RSS

Schlagwort-Archive: Rainer Brüderle

Große Koalition oder Neuwahlen? Wie wird Merkel entscheiden?


Die Wahl ist entschieden. Überlegen hat die CDU und auch die CSU gewonnen. Doch leider nützt das den Schwesterparteien nichts, denn zur absoluten Mehrheit hat es nicht gereicht. Nun steht die CDU allerdings vor dem Problem, dass der Wunschpartner FDP es nicht einmal in den Bundestag geschafft hat, wenn wir uns erinnern.
Nun bleibt der CDU nichts übrig, als ihre Fühler zur SPD und zu den Grünen auszustrecken. Die Grünen scheinen auszufallen, zu unterschiedlich sind beide Parteiprogramme. Doch selbst das der CDU und der SPD widerspricht sich in einigen Punkten, vor allem wenn es um das Thema Steuern geht. Denn die CDU will keine Steuererhöhung, die SPD hingegen schon. War eines der Lieblingsthemen von Peer Steinbrück. Wobei, der Kanzlerkandidat der SPD wird nicht zur Verfügung stehen. Er will sich aus der führenden Politik zurückziehen. Das hatte ich bereits vermutet, denn ein Steinbrück spielt nicht gern die zweite Geige. Sigmar Gabriel hingegen schon, hauptsache, er ist an der Macht. Da macht es ihm nichts aus, wenn er nicht der König ist.
Wird es nun also eine grosse Koalition geben? Vor einigen Jahren hat es schon einmal geklappt, warum jetzt nicht auch? Oder wird es zu keiner Einigung mit SPD oder Grünen kommen, dass es Neuwahlen gibt? Theoretisch ist das möglich, allerdings wird das der CDU nicht guttun. Dann werden sie einen Denkzettel verpasst bekommen und vielleicht wird es dann auch die FDP wieder in den Bundestag schaffen.
Nein, Neuwahlen halte ich für utopisch. Eher geht die CDU noch mit den Grünen zusammen. Allerdings streiten die sich gerade, wer sie führen wird. Alle haben hingeschmissen, aber nun kommen die Nachfolger und streiten sich um die besten Brotkrumen. Wird noch interessant werden.
Von der FDP hingegen hört man nichts, nicht einmal, dass sie sich Wunden lecken. Nun gut, Rösler schmeisst hin, aber das ist zu verschmerzen. Was hat er denn grossartig gebracht? Als Wirtschaftsminister habe ich ihn überhaupt nicht gesehen? Da sass er im Bundestag, aber mehr irgendwie nicht. Oder habe ich die Nachrichten nicht gut genug studiert? Kann gut sein, aber da ist einfach nichts. Selbst als er Gesundheitsminister war, kann ich mich nur an die grossen Impfbestellungen von Tamiflu erinnern, als vor drei Jahren die Schweinegrippe die Welt in Atem hielt. Die letzten Dosen wurden in den letzten Monaten entsorgt. Mehr Kosten als Nutzen, da sich kaum jemand damit impfen liess. Ich gehöre auch zu der Masse, die nsich nicht hat impfen lassen. War viel zu unausgegoren und kopflos das Ganze.
Da hat noch Guido Westerwelle eine bessere Figur gemacht. Indem er erst angeblich kein Englisch konnte und ansonsten als Aussenminister eben überall seinen Senf dazugab.
Die FDP hat sich kaputt gemacht, indem sie Westerwelle entmachteten. Denn wer nimmt schon einen Philipp Rösler ernst oder einen Rainer Brüderle?
Ausserdem habe ich in den ganzen Wochen bis zur Bundestagswahl kein einziges FDP-Wahlplakat gesehen, nur CSU (Bayern halt) und SPD.
Welche Koalition nun kommen wird? Ich weiss es nicht, aber es wird wohl die SPD sein. Ausserdem hat Finanzminister Schäuble schon Zugeständnisse gemacht: Er wehre sich nicht gegen Steuererhöhungen, auch wenn er persönlich dagegen sei.
Also doch die SPD, wie hätte es anders sein sollen? Das Walross kehrt zurück!

Irans neuer Präsident ist mir immer noch ein grosses Rätsel. Erst schleimt er sich dermassen bei Israel ein, dass Netanjahu schon von einem Heuchler spricht, dann bleibt er auf diesem Weg. Nun glaube ich zu wissen, was er mit dieser Politik betreibt. Denn bei der UN hielt er eine Rede, wo er forderte, dass auch Israel dem Atom-Vertrag beitrete. Ist denn der Iran auch dabei? Und wieso schleimt er erst, wenn er das eigentlich nur will?
Da muss noch was anderes dahinterstecken. Vielleicht will er der Welt einen Spiegel vor Augen halten bis das wahre Gesicht dahinter erkennbar ist. Mal abwarten.

Hat sich überhaupt noch jemand Promi BigBrother angesehen? Gestern jedenfalls ist es zu Ende gegangen. Jenny Elvers hat gewonnen, wie man es sich vielleicht von Anfang an gedacht haben könnte. Denn sie war noch die bekannteste unter diesen ganzen C-Promis. Wobei man von manchen nicht einmal von Prominent sprechen konnte, da sie niemand kannte.
Die Sendung ist zu Ende und ich kann bloss hoffen, dass es nie mehr wiederaufstehen wird. Vor allem nicht mit dieser Fehlbesetzung von Doppelmoderation. Da ist einem das Dschungelcamp wirklich lieber, nicht wegen der ganzen Kakerlaken und Mehlwürmer, sondern weil da die Moderation einfach besser ist. Deshalb will man man eigentlich auch sehen, nicht wegen der Kandidaten, die sich da lächerlich machen.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Wie weit darf Religion gehen?


Manchmal frage ich mich doch wirklich, was die ganzen Polit-Talkshows denn in dieser Woche zu berichten gehabt hätten, wenn es nicht Rainer Brüderle geben würde.
Denn welches Thema beschäftigte die ganzen Sendungen? Ja, es war Brüderle und wie weitverbreitet sexuelle Belästigung ist.
Ich will jetzt nicht auch noch meinen Senf dazugeben. Nur soviel: Das ist doch nichts Neues. In der Redaktion haben wir darüber auch schon geredet. Und da konnte man raushören, dass es in anderen Redaktionen tatsächlich auch schon so abgelaufen ist, dass die weiblichen Mitarbeiterinnen da indirekt Freiwild für die männlichen Vorgesetzten waren.
Manches war schon heftig, was da die Kolleginnen erzählt haben. Aber dann frage ich mich auch wieder, ob sie es nicht auch mit ihrer Kleiderordnung herausfordern.
Das Thema könnte man nun ewig weiterführen und bevor ich etwas sage, was falsch verstanden werden könnte, lasse ich es lieber bleiben.

Eine Nachricht, die mich ein wenig gefreut hat, war, dass in Timbuktu mehrere 10.000 historische Bücher gerettet werden konnten, weil sie sich gar nicht in der Stadt befanden. Unrettbare Exemplare gingen bei der Zerstörungswut der Islamisten verloren.
Ich frage mich immer, wie weit religiöser Fanatismus gehen muss. Dürfen dann Dinge zerstört werden, die mehrere hundert bis tausend Jahre alt sind, der jeweiligen Religion widersprechen? Meiner Meinung nach, sollte man diese Dinge bewahren, egal wie sehr es der Religion widerspricht.
Aber es ist nicht nur der Islam wo so verfahren wurde bzw. zum Teil immer noch wird. Sehen wir uns doch einmal das 16. bis 17. Jahrhundert an. Wie wurde denn mit den Inka und Azteken umgegangen? Ihre Codices wurden zerstört, denn sie waren heidnisch. Kunstvoller Schmuck wurde eingeschmolzen und so wichtige Dinge zerstört, die uns die Völker näher gebracht hätten. Und das ist nur das extremste Beispiel für Missionierung. Anderswo mag es vielleicht nicht so heftig zugegangen sein.
Ausserdem ist der Islam eigentlich eine relativ friedliche Religion, wie auch jede andere, wenn sie eben nicht mit Fanatismus verwechselt wird. Im Spanien lebten bis 1492 die drei grossen Religion friedlich nebeneinander, als die Mauren an der Macht waren und regierten. Erst mit dem Niedergang der Nasriden und den Eroberungen des spanischen Königspaares Isabella und Ferdiand änderte sich alles. Fortan waren die Juden unerwünscht und mussten das Land verlassen. Menschen mussten Angst haben, dass in ihrem Stammbaum sich ein Jude befinden könnte. Wurde dies festgestellt, versank man in der Bedeutungslosigkeit. Schliesslich wurden die Mauren erst einmal gedemütigt, mussten sich Zwangstaufen lassen und hatten dennoch keine Rechte. Am Ende mussten sie schliesslich auch das Land verlassen. Als das osmanische Reich Serbien und die umliegenden Gebiete eroberte, traten viele zum Islam über. Nicht, weil sie dazu gezwungen wurden, sondern weil sie wollten. Natürlich hiess es, dass sie als Muslime keine Kopfsteuer zahlen mussten, was ein attraktiver Grund war. Aber sie haben den Schritt zur Konvertierung freiwillig getan. Und das ist einer der grossen Unterschiede, die das Christentum vom Islam während des Mittelalters unterscheidet.
Im Grunde genommen, ist das Christentum gar nicht so friedlich, wie es heute den Anschein hat. Gegen wir doch achthundert bis knapp tausend Jahre zurück. Da gab es die Kreuzzüge, die im übrigen nicht nur gegen die Heiden gingen, die Muselmanen, wie gerne gesagt wurde, wenn von den Muslimen die Rede war, sondern am Ende sogar gegen die eigenen Glaubensbrüder. Der vierte Kreuzzug 1204 gegen Byzanz, das von Venedig angegriffen wurde, weil diese ihre Vormachtsstellung nicht verlieren wollten. Zudem galt Byzanz ja auch nicht richtig als christlich, da es dem heute genannten christlich-orthodoxen Glauben anhing. Es war das Ostrom, dass oft im Klinch mit dem heute noch existierenden Westrom lag.
Während des Ersten Kreuzzugs wurden sogar Christen hingemetzelt mit der Begründung, der Herrgott wird die Seinen schon erkennen. Dieselbe Floskel wurde auch während des Albigenserkreuzzugs geführt. Denn Menschen sieht man nicht an, was sie wirklich glauben.
Was nicht passte, wurde angegriffen und vernichtet. So ist es heute noch. Und da ist es egal, ob Religion eine Rolle spielt. Gründe, so etwas zu tun, findet man genügend, seien sie noch so abwegig.

Vorgestern wurde bekannt gegeben, wer in Bad Segeberg den Winnetou spielen wird. Ich habe ja an viele Schauspieler gedacht, aber nicht an Jan Sosniok. Nun ja, wenn man ihn sich so ansieht, kann man eine sehr weit entfernte Ähnlichkeit zu Erol Sander sehen. Aber sehr weit entfernt. Und da am Kalkberg wohl die Befürchtung herrscht, es können nicht genügend Zuschauer kommen, da ja kein Publikumsmagnet wie Erol Sander mehr mitspielt, holen sie sich den altgedienten Gojko Mitic als Winnetous Vater. Also genau so ein Zugpferd wie es Helmut Berger beim diesjährigen Dschungelcamp war.
Nun also ein blauäugiger Indianerhäuptling. Kann mir relativ egal sein, schliesslich habe ich mich nie für Winnetou oder überhaupt Karl May interessiert. Selbst die Filme aus den 60ern sind mir relativ fremd. Ausschnitte kenne ich zwar, aber ansonsten habe ich sie mir nie angesehen. Hat mich nie interessiert.
Aber auch nicht mich muss es kümmern, sondern die Zuschauer, die sich für Karl May und speziell Winnetou interessieren. Deshalb werde ich auch keine Bewertungen abgeben, ob Jan Sosniok nun geeigent ist oder nicht. Das sollen wirklich andere entscheiden.

Hat sich gestern jemand zufälligerweise auf den TV-Sender des bayerischen Rundfunks verirrt? Beispielsweise, als bei „Castle“ oder sonstwo gerade Werbung war? Wenn ja, vielleicht hat ja irgendjemand diese seltsame Mischung aus Marilyn Monroe und Olivia Jones gesehen, neben der Horst Seehofer sich ein wenig verloren vorkam. Tja, wer das wohl gewesen sein könnte? Wer nicht darauf gekommen ist, kann ja mal bei Google nachschauen. Oder ich sag es einfach mal: Es ist Markus Söder gewesen, der in Marilyn Monroe-Verkleidung kam. Bilder gibt es übrigens bei Google.
Und wo ich gerade von der CSU rede. Ich bin schon sehr gespannt auf den Starkbieranstich auf dem Nockherberg. Der Regisseur hat ja wieder gewechselt. Wenigstens sind die meisten Darsteller noch dieselben. Letztes Jahr war ja besser als 2011. Franz Josef Strauß könnte dieses Mal wieder dabei sein. Auf jeden Fall wird es interessant werden, denn jedes neue Team bringt Veränderungen. Also warten wir es mal ab. Im März werden wir das neue Singspiel auf dem Nockherberg sehen.

Elefantendame Mala meldet sich als Rüsselorakel zurück. Der Schnee ist passé, nun regnet es. Ein Wetter, mit dem Mala mehr anfangen kann, obwohl sie gegen Schnee auch nichts hat. Wenn es bloss nicht so kalt wäre.
Zurück zum Fussball. Gestern hat die Zweite Bundesliga wieder begonnen. Und wie es nun einmal ihre Art ist, hat sie gleich wieder das erste Spiel des FC St. Pauli getippt. Der Verein wird gegen Energie Cottbus spielen.
Während ihres Trainingslagers hat St. Pauli kein einziges Spiel verloren. Da könnte man nun glauben, dass sie auch das Spiel gegen Cottbus mit Leichtigkeit gewinnen. Na, warten wir es ab. Und was sagt das Rüsselorakel? Tja, Mala glaubt an ein Unentschieden. Eine Niederlage schliesst sie kategorisch aus.
Also, Mala sagt St. Pauli mit einem Punkt aus dem Spiel kommen wird. Morgen sind wir schlauer.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,