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Paris – Die Angst bleibt


Beide Geiselnahmen in Paris wurden am gestrigen Tag beendet. Die Geiselnehmer sind tot, so wie sie es beabsichtigt hatten. Sie wollten als Märtyrer sterben. Für einige mögen sie das gewiss sein, aber für die Mehrheit sind sie verrückte Fanatiker gewesen, die sich im Namen einer Religion ihr eigenes Gesetz geschaffen haben.
Paris könnte aufatmen, dass es vorbei ist. Doch wie lange wird der Moment des Friedens dauern? Wird es zu weiteren Terroranschlägen kommen?
Mir kommen immer noch die Erinnerungen an 1995, als ich genau als der zweite Anschlag war, mich in einem Vorort von Paris aufhielt. Danach war ich mit meiner Familie Tage später selbst in Paris und bevor der dritte Anschlag geschah, waren wir schon längst wieder in Finnland.
Es könnte zu weiteren Anschlägen kommen, keine Frage. Man hat gesehen, dass Frankreich – und nicht nur Frankreich – verwundbar ist. Deshalb werden nun nach weiteren Bekannten der Terroristen gefahndet, weil weitere Anschläge vermutet werden.
Das Abendland wurde erschüttert. Nie hätte man mit so etwas gerechnet, obwohl es immer die Möglichkeit gab, dass es zu Anschlägen kommen könnte. Aber wer denkt an so was? Niemand, denn so was will man sich nicht einmal vorstellen.
Der Schock sitzt tief, weil es auf einmal Dinge infrage stellt, über die wir uns keine grossen GEdanken gemacht haben. Es stellt sich die Frage, wie weit Satire gehen darf. Dürfen Religionen satirisch verrissen oder beleidigt werden?
Im Grunde genommen schon, wenn Auslegungen der Religion verdreht werden und die Mehrheit oder auch eine Minderheit daran glaubt.
Ob man nun den Propheten Mohammed karikieren muss, ist ein zweigespaltenes Schwert. Wir im Westen machen uns das weniger gedanken, als in einem muslimisch geprägten Land. Wir haben nicht einmal Respekt vor dem Christentum. Hat sich deshalb ein Christ zum neuen Kreuzritter berufen gefühlt und einen Kreuzzug gestartet? Nein, denn auch wenn sich einige an Satire am Christentum stören, so passiert so was nicht. Damit will ich nicht sagen, dass es nie passieren würde – Fanatiker gibt es überall -, aber unsere Waffe ist das Wort und dicht ein Schnellfeuergewehr.
Paris könnte aufatmen, doch der Schock sitzt tief. Es ist noch nicht ausgestanden. Es kann noch viel passieren – leider!

Gestern wurde bekannt, dass die USA sich mit Boston um die Olympischen Sommerspiele 2024 bewerben werden. Einige Stimmen sagten daraufhin, dass das Rennen nun gelaufen sei. Allerdings stellt sich die Frage, ob Boston tatsächlich mit seinen niedrigen Kosten auskommen wird.
Damit bleibt dem deutschen NOC nur ein Bewerber, der gegen Boston antreten kann – Hamburg! Denn beide Städte liegen am Wasser!
Ein toller Grund, nicht wahr? Ja, finde ich auch.
Aber es muss Hamburg einfach werden. Ich bin mir sicher, dass Hamburg nicht so beschämend bei der Wahl für Olympia 2012 gescheitert wäre, wie es mit Leipzig war. Nichts gegen Leipzig, aber olympiareif sind die einfach nicht, genauso wenig wie Berlin. Wenn ich an Berlin und Olympia denke, fällt mir immer nur dieser Bestechungsskandal ein. Ewig her, aber ich habe es noch im Kopf.
Natürlich hätte Berlin den Vorteil, dass man nicht mehr so viele Stadien bauen müsste, man könnte auf Vergangenes zurückgreifen.
Hamburg müsste alles bauen, aber die Stadt ist mir sympathischer. Liegt vielleicht auch daran, dass in dieser Stadt für beinahe fünf Jahrzehnte Europas klügster Elefant gelebt hat.
Die Unterstützung für Olympia soll in Hamburg auch grösser sein als in Berlin. In ein paar Monaten werden wir wissen, welche Stadt Deutschland bei der Wahl zu den Olympischen Spielen 2024 vertreten wird.

Aus dem Allwetterzoo Münster gibt es traurige Nachrichten. Das Jungtier von Elefantin Corny wurde tot geboren. Um die Todesursache herauszubekommen, kam der Kadaver oder besser gesagt, das tote Elefantenbaby, ins Berliner Institut für Zoo-und Wildtierforschung. Dann wird man Klarheit erhalten, ob es an einer Herpesinfektion gestorben ist, wie anno 1999 das Jungtier von Bernhardine, das aber erst mehr als 24 Stunden nach der Geburt starb, oder ob die Geburt zu lange dauerte.
Oft, nicht immer, ist es so, dass das erste Jungtier tot zur Welt kommt. Beispiele sind Lai Sinh und Salvana aus Hamburg. Nein, Hoa zählt nicht dazu, sie hat einfach nur einmal zu fest zugetreten.
In einigen Monaten könnte Corny wieder trächtig werden. Dass sie eine gute Mutter geworden wäre, hätte sie gezeigt, als sie ihr totes Jungtier berüsselte und es anstupste, damit es sich bewegt. – Doch das tat das Kuhkalb nicht.
Ja, es war ein weiblicher Elefant gewesen. Da wirkt der Verlust oft umso grösser, als bei Bullenkälbern. Hängt damit zusammen, dass man Bullen ab ihren Flegeljahren von der Herde separieren muss und dazu einen freien Platz in einem Zoo brauchen. Es werden einfach nicht so viele Bullen gebraucht, wie es Elefantenherden gibt. Der Zoo Zürich hält nun zwei Elefantenbullen. Aber es ist auch immer eine Frage des Platzes.
Damit ist Corny schon der dritte Elefant aus der Nachkommenschaft des verstorbenen Elefantenbullen Hussein, dessen Nachwuchs nicht lebte. Elefantin Ratna verlor bereits in den ersten drei Monaten die Frucht, während es bei Salvana und Corny zu einer Totgeburt kam. Einzig das Jungtier von Elefantin Sandry aus dem Schweizer Zoo in Rapperswil kam gesund und munter zur Welt. Nun liegen die Hoffnungen bei Kandy, die etwa im Dezember dieses Jahr ihr erstes Kind zur Welt bringen soll. Was mit Salvana ist? Tja, es hiess mal, sie sei auch tragend, aber seitdem hat man davon nichts mehr gehört. Zudem fragt sich Jonas, wie das bei ihr auch werden wird. Sie sei in den letzten Wochen ziemlich seltsam geworden. Verrückt sei sie immer ein wenig gewesen, aber nun werde es immer schlimmer mit ihr. Ausserdem ist sei sie nie zusammen mit den anderen Elefanten in der Halle, sondern stehe in einer Box. Hier vermutet Jonas, dass Salvana so ihre Ruhe vor Darjeeling hätte, der sie immer ärgern würde.
Das mit Corny ist traurig, aber es geht weiter.

 

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Warum reden wir eigentlich über diesen Wahnsinnigen?


Denn genau das hat er doch gewollt, als er sich widerstandslos festnehmen liess nach seinem Amoklauf oder wie man den Anschlag auch immer bezeichnen will.
Jedenfalls waren es weder Al-Qaida noch irgendwelche anderen islamischen Terroristen. Nein, es war ein Norweger, der mit seinem Land und vor allem mit einer Partei nicht zufrieden war. Neun Jahre hat er auf diesen Tag hingearbeitet. Nichts deutete darauf hin, dass es zu so etwas kommen würde. Und so ist es dann gekommen, wie es kam: Das Osloer Regierungsviertel sieht aus wie ein Schlachtfeld und das Ferienlager wurde zum Ort ohne Widerkehr. 93 Tote sind es bislang, einige werden noch vermisst.
Dieser selbsternannte Kreuzritter – ich glaube nicht, dass er wirklich weiss, was ein Kreuzritter ist. Kennt wahrscheinlich nur das, was so in etwa über die mittelalterlichen Kreuzritter bekannt ist, dass sie für ihren Glauben kämpften und Jerusalem von den Ungläubigen befreien wollten. Was im übrigen ein Papst namens Urban II. angezettelt hat. Alles Verrückte, damals wie heute. Aber in unserer heutigen Zeit, wer glaubt das denn noch.
Und natürlich glasklar, dass der Attentäter sich als nicht schuldig bezeichnet. Schliesslich wollte er ja nur sein Land und Europa retten. Und der wahre Schuldige ist natürlich die Partei von Stoltenberg, da die es nciht geschafft habe, die Muslime aus dem Land zu vertreiben, sondern sie auch noch hineingeholt habe. Selten so was gehört. Aber da spricht jemand, der von sich und „seiner Aufgabe“ sehr überzeugt ist. Wobei er ja jetzt auch davon redet, dass es noch mehr als ihn geben würde, die das geplant hätten. Der grösste Witz ist ja, dass er sagte, er wolle nicht so viele Menschen wie möglich töten wollte. Warum hat er dann überhaupt getötet? Weiss er vielleicht selbst nicht.
Hat jemand mal ein paar Sätze aus diesem Manifest gelesen, wenn sie irgendwo in einer Zeitung oder im Videotext standen? Das erinnert mich doch an Hitlers Buch „Mein Kampf“. Das war auch so ein Propaganda-Wirrzeug. Nicht über 1500 Seiten stark, aber da stand genauso viel Unsinn drin, wie in diesem Manisfest drinstehen wird.
Ist es nicht hinterhältig, dass der Attentäter sich als Polizist verkleidete und dann den Jugendlichen in den Rücken schoss? Wer jemandem in den Rücken schiesst, ist feige, da er seinem Opfer nicht in die Augen sehen kann. Und wenn es einen nicht sieht, ist es doch gleich viel leichter.
Und dann ergibt er sich einfach so. Hätte sich ja genauso gut auch in die Luft sprengen können. Doch nein, er möchte weiterleben, damit er sich erklären kann. Er will seine Thesen verbreiten, was er natürlich nicht kann, wenn er tot ist.
Ich bin ja nicht dafür, jemanden einfach zu töten. Aber hier wäre es das beste gewesen, wenn der Attentäter einfach erschossen worden wäre. Zwar wäre er zu einer Art Märtyrer stilisiert worden, aber er hätte kein weiteres Unheil mehr anrichten können. Und genau das kann er jetzt, wo er in Haft sitzt, wo er verurteilt werden wird. Lebendig ist er viel gefährlicher, als wenn er tot wäre. Aber bevor sich das jetzt so anhört, dass ich ihn gerne tot sehen würde, höre ich mit meiner DIskussion auf. Sonst wird noch ein falsches Licht auf mich geworfen, denn ich will ihn keinesfalls tot sehen. Ich sage nur, dass es besser gewesen wäre, wenn er erschossen worden wäre. Könnte jeder Psychologe sagen.
Aber wenn das jeder so machen würde. Sagen wir, jemand ist auf die CDU nicht gut zu sprechen. Also erst einmal die Regierung danieder machen und sich dann an den jungen Christdemokraten rächen? Das geht doch wohl auch anders. Aber Mord ist ja so einfach. Als ob Blut alles lösen würde. Wozu kann man demonstrieren, wozu gibt es die Redefreiheit?

Mit meinem PC bin ich immer noch nicht weiter. In der Redaktion kann mir auch keiner helfen, nicht einmal von den Technikern. Denn wir arbeiten hier alle mit Macs. Und die gehen bekanntlich nicht kaputt, bekommen nicht einmal einen Virus. So toll sind die, aber was nützt es mir. Ich will meinen PC wieder zum laufen bringen, aber BIOS hat etwas dagegen und ich weiss nicht, was ich tun soll. Worum es geht? Das steht im vorherigen Eintrag. Ich will es nciht noch einmal schildern.

 
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Verfasst von - 25. Juli 2011 in Blog, Fernsehen, Real life, Technik

 

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