgendetwas in der Bibel gehen. Das tut es nicht, denn es geht darum, dass wir Menschen verantwortungsvoll mit der Erde umgehen. Natürlich nicht nur mit der Erde, sondern mit allem, was dort auch so kreucht und fleucht. Wir sollen uns auf uns selbst besinnen, aufhören die Erde auszubeuten oder Dinge zu manipulieren, die man nicht verändern sollte.
Interessant an der Enzyklika ist, dass er auch diejenigen angreift, die mit der Bibel argumentieren, aber nur ihren eigenen Vorteil darin sehen, also praktisch die Bibel so auslegen, wie es ihnen gerade passt.
Das Lehrschreiben entspricht dem, was Franziskus seit seinem Amtsantritt anmahnt. Nun hat er es in schriftliche Worte gefasst. Bleibt allein die Frage, ob es mehr als nur ein Echo aufwerfen wird? Einige angesprochene Dinge in dem Rundschreiben sind es wert, darüber nachzudenken, andere Themen sind ein wenig heikel. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass die katholische Kirche immer noch recht konservativ ist.
Dennoch ist es eine Enzyklika, die man nicht einfach in die Ecke stellen und verstauben lassen sollte.

Vor einer Woche bestritt die deutsche Nationalmannschaft sein EM-Qulifikations-Rückspiel gegen Gibraltar. Die erste Halbzeit war höchst mau gewesen, gerade einmal ein Tor hatte die deutsche Mannschaft zustande gebracht, dazu einen Elfmeter verschossen. Beinahe sah es so aus, alks würde Gibraltar über die Deutschen triumphieren, obwohl es keine Profi-Fussballer sind. Elefantendame Mala war am toben, denn so eine Leistung hatte sie nicht erwartet. Aber in der zweiten Halbzeit, als dann die Tore fielen, war sie zufriedengestellt. Die alte Kuh hatte getippt, dass Deutschland gewinnen würde, dass es aber so schwierig wäre, hätte sie nicht gedacht. Das hatte hingegen die Pusteblume vorausgesehen, die laut Jonas getippt hätte, dass Gibraltar sich ein paar Chancen herausarbeiten würde. Letztendlich hatte sie aber auch auf einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft getippt.
Aktuell ist die deutsche Mannschaft zweiter hinter Tabellenführer Polen. Wenn im Oktober das Rückspiel erfolgt, gibt es vielleicht keine zweite Schlacht von Tannenberg 1410 wie noch beim Hinspiel.
Elefantendame Mala kann sich nun endlich erholen, wo die Bundesliga beendet ist und auch keine EM-Qualifikationsspiele mehr anstehen. Natürlich könnte die alte Kuh nun auch die Spiele der U21 oder der Frauen-Nationalmannschaft tippen. Aber dazu hat sie keine Lust. Sie drückt beiden Mannschaften den Rüssel, dass sie gut abschneiden mögen, ist ist aber auch schon alles.
Stattdessen will sie nun der Faulheit frönen, nur unterbrochen von Schlammbädern, Baden, oder fressen. So will sie ihre Tage verbringen. Die fussballfreie Zeit ist auch schnell wieder vorbei.
In zwei Wochen jährt sich zum dritten Mal Malas Abreise.

 

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Wenn sich zwei Provokateure zusammentun…


Erdogan, Präsident der Türkei, ist momentan so beliebt wie Russlands Präsident Putin. Die Gründe sind allerdings völlig andere. Vergangene Woche machte Erdogan von sich reden, weil er davon sprach, dass Muslime noch vor Kolumbus in Amerika gelandet seien. Nun kommt die nächste Kerbe, in die er haut. Der Westen, wenn er in die islamische Welt komme, möge Öl, Gold und Diamanten, aber auch billige Arbeitskräfte. Und als sei das nicht genug, geht Erdogan noch weiter, indem er die Behauptung aufstellt, die Nichtmuslime, womit er vornehmlich den Westen meint, wolle die Muslime und deren Kinder tot bzw. sterben sehen.
Wie überaus passend, dass nur wenige Tage später Papst Franziskus zu Besuch kommt. Da muss man natürlich erst einmal die Muslime als armes gebeuteles Völkchen darstellen, dass vom Westen nur ausgenutzt wird. Will Erdogan damit noch weitere Zwietracht zwischen den letzten verbliebenen Christen und den Muslimen in der Türkei säen. Man weiss einfach nicht, was dieser beinahe schon grössenwahnsinnige Präsident der Türkei eigentlich will.
Zudem hält er weiterhin daran fest, dass Muslime vor Kolumbus Amerika entdeckt hätten. Damit sind sie dennoch nicht die ersten gewesen, auch wenn Erdogan das so gerne hätte. Denn bekanntlich waren es die Wikinger, die Amerika entdeckt haben. Überreste von Winland sind heute noch zu finden. Ausserdem sind da auch noch die Chinesen, die eventuell nach Amerika gelangt sein könnten. Bis Afrika kamen sie definitiv, aber ob weiter? Tja, nichts Genaues weiss man nicht. Aber Erdogan ist so von seiner Idee besessen. Soll man ihn machen lassen, denn den Wikingern kann er definitiv nicht den Ruhm nehmen.
Aber wenn man es genau betrachtet, will er nur den Islam höher heben. Deshalb besteht er darauf, dass es Muslime waren, die zuerst Amerika entdeckt haben. Mit konkreter Jahresangabe: 1178. Aber leider, leider, wie schon erwähnt, erst nach den Wikingern. Wobei, das waren zu dem Zeitpunkt auch keine Christen. Denn darum scheint es Erdogan mutmasslich zu gehen: Die Überlegenheit des Islam gegenüber dem Christentum zu zeigen.
Als machthoher Politiker müsste er eigentlich wissen, dass man so was nicht macht. Aber wenn der Papst zu Besuch kommt, muss man schon mal klarstellen, welche Religion besser – oder was auch immer er meint – ist.
Natürlich kann es auch sein, dass er den Islam so hoch lobt, weil er nicht will, dass die IS nun auch noch die Türkei sich als neues Ziel auswählen.
Deshalb vielleicht auch die Betonung darauf, dass der Westen sich nicht in alles einmischen solle. Gemeinsam könne man viel besser gegen die Probleme in Syrien und im Irak angehen. Aber der Westen versaut immer alles.
Bedenklich ist allerdings die Phrase, wo er sagt, dass man schon längst in Palästina eine Lösung gefunden hätte. Es mag stimmen, dass der Westen die Probleme geschaffen hat, aber soll man deshalb den Staat Israel eliminieren, damit wieder Ruhe herrscht?
Im Grunde genommen will Erdogan nur mal wieder von sich Reden machen, den starken Mann markieren. Dennoch sollte er sich dessen bewusst sein, was er sagt. Seine Aussagen können eines Tages wieder zu ihm zurückkehren.

Und wo ich gerade von Putin gesprochen habe. Der hat Erdogan gelobt, dass die Türkei sich nicht an den Sanktionen des Westens beteilige. Und quasi als Belohnung will Russlands Präsident nun die Wirtschaftsbeziehungen mit der Türkei verstärken. Habe ich nicht schon vor Wochen gesagt, dass die europäischen Obst- und Gemüsebauern Firmen in der Türkei gründen sollen? Ja, habe ich. Damit habe ich dem vorgegriffen, was nun Putin tun will.
Na ja, was bleibt ihm auch anderes übrig? Weil der Westen Sanktionen verhängt hat, verliert Russland angeblich mehr als 30 Milliarden Euro pro Jahr.
Und dann ist da schliesslich auch noch das Problem, dass Russland keine Lebensmittel – fast keine – aus dem Westen importiert. Deshalb werden wir momentan von Äpfeln geradezu überschwemmt. Für ein Kilo „nur“ fünfzig Cent zu bezahlen hat es Jahre nicht gegeben. Hatte nicht Sogar Penny das Angebot gehabt, wo Äpfel nur 44 Cent das Kilo kosteten? Weiss ich gerade nicht.
Aber Russland braucht nun einen anderen Partner, denn auch China hat nicht das, was Russland will. Zudem ärgern China momentan die freilaufenden Tiger, die sich an eine Landesgrenze nicht halten und nun in China „einfallen“.
Putin braucht einen starken Partner, der Verbindungen zum Westen hat. Kasachstan und Weissrussland sind keine Option. Nein, es muss die Türkei sein, wenn er der abflauenden Wirtschaft entgegen gehen will. Denn der Rubel ist praktisch nichts mehr wert. Dagegen muss etwas getan werden. Warum nicht die Türkei als Handelspartner auswählen. Die dreht sich sowieso wie das Fähnlein nach dem Winde.

In Ägypten wurde Hosni Mubarak in einem Revisionsprozess von dem Vorwurf zur Beihilfe des hundertfachen Mordes freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte für Mubarak die Todesstrafe gefordert. Dennoch bleibt Mubarak im Gefängnis, denn wurde bereits vor längerem zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt wegen der Veruntreuung von öffentlichen Geldern.
In einem ersten Prozess, der wegen Verfahrensfehlern ungültig erklärt worden war, war Mubarak zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Und jetzt kommt er mit nichts davon.Nun bin ich mal gespannt, wie das Urteil in Ägypten aufgenommen wird. Zufriedenstellen dürfte das Urteil sicherlich nicht. Aber wird es zu Protesten kommen oder sagt man sich, dass Mubarak ohnehin nicht ewig leben wird und die drei Jahre genug sind?
Man wird es sehen.

Elefantendame Mala ärgert sich wieder einmal masslos über den FC St. Pauli. In Leipzig sind sie mit 4:0 untergegangen. Zwar hatte Mala ohnehin nicht an den Hauch einer Chance geglaubt,aber das es so schlimm würde, hätte sie nun nicht gedacht. Was ist nur bei dem Verein los? Nichts kriegen sie mehr hin, stehen auf einem Abstiegsplatz. Werden sie noch die Kurve kriegen? Nein, sagt die alte Kuh und meint damit das Spiel gegen Kaiserslautern. Auch hier tippt Mala auf eine Niederlage des FC St. Pauli.
Währenddessen hat die Pusteblume sich natürlich für das Gegenteil entschieden. Wie sollte es auch anders sein, wo sie ein penetranter Linksrüssler ist? Und so sagte sie denn auch, dass St. Pauli gewinnen würde. Jonas schlägt bekanntlich die Hände über dem Kopf zusammen, denn er weiss jetzt schon, dass dieses Ergebnis nicht eintreffen wird. Dabei lag sie letzte Woche tatsächlich mal richtig. Kein Wunder, Leipzig stand für die linke Seite. Da musste sie halt Leipzig tippen.
Warten wir ab, was sein wird. Dann kann sich Jonas immer noch Plattfuß zuwenden. Die sei sowieso viel netter, behauptet er.

 

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Mein lieber Freund – Nicht einmal Merkel ist vor der NSA sicher


Nun sind nicht nur wir es, die von der NSA abgehört wurden, sondern auch unsere Bundeskanzlerin. Was sich zunächst anhört wie ein schlechter Scherz ist tatsächlich passiert. Angela Merkel ist dafür bekannt, dass sie gerne mit ihrem Handy Kurznachrichten verschickt. Zwar soll das mobile Gerät speziell geschützt sein, aber dazu sollte man es auch nutzen. Denn angeblich nutzt Merkel meist ihr parteiinternes Handy. Kommuniziert damit auch über die CDU hinweg mit anderen. Dieses ist nicht so geschützt, weshalb die NSA die Möglichkeit der Ausspähung besass.
Angeblich soll sie aus dem Gebäude der US-Botschaft abgehört worden sein. Bewiesen ist es nicht und so mehr eine Vermutung.
Dennoch ein starkes Stück, dass die NSA das getan hat. Aber je mehr Daten man hat, desto mehr kann man dann gegen jemanden zusammentragen und schliesslich gegen ihn verwenden. Wer weiss, was die NSA alles erfahren hat. Wahrscheinlich wussten die schon vor uns Bundesbürgern von einer neuen CDU-Idee, bevor wir davon etwas erfuhren.
Natürlich hat sich Merkel gleich beschwert. Ganz weit oben in der Wichtigkeitsliste der USA: Barack Obama. Es sei nicht schön, dass so was gemacht wurde. Tja, was soll denn Obama dazu sagen? Der hat momentan wirklich ganz andere Probleme. Die Staatspleite gerade erfolgreich abgewendet, ist dort immer noch nicht alles eitel Sonnenschein. Denn immer noch fehlt Geld in der Kasse. Das ist wirklich wichtiger, als das kleine Problem mit der NSA, die Merkels Handy abgehört hat.
Im übrigen, hat Merkel nicht selbst Schuld, wenn sie statt ihres abhörsicheren, wirklich nur ihr nicht so stark gesichertes Handy benutzt hat. Im Grunde genommen muss jeder mit einer Abhörung rechnen. Auch dieser Artikel wird sicherlich durch irgendwelche Programme laufen, ob da nicht irgend etwas spezielles steht, was auf irgendwas Schlimmes deuten könnte. Ich habe ja immer schon die speziellen Schlüsselwörter erwähnt, die besondere Aufmerksamkeit erregen. Erwähnen werde ich jetzt mal keines.
Interessanter hingegen finde ich, dass Frankreich die NSA noch unterstützt haben soll, Europa abzuhören. Erst ist es der britische Geheimdienst gewesen, von dem man dann nichts mehr hörte, obwohl er angeblich noch schlimmer als die NSA gewesen sei. Nun auch noch Frankreich. Im übrigen nicht sehr neu, denn schon vor Monaten wurde diese Vermutung laut. Und nun haben sie die USA und die Briten mit Daten beliefert. Ich will gar nicht wissen, was noch alles rauskommt. Werden nicht schon genug Daten über uns gesammelt – ich meine die, die wir nicht freiwillig ausgeben? Aber man muss mit allem rechnen. Am besten durchsuche ich mal meine ganze Wohnung nach Wanzen. Vielleicht finde ich ja welche. Wobei, die Stasi gibt es ja nicht mehr, aber das heisst noch lange nicht, dass Wohnungen und Häuser nicht verwanzt werden. Denn manchmal will jemand einfach zu gerne wissen, was der Nachbar so treibt.
Ja, ja, nun übertreibe ich, aber was wissen wir denn schon, wer alles wirklich unsere Daten hat und was damit gemacht wird?

Der Papst hat sich des Limburger Bischofs angenommen. Seines Amtes enthoben wurde er nicht, wie ich bereits vermutet hatte. Geht indirekt auch gar nicht. Dafür muss er aber seine Amtsgeschäfte ruhen lassen bis die Untersuchungskommission einen bericht geschrieben hat. Was rauskommen wird? Keine Ahnung. Aber ich sag mal so. Die Kosten für den neuen Bischofssitz sind nicht gerade niedrig, aber dafür für die halbe Ewigkeit gebaut. Denn dann muss erst einmal nichts gemacht werden. Woanders explodieren die Kosten für irgendwelche Bauten und niemand fordert, dass der Verantwortliche gehen muss. Es wird gemurrt, mehr auch nicht.
Wir werden sehen, was das rauskommen wird.

Gestern lief der lang erwartete Zweikampf Boris Becker gegen Oliver Pocher. Viel Werbung wurde dafür gemacht, aber genutzt hat es nichts. Der Quotensieger des Tages war ein ZDF-Krimi „Der Alte“. Und ich habe mir die Folge gar nicht angesehen! Das will schon was heissen. Ich habe lieber gelesen. Manchmal muss man das auch machen.
Heute Abend läuft wieder absolut nichts im Fernsehen. Kann ich mir den Wilsberg von letzter Woche ansehen – im Schnelldurchlauf. Soll nicht so besonders gewesen sein. Jedenfalls war die Beschreibung nicht so besonders.
Und wer nicht weiss, was er machen soll, dem empfehle ich ein schönes ebook. Frisch rausgekommen ist das zweite Kapitel von „Aneba. Die Rückkehr“. Noch nur auf bookrix erhältlich, aber schon nächste Woche bei all den anderen Vetriebskanälen. Alle ebooks, die bei Neobooks rausgekommen sind, sind auf Weltbild, Hugendubel und derclub aus unbekannten Gründen nicht mehr erhältlich. Da sollte man zu Thalia.de oder Amazon ausweichen. Ausserdem gibt es auch noch Helen Dalibors Prolog „Im Zeichen des Denkmals“ und natürlich Isis Justs grösstes Abenteuer „Die Rollen des Seth“. Natürlich kann man auch was anderes lesen. Material ist schliesslich genug vorhanden. Und wenn ich mit der Wilsberg-Folge durch bin, gucke ich mir einen alten Stummfilm an: Le brasier ardent.

 

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Ein Papst der Armen und dennoch umstritten


Nachdem man sich tagelang fragte, ob sich Papst Franziskus wirklich nach dem heiligen Franz von Assisi benannt hat, haben wir nun Gewissheit. Bei einem ersten Treffen des Papstes mit Medienvertretern erklärte der Pontifex, wie er sich im Laufe des Konklaves für den Namen Franziskus entschied, der Franz von Assisi seine Reverenz erweise.
Zuvor hatten bereits die Kardinäle Dolan, Marx und Woelki dazu etwas gesagt.
Morgen wird der neue Papst sein erstes Angelusgebet halten und am Dienstag wird seine Amtseinführung sein.
Seinen Schwerpunkt wird der neue Papst auf die Armen in der Welt legen. Nicht wirklich verwunderlich, da er bereits den Spitznamen „Engel der Armen“ trägt. Armut wichtiges Thema, aber ob es auch passend für Europa ist, bleibt ein grosses Fragezeichen. Denn hier herrschen ganz andere Probleme. Hier geht es darum, ob der Zölibat noch zeitgemäss ist oder die veralteten Ansichten der Kirche zu Verhütung und gleichgeschlechtlichen Ehen. Gerade hier muss die katholische Kirche mit der Zeit gehen.
Doch auch den Menschen den Glauben an Gott wieder näherzubringen, ist wichtig. Und da dürfte Franziskus, wie es momentan den Anschein hat, der richtige sein. Seine bodenständige, herzliche Art ist es, die die Menschen für ihn einnehmen.
Da fuhr er am Donnerstag mit einem VW Phaeton zur Kirche Maria Maggiore zum beten, anstatt ein luxoriöseres Auto zu nehmen. Prompt brachte ihm das Kritik aus den eigenen Reihen ein, da ein Papst doch nicht mit so einem einfachen Auto fahren könne. Er kann doch, wie man sieht. Allerdings stellt sich die Frage, wie lange er die Dinge durchsetzen kann, die er für richtig hält.
Papst Johannes Paul I. starb nach nur 33 Tagen unter mysteriösen Umständen. Es wird vermutet, dass er vergiftet wurde, weil er die Kurie umkrempeln wollte. Indirekt macht das Franziskus auch, indem er auf soviel Prunk und Pomp wie möglich verzichtet. Bereits die Messe zum Abschluss des Konklaves machte dies deutlich. Seine Mitra (hatte er mitgebracht) war sehr schlicht, auch der Umhang mit den aufgestickten Muscheln.
Wir werden uns an eine neue Schlichtheit gewöhnen müssen. Wie sagte noch jemand beim TV-Sender Phoenix? „Das Amt des Zeremonienmeisters scheint überflüssig zu werden.“ Ganz so schlimm ist es auch wieder nicht. Wir werden Guido Marini und eventuell einen Nachfolger von ihm sicherlich weiterhin sehen. Denn der Zeremonienmeister ist auch für den Ablauf der Messe zuständig und nicht für Prunk und Pomp.
Seien wir gespannt, wie sich das Pontifikat von Franziskus entwickeln wird.

Und dann sind da noch die Vorwürfe, die gegen den Pontifex erhoben werden. Wie nun soll man seine Rolle in Argentinien während der Militärdiktatur deuten? Hat er Dreck am stecken, wie die Mehrheit der Stimmen sagt oder hat er sein grösstmögliches getan, um seinen Mitbrüdern zu helfen und nicht selbst in den Foltergefängnissen zu laden?
Der Vatikan weist die Anschuldigungen zurück. Verständlich, denn wie es momentan aussieht, wird versucht, den Papst durch die Vorwürfe gleich wieder zum Rücktritt zu zwingen. Wenn das geschieht, ist die katholische Kirche nicht mehr glaubwürdig. – Das ist sie heute schon an einigen Stellen nicht, aber dann hat sie alles verspielt.

Interessant ist übrigens, dass niemand mehr von der Prophezeiung des Malachias spricht. – Deshalb tue ich an dieser Stelle das einmal. – Nicht, dass ich daran glaube, denn wie so viele Prophezeiungen wird sich auch diese nicht erfüllen. Erinnern wir uns noch an die Weltuntergangsstimmung Ende Dezember letzten Jahres? Und das nur, weil ein Kalender der Maya endete.
Die Prophezeiung des Malachias ist, was die Namen betrifft, nachweislich eine Fälschung. Die Namen wurden erst in Ende des 16. Jahrhunderts hinzugefügt. Und so kam man nun darauf, wenn man weiterzählte, dass Papst Benedikt XVI. der vorletzte Papst vor dem letzten und damit 112. auf der Liste sei. Dass nun dieser nicht dran ist, sieht man schon daran, dass wir keinen Petrus II. aus Rom als Papst haben.

Das Verfahren gegen Bestechlichkeit gegen Christian Wulff und David Groenewold wird mit ziemlicher Sicherheit eingestellt. Die Staatsanwaltschaft Hannover will das Verfahren einstellen, wenn Wulff und Groenewold diese im Gegenzug einen Geldauflage in fünfstelliger Höhe bezahlen.
Damit dürfte das schon einmal vom Ex-Bundespräsidenten abgewendet sein. Fragt sich nur, ob das auch uns Bürgern gefällt? Mir ist das recht egal, denn Wulffs Ruf ist eh nicht mehr zu retten, da macht dieses eingestellte Verfahren den Kohl auch nicht mehr fett.
Stattdessen warten wir gespannt darauf, was beim Prozess gegen Wulffs ehemaligen Sprecher Olaf Glaeseker herauskommen wird.

Die ARD kann sich mal wieder im eigenen Schatten sonnen. – Ja, ich weiss, das passt nicht zusammen, aber gerade so ist es auch gedacht. – Erst sehen sich mehr als 12 Millionen Zuschauer den ersten Einsatz von Til Schweiger im Tatort an und dann gibt es auch noch einen Rekordabruf in der Mediathek für diesen.
Beim Fernsehen erkläre ich es mir so, dass genug Werbung gemacht wurde, damit auch wirklich der letzte Fernsehverweigerer mitbekommt, wer da am Sonntag sein Debüt geben würde. Und die Mediathek erkläre ich mir so, dass nun all jene sich den Tatort ansehen, um irgendwie nachvollziehen zu können, warum gerade diese Folge so frenetisch gefeiert wurde. Ich empfehle dazu den Ton auszuschalten, eventuell die Folge gleich herunterzuladen, um sie dann im Schnelldurchgang zu gucken. Ausser viel Geballer und einigen Humoreinlagen bezüglich des Kollegen wird man nicht viel zu sehen bekommen.
Ton aus deshalb, weil Til Schweiger sich immer anhört, als hätte er schon wieder ein paar Weinflaschen zuviel getrunken. Ist mir früher nie so aufgefallen, aber seit seinem denkwürdigen Auftritt, empfinde ich das so.
Kann bloss hoffen, dass der nach zwei Folgen aufhören wird. Ich möchte viel lieber Wotan Wilke Möhring sehen, das ist ein weitaus besserer Schauspieler. Wieso ist Schweiger bloss für die Lindenstrasse entdeckt worden? Wenn man das doch nur rückgängig machen könnte.

 

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Habemus papam – Papstwahl mit zwei Sensationen


Die Sensation ist wahr geworden. Zum allerersten Mal steht ein Südamerikaner der Welt Kirche vor, zudem gehört er dem Jesiten-Orden an.
Um 19.05 Uhr nach fünf Wahlgängen stieg weisser Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle. Die Kardinäle hatten sich für einen von ihnen als Nachfolger Petri entschieden. Mehr als eine Stunde mussten wir warten bis endlich die Sätze kamen:
„Annuntio vobis gaudium magnum; habemus Papam: Eminentissimum ac Reverendissimum Dominum, Dominum Georgium Marium Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalem Bergoglio qui sibi nomen imposuit Franciscu“.
Sagte gestern Abend um etwa 20.05 Uhr der erste der Kardinal-Diakone, Jean-Luis Taurant.
Der Franzose hatte anfangs auch als papabile gegolten, wegen seiner angeschlagenen Gesundheit aber schnell wieder rausgefallen. Man konnte es sehen, dass er gesundheitlich angeschlagen ist. Er wirkte wie ein Klappermännchen, dass sich kaum auf den Beinen halten kann.
Der Mutter des Wiener Kardinals Schönborn dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein, als sie den Namen hörte, da es nicht ihr Sohn war, auf den „das Fallbeil niedergekommen“ war.
Nach der Verkündung des Namens ging das grosse Rätselraten los. Welcher italienische Kardinal (denn der Name Bergoglio ist italienisch) ist da eigentlich gewählt worden? Beim TV-Sender Phoenix hatte man hingegen nicht den Papstnamen verstanden. Den hatte ich gehört und mich gefragt, wieso denn eigentlich die Zahl fehlt, der wievielte Papst dieses Namens nun dran ist. Als dann mir klar war, dass Bergoglio sich Franziskus nannte, konnte es nur der erste sein. Die römische Ziffer eins wird allerdings erst hinter seinen Namen kommen, wenn es einen weiteren Papst mit diesem Namen geben wird. So lange heisst es Papst Franziskus. Mit Italiener lag es zwar nicht richtig, aber auch nicht ganz falsch, denn Bergoglio besitzt neben der argentinischen auch die italienische Staatsbürgerschaft. Das wird die Italiener sicherlich freuen, wo sie doch endlich wieder einen der Ihren auf dem Stuhl Petri sehen wollten. Dass er aus dem anderen Ende der Welt kommt ist hierbei dann zweitrangig.
Jorge Mario Bergoglio ist der zweite nichteuropäische Papst seit 740 Jahren. 1272 wurde ein Syrer zum Papst gewählt. Franziskus ist der erste Papst aus dem Jesuiten-Orden und der erste Ordensangehörige seit 166 Jahren. Zudem ist er der erste Papst aus Lateinamerika, wo es die meisten Katholiken gibt. Mit seiner Wahl zum Pontifex maximus – eigentlich ein heidnischer Titel, den bereits Julius Caesar und andere alten herrschenden Römer trugen, es bedeutet oberster Brückenbauer – wurde das Zeichen gesetzt, dass die katholische Kirche nicht nur in Europa ist. Ob das nun gut für Europa sein mag, dass ein nichteuropäischer Geistlicher Papst wurde, wird sich zeigen. Denn die eigentlichen Probleme wie Kirchenaustritte liegen in Europa, aber auch in Afrika ist eine Abkehr vom Katholizismus zu beklagen. Und besonders in Südamerika wenden sich die Menschen von der katholischen Kirche ab und suchen eine neue Heimat in den sektenähnlichen Religionen, auch wenn sie dort immens wachsen mag. Viele vermischen das Christentum mit früheren Gottheiten.
Wer aber ist nun eigentlich der neugewählte Papst?
Jorge Mario Bergoglio ist der Sohn von italienischen Auswanderern. Er machte einen Diplomabachluss als Chemie-Techniker und trat danach in den Jesuitenorden ein.
1969 empfing er das Sakrament der Priesterweihr, im Jahr danach macht er seinen Abschluss in Theologie. Zehn Jahre zuvor hatte er bereits seinen Abschluss in Philosophie gemacht. Mitte der 80er Jahre kam er für einen Forschungsaufenthalt nach Deutschland an die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main. Seitdem spricht Bergoglio auch Deutsch.
1998 wurde er zum Erzbischof von Buenos Aires ernannt und bekam 2001 die Kardinalswürde verliehen.
Ein Schatten liegt über seiner Zeit während der argentinischen Militärjunta (1976 bis 1983), wo ihn jesuitische Brüder beschuldigten, nicht genug für sie getan zu habe, als sie in den Foltergefängnissen einsassen. Auch sagte sein ehemaliger Chauffeur, dass Bergoglio sich öfters mit einem Junta-Mitglied getroffen hätte. Bergoglio begründete seine Treffen damit, dass es in den Gesprächen darum gegangen sei, den Jesuiten-Orden und seine Novizen zu schützen.
Es musste ja so kommen, dass man nicht einfach sich freut, dass ein bescheidener Mensch zum Papst gewählt wurde, sondern gleich in der yvergangenheit wühlt, um möglichst jeden dunklen Fleck zu finden, den es gibt. Seinem Vorgänger Benedikt hat man auch vorgeworfe, dass er eine Nazi-Vergangenheit hat, weil er Flak-Helfer war. Aber das hat Ratzinger nie geleugnet.
Im Grunde genommen wird irgendwas gesucht, was gefunden und dann möglichst jemand gefunden, der hoffentlich bezegen kann, das derjenige auch wirklich irgendwie beteiligt war. Ob nur ein Treffen mit jemand Hochrangigem oder beide Augen vor der Wahrheit verschliessen, irgendwas g
bt es immer als Begründung, um jemandem die weisse Weste zu beschmutzen.
Das beste Beispiel ist Papst Pius XII., dem heute noch das grosse Schweigen zur Last gelegt wird. Ja, er mag geschwiegen haben, aber er hat getan, was er konnte um möglichst viele Verfolgte vor dem Hitler- und Mussolini-Regime zu retten. Dabei schwebte er selbst in ständiger Gefahr von Hitlers Schergen entführt zu werden. Pläne dafür gab es. Doch das wissen kaum, denn durch das Theaterstück „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth haben wir ein negatives Bild von Pius XII. im Kopf. Dabei weiss man inzwischen, dass Pius von einem deutschen Priester verunglimpft wurde, da dieser sich von Pius zurückgesetzt fühlte.
Man sieht also, wie man mit wenigen Worten einen Menschen fertig machen kann, bloss weil er zu einer bestimmten Zeit, sich an einem bestimmten Ort aufhielt oder geschwiegen hat.
Lassen wir doch einfach die Vergangenheit ruhen. Irgendwann muss auch Schluss sein.

Die Wahl Bergoglios mag eine Überraschung sein, da er nicht als papabile galt. Es wurden viele andere Namen genannt, darunter Odilo Scherer oder der philippinische Kardinal Tagle. Möglicherweise hatten sich im Konklave bzw. im Vorkonklave die Kardinäle wieder an einen der Favoriten von 2005 erinnert. Dort soll Bergoglio nach dem dritten Wahlgang verzichtet haben, als immer mehr Wahlstimmen auf ihn fielen. Wie wir alle wissen, wurde am 19. April 2005 Joseph Ratzinger zum Papst gewählt.
Nun ist es der Favorit von vor acht Jahren, der nun zum Nachfolger Petri gewählt wurde.
Mir ist das ganz recht, solange es nicht Bertone wurde.
Als Franziskus auf der Benediktionsloggia erschien – der Teppich, der am Balkon heruntergelassen wurde, trug nicht das Wappen seines Vorgängers -, trat er ganz schlicht in seiner weissen Courage auf. Die traditionelle rote Mozetta, den päpstlichen Schulterkragen trug er nicht, genauso wenig wie die Stola, die Zeremonienmeister Guido Marini in der Hand hielt und ihm erst später umlegte. Ein deutliches Zeichen für seine Bescheidenheit, davon zeugt nicht nur seine Namenswahl.
Mit Franziskus ist der heilige Franz von Assisi, der Gründer des Franziskaner-Ordens gemeint, und wahrscheinlich nicht, wie einige vermuteten, Franz Xaver (Francisco de Xavier), ein Jesuit, der in Ostasien als Missionar tätig war.
Franz von Asissi lebte nach dem Vorbild Jesu Christi. – Arm dem armen Christus folgen, lautete seine Maxime. – Er war Sohn aus reichem Hause und ließ das alles hinter sich, um Gott und vor allem Christus dienen zu können. Dabei trat er besonders für die Notleidenden und Besitzlosen ein, was ihm auch die Bezeichnung „Heiliger der Armen“ einbrachte. Er gründete mit seinen Mitstreitern den Minoriten-Orden (Orden der Minderen Brüder), der heute seinen Namen trägt.
Auch Papst Franziskus wird als Heiliger der Armen bezeichnet, da er gegen die Armut in Buenos Aires kämpfte. Zudem wohnte er nicht im erzbischöflichen Palais, sondern in einer Wohnung. Und wenn er unterwegs war in Buenos Aires, nutzte er das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel. Also ein wahres Mann des Volkes!? Wenn wir gestern seine Rede auf der Benediktionsloggia gehört haben, kann man es bestätigen. Erst einmal wünschte er der Masse, die übrigens nicht jubelte, sondern verwirrt war, wer denn nun dort stehe, einen guten Abend. Der Bann war gebrochen, als er seinem Vorgänger Benedikt gedachte und er mit dem Menschen auf dem Petersplatz für diesen betete. Danach hielt er eine Rede, in der er auch Humor bewies. Hatte ein wenig Schwerigkeiten ihn zu verstehen, obwohl er fliessend Italienisch spricht. Irgendwie klang es für mich manchmal Spanisch. Dürfte an meinen Ohren gelegen haben.
Als Franziskus nach draussen trat, sah ich eine entfernte Ähnlichkeit mit Johannes XXIII. (Angelo Roncalli), das später in den verschiedenen TV-Sondersendungen bestätigt wurde. Aber sein Gesicht erinnerte mich an Pius XII., was vor allem durch die Brille kommt. Auch jetzt noch, wenn ich mir Bilder von Franziskus ansehe, muss ich an den vielgescholtenen Papst Pius denken. An seiner Art hingegen erinnert er an Papst Johannes Paul I., der nach nur 33 Tagen im Amt unter mysteriösen Umständen verstarb. Noch heute geht das Gerücht um, dass er mittels Gift umgebracht wurde. Angeblich wollte er die gesamte Kurie umkrempeln.
Tja, das ist nach dem Vati-Leaks-Skandal auch dringend nötig. Vor allem muss so jemand wie Bertone weg. Aber wer weiss, was der durch die ganzen Überwachungsvideos im Vatikan für ein Wissen hat.

Es steht nicht nur zum ersten Mal ein Lateinamerikaner an der Spitze der katholischen Kirche, sondern auch ein Jesuit, ein Orden für Elitechristen, wie es so schön heisst.
Dass Franziskus nicht nur nach den Prinzipien seines Ordens als Papst wirken will, machte seine Namenswahl deutlich, denn er hätte sich auch Ignatius, nach dem Gründer der Jesuiten Ignatius von Loyola, nennen können. Dies hat er nicht getan. Vielleicht spielt doch Franz Xaver ein wenig bei der Namenswahl mit rein. Obwohl man vom Auftreten des neuen Papstes eher auf Franz von Assisi schliessen dürfte.
Dass ein Ordensbruder Papst geworden ist, mag nicht aussergewöhnlich sein, da bereits schon andere gab, die Ordensbrüder waren. Man muss allerdings die Geschichte des Jesuiten-Ordens betrachten. Denn 1773 wurde der Orden durch Papst Clemens XIV. aufgehoben. Dieser war zu dem schritt zwar gezwungen worden, war aber auch nicht wirklich dagegen. Erst 1814 wurde der Jesuiten-Orden durch die Bulle Sollicitudo omnium ecclesiarum
von Papst Pius VII. wieder zugelassen.
Der Jesuiten-Orden heisst eigentlich Gesellschaft Jesu und jedes Ordensmitglied trägt am Ende seines Namens das Kürzel SJ (Societas Jesu). Die Bezeichnung Jesuiten hingegen war anfangs eine Verballhornung, wurde später aber übernommen.
Jesuiten verpflichten sich zu Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam. Das vierte Gelübde besagt, dass die Jesuiten sich zu besonderem Gehorsam gegenüber dem Papst verpflichten.

Wunder dürfen wir von Papst Franziskus nicht erwarten, auch nichts bezüglich dessen, dass Frauen für höhere Kirchenämter oder als Priesterinnen zugelassen werden. Da hat der verstorbene Johannes Paul II. streng verfügt, dass sich niemand mit diesem Thema beschäftigen dürfe. Tut es dennoch einer, wird er seiner sämtlichen Ämter enthoben – und sei er der Papst persönlich. Ist kein Witz.
Zudem ist er konservativ, gegen die gleichgeschlechtliche Ehe – das Wort Homo-Ehe klingt scheusslich, wie ich finde -, da hat er gegen deren Legalisierung als „Plan des Teufels‘ gewettert. des weiteren ist er gegen Abtreibung sowie Verhütung. Also alles Punkte gegen die seine Vorgänger und die Mehrheit der papabile waren.
Am Dienstagvormittag wird höchstwahrscheinlich die Amtseinweihung auf dem Petersplatz stattfinden. Und bereits am Sonntag wird er wohl das erste Mal das Angelus-Gebet sprechen.
Mit seinem Vorgänger soll er bereits gestern noch telefoniert haben. Persönlich treffen möchte er ihn auch noch. Vielleicht werden wir Benedikt sogar bei der Amtseinführung irgendwo sitzen sehen – auch wenn ich nicht persönlich dran glaube.

 
6 Kommentare

Verfasst von - 14. März 2013 in Blog, Fernsehen, Kultur, Real life, Technik, Wetter, Winter

 

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Nach dem Pferdefleisch kommt der Gammelfleisch-Skandal


Es scheint eng zu werden für Christian Wulff, Bundespräsident a.D. Wurde von der Staatsanwaltschaft Hannover anfangs noch geprüft, ob er sich der Vorteilsnahme im Amt als Ministerpräsident schuldig gemacht hat, wird ihm nun auch noch Bestechlichkeit und Bestechung vorgeworfen. Wulff ist sich keiner Schuld bewusst und forderte über seine Anwälte eine Einstellung des Verfahrens. Das wird natürlich nicht geschehen und wenn es am Ende nur darum geht, an ihm ein Exempel zu statuieren.
Tiefer kann ein Politiker nicht mehr sinken.
Aber im Grunde genommen hat er sich das irgendwie auch selbst zuzuschreiben. Denn der allseits Politiker war er nie. Bundespräsident wurde er auch nicht, weil er dieser Aufgabe gewachsen war, sondern weil Angela Merkel ihn loswerden wollte. Schliesslich hätte er ihr ja gefährlich werden können. So hat sie ihn ins Amt des Bundespräsidenten gelobt. Man kann es doch schon als Blamage ansehen, dass er erst im dritten Wahlgang ins höchste deutsche Amt gewählt wurde. Wenn die Linke sich nicht der Stimmen enthalten, sondern diese Joachim Gauck gegeben hätte, wäre uns einiges erspart geblieben und Christian Wulff erst recht. All die ganzen Dinge, die da vor über einem Jahr rauskamen, wären sicherlich nie publik geworden.
Interessant wird es jetzt, da gegen Wulffs ehemaligen Sprecher Olaf Glaeseker und den Partyveranstalter Manfred Schmidt Anklage erhoben wurde. Das wird Christian Wulff noch einmal ins Rampenlicht bringen. Man wird noch einmal alles schön ausschlachten und ganz tief im Dreck wühlen. Und dann wird der ehemalige Bundespräsident für immer in der Versenkung verschwinden. Bloss das Geld in Höhe von knapp 200.000 Euro, weil er mal Bundespräsident war, bekommt er weiterhin. Irgendwie ungerecht.

Noch etwas zum Pferdefleisch-Skandal. In Island wurden Fertiggerichte nach Pferdefleisch untersucht. Es handelte sich allesamt um Produkte mit Rindfleisch wie etwa Tortellini. Und was stellten nun die Kontrolleure fest? Also erst einmal, es war keinerlei Pferdefleisch enthalten. Allerdings auch nicht das deklarierte Rindfleisch.
Ironie von der Geschichte: Der Pferdefleisch-Skandal hat einen Etikettenschwindel aufgedeckt. Nun könnte man sagen, dass auch Vegetarierer in Island ganz beruhigt Fertigprodukte mit Rindfleisch essen können, denn Fleisch ist in den Produkten garantiert nicht vorhanden.
Der nächste Fall ist schon etwas schlimmer. In Polen war man ebenfalls auf der Suche nach Pferdefleisch. Und was fand man dort? Es war Gammelfleisch. Dieses wurde einfach weiterverarbeitet. Allerdings nicht nur in Polen, sondern höchstwahrscheinlich auch bei uns. Damit haben wir dann gleich den nächsten Skandal. Immer kommt es schlimmer. Und langsam aber sicher, können wir nur noch Vegetarier werden. Oder eben nur noch Insekten. Das ist der neueste Trend. Mehlwürmer und Heuschrecken sollen angeblich auch gar nicht so schlecht schmecken. Ausprobieren muss ich das jetzt nicht gerade.
Interessant ist übrigens, dass seit den letzten Lebensmittelskandalen, die Wochenmärkte einen ernormen Zulauf verzeichnen können. Verstehen kann man das, aber nachvollziehen kann ich es nicht. Denn viele Stände kaufen ihr Obst und Gemüse auf dem Grossmarkt ein und produzieren nur einen kleinen Teil selbst, wenn überhaupt. Wie kann ich mir also sicher sein, dass die Produkte vom Wochenmarkt wirklich direkt vom Erzeuger sind? Eine Frage, die man sich wirklich stellen sollte.
Also doch eher den nächsten Hofladen aufsuchen oder weiterhin beim Discounter einkaufen? Die Frage aller Fragen, die sich jeder selbst beantworten muss. Qualität bekommt man auch schon beim Discounter um die Ecke. Genauso gut kann auch das schöne biologisch erzeugte Produkt nichts sein.
Am besten, man baut sich sein eigenes Obst und Gemüse an. Aber dafür braucht man mindestens einen Balkon.

Hier in München ist gerade bewiesen worden, dass nicht immer ein Neubau sein muss, wenn das bestehende Gebäude angeblich marode ist und eine Sanierung angeblich viel zu teuer ist. Unter anderem Mehmet Scholl, die Sportfreunde Stiller, Marcus H. Rosenmüller, Luise Kinseher, Dieter Hildebrand und andere haben gezeigt, dass sich eine Sanierung lohnt und auch nicht teuer sein muss. Um die 3100 Euro kostete die Generalüberholung einer Wohnung in einem Gebäude im beliebten Glockenbachviertel. Das ist natürlich keine feste Summe und kann bei den anderen Wohnungen variieren. Aber zeigt dies nicht, dass Dinge möglich sind, die andere nicht sehen wollen?
Eine wunderbare Aktion, wie ich finde. Gerade in Zeiten, wo bezahlbare Wohnungen, vor allem in Grossstädten wie München kaum zu haben sind. In New York übrigens kann die Miete nur erhöht werden, wenn ein Mieter auszieht und der nächste kommt. Wohnt jemand schon seit Jahrzehnten da drin und überschreibt diese jemand anderem, bleibt der Preis der gleiche. So kann es sein, dass eine Wohnung nur wenige hundert Dollar pro Monat kostet, während der Nachbar mehrere tausend zahlen muss.

Im Pairi Daiza, Malas Wohnort, hat sich Grosses ereignet. Wie ich bereits berichtete, war bei Elefantin Ani das Jungtier im Mutterleib gestorben, als die Geburt zu lange dauerte. Es kam nicht heraus, so dass man sich nun entschloss, das Kind rauszuholen, da Anis Zustand sich verschlecherte und sie unter Schwindelanfällen litt. Es musste operativ sein, da beim Elefanten das Kind tief liegt. Man kann also nicht wie bei einer Kuh oder einer Giraffe agieren. Allerdings ist ein Kaiserschnitt bei einem Elefanten nicht möglich, aufgrund des Eigengewichts der Organe.
Ein deutsch-belgisch-tschechisches Team operierte Ani vor wenigen Tagen am Fuße des Ganesha-Tempels in Sichtweite von Rani und Mala. Ein kleiner Schnitt wurde gemacht. Die Operation verlief gut, nur Ani wollte nicht aufstehen. Als schließlich sich auch noch Rani einmischte – inwieweit war Mala nun am ganzen Geschehen interessiert? – wurde Ani aufgerichtet. Sie frass ordentlich und bis jetzt hat es keine Komplikationen gegeben.
Mit dieser Operation hat eine Weltpremiere stattgefunden und Jenalas Traum wurde Wirklichkeit. Denn sie glaubte immer daran, dass es möglich ist einen Elefanten mit minimalen Schnitten zu operieren.
Bei Mala werde ich auch bleiben, denn man wird sie wieder im Fernsehen bewundern können.
Am 25. und 26. April wird man sehen können, wie Elefantendame Mala nach Belgien kommt. Wenn ich mir so den Pressetext ansehe, wird mir jetzt schon schlecht. Denn das ist pures Gedöns was da steht. Und wenn da schon so was zu lesen ist, mag man sich gar nicht vorstellen, was dann kommt. Aber schlimmer geht immer. Bin bloss gespannt, was sie sich hier für Erklärungen bereitgelegt haben. Bis jetzt haben sie sich bei den letzten abgegebenen Erklärungen widersprochen.
Jenala werde ich davon nichts sagen, sonst regt sie sich wieder auf.
Und mal sehen, wann sie von Malas Rückkehr berichten werden.

Zu guter letzt: Am Dienstag wird das Konklave beginnen. Dann werden alle 115 Kardinäle den neuen Papst wählen, der eventuell nicht aus Europa kommen wird. Aber das werden wir sehen, wenn der weisse Rauch aufgestiegen und der Name des neuen Papstes verkündet ist. 26 Stunden wie beim letzten Mal wird es nun wahrscheinlich nicht dauern. Es gibt so viele Namen, die durch die Medien kusieren, dass man sich nur fragt, wer nur wird es werden. Es gibt keinen wirklichen Kandidaten so wie beim letzten Mal.

 

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Tschüß, Heiliger Vater


Nun ist also die Sedisvakanz eingetreten. Der Stuhl Petri ist unbesetzt, das Tor geschlossen. Wir waren einmal Papst!
Papst Benedikt ist seit 20 Uhr Papst emeritus, also Papst im Ruhestand. Knapp acht Jahre war er der ranghöchste unter den Katholiken, hat zwei Enzykliken veröffentlicht und seine Jesus-Trilogie.
Dazu hat er 24 Reisen unternommen, drei davon führten nach Deutschland.
Papst Benedikt XVI. ist der erste Papst seit 719 Jahren, der von seinem Amt zurücktritt. Er fühle sich den Strapazen des Amtes nicht mehr gewachsen, hatte er in seiner Rücktrittserklärung gesagt.
Wir haben es gesehen, wie er in den letzten Jahren zu den Gottesdiensten hineingefahren wurde, wie er nicht mehr so agil schien wie zu Beginn seines Pontifikats.
So entschloss sich Benedikt, das Amt aufzugeben. Ein Papst kann zurücktreten, auch wenn es seit 719 Jahren nicht mehr geschehen ist. Es ist ein mutiger Schritt gewesen, der in unser heutigen Zeit gar nicht so ungewöhnlich scheint. Der Papst hat mit seinem Rücktritt bewiesen, dass man das Amt nicht bis zum bitteren Ende ausfüllen muss, wie es sein Vorgänger getan hat. Wenn man merkt, dass die Kräfte nicht mehr ausreichen, soll man für einen jüngeren Platz machen. Das ist modern und zukunftsweisend.
Natürlich sind nie die Stimmen verklungen, die sagten, dass Benedikt aufgrund des Vatileaks-Skandals zurückgetreten sei. Wie viel Wahrheit daran ist, kann niemand sagen und werden wir auch nie erfahren.
Kurz nach 17 Uhr hob der Helikopter mit dem Papst und seinem Sekretär von den vatikanischen Gärten ab und es ging in etwa einer Viertelstunde nach Castel Gandolfo, wo Benedikt XVI. die nächsten Wochen verbringen wird. Dann wird es zurück in den Vatikan gehen, wo er ein aufgegebenes Kloster beziehen wird, das momentan für ihn umgebaut wird. Und was wird der Papst emeritus dort machen? Tja, er sagt, er wolle Beten und hat seinem Nachfolger Gehorsam gelobt.
Ob wir mal ein Bild von ihm und seinem Nachfolger sehen werden? Möglich, aber unwahrscheinlich, denn Benedikt möchte sich zurückziehen, quasi unsichtbar werden. Aber vielleicht werden wir ein paar Bilder sehen. Wir müssen abwarten.
In Castel Gandolfo angekommen, zeigte sich der Papst den Anwesenden, hielt eine kleine Rede und sagte am Ende „Grazie e bonna notte.“ Was soviel heisst wie: „Danke und Gute Nacht!“ Das waren also die letzten Worte, die Papst Benedikt am Ende seiner Amtszeit gesagt hat.
Um 20 Uhr endete das Pontifikat Benedikts XVI. nach knapp acht Jahren.
Nun wird sich bald das Kardinalskollegium treffen, zwei Kardinäle haben übrigens abgesagt, so dass es nur noch 115 sind. Und dann werden wir mit Glück schon um den 20. März herum weissen Rauch sehen, falls denn dieser auch wirklich als weisser Rauch erkannt wird. Das letzte Mal war man nicht wirklich sicher, welche Farbe der Rauch hatte.
Wer aber nun wird Benedikts Nachfolger werden? Im Grunde genommen kann dies jeder unverheiratete männliche Katholik werden. Aber seit Jahrhunderten wird es ein Kardinal. Wer dies sein mag? Ich kann niemanden benennen. Da gibt es papabile aus Nord- und Südamerika, aus Afrika und natürlich aus Europa. Aber sticht irgendein Name wirklich heraus? Ich glaube nicht. 2005 war es Josef Ratzinger, dessen Name über allen anderen lag. Da gab es gar keine andere Entscheidung. Aber dieses Mal? Nein, ich weiss wirklich nicht, wer es werden sollte. Der Ruf nach einem afrikanischen Papst wird laut. Wobei ich nicht glaube, dass er gut für die europäische Kirche ist, die sich momentan in der Krise befindet. Für Afrika wäre es gut, aber nicht für Europa. Und ein Südamerikaner? Tja, ich weiss nicht so recht, ob die mit den europäischen Problemen zurechtkommen werden.
Und dann gibt es da auch noch diese Prophezeiung des Malachias, die im 12. Jahrhundert entstand, in den Vatikanischen Archiven verschwand und Ende des 16. Jahrhunderts wieder auftauchte. Nun waren die Namen bis zu dem bis dahin letzten Papst neben die Beschreibungen der Pontifikate gesetzt. Deshalb geht man auch davon aus, dass es sich bei der Prophezeiung des Malachias um eine Fälschung handelt.
Es sind insgesamt 112 Päpste, die in der Prophezeiung des Malachias auftauchen. Papst Benedikt XVI. war der 111. und wurde als De Gloriae Olivae, also als Herrlichkeit der Olive beschrieben. Dazu muss man wissen, dass der Benediktinerorden einen Olivenzweig im Wappen trägt.
Damit ist Benedikt der vorletzte Papst gewesen. Der 112. und damit letzte Papst wird als Petrus, der Römer bezeichnet. Mit ihm wird Rom untergehen. Dazu hier der Wortlaut: In persecutione extrema Santae Romanae Ecclesiae sedebit Petrus Romanus, qui pascet oves in multis tribulationibus: quibus transactis civitas septicollis diruetur, et ludex tremendus iudicabit populum.
Und was heisst nun dieses schöne lateinische Kauderwelch? Hier die Übersetzung für alle, die nicht des Lateinischen mächtig sind: Der Papstthron der Heiligen Römischen Kirche wird in höchster Bedrängnis von Petrus, dem Römer eingenommen werden, der seine Schäfchen durch schwere Mühsal geleiten wird, an deren Ende die siebenhügelige Stadt (Rom) vernichtet und der höchste Richter über sein Volk richten wird.
Damit wird explizit der Untergang Roms benannt. Im Grunde genommen könnte es aber auch bedeuten, das der Vatikan und damit die katholische Kirche auseinanderbrechen wird. So wie es aussieht, trifft eher meine Vermutung zu, als das ein grosses Erdbeben oder was auch immer kommen wird und Italien zerstört. Ausser man setzt es mit den Wahlergebnissen gleich. Da herrscht nicht nur eine Pattsituation, sondern man muss sich grosse Sorgen um Italien machen. Wie wird es dort weitergehen? Ist das Land überhaupt regierungsfähig? Man gucke sich Belgien an. Die können seit Jahren keine Regierung bilden und es geht dennoch.
Was auch immer kommen mag, das Ende wird wohl nicht kommen. Ausser Bertone wird der nächste Papst.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 28. Februar 2013 in Bücher, Fernsehen, Kultur, Real life, Technik, Wetter, Winter

 

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