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Leichenfledderei geht über Schnäppchenjagd


Mit dem heutigen Tag hört die Drogerie-Kette Schlecker auf zu existieren. Die aller letzten Läden, wo es noch Restposten zu kaufen gab, machen heute dicht. Damit gibt es nun im hart umkämpften Geschäft einen Konkurrenten weniger.
Zuletzt hat es in den Läden, die noch Waren anzubieten hatten, 90 Prozent Rabatt gegeben. Ich bin nicht hin gegangen, obwohl ich sonst eigentlich kein einziges Schnäppchen auslasse. Hier allerdings wäre ich mir wie ein Leichenfledderer vorgekommen. Da sollten andere hingehen, um wirklich noch das letzte Laden zu holen. Kann man sich überhaupt darüber freuen, was man da günstig erstanden hat? Das müssen die beantworten, die dort für fast umsonst eingekauft haben.
Man kann nur hoffen, dass die Schlecker-Mitarbeiter möglichst bald eine neue Arbeitsstätte finden. Sie sind schliesslich schuldlos an der ganzen Misere. Ein Teil wird wohl von Rossmann und den anderen Drogerie-Ketten wie dm-Drogeriemarkt übernommen werden. Aber der größte Te dem il wird wohl keine neue Arbeit finden.
Machen wir uns doch nichts vor, die meisten werden arbeitslos bleiben, selbst wenn ihnen versprochen werden sollte, alle würden etwas Neues finden. Solch ein Versprechen gibt es nicht. Im Himmel findet kein Jahrmarkt statt.
Nun stellt sich die Frage, was aus der Schlecker-Tochter „Ihr Platz“ werden wird. Ich muss sagen, dass ich den Laden eigentlich nur in meinem Ski-Utlaub aufgesucht habe. Liegt aber auch daran, dass ich sonst an dem Laden gar nicht vorbeikomme, eher an dm oder Rossmann. Doch selbst in den Läden halte ich mich kaum auf. Die Hygieneartikel finde ich allesamt beim Discounter. Von der Zahnpasta über den Deoroller zu den Dingen, die Regina lieber selbst einkaufen sollte, als mich damit zu beauftragen. Ich finde es mehr als peinlich ihre Monatsartikel besorgen zu müssen. Wie sieht denn das aus?
Schlecker existiert nicht mehr, ist nur noch ein verblassender Fussabdruck in der Geschichte.

Und damit komme ich zu der bekanntesten Schildkröte der Welt: Lonesame (Einsamer) George.
Mit bedauern erfuhr ich am Montag, dass die letzte Schildkröte ihrer Art gestorben ist und damit ausgestorben. Alle Versuche, George zur Fortpflanzung zu bewegen, haben nicht gefruchtet. Der betagte Schildkröten Mann starb im besten Schildkröten-Mannesalter von hundert Jahren an Altersschwäche, genauer an Herzversagen. Er hinterlässt einige Weibchen, einer nah verwandten Unterart, die ihm Gesellschaft geleistet hatten. Mit innen hatte er auch züchten sollen. Was, wie bereits erwähnt, leider fehlschlug.
Lonesome George wird nicht vergessen. Er soll ausgestopft werden. Und zwar der gesamte Körper und nicht nur der Panzer. Das ist eine Anspielung auf den Hamburger Elefantenbullen Hussein, bei dem nur der Kopf präpariert werden wird. Vom Obduktionsergebnis hat man auch noch nichts gehört. So langsam fragt man sich, ob da auch noch was kommen wird.

Die Fussball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine nähert sich ihrem ultimativen Ende. Die Begegnungen stehen fest.
Spanien wird gegen Portugal spielen und Deutschland gegen Italien.
Ja, unser geliebtes Italien, gegen die wir in einem Wettbewerb noch nie gewinnen konnten. Nun treffen wir sie wieder. Erneut im fHalbfinale, wie anno 2006 bei der WM im eigenen Land. Revance wird gefordert, aber werden die Deutschen es wirklich schaffen, gegen Italien endlich den historischen Siegt zu machen?
Torakel Nelly aus dem Serengetipark Hhndodenhagen ist überzeugt, dass Deutschland es packen wird und versenkte den Ball im gegnerischen Tor. Elefantendame Mala, das inoffizielle Rüsselorakel, hingegen ist da weniger opitimistisch. Gegen England traute sie den Deutschen einen Sieg zu, aber gegen Italien sieht sie schwarz. Mala glaubt, dass Italien weiterkommen wird. Und bis jetzt hat sich noch jede ihrer Prognosen als richtig erwiesen – wenn man vom Eröffnungsspiel einmal absieht.
Auch beim Viertelfinal-Spiel Frankreich gegen Spanien lag die Elefantenkuh richtig, als sie für Spanien war. Aber das hätte auch jeder Blinde getippt, schliesslich waren sich die Franzosen untereinander ja wieder einmal nicht grün. Mala wusste von den Streitereien allerdings nichts, hat nämlich keinen Fernseher in ihrer Box stehen, obwohl sie angeblich schon lange mit dieser Wunderkiste liebäugelt.
Nelly sagt, Deutschland gewinnt, Mala sagt, Italien gewinnt. Einer von beiden wird gewinnen, am Ende wird sich zeigen, wer recht hatte. Spätestens um halb zwölf morgen Nacht werden wir den Sieger kennen. Vielleicht ist es Deutschland, aber vielleicht schon wieder Italien. Wir wissen es nicht.
Das einzige, was man mit Sicherheit sagen kann: Die Engländer werden ihren Elfmeter-Fluch einfach nicht los. Seit 1990 haben sie noch jedes Elfmeterschiessen verloren, meist gegen die Deutschen. Dieses Mal gegen Italien. Da kann man so viel üben, wie man will, es wird einfach nichts.
Beim Halbfinal-Spiel Spanien gegen Portugal sieht Mala übrigens die Portugiesen vorn. Die haben C. Ronaldo, der gut Fußball spielen kann, ansonsten aber nicht weiter erwähnenswert ist, außer bei „Waldis Club“.
Eine traurige Meldung hat mich aus Hellabrunn erreicht. Gestern starb die 53 Jahre alte Tina. Schon seit Monaten ging es ihr nicht gut, hatte extrem abgenommen und war auch sonst nicht ganz auf der Höhe. Ihre beste Freundin Steffi, die mit der Rüsselschwäche, stand ihr bei. Tina hatte sich hingelegt, Steffi stand neben ihr. So fand man sie am Morgen und entschied sich, die betagte Elefantendame einzuschläfern. Tina war die Leitkuh der Damenriege in Hellabrunn. Wer nun ihren Job machen wird? Ich weiss es nicht. Steffi hat eine Freundin verloren, ihre beste und engste Freundin, die sie seit 44 Jahren kannte. Niemand wird ihr diese ersetzen können, doch möge sie ihre Trauer bald überwinden. Das Leben geht weiter, auch wenn nun ein teil fehlen wird, der das eigene Leben bereichert hat.
Ruhe in Frieden, liebe Tina. Du wirst nicht vergessen werden.

 

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Warum aus Elefantenbulle Hussein eine Trophäe wird


Noch immer ist die Todesursache nicht geklärt. Zehn Tage soll es wohl dauern bis das Endergebnis feststeht und bekannt gegeben wird, woran Elefantenbulle Hussein nun wirklich gestorben ist. Nina und ich halten an einer Überdosierung fest, Jonas glaubt daran, dass Hussein seine Heimat nicht verlassen wollte und beschlossen hatte, zu sterben. Damit liegt Jonas übrigens nicht allein. Ich habe mehr als ein Dutzend Stimmen gelesen, die das auch vermuten. Es mag möglich sein, denn Nina schilderte Hussein schon als ein wenig verändert. Zwar war er immer noch recht ruppig zu Mala, aber Nina selbst gegenüber benahm er sich anders. Er war recht anhänglich geworden und folgte ihr auf Schritt und Tritt, was sie recht nervig fand, da sie ja Mala locken wollte und nicht Hussein.
Wir werden sehen, was zu Husseins Tod geführt hat, aber wenn es tatsächlich eine Überdosierung des Beruhigungsmittels gewesen sein sollte…
Ganz vergessen werden soll er nicht, sondern, wie ich in einem Zeitungsartikel im Internet gelesen habe, präpariert werden. Allerdings nicht der ganze Körper, sondern nur sein Kopf, denn die restliche Haut sei fürs Ausstopfen nicht mehr zu gebrauchen. Da frage ich mich doch wirklich, ob das stimmt oder ob die nicht einfach nur Geld sparen wollen. Heutzutage können Präparatoren durchaus an einigen Stellen mogeln. Nina erinnert sich noch daran, dass die Haut vom weltberühmten Walross Antje auch nicht im allerbesten Zustand war – damals wegen der Sommerhitze. Und heute steht sie im Zoologischen Museum der Universität Hamburg und begrüsst die Besucher.
Wobei sich vielleicht nicht nur die Frage nach dem nötigen Kleingeld, sondern auch die Frage nach dem Platz steht. Nina sagt, dass im Zoologischen Museum nicht mehr wirklich viel Platz ist und Hussein im Ganzen sehr beengt bis gar nicht stehen könnte.
Also nur der Kopf, was ich für schlimmer halte als gar nichts. Denn so verkommt Hussein zur Jagdtrophäe. Erinnert mich doch sehr an die Grosswildjäger in Afrika, die sich die Köpfe ihrer Beute präparieren lissen Nr lassen, damit sie anschliessend von der Wand auf einen hinabstarren. Und genauso wird Hussein auch verkommen – zur Jagdtrophäe.
Dieser Prachtbursche hat wirklich in beseres Schicksal verdient, als dass nur sein Kopf für die Nachwelt erhalten bleibt.
Da stellt sich mir die Frage, wieso Husseins Haut eigentlich so unrettbar zerstört sein soll. Ich habe mal die Obduktion an einem Elefanten gesehen. Dem wurde unten am Bauch ein Schnitt verpasst, so dass sofort sämtliche Organe herausquollen. Solche Schnitte hätten kaschiert werden können. Aber wissen wir, wie Husseins Kadaver aus seiner Box manövriert wurde? Das wollen wir wahrscheinlich auch gar nicht wissen.
Dennoch erscheint es mir so unglaubwürdig, dass Husseins Haut für eine Ganzkörperpräparation nicht zu Verfügung stehe.
Ein Kopf ist immer eine Jagdtrophäe und so wie ich werden garantiert auch noch andere denken, die sich fragen, warum es gerade der Kopf sein muss.
Und da ist ja auch noch nicht geklärt, ob nur der Schädel präpariert werden wird oder die Haut.

Es wird wohl ein wenig auf Ablenkung von Husseins Tod gehofft, denn heimlich still und leise hat das Eismeer eröffnet. Also, nicht zu früh freuen. Der Bauzaun ist weg und man kann sich die ganzen Aussengehege ansehen, der Rundgang durchs Innere ist weiterhin geschlossen. Nina vermutet neben der Ablenkung wegen Hussein noch einen anderen Grund. In einer Zeitung soll sich massiv darauf beschwert worden sein, dass die Eintrittspreise um 25 Prozent erhöht wurden, aber das Eismeer immer noch geschlossen ist. Die Aussengehege waren ja fertig, nur im Inneren muss sich noch was tun, eine Scheibe muss ersetzt werden. Es wird die dritte sein, denn die zweite ging beim Transport bereits kaputt.
Ein Walross soll auch schon zu sehen sein. Heisst das, dass Mala jetzt nach Russland muss? Wollen wir es nicht hoffen.
Ach ja, falls Mala eines Tages sterben sollte, möchte Nina, dass sie ausgestopft wird. Und zwar nicht nur der Kopf, sondern der ganze Körper. Nina möchte nicht, dass die Elefantendame ausgeschlachtet wird, wie es mit Vilja geschehen ist. Sie soll im Ganzen der Nachwelt erhalten bleiben. Darauf spart Nina bereits.
Wobei mir da einfällt, dass das Geld für die Ganzkörperpräparation von Hussein sicherlich in Nullkommanix zusammenkäme, wenn ein Spendenaufruf getätigt würde. Denn Hussein war der Star bei Hagenbeck, auch wenn man davon nie viel merkte. Doch alle wollten ihn und seine“Hörner“ sehen. Stoßzähne heisst das natürlich, aber meistens waren es Hörner oder sogar Zahnstocher.

Frankreich und England haben sich als letzte Mannschaften fürs Viertelfinale qualifiziert. Wie von mir erhofft, hat sich Frankreich als Gruppenzweiter qualifiziert, so treffen sie auf Deutschland erst im Finale. Ja, wenn sie bis dahin überhaupt kommen. Denn im Viertelfinale geht es gegen Spanien und so wie Frankreich gestern gespielt hat, darf man wirklich nicht erwarten, dass sie weiterkommen. Was ich schade finde, denn Frankreich hat es mal wieder verdient. Spanien hat genug Titel gesammelt und darf endlich nach Haus fahren.
Übrigens stellt sich ja noch die Frage, ob Spanien überhaupt beim letzten Spiel verdient gewonnen hat. Kroatien sollen angeblich zwei Tore nicht gezählt worden sein. Ich weiss nur von dem Elfmeter, der nicht gegeben wurde. Und da weiss man nicht, ob der auch wirklich verwandelt worden wäre. Stark nun zum Sündenbock zu machen. In beiden Fällen hätte der Torlinienschiedsrichter eher was sehen müssen, als Stark. Denn der hatte eine weit bessere Sicht auf das Geschehen.
Doch nicht nur Kroatien wurde um einen Punkt betrogen, der Ukraine erging es nicht besser. Da war der Ball vollständig über der Torlinie und dann wird nicht auf Tor entschieden. Was hat der Torschiedsrichter da eigentlich gesehen? Ich weiss es nicht, ich weiss es nicht.
Aber brauchen wir wegen solcher Fehlurteile wirklich den Videobeweis? Im Hockey gibt es ihn und da dauert es nun wirklich nicht lange, die Szene sich noch einmal anzusehen. Aber im Fußball ist das nicht erwünscht.
Deutschland kann im Halbfinale auf England treffen. Erinnert an die EM 1996, wo Deutschland auch im Halbfinale auf England traf und schliesslich im Elfmeterschiessen weiter kam. Ob sich das wiederholen wird? Vielleicht auch gegen Italien, dann wird Rache genommen für 2006.
Aber erst einmal muss Deutschland sich fürs Halbfinale qualifizieren. Und das dürfte mehr als schwierig werden, sind die Griechen doch für ihren Mauerfussball und ihre Manndeckung bekannt. Aber das sollte doch wohl kein Problem sein, oder doch?
Fussballorakel Nelly aus dem Serengetipark Hodenhagen sagt, dass Griechenland gegen Deutschland verlieren wird. Gleiches gilt für Rüsselorakel Mala, die nun bereits ihr achtes Spiel tippt und bei den vergangen sieben Spielen bei nur einem danebengelegen hat. Und Mala steht nicht direkt vor einem Tor, um dort reinzuschiessen, genauso wenig bekommt sie verschiedene Leckereien, um sich für ein Land zu entscheiden. Nein, hier geht es ganz gerecht zu. Mala entscheidet selbständig, was sie will. Bloss für ein Unentschieden darf sie nun nicht mehr sein. Aber das weiss Mala, hat sie doch mehr als vierzig Jahre Fussballerfahrung hinter sich.
Drücken wir den deutschen Team die Daumen, dass sie gegen den griechischen Beton ankommen werden. Denn wenn die Deutschen verlieren, geht es nicht um Fußball, sondern um den Euro.
Die Bilanz sieht positiv aus, aber wer hätte vor der EM geglaubt, dass Deutschland haushoch gegen die Schweiz verliert?
Vor allem hat sich Angela Merkel angekündigt, und immer wenn sie bei wichtigen Spielen anwesend ist, verliert Deutschland. Die soll hübsch zuhause bleiben, sonst wird es noch die Blamage von Danzig geben.

Hosni Mubarak, Ägyptens Ex-Diktator, soll klinisch tot sein. Aber nichts genaues weiss man nicht, denn immer wird etwas anderes gesagt. Die einen sagen, er sei klinisch tot, die anderen wiederum sagen, man könne noch nichts genaues sagen und solle abwarten. Was stimmt denn nun?
Mubarak soll einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall gestern Abend erlitten haben. Sein Gehirn zeige keine Funktionen mehr, nur noch die Maschinen halten ihn am Leben.
Darüber dürfte in Ägypten niemand traurig sein, außer seiner Familie und seinen Anhängern.
Da fällt mir ein, was macht eigentlich Ariel Sharon? Der lag doch im Wachkoma.

 

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