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Drei Jahre – Europas klügster Elefant hofft noch immer


Es ist nun drei Jahre oder 1095 Tage her, dass Elefantendame Mala ihr geliebtes Zuhause verlassen und gegen eine neue Wohnstatt im belgischen Brugelette eintauschen musste. Ja, es sind schon drei Jahre vergangen – wie schnell die Zeit doch vergeht. Für einige ist es noch wie gestern gewesen, dass sie Mala in ihrem Gehege angetroffen und ihr einen Apfel oder eine Möhre in den ausgestreckten Rüssel gelegt haben.
Doch sie ist nicht mehr da, wird immer noch schmerzlich vermisst, denn niemand der anderen Elefanten kann sie wirklich ersetzen und in ihre Fussstapfen treten.
Drei Jahre sind vergangen in denen sich Mala an ihre neue Wohnstätte gewöhnen konnte. Ja, sie hat sich eingelebt und dennoch hofft sie weiterhin, dass es irgendwann wieder nach Hause geht.
Als die Elefantin im Pairi Daiza ankam, war sie unbestritten der Star neben den anderen grauen Riesen, die bald darauf den Weg zurück in die Schweiz antraten. Ihr zur Seite gestellt wurden Rani – hier immer old Rani genannt – und Ani, die im März 2013 an den Folgen von Geburtskomplikationen starb.
Inzwischen wimmelt es in Brugelette nur so von asiatischen Elefanten. Den Anfang machte Aye Chan May mit ihrem Sohn, dann kam Ende letzten Jahres eine Gruppe aus dem Zoo Hannover. Einige Zeit später konnte die Geburt eines Elefantenjungtiers bekannt gegeben werden. Fortan dreht sich beinahe alles nur noch um Nang Faa, sodass Malas Stern langsam erneut am verblassen ist. Seitdem wird nicht mehr so häufig über sie berichtet, wie es noch am Anfang gewesen war, als sie in den Pairi Daiza kam.
Der erste Dämpfer kam, als aus China zwei große Pandas kamen. Das Hauptinteresse wurde nun auf die beiden Bambusfresser gelegt. Mala trat fortan in den Hintergrund. Schließlich die Ankunft der Hannoveraner, die ihr endgültig den Rang abliefen.
Das war für Mala nichts Neues, kannte sie es gut aus ihrem Heimatzoo, wo sie einst auch der große Star war bis ihr Mogli schleichend den Rang ablief.
Man muss sich immer noch fragen, wieso das eigentlich so gewesen ist, denn Mala ist nicht nur der weitaus hübschere Elefant, sondern auch sehr klug. Dafür hat sie mitunter ihren eigenen Kopf und wenn sie was nicht will, hat sie keine Lust dazu. Nur genauso ist Shandra ebenfalls. Wenn diese gerade in einer ihrer Total-egal-Phasen ist, lässt sie sich nur sehr schwer dazu bewegen, etwas auszuführen.
Vielleicht mag Mogli besser zu händeln sein. Vor allem liegen ihr eher Fototermine als Mala. Denn wenn der klügste Elefant Europas zu einem Foto keine Lust hat, weil derjenige, mit dem sie aufs Bild soll, ihr nicht gefällt, macht sie ein griesgrämiges Gesicht und guckt nicht besonders erfreut in die Kamera. Da ist Mogli ganz anders. Mit einem Apfel lässt sie sich für alles bestechen, sogar für den Bau der Elbphilharmonie.
Tja, Mala mag drei Jahre fort sein, aber vergessen ist sie immer noch nicht.
Da hat es Taschen gegeben, auf denen ihr Konterfrei abgebildet ist. Die erste Version erschien, bevor Mala Hamburg verlassen musste, während die überarbeitete Version lange nach ihrem Weggang herauskam. Hätte man die Elefantin nicht durch Mogli oder Shandra ersetzen können? Es gibt ähnliche Posen von den beiden. Es wäre also ein Leichtes gewesen, Mala zu ersetzen, wo man ein Walross in die überarbeitete Version hineingefügt hatte. Bei den jetzigen Leinenbeuteln erkennt man an den Umrissen Mala, aber ein Laie könnte genauso gut denken, dass es sich um Mogli handeln würde. Denn wenn man nicht genau hinsieht, sehen sich die beiden zum Verwechseln ähnlich.
Weiter verwendet man einen Ausschnitt dieses Bildes, wo es neben den Köpfen anderer Tiere steht. Ich weiss nicht, wieso man das Bild eines Tieres oder besser einer Persönlichkeit verwenden muss, dass nicht mehr da ist? Hängt es damit zusammen, dass Mala die fotogenste unter den Hamburger Elefanten war und ist? Oder hofft man darauf, dass sowieso kein Besucher erkennt, dass dieser Elefant nicht mehr da ist?
Auf alle Fälle wird immer noch nach Mala gefragt – drei Jahre nach ihrem Weggang!
So wird die Elefantin gesucht, die dem Elefantenbullen stets als Gesellschaft leistete. Wenn man sie nicht sieht, werden viele Vermutungen angestellt, die darauf hinauslaufen, dass Mala wohl gestorben sein müsse, wo sie doch die Älteste war. Mit grosser Verwunderung wird schliesslich die Nachricht aufgenommen, dass die Elefantin in einen anderen Zoo gezogen ist und dann auch noch so wit weg nach Belgien.
Mala wird schmerzlich vermisst und immer noch wird sich gefragt, ob man sie nicht trotz aller Querelen mit Mogli in diesen zusammengewürfelten Haufen namens Herde hätte integrieren können. Bei Thura hat es auch halbwegs funktioniert. Mala ist intelligent und weiss, wann sie sich etwas leisten kann und wann sie sich zurückhalten muss. So lange sie sich beobachtet fühlt, macht sie einen auf lammfromm, das sie kein Wässerchen trüben können, aber sobald sie weiss, dass niemand auf sie achtet, schlägt sie eiskalt zu oder schmeisst ihre unliebsame Konkurrenz in den Graben. Also hätte es funktionieren können. Allerdings hätte es einen deutlichen Mehraufwand bedeutet. Da war es weitaus einfacher, die Elefantin abzugeben. Dass sie praktisch ihr gesamtes Leben in Hamburg verbracht hatte, trat in den Hintergrund.
So war es kein Wunder, dass Mala sich mit ihrem neuen Wohnort arrangierte, aber nicht wirklich glücklich geworden ist. Dabei hat sie alles, was sie sich wünschen kann: Die Aufmerksamkeit der Besucher, die Position der Leitkuh und sie darf ihre alten Tricks zeigen. Doch trotz allem hofft Mala immer noch, dass sie eines Tages dorthin zurückkehren kann, wo sie die längste Zeit ihres Lebens verbrachte.
Die Augen der Elefantin glänzen nicht mehr so wie früher, das einzige Anzeichen, dass Belgien für sie nicht ihre neue Heimat geworden ist. Sie hat sich arrangiert, wie man es im Laufe der Zeit eben macht.
Nächstes Jahr kann Mala ein weiteres Jubiläum feiern. Denn am 8. Juni 2016 wird es heissen: 50 Jahre Ankunft in Europa. Höchstwahrscheinlich wird man es genauso vergessen, wie man auch ihren offiziellen 50. Geburtstag nicht gross begangen hat.
Dabei wäre es sicherlich ein Spektakel geworden und könnte es im nächsten Jahr auch werden. Denn so sehr die Hannoveraner mit Jungtier Nang Faa oder die grossen Pandas ihr den Rang abgelaufen haben, ist sie für die Menschen wichtig geblieben.
Als im Frühjahr eine Fütterung ausfallen musste, weil Mala ein paar Zipperlein plagten, wurde der der Pairi Daiza mit Anfragen überhäuft, wie es der Elefantendame gehe und sie wieder wohlauf sei. Es beruhigte sich erst, als Entwarnung gegeben wurde.
An dieser kleinen Episode kann man sehen, wie wichtig Mala den Menschen ist. Nicht umsonst heisst es, wer diese Elefantin nicht gesehen hat, der ist nicht da gewesen. Das galt für Hamburg und gilt nun für den Pairi Daiza.
Doch tief in ihrem Inneren hofft Mala auf eine Rückkehr.
1095 Tage sind bisher vergangen und es werden noch mehr Tage vergehen…

 

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Die große Gentechnik-Lüge


Vor beinahe einer Woche verkündete die Fastfood-Kette McDonalds, dass sie seit April ihren Hühnerfleisch-Lieferanten erlauben, gentechnisch veränderte Futtermittel wie Soja und Mais verwenden zu dürfen. Und der Grund? Weil es immer schwieriger werden würde gentechnikfreies Soja zu bekommen. Ha, das ist natürlich ein Grund – denn er stimmt nicht. Aber da macht es sich McDonalds wirklich leicht.
Eine Sauerei, wie ich finde. Gut, so selten wie ich zu McDonalds gehe, dürfte es mich nicht interessieren. Aber man muss beachten, dass das gentechnisch veränderte Futter nicht nur die Hühnerfleischlieferanten betrifft, sondern auch die Rindfleischlieferanten. Diese haben wohl immer gentechnisch veränderte Futtermittel verwendet, ohne dass es uns Konsumenten störte. Wohlgemerkt, die meisten wussten es wohl auch nicht. Ich genauso wenig, sonst hätte ich der Fastfoodkette schon seit Jahren keinen Besuch mehr abgestattet.
Die allergrösste Sauerei ist, dass gentechnisch veränderte Futtermittel nirgendwo gekennzeichnet werden müssen, wenn das Fleisch derjenigen Tiere in den Handel gelangt.
Das betrifft natürlich nicht nur McDonalds, sondern auch den ganz normalen Einzelhandel. Was wissen wir da denn schon, welches Futter die Tiere bekamen, die uns Fleisch oder Milchprodukte liefern? Es herrscht dafür einfach keine Kennzeichnungspflicht in der EU.
Bleibt uns also nur die Möglichkeit, Veganer zu werden? Tja, da wird ja nicht nur Gemüse und Obst gegessen, sondern auch gerne Produkte aus Soja, wie beispielsweise Tofu oder eben Weizenprodukte aus Seitan. Letzteres schmeckt leider furchtbar pappig – meine persönliche Meinung. Ausserdem wird Soja auch als Milchersatzprodukt genutzt. Hafer, Dinkel oder Reis kann man natürlich auch nehmen, aber das gibt es meist nur als Trunk und kann dann fürs Müsli genutzt werden.
Zurück zum Soja. Weiss ich da wirklich, dass es nicht von gentechnisch veränderten Pflanzen stammt? Eigentlich müsste es gekennzeichnet sein, also nehme ich an, dass es nicht von gentechnisch veränderten Pflanzen stammt. Bei Direktprodukten wie beispielsweise Sojamilch – eine richtige Milch ist es ja nicht, sondern nur eingeweicht und gepresst, was man leider auch schmeckt, wie ich finde – muss gekennzeichnet werden, ob es sich um gentechnisch veränderte Produkte handelt. Allerdings werden wir für dumm verkauft, wenn es um Schokolade, Milch, Quark, Joghurt oder eben Fleisch geht. Da muss nichts gekennzeichnet werden, weil die EU es so entschiedenen hat. Wir werden praktisch belogen und betrogen mit dem Segen der Politik.
Zurück bleiben wir Verbraucher, die dumm aus der Wäsche gucken. Aber wir können uns wehren. Gehen wir eben nicht mehr in den Supermarkt und kaufen dort das Fleisch, weil wir es billig haben wollen. Gehen wir zum Metzger unseres Vertrauens, der genau weiss, woher das Fleisch kommt und wie es gefüttert wird. Ob es nur irgendeine Silage ist oder auch Mais- und Sojaschrot dabei ist. Ob er dann auch weiss, dass das Futter entweder gentechnisch verändert oder eben nicht gentechnisch verändert ist? Tja, ich denke schon, dass der Metzger unseres Vertrauens das wüsste.
Viele Fleischproduzenten – so nenne ich sie mal alle der Einfachheit halber – wählen den einfachen Weg und kaufen das konventionelle Futter, das aus gentechnisch veränderten Pflanzen produziert wurde. Es ist eher erhältlich, auch billiger. Bei den Dumpingpreisen, die es für die Fleischabnahme gibt, schon verständlich. Aber es kann doch nicht sein, dass wir Verbraucher deshalb am Ende auf der Strecke bleiben.
Ja, ein Paradoxon. Wir wollen es billig haben, erwarten allerdings die beste Behandlung der Tiere und natürlich das gesündeste Futter. Das passt leider allerdings nicht alles zusammen. Denn entweder gesundes Futter oder Billigpreise fürs Fleisch und gentechnisch veränderte Futtermittel. Da müssen wir uns schon entscheiden.
Deshalb können wir auch nicht einfach mit dem Finger auf jemanden zeigen und uns beschweren.
Bei McDonalds hingegen ist es ganz etwas anderes. Sie können darauf bestehen, dass ihre Fleischlieferanten keine gentechnisch veränderten Futtermittel benutzen dürfen. Stattdessen haben sie es nach 13 Jahren ihren Hühnerfleisch-Lieferanten wieder erlaubt. Die Rindfleischlieferanten durften es weiterhin. Die Mehrkosten, die normale Futtermittel kosten, sind so unerheblich, dass es sich kaum auf den Burgerpreis draufschlägt.
Aber stattdessen macht McDonalds es sich einfach. Da können wir nur eins machen: Boykottieren!
Oder wir gehen zur Konkurrenz, wenn es denn unbedingt Fastfood sein muss. Allerdings sieht BurgerKing auch nicht gerade besser aus. Da geht es nun nicht um gentechnisch veränderte Futtermittel, sondern um die Sauberkeit in den einzelnen Filialen. Das will man eigentlich gar nicht alles wissen, was da eine RTL-Reportage aufgedeckt hat. Abgelaufene Lebensmittel scheint noch das harmloseste zu sein.
Und was ist mit KFC? Diese Fastfood-Kette steht immer wieder in der Kritik, dass die Hühner nicht artgerecht gehalten werden. Davon habe ich lange nichts gehört und wie ist es eigentlich in Europa? Oder wo kommt das Hähnchenfleisch her?
Ja, ich wäre sehr daran interessiert, wie es neben McDonalds die anderen grossen Fastfoodketten mit den Futtermitteln ihrer Fleischlieferanten halten. Wäre doch gerade jetzt ein guter Anstoss, um das nachzuforschen und uns interessierten Kunden mitzuteilen. Aber wer ist wirklich interessiert? Nur eine kleine Minderheit? Das ist die Frage.
Dabei sollte Gentechnik alle angehen. Es ist nicht zu leugnen, dass es schädlich für den Organismus ist, der es aufnimmt. Falls es mal ab und an geschieht, im Grunde kein Problem. Aber wenn es kontinuierlich der Fall ist, dann sieht die Sachen völlig anders aus. Es gibt eine Filme über die Folgen von gentechnisch verändertem Futter, besonders für Tiere. Dies betrifft meist die Firma, die auch für das Nervengift Agent Orange verantwortlich gewesen ist. Die Folgen sind klar und deutlich aufgezeichnet, werden aber immer noch nicht ernst genommen. Unfruchtbarkeit ist nur eine der Folgen. Welche Spätfolgen es tatsächlich gibt, wenn man andauernd gentechnisch veränderte Futtermittel oder Produkte konsumiert, die ebenjene Futtermittel gefressen haben, ist noch lange nicht ausgeforscht. Das sollte uns zu denken geben, aber wir sind nur Endverbraucher, also müssen wir hinnehmen, was es gibt.
Aber vielleicht wollen wir auch für dumm verkauft werden, gar nicht wissen wollen, welche schädlichen Zutaten in unseren Lebensmitteln stecken oder wie sie produziert werden. Hauptsache es ist billig und schmeckt. Oft wird uns aber auch nicht die Möglichkeit gegeben, zu erfahren, was sich wo drin befindet.
Wir müssen mit Scheuklappen durch die Welt gehen. Ist es nicht eine verrückte Welt?
Übrigens, ich habe mich in diesem Artikel eigentlich nur über Soja ausgelassen, aber es betrifft Mais genauso. Vor allem ist auch wegen der Enthaltung Deutschlands der Anbau einer gentecnisch veränderten Sorte in der EU erlaubt. Wir wissen gar nicht, was wir alles für die nachfolgenden Generationen anrichten.
Und noch etwas: In Österreich und Frankreich wird weiterhin auf Gentechnik verzichtet, weil die Kunden es sich so wünschen. Da bekommen die Fleischlieferanten sogar eine Prämie, wenn sie darauf verzichten, was natürlich ein Ansporn ist. Und das Gute: Den Kunden kostet es nicht einen Cent extra. Und wie sieht es in Deutschland aus? Tja, wir nehmen ja immer alles hin. Nur Kernkraftwerke nicht.

So, das vorletzte Spiel der aktuellen Bundesliga-Saison steht an. Jonas hat wieder einmal den Schlaubeutel befragt, wie denn der FC St. Pauli gegen den 1. FC Köln spielen wird. Tja, er war sehr überrascht, denn der Schlaubeutel sagte ihm, dass St. Pauli gewinnen würde.
Letzte Woche hatte sie noch gesagt, dass Aalen gewinnen wird. Damit hatte sie auch recht. Nun muss man allerdings bedenken, dass sie beide Male das Futter aussuchte, dass sich aus ihrer rechten Seite befand. Damit ist für Nina der Fall klar: Schlaubeutel ist ein Rechtsrüssler, also ein Rechtshänder. Die meisten Elefanten sind Rechtsrüssler, Elefantendame Mala gehört ebenfalls zu der Riege.
Also einfach alles reiner Zufall? Tja, es kommt immer auf die Methode an, die angewendet wird. Bei Elefantendame Citta aus dem Zoo Krakau wurde der Fehler begangen, dass sie immer von der Seite kam und somit das erstbeste Stück Obst nahm, das ihr vor den Rüssel kam.
Diesen Fehler begeht Jonas natürlich nicht, denn er hält sich genau an die Anweisungen seiner Cousine, die genauestens mit Mala geübt hat und noch heute sagt, dass sie das beste Rüsselorakel überhaupt sei – auch wenn sie nicht immer richtig lag. Nun ja, die Legende lebt.
Ausserdem tippt Mala selbst in ihrem belgischen Exil fleissig weiter. So hat sie auch das Spiel von St. Pauli gegen Köln getippt. Sie geht davon aus, dass beide Vereine in Freundschaft spielen und deshalb Unentschieden spielen werden.
Na, wer wird recht behalten? Jonas jedenfalls hat sich schon entschieden, den Schlaubeutel als sein neues Rüsselorakel für die WM zu verwenden. Nun kann er nur hoffen, dass sie nicht noch während oder kurz vor der WM umziehen muss. Das wäre natürlich ärgerlich.

Am Dienstag wird in Frankreich eine DVD-Box mit Jean Epstein-Filmen herauskommen unter anderem auch „Le Lion des Mongols“ mit Ivan Mosjoukine. Auf den Film warte ich schon lange, umso mehr freut mich die Veröffentlichung dieser Box. Und es ist mal wieder eine willkommene Gelegenheit, um den TV-Sender Arte darauf aufmerksam zu machen, dass sie im September nicht den Ivan-Mosjoukine-Themenabend vergessen. Gibt schöne Stummfilme, wie auch Tonfilme und eine Dokumentation gib es über den Schauspieler ebenfalls.

 

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Wenn die Quote nicht stimmt, muss die Serie dran glauben – Fuchs und Gans wird eingestellt,


Nun ist also das eingetreten, was ich befürchtet habe: „Fuchs und Gans“ wird eingestellt!
Ich bin empört, denn diese Serie war ein kleiner Lichtblick im sonst so langweiligen „Heiter bis tödlich“-ARD-Gedöns. Aber der SWR hat anders entschieden. Die Serie wird nicht fortgesetzt werden und es bleibt bei nur einer Staffel. Begründung sind die schlechten Quoten. Welche der „Heiter bis Tödlich-Serien läuft den wirklich erfolgreich, wenn man mal „Hubert und Staller“ wissen vor lässt?
Gut, ich gebe zu, dass „Fuchs und Gans“ unterdurchschnittlich gestartet ist, mit einer noch schlechteren Quote als „Henker und Richter“. Dann fing sich die Serie Ei igermassen, de noch blieb der Zuschaueranteil nur bei 6,1 Prozent. Damit liegt sie nicht wirklich schlechter als „Morden im Norden“, wo momentan die zweite Staffel gedreht wird. Selbst „Alles Klara“ lief nicht besonders, dennoch ist da die zweite Staffel bereits abgedreht worden.
Wie mir scheint, hat der SWR kein Vertrauen in diese Serie, anders kann ich mir nicht erklären, warum diese Serie eingestellt wird. gut, ganz rund ist die Reihe nicht. Man hätte für eine zweite Staffel vielleicht ein wenig was ändern sollen. Also weniger vom Zeitungsherausgeber, wobei der natürlich nicht wegfallen darf, schliesslich arbeitet die Hauptfigur Emily Gans beim „Uracher Boten“. Aber ein wenig den Grössenwahn hätte man herausnehmen können und die Sekretärin Frau Latzel gleich ganz. Der Friseur muss auch nicht unbedingt sein. Bei „Hubert und Staller“ sind auch einige Änderungen gemacht worden. die Kneipe verschwand genauso wie der Dönerstand, Yarzid blieb dennoch erhalten, wenn er auch seltener auftaucht. Und die nervige Journalistin ist auch fast kaum noch zu sehen. Wobei ich da die Vermutung habe, dass Monika Gruber wegen „München 7“ keine Zeit hatte. Finde ich wirklich nicht schlimm. Und die serie funktioniert auch.
Wo ich von „München 7“ schreibe. Die Serie hätten sie wirklich nicht weiter drehen brauchen. Die finde ich so langweilig, wie das „Grossstadtrevier“. Aber nach mir scheint es hier nicht zu gehen, sonst würde „Fuchs und Gans“ fortgesetzt werden.
Ich gebe ja zu, dass die Serie anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war, wegen des Ex-Kommissars, der mit seine Haustiere und nicht nur die, verstehen kann. Aber gerade das machte den Charme der Serie aus. Immer ein wenig verrückt, aber nie übertrieben.
Es hat gerade jemand gesagt, dass heute kaum noch Experimente gemacht werden, etwas aussergewöhnliches zu zeigen. Gerade dafür müssten ARD und ZDF da sein. Die ARD hat es mit „Gottschalk live“ versucht und ist gescheitert. Da hat man allerdings auch nicht das Konzept der Sendung verstanden. „Fuchs und Gans“ ist für mich auch so ein Experiment, das nicht gescheitert ist, sondern durch eine Entscheidung des SWR nicht fortgesetzt wird.
Eine andere „Heiter bis Tödlich-Serie“, die kaum bessere Quote hatte, genau 0,3 Prozent mehr, also 6,4, wird hingegen fortgesetzt. Es handelt sich um „Akte Ex“, eine Serie, die für mich seit dem Augenblick aus erzählt war, als der einen Hauptfigur gesagt wurde, dass er der Vater der Tochter von der anderen Hauptfigur ist. Wie soll die Serie denn jetzt weitergehen? Anscheinend ist der MDR mutiger in seinen Serien, selbst wenn die Quote nicht so ganz stimmt. Denn auch „alles Klara“ ist vom MDR. Sollen wir den Sender nun für seinen Wagemut loben?
Ich bin jedenfalls masslos enttäuscht, das heute Abend die letzte Folge von „Fuchs und Gans“ laufen wird. Nächste Woche wird dann noch einmal die dritte Folge wiederholt. Und das ist es dann gewesen. Sehr traurig, denn diese Serie war etwas Besonderes, bloss scheine ich da in der Minderheit zu sein.
Deshalb heute Abend die Folge gucken, obwohl ich die nicht gelungen finde, da sie ein wenig abstrus ist. Aber lustig ist sie auf alle Felle (nicht Fälle).
Schade um diese wirklich tolle Serie, aus der noch hätte was werden können, bei einigen kleinen Änderungen.

 

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Wenn Elefanten sprechen


Elefanten können sprechen. Wer nun an dieses Grollen und Brüllen gedacht hat, mag nicht falsch liegen, aber das meine ich nicht. In Korea gibt es einen asiatischen Elefanten, der tatsächlich die menschliche Sprache beherrscht. Nun gut, mehr als fünf Wörter sind es nicht. Und es wird auch stark von den Wissenschaftlern bezweifelt, ob der Elefant wirklich weiss, was er da sagt.
Elefantenbulle Koshik soll nicht der erste graue Riesen sein, der die menschliche Sprache beherrschen soll. Es gab da einen weitereren Elefanten, der russisch und kasachisch beherrscht hatte. Wissenschaftlich nachgewiesen und untersucht wurde dies aber nicht.
Tja, bei Koshik ist das anders. Da gibt es Youtube-Beiträge, wie er auf koreanisch etwas sagt.
Er nimmt dafür seinen Rüssel zuhilfe, da den Dickhäutern die Oberlippe fehlt. Und so kann er Worte mit Vokalen sagen.
Die Worte soll er sich wahrscheinlich beigebracht haben, da er in seinen ersten Lebensjahren keinen Artgenossen an seiner Seite hatte, sondern nur Menschen. Es wird vermutet, dass er so seine Bindung zu ihnen stärken wollte, indem er eben ihre Sprache imitierte. Man muss wohl vermuten, dass er die Sprache nur imitiert, denn er hat ein Reporterteam mit den Worten begrüsst legt euch hin. Und das ist wohl nicht die richtige Begrüssung, wenn er das Wort hallo behrrscht. Aber warten wir es mal ab, was jetzt noch für Nachrichten über sprechende Tiere kommen.
Ich habe mal einen Artikel über Menschenaffen gelesen, wo man vermutete, dass ein Schimpanse – oder Orang-Utan, weiss nicht mehr, was für ein Menschenaffe es war – sprechen könnte. Dieser Affe war auch von Kind an in menschlicher Obhut gewesen. Ob der Affe sprechen kann, wisse man nicht, da er angeblich sehr hoch sprechen würde. Und das ist für das menschliche Ohr nun einmal nicht hörbar.
Um sprechen zu können, ist das FOXP2-Gen notwendig, dass Menschen besitzen. Ob nun Menschenaffen auch, muss ich erst einmal nachprüfen, aber falls es jemand wissen sollte, es gibt die Kommentar-Funktion.
Besitzen Elefanten nun auch dieses FOXP2-Gen? Wahrscheinlich nicht, aber bei Koshik ist es wohl auch eher die Nachahmung. Und das können Elefanten sehr gut. Ist wissenschaftlich erwiesen.
Jenala würde nun sehr wahrscheinlich sagen, dass Elefantendame Mala auch das Sprechen beherrschen würde. Bloss hätte sie keine Lust, etwas zu sagen, da man ihr sowieso jeden Wunsch von den Lippen ablese.
Wenn sie denn tatsächlich sprechen konnte, was hier mal bezweifle, dann wüsste ich schon ihre Lieblingswörter. Als erstes käme „Hunger“, gefolgt von „Apfel“, danach dann „mehr“, „Erdnüsse“ und ganz neu „keine Bananen mehr“.
Tja, Mala könnte man tatsächlich zutrauen, dass sie die menschliche Sprache behrrscht, schliesslich ist sie doch zu Beginn, als sie noch ganz klein war, ziemlich oft mit ihren Pflegern durch die Gegend gedüst. Zwar hatte sie auch Kontakt zu anderen Elefanten, aber der menschliche Kontakt war eben auch ziemlich hoch. Also, warum sollte sie da nicht sprechen können?
Die Intelligenz dafür hat sie auf alle Fälle.
Und wo ich gerade mal wieder von Intelligenz spreche, Mala hat sich mal wieder als Rüsselorakel betätigt. So hatte sie ja für das Spiel von St. Pauli gegen den VfB Stuttgart in der zweiten Runde im DFB-Pokal gesagt, dass sie schwarzsehen würde. Damit hat sie tatsächlich recht gehabt. Sie tippte letztendlich auf eine Niederlage, was eintrat. St. Pauli verlor sang- und klanglos gegen Suttgart mit 3:0. Nun spielen sie gegen 1860 München. Hier hat sich Mala auch bereits entschieden. St. Pauli würde gegen die Münchener Löwen gewinnen.
Das es die Löwen aus München sind, ist wichtig, es zu erwähnen, denn es gibt auch die Löwen aus Braunschweig. Darüber macht man sich nicht so viele Gedanken, aber man muss es mal sagen, nicht dass es da noch zu Verwechslungen kommt.
Mal sehen, ob die Elefantendame Recht behalten wird.
Morgen jedenfalls wird ihr Wohnort erst einmal für ein halbes Jahr dichtmachen. Das bedeutet, Mala kann ihren 50 Geburtstag am nächsten Wochenende nicht gross feiern, sondern muss mit einem kleinen Kreis vorlieb nehmen. Also mit sich selbst. Da trifft es sich gut, dass sie niemanden eingeladen hat.

Apropos Geburtstag. Heute wird Hans Meyer 70. Und wer mal wieder nicht weiss, wer das ist. Kein Problem, ich sag es schon. Das ist ein Fussballtrainer, der aus den neuen Bundesländern kommt. Er hat unter anderem Mönchengladbach, Hertha BSC und den 1. FC Nürnberg trainiert. Nachgesagt wurde ihm immer, er würde Rosen züchten, was alleridngs nicht stimmt. Dies hat er vor Kurzem noch einmal deutlich in einem Interview in der Zeitschrift „11 Freunde“ gemacht. Ob die Menschen nun aufhören, ihm ständig Rosenstöcke zu schicken?

Sturm „Sandy“ ist über die Ostküste der USA gefegt und hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Unter anderem hat es die Grossstadt New York besonders schwer getroffen. Stromausfälle, weil ein Umspannwerk explodierte. Abgebrannte Häuser in Queens und noch immer sind die Aufräumarbeiten nicht beendet. Auch sind noch nicht alle Stadtteile wieder an das Stromnetz angeschlossen. In einigen Stadtteilen wie unter anderem der Lower East Side herrscht des Nachts Anarchie. Da möchte niemand mehr vor die Haustür gehen, aber in den eigenen vier Wänden fühlt man sich auch nicht sicher. Dies ist einer der Stadtteile, die von den Helfern vergessen zu sein scheinen. Niemand würde kommen und ihnen helfen, heisst es.
Die Wallstreet sei sozusagen die Stromgrenze. Ein Teil hat welchen, der andere nicht. Ich habe Bilder gesehen, wo in Banken Kunden ihre Handys aufladen konnten. Die Menschen flüchten aus den Hochäusern, da sie zu Fuß in ihr Stockwerk gelangen müssen. Wer also nun im 40. Stock wohnt, muss den ganzen Weg zu Fuss durch ein unbeleuchtetes Treppenhaus gehen. Anstrengend kann man das nennen. Ich würde dazu kostenlose Sportstunde sagen.
Der New York Marathon wurde Freitagabend von Bürgermeister Bloomberg doch noch abgesagt. Was anderes hatte man auch nicht erwartet.
Erstaunlich finde ich ja, dass so ein hochentwickeltes Land wie die USA immer noch diese primitiven Überlandleitungen haben, die ich bei uns höchstens noch auf dem Land sehe. Wenn es sie überhaupt noch gibt. Die knicken beim erstbesten starken Windhauch weg wie nichts. Das ist etwas, was mich immer wieder erstaunt. Warum halten die USA an diesen Strommasten fest, die wie Telegrafenmasten aussehen? In welchem Jahrhundert leben wir? Scheint wohl kein Wunder zu sein, dass die USA bei Stürmen als erstes immer unter Stromausfällen leiden. Wobei es in New York einen anderen Grund hat. Da war es nun einmal das Umspannwerk. Und das kann überall passieren.

 

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Nichts ist wie es scheint


Beschimpfung oder nicht? Wie soll man die „Entgleisung“ von Kurt Beck bewerten?
Am Mittwoch wurde er in München interviewt, als ein Bayer (?) immer dazwischenrief, dass sie – Bayern – den Nürburgring und noch etwas anderes zahlen würden. So ganz falsch hat er damit nicht gelegen. Aber darum geht es nicht, sondern darum, wie Kurt Beck darauf reagierte. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident sagte zu dem Störer, ob er nicht das Maul halten könne.
Um die Bezeichnung Maul geht es. Meiner Meinung nach war dies hier nicht als Beleidigung gedacht, sondern ein ganz normaler Begriff, der immer benutzt wird. Von Region zu Region ist es nun einmal verschieden, wwelchen Begriff man für etwas verwendet. Und vielleicht ist bei Kurt Beck eben so, dass der Begriff Maul für ihn umgangssprachlich ist und er sich nichts weiter dabei gedacht hat.
Man denke doch nur an Worte, die heute eine ganz andere Bedeutung haben als früher. Eine frühere Lehrerin von mir hat für unordentliche Menschen immer einen bestimmten Begriff benutzt, der heute ziemlich beleidigend ist. Eine Schülerin beschwerte sich deswegen auch mal bis die Lehrerin es ihr dann erklärte. Damit war für uns die Sache gegessen. Aber so ist das, Wörter und deren Bedeutungen verändern sich.
Nur dass es Kurt Beck gesagt hat, hat nun einmal etwa Aussergewöhnliches. Schliesslich forderte er auch schon mal jemanden auf, dass er sich waschen und rasieren solle und am nächsten Tag einen Job hätte. Erinnert sich noch jemand an die Geschichte? – Was ist eigentlich aus dem Mann geworden?

Es wird Winter, das lässt sich nun nicht mehr leugnen. Aber dieses Wetter ist dennoch furchtbar. Überall regnet es und wehen tut es auch noch. Dabei ist doch noch gar nicht November.

Heute geht die grosse Sammelaktion bei REWE/Toom zu Ende. Man konnte pro zehn Euro Einkauf eine Tüte Aufkleber bekommen. Wenn man Glück hatte, bekam man ein Album voll. Ich hatte so viel Glück, dass ich nun zwei Alben voll habe. Allerdings beide nicht völlig komplett. Bin nun mit Jonas und Lei am Tauschen, aber sehr wahrscheinlich werden wir doch noch ein paar fehlen. Ausgerechnet auch noch mein Lieblingstier. Das ist nicht zu fassen. Kann man nicht ändern. (Ich möchte nicht mit jemandem tauschen, will ich nur mal anmerken)

Elefantendame Mala hat wieder einmal den richtigen Riecher bewiesen. Sie tippte beim gestrigen Spiel des FC St. Pauli auf ein Unentschieden. Anfangs sah es erst nach einer Niederlage aus, dann nach einem Sieg und schliesslich wurde Malas Vorhersage wahr. Tja, sie ist immer noch fest entschlossen, nun als Stürmer anzutreten. Seit sie abgenommen habe, würde sie den Rasen nicht mehr so verunstalten.
Auf alle Fälle bereitet sich Mala erst einmal auf ihren Geburtstag vor, den sie nicht feiern möchte. Seit sie nicht mehr in ihrem Zuhause ist, hat sie keine Lust mehr dazu. Deshalb sei auch niemand eingeladen

 

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… und sind genauso schlau als wie zuvor


Nachdem ich in meiner Statistik sehen konnte, dass in den vergangenen Woche die Suche nach dem Obduktionsergebnis von Hussein zugenommen hat, also immer mehr Besucher meiner Seite wissen wollten, woran denn nun der imposante Elefantenbulle gestorben ist, kann ich nun etwas dazu sagen. Das Ergebnis ist da, aber ob wir es nun kennen oder nicht kennen, es ändert nichts an der Tatsache, dass wir Aussenstehenden genauso schlau als wie zuvor sind, um es einmal mit Goethes Faust zu sagen.
Also hier das Obduktionsergebnis, dass im NDR-Fernsehen verbreitet wurde und auf dem hauseigenen Internetauftritt des Tierparks steht. In einer Zeitung hat es nicht gestanden.
Man hat aus offizieller Sicht nicht den Grund herausgefunden, woran Hussein nun wirklich gestorben ist. Klar ist, dass der Elefantenbulle an Herz-Kreislaufversagen starb. Ob nun eine Überdosis an Beruhigungsmittel, wie ich bereits kurz nach Husseins Tod vermutete, dass wird nicht ersichtlich aus dem Text.
Hussein habe eine „routinemässige Beruhigungsspritze“ bekommen. Das klingt nun beinahe danach, als wäre es nur eine gewesen. Im Artikel „Tod eines Patriarchen“ vom 18. Juni 2012 aus dem Hamburger Abendblatt geht aus dem Text hervor, dass man Hussein noch einmal nachgespritzt hat, weil er noch zu wach wirkte. Kurz nach der zweiten Dosis, die nicht höher als die zuvor ausgefallen ist, legte der Dickhäuter sich in seiner Box hin und verstarb. Lebensrettende Massnahmen konnten ihm nicht mehr helfen.
Eine Vorerkrankung kann ausgeschlossen werden, dennoch bleibt rätselhaft, woran er nun gestorben ist. Eine Medikamentenunverträglichkeit könnte möglich sein, muss aber nicht. Man weiss es nicht. Oder wir erfahren nicht, was wirklich ist. Alles ist möglich.
Der medizinische Laie gibt sich mit einem Herz-Kreislauf-Versagen zufrieden. Habe mal Lei gefragt, die vom Fach ist, sie sagte mir, dass es bei einer Überdosierung zu einem Herz-Kreislauf-Versagen kommen könne, genauso wie bei einer Unverträglichkeit. Also, es kann sein, muss aber nicht, möglich wäre es.
Das Ergebnis ist bekannt, doch irgendwie bleibt dieser leise Hauch, als solle uns – der Öffentlichkeit – Sand in die Augen gestreut werden. Die Wahrheit werden wir nie erfahren. Aber das schrieb ich im letzten Monat ja schon in einem Artikel.
Freunden wir uns vielleicht mit der Version an, dass Hussein einfach nicht seine Heimat hatte verlassen wollen nach 25 Jahren. Vielleicht hat er sich gesagt: ‚Ohne Mala gehe ich nicht.‘ Dann hat er aufgehört zu atmen und ist gestorben. Möglich ist alles, vor allem bei diesem nichtssagenden Obduktionsergebnis.

Und wo ich gerade die einzig wahre Mala erwähnt habe: Jenala hat ein Bild von Mala in ihrem neuen Zuhause (ihre Heimat ist immer noch Hamburg und wird Pairi Daiza niemals werden) gesehen. Auf den ersten Blick sehe die Elefantin zufrieden aus. Aber Jenala kennt sie besser und sie sagt, dass Mala nicht glücklich ist. Zwar weine sie nicht, aber das ist noch nie Malas Art gewesen, selbst wenn sie tieftraurig war, höchstens Hussein war wieder nicht nett zu ihr gewesen. Sie scheint nicht glücklich, was man an der Haltung sehen könne, wie sie da steht und wie sie guckt. Gut, ich sehe da nichts, aber Jenala kennt Mala besser als andere.
Zwei Elefanten werden Pairi Daiza irgendwann wieder verlassen. Sandry (Tochter von Hussein) und Claudy (deren Mutter). Sandry ist trächtig und wenn alles gut geht, werden beide zurück nach Rapperswil gehen. Mala wird nicht alleine zurückbleiben, aber ist der Ort dort wirklich besser? Wenn ich an den afrikanischen Elefanten denke, wird mir ganz mulmig, aber da bin ich nicht der einzige, der das denkt. Habe mir auf Youtube mal angesehen, was da – glaube dreimal täglich – mit den Elefanten gemacht wird. Eine völlig abstruse Show für die Zuschauer. Da mag Mala dann Bewegung haben, aber ich glaube kaum, dass ihr das sehr gefallen wird. Sie mag es lieber ruhig und gemächlich und natürlich schönes Futter, das ist ein Muss.
Und im November wird sie ihren 50. Geburtstag feiern. Am 10.11.12, also dem 10. November 2012.
Noch gibt Jenala die Hoffnung nicht auf, dass Mala zurückkehren wird. Wie heisst es so schön: Die Hoffnung stirbt immer noch zuletzt.

Am Mittwoch berichtete ich, dass die aktuelle Titanic-Ausgabe gerichtlich verboten wurde. Und danach setzte genau der Hype ein, den ich prophezeit habe. Die aktuelle Ausgabe ist fast überall ausverkauft. Bei Ebay werden zum Teil 25 Euro oder mehr für eine Ausgabe gezahlt. Hätte ich das zuvor gewusst, ich hätte doch noch mehr als nur die eine Ausgabe gekauft. Aber wer hätte mir dann die Aufgabe bei Ebay abgenommen? Ich will damit nämlich nichts zu tun haben. Na gut, ich hätte schon einen Arbeitskollegen gefunden, der das für mich erledigt hätte. Aber mit dem dann auch noch das Geld teilen? Nee, da kenne ich keine Freunde mehr, denn bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf.
Aber es ist die beste Reklame für die Satirezeitschrift. So was nennt sich übrigens der „Streisand-Effekt“. Benannt nach Barbra Streisand, die 2003 gegen ein Foto vorging, wo ihr Haus abgebildet war. Danach wurde man natürlich erst recht darauf aufmerksam. Genauso ist es hier auch. Die Ausgabe ist verboten worden mit dem Cover, die Öffentlichkeit erfährt es und schon sind sie wie nichts in die Zeitungsläden gestürmt, um sich eine Ausgabe zu sichern oder gleich mehrere, um den grossen Reibach machen zu können.
Ich habe eine Ausgabe, die ich auch nicht verkaufen werde. In einigen Monaten kräht eh kein Hahn mehr danach.

Heute ist wie alljährlich französischer Nationalfeiertag. Damit wird bekannt an den Sturm auf die Bastille erinnert, mit der die französische Revolution 1789 begonnen hat. Was damals blutig begann, wurde im Laufe der Jahre noch blutiger, erinnern wir uns nur an die Guillotine. Der Grande Terreur mit Robbespierre an der Spitze. Am Ende frass dann die Revolution ihre eigenen Kinder: Danton und schliesslich Robbespierre. Und irgendwann dann kam Napoleon.
Und mich erinnert dieses Datum nur wieder daran, dass ich in drei Tagen Geburtstag habe. Und zu meiner aller Ärger habe ich dieses Jahr nicht frei bekommen. Ich habe immer an meinem Geburtstag frei gehabt, denn da will ich nirgendwo sein, wo man mir gratuliert. Das hasse ich, weshalb ich mich immer dann verdrücke. Und ich bin auch nicht wirklich interessiert daran, was die Kollegen sich wieder für mich ausgedacht haben. Dabei habe ich das schon Anfang des Jahres genehmigt haben wollen, aber nein, da war nichts zu machen. Haben die das extra gemacht? Wahrscheinlich hängt es damit zusammen, dass niemand wusste, ob ich denn überhaupt nach meiner Volontärzeit auch übernommen würde. Aber das kann man doch nicht auf meinen Schultern ausbaden. Ich will frei haben!

Heute soll ein ziemlicher Sonnensturm herrschen. Ich habe es auch schon gemerkt, als ich mein Internet eine halbe Stunde lang nicht funktionierte. Jetzt geht es wieder, aber ich sollte diesen Artikel schnellstmöglich beenden.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 14. Juli 2012 in Elefant, Fernsehen, Kultur, Real life, Sommer, Technik, Tiere, Wetter, Zoo

 

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Wenn der Betrüger zum Betrogenen wird


Deutschland hat die Betonmauer am gestrigen Abend überwunden und 4:2 gegen Griechenland gewonnen. Und das trotz Anwesenheit der Bundeskanzlerin. Vielleicht wollte sie einfach auch nur kommen, weil sie hoffte, das neue griechische Oberhaupt anzutreffen. Ich habe niemanden aus der griechischen Politik gesehen, bloss wie Merkel wie eine verrückte feierte. Am Ende wollte sie die Hand von Niersbach gar nicht mehr loslassen.
Und Niersbach habe ich noch nie Lachen sehen. Bei den dunklen Zähnen auch kein Wunder, aber gestern schaffte er es doch tatsächlich, seinen Mund zu verziehen.
Podolski hat nach drei enttäuschenden Spielen endlich pausieren dürfen. Keine einzige Minute stand er auf dem Platz. Für ihn spielte Reus. Und auch Müller spielte nicht von Anfang an, für ihn durfte Schürrle beginnen. Dieser schoss dieses Mal kein Tor, denn das passiert nur, wenn er eingewechselt wird. Dann ist Schürrle immer für ein Tor gut, aber nicht von Anfang an. Und zu aller Überraschung, pausierte auch erst einmal Gomez bis zur 80. Minute. Klose durfte von Beginn an spielen und schon gleich sorgte er für die nötige Torgefahr. Er schoss am Ende nicht nur selbst ein Tor, sondern bereitete auch eines vor. Wenn auch eher unfreiwillig, schliesslich versuchte er selbst das Tor zu erzielen, dass dann Reus schoss.
Ein gutes Spiel, die Griechen spielten so, wie wir sie kennen, aber wenn endlich mal schnell gespielt wird und nicht immer nur klein-klein, kommt man auch zu was. Und so spielte die deutsche Mannschaft. Es lief schneller, besser und am Ende auch erfolgreich.
Dennoch war es immer noch nicht perfekt. Gegen England oder Italien muss es im Halbfinale besser werden. Wie es sich gestern anhörte, würde Löw lieber gegen England spielen als gegen Italien. Wird wohl wieder auf ein Elfmeterschiessen gehofft. Und dann gewinnen dieses Mal die Engländer. Da lache ich mich aber kaputt. Aber erst einmal müssen die sich fürs Halbfinale überhaupt qualifizieren.
Und Deutschland ist noch nicht im Finale. 1994 dachten auch alle, jetzt kommt das Halbfinale und dann verteidigen wir den Titel. Und dann kam im Viertelfinale Bulgarien und Letchkov. Ich erinnere mich an kein einziges Spiel während der WM, aber an die Szenen, wo Letche den Ball ins Tor köpfte. Kennt noch irgendjemand die bulgarische Nationalmannschaft? Wurde die nicht mal von Lothar Matthäus trainiert?
Ja, Matthäus hat die Bulgaren von September 2010 bis September 2011 trainiert. Zuvor hatte er unter anderem auch die Ungarn trainiert und dabei während eines Spiels die deutsche Nationalmannschaft geschlagen. Vielleicht ein Grund, warum er zwar bei allen Vereinen irgendwie bei einer vakanten Trainerstelle im Gespräch ist, aber garantiert nicht genommen wird. Ich kann nicht wirklich sagen, wie er als Trainer ist, als schlechter als Stanislawski kann er schon nicht sein.
Aber eher hört und liest man von Matthäus eher was in der Boulevardpresse. Oder neuerdings auf dem RTL-Ableger Vox. Dort ist er in einer Doku zu sehen und zwar so, wie er wirklich ist. Wie schön, bloss wer will das sehen? Zudem läuft es auch noch zu einer Uhrzeit, wo jeder normal arbeitende Mensch schläft, weil er am nächsten Tag früh raus muss. Sonntags um 23.15 Uhr, direkt nach Prominent, was auch niemand sehen will.
Stammgast ist Matthäus ja bei „Waldis (EM-/WM-) Club“. Natürlich parodiert von Matze Knop, wobei die Sendung sehr gelitten hat, wie ich finde. Die letzten EM-Ausgaben waren nicht wirklich besonders. Gut, wenn Ede Geyer kommt, wird es noch mal interessant, weil der wirklich Ahnung vom Fussball hat und auch wirklich das sieht, was der Zuschauer nicht unbedingt sieht. Aber ansonsten ist die Sendung nichts. Beispielsweise frage ich mich immer noch, warum eigentlich Bettina Tietjen eingeladen wurde. Sie hat doch kaum was zur Sendung beigetragen, wenn man mal davon absieht, dass sie gesehen hat, dass Robben immer so komische hautenge Trikots trägt. Das scheint wohl irgendwie nur Frauen aufzufallen. Jedenfalls fand ich immer nur, dass Robben irgendwie seltsam aussieht, konnte mir aber nie erklären, was es war. Jetzt weiss ich es.

Die Tierorakel hatten recht. Nelly aus Hodenhagen und auch das inoffizielle Rüsselorakel Elefantendame Mala. Beide hatten auf einen Sieg Deutschlands getippt. Besonders Mala war von einem Sieg überzeugt. Zielstrebig wählte sie das aus, was für Deutschland stand.
Das Spiel Spanien gegen Frankreich hat sie auch getippt. Die Dickhäuterin sagt, dass Spanien gewinnen wird. Was ich da alles für die Streitigkeiten innerhalb der Equipe tricolore gelesen habe, komme ich auch zu keinem anderen Schluss, als das es so kommen wird.
Und wer würdigt Mala nun? In all den Spielen, die sie bisher getippt hat, lag die nette Elefantenkuh nur einmal daneben. Das war das Eröffnungsspiel, wo sie für einen Sieg von Griechenland votierte. Tja, wenn die den Elfmeter nicht verschossen hätten…
Heute Abend werden wir nach dem Schlusspfiff wissen, ob Mala nun wieder recht hatte oder danebenlag.

Apropos Mala. Die ist ja nun ganz allein im Gehege, seit Hussein tot ist. Jenala ist sehr verwundert, wie gut die Elefantendame damit zurechtkommt. Sie wirkt richtig fröhlich, entspannt und ausgeglichen. Vor allem ist sie nun reichlich wählerisch geworden. Sie nimmt nicht mehr jedes Futter an, was die Besucher ihr reichen. Wenn’s ihr gar nicht gefällt, wirft sie es sogar in den Graben. Das hätte sie früher nie gemacht, wie Jenala sagt. Da war sie froh, wenn sie überhaupt was bekam, da Hussein sie immer verjagte. Das geht ja nun nicht mehr. Und plötzlich benimmt sich Mala wie eine Königin, die Audienz gibt. Wie schnell sich jemand verändern kann. Aber wenn es besondere Leckereien gibt, sei Mala noch ganz die Alte, wie mir Jenala versichert hat. Da bin ich aber froh. Und weben tut sie auch immer noch, auch wenn es nicht mehr so wild wie früher sei. Es sei ein runderes Weben, also rhythmisch.
Zwar würde Mala sich nun auch fast nur noch vorne am Grabenrand aufhalten, aber das heisst nicht, dass sie sich langweilt. Gewebt hat sie immer schon, besonders schlimm sei es in den letzten Wochen vor Husseins Tod gewesen.
Jenala ist überzeugt, dass Mala ganz gut alleine zurechtkommt. Sie sei die einzige. Natürlich argumentiert Jenala so, damit Mala nicht doch noch abgegeben wird. Ihre grösste Angst, denn über Mala schwebt derzeit das Damoklesschwert.

Thomas Gottschalk hat nach der Absetzung seiner Sendung „Gottschalk Live!“ eine neue Sendung gefunden: Das Super-Talent. Und damit er sich gleich wohlfühlt, wird Michelle Hunziker das Jury-Team vervollständigen. Motsi Mabuse und Sylvie van der Vaart hören auf. Nun kommen Gottschalk und Michelle Hunziker. Sie hat ja schon Erfahrung mit Deutschland sucht den Superstar, wenn auch nicht als Jurorin. Wie Gottschalk sich machen wird? Keine Ahnung. Vorzeitig abgesetzt werden wird er wohl dieses Mal nicht. Aber nichts genaues wissen wir nicht. Passiert ist ja schon alles, nicht wahr?
Wann sollte jetzt eigentlich „Wetten, dass..?“ wieder laufen? Nicht, dass es mich interessiert. Ich gucke es mit Markus Lanz eh nicht. Der soll bei seiner Talkshow bleiben.

Seit Mubarak nun klinisch tot oder im Koma liegt, hört man nichts mehr von ihm. Ist er nun tot oder lebt er noch? Scheint wohl noch an den Apparaten zu hängen.
Dafür wird wieder in Kairo auf dem Tahrir-Platz demonstriert – gegen den Obersten Militärrat. Allerdings wohl nicht auf freiwilliger Basis, sondern weil die Muslimbrüder dazu aufgerufen haben. Es gab ja nur bei der letzten Wahl vor einigen Tagen nur zwei Kandidaten. Den der Muslimbrüder und den vom Militär. Viele wollten gar nicht wählen gehen, da sie mit keinem der beiden Kandidaten zufrieden waren. Sie wollten Freiheit und Demokratie, dafür hatten sie gekämpft – und nicht für eine Fortführung des Mubarak-Regimes bzw. den Aufbau eines streng-muslimischen Staates.
Ob nun Wahlboykott oder nicht, einer ist durchgekommen. Doch auch dieser ist nicht genehm.
Wieso wird eigentlich von Wahlkorruption gesprochen, wenn all jene durchgekommen sind, die wahrscheinlich nur durch Manipulation durchgekommen sind. Alle anderen haben angeblich betrogen. Können wir das glauben? Was wissen wir schon, was da wirklich vorgefallen ist.

Endlich ist das Buch, von dem ich gesprochen habe, online. Lange habe ich es angekündigt, nun kann es gelesen werden. Hier ist der Link. Viel Spass beim Lesen!

 

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