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Schlagwort-Archive: Skandal

Nichtwähler zerstören die Demokratie


Morgen ist der grosse Tag des Jahres da: Bundestagswahl.
Noch einmal haben alle Parteien ihre letzten Register gezogen, um auch wirklich jeden potenziellen Wähler zu erreichen. Mein Briefkasten quoll über von verschiedenen Parteiinfozettel. Leider viel zu spät, denn ich habe bereits vor Wochen gewählt – per Briefwahl.
Es ist ja schön, dass die Parteien versuchen, jeden zu erreichen, aber vielleicht sollten sie bereits damit beginnen, wenn die Wahlunterlagen ausgeliefert werden und nicht erst kurz vor Toreschluss. Denn ich bin jemand, der grundsätzlich Briefwahl macht. Deshalb sind die Parteiwerbezettelchen wenige Tage vor der Wahl bei mir einfach nur noch Altpapier und werden ungelesen weggeworfen. Denn was ich nicht brauche, will ich nicht.
Nichtsdestotrotz werden noch um die letzten unentschlossenen Wähler gekämpft. Dabei geht es doch vielmehr um die Nichtwähler. Denn diese verzerren die Demokratie. Einer meiner Nachbarn wählt schon seit Jahren nicht mehr. Erst kam er mit der Ausrede, er würde die Sachen auf dem Stimmzettel nicht erkennen können und der Weg ins Wahllokal wäre zu beschwerlich. Da habe ich versucht, ihm die Briefwahl schmackhaft zu machen. Da kam dann raus, dass er nicht wählen geht. Man wisse ja sowieso nicht, was man wählen soll. Aber CSU sei so schlecht auch wieder nicht. Aha, deshalb also hat Horst Seehofer letzte Woche so haushoch gewonnen.
Also gar nicht zur Wahl gehen, geht überhaupt nicht, denn damit kann man erstens nicht über die Politiker motzen und zweitens sorgt man dafür, dass eventuell Parteien reinkommen, die gar nicht im Parlament vertreten sein sollten.
Wenn man schon nicht mit den grossen Parteien und deren Programmen zufrieden ist, soll man doch eine ungültige Stimme abgeben oder eine Partei wählen, die garantiert nicht durchkommt. Muss ja nicht gleich eine Partei sein, die immer mal wieder verboten werden soll. Und wo es den V-Mann-Skandal gab.
Also, wer keine Briefwahl gemacht hat, sollte morgen zum Wählen gehen. Das ist wichtig, das ist Demokratie!
Was am Ende herauskommt, hat man sowieso nie gewollt, aber wer nicht wählt, kann nicht mitreden!

Hat sich irgendjemand mal diesen Blödsinn von Promi Big Brother angetan? Beruflich musste ich es mal machen und habe nach den ersten zehn Minuten aufgegeben. So einen Mist habe ich selten gesehen. Dschungelcamp lebt durch die Moderation, aber Oliver Pocher ist hier absolut nicht geeignet. Und wieso ist eigentlich Cindy aus Marzahn dabei? Als schmückendes Beiwerk vielleicht? Da war sie bei Markus Lanz und Wetten, dass..? noch besser aufgehoben. So blass habe ich sie selten gesehen.
Kein Wunder, dass der Sendung die Zuschauer reihenweise davonlaufen. Nun werden angeblich sogar Live-Zuschauer gesucht. Da bekommt man sogar Geld für, damit man sich eine Stunde dort den Hintern plattsitzt und sich langweilt. Das Format kann man als gescheitert erachten, vor allem seitdem David Hasselhoff nicht mehr dabei ist. Wobei, so sehr wird er wohl nicht vermisst und der Zuschauer vermisst ihn auch nicht. Welche Zuschauer? Richtig, die Sendung guckt ja kaum noch jemand.

Elefantendame Mala geht morgen nicht wählen, dazu ist sie eben ein Dickhäuter. Zudem würde sie auch nur zwischen Obst und Gemüse wählen und da wird ihr die Qual der Wahl abgenommen, indem ihr immer schmackhafte Sachen vorgesetzt werden. Bloss auf gekochte Kartoffeln muss sie verzichten. Ist besser für die Figur.
Aber wieder einmal hat Mala ein Spiel des FC St. Pauli getippt. So ist Mala davon überzeugt, dass St. Pauli Montag gegen Fortuna Düsseldorf gewinnen wird. Wollen wir es hoffen.
Letzte Woche berichtete ich noch davon, dass Thorsten Fink spätestens im Oktober kein HSV-Trainer mehr ist. Damit hatte ich recht, wie ich feststellen darf, denn bereits Anfang der Woche wurde er seines Postens enthoben. Zeit wurde es, wobei ich ihn vor zwei Jahren gar nicht erst geholt hätte. Für Fink wurde teures Geld bezahlt. Da hätten sie lieber Bernd Schuster holen sollen, da wäre das Geld besser investiert gewesen. Gut, nun ist es zu spät. Wer nun Trainer wird? Markus Babbel vielleicht? Warum nicht, solange es nicht Matthäus wird, den eh niemand ernst nimmt. Aber er ist immer im Gespräch, das hat er in der Telefonwerbung richtig festgestellt.

Wer morgen nicht weiss, was er während des ganzen Wahlabends machen soll, der kann lesen. Das 1. Kapitel von Aneba. Die Rückkehr ist auf bookrix erschienen und dürfte wohl ab morgen schon bei Amazon erhältlich sein. Und wenn nicht, gibt es ja noch andere Geschichten von Henrik Quedburg und Helen Dalibor.

 

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Darf man Pferdefleisch essen?


Der Pferdefleischskandal hat sich nun auf siebzehn EU-Länder ausgeweitet. Nun gibt es von der Verbraucherministerin Aigner einen Zehn-Punkte-Plan, um weitere Lebensmittelskandale zu vermeiden. Aber was wird es bringen? Der nächste Lebensmittel-Skandal kommt bestimmt.
Mal überlegen, was war denn noch nicht an der Reihe? Wie wäre es mit Speiseeis? Ach nein, da gab es ja schon die Erkenntnis, dass das Eis mit gehärteten Pflanzenfetten gestreckt wird. Was also dann? Wieder Gammelfleisch oder doch eher was im Obst/Gemüse-Bereich? Na, wie wäre es mit einem Dünge- oder einem Hygiene-Skandal? Wir werden sehen, das nächste Jahr kommt bestimmt, denn in diesem Jahr haben wir bereits den Pferdefleisch-Skandal.
Tja, ich klinge ein wenig zynisch, das gebe ich zu. Aber ich kann das alles wirklich nicht mehr hören. Wir wollen alles billig, billig haben, Qualität kommt meist erst zum Schluss. Da brauchen wir uns doch wirklich nicht wundern, das so etwas passiert. Nun gut, wir können nun zu Bio-Lebensmitteln wechseln. Aber ist das alles wirklich bio und warum sehen die Haltungsbedingungen von Tieren oft nicht besser, manchmal sogar schlimmer, aus als bei konventioneller Haltung? Ja, es gibt verschiedene Bio-Siegel, wo auch auf die Haltungsbedingungen wert gelegt wird. Aber manchmal sind die doch noch ein wenig lasch. Und kennen wir überhaupt alle verschiedenen Siegel, die in ganz Deutschland existieren?
Sollten wir vielleicht nicht eher anfangen, uns von Insekten zu ernähren, wie es die WHO empfohlen hat? Aber wollen wir wirklich alle Heuschrecken, Mehlwürmer, irgendwelche Insektenlarven und noch andere Dinge, wirklich alle konsumieren? Wird da nicht wieder ein neuer Teufelskreis eröffnet? Insektenfarmen schiessen aus dem Boden und züchten jede Menge der kleinen Tierchen. Noch ist nicht genau erforscht, was bei einer weit größeren Züchtung als heute für Krankheiten kommen können. Und was würde passieren, wenn eine dieser Insektenfarmen mal ein Leck hat und die ganzen Heuschrecken entkommen? Sind dann unsere Ernten gefährdet?
Wir sollten wirklich einmal überlegen, wofür wir unser Geld ausgeben. Natürlich ist es in Zeiten der Inflation nicht leicht, aber wir können doch nicht immer nur auf der Billigspur leben. Irgendwann werden wir den Preis dafür zahlen müssen.
Empörung haben nun zwei Politiker auf sich gezogen, die sich dafür aussprechen, dass die Lasagne, in der Pferdefleisch festgestellt wurde, an die Bedürftigen abgegeben wird. Da haben sich nun die Hilfsorganisationen aufgeregt. Ich weiss gar nicht, was das soll. Wenn festgestellt wurde, dass das Pferdefleisch nicht gesundheitsschädlich ist, warum sollen dann die Produkte weggeworfen werden. In der dritten Welt verhungern immer noch genügend Menschen und wir gehen mit unseren Lebensmitteln um, als seien sie nichts, weil wir alles im Überfluss haben. Ausserdem sei jedem selbst überlassen, ob er die Produkte essen möchte, wo das Pferdefleisch festgestellt wurde oder nicht. Es soll ja niemand gezwungen werden.
Gut, es ist ein ungewöhnlicher Vorschlag, aber damit soll niemand verhöhnt oder erniedrigt werden, bloss weil er bedürftig ist. Es soll nur verhindert werden, dass die Produkte vernichtet werden, da sie nicht gesundheitsschädlich sind, aber eben zuzüglich zum Rindfleisch auch Pferd enthält. Das schmeckt man weder heraus noch sieht man es dem Fleisch an. Es ist sogar gesünder als jedes andere Fleisch. Aber es halten sich eben immer noch die Vorbehalte, dass man Pferdefleisch nicht essen will. Bis zum 19. Jahrhundert war es verboten, Pferdefleisch zu verzehren. Wie es in Kriegszeiten aussah, will ich gar nicht wissen, denn da war man froh, wenn man etwas zu essen hatte. Dieses Verbot Pferdefleisch zu verzehren stammt noch aus der Römerzeit und hielt sich bis in die Neuzeit. Also eine halbe Ewigkeit und noch immer gibt es Vorbehalte.
Warum das so ist, kann ich mir nicht erklären, wir essen doch auch ohne Gewissensbisse Rind, Schwein oder Geflügel. Wieso ist das Pferd so etwas Besonderes? In China essen sie sogar Hunde, allerdings gibt es dort auch kaum etwas, was sie nicht essen. Dort sind sogar Hühnerkrallen eine Delikatesse.
Also bevor die mit Pferdefleisch verunreinigten Produkte weggeworfen werden, obwohl sie geniessbar und nicht gesundheitsschädlich sind, soll man sie doch verteilen. Natürlich nur an diejenigen, die diese Produkte auch haben möchten.

Hat irgendjemand das Montagsspiel der Zweiten Liga gesehen? Mein Onkel hat sich vielleicht aufgeregt. Vor allem konnte er nicht glauben, dass St. Pauli bereits in den ersten fünf Minuten in Rückstand gerät – durch eine Standardsituation. Und dann passierte vonseiten der Heimmannschaft überhaupt nichts mehr. Irgendwie konnte man es vorausahnen, denn der HSV hatte schliesslich knapp mit 1:0 gewonnen. Und wenn der HSV gewinnt, verliert St. Pauli wie auch umgekehrt. Selbst Mala hatte auf eine Niederlage getippt. Dabei traut sie den Kiezkickern doch sonst immer einiges zu. Aber nicht gegen Köln.
Gestern bereits ging es für St. Pauli gegen den FSV Frankfurt. Elefantendame Mala bewies erneut den richtigen Riecher, als sie ganz optimistisch auf einen Sieg tippte. Wer hätte geglaubt, dass die Kiezkicker wirklich gegen den Viertplatzierten gewinnen würden? Ich war mehr als skeptisch, aber das alte Rüsseltier hat ja auch mehrmals bewiesen, dass sie mit ihren Vorhersagen richtig liegt. Und dann hat auch noch Malas Lieblingsspieler alle drei Tore geschossen. Da freut sie sich gewiss gewaltig. Aber ob die Euphorie bei den Kiezkickern anhalten wird? Noch sind sie nah an den Abstiegsrängen. Sie dürfen jetzt nicht wieder in den alten Trott verfallen, ansonsten wird das nichts und die Dritte Liga ist näher als gedacht.

Und noch etwas über Malas altes Zuhause. Ab dem 04. April läuft die vierte Staffel von „Leopard, Seebär & Co.“ in der ARD. Dieses Mal ging das recht schnell mit der nächsten Staffel. Knapp ein Jahr lag zwischen dem Ende der letzten Folge der dritten und dem Beginn der vierten Staffel. Zuvor waren es mehr als zwei Jahre gewesen. Ich bin nur gespannt, ob die etwas von Husseins Abtransport und etwas von der alten Elefantendame zeigen. Ansonsten interessiert mich diese Sendung überhaupt nicht. „Nashorn, Zebra & Co.“ war mir immer schon die liebste Sendung, da es „Pinguin, Löwe & Co.“ leider nicht mehr gibt.

Seit „Castle“ läuft kann ich mich immer weniger für die Serie erwärmen. Gestern die Folge war dann der Höhepunkt der Langeweile. Das war einmal eine meiner Lieblingsserien, jetzt frage ich mich wirklich, warum ich mir das eigentlich noch ansehe. Für mich ist die Serie gelaufen, aber da befinde ich mich wohl wieder in der Minderheit, wie ich vermute.

Seit etwa zwei Wochen sehe ich nun in der Suche immer wieder die Frage auftauchen, ob Markus Lanz Mitglied der Zeugen Jehovas sei. Tja, ich weiss wirklich nicht, wie das aufgekommen ist. Ich selbst habe keine Ahnung, ob an der Sache etwas dran ist. Habe es selbst mal recherchiert und nichts gefunden und bei meinen Kollegen kam auch nichts raus. Falls also jemand weiss, woher dieses Gerücht stammt, würde ich es gerne erfahren.

 

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Skandal ist noch nicht genug


Da habe ich doch mal was im Videotext auf der Sportseite gelesen. Da ist ein Hamburger Landesligist, oder was er auch immer ist, im DFB-Pokal gelandet und nun haben die gar keine Mannschaft mehr. Die ist mitsamt dem Trainer zurückgetreten, weil sie mehr Geld haben wollten aus den Einnahmen, als der Verein vorgesehen hatte. Geldgierig nennt sich so etwas. Und Hamburg hat seinen Fussball-Skandal. Nun kann man nur abwarten, ob der ETV, der Eimsbüttler Turnverein heisst, bis zum Spiel eine Mannschaft zusammenkriegt. Eventuell die zweite Mannschaft, oder im Tor Jenalas Ersatzelefant, der angeblich schon ganz heiss darauf sein soll, endlich einmal als Torwart eingesetzt zu werden. In Zeiten der Frauen-Fussball-WM ist sie wohl ein wenig übermütig geworden. Aber wenn ich mich da an den Aprilscherz erinnere, dann passt das.
Wie bereits letzte Woche geschrieben, hat Silvana Koch-Mehrin ihren Doktortitel verloren, wegen nicht gekennzeichneten oder ausgedachten Quellen in ihrer Promotion. Doch hat sie daraus Konsequenzen gezogen? Ist sie als Europaabgeordnete zurückgetreten? Nein, stattdessen wird sie sogar noch in einen EU-Wissenschaftsausschuss berufen. Hätte sie nicht ablehnen müssen? Und ist sie nun überhaupt noch glaubwürdig? Vor allem muss man sich doch mal fragen, ob das Europaparlament überhaupt mitbekommen hat, dass Koch-Mehrin ihren Doktortitel verloren hat. Und man fragt sich natürlich auch, warum sie nicht von diesem Wissenschaftsausschuss zurücktritt.
Die Grünen halten einen Parteitag ab, weil sie dort entscheiden wollen, ob sie dem „Atom“ausstieg zustimmen werden. Ist er wirklich nötig? Die Grünen werden diese Frage bejahen. Aber kommt der Ausstieg nicht viel zu spät? Auch diese Fragen werden die Grünen sicherlich bejahen. Ich frage mich nur, wie wir im Winter mithilfe der Erneuerbaren Energien Strom produzieren werden. Ach, ich vergass: Der Strom kommt ja aus der Steckdose. Richtig, also brauche ich mir da ja gar keine Sorgen zu machen.
Morgen beginnt die Fussball-WM der Frauen. Zum allerersten Mal findet sie in Deutschland statt. Dem Land, dass die erfolgreichste Frauen-Nationalelf hat. Viele, auch hier in der Redaktion, sind sich sicher, dass Deutschland erneut den Titel gewinnen wird. Ich bleibe skeptisch. Und von Frauen-Fussball halte ich immer noch nichts. Hat mit einem früheren Trauma zu tun. Mir völlig egal, ob ich nun Chauvi genannt werde oder nicht, aber meine Meinung werde ich bis ich tot bin nicht mehr ändern. Die spielen wie die Anfänger, dafür ist aber deren Fusshaltung super. Da kann man wirklich nichts gegen sagen. Aber muss ich Frauenfussball deshalb gleich mögen?

 
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Verfasst von - 25. Juni 2011 in Blog, Elefant, Fußball, Kultur, Real life, Sport, Technik, Tiere

 

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A Man’s Gotta Do


Der Titel aus dem Internet-Film „Dr. Horrible’s Sing-Along-Blog“ passt hier wirklich wie die Faust aufs Auge. Denn es ist eine Sache, die jemand wieder und wieder versucht.
Es war mal wieder so weit: Der Chefarchäologe Ägyptens hatte mal wieder ein Schreiben an den Leiter Preussischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, geschickt, er möchte doch die Nofretete zurück haben. Irritiert war ich anfangs erst, da es überall hiess, es handle sich um ein offizielles Schreiben. Das hatte Hawass angekündigt, aber letztendlich stellte sich heraus, das es mal wieder viel Lärm um Nichts gewesen war. Sozusagen aus Ägypten nichts Neues. Denn jedes halbe Jahr schickt Hawass so ein Schreiben mit seinen abstrusen Verdächtigungen, wie die Nofretete 1912 Ägypten verlassen hat. Was hat er Ludwig Borchardt nicht schon alles unterstellt. Geblieben ist es bei der Matsch-Variante. Und genau das glaube ich nicht, denn Borchardt hätte diese Büste nie mit Matsch verunstaltet. Sein Kalkül sah ganz anders aus. Er musste zwei Teile aus den ägyptischen Grabungsgegenständen erstellen, die er gefunden hatte. Der eine Teil blieb in Ägypten und der andere ging nach Berlin. Zufälligerweise – Borchardt wird gewiss seine Informanten gehabt, die hat aber heutzutage noch jeder – wusste Borchardt, dass der französische Begutachter unbedingt einen Altar oder Grabplatte, irgend so etwas in der Art, haben wollte. Und die hat er dann in den einen Haufen gelegt und Nofretete in den anderen. – Gut sichtbar und nicht irgendwie mit Matsch eingerieben. Der Franzose interessierte sich überhaupt nicht für den Haufen mit Nofretete, sondern hatte nur Augen für das Artefakt, das er haben wollte. Und so kam Nofretete nach Berlin. Und jetzt wird es ein bisschen mysteriös. Denn Nofretete wurde erst 1924 öffentlich ausgestellt. Und sofort ging es los mit den Rückforderungen, denn erst jetzt schien man sich bewusst zu werden, was man da abgegeben hatte. Das die Büste erst 1924, also 12 Jahre nach dem Fund ausgestellt wurde, kann tatsächlich damit zusammenhängen, das man nicht wollte, dass erkannt wird, was da eigentlich abgegeben wurde. Das sind blosse Vermutungen. Das einzige, was man mit Sicherheit sagen kann: Nofretete ist vollkommen legal aus Ägypten an die Spree gekommen. Und somit besteht auch kein Anlass sie an Ägypten zurückzugeben, denn ausser Hawass will sie niemand haben. Die Mehrheit der Ägypter sagt, dass Nofretete doch die beste Botschafterin für ihr Land sei. Und so wird es auch bleiben, selbst wenn Hawass Tobsuchtsanfälle bekommt. Die hat er ja schon bekommen, als Stadelmann sagte, die Sphinx hätte das Gesicht von Cheops. Hat jemand die Sendung am Samstag auf Arte gesehen? Die Szene war köstlich und sprach mal wieder sehr für die Vorurteile, die viele gegen Hawass haben. Ich sage nur Möchtegern-Archäologe, neuerdings unter dem Namen der Mumienjäger bekannt. Aber wenn Mubarak weg ist, wird auch er weg sein, mein einziger Trost. Aber so lange wird er versuchen, Nofretete nach Hause zu holen. Schicken wir ihm doch ein paar Brösel. Kommentar: Das wäre Nofretete gewesen, leider ist ihr beim Transport etwas zugestossen. Das sind die Reste. Und wer weiss, ob es überhaupt die echte Nofretete ist. Es gibt ja Gerüchte, dass die echte Nofretete im Zweiten Weltkrieg verschwunden ist und nur eine Kopie existiert, die wir nun bewundern. Keine Ahnung, ob es stimmt. Aber momentan eben aus Ägypten nichts Neues.

 
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Verfasst von - 24. Januar 2011 in Ägypten, Kultur, Musik, Real life

 

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The greatest star of all


Das Lied aus dem Musical „Sunset Boulevard“. Ob es nun wirklich passt, das kann ich nicht sagen, aber wenn man mal den Blog von Jenalas Ersatzeli gelesen hat, dann kann man das schon annehmen. Denn wie schreibt sie immer von sich selbst? (Also der Elefant über sich selbst): „Ich werde total unterschätzt. Immer nur steht Mogli im Vordergrund, dabei bin ich viel besser. Ich bin fotogener, sehe freundlicher aus, bin viel schöner und bin sehr talentiert und schlau.“
Warum ich gerade von dem Ersatzelefanten namens Mala anfange? Nun ja, sie läuft ja heute im Fernsehen: NDR, 20.15 Uhr. Und zwar in einem Tatort von 1987, wie ich bereits gestern erwähnte. Leider hat sie nicht die grosse Hauptrolle bekommen, aber wie sie immer schon sagt: Sie wird total unterschätzt. Und so war es eben Mogli, die die tierische Hauptrolle hatte. Aber nun erst einmal zur Handlung des Tatorts. Ausführlichere Handlungsbeschreibung gibt es im Internet, dazu einfach den Tatort-Titel „Tod im Elefantenhaus“ bei Google (alias Golle oder Gogole. Tolle Schreibweisen, nicht wahr?) eingeben und fertig.
Handlung:
Die „furchtbar böse“ (nicht wörtlich nehmen :)) Mogli hat in ihrer Box den Tierparkinspektor Rolf Bergmann zu Tode getrampelt. Die Kollegen sind nicht gerade traurig, denn Bergmann war nicht sonderlich beliebt und so hatten viele ein Motiv ihn umzubringen. Die beiden Hauptkommissare Stoever und Brockmöller (sind es nicht immer noch unsere Lieblingskommissare?) ermitteln lange im trüben (eigentlich fischt man im Trüben), bis sie doch noch den Täter finden. Und welcher Elefant bestätigt, dass es der Täter ist? Ja, es soll Mogli sein, aber laut Jenala ist das nicht Mogli, sondern ihr Ersatz-Elefant Mala. Denn es würde nur einen Elefanten geben, der so schnell und grazil zum Grabenrand marschieren könne. Ausserdem könne man es am Gesicht, am Körperbau, am Rüsselansatz und an den Ohren erkennen.
Wer also mal sehen möchte, wie der Zoo/Tierpark in Hamburg im Jahr 1986 aussah, wird seine helle Freude haben. Hat jedenfalls Jenala versprochen. Hier schon einmal ein Bild von der Szene, wo Jenalas Lieblingselefant zu sehen ist, damit auch jeder weiss, welche Szene es überhaupt ist.

Damals war sie noch in der grossen Herde. Wer mehr darüber wissen will, warum besagte Mala das nicht mehr ist, der kann mich fragen und ich werde dann Jenala fragen und dann die Antwort hier schreiben. Weiss nur, dass es irgendwas mit Mogli zu tun hat, ebenjenem Elefanten, den Mala in besagter Szene doubelt (oder wie man das Wort auch immer schreibt: doublet? Ich weiss es nicht). Jedenfalls wurde Mala dann von der Herde abgetrennt.
Auch Angst vor Dioxin-verseuchten Eiern und Fleisch? Wenn ja, dann am besten nur noch Gemüse essen, aber wer weiss schon, wie sehr das mit Dünger vollgeschüttet wurde. Ich merke das immer sofort, da ich einen sehr empfindlichen Magen habe, nur wenn ich Kohl esse – ob roh oder geschmort – habe ich nichts. Näher will ich jetzt darauf nicht eingehen. Aber so früh zu Beginn des Jahres haben wir doch endlich einen schönen Skandal, der wunderbar von der Bundespolitik ablenken kann. Besonders Westentaschen-Guido wird das sicherlich sehr gefallen. Hat jemand seine ach so tolle Rede gehört? Kenne nur Auszüge, aber die fand ich nciht wirklich besonders. Na ja, laut ARD-Umfrage käme die FDP momentan nicht einmal über die Fünf-Prozent-Hürde. Waren die schon mal nicht in der Bundespolitik tätig? Ich weiss es jedenfalls nicht, aber ich kann auch nicht alles im Kopf haben. Jedenfalls nicht zu viel Eier essen und dann auch nur mageres Fleisch ohne Fettrand. Bei uns gibt es nur noch Rindfleisch, dabei esse ich das auch kaum, wegen BSE, obwohl es das angeblich nicht mehr geben soll und praktisch ausgerottet ist. Aber muss ich das glauben? Nö, nicht wirklich.
Und jetzt mache ich Schluss, denn mein Computer ist mal wieder total durchgedreht. Kennt keine Programme mehr, irgendwelche Dateien seien beschädigt. Ich hätte auch plötzlich keine Erlaubnis mehr zu speichern. Und dann ist alles wieder in Ordnung, nur einige Programme gehen nicht. Ist das ein Virus?

 

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