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Die sieben Säulen der Weisheit


Und schon wieder ein paar Tage Urlaub. Das ist wunderbar! Jeder Tag, den ich nicht in die verdammte Redaktion rennen muss, ist ein glücklicher Tag.
Ich mache eine Rundreise durch einzelne Museen, die schöne Ausstellungen haben, die ich unbedingt sehen muss. Und so führte mich gestern der Weg nach Oldenburg. Tja, eine ziemliche Weltreise von München aus. Man fährt eine halbe Ewigkeit, dann muss man nach Bremen und fährt dort schliesslich mit dem Bummelzug nach Oldenburg. Dort angekommen, tritt man natürlich auf der falschen Seite des Bahnhofs ins Freie und weiss erst mal gar nicht, wo man ist. Also geht man durch den ganzen Bahnhof zurück und nimmt die andere Seite, wo man sofort erkennt, dass man richtig ist.  Dann auf gut Glück, die nächstbeste Strasse genommen, die sich dann als die richtige entpuppte, und micha uf den Weg zum Museum gemacht. Es handelt sich um das Museum Natur und Mensch. Was ich da mir ansehen wollte? Tja, „Thomas Edward Lawrence. Genese eines Mythos“. Dazu muss man wissen, das ich mich vor mehreren Jahren intensiv mit Lawrence befasst habe. Und auch wenn ich es heute nicht mehr tue, so finde ich ihn doch immer noch wahnsinnig interessant. Und das war der Grund, warum ich nun dort hingefahren war.

Anfangs liefen kleine Filmabschnitte im ersten Raum, die ich für ziemlich einfach gestrickt hielt, denn es wurde nicht alles gesagt und eben eher für Kinder gehalten. Nicht alle Hintergründe wurden erörtert, weil es zu kompliziert werden würde. Darüber kann man hinwegsehen, denn manches Mal ist es wirklich seltsam, was da abgelaufen ist. Es wurden Comics und auch Bücher von oder über Lawrence gezeigt. Dabei fiel mir wieder ein, dass ich ja auch noch ein paar Bücher über oder von ihm habe, die ich vor Jahren kaufte und danach nie da rein guckte. Sollte ich mal nachholen, wenn ich Zeit dafür habe. Im zweiten Teil der Ausstellung ging es dann über seine Bachelor-Arbeit und schliesslich auch und natürlich über Arabien und sein Leben danach. Es gab einen Film, wie er so berühmt wurde, denn eigentlich war er ziemlich unbedeutend. Aber wenn man sich das alles noch einmal ansieht, dann wird man einfach das Gefühl nicht los, dass er des Lebens überdrüssig war. Hatte kaum Geld und fand irgendwie auch keine richtige Aufgabe für sich, als ob er gar nicht mehr Leben wollte. Dass er eventuell schwul war, glaube ich nicht. Der ist nie damit zurechtgekommen, dass er unehelich geboren wurde, das hat sehr an ihm genagt und ist sicherlich für sein weiteres Leben bestimmend gewesen.
Als ich das dann mir alles angesehen hatte und feststellte, dass in der Lampe des Fahrrads eine Kerze drin war, habe ich mir die restlichen Ausstellungen angesehen, die immer da sind.
Ein paar Moorleichen betrachtet. Furchtbar gruselig, könnte man sagen. Aber wer hat schon Angst vor Moorleichen? Dann gab es noch mehrere Aquarien, die Fische der heimischen, also niedersäschischen Fauna enthielten. Wusste eigentlich jemand, dass Knurrhähne Beine haben? Ich war total erstaunt, als ich die beiden gesehen habe. Jeweils links und rechts haben sie drei Beinchen. Damit bewegen sie sich auch über den Meeresboden, als würden sie wirklich damit gehen. Der Hecht, den sie hatten, fuhr immer zurück, wenn man mit dem Gesicht zu nahe kam. Aber wenn man mit dem Finger kam, ging er zwar auch zurück, aber er öffnete auch drohend das Maul. Noch ein paar lustige Käfer entdeckt, die wie wild durch das Wasser schwammen, sich mal an irgendwelchen Hindernissen stiessen. Die Molche mussten ihnen ausweichen, und wenn sie mal wieder Sauerstoff zum Atmen brauchte, liessen sie sich schwebend nach oben gleiten und nahmen dann mit dem Hintern den Sauerstoff auf. Danach ging es wieder wie wild durch die Gegend.
Mir dann die Vorgeschichte in Niedersachsen angesehen. In einem Raum hatten sie ausgestopfte Tiere. Ein sehr dünnes Opossum konnte man dort betrachten. Nun weiss man, wie dick Heidi Glubsch wirklich ist. Ein Skelett erkannte ich sofort als Orang-Utan, denn so stellen sich einfach nur die hin. Dann noch ein Marabu-ähnliches Vieh gesehen, war aber was anderes. Ging dann noch mal in die Steinzeit. Als letzte Station blieben noch die Edelsteine. Eines meiner Lieblingsgebiete. Mineralien finde ich nämlich einfach toll. Ich muss sagen, dass ich wirklich nicht wusste, wie sehr ein Diamant eigentlich im Licht strahlt. Da kommt nicht einmal der Zirkon, der Diamant-Ersatz mit. Sehr strahlend. Kann man verstehen, warum Diamanten Frauen so in den Bann ziehen. Sehr schöner Lichteinfall.
Im Shop das Buch zur Sonderausstellung gekauft. Gab noch einige tolle Dinge umsonst, vor allem der Leinenbeutel hat es mir ja angetan.
Also, ich empfehle uneingeschränkt dieses Museum. Noch nie habe ich eines gefunden, wo mir ihre Dauerausstellungen auch gefallen haben. Das ist bei diesem wirklich so. Alles ist äusserst stimmig und ich mag es.
Wer noch die Sonderausstellung zu Thomas Edward Lawrence sehen will, sollte sich schnell auf den Weg machen, denn nur noch morgen ist sie zu sehen. Danach wird sie dann Ende April in Köln aufmachen.
Jetzt fehlt mir nur noch die Tell Halaf-Ausstellung in Berlin, dann habe ich erst einmal alle Museums-Ausstellungen abgeklapptert, die ich sehen will. Berlin ist eine Reise wert, aber vor allem Hamburg. Da wartet noch ein Elefant, der gewiss mich wieder nass machen will. Kenne die Biester doch.
Was ist jetzt eigentlich in den Nachrichten angesagt, ausser das Jupp Heynckes neuer Trainer von Bayern München wird. Die Tomate kehrt zurück. Irgendwie sind es nicht mehr wirklich Libyen und Japan, wobei Japan gerade wieder die neue Oberhand gewinnt. Schliesslich ist Fukushima immer noch das GAU-Gebiet. Ich bin froh, nicht in Japan (hätte beinahe China geschrieben) zu sein. Aber bei uns herrscht immer noch eine ziemliche Panikmache. Kann man ja nicht ertragen.
Nockherberg am Mittwoch oder gestern Abend gesehen? Ich fand es recht lasch. Die Rede, wie auch das Singspiel. Wobei sich letzteres am Ende noch ein wenig steigerte. Söder wird sich gewiss geärgert haben, dass sein Feind Guttenberg noch so gewürdigt wurde, auch wenn sie es sehr auf die Spitze getrieben haben mit den Plagiatsvorwürfen. Aber bei Söder haben sie wieder einmal ganz recht erkannt, dass er unbedingt Seehofers Nachfolger werden will. Gut fand ich auch den Witz: „Wenn du mir das Wasser reichen willst, musst du Kellner werden.“ Insgesamt haben die Schauspieler wohl ein wenig Gesangsunterricht bekommen, denn sie konnten allesamt besser singen, sonst war der Guttenberg-Darsteller der einzige gewesen, der auch schwerere Gesangspassagen singen konnte, aber dieses Mal klappte sogar der halbe Operngesang. Dennoch ziemlich lasch und wo war überhaupt Guido Westerwelle?
Mal sehen, wie lange es dauert, bis auch Söders Doktorarbeit durchgesehen wird. Könnte interessant werden.
Hat gestern jemand Castle gesehen? Der Anfang war doch so ein alter Hut mit Bart, der fünfmal um die Erde reichte. Zwei Leichen in einem Sarg, ist wirklich uralt Lavendel. Oder wie es auf neudeutsch heisst: Asbach uralt. Die Serie wird auch nicht mehr besser, eher schlechter. Aber das haben die Serien so im Laufe der Zeit an sich, wenn man mal von „The Closer“ ansieht.

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Trouble


Japan und kein Ende. Ich kann es wirklich nicht mehr sehen und hören. Inzwischen scheint es halbwegs unter Kontrolle zu sein, aber ob es die Wahrheit ist, wissen wir nicht. Wir wissen doch einfach nicht, was gesagt wird und wie es wirklich um das KKW Fukushima steht. Nur dass die Arbeiter, die dort hingeschickt wurden, Abschiedsbriefe geschrieben haben, denn sie wissen, dass sie dort nicht wieder gesund herauskommen. In einem Umkreis von etwa 40 Kilometern – oder sind es bereits 50 Kilometer? – sind die Menschen evakuiert worden, jedenfalls wurde es gesagt. Aber irgendwie glaube ich nicht daran. Es wurde einfach viel zu viel verschleiert. Mit Hubschraubern wurden die Reaktorgebäude gekühlt, was nicht wirklich etwas brachte. Aber Sand in die Augen streuen ist ja immer schön. Jetzt haben sie gemerkt, dass wohl anscheinend eine Kühlung gar nicht möglich war, weil die Stromleitung überhaupt nicht funktionierte. Wie kann denn so was nur möglich sein? Ich glaube es einfach nicht. Und inzwischen bin ich nicht der einzige, der sagt, dass man nicht glauben könne, das es sich bei Japan um eine Industrienation handle. Nein, das kann man wirklich nicht. Dieses Chaos, das dort herrscht. Man glaubt es nicht.
Aber durch dieses Unglück im KKW ist es nun so weit gekommen, dass hier in Deutschland die Verlängerung der KKWs erst einmal auf Eis gelegt wurde und einige Kernkraftwerke ausgeschaltet wurden und werden. Jetzt hat die Anti-Atomkraft-Bewegung wieder neuen Rückenwind bekommen. Es wird die sofortige Abschaltung aller KKWS (von den Leuten AKWs genannt) gefordert. Natürlich, schalten wir doch sofort alle ab. Dann können wir dann auch den Strom immer jeden Tag um mehrere Stunden abschalten, weil wir die Energie gar nicht mit den Windkraftanlagen und Kohlekraftwerken aufholen können. Wir müssten Strom aus Frankreich beziehen. Und wie produziert Frankreich seinen Strom? Richtig, mit KKWs. Also ein Teufelskreis ohne Ende. Wir werden niemals genug Strom aus Windkraftanlagen und Solarzellen produzieren können, um unabhängig von den KKWs zu sein. Nein, es ist nicht möglich. Und das jetzt von Merkel so gehandelt wird, liegt doch klar auf der Hand. Morgen sind Landtagswahlen, nächste Woche auch und überhaupt ist dieses Jahr ein Super-Wahljahr. Und die CDU befindet sich überall in einem Umfragetief. Also kein Wunder, dass nun den Menschen erst einmal ein „Geschenk“ gemacht werden soll. Wir können nicht auf die KKWs verzichten. Nicht jetzt, nicht von einer Sekunde auf die andere. Und ich bleibe dabei: KKWs sind wichtig, um den Strombedarf in Deutschland aufrecht zu erhalten. Sollen doch die Leute motzen, aber wir sollten nicht die Probe aufs Exempel machen und alle KKWs auf einmal herunterfahren. Dann wird es nämlich zum Strom-GAU kommen. Die Computer bleiben schwarz, die Kühl- und Eisschränke funktionieren nicht mehr. Aber die Menschen haben ihren Willen bekommen. In welcher Zeit leben wir eigentlich? So lange nicht wirklich eine umweltfreundliche Stromproduzierung gefunden wird, müssen wir an den Kernkraftwerken festhalten. Es wird ausserdem bereits gesagt, dass die Windkraftanlagen keine Zukunft haben. Man denke auch nur daran, wie sie die Landschaft verschandeln und Todesurteile für Vögel sind. Denn so toll sind die Anlagen nicht, zudem sind sie auch noch laut.
Bayern hat nun auch die letzten Titelchancen verloren, denn sie sind aus der Champions League herausgeflogen. Und das sang- und klanglos. Gut, Werder Bremen ist das auch schon passiert. Das Hinspiel gewonnen, wenn auch nur knapp und dann das Rückspiel im eigenen Stadion knapp verloren, aber weil Auswärtstore doppelt zählen, waren sie am Ende draussen. Tja, so ist das Fussballleben. Man kann nicht alles haben. Dennoch blöeibt van Gaal bis Ende der Saison Trainer. Allerdings müssen sie sich jetzt unbedingt den dritten Platz der Tabelle sichern, sonst gibt es nur EuroLeague. Und das gebührt einem FC Bayern ja nicht. Das sind ja Tulpen anstelle von Gladiolen, um es mit van Gaal zu sagen.
Schalke hingegen hat Nägel mit Köpfen gemacht und Magath entlassen. Der hatte aber gleich einen neuen Verein parat: Wolfsburg. Der Verein kennt ihn bereits und er kann nun wieder Manager, Sportdirektor und natürlich Trainer sein. So wird ihm garantiert niemand mehr reinreden, welche Spieler er nun kaufen kann und welche nicht und kann sich die Genehmigungen gleich selbst ausstellen. Aber warum hat ihn  Schalke eigentlich entlassen? Sie stehen im DFB.Pokalfinale, sind in der CL weiter. Nur in der Bundesliga läuft es nicht besonders. Verstehe das wer will, nun ist jedenfalls wieder Ralf Rangnick da, der Schalke auch schon einmal trainierte. Wer da wohl zum HSV kommt? Vielleicht bleibt der jetzige Trainer auch, wenn er sich gut anstellt. Man wird es sehen.
Gestern sah ich durch Zufall, dass neue Folgen von „The Closer“ auf Vox gezeigt werden. Die sechste Staffel und somit die vorletzte. Ich werde die Eigenheiten der Figuren vermissen, vor allem von Provenza, den ich einfach nur lustig finde. Und dann natürlich Kyra Sedgwick, als Brenda Leigh Johnson. Wie sie während einer Vernehmung ihre Schublade mit einem ganzen Karton an Süssigkeiten auffüllte, war einfach göttlich. Und dann bot sie den beiden auch noch etwas davon an. Zu komisch. Dann der Kampf mit dem neuen Gebäude, wo sich niemand zurechtfand. Ich freue mich auf die weiteren Folgen, bloss blöd, dass es bereits anfängt, wo auf Kabel 1 noch „Castle“ läuft. Die Folge gestern war ziemlich deppert. Zweihundert Jahre alte Kugeln schön und gut, aber dann ein Club, der im Jahr 1896 (oder war es 1892) lebt. Das war mir dann doch wirklich zu blöd. Wer aufgepasst hat, dem wird aufgefallen sein, dass im Hintergrund ein Stummfilm von Georges Méliès lief: Die Reise zum Mond (La Voyage sur la Lune) von 1902. Das ist der bekannteste Stummfilm von ihm, von dem mindestens jeder einmal wenigstens das Mondgesicht gesehen haben dürfte, wenn man den Stummfilm selbst schon nicht gesehen hat.
Und wer sich diesen Stummfilm mal ansehen will, hier ist er:

 

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