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Schuld sind nur die anderen – Griechenland kann nichts für seine Misere


Langsam wird die Zeit knapp für Griechenland. Bis zum 30. Juni muss nicht nur das geliehene Geld der IWF zurückgezahlt werden, sondern auch endlich konkrete Plänestehen, wie Griechenland weiter Geld einsparen will, um sich aus der Krise zu stemmen.
Nur hat man das Gefühl, dass weder der griechische Ministerpräsident Tsipras noch der Finanzminister Varoufakis die Situation wirklich ernst nehmen. Sie tun so, als sei Griechenland vollkommen unverschuldet in Not geraten und müsste nun von den anderen EU-Ländern gerettet werden, weil es deren Pflicht sei. Verpflichtungen müsse Griechenland auch nicht eingehen. Und überhaupt: Schulden zurückzahlen? Nein, das braucht das Land nicht. Das hat nun auch eine völlig „unabhängige“ Prüfungskommission festgestellt. Griechenland trägt keinerlei Schuld an der eigenen Misere und müsse deshalb auch keine Schulden zurückzahlen. Ausserdem schuldet Deutschland Griechenland immer noch Geld – Reparationen.
Wenn Deutschland endlich einmal die Güte hätte, die Milliarden zu überweisen, wäre Griechenland auch wieder flüssig. Aber wenn das reichste Land Europas nicht zahlen will, dann kommt man eben auf keinen grünen Zweig.
Gut, das ist ein wenig überspitzt geschildert, aber man kann sich gut vorstellen, dass Ähnliches im Kopf von Tsipras und Varoufakis herumspukt.
Denn wieso geht es mit Griechenland nicht bergauf? Man müsste doch den Ansatz von Besserung erkennen, denn die Krise hat doch nicht erst gestern Griechenland lahmgelegt.
Die Geriechen jedenfalls befürchten schon das Schlimmste und leeren ihre Konten, um nichtnoch ihr Erspartes zu verlieren, wenn die Banken in die Pleite rauschen. Dabei übersehen sie, dass sie mit ihren überstürzten Kontenleerungen diese Pleiten nur anfeuern. Deshalb haben die Banken schon um Unterstützung bei der IWF gebeten, um weiterhin Bargeld zur Verfügung zu haben. Doch wäre es nicht besser, wenn sie das Abheben von Geld auf ein Minimum beschränken würden? Wäre das nicht eine bessere Lösung? Natürlich würde es dann auch die Touristen treffen, die danach auch nur noch das ausgegebene Minimum abheben können. Und wenn Griechenland tatsächlich aus dem Euro fliegt und die Banken zusammenbrechen, dann kann man seine EC-Karte vergessen. Wer also einen Griechenland-Urlaub plant, sollte sich eine Kreditkarte besorgen, falls man die noch nicht hat. Denn damit kann man zahlen, auch wenn sonst nichts mehr geht.
Griechenland steht das Wasser bis zum Halsund was machen sie? Da mit der EU nicht mehr gut zu reden ist, suchen sie sich bessere Geschäftspartner und da kommt das gechasste Russland gerade recht. Vor einiger Zeit schrieb ich, dass Russland durch Griechenland eine Pipeline bis in die Türkei ziehen wolle. Das ist nun besiegelt worden und Griechenland bekommt auf einen Schlag das Geld, was eigentlich erst Jahr für Jahr gezahlt werden sollte. Bei Russland sollte man auch lieber gleich das ganze Bargeld verlangen, denn die Finanzen des Landes sind auch nicht gwrade rosig. Auch nicht erst seit den Sanktionen, aber seitdem ist die Lage noch prekärer geworden. Pleite gehen wird Russland nicht, solange sie Krieg führen kurbelt das die Wirtschaft an, auch wenn es sich irgendwann ins Gegenteil umkehren kann, wenn man den Zustand zu lange anhalten lässt.
Aber Griechenland hat immer noch nicht verstanden, was nun Sache ist. Schuld sind natürlich immer die anderen, vor allem die EU, die ihnen nicht einfach die Schlden erlässt. Ach was, Schulden haben sie ja gar nicht, aber das muss man der EU natürlich erst einmal begreiflich machen. Und so lange wird eben mit denen gespielt. Man macht ein paar Zugeständnisse, streut ihnen Sand in die Augen und am Ende wird doch das gemacht, was man schon die ganze Zeit wollte. Natürlich erst, wenn man das nötige Geld kassiert hat, um wieder flüssig zu sein. Und dann nach mir die Sintflut.

Neben dem ganzen Theater mit Griechenland hat die EU noch Zeit gefunden, sich um andere Probleme zu kümmern. Zweites Lieblingsthema der EU ist Russland. So wurde beschlossen, dass die Sanktionen gegen Russland noch mindestens bis 2016 dauern sollen, wenn nicht sogar darüber hinaus, sollte sich nichts an den russischen „Eroberungsplänen“ ändern. Ich frage mich zwar immer noch, was das bringen soll, denn es ist nichts anderes als ein Kräftemessen – von beiden Seiten.
Vorteil haben weder die EU noch Russland, dafür jede Menge Nachteile. Eigentlich hatte es Russland treffen sollen, aber im Grunde genommen erwachsen den Firmen, die keine Geschäfte mehr mit Russland machen dürfen, weitaus grössere Nachteile. Denn ihre Gewinne gehen zurück, die sie nirgendwo ausgleichen können.
Aber Hauptsache, die Politiker haben ihren Willen bekommen und bieten Putin immer schön eine Angriffsfläche.
Wenn man Russland wirklich treffen will, soll man das anders machen. Putin überall einladen, aber ihn wie Luft behandeln. Das wird ihn vielmehr wurmen als irgendwelche Sanktionen. Genauso hätten sie es auch beim G7-Gipfel in Ellmau machen sollen. Putin wird als Gast eingeladen, aber sprechen will niemand mit ihm, auch lässt sich niemand mit ihm ablichten. Der wäre so sauer gewesen. Aber diese Chance hat man nun verpasst. Aber was nicht ist, kann immer noch werden.

Die erste allein geschriebene Enzyklika von Papst Franziskus wurde am Donnerstag im Vatikan vorgstellt. Sie ist an alle mMenschen guten Willens gerichtet, also nicht nur an Katholiken. Das hat Franziskus so eingeführt, dass er nicht prinzipiell die Katholiken anspricht, sondern eben alle Menschen anzusprechen versucht. Zwar sind auch unter seiner Amtszeit die Katholiken die einzig wahren Christen, aber er betont das nicht so sehr, wie es beispielsweise sein Vorgänger, der emeritierte Papst Benedikt XVI., getan hat.
Und mit diesem päpstlichen Rundschreiben oder Lehrschreiben mit dem Titel „Laudato Si“befasst sich Franziskus mit dem Bewahren der Schöpfung
Das klingt nun so, als würde es um irgendetwas in der Bibel gehen. Das tut es nicht, denn es geht darum, dass wir Menschen verantwortungsvoll mit der Erde umgehen. Natürlich nicht nur mit der Erde, sondern mit allem, was dort auch so kreucht und fleucht. Wir sollen uns auf uns selbst besinnen, aufhören die Erde auszubeuten oder Dinge zu manipulieren, die man nicht verändern sollte.
Interessant an der Enzyklika ist, dass er auch diejenigen angreift, die mit der Bibel argumentieren, aber nur ihren eigenen Vorteil darin sehen, also praktisch die Bibel so auslegen, wie es ihnen gerade passt.
Das Lehrschreiben entspricht dem, was Franziskus seit seinem Amtsantritt anmahnt. Nun hat er es in schriftliche Worte gefasst. Bleibt allein die Frage, ob es mehr als nur ein Echo aufwerfen wird? Einige angesprochene Dinge in dem Rundschreiben sind es wert, darüber nachzudenken, andere Themen sind ein wenig heikel. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass die katholische Kirche immer noch recht konservativ ist.
Dennoch ist es eine Enzyklika, die man nicht einfach in die Ecke stellen und verstauben lassen sollte.

Vor einer Woche bestritt die deutsche Nationalmannschaft sein EM-Qulifikations-Rückspiel gegen Gibraltar. Die erste Halbzeit war höchst mau gewesen, gerade einmal ein Tor hatte die deutsche Mannschaft zustande gebracht, dazu einen Elfmeter verschossen. Beinahe sah es so aus, alks würde Gibraltar über die Deutschen triumphieren, obwohl es keine Profi-Fussballer sind. Elefantendame Mala war am toben, denn so eine Leistung hatte sie nicht erwartet. Aber in der zweiten Halbzeit, als dann die Tore fielen, war sie zufriedengestellt. Die alte Kuh hatte getippt, dass Deutschland gewinnen würde, dass es aber so schwierig wäre, hätte sie nicht gedacht. Das hatte hingegen die Pusteblume vorausgesehen, die laut Jonas getippt hätte, dass Gibraltar sich ein paar Chancen herausarbeiten würde. Letztendlich hatte sie aber auch auf einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft getippt.
Aktuell ist die deutsche Mannschaft zweiter hinter Tabellenführer Polen. Wenn im Oktober das Rückspiel erfolgt, gibt es vielleicht keine zweite Schlacht von Tannenberg 1410 wie noch beim Hinspiel.
Elefantendame Mala kann sich nun endlich erholen, wo die Bundesliga beendet ist und auch keine EM-Qualifikationsspiele mehr anstehen. Natürlich könnte die alte Kuh nun auch die Spiele der U21 oder der Frauen-Nationalmannschaft tippen. Aber dazu hat sie keine Lust. Sie drückt beiden Mannschaften den Rüssel, dass sie gut abschneiden mögen, ist ist aber auch schon alles.
Stattdessen will sie nun der Faulheit frönen, nur unterbrochen von Schlammbädern, Baden, oder fressen. So will sie ihre Tage verbringen. Die fussballfreie Zeit ist auch schnell wieder vorbei.
In zwei Wochen jährt sich zum dritten Mal Malas Abreise.

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Griechenland will alles – nur keine Reformen


Griechenland steht kurz vor der Pleite, wird aber nicht müde sich in einem besseren Licht darzustellen als es der Wahrheit entspricht.
Eine erste Rate wurde pünktlich an die IWF zurückbezahlt. Das Geld, das in diesem Monat in vier Raten zurückbezahlt werden soll, wird erst am Ende des Monats bezahlt werden. Davon wurde die IWF in Kenntnis gesetzt und hat es hingenommen.
Ganz ehrlich, genau das war zu erwarten gewesen, dass Griechenland seine Raten nicht zahlt, sondern seine Gläubiger auf später vertröstet. Wer weiss, ob die Griechen das Geld am Ende des Monats tatsächlich zurückzahlen werden? Es kann sich genauso gut nur um Sand in die Augen streuen handeln. Darum wurde eine erste fällige Rate pünktlich zurückgezahlt. Nur was danach kommt, wird vielleicht bis gar nicht zurückbezahlt werden.
Dazu passt auch, dass Ministerpräsident Tsipras die Forderungen an Griechenland, um weiteres Geld zu bekommen, für überzogen und nicht ausführbar hält.
Irgendwas muss Griechenland tun, um aus der Schuldenkrise zu kommen. Aber wenn man liest, dass Griechenland weiteres Geld bewilligt werden soll, damit es damit die Kredite bedienen kann, frage ich mich, was das eigentlich soll. So wird der Teufel mit dem Beezelbub ausgetrieben. Man kan Griechenland doch kein Geld geben, wenn sie keines haben, um bestehende Kredite zurückzuzahlen. Wenn Otto Normalverbraucher zu einer Bank gehen würde und einen Kredit haben will, muss er Sicherheiten vorlegen. Und wenn eben alle Sicherheiten futsch sind, dann gibt es eben keinen Kredit. Aber Griechenland ist was anderes. Das Fass ohne Boden kann ewig weiter Geld fordern, sich über Gegenleistungen aufregen, die es erbringen soll, und immer weiter knapp an der Staatspleite vorbeischrammen. Wie lange soll das noch gehen? Wenn nicht bald etwas getan wird, wird Griechenland noch in zwanzig Jahren mit Krediten versorgt. Denn jeder neue Kredit wird für die alten Kreditegenutzt, um diese zurückzahlen zu können. Genau so hat man in der DDR am Ende auch gewirtschaftet.
Griechenland sollte seinen Staatsbankrott erklären und fertig. Damit wäre allen geholfen, aber nein, Griechenland bekommt immer neues Geld. Nur wo sieht man, dass sie wirklich etwas dafür tun, dass sie aus der Krise kommen wollen? Bisher fallen Tsipras und Varoufakis nur durch markige Worte auf, nicht durch Taten.
Es wäre am einfachsten, wenn man Griechenland den Geldhahn zudreht, so hart das klingen mag. So werden die Politiker vielleicht endlich verstehen, dass EU und IWF keinen Sand mehr in die Augen streuen können. Vor allem muss man sich fragen, wofür das Geld eigentlich genutzt wird. Kommt es der Bevölkerung, den eigentlich Leidtragenden, zu Gute? Man muss es bezweifeln.

Der G7-Gipfel fängt in Elmau an und sogleich macht Putin wieder von sich Sprechen. Kann er schon nicht am Gipfel teilnehmen, weil mann Russland aus dem Treffen der Grossen rausgeworfen hat, muss er eben anders auf sich aufmerksam machen. So sagt er nun, dass die USA das Feindbild Russlands einheizen würden. Irgendwo wird sicherlich noch ein Feindbild Russlands aus der Zeit des Kalten Krieges existieren. Aber Putin müsste eigentlich mal erkennen, dass er es ist, der das Feindbild in der Welt schürt. Wenn er seine imperialistischen Ambitionen zurückstecken würde, wären er und Russland viel beliebter in der Welt. Aber Erkenntnis ist ein weiter Weg. Die einen finden das Ziel, die anderen irren umher.
Aber man spricht von Russland, das ist die Hauptsache, wenn sie schon nicht mehr zum ehemaligen G8-Gipfel gehören, dann muss es eben anders gehen. Holen wir alte Feindbilder raus und schmücken diese aus. Fertig ist die Laube, wie es so schön heisst.

Elefantendame Mala freut sich über das schöne Wetter, das den Sommer einläutet. Sie hat wieder genug zu tun, findet zwischendurch aber immer noch Zeit, um ein Spiel zu tippen. So ist es dieses Mal das Freundschaftsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA. Mala glaubt an ein Unentschieden, denn bei Freundschaftsspielen würde die deutsche Nationalelf sich nicht so sehr anstrengen und eher versuchen, dass sich die einzelnen Spieler zu einem Team auf dem Spielfeld zusammenraufen.
Auch die Pusteblume sieht für dieses Spiel schwarz und hat sogar auf eine Niederlage getippt. Möglicherweise hat sie eher recht mit ihrem Tipp als die alte Kuh, denn die Pusteblume hatte in letzter Zeit einen Lauf. Manchmal schwächelt sie zwar noch, aber ihre Durststrecke hat sie beendet. Wie sicher sie gewesen sein soll, dass der HSV in der Ersten Liga bleibt. Jede andere Meinung hätte sie gar nicht erst in Betracht gezogen. Und sie hatte am Ende recht, auch wenn kaum einer daran geglaubt haben mag. Selbst Jonas war skeptisch gewesen. Aber der traut seinem Fussballorakel keine zwei Meter weit.
Elefantendame Mala ist ein wenig empört darüber, dass man sich so freut, dass Nang Faa nun über 100 Kilo wiegt. Bei ihr würde man so ein Theater wegen jedes Gramms machen, nur bei Nang Faa kann es ruhig mehr sein. Dabei ignoriert die alte Kuh, dass es sich bei Nang Faa um ein zwei Wochen altes Jungtier handelt und nicht um eine Elefantenkuh von fast 53 Jahren. Aber Mala versteht es immer, von sich reden zu machen. Sie will halt Aufmerksamkeit – und die bekommt sie auch.
In genau einem Monat wird es drei Jahre her sein, dass sie ihr Zuhause verlassen musste.

 

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Der Heilige der FIFA


Die einen halten ihn für einen Messias, vergleichen ihn mit Jesus oder Mutter Theresa. Für die anderen ist er einfach nur ein alter Mann, der den Fussball in Verruf gebracht hat.
Die Rede ist von Joseph S. Blatter, dem seit 1998 amtierenden FIFA-Präsidenten.
Gestern war die Wahl und es astand schon von vornherein fest, dass Blatter noch eine weitere Amtszeit machen würde, auch wenn die UEFA und die Verbände der USA, Kanada oder Neuseeland dagegen waren. Doch sie hatten keine Mehrheit hinter sich stehen. Die hatte Blatter mit den afrikanischen und südamerikanischen Verbänden. Dennoch gab es nach einem Wahlgang kein eindeutiges Ergebnis und Blatter und sein Herausforderer, der jordanische Präsident des dortigen Verbandes, verzichtete. Damit war Blatter gewählt. Unrühmlich zwar, aber das ist dem Schweizer schichtweg egal.
Dafür weht ihm der Wind von allen Seiten entgegen. Die FIFA steht aktuell so schlecht da wie noch nie. Nein, nicht finanziell, da hat sie immer den grossen Reibach gemacht. Die Glaubwürdigkeit der FIFA ist seit der Vergabe der Weltmeisterschaften an Russland und vor allem an Katar angeschlagen. Immer wieder machten Gerüchte die Runde, dass dieseWeltmeisterschaften gekauft seien. Es wurden Ermittlungen getätigt, aber herausgekomen ist nie etwas. Bis vor wenigen Tagen, als einige Funktionäre der FIFA verhaftet wurden.
Blatter sah und sieht sich immer noch als völlig Unbeteiligter, an dem diese ganzen Korruptionen vorbeigegangen sind. Nur wieso wird gerade auf ihn das grosse Loblied gesungen, wenn er doch völlig unbeteiligt die Hände im Schoss liegen hatte und nur mit seiner Gestalt die FIFA in der Welt präsentierte?
Ja, das weiss ich auch nicht. Aber genau hier fängt das Heiligenbild an, dass von Blatter gemacht worden ist Der FIFA-Präsident hat nie etwas mitbekommen, sondern hat sich immer dafür eingesetzt, dass auch Kleinstländer Fussballspielen können. Und gerade von denen wird Blatter wie ein Heiliger verehrt und mit Jesus oder MUtter Theresa verglichen. Ganz ehrlich, die würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie davon hören würden. Ist es nicht auch im weitesten Sinne ein Fall von Blasphemie? Dagegen sollte der Vatikan was sagen, anstatt sich über die Homo-Ehe – irgendwie klingt das Wort blöd – aufzuregen.
Ich frage mich jetzt, warum denn Blatters Herausforderer, der letzte verbliebene von insgesamt dreien, Ali bin al-Hussein, vor dem zweiten Wahlgang verzichtete. War das ein geschickter Schachzug? Wusste er etwas, dass Blatter noch nicht weiss? Denn die grösste Schmach für den FIFA-Präsidenten wäre, wenn trotz seiner Beteuerungen einer weissen Weste, Ermittlungen gegen ihn eingeleitet werden und er auch noch in einem Opel Corsa (wurde gestern andauernd in der heute-show erwähnt) abgeholt wird.
Jedenfalls ist Blatter Drohung, den europäischen Verbänden ein paar Plätze bei der WM wegzunehmen, erst einmal Geschichte. Jetzt spricht er lieber davon, dass das Teilnehmerfeld ab der WM2026 auf 40 Teams erweitert werden soll.
Aber ein paar Spitzen kann er sich dennoch nicht verkneifen und sagte, dass der Prsäident des englischen Verbandes unentschuldigt beim ersten Treffen des Exekutivkomitees gefehlt habe.
Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen, wie es bei der FIFA weitergehen wird. Die weiteren Ermittlungen werden zeigen, wer nun wirklich Dreck am Stecken hat und wer nicht und inwieweit das NEtz der Korruption sich ausgebreitet hat.

Ich bleibe mal beim Fussball, allerdings beschränke ich mich auf die nationale Ebene. Es geht um as Rückspiel in der Relegation Erste Liga gegen Zweite Liga. Im Hinspiel am Donnerstag enttäuschteder HSV mal wieder auf ganzer Linie. Wie so oft in der laufenden Saison sah man einen hilflosen, harmlosen und schwachen HSV. Bereits in der vierten Minute gerieten sie durch ein Tor von Hennings – ehemaliger Hamburger Profi – in Rückstand. Dann geschah 70 Minuten bald nichts mehr. Der HSV zog sich noch mehr zurück, konnte froh sein, dass der KSC nicht noch auf zwei oder sogar drei null erhöhte. Und dann, ganz unverhofft in der 73. Minute, geaschah auf einmal etwas, dass dem HSV wieder Hoffnung geben konnte. Ilicevic erzielte den Ausgleichstreffer. Völlig unverdient, aber irgendwie hoffte man, dass der HSV dieses Tor schiessen würde. Am Ende blieb es bei einem 1:1, das erst einmal den KSC in eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel am Montag brachte. Denn ein Auswärtstor zählt zur Not doppelt. Deshalb muss der HSV am Montag entweder gewinnen oder aber mindestens 2:2 spielen. Bei einer Niederlage oder einem torlosen Unentschieden werden sie den Gang in die zweite Liga antreten müssen. Und das will man irgendwie nicht, auch wenn der Verein es verdient hätte. Allerdings bestraft man damit eher die Fans als diejenigen, die diesen Abstieg versaubeutelt haben.
Ein Sieg muss her. Und gerade immer dann, wenn man den HSV schon abschrieb, riss der sich zusammen und vollbrachte das Unmögliche. Vielleict werden wir auch am Montag wieder Zeugen solch eines Wunders. Der Dino hätte es verdient.
Und das sage ich als Nicht-HSV-Fan und KSC-Sympathisant.
Beim Hinspiel lagen Mala und die Pusteblume beide daneben, weil sie auf einen Sieg des HSV getippt hatten. Mala hatte eigentlich gar nicht erst das Spiel tippen wollen, weil sie überhaupt nicht wusste, wie es ausgehen würde.
Für das Rückspiel sind beide Fussballorakel mal wieder einer Meinung und sagen, dass der HSV gewinnen wird. Dieses Mal sollten sie lieber recht behalten.

Und ejtzt noch ein wunderbarer Schildbürgerstreich aus dem Bundesarbeitsministerium von Andrea Nahles.
Wer kennt sie noch, die Personenumlaufaufzüge, im Volksmund Paternoster genannt? Viele gibt es nicht mehr, meist sind sie in Behörden zu finden oder eben wie hier in München im Polizeipräsidium.
Der nie stillstehende Paternoster ist einfach zu benutzen, man wartet bis eine leere Kabine kommt und steigt in diese ein. In der Etage, wo man hinwill, steigt man wieder aus. Sollte man einmal zu weit fahren, muss man nicht einfach in der Etage darüber aussteigen, sondern kann einfach weiterfahren bis man auf der anderen Seite wieder herauskommt, ohne dass man deshalb auf dem Kopf stehen muss. Denn das ist das Kunststück eines Paternosters, egal wie oft der oben oder unten ankommt, er wechselt nie die Richtung, auch wenn es den Anschein hat. Denn ein Paternoster ist wie ein Karussell, das immer in Bewegung ist. Doch nun droht dem Paternoster, einem Idyll aus früherer Zeit, Gefahr. Denn ab dem 1. Juni darf ein Paternoster nur noch benutzt werden, wenn zuvor eine Einweisung durch den Arbeitgeber erfolgt. Das heisst folglich auch, dass nur Personen damit fahren dürfen, die in diesem Gebäude arbeiten. Wenn ich also zur Finanzbehörde muss, werde ich die Treppe nehmen müssen und darf den Paternoster nicht benutzen.
Was kann da aber auch alles passieren! Man konnte zu früh aussteigen und über die Kante der Etage stolpern oder man steigt zu spät aus und stößt sich den Kopf an der Kante des Paternostertunnels. Nein, ehrlich gesagt weiss ich nicht, was für schwerwiegende Unfälle passieren könnten. Da passieren bei ganz normalen Bonzenhebern – wie man in Hamburg früher die geschlossenen Aufzüge nannte – viel mehr Unfälle. Eingeklemmte Arme sind da noch das harmloseste. Ausserdem sind Paternoster viel weniger störanfällig. Aber all das wurde bei der Neufassung der Betriebssicherheitsverordnung übergangen. Ab Montag dürfen Paternoster also nur noch benutzt werden, wenn man eingewiesen wurde und in dem betreffenden Gebäude arbeitet. Welch ein Blödsinn!
Da ist selbst Bahnfahren noch viel gefährlicher. Da kann man über die Ein- und Austeigestufen stolpern. Oder man bekommt die Zwischentür nicht auf. Da muss man auch erst eingewiesen werden. Also, wo ist das nötige Gesetz dazu?

 

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HSV – Abstieg in die Bedeutungslosigkeit?


Das gefällt der GDL nun gar nicht. Da haben sie sich breitschlagen lassen, um mit der Bahn zu verhandeln und dann beschliesst der Bundestag doch einfach das Tarifeinheitsgesetz. Das heisst, dass nicht mehr jede Gewerkschaft zu einem Streik aufrufen kann, wenn es unzufrieden ist in einem Betrieb und die Mitglieder mehr Geld erhalten sollen. Nur noch die Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern des Betriebes hat was zu sagen und kann für aklle anderen Gewerkschaften mitverhandeln. Das bedeutet, dass die GDL nun nicht mehr einfach zum nächsten Streik aufrufen kann und uns verärgert, weil kaum noch ein Zug fährt.
Denn die GDL macht grosses Theater, aber in Wirklichkeit ist diese Gewerkschaft gar nicht die grösste bei der Deutschen Bahn. Wer hätte das gedacht? Na gut, es heisst auch immer, viel Lärm um nichts und die Kleinsten sind immer die Lautesten. Das scheint bei der GDL wohl auch zuzutreffen.
Aber es wird deutlich, dass sie dieses Tarifeinheitsgesetz gefürchtet haben, warum sonst zwei Streiks kurz hintereinander? Der angeblich längste Streik aller Zeiten wurde recht schnell nach drei Tagen abgebrochen. Man könnte fast sagen, dass die GDL eingeknickt ist, denn erst grossspurig etwas verkünden und das dann nicht durchhalten. Bis Mitte Juni herrscht nun die Friedenspflicht und es wird nicht gestreikt. Aber danach kann bis zum 30. Juni durchaus gestreikt werden, wenn die Bahn nur auf Zeit spielt und kein vernünftiges Angebot macht. Denn genau das hat die GDL immer gesagt, die Bahn würde die Verhandlungen verschleppen, weil sie aufs Tarifeinheitsgesetz warte.
Indirekt ist es schon eine Ungerechtigkeit, weil es das Streikrecht beschneidet. Denn nun kann nicht mehr jede Gewerkschaft streiken, wenn sie es will, sondern muss sich an die grösste Gewerkschaft des Betriebes halten. Es soll nun nicht mehr jeder sein eigenes Süppchen kochen. Auch wieder richtig, denn was soll das denn, wenn die einen zufrieden sind, sich aber die anderen übervorteilt fühlen? Da fangen die einen zu streiken an, bekommen ihr Prozente. Das führt zum Zornesausbruch der anderen, die nun auch ihr recht haben wollen.
Das kann ewig so weitergehen bis auch die letzte GEwerkschaft für ihre Mitglieder ihr Recht bekommen hat. Ob das gut für den jeweiligen Betrieb ist, interessiert dabei nicht.
Und um genau das zu verhindern, wurde nun das Tarifeinheitsgesetz beschlossen.
Das Gespenst, dass der GDL nun im Nacken sitzt und das sie und andere kleinere Gewerkschaften nicht akzeptieren wollen. Es heisst schon, dass gegen das GEsetz geklagt werden soll. Ist ihr gutes Recht. Und ich bin wirklich gespannt, was am Ende das Gericht entscheiden wird.
Denn es gibt auch Nachteile. Beispielsweise kann ein Betrieb diejenigen Mitarbeiter hofieren, die in der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern des BEtriebes sind. Alle anderen müssen sehen wo sie bleiben. Und sie können keine Verhandlungen führen, weil sie nun mal eine kleinere Gewerkschaft sind. Nachteile gibt es immer.
Und genau deshalb hat die GDL den Druck auf die Bahn in den letzten Wochen erhöht. Sie wollen eine Entscheidung, bevor das Tarifeinheitsgesetz kommt. Ob sie zufrieden sein werden? Das wird man sehen.

Heute ist mal wieder der Tag, wo sich Europa zum grossen Singen trifft. Zum grossen Jubiläum ist dieses Mal auch ein Land vertreten, das mit Europa nicht viel zu tun hat. Nun gut, es gehört zum Commonwealth, also zu Grossbritannien, aber das ist auch schon die einzige Verbindung. Von welchem Land ich spreche? Na, von Australien, die sehr grosse Fans des alljährig stattfindenen Eurovision Song Contest sind. Kaum zu glauben, aber die Australier finden das toll. Und weil sie so treue Fans sind, dürfen sie dieses Jahr auch mitmachen. Das Lied soll angeblich nicht ausser Konkurrenz laufen, aber falls das australische Lied gewinnen sollte, wird der Wettbewerb im nächsten Jahr nicht in Australien stattfinden. Ist nun einmal nicht Europa.
Als Favoriten werden Schweden oder Russland genannt. Wie oft hat Schweden in den letzten Jahren jetzt gewonnen? Wissen die, wie man einfach einen Siegertitel schreibt oder ist es einfach nur Glück?
Wie wird das eigentlich aussehen, wenn Russland gewinnen sollte. Ausser den Verbündeten wird niemand mitmachen oder wie sieht das aus? Denn der Ukraine-Konflikt wird dann immer noch nicht beigelegt sein. Dürfte lustig werden. Russland macht den offiziellen ESC und im restlichen Europa findet dann eine Gegenveranstaltung statt, weil man mit Russland und vor allem Putin nichts zu tun haben will.
Aber wer sagt, dass Russland gewinnen wird? Genauso wird Ann-Sophie nicht gewinnen. Das Lied erinnert zwar in entfernter Weise an den Siegertitel von Lena Meyer-Landruth, aber ansonsten ist es nichts Besonderes. Mittelfeld, wenn nicht sogar darunter. Da sehe ich persönlich Deutschlands Platzierung.
Die Finnen, auch als Favoriten gehandelt, haben es leider nicht ins Finale geschafft. Dafür ist Belgien drin, die sollen auch nicht schlecht sein, habe ich mir sagen lassen. Aber ansehen tue ich es mir nicht. Da lese ich lieber ein Buch. Das ist besser.

So, komme ich endlich zu dem Thema, dass ich als Überschrift gewählt habe.
Der HSV steht heute vor seinem letzten grossen Spiel in dieser Saison. Sie müssen gewinnen, um noch den Hauch einer Chance zu haben, um in der Ersten Liga zu bleiben. Natürlich müssen auch alle anderen Mannschaften vor ihnen so spielen, dass der HSV drinbleibt. Das bedeutet, dass Freiburg gegen Hannover gewinnen sollte und Stuttgart Unentschieden spielt. Dann wäre der HSV ohne in die Relegation zu müssen gerettet. Aber in dem Spiel Freiburg gegen Hannover muss es einen Sieger geben, sonst ist praktisch alles vorbei, falls Suttgart mindestens einen Punkt in Paderborn holt.
Der HSV hat es letztewoche selbst versaut, als sie gegen Stuttgart verloren. Mindestens ein Unentschieden hätte ihnen besser getan. Aber wenn man nicht zum Torabschluss kommt…
Der HSV ist schon seit JAhren das Sorgenkind der Bundesliga. Stolz darauf noch nie abgestiegen zu sein, haben sie in letzter Zeit eigentlich nur in den Nachrichten gestanden, weil sie mal wieder einen Trainer entlassen haben. Damit könnte der HSV tatsächlich den Hauptgewinn erzielen.
Liegt es etwa daran, dass die Trainer nichts getaugt haben oder sie einfach nicht mit den Spielern zurechtgekommen sind? Man weiss es einfach nicht. Aber wahrscheinlich dürfte es eher daran liegen, dass die Spieler sich untereinander nicht grün sind. Wie kann es sonst sein, dass sich mannschaftskollegen in der Halbzeitpause prügeln? Das demoralisiert auch die anderen. Animositäten sollte man ausserhalb des Spielfeldes klären und zwar besser mit Worten als mit den Fäusten. Aber im Abstiegskampf liegen die NErven blank, heisst es immer. Wieso ist dann aber eine Mannschaft wie Paderborn ganz anders eingestellt? Die kämpfen bis zum Abpfiff. Mögen vielleicht dennoch verlieren, aber sie geben nicht auf. Und genau das hat der HSV in dieser Saison oft getan.
In der vergangenen Saison stand es schon auf MEssers Schneide und der HSV kam nur durch Glück in die Relegation, die sie ebenfalls durch ein glückliches Unentschieden gewannen.
Aber nun stehen sie mit dem Rücken zur Wand. Sie müssen gewinnen und ebenfalls darauf hoffen, dass die anderen Vereine vor ihnen so spielen, dass sie doch noch in der Liga bleiben. Ansonsten heisst es Abstieg und der Bundesliga-Dino war einmal.
Vor allem steht zu befürchten, dass der HSV bei einem Abstieg nicht wieder auf die Beine kommen wird. Praktisch die gesamte Mannschaft wird den Verein bei einem Absiteg verlassen. Bei einigen kann man darauf auch nur hoffen, weil sie viel Geld gekostet haben und nie wirklich etwas brachten. Zudem steht es finanziell auch nicht zum besten. BEi einem Abstieg bedeutet das noch einmal, dass es weniger Geld gibt.
Auch mit weniger Geld kann man arbeiten und auch eine gute Mannschaft zusammenkriegen. Nur daran hapert es beim HSV. In den letzten Jahren haben sie wahllos Leute eingekauft, die zwar in ihren vorherigen VEreinen Leistung brachtenund Tore erzielten, nur beim HSV waren sie dann ein Fehleinkauf. Das ist doch seltsam, denn das ist nicht nur einmal vorgekommen, sondern mehrfach.
Der HSV muss heute kämpfen und hoffen, dass sie Schützenhilfe bekommen. Wenn nicht, dann ist der Abstieg in die Zweite Liga nicht mehr aufzuhalten.
Die Pusteblume hat vorhergesagt, dass der HSV gegen Schalke gewinnen wird. Aber ob der HSV auch die Klasse halten wird, dazu wollte sie nichts sagen.
Falls sie absteigen, könnten sie in der nächsten Saison zwei Spiele gegen einen Gegner haben, dem sie schon lange nicht mehr begegnet sind. Die Anfahrt wäre sogar mit dem Fahrrad machbar. Aber dazu muss der FC St. Pauli auch erst einmal die Klasse halten. Und ob sie das schaffen, ist fraglich. Sie stehen relativ gut, aber gerettet sind sie nicht. Immer noch können sie absteigen. Sie müssen gegen Darmstadt gewinnen, um ganz sicher zu sein, in der Zweiten Liga zu verbleiben. Aber immer wenn es wichtig wurde, verlor St. Pauli. ISt immer so gewesen.
Deshalb glaubt hier die Pusteblume auch nicht, dass St. Pauli gegen Darmstadt gewinnen wird. Vor allem will Darmstadt noch aufsteigen. Also wollen sie drei Punkte.
Und während die Pusteblume an eine Niederlage glaubt, ist Elefantendame Mala mehr von einem Unentschieden überzeugt. Das hilft ihnen zwar auch nicht viel weiter, aber damit haben sie noch eine reele Chance, die Klasse zu halten.
Noch nie war der letzte Spieltag spannender. Der deutsche Meister steht seit längerem fest, aber wer absteigen wird, das wird sich erst mit dem Abpfiff entscheiden.
Elefantendame Mala ist froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist. Zuviel hat sie mit ihrem Lieblingsverein gezittert und sich über ihn aufgeregt. Deshalb sehnt sie die Ruhe herbei.
Doch leider ist ihr das nicht vergönnt. Denn vor wenigen Tagen hat eine der Hannoveranerinnen ein Jungtier zur Welt gebracht. Es ist ein Mädchen und quietschfidel.
Ich war nur etwas überrascht, dass es schon das dritte Kind für Farina sein soll. Dabei ist die doch gerade einmal elf Jahre alt. Wenn man da nach hamburg sieht. Da bekommt Kandy nun mit 12 ihr erstes Jungtier. Das ist ein ordentliches Alter, meiner Meinung nach. Vor allem achtet man in Hamburg auch auf eine Erholung der Mutter und schickt sie nicht gleich danach wieder zum Bullen. In Hannover geht das immer Schlag auf Schlag. Furchtbar, wie ich finde. Ein Elefant ist doch keine Reproduktionsfabrik.

 

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Scheuklappen auf türkische Art


Gestern jährte sich zum hundersten Mal der Beginn eines Ereignisses, von dem die Türkei immer noch sagt, dass es so nicht stattgefunden habe: Der Völkermord an den Armeniern.
Wie kann ein Land, das der Nachfolgestaat des Landes ist, diesen Völkermord noch immer so vehement bestreiten, obwohl es eine Tatsache ist. Das ist doch praktisch so, als würde Deutschland behaupten, den Holocaust hätte es nie gegeben, sondern die Juden wären an einer Art Pest gestorben, die praktisch nur sie getroffen habe. Deshalb hätten sie auch in spezielle Einrichtungen gebracht werden müssen, damit diese Krankheit nicht noch die übrige Bevölkerung befällt.
Wenn das oder etwas ähnliches die Bundesregierung sagen würde, dann wäre der Aufschrei in der Welt und vor allem in Israel gross. Aber die Türkei kann anscheinend immer noch mit Scheuklappen durch die Welt laufen und sich aufregen, wenn man von einem Völkermord an den Armeniern spricht.
Neueste Unperson in der Türkei ist Bundespräsident Joachim Gauck, der am Donnerstagabend das Massaker an den Armeniern als Völkermörd bezeichnete. Kurz schilderte er auch, wie die armenische Minderheit im osmanischen Reich ihren Tod fand.
Am nächsten Tag reagierte das türkische Aussenministerium in Ankara sofort auf diese „bodenlose Unverschämtheit“ und sagte, dass das türkische Volk diese Aussagen Gauck nicht verzeihen würde. Zudem regten sich auch ein paar Zeitungen dermassen über die Rede auf, dass man sich fragen musste, ob Gauck nicht von ganz etwas anderem gesprochen hätte. Wenn man dann aber sah, welche Zeitungen Gaucks Rede kritisierten, konnte man nur abwinken. Denn diese Zeitungen stehen der türkischen Regierung sehr nah. Ich will nicht sagen, dass Erdogan denen auch die Artikel einflüstert, aber sie schlagen auf alle Fälle in dieselbe Kerbe.
Wie lange will die Türkei eigentlich noch mit ihrer Scheuklappentaktik weitermachen?Eigentlich sollte man eher von einer Ignoranz sprechen, denn genau das ist es. Es ist nicht zu leugnen, was damals passiert ist. Die Armenier wurden, wenn sie nicht zuvor schon erschossen worden waren, in der syrischen Wüste ausgesetzt – ohne Essen und Trinken. Und wenn sie nicht während diesem Gewaltmarsch durch die Wüste starben, wurden sie erschossen oder geköpft. Kinder trugen die Köpfe ihrer Eltern in den Händen.
Solche Bilder muss man sich mal vorstellen. Alles, was ihnen blieb, war ein Kopf, der in der Hitze allzu schnell zu verwesen begann. Der Gestank muss unerträglich gewesen sein.
Und das alles ist also nicht passiert? Die Armenier sind alle freiwillig in die Wüste gegangen? Natürlich, sie wollten wie Moses durch die Wüste ziehen.
So langsam muss die Türkei doch erkennen, dass sie mit dem Rücken zur Wand steht. Die Bundesregierung spricht inzwischen auch von Völkermord. Und nicht nur in Deutschland wird dieser BEgriff verwendet. Vielleicht nicht in Russland, aber Putin versucht schliesslich auch Geschäftsbeziehungen zur Türkei zu knüpfen. Allerdings habe ich davon jetzt seit längerem nichts gehört.
Aber die Aussagen von Gauck belasten nun die Beziehungen zur Türkei. War zu erwarten gewesen, aber manchmal muss man auch mal das aussprechen, was der andere nicht hören will. Es steht eine diplomatische Krise bevor bzw. ist sie bereits eingetreten. Zurücknehmen sollte Gauck seine Worte nicht, auch nicht abmildern. Die Türkei muss endlich lernen sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Deutschland hat das auch getan und tut es immer noch. Wobei, beim Völkermord an den Armeniern muss auch Deutschland noch ein wenig aufholen, denn die kaiserlichen Soldaten haben auch dort mitgemischt. Das darf auch nicht vergessen werden.

Die Zustände bei meinem Lieblingsdiscounter (ein Scherz) Penny werden auch immer schlimmer (leider wahr). Ich bin ja nun nicht so klein, dass ich an die Waren im Kühlregal, also Joghurt und sonstiges nicht komme. Allerdings wird das nun dort so gestapelt, dass Personen, die kleiner gewachsen sind als ich, nicht an die Produkte kommen. Da diese auch noch in Kartons eingepackt sind, werden die Kartons zerrissen. Wer Pech hat, dem fallen die Produkte entgegen und es gibt eine Schweinerei.
Aber das ist noch nicht alles, denn die Mitarbeiterinnen kommen beim einräumen der Produkte selbst nicht ganz nach oben. Um nun die Höhe auszugleichen, steigen sie mit ihren dreckigen Schuhen auf die unterste Kante des Kühlregals. Das ist so was von unhygnisch, denn ich will gar nicht wissen, wo die mit ihren Schuhen überall reingetreten sind bzw. wie sauber der Boden im Discounter eigentlich ist, wo eine Masse an Leuten den Tag lang durchläuft und das auffüllen der Regale während der Öffnungszeiten, auch abends, stattfindet.Einen Hilfstritt, ein so genannter Elefantenfuss, sucht man vergebens. Angeblich wäre diese Order, die Regale aufzufüllen bis der Kunde nicht mehr drankommt, von der Hauptzentrale gekommen. So langsam weiss ich nun, warum die Produkte, die ich bei Penny kaufe, trotz längerem Haltbarkeitsdatum schon nach mehreren Tagen für dieTonne sind. Ja, ich kaufe da kaum noch gekühlte Produkte, weil die bei mir trotz Haltbarkeitsdatum schon nicht mehr zum Verzehr geeignet sind. Geht man dann zu Penny und beschwert sich, heisst es, man solle mal seinen Kühlschrank überprüfen, ob der kaputt sei. Wieso passiert mir das denn immer mit Produkten von Penny und beispielsweise nicht von anderen Supermärkten? Ja, die Frage kann ich leider nicht beantworten.
Auf jeden Fall gehe ich nicht mehr zu Penny, solange diese unhaltbaren Zustände sich dort nicht gebessert haben. Kann doch nicht sein, das Kunden nicht an die Produkte kommen und Mitarbeiter auf die Kante mit ihren Schuhen steigen, weil sie die Produkte anders nicht dort hinbekommen. Bei Kaufland war das früher auch so, aber da hat sich das gebessert.

Seit zweieinhalb Jahren lebt Elefantendame Mala nun in Belgien. Sie hat sich damit arrangiert nicht mehr in ihrem Zuhause zu sein, aber immer noch plagte und plagt sie das Heimweh. Weiterhin hofft sie, dass sie doch irgendwann wieder nach Hause käme. Malas fröhlich leuchtende Augen haben ihren Glanz verloren. Sie wirkt fröhlich, aber ihre Augen sagen etwas anderes.
Anfang der Woche ging es der alten Kuh gar nicht gut, dass sogar die tägliche Fütterung durch die Besucher ausfallen musste. Mala ist mit ihren 52 Jahren nicht mehr die Jüngste, aber bisher hatte sie nie grosse Wehwehchen, dass man sich gross um sie kümmern musste. Da soll es laut Jonas Shandra viel schlechter gehen. Manchmal mache diese einen wirklich schlechten Eindruck, aber momentan sei sie wieder ganz auf der Höhe und frech wie immer. Auch ein Elefant kann schlechte Tage haben, nur wenn es Europas klügsten Elefanten betrifft, wird man hellhörig.
Dennoch hat Mala es geschafft, das nächste Spiel des FC St. Pauli zu tippen. Es geht gegen Heidenheim, die weitaus besser stehen als St. Pauli. Und so tippt sie denn auch auf eine Niederlage des FC St. Pauli. Im Abstiegskampf ist das natürlich das absolut schlimmste, was passieren kann. Aber Mala sieht eben schwarz.
Die Pusteblume geht übrigens von etwas ganz anderem aus. Sie ist für einen Sieg des FC St. Pauli. Die letzten beiden Spiele hat sie richtig getippt, aber wird sie auch zum dritten Mal recht haben? Seitdem Jonas eine neue Fragetechnik benutzt, hat sich die Quote der Pusteblume stark verbessert.
Der HSV muss heute gegen Augsburg gewinnen, ansonsten steht der Weg in die Zweitklassigkeit fest. Und wenn sie erst einmal in der zweiten Liga sind, werden sie da nicht so schnell wieder hinauskommen. Dann war es das mit dem Bundesliga-Dino. Wirklich vermissen werde ich den HSV nicht. Aber kann man sich solche Vereine wie Ingolstadt oder Darmstadt in der Ersten Liga vorstellen? Wobei Darmstadt immer noch zittern muss. Haben gerade den Relegationsplatz an den KSC verloren. Man wird sehen, wie sich der HSV heute schlagen wird. Ich bin ja immer noch dafür, dass Hannover absteigt. Ich mag den Verein einfach nicht.

 

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Ausverkauf in Griechenland


Griechenland ist immer auf der Suche nach Geld, um eine drohende Staatspleite abzuwenden. Nachdem sie mit den Reparationen, die Deutschland in Milliardenhöhe an sie zahlen soll, nicht weiterkommen, hat man sich was Neues ausgedacht.
Wie ich bereits letzte Woche erwähnte, war Griechenlands Ministerpräsident Tsipras in Russland. Dort versuchte er Geldgeber für sein marodes Land zu finden. Russische Investoren sollen in griechische Firmen einsteigen und das Gasvorkommen vor der Küste Griechenlands ausbeuten. Auch der neueste Coup hat mit Gas zu tun, allerdings nicht mit eigenem. Es geht um eine Gaspipeline aus Russland, die über griechisches Territorium ins übrige Europa führen soll. Da der Ukraine seit Jahren immer wieder das Gas abgedreht wird wegen irgendwelcher nicht bezahlten Rechnungen und dadurch der Gasdruck sinkt, will Russland nun einen anderen Weg, um Europa zu versorgen. Das Projekt kommt Griechenland natürlich sehr gelegen und will sich das Vorhaben vergolden lassen. So sollen angeblich bis zu fünf Milliarden Euro an Griechenland gezahlt werden, damit die Pipeline auf griechischem Territorium gebaut werden kann. Ja, richtig gelesen, Griechenland bekommt das Geld als Vorauszahlung, erst danach wird die bereits vorhandene Pipeline verlängert werden. Sozusagen bekommt Griechenland die Transitgebühren der nächsten Jahre schon mal im Voraus bezahlt. Mag schön und gut sein, aber dann ist das Geld für die Jahre weg. Dann wird sich ein weiteres Loch auftun, dass auch wieder gestopft werden muss. Ein Teufelskreis, der nie enden wird. Ausser Griechenland erklärt endlich seinen Stattsbankrott.
Ob das Pipeline-Projekt wirklich in trockenen Tüchern steht, ist nicht bekannt. Vor allem frage ich mich, wo Russland fünf Millionen Euro hernehmen will. Die Wirtschaft sieht dort nicht gerade rosig aus, der Rubel befindet sich in einem steten Verfall. Die EU-Sanktionen greifen, auch wenn Russland Präsident Wladimir Putin davon nichts sehen will und von „blühenden Landschaften“ berichtet. Will sagen, er redet sich die Krise schön. Russland hätte genug Geld. Ja, haben sie auch, wenn man Putins persönliches Vermögen nimmt. Vielleicht zahlt er die Milliarden aus seiner Privatschatuelle. Dann kann er auch gleich zeigen, wie vermögend Russland noch ist. Denn selbst mit Erdgas macht Russland kaum noch Geschäfte. Seit der Ölpreis am Boden ist, wirft das Gasgeschäft auch nicht mehr das grosse Geld ab.
Aber mit Griechenland und Russland haben sich zwei Länder zusammengetan, die momentan nicht besser zusammenpassen könnten. Beide Länder sind gerade nicht wirklich hochangesehen in der EU. Russland wegen seiner Ukraine-Politik und Griechenland, weil es immer Geld fordert, mal was pünktlich zurückzahlt, aber immer kurz vor der Staatspleite steht.
Interessant ist ja, dass Russland angeblich nicht nur Geld im Überfluss habe, sondern auch kein neues Gross-Russland anstrebe. Was sollen wir davon Putin nun wirklich glauben?
Übrigens will Griechenland auch seine Häfen verscherbeln. Für Russland ist, wie letzte Woche berichtet, Thessaloniki vorgesehen, während China Piräus erhalten soll. Ausserdem soll auch China in die griechische Eisenbahn einsteigen. Griechenland sollte aufpassen, dass sie am Ende nicht noch ihre Seele verkaufen, nur um an Geld zu kommen. Zehn Milliarden Euro soll Griechenland angeblich aus China für die Nutzung des Hafens in Piräus bekommen. So schön das alles klingt, aber Griechenland hat mit dem Ausverkauf seiner Güter begonnen. Was am Ende dabei herauskommt? Noch ist es nicht absehbar, aber klar ist, dass das nicht die Lösung sein kann.

Nachdem die GDL uns Ende vergangenen Jahres mit ihren Streiks in Atem hielt, herrschte seit Januar Ruhe. Doch zu früh gefreut, denn nun soll ab nächste Woche wieder gestreikt werden. Wer hätte denn auch gedacht, dass die GDL sich mit dem Angebot der Bahn zufriedengibt? Ja, Wunder mag es geben, aber eben nicht bei der GDL. Und so müssen wir uns wieder darauf einstellen, dass die S-Bahnen und Züge ausfallen oder wenn sie denn fahren, total überfüllt sind.
Hat man Verständnis mit der GDL? Nein, wirklich nicht mehr. Und je öfters es passiert und man selbst betroffen ist, ist das Verständnis irgendwann aufgebraucht. Aber total!
Aber das Wetter ist schön, dann werde ich eben mit dem Fahrrad nzur Arbeit fahren. Wäre es Winter, würde es mir weit weniger gefallen, aber so ist es kein Problem. Allerdings muss ich mich dann jeden Morgen auf die Suche nach einem Fahrradstellplatz machen, denn die sind immer heiss begehrt im Verlag.

Die Spargelsaison hat begonnen und Elefantendame Mala hofft, dass sie von diesen geschmacklosen Wasserstangen keine angeboten bekommt. Die würde sie allesamt entweder ihrer Genossin old Rani überlassen oder den Hannoveranern schenken. Da old Rani aber näher liege, würde sie dieser die Wasserstangen geben. Was die dann damit macht, sei ihr völlig egal. Aber Mala hat noch keinen Spargel bekommen und hofft auch, dass es dabei bleibt. Ihr sind Möhren, Äpfel, süsse Birnen und Bananen viel lieber. Nicht zu vergessen ein Sieg ihres Lieblingsvereins, des FC St. Pauli. So freut sich die alte Kuh wie eine Schneekönigin, dass ihr Lieblingsverein wieder ein Spiel gewonnen hat. Lange sah es gestern gegen Nürnberg nach einem Unentschieden aus. Gerade mal zwei Chancen konnte sich St. Pauli erspielen, aber eine davon wurde zu einem Tor und bedeutete, dass St. Pauli drei Punkte sicher hatte.
Nun müssen nur noch die anderen Vereine hinter und vor St. Pauli in der Tabelle Punkte lassen und schon ist der Verein zwar nicht gerettet, aber ein Stück weit mehr näher dran beim Nichtabstieg. Aber solange St. Pauli auf dem Relegationsplatz steht, muss man weiterhin fürchten, dass sie doch noch in die Dritte Liga absteigen werden.
Aber es besteht Hoffnung, dass sie den direkten Verbleib in Liga zwei schaffen.
Elefantendame Mala jedenfalls glaubt fest daran.
Sie hatte gestern auch auf einen Sieg getippt und war schon ganz enttäuscht, dass sie danebenliegen würde, weil es nach einem Unentschieden aussah. Dann kam das Last-Minute-Tor und sie freute sich.
Genauso gefreut hat sich auch Jonas, denn die Pusteblume hat das Spiel ebenfalls richtig getippt. Das ist besonders erwähnenswert, ist es doch schon das zweite Spiel in Folge, wo sie richtig getippt hat. Seitdem Jonas sie nur noch fragt, wenn keine Konkurrenz bei ihr ist, hat sie bisher immer recht gehabt. So langsam scheint sich die Pusteblume wirklich zu machen.
Und was wird nun aus dem HSV? Tja, der hat seinen vierten Trainer in dieser Saison verpflichtet: Bruno Labbadia. Bereits vor fünf Jahren war Labbadia Trainer des HSV. Anfangs konnte er Erfolge vorweisen, später wurden die Erfolge mauer. Dennoch hat Labbadia immer noch den besten Punktedurchschnitt eines HSV-Trainers seit seinem ersten Amtsantritt.
Morgen wird sich entscheiden, ob Labbadia diesen zusammengekauften Haufen, der sich Mannschaft nennen soll, zu einer Einheit geformt hat, die auch wissen, dass der Ball ins gegnerische Tor muss. Denn Tore und Punkte müssen her, damit der HSV nicht zum allerersten Mal in seiner Geschichte aus der Ersten Bundesliga absteigen wird.
Dazu muss man auch einen Blick auf die direkten Konkurrenten des HSV werfen. Theoretisch könnte der HSV morgen den Relegationsplatz erreichen, wenn sie erstens gegen Werder Bremen im Nordderby gewinnen werden und zweitens Paderborn und Stuttgart verlieren. Und genauso muss es in den nächsten Wochen auch sein. Der HSV holt Punkt um Punkt und direkte Konkurrenten wie Paderborn, Stuttgart, Hannover oder Freiburg verlieren. Insgeheim hoffe ich, dass Freiburg und Stuttgart es noch schaffen werden. Paderborn hatte ein schönes Jahr in der Bundesliga, starteten gut und fielen dann immer weiter ab, weil ihnen der lange Atem fehlte. Und Hannover? Ist nicht schade, wenn der Verein absteigt, ich persönlich mochte den Verein nie, aber das tut hier nichts zur Sache.

 

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Griechenland zahlt und schleimt


Was tut man, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht und nicht mehr weiss, wo man nun sein Geld herbekommen? Ganz recht, man sucht sich Geldgeber. Möglichst solche, die nicht viele Fragen stellen und ihre Geldbörse öffnen.
Ich rede von Griechenland und Russland, wo sich vor einigen Tagen der griechische Ministerpräsident Tsipras und der russische Präsident Putin getroffen haben. – Ja, Putin ist wieder da, aber schon seit längerem. Wenn man ihn so sieht, verkommt sein Gesicht zu einer roboterhaften Maske.
Und was will Tsipras von Putin? Natürlich Geld – was denn sonst? Gerade musste ein Kredit fristgerecht an die IWF zurückgezahlt werden. Das Geld ist angekommen, aber nun muss man sich fragen, wo Griechenland das Geld wieder abgezeigt hat. Wo haben sie noch Geld liegen, dass sie eben mal so nehmen können? Ich habe keine Ahnung, bin aber davon überzeugt, dass es irgendwo immer etwas gibt. Denn wie heisst es so schön: Geld hat man zu haben – egal aus welcher Quelle.
Tsipras hätte es gern, dass Russland sich an verschiedenen Unternehmen beteiligt. So sollen russische Firmen an der griechischen Eisenbahn interessiert sein, aber auch am umsatzstärksten Hafen Griechenlands – Thessaloniki. Russland selbst kann sich eigentlich nicht beteiligen, schliesslich hat das Land auch kaum Geld. Vor kurzem wurde verkündet, dass die Bauten für die WM 2018 in Russland drastisch zurückgefahren werden müssen. Einiges wird gar nicht erst gebaut, anderes nur so, dass es was gibt. Mindestanforderungen werden erfüllt, alles darüber hinaus ist nicht mehr möglich. Da fragt man sich wirklich, was das für eine WM werden wird? Wird da überhaupt jemand hinfahren? Wer weiss, was bis dahin noch alles auf der Krim und sonstwo passieren wird.
Griechenland besitzt sogar ein Gasvorkommen. Anstatt aber selbst damit den grossen Reibach zu machen – zugegeben, momentan gibt es dafür nicht viel -, wollen sie das lieber Russland machen lassen und lieber hohe Summen für die Ausbeutung der Gasvorkommen verlangen. In gewisserweise auch schlau, denn der Festpreis kann höher sein als das Gas am Ende tatsächlich wert ist.
Ob das nun momentan was wird, dürfte allerdings fraglich sein, schliesslich gibt es die ganzen Sanktionen gegen Russland, die weder zulassen, dass russische Firmen irgendwo einsteigen dürfen, noch das die EU-Staaten Geschäfte mit Russland machen können.
Aber selbst der deutsche Wirtschaftsminister Gabriel redet schon wieder davon, dass man wieder Geschäfte mit Russland machen sollte. Natürlich, die deutschen Firmen haben Einbussen zu vermelden, da der russische Sektor komplett wegfällt, aber daran ist bisher noch niemand Pleite gegangen. Russland selbst hat mit erheblichen Wirtschaftsproblemen zu kämpfen. Der Rubel fällt unaufhörlich.
Wenn mans ich den Besuch von Tsipras in Russland ansieht, dann war das wirklich ein Versuch, um von Russland Geld zu bekommen. So redete Tsipras auch über das Importverbot von EU-Lebensmitteln, das die griechischen Bauern besonders hart getroffen habe. Da scheint sich eventuell eine Lösung anzubahnen und Tsipras gibt sich zuversichtlich, dass griechische Waren bald wieder nach Russland exportiert werden dürfen. Das bringt Geld und das freut die Griechen.
In einem Punkt hat Taipras sogar recht, wenn er sagt, dass die EU-Sanktionen gegen Russland nichts bringen. Frieden in der Ukraine würde es durch Sanktionen nicht geben, das sage ich auch seit langem. Diese Sanktionen sind vielmehr der hilflose Versuch, Russland klarzumachen, dass sie ihren Weg so nicht weitergehen können. Bloss wen in Russland interessiert das? Putin sowieso nicht. Der hat immer schon gemacht, was er wollte.
Tsipras schleimt sich ein wenig bei Putin ein, damit wieder griechische Lebensmittel importiert werden. Das mit den Firmenbeteiligungen ist schln geplant, aber momentan wegen der Sanktionen gar nicht möglich. Auch ein Grund, warum Tsipras sich gegen die EU-Sanktionen aussprach. Man muss immer alle Seiten einer Medaille betrachten, wie es so schön heisst.

Einen historischen Handschlag hat es heute Morgen europäischer Zeit in Panama zum Auftakt des Amerika Gipfels gegeben. US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro haben sich zur Begrüssung die Hand gereicht. Was wie ein völlig normales Begrüssungsritual erscheint, ist ein grosser Meilenstein in der Geschichte Kubas und den USA.
Schon seit längerem deutete sich eine Annäherung der beiden Länder an, nachdem zwischen ihnen jahrzehntelange Feindschaft herrschte. Seit Fidel Castro nicht mehr an der Macht ist, sondern sein Bruder, nähert sich Kuba langsam dem Westen an. Hätte es so etwas nicht auch unter Fidel geben können? Nein, eher nicht. Da hat Fidel jahrzehntelang gegen die USA gewettert und auf einmal ist er auf Versöhnung bemüht. Das hätte sehr komisch gewirkt und vor allem wäre Castro nicht mehr glaubhaft gewesen. Es musste erst zu einem Machtwechsel kommen, um diesen Schritt zur Aussöhnung einzuleiten.
Wie lange nun aber die Sanktionen gegen Kuba noch aufrecht erhalten werden, ist fraglich. Zwar wurden sie Mitte Januar gelockert, aber bis auf weiteres werden sie nicht aufgehoben werden. Denn es gibt noch eineDifferenze zwischen beiden Ländern, die erst einmal bereinigt werden müssen. Seien es die Menschenrechtsverletzungen in Kuba oder Guantanamo-Bay. Es muss noch einiges geschehen, bevor die USA und Kuba sich restlos akzeptieren, aber ein kleiner Schritt ist getan.

Elefantendame Mala lässt es sich wieder gutgehen. Sie wird zu bestimmten Zeiten von den Besuchern mit Möhren gefüttert. Im Gegensatz zu der Bohnenstange, ist sie keine Kostverächterin und futtert beinahe alles, was ihr vor den Rüssel kommt.
Aber ihr Lieblingsverein, der FC St. Pauli kann ihr wirklich den Appetit verderben. Da verlieren sie gestern sang- und klanglos mit 3:0 gegen den Karlsruher SC, nachdem sie am Montag sensationell mit 4:0 gegen Düsseldorf gewonnen hatten. Woran es gelegen hat? Zu wenig Zeit gehabt, um sich zu regenerieren? Na, daran dürfte es weniger gelegen haben, eher an dem altbekannten Problem, dass St. Pauli mal wieder nicht ins Spiel fand und alle Chancen versiebte. Nach einem Sieg tritt das besonders häufgi auf. Man könnte auch glauben, sie spielen extra so, damit sie die Chance gewahren, dass sie doch noch absteigen, falls der HSV das erste Mal in der Geschichte der Bundesliga absteigen würde. Zu einem anderen Schluss kann man gar nicht mehr kommen. Oder werden wir heute erleben, dass der HSV 3:0 gegen den Vfl Wolfsburg gewinnen wird? Wunder gibt es bekanntlich öfters, aber ob sie auch geschehen?
Beim FC St. Pauli ist jedenfalls wieder alles offen, ob sie nun absteigen werden oder nicht. Doch mit jedem Spiel, wo sie keine drei Punkte holen, wird die Chance geringer, dass sie den Klassenerhalt schaffen. Dann heisst es: „Nie mehr zweite Liga! Lieber dritte!“
Mala ärgert sich über die gestrige Niederlage, obwohl sie genau wie die Pusteblume auf eine Niederlage getippt hatte. Aber manchmal möchte man eben auch danebenlegen. Jonas hingegen kümmert die Niederlage weniger, stattdessen freut er sich, dass die Pusteblume mal wieder ein Spiel richtig getippt hat. Momentan liegt sie bei jedem zweiten Spiel richtig. Da kann man noch Hoffnung haben, dass sie irgendwann ihre Quote verbessern wird.

 

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