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Ist schon wieder Weihnachten?


Schon wieder Weihnachten?, werden sich einige fragen. Hatten wir das nicht erst? Nein, es ist bereits wieder ein Jahr rum. Nur wegen der ganzen Weihnachtsartikel in Kaufhäusern und sonstigen Läden ist bereits seit September gefühlte Weihnachten. Nur der Heilige Abend ist tatsächlich erst heute.
Möglich, dass es einem in diesem Jahr so plötzlich vorkommt, denn sieht es draussen nach Weihnachten aus? Liegt Schnee, muss man seine dicke Winterkleidung tragen? Nein, man kommt sich vor, als wäre Herbst. Deshalb ist manchen unweihnachtlich zumute. Zu denen zähle ich mich auch. Ich erwarte gar nicht Schnee und Eis, aber vielleicht niedrigere Temperaturen, als wir es jetzt haben.
Ich kann mich nicht wirklich an ein Weihnachten erinnern, wo es so warm gewesen ist. Ich hatte immer eine dicke Mütze und Handschuhe an. Doch dieses Mal kann man einfach so an der frischen Luft herumlaufen, ohne dass man sich verkühlt und eine Erkältung einfängt.
Wegen des Wetters fällt Weihnachten allerdings nicht aus. Denn was am 24. Dezember stattfindet, wird auch dann sein, selbst wenn der Hochsommer ausbrechen sollte. Und so kommen wir uns bald wie jene Menschen vor, die auf der Südhalbkugel leben. Wir schwitzen allerdings nicht in der Hitze. Kann allerdings in den nächsten Jahren auch noch kommen, wenn man an die globale Erwärmung denkt. Wobei ich immer gedacht habe, dass die Schlechtwetterpeiroden zunehmen würden. In Nordengland ist das mal wieder so weit. Dort kommt es beinahe in jedem Jahr um diese Zeit zu Überschwemmungen.
Trotz des herbstlichen Wetters werden Vorbereitungen für Weihnachten getroffen. Durch die zwei Weihnachtsfeiertage, die auf einen Freitag und Samstag fallen, sind auch am Sonntag die Geschäfte nicht geöffnet. Für insgesamt vier Tage muss man also vorsorgen, dazu noch einplanen, dass Freunde oder Verwandte unangemeldet eintreffen könnten. Und so kauft man und kauft und kauft, als wären Kühlschrank und Speisekammer total leer. Wer jetzt oder in den drei letzten Tagen in einen Laden gegangen ist, weil er nur schnell mal was kaufen wollte, der stand mehr als zehn Minuten an den Kassen, weil die Leute vor ihm den Einkaufswagen bis zum Rand gefüllt hatten. – Mit Dingen, die die Welt nicht braucht. So denkt man selbst. Was braucht man fünf Kisten mit Whisky oder anderem Alkohol? Kann man Weihnachten nur alkoholisiert überstehen, weil die Schwiegermutter wieder total nervt oder Tante Elfriede immer am rummäkeln ist, dass früher alles besser war und vor allem besser geschmeckt hat?
Ich werde es nie verstehen. Wobei ich meine halbe Verwandtschaft auch nicht verköstigen muss. Das würde ich wahrscheinlich auch nicht ohne entsprechende Beruhigsmittel durchstehen.
Es ist schon wieder Weihnachten. Der Christbaum ist aufgestellt, wurde geschmückt, die letzten Geschenke sind gekauft und verpackt. Nun kann es losgehen.

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs FROHE WEIHNACHTEN!

 

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Ist die globale Erwärmung an grünen Weihnachten schuld?


Auch Weihnachten überstanden? Nicht die falschen Sachen verschenkt? Kein Weihnachtsbaum, der in Flammen aufgegangen ist?
Alles nicht geschehen, dann hat man wohl Glück gehabt.
Bei den Geschenken muss man einfach die Dinge verschenken, die jemand sich nie selbst kaufen würde. Dazu muss man aber das richtige Ohr haben. Ansonsten rennt man noch an Heiligabend umher und findet am Ende nur einen Dampfkochtopf.
Ich wurde wieder von meinen ehemaligen Mitbewohnern heimgesucht, aber auch das ging vorüber. Wobei Heimsuchung mehr als Witz gemeint ist. Es ist schön, die drei mal wiederzusehen.

Das Wetter war weniger weihnachtlich. Eigentlich stellt man sich Schnee und Eis vor an Heiligabend. Doch was war dieses Jahr? Von Schnee nichts zu sehen. Nicht einmal ein Hauch von Schnee war zu sehen. Ab einer Höhe von 800 Metern vielleicht, aber alles darunter gab es nur Grün und Regen. Wind natürlich auch, denn gerade an Heiligabend zog ein Unwetter über Europa, das besonders Grossbritannien und Frankreich traf. In NRW kamen die Ausläufer auch noch an, war dann aber nicht mehr so schlimm.
Land unter hiess es in Grossbritannien. Die schwersten Überschwemmungen seit Jahren im Dezember. Gerechnet hatte damit niemand. Züge blieben stecken, fielen aus. Es ging nichts mehr. Hilflos musste man den Naturgewalten zusehen.
In Frankreich hingegen wehte es stark. Hatte auch niemand mit gerechnet.
Und bei uns? Tja, ein wenig Wind, ein wenig Regen und vor allem kein Schnee. Ob dieses Weihnachten das letztjährige als wärmstes Weihnachten noch getoppt hat? Ich glaube nicht. Ich erinnere mich daran, dass es letztes Jahr noch ein wenig wärmer war. Aber dann kam der Winter doch noch. So lange es nicht so ein langanhaltender Winter wird wie 2009/10 kann es mir egal sein.
Aber es ist doch die Frage, was mit dem Wetter eigentlich los ist. Ist das die globale Erwärmung oder nur Einbildung?
Es wird immer gesagt, dass sich das Wetter alle zehn jahre wiederholen würde, wie sich eben die Mode alle Jahrzehnte wiederholt. Bloss kann ich mich gerade nicht an Weihnachten 2003 erinnern. Damals war ich voll im Abi-Stress, das einzige, woran ich mich erinnern kann. Aber in den letzten Jahren habe ich eigentlich schon Schnee gehabt. Manchmal mehr, manchmal weniger. Also kann es nicht an der globalen Erwärmung liegen. Irgendwie wird das ohnehin unterschätzt.
Ich will nicht leugnen, dass es die Erderwärmung gibt, aber sie kommt nicht so, wie das von den Wissenschaftlern gesagt wird. Nun ja, es wird wärmer, aber in unseren Breitengraden wird es mehr regnen. Das konnte man besonders in diesem Jahr sehen, wo es Landunter in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt hiess. Diese Naturkatastrophen kehrten früher nur alle Jahrzehnte bis Jahrhunderte wieder. Inzwischen werden sie alle paar Jahre wiederkommen. Da muss man sich natürlich vorbereiten. Die Deiche gehören verstärkt, Hochwassertore müssen gebaut und natürlich rechtzeitig fertig werden.
Dann kann eigentlich fast nichts passieren. Aber das Wetter können wir nicht steuern. Zwar Raketen – ich nenne es mal so – in Regen- oder Schneewolken schiessen, damit sie abregnen. Aber ganz verschwinden können sie nicht und das Wasser kommt auf alle Fälle runter.
Weihnachten ohne Schnee ist gar nicht so trostlos, wie es scheint. Auf alle Fälle kenne ich jemanden, der sich immer freut, wenn kein Schnee liegt. Ja, ganz richtig, ich spreche von mir. Denn Schnee mag ich nur, wenn ich Skifahre, dann kann es nicht genug davon geben. Nur schneien sollte es nicht.
Die globale Erwärmung dient immer gern als Sündenbock genommen, wenn das Wetter nicht so ist, wie man es gerade haben will. Mal ist es zu warm, dann wieder zu kalt. Zu viel Schnee, zu viel Regen oder einfach zu viel Sonne. Aber ist die globale Erwärmung wirklich immer schuld an allem? Meines Erachtens nicht. Es wird wärmer werden, aber wenn ein Wetterphänomen kommt, ist nicht automatisch die globale Erwärmung schuld. Nur wenn es beinahe jedes Jahr kommt, dann sollte man sich fragen, was das zu bedeuten hat.

 

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Weihnachtszeit ist meist nur noch Kommerz


Jetzt ist morgen bereits der 1. Dezember und ich fühle mich so was von unweihnachtlich, wie es sich niemand vorstellen kann. Ich bin ja noch nie ein wirklicher Weihnachtsfan gewesen, ausser als Kind versteht sich. Aber seit über zehn Jahren ist mir das alles zuviel. Ich kann Weihnachten wirklich nichts mehr abgewinnen. Egal ob Tannenbaum oder Geschenke. Ich könnte das sofort abschaffen und mir würde wirklich nichts fehlen.
Aber es geht ja nicht um mich. Wenn es immer nur um mich gehen würde, wäre die halbe Industrie pleite. Denn ich bin schliesslich nicht so kaufwütig. Weder Kleidung, noch Musik, noch ich weiss nicht was. Von den täglichen Dingen, die man braucht, einmal abgesehen.
Aber morgen eben wieder Weihnachten. Wir haben in der Redaktion dieses Jahr auch wieder einen Adventskalender aufgestellt. Ist nicht wirklich was Besonderes. Aber jeder von uns wird ausgelost und bekommt den Inhalt. Nicht mehr als Schokolade und ein lustiges Sprüchlein. Gut, wir sind ein paar mehr als 24, deshalb sind es zwei Adventskalender. Und dann dödelt wieder den halben Tag, kurz vor Weihnachten, irgendwelche blöden Weihnachtslieder-Versionen durch die Redaktion. Irgendwie kann ich mich bis heute nicht daran gewöhnen. Aber so muss man das wohl akzeptieren.
Na ja, es wird wieder kräftig geworben. Adventskalender werden für völlig überteuert gehalten. Na ja, was muss man auch „Edle Tropfen“ oder den Überraschungsei-Kalender kaufen? Nun ja, bei letzterem hat man garantiert alle Weihnachtsfiguren drin, womit man wahrscheinlich billiger wegkommt, als wenn man massenhaft einzelne Weihnachtseier kauft, die ja meist nicht einmal im Angebot sind. Aber ansonsten stimmt es schon, dass Adventskalender oft ihr Geld nicht wert sind. Diese für Kinder, mit einem Weihnachtsplättchen hingegen sind seit Jahren eigentlich immer für etwa einen Euro zu bekommen. Also die haben sich nicht wirklich verteuert.
Dann sind da auch noch die Weihnachtsverpackungen von einzelnen Pralinen oder was auch immer so angeboten wird. Auch natürlich völlig überteuert. Aber es wird anscheinend gekauft. Wenn man es jemandem schenken möchte, kann man es durchaus mal kaufen. Für sich selbst, reicht die normale Ausführung.
Aber so ist Weihnachten nun einmal: Es geht nicht mehr um Besinnlichkeit oder das Fest an sich, sondern um Kommerz. Sprich: Geld, Geld, Geld. Denn irgendwie muss uns das Geld aus der Tasche gezogen werden, damit die Firmen weiter das bekommen, was sie herstellen wollen. Na ja, eigentlich ein gesunder Kreislauf, was natürlich wichtig ist. Und wenn man sich nun nicht vor den Karren spannen lässt? Bei einzelnen Personen tut sich nicht viel, es geht eben um die Masse.
Und genau das ist Weihnachten doch geworden – Kommerz. Nicht mehr und nicht weniger.

Silvio Berlusconi wurde aus dem italienischen Senat ausgeschlossen. Damit endete auch seine politische Immunität. Ganz traurig für Berlusconi, der nun an der Demokratie zweifelt und den Untergang Italiens voraussagt. Eventuell sein Untergang, denn ihm droht angeblich ein weiterer Prozess, weil er Zeugen bestochen haben soll. Nun ist er nicht mehr geschützt. Also, wir werden sehen, was da rauskommt.
Ich finde es ja schon mal gut, dass der Senat überhaupt für Berlusconis Ausschluss gestimmt hat. Da waren die Stimmen doch sehr gemischt, dass man nicht wusste, was am Ende rauskommen würde.

Letzte Woche schimpfte ich auf Arte, dass sie bloss keinen weiteren Berg-Stummfilm zeigen sollten im Dezember. Nun weiss ich, was sie in dem Monat zeigen werden: Charlie Chaplin’s „Der Vagabund und das Kind“. Noch so eine grosse Enttäuschung. Mit Dick und Doof oder Charlie Chaplin braucht man mir genauso wenig als Stummfilm kommen, wie mit Buster Keaton oder Harold Lloyd. Damit kann ich persönlich nichts anfangen. Lei übrigens genauso wenig, die will lieber Filme mit Charles Farrell oder Richard Barthelmess sehen.
Aber wenigstens ist der Januar erfreulicher, was den Stummfilm auf Arte betrifft. Da kommt nämlich die bereits für den vergangenen September angekündigte Stummfilm-Verfilmung „Fantômas“ von Louis Feuillade. Lange drauf gewartet, nun kommt es endlich. Darauf freue ich mich wirklich. Und könnte Arte mir dann noch den Gefallen tun, im nächsten Jahr irgendwann „Michel Strogoff“ zu zeigen. Ausserdem bin ich ja immer noch für einen Ivan Mosjoukine-Themenabend im September 2014. Sollte sich Arte wirklich mal überlegen. Ich werde dazu garantiert noch weiter nerven.

Alle am Donnerstag den Kluftinger-Krimi „Seegrund“ geguckt? Irgendwie fehlte mir ja Kluftingers Nachbar Dr. Langhammer. Der wurde hier mal durch einen Schamanen ersetzt. Auch nicht ganz verkehrt. Keine Ahnung, wie es im Roman steht, denn das ist der einzige, den ich noch nicht gelesen habe. Nichtsdestotrotz keine schlechte Verfilmung. Wieder tauchten beide Autoren kurz auf.
Und nächste Woche kommt schon wieder ein Provinzkrimi ins Fernsehen. Dieses Mal „Dampfnudelblues“, der zweite Band der Franz Eberhofer-Reihe. Warum eigentlich erst einmal der zweite Band verfilmt wird, ist mir schleierhaft, denn bei Kluftinger war das auch so. Da hatten sie dann den Passat sogar durch einen Mercedes ersetzt. Aber ab der zweiten Verfilmung, war der Fehler behoben.
Ich kenne „Dampfnudelblues“ schon vom Münchener Filmfest. Und nein, ich werde an dieser Stelle nicht verraten, wie ich den Film gefunden habe. Soll jeder selbst herausfinden, indem er sich die Verfilmung ansieht.
Und heute dann wieder nichts im Fernsehen. Mal einen Blick auf meine Rubrik „Lesenswert!!!“ werfen, vielleicht findet man ja was. Es sind übrigens noch zwei Aneba-Kurzgeschichten für den Dezember angekündigt worden. Also mal sehen, was es wird. Ausserdem soll das Hardcover von „Die Rollen des Seth“ in der nächsten Woche rauskommen.

 

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Frohe Weihnachten!


Hier geht wieder alles drunter und drüber.
Wenn lei und Steve da sind, kein Wunder. Aber dass nun gerade Steves Lieblingssauce fehlt. Da kann ich doch nichts für. Habe ihm gesagt, er soll selbst eine besorgen, aber er wollte ja nicht. Also selbst Schuld. Dann soll er sich nicht so aufregen. Habe ich wirklich keine Lust zu, mir nun sein gemotze anzuhören.
Und dann noch Melinoh und Jenala. Da haben sich zwei gesucht und gefunden. Zwei Trauerklösse unter sich. Für Jenala ist es das erste Weihnachtsfest seit Jahren, wo sie nicht in den Zoo gegangen ist. Aber seit Mala nicht mehr da ist, geht sie bekanntlich nicht hin.
Heisst es nicht immer, die Zeit würde alle Wunden heilen? Davon sehe ich nichts bei Jenala. Es ist so schlimm wie früher und sie tut mir einfach nur leid. Ihre Trauer wird nicht kleiner, auch wenn sie nun nicht mehr gleih in Tränen ausbricht, wenn sie ein Bild oder Video von der Elefantendame sieht.
Die Kekse gefallen Lei nicht. Sie seien ihr zu langweilig. Nun schmollt auch noch Regina. Ich weiss gar nicht, was das eigentlich für ein weihnachtsfest werden soll. Wahrscheinlich so chaotisch wie immer.

Also denn: Fröhliche Weihnachten!

 

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Und wenn das fünfte Lichtlein brennt…


…hast du Weihnachten verpennt.
Das habe ich definitiv nicht. Auch wenn dieses Weihnachten genau wieder so verlaufen wie, wie alle Weihnachtsfeste davor auch.
Fondue, dann Geschenke und schliesslich haben wir gesungen. Dabei haben Lei und ich uns in die Haare bekommen, ob das Lied nun melodisch klingt oder nicht. Ich war kurz davor zu sagen, dass Lei ihren Mist doch alleine machen soll. Aber weil Weihnachten war, habe ich mich zurückgehalten. Ich habe so gespielt, wie ich es immer spiele und nicht, wie es Madame gefällt. Damit war dann Weihnachten irgendwie im Eimer, was es irgendwie zuvor schon war, weil Regina wieder was zu Melinoh gesagt hatte. Und bei Melinoh erwachen ja immer meine Beschützerinstinkte. Da kann ich gar nichts gegen machen. Also gab es da beim Fondue auch Ärger. Zum guten Schluss spritzte das Öl noch durch die Gegend. Also es war irgendwie eine Katastrophe. Aber es stimmt wirklich, dass die Menschen an Weihnachten vermehrt streiten. Bei uns jedenfalls hier ist noch nie ein Weihnachten gewesen, dass ohne Streiterei war. Egal was ist, wir streiten uns alle garantiert.
Und was rettete den Tag? Das die Sicherung rausfiel. Steve hatte eine Lichterkette mitgebracht. Und als er die in die Leitung steckte, fiel auch prompt der Strom aus. Der Schaden erst einmal nicht behoben werden, da wir den Sicherungskasten nicht fanden. So was gibt’s. Es war so stockduster, das wir überhaupt nichts sahen. Erst nach einigen blauen Flecken auf der Suche nach dem Sicherungskasten und Taschenlampen – die auch funktionierten – gab es dann wieder Licht. Natürlich ohne die Lichterkette, dafür mit ganz normalen Kerzen, die das Wohnzimmer nicht in Nebel hüllten. Vielleicht erinnern sich noch einige daran, dass es mal in Leipzig London-Heathrow im Wohnzimmer gegeben hatte, wegen so schönen Sonderangebotskerzen. Damals stand der Nebel so dicht, das man meine Hand vor Augen nicht sehen konnte. Aber nach diesem Vorfall, war alles wieder in Butter. Halbwegs jedenfalls. Melinoh jedenfalls vermied es, irgendwie aufzufallen.
Ich könnte ja morgen mal in die Stadt, um zu schauen, was denn so alles heruntergesetzt wurde. Bin ja immer wahnsinnig neugierig, was ich alles nicht kaufen will. Ich esse immer weniger Süsskram. Nicht einmal der schöne norwegische Käse von früher schmeckt mir mehr. Ich finde ihn nur noch abartig süss. Und das wird immer schlimmer. Kann das Leben schön sein, wenn einem Süsses viel zuwider ist? Ich bin nie wirklich hinter Süsskram hinterher gewesen, aber nun kann ich überhaupt nichts mehr damit anfangen.
Schnee liegt immer noch und fällt immer noch weiter vom Himmel. So langsam, aber sicher geht es mir wahnsinnig auf die Nerven. Kann sich das nicht endlich ändern.

 
 

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Auf dem Berge, da wehet der Wind


Es schneit, dann schneit es wieder nicht, sondern taut wie verrückt, dass überall Hochwassergefahr herrscht. Und dann friert es wieder und fängt erneut zu schneien an. Aber wenigstens kommt es hier nicht so zu einem Chaos, wie es vor einigen Tagen in Leipzig passiert ist, als dort wegen Kälte die Oberleitungen der Tram Schaden nahmen. Lei und Steve mussten mit dem Bus zur Arbeit bzw. zur Uni. Und das, wo dort die nächste Bushaltestelle mindestens zehn Minuten entfernt ist. Na ja, die Strassenbahn ist auch nicht besser erreichbar, aber mit der kommt man dann schneller voran.
Regina und ich haben uns am Sonntag nach einem passenden Tannenbaum umgesehen. Dauerte ewig bis wir auch einen fanden, der nicht aussah wie die hinterletzte Krücke oder aber, als hätte er bereits ein Feuer überlebt und hätte gerade neu ausgeschlagen. Von letzter Sorte Bäume habe ich mindestens fünf gesehen, wo ich immer dachte, dass es solche gar nicht geben würde. Sonst haben die doch immer nur diese Krücken, die so viele Löcher haben, dass man sie gar nicht kaufen will. Jedenfalls habe ich mich mal wieder breitschlagen lassen und wir haben einen Baum gekauft. Haben Lei & Co. dann auch etwas, was sie bestaunen können. Nicht, dass die noch mit ihrem hier ankommen. Die haben auch einen gekauft, wie ich erfahren habe. Und dieses Mal sei die Fahrt das totale Fiasko gewesen. Denn erst einmal mussten sie ein Auto organisieren und dann hatten sie so eine 20 Jahre alte Schrottkiste – jedenfalls drückte Lei sich so aus – wo nach mehreren Kilometern es plötzlich nach verbranntem Gummi stank. Melinoh wird total hysterisch und glaubt, das Auto würde in nächster Zeit explodieren. Also an den Seitenstreifen fahren und erst einmal nach der Ursache suchen und nichts finden. Schliesslich sich wieder verfahren und dann doch über eine Stunde zu früh da sein. Da habe ich dieses Mal wirklich was verpasst. Aber eigentlich wäre es nur eine Fortführung der vorherigen Katastrophen gewesen.
Für Regina habe ich mir etwas ziemlich einfallsreiches einfallen lassen zu Weihnachten. Ich weiss bloss nicht, ob sie das Geschenk auch zu schätzen weiss. Jedenfalls handelt es sich um ein selbstkomponiertes Stück. Habe mit mehreren Pattern experimentiert. Eines klang wie ein Weihnachtslied. Das grösste Meisterwerk seit Beethoven ist es jetzt nicht, aber ich kann zufrieden sein. Bin ja nie wirklich der grosse Komponist gewesen. Aber es klingt schon besser, als die Sachen, die ich früher einmal veranstaltet habe.
Sonntag hat es bei uns Käsefondue gegeben und ich habe mir beim Käseschneiden bald den halben Finger abgesäbelt. Was muss man auch so doof sein und zum Körper hinschneiden. Da hätte sonst was passieren können. Aber vor allem merke ich nciht einmal, dass ich mich verletzt habe. Gehe von einem kleinen Ratscher aus, aber später dann merke ich, wie das wehtut. Ist jetzt eine ganz hässliche Wunde, auf die mich alle Kollegen ansprechen. Am liebsten würde ich mir ein Schild umhängen: „Kleiner Haushaltsunfall.“
Heute kommt übrigens die letzte Folge von „Die Deutschen II“. Es geht um Gustav Stresemann. Das war von 1923 bis zu seinem Tod 1929 der Aussenminister der Weimarer Republik. Wenn er nicht 1929 gestorben wäre, vielleicht wäre der Lauf der Geschichte dann anders ausgegangen und wir würden immer noch die Weimarer Republik haben oder aber auch nicht. Jedenfalls ist Stresemann definitiv zu früh gestorben. Der hätte viel noch verändern können. Eine dritte Staffel wird es eventuell auch noch geben. Um wen soll es denn dann gehen? Friedrich Ebert oder vielleicht Walter Rathenau? Ich habe was von Liselotte von der Pfalz gehört. Die hat in Frankreich gelebt, am Hofe von Ludwog XIV. (Der Staat bin ich). Aber das wäre doch mal was: Welche Figuren sollen in der dritten Staffel auftauchen, also welche historischen Figuren?

 

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Was soll das bedeuten?


Ein ewig Rätsel will ich bleiben – mir und anderen.
Ludwig II. von Bayern
Ja, das wüsste ich auch zu gerne. Erst gibt es hier Unwetterwarnungen wegen Tauwetters und dann wegen überfrierender Nässe. Keinen Schritte konnte ich draussen gehen, ohne dass es aussah, als würde ich einen Watschelgang einlegen, weil ich zu blöd zum aufrechten Gang wäre. Eindeutig die falschen Schuhe könnte man da mir ankreiden. Aber welche Schuhe soll man bei solch einem Wetter eigentlich tragen? Golfschuhe? Socken über die Schuh ziehen? Spikes unterschnallen? Ich weiss es beim besten Willen nicht, nur dass ich dieses wetter hätte vorausahnen müssen. Bin ein regelrechter Schneehasser und muss dann auch noch ins tiefste Bayern ziehen. Das kann doch einfach nicht wahr sein. Wie blöd muss man sein? Sehr blöd, aber bekanntlich stinkt Geld ja nicht. Dennoch werde ich mir nach erfolgreichem (wollen wir es hoffen, auch wenn ich den Job schon jetzt hasse) Volontariat eine andere Zeitschrift suchen. Vielleicht weniger Klatsch, das liegt mir einfach nicht. Ich habe mich früher dafür noch nie interessiert, aber wie gesagt, Geld stinkt nicht (non olet).
Also ein seltendämliches Wetter, vermute aber, dass nicht nur ich am leiden bin. Anderen wird es sicherlich genauso gehen.
Wenn jemand meinen Stapel ungelesener Bücher (SUB) sehen würde, der würde die Hände überm Kopf zusammenschlagen. Das tue ich beizeiten auch, wenn ich werde schon angemahnt, wann ich denn das nächste Buch vorstelle. Kann nicht irgendwann mal jemand anderes diese Aufgabe übernehmen? Und wenn es wenigstens Bücher sein würden, die mir gefallen. Aber nein, ich muss so einen Rosi-Blödsinn lesen. Gut, schweife wieder zuviel ab.
Die Serie „Die Deutschen II“ nähert sich ihrem Ende. Gestern lief Ludwig. Müssen ziemlich viele neue Szenen mit dem Bismarck-Darsteller gedreht haben, denn die liefen nicht in der Bismarck-Folge von der ersten Staffel. Wie man sah, war Ludwig seiner Zeit weit voraus, aber man darf auch nicht vergessen, dass seine Vorfahren alle so verrückt waren. Nur da hat man diese „Marotten“ akzeptiert. Als die Staatskasse dann aber leer war, hat man nicht lange gezimpert und Ludwig für verrückt erklären lassen – per Ferndiagnose. Der Darsteller von Ludwigs Bruder Otto hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit Klaus Kinski, der den Otto in der fünfziger Jahre Verfilmung gespielt hatte. Passte total zu ihm, jedenfalls am Ende, wo der verrückt wurde. So was konnte er am besten spielen.
Am Wochenende wollen Regina und ich uns einen Tannenbaum suchen. Sind uns aber noch nicht einig, ob es ein echter oder ein falscher sein soll. Ein falscher wäre im Endeffekt billiger, aber sieht auch nicht besonders aus. Dafür nadelt er auch nicht, nimmt höchstens den Rest des Jahres Platz weg. Lei, Steve und Melinoh haben bereits einen Tannenbaum gekauft. Dabei wollen sie doch nie einen. Irgendwie vermisse ich es, wie ich mit den anderen mich immer auf den Weg gemacht habe, um einen Tannenbaum zu kaufen. Das begann immer damit, dass wir erst einmal nicht den Weg fanden und uns verfuhren, dann die Ziegenmilch, die einfach nur widerlich schmeckte oder die Straße, die so zugeschneit war, dass Steve vorangehen musste, damit man nicht zu weit am Rand fuhr und im Graben versank. Ja, ich habe mit denen viel erlebt, aber irgendwann ist dies vorbei. Nichtsdestotrotz bin ich manchmal auch ganz froh, dass ich sie los bin (hoffe, Lei liest das nicht, sonst kriege ich an Weihnachten von ihr was auf die Mütze). Weihnachten werden sie mich hier heimsuchen. Eingeladen habe ich sie nicht, sie haben sich eher selbst eingeladen, also Lei hat sich bei mir eingeladen. Und wenn Lei kommt, kommt der Rest des Packs auch. Bin nicht böse drum. Vor allem will Lei doch nur kommen, weil sie wieder ein paar Stummfilme sich von mir erhofft. Und genau da enttäusche ich sie auch nicht. Habe gerade wieder eine sehr interessante Seite aufgetan, wo man Stummfilme herunterladen kann. Und ich habe sogar noch einen Tonfilm mit Charles Farrell gefunden. Das wird sie garantiert freuen. Wo sie den doch immer noch so toll findet – von Mr. Filly mal abgesehen.
Und weil Bayern ohne Neuschwanstein nichts wäre, hier mal ein Video über das Schloss.

 

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