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Ein griechischer Märtyrer in Gewissensnöten


Endlich läuft mal eine Quizsendung im Fernsehen, wo es richtig Spass macht, sich diese anzusehen. Vor allem scheint sie im Quoten-Durchschnitt erfolgreicher zu sein, als es Jörg Pilawa mit seinem Quiz ist. „Wer weiss den sowas?“ mit Kai Pflaume als Moderator und Bernhard Hoecker und Elton als Quizkonkurrenten mit jeweils einem Gast als Teampartner ist eine informative Quizreihe, die nicht drög ist und nie langweilig wird.
Schade nur, dass die Quizreihe nur in der Sommerpause von Jörg Pilawas Quizsendung läuft.

Griechenland brauche nur knapp 60 Milliarden, hiess es noch Ende letzter Woche. Dann wurden es zwanzig Milliarden mehr und schliesslich war man dann bei knapp neunzig Milliarden Euro gelandet. Aber so ist Griechenland, erst einmal klein anfangen und ganz am Ende damit herausrücken, was man wirklich braucht. Die EU beriet weiter über die Hilfen an Griechenland. Es stand immer noch ein Grexit im Raum, aber eigentlich ist die Gruppe zu klein gewesen, die wollte, dass Griechenland die Euro-Zone verlässt. Allen voran Deutschland. Auf der anderen Seite stand Frankreich mit dem Rest. Frankreich ist mal wieder Deutschland gegenüber auf Krawall gebürstet. Übrigens haben wir den Euro ebenfalls Frankreich zu verdanken. Die wollten damit erreichen, dass Deutschland mit der Deutschen Mark nicht das bestimmende Land ist. Hat nicht ganz geklappt, denn trotz des Euro hat Deutschland nichts an seiner Macht eingebüsst.
Aber in der Griechenland-Krise kann sich Deutschland nicht durchsetzen, wobei man da auch sehen muss, dass Merkel zwar Nein sagen mag, am Ende allerdings ja, um nicht den Zusammenhalt in der EU zu gefährden. Da ist Schäuble weitaus ernster zu nehmen. Er wird nicht müde, wenigstens einen vorläufigen Grexit anzusprechen. Aber dadurch wird er zum Buhmann abgestempelt. Dabei ist das kein Egoismus, was er da macht, sondrn er denkt weiter. Denn die Zeche werden wir und unsere Kinder und Kindeskinder zahlen müssen. Griechenland wird damit nicht gerettet sein, weder heute noch morgen oder in einem Jahr oder in fünf Jahren. Es wird Jahrzehnte dauern bis Griechenland sich wirklich von der Krise erholt hat und wieder selbständig wirtschaften kann und dabei GEwinn macht. Und bishin zahlt die EU munter weiter und weiter. Da sind 86 Millarden nicht genug.
Tsipras kann jetzt erst einmal auf Geld hoffen. Und den Griechen stellt er sich als Märtyrer dar, der gegen seinen Willen Bedingungen akzeptieren musste, die er gar nicht wollte – Einsparungen. Aber wie sollte er seinen Landsleuten erklären, dass sie in einem Referendum mit „Nein“ gestimmt hatten, er auch für nein war und am Ende sich doch für „Ja“ entschied?
Man könnte jetzt sagen, dass so Politik funktioniert, aber was da in Griechenland geschieht, ist nur ein schlechtes Theaterstück oder auch ein Kräftemessen.
Der griechische Ministerpräsident steht mit dem Rücken zur Wand. Als Konsequenz hat er erst einmal alle aus dem inneren Kreis entfernt, die bei der Parlamentsabstimmung mit Nein gestimmt hatten. So kann man es auch machen, uwenn man noch ein wenig an der Regierung bleiben will. Doch Tsipras hat unter der Bevölkerung an Glaubhaftigkeit verloren. Er wollte sich bei der EU gross aufspielen und scheiterte grandios, indem er trotz Abstimmung sich den Bedingungen der EU beugen musste.
Deutschland und vor allem Finanzminister Schäuble werden als die Bösen hingestellt, die Griechenland unbedingt den Untergang bringen wollen. Es ist so leicht, jemandem die Schuld zu geben, wenn man nicht mehr weiterweiss und mit dem Rücken zur Wand steht. Schäuble scheint der einzige zu sein, der nicht nur an die Gegenwart denkt, sondern auch an die Zukunft. Und da werden wir uns dumm und dämlich zahlen, damit Griechenland vielleicht irgendwann einmal wieder auf die Beine kommt.
Nun hat Schäuble seinen Rücktritt angeboten und zugegeben, dass er nicht immer mit Bundeskanzlerin Merkel einer Meinung war. Aber er ist für die deutschen Finanzen zuständig und so muss er realistisch bleiben. Merkel hingegen kann etwas fordern und am Ende doch etwas anderes sagen. Denn die eigentlichen Fäden hält sie in der Hand.
Aber es wäre richtig, wenn Griechenland in den Bankrott geht. Damit haben sie auch schon viel Erfahrung gemacht, auch wenn das eher im 19. Jahrhundert war. Lange her, aber dennoch. Aber selbst wenn Griechenland aus dem Euro verschwindet, würde die EU weiter zahlen müssen. Nur wenn Griechenland vollständig aus der EU geht, wären sie auf sich allein gestellt. Und das würde Griechenland nie tun, denn warum wirklich was ändern, wenn man so leicht an Geld kommen kann?

Mala geht wieder mal schön baden und nimmt später ein noch viel schöneres Schlammbad. Die Bundesliga, also die Zweite Liga, beginnt in einer Woche. So langsam muss sich die Elefantendame nun Gedanken machen, wie ihr Lieblingsverein, der FC St. Pauli, beim ersten Spiel abschneiden wird. Wie letzte Woche erwähnt, geht es gegen Arminia Bielefeld. Noch hat Mala keine Lust dazu. Lieber gratuliert sie ihrer ehemaligen Genossin Yashoda aus Hamburg zum erneuten Nachwuchs. Sogleich erinnerte sie sich daran, wie sie damals, als Chamundi geboren war, sich auch um ihn gekümmert hatte. Gemeinsam mit ihm schwelgte sie in Erinnerungen und dabei erzählte Chamundi ihr, dass die Bohnenstange Angst vor ihm und seiner Halbschwester gehabt hatte. Daran erinnerte sich die alte Kuh sogar, auch wenn sie selbst nicht dabei gewesen war. Heute ist die Bohnenstange der Liebling aller Jungtiere, vor allem von Thuras Nachwuchs. Von denen ist allerdings niemand mehr da.
Jonas hat erzählt, dass der kleine Wirbelwind, ein Mädchen bereits seit Donnerstag draussen auf der Elefantenanlage zu sehen ist – bei gutem Wetter. Sie sei sehr quierlig und wie Darjeeling verhedderte auch sie sich im Zaun. Jonas ist sehr stolz darauf, dass Yashoda ihm angeblich ihre Tochter gezeigt hätte Wäre nach vorne gekommen,hätte ihn kurz angeguckt und wäre dann wieder in den hinteren Teil der Elefantenhallegegangen. Jonas fühlt sich gebauchpinselt, wo er die alte Schote doch gar nicht besonders mag. Wahrscheinlich war das alles nur ein Zufall und Jonas hat da wieder mehr reininterpretiert als eigentlich war. Wobei er auch glaubt, dass das wohlgenährte Dickerchen einen Narren an ihm gefressen hätte.

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Sagt Großbritannien der EU Goodbye und probt den Aufstand?


Erst wurde über einen „Grexit“ gesprochen, der wahrscheinlich irgendwann kommen wird und die Europäische Union nicht weiter kümmert. Doch das Wort „Brexit“ fürchtet die EU mehr als der Teufel das Weihwasser. Was ist geschehen?
In Grossbritannien wurde gewählt. Hiess es in den Umfragen noch, dass Labour vorne wäre, hiess es anfangs der Auszählung, weder Labour noch Camerons Partei hätten eine Mehrheit. Dann aber war schnell klar, dass die Torys den Sieg davontragen würden. Cameron bleibt Premier und kann auch noch allein regieren.
Was heisst das nun für Europa und vor allem für die Europäische Union? Denn Cameron hat bereits mehrfach gesagt, dass er aus der EU austreten will. Gekommen ist es dazu nicht, aber was nicht ist, kann noch werden. Cameron versprach, dass die Briten über einen Verbleib Grossbritanniens in der EU über 2017 hinaus abstimmen können. Was bei diesem Volksentscheid herauskommen wird, steht in den Sternen, aber die Vermutung liegt nahe, dass die Briten sich wahrscheinlich für einen Austritt entscheiden werden. Oder gibt es eine Überraschung? Bei der Abspaltung Schottlands von Grossbritannien gab es auch Umfragen, wo es hiess, die Abspaltung liege vor. Am Ende kam etwas ganz anderes raus.
Die alles entscheidende Frage: Warum wird der „Brexit“ gefürchtet?
Das Wort, das wie ein Brechreiz klingt, heisst nichts anderes, als das Grossbritannien aus der EU austreten könnte. Ganz ähnlich wie „Grexit“, wo es um den Ausstieg Griechenlands aus der EU geht.
Wenn Griechenland sich endlich mal entscheiden könnte, die EU zu verlassen, würde dem Land niemand der anderen EU-Mitglieder eine Träne nachweinen, denn ein Geldfass ohne Boden hat das rettende Schiff verlassen. Grossbritannien allerdings ist nicht knapp bei Kasse, zahlt immer fleissig seine Gelder. Wenn dies nun ausbleibt, werden die anderen Länder diese Beiträge übernehmen müssen. Allen voran Deutschland. Mehr als zwei Millarden Euro dürften es mehr sein. Etwas, dass Finanzminister Schäuble nun gar nicht in seine Pläne passt, wo er doch den Schuldenabbau Deutschlands vorantreibt.
Ausserdem hat es natürlich auch wirtschaftliche Folgen, die erst einmal nicht riesig ins Gewicht fallen, aber mit der Zeit schon spürbar werden. Und da sich die Situation mit Russland sowieso nicht entspannen wird solange Putin an seinen Allmachtsphantasien festhält, ist der „Brexit“ ein weiterer Punkt, dass die Wirtschaft nicht stärker wird. Und die stärker die Wirtschaft ist, desto mehr Steuern gibt es und je mehr Steuern, desto mehr Geld für den Staat und das ist gut für den Schuldenabbau.
Für Grossbritannien hätte es natürlich auch wirtschaftliche Einbussen, zudem könnte der Einfluss des Landes in der Welt schwinden, so Kritiker des „Brexit“.
Ein Austritt aus der EU kann nur Nachteile haben, auch wenn Grossbritannien schon immer gern sein eigenes Süppchen gekocht hat. Aber will Grossbritannien wirklich aus der EU aussteigen? Zielt David Cameron nicht darauf, dass mit einem angedrohten Austritt aus der EU, die anderen Mitglieder alles versuchen werden, um Grossbritannien zu halten? Bessere Bedingungen, vielleicht sogar mehr Einfluss? Alles ist möglich, was sich Cameron mit seiner Aussage gedacht hat, dass er das Volk abstimmen lassen will, ob Grossbritannien die EU verlassen soll.
Wenn sie gehen wollen, sollen sie doch gehen. Niemand wird sie aufhalten, aber die Nachteile werden sie dann selbst auslöffeln müssen.

Letzte Woche berichtete ich an dieser Stelle noch, dass ein weiterer Streik der GDL anstehen könne. Nun befinden wir uns mittendrin und ärgern uns masslos. Aber wir ärgern uns nicht über die Bahn, sondern über Claus Weselsky, die GDL und die streikenden Lokführer.
Wieder fährt kaum ein Zug, S-Bahnen nur alle halbe Stunde, wenn die Strecke nicht gleich eingestellt wurde. Aber obwohl der Streik so lange dauert, bin ich irgendwie der Meinung, dass mehr Züge fahren, als bei den letzten Streiks. Dazu würde vielleicht auch passen, dass nicht alle Lokführer streiken. Ich meine nicht die verbeamteten, sondern Lokführer, die in der GDL drin sind.
Ich wollte mich mit dem Fahrrad eigentlich zur Arbeit machen, aber aus irgendeinem Grund nahm ich doch das Auto und war am Ende froh darüber, denn das Unwetter hatte uns fest im Griff. Vielleicht nicht so schlimm wie im Norden, aber dafür war der Regen hier auch recht heftig. So stand ich im Stau und ärgerte mich über die GDL, denn ich hätte schön mit der Bahn fahren können, aber das war mir zu heikel.
Was will die GDL mit diesem Marathon-Streik nun eigentlich erreichen? Ausser der Tatsache, dass niemand in der Bevölkerung mehr für einen Streik Verständnis hat.
Im Bundestag wird über ein Tarifeinheitsgesetz verhandelt. Damit wäre die GDL nicht mehr in der Lage, auch für andere Gewerkschaften zu verhandeln, wie sie es momentan anstreben. Ein Streikverbot bedeutet dieses Gesetz nicht, aber die Macht der GDL würde massiv eingeschränkt werden. Und deshalb wird jetzt verstärkt auf die Bahn Druck ausgeübt, damit noch vor dem ersten Juli ein Ergebnis erzielt wird. Ob tatsächlich etwas daraus werden wird? Keine Ahnung, das muss man sehen.

Elefantendame Mala ist am jubeln, denn ihr Lieblingsverein, der FC St. Pauli hat sein nächstes Spiel gewonnen. Es ging gegen Kaiserslautern und St. Pauli war der Aussenseiter in diesem Spiel, denn Kaiserslautern will unbedingt in die erste Liga aufsteigen. Aber erst einmal wurden ihnen heute ein Dämpfer verpasst. Gut, es war auch einiges an Glück dabei, dass St. Pauli heute gewonnen hat. Aber wie sagt Mala immer: ‚Ein Sieg ist ein Sieg und drei Punkte sind drei Punkte.‘ Recht hat sie.
Die erste Halbzeit dümpelte vor sich hin, doch in der zweiten Halbzeit ging es los. Zwei Minuten gespielt und das erste Tor fiel. Glücklich, aber Tor ist Tor. Dann der Elfmeter, der gepfiffen werden konnte oder nicht. Wieder ein Tor. Damit führte St. Pauli mit 2:0. Doch das heisst bei diesem Verein nichts. Meist lassen sie sich in der letzten Viertelstunde das Spiel aus der Hand nehmen. Nein, dieses Mal nicht. Kaiserslautern kämpfte, aber St. Pauli hielt konnte die Führung über die Zeit bringen und fährt nun mit drei weiteren wichtigen Punkten heim.
Und Mala freut sich doppelt, hatte sie doch auf einen Sieg getippt. Im Gegensatz zur Pusteblume, die sagte, dass St. Pauli verlieren würde.
Jonas vermutet nun, dass die Pusteblume Heidenheim und Kaiserslautern verwechselt hätte. Wie sie das gemacht haben soll, weiss ich nicht, denn da lag schliesslich noch Leipzig dazwischen. Aber er sucht nun mal nach Erklärungen, warum es nicht das gewünschte Ergebnis gab.
Mala erfreut sich wieder an den Besuchern und seitdem sie weiss, dass sie so vielen Menschen wichtig ist, geht es ihr noch gleich viel besser. Selbst die Pandas stören sie nicht mehr, denn die könnten ihr nie den Rang ablaufen. Dafür gefällt ihr allerdings weniger, dass schon wieder mit ihr Werbung gemacht wird. In einer Hamburger Zeitung macht die HSH Nordbank Reklame mit ihr und ihrem Zuhause. Das taten sie schon im Mai 2012 und 2013 und jetzt wieder. Mala hat nichts dagegen, wenn mit ihr Werbung gemacht wird, denn sie sagt von sich, dass sie äusserst fotogen sei, aber sie möchte dann bitteschön auch dort leben, wo ihr Konterfei für herhalten soll.
Aber welchen anderen Elefanten gibt es auch als sie, der so schön und fotogen ist? Ihr fällt niemand ein, denn sie sei einfach die allerschönste. Froh ist sie bis heute übrigens, dass sie nicht für die Elbphilharmonie Werbung gemacht hat. Darüber macht sie sich heute noch lustig, dass man da Mogli sehen kann und ausserdem einen Apfel, damit diese ihren Rüssel richtig hält. So was hat Europas klügster Elefant natürlich nicht nötig.
Der HSV hat gestern im so genannten „Sechs-Punkte-Spiel“ zwar nicht drei Punkte geholt, aber wenigstens einen Punkt. Torschütze war wieder einmal Gojko Kacar, der bereits aussortiert worden war und keinen weiteren Vertrag über die Saison hinaus angeboten bekam. Momentan sieht es aber eher danach aus, als ob er doch noch einen Vertrag bekommen wird. Jedenfalls sorgt er mit seinen Last-Minute-Toren dafür, dass der HSV wichtige Punkte holt.
Ein Punkt gegen Freiburg, der ein direkter Konkurrent um den Klassenerhalt ist, ist besser als nichts. Nun muss man nur noch sehen, wie sich Paderborn, Hannover und Stuttgart machen werden. Ich hoffe immer noch, dass Hannover absteigen wird. Wie gesagt, ich mag den Verein nicht.
Bayern München sieht einen weiteren Titel in weite Ferne rücken. Es geht um die Champions League-Trophäe und um den Einzug ins Finale. Am Mittwoch verlor Bayern sang- und klanglos mit 3:0 gegen Barcelona. Ich habe nur zehn Minuten des Spiels gesehen – von der 64. Minute bis zum ersten Messi-Tor -, aber das zeigte mir, dass Bayern gar nicht zu einem Sieg fähig war. Man konnte regelrecht sehen, dass Barcelona bald ein Tor schiessen würde. Ja, ich habe das gesehen, denn Bayern vertändelte den Ball, schoss andauernd zu Neuer zurück, leistete sich Fehlpässe und dödelte mit dem Ball eher rum als wirklich mal zu einem Torschuss zu gelangen. Es schien mir, als würden sie auf ein Unentschieden hoffen und den Ball noch bis zum Abpfiff halten wollen. Daraus wurde nichts und sie verloren. Wie das Rückspiel ausgehen wird? Keine Ahnung, aber die Stadt wird am Dienstag kochen. Und ob man Bayern die Daumen drücken soll? Einen Dämpfer haben sie immer verdient, aber sie sind der letzte verbliebene deutsche Verein in der CL. Da sollte man sich das vielleicht noch mal überlegen. Ausserdem sind die mir immer noch sympathischer als Messi und der ewig foulende Neymar jr.

 

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Wenn der Finanzminister zum Sandmännchen wird…


Seit Jahre murrt der Steuerzahler über den Solidaritätszuschlag, der seit 1991 mit wenigen Unterbrechungen erhoben wird. Der Soli sei nicht mehr zeitgemäss heisst es. Und damit haben die Kritiker recht. Denn nicht die neuen Bundesländer sind es, die nun den Erlös des Soli wirklich brauchen, sondern die alten Bundesländer wie beispielsweise Nordrhein-Westfahlen und dort besonders das Ruhrgebiet mit Städten wie Duisburg oder Gelsenkirchen.
Es gab immer wieder Stimmen, wo gesagt wurde, der Solidaritätszuschlag solle nicht konsequent für Ostdeutschland genutzt werden, sondern dorthin gelangen, wo er wirklich und dringend gebraucht wird. Folglich solle er für ganz Deutschland gelten. Aber da wurde sich immer quer gestellt.
Nun auf einmal scheint Finanzminister Schäuble doch den Soli abschaffen zu wollen. Bevor man ihn zu diesem längst fällig Schritt beglückwünscht, sollte man genauer betrachten, was er sich als Ersatz ausgedacht hat. Denn Schäuble will zwar den Soli abschaffen, im Gegenzug allerdings die Einkommens-, Körperschaftssteuer und die Kapitalertragssteuern erhöhen. Denn daraus sollen sich nun Bund und Gemeinden das Geld teilen. Die Solidaritätsabgabe von 5,5 Prozent ging ausschliesslich an den Bund, der damit dann machen konnte, was er wollte.
Die Einkommens-, Körperschaftssteuer und die Erlöse der Kapitalertragssteuern teilen sich bisher Bund und Gemeinde, natürlich in einem Verhältnis, dass der Bund mehr bekommt als die jeweilige Gemeinde. War klar, oder nicht?
Wenn nun der Soli wegfällt und sich der Bund aus den drei genannten Steuern sein ganzes Geld erhält, wird es auf kurz oder lang einige gewaltige Haushaltslöcher geben. Denn mit dem Soli macht der Bund den grössten Reibach. Denn nicht alles, was eingenommen wird, dient auch der Infrastruktur in den neuen Bundesländern. Nein, es wird in den Bundeshaushalt investiert. Wenn man Geld übrig hat, muss man es schliesslich auch verbraten. Also ab damit in den Haushalt.
Darüber hat man noch nicht nachgedacht? Ja, der Bund weiss schon, wo er sein Geld herbekommt, genauso wie die Städte und Gemeinden, die unter anderem mit Friedhofsgebühren und Hundesteuer sich die Kassen füllen.
Happig wird es nun für die Geringverdiener. Denn der Soli galt bisher nur ab einem Bruttomonatsgehalt von 1445 Euro, wenn man nicht verheiratet ist. Die Einkommenssteuer hingegen gilt bereits ab einem Bruttomonatseinkommen von 696 Euro. Damit würden also die Geringverdiener mehr belastet werden. Denn die Einkommenssteuer soll im Gegenzug steigen.
Also versucht Schäuble durch seinen Ersatz uns Sand in die Augen zu streuen – wie das Sandmännchen. Praktisch eine Mogelpackung wie auch der Bund der Steuerzahler moniert.
Und was könnte es noch geben, damit die Haushaltslöcher gestopft werden, wenn der Soli abgeschafft wird? Ganz einfach! Eine Steuererhöhung natürlich! Am besten mal wieder die Mehrwertsteuer, denn die betrifft jeden und was noch? Die Ökosteuer auf Benzin? Vielleicht noch eine weitere Stromsteuer?
Da soll der Solidaritätszuschlag doch bleiben, allerdings sollte er nicht mehr nur für die neuen Bundesländer gelten. Aber damit konnte sich noch nie jemand der zuständigen Finanzminister mit anfreunden, wieso auch immer.

Erneut hat ein Hilfskonvoi aus 35 Fahrzeugen die Ostgrenze der Ukraine überquert, um den Menschen auf der Krim zu helfen. Wie die Hilfe nun aussieht? Sind da nur Lebensmittel in den Fahrzeugen oder vielleicht eine ganz andere Art der Hilfe in Form von Waffen? Das befürchtet die Ukraine, die davon überzeugt ist, dass Putin den Staat vollständig auslöschen will. Im Grunde ist es nur noch eine Farce, was da abgeht. Russland und damit Putin macht was es will. Die Ukraine motzt rum, kann aber nichts dagegen tun. Der Rest Europas sieht hilflos zu und denkt sich irgendwelche neuen Sanktionen aus, die Russland treffen sollen. Langfristig tun sie das auch, allerdings wird sich die EU damit auch ins eigene Fleisch schneiden. Denn bereits jetzt bekommen die betroffenen Firmen zu spüren, dass sie für Russland nicht mehr produzieren dürfen. Und was ist mit dem Obstbauern? Ich sage immer noch, dass sie eine Scheinfirma in der Türkei gründen sollen, um so ihre Äpfel nach Russland exportieren zu können. Aber dafür braucht man jemanden, der in der Türkei das Unternehmen gründet. Und das ist wieder kompliziert.
Warum schreibe ich überhaupt noch über den Ukraine-Konflikt? Weil es mich dermassen aufregt, dass einfach nicht getan wird. Die Ukraine sieht hilflos zu, wie Putin und seine ausführenden Handlanger machen, was sie wollen. Das ist praktisch eine Bankrotterklärung. Aber wen interessiert das schon?

Die beiden erkrankten Elefanten im Kölner Zoo sollen auf dem Wege der Besserung sein. Die Pusteln würden nicht mehr werden. Damit wäre wohl der Höhepunkt der Virusinfektion erreicht. Die anderen Elefanten scheinen nicht erkrankt zu sein. Natürlich kann das noch nachfolgen, aber im Grunde sieht man nach dem ersten Auftreten der Pusteln auch bei den anderen Elefanten Veränderungen und einen Ausbruch der Pocken. Hier ist das bisher nicht geschehen und man kann nur hoffen, dass es auch nicht so weit kommen wird. Vielleicht sind die Elefanten auch einfach immun dagegen, weil sie es schon hatten oder sie haben einfach Glück. Wobei, ich weiss gar nicht, ob es eine lebenslange Immunität gegen die Pocken gibt, wenn ein Elefant sie einmal hatte. Also, müssen Elefanten, die es schon einmal hatten, noch mindestens alle zwei Jahre geimpft werden? Brauchen Elefantendame Mala und ihre Lieblingskonkurrentin Mogli noch eine Spritze, um nicht mehr daran zu erkranken? Denn beide sind, wie auch Shandra und Kanaudi (heute Zoo Münster), im März 1984 daran erkrankt. Ging bei allen gut aus und so wird es hoffentlich auch in Köln sein. Problematisch ist, dass die beiden Erkrankten schwanger sind. Theoretisch wäre es also möglich, dass es zu einer Austreibung des Fötus kommt. Wollen wir das nicht hoffen.
Aber wieso waren die nicht geimpft? So muss es gewesen sein? Zuviel Papierkram, wie es hiess? Das klingt für mich eher nach einer schlechten Schlagzeile. Wie auch immer, lieber impfen als behandeln zu müssen, wenn es zum Pockenausbruch kommt.

Elefantendame Mala freut sich, dass sie heute Abend auf RTL-TVi zu sehen sein wird. Vielleicht ist sie auch erst in einer der kommenden Folgen, die bis zum 8. November ausgestrahlt werden, zu sehen. Aber hauptsache, sie hat mehr Minuten als die Pandas oder wie Mala immer zu sagen pflegt „diese langweiligen Bambusfresser“.
Und was macht Mala sonst noch? Natürlich fressen und verdauen, das ist der Lauf des Lebens. Und daneben? Ein paar Vorführungen, Kontakt mit den Besuchern aufnehmen, ab und an mal weben, old Rani sagen, wer die Chefin ist und natürlich die Spiele des FC St. Pauli tippen. Das macht sie nun schon seit mehr als drei Jahren und es macht ihr immer noch Spass, auch wenn sie manchmal aus der Haut fahren könnte, wie St. Pauli seine Chancen versiebt. Und so glaubt sie auch nicht daran, dass St. Pauli morgen gegen 1860 München gewinnen wird. Auch ein neuer Trainer kann das nicht wuppen, wie sie sagt. Da muss erst mal einiges geschehen, dann könnte es was werden mit dem guten Mittelfeld. Die Pusteblume hingegen hat auf ein Unentschieden getippt, genau wie der Schlaubeutel.
Übrigens verstehen sich Thura und Saida in Leipzig immer besser. Eigentlich war das von Anfang an klar, denn sie sind alte Freundinnen und habe schwere Zeiten in Spanien heil überstanden. Dann für acht Jahre die Trennung, vor zwei Wochen die Zusammenführung. Anfangs spielte sich Saida leicht als Chefin auf, was völlig normal ist. Mit Rani wurde sich anfangs nicht so recht warm. Das ist besser geworden und mit Thura ist sie nun auch am berüsseln. Dieses Berüsseln ist nicht nur eine freundliche Kontaktaufnahme, sondern bedeutet, dass ein Elefant den anderen mag. Es ist kein so genanntes „Schmusen“ mehr zu sehen. Denn das nehmen wir zwar als Schmusen wahr, dennoch ist es eine Zurechtweisung, wer von beiden Elefanten das Sagen hat. Momentan ist es noch Saida, aber das kann sich innerhalb des nächsten Jahres schnell ändern. Dürfte Schritt für Schritt von statten gehen. Dann wird Thura Chefin sein.

 

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Bricht die Koalition CDU/FDP?


„Hätten Sie einen kurzen Moment, meine Dame?“
Ich habe ja schon viel erlebt, aber das man mich mit einer Frau verwechselt, nun wirklich nicht. Der muss so ziemlich die falsche Brille aufgehabt haben.

Da fragt man sich doch wirklich: Warum denn nicht gleich so? 2010 stand Joachim Gauck schon einmal für das Bundespräsidentenamt zur Wahl. Damals wollten CDU und FDP den DDR-Bürgerrechtler nicht haben. Stattdessen sollte es der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff sein. wohin das geführt hat, haben wir ja gesehen. Wulff ist weg vom Fenster, wegen Geld und Urlaubsreisen.
Wulff ging und die Frage nach seinem Nachfolger wurde laut. Wen bloss aus dem Ärmel ziehen? Wolfgang Schäuble, Norbert Lammert oder gar ganz jemand anderen? Die SPD besann sich mit den Grünen wieder auf ihren Kandidaten von 2010. Irgendwann knickte die FDP auch ein und wollte ebenfalls Joachim Gauck. Bloss eine wollte ihn nicht: Angela Merkel, ihres Zeichens Bundeskanzlerin – noch. sie wollte nicht klein bei eben, aber den drohenden Koalitionsbruch konnte sie dann doch abwenden. Sie, und damit auch die gesamte CDU/CSU, lenkten ein. Damit steht einer Wahl Joachim Gaucks zum Bundespräsidenten nichts mehr im Wege. Es wäre der erste Bundespräsident, der aus der ehemaligen DDR kommt. Zu einer Frau hat es immer noch nicht gereicht. Eigentlich traurig, wo wir doch schon eine Bundeskanzlerin haben.
Merkel ist jetzt natürlich beleidigt, weil sie ja Gauck nun überhaupt nicht haben wollte. Und dann prescht die FDP einfach vor, stellt sich quer und bestimmt Gauck zum neuen Bundespräsident-Kandidaten. Und einen Koalitionsbruch kann sich Merkel momentan wirklich nicht leisten. Sie muss ja Angst haben, dass sie nun gar nicht mehr wiedergewählt wird. Danach sieht es wohl wirklich so aus. Aber dafür ist nun von einem Vertrauensbruch der FDP die Rede. Wieso denn das? Die haben ssich schnell entschieden, denn es gab doch keinen aussichtsreicheren Kandidaten als Gauck.
Dessen Rede gestern fand ich übrigens originell. Ehrlich und mit einer Prise Humor gewürzt. So einen Bundespräsidenten möchte man doch haben.
Regina hat übrigens eine These, warum Merkel nicht Gauck haben wollte. Sie sei mit ihm über hundert Ecken verwandt. Das könne man am Gesicht eindeutig sehen. Nun ja, wenn es Regina sagt, wird es wohl stimmen, schliesslich sieht sie Dinge, die andere nicht sehen.

Fasching ist wieder angesagt. die Redaktion spielt verrückt, schliesslich haben wir hier ein paar Kölner sitzen. Und ich kann dem einfach nicht entfliehen. Das ist so furchtbar gemein! Der größte Karnevalsmuffel, den es überhaupt geben kann. Aber am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei.

In Hamburg ist ein sechsjähriges Mädchen an EHEC gestorben. da hat man diese Killer-Seuche für besiegt erklärt, nachdem im letzten Jahr eine regelrechte Epidemie durch verseuchte Bockshornkleesprossen ausgebrochen war. Und nun das. Gut, geben tut es EHEC immer mal wieder in Einzelfällen. deshalb sollte es jetzt zu keiner Panik kommen. Aber im Auge behalten sollte man es dennoch.

Ach ja, wo ich gerade von Hamburg spreche: Wer deutsche Politiker ist neben Christian Wulff noch in Osnabrück geboren worden, tut aber gerne so, als wäre er ein waschechter Hamburger? Es ist kein geringerer, als Hamburgs erster Bürgermeister Olaf Scholz.

Bayern sieht im Fußball seine Fälle wegschwimmen, jedenfalls was die ymeisterschaft betrifft. aber im Grunde genommen können sie noch alles verspielen: Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Dem HSV ist das schon mehrmals gelungen. Aber wenn Bayern mal zwei Saisons hintereinander nicht die Meisterschaft gewinnt, haben sie Angst, den Anschluss an ihre Erfolge zu verpassen. Wieso habe ich da nun überhaupt kein Mitleid?

 

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Stürzt Deutschland in den Abgrund?


Heute fange ich mal aus gegebenem Anlass mit einem kleinen geschichtlichen Exkurs statt. Ist sonst nicht so ganz meine Art, aber ich denke, dass dieses heutige Datum wichtig für die Geschichtsschreibung war und ist. Worum es geht? Um den japanischen Angriff auf den US-amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Habor vor genau siebzig Jahren.
Dieses Datum ist in dem Sinne wichtig, weil dadurch sozusagen der Zweite Weltkrieg eine entscheidene Wendung nahm. Erstens wurde er nun wirklich zum Weltkrieg, denn er beschränkte sich nicht mehr nur noch auf Europa, und zweitens traten die USA in den Krieg ein. Es war der Anfang vom Ende von Nazi-Deutschland. Dieses war mit den Japanern verbündet gewesen und hatte demzufolge auch den USA den Krieg erklärt. Die USA hatten nun einen Grund, nicht nur Japan, sondern auch Deutschland den Garaus zu machen. – Gut, ich rede ein wenig salopp, aber jeder versteht wohl was ich meine. – Bis dahin war die USA relativ neutral gewesen, von Lieferungen an die Sowjetunion einmal abgesehen.
Der Krieg wurde zum Weltkrieg, es kam zum D-Day und leider auch zu den beiden Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki. Was passiert wäre, wenn die USA nicht in den Krieg eingetreten wäre, tja, das ist eine Frage, die die Geschichtstheoretiker gerne durchnudeln. Eventuell hätte das Kriegsende sich noch um Jahre verzögert, vielleicht hätte Nazi-Deutschland auch die USA angegriffen. Wer weiss das schon? Aber vor allem hätte es sicherlich einige Städtebombardierungen nicht in dem Ausmass gegeben, wie es schliesslich stattfand.
Der Angriff auf Pearl Harbor war definitiv ein Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Zwar hat es danach noch über dreieinhalb Jahre gedauert bis der Krieg vorbei war, aber wollen wir wirklich darüber nachdenken, was geschehen wäre, wenn die USA nicht in den Krieg eingetreten wären? Wäre Deutschland heute das, was es ist oder immer noch ein faschistischer Staat?
Siebzig Jahre ist es her auf den Tag genau, dass die Japaner den hawaiianischen Flottenstützpunkt der USA angriffen.

So weit zu meinem kleinen Exkurs, weiter geht es mit der Überschrift. Ja, ich habe es recht drastisch formuliert, aber ich finde, dass die deutsche Regierung so langsam nicht mehr weiss, was sie eigentlich macht. Bei manchen Dingen kann man wirklich nur noch den Kopf schütteln und fragt sich, wohin das alles noch führen soll.
Die Rating-Agentur Standard & Poor’s droht Deutschland (und anderen EU-Ländern) mit einer Herabstufung der Bestnote AAA im nächsten halben Jahr. Eine Drohung nur, aber angesichts dessen, was momentan über Steuersenkungen, einsparung bei Zuschüssen im Arbeitslosenmarkt und der Senkung der Rentenbeiträge in den Nachrichten ist, finde ich schon, dass diese Drohung gefährlich klingt. Gut, dennoch hat Deutschland sich Geld für Mini-Zinsen leihen können, aber das heisst ja noch nichts. Denn bisher steht diese Drohung nur im Raum, geschehen ist noch nichts. Und wer nicht versteht, worum es eigentlich bei dieser Herabstufung geht, dem sei gesagt, dass es darum geht, wie viel Prozent an Zinsen Deutschland oder jedes andere x-beliebige Land zahlen muss. Wer die Bestnote AAA hat – erinnert mich immer an Elektronikartikel wie Wasch- oder Spülmaschinen -, muss nicht so viele Zinsen zahlen, wer schlechter bewertet wurde, der bekommt höhere Zinsen aufgebrummt. Verstanden, worum es geht?
Also das droht Deutschland, und nicht nur uns, im nächsten halben Jahr. Es wird eine Rezession in Europa erwartet. Zudem steht ja nicht nur Griechenland schlecht da, die sind die Spitze des Eisbergs. Hintendran stehen Portugal, Spanien, Italien und auch Frankreich. Noch steht Deutschland gut da und wehrt sich gegen die sogenannten Euro-Bonds, wo jedes Land für die Schulden eines anderen Landes aufkommen soll. Will heissen: Wir müssten für Griechenlands Schulden geradestehen. Wollen wir das? Nein, deshalb sperren sich Merkel und Schäuble auch dagegen, wie ich ja bereits in meinem vorherigen Beitrag geschrieben habe. Dadurch werden Stimmen laut, dass Deutschland sich in Europa isolieren würde, aber bei solch einer Sache muss man zeigen, was man eigentlich will. Wenn wir irgendwie an der Misere des jeweiligen Landes Schuld wären, gut, das ist was anderes. Aber doch nciht so. Das Land hat das selbst verbockt und soll die Folgen auch tragen – und wenn es dafür in die Pleite geht. Hat Argentinien auch gemacht, heute stehen sie wieder gut da.
Dennoch bin ich besorgt, was momentan hier in Deutschland mit der Wirtschaft vor sich geht. Direkt Wirtschaft ist es nicht, sondern hat nur im Äusseren damit zu tun, aber ohne die Dinge, wäre eine Ankurbelung der Wirtschaft nicht möglich. Und das ist, was wir brauchen. Einen Kreislauf, doch der wird jetzt gestört.
Im nächsten Jahr werden die Zuschüsse für die Ein-Euro-Jobs drastisch zurückgefahren, so dass es kaum noch Ein-Euro-Jobber geben wird. Dies wiederum hat zur Folge, hier spreche ich für Bayern, dass die so genannten Gebrauchtwarenhäuser dichtmachen müssen. Denn sie konnten sich nur durch die Ein-Euro-Jobber tragen, die nun alle eine Kündigung erhalten haben. Bald jedes Gebrauchtwarenhaus wird geschlossen, da es sich nicht mehr finanzieren lässt. Das ist traurig für die Kunden und vor allem traurig für die Mitarbeiter, denn diese würden sehr wahrscheinlich ohnehin keinen Job mehr bekommen. Und so fühlten sie sich wenigstens noch gebraucht und konnten was tun. Heisst es nicht immer, dass die Arbeitslosen gar nicht arbeiten wollen. Für einen kleinen (?) Anteil mag das zutreffen, dass diese arbeitsscheu sind, aber viele wollen gerne arbeiten und sind darum froh gewesen, dass sie eben einen Ein-Euro-Job hatten. Und dieser fällt nun weg. Geld muss eingespart werden, aber ob es an der richtigen Stelle ist. Man hat so den Menschen ein Stück ihrer Würde genommen, die sie durch diese Jobs wiedererlangt hatten. Wer nicht arbeiten will, der macht eh nichts, aber die, die arbeiten wollen, aber in ihrem Job nichts mehr bekommen, den sollte zugestanden werden, sich wenigstens als Ein-Euro-Jobber zu verdingen.
Diese Zuschüsse werden gekürzt. Und man muss mal bedenken, dass Hartz IV-Empfängern nichts vom Amt in die Rentenkasse eingezahlt wird. Dennoch herrscht in der Rentenkasse ein Überschuss – deshalb vielleicht? -, weshalb nun die Rentenbeiträge gesenkt werden müssen. Das ist so vorgesehen, aber im Grunde genommen schwachsinnig. Denn wir Spätgeborenen – gilt ab 1980 – werden kaum die Rente bekommen, die wir mit unserer Hände Arbeit eigentlich verdient hätten. Uns wird wenig bleiben, deshalb sollte dafür gesorgt werden, dass die Rentenbeiträge so bleiben, wie sie sind. Zwar meckere ich auch über diese Beiträge, aber dennoch weiss ich, dass ich irgendwann einmal was rauskriegen werde. Sollten diese aber nun gesenkt werden, kommt dabei nichts rum. Stattdessen muss ich fürchten, wie viel ich eigentlich bekommen werde, wenn ich in Rente gehe. Oder wird das Rentenalter gleich noch einmal bis 70 Jahre rausgeschraubt. Möglich wäre alles. Ich mag es mir gar nicht ausmalen.
Und wenn ein Überschuss in der Rentenkasse herrscht, dann sollte vielleicht einmal wirklich an die Frauen gedacht werden, die vor 1992 ein Kind bekommen haben. Denen wird nur ein Jahr für die Rente angerechnet, allen Frauen, die nach 1992 ein Kind bekamen, werden hingegen drei Jahre angerechnet. Eine schreiende Ungerechtigkeit nenne ich so was. Es ist ja sogar vor ein paar Tagen diskutiert worden, ob das nicht geändert werden soll und die Erziehungsjahre für alle Frauen auf drei Jahre pro Kind heraufgesetzt wird. Doch dieser Vorschlag ist abgelehnt worden. Stattdessen werden die Beiträge gesenkt, da die Rentenkasse zu gut gefüllt ist. Ist das nicht ungerecht?
Ja, klar stellt sich die Frage, was mit denjenigen Frauen passiert, die schon längst in Rente sind, bekommen diese dann auch noch einen Zuschlag? Mein Vorschlag, die Erziehungsjahre sollten heraufgesetzt werden und zwar etwa ab 1980 oder 1975. Einige der Frauen, die damals ein Kind bekamen, sind noch nicht in  Rente, weshalb es da leichter ist, die Erhöhung noch mit einzuberechnen. Darüber sollte wirklich einmal nachgedacht werden.
Warum ich mich dafür einsetze? Ich muss da an meine Tante denken. Sie ist damals zu Hause geblieben, als ihre Kinder klein waren. Und nun fehlen ihr diese Jahre in der Rente, da ihr pro Kind nur ein Jahr gutgeschrieben wird. Und so wie meiner Tante ergeht es gewiss auch anderen Frauen. Die Politiker sollten sich das wirklich noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Ab Geburtsjahrgang 1980 gibt es drei Erziehungsjahre und fertig.
Aber nein, senken wir doch lieber die Steuern, wie es die FDP in ihrem Wahlprogramm versprochen hat. Was soll denn gesenkt werden? Die Einkommenssteuer? Oder was? Ich sehe da wirklich keine einzige Steuer, die unbedingt gesenkt werden müsste.

Apropos, erinnert sich noch jemand an das Jammern der Krankenkassen, dass sie kein Geld hätten? Ja, ja, nun ist herausgekommen, dass sie einen riesigen Überschuss haben. Und womit haben sie das wohl errungen? Richtig, mit Zusatzbeiträgen, wobei die ja nicht jede Kasse erhebt. Ich darf mich zu den Glücklichen zählen, die bisher noch nichts zahlen mussten. Und ich hoffe, dass das auch weiterhin so bleibt. *dreimalaufholzklopf*
Dafür darf ich mir jetzt mein schönes Konterfei auf der neuen Versicherungskarte angucken. Ich sehe aus wie ein Schwerverbrecher, was auch daran liegt, dass ich damals beim Passbild geschickt habe. Und da sehe ich wirklich nicht nett drauf aus. Aber noch nicht die alte Karte wegwerfen, denn es könnte ja noch Arztpraxen geben, die noch nicht auf das neue System umgestellt haben. Wie gut, dass ich bereits beim Zahnarzt war in diesem Jahr.

 
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Verfasst von - 7. Dezember 2011 in Blog, Kultur, Real life, Technik

 

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