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Ganz Europa wird von Russland überrollt – die Breschnew-Doktrin


Noch ist die Überschrift reine Utopie, aber sie kann schnell wahr werden. Mehr dazu weiter unten im Text.
Die Ukraine und kein Ende. Von Entspannung keine Spur. Stattdessen spitzt sich die Lage auf der Halbinsel Krim in der Ukraine immer weiter zu. Angeblich will Russland nur die ethnischen Russen verteidigen, die um Hilfe gebeten haben. Aber im Grunde geht es nur darum, den Teil der Ukraine abzuspalten und entweder Russland zuzuschlagen oder eigenständig werden zu lassen. Das hat man 2008 in Georgien ja gesehen, wie es gehen kann.
Laut der Breschnew-Doktrin dürfen russische Soldaten zum Schutz russischer Bürger im Ausland eingesetzt werden. Für mich heisst das, nicht nur in der Ukraine, sondern auf der ganzen Welt. Theoretisch auch in Deutschland, schliesslich leben hier recht viele Russen, meist Russland-Deutsche, die vor über dreihundert Jahren nach Russland gelockt wurden und nach der Grenzöffnung nach Deutschland kamen. Ob die nun tatsächlich Russland um Hilfe bitten würden, mag mal dahingestellt sein. Die einen verleugnen, dass sie Russen sind, die anderen sind dem Land immer noch treu ergeben.
Wie genau das in der Ukraine ablief, weiss man auch nicht genau. Kann natürlich direkt auf Betreiben Janukowitsch‘ geschehen sein, schliesslich glaubt dieser immer noch, er sei der rechtmässige Präsident der Ukraine. Und er wird es irgendwann bestimmt wieder werden.
Für Putin ist es natürlich die Gelegenheit, mal wieder zu zeigen, wie stark Russland eigentlich ist und was er für eine Macht hat. Tja, ich sage immer wieder, dass Putin der neue Zar ist. So führt er sich auf – wie ein Alleinherrscher. Noch von der Demokratie abgesegnet, wenn man es so nennen will.
Aber eines ist auf alle Fälle klar: Putin interessiert nicht im geringsten, was die EU, die USA und die ganze restliche Welt denkt. Deshalb verstehe ich gar nicht, warum die EU und die USA Sanktionen androhen. Da lacht Putin drüber, denkt sich irgendeine Gemeinheit aus und fertig. Der macht doch, was er will, wieso begreift das niemand?
Offiziell hält er immer noch die Version aufrecht, er wolle die Belange der Russen auf der Halbinsel Krim verteidigen. Und wieso wird dann niemand von der OSZE hineingelassen? Die internationalen Militärbeobachter haben an mehreren Punkten versucht, auf die Krim zu gelangen, aber immer wieder wurde ihnen der Zugang durch Bewaffnete verweigert. Zuletzt wurde sogar auf sie geschossen. Was sagt man dazu? Sehr verdächtig das Ganze. Oder ein Hamlet-Zitat ein wenig abgewandelt: Da ist etwas faul auf der Halbinsel Krim.
Zudem haben russische Soldaten gestern eine ukrainische Militärbasis eingenommen. Was ist der Grund? Alles nur ein Missverständnis? Nun gut, vielleicht wird Russland das in seinen Gesprächen klären, die sie nun mit der Ukraine führen. Ich glaube nicht daran, dass es da zu einer Lösung kommen wird, aber lassen wir uns überraschen.
Putin ist inzwischen so weit, dass er die gegenseitigen Atomwaffen-Inspektionen zwischen den USA und Russland auf Eis legen will, wenn es noch weiter US-Sanktionen geben sollte. Selbst vor der EU schreckt er nicht zurück. Dabei versucht sogar schon China zu besänftigen. Und wenn die das schon tun, muss das wirklich was heissen. Bei der Eröffnungsfeier der paralympischen Spiele sind die Chinesen allerdings mit russischen Fähnchen eingelaufen. Neben China war das nur noch Griechenland, aber die Griechen brauchen schliesslich Geldgeber, da ist ihnen jedes Mittel recht. Alle anderen Länder kamen nur mit eigenen Flaggen und die Ukraine schickte nur ihren Fahnenträger. Zuvor war noch diskutiert worden, ob sie Sotschi boykottieren würden. Haben sie schliesslich nicht getan, was gut ist. Denn Russland und vor allem Putin können sie am besten ärgern, wenn sie antreten und dann den Russen die Medaillenchancen nehmen. Gut, das ist vielleicht utopisch, aber das wäre was.
Ein tosender Applaus brach los, als die Ukraine gestern bei der Eröffnungsfeier angekündigt wurde. Ich weiss nicht, ob die Zuschauer das freiwillig gemacht haben oder es von Putin vorgegeben war. Gezeigt wurde der übrigens nicht, als dann der Fahnenträger kam. Hätte mich doch zu gerne interessiert.
Eine Teilung der Ukraine soll übrigens laut Putin nicht vorangetrieben werden. Warum wird dann in Russland alles für eine Aufnahme der Krim ins eigene Land vorbereitet? Widerspricht das eine nicht dem anderen oder überblicke ich das alles nicht mehr?
Es wird schon über einen Boykott der WM 2018 in Russland nachgedacht. Also wirklich, das sind noch über vier Jahre. Bis dahin kann noch vieles passieren. Entweder herrscht Putin dann über ganz Europa oder er ist völlig weg vom Fenster. Wie? Nun ja, da gibt es Möglichkeiten, die ich nicht erörtern will. Aber die WM in Russland in Frage zu stellen. Aber es sind halt keine wirtschaftlichen Sanktionen, die etwas bringen. Notfalls kann Putin und somit Russland da zu noch härteren Mitteln greifen, dass alles nur noch schlimmer wird. Den Gashahn zuzudrehen, wäre nur das erste, Enteignungen europäischer Firmen der nächste Schritt und der Rauswurf aller europäischen Leute, die sich in Russland aufhalten, also dort leben und arbeiten, der letzte Schritt.
Mit Sanktionen braucht man Putin gar nicht zu kommen, da lacht er nur drüber und denkt sich Gemeinheiten gegenüber denjenigen aus, die die Sanktionen ausgesprochen haben. Putin ist ein Zar, der lässt sich nirgendwo reinreden. Wenn die Politiker dieser Welt es begriffen haben, können sie gegen ihn vorgehen. Ansonsten ist das eine seltsame Angelegenheit, die immer Putin zu seinen Gunsten nutzen wird.
Wenn ich das so alles betrachte, kommt mir immer wieder die Sowjetunion in den Sinn. Da wurde auch die Breschnew-Doktrin geschaffen, 1988 von Gorbatschow wieder abgeschafft und seit 2009 gilt sie im Grunde wieder. Zu Zeiten der Zaren wurden alle Slawen geschützt, egal in welchem Land sie lebten. So kam es schliesslich zum Ersten Weltkrieg. dann kam die Sowjetunion mit seinen ganzen Satellitenstaaten, schliesslich wurde Russland wieder frei. Das ist es theoretisch heute noch, aber wenn man es genau betrachtet…
Ich warte nur darauf, dass Russland seine Fühler auf weitere Staaten in Europa ausstrecken wird. Die Breschnew-Doktrin macht es bekanntlich möglich.

Elefantendame Mala geht wieder einmal spazieren. Natürlich möchte sie erneut einen Blick auf die beiden Bambusfresser (O-Ton Mala) werfen und andererseits die frühlingshaften Temperaturen geniessen. Es grünt und blüht, die Sonne scheint, dass Mala es einfach nur herrlich findet. Daneben ist Mala auch schon in ihre Geburtstagsvorbereitungen involviert. Wie vielleicht bekannt ist, feiert die alte Kuh am 08. Juni offiziell ihren 50. Geburtstag. Das sind zwar noch auf den Tag genau drei Monate, aber es soll schliesslich pperfekt werden. Und so plant Mala und plant, verwirft und hat neue Ideen. Sie ist sehr beschäftigt.
Nichtsdestotrotz findet sie noch die Zeit, die Spiele des FC St. Pauli zu tippen. Beim Spiel gegen Union Berlin bewies sie wieder einmal den richtigen Riecher, als sie auf einen Sieg tippte. Und was sagt sie nun für das morgige Spiel gegen den FSV Frankfurt. Dieses mal keine drei Punkte, auch nicht einen, sondern keinen. Niederlage soll das heissen. Dabei möchte Mala, dass Hamburg erstklassig bleibt. Ob sie sich dabei auf den HSV oder St. Pauli bezieht, wollte sie nicht verranten. Momentan meint sie wohl eher den HSV. Denn St. Pauli braucht einen Sieg, um sich auf dem Relegationsplatz halten zu können.
Zwischendurch hat die alte Dame auch noch das Spiel Deutschland gegen Chile getippt. Sie war natürlich für Deutschland. Zufrieden war sie allerdings nicht ganz. Deutschland hätte sehr schlecht gespielt und sie könnten froh sein, dass sie so knapp gewonnen hätten. Aber dann sagt sie wieder ganz versöhnlich, dass es sich nur um eine B-Elf gehandelt hat. Weshalb man nicht schwarz sehen sollte. Denn nun werden schon die ersten Stimmen laut, dass Deutschland so keine Chance auf den Gewinn des WM-Pokals hätte. Erst einmal abwarten. Aber wer hat denn schon geglaubt, Deutschland wird in Brasilien Weltmeister? Wobei, es ist wieder an der Zeit. 24 Jahre haben sie zwar immer mal wieder auf dem Treppchen gestanden, aber gewonnen haben sie die WM nicht mehr seit 1990. Es wird Zeit.

Dieses Wochenende ist mal wieder aufs Fernsehen bezogen, sehr mau. Es läuft einfach nichts. Entweder nur langweilige Wiederholungen oder aber Mord und Totschlag, will sagen Tote ohne Ende. Wer will den so was sehen? Deshalb lieber das Fernsehprogramm ignorieren und sich einen schönen Film auf DVD bzw. Blu-Ray ansehen oder aber ein schönes Buch lesen.
Die Auswahl an schönen ebooks ist gross. Einfach mal auf meine Unterseite „Lesenswert!!!“ gucken. Da gibt es ein paar Tipps. Ich widme mich derweil meinen Büchern, die darauf warten, endlich gelesen zu werden. Komme momentan einfach zu nichts.
Besonders morgen ist die Auswahl im Fernsehen gering. Da läuft wirklich überhaupt nichts. Also schön das TV links liegen lassen!

 

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Wenn die Demokratie nur noch auf dem Papier existiert


Auch schon von SuperMUC gehört? Das ist nicht „Der kleine Muck – reloaded“, sondern der stärkste Computer Europas. Der Welt nicht, da ist er auf dem vierten Platz.
SuperMuc steht in Garching bei München im Leibniz-Rechenzentrum. Seit gestern läuft er und man fragt sich, wofür wir so einen Super-Computer eigentlich brauchen? Zu allererst kostet er wahnsinnig viel Energie und davon werden wir ja immer weniger haben. Wie auch schon Altmaier sagte, werden wir wohl bis 2022 nicht alle Energie mit erneubaren ersetzen können. Denn der Stromverbrauch steigt und nicht immer scheint die Sonne, nicht immer weht der Wind in der richtigen Stärke und vor allem will nicht jeder ein Windrad vor der Tür stehen haben, verschandelt schliesslich auch die Landschaft.
Zurück zum Super-Computer. Es ist nicht der erste Hochleistungsrechner, der in Deutschland steht. Es gibt noch den in Jülich und einen in Stuttgart. Zudem soll dieser Rechner in Garching nicht nur den deutschen Forschern zur Verfügung stehen, sondern allen Wissenschaftlern in Europa. – Wie selbstlos.
Aber brauchen wir solchen einen Super-Rechner wirklich? Anscheinend schon, denn die Simulationen der Forscher werden immer komplizierter, braucht also immer mehr Rechenleistung, so dass man diese Rechenmonster braucht. Terrabyte ist schon längst out, wir bewegen uns inzwischen im Penta-Bereich. Vorteil des neuen Super-Rechner ist, dass Simulationen nur noch ein paar Tage brauchen, was früher mindestens ein Jahr dauerte. Wenn das nicht von Vorteil ist. Gebrauchen kann man SuperMUC auch weiter, weil ein europäischer Wissenschaftler das menschliche Gehirn elektronisch nachbaut. Dazu braucht er Rechnerleistung und die bekommt er unter anderem nun auch von SuperMUC.
Weiss das niemand, dass das menschliche Gehirn so nachgebaut wird? Ist ein interessanter Wissenschaftsartikel gewesen, den ich da gelesen habe. Weiss gar nicht mehr, welche Zeitschrift dies war. Kann mir nicht alles merken, sonst würde meine Gehirn noch irgendwann platzen, wenn ich mir jede Kleinigkeit merken würde. Wobei es das auch geben soll. Da ist irgendetwas im Gehirn zerstört, weshalb es Menschen gibt, die sich jede kleinste Kleinigkeit merken können.
Zu Beginn des Artikels sagte ich noch, dass der Hochleistungsrechner Unmengen an Strom kostet. Das ist faktisch auch richtig, auch wenn er energieeffizient arbeitet. Denn er hat eine Warm-Wasser-Kühlung. Mit 55 Grad warmem Wasser werden der Hauptspeicher und die Prozessoren gespeichert. Damit dürfte man erkennen, dass es sich um eine Warmwasserkühlung handelt. Dafür braucht man keine Kühlaggregate, die das Wasser runterkühlen müssen. Und das heisst, es wird Strom gespart. Denn das Wasser muss nicht extrem runtergekühlt werden, sondern ist 55 Grad warm.
Der Stromverbrauch liegt 40 Prozent niedriger als bei einem luftgekühlten System. So verbraucht der Super-Rechner „nur“ noch drei Megawatt, wenn er läuft.
Sind drei Megawatt aber nicht auch ein Windrad? Oder waren das schon acht, was so ein Windrad schafft? Na ja, muss ich noch mal nachschauen, aber viel ist es nicht, was so ein Windrad schafft.

Russland macht mal wieder Schlagzeilen mit seiner sogenannten Demokratie. Nichtregierungsorganisationen die sich für Menschenrechte einsetzen oder das Regime kritisieren werden es künftig schwer in Russland haben.
Putin habe das international umstrittene Gesetz unterschrieben, wie verkündet wurde.
Was aber bedeutet das Gesetz eigentlich, dass es international die Gemüter erregt? Es besagt, dass sich vom Ausland unterstützte Organisationen beim Justizministerium registrieren lassen und zudem regelmässig Rechenschaftsberichte vorlegen müssen. Und wenn dies nicht gemacht wird, dann kann die Organisation ohne Gerichtsurteil für ein halbes Jahr verboten werden. Einzelpersonen droht eine dreijährige Gefängnisstrafe.
Woran erinnert denn das? Richtig, an die Dreissiger Jahre in Deutschland, die Sowjetunion und die DDR – die anderen ehemaligen kommunistischen Länder auch. Natürlich darf China nicht vergessen werden, da verschwindet man schneller hinter Gefängnismauern, als man sich bewusst wird, was man eigentlich getan hat. Man erinnere sich nur da an den Deutschen, der schon seit Monaten in einem chinesischen Gefängnis sitzt, weil er angeblich Kunst geschmuggelt haben soll. Für alles, was ihm vorgeworfen ist, ist er nicht verantwortlich, sondern seine Kunden. Er führt es am Ende nur aus. Tja, die Chinesen sind da anderer Meinung, wer weiss, was sie damit wieder bezwecken.
Zurück zu Russland. Das Gesetz ist doch nur dazu da, um die Aktivitäten von Menschenrechtsorganisationen einzudämmen bis ganz auszuschalten. Russland entfernt sich immer weiter von der Demokratie, was man auch daran sehen kann, dass die Mitglieder der Frauen-Punkband Pussy-Riot bis Januar 2013 in Untersuchungshaft bleiben sollen.
Was erklärt eine Untersuchungshaft von zehn Monaten? Pussy Riot hatte ein Punk-Gebet gegen Putin gesungen, wo sie Maria – die Mutter Gottes – baten, Putin zu verjagen. Dies geschah in einer Moskauer Kathedrale. Im weitesten Sinne eine Gotteslästerung, aber mehr auch nicht. Da könnte die orthodoxe Kirche was gegen sagen und fertig. Aber nein, das geht ja nicht, denn Putin wurde ja angegriffen. Die Mutter Gottes – warum eigentlich Mutter Gottes, schliesslich ist sie nur die Mutter von Jesus, aber mehr auch nicht -, also Maria solle Putin verjagen. Und so was sagt man in einem pseudodemokratischen Staat nicht. Da kommt man dann ins Gefängnis. Und dann wird gegen sie ein Exempel statuiert, wie man es hier sehen kann. Zehn Monate Untersuchungshaft und dann ab nach Sibieren ind die Gulags. Ja, die gibt es immer noch oder wieder, aber definitiv existieren diese Arbeitslager.
Und damit steht fest: Russland ist nur noch nach aussen hin ein demokratischer Staat. Im Inneren ist er längst das geworden, wogegen die Menschen sich in Tunesien, Ägypten und Libyen aufgelehnt haben.
In Syrien dauert der „Kampf“ immer noch an. Die Rebellen sagen, es würde nicht mehr lange dauern, bis Assad gefallen ist. Warten wir ab, der hat bis jetzt immer noch ein Schlupfloch gefunden. Da behindert unter anderem Russland, dass etwas gegen das Assad-Regime unternommen werden kann. Diktatoren müssen zusammenhalten, nicht wahr?
Habe ich eigentlich schon erzählt, dass man seinen Vermögensstand angeben muss, wenn man nach Russland fährt. Die haben wohl Angst, dass man dort bleibt. Also wirklich, wer bleibt den freiwillig in einem Staat, wo sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nur der Name und die Grösse des Landes sich geändert hat? Also mich kriegen da keine zehn Pferde hin.

Die Stimmen werden laut, dass Sepp Blatter endlich als Präsident der FIFA zurücktreten soll. Darüber kann der Schweizer nur müde lächeln, denn er tritt nicht ab, freiwillig schon gar nicht. Da kann kommen was will, er wird bleiben. Und so wird die Kommission bestimmt auch nichts finden, dass Blatter irgendwie in irgendwelche Schmiergeldaffären verstrickt ist.
Die dritte Liga hat gerade begonnen, bald ist die zweite Liga dran. Und wir hören nun mal wieder was von Ailton. Ja, dass ist der, der beim diesjährigen Dschungelcamp mitgemacht hat. In der sechsten Liga, der Verbandsliga, soll er spielen, bei Hassia Bingen. Nur noch die Unterschrift unter dem Vertrag würde fehlen.
Das war mal ein richtig guter Spieler, aber nachdem er bei Werder Bremen weggegangen ist, ging es mit ihm und seiner Karriere bergab. Und nun ist es ein Sechsligist geworden.

 

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Die größten Ausreden schon vorab der Niederlage – Oranje am Boden


Russland macht wieder einmal von sich reden. Im positiven Sinne nun wirklich nicht. Gerade erst wurde das Versammlungsverbot verschärft, dennoch demonstrieren die Menschen, weil sie Putin nicht haben wollen. Auch auf die Gefahr hin, dass sie verhaftet werden und saftige Geldstrafen aufgebrummt bekommen, lassen sie sich nicht unterkriegen, sondern versuchen sich Gehör zu verschaffen.

Wie es übrigens inzwischen aussieht, hat Putin die Wähler damit bestochen, dass sie umsonst zu den Spielen der russischen Nationalmannschaft gebracht werden. Wie es sich mit den Untwrkünften in Polen verhält, ist nichts bekannt. Wahrscheinlich werden die auch bezahlt, bloss ist das noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen.

Aber so leicht ist es, Wählerstimmen zu kassieren. Und das nennt sich dann Demokratie? Was jetzt in Russland abläuft ist doch genau das, was schon zu Stalins Zeiten dort ablief. Selbst die Gulags gibt es noch, auch wenn das lieber totgeschwiegen wird von den Russen. Das ist kein demokratisches Russland, sondern unter dem Deckmantel der Demokratie herrscht eine Alleinherrschaft, gegen die niemand ankommt.

Demokratie ist in Russland nur ein Wort. Wie in der demokratischen Republik Kongo, die gar nicht so demokratisch war, auch wenn es der Landesname versprach.

Russland ist ja auch ein Störfaktor im Syrienkonflikt. Und niemamd kann dagegen was unternehmen, wie es scheint. Wir müssen hilflos mit ansehen, wie nun schon Kinder in diesen Bürgerkrieg hineingezogen werden. Aber so ist es immer gewesen. Wenn gar nichts mehr geht, werden die Kinder ausgeschickt. So war es in Nazi-Deutschland oder die Kindersoldaten in Afrika.

Kinder sollte man aus so etwas heraushalten, aber sie sind noch jung, lassen sich oft noch manipulieren. Es ist traurig, wenn es so weit kommt.

Aber wir können als Unbeteiligte nur zusehen. Die UN ist da, wo was kann sie schon gross ausrichten? Nichts, denn sie werden ja nicht einmal ernst genommen. Assad hält von Annan und dessen Plänen überhaupt nichts.

Mich wundert, dass noch niemand die Idee geäussert hat, Assad einfach zu erschiessen. Sehr wahrscheinlich hält der sich so gut versteckt, dass dies nicht möglich ist. Mit versteckt meine ich, dass er nicht als lebende Zielscheibe herumläuft.

Am Freitag wird Elefantenbulle Hussein aus Hamburg wohl nun endgültig seine Reise nach Belgien antreten. Eigentlich sollte es ja bereits letzte Woche geschehen, aber vielleicht hatte der Transporteur keine Zeit, schliesslich ist er ja nicht nur für Elefanten zuständig.

Jenala ist schon ganz traurig, obwohl sie über den „alten Pappsack“ in den letzten zwei Jahren ordentlich geschimpft hat und ihm am liebsten einige Male vor Wut angeschrien hätte. Doch im Grundes ihres Herzens hat er einen festen Platz im selbigen. Sie mag und respektiert ihn. So wie er sie respektiert und wohl auch versteht, warum sie manchmal wütend auf ihn ist. Jedenfalls sagt sie das. Ich weiss nicht, ob sie damit Recht hat. Sie versteht mehr von Tierpsychologie als ich.
Am Freitag heisst es Abschied nehmen, oder lieber gleich am Donnerstag, denn Ende der Woche ist er weg – der „alte Pappsack“.
Es wird wohl wirklich der 15. sein. Hier kann man die Bestätigung lesen. Zwar auf flämisch, dennoch verständlich.
Die EM ist im vollen Gange. Der zweite Spieltag am laufen. Heute Abend ist Deutschland wieder dran. Es wird wohl eines der Highlights werden, schliesslich geht es gegen die Niederlande. Ebenjenes Land, dass 1974 im Finale gegen Deutschland verlor. Noch heute versuchen einige Oranje-Fans Gründe zu finden, warum Deutschland der Titel aberkannt werden sollte. Einer ist unter anderem, dass Rainer Bonhof kein Deutscher war und nicht für Deutschland hätte spielen dürfen.

Wird Italien etwa der WM-Titel aberkannt, weil sie 1934 und 1938 betrogen haben? Nein, noch immer darf sich die Squarra Azzura vierfacher Weltmeister nennen. Dagegen sagt auch niemand etwas.

Die Niederlande jedenfalls brauchen einen Sieg, wo sie doch das erste Spiel gegen Dänemark kläglich verloren habe. Wenn sie morgen noch einmal verlieren, dann ist Schluss. Und wie es aussieht, werden sie verlieren. Das sage ich nicht, weil Torakel Nelly aus dem Serengeti-Park Hodenhagen und Rüsselorakel Mala auf einen Sieg der Deutschen entschieden haben.

Nein, in der ganzen Mannschaft scheint es irgendwie nicht zu stimmen. Wenn der Psychologe kommt, nimmt ein Spieler daran nicht teil. Er ist vielmehr dafür, dass die Spieler das untereinander ausmachen sollen. Grundsätzlich hat Sneijder damit Recht. Doch manchmal kommt man so nicht weiter.

Das beste allerdings ist der Unmut, der sich nun verbreitet, weil alle sich über das Quartier in Krakau aufregen. Es sei 1.200 Kilometer vom Spiel Ort entfernt. In Krakau ist es ziemlich kalt, während in Charkow tropische Temperaturen herrschen. Da könne man sich nicht aklimatisieren und sei gehandicappt. Um Ausreden scheint diese Mannschaft wirklich nicht verlegen zu sein, um eine weitere Niederlage zu erklären.

Aber scheint es wirklich so sicher, dass die deutsche Mannschaft gewinnen wird? Wirklich überzeugt haben sie ja am Samstag gegen Portugal nicht. Hatten mehr Glück wie Verstand, dass sie sich nicht ein paar Dinger von den Portugiesen (alias Portugaler wie Matze Knop als Beckenbauer immer sagt) eingefangen haben. Da hat Neuer wirklich einmal, in einer einzigen Aktion, gezeigt, was er kann. Ansonsten betreibt er ein ziemlich risikoreiches Spiel. Steht immer ziemlich weit vor dem Tor. Was auch immer er damit bezweckt, hoffentlich überlupft ihn nicht einmal ein Gegner. Wäre gar nicht schön.

Komme ich zu den Tierorakeln. Das ukrainische Schwein Funtik hat daneben gelegen und nicht mit einem Sieg seiner Mannschaft gerechnet.

Da ist Elefantendame Citta aus Krakau doch weit optimistischer. Bereits zum zweiten Mal tippte sie auf Sieg der polnischen Mannschaft. Dazu muss man sagen, dass diese Honigmelone, die für Polen stand, ganz vorne auf der Absperrung lag. Und Citta kam auch genau so an, dass sie sich gleich auf die erste Melone stürzen würde, die ihr geboten wurde. Dazu muss man sagen, dass sie ein Rechtsrüssler ist. Beim Menschen heisst das Rechtshänder. Und so wird Citta sich immer für die rechte Seite entscheiden, wenn sie seitlich ankommt. Sie hätte von vorn kommen müssen, da wäre die Chance grösser, dass sie auch wirklich unvoreingenommen was nähme.

Denn Citta lag schon wieder daneben. Es gab ein Unentschieden gegen Russland, wobei man da auch vermuten kann, dass das zwischen beiden Verbänden abgesprochen war. Russland und Polen sind sich schliesslich ein rotes Tuch.

Das inoffizielle Rüsselorakel aus Hamburg hingegen hat mit seinen Prognosen eher Recht gehabt, als Citta. Im Eröffnungsspiel lag Elefantenkuh Mala zwar falsch, aber das Deutschland-Spiel und die Partie Frankreich gegen England hat sie richtig getippt. Aber als Dickhäuter mit vierzig Jahren Fussballerfahrung sollte sie wohl auch wissen, welche Mannschaft gewinnt und welche nicht.

Für das heutige deutsche Spiel sagt Mala übrigens einen Sieg voraus. Nicht für die Niederlande, sondern für Deutschland. Ob sie recht behält? Das werden wir heute Abend wissen, wenn das Spiel abgepfiffen wird.

Nehmen wir einmal an, Deutschland gewinnt und Dänemark auch, dann haben beide sechs Punkte auf dem Konto. Das heisst soviel, dass beide Mannschaften sich beim Aufeinandertreffen ein Spiel leisten könnten wie anno 1982 Deutschland gegen Österreich in Gijon, wo den Deutschen ein Sieg reichte, um weiterzukommen. Seitdem werden die letzten Gruppenspiele immer zur gleichen Zeit ausgetragen, damit so ein müdes Hin- und Hergeschiebe nicht mehr vorkommt. Anscheinend wird es aber doch möglich gemacht.

Zurück zu den Tierorakeln.

Das offizielle Elefantenorakel aus dem Hamburger Tierpark hat Unentschieden gesagt. Shahruhk und Shanti naschten von jeweils beiden Landesflaggen. Ob sie auch dieses Mal recht behalten werden? Keine Ahnung, aber wir werden sehen.

Elefantenkuh Nelly aus Hodenhagen hat sich wieder für Deutschland entschieden. Kein Wunder, wenn sie direkt vor dem Tor der Niederlande stand, wo sollte sie da auch sonst hinschiessen? Deshalb finde ich diese Entscheidung nicht wirklich objektiv. Wäre ja gerade so, als würde ich ein Spiel tippen und dann behaupten, mein imaginärer Goldfischon hätte so entschieden.

Bei Mala hingegen kann man sicher sein, dass sie so auswählt, wie es ihr passt und sie nicht irgendwie manipuliert wird. Aber sie ist ein Rechtsrüssler, das darf nicht vergessen werden.

Wo ich vom Hamburger Tierpark spreche, dort ist Anfang Juni eine Putzfrau von einem entflohenen Riesenotter schwer verletzt worden. Durch ein Loch im Zaun entwischte Beni und fügte der Frau schwere Bisswunden am Arm zu.

Noch wird gerätselt, warum der Riesenotter so aggressiv war. Ist doch logisch, wenn man den Tathergang liest. Die Putzfrau sah den Riesenotter, erschreckte sich und fiel hin. Prompt dachte Beni, dass es sich um Beute handeln würde und verbiss sich in den Arm. Ein völlig natürliches Raubtierverhalten. Wäre die Putzfrau nicht gestürzt, wäre es sehr wahrschenlich glimpflicher ausgegangen. Deshalb griff Beni übrigens auch noch zwei herbeeilende Pfleger an, weil sie ihre Beute verteidgen wollte.

Peta fordert nun Freiheit für die Riesenotter. Fordern sie bei anderen Tieren ja auch, wenn da was passiert ist. Aber sie sollten mal lieber aus der Sicht des Tieres den Tathergang analysieren und nicht wild auf die Gefangenschaft pochen.

Fünfzig Jahre umfallfrei ist Hagenbeck übrigens nicht, wie ich selbst recherchiert habe und Jenala mir sagte. Wenn sie zwanzig Jahre gesagt hätten, wäre das hingekommen. Denn vor zwanzig Jahren griff während einer Dschungelnacht Elefantenkuh Mala ihre Konkurrentin um den Posten der Leitkuh an. Mala biss Mogli in den Schwanz, diese drehte sich um und wollte Mala eine verpassen. Der Elefantenpfleger fiel von Mogli runter und brach sich den Oberschenkel. Elefantenbulle Hussein wurde zwischen beide Streithähne gelenkt und verhinderte Schlimmeres. Aber Hussein ist bekanntlich bald weg. Wenige Tage sind es nur noch, wo noch mal alle von ihm Abschied nehmen können, bevor er sich auf den Weg nach Belgien macht.

 

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Stürzt Deutschland in den Abgrund?


Heute fange ich mal aus gegebenem Anlass mit einem kleinen geschichtlichen Exkurs statt. Ist sonst nicht so ganz meine Art, aber ich denke, dass dieses heutige Datum wichtig für die Geschichtsschreibung war und ist. Worum es geht? Um den japanischen Angriff auf den US-amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Habor vor genau siebzig Jahren.
Dieses Datum ist in dem Sinne wichtig, weil dadurch sozusagen der Zweite Weltkrieg eine entscheidene Wendung nahm. Erstens wurde er nun wirklich zum Weltkrieg, denn er beschränkte sich nicht mehr nur noch auf Europa, und zweitens traten die USA in den Krieg ein. Es war der Anfang vom Ende von Nazi-Deutschland. Dieses war mit den Japanern verbündet gewesen und hatte demzufolge auch den USA den Krieg erklärt. Die USA hatten nun einen Grund, nicht nur Japan, sondern auch Deutschland den Garaus zu machen. – Gut, ich rede ein wenig salopp, aber jeder versteht wohl was ich meine. – Bis dahin war die USA relativ neutral gewesen, von Lieferungen an die Sowjetunion einmal abgesehen.
Der Krieg wurde zum Weltkrieg, es kam zum D-Day und leider auch zu den beiden Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki. Was passiert wäre, wenn die USA nicht in den Krieg eingetreten wäre, tja, das ist eine Frage, die die Geschichtstheoretiker gerne durchnudeln. Eventuell hätte das Kriegsende sich noch um Jahre verzögert, vielleicht hätte Nazi-Deutschland auch die USA angegriffen. Wer weiss das schon? Aber vor allem hätte es sicherlich einige Städtebombardierungen nicht in dem Ausmass gegeben, wie es schliesslich stattfand.
Der Angriff auf Pearl Harbor war definitiv ein Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Zwar hat es danach noch über dreieinhalb Jahre gedauert bis der Krieg vorbei war, aber wollen wir wirklich darüber nachdenken, was geschehen wäre, wenn die USA nicht in den Krieg eingetreten wären? Wäre Deutschland heute das, was es ist oder immer noch ein faschistischer Staat?
Siebzig Jahre ist es her auf den Tag genau, dass die Japaner den hawaiianischen Flottenstützpunkt der USA angriffen.

So weit zu meinem kleinen Exkurs, weiter geht es mit der Überschrift. Ja, ich habe es recht drastisch formuliert, aber ich finde, dass die deutsche Regierung so langsam nicht mehr weiss, was sie eigentlich macht. Bei manchen Dingen kann man wirklich nur noch den Kopf schütteln und fragt sich, wohin das alles noch führen soll.
Die Rating-Agentur Standard & Poor’s droht Deutschland (und anderen EU-Ländern) mit einer Herabstufung der Bestnote AAA im nächsten halben Jahr. Eine Drohung nur, aber angesichts dessen, was momentan über Steuersenkungen, einsparung bei Zuschüssen im Arbeitslosenmarkt und der Senkung der Rentenbeiträge in den Nachrichten ist, finde ich schon, dass diese Drohung gefährlich klingt. Gut, dennoch hat Deutschland sich Geld für Mini-Zinsen leihen können, aber das heisst ja noch nichts. Denn bisher steht diese Drohung nur im Raum, geschehen ist noch nichts. Und wer nicht versteht, worum es eigentlich bei dieser Herabstufung geht, dem sei gesagt, dass es darum geht, wie viel Prozent an Zinsen Deutschland oder jedes andere x-beliebige Land zahlen muss. Wer die Bestnote AAA hat – erinnert mich immer an Elektronikartikel wie Wasch- oder Spülmaschinen -, muss nicht so viele Zinsen zahlen, wer schlechter bewertet wurde, der bekommt höhere Zinsen aufgebrummt. Verstanden, worum es geht?
Also das droht Deutschland, und nicht nur uns, im nächsten halben Jahr. Es wird eine Rezession in Europa erwartet. Zudem steht ja nicht nur Griechenland schlecht da, die sind die Spitze des Eisbergs. Hintendran stehen Portugal, Spanien, Italien und auch Frankreich. Noch steht Deutschland gut da und wehrt sich gegen die sogenannten Euro-Bonds, wo jedes Land für die Schulden eines anderen Landes aufkommen soll. Will heissen: Wir müssten für Griechenlands Schulden geradestehen. Wollen wir das? Nein, deshalb sperren sich Merkel und Schäuble auch dagegen, wie ich ja bereits in meinem vorherigen Beitrag geschrieben habe. Dadurch werden Stimmen laut, dass Deutschland sich in Europa isolieren würde, aber bei solch einer Sache muss man zeigen, was man eigentlich will. Wenn wir irgendwie an der Misere des jeweiligen Landes Schuld wären, gut, das ist was anderes. Aber doch nciht so. Das Land hat das selbst verbockt und soll die Folgen auch tragen – und wenn es dafür in die Pleite geht. Hat Argentinien auch gemacht, heute stehen sie wieder gut da.
Dennoch bin ich besorgt, was momentan hier in Deutschland mit der Wirtschaft vor sich geht. Direkt Wirtschaft ist es nicht, sondern hat nur im Äusseren damit zu tun, aber ohne die Dinge, wäre eine Ankurbelung der Wirtschaft nicht möglich. Und das ist, was wir brauchen. Einen Kreislauf, doch der wird jetzt gestört.
Im nächsten Jahr werden die Zuschüsse für die Ein-Euro-Jobs drastisch zurückgefahren, so dass es kaum noch Ein-Euro-Jobber geben wird. Dies wiederum hat zur Folge, hier spreche ich für Bayern, dass die so genannten Gebrauchtwarenhäuser dichtmachen müssen. Denn sie konnten sich nur durch die Ein-Euro-Jobber tragen, die nun alle eine Kündigung erhalten haben. Bald jedes Gebrauchtwarenhaus wird geschlossen, da es sich nicht mehr finanzieren lässt. Das ist traurig für die Kunden und vor allem traurig für die Mitarbeiter, denn diese würden sehr wahrscheinlich ohnehin keinen Job mehr bekommen. Und so fühlten sie sich wenigstens noch gebraucht und konnten was tun. Heisst es nicht immer, dass die Arbeitslosen gar nicht arbeiten wollen. Für einen kleinen (?) Anteil mag das zutreffen, dass diese arbeitsscheu sind, aber viele wollen gerne arbeiten und sind darum froh gewesen, dass sie eben einen Ein-Euro-Job hatten. Und dieser fällt nun weg. Geld muss eingespart werden, aber ob es an der richtigen Stelle ist. Man hat so den Menschen ein Stück ihrer Würde genommen, die sie durch diese Jobs wiedererlangt hatten. Wer nicht arbeiten will, der macht eh nichts, aber die, die arbeiten wollen, aber in ihrem Job nichts mehr bekommen, den sollte zugestanden werden, sich wenigstens als Ein-Euro-Jobber zu verdingen.
Diese Zuschüsse werden gekürzt. Und man muss mal bedenken, dass Hartz IV-Empfängern nichts vom Amt in die Rentenkasse eingezahlt wird. Dennoch herrscht in der Rentenkasse ein Überschuss – deshalb vielleicht? -, weshalb nun die Rentenbeiträge gesenkt werden müssen. Das ist so vorgesehen, aber im Grunde genommen schwachsinnig. Denn wir Spätgeborenen – gilt ab 1980 – werden kaum die Rente bekommen, die wir mit unserer Hände Arbeit eigentlich verdient hätten. Uns wird wenig bleiben, deshalb sollte dafür gesorgt werden, dass die Rentenbeiträge so bleiben, wie sie sind. Zwar meckere ich auch über diese Beiträge, aber dennoch weiss ich, dass ich irgendwann einmal was rauskriegen werde. Sollten diese aber nun gesenkt werden, kommt dabei nichts rum. Stattdessen muss ich fürchten, wie viel ich eigentlich bekommen werde, wenn ich in Rente gehe. Oder wird das Rentenalter gleich noch einmal bis 70 Jahre rausgeschraubt. Möglich wäre alles. Ich mag es mir gar nicht ausmalen.
Und wenn ein Überschuss in der Rentenkasse herrscht, dann sollte vielleicht einmal wirklich an die Frauen gedacht werden, die vor 1992 ein Kind bekommen haben. Denen wird nur ein Jahr für die Rente angerechnet, allen Frauen, die nach 1992 ein Kind bekamen, werden hingegen drei Jahre angerechnet. Eine schreiende Ungerechtigkeit nenne ich so was. Es ist ja sogar vor ein paar Tagen diskutiert worden, ob das nicht geändert werden soll und die Erziehungsjahre für alle Frauen auf drei Jahre pro Kind heraufgesetzt wird. Doch dieser Vorschlag ist abgelehnt worden. Stattdessen werden die Beiträge gesenkt, da die Rentenkasse zu gut gefüllt ist. Ist das nicht ungerecht?
Ja, klar stellt sich die Frage, was mit denjenigen Frauen passiert, die schon längst in Rente sind, bekommen diese dann auch noch einen Zuschlag? Mein Vorschlag, die Erziehungsjahre sollten heraufgesetzt werden und zwar etwa ab 1980 oder 1975. Einige der Frauen, die damals ein Kind bekamen, sind noch nicht in  Rente, weshalb es da leichter ist, die Erhöhung noch mit einzuberechnen. Darüber sollte wirklich einmal nachgedacht werden.
Warum ich mich dafür einsetze? Ich muss da an meine Tante denken. Sie ist damals zu Hause geblieben, als ihre Kinder klein waren. Und nun fehlen ihr diese Jahre in der Rente, da ihr pro Kind nur ein Jahr gutgeschrieben wird. Und so wie meiner Tante ergeht es gewiss auch anderen Frauen. Die Politiker sollten sich das wirklich noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Ab Geburtsjahrgang 1980 gibt es drei Erziehungsjahre und fertig.
Aber nein, senken wir doch lieber die Steuern, wie es die FDP in ihrem Wahlprogramm versprochen hat. Was soll denn gesenkt werden? Die Einkommenssteuer? Oder was? Ich sehe da wirklich keine einzige Steuer, die unbedingt gesenkt werden müsste.

Apropos, erinnert sich noch jemand an das Jammern der Krankenkassen, dass sie kein Geld hätten? Ja, ja, nun ist herausgekommen, dass sie einen riesigen Überschuss haben. Und womit haben sie das wohl errungen? Richtig, mit Zusatzbeiträgen, wobei die ja nicht jede Kasse erhebt. Ich darf mich zu den Glücklichen zählen, die bisher noch nichts zahlen mussten. Und ich hoffe, dass das auch weiterhin so bleibt. *dreimalaufholzklopf*
Dafür darf ich mir jetzt mein schönes Konterfei auf der neuen Versicherungskarte angucken. Ich sehe aus wie ein Schwerverbrecher, was auch daran liegt, dass ich damals beim Passbild geschickt habe. Und da sehe ich wirklich nicht nett drauf aus. Aber noch nicht die alte Karte wegwerfen, denn es könnte ja noch Arztpraxen geben, die noch nicht auf das neue System umgestellt haben. Wie gut, dass ich bereits beim Zahnarzt war in diesem Jahr.

 
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Verfasst von - 7. Dezember 2011 in Blog, Kultur, Real life, Technik

 

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