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Bewegung in Syrien – Ist Obama seines Friedensnobelpreises noch würdig?


Seit knapp zwei Jahren tobt nun ein Bürgerkrieg in Syrien. Man könnte es so formulieren: Assad gegen den Rest der Welt. Noch immer hat er keinen Millimeter seiner Macht abgeben müssen, obwohl viele Syrer ihn nicht mehr haben wollen. Versucht wurde alles, doch Assad blieb wo er war, im Amt.
Nun wurde vergangene Woche bekannt gegeben, dass Assads Leute einen Giftgasanschlag verübt hätten. Bisher hat nur die USA diese Behauptung aufgestellt. Und da liegt nun auch der Hund begraben.
UN-Inspektoren wurden ins Land gelassen, die prüfen sollten, ob denn nun wirklich Giftgas freigesetzt wurde oder es sich nur um ein böswilliges Gerücht handelte.
Inzwischen sind die Inspektoren ausgeflogen worden – von der Bundesregierung – und sind am Schreiben ihres Berichtes. Ergebnis ist also noch offen. In frühestens zehn Tagen werden wir wohl erfahren, ob es wirklich Giftgas war oder nicht.
Nun scharren die USA bereits mit den Hufen, weil sie keine Lust mehr haben, sich von Syrien veralbern zu lassen.
Es sieht ganz so aus, als würde es einen Militärschlag der USA gegen Syrien geben. Nur wie passt das mit Präsident Obama zusammen?
Erinnern wir uns daran, dass er für keinen Krieg einstehen wollte, bekam sogar den Friedensnobelpreis. Nun die Kehrwendung: Er will gegen Syrien vorgehen.
Irgendwie nicht verwunderlich, denn als Präsident der USA muss er für sein Land das beste wollen. Ausserdem könnte so ein Krieg die Wirtschaft ankurbeln und das ist für das hochverschuldete Land doch immer gut. So ein Krieg bringt manchmal Vorteile. Anfangs jedenfalls, am Ende kostet er nicht nur Leben, sondern auch jede Menge Geld. Denn diese geldliche Misere ist dem Irakkrieg zu verdanken und dem damaligen Präsidenten George W. Bush. Wegen Erdöl wurde der Krieg begonnen und hält immer noch an. So langsam ziehen die Truppen nach und nach ab. Doch zurück bleibt ein Trümmerfeld. Unter Saddam Hussein war nicht alles gut. Menschen verschwanden und dennoch haben die verschiedenen Konfessionen friedlich nebeneinander gelebt. Heutzutage ist das nicht mehr möglich. Viele Christen sind aus dem Irak geflüchtet, die verbliebenen leben in einer abgesicherten Stadt, um sich zu schützen.
Da stellt sich die Frage, war ein Militärschlag wirklich nötig?
Wie ist das nun mit Syrien? Die Mehrheit der Menschen möchte Assad nicht mehr, sehen in ihm einen Tyrannen und Diktator. Sie wollen ihn loswerden, aber Assad geht nicht. Ein Bürgerkrieg entwickelte sich, lange wurde darüber gerätselt, warum die Welt nur zusieht.
Eigentlich ist es ganz einfach. Es wurde versucht, Sanktionen gegen Syrien zu erlassen, allerdings scheiterte das vor allem an Russland. Die haben einen ständigen Sitz in der UNO, wie auch China oder die USA. Und wenn einer von denen ein Veto einlegt, dann hat eigentlich die Vorlage schon keine Chance mehr.
Nun ist es auch wieder Russland bzw. Putin, der anzweifelt, dass es wirklich einen Giftgasanschlag in Syrien gegeben hat und die USA dies nur nutzt, um endlich im Land einmarschieren zu können. Ja, es könnte so sein, wie Putin es vermutet. Bloss weil es Putin vermutet, werden die meisten eh nicht seine Kritik ernst nehmen. Ausserdem muss man sich die Frage stellen, warum er Assad schützt. Weil er dessen Regime Waffen liefert? Oder hat er plötzlich den Frieden für sich entdeckt?
Unterdessen sucht die USA noch nach Verbündeten, die mit ihnen gemeinsame Sache gegen Syrien machen. Mal abwarten, ob Grossbritannien wieder an deren Seite stehen wird.
Werden die USA nun zwei Wochen durchhalten, um das Ergebnis der UN-Inspektoren sich anzuhören? Oder werden sie einfach ins Land einmarschieren, weil sie unmittelbare Beweise haben, dass Assad sich gegen sein Volk wendet?
Ersteres wie letzteres ist möglich. Momentan deutet alles auf einen Einmarsch in wenigen Tagen hin. Aber noch zögert Obama. Dabei sollte er bleiben.

Papst Franziskus hat einen neuen Kardinalstaatssekretär benannt. Damit wird nun endlich der von allen Seiten kritisierte Tarcisio Bertone abgesetzt. Neuer Staatssekretär und Nummer zwei im Vatikan wird Pietro Parolin.
Wir erinnern uns noch einmal an Bertone, dem nachgesagt wird, dass er nur Italienisch und Latein beherrschen würde. Nach seinen eigenen Worten, seien es noch ein paar mehr Sprachen, aber ob das wirklich stimmt? Beliebt war er nie und im Grunde genommen auch nie wirklich geeignet für das Amt. Bertone wurde hinter vorgehaltener Hand für den Rücktritt von Benedikt XVI. verantwortlich genannt. Aber der hatte ihn 2006 selbst ernannt. Nun ja, die Gründe bleiben im Dunklen.
Nun ist Bertone also bald Geschichte, was ohnehin nur eine Frage der Zeit war, denn er wurde unter Vorbehalt nach Franziskus Wahl im Amt bestätigt.
Bertones Rücktrittsgesuch sei vom Papst angenommen worden. Der Amtswechsel soll um den 15. Oktober stattfinden.
Ein zwanzig Jahre jüngerer wird der zweite Mann im Vatikan. Mal sehen, wie er sich machen wird.

Und noch etwas Interessantes: Von Henrik Quedburg ist der Prolog des ersten Aneba-Romans erschienen. In wenigen Tagen wird er neben Bookrix auch auf anderen Vertriebskanälen wie Amazon erhältlich sein.

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Verfasst von - 31. August 2013 in Bücher, Blog, Kultur, Real life, Sommer, Wetter

 

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Droht dem Vatikan die Apokalypse? – Papst Benedikt XVI. tritt zurück


Die Nachricht schlug am Montag ein wie eine Bombe: Papst Benedikt XVI. Tritt am 28. Februar um 20 Uhr zurück!
Als ich die Nachricht im Internet las, wollte ich es gar nicht glauben. Ich war immer überzeugt, dass Benedikt bis zum Schluss sein Amt ausführen würde. Tja, da habe ich mich geirrt. Und somit muss ich an dieser Stelle meinem ehemaligen Dozenten Herrn Berthold recht geben, der sagte, dass Benedikt zurücktreten würde. In einem Punkt irrte allerdings auch er. Denn der Papst tritt nach knapp acht Jahren zurück und nicht nach fünf, wie mein Dozent vorher sagte.
Im Grunde genommen ist es ein vernünftiger Entschluss. Bereits bei der Weihnachtsmesse konnte man sehen, dass der Papst körperlich abgebaut hatte. Mit einem Fahrgestell wurde er in den Petersdom geführt. Ob seine Schwäche von der gerade überstandenen Herz-OP kam, kann nur spekuliert werden. Aber es war letztendlich nur der Höhepunkt dessen, dass sich bei Benedikt sichtbar sein Alter für uns Zuschauer bemerkbar machte. Er sah ja schon seit einiger Zeit nicht mehr wie das junge Leben aus, dass man sich Sorgen machte, ob er denn das Amt noch würde ausführen können.
Der mutige Schritt zurückzutreten dürfte auch daher gekommen sein, dass er den Menschen und vor allem sich selbst nicht zumuten wollte, wie seine Kraft immer weiter schwindet. Benedikt wollte kein Opfer begehen wie Johannes Paul II., bei dem man am Ende nur noch darauf wartete, dass er doch endlich von seinen Leiden erlöst werden möge.
Ja, die letzten Jahre in der Amtszeit von Johannes Paul II. Führten uns vor Augen, dass ein Papst auch nur ein Mensch ist. Doch wie lange dieser körperliche Verfall dauerte und alle Welt davon Aug zeuge wurde, war erschreckend. Man soll Benedikts Vorgänger bereits nahegelegt haben zurückzutreten, was dieser mit der Begründung alehnte, Jesus sei auch nicht vom Kreuz gestiegen. Damit mag er recht gehabt haben, aber kann man einem Papst an der spitze des katholischen Glaubens noch dulden, dem der Sabber aus dem Mundwinkel läuft? Drastisch formuliert, aber genau die Frage habe ich mir damals auch gestellt.
Und dann kam Josef Ratzinger, der gerade seinen 78. Geburtstag vollendet hatte. Ein Übergangspapst, wie es hiess. Knapp acht Jahre ist er nun im Amt. Acht Jahre, die mehr Tiefen als Höhen hatten. In Benedikts Pontifikat fällt die Aufdeckung des Missbrauchskandals, nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA und weiteren Ländern. Dann kommt Benedikts Herabstufung des evangelischen Glaubensgemeinschaften, die nicht das Recht hätten, sich Kirche zu nennen. Bei einen radikalen evangelischen Gruppierungen kann man das durchaus nachvollziehen, aber doch nicht beispielsweise für die evangelisch-lutherische Kirche. Das war ein klarer Rückschritt in Sachen Ökomene. Aber Benedikts Hauptaugenmerk lag auch eher in der Vertiefung des Religionsaustausches mit den orthodoxen Christen und dem Islam. Bei letzterem hatte er sich 2006 einen Fauxpas geleistet, als er in seiner Regensburger Rede ein Zitat benutzte, dass den Islam auf den ersten Blick verunglimpfte. Solche Schnitzer sind Benedikt während seiner Amtszeit noch einige Male passiert. Für seine Fehler, die er während seiner Amtszeit begangen haben mag, entschuldigte er sich am Montag in seiner Rede. Auch eine schöne Geste, die zeigt, dass er sich nicht unfehlbar hält, obwohl er das Papst Amt innehat. Zwar steht er nicht konkret für einen bestimmten Fehler ein, dennoch ist es besser als nichts.
Benedikt XVI. Wird erst der zweite Papst sein, der von seinem Amt zurück tritt. Eigentlich ist er der dritte Papst, aber Gregor XII. zählt man nicht, da er als Gegenpapst gilt. Gregor dankte 1415 ab, als gleichzeitig drei Päpste geherrscht hatten. Auf dem Konzil in Konstanz war deren Absetzung beschlossen worden, doch nur Gregor zeigte sich einsichtig und dankte aus freien Stücken ab. Natürlich nicht ohne ein paar Zugeständnisse zu erhalten.
Da Gegenpäpste bis auf wenige Ausnahmen nicht gezählt werden, wird er hier auch weggelassen, weshalb Benedikt der zweite Papst in der Geschichte des Petrus-Amtes ist, der zurück tritt.
Der erste Papst vor 719 Jahren war Coelestin V., bürgerlich Pietro del Morrone. Dieser war nach zweijähriger sedisvakanz gewählt worden, nachdem sich die Kardinäle auf keinen geeigneten Kandidaten einigen konnten. Piertro del Morrone war ein Eremit, der letztendlivh mit den Intrigen und dem Verwaltungsapparat nicht zurecht kam und schliesslich am 14. Dezember 1294 abdankte.
Er wurde von seinem Nachfolger Bonifaz VIII. Im Kastel Fumone inhaftiert, da dieser befürchtete, dass es zu einem Schisma kommen könnte. Bereits 1296 starb Coelestin V. Und wurde bereits 1313 heilig gesprochen.
Zurücktreten kann jeder Papst, wenn er dafür vernünftige Gründe nennen kann. Ein einfaches ich habe keine Lust mehr.‘ genügt nicht. Dazu muss schon etwas weiter aus geholt werden, so wie es Benedikt getan hat. Ihm konnte man ansehen, dass es ihm immer schwerer fiel, das Amt so auszuüben, wie er es wollte.
Es ist ein mutiger Schritt, ein moderner Entschluss. Es ist ein Meilenstein in der Geschichte des Papsttums, von der man auch noch in einigen hundert Jahren sprechen wird.
Grosses mag Benedikt XVI. Vielleicht nicht geleistet haben, was mitunter eventuell auch an seinem Umfeld gelegen haben mag. Denn als der Hardliner, wie er als Präfekt der Glaubenskongregation galt, führte er sein Amt nicht aus. Gut, bei einigen Dingen, die er von sich gegeben hat, mochte man sich fragen, ob er das tatsächlich ernst meint. Alles in allem hat er überrascht.

Und nun geht die Frage los, wer wird Benedikts Nachfolger? Genannt worden sind schon einige, darunter leider auch Tarcisio Bertone, die so genannte Nummer zwei im Vatikan. Er ist unter anderem auch der Camerlengo. Leder schreibe ich deshalb, weil Bertone eine absolute Nullnummer ist. Neben Italienisch – seiner Muttersprache – beherrscht er gerade mal Latein. Wie er dann nur die Nummer zwei im Vatikan werden konnte, wo man dort mindestens neben den beide gerade genannten Sprachen mindestens zwei bis drei weitere beherrschen sollte, bleibt mir ein Rätsel. Zudem wurde er durch den Vati-Leaks-Skandal als relativ unfähig entlarvt. Dass er auch noch Berlusconi-Anhänger ist, ist schon fast wieder unwichtig.
Als weiterer Kandidat, der ebenfalls aus Italien stammt, gilt der Mailänder Erzbischof Angelo Scola. Nicht zu vergessen der Kanadier Ouellent, der Franzose Tauran, der Erzbischof von Manila Tagle, den Ghanaer Turkson – den Benedikt als dunkelhäutigen Papst interessant fand – und der Brasilianer Scherer, der deutsche Vorfahren hat.
All die genannten gelten als papabile. Doch wie heisst es so schön? Wer als Papst ins Konklave geht, kommt als Papst wieder heraus. Bei Benedikt traf dies nicht zu. Er galt als haushoher Favorit und wurde im kürzesten aller Konklave zum Papst gewählt.
Wir dürfen gespannt sein, wer es werden wird. Sollte es tatsächlich kein Europäer werden, räume ich von den genannten Scherer Chancen ein.
Man darf aber auch hier nicht vergessen, dass laut der angeblichen Prophezeiung des Malachias, Benedikt XVI. Als der 111. Papst in der Aufzählung galt und sein Nachfolger, der 112., der letzte Papst sein soll. Angeblich würde er Petrus, der Römer heissen. Und laut der Malachias-Prophezeiung würde Rom zerstört und der letzte Papst getötet werden.
Für Liebhaber von Endzeit-Vorhersagen ist das gewiss ein gefundenes Fressen. Wobei sie hier genauso auf die Schnauze fliegen können, wie bereits beim angeblichen Weltuntergang im Dezember letzten Jahres.
Man muss zu aller erst wissen, dass die Prophezeiung des Malachias als Fälschung eingestuft wird. Malachias selbst hat tatsächlich im 12. Jahrhundert gelebt und war ein Weggefährte des Bernhard von Clairvaux.
Die Prophezeiung besteht aus 112 kurzen Beschreibungen oder Orakelsprüchen. Bei Coelestin II. beginnt die Beschreibung der Amtszeit der Päpste mit Namen und endet bei Clemens VIII., der ab 1592 Papst war.
Die Malachias-Prophezeiung soll um 1590 entstanden sein, als wieder mal eine Papst Wahl anstand. Der nächste Papst wurde als aus dem Alter der Stadt‘ angekündigt, da Girolamo Simoncelli als Favorit galt. Bloss wurde es dann ein anderer, weshalb der lateinische Spruch ‚ Ex antiquitate urbis‘ zu ‚Liebhaber von Altertümern“ um gedeutet wurde.
Damit liegt also die Vermutung nahe, dass es die Prophezeiung des Malachias tatsächlich gibt, die aber laut Bernhard von Clairvaux nie einem Papst zugeschrieben worden sein soll. Damit erhärtet sich also der Verdacht, dass diese nachträglich hinzugefügt wurden.
Ist Benedikt folglich gar nicht der vorletzte Papst vor der Apokalypse? Und steht diese überhaupt an? Ist mit der Zerstörung der Siebenhügelstadt wirklich Rom gemeint? Vielleicht nicht auch der Vatikan? Seit den weltweiten Missbrauchsfällen ist die katholische Kirche mehr als angeschlagen. Gut möglich, das also dort irgend etwas geschehen wird.
Falls Tarcisio Bertone trotz aller Unzulänglichkeiten tatsächlich der nächste Papst werden sollte, steht der Vatikan einem Untergang näher als jemals zuvor. Dennoch scheint dieser sprachunbegabte Geistliche eine grössere Lobby zu haben – denn er spricht Latein. Und das scheint wichtiger zu sein als jede andere Fremdsprache und jeder Fehler, den er hat. Denn als Papst ist er unfehlbar, egal was für einen Labsus er sich leistet.
Wir werden es sehen. Frühestens am 16. März wird das Konklave beginnen.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 13. Februar 2013 in Blog, Fernsehen, Kultur, Real life, Technik, Wetter, Winter

 

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