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Deutschland schwitzt – Die Hitze hat uns fest im Griff


„Das ist Matti von Greuther Fürth.“
„Nein, Knacki Deuser.“
(Gestriger Kommentar von Jenalas Schwester während einer Fernsehsendung des WDR)

Die Hitze hat Deutschland weiterhin fest im Griff. Zwar gibt es ab und an ein paar Regenschauer, aber wirklich kühler wird es nicht. Zudem ist der Schauer auch nur kurz, erfrischt einen nicht wirklich.
Die Sonne knallt weiterhin schmerzhaft vom Himmel. Man muss sich fragen, wie lange das noch so gehen wird. Angeblich soll es in den nächsten Tagen besser werden, aber ich glaube nicht daran. Wenn es vor allem nur warm wäre, wäre das nicht so schlimm, aber es herrscht eine Schwüle, die nicht zu ertragen ist. Es drückt einen nieder, lässt einen schwitzen wie einen Stinkmolch.
Ich sehne mich immer noch nach einem eingebauten Pool, aber den werde ich nicht bekommen. Was sollen da erst andere denken? In Texas badet ein kleiner Elefant in einem Planschbecken. Wie wir als Kinder hatten, sodass jedes Mal das Wasser ausläuft, wenn des das Elefäntchen ins kühle Nass stürzt. Das scheint ihn nicht zu stören, denn von Aussen gibt es mit dem Wasserschlauch immer Nachschub.
Schlimm finde ich, dass man nicht einmal Lüften kann, da man so die warme Luft nach drinnen trägt. So schwitzt man nicht nur draussen, sondern auch drinnen. Gerade das macht das Wetter so unerträglich. Am besten, man hält sich an einem kühlen Ort auf. Aber was soll ich die ganze Zeit im Keller? Ausserdem habe ich heute viel zu tun und muss mit der Hitze und dem Regen fertig werden. Aber gegen Wasser von oben habe ich noch nie etwas gehabt, ausser er kommt von einem Elefanten. Aber da muss man nichts befürchten.
Es soll wieder kühler werden, hoffen wir darauf. Jede Hitzewelle geht einmal vorbei.

Nachdem Annette Schavans Doktortitel kassiert wurde wegen nicht zitierten Passagen, sind nun auch Zweifel an der Doktorarbeit von Bundestagspräsident Norbert Lammert lautgeworden. Eigentlich nur von einer einzelnen Person, die auf 42 Seiten Unregelmässigkeiten festgestellt haben will. Angeblich habe Lammert aus einem Buch zitiert, dass gar nicht existieren würde.
Na und, sage ich nun dazu, schliesslich ist Lammerts Doktorarbeit mehr als 40 Jahre her und somit sind alle Vergehen verjährt. Denn wie wir uns erinnern, verjähren Delikte bezüglich einer Promotion nach 30 Jahren in Nordrhein-Westfalen. Das gilt auch für Lammerts Doktorarbeit, deren Überprüfung der Bundestagspräsident die Universität Bochum bat. Und Bochum liegt bekanntlich in NRW, oder nicht? Gut, habe nichts verpasst, also sollten diese Kinkerlitzchen wohl vergessen sein.
Zu bedenken ist allerdings, dass die Universität Göttingen Annette Schavan den Doktortitel aberkannte, obwohl deren Promotion bereits drei Jahre über der Verjährungsfrist lag und grobe Fahrlässigkeit oder bewusstes Täuschen nicht zu erkennen war. Schavan wollte gerichtlich gegen diue Entscheidung vorgehen. Was ist daraus geworden? Ich habe noch nichts davon gehört. Deutschlands Mühlen der Justiz mahlen langsam, oft nicht gründlich und meist auch nicht für den, der sich Rcht erhofft. Also mal abwarten.
Zu dem Buch aus dem Lammert zitiert hat und das es angeblich nicht geben soll. Das ist falsch, was der Autor des Buches Wolfgang Jäger aus bestätigt. Der Titel sei fehlerhaft wiedergegeben worden, aber das Buch würde wirklich existieren.
Hat eigentlich jemand, der in uralten Doktorarbeiten herumwühlt, nichts Besseres zu tun? Hat er kein Hobby oder ist es sein Hobby, anderen ans Bein zu pinkeln, indem er jede noch so kleine Wunde – bildlich gesehen für einen Fehler in der Promotion – legt und dann laut Betrug ruft?
Ausserdem frage ich mich, warum es eigentlich nur CDU-Politker betrifft, die in der aktuellen Regierung was zu sagen haben. Ist das nicht ein wenig auffällig? Ich würde sagen, ja, das ist schon sehr komisch. Versucht da jemand ganz gezielt, alle möglichen Politiker auszuschalten und die aktuelle Regierung schlechtzumachen?
Oder sind bei SPD, den Grünen, den Linken oder der FDP (nun ja, die waren auch schon betroffen, nur falls es jemand vergessen haben sollte) keine Politiker mit Doktortitel zu finden?
Warten wir auf das Ergebnis der Uni Bochum ab, wobei da der anonyme Plagiatjäger vermutet, dass es für Lammert ausgehen wird, weil dieser Honorarprofessor ist. Pah, was interessiert das denn? Aber da will jemand Lammert ganz gezielt Schaden, jedenfalls kommt es so rüber.

Habe ich vor einigen Wochen nicht geschrieben, dass das Militär in Ägypten gar keine andere Möglichkeit hatte, als Mursi zu stürzen, um wieder die Demokratie ins Land zu bringen? Ja, ich habe es geschrieben, während allewelt von einem Staatsstreich gesprochen hatte. Nun hat US-Aussenminister John Kerry den Militärputsch in Ägypten als richtig bezeichnet, um die Demokratie wiederherzustellen. Natürlich sind die Muslimbrüder ob solcher Äusserungen mehr als empört. Langsam hatte und schleichend hatte Mursi die Demokratie untergraben, immer mehr den Islam als einzig Wahres herausgehoben. Nicht einmal bei der Wahl scheint sicher, ob Mursi nicht betrogen hat, obwohl es andere Kandidaten gewesen sein sollen.
Leider herrscht immer noch Chaos im Land, schlimmer als man es ahnen kann. Jeder geht gegen jeden los, wenn er einem anderen anhängt. Schlimm ist besonders, dass die Grabräuberei zugenommen hat. Überall sind Löcher im Boden zu finden. Es gibt Gruppen, die die Gräber beschützen sollen, es allerdings nicht können, weil die Grabräuber organisiert und viel besser bewaffnet sind. Ein Land zerstört sich selbst. Unter Mubarak mag es keine Demokratie gegeben haben, aber er war immer noch besser als all das, was nach ihm gekommen ist. Das heisst allerdings nicht, dass nun Mubarak zurückkehren sollte. Er wird es auch nicht mehr richten, genauso wenig wie jemand anderes.
Ägypten steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Das zu verhindern wird kaum möglich sein.
Nur eines ist sicher: Die Muslimbrüder dürfen auf keinen Fall zurück an die Macht. Es mögen vielleicht nur Gerüchte sein, aber auch diese mögen einen nachdenklich machen. Angeblich wollten sie Ägypten vollständig vom Tourismus abschotten, damit hätten sie das Land vollständig dem Untergang geweiht, aber wenn es nun kaum noch was als Löcher gibt, nun ja. Jedenfalls sollten angeblich die Sphinx und die Pyramiden zerstört werden. Das war bereits einmal vor einigen Jahrhunderten versucht worden. Die Sphinx wie auch die Pyramiden haben es überlebt. Aber wie wird es mit Ägypten weitergehen?

An diesem Wochenende hat die 1. Runde des DFB-Pokals begonnen. Bereits gestern gab es einige Begegnungen. Heute, morgen und übermorgen wird sich zeigen, wer Glück hatte und wer noch ein wenig in die Vorbereitungsphase stecken sollte.
Elefantendame Mala findet den DFB-Pokal immer interessant. Dieses Mal hatte sie besonders viel zu tun, gleich vier Vereine musste sie tippen. Und was sagt die alte Kuh nun?
Victoria Hamburg wird gegen Hannover verlieren, der HSV hingehen gewinnt, obwohl sie gegen Dresden eine 0:4-Klatsche eingefangen haben. Der KSC wird gegen Wolfsburg hingegen verlieren. Und Malas Lieblingsverein? Wie hat sie sich für St. Pauli entschieden? Die spielen gegen Preußen Münster, kein leichtes Los. Deshalb ist Mala überzeugt, dass St. Pauli es mal wieder nicht schaffen und bereits in der 1. Runde des DFB-Pokals ausscheiden wird. Entweder fangen sie sich mal wieder ein Tor in allerletzter Minute ein oder sie finden den Weg zum Tor nicht. Ihr bester Torschütze ist nun bei Nürnberg. Nun suchen sie noch einen Stürmer. wer kein Selbstvertrauen hat, wird eben verlieren. Ausserdem ist St. Pauli bekannt dafür, meist in der 1. Runde gleich rauszufliegen.
Und was macht die Elefantendame sonst?
Tja, sie lässt es sich gutgehen, frisst Möhren ohne Ende und lässt sich die Füsse verschönern. Sie ist halt eitel, besonders im Alter wird das bekanntlich immer schlimmer. Ansonsten ist sie traurig, dass sie heute nicht der Musik lauschen kann.
Fussball läuft im Fernsehen, es ist draussen warm, dass man sich nur drinnen aufhalten kann. Was macht man da? Man liest mal wieder was. Und das wäre? Wie wäre es mit einer Fantasy-Kurzgeschichte von Henrik Quedburg oder vielleicht dem Thriller des Sommers „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor. Letzterer mit Elefantendame Mala in zwei Rollen. Einmal als sie selbst und dann als Dickhäuterin Berta. Wer es nicht selbst liest, hat etwas verpasst. Wo es erhältlich ist steht auf meiner Seite Lesenswert, gleich oben unter dem Titel des Blogs zu finden oder unter gesammelte Werke.

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Konsequenz gezogen: Annette Schavan ist zurückgetreten


Nun also doch: Annette Schavan ist als Bundesbildungsministerin zurückgetreten. Es war nach der Aberkennung ihreres Doktortitels zu erwarten gewesen und nur eine Frage der Zeit bis wir diese Nachricht hören würden. Merkels Rückendeckung klang auch nicht gerade überzeugend. Vor allem kennen wir das ja bereits von Guttenberg. Hinter diesem stand Merkel auch erst einmal und wartete wahrscheinlich nur darauf, dass er nun endlich zurücktritt.
In Guttenbergs wie auch in Schavans Fall ist ein Rücktritt richtig. Bei Guttenberg war der Fall schwerwiegender als bei Schavan, da er viele Passagen wörtlich abgeschrieben hat. Schavan hingegen hat nicht richtig wissenschaftlich gearbeitet und schludrig gearbeitet. Dabei kam dann das raus, was der Fakultätsrat der Universität Düsseldorf entschieden hatte: Annette Schavan wurde der Doktortitel aberkannt.
Nun stellt sich allerdings immer noch die Frage, was denn nun Täuschung heisst und was schlechtes wissenschaftliches Arbeiten. Täuschung ist für mich, wenn jemand eigene Gedanken über viele Absätze hindurch immer wieder als seine eigenenes abgibt, also einfahc abschreibt. Schlechtes wissenschaftliches Arbeiten hingegen bedeutet, dass jemand Halbsätze eines Werkes übernimmt oder dessen Gedanken in eigenen Worten wiedergibt. Dabei kann es natürlich vorkommen, dass dies nicht gekennzeichnet wird. Will mich selbst nicht davon freisprechen, aber bei meiner Methode war so etwas eigentlich gar nicht denkbar. Denn ich habe immer erst die Bücher durchgearbeitet, das wichtige angestrichen und dann meine Texte geschrieben. Während des Schreibens habe ich dann etwas belegen wollen und schnell meine gekennzeichneten Stellen durchgeguckt, was denn dazu passt. Dann eine Fussnote gesetzt und die Quelle erwähnt. Manchmal habe ich auch ein lasches „vergleiche (vgl.) XYZ“ gesetzt, dazu aber immer die Seitenangabe. Und falls ich mehrere Werke des Autors hatte, wurde sein Name eben mit dem Erscheinungsjahr des jeweiligen Buches hinzugefügt. So geht das. Bloss das Zitieren von Zeitschriften war für mich immer ein Graus. Aber so was lernt man tatsächlich im ersten Semester. Meine Unterlagen dazu habe ich immer noch, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nicht mehr wirklich weiss, wo man die Auflagenzahl aposthrophiert. Bei der Stadt, wo der Verlag seinen Sitz hat oder beim Erscheinungsjahr? Bei den Rechtswissenschaften läuft das noch einmal anders. Da wird Auflage direkt hingeschrieben und nicht apostrophiert. Aber am Ende, sind sich alle Zitierregeln ziemlich ähnlich. Ob am Ende einer Literaturangabe nun ein Punkt gesetzt wird, ist auch ein Streitpunkt. Einige fordern es, anderen ist das so ziemlich egal.
Annette Schavan hat nun also die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten, um das Amt als Bundesbildungsministerin nicht zu beschädigen. Gerade bei diesem Ministeramt wiegt es doppelt schwer, dass die Plagiatsvorwürfe aufkamen und schlussendlich der Doktortitel entzogen wurde. Denn irgendwie muss Schavan auch Vorbild sein.
Und erinnern wir uns noch daran, dass sie sich im Falle Guttenberg schämen würde? Das wurde Schavan in den letzten Tagen häufig zum Vorwurf gemacht. Doch auch hier muss man wieder bedenken, wie Guttenberg seine Doktorarbeit geschrieben hat – eben abgeschrieben. Schavan hingegen… Ja, ich werde es nicht noch einmal erwähnen, dass sie nicht gewissenhaft genug gearbeitet und alles überprüft hat. Sonst wiederhole ich mich hier in einer absoluten Endlosschleife. Und das wird dann langweilig.

Das grosse Rüsselorakel hat auch in dieser Woche zweimal bewiesen, dass sie den richtigen Riecher besitzt.
Einmal tippte Mala, dass der FC St. Pauli gegen Energie Cottbus nur Unentschieden spielen würde. Haben sie getan, was mal wieder beweist, dass sie höchstmotiviert (nicht mutiert) in der Winterpause waren, aber es nicht schaffen, diese Energie in die zweite Saisonhälfte zu retten.
Und beim zweiten Spiel sagte Mala, dass ihre Lieblingsnationalmannschaft Frankreich (in Belgien darf sie das nicht so laut sagen) gegen Deutschland verlieren würde. Und so kam es schliesslich auch.
Falls Neuer gespielt hätte, wäre es vielleicht wieder für Frankreich ausgegangen oder sogar ein Unentschieden geworden. Rene Adler hat bewiesen, das er es genauso verdient als Nummer eins im Tor der Nationalmannschaft zu stehen, wie Manuel Neuer. Zudem ist er auch nicht so überheblich geworden. Neuer scheint sich inzwischen für geradezu unfehlbar zu halten. Ich erinnere da nur einmal an ein Interview, wo er gefragt wurde, wie er sich denn diesen Fehler erklären könne. Da vergriff er sich in der Wortwahl und behauptete doch tatsächlich, er hätte sich keinen Fehler geleistet, obwohl es jeder gesehen hatte. Zudem hat er sich ja auch ziemlich darüber beschwert, dass Adler im Spiel gegen Frankreich neunzig Minuten auf dem Platz stehen durfte.
Neuer sollte froh darüber sein, dass er die Nummer eins ist. Denn hätte sich Adler vor Jahren, als er noch bei Leverkusen spielte, sich nicht so schwer verletzt, wäre Neuer heute sicherlich immer noch die Nummer zwei und würde auch noch garantiert bei Schalke spielen. Ja, man muss bei Neuer wirklich bemerken, dass er sich zum negativen verändert hat. Auch macht er heute Fehler, die er bei Schalke nicht machte. Aber da vermute ich, dass das mit seinem Torwarttrainer zusammenhängt.
Aber erinnern wir uns doch mal an die WM 2006. Er stand da im Tor? Richtig, es war Jens Lehmann und nicht Oliver Kahn, an den sich alle Trainer zuvor jahrelang gehalten hatte, einfach weil er bei Bayern spielte und Kahn hiess. Am Ende wurde er dann zur Nummer zwei degradiert und dem deutschen Fussball hat es nicht geschadet.
Und Mala wird nicht müde, dass nächste Spiel von St. Pauli zu tippen. Und was sagt die Elefantendame? St. Pauli würde gegen Sandhausen leider verlieren. Also mal sehen, was sein wird. Ob sie wieder recht behält?

Ich freue mich schon wie wahnsinnig auf Mittwoch. Warum werden nun einigen fragen? Tja, dann ist Aschermittwoch und die ganzen Karnevalssendungen sind wieder aus den Programmen verschwunden. Zudem wird dann hier in der Redaktion auch wieder die Normalität – so weit sie gegeben ist – einkehren.
Bin noch nie ein Freund von Fasching, Karneval, Halloween & Co. gewesen, aber seit ich hier arbeite, erhalte ich jedes Jahr die volle Dröhnung. Das hält man nicht aus.

 
 

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Verschwörung gegen Merkel? – Annette Schavan wurde ihr Doktortitel aberkannt


Gestern kam auf der ARD die Eilmeldung, dass die Universität Düsseldorf Annette Schavan den Doktortitel aberkannt hat.
Heute dann die Nachricht, dass Schavan gegen die Entscheidung klagt.
Ist das nun richtig oder nicht? Das ist die frage aller Fragen, die man sich stellen muss.
Erstens, hat die Universität Düsseldorf mit ihrer Entscheidung richtig gehandelt und zweitens, ist eine Klage gegen die Entscheidung gerechtfertigt?
Dazu muss man einmal wissen, dass die Doktorarbeit von 1980 ist, also schon mehr als dreissig Jahre her. Im letzten Jahr waren es zweiunddreissig Jahre, als sich ein Anonymus meldete, der auf die strittigen Passagen in Schavans Doktorarbeit aufmerksam machte. Die Uni Düsseldorf wurde also tätig, also ein Untersuchungsausschuss. Und gestern kam nun die Entscheidung: Dem Plagiatsvorwurf wird stattgegeben und Annette Schavan der Doktortitel entzogen.
Wenn man sich die strittigen Stellen ansieht, dann wird deutlich, dass den Zitierregeln nicht gefolgt wird. Zwar werden die Stellen gekennzeichnet, aber dennoch wird nicht sehr deutlich, woraus denn nun eigentlich zitiert wird. Gröbere Flüchtigkeitsfehler könnte man so etwas nennen. Seltsam aber ist doch vielmehr, dass den damaligen Prüfern das nicht aufgefallen ist. Wieso findet es erst im letzten Jahr ein Anonymus, der anscheinend unbedingt etwas finden wollte? Und warum wird Schavan im Grunde genommen härter bestraft für eine Promotion, die mehr als drei Jahrzehnte zurückliegt, als jemand, der sie in den letzten fünf Jahren geschrieben hat?
Man kommt einfach nicht drumherum, als den Gedanken zu hegen, dass an Annette Schavan ein Exempel statuiert werden soll. Denn die Promotion unterliegt dem nordrhein-westfälischen Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG NRW). Und dies beinhaltet die Klausel, dass solche Fehler nach dreissig Jahren als verjährt angesehen werden. Nur bei einem erheblich schweren Grund kann die Laufzeit verlängert oder sogar wieder aufgenommen werden. Ich erinnere noch einmal: Die Promotion wurde 1980 eingereicht, im letzten Jahr wurde auf die Zitierfehler aufmerksam gemacht. Dazwischen liegen 32 Jahre, also zwei Jahre nach Ablauf der Verjährungsfrist.
Und wie gesagt, die kritischen Stellen in der Promotion sind erheblicher als Flüchtigkeitsfehler, aber eine bewusste Täuschung liegt hier nicht vor. Den Fall Schavan mit dem Fall Guttenberg zu vergleichen liegt auf der Hand, da Guttenberg damals auch einen Ministerposten innehatte, also im politischen Scheinwerferlicht stand. Beide Doktorarbeiten über einen Kamm zu scheren ist falsch und ist nicht gerechtfertigt. Wobei man sich bei Guttenbergs Doktorarbeit auch fragen muss, warum die Prüfer nichts gesehen haben. Denn da war es eindeutig.
Schavan mag am Ende gegen die Zeit gearbeitet haben und wollte ihre Doktorarbeit schnellstmöglich beenden. Dass man da schludert und nicht mehr den normal geltenden Regeln folgt, ist klar. Dann von einem bewussten Täuschungsversuch zu sprechen, ist übertrieben und die Entscheidung der Universität Düsseldorf überzogen.
Die Promotion ist dreissig Jahre her, da sollte man auf irgendwelche Diskussionen bezüglich Plagiatsvorwürfen absehen.
Konrad Adenauer hat man das Abitur auch nicht aberkannt, obwohl er in seinen Erinnerungen zugegeben hat, dass ihm die Aufgaben bekannt gewesen waren. Damit hat er letztendlich auch betrogen. Aber es wurde nichts getan.
Heute gibt es beim Abitur eine Frist von fünf oder zehn Jahren, wo man sein Abitur wieder verlieren kann, wenn bekannt wird, dass man betrogen hat.
Solch eine Frist sollte es bei Promotionen und Habilitationen ebenfalls geben, dann aber eine dreissigjährige Frist. Und egal was danach kommt, kann der Titel nicht mehr aberkannt werden. Denn wozu sind zwei Prüfer da, wenn nicht nach falsch zitierten Dingen oder mutwilligen Übernahmen aus Werken zu suchen? Natürlich müssen sie auch den Inhalt der Arbeit bewerten, gar keine Frage. Dabei dürfen sie ersteres aber nicht aussen vor lassen. Sonst wird es immer wieder zu solchen Aktionen kommen.
Und wieso hat eigentlich noch niemand die Promotion von Angela Merkel unter die Lupe genommen? Nicht dass ich darauf erpicht bin, zu erfahren, was da drin steht. Aber interessant ist es doch, dass die bisher nicht in der Öffentlichkeit steht. So wird man das Gefühl nicht los, das da eine Verschwörung gegen Merkel im Gange ist.
Ach ja, es stellt sich noch die Frage, ob Annette Schavan von ihrem Posten als Bundesbildungsministerin zurücktreten soll oder nicht. Meiner Meinung nach sollte sie zurücktreten, wenn ihre Klage erfolglos bleibt, ansonsten kann sie bleiben. Ein aberkannter Doktortitel ist nicht die Welt, da Schavan im Gegensatz zu Guttenberg nur allzu schludrig gearbeitet hat. Das ist der einzige Vorwurf, den man ihr machen kann.

 
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Verfasst von - 6. Februar 2013 in Blog, Kultur, Real life, Technik, Wetter, Winter

 

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Die Energiewende kommt und wir stehen im Dunkeln…


Ich habe es jetzt mal durchgerechnet: In etwa siebzehn (in Zahlen: 17) Wochen dürfte auf Kabel Eins wieder die dritte Staffel von Castle laufen. Allerdings wieder mit den ersten Folgen, die wir alle schon kennen. Bis dann mit Folge zwölf oder dreizehn die Folgen beginnen, die wir noch nicht gesehen haben. Ausser man hat sie natürlich schon auf Youtube gesehen, dann ist das was anderes und man wartet eigentlich nur auf die deutsche Übersetzung.
Im Bundestag wurde nun der Anfang vom Ende beschlossen. Wovon ich spreche? Natürlich von dem Energiechaos, das uns drohen wird, wenn wir das Jahr 2022 erreicht haben. Der Ausstieg aus der Kernenergie wurde beschlossen, darum geht es. Oder wie überall gesagt wird: Atomenergie. Ich frage mich ja immer noch, wie denn bis dahin die ganze Energie, die mithilfe der Kernkraftwerke erzeugt wird, mithilfe der Erneuerbaren Energien erzeugt werden wird. Vor allem im Winter, wo nicht so oft die Sonne scheint. Oder werden wir alle selbst unseren Strom produzieren? Ich sehe schon, wie die Verordnung kommen wird, dass wir alle Solarpanelle aufs Dach schrauben bzw. diese neuen Dachpfannen verlegen lassen und uns ein Fahrrad anschaffen, das einen Akku enthält, den wir durch strampeln aufladen werden.
Und noch einmal Politik, auch wenn das eher mich betrifft, schliesslich wohne ich in Bayern. Im Jahr 2013 scheint die nächste Landtagswahl hier im Süden anzustehen und die SPD sinnt mit allen Mitteln auf einen Regierungswechsel. Ich hoffe nur, dass es ihnen nicht gelingt. Diese roten Socken mag ich einfach nicht, vor allem wenn ich da an das Walross denke. Aber wenn der SPD tatsächlich das unmögliche gelingen sollte, kann Seehofer nur noch auswandern – nach Preussen oder noch weiter weg. Denn der SPD zu unterliegen, ist eine Schmach, die in einem Land wie Bayern nicht geht. Nur ungern erinnert man sich deshalb auch an die Zeit, wo vor gefühlten hundert Jahren die SPD tatsächlich einmal einen Ministerpräsidenten stellte. Wird gerne totgeschwiegen.
Gestern wurde in Leipzig das neue Tropenhaus, genannt Gondwana wie der gleichnamige Urkontinent, eröffnet. Drei Jahre Bauzeit waren nötig um dieses Bauwerk samt Inhalt fertigzustellen. Die grosse Besonderheit: Man kann mit einem Schiffchen durch die Halle fahren.
Nun sind gegen den nächsten FDP-Europa-Abgeordneten Plagiatsvorwürfe laut geworden. Hört denn das nie mehr auf? So langsam beginnt mich das wirklich zu nerven.

 
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Verfasst von - 2. Juli 2011 in Castle, Fernsehen, Kultur, Real life, Serien, Sport, Technik

 

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Haben die keine richtigen Hobbies?


Guttenbergs Doktortitel ist futsch, der von Stoibers Tochter auch und der von der Koch-Merin bald sehr wahrscheinlich auch. Und dass nur, weil ein paar Leute nichts zu tun zu haben scheinen und Doktorarbeiten nach Plagiaten untersuchen. Das ist ja schön und gut, aber muss das jetzt zum neuen Volkssport werden? Denn auf der Liste stehen jetzt nicht mehr nur Guido Westerwelle und Jürgen Trittin – irgendeine Diplomarbeit – nein, auch Papst Benedikt XVI. soll jetzt dran glauben. Irgendwo hört der Spass doch wirklich auf. Warum werden nicht lieber mal noch schnell die Arbeiten von Philipp Rösler – hat der eigentlich nach seinem Studium alle erforderlichen Praktika geleistet? – oder von unserer Bundeskanzlerin untersucht? Wäre doch viel interessanter, als eine Arbeit zu durchwühlen, die vor über fünfzig Jahren geschrieben, ja sogar umgeschrieben wurde. Also bitte, aber einem hohen Katholiken ans Bein zu pinkeln hat ja schon immer wahnsinnig Spass gemacht. Und wenn dann auch noch dem Papst nachgewiesen wird, dass er geklaut hat. Da wird ein Aufschrei losgehen. Sucht euch ein anderes Hobby, und wenn es Briefmarken sammeln ist.
Heute Abend heisst es wieder Eurovision Song Contest, der ehemalige Grandprix Eurovision de la Chanson. Als Favoriten gelten die irischen Zwillinge Jedward, obwohl Google ja angeblich Lena Meyer-Landruth als erste sieht. Ich persönlich sehe sie als letzte, denn diesen Platz hat sie verdient. Das Lied ist blöd, der Gesang ist blöd und die Sängerin ist arrogant. Und selbst wenn sie nicht letzte werden sollte, in einem Jahr wird sie keiner mehr kennen, selbst die Opel-Werbung mit ihr wird der Vergangenheit angehören. Und seien wir mal ehrlich, können wir uns Lena in einem Opel vorstellen, geschweige denn überhaupt in irgendeinem Auto?
Ich werde den Grandprix nicht gucken, keine einzige Sekunde lang. Warum sollte ich mir das antun? Mir sagen nicht einmal die Moderatoren zu. Werde also ein schönes Buch zur Hand nehmen und fleissig meinen Bücherberg abstottern, denn sinnvolles läuft im Fernsehen als Gegenpart zum Grandprix nicht.
Und wo ich gerade von Fernsehen spreche. Ich war eigentlich überzeugt davon, dass Castle ab nächster Woche wiederholt würde. Doch nein, es läuft weiter die dritte Staffel. Habe ich mich jetzt vertan im Datum oder haben die in ihrer sechs Wochen-Vorschau was anderes angegeben? Werde ich nochmals überprüfen müssen. In den USA wird am Montag aber definitiv die letzte Folge der dritten Staffel laufen.
Hat jemand eigentlich gemerkt, dass gestern ein Unglückstag war? Ja, es war Freitag, der 13. und ich habe es erst am Abend bemerkt. Mein einziges Missgeschick am gestrigen Tag war, dass mir mein Schirm kaputtgegangen ist. Ansonsten lief alles bestens. Aber ich gebe auch nicht etwas auf diese Unglückszahlen. In Italien werden sie ja den Dienstag fürchten, denn dann ist der 17. und das ist bekanntlich in Italien ein Unglückstag. Vielleicht wird Berlusconi dann erfahren, dass die Italiener nicht mehr geschlossen hinter ihm stehen. Oder schlimmer: Der Ätna bricht aus. Der Vulkan ist auf alle Fälle wieder aktiv. Muss Sizilien aufpassen, dass nichts passiert.
Und morgen würde Max Frisch seinen 100. Geburtstag feiern, wenn er denn noch leben würde. Aber das tut er nicht. Und so gedenken wir dennoch seiner.

 
 

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Zensus 2011 – Wie anonym sind die Daten wirklich?


Ich habe nun von diesem ominösen Befrager ein Kärtchen im Briefkasten gefunden. Es handelt sich um eine Frau und die Uhrzeiten, die sie mir da angeboten hat, sind mir absolut nicht möglich. Schliesslich muss ich arbeiten. Und bloss wegen dieser dämlichen Haushaltsbefragung mache ich doch nicht früher Schlussl, auch wenn ich den Job hasse wie die Pest. Ach ja, solch eine Frage kommt da übrigens nicht vor. „Lieben Sie ihre Arbeit?“ Antwortmöglichkeiten: Ja, nein, ich weiss nicht. Was mir bei hinkommen würde, ist ja klar. Jedenfalls ist diese Befragung der grösste Quatsch, den es gibt. Natürlich von der EU vorgeschrieben, aber von der Bundesrepublik Deutschland auf die Spitze getrieben.
Aber zurück zu dieser Befragerin, die ich mal Sylvie Smallipp nenne. Netterweise hat sie nicht einmal auf dem schönen Infokärtchen eine Telefonnummer oder eine Emailadresse hinterlassen, wo ich mich darüber beschweren kann, dass ich zu besagten Uhrzeiten nicht zuhause bin. Regina im Übrigen auch nicht. Und am Wochenende kann sie wirklich nciht erwarten, dass ich dann eventuell da sein werde. Werde ich eben einen Zettel am Briefkasten befestigen. „Bitte Unterlagen hier reinschmeissen. Fülle es selbständig aus.“ Und fertig ist die Laube, wie es so schön heisst.
Im Übrigen frage ich mich immer noch, wie anonym die Daten wirklich sind. Gut, die Befrager sollen nicht in ihrem eigenen Wohnbezirk herumfragen, aber die brauchten doch nur einen Bekannten beauftragen, dass dieser sich melden soll. Und schon kann der dann eventuell den Nachbarn ausspionieren, von dem man schon immer wissen wollte, was er beruflich eigentlich macht, welchen Schulabschluss er hat oder ob er überhaupt berufstätig ist. Denn die Fragebögen – jedenfalls die, die nicht online oder per Post beantwortet werden – nimmt der Befrager wieder mit und sammelt sie erst einmal bei sich zuhause. Nun kann er natürlich sich heimlich Notizen machen und dann seinem Bekannten zeigen, was denn der Lieblingsnachbar so geschrieben hat. Zwar wurden alle Befrager zur Verschwiegenheit verpflichtet, aber wer prüft denn nach, ob das wirklich auch eingehalten wird? Richtig, macht niemand. Ausserdem liegen dann die Fragebögen auch noch bei dem Befrager einige Tage zuhause. Glaubt ja wohl niemand dran, dass die Fragebögen im Safe eingeschlossen werden. Da kann dann eventuell jeder ran.
Und ausserdem sind die Fragebögen überhaupt nicht anonym. Man kann genau zurückverfolgen, wer die beantwortet hat und ob die Person die Wahrheit gesagt hat. Und wenn sie nicht die Wahrheit sagt, dann droht ein Bussgeld. Und durch dieses wunderschöne Bussgeld werden wieder die Kosten reingeholt, die zuvor ausgegeben worden sind bei diesem Schwachsinnszensus.
Also ich weiss schon, wo ich ein wenig flunkern werde, denn da können die mir nichts unterstellen. Ich mag vielleicht immer noch in der Kirche sein, aber einen Gottesdienst habe ich das letzte Mal besucht, als ich getauft wurde. – Falsch, als ich konfirmiert wurde. Und das ist auch schon tausend Jahre her. Im Übrigen bin ich sowieso nur noch in der Kirche, weil ich denke, dass es für meine späteren Kinder von Vorteil ist. Also haben die nicht so viele Probleme, wenn sie getauft und eventuell auch konfirmiert werden. Ansonsten habe ich mit der Kirche einfach nichts am Hut, kann mich nicht einmal mit Jesus anfreunden. Ich sehe ihn nun einmal nicht als Gottes Sohn an. Aber die Geschichte kann ich auch ein anderes Mal erzählen.
Zensus 2011, ich weiss einfach nicht, was das bringen soll. Die haben doch schon alle Daten aus den Melderegistern, warum muss ich denen dann noch Rede und Antwort stehen? Weiss das jemand? Daten lügen doch nicht, aber Menschen schon. So einfach ist das. Und dann werden die Daten auch noch mindestens vier Jahre gespeichert. Kann ich doch gleich mich bei Google häuslich einrichten. Die Speichern doch auch alles, was sie kriegen können von einem unbescholtenen Internetnutzer. Ich hasse es, wie man die eigenen Daten, die man sorgsam zurückhält und hütet, so preisgegeben werden müssen.
Man hat aus 1987 gelernt, aber ist es das, was gewollt war? Wohl kaum. Man wird zwangsverpflichtet Auskunft zu geben. Und bei manchen Fragen bin ich ja immer noch unsicher, was ich da eigentlich beantworten soll.

Aktuell legt die Uni Bayreuth offen, wie Guttenberg denn nun seine Doktorarbeit zusammengeklaut hat. Viele sind übrigens empört, dass die Gutachter ungeschoren davonkommen sollen. Denn wie kann es sein, dass Guttenbergs Doktorvater nicht einmal gemerkt hat, dass Guttenberg aus dessen eigenen Arbeiten zitiert hat? Richtig, man könnte argumentieren, man hat doch nicht alle seine eigenen Texte im Kopf. Aber es hätte ihm doch bekannt vorkommen müssen.
Guttenberg selbst argumentiert, dass ihm durch seinen Stress als Abgeordneter die Sache über den Kopf gewachsen ist. Dann hätte er eben sich nicht so als Abgeordneter reinhängen sollen. Das eine, was man will, das andere, was man muss. Hätte ja nicht einmal eine herausragende Doktorarbeit werden müssen, hauptsache am Ende hat man den Titel vor seinem Namen stehen. Bayreuth hat in ihrer Pressekonferenz Guttenberg ziemlich auseinandergenommen. Sogar „Studenten arbeiten sorgfältiger.“ Also ich kenne ein paar, bei denen habe ich mich immer gefragt, wie die bloss weitergekommen sind.
Wer den Abschlussbericht lesen möchte: Abschlussbericht Uni Bayreuth

Übrigens hat Stoibers Tochter ihren Doktortitel auch verloren. Sie soll viele Seiten aus einem Werk wörtlich übernommen haben.
Haben die alle noch nie etwas von Exzerpten gehört? Eine blöde Sache so was, aber diese Stichwortaussagen sind so schlecht nun auch wieder nicht. Wenn man das exzerpieren (oder wie es auch immer heisst) auch beherrscht.
Nachteil an der Uni Bayreuth haben nun die Studenten der juristischen Fakultät. Sie will niemand mehr. Deshalb wollen die Studenten sich jetzt selbst mit Guttenbergs Doktorarbeit auseinandersetzen und zudem wollen sie auch, dass die Gutachter auch gerügt werden. Mitgehangen mitgefangen hat es schliesslich so schön.

Und, was ist Samstag für ein wunderschöner Tag? Tja, Wochenende könnte man sagen. Aber nein, es kommt noch viel besser. Da ist Grand Prix, also heute besser bekannt unter dem Titel „Eurovision Song Contest“. Die eingebildete Lena soll ihren Titel verteidigen. Sie singt, besser spricht, wie ein Lied, das nach nichts klingt, wie schon der Vorjahrestitel. Ich hoffe, sie wird letzte, so lernt sie auch gleich mal die Schattenseiten des Ruhms kennen, wenn man mal von nervigen Paparazzi absieht. Favoriten sollen die irischen Zwillinge sein. Mir ist es wurscht, hauptsache es gewinnt jemand, dessen Lied auch wirklich ankommt und nicht so ein Blödsinn ist wie die deutsche Beteiligung.
Ich sehe es mir nicht an. Es gibt Besseres, um die Zeit zu vetrödeln. Vielleicht gucke ich mir die Punkteverteilung an und das war’s. Ich habe noch ein paar Bücher, die ich lesen muss. Und der Stapel muss endlich mal niedriger werden.
Und was der Grand Prix alles kostet. Kann bloss froh sein, dass München nie zur Debatte stand. Aber dafür ist ja Olympia 2018 geplant. Der Volksentscheid in Garmisch-Patenkirchen hat ja für Olympia gestimmt. Glaube dennoch nicht dran, dass München das bekommt. Da finde ich ja in Seiten der globalen Erwärmung ja eher Sommerspiele realistischer. Hatte sich da nicht mal Hamburg beworben und war gegen Leipzig ausgebootet worden? Nichts gegen Leipzig, aber die Stadt ist zurecht bei der Olympiavergabe bereits in der ersten Runde gescheitert.

Nach Osama bin Ladens Tod sollen nun seine drei Ehefrauen befragt werden. Und zwar direkt von den USA. Pakistan hat seine Erlaubnis gegeben, dass sie nicht als Zwischenwirt agieren werden. Haben wohl immer noch ein schlechtes Gewissen, das bin Laden so lange bei ihnen unbehelligt leben konnte. Aber warum werden nun die Ehefrauen befragt? Hat jemand den Sinn verstanden Was sollen die sagen, was die USA interessieren könnte. Wer seine Verbündeten sind? Das werden die auch gerade wissen. Ich persönlich halte das für ein weiteres Ablenkungsmanöver. Ausserdem bin ich immer noch der Meinung, dass bin Laden lebt. Der hat 57 Brüder gehabt. Er selbst war der 50. Sohn seines Vaters. Da wird sich schon ein Doppelgänger gefunden haben.

Nach Nordafrika und Umgebung kann man immer noch nicht reisen. In Libyen gehen die Kämpfe unentwegt weiter, wobei das in den nachrichten auch weniger zu werden scheint. Dafür gab es nun wieder Unruhen in Ägypten. Ich hatte ja noch gerade zuvor überlegt, ob ich mit Regina nicht da hinfahren sollte. Aber irgendwie erscheint mir das doch zu unsicher. Aber in Ägypten war es mal wieder das ewige Streitthema: Christen gegen Moslems oder umgekehrt. Jedenfalls ging das Gerücht um, eine Frau solle daran gehindert werden zum Islam zu konvertieren. Und wie es bei einem Gerücht ist, wo es um den Glauben geht, begann die Hetze und endete mit Toten. Warum muss es so etwas in unserer heutigen Zeit noch geben? Warum gibt es immer noch Krieg auf der Welt? Genau so eine berechtigte Frage, die kaum zu beantworten ist.
Nun legt Syrien auch wieder los. Der dortige Präsident hat Dissidenten in Fussballstadien sperren lassen. Unter der Folter (sind wir wirklich noch im Mittelalter?) sollen sie Internet-Passwörter preisgeben oder die Namen ihrer Verbündeten. Viele Internetzugänge sind schon längst gesperrt. In China sind ja bestimmte Seiten auch nciht aufrufbar oder werden ab und an gesperrt.
Syrien sind Sanktionen angedroht worden, die nun auch beschlossen wurden. Dennoch hat der Präsident die Oberhand gewonnen, heisst es. Wird es da nun auch Luftangriffe geben wie in Libyen?

 
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Verfasst von - 11. Mai 2011 in Ägypten, Blog, Real life, Technik

 

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Das Amt


Ich weiss nicht, ob sich noch jemand an diese RTL-Comedy-Serie überhaupt erinnert. Ist schon weiss Gott wie lange her, dass die lief. Mitunter ein bisschen blöde, aber immer doch für einen Lacher gut. Und dabei wurde immer versucht gegen den Chef zu integrieren. Und damit wäre ich auch schon dort, worüber ich heute ein wenig berichten will.
Denn nach Guttenbergs „geklauter“ Doktorarbeit, ist nun wohl noch ein Fall aufgetreten. Dieses Mal betrifft es die Europaparlaments-Abgeordnete Silvana Koch-Mehrin. Ich sage nur eines: Wie wird manin der Politik einen Konkurrenten los? Man lässt dessen Doktorarbeit auf Plagiate untersuchen. Und da wird man garantiert auch immer was finden. Wie gesagt, ich will gar nicht wissen, was ich alles in meiner Magisterarbeit vergessen habe zu markieren. Wird gewiss nicht gross ins Gewicht fallen, aber  ich will es wirklich nicht wissen.
Westerwelles Vorsitz wird frei und schon streiten sich seine potenziellen Nachfolger. Damit nicht noch mehr ins Geschehen eingreifen, wird flugs ein wenig abgelenkt, damit ja nicht noch mehr den Vorsitz für sich beantragen.
Ich bin ja mal gleich dafür, dass wir von Rösler, Westerwelle, Söder und Merkel die Doktorarbeiten mal alle schön angucken und auf mögliche Plagiate untersuchen. Aber nein, bei denen wird das nicht gemacht. Warum eigentlich nicht? Sehen sie so unbescholten aus? So uninteressant? Oder sind deren Arbeiten blockiert? Möglich ist bekanntlich alles.
Aber da müssen einige Leute wirklich nicht wissen, was sie in ihrer Freizeit machen sollen. Nun gut, ist nicht mein Problem. Ich bin froh, wenn ich frei habe und mal nicht wieder zum Lesen verdonnert wurde. Das ist nämlich ganz schön nervig.

In einigen Regionen Deutschlands herrschen Sandstürme oder Stürme überhaupt und hier herrscht Waldbrandgefahr – und das seit Wochen. Das Wetter ist momentan so ziemlich geteilt, wie es sich niemand vorstellen kann. Aber was es nicht alles gibt.
Durch einen Sandsturm wurde letzte Woche ein schwerwiegender Massenunfall auf der A19 verursacht. Da fragt man sich doch, wie so etwas passieren kann. Sind die Autofahrer da reingefahren und haben sich bei Null Sicht gedacht, schnell wieder da raus oder haben sie schlichtweg vergessen, wie man sich verhält, wenn die Sicht sehr eingeschränkt ist? Anders kann ich es mir nicht erklären. Aber ich weiss, wie es ist, in ein Stauende zu kommen. Ich sass mit meiner Schwester und meinem Vater im Auto, als wir auf ein Stauende zurasten. Mein Vater trat in die Bremsen, kam rechtzeitig zum Stehen und aktivierte sofort die Warnblinker. Mein Schwester hatte wahnsinnige Angst, dass uns jemand drauffahren könnte und hat so ziemlich geweint. Ich stand erst einmal regelrecht unter Schock, denn so was war mir noch nie passiert. Und irgendwie spukte mir immer im Hinterkopf, dass bloss kein LKW kommt, wo der Fahrer ein paar Autos unter sich begräbt. Was für ein Glück wir hatten, wurde mir erst bewusst, als der Stau sich auflöste. Wie schnell doch ein Leben von einer Sekunde zur anderen zu Ende sein kann. Das wurde mir auf einmal bewusst. Wenn mein Vater und alle nachfolgenden Fahrer nicht so schnell reagiert hätten, es wäre sonst was passiert.
Aber Sandstürme in Norddeutschland, das ist ja schon mal was. Mit der Stromgewinnung mit der KRaft der Sonne wäre es ja nichts gewesen. War ja alles zappenduster sozusagen. Aber gut, ich will das jetzt nicht ins Lächerliche ziehen, dafür ist es zu ernst. Aber wer rechnet mit einem Sandsturm in Norddeutschland? Damit rechnet man in der Sahara oder sonst einer Wüste und deren angrenzenden Städten, aber nicht wirklich in Deutschland.
Jenalas Ersatzelefant ist am Jubeln, denn der Kapitän verlässt das sinkende Schiff. Gemeint ist aber kein Pfleger, sondern der Trainer des FC St. Pauli. Am besten wäre es sicherlich, wenn er gleich gehen würde. Ich bin ziemlich sicher, dass die Spieler dann besser spielen werden. Ist immer so, wenn ein Trainer weg ist, spielen die Spieler viel befreiter. So ist das bei Bayern gewiss auch. Wobei es da ja klar war, was die sich mit Louis van Gaal da eigentlich einhandeln. In der Biografie über Robert Enke wird das ganz deutlich. Der ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht, die Menschen/die Spieler sind ihm total egal. Hauptsache der Erfolg stimmt. Und für ein Jahr ist van Gaal auch ganz gut, aber dann bringt er nichts mehr.Jetzt will er eh ein Sabbathjahr einlegen. Und wer weiss, wo er dann landen wird. Aber Bundestrainer wird er sicherlich nicht, auch wenn er sich das wünscht. Der DFB müsste doch bescheuert sein, wenn sie den als Nachfolger von Löw nehmen würden. Aber mein Vater hat immer schon gesagt, dass van Gaal als Mensch nicht das Wahre ist. Noch bevor er zu Bayern kam, hat er mir damit immer in den Ohren gelegen. Keine Ahnung, woher er das wusste, aber er hatte recht.
Aber zurück zu St. Pauli und dessen „Super“-Trainer. Er wird gehen und dann sehr wahrscheinlich nach Hoffenheim. Ich glaube, dass er da richtig untergehen wird. Der wird genauso untergehen wie Thomas Doll seinerzeit. Kennt Doll überhaupt noch jemand? Weiss jemand, was der macht? Der Vater von Jenalas Cousin Pascal, der kennt Stanislawski noch aus den Achtziger Jahren, als der in Hamburg ein ganz grosses Talent war. Aber das Talent hat sich nicht weiterentwickelt. Also ein ewiges Talent sozusagen. Und genauso soll er auch trainieren. Was er nicht besonders konnte, bringt er auch seinen Spielern bei. Tja, ein ewiger Teufelskreis. Verständlich, dass dann Pascal gewiss froh sein wird, wenn dieser Trainer endlich weg ist. Ausser den Aufstieg hat er ja auch nichts gebracht. Aber wer soll Nachfolger werden? Ich habe was von einem Mike Büskens läuten hören. Keine Ahnung, wo der Trainer ist. Vielleicht ist der wirklich besser.
In Ägypten wurde mal wieder demonstriert. Nur dieses Mal wurde die Demo auf dem Platz in Kairo gewaltsam auseinandergerissen und die Demonstranten sollen sogar gewaltsam in Autos gezerrt worden sein. Da fragt man sich doch, was sich das wirklich verbesser hat. Und was macht Mubarak? Nachdem erst einmal gefordert wurde, dass er verhaftet werden soll, kam die Nachricht, dass er in ein Krankenhaus in Sharm el-Sheik eingeliefert wurde. Und nun soll er da verhört werden. Angeblich habe er kein Geld im Ausland gebunkert. Nein, überhaupt nicht, genauso wenig wie Gaddafi. Das ist ja alles ein Missverständnis. Aber von Ägypten hat man wirklich schon lange nichts mehr gehört. Aber es hätten durchaus bessere Nachrichten sein können.
Samstag wird in Koblenz die Bundesgartenschau eröffnet. Da will ich im Sommer unbedingt hin. Und ich weiss auch schon an welchem Tag.

 
 

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