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Schlagwort-Archive: Sonja Zietlow

Faszination Dschungelcamp


Seit gestern Abend läuft wieder eine der liebsten Sendungen der Deutschen, die angeblich niemand guckt, aber eine relativ hohe Einschaltquote hat. Wieso ist das so? Welche Faszination geht vom Dschungelcamp aus?
Wollen wir sehen, wie Menschen sich, die in einem engen Bereich zusammengefercht sind, sich irgendwann an die Gurgel gehen? Sind wir daran interessiert, wie sich Menschen vor Dingen ekeln, die uns auch zum gruseln bringen? Wollen wir unbedingt die Wahrheit über irgendein Ereignis hören, dass mal in der Presse breitgetreten wurde? Oder wollen wir einfach nur die Kommentare der beiden Moderatoren hören?
Irgendwie von allen etwas. Natürlich finden wir die bissigen Kommentare der Moderatoren gut. Daniel Hartwich hat sich bewiesen, auch wenn er nie an Dirk Bach heranreichen wird. Solange das Autorenteam stimmt, werden auch die Sprüche bei uns ankommen. Denn wir wollen hören, wie sich Sonja Zietlow und Daniel Hartwich sich über die Kandidaten lustig machen, die auch jede Menge Angriffsfläche bieten.
Dann wollen wir natürlich sehen, wie die Kandidaten in den Dschungelprüfungen sich quälen und hoffentlich versagen. Denn nichts ist schöner als Schadenfreude. Deshalb werden auch immer diejenigen in den ersten Tagen gewählt, die sich besonders dämlich anstellen.
Natürlich drehen manche es am Ende so, dass sie leider nur so wenig Sterne erspielt haben, weil es so eine furchtbare Prüfung war. Je schlimmer es war, desto grösser das Mitleid der Mitcamper. Aber oft kann man das auch nicht machen mit der schlimmsten Prüfung aller Zeiten.
Wir wollen sehen, wie die Bewohner des Dschungelcamps einen Koller bekommen, sich gegenseitig fertig machen und angebliche Geheimnisse ausplaudern. Ja, wir wollen sehen, wie sich die Bewohner praktisch seelisch nackt ausziehen. Denn was gibt es Schöneres, als Lästereien zu lauschen. Aber wenn diese hinterhältig sind, werden diejenigen bestraft, die geläster haben. Das muss man natürlich wissen – einige Kandidaten begreifen das nicht.
Für mich ist das Dschungelcamp die beste Gelegenheit, um mein Wissen an Psychologie zu vertiefen. Denn man lernt aus dem Verhalten der Menschen unglaublich viel, was man auch im Alltag gebrauchen kann. Mag verrückt klingen, aber deshalb gucke ich das Dschungelcamp. Nicht wegen der Prüfungen, sondern um alles aus psychologischer Sicht zu erfassen.
Doch, das kann sehr interessant sein.
Aber natürlich ist es immer etwas Interessanter, wenn ein sehr bekanntes Gesicht dabei ist. Auf wirklich grosse Namen muss man dieses Mal verzichten. Aber auch dieses Dschungelcamp hat Potential. Denn faszinieren tut es fast immer – wenn die richtigen mitmachen.

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Tour de Doping oder Wer ist noch ehrlich?


„Wieso moderiert der jetzt das Dschungelcamp? Ich dachte, der sei seriös geworden.“
(Regina meint nicht Daniel Hartwich, sondern Jimmy Hartwig.)

Das ist doch mal eine Nachricht! Daniel Hartwich wird die Nachfolge von Dirk Bach im Dschungelcamp antreten.
Eine gute Wahl und eine wunderbare Nachricht, wie ich sagen muss. Hartwich war auch mein persönlicher Favorit. RTL kann sich für die Entscheidung wirklich einmal auf die Schulter klopfen. Ich wüsste auch niemanden, wer das Dschungelcamp sonst noch moderieren könnte. Die Bild-Zeitung hatte ja neben Hartwich noch jede Menge andere Namen ins Feld geworfen. Aber von denen schien niemand geeignet. Vor allem muss man dem Moderator ja auch den Blödsinn abnehmen, den er da erzählt. Und das ist nicht jedem gegeben.
Daniel Hartwich hat ja schon Erfahrung mit dem Dschungelcamp. Vor ein paar Jahren, als am Wochenende immer noch Spezialsendungen gezeigt wurden, moderierte er diese in einer Staffel. Hatte damit die Nachfolge von Markus Lanz angetreten, der das tatsächlich auch mal moderiert hat – die Spezialausgabe. Ob er daran noch erinnert werden möchte? Keine Ahnung, aber daran erinnert sich gewiss auch kaum noch einer.
Eine Kopie von Dirk Bach werden wir nicht bekommen, wollen wir als Zuschauer auch überhaupt nicht. Hartwich wird das schon so machen, wie wir ihn von „Let’s Dance“ oder dem „Super-Talent“ kennen. Und die Texte werden ihm eh geschrieben. Was ja nicht heisst, dass er sich genau daran halten wird. Und eine andere Frage ist ja noch, ob er mit Sonja Zietlow zurechtkommen wird.
Nun müssen wir noch bis Januar abwarten, um zu sehen, wie Daniel Hartwich sich schlagen wird. Und die interessanteste Frage: Wer werden die Kandidaten sein?

Seit gestern gibt es nun das neue Betriebssystem Windows 8. Eigentlich dachte ich, dass es nach Vista nichts Schlimmeres mehr geben könnte. Nun bin ich eines Besseren belehrt worden. Windows 8 ist für mich das schlimmste Betriebssystem seit Windows Vista herausgebracht hat.
Begründung: Die Oberflächenoptik, diese Kacheln, sind einfach scheusslich. Wo soll man nun ein schönes Hintergrundbild erstellen? Jawohl, ich möchte ein schönes Hintergrundbild und dann viele kleine Symbole, wo ich dann draufklicken kann, um das Programm zu starten. Das geht bei 8 nicht. Da gibt es nur diese blöden Kacheln.
Denn eines muss man bedenken, 8 wurde vor allem für die Touch-Geräte entwickelt. Also Smartphones oder Tablets. Dafür ist es geeignet, aber für einen normalen Desktop-PC oder aber ein Laptop ist es wirklich nicht geeignet. Es wird gewiss Menschen geben, die Windows 8 toll finden werden. Zu der Sorte gehöre ich nicht. Hänge immer noch an meinem XP-Betriebssystem. Jenala musste sich einen Windows 7-Laptop besorgen, da der Vorgänger seinen Geist aufgegeben hatte. Sie kommt immer noch nicht mit 7 zurecht, wohl auch nicht mit der Tastatur des Laptops. Aber den Bilderwechsel des Desktop-Hintergrundes findet sie toll. Wenigstens etwas.
Ich bleibe bei XP bis gar nichts mehr geht. Mein PC hat sich ja schon wieder verabschiedet, aber so lange mein Laptop noch geht, ist alles in Ordnung.
Windows 8 ist sehr gewöhnungsbedürftig. Ich möchte es nicht haben und warte mal auf 9. Vielleicht hat sich dann der Hype um die ganzen Tablet-PCs auch gelegt. Ich mag auch einen haben, aber ohne Tastatur finde ich den einfach nur furchtbar, deshalb nutze ich ihn auch kaum.

Vor einigen Tagen wurden Lance Armstrong seine sämtliche Tour de France-Siege aberkannt. Bis zum gestrigen Tag stand noch aus, ob die Titel an den Zweiten vergeben werden. Nun die Entscheidung: Die Titel werden nicht neu vergeben.
Daran wurde meiner Meinung nach gut getan. Schliesslich sind die Zweit- oder Drittplatzierten entweder wegen Dopings gesperrt oder stehen im Verdacht gedopt zu haben.
Anscheinend steht man die härteste Fahrradtour der Welt nur durch, wenn man zu Dopingmitteln greift.
Unverständlich erscheint mir aber dann, warum die Veranstalter der Tour de France die Strecke im nächsten Jahr angeblich als härteste beschrieben haben, die je ausgewählt wurde. Da kommt es doch einem so vor, als würden die Veranstalter die teilnehmenden Sportler geradezu zum Dopen animieren.

Morgen wird der FC St. Pauli gegen Dynamo Dresden spielen. Eine spannende Frage, wie das Spiel wohl ausgehen wird. Sieg, Unentschieden oder Niederlage?
Elefantendame Mala hatte beim letzten Spiel des FC St. Pauli wieder einmal Recht gehabt, als sie auf Unentschieden entschied. Eben ein echtes Rüsselorakel. Mit den ewigen Unentschieden könnte St. Pauli dem FC Köln wirklich Konkurrenz machen. Wobei Köln gestern wieder einmal vorgelegt hat. Ein 3:3 gegen Kaiserslautern. Letzte Woche noch sensationel gewonnen, zeigte die Stanislawski-Mannschaft dieses Mal wieder ihren gewohnten Trott. Geht wohl irgendwie nicht anders.
Zurück zum Rüsselorakel. Mala sagt, dass St. Pauli gegen Dynamo Dresden gewinnen wird. Da scheint jemand sehr optimistisch zu sein. Vielleicht schaffen sie es. Und was sagt Mala zum DFB-Pokal-Spiel? Da hat sie sich noch nicht entschieden, soll aber gegen Stuttgart schwarz sehen. Das ist vielleicht mal eine Prognose.

 

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Von Schiffskatastrophen und anderen Schweinehunden


Genauso gut hätte die Uberschift auch: Holt mich aus dem Dschungel – oder lasst es bleiben, heissen können. Warum? Dazu später mehr.
Das Wrack der Costa Concordia hält uns immer noch weiter in Atem. Tote wurden inzwischen gefunden – mit Schwimmwesten um. Das Gespräch mit dem Kapitän wurde veröffentlicht. Wenn man das so hört, wird man einfach das Gefühl nicht los, dass der Dreck am Stecken hat. Vielleicht Drogenkonsum? Warum sonst kommt jemand, der für das Schiff und deren Insassen verantwortlich ist, auf die Idee, einfach feige (?) von Bord zu gehen. Es heisst nicht umsonst: Der Kapitän verlässt als letzter das sinkende Schiff. Hier wurde es verlassen und danach irgendwelche fadenscheinigen Ausreden à la „es ist so dunkel, ich sehe nichts“ gefunden, um ja nicht mehr zurück an Bord zu müssen. Oder war es schlichtweg Angst, die den Kapitän dazu trieb, so schnell als möglich abzuhauen? Vielleicht werden wir Sa noch erfahren. Jetzt zählt nur, dass die letzten Vermissten noch gefunden werden. Der Weg ins Innere wurde sich schon freigesprengt. Hätte ich persönlich schon früher entschieden, allerdings bin ich nicht vor Ort, um die Wetterverhältnisse genau zu kennen.
Warum der Kapitän so nah am Ufer fuhr, bleibt immer noch rätselhaft, allerdings gibt es die Aussage des Bürgermeisters, dass er das immer getan haben soll, aber nicht „so nah“. Warum wurde die Gefahr nicht frühzeitig erkannt? Gab es kein Echolot an Bord? Hat da niemand draufgeguckt? Und dann die Rettungsaktion, die ja erst angeblich über eine Stunde nach dem Unglück begann, noch dazu völlig unorganisiert. Die Panik wird vorgeherrscht haben, anders kann es ja nicht sein. Fünf Tote sollen gestern geborgen worden sein, weitere Überlebende sind wohl leider nicht mehr zu erwarten.
Das Dschungelcamp war ja gestern wieder mal was. Erst ging es um Ramona Leiß, die jeden Tag auf einer anderen Pritsche schläft und immer zu alles besser weiss. Dann ging es u, die Wildpinkler Martin Kesici und Ailton. Bei letzterem hatte ich ja das Gefühl, dass er anfangs gar nicht verstand, worum es eigentlich geht, weshalb er sich auch nicht meldete. Na ja, er gab dann einige Erklärungsversuche ab, entschuldigte sich am Ende aber wenigstens für sein Verhalten, im Gegensatz zu Kesici. Der ist übrigens ziemlich blass bisher, eigentlich alle Campteilnehmer.
Der eine kommt mit seinen fünf Zigaretten pro Tag nicht zurecht, weil er sonst an die achtzig Stück raucht. Die nächste hat immer zu Rücken, oder auch wieder nicht. Und der letzte ist ein psychisches Frack, weshalb er andauernd aus dem Dschungel raus will. Von wem ich rede? Der Latino-Lusche (O-Ton Desirėe Nick) Daniel Lopes, von dem ich sagte, dass er der erste sein wird, der geht. Und so wäre es gestern auch beinahe gewesen. Lopes sagte den magischen Satz, doch gegangen ist er dann doch nicht. Ich denke, ihm ist bewusst geworden, dass er kein Geld bekommt, wenn er jetzt schon geht. Ein Psychologe wird wohl mit ihm gesprochen hhaben und gut war es erst einmal bis zum nächsten Tag.
Verwundert bin ich ja, dass die Zuschauer sich noch nicht wirklich auf jemanden eingeschossen haben. Gut, Ramona Leiß muss heute noch einmal antreten, aber gestern hat sie sich gut geschlagen, auch wenn sie die Sachen kaum beissen konnte. Aber sie wird, im Gegensatz zu Ailton, den leicteren Part haben, auch wenn sie mit Mehlwürmern und sonstigem Getier zugeschüttet werden wird. Kann man verkraften.
Favoriten sehe ich bis jetzt noch nicht, halte weiter an Brigitte Nielsen fest.

Was habe ich mich darüber aufgeregt, als ich das gelesen habe. Bundespräsident Wulff ist praktisch von allen ihn belastenden Punkten freigesprochen worden. Die Berliner Staatsanwaltschaft sieht keinen Fall von Nötigung, wegen seines Anrufs bei Kai Diekmann von der BILD. Und was ist mit der Pressefreiheit, denn die hat er doch offensichtlich mit Füssen getreten, oder nicht? Jedenfalls versuchte er es. Ist das nicht verfolgenswert?
Und dann jetzt noch der niedersächsische Landtag, der zu de Schluss gekommen ist, dass zu Wulffs Zeiten als Ministerpräsident alles mit den Gelddingen mit Rechten Mitteln anbgelaufen ist. Kann man doch einfach nicht glauben, was da vor sich geht. Merkel forderte letzte Woche noch eine lückenlose Aufklärung der Ding vom Bundespräsidenten. Ob sie das wirklich ernst gemeint hat? Sie sieht doch nur ihre Wählerstimmen wegschwimmen, weshalb sie halbherzig was gesagt hat, damit es so aussieht, als billige sie das nicht.
Die Länder der Welt sollten es sich zu Herzen nehmen und Wulff nicht mehr empfangen. Da wird gegen Korruption gepoltert in anderen Ländern, und was ist hier los?
Aber wir wissen ja jetzt: Christian Wulff ist unschuldig wie ein Lamm. Kann man doch wirklich nicht glauben. Apropos, ist Cato der Ältere dem Leser bekannt? Cato Uticensis, den Moralapostel, der zu Zeiten Caesars lebte, meine ich mich, das war Cato der Jüngere. Nein, ich spreche von Cato de Älteren, der am Ende seiner Reden immer Karthagos Zerstörung forderte. „Im Übrigen bin ich dafür, dass Karthago zerstört werden muss.“ Genau so werde ich es jetzt auch am Ende mein Blogeinträge halten: Im Übrigen bin ich dafür, dass Bundespräsident Wulff wegen der Geldaffäre zurücktreten muss. Das werde ich so lange, der am Ende seiner Reden schreiben bis er wirklich zurücktritt oder aber nicht mehr wiedergewählt wird, ich habe diesem Schleimer nie vertraut.
Also dann: Im Übrigen bin ich dafür, dass Bundespräsident Wulff wegen der Geldaffäre zurücktreten muss.

 

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