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Geld und Gerüchte lenken ab von Problemen


Geld her, Geld her oder wir pfänden euch!
Ja, ja, der griechischen Regierung ist momentan kein Mittel zu unverschämt, um an Geld zu kommen. Jetzt kommen sie wieder damit an, dass Deutschland Reparationen zahlen muss, obwohl nicht nur die deutsche Regierung der Meinung ist, dass das abgegolten ist, sondern sogar der europäische Gerichtshof. Dennoch will die griechische Regierung nun deutsche Einrichtungen in Grichenland pfänden lassen vornehmlich das Goethe-Institut. Auch das dürfen sie eigentlich nicht, aber wenn es darum geht, Deutschland um Geld zu erpressen, ist Griechenland jedes Mittel recht, hat man das Gefühl.
Vor allem ist es doch sehr auffällig, dass Griechenland gerade dann Reparationen fordert, wo sie wieder absolut pletite sind und dringende Gespräche mit der EU führen, weil sie Geld brauchen.
Was macht man, um sich zu sanieren? Man nimmt das Land, das sich am meisten gegen weitere Geldspritzen stellt und fordert es auf, dass es Geld zahlen muss. Die Geschichte mag Griechenland vielleicht recht geben, nur leider ist das inzwischen abgegolten und es gibt auch nichts mehr, auch wenn Griechenland pleite sein mag.
Mehr als 300 Milliarden Euro sollen es sein, die Deutschland angeblich an Griechenland zu zahlen hat, wie eine griechische Studie im Jahr 2013 feststellte. Damals wurden diese Zahlen noch geheim gehalten, aber wo man nun mit dem Rücken zur Wand steht und dringend Geld braucht, da kann man die Zahlen ruhig veröffentlichen.
Griechenland will sich auf Deutschlands Kosten sanieren, wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber eigentlich lachen.
Vor allem frage ich mich, wofür denn die Reparationen verwendet würden? Irgendwelche Löcher stopfen, die seit hundert Jahren nicht geflickt werden können? Da ist das Geld schneller weg als man es in Händen halten konnte.
Aber deutsche Einrichtungen zu pfänden, die Griechen sind ideenreich. Was kommt als nächstes? Deutsche Urlauber bis auf den letzten Euro pfänden, weil deren Vorfahren an den Gräueln des Zweiten Weltkriegs mitgewirkt haben könnten in Griechenland? Dann wird niemand mehr aus Deutschland in Griechenland noch Urlaub machen wollen. Und das nur, weil die griechische Regierung einfach nicht mit Geld umgehen kann und nicht weiss, woher sie die nächsten Euros nehmen sollen.
Aber das ist noch nicht alles, was sich Griechenland momentan leistet.
Da gibt es noch den griechischen Finanzminister, der eine Homestory machen lässt. Dafür muss er einige Häme einstecken, denn das ist nun wirklich nicht das, was die gebeutelte griechische Bevölkerung sehen will. Bescheidenheit ist halt eine Zier, nur die steht nicht mir, mag sich Varoufakis denken. Allerdings kommt man so nicht weit.
Zudem macht er von sich Reden, indem er behauptet, dass Schäuble ihn beleidigt habe. Nun wissen wir zwar nicht genau, was Schäuble zu ihn gesagt hat, aber irgendwie können wir uns denken, dass er masslos übertreibt. Es passt ihm nicht, dass nicht alle blind das tun, was er haben will. Vor allem will er Geld und das am liebsten sofort und auf der Stelle.
Das grösste Feindbild der Griechen scheint momentan Finanzminister Schäuble zu sein, der jetzt vom griechischen Verteidigungsminister Kammenos daran erinnert wird, was er für eine Rolle in der CDU-Spendenaffäre gespielt hat. Wie sagte Schäuble damals noch im Sinne von Sokrates? Ich weiss, das ich nichts weiss. So oder so ähnlich ist es gewesen. Aber das Griechenland nun damit ankommt, muss doch heissen, dass sie Schäuble ziemlich zu fürchten scheinen. Anscheinend befürchtet die griechische Regierung, dass Schäuble die anderen EU-Länder beeinflussen könnte. Denn Griechenlands schlimmster Alptraum ist, dass ihnen der Geldhahn zugedreht wird.
Aber vorher werden noch mal schnell ein paar deutsche Einrichtungen gepfändet. Die eigenen Reservetöpfe geben kaum noch was her.

Alle Welt scheint sich seit Tagen nur noch die Frage zu stellen, wo denn Wladimir Putin sei. Der Kreml behauptet zwar fleissig, dass Putin den Amtsgeschäften nachgehen würde und eifrig Akten wälzen würde. Nur sehen tun wir nichts. Dafür werden Bilder vom Kreml als aktuell veröffentlicht, die bereits in der Woche für Putins Abtauchen aufgenommen wurden und auch veröffentlicht wurden. Zwar nicht in Russland, aber so ganz hinterm Mond sind dann doch nicht alle, dass sie glauben, was ihnen der Kreml weismachen will.
Schon weiss man nicht, was mit Putin los ist, gehen die Gerüchte los. Das harmloseste ist, er ist Skifahren in Sotschi. Was der spanische König im eigenen Land macht, kann sich der russische Präsident erst recht erlauben.
Zweites Gerücht: Seine Gspusi, also Freundin, hätte in der Schweiz ein Kind zur Welt gebracht. So weit die Schweizer Medien.
Neben dem Skifahren heisst er auch noch, dass er irgendwo in der Wildnis angeln sei oder wahlweise auf Bärenjagd gehen würde. Vielleicht guckt er sich aber auch nur irgendwo Tigerbabys an. Wobei, das würde er dann sicherlich per Kameras festhalten, damit alle Welt sieht, dass er auch vor Raubkatzen keine Angst hat.
Dann gibt es noch die Gerüchte, dass Putin tot sei oder totkrank ist. Letzteres habe ich ja schon mal vor einiger Zeit erwähnt, wo ich gelesen hatte, dass er angeblich an Bauchspeicheldrüsenkrebs leiden würde. Danach sieht er nun nicht aus, aber wer weiss, was daran wahr ist.
Und da ich nun auch nicht einfach danebenstehen möchte, will ich hier ebenfalls ein Gerücht streuen: Putin hat sich mal wieder im Gesicht generalüberholen lassen und weil das Gesicht nun noch ein wenig blau und verquollen ist, kann er sich nicht in der Öffentlichkeit sehen lassen. Folglich ist er im Kreml und studiert Akten und bereitet seinen nächsten Coup vor, aber er tritt halt nicht öffentlich auf.
Das er sich schon einmal hat liften lassen, konnte man in der ZDF-Dokumentation über ihn sehen. Also warum soll es nicht stimmen.
Aber ist es nicht komisch, dass sich plötzlich die ganze Welt Sorgen zu machen scheint, wo Russlands Präsident abgeblieben ist?
Nun ja, was muss der Kreml auch Bilder veröffentlichen, die nachweislich schon eine Woche zuvor aufgenommen wurden? Hat da jemand in der Stelle für Öffentlichkeit gepennt? Ich jedenfalls würde mir schon mal Gedanken über eine Namensänderung und einen neuen Job machen, wenn ich die Meldungen rausgegeben hätte.
Der grosse Selbstdarsteller taucht nicht auf und die Welt weiss nicht, was los ist und versinkt in Gerüchten. Kann man sich das bei Fidel Castro oder Kim Jong-Un vorstellen. Bei letzterem gab es auch schon Gerüchte, aber das beschäftigte nicht gleich tagelang die Welt. Da wurde spekuliert und fertig. Aber Putin ist natürlich etwas anderes.
Dem muss das doch runtergehen wie Öl, dass man sich so um seine Person kümmert – nein, nicht sorgt.
Im Grunde ist dieses Nichtauftauchen doch ein toller neuer Schachzug des russischen Präsidenten, um von ganz anderen Dingen abzulenken. Beispielsweise die Ermittlungen im Mord an Boris Nemzow. Seitdem die angeblichen Täter gefasst wurden und einer von ihnen gestanden haben soll, rissen die Vermutungen nicht ab, dass der Verdächtige gefoltert worden ist. Das der Verdächtige und angeblich geständige Täter nicht ganz in Ordnung war, konnte man deutlich sehen. Aber wenn nun ein schnelles Ergebnis gefordert wird, müssen eben Unschuldige über die Klinge springen.
Am Montag wird man spätestens sehen, dass Putin nur grosses Gerede von sich machen wollte. Denn trotz der grossen Ermittlungsergebnisse im Mordfall Nemzow reissen die Gerüchte einfach nicht ab, dass Putin selbst für den Mord verantwortlich ist. Die ganzen Satiresendungen haben sich an Putin festgebissen.
Und was macht man da, wenn man von allem ablenken will? Genau, man taucht unter, lässt Gerüchte streuen und lacht sich ins Fäustchen, weil keiner durchblickt.

Elefantendame Mala freut sich über das schöne Wetter. Der Frühling hat wieder Einzug gehalten, nicht nur in Belgien, sondern auch hier in Deutschland. Es ist komisch, aber immer so um den 10. März herum beginnt auf einmal die Sonne zu scheinen. Als ob der Frühling nun weiss, dass er dran ist und das Wetter zu bestimmen hat.
Mala lässt sich die Sonne auf den Rücken scheinen, nimmt ein schönes Sandbad und ruft die Hannoveraner zur Ordnung auf, wenn die ihr zu laut sind. Mit denen zusammen ist sie nicht, ihre Gesellschafterin ist immer noch old Rani. Der zeigt sie auch immer noch ab und an, wer von beiden denn das Sagen hätte.
Nichts kann momentan Mala Fröhlichkeit trüben. Der FC St. Pauli hat vergangene Woche gegen Braunschweig gewonnen, wie Mala es vorhergesehen hatte. Sie erinnerte sich noch daran, dass St. Pauli bereits im Hinspiel drei Punkte geholt hatte. Ausserdem war Braunschweig dieses Mal angeschlagen, da sie Tage zuvor im DFB-Pokal gegen den FC Bayern hatten spielen müssen.
Die drei Punkte waren gut für St. Pauli, die immer noch auf den Abstiegsrängen stehen, aber die rote Laterne abgegeben haben. Das kann sich natürlich alles ändern, falls St. Pauli wieder vergisst, wie man denn nun Tore schiesst. Und da letzte Woche alle direkten Konkurrenten des Vereins selbst keine Punkte holten, war das ebenfalls etwas, dass bedeuten könnte, dass St. Pauli noch in der Zweiten Liga verbleiben wird.
Wie bekannt sollte man nicht den Tag vor dem Abend loben und so zeigte St. Pauli heute mal wieder, dass sie zwar wissen, wie man ein Tor schiesst, aber nicht wie man mehr als ein Tor schiesst. Deshalb spielten sie auch nur Unentschieden gegen den FSV Frankfurt. So ganz hat ihnen das jetzt nicht geschadet. Heute haben sie mit dem einen Punkt die direkten Abstiegsränge verlassen und stehen auf dem Relegationsplatz. Aber den werden sie morgen garantiert wieder verlieren, weil der letzte gegen den vorletzten spielen wird: Aalen gegen Aue. Selbst wenn beide Vereine unentschieden spielen werden, wird St. Pauli wieder auf dem 17. Platz landen. Hätten sie heute mal drei Punkte geholt.
Elefantendame Mala ärgert sich auch darüber, wo sie doch so euphorisch war. Aber sie kennt halt ihren Verein und weiss, dass dieser nach einem Sieg meist nicht einen zweiten Sieg holt. So tippte sie denn auch ein Unentschieden. Damit lag sie richtig, im Gegensatz zur Pusteblume. Diese war wohl mal für ein Unentschieden gewesen, aber Jonas musste sie alle Spiele noch einmal neu tippen lassen, weil sie vorher nicht wahllos etwas gewählt hatte. Aber wie es aussieht, bringen selbst die neuen Vorausetzungen nicht das, was er sich erwartet hat. Und auch das wohlgenährte Dickerchen hätte ihn enttäuscht. Da hat er sie zum ersten Mal ein Spiel tippen lassen und gleich liegt sie falsch. Sie war nämlich auch für einen Sieg von St. Pauli gewesen.
Wenn der Verein sich auch nicht so blöd anstellen würde, würde die Pusteblume auch einmal richtig liegen. Und vor allem würde St. Pauli wenigstens den Relegationsplatz festigen können. Ob sie dann nach dem Relegationsspiel dennoch in Liga Zwei verbleiben, ist eine ganz andere Frage.
Aber Mala hofft weiter, dass St. Pauli noch die Kurve kriegen wird. Es ist Frühling, da ist sie immer ein wenig besser gestimmt.

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