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Wenn sich zwei Provokateure zusammentun…


Erdogan, Präsident der Türkei, ist momentan so beliebt wie Russlands Präsident Putin. Die Gründe sind allerdings völlig andere. Vergangene Woche machte Erdogan von sich reden, weil er davon sprach, dass Muslime noch vor Kolumbus in Amerika gelandet seien. Nun kommt die nächste Kerbe, in die er haut. Der Westen, wenn er in die islamische Welt komme, möge Öl, Gold und Diamanten, aber auch billige Arbeitskräfte. Und als sei das nicht genug, geht Erdogan noch weiter, indem er die Behauptung aufstellt, die Nichtmuslime, womit er vornehmlich den Westen meint, wolle die Muslime und deren Kinder tot bzw. sterben sehen.
Wie überaus passend, dass nur wenige Tage später Papst Franziskus zu Besuch kommt. Da muss man natürlich erst einmal die Muslime als armes gebeuteles Völkchen darstellen, dass vom Westen nur ausgenutzt wird. Will Erdogan damit noch weitere Zwietracht zwischen den letzten verbliebenen Christen und den Muslimen in der Türkei säen. Man weiss einfach nicht, was dieser beinahe schon grössenwahnsinnige Präsident der Türkei eigentlich will.
Zudem hält er weiterhin daran fest, dass Muslime vor Kolumbus Amerika entdeckt hätten. Damit sind sie dennoch nicht die ersten gewesen, auch wenn Erdogan das so gerne hätte. Denn bekanntlich waren es die Wikinger, die Amerika entdeckt haben. Überreste von Winland sind heute noch zu finden. Ausserdem sind da auch noch die Chinesen, die eventuell nach Amerika gelangt sein könnten. Bis Afrika kamen sie definitiv, aber ob weiter? Tja, nichts Genaues weiss man nicht. Aber Erdogan ist so von seiner Idee besessen. Soll man ihn machen lassen, denn den Wikingern kann er definitiv nicht den Ruhm nehmen.
Aber wenn man es genau betrachtet, will er nur den Islam höher heben. Deshalb besteht er darauf, dass es Muslime waren, die zuerst Amerika entdeckt haben. Mit konkreter Jahresangabe: 1178. Aber leider, leider, wie schon erwähnt, erst nach den Wikingern. Wobei, das waren zu dem Zeitpunkt auch keine Christen. Denn darum scheint es Erdogan mutmasslich zu gehen: Die Überlegenheit des Islam gegenüber dem Christentum zu zeigen.
Als machthoher Politiker müsste er eigentlich wissen, dass man so was nicht macht. Aber wenn der Papst zu Besuch kommt, muss man schon mal klarstellen, welche Religion besser – oder was auch immer er meint – ist.
Natürlich kann es auch sein, dass er den Islam so hoch lobt, weil er nicht will, dass die IS nun auch noch die Türkei sich als neues Ziel auswählen.
Deshalb vielleicht auch die Betonung darauf, dass der Westen sich nicht in alles einmischen solle. Gemeinsam könne man viel besser gegen die Probleme in Syrien und im Irak angehen. Aber der Westen versaut immer alles.
Bedenklich ist allerdings die Phrase, wo er sagt, dass man schon längst in Palästina eine Lösung gefunden hätte. Es mag stimmen, dass der Westen die Probleme geschaffen hat, aber soll man deshalb den Staat Israel eliminieren, damit wieder Ruhe herrscht?
Im Grunde genommen will Erdogan nur mal wieder von sich Reden machen, den starken Mann markieren. Dennoch sollte er sich dessen bewusst sein, was er sagt. Seine Aussagen können eines Tages wieder zu ihm zurückkehren.

Und wo ich gerade von Putin gesprochen habe. Der hat Erdogan gelobt, dass die Türkei sich nicht an den Sanktionen des Westens beteilige. Und quasi als Belohnung will Russlands Präsident nun die Wirtschaftsbeziehungen mit der Türkei verstärken. Habe ich nicht schon vor Wochen gesagt, dass die europäischen Obst- und Gemüsebauern Firmen in der Türkei gründen sollen? Ja, habe ich. Damit habe ich dem vorgegriffen, was nun Putin tun will.
Na ja, was bleibt ihm auch anderes übrig? Weil der Westen Sanktionen verhängt hat, verliert Russland angeblich mehr als 30 Milliarden Euro pro Jahr.
Und dann ist da schliesslich auch noch das Problem, dass Russland keine Lebensmittel – fast keine – aus dem Westen importiert. Deshalb werden wir momentan von Äpfeln geradezu überschwemmt. Für ein Kilo „nur“ fünfzig Cent zu bezahlen hat es Jahre nicht gegeben. Hatte nicht Sogar Penny das Angebot gehabt, wo Äpfel nur 44 Cent das Kilo kosteten? Weiss ich gerade nicht.
Aber Russland braucht nun einen anderen Partner, denn auch China hat nicht das, was Russland will. Zudem ärgern China momentan die freilaufenden Tiger, die sich an eine Landesgrenze nicht halten und nun in China „einfallen“.
Putin braucht einen starken Partner, der Verbindungen zum Westen hat. Kasachstan und Weissrussland sind keine Option. Nein, es muss die Türkei sein, wenn er der abflauenden Wirtschaft entgegen gehen will. Denn der Rubel ist praktisch nichts mehr wert. Dagegen muss etwas getan werden. Warum nicht die Türkei als Handelspartner auswählen. Die dreht sich sowieso wie das Fähnlein nach dem Winde.

In Ägypten wurde Hosni Mubarak in einem Revisionsprozess von dem Vorwurf zur Beihilfe des hundertfachen Mordes freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte für Mubarak die Todesstrafe gefordert. Dennoch bleibt Mubarak im Gefängnis, denn wurde bereits vor längerem zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt wegen der Veruntreuung von öffentlichen Geldern.
In einem ersten Prozess, der wegen Verfahrensfehlern ungültig erklärt worden war, war Mubarak zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Und jetzt kommt er mit nichts davon.Nun bin ich mal gespannt, wie das Urteil in Ägypten aufgenommen wird. Zufriedenstellen dürfte das Urteil sicherlich nicht. Aber wird es zu Protesten kommen oder sagt man sich, dass Mubarak ohnehin nicht ewig leben wird und die drei Jahre genug sind?
Man wird es sehen.

Elefantendame Mala ärgert sich wieder einmal masslos über den FC St. Pauli. In Leipzig sind sie mit 4:0 untergegangen. Zwar hatte Mala ohnehin nicht an den Hauch einer Chance geglaubt,aber das es so schlimm würde, hätte sie nun nicht gedacht. Was ist nur bei dem Verein los? Nichts kriegen sie mehr hin, stehen auf einem Abstiegsplatz. Werden sie noch die Kurve kriegen? Nein, sagt die alte Kuh und meint damit das Spiel gegen Kaiserslautern. Auch hier tippt Mala auf eine Niederlage des FC St. Pauli.
Währenddessen hat die Pusteblume sich natürlich für das Gegenteil entschieden. Wie sollte es auch anders sein, wo sie ein penetranter Linksrüssler ist? Und so sagte sie denn auch, dass St. Pauli gewinnen würde. Jonas schlägt bekanntlich die Hände über dem Kopf zusammen, denn er weiss jetzt schon, dass dieses Ergebnis nicht eintreffen wird. Dabei lag sie letzte Woche tatsächlich mal richtig. Kein Wunder, Leipzig stand für die linke Seite. Da musste sie halt Leipzig tippen.
Warten wir ab, was sein wird. Dann kann sich Jonas immer noch Plattfuß zuwenden. Die sei sowieso viel netter, behauptet er.

 

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Wie Russland von Madonna ausgetrickst wurde und der Medaillenregen ausblieb


Die Olympiade nähert sich ihrem Ende. Also Zeit für ein Resümee. Eigentlich können wir mit den sechsten Platz ganz zufrieden sein in der Medaillenwertung. Andere Länder haben deutlich schlechter abgeschnitten. Dennoch hätten es weitaus mehr Medaillen sein können. Wenn ich allein daran denke, wie die Schwimmer alle gescheitert sind. Na ja, kann man nicht ändern.
Jetzt ist aber rausgekommen, dass das Bundesinnenministerium, das für die Verteilung der Sportgelder zuständig ist, ein erheblich besseres Ziel vorgesehen hatte. Dort waren doch sage und schreibe 86 Medaillen vorgesehen. Ich weiss wirklich nicht, was die eigentlich sich dabei gedacht haben. Gut, sie haben acht Medaillen der Schwimmer einkalkuliert, aber wo denn bitte die anderen? Ich weiss es einfach nicht. Finde es einfach nur utopisch, was da die Zielvorgabe war. 28 Goldmedaillen. Gut, die Springreiter haben ja auch so ziemlich versagt und sind im Vorlauf gescheitert, in der Dressur auch nur die Silbermedaille. Bei den Silbermedaillen sind schon einige dabeigewesen, die auch Gold hätten sein können. Das hat auch Bundesinnenminister Friedrich so gesehen. Dann gab es noch ein paar krasse Fehlentscheidungen, wo entweder nicht weit genug geworfen oder die Bahn verlassen wurde. Am Ende klärte sich dann doch alles auf und es gab eine Medaille. Bloss einmal nicht. Turnen oder ähnliches war es. Jedenfalls gab es dort keine Bronzemedaille, weil die Wertungsrichter den Fehler einer der Teilnehmerinnen nicht werteten, obwohl es dafür Punktabzug hätte geben müssen. Vielleicht sollte man erwähnen, dass die Sportlerin aus Russland kam.
Vor vier Jahren in Peking gab es 16 Goldmedaillen, was auch nicht 28 entsprach. Ich weiss einfach nicht, wie man auf solch eine obskure Zahl kommt. Das hätten die Deutschen nie und nimmer gewuppt, auch wenn die Schwimmer und Springreiter nicht versagt hätten.
Nicht einmal vor vier Jahren wurden im Ansatz insgesamt 86 Medaillen gewonnen. Das waren sogar noch weniger als jetzt, wenn auch mehr Goldmedaillen. Natürlich kann jemand, der absolut optimisch war, diese Zahlen genannt haben, dennoch werde ich nicht schlau daraus. Wir sind in einigen Disziplinen wie eben Turnen, rhythmische Sportgymnastik, Bogenschiessen und auch Laufen – Staffellauf ausgenommen – einfach nichts. Im Weitsprung waren wir früher auch mal was, wie auch im Hochsprung oder Stabhochsprung, selbst im Dreisprung waren wir mal gut, aber das ist lange her. Zwar gibt es „Jugend trainiert für Olympia“, aber wer will nach der Schule denn noch weiter machen? Die meisten machen da nur mit, weil sie von den Lehrern dazu getrietzt werden. Ich sollte da auch mitmachen, da ich so toll im Weitsprung war. Aber ich habe das nicht gemacht, weil ich es einfach nicht wollte. Denn ich habe es gehasst. Immer diesen ganzen Sand in der Kleidung und den Schuhen. Indirekt haben sie mir sogar eine bessere Sportnote versprochen, wenn ich doch noch mitmache. Aber ich war mit meiner zwei ganz zufrieden. Und irgendwann war ich dann zu alt dafür.
Gut, das ist vergessen und ich finde Olympia immer noch furchtbar langweilig. Das beste kam ja von Regina, die fragte, welchen Platz denn die deutsche Frauen-Fussballmannschaft gemacht habe. Die hatte irgendwie letztes Jahr nicht mitbekommen, dass die deutsche Mannschaft gar nicht für Olympia sich qualifiziert hatte. Hing damit zusammen, dass Schweden sich fürs Finale qualifizierte und so war der noch freie Olympia-Platz weg. Deutschland nicht dabei. Da haben sie sich mal selbst im Weg gestanden. Aber die deutschen Herrenmannschaft ist ja auch nicht besser. Wann war die das letzte Mal bei Olympia? 1988, wo sie Bronze gewannen?
Ein paar Medaillenchancen haben die Deutschen noch, aber die Zielvorgabe des Bundesinnenministeriums haben sie deutlich verfehlt.
Hierbei hätte man lieber tief stapeln sollen. Aber so was können die Deutschen nicht.

Die zweite Bundesliga ist nun zwei Spieltage alt. Und wie es scheint, steht der 1. FC Köln sich mal wieder selbst im Weg. Im ersten Spiel gegen Braunschweig verloren, nun gestern ein Unentschieden. Dabei führte Köln mit 1:0, doch dann kam die 89. Minute. Da fiel der Gegentreffer. Irgendwie erinnerte mich das an einen ganz anderen Verein. Welchen ich damit meine? Tja, welchen wohl: Richtig, den FC St. Pauli. Der fängt sich auch immer in der letzten Viertelstunde oder in der Nachspielzeit den entscheidenden Gegentreffer, der über Unentschieden oder Niederlage entscheidet. Und wer hat dort früher gespielt und war dann auch ein paar Jahre als Trainer dort tätig? Richtig, Holger Stanislawski, nach Jonas auch als ewiges Talent bekannt. Stanislawski ist Trainer von Köln und wie Jonas prophezeite, werden die wahrscheinlich nicht glücklich mit ihm werden. Nach diesen zwei Spielen sieht es zumindest so schon mal aus. Aber mal abwarten, nach sechs Spielen kann man was dazu sagen. Jetzt war eben ziemlich viel Pech dabei. Wie auch immer bei St. Pauli, die ja im letzten Spiel auch nichts zustande bekommen haben ausser ein müdes 0:0.
Elefantendame Mala, das grosse Rüsselorakel, sieht auch nicht wirklich Licht am Ende des Tunnels. St. Pauli wird, wenn es nach ihr geht, gegen Ingolstadt verlieren. Na, warten wir mal ab, was wird. Heute Abend werden wir mehr wissen. Also mal sehen.
Aber Malas Statistik lässt sich sehen. Bei der EM war sie herausragend, bloss bei einem Spiel hat sie falsch gelegen. Und in der Vorsaison war sie auch nicht schlecht. Hat nicht jedes Spiel richtig getippt, aber niemand ist fehlerlos.

Madonna hat sich in Russland keine Freunde gemacht. Aber in der Türkei hat sie ja auch mit ihren Provokationen für Aussehen gesorgt. Bloss war es dieses Mal wohl zuviel. Dabei finde ich es gar nicht schlimm, was sie getan hat. Sie hat den inhaftierten Pussy Riot-Sängerinnen ihre Solidarität versichert und sich auch für Schwule und Lesben eingesetzt. Bloss letzteres ist in Russland verboten. Da darf man Homosexualität in der Öffentlichkeit nicht ansprechen. Verrücktes Gesetz, nicht wahr? So was stellt man sich ja eher in den USA vor, wo all diese fundamentalistischen Kirchen sind, die gegen jeden und alles wettern, was nicht in ihr selbstgebautes Weltbild passt. Aber nein, dieses Gesetz gibt es in Russland. Der Urheber dessen will nun auch Strafanzeige gegen Madonna stellen, so dass ihr nun eine Geldstrafe droht.
Ganz ehrlich, darüber wird Madonna doch nur lachen. Sie hat den Russen mal gezeigt, was für ein „demokratisches“ Land sie eigentlich sind. Und sie hat doch erreicht, was sie wollte. Ganz Russland spricht von ihr und die Welt wird auf die Ungerechtigkeiten in Russland aufmerksam. Aber das scheinen Madonnas russische Gegner noch nicht begriffen zu haben. Psychologie ist alles. Die einen wissen, was sie damit bezwecken und die anderen begreifen nicht, was da eigentlich geschieht.
Wenn man es genau betrachtet, dann hat ja bald noch zu Zeiten des Zaren und der Leibeigenschaft mehr Demokratie geherrscht als heute. Wie schon mal gesagt, ich möchte nicht einmal nach Russland reisen, geschweige denn leben.

 

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