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Wenn Versprechen nichts als heiße Luft sind – Wie sich ein Innenminister blamiert


Wie mache ich mich als Politiker lächerlich? Ich verspreche das Blaue vom Himmel, also die USA zur Aufklärung zwingen zu wollen, was sie denn nun alles durch ihren Geheimdienst NSA abgehört haben, und am Ende kehre ich mit leeren Händen zurück.
Solch eine Nullnummer hat Innenminister Friedrich hingelegt. Grossspurig ankündigen, mit neuem Wissen heimzukehren, denn man werde auf den Tisch hauen, dann mit Nichts zurückkehren. So was nennt sich Politik.
Die Häme muss Friedrich sich nun gefallen lassen. Die Opposition lacht sich ins Fäustchen, können es eventuell noch für ihren Wahlkampf nutzen.
Das Thema Abhörung wird uns wohl noch bis Weihnachten beschäftigen. Dann wird man dann das ultimative Geschenk für seine Liebsten finden: Der perfekte Abwehrschirm. Hält nicht nur den Regen fern, sondern auch unerwünschte Späher.
Gut, der Witz ist ziemlich lahm, aber wenn einem was Originelles einfallen soll, fällt einem nichts ein.
Jedenfalls gibt es doch kein Besseres Thema als dieses für den Wahlkampf, neben dem Super-Versprechen neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Und jetzt ist herausgekommen, dass Microsoft aktiv beim spähen mitgeholfen haben soll. Wird natürlich geleugnet und gesagt, dass man nur auf richterlichen Beschluss so was erlaubt hat. Aber Microsoft späht seine eigenen Kunden auch aus. Erinnere mich da an ein Programm, dass bei Vista-Kunden für ziemliches Aufsehen gesorgt hat, da es eben Daten an Microsoft sandte und man das Programm nicht abstellen konnte. XP-Kunden brauchten es nicht installieren, wenn sie nicht wollten. Und wie ist das bei 7 und 8? Gibt es das dort nun auch, oder nicht? Habe den Namen vergessen, sonst würde ich diesen erwähnen. Wenn man ewig mit XP gearbeitet hat, interessiert es einen irgendwann nicht mehr.
Aber wie gut, dass ich bei Microsoft nicht irgendwie angemeldet bin. Weiss gar nicht, was ich da soll. Weder die Cloud interessiert mich, noch skype ich oder nutze das Emailprogramm. Halt, falsch, ich nutze es doch, wenn auch nur beruflich. Privat würde das sofort in der Ecke landen. Was macht eigentlich Apple? Mein berufliches Betriebsystem, ansonsten wird es geschmäht.
Ach, warum schreibe ich überhaupt noch über den NSA-Skandal? Das Ausspähen beginnt bei uns doch gleich vor der Haustür. Entweder sind es die Nachbarn oder die Überwachungskameras in Bus und Bahn oder auf öffentlichen Plätzen. Wir werden überalls aufgenommen, gespeichert und ich will gar nicht wissen, ob da nicht noch irgendwelche Profile draus erstellt werden. Darüber könnte man einen guten Roman schreiben, aber es gibt ja bereits 1984 von George Orwell. Einfach nicht zu übertreffen.

Nun ist es also geschehen: Praktiker hat Insolvenz angemeldet. So überraschend ist es nicht gewesen, denn schon seit Wochen, besser Monaten, hörte man vom schwer angeschlagenen Baumarktriesen.
Warum es so weit gekommen ist? Nun ja, die Meinung steht eindeutig fest: Es sind die ewigen 20 Prozent auf alles, ausser auf Tiernahrung-Aktionen. Ich erinnere mich noch, wie vor Jahren die erste Aktion war. War interessant, dann allerdings wurde es extrem und bald jede Woche kam so ein Werbespot im Fernsehen. Da nahm den Laden doch niemand mehr ernst bzw. ging nur noch hin, wenn es die zwanzig Prozent gab. Und überhaupt: Sind zuvor nicht die Preise hochgesetzt worden?
MediaMarkt hat auch einige Male die Aktion gemacht, dass die Preise um die Mehrwertsteuer gesenkt seien. Da waren, wenn ich mich recht entsinne, die Preise hochgesetzt worden. Nur eine dunkle Erinnerung, kann mich auch täuschen. Jedenfalls hat MediaMarkt es nicht übertrieben und die gibt es immer noch. Haben auch noch andere Aktionen gemacht. Erinnere mich da an die Glückszahlenaktion, wo man den Einkauf umsonst bekam, wenn man die richtige Entziffer auf dem Kassenbon hatte. Ich gehörte damals zu den Glücklichen. Bloß Peanuts, aber besser als nichts.
Die Auslandsmärkte und die Tochterfirmen, zu denen unter anderem die Hamburger Traditionsfirma Max Bahr gehört, sollen nicht vom Insolvenzverfahren betroffen sein. Noch! Kann sich alles ändern.
Praktiker hatte im letzten Jahr bereits versucht, das Ruder herumzureissen. Da wurden die noch erfolgreichen PRaktiker-Märkte in Max Bahr umgewandelt. Diese Baumarktkette ist hochpreisiger, kommt aber viel besser an. Ich erinnere mich an die lustige Werbung, so sie mit dem schiefen Turm von Pisa warben und dem Spruch: „Mit uns wäre das nicht passiert“. Und dann noch, seit wann es Max Bahr geben würde. Da liefen nie Rabattaktionen und der Laden mit seinen Filialen behauptet sich. Nun gut, als in diesem Jahr das Wetter so schlecht war, gab es dort auch Rabattaktionen. Jonas hat nämlich erzählt, dass sein Nachbar die halbe Blumenabteilung geräubert hätte, um vor seinen Gästen zu brillieren. Bei dem gehen die Pflänzchen immer nach einer Woche ein. Vielleicht liegt es am illegal angezapften Grundwasser.
Na ja, zurück zum Thema. Praktiker betont, dass sie die Wende geschafft hätten, wenn das Wetter in diesem Jahr nicht so schlecht gewesen wäre, wenn der Winter nicht noch im April geherrscht hätte. Ja, ja, Ausreden gibt es immer und wenn nur das Wetter schuld ist. Zugegeben, der Winter war noch im April, weisse Ostern hiess es und selbst danach wurde es nur mässig besser. Aber Praktiker verkauft doch nicht nur Blumen, sondern auch Sanitär und weitere Handwerkerträume. Bloss bleibt die Frage, wie gut denn die Erreichbarkeit der einzelnen Filialen ist. Ich kenne nur Praktiker-Filialen, die in der Walachei liegen, ausserhalb der Stadt, während andere wie Bauhaus oder eben Max Bahr in der Stadt anzufinden sind. Bei Obi kann ich es nicht sagen, aber liegt für mich auch eher ausserhalb. Toom Baumarkt gibt es schliesslich auch noch, genauso wie Hornbach und Hagebaumarkt. Vorletzter ist für seine seltsame Werbung bekannt, während letzterer mit Mike Krüger Reklame gemacht hat bzw. das letzte Mal mit einem Dauerreim.
Obi, Rewe (Toom Baumarkt), Hornbach und Hagebaumarkt haben nun Interesse an einzelnen Filialen bekundet. Wie es aussieht, wird Praktiker zerschlagen werden, nur Auslandsgeschäft und die Tochterfirmen überleben. Traurig, denn Praktiker war mal der führende Baumarkt Deutschlands. Für mich war es zwar immer Max Bahr, weil ich mal als kleiner Junge in einem drin war und mir das gelb-blau so gut gefiel.
Praktiker hat seine noch gutgehenden Filialen in Max Bahr umgewandelt. Nun kann es allerdings sein, dass gerade diese wieder in Praktiker umgewandelt werden müssen, da sie ja der Insolvenzmasse entzogen sind und die Gläubiger soviel Geld haben möchten, wie eben herausspringen kann. Letztendlich geht es immer nur ums Geld. Und Praktiker ist genau daran gescheitert. Indem sie mit ihrer Rabattaktion warben, haben sie sich ihr eigenes Grab geschaufelt.

Elefantendame Mala bekommt weiteren Zuwachs – aus Köln. Aya Chun May ist angekommen mit ihren dreijährigen männlichen Nachwuchs. Eigentlich sollten beide in geschütztem Kontakt gehalten werden, wie ich den Text auf der Facebook-Seite des Pairi Daiza interpretiere, soll May – wie sie genannt wird – zu Mala und Rani. Dabei hofft man, dass sie die Leitkuh wird. Wieso ist denn Mala da nun hingekommen, wenn sie ihren Posten abgeben soll? Was Mala einmal hat, gibt sie nicht wieder her.
Jenala hofft nun, dass May sich so mit Mala angelegt, dass beide nicht zusammengehalten werden können, weshalb Mala wieder nach Hause zurückkehren kann. Sie gibt die Hoffnung einfach nicht auf, das die Dickhäuterin zurückkehrt. Wer Malas Augen gesehen hat, weiss, wie es ihr wirklich geht. Sie ist immer noch am trauern, hat Heimweh. Der Glanz aus ihren Augen ist verschwunden.

Wie ich in Erfahrung bringen konnte, kann man im September mit dem nächsten Abenteuer von Isis Just rechnen. Tja, dann mal schnell noch „Die Rollen des Seth“ lesen, bevor der neue Thriller herauskommt. Wieder mit ElefantendameMala in einer bedeutenden Nebenrolle.

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Eures kann nur Unseres sein – Russland gibt Beutekunst nicht her


Erst kommt die Flut, dann die unerträgliche Hitze, besser Schwüle, und nun wieder das Wasser, sogar in Form von Hagel.
So langsam fragt man sich, was das dieses Jahr wettertechnisch eigentlich werden soll.
Erst ein Winter, der nicht aufhören will, dann kommt der Frühling viel zu früh, um nur wieder in Kälte zu verschwinden, das man glaubt, es wird wohl dieses Jahr gar nichts mehr mit angenehmeren Temperaturen werden. Schliesslich wird es doch noch wärmer, aber nun kommt der Regen und es hört gar nicht mehr auf zu regnen. Wasser noch und nöcher. Wie bei Goethes Zauberlehrling kann man sich die Fluten vorstellen, die da ankamen, alles unter Wasser setzten und am Ende eine Spur der Verwüstung hinterliessen.
Der Schaden durch die Flut geht in die Milliardenhöhe – zweistellig wohlgemerkt. Wirklich verhindern konnte man das wohl nicht. Denn das Wetter macht einem immer einen Strich durch die Rechnung.
Dennoch ist es in diesem Jahr wirklich extrem. Das hat hier vor wenigen Tagen nicht nur einfach geregnet, sondern auch gehagelt. Ich glaube das einfach nicht. Hagel im Juni habe ich noch nie erlebt.
Ist allerdings alles logisch erklärbar. Schuld hat die Erderwärmung, die dafür sorgt, dass wir unter diesem Wetterchaos leiden müssen. Und wer ist an der globalen Erwärmung schuld? Tja, da versuchen alle Länder dieser Erde sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben. Am besten geben wir diesen doch den USA und China zu beiden Teilen. Beide wollen auch nicht sich vorschreiben lassen, dass sie ihre CO2-Emissionen verringern wollen. In China werden weiter munter Kohlekraftwerke gebaut, in Peking kann man an einigen Tagen kaum noch seine Hand vor Augen sehen. Das ist der Smog, schlimmer als in den USA. Wir selbst können daran nichts ändern, nicht einmal Obama kann das. Er kann grossartig sagen, wir werden was ändern, aber wenn es nicht im Kongress durchkommt, weil dort die Mehrheit aus Republikanern besteht, ist es eben so. Das rigorose Sparprogramm haben die Republikaner auch zu verantworten, weil sie sich mit den Demokraten nicht einigen konnten.

Bundeskanzlerin Merkel ist in Russland und hat Puntin aufgefordert, Beutekunst zurückzugeben. Ein aussichtsloses Unterfangen, denn Putin interessiert so was überhaupt nicht. Vor allem, weil Russland seit 1998 ein Gesetz hat, wo es heisst, dass Beutekunst russisches Staatseigentum ist. Unter Bundeskanzler Schröder wurde dies dann akzeptiert, was mich damals masslos aufgeregt hat. In Deutschland wird selbst jetzt noch alles zurückgegeben, wo sich herausstellt, dass es Beutekunst ist bzw. unrechtmässig beschlagnahmt wurde. Aber Russland hat so was nicht nötig, obwohl sie Massen gehortet haben.
Putin hat versucht elegant zu kontern. Man solle endlich aufhören, die Rückgabe der Kunstschätze zu fordern, ansonsten könnte die Türkei die Rückgabe des Troja-Schatzes fordern. Machen sie wahrscheinlich schon in Russland.
Diese „elenden“ Rückgabeforderungen begannen mit Ägypten und enden mit der Türkei. Die fordert inzwischen zurück was sie in die Hände kriegen kann. Weiss es jetzt nicht genau, aber der Pergamon-Altar dürfte auch darunter sein. Dabei wurde dieser damals vor der Zerstörung gerettet, denn die Anwohner zermahlten den Marmor. Und überhaupt: Was macht die Türkei denn mit ihren Staudämmen? Da wird nicht nur ein erheblicher Teil der Landschaft unter Wasser gesetzt, sondern auch antike Stätten unter den Fluten begraben. Aber das scheint die Türkei nicht zu interessieren. Gegenstände in Museen zu bunkern ist doch viel schöner. Was da war, kann man in Ägypten sehen. Wobei der Überfall auf das Ägyptische Museum mit ziemlicher Sicherheit geplant war. Denn die Demonstranten hatten das nie im Sinn. Warum sollten sie das auch tun? Sie waren gegen Mubarak gewesen und wollten nicht die Touristen vergraulen oder sogar ihr eigenes ägyptisches Erbe klauen und zerstören. Einige Gegenstände sind weiterhin verschollen, vielleicht werden sie wieder auftauchen, vielleicht nie mehr, weil sie in den Händen obskurer Sammler gelandet sind.
Ich bin vollkommen abgeschweift. Die deutsche Beutekunst in russischer Hand ist anders gelagert. Denn diese wurde damals bewusst mitgenommen und hätte zurückgegeben werden müssen. Sollte irgendein Vertrag von der DDR unterzeichnet worden sein, so ist fraglich, ob dieser gültig ist.
Die USA haben auch einige Dinge mitgenommen. Das beste Beispiel ist der Schatz des Quedlingburger Doms. In den 1990er Jahren kamen bis auf wenige Stücke alles an den früheren Standort zurück. Bloss die Bibel wurde für teures Geld gekauft, obwohl es diese auch für lau gegeben hätte. Da war Deutschland etwas zu forsch gewesen.
Die Frage, ob Deutschland seine Schätze von Russland zurückerhalten wird, bleibt eine spannende Frage. Ich persönlich finde es gut, dass Merkel es angesprochen hat. Nicht nur, weil momentan Beutekunst in der Eremitage gezeigt wird. Es ist etwas, das endlich geklärt werden sollte. Es kann nicht sein, dass Russland sich wie der letzte Staat benimmt und alles für sich beansprucht.
In der nächsten Zeit wird Deutschland seine Schätze nicht zurückbekommen. So lange Putin an der Macht ist, sowieso nicht. Und wann der abtreten wird, ist eine unendliche Geschichte. Der wird wohl noch aus seinem Grab regieren.

Nachdem bekannt wurde, dass der US-Geheimdienst NSA systematisch Internetnutzer ausspioniert hat, wurde nun bekannt, dass Grossbritannien weitaus schlimmer ist. Das perfide hierbei: Der britische Geheimdienst GCHQ zapft die Transatlantikkabel an. Also weltweit werden die Telefon- und Internetnutzer ausspioniert. Damit nicht genug. Die Erkenntnisse werden munter mit den US-Kollegen geteilt. Na, da freut man sich doch, wenn man das nächste Mal zum Telefon greift oder aber ins Internet geht.
Sogar den Verlauf des Webbrowsers speichert der GCHQ, selbst wenn man in völlig unbescholtener Bürger ist. Ich will gar nicht wissen, wo überall meine Daten gespeichert sind, bloss weil ich im Internet war oder telefoniert habe. Geht doch wirklich niemanden etwas an, was ich mache und wieso. Vor allem geht niemanden etwas an, was ich in meine Emails schreibe. Das geht nur Sender und Empfänger etwas an. Allerdings scheint das nicht einmal den deutschen Staat zu interessieren, der die Emails nach verdächtigen Worten überwacht. Also wenn ein bestimmtes Signalwort erscheint, wird gleich die ganze Nachricht durchwühlt und dann wahrscheinlich auch noch der Sender und natürlich der Empfänger.
Warum wird sich eigentlich darüber beschwert? Wir leben in einem Überwachungsstaat, auch wenn das immer bestritten wird. Die Videoüberwachung ist gang und gebe, selbst im Fussballstadion.
Natürlich ist es empörend, wie da Daten gesammelt werden, doch viel können wir dagegen kaum verrichten. Entweder wir nehmen es hin oder wir telefonieren nicht mehr und mit dem Internet ist auch Schluss. Kehren wir lieber zurück zum guten alten Briefe schreiben. Aber vielleicht wird das auch durchleuchtet. Also nur noch treffen und dann reden? Hoffentlich sind da keinewanzen versteckt, die die eigenen Gespräche aufnehmen.
Also vor Lauschangriffen und Daten abgreifen ist man nicht wirklich sicher. Ausser man geht auf eine einsame Insel, da dürfte dann nichts mehr passieren. Allerdings nur so lange wie man völlig auf Internet und Telefon verzichtet.
Edward Snowden, der den Stein ins Rollen brachte, wird von den USA wegen Spionage mit Haftbefehl gesucht. Noch können sie seiner nicht habhaft werden, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Und wenn sie sein Hotelzimmer in Hongkong stürmen und ihn in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in die USA verschleppen. Wäre nicht das erste Mal, Hilfe können sie sich vom israelischen Geheimdienst holen, der hat mit so was Erfahrung.

Da an diesem Wochenende mal wieder gar nichts Gescheit es im Fernsehen läuft (Sommerpause), empfehle ich einen kleinen Blick auf meine Rubrik LESENSWERT zu werfen.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 22. Juni 2013 in Ägypten, Bücher, Blog, Kultur, Real life, Sommer, Technik, Wetter

 

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Kommt der Terror auch zu uns oder ist er bereits da?


Die Angst geht wieder um: Die Angst vor einem Terroranschlag. Anlass dazu, war der Anschlag am Montag während des Boston-Marathons.
Nicht nur, dass es gerade während so einer Veranstaltung zu einem Bombenanschlag kam, ist perfide, sondern das es gerade an diesem Tag geschehen ist. Dazu muss ich nun ein klein wenig ausholen, weil es sonst niemand verstehen wird.
Der Boston-Marathon findet immer am dritten Montag im April statt, denn dieser Tag ist ein Feiertag: der Patriot’s day. Auf Deutsch also der Tag der Patrioten oder Patriotentag. Das heisst nichts anderes, als an diesem Tag die Liebe zum Vaterland gefeiert wird. Und gerade in den USA ist patriotisches Gehabe sehr wichtig. Wenn wir in Deutschland damit kämen, würden wir gleich in die braune Ecke gestellt werden. Aber in den USA ist man nun einmal patriotisch veranlagt. Da hiess es oft: Wer gegen den Irak-Krieg ist, der ist kein Patriot. Heutzutage wird der Satz wohl nicht mehr genannt werden.
Zurück zum Bombenanschlag in Boston.
Der Terroranschlag, als solcher wird er eingestuft, kam völlig unerwartet. Geradezu überrascht und geschockt war man, als die Bomben hochgingen. Wie schon 2001 waren die USA völlig unvorbereitet getroffen worden. Wie damals wusste man zwar von den Tätern, mochte sie vielleicht auch mal überprüft haben, aber man fand nichts.
Der ältere Attentäter der beiden Brüder, wurde vor wenigen Jahren extra überprüft, weil er sich so verändert hatte. Doch man konnte ihm nichts nachweisen, dass er ein radikaler Islamist war, in eines der Terrorlager wollte. Wenn man so was machen will, dann kriegt man das auch hin, ohne dass jemand davon etwas mitbekommt. Zweithandy unter falschem Namen, ich weiss nicht was, was man da noch alles machen kann. Nicht den eigenen PC benutzen beispielsweise, irgendwo ins öffentliche Internet gehen. Dazu mit einem Computer, den man ansonsten nie benutzt, der keine eigenen Daten enthält. Man sieht, es ist ganz leicht.
Der ältere der beiden Attentäter, ein Tschetschne, genauso wie sein Bruder, wurde bereits nach dem Bombenanschlag erschossen. Sein 19 Jahre alter Bruder befand sich auf der Flucht. Gestern war Boston wieder im Ausnahmezustand, denn Watertown war abgeriegelt worden, da dort der zweite Attentäter gesehen worden war. Eine Ausgangssperre wurde verhängt, das Handynetz lahmgelegt, Türen und Fenster mussten geschlossen gehalten werden. Immer mehr Polizisten und weitere bewaffnete Einheiten kamen nach Watertown. Endlos zäh schien die Zeit zu sein, die nicht verstreichen wollte. Und dann kam die Nachricht: Der zweite Attentäter ist gefasst. Verletzt, aber er lebt und kann Auskunft geben über den Bombenanschlag. Falls er Reden wird natürlich.
So könnte geklärt werden, ob wirklich nur die Brüder die Attentäter waren oder ob es noch einen dritten Komplizen gab. Vor allem müsste die Frage geklärt werden, ob die beiden Tschetschenen wirklich ganz allein dafür verantwortlich sind.
Dass der Patriot’s Day gewählt wurde, war äusserst schlau. Die USA wiegten sich in Sicherheit und dann passiert so was. Warten wir also ab, ob nicht noch am 04. Juli, dem Unabhängigkeitstag, etwas passieren wird. Vielleicht war dies nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird.
Vor allem stellt sich die Frage, ob nicht nur die USA betroffen sein werden und nicht vielleicht auch andere Länder wie Deutschland. Es wurden vor einigen Wochen Terrordrohungen gegen Deutschland ausgesprochen. Bis jetzt ist glücklicherweise nichts geschehen, aber wer weiss, was da noch alles kommen kann.
Dazu ein Ratschlag, jetzt bloss nicht in Panik verfallen. Passieren kann immer was und wenn man nur die Rolltreppe hinauffällt.
Nun kommt wieder die Debatte in Deutschland auf, ob denn nicht die Videoüberwachung weiter ausgeweitet werden soll. Denn die beiden US-Attentäter wurden nur deshalb so schnell enttarnt, weil sie auf Kameras gesichtet worden waren. Im Dies könnte auch in Deutschland nützlich sein, falls es hier zu einem Anschlag kommen sollte. Allerdings halte ich das für überzogen. Muss alles überwacht werden, nur damit man sich sicherer fühlt? Schon jetzt werden doch bereits Telefongespräche und Emails überwacht. Bei Schlüsselwörtern springt die Überwachung an. Ganz sicher wird auch dieser Text sorgsam unter die Lupe genommen, weil er einige Schlüsselwörter enthält. Ging ja auch gar nichts anders oder soll ich immer von einer „gefakten Kartoffel“ reden?

Letzte Woche berichtete ich darüber, dass Gajendra aus dem Leipziger Zoo nach Hamburg umziehen würde. Am Dienstag war es so weit. Der König der Elefanten lebt nun in der Hansestadt, wo er allerdings noch nicht „bewundert“ (das Wort wird eigentlich immer für Mala verwendet, irgendwie scheint das jemand für Gajendra in einem Artikel übernommen zu haben. Aber eigentlich ist das Wort ausschliesslich für Elefantendame Mala reserviert) werden kann. Der Dickhäuter soll sich erst einmal an seine neue Umgebung und vor allem an seine neuen Pfleger gewöhnen. Das kann schon ein wenig dauern. Aber falls er dann draussen sein sollte, werde ich Bescheid geben. Jonas macht das schon.
Wie es aussieht, ist Thisiam alias TBC-Bazille wieder positiv auf Tuberkulose getestet worden. Und da wurde sich endlich entschieden, ihn nicht zu nehmen. Hat lange gedauert, aber besser spät als nie, bevor es gänzlich zu spät ist.
Nun ist Gajendra da, was mich wirklich für ihn freut. Denn seit Januar 2011 stand er allein in Leipzig, kein direkter Kontakt zu den anderen Elefanten, da dies nicht gewünscht war. Gewünscht deshalb nicht, weil es in Leipzig bereits einen Zuchtbullen gibt und zweitens Gajendra dort auch gar nicht züchten sollte. Nun hatte das EEP entschieden, dass Gajendra nach Hamburg umziehen darf. Dort warten ja angeblich schon einige Zuchtkühe sehnsüchtig auf ihn. Wie eben so schön in den Zeitungsartikeln geschrieben wird. Dies sind kurz gesagt die Kühe: Indra, Kandy, Lai Sinh sowie Yashoda (wirkt reichlich ausgezehrt durch ihre Dauerammendienste) und Thura (da ist es fraglich, ob die Elefantenkuh nicht doch noch abgegeben wird, da sie nicht tragbar ist). Shila ist zwar nun sechs Jahre alt, aber meiner Meinung nach zu jung. Vor allem ist sie auch nicht gerade die grösste. Zwar steigt sie nun auch schon über den Zaun, um sich füttern zu lassen, aber das heisst noch lange nichts.
Ewig wird Gajendra in Hamburg nicht bleiben. Bereits Ende nächsten Jahres, also 2014, soll der Dickhäuter nach Hellabrunn zurückkehren. Dann ist nämlich aller Voraussicht nach das Elefantenhaus wieder in Ordnung. Jetzt herrscht dort eine grosse Baustelle. Und bis dahin, darf sich Gajendra in Hamburg vergnügen. Wollen wir mal hoffen, dass sein Aufenthalt dort von Erfolg gekrönt sein mag.
Dadurch, dass Thisiam nicht nach Hamburg kommen kann, weiss man nun nicht, wohin mit den beiden Jungbullen Shanti und Shahruhk. Diese sollten im Gegenzug nach Polen ins Thisiams Zoo kommen. Das ist nun hinfällig geworden und sie besetzten weiterhin die Mutter-Kind-Anlage.
Darüber ärgert sich besonders eine: Elefantendame Mala. Denn noch immer hofft sie, nach Hause zurückkehren zu dürfen. Zwar wird sie im Pairi Daiza genügend hofiert, wie sie es seit Jahrzehnten schon nicht mehr in ihrem Zuhause erleben durfte, dennoch ist sie weiterhin unglücklich mit ihrer Situation. Sie hat sich zwar arrangiert, aber dennoch sehnt sie sich nach Hause. Nach 46 Jahren an einem Ort grundsätzlich nachzuvollziehen.

Berichtete ich letzte Woche davon, dass Helen Dalibors Roman „Die Rollen des Seth“ auf Neobooks und Xinxii erhältlich ist, kann man sich den Roman nun auch endlich auf Amazon herunterladen. Suchkriterien: Die Rollen des Seth oder aber Helen Dalibor. Und schon ist man kurz davor, den Roman herunterladen zu können. Also nicht lange zögern, sondern sich schnell zu Amazon oder einem der weiteren Anbieter begeben. Der Roman ist jeden Cent wert. Ein Geheimtipp von mir, dem man ruhig vertrauen kann. Ich habe schon so viele Bücher gelesen, dass ich sagen kann, ob das Buch schlecht ist oder nicht. Dieses hier ist vorzüglich. Also lesen!

Dieser Artikel ist jetzt garantiert überprüft worden, weil er das Wort Anschlag und dazu das Wort Bombe enthält. Das könnte ja sonst was bedeuten, wenn beide Worte in einem Text auftauchen. Wie ich oben schon einmal erwähnte, kann man auch was über das Thema schreiben, ohne die Schlüsselworte überhaupt zu erwähnen.

 

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