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Schlagwort-Archive: Stasi

Wie lange wird es diesmal dauern?


Da wird seit über einem Jahr darüber gemotzt, dass die NSA uns ausspioniert. Aber nicht nur uns einfach Bürger, sondern auch hochrangige Politiker wie die Bundeskanzlerin. Und nun kommt raus, dass der BND gar nicht besser sein soll. Jahrelang soll er schon die Türkei ausspionieren und dazu auch noch die ehemalige US-Aussenministerin Hillary Clinton.
Ja, ja, sag ich’s nicht immer, dass diejenigen, die den Mund am weitesten aufreissen, nicht wirklich besser sind? Genau so ist es nun herausgekommen. Nicht nur NSA, der britische und der französische Geheimdienst spionieren, vom russischen ganz zu schweigen, nein, auch der BND macht da mit. Warum sollten sie sich auch raushalten? So was gehört zum guten Ton, wenn man wissen will, was wirklich in der Welt vor sich geht. Meine ehemaligen Stasi-Nachbarn in Leipzig glauben ja auch daran, dass sie nur mit Lauschangriffen über alles informiert bleiben, was in der Strasse so vor sich geht. Aber wehe, man lauscht zurück, dann werden sie ungemütlich. Lei kann da einiges erzählen, ich aber auch. Will ich jetzt aber nicht.
Jedenfalls sieht man mal wieder, dass niemand eine weisse Weste hat.

Nun ist die Situation also in der Ukraine eskaliert. Es wurde ein russischer Militärkonvoi angegriffen, der sich auf ukrainischer Seite befand. Man habe so lange gewartet bis sie auf ukrainischen Gebiet waren, hiess es, um den Schlag ausführen zu können. Hat deshalb sogar eine Sonderausgabe der Tagesschau gegeben. Wahrscheinlich fürchtete man nun den grossen Rundumschlag. Aber der blieb erst einmal aus. Dafür steht allerdings der russische Hilfskonvoi still, da er von der Ukraine nicht abgefertigt wird. So kann man das auch machen, wenn man was nicht im eigenen Land haben will. Man ignoriert es einfach, macht die Leute mürbe mit der ewigen Warterei. Psychologische Kriegsführung kann man so was nennen. Ja, das ist weitaus intelligenter als ein paar Raketen zu werfen.
Und was hat es nun zu bedeuten, dass der Separatistenführer Strelkow zurükgetreten ist? Kommt nun ein wenig Ruhe in den Ukrainekonflikt rein?

Auf Sat.1 läuft die zweite Staffel von Promi-Big-Brother. Tja, im letzten Jahr waren da irgendwie mehr „Promis“ dabei als in diesem Jahr. Wobei ich mich gerade mal an drei Mitwirkende noch erinnern kann: Jenny Elvers, Martin Semmelrogge und David Hasselhoff.
In diesem Jahr muss man mit einem Dauerbachelor vorlieb nehmen und dem grössten Pop-Schlagersänger aller Zeiten (wann ist das noch mal gewesen?).
Wen ich mit letzterer Bezeichnung meine? Na, denjenigen, der nie beim Dschungelcamp mitmachen wollte, dann Anfang des Jahres doch mitwirkte, nach wenigen Tagen in den Sack haute und dann angeblich wieder reinwollte. Richtig, ich rede von Michael Wendler.
Anfang des Jahres kam gerade sein Best of-Album raus. Was kommt jetzt? Eine Biografie, irgendein Buch mit Bekenntnissen wie bei Schill? Irgendwie peinlich, dass er erst beim Dschungelcamp mitmacht und dann mehr als ein halbes Jahr später bei Promi-BigBrother auftaucht. Nun könnte man spekulieren, dass er dringend Geld braucht oder aber sich seinen Fans mal wieder zeigen will – von seiner nettesten Seite. Was es auch immer sein mag, ich will den wahren Grund gar nicht wissen.
Allerdings sind die Zuschauer gar nicht von Wendler begeistert, denn dieser wurde gleich von ihnen in den Keller gewählt. Also er soll wohl richtig leiden, haben sich diese gedacht.
Da fragt man sich nun, wie lange er es dieses Mal durchhalten. Bei uns in der Redaktion laufen die Wetten schon nach wie viel Tagen er gehen wird. Ich habe auf sieben Tage getippt. Dieses Mal wird er wohl länger durchhalten, auch wenn er gleich im Keller gelandet ist.
Bei einem wusste ich nun gar nicht, wer er war: Hubert Kah, Sänger der Neuen Deutschen Welle. Das ist vor meiner Zeit gewesen, wie ich zugeben muss, aber dennoch habe ich weder was von Hubsi jemals gehört noch gesehen. Tja, ich sag jetzt mal Hubsi, weil ich den Namen immer so abkürze. Passt auch besser zu ihm, denn irgendwie kommt Hubsi einem ein wenig verschroben vor. Das dürfte noch was werden.
Ich gucke es mir nicht an, solange Michael Wendler da drin ist. Aber selbst danach habe ich keine Lust auf dieses Format. Ich verstehe nicht einmal, was die da an Prüfungen oder wie das auch immer heisst. Vielleicht habe ich den Zusammenschnitt auch einfach nicht verstanden. Mir egal, das muss ich mir nicht antun. Aber wenigstens wurde Oliver Pocher ersetzt, denn der passte als Moderator überhaupt nicht. Aber Cindy aus Marzahn wusste ja schon, wie das ist, neben einem Selbstdarsteller moderieren zu müssen. Jetzt hat sich das wenigstens gebessert, aber immer noch kein Grund sich auf Sat.1 zu verirren. Da lese ich lieber was.

Die 1. Runde des DFB-Pokals hat begonnen und Elefantendame Mala sowie ihre Nachfolgerin, der nette Schlaubeutel, haben die Spiele von St. Pauli und dem USC Paloma getippt, Mala noch dazu das Spiel Werder Bremen gegen Illertissen. Sie will sich momentan bei Plattfuss einschleimen, die Werder-Fan sein soll. Was sagen also beide Rüsselorakel? Mala geht davon aus, dass St. Pauli und Werder gewinnen werden, während der USC Paloma gegen Hoffenheim verlieren wird. Jonas ist ein wenig ratlos, was der Schlaubeutel ihm gesagt hat. Denn erst war sie dafür, dass Hoffenheim gegen Paloma gewinnt und dann tippte sie immer auf Paloma. Mit einem Unentschieden kommt man im DFB-Pokal nicht weiter, also was hat sie denn nun gesagt? Da sie mehrheitlich für einen Sieg Palomas war, hat sich Jonas dafür entschieden, dass der Schlaubeutel dafür ist, dass Paloma in die 2. Runde des DFB-Pokals einziehen wird. Ausserdem würde St. Pauli gegen Rathenow gewinnen. Na, da bin ich mal wieder gespannt, was das nun wird. Irgendwie glaube ich, dass Jonas mit dem Schlaubeutel als Fussballorakel nicht wirklich zurechtkommt, aber solange er es nicht beim wohlgenährten Dickerchen versuchen kann, weil diese durch ein paar Schmarotzer eingerahmt ist, wird das eben nichts. Und Plattfuss ist halt nicht geeignet, wie er herausgefunden hat.
Aber egal, wie es auch ausgehen mag, es ist sowieso alles Zufall. Da kann sich Jonas am Ende ärgern oder nicht, dem Schlaubeutel ist das alles egal, hauptsache, sie bekommt etwas zu futtern.

 

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Die NSA hat nicht genug – Die Totalüberwachung kommt


Den ersten Schock haben wir so langsam verdaut, dass wir und andere von dem amerikanischen Geheimdienst NSA ausspioniert worden sind. Nun kommen neue Schreckensnachrichten hinzu. Mit einem Super-Computer will die NSA nun noch mehr ausspähen als zuvor, selbst hochgradig verschlüsselte Dinge.
Gerade haben wir uns beruhigt, haben die neuen Verschlüsselungen der Email-Anbieter angenommen, wo es hiess, dass man damit nicht mehr ausgespäht werden könnte. Tja, das hat nicht lange gewirkt. Nun wird also dieser Super-Rechner kommen und wieder unser ganzes Geplänkel, dass wir nicht bei Facebook, Google+ oder in unseren Blogs kundtun, herausfischen. Wie kann man sich nun eigentlich noch austauschen? Mit der guten alten Post oder doch lieber ein Fax? Letzteres wohl auch nicht, wenn selbst das Telefon überwacht wird. Da gibt es doch gar nichts mehr. Selbst das gute alte Postgeheimnis wird doch nicht eingehalten. Ich sage nur Postboten, die zu blöd sind, um den Brief auch in den richtigen Briefkasten zu werfen und Nachbarn, die diese Briefe dann öffnen und behaupten, es sei versehentlich geschehen. Besonders unauffällig nicht wahr? Gerade dann, wenn man weiss, was diese Personen vor der Wende so alles getrieben haben. Gut, das ist inzwischen Vergangenheit, anderer Ort, andere Zeit – Vergangenheit.
Brisant an dem Super-Computer der NSA ist ja, dass er selbst die bestverschlüsselten Dinge ausspähen kann. Das trifft also uns Otto Normalverbraucher weniger als streng geheime Objekte. Woran man zuerst denkt? Natürlich an das Militär.
Die müssen nun zittern, dass ihre geheimen Projekte ausgespäht werden. Die Agenten und Spione scheinen ausgedient zu haben. Werden wohl nicht mehr gebraucht, denn jetzt hat man die NSA und ihren Super-Rechner. Der wird alles in Erfahrung bringen, was er wissen will und was er schon gar nicht wissen soll. Interessant wird es nur, was dann mit dem Wissen angefangen wird. Nun erst einmal abwarten.
Und noch etwas aus der so genannten Spähaffäre. Ein Bundesgericht hatte das millionenfache Abspeichern von Telefondaten als wahrscheinlich verfassungswidrig erklärt. Das Wörtchen wahrscheinlich gefällt mir ziemlich, denn es sagt nicht wirklich was aus. Mehr so in der Art, ja, könnte sein, vielleicht aber auch nicht. Wischiwaschi, wie es so schön heisst.
Dagegen hat allerdings nun die amerikanische Regierung Berufung eingelegt.
Vergangene Woche hatte übrigens ein Bundesgericht in New York das Abspeichern von Telefondaten für legal erklärt. Dagegen hatte die Bürgerrechtsorganisation ACLU Berufung eingelegt.
Also wie man sieht, ein Richter hat eine andere Sicht der Dinge wie ein anderer Richter. Und so ist das Abspeichern der Telefondaten mal legal und dann wahrscheinlich verfassungswidrig. Ja, was denn nun? Da muss es doch eine einheitliche Entscheidung geben, schliesslich ist das ein sehr wichtiges Thema.
Im Übrigen sind die Geheimdienste nicht damit durchgekommen, dass sie durch ihr Ausspähen Terroranschläge verhindert hätten. Denn sonst wäre das wohl auch nicht während des Boston-Marathons passiert, oder?
Aber wieso jetzt dieser Super-Computer? Wollen sie unbedingt die geheimen Daten von Nordkorea ausspähen, damit sie endlich wissen, was dort Sache ist? Ausserdem frage ich mich wirklich, wer alles die ganzen gesammelten Daten auswerten will? Da müssen doch Millionen Menschen beschäftigt sein. Oder sind es nur einige Hundert, die auf spezielle Schlüsselwörter schauen. Ist ihnen deshalb der Boston-Marathon durch die Lappen gegangen?
Nun wird also die Total-Überwachung kommen. Das ist ja noch schöner als bei George Orwells „1984“. Da gab es den Bildschirm, der alles wahrnahm, was man tat. In der Realität ist es eben die NSA. Da sollte man wirklich überlegen, ob man das Internet nicht verbannen sollte. Und da bietet mir meine Bank gerade mal wieder an auf Online-Banking umzusteigen. Ich weiss schon, warum ich so wenig wie möglich meine wirklich persönlichen Daten über den Äther schicke.
Facebook hat übrigens gerade eine Sammelklage am Hals, weil sie angeblich Private Nachrichten ausgespäht haben sollen. Ich begreife immer mehr, wieso ich dort nicht angemeldet bin. Ist auch einfach nicht mein Fall. Ich verstehe den Sinn von Facebook einfach nicht, konnte mich schon nicht mit StudiVZ anfreunden. So was liegt mir einfach nicht.
Die Daten späht die NSA auch aus. Ist ein Klacks für den amerikanischen Geheimdienst. Aber ob sie nun wirklich interessiert, wann man sich wo treffen will? Halt, könnte ja ein versteckter Plan drin versteckt sein, was Schlimmes auszuhecken.
Man darf gespannt bleiben, was noch alles ausgespäht werden wird. Da war die Stasi ja bald noch ein harmloser Verein dagegen. Nein, war sie natürlich nicht, darf man nie vergessen.

Im vergangenen Monat überraschte uns der russische Präsident Wladimir Putin damit, dass er eine Amnestie erliess und unter anderem die Mitglieder von Pussy Riot und der Kreml-Kritiker Chodorkowski freikamen. Damals wurde schon spekuliert, dass es mit Sotschi und somit Olympia zu tun habe. Das scheint sich nun zu bestätigen, denn Putin hat das generelle Demonstrationsverbot in Sotschi zur Olympiazeit aufgehoben. Warum dieser Umschwung? Nun ja, ganz freiwillig hat Putin das nicht getan, wie man sich denken kann. Ausserdem kann man nicht einfach spontan demponstrieren gehen. Nun gut, dass geht hier auch nicht. Eine Demonstration muss immer angemeldet werden. In Sotschi ebenfalls. Schön und gut, wird man nun sagen, geht doch alles seinen gewohnten Gang, wieso sich dagegen aufregen? Tja, die Frage aller Fragen. Denn so schön es klingt, dass das generelle Demonstrationsverbot aufgehoben wurde, so unschön geht es weiter. Man muss sich bei der Behörde anmelden. Und ebendiese Behörde entscheidet dann über Anzahl der Demonstrierenden sowie über Ort und Strecke. Klingt immer noch recht harmlos. Aber was Putin nicht passt, wird halt nicht genehmigt, so wird es aussehen.
Ausserdem ist es ebenfalls ein Zugeständnis – an die Olympische Charta. Das hat der Inlandsgeheimdienst FSB betont. Und so ist es nicht mehr ein Tropfen auf den heissen Stein.
Und bei den Anschlägen in Wolgograd, bei denen 34 Menschen getötet wurden, gibt es immer noch nichts Neues. Mit weiteren Anschlägen während der Olympischen Spiele muss gerechnet werden. Irgendwie finde ich, dass die beiden Anschläge auch fingiert sein könnten. Aber dabei Menschenleben aufs Spiel setzen? Keine Ahnung, ich weiß es wirklich nicht.

Das Urteil im Wulff-Prozess scheint wirklich noch in diesem Monat zu kommen. Eine Einstellung des VErfahrens war von Wulffs Anwälten nicht gewünscht worden, da sie einen Freispruch erreichen wollen – was sie wohl auch kriegen werden.
Der Richter hat angeblich schon lange keinen Durchblick mehr, dass er nur einfach das Verfahren beenden will. Im Grunde fragt man sich, worum es eigentlich geht. Nun ja, es sollte ein Exempel statuiert werden. Man wollte dafür Sorgen, dass Wulffs weisseWeste nicht mehr so blütenrein ist, wie sie anscheinend war.
Ich kann nur hoffen, dass wir nie wieder von ihm hören werden.

 

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Mein lieber Freund – Nicht einmal Merkel ist vor der NSA sicher


Nun sind nicht nur wir es, die von der NSA abgehört wurden, sondern auch unsere Bundeskanzlerin. Was sich zunächst anhört wie ein schlechter Scherz ist tatsächlich passiert. Angela Merkel ist dafür bekannt, dass sie gerne mit ihrem Handy Kurznachrichten verschickt. Zwar soll das mobile Gerät speziell geschützt sein, aber dazu sollte man es auch nutzen. Denn angeblich nutzt Merkel meist ihr parteiinternes Handy. Kommuniziert damit auch über die CDU hinweg mit anderen. Dieses ist nicht so geschützt, weshalb die NSA die Möglichkeit der Ausspähung besass.
Angeblich soll sie aus dem Gebäude der US-Botschaft abgehört worden sein. Bewiesen ist es nicht und so mehr eine Vermutung.
Dennoch ein starkes Stück, dass die NSA das getan hat. Aber je mehr Daten man hat, desto mehr kann man dann gegen jemanden zusammentragen und schliesslich gegen ihn verwenden. Wer weiss, was die NSA alles erfahren hat. Wahrscheinlich wussten die schon vor uns Bundesbürgern von einer neuen CDU-Idee, bevor wir davon etwas erfuhren.
Natürlich hat sich Merkel gleich beschwert. Ganz weit oben in der Wichtigkeitsliste der USA: Barack Obama. Es sei nicht schön, dass so was gemacht wurde. Tja, was soll denn Obama dazu sagen? Der hat momentan wirklich ganz andere Probleme. Die Staatspleite gerade erfolgreich abgewendet, ist dort immer noch nicht alles eitel Sonnenschein. Denn immer noch fehlt Geld in der Kasse. Das ist wirklich wichtiger, als das kleine Problem mit der NSA, die Merkels Handy abgehört hat.
Im übrigen, hat Merkel nicht selbst Schuld, wenn sie statt ihres abhörsicheren, wirklich nur ihr nicht so stark gesichertes Handy benutzt hat. Im Grunde genommen muss jeder mit einer Abhörung rechnen. Auch dieser Artikel wird sicherlich durch irgendwelche Programme laufen, ob da nicht irgend etwas spezielles steht, was auf irgendwas Schlimmes deuten könnte. Ich habe ja immer schon die speziellen Schlüsselwörter erwähnt, die besondere Aufmerksamkeit erregen. Erwähnen werde ich jetzt mal keines.
Interessanter hingegen finde ich, dass Frankreich die NSA noch unterstützt haben soll, Europa abzuhören. Erst ist es der britische Geheimdienst gewesen, von dem man dann nichts mehr hörte, obwohl er angeblich noch schlimmer als die NSA gewesen sei. Nun auch noch Frankreich. Im übrigen nicht sehr neu, denn schon vor Monaten wurde diese Vermutung laut. Und nun haben sie die USA und die Briten mit Daten beliefert. Ich will gar nicht wissen, was noch alles rauskommt. Werden nicht schon genug Daten über uns gesammelt – ich meine die, die wir nicht freiwillig ausgeben? Aber man muss mit allem rechnen. Am besten durchsuche ich mal meine ganze Wohnung nach Wanzen. Vielleicht finde ich ja welche. Wobei, die Stasi gibt es ja nicht mehr, aber das heisst noch lange nicht, dass Wohnungen und Häuser nicht verwanzt werden. Denn manchmal will jemand einfach zu gerne wissen, was der Nachbar so treibt.
Ja, ja, nun übertreibe ich, aber was wissen wir denn schon, wer alles wirklich unsere Daten hat und was damit gemacht wird?

Der Papst hat sich des Limburger Bischofs angenommen. Seines Amtes enthoben wurde er nicht, wie ich bereits vermutet hatte. Geht indirekt auch gar nicht. Dafür muss er aber seine Amtsgeschäfte ruhen lassen bis die Untersuchungskommission einen bericht geschrieben hat. Was rauskommen wird? Keine Ahnung. Aber ich sag mal so. Die Kosten für den neuen Bischofssitz sind nicht gerade niedrig, aber dafür für die halbe Ewigkeit gebaut. Denn dann muss erst einmal nichts gemacht werden. Woanders explodieren die Kosten für irgendwelche Bauten und niemand fordert, dass der Verantwortliche gehen muss. Es wird gemurrt, mehr auch nicht.
Wir werden sehen, was das rauskommen wird.

Gestern lief der lang erwartete Zweikampf Boris Becker gegen Oliver Pocher. Viel Werbung wurde dafür gemacht, aber genutzt hat es nichts. Der Quotensieger des Tages war ein ZDF-Krimi „Der Alte“. Und ich habe mir die Folge gar nicht angesehen! Das will schon was heissen. Ich habe lieber gelesen. Manchmal muss man das auch machen.
Heute Abend läuft wieder absolut nichts im Fernsehen. Kann ich mir den Wilsberg von letzter Woche ansehen – im Schnelldurchlauf. Soll nicht so besonders gewesen sein. Jedenfalls war die Beschreibung nicht so besonders.
Und wer nicht weiss, was er machen soll, dem empfehle ich ein schönes ebook. Frisch rausgekommen ist das zweite Kapitel von „Aneba. Die Rückkehr“. Noch nur auf bookrix erhältlich, aber schon nächste Woche bei all den anderen Vetriebskanälen. Alle ebooks, die bei Neobooks rausgekommen sind, sind auf Weltbild, Hugendubel und derclub aus unbekannten Gründen nicht mehr erhältlich. Da sollte man zu Thalia.de oder Amazon ausweichen. Ausserdem gibt es auch noch Helen Dalibors Prolog „Im Zeichen des Denkmals“ und natürlich Isis Justs grösstes Abenteuer „Die Rollen des Seth“. Natürlich kann man auch was anderes lesen. Material ist schliesslich genug vorhanden. Und wenn ich mit der Wilsberg-Folge durch bin, gucke ich mir einen alten Stummfilm an: Le brasier ardent.

 

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Wahlkampf – wie wichtig ist der Kanzlerkandidat?


Nun geht der Wahlkampf in die heisse Phase. Die Strassen sind mit Wahlplakaten gepflastert, Wahlwerbespots der beiden grossen Parteien sind vorgestellt worden. Die ersten Werbefahrzeuge von der SPD sah ich auch schon durch die Strassen fahren. Ob nun die Kinderbetreuung wirklich so ein Wahlthema ist, dass jeder die Partei wählt?
Auffällig ist, dass der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gar nicht so präsent ist, wie man es hätte denken können. Liegt vielleicht daran, dass er nicht gerade mit Ausstrahlung und Charisma gesegnet ist. Irgendwie nimmt man ihm nicht ab, dass er Deutschland vernünftig führen kann. Selbst wenn er sein Lieblingstier vorgestellt haben mag. So ein Nashorn würde nicht mehr zu stoppen sein, käme es erst einmal in Fahrt. Können wir uns Steibrück so vorstellen? In ein Thema verbissen, dass er erst loslässt, wenn es wirklich erledigt ist? Ich kann mir einfach nicht helfen, nein.
Als den ewig Hand aufhaltenden Redner kann ich mir auch nicht vorstellen, auch wenn ich immer die Nockherbergparodie vor Augen habe. Will gar nicht wissen, was andere für einen Kurzauftritt an Gage einsacken. Aber bei Steinbrück wird es eben hochgepowert. Als ob es nichts anderes bringt, als so einen Politiker in Missgekredit zu bringen.
Was hat man nun als neuestes ausgegraben? Steinbrück war im Visier der Stasi. Eigentlich sollte er ausspioniert werden, vom Ehemann einer Cousine. Der hat es dann aber nicht gemacht. Der SPD-Kanzlerkandidat hat nun seine Stasi-Ate veröffentlicht, damit niemand auf den Gedanken kommt, dass er mit der Staatssicherheit der DDR zusammengearbeitet hat. Das ist ja nun ganz etwas anderes. Von beidem hatte ich noch nie gehört. Jetzt weiss ich es und habe es auch schnell wieder vergessen.
Schon geht der Wahlkampf in seine entscheidende Phase, werden die Wahlunterlagen verschickt. Ich habe meinen auch bekommen und gleich die Briefwahl beantragt. Früher musste man noch grossartig eine Erklärung abgeben, wenn man Briefwahl machen wollte. Heutzutage ist das nicht mehr so. Warum ich Briefwahl mache? Weil es einfach weitaus bequemer ist, als am Wahltag umständlich ins Wahllokal zu gehen. Zudem ist das hier irgendwo, wo ich gar nicht weiss, wo das ist. Ich wohne nun hier schon seit drei Jahren und habe dennoch keine Ahnung von meiner Umgebung. Dafür arbeite ich einfach zu lange. Irgendwo muss man immer Abstriche machen.
Die CDU setzt vollkommen auf die Kanzlerin. Hm, wenn ich an diese Sabberlinien an ihren runtergezogenen Mundwinkeln denke, finde ich das nun nicht wirklich positiv. Aber abwarten, denn schliesslich geht es hier nicht ums Aussehen – da würden Merkel und Steinbrück wie fast alle anderen Politiker auch, nicht gut abschneiden -, sondern um Inhalte. Also was will die Partei, was für heisse Luft verspricht sie uns Wählern wieder?
Ich erinnere mich gerne an die grossen Steuersenkungen der FDP, die diese versprachen. Prompt wurden sie gewählt, obwohl von vornherein klar war, dass es gar keine Steuersenkungen geben kann. Aber wir wollen ja verschaukelt werden, schliesslich sind wir alle Träumer. Nun ja, nicht alle. Aber es hört sich auch so schön an. Geld sparen können, mehr im eigenen Portemonnaie zu haben. Das will doch jeder.
Was hatten die Grünen noch mal versprochen? Ausser dem Veggie-Day in den Kantinen kann ich mich an nichts mehr erinnern. Muss ich das denn auch? Mir ist der Spitzenkandidat Trittin schon suspekt und die Partei sowieso. Reden immer von Atomkraftwerken, die es gar nicht gibt.
Ach doch, ich erinnere mich an was. Wie Trittin bei einer Bootstour baden ging. Das hat für Lacher gesorgt und sogar mich amüsiert. Weiss gar nicht, ob wir das sogar in der Zeitschrift später drin hatten.
Von der FDP hört man gleich gar nichts, ausser das Brüderle nur bis 88 Arbeiten möchte. Wen interessiert das bitteschön?

Am Montag bekam der HSV mal wieder die Bezeichnung, die er nun schon seit Jahren verdient hat: Sauhaufen. Die Werder-Fans würden jetzt noch von der kleinsten Brauerei Hamburgs sprechen: Elf Flaschen.
Nun hat sich Investor Kühne über Trainer Fink aufgeregt. Dass dieser nicht fähig sei, seine Spieler zu motivieren und so weiter und so fort. Er ist nicht der erste, der das macht, aber wohl derjenige, dessen Stimme es gleich in die Zeitung schafft.
Man kommt doch wirklich nur zum Schluss, das Fink die Mannschaft nicht mehr erreicht. Und dann sein System. Hoffentlich erinnere ich mich richtig: 4-2-4. Davon habe ich noch nie gehört. Kann er doch gleich das WM-System spielen. Das ist weitaus effektiver.
Bis Oktober wird Fink wohl noch da sein, dann ist er garantiert weg. Und für den hat der HSV auch noch Geld bezahlt. Aber für welchen ihrer letzten Trainer haben sie eigentlich keine Ablöse gegeben? Kann mir da jemand Namen nennen? Michael Oenning vielleicht, aber der ist nicht wirklich als Cheftrainer geeignet. Solche gibt es. Als Co-Trainer top, aber wenn sie selbst der erste sind, dann ist das nichts.
Die Vorwürfe wurden natürlich gleich zurückgewiesen vom Arnesen-Nachfolger Kreuzer. Der mag vielleicht vom KSC kommen, aber ansonsten ist der nichts. Der glaubt, dass Hagenbeck eine Keksmarke sei. Höchst komisch, denn diesen Namen kennt doch nun fast jeder.
Unbeteiligte sollten sich nicht einmischen. Irgendwer muss da doch mal auf den Putz hauen. Selbst Uwe Seeler hat da kaum noch Lust dazu.
Heute auf den Tag genau ist der HSV fünfzig Jahre in der ersten Liga. In den letzten zehn Jahren hat sich der Verein kaum mit Ruhm bekleckert. Ob sich daran noch irgendwann was ändern wird? Keine Ahnung, aber Felix Magath dürfte es wohl auch kaum richten.

Elefantendame Mala macht einen schlechten Eindruck. Inzwischen scheint sie die Elefantenshow nur noch lustlos mitzumachen. Sie macht ihre Tricks, weil sie sie machen muss – nein, gezwungen wird sie nicht – und dafür eine Belohnung erhält. Ihre Freude ist gänzlich abhanden gekommen. Jedenfalls lässt das der letzte Blick auf sie den Schluss zu. Seit über einem Jahr ist Mala nun nicht mehr in ihrem Zuhause, wo sie 46 Jahre wohnte. Wie hält ein Elefant so etwas aus? Er gibt die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwann doch noch zurückgeht, aber wie lange wird Mala diese Hoffnung noch in sich tragen? Ihre Augen haben bereits ihren Glanz verloren, nun diese Lustlosigkeit. Fünf Jahre vielleicht oder weniger? Mala ist recht sensibel, auch wenn man das nicht glaubt.
Nichtsdestotrotz hat sie sich mal wieder als Fussball-Orakel versucht und das Montagsspiel des FC St. Pauli gegen Dynamo Dresden getippt. Was sagt sie nun? Sie ist recht euphorisch und glaubt an einen Sieg von St. Pauli. Na, da wollen wir abwarten. Bei ihrem Tipp gegen Bielefeld lag die Elefantenkuh mit ihrem Unentschieden nun völlig daneben.

 

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