RSS

Schlagwort-Archive: Tschernobyl

Der Strom wird grün – und UNBEZAHLBAR


An dieser Stelle möchte ich all jenen „Atom!kraftgegnern meinen Dank zollen, denn ihnen ist es zu verdanken, dass der Strom nun beinahe unbezahlbar wird.
Wir sind ja so sehr bedroht von Tsunamis und starken Erdbeben. Ach, noch gar nicht gewusst? Tja, da sind sich jedenfalls die Atomkraftgegner sich, dass uns ein Erdbeben dahinraffen wird. Und nicht nur die denken das, sondern auch die EU. Die deutschen Kernkraftwerke seien nicht sicher, wurde in einer Untersuchung festgestellt. Beanstandet wurde vor allem, dass die KKWs nicht gegen Erdbeben völlig sicher seien. Wo findet denn hier in Deutschland ein Erdbeben der Stärke 5 aufwärts statt? Ich weiss es jedenfalls nicht.
Aber dank Fukushima ist es nun zum Ausstieg aus der Kernenergie gekommen. Denn Merkel & Co. hatten Angst, dass die Wähler sich von ihnen abwenden würden. Und das will man ja nicht. Also wurde schnell der Ausstieg beschlossen. Die Konsequenzen bekommen nun wir, die Verbraucher zu spüren.
Strom wird zu Beginn des nächsten Jahres deutlich teurer und zwar noch teurer als gedacht. Zudem ist es nicht das einzige, was sich dadurch verteuert, denn am Strom hängt vieles und beinahe alles. Die Bahnpreise steigen auch.
Strom wird praktisch unbezahlbar und all das haben wir den Kernkraftgegnern zu tun, die nur das Wort Atom hören brauchen, um gleich das Schlimmste anzunehmen. Atom hat nicht immer was mit Atombombe zu tun. Ausserdem heisst es Kernenergie und Kernkraftwerk. Letzteres wurde auf einer Konferenz vor einigen Jahrzehnten beschlossen. Aber Atom klingt ja so schön gefährlich.
Meiner Meinung nach wissen die „Atom“kraftgegner nicht genau, wie eigentlich ein Kernkraftwerk funktioniert und welche Sicherheitsstandards es dort gibt. Sie bekommen ja auch was mit, wenn mal wieder über Risse, angebliche Partys und kaputte Trafos gesprochen wird. Andere Dinge sind weit langweiliger, weshalb dies nicht den Weg in die Nachrichten findet.
Also, freuen wir uns: Strom wird teurer!
Ich persönlich bin dafür, dass all jene die erhöhten Gebühren zahlen sollten, die auch ein Ende der Kernenergie gefordert haben. Ach ja, ausserdem soll direkt vor ihrer Haustür ein Windrad gebaut werden. Da möchte ich mal sehen, wie weit die Kernenergie-Gegner da dann noch dafür sind.
Wieso muss ich persönlich für etwas zahlen, was ich gar nicht will? Ich mag Kernkraftwerke, was auch damit zu tun hat, dass mein Onkel in verschiedenen gearbeitet hat. Also weiss ich, wie die Arbeit dort abläuft und welche Sicherheitsstanddards es gibt und welch einen Unsinn bei Fukushima verzapft wurde. Die haben da vollständig versagt und verschleiert. Aufgrund dessen ist es zu dieser Katastrophe gekommen. Und Tschernobyl? Tja, das ist hausgemacht gewesen. Unfähigkeit, wo einfach nicht erkannt wurde, was nun eigentlich Sache ist. Und das passiert nicht nur in KKWs, sondern auch anderswo.
Und wie sollen wir eigentlich unseren Strom produzieren? Die Offshore-Windparks in der Nordsee werden vorläufig nciht weitergebaut. Und so wie es aussieht, wird das auch recht lange nicht weitergehen. Eine Firma ist deswegen schon in Geldschwierigkeiten geraten, weil sie sich darauf spezialisiert hat und nun die Aufträge ausbleiben.
Windräder auf dem Festland will auch niemand haben, denn diese verschandeln die Landschaft, ausserdem sind sie eine Gefahr für Vögel. Ausserdem sollen wir Verbraucher auch noch zahlen, wenn ein Windrad kaputt ist. Was kann ich denn persönlich dafür?
Solarpaneele sind auch wieder nicht gewünscht. Ausserdem können sie nicht auf jedes Haus installiert werden. Denn das hängt von der Neigung des Daches und dessen Ausrichtung ab. Und wenn das Dach nun nach Norden rausgeht, kann man sich die Solarpaneele sparen. Denn dort kommt die Sonne einfach nicht hin, wenn wir uns mal an den Merkspruch erinnern, wo die Sonne aufgeht.
In der Landschaft sehen die Solarpaneele auch nicht besonders schön aus. Mehr hübschhässlich, nehmen Platz weg.
Ich bin ja nun noch stärker dafür, dass wir unsere Fahrräder umbauen, um diese als Stromerzeugnis zu nutzen. Nur noch einen fähigen Akku anschliessen und fertig. Damit kann man prima Strom sparen.
Ich erinnere mich noch daran, wie gesagt wurde, dass grüner Strom, also Öko-Strom, billiger sein wird. Momentan ist aber eher das Gegenteil der Fall.
Und warum müssen wir aus der Kernenergie aussteigen, wenn ein Land wie Frankreich daran festhält? Und die haben bekanntlich die unsichersten Europas, wie auch von der EU festgestellt wurde. Ausserdem unterstützt die Bundesrepublik im Ausland auch Neubauten von Kernkraftwerken. Scheinheiligkeit hoch drei kann ich dazu nur sagen.
Ich will meine Kernkraftwerke wieder zurückhaben, obwohl ich nicht leugnen kann, dass das Problem der Endlagerung der Brennstäbe immer noch nicht gelöst ist. Asse und Gorleben sind nicht geeignet. Stattdessen sollte es so wie in den Niederlanden gemacht werden: Ein Bunker, der alles aufnimmt und speziell gesichert ist. Will auch niemand vor der Haustür haben, aber den Ort wird man auch hier in Deutschland noch finden.

Heute sollte eigentlich Jogi Löw zum „aktuellen Sportstudio“ kommen und Fragen der Zuschauer beantworten. Hatte auch schon eine wahnsinnig schöne Frage parat, allerdings hat Löw krankheitsbedingt abgesagt. Wollte wohl nicht auf dieses sagenhafte Spiel gegen Schweden angesprochen werden. Na ja, kann man verstehen. Zu dem Spiel sage ich nichts mehr, aber absolut nichts.
Rede ich doch lieber vom FC St. Pauli. Mit neuem Trainer, Michael Frontzek, geht es morgen gegen Paderborn. Das bekannte Rüsselorakel, Elefantendame Mala, sagt, dass St. Pauli gegen Paderborn nur Unentschieden spielen wird. Bereits beim letzten Spiel gegen Union Berlin lag sie richtig, wie auch bei den WM-Qualifikationsspielen von Deutschland und Frankreich.
Im Übrigen soll sie angeblich vorhaben in ihrem neuen Zuhause in einen Bananenstreik zu treten. Doch daran was Wahres dran ist, kann ich nicht sagen. Aber jeden Tag immer nur Bananen von den Besuchern nach der Aufführung zu bekommen, kann schon recht eintönig sein. Vor allem ist Mala bekannt dafür, dass sie am liebsten Erdnüsse mag. Aber die darf sie nicht futtern, schliesslich ist sie immer noch auf Diät.

Da fällt mir ein, dass ich noch ein Lied komponieren muss. Drei Wochen Zeit bleiben mir, das wird knapp. Aber es wird schon zu schaffen sein.

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Wasser für die Elefanten


Im Grunde genommen sollte ich gar nichts schreiben, denn irgendwie ist mir die Lust dazu vergangen. Heute morgen war ich noch voller Tatendrang, aber das kommt mir nun wie Tage vor.
Dass die Überschriften diesen Monat von TV-Serien geziert werden, hat sich seit dem vorletzten Eintrag auch irgendwie erledigt, wo ich einen Buch-Titel nahm, weil ich dachte, es sei der Monat mit den Buch-Titeln. Und heute dann wieder ein Titel, der nichts mit einer TV-Serie zu tun hat. Hierbei handelt es sich um ein Buch und auch um einen Film. Der Film wird morgen in den Kinos anlaufen, aber ob der Film empfehlenswert ist, kann ich nicht sagen. Die Kritiken widersprechen sich alle. Die einen halten ihn für sehenswert, bloss die Musik sei nervig, die anderen haben am ganzen Film etwas auszusetzen. „Wasser für die Elefanten“ soll zu seicht sein, der Plot zu abgeflacht und eben einfach nur eine Herz-Schmerz-Kitsch-Schnulze. Wenn das wirklich stimmt – ich werde mich davon überzeugen, wenn der Film auf DVD erhältlich ist -, dann sollte man sich lieber an das Buch halten. Das ist um einiges besser geraten. Vor allem Jenala lobt es, wie gut das Verhalten des Elefanten beschrieben sei. Ganz überzeugend fand ich dann das Buch doch nicht, aber mich stört einfach die Liebesgeschichte da drin. Aber so was hat ja irgendwie in jedem Buch drin sein zu müssen, wie mir scheint. Noch besser sei allerdings das Buch „Hannahs Traum“ von Diane Hammond. Da geht es um einen Elefantenpfleger, der sich seit über 40 Jahren um seinen Schützling Hannah kümmert, nun aber selbst gesundheitliche Probleme hat. Er möchte seiner Elefantenkuh ein neues artgerechtes Zuhause bieten. Eine wirklich rührende Geschichte, nur das Ende ist dann ein wenig zu abrupt gekommen, als sei der Autorin nichts mehr eingefallen. Jenala findet diesen Roman weit besser als „Wasser für die Elefanten“, auch wenn sie das Nachwort sehr Interessant findet.
Wie bekannt ist, war ich in Leipzig und konnte mich mal wieder von der Dreistigkeit der Nachbarn überzeugen. Lei ist inzwischen so sauer auf die, dass sie einen Roman über die schreiben will. Da sie sich aber mit dem Schreiben herzlich schwer tut, soll das Steve übernehmen. Und wenn Steve etwas anfässt, wird das bekanntlich zum Fiasko. Aber mal sehen. Die Kapitel sollen auf einem Blog veröffentlicht werden. Wenn es so weit ist, werde ich bescheid geben. Vielleicht schreiben dann noch andere, was sie mit ihren Nachbarn so alles schon erlebt haben. Ich bin jedenfalls froh, dass ich da weg bin.
Gestern vor 25 Jahren passierte die Reaktorkatastrophe im damals noch sowjetischen, heute ukrainischen Tschernobyl. Wenn man heute nochmals sich ansieht, wie die Menschen damals nach dem Super-GAU dort gearbeitet haben, bekommt man wirklich das Grausen. Die Spätfolgen sind immer noch sichtbar. Und auch wenn es eine Sperrzone gibt, so bringt sie doch nicht wirklich etwas. In der unmittelbaren Umgebung ist alles kontaminiert, aber selbst noch weiter vom Kernkraftwerk entfernt, sieht es nicht besser aus. Das schlimme dort, ist, dass die Menschen Gemüse anbauen und dieses natürlich auch verzehren. Aber der Boden ist noch völlig kontaminiert. Das ist genauso, wie es immer noch bei uns heisst, bloss kein Wild oder Pilze aus Bayern essen. Die Strahlendosis ist eindeutig erhöht, braucht man gar nicht zu leugnen und wird es ja auch nicht -, aber man müsste schon so viel essen, noch dazu jeden Tag, bevor das wirklich schädlich ist. Ausserdem will ich gar nicht wissen, was wir mit der täglichen Nahrung alles für Mist zu uns nehmen. Argentinisches Rindfleisch ist schon seit Jahrzehnten geklont, heisst es. Jedenfalls seit Jahren, das Klonschaf Dolly gibt es ja erst seit 1997. Ausserdem genmanipuliertes Getreide. Da kann man doch gleich sein eigenes Gewächshaus anlegen und weiss dann immer noch nicht, ob das wirklich öko ist. Wir Verbraucher werden wirklich für dumm verkauft. Genfutter, das Tieren verfüttert wird, braucht am Ende nicht gekennzeichnet zu werden auf den Etiketten, denn die Tiere selbst nehmen es ja nur auf. Erinnert mich an Seehofer, der so für Genfood war. Hat sich dann unter der Aigner ein wenig gebessert, aber vielmehr auch nicht. Monsanto ist immer noch die Genfood-Mafia und beherrscht den Weltmarkt. Dabei ist erwiesen, dass Tiere, die genmaipuliertes Futter bekommen, unfruchtbar wird. Und nun stellen wir mal einen Zusammenhang zu der wachsenden Kinderlosigkeit der Menschheit in den Indrustrieländern. Und zwar zu denen, die auch ein Kind wollen, aber keines bekommen, obwohl sie klinisch gesehen völlig gesund sind. Woher mag das bloss kommen? Ja, woher bloss. Gut, eine gewagte Vermutung, aber mit Tierversuchen werden doch auch Krankheiten von Menschen erforscht. Also passt das doch auch zusammen.
Jetzt bin ich wieder vom hundersten ins Tausendste geraten. Aber es musste sein.
Schalke hat verloren, ob sie es noch schaffen werden? Wir werden es sehen, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Turm der Lügen


Alle Blicke sind gen Japan gerichtet, genauer gesagt nach Fukushima, wo der Super-GAU immer näher zu rücken scheint. Momentan handelt es sich nur um einen GAU, aber selbst das ist schlimm genug. Denn niemand weiss, was eigentlich wirklich los ist. Entweicht bereits Radioaktivität? Hat die Kernschmelze bereits statt gefunden? Ist Borsäure bereits eingelassen worden? Was wird eigentlich wirklich gesagt? Ganz richtig gelesen, inzwischen wird schon gesagt, daß es Probleme beim Übersetzen gibt. Da blickt doch wirklich niemand mehr durch, was da eigentlich los ist. Und dann wird Fukushima bereits mit Tschernobyl gleichgesetzt. Das kann man beides doch nun wirklich nicht miteinander vergleichen. Aber das scheinen die Leute zu vergessen. Sie hören nur Atom und Unglück und Radioaktivität und schon beginnt die Hysterie. Aber wenn man es genau betrachtet, dann haben die in Japan ganz schön gepennt. Laut meinem Onkel – der selbst in einem Kernkraftwerk arbeitet – haben die es versäumt, gleich von Anfang an die Borsäure zuzuführen. Denn die Borsäure bindet die Neutronen und senkt die Gefahr ein wenig. Und zudem schien es auch nicht möglich zu sein, das wunderbare Knallgas abzuführen, sodass es eben zu dieser Explosion kam. Aber nicht nur Reaktor eins ist betroffen, nun auch schon Reaktor drei und wer weiss, was mit zwei ist. Man weiss doch wirklich nicht, was da eigentlich los ist, denn da wird viel verschleiert. Und deshalb weiss man doch überhaupt nicht, was noch kommen kann und wie gross die Gefahr eigentlich wirklich ist.
Und auch sonst läuft da einiges schief. Kann man glauben, dass es sich bei um eine Industrienation handelt? Nein, kann man nicht, denn Essen wird nun an Alte oder Kinder verteilt. Der Rest muss zusehen, wie er an Nahrung kommt. Dazu sind die Notunterkünfte überfüllt. Es ist einfach nicht zu fassen, was da los ist. Diese Hilflosigkeit ist einfach unfassbar. Da üben die täglich, wie man sich bei einem Erdbeben verhält, dann bebt die Erde und nach dem Unglück bricht das ganze Chaos los. Was vor allem an dem Tsunami liegt, wo die Warnung viel zu spät kam.
Der HSV hat am Samstag ganz schön eine Klatsche abbekommen, danach war klar, dass Veh gehen muss. Wie es schien, hätte der Noch-Sportdirektor Reinhardt es am liebsten noch am Samstag erledigt. Aber so kam die Nachricht am Sonntagvormittag. Ob sie sich nun fangen werden? Was weiss ich, bin nun nicht gerade HSV-Fan. Die können mir wirklich gestohlen bleiben.
Die Fernsehsender überschlagen sich bald mit ihren Sondersendungen, wo alles möglich ausfällt, was eigentlich laufen sollte. Auch hier in der Redaktion herrscht eine Art Hysterie. Und immer wieder muss ich ertragen, dass AKW gesagt wird. Inzwischen habe ich es aufgegeben, etwas dagegen zu sagen, aber wenn wir einen Artikel darüber schreiben, werde ich darauf bestehen, dass es KKW heissen wird.
Hat das jemand mit dem schrecklichen Unfall in Hamburg am Samstag mitbekommen? Vier Tote hat es gegeben und einige Verletzte. Drei bekannte Menschen, darunter Günther Ament und der Schauspieler Dietmar Mues, sind zu Tode gekommen. Man mag es immer noch nicht glauben. Nur weil ein Fahrer nach haschisch-Konsum Auto gefahren ist. Ich habe mir mal diese Kreuzung bei Google Maps angesehen. Da hätte ich ein mulmiges Gefühl gehabt, dort an einer Ampel zu stehen. Das ist eine fünfarmige Kreuzung. Ich kriege ja schon ein wenig Panik, wenn ich an einer normalen Kreuzung stehen muss, aber innerhalb einer Insel, weil ich zuvor über einen Zebrastreifen ging. Vielleicht habe ich diese Angst aber auch nur, weil ich mal beinahe von einem LKW überfahren wurde, obwohl ich grün hatte. Danach waren Ampeln und LKWs für mich der grösste Horror. Und sind es heute noch ein wenig. Aber ich bekomme nicht mehr furchtbartes Herzklopfen, wenn ich an einer dieser Riesen-Kreuzungen stehe.

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Schatten der Vergangenheit – Droht ein zweites Tschernobyl?


Alle am Donnerstag den Großen Zapfenstreich gesehen? Ich fand ja den Rufer vom Dienst (ich weiss, daß der anders genannt wird, entsinne mich aber gerade nicht des militärischen Titels) nicht so besonders. Sein Vorgänger hatte mehr Schmackes, denn der konnte richtig originell betonen. Der hier war langweilig. Dafür war „Smoke on the Water“ von Deep Purple in der Trompetenvertonung doch wirklich das Highlight. Mich erinnerte da die Musik stark an „Pater Brown“. Aber das war wirklich das beste, was ich seit langem gehört habe.
Und ich kann mir ja nicht helfen, aber de Maizière erinnert mich immer an ein Kaninchen. Hat mal jemand ihn von der Seite gesehen? Das Gesicht hat dann wirklich Ähnlichkeit mit einem Nager.
Aber das wichtigste Thema ist momentan doch, was passiert nun in Japan? Im Kernkraftwerk Fukushima droht eine Kernschmelze – vielleicht hat sie auch bereits stattgefunden, denn genaueres ist noch nicht gesagt worden -, da nach dem Erdbeben das Kühlungssystem ausgefallen ist. Nachdem es nun auch noch eine Explosion im KKW gegeben hat, werden natürlich Ängste geschürt. Ängste, die berechtigt sein können, aber vielleicht auch nur von Hysterie stammen. Denn wir hören nur noch Radioaktivität und werden an das Unglück von Tschernobyl erinnert. Berechtigt? Ein Unterschied besteht bereits: Damals handelte es sich um menschliches Versagen, dass es zu dieser Kernschmelze mit Gebäudeexplosion kam, weshalb es zu diesen verheerenden Ausmassen kam, die die Menschen dort immer noch zu spüren bekommen. Denn der grösste Feind ist der Mensch. Dieser ist für die grössten Unglücke in der Geschichte der Menschheit verantwortlich. Ausser für Erdbeben. Da kann der Mensch nun wirklich nichts dafür. Das hängt mit den Kontinentalplatten zusammen, die an einigen Stellen aneinanderreiben, weshalb diese Gebiete besonders erdbebengefährdet sind. Das ist einmal Japan und dann der San Andreas-Graben zwischen San Francisco und Los Angeles. Andere Orte auch noch, aber ich will die jetzt nicht alle aufzählen.
Aber nun ist das KKW nicht mehr fähig die Kühlung aufrecht zu erhalten. Und was dann folgt, ist möglicherweise ein Super-GAU: die Kernschmelze. Eigentlich ist das Gebäude, wo sich die Brennstäbe befinden, besonders gesichert, aber wer weiß, was da noch kommt. Explosionen sind auf alle Fälle genau das, was nicht passieren sollte. Und das ist passiert. Ausserdem sollen TV-Bilder zeigen, dass die Aussenhülle des KKWs beschädigt ist. Also vielleicht doch ein zweites Tschernobyl? Ich weiss es nicht und mag auch nicht spekulieren.
Aber wenn wirklich eine radioaktive Wolke freigesetzt werden sollte, wonach es momentan noch nicht aussieht, muss man sich erst einmal fragen, wohin die sich als erstes ausbreiten wird. Anschliessend wird sie sich über die ganze Erde verbreiten. Dann ist die Gefahr nicht mehr so gross, aber wohl würde ich mich dennoch dann nicht fühlen.
Scheint sich auch um ein älteres Kernkraftwerk zu handeln, wobei die japanischen ohnehin schon erdbebensicher gebaut sind. Aber man muss mit allem rechnen, vielleicht hat man damit nicht gerechnet. Ich weiß es nicht. Wir müssen die Situation weiter beobachten und dann werden wir sehen, wie schlimm die Situation wirklich ist. Momentan bringt Panikmache überhaupt nichts.
Mein heutiger Titel bezieht sich im ersten Teil auf ein Buch, das vor wenigen Wochen herausgekommen ist: Fever – Schatten der Vergangenheit von Douglas Preston und Lincoln Child. Vom Thema her hat es nun überhaupt nichts mit dem zu tun, was in Japan passiert.  Da hätte ich lieber den Titel des Films „Das China-Syndrom“ nehmen sollen, wo es um einen Vorfall in einem amerikanischen Kernkraftwerk geht. Aber den Titel finde ich ein wenig irreführend. Ausserdem werden wir durch das KKW und die drohende (?) Kernschmelze an Tschernobyl erinnert. Eben ein Schatten der Vergangenheit. – Ach ja, das Buch kann ich empfehlen, auch wenn es nicht das beste in der Reihe um Special Agent Pendergast ist.
Eine Diskussion, warum ich Kernkraftwerk schreibe und nicht das schöne Wörtchen Atom benutze, werde ich jetzt nicht schon wieder erläutern. Ich sage nur so viel: In den sechziger Jahren wurde entschieden, dass es Kernkraftwerk heisst. Und deshalb sage ich es auch.

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 12. März 2011 in Musik, Real life, Technik

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,