RSS

Schlagwort-Archive: Südamerika

Der Heilige der FIFA


Die einen halten ihn für einen Messias, vergleichen ihn mit Jesus oder Mutter Theresa. Für die anderen ist er einfach nur ein alter Mann, der den Fussball in Verruf gebracht hat.
Die Rede ist von Joseph S. Blatter, dem seit 1998 amtierenden FIFA-Präsidenten.
Gestern war die Wahl und es astand schon von vornherein fest, dass Blatter noch eine weitere Amtszeit machen würde, auch wenn die UEFA und die Verbände der USA, Kanada oder Neuseeland dagegen waren. Doch sie hatten keine Mehrheit hinter sich stehen. Die hatte Blatter mit den afrikanischen und südamerikanischen Verbänden. Dennoch gab es nach einem Wahlgang kein eindeutiges Ergebnis und Blatter und sein Herausforderer, der jordanische Präsident des dortigen Verbandes, verzichtete. Damit war Blatter gewählt. Unrühmlich zwar, aber das ist dem Schweizer schichtweg egal.
Dafür weht ihm der Wind von allen Seiten entgegen. Die FIFA steht aktuell so schlecht da wie noch nie. Nein, nicht finanziell, da hat sie immer den grossen Reibach gemacht. Die Glaubwürdigkeit der FIFA ist seit der Vergabe der Weltmeisterschaften an Russland und vor allem an Katar angeschlagen. Immer wieder machten Gerüchte die Runde, dass dieseWeltmeisterschaften gekauft seien. Es wurden Ermittlungen getätigt, aber herausgekomen ist nie etwas. Bis vor wenigen Tagen, als einige Funktionäre der FIFA verhaftet wurden.
Blatter sah und sieht sich immer noch als völlig Unbeteiligter, an dem diese ganzen Korruptionen vorbeigegangen sind. Nur wieso wird gerade auf ihn das grosse Loblied gesungen, wenn er doch völlig unbeteiligt die Hände im Schoss liegen hatte und nur mit seiner Gestalt die FIFA in der Welt präsentierte?
Ja, das weiss ich auch nicht. Aber genau hier fängt das Heiligenbild an, dass von Blatter gemacht worden ist Der FIFA-Präsident hat nie etwas mitbekommen, sondern hat sich immer dafür eingesetzt, dass auch Kleinstländer Fussballspielen können. Und gerade von denen wird Blatter wie ein Heiliger verehrt und mit Jesus oder MUtter Theresa verglichen. Ganz ehrlich, die würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie davon hören würden. Ist es nicht auch im weitesten Sinne ein Fall von Blasphemie? Dagegen sollte der Vatikan was sagen, anstatt sich über die Homo-Ehe – irgendwie klingt das Wort blöd – aufzuregen.
Ich frage mich jetzt, warum denn Blatters Herausforderer, der letzte verbliebene von insgesamt dreien, Ali bin al-Hussein, vor dem zweiten Wahlgang verzichtete. War das ein geschickter Schachzug? Wusste er etwas, dass Blatter noch nicht weiss? Denn die grösste Schmach für den FIFA-Präsidenten wäre, wenn trotz seiner Beteuerungen einer weissen Weste, Ermittlungen gegen ihn eingeleitet werden und er auch noch in einem Opel Corsa (wurde gestern andauernd in der heute-show erwähnt) abgeholt wird.
Jedenfalls ist Blatter Drohung, den europäischen Verbänden ein paar Plätze bei der WM wegzunehmen, erst einmal Geschichte. Jetzt spricht er lieber davon, dass das Teilnehmerfeld ab der WM2026 auf 40 Teams erweitert werden soll.
Aber ein paar Spitzen kann er sich dennoch nicht verkneifen und sagte, dass der Prsäident des englischen Verbandes unentschuldigt beim ersten Treffen des Exekutivkomitees gefehlt habe.
Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen, wie es bei der FIFA weitergehen wird. Die weiteren Ermittlungen werden zeigen, wer nun wirklich Dreck am Stecken hat und wer nicht und inwieweit das NEtz der Korruption sich ausgebreitet hat.

Ich bleibe mal beim Fussball, allerdings beschränke ich mich auf die nationale Ebene. Es geht um as Rückspiel in der Relegation Erste Liga gegen Zweite Liga. Im Hinspiel am Donnerstag enttäuschteder HSV mal wieder auf ganzer Linie. Wie so oft in der laufenden Saison sah man einen hilflosen, harmlosen und schwachen HSV. Bereits in der vierten Minute gerieten sie durch ein Tor von Hennings – ehemaliger Hamburger Profi – in Rückstand. Dann geschah 70 Minuten bald nichts mehr. Der HSV zog sich noch mehr zurück, konnte froh sein, dass der KSC nicht noch auf zwei oder sogar drei null erhöhte. Und dann, ganz unverhofft in der 73. Minute, geaschah auf einmal etwas, dass dem HSV wieder Hoffnung geben konnte. Ilicevic erzielte den Ausgleichstreffer. Völlig unverdient, aber irgendwie hoffte man, dass der HSV dieses Tor schiessen würde. Am Ende blieb es bei einem 1:1, das erst einmal den KSC in eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel am Montag brachte. Denn ein Auswärtstor zählt zur Not doppelt. Deshalb muss der HSV am Montag entweder gewinnen oder aber mindestens 2:2 spielen. Bei einer Niederlage oder einem torlosen Unentschieden werden sie den Gang in die zweite Liga antreten müssen. Und das will man irgendwie nicht, auch wenn der Verein es verdient hätte. Allerdings bestraft man damit eher die Fans als diejenigen, die diesen Abstieg versaubeutelt haben.
Ein Sieg muss her. Und gerade immer dann, wenn man den HSV schon abschrieb, riss der sich zusammen und vollbrachte das Unmögliche. Vielleict werden wir auch am Montag wieder Zeugen solch eines Wunders. Der Dino hätte es verdient.
Und das sage ich als Nicht-HSV-Fan und KSC-Sympathisant.
Beim Hinspiel lagen Mala und die Pusteblume beide daneben, weil sie auf einen Sieg des HSV getippt hatten. Mala hatte eigentlich gar nicht erst das Spiel tippen wollen, weil sie überhaupt nicht wusste, wie es ausgehen würde.
Für das Rückspiel sind beide Fussballorakel mal wieder einer Meinung und sagen, dass der HSV gewinnen wird. Dieses Mal sollten sie lieber recht behalten.

Und ejtzt noch ein wunderbarer Schildbürgerstreich aus dem Bundesarbeitsministerium von Andrea Nahles.
Wer kennt sie noch, die Personenumlaufaufzüge, im Volksmund Paternoster genannt? Viele gibt es nicht mehr, meist sind sie in Behörden zu finden oder eben wie hier in München im Polizeipräsidium.
Der nie stillstehende Paternoster ist einfach zu benutzen, man wartet bis eine leere Kabine kommt und steigt in diese ein. In der Etage, wo man hinwill, steigt man wieder aus. Sollte man einmal zu weit fahren, muss man nicht einfach in der Etage darüber aussteigen, sondern kann einfach weiterfahren bis man auf der anderen Seite wieder herauskommt, ohne dass man deshalb auf dem Kopf stehen muss. Denn das ist das Kunststück eines Paternosters, egal wie oft der oben oder unten ankommt, er wechselt nie die Richtung, auch wenn es den Anschein hat. Denn ein Paternoster ist wie ein Karussell, das immer in Bewegung ist. Doch nun droht dem Paternoster, einem Idyll aus früherer Zeit, Gefahr. Denn ab dem 1. Juni darf ein Paternoster nur noch benutzt werden, wenn zuvor eine Einweisung durch den Arbeitgeber erfolgt. Das heisst folglich auch, dass nur Personen damit fahren dürfen, die in diesem Gebäude arbeiten. Wenn ich also zur Finanzbehörde muss, werde ich die Treppe nehmen müssen und darf den Paternoster nicht benutzen.
Was kann da aber auch alles passieren! Man konnte zu früh aussteigen und über die Kante der Etage stolpern oder man steigt zu spät aus und stößt sich den Kopf an der Kante des Paternostertunnels. Nein, ehrlich gesagt weiss ich nicht, was für schwerwiegende Unfälle passieren könnten. Da passieren bei ganz normalen Bonzenhebern – wie man in Hamburg früher die geschlossenen Aufzüge nannte – viel mehr Unfälle. Eingeklemmte Arme sind da noch das harmloseste. Ausserdem sind Paternoster viel weniger störanfällig. Aber all das wurde bei der Neufassung der Betriebssicherheitsverordnung übergangen. Ab Montag dürfen Paternoster also nur noch benutzt werden, wenn man eingewiesen wurde und in dem betreffenden Gebäude arbeitet. Welch ein Blödsinn!
Da ist selbst Bahnfahren noch viel gefährlicher. Da kann man über die Ein- und Austeigestufen stolpern. Oder man bekommt die Zwischentür nicht auf. Da muss man auch erst eingewiesen werden. Also, wo ist das nötige Gesetz dazu?

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Tschüß, Heiliger Vater


Nun ist also die Sedisvakanz eingetreten. Der Stuhl Petri ist unbesetzt, das Tor geschlossen. Wir waren einmal Papst!
Papst Benedikt ist seit 20 Uhr Papst emeritus, also Papst im Ruhestand. Knapp acht Jahre war er der ranghöchste unter den Katholiken, hat zwei Enzykliken veröffentlicht und seine Jesus-Trilogie.
Dazu hat er 24 Reisen unternommen, drei davon führten nach Deutschland.
Papst Benedikt XVI. ist der erste Papst seit 719 Jahren, der von seinem Amt zurücktritt. Er fühle sich den Strapazen des Amtes nicht mehr gewachsen, hatte er in seiner Rücktrittserklärung gesagt.
Wir haben es gesehen, wie er in den letzten Jahren zu den Gottesdiensten hineingefahren wurde, wie er nicht mehr so agil schien wie zu Beginn seines Pontifikats.
So entschloss sich Benedikt, das Amt aufzugeben. Ein Papst kann zurücktreten, auch wenn es seit 719 Jahren nicht mehr geschehen ist. Es ist ein mutiger Schritt gewesen, der in unser heutigen Zeit gar nicht so ungewöhnlich scheint. Der Papst hat mit seinem Rücktritt bewiesen, dass man das Amt nicht bis zum bitteren Ende ausfüllen muss, wie es sein Vorgänger getan hat. Wenn man merkt, dass die Kräfte nicht mehr ausreichen, soll man für einen jüngeren Platz machen. Das ist modern und zukunftsweisend.
Natürlich sind nie die Stimmen verklungen, die sagten, dass Benedikt aufgrund des Vatileaks-Skandals zurückgetreten sei. Wie viel Wahrheit daran ist, kann niemand sagen und werden wir auch nie erfahren.
Kurz nach 17 Uhr hob der Helikopter mit dem Papst und seinem Sekretär von den vatikanischen Gärten ab und es ging in etwa einer Viertelstunde nach Castel Gandolfo, wo Benedikt XVI. die nächsten Wochen verbringen wird. Dann wird es zurück in den Vatikan gehen, wo er ein aufgegebenes Kloster beziehen wird, das momentan für ihn umgebaut wird. Und was wird der Papst emeritus dort machen? Tja, er sagt, er wolle Beten und hat seinem Nachfolger Gehorsam gelobt.
Ob wir mal ein Bild von ihm und seinem Nachfolger sehen werden? Möglich, aber unwahrscheinlich, denn Benedikt möchte sich zurückziehen, quasi unsichtbar werden. Aber vielleicht werden wir ein paar Bilder sehen. Wir müssen abwarten.
In Castel Gandolfo angekommen, zeigte sich der Papst den Anwesenden, hielt eine kleine Rede und sagte am Ende „Grazie e bonna notte.“ Was soviel heisst wie: „Danke und Gute Nacht!“ Das waren also die letzten Worte, die Papst Benedikt am Ende seiner Amtszeit gesagt hat.
Um 20 Uhr endete das Pontifikat Benedikts XVI. nach knapp acht Jahren.
Nun wird sich bald das Kardinalskollegium treffen, zwei Kardinäle haben übrigens abgesagt, so dass es nur noch 115 sind. Und dann werden wir mit Glück schon um den 20. März herum weissen Rauch sehen, falls denn dieser auch wirklich als weisser Rauch erkannt wird. Das letzte Mal war man nicht wirklich sicher, welche Farbe der Rauch hatte.
Wer aber nun wird Benedikts Nachfolger werden? Im Grunde genommen kann dies jeder unverheiratete männliche Katholik werden. Aber seit Jahrhunderten wird es ein Kardinal. Wer dies sein mag? Ich kann niemanden benennen. Da gibt es papabile aus Nord- und Südamerika, aus Afrika und natürlich aus Europa. Aber sticht irgendein Name wirklich heraus? Ich glaube nicht. 2005 war es Josef Ratzinger, dessen Name über allen anderen lag. Da gab es gar keine andere Entscheidung. Aber dieses Mal? Nein, ich weiss wirklich nicht, wer es werden sollte. Der Ruf nach einem afrikanischen Papst wird laut. Wobei ich nicht glaube, dass er gut für die europäische Kirche ist, die sich momentan in der Krise befindet. Für Afrika wäre es gut, aber nicht für Europa. Und ein Südamerikaner? Tja, ich weiss nicht so recht, ob die mit den europäischen Problemen zurechtkommen werden.
Und dann gibt es da auch noch diese Prophezeiung des Malachias, die im 12. Jahrhundert entstand, in den Vatikanischen Archiven verschwand und Ende des 16. Jahrhunderts wieder auftauchte. Nun waren die Namen bis zu dem bis dahin letzten Papst neben die Beschreibungen der Pontifikate gesetzt. Deshalb geht man auch davon aus, dass es sich bei der Prophezeiung des Malachias um eine Fälschung handelt.
Es sind insgesamt 112 Päpste, die in der Prophezeiung des Malachias auftauchen. Papst Benedikt XVI. war der 111. und wurde als De Gloriae Olivae, also als Herrlichkeit der Olive beschrieben. Dazu muss man wissen, dass der Benediktinerorden einen Olivenzweig im Wappen trägt.
Damit ist Benedikt der vorletzte Papst gewesen. Der 112. und damit letzte Papst wird als Petrus, der Römer bezeichnet. Mit ihm wird Rom untergehen. Dazu hier der Wortlaut: In persecutione extrema Santae Romanae Ecclesiae sedebit Petrus Romanus, qui pascet oves in multis tribulationibus: quibus transactis civitas septicollis diruetur, et ludex tremendus iudicabit populum.
Und was heisst nun dieses schöne lateinische Kauderwelch? Hier die Übersetzung für alle, die nicht des Lateinischen mächtig sind: Der Papstthron der Heiligen Römischen Kirche wird in höchster Bedrängnis von Petrus, dem Römer eingenommen werden, der seine Schäfchen durch schwere Mühsal geleiten wird, an deren Ende die siebenhügelige Stadt (Rom) vernichtet und der höchste Richter über sein Volk richten wird.
Damit wird explizit der Untergang Roms benannt. Im Grunde genommen könnte es aber auch bedeuten, das der Vatikan und damit die katholische Kirche auseinanderbrechen wird. So wie es aussieht, trifft eher meine Vermutung zu, als das ein grosses Erdbeben oder was auch immer kommen wird und Italien zerstört. Ausser man setzt es mit den Wahlergebnissen gleich. Da herrscht nicht nur eine Pattsituation, sondern man muss sich grosse Sorgen um Italien machen. Wie wird es dort weitergehen? Ist das Land überhaupt regierungsfähig? Man gucke sich Belgien an. Die können seit Jahren keine Regierung bilden und es geht dennoch.
Was auch immer kommen mag, das Ende wird wohl nicht kommen. Ausser Bertone wird der nächste Papst.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 28. Februar 2013 in Bücher, Fernsehen, Kultur, Real life, Technik, Wetter, Winter

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Droht dem Vatikan die Apokalypse? – Papst Benedikt XVI. tritt zurück


Die Nachricht schlug am Montag ein wie eine Bombe: Papst Benedikt XVI. Tritt am 28. Februar um 20 Uhr zurück!
Als ich die Nachricht im Internet las, wollte ich es gar nicht glauben. Ich war immer überzeugt, dass Benedikt bis zum Schluss sein Amt ausführen würde. Tja, da habe ich mich geirrt. Und somit muss ich an dieser Stelle meinem ehemaligen Dozenten Herrn Berthold recht geben, der sagte, dass Benedikt zurücktreten würde. In einem Punkt irrte allerdings auch er. Denn der Papst tritt nach knapp acht Jahren zurück und nicht nach fünf, wie mein Dozent vorher sagte.
Im Grunde genommen ist es ein vernünftiger Entschluss. Bereits bei der Weihnachtsmesse konnte man sehen, dass der Papst körperlich abgebaut hatte. Mit einem Fahrgestell wurde er in den Petersdom geführt. Ob seine Schwäche von der gerade überstandenen Herz-OP kam, kann nur spekuliert werden. Aber es war letztendlich nur der Höhepunkt dessen, dass sich bei Benedikt sichtbar sein Alter für uns Zuschauer bemerkbar machte. Er sah ja schon seit einiger Zeit nicht mehr wie das junge Leben aus, dass man sich Sorgen machte, ob er denn das Amt noch würde ausführen können.
Der mutige Schritt zurückzutreten dürfte auch daher gekommen sein, dass er den Menschen und vor allem sich selbst nicht zumuten wollte, wie seine Kraft immer weiter schwindet. Benedikt wollte kein Opfer begehen wie Johannes Paul II., bei dem man am Ende nur noch darauf wartete, dass er doch endlich von seinen Leiden erlöst werden möge.
Ja, die letzten Jahre in der Amtszeit von Johannes Paul II. Führten uns vor Augen, dass ein Papst auch nur ein Mensch ist. Doch wie lange dieser körperliche Verfall dauerte und alle Welt davon Aug zeuge wurde, war erschreckend. Man soll Benedikts Vorgänger bereits nahegelegt haben zurückzutreten, was dieser mit der Begründung alehnte, Jesus sei auch nicht vom Kreuz gestiegen. Damit mag er recht gehabt haben, aber kann man einem Papst an der spitze des katholischen Glaubens noch dulden, dem der Sabber aus dem Mundwinkel läuft? Drastisch formuliert, aber genau die Frage habe ich mir damals auch gestellt.
Und dann kam Josef Ratzinger, der gerade seinen 78. Geburtstag vollendet hatte. Ein Übergangspapst, wie es hiess. Knapp acht Jahre ist er nun im Amt. Acht Jahre, die mehr Tiefen als Höhen hatten. In Benedikts Pontifikat fällt die Aufdeckung des Missbrauchskandals, nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA und weiteren Ländern. Dann kommt Benedikts Herabstufung des evangelischen Glaubensgemeinschaften, die nicht das Recht hätten, sich Kirche zu nennen. Bei einen radikalen evangelischen Gruppierungen kann man das durchaus nachvollziehen, aber doch nicht beispielsweise für die evangelisch-lutherische Kirche. Das war ein klarer Rückschritt in Sachen Ökomene. Aber Benedikts Hauptaugenmerk lag auch eher in der Vertiefung des Religionsaustausches mit den orthodoxen Christen und dem Islam. Bei letzterem hatte er sich 2006 einen Fauxpas geleistet, als er in seiner Regensburger Rede ein Zitat benutzte, dass den Islam auf den ersten Blick verunglimpfte. Solche Schnitzer sind Benedikt während seiner Amtszeit noch einige Male passiert. Für seine Fehler, die er während seiner Amtszeit begangen haben mag, entschuldigte er sich am Montag in seiner Rede. Auch eine schöne Geste, die zeigt, dass er sich nicht unfehlbar hält, obwohl er das Papst Amt innehat. Zwar steht er nicht konkret für einen bestimmten Fehler ein, dennoch ist es besser als nichts.
Benedikt XVI. Wird erst der zweite Papst sein, der von seinem Amt zurück tritt. Eigentlich ist er der dritte Papst, aber Gregor XII. zählt man nicht, da er als Gegenpapst gilt. Gregor dankte 1415 ab, als gleichzeitig drei Päpste geherrscht hatten. Auf dem Konzil in Konstanz war deren Absetzung beschlossen worden, doch nur Gregor zeigte sich einsichtig und dankte aus freien Stücken ab. Natürlich nicht ohne ein paar Zugeständnisse zu erhalten.
Da Gegenpäpste bis auf wenige Ausnahmen nicht gezählt werden, wird er hier auch weggelassen, weshalb Benedikt der zweite Papst in der Geschichte des Petrus-Amtes ist, der zurück tritt.
Der erste Papst vor 719 Jahren war Coelestin V., bürgerlich Pietro del Morrone. Dieser war nach zweijähriger sedisvakanz gewählt worden, nachdem sich die Kardinäle auf keinen geeigneten Kandidaten einigen konnten. Piertro del Morrone war ein Eremit, der letztendlivh mit den Intrigen und dem Verwaltungsapparat nicht zurecht kam und schliesslich am 14. Dezember 1294 abdankte.
Er wurde von seinem Nachfolger Bonifaz VIII. Im Kastel Fumone inhaftiert, da dieser befürchtete, dass es zu einem Schisma kommen könnte. Bereits 1296 starb Coelestin V. Und wurde bereits 1313 heilig gesprochen.
Zurücktreten kann jeder Papst, wenn er dafür vernünftige Gründe nennen kann. Ein einfaches ich habe keine Lust mehr.‘ genügt nicht. Dazu muss schon etwas weiter aus geholt werden, so wie es Benedikt getan hat. Ihm konnte man ansehen, dass es ihm immer schwerer fiel, das Amt so auszuüben, wie er es wollte.
Es ist ein mutiger Schritt, ein moderner Entschluss. Es ist ein Meilenstein in der Geschichte des Papsttums, von der man auch noch in einigen hundert Jahren sprechen wird.
Grosses mag Benedikt XVI. Vielleicht nicht geleistet haben, was mitunter eventuell auch an seinem Umfeld gelegen haben mag. Denn als der Hardliner, wie er als Präfekt der Glaubenskongregation galt, führte er sein Amt nicht aus. Gut, bei einigen Dingen, die er von sich gegeben hat, mochte man sich fragen, ob er das tatsächlich ernst meint. Alles in allem hat er überrascht.

Und nun geht die Frage los, wer wird Benedikts Nachfolger? Genannt worden sind schon einige, darunter leider auch Tarcisio Bertone, die so genannte Nummer zwei im Vatikan. Er ist unter anderem auch der Camerlengo. Leder schreibe ich deshalb, weil Bertone eine absolute Nullnummer ist. Neben Italienisch – seiner Muttersprache – beherrscht er gerade mal Latein. Wie er dann nur die Nummer zwei im Vatikan werden konnte, wo man dort mindestens neben den beide gerade genannten Sprachen mindestens zwei bis drei weitere beherrschen sollte, bleibt mir ein Rätsel. Zudem wurde er durch den Vati-Leaks-Skandal als relativ unfähig entlarvt. Dass er auch noch Berlusconi-Anhänger ist, ist schon fast wieder unwichtig.
Als weiterer Kandidat, der ebenfalls aus Italien stammt, gilt der Mailänder Erzbischof Angelo Scola. Nicht zu vergessen der Kanadier Ouellent, der Franzose Tauran, der Erzbischof von Manila Tagle, den Ghanaer Turkson – den Benedikt als dunkelhäutigen Papst interessant fand – und der Brasilianer Scherer, der deutsche Vorfahren hat.
All die genannten gelten als papabile. Doch wie heisst es so schön? Wer als Papst ins Konklave geht, kommt als Papst wieder heraus. Bei Benedikt traf dies nicht zu. Er galt als haushoher Favorit und wurde im kürzesten aller Konklave zum Papst gewählt.
Wir dürfen gespannt sein, wer es werden wird. Sollte es tatsächlich kein Europäer werden, räume ich von den genannten Scherer Chancen ein.
Man darf aber auch hier nicht vergessen, dass laut der angeblichen Prophezeiung des Malachias, Benedikt XVI. Als der 111. Papst in der Aufzählung galt und sein Nachfolger, der 112., der letzte Papst sein soll. Angeblich würde er Petrus, der Römer heissen. Und laut der Malachias-Prophezeiung würde Rom zerstört und der letzte Papst getötet werden.
Für Liebhaber von Endzeit-Vorhersagen ist das gewiss ein gefundenes Fressen. Wobei sie hier genauso auf die Schnauze fliegen können, wie bereits beim angeblichen Weltuntergang im Dezember letzten Jahres.
Man muss zu aller erst wissen, dass die Prophezeiung des Malachias als Fälschung eingestuft wird. Malachias selbst hat tatsächlich im 12. Jahrhundert gelebt und war ein Weggefährte des Bernhard von Clairvaux.
Die Prophezeiung besteht aus 112 kurzen Beschreibungen oder Orakelsprüchen. Bei Coelestin II. beginnt die Beschreibung der Amtszeit der Päpste mit Namen und endet bei Clemens VIII., der ab 1592 Papst war.
Die Malachias-Prophezeiung soll um 1590 entstanden sein, als wieder mal eine Papst Wahl anstand. Der nächste Papst wurde als aus dem Alter der Stadt‘ angekündigt, da Girolamo Simoncelli als Favorit galt. Bloss wurde es dann ein anderer, weshalb der lateinische Spruch ‚ Ex antiquitate urbis‘ zu ‚Liebhaber von Altertümern“ um gedeutet wurde.
Damit liegt also die Vermutung nahe, dass es die Prophezeiung des Malachias tatsächlich gibt, die aber laut Bernhard von Clairvaux nie einem Papst zugeschrieben worden sein soll. Damit erhärtet sich also der Verdacht, dass diese nachträglich hinzugefügt wurden.
Ist Benedikt folglich gar nicht der vorletzte Papst vor der Apokalypse? Und steht diese überhaupt an? Ist mit der Zerstörung der Siebenhügelstadt wirklich Rom gemeint? Vielleicht nicht auch der Vatikan? Seit den weltweiten Missbrauchsfällen ist die katholische Kirche mehr als angeschlagen. Gut möglich, das also dort irgend etwas geschehen wird.
Falls Tarcisio Bertone trotz aller Unzulänglichkeiten tatsächlich der nächste Papst werden sollte, steht der Vatikan einem Untergang näher als jemals zuvor. Dennoch scheint dieser sprachunbegabte Geistliche eine grössere Lobby zu haben – denn er spricht Latein. Und das scheint wichtiger zu sein als jede andere Fremdsprache und jeder Fehler, den er hat. Denn als Papst ist er unfehlbar, egal was für einen Labsus er sich leistet.
Wir werden es sehen. Frühestens am 16. März wird das Konklave beginnen.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 13. Februar 2013 in Blog, Fernsehen, Kultur, Real life, Technik, Wetter, Winter

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Wie weit darf Religion gehen?


Manchmal frage ich mich doch wirklich, was die ganzen Polit-Talkshows denn in dieser Woche zu berichten gehabt hätten, wenn es nicht Rainer Brüderle geben würde.
Denn welches Thema beschäftigte die ganzen Sendungen? Ja, es war Brüderle und wie weitverbreitet sexuelle Belästigung ist.
Ich will jetzt nicht auch noch meinen Senf dazugeben. Nur soviel: Das ist doch nichts Neues. In der Redaktion haben wir darüber auch schon geredet. Und da konnte man raushören, dass es in anderen Redaktionen tatsächlich auch schon so abgelaufen ist, dass die weiblichen Mitarbeiterinnen da indirekt Freiwild für die männlichen Vorgesetzten waren.
Manches war schon heftig, was da die Kolleginnen erzählt haben. Aber dann frage ich mich auch wieder, ob sie es nicht auch mit ihrer Kleiderordnung herausfordern.
Das Thema könnte man nun ewig weiterführen und bevor ich etwas sage, was falsch verstanden werden könnte, lasse ich es lieber bleiben.

Eine Nachricht, die mich ein wenig gefreut hat, war, dass in Timbuktu mehrere 10.000 historische Bücher gerettet werden konnten, weil sie sich gar nicht in der Stadt befanden. Unrettbare Exemplare gingen bei der Zerstörungswut der Islamisten verloren.
Ich frage mich immer, wie weit religiöser Fanatismus gehen muss. Dürfen dann Dinge zerstört werden, die mehrere hundert bis tausend Jahre alt sind, der jeweiligen Religion widersprechen? Meiner Meinung nach, sollte man diese Dinge bewahren, egal wie sehr es der Religion widerspricht.
Aber es ist nicht nur der Islam wo so verfahren wurde bzw. zum Teil immer noch wird. Sehen wir uns doch einmal das 16. bis 17. Jahrhundert an. Wie wurde denn mit den Inka und Azteken umgegangen? Ihre Codices wurden zerstört, denn sie waren heidnisch. Kunstvoller Schmuck wurde eingeschmolzen und so wichtige Dinge zerstört, die uns die Völker näher gebracht hätten. Und das ist nur das extremste Beispiel für Missionierung. Anderswo mag es vielleicht nicht so heftig zugegangen sein.
Ausserdem ist der Islam eigentlich eine relativ friedliche Religion, wie auch jede andere, wenn sie eben nicht mit Fanatismus verwechselt wird. Im Spanien lebten bis 1492 die drei grossen Religion friedlich nebeneinander, als die Mauren an der Macht waren und regierten. Erst mit dem Niedergang der Nasriden und den Eroberungen des spanischen Königspaares Isabella und Ferdiand änderte sich alles. Fortan waren die Juden unerwünscht und mussten das Land verlassen. Menschen mussten Angst haben, dass in ihrem Stammbaum sich ein Jude befinden könnte. Wurde dies festgestellt, versank man in der Bedeutungslosigkeit. Schliesslich wurden die Mauren erst einmal gedemütigt, mussten sich Zwangstaufen lassen und hatten dennoch keine Rechte. Am Ende mussten sie schliesslich auch das Land verlassen. Als das osmanische Reich Serbien und die umliegenden Gebiete eroberte, traten viele zum Islam über. Nicht, weil sie dazu gezwungen wurden, sondern weil sie wollten. Natürlich hiess es, dass sie als Muslime keine Kopfsteuer zahlen mussten, was ein attraktiver Grund war. Aber sie haben den Schritt zur Konvertierung freiwillig getan. Und das ist einer der grossen Unterschiede, die das Christentum vom Islam während des Mittelalters unterscheidet.
Im Grunde genommen, ist das Christentum gar nicht so friedlich, wie es heute den Anschein hat. Gegen wir doch achthundert bis knapp tausend Jahre zurück. Da gab es die Kreuzzüge, die im übrigen nicht nur gegen die Heiden gingen, die Muselmanen, wie gerne gesagt wurde, wenn von den Muslimen die Rede war, sondern am Ende sogar gegen die eigenen Glaubensbrüder. Der vierte Kreuzzug 1204 gegen Byzanz, das von Venedig angegriffen wurde, weil diese ihre Vormachtsstellung nicht verlieren wollten. Zudem galt Byzanz ja auch nicht richtig als christlich, da es dem heute genannten christlich-orthodoxen Glauben anhing. Es war das Ostrom, dass oft im Klinch mit dem heute noch existierenden Westrom lag.
Während des Ersten Kreuzzugs wurden sogar Christen hingemetzelt mit der Begründung, der Herrgott wird die Seinen schon erkennen. Dieselbe Floskel wurde auch während des Albigenserkreuzzugs geführt. Denn Menschen sieht man nicht an, was sie wirklich glauben.
Was nicht passte, wurde angegriffen und vernichtet. So ist es heute noch. Und da ist es egal, ob Religion eine Rolle spielt. Gründe, so etwas zu tun, findet man genügend, seien sie noch so abwegig.

Vorgestern wurde bekannt gegeben, wer in Bad Segeberg den Winnetou spielen wird. Ich habe ja an viele Schauspieler gedacht, aber nicht an Jan Sosniok. Nun ja, wenn man ihn sich so ansieht, kann man eine sehr weit entfernte Ähnlichkeit zu Erol Sander sehen. Aber sehr weit entfernt. Und da am Kalkberg wohl die Befürchtung herrscht, es können nicht genügend Zuschauer kommen, da ja kein Publikumsmagnet wie Erol Sander mehr mitspielt, holen sie sich den altgedienten Gojko Mitic als Winnetous Vater. Also genau so ein Zugpferd wie es Helmut Berger beim diesjährigen Dschungelcamp war.
Nun also ein blauäugiger Indianerhäuptling. Kann mir relativ egal sein, schliesslich habe ich mich nie für Winnetou oder überhaupt Karl May interessiert. Selbst die Filme aus den 60ern sind mir relativ fremd. Ausschnitte kenne ich zwar, aber ansonsten habe ich sie mir nie angesehen. Hat mich nie interessiert.
Aber auch nicht mich muss es kümmern, sondern die Zuschauer, die sich für Karl May und speziell Winnetou interessieren. Deshalb werde ich auch keine Bewertungen abgeben, ob Jan Sosniok nun geeigent ist oder nicht. Das sollen wirklich andere entscheiden.

Hat sich gestern jemand zufälligerweise auf den TV-Sender des bayerischen Rundfunks verirrt? Beispielsweise, als bei „Castle“ oder sonstwo gerade Werbung war? Wenn ja, vielleicht hat ja irgendjemand diese seltsame Mischung aus Marilyn Monroe und Olivia Jones gesehen, neben der Horst Seehofer sich ein wenig verloren vorkam. Tja, wer das wohl gewesen sein könnte? Wer nicht darauf gekommen ist, kann ja mal bei Google nachschauen. Oder ich sag es einfach mal: Es ist Markus Söder gewesen, der in Marilyn Monroe-Verkleidung kam. Bilder gibt es übrigens bei Google.
Und wo ich gerade von der CSU rede. Ich bin schon sehr gespannt auf den Starkbieranstich auf dem Nockherberg. Der Regisseur hat ja wieder gewechselt. Wenigstens sind die meisten Darsteller noch dieselben. Letztes Jahr war ja besser als 2011. Franz Josef Strauß könnte dieses Mal wieder dabei sein. Auf jeden Fall wird es interessant werden, denn jedes neue Team bringt Veränderungen. Also warten wir es mal ab. Im März werden wir das neue Singspiel auf dem Nockherberg sehen.

Elefantendame Mala meldet sich als Rüsselorakel zurück. Der Schnee ist passé, nun regnet es. Ein Wetter, mit dem Mala mehr anfangen kann, obwohl sie gegen Schnee auch nichts hat. Wenn es bloss nicht so kalt wäre.
Zurück zum Fussball. Gestern hat die Zweite Bundesliga wieder begonnen. Und wie es nun einmal ihre Art ist, hat sie gleich wieder das erste Spiel des FC St. Pauli getippt. Der Verein wird gegen Energie Cottbus spielen.
Während ihres Trainingslagers hat St. Pauli kein einziges Spiel verloren. Da könnte man nun glauben, dass sie auch das Spiel gegen Cottbus mit Leichtigkeit gewinnen. Na, warten wir es ab. Und was sagt das Rüsselorakel? Tja, Mala glaubt an ein Unentschieden. Eine Niederlage schliesst sie kategorisch aus.
Also, Mala sagt St. Pauli mit einem Punkt aus dem Spiel kommen wird. Morgen sind wir schlauer.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Droht ein Dritter Weltkrieg?


Warum kann es in unserer Zeit einfach keinen Frieden auf der Welt geben? Von Syrien hört man gerade kaum etwas, da haben die Nachbarländer nichts Besseres zu tun, als sich mal wieder bis aufs Blut zu bekriegen. Es geht um Israel und Palästina und den Gaza-Konflikt.
Seit Tagen gehen die Luftangriffe von Israel auf den Gazastreifen nun schon. Natürlich wird das von der Hamas ihrerseits mit Raketen beantwortet. 39 Palästinenser und drei Israelis sind bis jetzt getötet worden. Wahrscheinlich alles Zivilisten, denn meist trifft es bei solchen Aktionen immer nur Unbeteiligte.
Wie es aussieht, ist das nur der Beginn einer weit grösseren Aktion. Israel zieht immer mehr Bodenpersonal zusammen, also Soldaten. Das deutet auf eine Bodenoffensive hin, die es vor einigen Jahren schon einmal gegeben hat.
Ich weiss nicht, was genau die Luftangriffe Israels ausgelöst hat und irgendwie rechtfertigt. Habe versucht es zu finden, aber nur als Grund Provokationen seitens der Hamas gefunden. Das klingt für mich irgendwie nicht logisch. Wie kann das ein Grund sein, den Gazastreifen aus der Luft anzugreifen?
Vor allem weiss man nicht, was sich daraus noch alles entwickeln kann. Der Iran wartet doch nur auf eine Gelegenheit, um einen Angriff auf Israel zu starten. Und was das mit sich zieht, kann man sich denken. Alle gegen den Iran, der sehr wahrscheinlich die Atombombe besitzt. Wobei das Spekulation ist, schliesslich ist Ahmadinedschad bisweilen ein Schwätzer.
Aber wenn man jetzt richtig schwarz sieht, könnte daraus ein richtig grosser Krieg entstehen. Vielleicht nicht der 3. Weltkrieg, aber auf alle Fälle ein atomarer Krieg. Und das in heutiger Zeit.
Wie schrieb Erich Maria Remarque noch mal in seinem Roman „Im Westen nichts Neues“? Die Oberen der Länder sollen sich zu Boxkämpfen verabreden und wer am Ende gewonnen hat, der hat Recht. Tja, das wird nicht geschehen, aber so würden keinen unschuldigen Menschen ums Leben kommen.

In Frankreich soll die so genannte „Nutella-Steuer“ vervierfacht werden. Im Grunde genommen ist es eine Steuer auf Palmöl und genau ist ist in Nutella enthalten wie auch in anderen Nuss-Nougat-Cremes ob Billigmarke oder Reformhaus. Vielleicht wird so ein Tierpfleger aus einem deutschen Zoo/Tierpark endlich einmal darauf aufmerksam gemacht, dass Palmöl nicht nur in Lippenstiften und sonstigen Dingen drin ist, wie er immer gerne erzählt, sondern auch in Nutella. Denn das isst er selbst, was man in einer Fernsehdoku-Reihe in Staffel eins und zwei sehen kann. Dort bietet er es spasseshalber sogar einem seiner Schützlinge an. – Passt also nicht ganz zusammen, dass er einerseits gegen Palmöl wettert, es dann aber selbst zu sich nimmt, in Form von Nutella. – Wenn er jetzt die Nuss-Nougat-Creme der Firma „Rapunzel“ essen würde, könnte man dagegen nichts sagen. Da ist zwar auch Palmöl drin, aber das stammt erstens nicht aus Sumatra oder Borneo, sondern aus Südamerika. Wer nun fragt, was daran besser sein soll, denn dort wird die Umgebung für neue Palmölplantagen schliesslich auch gerodet. Rapunzel bezieht sein Palmöl von einer Plantage, wo nachhaltig gewirtschaftet wird. D. h. dort wird kein Regenwald gerodet. Wer mehr über das Projekt wissen möchte, der sollte sich die Februarausgabe von Natur & Kosmos (jetzt natur) aus dem Jahr 2010 lesen. Auf dem Cover ist Thilo Sarrazin mit einem Waschbären auf der Schulter abgebildet.
Wer übrigens noch nicht wusste, dass in Nutella Palmöl drin ist, wird es auf der Zutatenliste sehr wahrscheinlich auch nicht entdecken. Meist wird Palmöl nämlich als pflanzliches Fett bezeichnet, so dass wir Verbraucher ahnungslos etwas kaufen und damit die Regenwaldrodung unterstützen. In Waschmitteln, Fertiggerichten, ja, sogar in Eis ist Palmöl drin. Und natürlich in allerlei Kosmetika, nicht nur in Lippenstiften, sondern auch in Cremes. Dort meist als Glyzerin getarnt.
Warum Palmöl so gerne verwendet wird? Weil es nicht ranzig wird und verdirbt, wie es eben die Eigenschaft von anderen Ölen ist. Dass durch den erhöhten Konsum der Regenwald mutwillig zerstört wird, wird dabei übersehen.
Hauptsächlich geht es bei der Nutella-Steuer aber um Produkte, die Zucker enthalten.

Elefantendame Mala hatte mit ihrer letzten Vorhersage wieder einmal Recht gehabt, als sie sagte, dass der FC St. Pauli nur Unentschieden spielen wird gegen den VfL Bochum. Ein müdes 1:1 ist es gewesen. Aber nicht so müde, wie das Spiel vom Mittwoch. Die deutsche Nationalmannschaft lieferte sich mit der niederländischen ein Schachspiel ohnegleichen. Wer sich das freiwillig angesehen hat, ist selbst Schuld.
Aber zurück zum Rüsselorakel. Sie hat das nächste Spiel getippt. Am Montag wird St. Pauli gegen Hertha BSC spielen. Mala sagt, dass der Kiezklub dieses mal verlieren wird. Sie sieht also mal wieder schwarz. Wahrscheinlich wollen die auch nicht aufsteigen.

Letzte Woche hatte ich hier Malas Geburtstagslied angepriesen. Leider zeigte sich später, dass dieser Song mit einem Hintergrundgespräch geschmückt war. Nun ist eine neue Version des Liedes hochgeladen worden, die um eine Begleitung erweitert wurde und auch einige Noten scheinen anders zu sein.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,