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Ein griechischer Märtyrer in Gewissensnöten


Endlich läuft mal eine Quizsendung im Fernsehen, wo es richtig Spass macht, sich diese anzusehen. Vor allem scheint sie im Quoten-Durchschnitt erfolgreicher zu sein, als es Jörg Pilawa mit seinem Quiz ist. „Wer weiss den sowas?“ mit Kai Pflaume als Moderator und Bernhard Hoecker und Elton als Quizkonkurrenten mit jeweils einem Gast als Teampartner ist eine informative Quizreihe, die nicht drög ist und nie langweilig wird.
Schade nur, dass die Quizreihe nur in der Sommerpause von Jörg Pilawas Quizsendung läuft.

Griechenland brauche nur knapp 60 Milliarden, hiess es noch Ende letzter Woche. Dann wurden es zwanzig Milliarden mehr und schliesslich war man dann bei knapp neunzig Milliarden Euro gelandet. Aber so ist Griechenland, erst einmal klein anfangen und ganz am Ende damit herausrücken, was man wirklich braucht. Die EU beriet weiter über die Hilfen an Griechenland. Es stand immer noch ein Grexit im Raum, aber eigentlich ist die Gruppe zu klein gewesen, die wollte, dass Griechenland die Euro-Zone verlässt. Allen voran Deutschland. Auf der anderen Seite stand Frankreich mit dem Rest. Frankreich ist mal wieder Deutschland gegenüber auf Krawall gebürstet. Übrigens haben wir den Euro ebenfalls Frankreich zu verdanken. Die wollten damit erreichen, dass Deutschland mit der Deutschen Mark nicht das bestimmende Land ist. Hat nicht ganz geklappt, denn trotz des Euro hat Deutschland nichts an seiner Macht eingebüsst.
Aber in der Griechenland-Krise kann sich Deutschland nicht durchsetzen, wobei man da auch sehen muss, dass Merkel zwar Nein sagen mag, am Ende allerdings ja, um nicht den Zusammenhalt in der EU zu gefährden. Da ist Schäuble weitaus ernster zu nehmen. Er wird nicht müde, wenigstens einen vorläufigen Grexit anzusprechen. Aber dadurch wird er zum Buhmann abgestempelt. Dabei ist das kein Egoismus, was er da macht, sondrn er denkt weiter. Denn die Zeche werden wir und unsere Kinder und Kindeskinder zahlen müssen. Griechenland wird damit nicht gerettet sein, weder heute noch morgen oder in einem Jahr oder in fünf Jahren. Es wird Jahrzehnte dauern bis Griechenland sich wirklich von der Krise erholt hat und wieder selbständig wirtschaften kann und dabei GEwinn macht. Und bishin zahlt die EU munter weiter und weiter. Da sind 86 Millarden nicht genug.
Tsipras kann jetzt erst einmal auf Geld hoffen. Und den Griechen stellt er sich als Märtyrer dar, der gegen seinen Willen Bedingungen akzeptieren musste, die er gar nicht wollte – Einsparungen. Aber wie sollte er seinen Landsleuten erklären, dass sie in einem Referendum mit „Nein“ gestimmt hatten, er auch für nein war und am Ende sich doch für „Ja“ entschied?
Man könnte jetzt sagen, dass so Politik funktioniert, aber was da in Griechenland geschieht, ist nur ein schlechtes Theaterstück oder auch ein Kräftemessen.
Der griechische Ministerpräsident steht mit dem Rücken zur Wand. Als Konsequenz hat er erst einmal alle aus dem inneren Kreis entfernt, die bei der Parlamentsabstimmung mit Nein gestimmt hatten. So kann man es auch machen, uwenn man noch ein wenig an der Regierung bleiben will. Doch Tsipras hat unter der Bevölkerung an Glaubhaftigkeit verloren. Er wollte sich bei der EU gross aufspielen und scheiterte grandios, indem er trotz Abstimmung sich den Bedingungen der EU beugen musste.
Deutschland und vor allem Finanzminister Schäuble werden als die Bösen hingestellt, die Griechenland unbedingt den Untergang bringen wollen. Es ist so leicht, jemandem die Schuld zu geben, wenn man nicht mehr weiterweiss und mit dem Rücken zur Wand steht. Schäuble scheint der einzige zu sein, der nicht nur an die Gegenwart denkt, sondern auch an die Zukunft. Und da werden wir uns dumm und dämlich zahlen, damit Griechenland vielleicht irgendwann einmal wieder auf die Beine kommt.
Nun hat Schäuble seinen Rücktritt angeboten und zugegeben, dass er nicht immer mit Bundeskanzlerin Merkel einer Meinung war. Aber er ist für die deutschen Finanzen zuständig und so muss er realistisch bleiben. Merkel hingegen kann etwas fordern und am Ende doch etwas anderes sagen. Denn die eigentlichen Fäden hält sie in der Hand.
Aber es wäre richtig, wenn Griechenland in den Bankrott geht. Damit haben sie auch schon viel Erfahrung gemacht, auch wenn das eher im 19. Jahrhundert war. Lange her, aber dennoch. Aber selbst wenn Griechenland aus dem Euro verschwindet, würde die EU weiter zahlen müssen. Nur wenn Griechenland vollständig aus der EU geht, wären sie auf sich allein gestellt. Und das würde Griechenland nie tun, denn warum wirklich was ändern, wenn man so leicht an Geld kommen kann?

Mala geht wieder mal schön baden und nimmt später ein noch viel schöneres Schlammbad. Die Bundesliga, also die Zweite Liga, beginnt in einer Woche. So langsam muss sich die Elefantendame nun Gedanken machen, wie ihr Lieblingsverein, der FC St. Pauli, beim ersten Spiel abschneiden wird. Wie letzte Woche erwähnt, geht es gegen Arminia Bielefeld. Noch hat Mala keine Lust dazu. Lieber gratuliert sie ihrer ehemaligen Genossin Yashoda aus Hamburg zum erneuten Nachwuchs. Sogleich erinnerte sie sich daran, wie sie damals, als Chamundi geboren war, sich auch um ihn gekümmert hatte. Gemeinsam mit ihm schwelgte sie in Erinnerungen und dabei erzählte Chamundi ihr, dass die Bohnenstange Angst vor ihm und seiner Halbschwester gehabt hatte. Daran erinnerte sich die alte Kuh sogar, auch wenn sie selbst nicht dabei gewesen war. Heute ist die Bohnenstange der Liebling aller Jungtiere, vor allem von Thuras Nachwuchs. Von denen ist allerdings niemand mehr da.
Jonas hat erzählt, dass der kleine Wirbelwind, ein Mädchen bereits seit Donnerstag draussen auf der Elefantenanlage zu sehen ist – bei gutem Wetter. Sie sei sehr quierlig und wie Darjeeling verhedderte auch sie sich im Zaun. Jonas ist sehr stolz darauf, dass Yashoda ihm angeblich ihre Tochter gezeigt hätte Wäre nach vorne gekommen,hätte ihn kurz angeguckt und wäre dann wieder in den hinteren Teil der Elefantenhallegegangen. Jonas fühlt sich gebauchpinselt, wo er die alte Schote doch gar nicht besonders mag. Wahrscheinlich war das alles nur ein Zufall und Jonas hat da wieder mehr reininterpretiert als eigentlich war. Wobei er auch glaubt, dass das wohlgenährte Dickerchen einen Narren an ihm gefressen hätte.

 

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Eine unendliche Geschichte – Griechenland will noch mehr Geld


Das ist doch irgendwie seltsam. Letzte Woche schrieb ich noch, dass die streikenden Postler eher einen Kaffeeklatsch abhalten würden, als zu streiken und schon heisst es am nächsten Tag, dass der Streik beendet ist. Ver.di habe sich mit der Deutschen Post geeinigt.
Zwar werden die ausgelagerten Postler nun mehr Geld bekommen, aber die Firmen werden nicht eingestampft, dass die Mitarbeiter unter den mantel der Deutschen Post als Hauptarbeitnehmer zurückkehren werden.
Vierzig Millionen soll dieser Streik ver.di angeblich gekostet haben, dazu noch einmal 30 Millionen Euro, die der Kita-Streik kosstete, macht zusammen 70 MIllionen Euro. Trotz dieser Summe sei die Kasse von ver.di allerdings noch gut gefüllt. Was das auch immer heissen Mag. Vielleicht können sie noch einen weiteren Streik anzetteln, aber für einen weiteren grossen Langzeitstreik reicht es nicht mehr. Deshalb musste eventuell der Post-Streik auch beendet werden. Möglicherweise hat es auch Druck von Aussen gegeben von dem wir als Otto-Normalverbraucher nichts wissen. Denn wie kann es sein, dass keine Post verteilt mehr wird. Wir sind darauf angewiesen. Nicht auf irgendwelche Waren, die wir bei einem Versandhändler gekauft haben, sondern auf wichtige Briefe, dieRechnungen oder neue Bankkarten oder sonst welche wichtigen Dinge enthalten. Und dann ist da noch die Geschichte mit einer Urne, die aufgrund des Streiks verschütt ging. In irgendeinem Postzentrum blieb sie hängen und ward dann erst einmal nicht gesehen. Weiss nicht, wie es nun aussieht, aber hoffentlich ist die Urne samt Asche des Verstorbenen wieder aufgetaucht.
Was ist nun mit den ganzen Briefen und Paketen, die liegen geblieben sind? Ich habebisher nur zwei Briefe bekommen, die wirklich zwei Wochen später als gedacht gekommen sind. Von den Banken kennt man, jedenfalls von meiner, dass sie bei einer wichtigen Sache, diese erst eine Woche vor Schluss losschicken, obwohl man eigentlich drei Wochen Zeit hätte. Weiss gar nicht, warum ich bei dieser Bank überhaupt noch bin, denn die Mitarbeiter sind auch völlig inkompetent und wissen gar nichts, sondern nur das, was sie gerade zu dem Termin sich angelesen haben. Und Zinsen gibt es auch nicht mal fürs Sparkonto. Aber so sieht das überall aus. Da könnte man sein Geld wirklich irgendwo in eine Wand einmauern und es bei schlehten Zeiten herausholen. Könnte aber sein, dass es zu schimmeln anfängt. Ja, ist wirklich mal jemandem passiert. Das war ein Fussballer, der, wenn ich mich recht entsinne, beim FC St. Pauli gespielt hat. Kuriose Geschichte.
Angeblich sollen in knapp zwei Monaten alle Briefe und Pakete ausgeliefert sein, die liegen geblieben sind. Da wird man manches Mal wahrscheinlich eine böse Überraschung erleben, wenn man eine Mahnung vor einer Rechnung bekommt. Da wird man vielleicht schlechter eingestuft, bloss weil ver.di seine Streikkasse ein wenig entlüften musste. Wenn sie schon Geld ausgeben müssen, dann sollten sie sich eine Sparte suchen, wo es uns am wenigsten stört. Bei Post- und Paketzustellern geht das einfach nicht. Wie gesagt, ich mag Glück gehabt haben, da mein Postboste Beamter ist. Aber der war am Ende des Streiks auch völlig überarbeitet, weil er viel mehr Bezirke bedienen musste.
Jetzt ist es vorbei und wir d+ürfen gespannt sein, wann ver.di zum nächsten Streik aufrufen wird, bei welcher Sparte auch immer. Hauptsache, dass Geld vom Konto geht weg.

Griechenland stimmte am letzten Sonntag mit „Nein“, wie es erwartet worden war. Dennoh sind sechzig Prozent nicht so viel, wie eigentlich erwartet worden war. Trotz des Neins trat Finanzminister Varoufakis zurück. Jetzt muss man sich wieder einen neuen Namen merken, aber dieser Mann dürfte bei der EU besser bekannt sein als Varoufakis: Euklid Tsakalotos. Der Vorname ist noch gut zu merken, denn Euklid dürfte den meisten Menschen bekannt sein, aber der Nachname? Da sieht man erst einmal nur ein Buchstabengewirr bis man den namen erkennt.
Und schon ist Yania Varoufakis weg, nutzt er gleich die nächstbeste Gelegenheit, um wieder einmal Deutschland als Bösewicht darzustellen. Im „Guardian“ sagte er, dass Deutschland den Grexit forcieren würde. Ja, ja, es ist so furchtbar einfach, jemandem die Schuld in die Schuhe zu sieben. Dabei weiss man doch, dass Griechenland seit Jahrzehnten eine Misswirtschaft an den Tag geöegt hat und selbst jetzt in der Not nicht zu erkennen scheint, wie ernst die Situation ist. Es muss gespart werden, nein sagen Griechen und die von ihnen neue Regierung, die sowieso gegen alles zu sein scheint, wo nur das Wort sparen enthalten ist. Irgendwann muss man Griechenland doch klarmachen, dass sie so nicht weitermachen können. Aber da scheint Deutschland dann allein auf weiter Flur zu stehen.
Am 30. Juni liefen die EU-Hilfen aus, aber das man stattdessen sagte, jetzt ist Schluss, Griechenland hätte was tun können und hat nicht geleistet, sondern nur gmefordert, versucht man weiterhin Griechenland zu retten. Selbst nach dem Referendum, wo die Mehrheit der Griechen für „Nein“ stimmte, will man Griechenland in seiner Misere helfen. Ein neues Konzept sollte Griechenland vorlegen. Fristgemäss kam dies auch an. Nun wird diskutiert. 53 Milliarden will Tsipras haben und dass Griechenland Schulden erlassen werden. Und wie es aussieht, wird er damit sogar Erfolg haben.
Vielleicht mag das was bringen, aber es wird nicht dauerhaft zum Erfolg führen. Griechenland hat seit Jahrzehnten nicht gelernt mit Geld umzugehen, da wirnicht einmal in den letzten drei Jahren, wie soll es dann denn jetzt ausgehen? Griechenland wird der EU immer auf der Tasche liegen. Denn das scheint die Strategie zu sein. Geld von der EU einstreichen, damit nur nicht zuviel Geld gespart werden muss. Was sollen dann die baltischen Staaten sagen, die seit Jahren massiv ihre Ausgaben einschränken. Dort bekommen die Menschen viel weniger als das, was die Griechen nun laut ihrer Sparpläne bekommen sollen. Und da funktioniert es. Man muss es nur wollen. Auch wenn es schwer für die Menschen ist, die weniger Geld bekommen, sich deshalb einen Zweitjob suchen müssen und sich sehr einschränken, um ihren Lebensstandard zu halten. Aber wieso hat man dort den Willen selbst aus der Misere zu kommen, während Griechenland schamlos ein Rettungspaket nach dem anderen von der EU annimmt und doch nicht auf die Beine kommt? Vielleicht hängt das mit den Menschen selbst zusammen.
Aber Griechenland ist ein Fass ohne Boden. Die werden noch in dreissig Jahren der EU auf der Tasche liegen. Denn so ist es am Einfachsten.

Bastian Schweinsteiger wechselt von Bayern München zu Manchester United. Über die Summe wurde noch nichts gesagt, aber sie soll wohl recht hoch liegen.
Und auch aus der Zweiten Liga hört man immer mal wieder was. Hier beginnt bereits Ende des Monats die neue Saisonm, weshalb sich Elefantendame Mala sich langsam von ihrem Schlammbad loseisen muss, um das erste Spiel des FC St. Pauli zu tippen. Es geht gegen Arminia Bielefeld, den Aufsteiger, der vor zwei Jahren unglücklich abstieg, nachdem sie das Rückspiel der Relegation noch verloren und aufgrund des Torverhältnisses aus der Zweiten Liga abstiegen.
Interessant bei dieser Begegnung ist übrigens, dass der Trainer des FC St. Pauli in Bielefeld aufgewachsen ist, einige Jahre für Arminia Bielefeld spielte – manche erinnern sich vielleicht noch an den aufgeschlitzten Oberschenkel – und später den Verein auch trainierte. Der Trainer von Bielefeld nun, Norbert Meier, kommt aus einem kleinen Städtchen bei Hamburg und hat in seiner Jugend bei mehreren Hamburger Vereinen gespielt, unter anderem auch den FC St. Pauli, bevor er seine aktive Karriere beim ASV Bergedorf 85 begann. (Dieser Verein wurde mal für einige Zeit von einem ehemaligen St. Pauli-Trainer trainiert: Dietmar Demuth.) Also ein interessantes Duell.
Elefantendame Mala hat sich schon einmal informiert, freut sich über die Siege in den Testspielen des FC St. Pauli. Dennoch tendiert sie momentan eher zu einem Unentschieden. Mal sehen, ob sie sich noch für etwas anderes entscheiden wird. Aber weder heute noch morgen, vielleicht erst übermorgen oder nächste Woche, denn momentan ist das Schlammbad einfach viel schöner.

 
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Verfasst von - 11. Juli 2015 in Blog

 

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Wenn der Streik zur Grillparty wird


„Ich bin nass, ich klebe, ich schwitze.“

Genau so wie oben im Zitat geht es wohl vielen heute und in den letzten Tagen, die sich draussen bewegen müssen. Man schwitzt in dieser Hitze wer weiss wie. Das mag sich vielleicht draussen noch nicht so stark bmerkbar machen, sondern erst, wenn man irgendwo reingeht. Dort mag es nicht einmal sehr viel kälter sein, aber sofort beginnt das Wasser zu rinnen oder ein Schweissfilm bildet sich auf der Haut, dass man am besten nichts anfässt, was nicht gegen Wasser gefeit ist.
Die Hitze hat uns fest im Griff. Hoch „Annelie“ lässt uns schwitzen und über diese Wüstenhitze stöhnen, denn es ist heisse Saharaluft, die uns so quält. Das schlimme allein ist nicht die Sonne, die vom Himmel knallt, sondern diese drückende Hitze, die einen niederdrückt. Wenn man ein Gebäude verlässt und nach draussen tritt, trifft man auf eine Hitzewand, die einen sofort umschliesst und nicht entkommen lässt. Man kann noch so viel Eis essen, wie man will, doch es wird nicht besser.
In Gebäuden gibt es wenigstens eine Klimaanlage oder wenn es das nicht gibt, steht eventuell in jeder Ecke ein Ventilator, der einem kühle Luft zuweht. Angeblich soll die Luft noch kühler werden, wenn man ine Schale mit Eiswürfeln vor den Ventilator stellt. Das habe ich noch nicht ausprobiert. Momentan reicht mir noch der Ventilator allein. Und ab morgen soll es angeblich auch wieder besser werden.
Am schlimmsten sind die öffentlichen Verkehrsmittel, die keine Klimaanlage oder Air-Condition, wie es heute heisst, haben. Dann wird es noch einmal doppelt so warm, es wird stickig und man fängt richtig zu schwitzen und letztendlich auch zu stinken an. Denn man kann noch so viele Male sein Deo benutzen, sich bald jede Stunde waschen, manch fängt doch irgendwann zu stinken an. Denn der Schweiss ist nicht geruchlos. Chemiker werden wissen, dass er unter anderem aus Buttersäure besteht. Gerade dieser Bestandteil ist auch dafür verantwortlich , dass es so stinkt. Und Naturdeos oder Deos überhaupt ohne Aluminiumsalze, die versagen jetzt reihenweise. Wenn also jemand neben einem hergeht, der stinkt, wie ein Grottenolm auf Kluburlaub, der hat wohl ein Aluminumsalzfreies Deo benutzt. Das muss man wissen, dass die bei so einer Hitze reihenweise versagen. Hat sogar Öko-Test gesagt, dass die keine 24 Stunden-Wirkung haben. Steht allerdings drauf, stimmt aber nicht. Muss man alles erst selbst ausprobieren, um dann zu wissen, was wirklich stimmt.
Nur im Schatten ist es noch einigermassen erträglich oder in Supermärkten, wo die Kühlabteilung noch nicht in Schränken steckt, sondern eine freie Kühlung haben. Da kann man sich hinstellen und erst einmal durchatmen vor der Hitze.
Und nicht nur wir Menschen leiden unter dieser tropischen Hitze, sondern auch dieTiere und Pflanzen. Die Wasserwerke wird es freuen, wie sehr wir nun den Wasserhahn aufdrehen, um unsere Gartenpflanzen zu giessen, die nach Wasser lechzen. Natürlich brauchen wir selbst auch eine Abkühlung. Schwimmbäder sind da keine gute Wahl, denn auf die Idee sind bereits andere gekommen, so dass es möglich sein kann, dass Schwimmbäder wegen Überfüllung auch schliessen. Doch, das ist in den letzten Tagen alles vorgekommen. Und wenn ich ehrlich bin, möchte ich nicht wie ein Hering in der Dose im Schwimmbad im Becken mich bewegen, falls ich mich überhaupt bewegen kann. Möglicherweise brauche ich mir auch keine Gedanken zu machen, unterzugehen, weil ich so eingekesselt bin, dass ich an der Oberfläche gehalten werde.
Da bleibe ich lieber zuhause, mache mir ein kaltes Fussbad und werfe noch jede Menge Eiswürfel ins Wasser, dazu einige in ein Handtuch, das vorher im Eisschrank gelegen hat und ich bin halbwegs gegen die Hitze gewappnet.
Aber wenn möglich, gehe ich gar nicht erst raus. Denn aushalten lässt es sich wirklich nur in einem kühlen Raum. Am besten im Keller, denn da ist es schön kühl, ansonsten müsste ich einen Supermarkt aufsuchen und das würde erstens bedeuten, dass ich nach Draussen müsste und zweites müsste ich nicht nur Geld ausgehen, sondern meinen Einkauf auch noch nach Hause schleppen. Alles zu anstrengend.
Unsere armen elektronischen Geräte sind auch nicht für die Hitze gemacht. Ich hatte gestern Abend nur ganz kurz meinen Computer an und die Lüftung lief von Anfang an auf Hochtouren und das Netzteil war so heiss, dass ich ein Spiegelei darauf hätte braten können.
Und natürlich sind auch wieder einige Klimaanlagen in vereinzelten Zügen komplett ausgefallen. Ich frage mich nur, warum sie im Winter so ausgezeichnet funktionieren, während sie im Sommer ihren Dienst einstellen? Ganz so schlimm wie im vergangenen Jahr ist es nicht, aber selbst ein einziger Zug wäre zuviel.
Und natürlich sollte man trinken, trinken, trinken. Da ist es doch toll, wenn Helene Fischer die Preise für GEtränke gesenkt hat. Zwar kostet ein Wasser immer noch 3,50 Euro, aber das ist immer noch weniger als fünf Euro. Wäre es nicht grossartig, wenn sie es kostenlos zur Verfügung stellen würde? Damit würde sie vielleicht auch diejenigen überraschen, die sie nicht leiden können. Aber so…
Was machen die Zootiere, wenn es so heiss ist? Sie bekommen Eisbomben als Beschäftigung, suhlen sich im Schlamm oder gehen baden. So ein Tiger mag auch mal ein schönes kühles Bad, verschmäht allerdings auch keine Eisbombe, genauso wie Eiobären oder alle anderen Bären. Elefanten gehen entweder baden, aber noch viel lieber suhlen sie sich jetzt im Schlamm. Das kühlt nicht nur schön, sondern schützt auch noch gleich gegen die Sonne. Und so wird man in diesen Tagen Elefanten mit Schlamm auf Kopf und Körper sehen. Eine Elefantin, die das Schlammbad über alles liebt, ist Elefantendame Mala, die selbst dann in den Schlamm eintaucht, wenn es nicht so warm ist. Nun wird sie ihr Bad noch mehr geniessen als zuvor. Aber sie hält sich auch mehr im Schatten auf und bewegt sich so wenig wie nötig. Denn auch ein Elefant von fast 53 Jahren steckt so eine tropische Hitze nicht mehr so gut wie in jungen Jahren.
Und wenn es so heiss ist, da mag man nun wirklich nicht streiken, auch wenn man in der Gewerkschaft Ver.di und bei der Post beschäftigt ist.
Seit einem Monat nun sind die Beschäftigten im Ausstand, wenn man noch Post bekommt, hat man Glück. Zu denen gehöre ich, denn mein Postbote ist BEamter. Allerdings kriege ich auch nicht alles zugestellt. Ich warte nun schon seit über einer Woche auf einen Brief, aber der scheint in irgendeinem Briefzentrum festzuhängen. So lange es keine Urne ist, die nun auch noch verschollen zu sein scheint, ist es egal. Es steht auch nichts Wichtiges drin, also kann ich darüber warten. Aber andere, die kriegen keine Rechnungen, bekommen dann irgendwann mit der Rechnung auch gleich noch eine Mahnung. Da freut mans ich wieder, dass Ver.di zu viel Geld hat und das unbedingt loswerden will.
Wie stellt man sich so einen wochenlangen Streik nun eigentlich vor? Stehen die Streikenden mit Weste, Mütze, Trillerpfeife und Fahne vor dem Eingang des BEtriebs, den sie bestreiken? So ist das Bild, dass uns die Nachrichten liefern. Aber die Wirklichkeit sieht vollkommen anders aus. Und zwar so: Vor einem Briefzentrum sind mehrere Zelte aufgestellt, nicht einmal am Haupteingang, auch nicht an einem Nebeneingang, sondern in Sichtweite des Geländes. Die Zelte oder sagen wir mal Schattenspender, stehen da, weil man daran Parolen anheften kann. Denn die Streikenden selbst haben Besseres zu tun: Kaffeklatsch halten, sich mit Wasser und Limonade in Rausch reden.
Da fehlt nur noch ein Grill, dann wäre die IDylle perfekt.
Aber so stellt man sich das doch vor. Die Streikenden sitzen munter zusammen und plaudern, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Aber das ist keine Ausnahme, ich erinnere mich an frühere Erlebnisse, wo die Streikenden Demonstrationen als gute Sache ansahen, weil sie sich da mal wieder treffen können oder eben nicht arbeiten müssen und trotzdem Geld bekommen. Zugegeben, Streikgeld ist nicht so hoch wie der tägliche Arbeitseinsatz, aber dafür tut man ja auch nichts. Viellicht einmal wild mit der Fahne herumwedeln oder die Trillerpfeife benutzen. Na gut, so eine Demonstration muss auch richtig geplant sein und deshalb gibt der Wortführer über Megaphon weiter, was er hören will, wenn der dies und das sagt. Wenn man solche Vorbereitungen mitbekommt, dann kommt man aus dem Staunen nicht heraus und fragt sich, ob die Demo tatsächlich geklappt hat und das dabei herauskam, was man hören wollte.
Aber so sieht der Streik bei der Post aus: Man sieht herum und unterhält sich. UNd wir ärgern uns, weil wir keine Post bekommen.
Was bloss sein wird, wenn die Post wieder normal zugestellt wird? Wie viele Briefe und Päckchen werden verschollen sein und wird man die Massen an Post überhaupt in den ersten Tagen zustellen können, die liegen geblieben ist? Zudem stellt sich die Frage, ob man deshalb zu Hause bleiben muss, da der Briefkasten sehr wahrsacheinlich die Massen nicht fassen kann, vor allem, wenn man noch Zeitschriften abonniert hat.
Was mich noch interessiert: Wo muss man eigentlich reklamieren, wenn man beispielsweise ein Paket mit Nahrung zubestellt hatte und dies nun seit Wochen in einem Paketzentrum vor sich hin stinkt? Muss man sich da an Ver.di, die Deutsche Post oder den Absender des Pakets wenden? Ich würde es natürlich an die Gerwerkschaft schicken, denn die ist schliesslich dafür verantwortlich, dass die Ware verdorben ist. Aber das ist nur so ein Gedankenspiel und nicht zur Nachahmung empfohlen.

Was Neues in Griechenland? Nein, nicht wirklich. Wie ich bereits vorhergesagt hatte Anfang Juni, hat Griechenland seine vier Raten an die IWF nicht zurückgezahlt. Ich will jetzt hier nicht sagen, ich habe recht gehabt, denn Griechenland konnte es nie zurückzahlen. Die allererste Rate wurde zurückgezahlt, weil sie allen nur Sand in die Augen streuen wollten. Sie waren nie imstande die Summe zurückzuzahlen, so muss man es sehen. Und nun sind auch die EU-Hilfen eingestellt worden, weil Griechenland einfach nicht einsehen will, dass sie noch weiter sparen müssen. Natürlich trifft es eher die armen Leute und nicht die, die es verschmerzen könnten. Aber so ist es leider immer gewesen. Die Leidtragenden sind immer die, die ohnehin alles entbehren.
Nun soll morgen ein Referendum entscheiden, ob Griechenland den Eu-Bedingungen zustimmt oder nicht. Anfangs sah es nach einem klaren „Nein“ aus, dass Ministerpräsident Tsipras favorisiert. Nun sieht es allerdings nach einer hauchdünnen Entscheidung aus Niemand kann vorhersagen, was am Ende herauskommen wird. Bloss Finanzminister Varoufakis hat schon mal bekanntgegeben, dass er zurücktreten wird, falls „Ja“ gewinnen sollte.
Also ich werde ihn nicht wirklich vermissen. Nur wier wird dann sein nachfolger werden?
Übrigens finde ich es ein Armutszeugnis der EU, dass sie Griechenland immer noch eine Chance geben. Die haben bis zum 30. Juni kein vernünftiges Angebot machen können, um ihre Misere zu beheben, dann sollte die EU nun auch den letzten Schritt vollziehen und Griechenland aus dem EUro schmeissen. Aber der Schritt wird gescheut. Das ist die beste LÖsung, die es gibt.

Noch mal zurück zu dieser Rekordhitzewelle. Nach der grossen Hitze sollen wieder einige Unwetter kommen.Auch Tornados sind vorhergesagt worden. Dieses Mal allerdings im Westen Deutschlands, nicht im Norden wie vor einem Monat.
Das Tief kommt aus Richtung Belgien. Da dürfte es bei Elefantendame Mala schon ein wenig kühler sein. Darüber dürfte sie sich freuen.

Und ich werde jetzt aufhören, denn ich möchte meinen Computer später auch noch nutzen. Das NEtzteil ist schon wieder so heiss und arbeiten tut er auch nicht gerade schnell.
Wo sind meine Eiswürfel?

 

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Alles hat einmal ein Ende


Gestern endete eine weitere Ära in der ARD. Es lief die wirklich allerletzte Folge von „Verbotene Liebe“. Nach zwanzig Jahren endete die zweite Daily der ARD. Die Mutter aller Dailys „Marienhof“ musste schon einige Jahre früher abtreten.
Bei „Verbotene Liebe“ hatte die ARD noch versucht, dem Zuschauerschwund entgegenzuwirken und vor allem Produktionskosten zu sparen, indem aus der Daily eine Weekly wurde. Doch damit wurde der Serie der endfültige Todesstoss versetzt. Denn der Freitag ist in der ARD der schlimmste aller Quotentief-Tage. Vielleicht war es Berechnung, als man „Verbotene Liebe“ auf diesen Sendeplatz legte, um die Serie endlich einstellen zu können. In der Mediathek soll „Verbotene Liebe“ angeblich besser gelaufen sein, als im Fernsehen. Aber noch wird diese Quote nicht zu der im Fernsehen gezählt. Dies soll erst im nächsten Jahr kommen. Viel zu spät für die Serie.
Der Freitag war immer der Tag, wo es im Vorabend bei der ARD nicht lief. Aber was da auch für Formate liefen, die wollte niemand sehen wie beispielsweise „Dating Daisy“ oder „Cuckoo“. Was in anderen Ländern vielleicht laufen mag – wobei „Daiting Daisy“ eine deutsche Serie gewesen ist -, muss hier noch lange nicht bei den Zuschauern ankommen.
Nun soll es eine neue Serie besser machen. Aber ob die Folgen über eine Handauflegerin, gespielt von Cordula Stratmann, wirklich besser ankommen werden als all die Serien davor, bleibt fraglich. Ende Juli wird dann die dritte Staffel von „Mord mit Aussicht“ wiederholt werden. Das war für mich die schlechteste der drei Staffeln, auch wenn sie die erfolgreichste gewesen sein mag. Viel zu klamaukartig. Mochte ich nicht, aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
Die ARD versucht alles, um seinen Vorabend erfolgreicher zu gestalten, aber das scheint ihnen nur mit diesem nervigen Spin-off von „In aller Freundschaft“ zu gelingen. Wobei man da auch dazu gezwungen wird, die Folgen der jeweils anderen Serie sich anzusehen, weil sie sich überschneiden.
Seltsam fand ich, dass die „Hubert und Staller“-Folge von Mittwoch so erfolgreich war – für eine Wiederholung. Beinahe zwei Millionen sollen sich die Folge angesehen haben. Allen Folgen zuvor merkte man an, dass sie Wiederholung waren und selbst die aktuellen Folgen der vierten Staffel kamen nicht besonders an.
Aber was haben wir nun gelernt: Die Zuschauer wollen lieber Kochsendungen oder Quizshows sehen als eine altgediente Serie. Wobei sich irgendwann dort auch die Wiederholungen einstellen mit Intrigen und ich weiss nicht was. Bin nur mal gespannt, wann die Telenovelas eingestellt werden. Noch laufen sie, aber irgendwann werden auch die Zuschauer wegsterben – denn es sind meistens ältere, die sich das ansehen.
Was ist eigentlich das tolle an Quizsendungen? Weil ich dabei etwas lernen kann? Bisher habe ich bei den Sendungen nicht wirklich etwas Interessantes gelernt und wusste auf jede Frage noch eine Antwort. Aber so kurz wie ich in diese Sendungen schalte, sehe ich wohl auch nicht, wenn das mal eine Frage kommt, die ich nicht beantworten kann.

Ja, ich weiss, dass Griechenland inzwischen mehr als durchgekaut ist. Deshalb habe ich es heute auch nicht mehr als Themenaufhänger genommen. Denn praktisch ist Griechenland nur noch einen winzigen Schritt vom Staatsbankrott entfernt. Tsipras tut zwar immer so, als wolle er alles dafür tun, dass Griechenland die Bedingungen erfüllt, zugleich stemmt er sich dagegen und tut so, als ob Griechenland nicht nach Lösung suche müsste und nicht mit dem Rücken zur Wand stehe. Das scheint nun gerächt zu werden. Denn wie es momentan aussieht, werden die Hilfspakete zum 30. Juni auslaufen und dann wird Griechenland nichts anderes übrig bleiben, ausser den Staatsbankrott zu erklären. Natürlich könnten sie es immer noch abwenden, wenn sie entweder den Reformplänen zustimmen oder aber einen reichen Geldgeber finden, der ganz Griechenland übernimmt. Will Katar es nicht versuchen. Dann könnte die WM 2022 auch im Sommer stattfinden und Stadien wären auch bereits vorhanden, auch wenn sie erst einmal modernisiert und vergrössert werden müssten. Aber dazu kann sich Katar gleich auf die Arbeitskraft der einheimischen Bevölkerung sicher sein. KJlingt das nicht nach einer tollen Lösung? Griechenland verkauft sich für, sagen wir mal, zehn Jahre an Katar und kassiert für diese Zeit so viel Geld, dass sie saniert und wieder flüssig sind. Wenn Griechenland schon seine Häfen China und Russland überlässt, kann man doch gleich das ganze Land einem anderen Staat verpachten.
Gut, bleiben wir realistisch, denn so was wird es nicht geben.
Die Reformpläne wurden vorgestellt, wo Griechenland erneut massiv zum Geld sparen aufgefordert wird. Tsipras hingegen kann oder will sich deshalb zu keiner Entscheidung durchringen, sondern versucht den schwarzen Peter den Griechen zuzuschieben, die natürlich mit „Nein“ stimmen sollen. Das soll bereits am 05. Juli sein, doch dann ist es bereits zu spät. Denn am 30. Juni läuft alles aus. Da kann Tsipras noch so sehr seine Hände in Unschuld waschen, er hat es am Ende versaut. Vorher waren es natürlich andere, die Griechenland in die Misere brachten. Wenn man es genau betrachtet, hätte Griechenland mit seinen frisierten Bilanzen nie in den EU-Vorgänger aufgenommen werden dürfen und später auch nicht in den Euro. Wobei andere Länder auch ihre Bilanzen geschönt haben mögen, um den Euro zu bekommen, aber nicht dermassen, dass sie den Euro nicht verdient hätten.
Und nun hängt Griechenland wie eine nervige dicke Warze an der EU und will Geld und Geld und noch mal Geld. Doch anstatt auch etwas gegen die Krise zu tun, wird weiterhin die Hand aufgehalten und so getan, als müsse man überhaupt nichts tun – vor allem nicht sparen.
Und wer ist der böse Staat, der Griechenland so viele Bürden auferlegt? Tja, laut Griechen ist das Deutschland, die den Untergang Griechenlands wollen. Die sollten aufpassen, was sie sagen, denn aus welchem Land kommen die meisten Touristen, um in Griechenland Urlaub zu machen? Ja, es sind immer noch ie Deutschen. Warum man dann gerade dieses Land dermassen diffamiert, bleibt schleierhaft, aber Schuld sind bekanntlich immer die anderen an der eigenen Misere.
Am 30. Juni, am Dienstag, laufen die Hilfsprogramme aus. Daran wird sich sehr wahrscheinlich nichts ändern. Dann wird der Grexit kommen – längst überfällig, aber durch Geldzahlungen immer hinausverzögert worden. Damit ist es nun wahrscheinlich vorbei.
Griechenland hat sich selbst ins Abseits gestellt. Natürlich sind daran auch Tsipras und Varoufakis schuld, die immer so getan haben, als liege es nicht an ihnen, dass Griechenland auf keinen grünen Zweig kommt, sondern immer mehr Geld braucht. Das Fass ohne Boden ist am Ende. Und die Menschen stehen Schlange vor den Geldautomaten, um noch schnell ihr Erspartes in hartem Euro bei sich zuhause zu bunkern.
Nächste Woche dann sehr wahrscheinlich noch einmal Griechenland, aber dann ist wohl endgültig Schluss.

Die Auftaktspiele der neuen Bundesliga-Saison wurden bekannt gegeben. Gleich im ersten Spiel kann der HSV beweisen, dass er den Neuanfang geschafft hat, denn es geht gegen den Rekordmeister, gegen Bayern München. Auch qewenn ich kein HSV-Fan sein mag, hoffe ich, dass sie es den Bayern zeigen werden. Darf ich hier in München gar nicht laut sagen, aber ich will nun mal nicht, dass Bayern München einen Rekord nach dem anderen einheimst. Jetzt wollen sie auch noch einen weiteren Rekord für sich allein beanspruchen: viermal hintereinander Deutscher MEister geworden zu sein. Bisher mussten sie sich den Rekord – dreimal hintereinander Meister geworden zu sein – mit Mönchengladbach teilen. Nun wollen sie ein weitewres Alleinstellungsmerkmal. Das geht mir gehörig gegen die Hutschnur. In den letzten Jahren hat Bayern so viele Rekorde eingestellt, dass es an der Zeit ist, dass sie mal Pause machen. Ich fordere nicht gleich, dass sie im Mittelfeld der Tabelle landen. Von mir aus können sie dreimal hintereinander die Champions League gewinnen, interessiert mich überhaupt nicht.
Aber wenigstens gibt es momentan noch einen Rekord, den sie nicht durch Leistung erringen werden. Als einziger Verein nicht aus der Bundesliga abgestiegen zu sein. Diesen Rekord hält, wie bekannt, der Dino der Liga, der HSV. Und gerade deshalb muss man dem HSV schon wünschen, dass er nie absteigen möge. Denn auch wenn man den Verein nicht leiden kann, sollte man ihm diesen Rekord gönnen, weil Bayern München auf diesen Rekord verzichten muss.

Mich gewundert, warum WordPress in Regenbogenfarben erscheint. Die Erklärung: Damit wird die Legalisierung der Homo-Ehe in sämtlichen US-Bundesstaaten gefeiert. Das ist wirklich ein Fortschritt, denn bekanntlich ist die USA äusserst konservativ. Aber sie sind fortschrittlicher als Deutschland, wo man sich immer noch nicht einigen kann, ob man es legalisiert oder nicht. Die CDU und vor allem die CSU stemmen sich dagegen. Vielleicht nennt man es einfach mal anders, denn Homo-Ehe finde ich nicht so schön. Gleichgeschlechtliche Ehe mag länger und komplizierter sein, aber es klingt immer noch schöner als Homo, denn bei dem Wort muss ich an ein Schimpfwort denken und als nächstes an die Vorfahren des Homo Sapiens.
Im Bundestag kann man sich zu nichts einigen. Dafür ist man nun im Arbeitsministerium von Andrea Nahles wieder zurückgerudert, was die Personenumlaufaufzüge betrifft. Nachdem nur Mitarbeiter des Gebäudes diese nach Einweisung benutzen durften, soll nun wieder jeder die Paternoster benutzen dürfen. Dazu sollen aber auch Hinweise zur Benutzung angebracht werden. Ich würde mal vorschlagen, dass dort steht, nicht hinausspringen und nicht zu früh oder zu spät einsteigen. Natürlich auch keine Rollwagen mit Akten oder ähnliches mit reinnehmen wollen. Passt erstens nicht und zweitens kann da wirklich was passieren.

Die Namen der Teilnehmer für das Sommer-Dschungelcamp sind bekannt. Es sind einige Namen dabei, die man erwartet hat, wie beispielsweise Ingrid van Bergen, die immer gesagt hat, dass sie gerne einmal dorthin zurückwolle. Auch Walter Freiwald ist natürlich wieder mit von der Partie sowie Jay Khan, Costa Cordalis oder Brigitte Nielsen. Grosse Überraschungen gibt es nicht, aber will überhaupt jemand das Sommer-Dschungelcamp sehen? Gezwigt wird es ab dem 31. Juli. Könnte interessant werden, weil es 31 Kandidaten sind von denen es nur einer schaffen wird, ins Dschungelcamp in Australien zurückzukehren.
Ich tue mir die Sendung jedenfalls nicht an, da auch Michael Wndler wieder dabei sein wird. Den muss ich wirklich nicht sehen, bei PromiBigBrother hat er mir letztes Jahr wirklich gereicht.

 

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Schuld sind nur die anderen – Griechenland kann nichts für seine Misere


Langsam wird die Zeit knapp für Griechenland. Bis zum 30. Juni muss nicht nur das geliehene Geld der IWF zurückgezahlt werden, sondern auch endlich konkrete Plänestehen, wie Griechenland weiter Geld einsparen will, um sich aus der Krise zu stemmen.
Nur hat man das Gefühl, dass weder der griechische Ministerpräsident Tsipras noch der Finanzminister Varoufakis die Situation wirklich ernst nehmen. Sie tun so, als sei Griechenland vollkommen unverschuldet in Not geraten und müsste nun von den anderen EU-Ländern gerettet werden, weil es deren Pflicht sei. Verpflichtungen müsse Griechenland auch nicht eingehen. Und überhaupt: Schulden zurückzahlen? Nein, das braucht das Land nicht. Das hat nun auch eine völlig „unabhängige“ Prüfungskommission festgestellt. Griechenland trägt keinerlei Schuld an der eigenen Misere und müsse deshalb auch keine Schulden zurückzahlen. Ausserdem schuldet Deutschland Griechenland immer noch Geld – Reparationen.
Wenn Deutschland endlich einmal die Güte hätte, die Milliarden zu überweisen, wäre Griechenland auch wieder flüssig. Aber wenn das reichste Land Europas nicht zahlen will, dann kommt man eben auf keinen grünen Zweig.
Gut, das ist ein wenig überspitzt geschildert, aber man kann sich gut vorstellen, dass Ähnliches im Kopf von Tsipras und Varoufakis herumspukt.
Denn wieso geht es mit Griechenland nicht bergauf? Man müsste doch den Ansatz von Besserung erkennen, denn die Krise hat doch nicht erst gestern Griechenland lahmgelegt.
Die Geriechen jedenfalls befürchten schon das Schlimmste und leeren ihre Konten, um nichtnoch ihr Erspartes zu verlieren, wenn die Banken in die Pleite rauschen. Dabei übersehen sie, dass sie mit ihren überstürzten Kontenleerungen diese Pleiten nur anfeuern. Deshalb haben die Banken schon um Unterstützung bei der IWF gebeten, um weiterhin Bargeld zur Verfügung zu haben. Doch wäre es nicht besser, wenn sie das Abheben von Geld auf ein Minimum beschränken würden? Wäre das nicht eine bessere Lösung? Natürlich würde es dann auch die Touristen treffen, die danach auch nur noch das ausgegebene Minimum abheben können. Und wenn Griechenland tatsächlich aus dem Euro fliegt und die Banken zusammenbrechen, dann kann man seine EC-Karte vergessen. Wer also einen Griechenland-Urlaub plant, sollte sich eine Kreditkarte besorgen, falls man die noch nicht hat. Denn damit kann man zahlen, auch wenn sonst nichts mehr geht.
Griechenland steht das Wasser bis zum Halsund was machen sie? Da mit der EU nicht mehr gut zu reden ist, suchen sie sich bessere Geschäftspartner und da kommt das gechasste Russland gerade recht. Vor einiger Zeit schrieb ich, dass Russland durch Griechenland eine Pipeline bis in die Türkei ziehen wolle. Das ist nun besiegelt worden und Griechenland bekommt auf einen Schlag das Geld, was eigentlich erst Jahr für Jahr gezahlt werden sollte. Bei Russland sollte man auch lieber gleich das ganze Bargeld verlangen, denn die Finanzen des Landes sind auch nicht gwrade rosig. Auch nicht erst seit den Sanktionen, aber seitdem ist die Lage noch prekärer geworden. Pleite gehen wird Russland nicht, solange sie Krieg führen kurbelt das die Wirtschaft an, auch wenn es sich irgendwann ins Gegenteil umkehren kann, wenn man den Zustand zu lange anhalten lässt.
Aber Griechenland hat immer noch nicht verstanden, was nun Sache ist. Schuld sind natürlich immer die anderen, vor allem die EU, die ihnen nicht einfach die Schlden erlässt. Ach was, Schulden haben sie ja gar nicht, aber das muss man der EU natürlich erst einmal begreiflich machen. Und so lange wird eben mit denen gespielt. Man macht ein paar Zugeständnisse, streut ihnen Sand in die Augen und am Ende wird doch das gemacht, was man schon die ganze Zeit wollte. Natürlich erst, wenn man das nötige Geld kassiert hat, um wieder flüssig zu sein. Und dann nach mir die Sintflut.

Neben dem ganzen Theater mit Griechenland hat die EU noch Zeit gefunden, sich um andere Probleme zu kümmern. Zweites Lieblingsthema der EU ist Russland. So wurde beschlossen, dass die Sanktionen gegen Russland noch mindestens bis 2016 dauern sollen, wenn nicht sogar darüber hinaus, sollte sich nichts an den russischen „Eroberungsplänen“ ändern. Ich frage mich zwar immer noch, was das bringen soll, denn es ist nichts anderes als ein Kräftemessen – von beiden Seiten.
Vorteil haben weder die EU noch Russland, dafür jede Menge Nachteile. Eigentlich hatte es Russland treffen sollen, aber im Grunde genommen erwachsen den Firmen, die keine Geschäfte mehr mit Russland machen dürfen, weitaus grössere Nachteile. Denn ihre Gewinne gehen zurück, die sie nirgendwo ausgleichen können.
Aber Hauptsache, die Politiker haben ihren Willen bekommen und bieten Putin immer schön eine Angriffsfläche.
Wenn man Russland wirklich treffen will, soll man das anders machen. Putin überall einladen, aber ihn wie Luft behandeln. Das wird ihn vielmehr wurmen als irgendwelche Sanktionen. Genauso hätten sie es auch beim G7-Gipfel in Ellmau machen sollen. Putin wird als Gast eingeladen, aber sprechen will niemand mit ihm, auch lässt sich niemand mit ihm ablichten. Der wäre so sauer gewesen. Aber diese Chance hat man nun verpasst. Aber was nicht ist, kann immer noch werden.

Die erste allein geschriebene Enzyklika von Papst Franziskus wurde am Donnerstag im Vatikan vorgstellt. Sie ist an alle mMenschen guten Willens gerichtet, also nicht nur an Katholiken. Das hat Franziskus so eingeführt, dass er nicht prinzipiell die Katholiken anspricht, sondern eben alle Menschen anzusprechen versucht. Zwar sind auch unter seiner Amtszeit die Katholiken die einzig wahren Christen, aber er betont das nicht so sehr, wie es beispielsweise sein Vorgänger, der emeritierte Papst Benedikt XVI., getan hat.
Und mit diesem päpstlichen Rundschreiben oder Lehrschreiben mit dem Titel „Laudato Si“befasst sich Franziskus mit dem Bewahren der Schöpfung
Das klingt nun so, als würde es um irgendetwas in der Bibel gehen. Das tut es nicht, denn es geht darum, dass wir Menschen verantwortungsvoll mit der Erde umgehen. Natürlich nicht nur mit der Erde, sondern mit allem, was dort auch so kreucht und fleucht. Wir sollen uns auf uns selbst besinnen, aufhören die Erde auszubeuten oder Dinge zu manipulieren, die man nicht verändern sollte.
Interessant an der Enzyklika ist, dass er auch diejenigen angreift, die mit der Bibel argumentieren, aber nur ihren eigenen Vorteil darin sehen, also praktisch die Bibel so auslegen, wie es ihnen gerade passt.
Das Lehrschreiben entspricht dem, was Franziskus seit seinem Amtsantritt anmahnt. Nun hat er es in schriftliche Worte gefasst. Bleibt allein die Frage, ob es mehr als nur ein Echo aufwerfen wird? Einige angesprochene Dinge in dem Rundschreiben sind es wert, darüber nachzudenken, andere Themen sind ein wenig heikel. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass die katholische Kirche immer noch recht konservativ ist.
Dennoch ist es eine Enzyklika, die man nicht einfach in die Ecke stellen und verstauben lassen sollte.

Vor einer Woche bestritt die deutsche Nationalmannschaft sein EM-Qulifikations-Rückspiel gegen Gibraltar. Die erste Halbzeit war höchst mau gewesen, gerade einmal ein Tor hatte die deutsche Mannschaft zustande gebracht, dazu einen Elfmeter verschossen. Beinahe sah es so aus, alks würde Gibraltar über die Deutschen triumphieren, obwohl es keine Profi-Fussballer sind. Elefantendame Mala war am toben, denn so eine Leistung hatte sie nicht erwartet. Aber in der zweiten Halbzeit, als dann die Tore fielen, war sie zufriedengestellt. Die alte Kuh hatte getippt, dass Deutschland gewinnen würde, dass es aber so schwierig wäre, hätte sie nicht gedacht. Das hatte hingegen die Pusteblume vorausgesehen, die laut Jonas getippt hätte, dass Gibraltar sich ein paar Chancen herausarbeiten würde. Letztendlich hatte sie aber auch auf einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft getippt.
Aktuell ist die deutsche Mannschaft zweiter hinter Tabellenführer Polen. Wenn im Oktober das Rückspiel erfolgt, gibt es vielleicht keine zweite Schlacht von Tannenberg 1410 wie noch beim Hinspiel.
Elefantendame Mala kann sich nun endlich erholen, wo die Bundesliga beendet ist und auch keine EM-Qualifikationsspiele mehr anstehen. Natürlich könnte die alte Kuh nun auch die Spiele der U21 oder der Frauen-Nationalmannschaft tippen. Aber dazu hat sie keine Lust. Sie drückt beiden Mannschaften den Rüssel, dass sie gut abschneiden mögen, ist ist aber auch schon alles.
Stattdessen will sie nun der Faulheit frönen, nur unterbrochen von Schlammbädern, Baden, oder fressen. So will sie ihre Tage verbringen. Die fussballfreie Zeit ist auch schnell wieder vorbei.
In zwei Wochen jährt sich zum dritten Mal Malas Abreise.

 

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Ägypten – Ein Land vor dem Bürgerkrieg?


Protestierende Menschen, die einen für, die anderen gegen den Präsidenten. Seit Mursis Wahl, die sich am Sonntag zum ersten Mal jährt, ist Ägypten zweigeteilt. Die einen sind für ihn, die anderen würden ihn am liebsten zum Mond schiessen.
Schon Mursis Wahl war nicht so ganz einwandfrei. Hatte nun ein Wahlbetrug stattgefunden, durch den er letztendlich an die Macht kam? Mursi bestritt es, gab aber zu, dass die Wahl nicht ganz einwandfrei abgelaufen sei. Betrogen hätten der viert- und fünftplatzierte der Präsidentschaftswahl.
Schon damals kam einem das wie eine Ausrede vor. Denn wieso sollten gerade die das machen? Damit sie nicht letzter werden? Glauben wir das wirklich? Aber was sollte gegen die Aussage getan werden? Das Gericht hatte entschieden und fertig. Mursi hatte seine weisse Weste.
Bereits damals regte sich Unmut, viele riefen zu einem Wahlboykott auf. Ein schlechter Rat, denn so kommt garantiert der Kandidat durch, gegen den man ist. Denn auch Enthaltungen zählen und zwar immer für eine Sache als dagegen. Das sollte man wissen, bevor man sich zu einer Stimmenthaltung entschliesst.
In Kairo soll es recht friedlich zugehen, während in Port Said und Alexandria die Gewalt eskaliert. Aber es braucht nur einen kleinen Funken bis auch in Kairo das Chaos und die Gewalt losgehen wird.
Man muss einen Bürgerkrieg fürchten, denn Mursi wird nicht gehen. Inzwischen lässt er sich schon zu Aussagen hinreissen, wo er das frühere Mubarak-Regime beschuldigt, dass sie Schlägertrupps bezahlen würden. Am Ende kommt heraus, dass Mursis Leute die bezahlt haben, hauptsache dem Gegner wird Schaden zugefügt.
Ganz abwegig mag es nicht sein, dass Mubarak-Anhänger Chaos stiften. Aber was soll der Sinn des Ganzen sein? „Seht her, ihr seid zu nichts fähig. Unter uns wäre es nie so weit gekommen?“ Ich kann mir gut vorstellen, dass Mursis Leute die Schlägertrupps bezahlen, damit die „harmlosen“ Demonstranten als die Bösen dargestellt werden, die Mubarak wiederhaben wollen.
Man kann es drehen und wenden, wie man will, aber unter Mubarak herrschte wenigstens so etwas wie Kontinuität. Die Muslimbrüder waren verboten, eine Islamisierung wurde weitesgehend verhindert. Natürlich war da auch nicht alles schön, dass will ich gar nicht leugnen. Aber war es wirklich schlechter? Ägypten hat seit Mursis Amtsantritt erhebliche Probleme. Die Wirtschaft liegt danieder, viele Menschen sind arbeitslos und die Touristen bleiben weg. Gerade das ist das schlimmste, was Ägypten passieren kann. Denn das Land lebt von den Touristen.
In Luxor verhungern die Pferde, die die Touristen-Kutschen ziehen, weil die Besitzer sich das Futter nicht mehr leisten können. Von den Nilschiffen sind nur mehrere Dutzend ausgelastet und in Betrieb. Die Menschen wissen nicht, wie sie an Geld kommen sollen und verscherbeln nun das, wofür die Touristen immer ins Land gekommen waren – altägyptische Kunstschätze. Es ist eine Schande, was mit dem Land passiert.
Ich glaube kaum, dass die Menschen, die damals gegen Mubarak auf die Strasse gegangen sind, das gewollt haben. Sie wollten ein freies Land. Das haben sie bekommen und irgendwie auch wieder nicht.
Das Land steckt in einer Zwickmühle und ob es sich selbst daraus befreien kann ist mehr als fraglich. Mursi wird so lange bleiben, wie er sich an der Macht halten kann.
15 Millionen Menschen sollen eine Rücktrittsforderung der Oppositionsbewegung unterschrieben haben. Klingt unglaublich, könnte mir aber vorstellen, dass es tatsächlich stimmt. Bei dieser Zahl werden die ein oder andere Million weniger kaum was ausmachen.
Es wird deutlich, dass Mursi verschwinden soll. Doch wie konnte er eigentlich gewählt werden, wenn ihn kaum jemand wollte? Das ist die Frage aller Fragen, die mich momentan beschäftigt. Da bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit übrig: Wahlbetrug. Das wurde auch zugegeben, allerdings waren die Schuldigen die anderen Kandidaten. Mursi hingegen hatte eine weisse Weste. Irgendwie hätte man sich das denken können. Putin schafft es schliesslich auch immer wieder, obwohl kaum jemand ihn haben will. Dennoch ist er wieder zum Präsidenten gewählt wurden.
Wenn jemand an die Macht will, findet er schon einen Weg. Das war immer so und wird immer so bleiben.
Mursi soll weg, die Forderung ist klar. Aber so friedlich wie vor zwei Jahren läuft es nun nicht mehr ab. Die Situation eskaliert, ein Bürgerkrieg könnte drohen. Inzwischen ist die ägyptische Armee ausgerückt, um wieder für Ordnung zu sorgen. Wie das aussieht, können wir uns vorstellen: Mit Gewalt wird alles niedergeknüppelt, was nicht rechtzeitig fliehen kann. Da wird sich Ägypten nicht von der Türkei oder von Russland unterscheiden. Denn Recht haben und Recht bekommen, sind immer schon zwei verschiedene Paar Schuhe gewesen. So bekommt man eben Prügel, wenn man auf der falschen Seite der Demonstranten steht.
Doch was wird geschehen, falls Mursi tatsächlich zurückgehen sollte? Wird in Ägypten endlich Ruhe und Frieden einkehren? Nach Mubaraks Rücktritt hatte es so ausgesehen, dann kam Mursi und die Muslim-Bruderschaft. Von Anfang an war das Verhältnis gespannt bis es schliesslich eskalierte. Anfangs noch harmlose Proteste, jetzt könnte es ein zweiter ägyptischer Frühlinger werden, wie im Jahr 2011. Bloss glaube ich einfach nicht daran. Weder an einen Umsturz, anders kann man es nicht nennen. Denn die Menschen werden nicht eher ruhen bis Mursi weg ist. Wenn nun alles friedlich verlaufen sollte, Mursi tritt einfach zurück, was wird kommen? Wird sich die Situation verbessern?
Nein, das wird mit ziemlicher Sicherheit nicht geschehen. Anfangs dachte man nach Mubaraks Rücktritt auch, dass nun goldene Zeiten anbrechen werden. Was kam? Genau das, was die Mehrheit befürchtet hatte. Die Muslimbrüder waren nicht mehr verboten und nutzten diese Situation, um an die Macht zu kommen. Eine schleichende Islamisierung greift um sich. Da wird ein landesweit bekannter und beliebter Komiker verhört, weil er Witze über Mursi und den Islam gemacht hat.
Unsere Polizeistationen in Deutschland wären restlos überlastet, wenn das bei uns geschehen würde. Bei uns heisst das Kabarett und ist die Art, die Schwächen der Politiker in humorvoller Weise zu zeigen. Natürlich geht da auch mal was unter die Gürtellinie, aber das ist noch lange kein Grund, jemanden wie einen Schwerverbrecher zu behandeln. Natürlich dürfen gewisse Themen bei uns nicht aufgegriffen werden oder als Vergleich dienen. Erinnern wir uns doch mal an einen vergangenen Nockherberg, wo Bruder Barnabas alias Michael Lerchenberg bei Guido Westerwelle eine Anspielung auf Auschwitz gab. Da war die Empörung gross. Gut, ein krasses Beispiel, denn hier muss man sich fragen, ob man vonseiten unserer Geschichte her, so eine Anspielung machen darf.
Ich kann nur hoffen, dass die Situation sich in Ägypten bessern wird. Vielleicht wird Mursi einsehen, dass er zutreten muss, damit wieder Frieden einkehrt im Land.
Denn es muss wieder Ruhe einkehren, sonst bleiben die Touristen aus. Und diese sind die grösste Einnahmequelle des Landes.

Heute Abend wird eine Ära im deutschen Fernsehen enden. Zum allerletzten Mal wird im Fernsehen eine Live-Ziehung der Lottozahlen gezeigt. Beim ZDF war bereits am Mittwoch Schluss, heute folgt die ARD. Nach fünfzig Jahren wird man die Ziehung nun nur noch im Internet verfolgen können.
Ob ein Grund für diesen Umbruch war, dass zwei Kugeln (eigentlich sind das Tischtennisbälle, wenn ich mich recht entsinne) vor einigen Wochen festhingen, sodass eine Ziehung für ungültig erklärt werden musste? So wird es gewesen sein. Ausserdem frage ich mich, wer sich das überhaupt noch live angesehen hat. Im ZDF gab es eine feste Uhrzeit um kurz vor sieben, aber in der ARD wurde das immer später und später. Da guckt das doch niemand mehr. Man muss einfach sehen, dass die Übertragung einer Lottoziehung nicht mehr zeitgemäss ist. Allerdings gibt es Wetten, dass..? auch noch.

Elefantendame Mala ist umgezogen. Bevor jetzt die grossen Freudensprünge kommen, muss ich ein wenig zurückrudern. Nein, Mala ist nicht nach Hamburg zurückgekehrt, auch wenn dort immer noch kräftig Werbung mit ihr gemacht wird. Wie sagt Jenala immer: Zurückholen oder sein lassen.
Also, Mala ist in ein neues Gehege gezogen. Sehr viel grosszügiger als das Gehege, das sie zuvor bewohnt hat. Sieht nicht schlecht aus und irgendwie scheint sie fröhlicher zu sein als sonst. Ausserdem lässt sie sich tatsächlich von Rani am Schwanz anfassen. Scheint sie wohl nicht mehr zu befürchten, dass diese ihr in denselbigen beissen könnte. Bei Ani hatte sie das gar nicht gemocht.
Mala scheint zufriedener zu sein, allerdings muss man sie weiter beobachten, schliesslich ist sie eine Meisterin der Maske.
Und werft mal einen Blick in die Rubrik Lesenswert!!!

 

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Griechenland braucht Touristen, aber wollen sie deutsche?


Griechenland geht immer mehr einem Staatsbankrott entgegen. Was sie noch davon abhält? Ich weiss es nicht, aber egal was sie auch tun, es wird nicht abzuwenden sein. Wir, also die EU, können doch nicht unentwegt Geld in das Land pumpen. Das ist ein Fass ohne Boden und wird alle Länder mit in den Abgrund zerren, als das Griechenland damit wirklich geholfen ist.
Deutsche Politiker raten jetzt dazu, dass wir nach Griechenland fahren sollen, um dort die Wirtschaft anzukurbeln. Nun gut, einer meiner Kollegen fährt jedes Jahr nach Griechenland, ob nun Krise oder nicht, dass ist ihm schlichtweg egal. Aber warum sollte ich gerade nach Griechenland fahren? Dort sind sie beinahe alle paar Tage am demonstrieren und ob die gerade Deutsche dort haben wollen, ist auch eine Sache. Sind sie momentan nicht gegen uns, weil wir angeblich die Bösen sind bzw. Merkel? Ja, wir sind die Buhmänner und -frauen Griechenlands. Haben wir was damit zu tun, dass Griechenland seine Bilanzen gefälscht hat, um den Euro zu bekommen? Sind wir für die dortige Korruption verantwortlich? Nein, sind wir nicht, aber die Wahrheit will niemand gerne sehen. So ist das nun einmal.
Kronprinzessin Victoria von Schweden hat ihr Kind bekommen – ein Mädchen. Warum ich das nun erwähne? Nun ja, eines unserer Konkurrenzblättchen hat sich da einen ganz schönen Lapsus geleistet. Allerdings nicht das erste Mal, wenn man diesen Bericht hier liest.
Das sind übrigens auch genau die Zeitschriften, die bei uns selbst nur durchgeblättert werden. Die nehmen wir gar nicht richtig ernst, ausser sie erscheinen am selben Tag wie wir. Da gucken wir dann auf die Verkaufszahlen. Ansonsten amüsieren uns dann über die Berichte. Dabei sind wir nun wirklich nicht besser. Gut, wir schreiben über Dinge, die wirklich bewiesen sind – meistens jedenfalls. Aber was heisst schon bewiesen? Spekulation ist es immer. Ausserdem frage ich mich ja, warum die Leute so was überhaupt lesen wollen. Aber die Branche boomt, sonst würde es ja diese ganzen Blättchen nicht geben. Mich hingegen lassen alle diese Klatsch und Tratsch-Geschichten kalt. Wahrscheinlich bin ich in diesem Beruf völlig fehl am Platze, aber man nimmt, was man kriegen kann.
Ach ja, was das schwedische Königshaus betrifft, so sind wir da besonders vorsichtig. Da wird der ganze Artikel – und mag er noch so kurz sein – erst einmal anwaltlich geprüft, bevor er in Druck geht. Da muss es wohl mal so ziemlichen Ärger gegeben haben, vor hundert Jahren oder so. Aber das wir für eine ziemliche debile Leserschaft schreiben, sollte ja bekannt sein. Unser aller Rosi kann bekanntlich gerade mal ihren Namen buchstabieren und ist auch sonst nicht ganz helle. Und Ehemann Karl-Heinz ist auch nicht besser. Sie ist Hausfrau und er ein Malocher, nun allerdings schon im Ruhestand. Ich frage mich wirklich, was aus mir werden wird, wenn diese Generation aussterben wird. Dann kauft doch kaum noch jemand diese Blättchen, oder etwa doch? Na gut, angeblich würde bei uns die Leserstammschaft auch angeblich die typische Mittdreissigerin lesen. Nach aussen hin wird das gesagt, aber jeder in der Redaktion sagt was anderes. Es beginnt bei sechzig plus und meistens heisst es einfach nur siebzig bis achtzig. Und wenn schlechtes Wetter ist, können die „alten Omas“ nicht aus dem Haus, weil sie mit ihren Rollatoren sich nicht durch die Schneemassen kämpfen können bzw. sich bei der Glätte einfach nicht aus dem Haus trauen.
Und das jemand nun schon nicht zum ersten Mal einen solchen Lapsus hinlegt, sollte doch wohl wirklich mal zu denken geben. Entweder mögen ihn seine Insider nicht, weshalb sie ihn immer wieder reinreiten, oder er hat sich welche zugelegt, die einfach mal durch Zufall etwas Richtiges liefern. Und gerade bei solchen Sachen, wie dem Geschlecht eines Babys sollte man immer vorsichtig sein. Scheinbar ist er sich aber keiner Schuld bewusst. So kommt es jedenfalls in dem Focus Online-Artikel rüber.
Ich bin ja bloss froh, dass uns das nicht passiert ist. Obwohl, ich erinnere mich da an irgendeine Scheidung, die im Heft stand, dann aber doch nicht stattfand. War vor meiner Zeit, aber da hat es wohl auch ziemlich wütende Briefe der ganzen Rosis gegeben.
Was bin ich froh, dass ich nicht mehr „Dahoam is Dahoam“ gucke. Was da in der letzten Zeit alles passiert ist, man kann sich das gar nicht vorstellen. Vor allem, was da den Figuren angedichtet wird. Das die auf einmal Dinge tun, die so unüberlegt sind, dass sie zu ihnen überhaupt nicht passen. Aber so ist das nun einmal. Meiner Meinung nach hat sich die Serie totgelaufen. Und jetzt der Serientod einer der Hauptdarsteller, der so was von übertrieben eine ganze Woche lang geschildert wurde, mitsamt Trauer und Beerdigung. Nun gut, das war ja gut gemacht, aber dazu der Begleittext im Videotext, der war das letzte.
Meiner Meinung nach, ist diese Serie am Ende. Den Autoren scheint auch nicht mehr wirklich etwas einzufallen. Ein Jahr vielleicht oder wie lange wird die Serie noch existieren? Ich weiss es nicht, aber wenn das so abstrus weitergeht, dann wird das nichts mehr.
Nach langer Zeit bearbeite ich gerade mal wieder Leis Stummfilm-Homepage. Da ich ziemlich viele Filme mit den bereits geschriebenen Biographien von einigen Schauspielern auf youtube gefunden habe, kann ich nun die Filmrollen hinzufügen. Vornehmlich sind es meist Tonfilme, aber auch bei den Stummfilmen bin ich nicht wirklich schlecht dran. Zudem habe ich doch wirklich einen Filmausschnitt gefunden, wo Leis Vorfahr mitspielt. Ich hatte ihn gleich erkannt, musste es aber noch einmal überprüfen. Lei wird sich darüber freuen, dessen bin ich mir gewiss. Es ist doch immer wieder ertaunlich, was youtube für ein Tummelplatz für alte Filme ist.
Aber auch auf DVD habe ich einige gefunden. Manche nur aus Zufall, aber das reicht ja auch schon.

 
 

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