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Ein Skandal ist nicht genug


Lange war nichts von den Ermittlungen gegen die Fifa und Joseph Blatter nun zu hören. Das hat sich nun geändert.
Die Schweizer Justiz-Behörden haben bestätigt, dass nun auch gegen Blatter ermittelt wird. Endlich!, werden manche sagen. Denn bisher stand die Frage im Raum, warum gegen alle möglichen Mitglieder ermittelt wird, nur nicht gegen den Fifa-Präsidenten, dem angeblich die ganzen korrupten Machenschaften seiner Mitarbeiter verborgen geblieben sind.
Meist ist es so, dass man nur das sieht, was man auch sehen will und ansonsten blind durch die Gegend geht.
Ob es bei Blatter auch so gewesen ist? Tja, das kann ich nicht sagen.
Hat dennoch recht lange gedauert bis die Ermittlungen auch auf den Fifa-Präsidenten ausgeweitet wurden. Vielleicht mussten sie erst einmal erfahren, wo sie denn suchen müssen, um wirklich fündig zu werden.
Aber nicht nur Blatter ist ins Visier der Ermittler geraten, sondern auch Uefa-Präsident Michel Platini.
Dieser hat vor vier Jahren von der Fifa, also von Blatter, zwei Millionen Franken erhalten für angeblich zwischen Januar 1999 und Juni 202 geleistete Dienste.
Im Zuge der Ermittlungen sei Platini deshalb als Zeuge vernommen worden.
Ehrlich gesagt soll Platini auch keine völlig weisse Weste haben. Es wird vermutet, dass er bei der Vergabe der WM 2022 an Katar nicht ganz voreingenommen gewesen sein soll. Angeführt wird dann immer, dass sein Sohn eine Stelle in einer katarischen Firma bekommen hat. Ob das nun Zufall gewesen ist?
Dass er sich nun als Kandidat für das Amt des Fifa-Präsidenten aufgestellt hat, ist eventuell so, als würde man den Teufel mit dem Beezelbub austreiben.
Platini ist nicht der Saubermann, als der er sich nach der Aufdeckung des Fifa-Korruptionsskandals präsentierte. Dennoch haben viele europäische Verbände an ihm festgehalten und werden es gewiss auch weiter tun.
Vielleicht sollte doch der jordanische Prinz zum nächsten Präsidenten gewählt werden. Ob das die allerbeste Lösung ist? Vielleicht immer noch besser als Blatter oder Platini. Recht machen, kann man es ohnehin niemandem. Übrigens, was sagen eigentlich die Leute derjenigen afrikanischen Verbände, die Blatter als Lichtgestalt, als auf die Erde gekommene Gottheit gepriesen haben? Halten sie weiterhin an Blatter fest? Glauben sie, dass es ein Komplott ist, der gegen Blatter in Gange ist? Könnte sein oder auch nicht. Stimmen sind jedenfalls noch keine laut geworden.
Blatter droht durch die Geldgabe an Platini Gefängnis. Entweder fünf Jahre, wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung und treuwidrigen Zahlung, oder sogar zehn Jahre, wenn sich der Verdacht der Unterschlagung erhärten sollte. Denn die Geldzahlung erfolgte zulasten der Fifa, verschwand aber praktisch in irgendeiner Aktennotiz, sodass die ganze Zahlung eben als recht dubios gilt.
Die Fifa hat volle Kooperationsbereitsschaft erklärt, damit alles aufgeklärt wird. Besonders interessant wird es, wie lange Blatter sich noch wird halten können. Zurücktreten will er schliesslich erst Anfang nächsten Jahres, damit die Fifa einen Neuanfang starten kann.
Genauso gut es sein, das Blatter zu dem Zeitpunkt schon verurteilt wurde. Da wird er bereits vorher entweder zurücktreten müssen oder es wird entschieden, dass er das Präsidentenamt mit sofortiger Wirkung aufgeben muss.
Was auch immer sein wird, der Ruf der Fifa ist bis ins nächste Jahrzehnt hinein geschädigt. Ein neuer Präsident wird viel zu tun haben, um den Ruf der Fifa wieder halbwegs herstellen zu können. Aber das kann nicht gehen, wenn der neue Präsident Michel Platini heissen wird.

Vom Fifa-Korruptionsskandal, zum Abgas-Skandal von VW. Als bekannt wurde, dass VW bei den Abgasemissionen von verschiedenen Modellen und damit Millionen Autos geschummelt hat. Wobei geschummelt es verharmlost. Betrogen trifft es eher, denn es wurde die Software manipuliert und so viel niedrigere Werte festgestellt, als es eigentlich waren. Damit galten die Autos als sauberer, obwohl sie mehr Emissionen ausstiessen, als getestet wurde.
Der Skandal begann in den USA, wo VW schon im April mitgeteilt haben soll, dass die Autos mehr Schmutz ausstossen als gedacht. Aber richtig losgegangen ist die Lawine erst in den letzten Tagen, wo sich schliesslich offenbarte wie viele Millionen Autos von dem Abgas-Skandal betroffen sind.
Da kauft man sich nichtsahnend ein Auto, denkt, es würde nicht so viel Schmutz in die Atmosphäre schiessen als andere und wird am Ende eines besseren belehrt.
Aber ist es ein Wunder, dass es so gekommen ist? Nein, denn wir wollen immer mehr Hubraum, mehr PS, mehr, mehr, mehr…
Nur dieses mehr geht eben zulasten des Energieverbauchs und damit auch dem Ausstoss an schädlichen Emissionen.
Vor allem sind die Autobauer auch nicht wirklich daran interessiert, emissionsfreie Autos oder welche mit niedrigen Ausstoss zu entwickeln. Es würde so schwierig sein, so kompliziert und welche Ausrede auch immer genommen wird.
Und da eben die Abgasuntersuchung nur ein einziges Mal durchgeführt wird, ist es kein Wunder, dass VW diese Gelegenheit beim Schopfe packte und eben diese Untersuchungen manipulierte. Ganz ehrlich sind doch diejenigen schuld, die entschieden, dass ein Modell nicht mehr als einmal untersucht werden muss. Das ist Blauäugig. Und genau das wird nun bestraft.
VW erlebt nach einem aufregenden Frühjahr, einen genauso aufwühlenden Herbst. Nur dass es nun um weitaus mehr geht als im Frühjahr. Dieser Abgas-Skandal betrifft nicht nur die USA, sondern auch Europa.
Der bisherige Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn musste seinen Hut nehmen und wurde Matthias Müller ersetzt. Doch bereits nach wenigen Tagen werden Stimmen laut, dass Müller nicht die richtige Wahl für den Posten sei. Aber wer soll es denn machen?
VW kommt nicht zur Ruhe, der Aktienkurs ging in die Tiefe, erholte sich, sackte wieder, aber nicht mehr so stark wie zuvor.
Man darf gespannt sein, was noch alles aufgedeckt wird.

Was Autos betrifft, so interessieren sie Elefantendame Mala herzlich wenig. Zwar hat sie auch einmal einen VW getestet, ob er denn genug Stauraum hat, aber ansonsten interessieren sie nur Elefantenstärken. Da sei sie einem Auto an Kraft überlegen, denn sie könne problemlos einen Wagen schieben. Vor allem könne sie ihn ausbeulen, wenn sie sich mit dem Hintern drauf setzt. Ein Scherzkeks bleibt Mala auch in ihrem Alter.
In dieser Woche hatte Mala ganz schön viel zu tun, denn in der Bundesliga war wieder einmal eine englische Woche angesagt. Dass bedeutete für die alte Kuh, anstelle von einem Spiel, musste sie nun zwei tippen oder wie Mala es herausstellte: Gleich drei Stück auf einmal!
Die letzten beiden Spiele gegen Braunschweig sowie Heidenheim hatte Mala richtig getippt. Ein Unentschieden und ein Sieg. St. Pauli scheint in diesem Jahr tatsächlich den Aufstieg anzustreben, wie Mala es sich erhofft. Momentan halten sie sich auf dem Relegationsplatz, nach dem Unentschieden von Freiburg am Donnerstag können sie sich sogar Hoffnungen auf den zweiten Platz machen. Aber dafür brauchen sie Glück und vor allem, Punkte, Punkte, Punkte…
Dennoch sagte Mala, dass ihr Lieblingsverein gegen Paderborn nur Unentschieden spielen würde. Genauso ist es gekommen. Aber wenn die Verfolger in der Tabelle für St. Pauli spielen, dürfte der Relegationsplatz weiter sicher sein.
Die Pusteblume hingegen hat von drei Spielen nur eines richtig getippt, nachdem sie sich zuvor gleich viermal richtig entschieden hatte. Aber mit dem Unentschieden hat sie es nicht so. Tippt lieber auf Sieg oder Niederlage.
Wobei sie beim Paderborn-Spiel kurz für ein Unentschieden plädiert hatte. Vielleicht hat Jonas einfach keine Ahnung, was die Pusteblume ihm sagen will.
Jedenfalls hatte sie das Spiel gegen Heidenheim richtig getippt. Besser als überall daneben zu liegen. Aber so ist das.

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Wenn TV-Serien auserzählt sind


Nordkorea schäumt vor Wut und schmeisst mit Schimpfwörtern um sich. Denn Sony hat die Nordkorea-Satire „Das Interview“ freigegeben. In mehr als 300 Kinos in den USA läuft der Film. Und das sehr erfolgreich, denn die Menschen wollen ein Zeichen setzen und gehen aus Trotz in den Film. Damit wollen sie zeigen, dass sie sich nicht einschüchtern lassen.
Denn wie wir uns erinnern, wurde Sony Pictures vor einiger Zeit gehackt. Drehbuchentwürfe und peinliche Emails tauchten auf. Das FBI wurde eingeschaltet und ermittelt gegenwärtig immer noch. Als Verdächtiger wird immer noch Nordkorea angesehen. Bei denen fiel vor einigen Tagen für neun Stunden das komplette Internet aus. Das Land war praktisch doppelt von der Aussenwelt abgeschnitten. Natürlich wurde gleich die USA als Bösewicht angesehen, aber die wiesen gleich jegliche Schuld von sich. Im Übrigen kann der Ausfall des Internets auch Zufall gewesen sein. Man wundert sich sowieso, das die eine Internetverbindung haben.
Praktisch stellte man sich Nordkorea immer nur führend bei Militäraktionen samt Material vor, aber Technik? Uralte Computer aus der Zeit Anfang der 90er, die von USB keine Ahnung haben, geschweige denn eine Internetverbindung. Aber da haben wir uns getäuscht. In gewissen Hierachien gibt es Internet und moderne Computer. Aber da gibt es auch eine ganz normale Essensversorgung wie im Westen. Ansonsten wäre Kim Jong Un sicherlich nicht so „wohlgenährt“.
Sony Pictures wurde gehackt, um eine letzte Warnung abzulassen, dass die Satire „Das Interview“ nicht zu erscheinen habe.
Und nun wurde der Film einfach veröffentlicht, obwohl Nordkorea sich sogar bei der UN wegen des Films beschwert hatte. Man solle keinen Film, mit dem Versuch ein lebendes Staatsoberhaupt zu töten, drehen und auch noch zeigen. Allerdings steht Nordkorea ganz allein mit seiner Meinung – wie so oft.
Im Grunde genommen ist es recht seltsam, dass Nordkorea sich so echauffiert, denn ausser denjenigen, die das grosse Sagen haben, erhält ohnehin niemand der einfachen Bevölkerung Kenntnis. Aber dafür lassen sie sich gut manipulieren, ihnen einzureden, dass das Ansehen ihres „grossen Führers“ beschädigt wurde.
Und nun hat Nordkorea zum ganz grossen Schlag ausgeholt und bezeichnet US-Präsident Barack Obama als „Affe im Urwald“. Das ist Rassismus auf ganz unterster Schiene. Nur wieso wundert man sich nicht, nichts anderes von Nordkorea erwartet zu haben?
Irgendwie traut man dem Land einfach nichts zu. Ob das an ihrem Anführer liegt, der tatsächlich wie eine „schlechte Witzfigur“ wirkt? Obwohl man Kim Jong Un natürlich nicht unterschätzen sollte. In seinem nahen Verwandtenkreis hat er schon ganz schön aufgeräumt. Und nun sind eben die USA dran – das alte Feindbild.
Man darf gespannt sein, was als nächstes kommen wird. Nordkorea legt das Internet in den USA lahm? Wir werden es sehen. Nordkorea hat unter anderem auch noch mit „tödlichen Schlägen“ gedroht. Wird da jetzt die Atombombe gemeint? Aber doch höchstinteressant, wie man ein Land durch einen einzigen Film so in Aufruhr versetzen kann.
Wenn ich es genau überlege, komme ich zu dem Schluss, dass Nordkorea so ein Theater macht, weil die Autorität von Kim Jong-Un nicht gewahrt wird. Die Untertanen könnten erfahren, dass man sich in anderen Ländern über den „grossen Führer“ lustig macht. Folglich könnte er von der eigenen Bevölkerung nicht mehr ganz ernst genommen werden.
Ja, das scheint mir als tatsächlicher Grund, warum Nordkorea so sauer ist.

Weihnachten ist traditionell die Zeit, wo im Fernsehen nichts Vernünftiges läuft. Pro7 hatte sein Augenmerk auf blutige Filme gelegt, während ARD und ZDF wieder mit Märchen ohne Ende punkteten. Also wirklich, sollen die Kinder den ganzen Vormittag vor dem Fernseher hocken und sich Märchen ansehen? Davon halte ich persönlich nichts. Wobei die Filme bis in den späten Nachmittag gingen, also viel zu lange, als das man Kinder so lange vor dem Fernseher hocken lassen sollte.
Ärgerlich fand ich aber ganz etwas anderes und zwar die allzu seichten Geschichten, die dem Zuschauer geboten werden. Da war einmal das Weihnachtsspecial von „Um Himmels Willen“ am ersten Weihnachtstag. Der Film hätte nach gut der Hälfte, also 45 Minuten vorbei sein können. Stattdessen musste man sich einen Schwachsinn ansehen, der nun wirklich nicht mehr lustig war.
Ich bin ohnehin der Meinung, dass die Serie auserzählt ist. Aber nein, jedes Jahr kommt von neuem eine weitere Staffel mit weiteren hergeholten Geschichten. Was bei „Don Camillo und Peppone“ noch lustig war, hat sich hier ins Gegenteil gekehrt.
Vielleicht haben das auch endlich die Zuschauer erkannt, denn der Film kam auch gerade einmal knapp vier Millionen Zuschauer. Eventuell haben alle anderen sich auch Helene Fischer angetan. Ich freue mich immer noch wie ein Schneekönig, dass nun Robbie Williams für VW Reklame macht. Könnte er eventuell auch für Meggle-Butter das neue GEsicht werden oder irgend jemand anderes. Ich würde das Produkt gerne mal wieder kaufen, aber solange Helene Fischer dafür Reklame macht…
Mit den schlechten Handlungen ist es beim ZDF-Traumschiff ähnlich wie bei „Um Himmels Willen“. Der Drehort, also die MS Deutschland, hat gerade damit zu kämpfen, ob sie überhaupt noch weiterfahren kann. Es muss ein Investor gefunden werden und da sieht es momentan düster aus. Also eigentlich kein Problem, die Serie nach nun 30 Jahren endlich einzustellen. Denn was da gestern wieder lief, war erstens zu langwierig und zweitens an vielen Stellen auch noch unglaubwürdig. Ganz so ein Blödsinn wie die Neujahrsfolge wars zwar nicht, aber gleich darunter.
Hat es nicht vor Jahren schon geheissen, dass die Serie auserzählt sei? Ich glaube mich an so etwas zu erinnern. Alles sei schon mal da gewesen. Mir ist egal, ob eine Handlung einer anderen ähnelt, hauptsache die Geschichte ist gut. Und das ist es leider nicht.
Was macht man also? Richtig, man sieht sich das nicht mehr an. Aber da scheine ich in der Minderheit zu sein, denn beide Serien sind immer noch sehr beliebt. Gestern war das „Traumschiff“ der grosse Quotensieger. Wobei das kein Wunder ist, wenn auf der ARD nur ein Tatort aus Saarbrücken läuft. Der Krimi mag zwar neu gewesen sein, aber wirklich beliebt ist der Saarbrücker Tatort nicht mehr, seitdem das Team dort ausgetauscht wurde. Die Handlung ist abstrus, nicht wirklich nachvollziehbar und nicht witzig, obwohl Witze eingebaut wurden. Es mag besser geworden sein, aber dennoch ist der Saarbrücker Tatort meilenweit von seinen Vorgängern entfernt.
Oder dann gibt es die Filme, Krimis natürlich, die so geschrieben sind, dass man sofort auf ein Detail stösst und sofort die richtigen Schlussfolgerungen zieht. Deshalb hat man schon Ewigkeiten vor dem Kommissar den Täter entlarvt und wartet nur noch müde auf eine Bestätigung. Wobei es auch den Fall gibt, dass der Täter eben der ist, der am bekanntesten ist. Zu prominent besetzt, kann man das nennen.
Man sollte nicht ständig vor der Glotze hocken. Ein Geheimnis ist es auch nicht mehr, das das Fernsehprogramm immer schlechter wird. Und das die Handlungen der Serien und Filme auch nicht intelligenter werden, ist auch nichts Neues. Dennoch werde ich es immer wieder erwähnen – auch wenn sich höchstwahrscheinlich nichts ändern wird.

 

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Weihnachtszeit ist meist nur noch Kommerz


Jetzt ist morgen bereits der 1. Dezember und ich fühle mich so was von unweihnachtlich, wie es sich niemand vorstellen kann. Ich bin ja noch nie ein wirklicher Weihnachtsfan gewesen, ausser als Kind versteht sich. Aber seit über zehn Jahren ist mir das alles zuviel. Ich kann Weihnachten wirklich nichts mehr abgewinnen. Egal ob Tannenbaum oder Geschenke. Ich könnte das sofort abschaffen und mir würde wirklich nichts fehlen.
Aber es geht ja nicht um mich. Wenn es immer nur um mich gehen würde, wäre die halbe Industrie pleite. Denn ich bin schliesslich nicht so kaufwütig. Weder Kleidung, noch Musik, noch ich weiss nicht was. Von den täglichen Dingen, die man braucht, einmal abgesehen.
Aber morgen eben wieder Weihnachten. Wir haben in der Redaktion dieses Jahr auch wieder einen Adventskalender aufgestellt. Ist nicht wirklich was Besonderes. Aber jeder von uns wird ausgelost und bekommt den Inhalt. Nicht mehr als Schokolade und ein lustiges Sprüchlein. Gut, wir sind ein paar mehr als 24, deshalb sind es zwei Adventskalender. Und dann dödelt wieder den halben Tag, kurz vor Weihnachten, irgendwelche blöden Weihnachtslieder-Versionen durch die Redaktion. Irgendwie kann ich mich bis heute nicht daran gewöhnen. Aber so muss man das wohl akzeptieren.
Na ja, es wird wieder kräftig geworben. Adventskalender werden für völlig überteuert gehalten. Na ja, was muss man auch „Edle Tropfen“ oder den Überraschungsei-Kalender kaufen? Nun ja, bei letzterem hat man garantiert alle Weihnachtsfiguren drin, womit man wahrscheinlich billiger wegkommt, als wenn man massenhaft einzelne Weihnachtseier kauft, die ja meist nicht einmal im Angebot sind. Aber ansonsten stimmt es schon, dass Adventskalender oft ihr Geld nicht wert sind. Diese für Kinder, mit einem Weihnachtsplättchen hingegen sind seit Jahren eigentlich immer für etwa einen Euro zu bekommen. Also die haben sich nicht wirklich verteuert.
Dann sind da auch noch die Weihnachtsverpackungen von einzelnen Pralinen oder was auch immer so angeboten wird. Auch natürlich völlig überteuert. Aber es wird anscheinend gekauft. Wenn man es jemandem schenken möchte, kann man es durchaus mal kaufen. Für sich selbst, reicht die normale Ausführung.
Aber so ist Weihnachten nun einmal: Es geht nicht mehr um Besinnlichkeit oder das Fest an sich, sondern um Kommerz. Sprich: Geld, Geld, Geld. Denn irgendwie muss uns das Geld aus der Tasche gezogen werden, damit die Firmen weiter das bekommen, was sie herstellen wollen. Na ja, eigentlich ein gesunder Kreislauf, was natürlich wichtig ist. Und wenn man sich nun nicht vor den Karren spannen lässt? Bei einzelnen Personen tut sich nicht viel, es geht eben um die Masse.
Und genau das ist Weihnachten doch geworden – Kommerz. Nicht mehr und nicht weniger.

Silvio Berlusconi wurde aus dem italienischen Senat ausgeschlossen. Damit endete auch seine politische Immunität. Ganz traurig für Berlusconi, der nun an der Demokratie zweifelt und den Untergang Italiens voraussagt. Eventuell sein Untergang, denn ihm droht angeblich ein weiterer Prozess, weil er Zeugen bestochen haben soll. Nun ist er nicht mehr geschützt. Also, wir werden sehen, was da rauskommt.
Ich finde es ja schon mal gut, dass der Senat überhaupt für Berlusconis Ausschluss gestimmt hat. Da waren die Stimmen doch sehr gemischt, dass man nicht wusste, was am Ende rauskommen würde.

Letzte Woche schimpfte ich auf Arte, dass sie bloss keinen weiteren Berg-Stummfilm zeigen sollten im Dezember. Nun weiss ich, was sie in dem Monat zeigen werden: Charlie Chaplin’s „Der Vagabund und das Kind“. Noch so eine grosse Enttäuschung. Mit Dick und Doof oder Charlie Chaplin braucht man mir genauso wenig als Stummfilm kommen, wie mit Buster Keaton oder Harold Lloyd. Damit kann ich persönlich nichts anfangen. Lei übrigens genauso wenig, die will lieber Filme mit Charles Farrell oder Richard Barthelmess sehen.
Aber wenigstens ist der Januar erfreulicher, was den Stummfilm auf Arte betrifft. Da kommt nämlich die bereits für den vergangenen September angekündigte Stummfilm-Verfilmung „Fantômas“ von Louis Feuillade. Lange drauf gewartet, nun kommt es endlich. Darauf freue ich mich wirklich. Und könnte Arte mir dann noch den Gefallen tun, im nächsten Jahr irgendwann „Michel Strogoff“ zu zeigen. Ausserdem bin ich ja immer noch für einen Ivan Mosjoukine-Themenabend im September 2014. Sollte sich Arte wirklich mal überlegen. Ich werde dazu garantiert noch weiter nerven.

Alle am Donnerstag den Kluftinger-Krimi „Seegrund“ geguckt? Irgendwie fehlte mir ja Kluftingers Nachbar Dr. Langhammer. Der wurde hier mal durch einen Schamanen ersetzt. Auch nicht ganz verkehrt. Keine Ahnung, wie es im Roman steht, denn das ist der einzige, den ich noch nicht gelesen habe. Nichtsdestotrotz keine schlechte Verfilmung. Wieder tauchten beide Autoren kurz auf.
Und nächste Woche kommt schon wieder ein Provinzkrimi ins Fernsehen. Dieses Mal „Dampfnudelblues“, der zweite Band der Franz Eberhofer-Reihe. Warum eigentlich erst einmal der zweite Band verfilmt wird, ist mir schleierhaft, denn bei Kluftinger war das auch so. Da hatten sie dann den Passat sogar durch einen Mercedes ersetzt. Aber ab der zweiten Verfilmung, war der Fehler behoben.
Ich kenne „Dampfnudelblues“ schon vom Münchener Filmfest. Und nein, ich werde an dieser Stelle nicht verraten, wie ich den Film gefunden habe. Soll jeder selbst herausfinden, indem er sich die Verfilmung ansieht.
Und heute dann wieder nichts im Fernsehen. Mal einen Blick auf meine Rubrik „Lesenswert!!!“ werfen, vielleicht findet man ja was. Es sind übrigens noch zwei Aneba-Kurzgeschichten für den Dezember angekündigt worden. Also mal sehen, was es wird. Ausserdem soll das Hardcover von „Die Rollen des Seth“ in der nächsten Woche rauskommen.

 

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