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Trügt der Schein?


Gestern wurde im Bundestag das erneute Rettungspaket für Griechenland gebilligt. Mit Zähneknirschen, aber es wurde gemacht. Nun fragt man sich natürlich, ob Griechenland auch die gestellten Bedingungen einhalten wird. Tsipras ist ja der MEinung, Griechenland brauche nun nicht mehr zu sparen. (schrieb ich auch schon letzte Woche an dieser Stelle). Auch der griechische Finanzminister setzt sich in die Nesseln.
Die ersten Demonstration gegen die Regierung Tsipras hat es auch schon in Griechenland gegeben. Überall ist der griechische Ministerpräsident mit seinem Links-Rechts-Bündnis nicht gern gesehen.
Aber nun hat er erst einmal seinen Willen durchgesetzt und bekommt weitere Finanzhilfen, auch wenn er weiter sparen muss – oder wenigstens sollte.
Andere Länder wie beispielsweise Irland haben sich bereits aus dem Euro-Rettungsschirm wieder verabschiedet, nur Griechenland hängt immer noch am Tropf. Das werden sie auch noch die nächsten fünf Jahre, wenn man dort nicht endlich versteht, wie man sorgsam mit Geld umgeht und wie man wirksam die Korruption bekämpft. Letzteres will Tsipras angeblich in Angriff nehmen. Da bin ich wirklich gespannt, ob er den Filz entwirren kann.
Ich bin immer noch dafür, dass Griechenland bankrott meldet. Das ist das beste, was sie tun können, ansonsten werden sie auch ewig am Geldhahn der EU hängen und nie auf eigenen Beinen stehen.
Erst mal sehen, was Ende Juni sein wird, wenn das aktuelle Hilfspaket auslaufen wird. Dann werden wir sehen, was kommen wird. Vielleicht wird Griechenland wirklich noch aus dem Euro ausscheiden. Man wird es sehen. Angeblich horten Euro-Sammler bereits jetzt jede Euro-Münze, die aus Griechenland stammt. So übertreiben muß man es nun wirklich nicht.

Was gibt es Neues aus Russland und der Ukraine? Erst einmal soll angeblich die Erstürmung Mariupols in den nächsten Wochen bevorstehen. Wie geht das eigentlich bei einer Waffenruhe? Ach, ich vergass, dass diese eigentlich nie richtig eingehalten wurde. Immer gab es kleinere bis grössere Gefechte, nur der wirklich grosse Angriff blieb aus.
Gilt die Waffenruhe eigentlich noch? Hollande sagte, dass diese unbedingt eingehalten werden müsse, damit es nicht zu weiteren Konsequenzen komme. Damit meinte er weitere Sanktionen gegen Russland.
Man fragt sich inzwischen, wie lange dieser Konflikt eigentlich noch dauern wird. So lange wie Putin an der Macht ist? Das kann noch einige Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern. Eine neue Ära à la Stalin scheint eingeleutet worden zu sein.
Das scheint es tatsächlich, denn heute Nacht wurde auf offener Strasse der ehemalige russische Vizeregierungschef Boris Nemzow erschossen.
Nemzow war einer der grössten Kritiker Putins. Da könnte einem der Verdacht kommen, dass der russische Präsident seine Hände im Spiel hätte. Aber was hätte er davon? Nun gut, ein Gegner weniger, der die Klappe gegen ihn aufreisst, aber ansonsten doch nur Scherereien. Denn irgendwann würde schon herauskommen, dass er darin verstrickt wäre.
Aber wer hat sonst einen Nutzen davon? Wenn man es so bedenkt, ist dieser Mord die beste Möglichkeit, um die Putin Gegner und seine Befürworter noch weiter gegeneinander aufzuwiegeln und es zur Katastrophe kommen zu lassen. Denn natürlich denkt man gleich, dass es nur Putin oder seine Anhänger gewesen sein könnten, die Nemzow endgültig mundtot machen wollten.
Nemzow hat die Ukraine-Politik Russlands kritisiert und auch sonst kein Blatt vor den Mund genommen. Dadurch wurde er zu einem unangenehmen Politiker, den man anderweitig nichts nachweisen konnte, um ihn mundtot zu machen. Alle Kreml-Kritiker wurde durch irgendeinen Grund der Mund gestopft, wie fadenscheinig es auch war.
Putin solle gewährleisten, dass der Mord an Nemzow aufgeklärt wird und die Täter zur Rechenschaft gezogen würden, so Merkel.
Schon im eigenen Interesse wird Wladimir Putin die Aufklärung des Mordes vorantreiben, damit es nicht hinter vorgehaltener Hand heisst, er habe den Auftrag gegeben.
Wie es wirklich war, werden wir ohnehin nicht erfahren.

In Deutschland wollen in der nächsten Woche die Lehrer streiken. So weit ich weiss, da ich nachgeschaut habe, wird das in einem Bundesland keine Auswirkungen auf die Schulen haben, weil dort gerade Ferien sind. Ich spreche vom Bundesland Hamburg. Ob dennoch einige Lehrer dort auf die Strasse gehen werden? Könnte ich mir schon vorstellen, aber ich gehe immer von den Lehrern aus, die ich in der Schule hatte.
Warum streiken die Lehrer eigentlich? Weil ver.di es gesagt hat, könnte ich nun lapidar sagen. Ganz falsch ist es nicht, aber den wahren Kern trifft es natürlich nicht. Denn es geht um die Altersversorgung. Die soll umgestellt werden und das passt ver.di nicht. Ich schätze mal, dass die Gewerkschaft wieder zuviel Geld hat und nicht weiss, wie sie das nun ausgeben soll. Vielleicht sollten sie es wie die Stadt Hagen in Westfalen machen und einfach das Geld verspekulieren.
Von mir aus können die Lehrer streiken so lange sie wollen, aber dann sollten sie sich auch endlich einmal anstrengen, den Schülern mit Freude etwas beibringen zu wollen. Viele leiern einfach nur ihr Pensum Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr ab, bis endlich die Rente erreicht ist. So hat man als Schüler wirklich keinen Spass am Unterricht.
Ich selbst kann nur eine Handvoll Lehrer nennen, die wirklich gut waren. Im Internat gab es solche Luschen, wie oben beschrieben nicht. Jedenfalls nicht auf meinem.
Als ich dann das Internat verliess und auf ein ganz normales Gymnasium ging, da lernte ich auf einmal, dass der Lehrer am Schüler an sich nicht interessiert ist. Selbst der Tutor kümmerte sich kaum um seine Gruppe. Vielleicht etwas extrem, aber so ist es bei mir wirklich gewesen. Da gab es Lehrer, die sich über den Lehrplan aufregten, andere holten Anfang des Schuljahres ihren „Fahrplan“ heraus, der dann abgearbeitet werden musste. Dieser Fahrplan galt für viele Jahre und wurde kaum modernisiert. Es gab auch Ausnahmen, aber die waren rar gesät – leider.
Zudem bin ich immer noch der MEinung, dass vor, während und nach dem Lehramtsstudium ein Eignungstest durchlaufen werden sollte, zudem sollten die Studenten nicht nur die Bank in der Uni drücken, sondern auch in die Schulen gehen und dort in der Praxis lernen, wie man mit Schülern umgeht. Letzteres wird gewiss von den Schulen nicht so gewollt, aber wenn Lehrer herangezogen werden sollen, die den Schülern den Unterricht nicht vergällen, ist so was nötig.
Deshalb sollten mal die Schüler dafür demonstrieren, dass sie von Lehrern unterrichtet werden, die sich wirklich für jeden einzelnen Kurs interessieren und nicht ihr eigenes Ding durchziehen wollen.

Hat jemand am Mittwoch oder vielleicht gestern den Starkbieranstich vom Nockherberg gesehen? Also die Rede von Mutter Bavaria war dieses Mal deutlich besser als in den Jahren zuvor, wenn sie auch immer noch nicht die Schärfe erreicht hat, wie bei ihren Bruder Barnabas-Vorgängern. Enttäuschend war dieses Mal das Singspiel. Es gab durchaus einige kleine Höhepunkte, aber es war schwach. Lag auch daran, dass alle Schauspieler kontant auf der Bühne waren, da es in einem geschlossenen Raum – einer Rakete – spielte.
Die Politiker dürften zufrieden gewesen sein, wurden sie doch nicht so arg derbleckt. Da ist der bayerische Politiker an sich sehr empfindlich. Wenn etwas zu Wahres an der Kritik ist, dann ist man gleich beleidigt.
Deshalb sind Rede und Singspiel auch nicht mehr so bitterböse wie es früher noch war. Ja, die Politiker sind dünnhäutiger geworden. Ändert sich vielleicht auch noch irgendwann einmal. Und nun warte ich auch auf den Maibockanstich. Da gibt es zwar kein Singspiel, ist aber auch sehr lustig an der einen oder anderen Stelle.

Bayern München setzt seinen Vormarsch auf die nächste Meisterschaft fort. 4:1 gewannen sie gestern Abend gegen die Geissböcke, also Köln.
Langweilig wie immer ist es also in der ersten Bundesliga. Man hat sich daran gewöhnt, dass es fast immer der FC Bayern ist, der die Meisterschaft erringt. Umso interessanter ist es in der Zweiten Liga. Dort ist im Abstiegskampf noch alles offen, obwohl der FC St. Pauli gute Arbeit leistet, um tatsächlich den Weg in Liga Drei anzutreten.
Elefantendame Mala wäre natürlich sofort zur Stelle, um den Super-GAU zu verhindern. Ihrer Meinung nach könne sie elf Spieler auf einen Schlag ersetzen. Den Gegner würde sie einmal kurz anpusten – dafür wird der Rüssel drei Tage nicht gewaschen – und dann stürmt sie direkt aufs gegnerische Tor zu und versenkt den Ball im Netz.
Soviel zum Wunschdenken der alten Kuh.
Morgen wird es gegen Erzgebirge Aue gehen. Der Verein steht auch ziemlich weit unten in der Tabelle. Aber wie schon gegen 1860 wird wohl auch St. Pauli dieses Mal beweisen, dass sie einen vermeintlich leichten Gegner nicht wegputzen können. Ausserdem kommt noch hinzu, dass gerade Erzgebirge Aue derjenige Verein ist, wo St. Pauli immer seine Punkte lässt. Wenn sie tatsächlich mal gegen Aue gewinnen, kommt das beinahe schon einem Wunder gleich.
Aber genau an dieses Wunder glaubt die Pusteblume, das Fussballorakel von Jonas. In der letzten Woche hatte sie den richtigen Riecher bewiesen, als sie auf eine Niederlage gegen 1860 München tippte. Und dieses Mal glaubt sie eben, dass St. Pauli gegen Aue gewinnen wird. Ob sie tatsächlich recht behalten wird? Jonas ist skeptisch. Bloss weil sie einmal richtig lag, muss es jetzt nicht sein. Sie ist halt nicht das grösste aller Fussballorakel, sondern nur die Vertretung der Vertretung. Aber sie findet es immer noch sehr interessant, auch wenn sie wahrscheinlich nicht den Sinn versteht, der hinter der Fragerunde steht.
Elefantendame Mala ist etwas skeptisch, was einen Sieg betrifft. Zwar glaubt sie nicht daran, dass St. Pauli vollständig versagen wird, aber drei Punkte werden sie nicht holen. Die alte Kuh ist für ein Unentschieden.
Wer wird am Ende nun recht behalten? Die Pusteblume mit ihrer schlechten Quote oder aber Elefantin Mala, die seit mehr als vierzig Jahren weiss, wie der Ball gerollt werden muss.

 

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Wenn die Niederlage als Sieg verkauft wird…


Griechenland hat nicht seinen Willen bekommen, aber Deutschland auch nicht. Worum es geht? Natürlich um das liebe Geld, das Griechenland bekanntlich nicht hat, aber haben will, damit sie nicht den Staatsbankrott erklären müssen.
Griechenland wollte eine Verlängerung der EU-Finanzhilfen, dafür aber kein Entgegenkommen zeigen. Kein Wunder, dass die Bundesregierung damit nicht einverstanden war. Nun hat Deutschland nicht die Macht mit seinem Nein alles zu blockieren, die anderen EU-Länder haben auch noch ein Wörtchen mitzureden. Aber ein wenig hat Deutschlands Stimme schon Gewicht, ansonsten hätte Tsipras nicht mit Merkel telefoniert, nachdem das Nein bekannt wurde.
Nun kam es zu einem Ergebnis: Die Finanzhilfen werden noch um vier Monate bis Juni verlängert, im Gegenzug wird Griechenland weiter sparen. Und das war der Streitpunkt. Griechenland sah nicht ein, warum sie sparen sollten. Aus dem Grund wurde Tsipras auch gewählt, weil er Schluss machen wollte mit den Einsparungen.
Aber wie will er Geld verprassen, dass er nicht hat und auch nicht bekommt? Genau, da muss man zurückrudern, klein beigeben und all das machen, was gefordert wird.
Es war bereits spekuliert worden, dass Griechenland aus dem Euro austreten wird, wenn die Finanzhilfen nicht verlänger werden. Vom sogenannten Grexit war die Rede. Wer auch immer sich das ausgedacht hat, ich muss da eher an eine Echse denken als an den Euro-Austritt Griechenlands.
Und obwohl Griechenland nun weiterhin Gelder bekommen wird, klafft weiterhin eine Finanzlücke im Land, die sich nicht so schnell schliessen wird.
Irgendwie bleibt fraglich, ob Griechenland sich wirklich in den nächsten Jahren erholen wird. Warum gehen sie nicht in den Bankrott? Das ist manchmal eine gute Sache.
Griechenland bekommt seine Finanzhilfen, macht die bekannten Zugeständnisse wie bisher und was macht Griechenlands Ministerpräsident? Der wertet die Einigung der Euro-Länder in Brüssel für sich. Denn Griechenland brauche ab nun nicht mehr sparen und sich von der Troika, die aus der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) besteht, nicht überwachen lassen. Gut, letztere Institutionen werden nicht mehr Troika genannt, erfüllen aber weiterhin dieselbe Aufgabe, die sie zuvor als Troika erfüllt haben. Kurz gesagt schauen sie Griechenland auf die Finger, ob die denn auch zur Zufriedenheit der EU handeln und nicht das Geld verprassen. Fällt deren Bericht nun positiv aus, wird Geld freigegeben.
Was hat Tsipras da nur verstanden? Griechenland muss weiterhin sparsam sein, muss das Geld sinnvoll einsetzen. Doch nein, Tsipras ist der MEinung, dass nun nicht mehr gespart werden müsse und überwacht würde Griechenland auch nicht mehr, ob das Geld auch sinnvoll verwendet wird.
So verkauft man seinen Landsleuten eine Niederlage als Sieg. Genau so funktioniert es. Haben schon andere versucht, wie beispielsweise Napoleon, der den Franzosen das Fiasko des Russland-Feldzugs als grossen Sieg verkaufen wollte.
Nun ja, nach den grossen Worten schlägt Tsipras leisere Töne an und sagt, dass noch vieles getan werden müsse, um Griechenland aus der Krise zu holen und nicht mehr auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Ausserdem würde es nun möglich werden Reformen voranzutreiben, damit Korruption und Steuerhinterziehung bekämpft werden können.
Ich bin wirklich gespannt, was sich in Griechenland weiter tun wird. Bis Ende Juni wird es erst einmal weiter Geld geben. Aber die eigentliche Frage bleibt doch, wie lange Griechenland der EU noch auf der Tasche liegen wird. Wäre ein Staatsbankrott nicht die einfachere Lösung?

Seit letzter Woche sollen in der Ostukraine die Waffen ruhen. Zu schlimmen Gefechten wie in der Vergangenheit kam es auch nicht mehr, dennoch gibt es keinen wirklichen Frieden. Die prorussischen Separatisten haben die zuvor eingeschlossene Stadt Dewalzewo erobert. Schafft man so etwas, wenn Waffenruhe herrscht? Vielleicht hat man psychologische Kriegsführung betrieben, nur glaube ich nicht daran, dass die prorussischen Separatisten solch ein psychologisches Geschick an den Tag setzen. Also doch mit Waffengewalt erobert.
Nun aber das Seltsame: Trotz offenkundiger Verletzung der Waffenruhe wird weiterhin daran festgehalten. Es kommt nicht einmal zu einer grossen Rüge. Nun gut, Hollande hat gesagt, dass nun endlich die Waffen ruhen müssten, ansonsten würde es weitere Sanktionen gegen Russland geben. Darüber lacht Russland doch.
Worüber Russland weniger lachen wird, ist die Tatsache, dass sie von der Ratingagentur Moody’s nur noch auf Ramschniveau rangieren. Sie sind weiter abgestuft worden. Das ärgert Russland, aber Sanktionen interessieren sie nicht weiter.
Und ich habe im Grunde auch keine Lust mehr, über die Krim-Krise zu schreiben. Immer nur das gleiche. Keiner hält sich an die Absprachen, der eine schiebt dem anderen die Schuld in die Schuhe. Man weiss überhaupt nicht mehr, was man eigentlich glauben soll.
Ob die Eroberung der Krim nur der Anfang von Russlands Träumen, die einstige frühere Grösse zu erreichen, war, bleibt dahingestellt. Befürchtet wird es jedenfalls. Nun sagt auch der Vizekommandeur der Nato in Europa, Sir Adrian Bradshaw, dass Russland weitere Gebiete der Nato erobern könne.
Man muss auf alles vorbereitet sein. Solange Putin an der Macht ist, kann alles passieren. Vielleicht will er die Gebiete der ehemaligen DDR zurück. Zwei-plus-Vier-Vertrag, was ist das nur?
Hat eigentlich jemand diese sehenswerte Dokumentation über Putin am Dienstag auf dem ZDF gesehen. Sehr informativ und vor allem weitaus interessanter als die gefühlte hunderste Staffel „Um Himmels Willen“ in der ARD. Da heisst es nur noch, dass die Serie weit entfernt von einstigen Spitzenquoten ist. Im wie vielten Jahr läuft die Serie bereits? Die Serie ist auserwählt, aber das hat die ARD noch nicht begriffen, sondern hält weiterhin daran fest. Die Serie hatte vor Jahren ihren Reiz, aber das ist lange vorbei. Nun muss die ARD nur noch den Mut finden, die Serie einzustellen. Bei „Verbotene Liebe“ haben sie es doch auch geschafft und die Daily zu einer Weekly gemacht. Wobei ich mich frage, ob die Quoten von „Verbotene Liebe“ nicht besser waren als beim „Quizduell“. Die Werte sind grottenschlecht. Übrigens hat Jonas mir erzählt, dass in der Hamburger Innenstadt am frühen Nachmittag Leute angesprochen würden, ob sie am Abend live als Zuschauer beim „Quizduell“ sitzen möchten. Jonas gehörte zu diesen Personen und hat sofort angenommen. Wenn er was umsonst geboten bekommt, nimmt er sofort an. Gefallen hat es ihm nicht. Er weiss nun definitiv, warum er sich die Quizshow bisher nicht angetan hat. Nun ist er um eine Erfahrung reicher und nimmt vielleicht nicht alles, was es umsonst gibt.

Elefantendame Mala ärgert sich mal wieder über ihren Lieblingsverein, den FC St. Pauli. Gegen Greuther Fürth verloren sie am Montag glücklos mit 1:0. Glücklos auch deshalb, weil St. Pauli einen Elfmeter zugesprochen bekam und der Linienrichter diesen Elfmeter wieder aufhob.
Wenn St. Pauli diesen Elfmeter bekommen hätte, vielleicht hätten sie ein Unentschieden zustande bekommen. Dann hätten zwar Mala und die Pusteblume auch daneben gelegen – wobei die Pusteblume anfangs wohl zu einen Unentschieden tendiert hätte, aber Mala war für einen Sieg gewesen.
Ja, ganz richtig gelesen. Das grösste aller Rüsselorakel hatte sich vertippt. Mala war für einen Sieg St. Paulis gewesen, schliesslich schwächelte Greuther Fürth schon seit einigen Spielen. Nur gegen St. Pauli, da schaffen sie natürlich einen Sieg. So langsam glaubt Mala wirklich daran, dass St. Pauli absteigen will.
Dennoch hat sie mal wieder die Parole ausgegeben, dass sie bereit stehe, weil sie Zeit hätte. Bei der alten Kuh klingt es allerdings schöner: „Ich steh bereit, ich hab Zeit.“
Sie würde jede Position übernehmen, am liebsten die eines Torwarts, aber die ist gerade besetzt. Ihre zweitliebste Position ist die eines Abstaubers, denn das beherrsche sie besonders gut. Wobei ich allerdings glaube, dass sie mit Abstauben eher das abstauben von Futter meint. Darin ist sie Weltmeister, das stimmt.
Mala tippte das heutige Spiel von St. Pauli gegen 1860 München. Die 60er haben vor einigen Tagen ihren Trainer MArkus von Aalen beurlaubt. 1860 steht nur einen Platz über St. Pauli, also auf dem vorletzten Platz. Nun könnte man natürlich meinen, dass St. Pauli endlich erkannt hätte, was es geschlagen hat und gegen den Vorletzten muss man unbedingt gewinnen, vor allem wenn es nächste Woche gegen den Drittletzten geht. Nur leider ist das so eine Sache, wenn ein vermeintlich leichtes Spiel ansteht, versaut St. Pauli sich das garantiert. Ausserdem muss man bedenken, dass 1860 München eben den Trainer beurlaub hat. Deshalb sah Mala auch schwarz und tippte auf eine Niederlage, genauso wie die Pusteblume. Jonas war der festen Überzeugung, dass sein Fussballorakel dieses Mal recht haben würde. Zeit wurde es, ihre Quote ist bekanntlich unterirdisch schlecht.
Was soll man sagen? Ja, St. Pauli hat das Spiel verloren. 2:1 hiess es am Ende. Dabei hat St. Pauli sogar zwei Tore geschossen, nur leider war das erste Tor für 1860 ein Eigentor. Praktisch der Anfang vom Ende für St. Pauli, könnte man sagen. Torchancen wurden versiebt ohne Ende. Was nützt es, wenn man den Torschuss übt, aber im Spiel selbst es zu keinem Erfolg kommt?
Mala bietet sich immer noch an, denn sie habe bekanntlich Zeit und stehe bereit.
Und die Pusteblume hat endlich mal wieder ein Spiel richtig getippt. Gegen Aue sieht sie übrigens einen Sieg voraus. Nicht, dass sie nun zu forsch wird.

 

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Spielt Russland wieder falsch?


Nach einem 16stündigen Verhandlungsmarathon wurde am Donnerstagmorgen in Minsk das Ergebnis verkündet: Ab dem 15. Februar wird in der Ostukraine eine Waffenruhe herrschen.
So sagte Russlands Präsident Putin, aber er soll auch gesagt haben, dass es nicht die prorussischen Separatisten wären, die andauernd die vereinbarten Waffenruhen unterbrechen würden, sondern die Ukrainer. Haben die sich verkleidet, sich in das Gebiet der „Abtrünnigen“ geschlichen und dort dann abgefangen zu schiessen und Raketen loszuschicken? Anscheinend ist es wohl so laut russischer Sicht geschehen. Na ja, es gibt immer zwei Seiten und jede sagt was anderes.
Aber nun soll es also ab morgen eine Waffenruhe geben. Wie lange wird sie dieses Mal halten? Laut USA soll Russland schwere Waffen ins umkämpfte Gebiet verlagern und auch für weiteren Nachschub für die Rebellen sorgen. Auch der ukrainische Präsident Poroschenko glaubt nicht wirklich daran, dass Russland sich an die Waffenruhe halten werde, hätte Russland seine militärische Offensive doch weiter verstärkt. Das Minsker Abkommen würde damit in Gefahr sein. Doch nun hat Russland völlig überraschend eine UN-Resolution eingebracht. Angeblich, um damit zu gewährleisten, dass die Waffenruhe auch wirklich eingehalten wird. Politisches Kalkül oder Augenwischerei?
Interessant ist erst einmal, dass Russland sich nur als Bürge des Friedensabkommens sehe. Was dort vor Ort geschehe, können sie nicht beeinflussen. Im Grunde genommen ist das, was Kreml-Sprecher Peskow gesagt hat, praktisch ein Freifahrtsschein dafür, dass Russland sich die Hände in Unschuld wäscht, wenn auf der Krim wieder Kämpfe ausbrechen und es nichts mehr ist mir der Waffenruhe.
Gerade deshalb ist es so überraschend, dass Russland einen Resolutionsentwurf in den Weltsicherheitsrat eingebracht hat. Dieser Entwurf soll alle Konfliktparteien dazu aufrufen, dass Minsker Abkommen auf der Krim umzusetzen.
Im Text spielt sich Russland als der grosse Friedensmacher auf, denn man sei „tief besorgt über die furchtbaren Ereignisse“ in der Ostukraine. Nur mit friedlichen Mitteln – wie auch immer nach Moskaus Meinung aussehen mögen – sei eine Lösung möglich.
Wieso glaube ich, dass dies Augenwischerei ist und am Ende die Ukraine als die Bösewichte dastehen werden, die die Waffenruhe nicht gewahrt haben? Und genau das wird eintreten.
Interessant ist weiterhin, dass Russland bisher alle eingebrachten Resolutionen blockiert hatte, da sie ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates sind.
Wer übrigens gedacht hat, dass in der Ostukraine sich die Situation entschärfen würde, nachdem die Waffenruhe ab dem 15.Februar verkündet wurde, hat sich geirrt. Denn seitdem sind die Kämpfe noch einmal ordentlich angeschwollen. Es sieht so aus, als wollen die prorussischen Separatisten eine Entscheidung erzwingen bis es zur Waffenruhe kommt.
So schön der Erfolg in Minsk vielleicht sein mag, wird er dennoch keine Lösung im Streit um die Krim zwischen der Ukraine und Russland sein. Dort wird erst Schluss sein bis Russland samt Putin erreicht hat, was sie haben wollen.
Es wird schon seit längerem davon gesprochen, dass Russland wieder sein Gebiet erweitern will und auf die Masse aus Sowjetzeiten zurückwill. Dazu gibt es auch die Breschnew-Doktrin, von der ich vor einigen Wochen/Monaten bereits einmal gesprochen habe. Damit ist es Russland legal möglich in ein anderes Land einzumarschieren, wenn sich die dort lebenden Russen benachteiligt fühlen.
Deshalb wird auch gerne gewitzelt, dass die ehemalige DDR, also die Bundesländer, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Meckelnburg-Vorpommern sowie Ost-Berlin wieder von Russland einverleibt werden. Deshalb taucht auf öfters der Witz auf, dass das Finale der WM 2018 in Ost-Berlin stattfinden würde. Kürzlich bei der Fastnacht in Franken wurde darauf wieder eingegangen, auch wenn es dann eher darum ging, dass in Bayern andauernd der Strom ausfällt, weil es von sämtlichen Stromtrassen abgeschnitten ist.
Aber zurück zum Minsker Abkommen. So schön das Ergebnis sein und klingen mag, ich glaube nicht daran, dass es allzulange halten wird. Vielleicht einen Monat, wenn überhaupt. Dann werden die Kämpfe dort weitergehen. Wahrscheinlich wird es wieder heissen, dass die Ukraine begonnen hätte. Selbst wenn das Gegenteil bewiesen wird, werden die prorussischen Separatisten bei ihrer Wahrheit bleiben.
Eine Lösung wird es in der Ostukraine bis auf weiteres nicht geben.

Heute ist also endlich der Tag der Tage: Valentinstag. Bereits seit Tagen werden verstärkt irgendwelche blödsinnigen Sachen angeboten, die man seinem/seiner Liebsten schenken sollte. Pralinen in Herzform, Bonbons, Kekse, ich weiss nicht was noch alles in Herzform angeboten wird. Der Preis ist mehr als unverschämt, denn die normalen Produkte davon kosten nur einen Bruchteil davon.
Kommerz ohne Ende. Vor allem lasse ich mir doch nicht vorschreiben, dass ich am 14.Februar unbedingt etwas für Regina kaufen soll. Das kann und mache ich an jedem anderen Tag. Ganz freiwillig.

Borussia Dortmund hat sich aus dem Keller der Ersten Liga gespielt. Bereits das zweite Spiel in Folge haben sie gewonnen. Ob sie nun doch nicht absteigen werden? Warten wir es ab.
Elefantendame Mala hingegen wartet noch auf den ersten Sieg ihrer Lieblingsmannschaft. Seit letzter Woche läuft der Spielbetrieb der Zweiten Liga wieder und der FC St. Pauli hatte es nur zu einem müden Unentschieden gebracht, weil er den Weg zum Tor nicht zu finden schien. Bis auf eine Riesenchance hat es wohl auch nichts weiter gegeben. Wenn der Verein so weiter spielt, wird er tatsächlich absteigen, denn jetzt zählen nur noch Siege. Alles andere darf es nicht mehr geben.
Am Montag wird es gegen Greuther Fürth gehen. Vor zwei Jahren spielte der Verein in der Ersten Liga, letzte Saison hätten sie aufsteigen können, wenn sie in der Relegation den HSV besiegt hätten. Nun schwächelt der fränkische Verein. Deshalb sagt Mala auch, dass St. Pauli gegen Greuther Fürth drei Punkte holen wird.
Jonas hingegen ist ratlos mit seinem Fussballorakel, denn die Pusteblume entschied sich erst für ein Unentschieden und dann für einen Sieg des FC St. Pauli. Nun weiss er wirklich nicht, was sie denn ihm hatte sagen wollen. Ich würde mal sagen, dass er sich endlich ein anderes Orakel suchen sollte. Das wohlgenährte Dickerchen ist bestimmt ganz wild darauf, sich als neues Orakel zu probieren. Ähnlich wie Mala ist sie sehr verspielt und übermütig, weiss aber genau, wo ihr Platz ist.
Jonas hat sich entschieden, dass die Pusteblume sich für einen Sieg entschlossen hätte. Damit wäre sie also einer Meinung mit Mala. Mal sehen, ob sie beide recht behalten werden. Dürfte inzeressant sein.

 

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Streik – Wer sind wirklich die Leidtragenden?


Da steht man am Bahnsteig oder wartet auf dem Flughafen entnervt darauf, dass es endlich weitergeht. Aber nichts passiert, denn es wird gestreikt. Das beides sich nun beinahe überschneidet ist wahrlich ärgerlich, zudem enden in einigen Bundesländern auch noch die Ferien.
Da ist das Verständnis für die Streikenden bald auf dem absoluten Nullpunkt. Vor allem bei den Lokführern kann man kein Verständnis aufbringen. Denn da geht es nicht nur darum, dass die Tarife der Lokführer verbessert werden, sondern auch darum, welche Gewerkschaft nun für welche Mitarbeitergruppe die Verhandlungen führen darf. Die beiden Gewerkschaften sind die altbekannte und inzwischen verhasste GDL und die EVG, Eisenbahn- und Verkehrsgesellschaft.
Welch ein Kleinkinderkram. Nun gut, ein Streik ist durch das Grundgesetz geschützt, dennoch ärgert es uns masslos, wenn wir nicht von A nach B können. Heute hat es mich nicht getroffen, aber am Montag war auch ich von dem dreistündigen Streik betroffen. Zwar fahre ich nur wenige Stationen mit der S-Bahn, aber dennoch nervte es. Ich musste die Strecke mit dem Bus fahren, was im Feierabendverkehr nun eine halbe Ewigkeit dauerte, ausserdem waren die Busse restlos überfüllt. Das machte wirklich keinen Spass. Da werde ich wirklich sauer. Vor allem habe ich so langsam das Gefühl, als würden die Lokführer alle paar Monate streiken. Bei den Piloten hat es auch beinahe den Anschein, aber da bin ich nicht persönlich als Passagier betroffen.
Dennoch frage ich mich, was diese Streiks bringen sollen. Sie verärgern schliesslich nicht nur die betroffenen Fahrgäste, sondern sind auch noch teuer für das Unternehmen. Ich will jetzt nicht sagen, dass die Deutsche Bahn und die Lufthansa am Hungertuch nagen müssen, wenn weiter gestreikt wird, dennoch ist es nicht gerade förderlich für das jeweilige Unternehmen. Deshalb wird auch gestreikt, um eben das bestreikte Unternehmen unter Druck zu setzen.
Aber die Forderungen der GDL sind einfach unverschämt. Jedenfalls von aussen betrachtet.
Ich werde dann wohl in den nächsten Tagen mit dem Rad zur Arbeit fahren, noch ist Sommer, da macht mir das nichts aus.

In der Ostukraine gibt es nun eine Waffenruhe, allerdings bleibt fraglich wie lange die halten wird und ob Russland die nicht irgendwie für sich nutzen kann.
Zudem plant die EU schon wieder Russland mit Sanktionen zu belegen. Dieses Mal soll es wohl auch Gazprom treffen. Wie soll das aussehen? Die EU nimmt kein Gas mehr aus Russland an? Das will ich sehen!
Ausserdem wurde in den letzten Tagen diskutiert, dass man 2018 die Fussball-WM in Russland boykottieren solle. Ganz ehrlich, das sind noch knapp vier Jahre bis dahin. Zudem kann in diesem Zeitraum noch viel passieren. Und das wichtigste Argument: Damit bestraft man nicht Russland, sondern die Sportler. Da hat Wolfgang Niersbach völlig recht. Nicht das Land wird bestraft, sondern die Sportler. Wenn Russland in vier Jahren immer noch seine imperialistischen Ambitionen hegt, sollte man sich anderes ausdenken. Man verhängt einfach ein Verbot, dass EU-Fussball-Fans nach Russland reisen. Denn damit kann man Russland strafen, indem keine Zuschauer kommen. Das tut dem Land weh, alles andere nicht.
Russland hat übrigens schon mal angekündigt, dass sie sich auch was Schönes überlegen werden, wenn die EU ihre Sanktionen in die Tat umsetzen wird. Was wollen sie denn noch boykottieren? Lebensmittel nehmen sie doch schon nicht mehr. Was gibt es denn noch?
Aber mir geht die Situation in der Ukraine langsam wirklich auf die Nerven. Wieso kommt niemand darauf, den eigentlichen Auslöser zu bestrafen? Dann dürfte mit ziemlicher Sicherheit das Kapitel die Krim ist Neurussland erledigt sein.

Aus Leipzig hat mir Melinoh berichtet, dass Thura und Saida bereits vergesellschaftet wurden. Beide akzeptieren sich. Wer nun Chefin ist, wurde ihr nicht deutlich. Ihr fiel nur auf, dass der Neuzugang, also Thura, am Weben war. Ja, das hatte ich befürchtet, denn sie muss ständig beschäftigt werden, da die Leipziger Anlage leider etwas reizarm ist. Da webt bald jeder Elefant. Thura machte das nach Ninas und Jonas‘ Aussage allerdings nur, wenn sie rein gar nichts zu tun hatte. Also mehr Beschäftigung. Dazu fiel Melinoh noch auf, dass Saida sich von Rani genervt fühlt, denn diese tritt sie oft weg, wenn die ihr zu nah kommt. Diese fängt dann zu Brüllen an, wo sofort Thura angelaufen kommt. Wenigstens das funktioniert, denn wenn ich Thura mal gesehen habe, war sie an ihrer Tochter nicht wirklich interessiert. Aber Rani soll schon manchmal eine Klette sein. Jonas hat beobachtet, wie sie Shandra so sehr auf die Nerven ging, dass diese unleidlich wurde.
Aber dann hat Melinoh auch beobachtet, dass Thura und Saida eng beieinander standen und sich berüsselten. Dennoch sind es meist Mutter und Tochter die beisammen stehen. Zu Rani hat Thura bei all ihren Jungtieren die engste Bindung, obwohl sie es nie mit Jungtieren hatte – weder mit ihren eigenen noch mit fremden. Das konnte man schon wenige Tage nach Ranis Geburt sehen, wie ich auf Bildern von Nina gesehen habe.
Und Rani würde auch langsam lernen, Saida nicht mehr zu oft zu nerven und sie in Ruhe zu lassen. Die hat auch seit acht Jahren kein Jungtier mehr um sich gehabt, da kann man das Verhalten schon verstehen. Ihre Tochter Salvana ist eine Ausnahme, aber die war damals auch schon neun Jahre alt. Shandra reagierte früher ähnlich auf Jungtiere wie jetzt Saida, sie hatte allerdings Angst vor denen und wollte in Ruhe gelassen werden. nun ist sie die Lieblingstante aller Jungtiere.
Bei „Elefant, Tiger & Co.“ kann man übrigens sehen, dass Saida sich als Chefin aufspielt. Dieses angebliche Schmusen ist ein Unterbuttern. Thura lässt es sich gefallen. Wie lange, das wird man dann sehen. Interessant war, dass sich beide sofort erkannt haben. Es war eine freundliche Kontaktaufnahme. Aber beide haben auch eine schwere Zeit zusammen in Spanien durchgestanden, so was schweisst zusammen, auch wenn man sich bald ein Jahrzehnt nicht gesehen hat.
Wo ich gerade von Leipzig spreche, kann ich auch gleich von Hamburg sprechen, denn da hat Jonas endlich seine Vermutung bestätigt bekommen. Aus gut unterrichteter Quelle – er hat seine Informanten überall – erfuhr er, dass neben Elefant Yashoda auch deren Tochter Kandy sowie Salvana nächstes Jahr Nachwuchs bekommen. Ich hatte mich schon seit Monaten über Jonas lustig gemacht, weil er der festen Überzeugung war, dass Kandy schwanger sei. Begründung: Sie hätte sich mit dem Rüssel so komisch an den Bauch gefasst. Das ist natürlich auch die beste Begründung, die es gibt. Deshalb habe ich es nie wirklich ernst genommen. Wobei ich das letzte Mal, als ich in Hamburg war, mich fragte, ob Jonas nicht recht habe. Denn Kandy wirkte etwas fülliger als sonst, Salvana ebenfalls, aber die ist auch ein wenig verfressen. Denn wenn es heissen würde, als dicken Elefanten seien schwanger, könnte man Shila auch dazuzählen. Aber die ist noch ein wenig klein dafür. Wenn sie noch ein paar Zentimeter gewachsen ist, wird sie sicher auch ein Rendezvous mit dem Elefantenbullen haben. Dann allerdings mit dem Nachfolger von Gajendra, denn dieser wird nächstes Jahr wieder hierher nach Hellabrunn zurückkehren. Bis dahin wird ihn aber wohl auch noch Lai Sinh aufsuchen, denn Darjeeling wird nächstes Jahr drei Jahre alt, da kann sie ihn mal kurz allein lassen. Shila hat das 2010 auch nicht geschadet.
Was noch immer dafür sprach, das Salvana und Kandy schwanger sind, war, dass sie nicht mehr Gajendra besucht haben. Salvana soll nur einmal dagewesen sein, Kandy sogar zweimal. An ihr schien er wohl nicht wirklich interessiert. Habe Bilder von Jonas gesehen, wo sie sich Gajendra anbot, er sich aber nicht um sie kümmerte. Dennoch hat es geklappt. Also dreifacher Nachwuchs im nächsten Jahr für Hamburg.
Mala wird es nicht zurückbringen. Wer noch nicht die Folgen von „Leopard, Seebär & Co.“ gesehen hat, wo die Elefantendame auf ihre Reise nach Belgien vorbereitet wird, kann sich am Mittwoch und Donnerstag die beiden Folgen um 17.10 Uhr auf dem NDR ansehen. Ich erwarte dann auch mal wieder einen Ansturm auf meine Seite. So ist das immer, wenn die Folgen gezeigt werden.
Was macht Mala momentan. Sie geniesst das schöne Wetter, hofft immer noch auf eine Rückkehr und macht weiter bei den Vorführungen mit. Wobei sie dazu so langsam keine Lust mehr hat.
Des weiteren betätigt sie sich immer noch als Fussballorakel. Bei St. Paulis Spiel gegen Greuther Fürth hatte sie auf eine Niederlage St. Paulis getippt, womit sie wie auch der Fressbeutel und die Pusteblume recht hatten. Folge war die Beurlaubung des Trainers und der U23-Trainer Thomas Meggle wurde neuer Trainer der Profi-Mannschaft. Übrigens der erste Trainer seit langer Zeit, der noch einen vollen Haarschopf hat. Denn seit Stanislawski hatten die Trainer alle die Frisur des ehemaligen Kultspielers und jetzigen Supermarkt-Leiters.
Mala jedenfalls freut sich, denn Meggle kenne sie noch aus ihren vergangenen und nie vergessenen Hamburger Zeiten. Das Testspiel gegen Leverkusen hat er schon mal nicht verloren, sondern Unentschieden gespielt. Nun träumt Mala bereits von einem Aufstieg des FC St. Pauli. Aber da sollte sie nicht zu euphorisch sein. Wenn St. Pauli es schaffen sollte, dann haben sie mal wieder sehr viel Glück gehabt. Auf den Relegationsplatz wollen sie wohl auch diesmal nicht, denn der HSV scheint immer noch in der letzten Saison stehen geblieben zu sein. Eine unendliche Geschichte geht weiter.
Heute findet das Abschiedsspiel von Kugelblitz Ailton statt und morgen ist dann der Tag der Legenden. Im Norden ist also eine Menge los.
Die Bundesliga spielt zwar nicht, aber dafür findet das erste EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft statt. Sie spielen gegen Schottland.
Am Mittwoch hatten sie gegen Argentinien gespielt. Praktisch eine Wiederauflage des WM-Endspiels. Obwohl Messi nicht spielte, wobei der beim Finale und während der ganzen WM schon nichts gezeigt hatte, verlor Deutschland glanzlos mit 4:2. Mala ärgerte sich dermassen, weil sie auf Unentschieden getippt. Dabei war sie noch besser als die Pusteblume gewesen, die getippt hatte, dass Deutschland gewinnen würde. Wobei sich Mala eigentlich darüber ärgert, dass sie nicht auf eine Niederlage getippt hat. Ihr Rüssel juckte und sagte was von Niederlage, aber Mala wollte das nicht glauben, weshalb sie letztendlich auf ein Unentschieden tippte. Mala sollte lieber auf ihren Instinkt hören.
Was sagt sie nun beim EM-Quali-Spiel der deutschen Nationalelf gegen Schottland? Deutschland gewinnt, denn das sei ein wichtiges Spiel. Da kann man sich keinen Patzer leisten, vor allem wenn man unbedingt Europameister werden will. Die Pusteblume ist ebenfalls für einen Sieg der deutschen Mannschaft. Aber Jonas ist inzwischen sicher, dass sie ein penetranter Rechtsrüssler ist. Bisher liegt ihre Quote bei 50 Prozent. Warten wir ab, wie sie sich machen wird. Er kann sich immer noch jemand anderen suchen.

 

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Wird Russland tollkühn?


Letzte Woche gab es eine Waffenruhe im Nahen Osten. Gebracht hat sie nichts. Es geht weiter. Nun ist ein israelischer Soldat entführt worden, den das israelische Militär nun mit Hochdruck sucht. Militante Palästinenser sollen ihn entführt haben. Eine neue Anfachung des Konflikts beider Länder. Wobei ich so langsam mich frage, was das eigentlich soll? Da wird jemand aus dem Feindeslager entführt, seine Landsleute sind auf Rache aus, es gibt Tote und Verletzte noch und nöcher, ohne dass sich wirklich etwas bessert. Wollen Palästinenser und Israelis ihre beiden Staaten in eine Trümmerwüste verwandeln, wo nichts und niemand mehr Leben kann. Wäre auch eine Idee, dann würde es den Konflikt in dem Bereich nicht mehr geben.
Aber mit Krieg wird man nicht weiterkommen. Dennoch wird es bei Konflikten überall als Lösung angesehen, wo es doch nur Not, Elend und Tod bringt. Was ist denn das gute am Krieg? Gibt es das überhaupt? Naja, kurzzeitig kann durch einen Krieg die Wirtschaft angekurbelt werden. Mehr allerdings nicht. Ansonsten bringt ein Krieg keine Vorteile. Ausserdem sollte man in der heutigen Zeit wirklich erkennen, dass ein Krieg nicht die Zukunft ist. Allerdings ist Waffengewalt im Nahen Osten, auch im Irak und in Afghanistan, die Lösung schlechthin. Sie schadet Menschen, man macht auf sich aufmerksam und man übt Rache an denen, die es angeblich verdient haben. Damit terrorisiert man die Menschen, verunsichert sie und letztendlich sorgt man so dafür, dass man selbst mit seinen Zielen weiterkommt.
Was nun Israel und Palästina angeht, bin ich der Meinung, dass die eigenen Landsleute den Konflikt schüren. Habe das schon vor einiger Zeit erwähnt, als die israelischen und palästinensischen Schüler entführt und getötet wurden. Mag unglaubwürdig klingen, aber es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte dieser Erde, dass so etwas passiert.
Mit dem Nahost-Konflikt werden wir auch noch in den nächsten Wochen konfrontiert werden. Wenn es zu Frieden kommen sollte, wäre es ein Wunder.

Genauso ein Wunder wäre es, wenn der Konflikt in der Ukraine endlich beigelegt würde. Aber auch da tut sich nichts. Noch immer werden nach Leichen aus dem abgestürzten Flugzeug MH17 gesucht, nun mit Spürhunden. Die Arbeit ist immer wieder gestört worden, obwohl angeblich an einem reibungslosen Ablauf gelegen sei. Die Stimmen gehen auseinander, wobei die Bilder, die wir von dort zu sehen bekommen, natürlich eine eindeutige Sprache sprechen. Die Helfer werden von den pro-russischen Separatisten abgehalten, Sachen der Opfer liegen herum und es sieht nicht so aus, dass was getan wurde.
Nun sind wieder Sanktionen gegen Putin und Genossen beschlossen worden. Irgendwie haut mich das nun wirklich nicht vom Hocker, denn Sanktionen wurden schon mehrere gegen Russland beschlossen, die Putin und Genossen nicht interessierten. Dieses Mal sollen sie besonders die Wirtschaft in Russland betreffen. Wobei natürlich immer im Auge behalten werden muss, das nicht nur irgendwelche europäischen Firmen dadurch beeinträchtigt werden. Noch ist da nichts Schlimmes zu befürchten, aber wenn es so weiter geht, glaube ich nicht, das diese Sanktionen wirklich förderlich sind.
Zumindest scheint nun erst einmal erreicht, dass Putin die jetzigen Sanktionen nicht gefallen, denn er bzw. das russische Aussenministerium suchte die Flucht nach vorn und drohte gleichfalls damit, dass Banken aus der EU es nicht mehr so leicht haben würden. Ach nee, die Nichtregierungs-Organisationen kennen das nun bereits zur Genüge, da können sie die Banken dann beraten, wie sie in Zukunft schikaniert würden. Ausserdem würden die Energiepreise für Erdgas in Zukunft drastisch erhöht werden.
Was hat das nun für die EU-Länder zu bedeuten? Mit den Banken, kann ich das nicht voraussehen, aber was ist mit den Gaspreisen?
Jetzt könnte ich sagen, da bin ich fein raus, heize ich doch nicht mit Gas und kochen tue ich damit auch nicht. Ja, schön wär’s, wenn ich das guten Gewissens sagen könnte. Allerdings zieht eine Erhöhung des Gaspreises auch immer eine Stromerhöhung mit sich. Zwar nichtz mehr so drastisch, wie es noch vor einigen Jahren gewesen wäre. Dennoch ist Strom bald schon ein Luxusgut. Hiess es nicht, dass Strom durch die erneuerbaren Energien billiger würde? Davon sehe ich bis jetzt nicht, stattdessen wird jedes Jahr der Strom teurer ohne Ende. Ich spare schon wie verrückt, nutze für vieles nur noch den Nachtstrom, dennoch zahle ich mich dumm und dämlich. Aber woran es hapert, dass der Strom immer teurer wird, ist recht einfach. Die Off-Shore-Parks auf dem Meer liegen momentan auf Eis. Das gibt natürlich Verluste bei den Stromanbietern und diese Verluste holen sie sich wieder von ihren Kunden.
Aber die Drohung Russlands, die Gaspreise zu erhöhen, zeigt deutlich, dass Russland dieses Mal nicht mehr über die weltweiten Sanktionen lacht. Dieses Mal scheint es wohl endlich zu greifen. Rüstungsexporte wird es nicht mehr geben – was ist eigentlich mit Frankreich? Liefern sie noch die Hubschrauberträger aus? – und EU-Exportlizenzen für Spitzentechnologie zur Erdölförderung auch nicht mehr. Das mit den Banken und den Militärexportgütern kann Russland noch so verschemrzen, aber dass es keine Exportlizenzen für Spitzentechnologie zur Erdölförderung gibt, ist nicht zu akzeptieren. Denn wie soll Russland nun Erdöl in der Arktis fördern? Nachdem sie den Nordpol, also den unterirdischen Nordpol annektiert haben, suchen sie da fleissig nach Erdgas und Erdöl. Ohne die nötige Technologie ist das allerdings nicht möglich.
Ja, das ist nun wirklich schmerzhaft. Deshalb auch die umgehende Antwort. Übrigens nicht direkt von Putin, wie ich schon erwähnte, sondern vom Aussenministerium, das natürlich nach Putins Gnaden handelt.
Vielleicht war Putin auch damit beschäftigt, zu analysieren, wie die Bekanntgabe seines Tagesablaufs aussieht. Möglich ist alles.
Aber vielleicht wollte Russland auch einfach mal tollkühn sein und zurückwettern. Wobei, tollkühn sind sie immer schon gewesen, sonst würde es das Beutekunst-Gesetz nicht geben. Oder russische Soldaten würden keine Selfies ins Internet stellen, die zeigen, dass sie sich nicht in Russland befänden, sondern auf der Krim, wo sie nichts zu suchen haben. Ob das nun stimmt, keine Ahnung, vielleicht haben sich auch nur ein paar Ukrainer als russische Soldaten verkleidet und heizen nun wieder den Konflikt an.
Damit wäre ich wieder bei Israel und den Palästinensern. Da hat Israel seine militärischen Handlungen massiv ausgeweitet, seit der Entführung des israelischen Soldaten. Ausserdem lehnt Israel eine Nahost-Verhandlung ab. Wie kann das angehen? Erst scheitert die Feuerpause und dann so was. Wie soll denn da endlich Frieden herrschen. Und so langsam kann ich verstehen, dass gegen Israel gewütet wird, wobei ich nicht damit einverstanden bin, dass es gegen die jüdische Religion geht. Denn die hat damit überhaupt nichts zu tun.

Mehrere Wochen war nun das Walrossbaby im Hamburger Zoo nicht zu sehen, weil es zu wenig wog. Damit hat es sich nun, dass Gewicht ist nicht mehr das Problem. Und endlich ist es so weit und das Walross-Baby Zoo bekommt nun seinen richtigen Namen und legt endlich Schiete-Fiete ab. Also eigentlich war es Fiete, der bei der Facebook-Aktion – Facebook ist out -, aber den habe ich so gerne verballhornt, weil ich das mit allen Sachen mache, die mir nicht gefallen.
Jedenfalls ruft die Bild-Zeitung nun zu einem Namenswettbewerb auf. Es sind auch schon Namen vorgegeben, ausnahmlos russisch bis auf meinen grossen Favoriten Thor. Hat da die Zeitung mit den vier Buchstaben etwa bei mir geräubert? Nun ja, ich denke mal, dass sie wegen Vater Odin auf den Namen gekommen sind. Von den russischen Namen favorisiere ich nun wirklich keinen. Da bin ich wirklich gespannt, was am Ende rauskommt. Glücklicherweise ist Fiete nicht dabei, denn der Name mag vielleicht Norddeutsch sein, ich erinnere da mal an die Kinder-Detektiv-Serie „Die Pfefferkörner“, wo eine der Hauptfiguren der ersten Staffeln Fiete hiess. Aber im Ausland ist der Name nun kaum auszusprechen. Da muss was her, dass jeder ohne Probleme nennen kann. Deshalb bin ich für Thor. Genau das ist es und dabei bleibe ich auch. Bitte den Namen favorisieren, damit er auch durchkommt, nicht, dass es noch Vladimir wird. – Wir wollen doch wirklich nicht, dass Putin noch Pate wird. Ha, ha, ha. Alles nur Spass!

Gestern hat die neue Saison der Zweiten Fussball-Bundesliga begonnen. Jonas ist natürlich Feuer und Flamme, denn nun kann er den Schlaubeutel wieder nerven und sie nach ihrer Meinung fragen, wie denn die Spiele des FC St. Pauli ausgehen.
Elefantendame Mala passt das natürlich überhaupt, denn das einzig wahre Rüsselorakel – also das Original – ist sie und allein sie. Aber da sie eben nicht mehr in Jonas‘ Nähe weilt, hat er sich eben Ersatz gesucht. Das ist der Schlaubeutel und wird es auch noch eine ganze Weile bleiben, wobei er zu gerne das wohlgenährte Dickerchen auf ihre Qualitäten als Rüsselorakel prüfen würde, aber die hätte zu viele Schmarotzer um sich stehen. Tja, da muss sich Mala was überlegen. Entweder kommt sie wieder – was sie am liebsten würde, wenn sie denn könnte – oder sie stört sich nicht weiter an der Konkurrenz, schliesslich hat sie immer noch die bessere Quote.
Zudem hatte Mala eigentlich gedacht, dass die Bundesliga-Saison noch ein wenig warten würde. Sie hat momentan so unglaublich viel zu tun und dann ist das Wetter auch noch so warm, dass sie am liebsten den lieben langen Tag in der Schlammkuhle zubringen würde. Aber da hat Genossin Rani noch ein Wörtchen mitzureden, wenn sie auch sonst nicht viel zu sagen hat.
Nach der recht anstrengenden WM, schliesslich musste Mala gleich drei Nationalmannschaften tippen, beginnt nun nach knapp drei Wochen Ruhe wieder der Orakel-Alltag. Dafür hat Mala dann im Winter eine längere Pause. Aber da ist bei ihr ja auch nicht besonders viel los, wo sie dann immer ganz froh ist, wenn sie sich irgendwie beschäftigen kann.
Die Elefantendame hat sich also aufgerafft und das heutige Spiel des FC St. Pauli gegen Ingolstadt getippt. Was sagt sie? St. Pauli wird nur Unentschieden spielen. Zwar hofft sie, dass ihr Lieblingsverein aufsteigen wird, dennoch werden sie im ersten Spiel erst einmal versagen. Aber wie sagt sie immer? Ein Punkt ist besser als gar keiner.
Und was sagt Jonas sein Rüsselorakel? Da gab es eine ganz klare Entscheidung. Der Schlaubeutel geht von einem Sieg St. Paulis aus. Sie soll zielsicher für einen Sieg plädiert haben und war auch nicht von ihrer Meinung abzubringen. Angeblich hätte es ihr sogar Spass gemacht, das Ergebnis zu tippen. Nun gut, was Jonas da wieder interpretiert hat, weiss ich nicht. Seine Fantasie ist unermesslich.

 

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Das Feindbild erwacht


Waffenruhe im Gazastreifen – für 12 Stunden.
Es gibt zwischen 7 und 19 Uhr eine Waffenruhe, damit die Menschen dort zur Ruhe kommen können. Aber nur die Angriffe sind gestoppt, denn gegen die Tunnel will die israelische Armee weiter vorgehen. Das bekannte Tunnelsystem, von dem immer mal wieder berichtet wurde, da so die Versorgung mit allem möglichen – wahrscheinlich auch Waffen – aufrecht erhalten wird. Israel hat das Tunnelsystem unterschätzt. Nun versuchen sie es so weit zu zerstören, wie es geht. Aber vielleicht sollten sie sich mal fragen, warum es das Tunnelsystem überhaupt gibt.
Zwölf Stunden Zeit, wo nichts passiert, wo fast von einem Normalzustand die Rede sein könnte. Aber was wird nach der Waffenruhe sein? Wird dann wieder mit aller Härte gekämpft werden oder werden sich beide Seiten bis zum Ende der Waffenruhe verständigt haben?
Die Pro-Palästina-Demos nehmen in der letzten Zeit überhand, werden zum Teil auch verboten. Das hängt damit zusammen, dass durch den Militäreinsatz im Gazastreifen wieder alte jüdische Feindbilder zum Vorschein kommen.
Ganz ehrlich, hier werden wieder einmal Gänse mit Enten verglichen. (Ich weiss, dass das Sprichwort anders lautet, aber ich will damit nur verdeutlichen, dass nicht alles gleich ist. Eigentlich sind es Äpfel, die mit Birnen verglichen werden) Denn erstens ist es nun wirklich nicht angebracht, seine Wut oder auch seinen Hass auf eine Religionszugehörigkeit abzuladen. Das ist genauso, wie seit dem 11. September alle Muslime scheel angesehen werden. Sind das etwa alles potenzielle Terroristen?
Was also sind Menschen mit jüdischer Religion dafür verantwortlich, dass Israel mit dem Palästinensa-Staat im Streit liegt? Nichts können sie dazu, vor allem leben nicht einmal alle in Israel oder genauso leben Palästinenser im israelischen Staat. Aber so scheinen viele zu denken: Alle Menschen in Israel, ausnahmlos Menschen mit jüdischem Glauben, seien schuld. Zudem haben beide Staaten ein Quentlein zu dem Konflikt beigetragen. Wir erinnern uns: Es begann mit der Entführung und Tötung von Jugendlichen der einen Seite und endete mit mit der Entführung und Tötung von Jugendlichen der anderen Seite. Also ein bewusst herbeigeführter Konflikt, der nach dem Auffinden der getöteten Jugendlichen nicht im Ansatz erstickt werden konnte. Es kam zur Vergeltung und schliesslich zum gegenseitigen Beschuss von Raketen.
Gut, natürlich mag Israel nicht ganz unschuldig sein, was die Siedlungspolitik angeht. Das wird von einigen israelischen Politikern gefördert und von einzelnen Israelis ausgeführt. Aber es ist nicht die Masse, man kann nicht alle Israelis über einen Kamm scheren. Genauso wenig kann man sämtliche Menschen mit jüdischem Glauben dafür verantwortlich machen. Haben wir in den letzten Jahrzehnten wirklich nichts dazugelernt?
Gut, mich nervt es auch, dass man als Deutscher nichts gegen Israel sagen darf, weil dann gleich der Finger in die fast geschlossene Wunde gehalten und einem indirekt gesagt wird, man solle bloss ruhig sein, denn man sei schuld am Holocaust.
Erstens, bin ich persönlich nicht schuld daran, denn ich habe damals noch nicht gelebt.
Zweitens versuche ich gar nicht zu leugnen, was damals passiert ist. Aber man kann Deutschland nicht ewig dafür verantwortlich machen.
Drittens muss man zwischen Kritik und Schuld unterscheiden. Denn wie kann man billigen, was der Staat Israel macht, wenn es nicht rechtens ist, wie eben bei der Siedlungspolitik?
Aber Kritik muss man vertragen können. Dennoch heisst das nicht, dass man nun wieder dazu übergeht, alle Menschen jüdischen Glaubens als schlecht und verschlagen anzusehen. Dieses Denken ist dem Mittelalter entsprungen und lange widerlegt. Aber es spukt immer noch in den Köpfen der Menschen herum. Was man nicht kennt oder versteht, bleibt einem suspekt und damit gefährlich. Die jüdische Tradition mag eine andere sein als unsere, vor allem bei den Speisegesetzen, aber selbst die muslimische ist nicht mit unserer gleichzusetzen.
Natürlich hat der Palästinenser-Staat auch Rechte, aber man kann diesen Staat jetzt nicht als Unschuldslamm hinstellen und Israel den schwarzen Peter zuschieben. Beide Staaten haben im neuerlichen Konflikt versagt.
Ich weiss nicht, wann endlich Frieden in Nahost herrschen wird, aber solange die Menschen nicht begreifen, dass sie miteinander nur in Frieden leben können und nicht gegeneinander, wird es immer so weitergehen. Das ist traurig.

Es hat mal wieder neue Sanktionen gegen Russland gegeben. Wen kümmert das denn noch? Putin bietet es neue Gelegenheit, um sich in Szene zu setzen und gegen den Westen zu wettern. Ansonsten passiert doch überhaupt nichts.
Je länger ich nun über den Abschuss des Flugzeugs MH17 und alles was danach passierte nachdenke, desto mehr habe ich die Vermutung, dass das alles aus einem bestimmten Grund passiert ist: Russland will endlich den Krieg! Ja, so kommt es mir vor. Die pro-russichen Separatisten stellen sich möglichst widerspenstig an und boykottieren alles so weit es möglich ist. Dann noch weitere Dinge anstellen, die die Wut weiter anfachen. Und wenn dann alles gut geht, kommt endlich das, worauf Russland so lange wartet, damit sie ihre Wirtschaft sanieren können: Krieg.
Das klingt utopisch? Nein, ich finde nicht. Anfangs sah es so aus, als hätte Putin die Kontrolle über die prorussischen-Separatisten verloren, aber das war alles nur Fassade. Im Grunde genommen geht es nur darum, dass es nun endlich zu einer Entscheidung kommt. Die Krim-Halbinsel wird noch auf viele Jahre der Zankapfel zwischen Russland und der Ukraine sein. Das kostet nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Ausserdem kann Russland sich dieses Vakuum nicht leisten. Wie gesagt, die Wirtschaftslage sieht nicht besonders aus.
Um eine schnelle Entscheidung herbeizuführen, scheint ihnen alles recht zu sein, auch Menschenleben auszulöschen. Aber das sind alles nur Vermutungen, die ich in Gedankenspielen durchgehe. Nun ja, wir werden sehen, wie sich die Situation weiter entwickeln wird.

 

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