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Gute Nachrichten aus dem Dschungelcamp – Michael Wendler schmeißt hin


Zuerst einmal die gute Nachricht: Ich werde endlich vom Dschungelcamp berichten, denn Michael Wendler hat in den Sack gehauen und ist endlich raus. Die schlechte Nachricht: In den nächsten Tagen werden wir wohl noch einigen Senf von ihm hören, warum er gegangen ist.
Ärgerlich, dass ich die gute Nachricht erst heute Morgen erfuhr, als ich die ganzen Zeitungen aus meinem Fach in der Redaktion nahm und mir der Titel der Bild-Zeitung sofort ins Auge sprang: Michael Wendler hat das Dschungelcamp freiwillig verlassen.
Die Sensation des Tages und damit natürlich eine Schlagzeile wert. Jedenfalls laut Bild-Zeitung. Die meisten anderen Zeitungen erwähnten die freiwillige Aufgabe Wendlers überhaupt nicht. Damit haben sie auch kein Weltereignis verpasst.
Aber ich finde es erwähnenswert, denn ich habe nicht wirklich daran geglaubt, dass Wendler es lange im Camp aushält. Was mögen aber nun die Gründe für seine freiwillige Aufgabe sein?
Dass er angeblich nur gehungert hat und sich vor Verkeimungen fürchtete?
Also wenn die Toilette regelmässig gesäubert wird und er sich genügend wäscht, vor allem die Hände nach dem Toilettengang und vor dem Essen, dürfte man so was nicht fürchten. Allerdings sind es im Dschungelcamp häufig die Männer, die sich plötzlich nicht mehr waschen und dementsprechend riechen. Wie es in diesem Camp aussieht, weiss ich nun nicht. Aber in den vorherigen Staffeln ist das öfters vorgekommen.
Und wenn einer dermassen gestunken hätte, dass es keiner mehr aushielt, hatte Michael Wendler doch sein eigenes Eau de Parfum dabei. Ob das nun noch mehr stinkt als ein ungewaschenes Wesen, mag mal dahingestellt sein, schliesslich sind Geschmäcker mehr als verschieden.
Dann wollen wir mal über die Fragen Gründe über Wendlers Aufgabe spekulieren, denn bis heute Abend sind es noch ein paar Stunden.
Wendler – auf das schöne Wörtchen „der“ verzichten wir mal, denn er kann es ja nicht mehr für sich allein beanspruchen – war nicht wirklich der Mittelpunkt des Camps. Da lief ihm seit Tagen das „Model“ Larissa den Rang ab. Des Weiteren nahm ihm niemand ab, das man den wirklichen Wendler sah. Selbst von den anderen Camp-Bewohnern nahm ihm das niemand ab. Er wurde von Melanie sogar direkt darauf angesprochen. Und die angeblichen Tränchen, die Wendler verdrückte, habe ich auch nicht gesehen. Aber vielleicht ist mein Fernseher nicht in Ordnung, dass ich es übersehen habe.
Man kann es so sehen: Weil Michael Wendler nicht die grosse Rolle spielte, die er spielen wollte und hinter seinen Erwartungen zurückblieb, haute er in den Sack. Da er das nicht als wahren Grund zugeben wollte, kam er damit, dass er fertig war.
Ich bin nicht wirklich traurig, dass er fort ist. Mit dieser Aktion des freiwilligen Rückzugs hat mir Michael Wendler nur gezeigt, dass er genau das ist, für was ich ihn halte. Ein Schwätzer, der sich selbst als seinen grössten Fan bezeichnet. Wenn er sich solche weiteren Aktionen leistet, wird er irgendwann auch nur als sein einziger Fan übrigbleiben.
Schon das er überhaupt ins Dschungelcamp ging, war so unglaubwürdig. Denn erinnern wir uns nicht noch daran, wie gesagt wurde, dass ein Michael Wendler so was nicht nötig hätte? Tja, irgendwann kommt einmal die Zeit, wo sich jeder zu diesem Schritt genötigt sieht, und wenn er sich nur haushoch blamieren will, um zum Gespött der Nation zu werden.
Man kann sich ja auch fragen, warum Wendler nun wirklich ins Camp gegangen ist. Um seine Gegner noch mehr gegen sich aufzubringen, um dem Dschungelcamp Zuschauer zu kosten, damit sich seine CDs wieder/besser verkaufen? Ach ja, bringt er jetzt nicht eine Best of-CD raus? Da muss er natürlich Werbung für machen, aber doch nicht so. Damit vergrault er doch noch seine allerletzten Fans. Vor allem tat Wendler so, als wäre er völlig überrascht davon, was er im Dschungel vorfand. Das ist doch nicht die erste Staffel, wo man nicht genau wusste, was einen erwartete. Da hätte man noch Unwissenheit vortäuschen können, nicht aber bei der bereits achten Staffel. So bleibt nur alles ein grosser Witz, dem man keine Glaubwürdigkeit schenken kann.
Das ist dort eben nicht so wie in einem Vier-Sterne-Hotel, sondern alles ein wenig primitiver. Camping mit Mehlwürmern. Verhungern muss im Camp übrigens niemand. Die Sterne dienen zwar dazu, Essensrationen zu verdienen, aber wenn es eben keine gibt, dann bleiben immer noch Reis und Bohnen. Nicht nur eine minimale Dosis, dass man am Hungertuch nagt. Natürlich bringen Reis und Bohnen nicht genug Energie, aber bevor man gar nichts hat, genügt es vollauf. Ausserdem ist es ja nicht so, als dass sich alle Camp-Bewohner übermässig anstrengen müssen. Am meisten derjenige, der eine Prüfung absolvieren muss, wenn sie körperliche Anstrengung bedeutet, ansonsten diejenigen, die auf Schatzsuche gehen. Alle anderen können sich in gewisser Weise einen faulen Lenz machen. Nein, stimmt natürlich nicht so ganz. Denn es muss die Toilette gesäubert werden, jemand muss aufs Feuer aufpassen, Holz muss besorgt werden, es muss gekocht werden und es muss natürlich gelästert werden. Und letzteres ist auch anstrengend, denn lachen verbrennt Kalorien und die gibt es natürlich kaum, wenn es nur Reis und Bohnen gibt.
Ach ja, einen wichtigen Grund könnte ich noch nennen, warum Michael Wendler gegangen ist: Sein Haar musste nachgefärbt werden. Vor zwei Tagen fiel mir das auf, als ich mal kurz am Ende einschaltete. Da leuchtete sein Haar so seltsam lilafarben. Und das tut Haar nur, wenn es dunkel gefärbt ist. Als Norbert Schramm im Dschungel-Camp war, haben sich Dirk Bach und Sonja Zietlow darüber mehrfach lustig gemacht. Es leuchtete genauso mit einem lila Stich wie das von Wendler.
Aber egal, warum Wendler gegangen ist, Hauptsache er ist weg und kommt nicht wieder zurück ins Camp. Das ist das wichtigste.

Larissa hingegen entwickelt sich zur Rekordanwärterin auf die meisten Dschungelprüfungen. Bisher soll sie sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Aber so jemanden wie sie gibt es in jeder Staffel.
Ein wenig erinnert sie wirklich an Sarah Knappik, allerdings wie eine schlechte Kopie. Sie hat sich von dieser die Sachen angesehen und versucht es nun nachzumachen. Bloss kommt es nicht rüber. Ausserdem kommt sie nun wirklich nicht sympathisch rüber. Mir geht sie jedenfalls auf die Nerven. Ich habe bisher nur wenig gesehen, aber immer wenn sie kam, habe ich gleich weggeschaltet, weil ich ihre Art nicht abkann.
Die Zuschauer haben sich jedenfalls auf sie eingeschossen und wählen sie fleissig in jede weitere Prüfung. Und wie weit sie wirklich kommen wird? Tja, warten wir mal ab.
Aber nun ist erst einmal Michael Wendler raus. Die erste Hürde ist geschafft.

 

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Hellabrunn ist im Club der 100ter


Kennt jemand Bernd Clüver? Ich weiss zwar nicht warum, aber bei dem Namen fällt mir immer ein Mineralwasser ein, zudem verbinde ich den Namen mit irgendeinem Golfer. Bernd Clüver war ein Sänger, also Schlagersänger, dessen grösster – und wohl auch in gewisser Weise einziger – Hit „Der Junge mit der Mundharmonika“ war. Den Titel kannte ich nun, auch wenn mir der Sänger dahinter nun völlig unbekannt war.
Im Zuge unserer Siebziger-Jahre-Serie hatte ich die Aufgabe bekommen, alte Bravos durchzusehen, wer sich denn da auf dem Cover befand. (Kann übrigens jeder machen. Im Internet gibt es dazu ein paar Seiten.) Und so tauchte Bernd Clüver da eben auch auf. Erst alleine, dann mit seiner späteren ersten Frau, die in den Siebzigern Bravo-Mädchen des Jahres war. – So was gab es damals wirklich, auch der Bravo-Junge des Jahres wurde gewählt. Bloss Ute Kittelberger blieb die bekannteste von ihnen.
Warum ich jetzt eigentlich auf diesen Schlagerfuzzi gekommen bin. Nun ja, er ist tot. Anfangs wurde gesagt, es handle sich um einen häuslichen Unfall, infolgedessen er zu Tode gekommen sei. In der Redaktion wurde gleich drauflosgesponnen, was das denn sein könnte. Ich nur: „Der ist besoffen die Treppe heruntergefallen.“ Nachdem noch weitere harmlose Varianten kamen, wie von der Leiter gefallen oder beim Fensterputzen aus dem Fenster, wurde es dann schon härter. Plötzlicher Herztod bei einer anstrengenden Aktivität. Will jetzt nicht näher drauf eingehen, was das ist, aber es war kein Wunder, dass das von unserem In-Redakteur kam, der ja immer gerne zweideutige Dinge von sich gibt.
Am nächsten Tag waren wir dann alle schlauer. Und ich hatte Recht behalten. Bernd Clüver war eine Treppe heruntergefallen, eine ziemlich steile noch dazu. Ob er nun besoffen war, ist nicht durchgesickert. Aber das werden die uns auch gewiss nicht verraten.

Hellabrunn, der Tierpark hier in München feiert heuer (heute auf bayerisch) seinen 100. Geburtstag. Schon letzte Woche war ja vom bayerischen Fernsehen eine Geburtstagsshow gezeigt wurden. Ich hatte da hingemusst, weil die Redaktion wohl dachte, es würden sich ein paar Interviewchancen ergeben. Aber Pustekuchen. Und ich sass im nasskalten Wetter inmitten anderer Leute. Also falls jemand die Sendung gesehen haben sollte, ich bin der griesgrämig dreinblickende junge Mann. Als ob ich nichts besseres zu tun gehabt hätte.
Wie gesagt, Hellabrunn feiert heute den 100. Ob ich dazu jetzt noch was sagen soll? Elefant Ludwig ist Bayerns schönstes Zoo-Baby geworden. Kein Wunder, Elefanten gewinnen solche Wettbewerbe immer. Die haben einfach den Niedlichkeitsfaktor, obwohl ich mich frage, warum. Denn junge Elefanten sehen wirklich alle gleich aus. Rote Glubschaugen, ein winziger Rüssel und ganz zerschrumpelt. Da lobe ich mir doch die adulten Elefanten. Die haben auch schon einen ausgeprägten Charakter. Aber ich denke da auch ein wenig anders. Wir mehr über Hellabrunn lesen möchte, sollte sich den Artikel von Jenalas Ersatzelefanten durchlesen. Die hat sich in ihrem Beitrag ein wenig mit Hellabrunn beschäftigt.

 
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Verfasst von - 1. August 2011 in Blog, Elefant, Kultur, Real life, Tiere, Zoo

 

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