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Das Gottesteilchen ist gefunden oder war bloss ein Kabel lose?


Eine Sensationsnachricht geht um die Welt. Das Gottesteilchen ist so gut wie entdeckt. Was im Teilchenbeschleuniger des Cern entdeckt wurde, ist zwar nicht das Higgs-Boson-Teilchen, nach dem schon seit Jahren gesucht wird, sondern etwas Ähnliches, nämlich ein Boson. Zu 4,9 Sigma könne man aber sagen, dass die Sensation greifbar ist. Also scheint das mysteriöse Higgs-Teilchen doch zu existieren. Man hatte ja die Hoffnung fast schon aufgegeben, da in den letzten Versuchen, die mit dem LHC gemacht wurden, nichts gefunden wurde. Und nun das.
Die Forscher am Cern müssen sich sehr sicher sein, wenn sie nun bereits an die Öffentlichkeit gehen. Mag vielleict auch damit Zutun gehabt haben, dass in Australien gerade eine Konferenz zum Thema Teilchenphysik stattfindet.
Die Sensation ist da, aber wird es auch wirklich dabei bleiben. Ich erinnere mich noch gut daran, wie bei eine Experiment, das nicht am Cern stattfand, festgestellt wurde, dass Neutrinos schneller als das Licht sind. Es wurde veröffentlicht, wenn auch unter Vorbehalt, dennoch eine Sensation. Und am Ende stellte sicher heraus: Ein Messfehler war es gewesen. Weil ein Kabel nicht richtig fest in der Apparatur steckte, kam man auf dieses ominöse Ergebnis. Inzwischen ist das Ergebnis revidiert und die Messung soll noch einmal gemacht werden.
Aber beim Gottesteilchen wird das vielleicht nicht so sein.
Vor über vierzig Jahren wurde es von dem Physiker Higgs erstmals erwähnt. Problem dabei: Es konnte nicht neachgewiesen werden. Dafür braucht man einen Teilchenbeschleuniger. Vor dem LHC stand der größte in den USA. Inzwischen ist dieser abgeschaltet worden, aber die Ergebnisse werden immer noch ausgewertet, was wohl auch noch einige Jahre oder Jahrzehnte dauern dürfte. Dort wurde ebenfalls das Higgs-Teilchen noch nicht entdeckt. Umso grössere Hoffnungen legte man in den LHC, der nach einen größeren Pannen nun endlich läuft. Aber auch hier fand man nichts, war schon am Verzweufeln und freundete sich mit dem Gedanken an, dass das Higgs-Teilchen vielleicht doch nicht existiert.
Jetzt die Sensation, das Gottesteilchen ist so gut wie entdeckt.

Vor 58 Jahren war ein ganz besonderer Tag in Deutschland. Erinnert sich jemand daran?
Deutschland stand im Finale der Fussball-Weltmeisterschaft in der Schweiz. Im Berner Wankdorfstadion spielten sie gegen die Ungarn, die damals als unbesiegbar galten.
Das Vorrundenspiel hatte die deutsche Mannschaft unter ihrem Trainer Sepp Herberger 8:3 verloren. Keine Glanzleistung, doch die Hoffnung aller Deutschen ruhte auf ihrer Mannschaft, die zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg an einem sportlichen Wettbewerb teilnehmen durfte.
Dann die Enttäuschung: Bereits nach acht Minuten stand es 2:0 für die Ungarn, die Hoffnung war dahin. Aber die Mannschaft gab nicht auf, kämpfte sich durch das Regenwetter. Bereits zwei Minuten nach dem zweiten Gegentreffer kam es zum Anschluss Tor durch Max Morlock und ebenfalls acht Minuten später erfolgte der Ausgleich durch Helmut Rahn.
Die Ungarn kämpften verbissen, versuchten ein weiteres Tor zu erzielen, doch immer wieder stand ihnen Ton Turek, der Torwart der Deutschen, im Weg. Nicht umsonst ging Herbert Zimmermannss Ausruf: „Ton, du bist ein Fussballgott!“ in die Geschichte ein. Zimmermann musste sich später dafür übrigens entschuldigen, da die Kirchen sich beschwert hatten. Heute würde so etwas niemanden mehr interessieren.
Dann, sechs Minuten vor Schluss, noch einmal Helmut Rahn. „Aus dem Hintergrund musste Rahn schiessen!“, wer erinnert sich nicht an die Wirte, auch wenn er gar nicht dabei gewesen ist? Rahn schoss und erzielte den Siegtreffer. Deutschland war Weltmeister.
Das Spiel ging als Wunder von Bern in die Geschichte ein. Damit begann Deutschlands Aufstieg nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Deutschen waren wieder wer. Und selbst heute noch, ist es dieses Spiel, das die größte Bedeutung unter all den Endspielen hat. Vom Wembley-Tor einmal abgesehen, aber das ist eine andere Geschichte.

Wie ich bereits berichtete, ist im Hamburger Tierpark die Scheibe im Eisbären-Gehege vor wenigen Tagen eingesetzt worden. Die Polarbären sind bereits auf der Anlage zu sehen, bloss der Besucher kann noch nicht durch die Innengänge. Nur der Aussenbereich ist frei, wo man ein Walross beobachten kann, dass auch die Besucher gerne nassspritzt.
Am Donnerstag nun soll die Presse den Vorzug erhalten. Und wann sind die Besucher dran? Tja, ich weiss es nicht, aber ich werde es berichten.
So wie ich auch berichten werde, was das Ergebnis des Obduktionsberichtes sagt, woran Elefantenbulle Hussein nun gestorben ist.
Ach ja, erwähnenswert ist noch, dass am gestrigen Tag Elefanten Kind Rani ihren dritten Geburtstag feierte. Interessant nur deshalb, weil Jenala damals vorhergesagt hatte, dass Thuras Kind am dem Tag geboren würde und es ein Kuhkalb werde. Beide Male lag sie richtig. Ob sie damit Rüsselorakel Mala Konkurrenz machen wollte?
Die alte Elefantendame erfreut sich immer noch grosser Beliebtheit, auch wenn sie nun den yspitznamen „Wackelelefant“ bekommen hat. Das kommt eben davon, wenn man so Ost am Weben ist, wie das Kopfnicken heisst. Aber Mala geht es gut, besser denn je als in den letzten zwanzig Jahren. Wenn Jenala das sagt, muss ich stimmen. Und wenn das Eismeer eröffnet, werde ich mir nicht nur das Gebilde ansehen, sondern auch dem einzig waren Fussball-Orakel einen Besuch abstatten.

Eine traurige Nachricht erreichte mich gestern übers Internet. Andy Griffith, vielen als „Matlock“ bekannt, starb am gestrigen Tag mit 86 Jahren in seinem Haus.
Ich wußte bis 2010 ja nicht einmal, dass er überhaupt noch lebte. Dann musste ich mit Lei den Film „Jennas Kuchen“ (Waitress) angucken und da kam ein älterer Herr vor. Ich überlegte immer, woher ich den denn kenne bis ich dann im Abspann sah, wie er hiess. Und da fiel mir sofort wieder „Matlock“ ein. Ich habe diese Serie gemocht. Lief früher auf Kabel eins, genauso wie „Diagnose: Mord“. Von der Serie lebt der Hauptdarsteller auch noch, ebenfalls schon über 80. Machte vor kurzem von such Reden, da er mal wieder geheiratet hat.
Ich kannte Andy Griffith nur als Matlock, dabei hat er früher seine eigene Show gehabt. Sänger ist er auch gewesen. Schade, dass er tot ist.
Gibt es „Matlock“ eigentlich auf DVD?

 

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Osama bin Laden und die Folgen


Osama bin Laden ist tot, aber die Bilder von der Leiche bekommt man nciht zu sehen. Angeblich viel zu verunstaltet. Und angeblich sei er auch schon eingeäschert worden. Glaubt das jemand? Aber Blutproben und DNA hätten sie entnommen, um damit einwandfrei feststellen zu können, dass der Tote auch wirklich bin Laden ist und nicht ein Doppelgänger. Und was ist, wenn bin Laden einen Zwillingsbruder hatte, von dem keiner wusste? Wie jeder gute Molekulargenetiker (heisst das so?) weiss, haben eineiige Zwillinge dieselbe DNA, weshalb sich da nicht feststellen lassen kann, um wen der beiden Zwillinge es sich genau handelt. Wenn sie eventuell verschiedene Blutgruppen hatten, ist das natürlich was anderes. Aber wir als ganz normale Bürger werden eh nie hinter die Wahrheit blicken und erfahren, was es mit dem Leichnam wirklich auf sich hat. Wir wissen nur, Osama bin Laden ist tot.
Übrigens heisst es Osama und nicht Obama, wie einige vermeldeten. Ich hatte auch am Montag meine Schwierigkeiten gehabt, es nicht falsch zu schreiben. Und meines Wissens dürfte ich das auch geschafft haben. Jedenfalls steht bei mir nicht einmal in der Überschrift, dass Obama tot sei, obwohl es ja Osama heissen muss. Merkels Regierungssprecher Steffen Seibert – ehemals Nachrichtensprecher des ZDF – hat es geschafft, in seiner Twitternachricht von Obama zu schreiben, anstelle von Osama bin Laden. Den Fehler merkte er schnell, doch andere merkten es eher. Peinlich, peinlich, kann man da nur sagen, obwohl er nicht der einzige ist, dem das passiert ist. Aber so einem „wichtigen“ Menschen sollte das nicht passieren.
Wobei sich ja Angela Merkel auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Sagte sie doch angesichts der Nachricht, dass Osama bin Laden tot sei: „Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten.“ Wie bitte? So geht das doch wirklich nicht! Kann man als Bundeskanzlerin wirklich sich so darüber freuen und es genauso formulieren? Darf man sich an dem Tod eines der meistgesuchten Terroristen erfreuen? Gerade weil dessen Tod in langer Hand vorbereitet worden war? Darf man sich freuen, so als wäre die Rache endlich geglückt? Ich bin nicht, dass man es genau so ausdrücken sollte. Etwas weniger heftig wäre besser gewesen. Aber Merkel kann die Worte nun nicht mehr zurücknehmen. Und ehrlich gesagt hätte ich so einen Satz eher Westerwelle als Merkel zugetraut. So kann man sich täuschen.
Am Wochenende war ja Rom von halb Polen heimgesucht worden, weil der verstorbene Papst Johannes Paul II. selig gesprochen wurde von seinem Nachfolger. Eines der kürzesten Seligsprechungsverfahren der Neuzeit. Aber die Gläubigen hatten ja nach dem Tode von Johannes Paul II. bereits „Sancto subito“ (Heilig, sofort!) gefordert. Und nun wurde die erste Hürde genommen. Nachdem eine angeblich geheilte Parkinsonerkrankung als Wunder angesehen wird, konnte der verstorbene Papst selig gesprochen werden. Und das nächste Wunder soll er auch gleich gewirkt haben. So behauptet es jedenfalls Perus Präsident Alan García. Johannes Paul II. sei für den Tod von Osama bin Laden verantwortlich. Hat man solch einen Blödsinn schon mal gehört? Aber erklärbar ist ja alles und sei es noch so schwachsinnig. Die klerikalen in den USA werden sich sicherlich auch darauf stürzen. Und nun ist doch auch endlich eine Funktion für den seligen Johannes Paul II. gefunden: Man kann ihn anrufen – also zu ihm beten -, wenn man wieder einen Terroristen loswerden möchte. Schon kommt die selige Hand aus dem Himmel und der Terrorist ist hinüber. Gut, bevor ich noch blasphemischer werde, höre ich davon auf zu schwafeln.
Pakistan ist ja irgendwie in Erklärungsnot geraten, wie sich bin Laden so lange bei ihnen verstecken konnte. Aber dazu muss man auch erst einmal wissen, dass Pakistan das Lager von islamischen Terroristen schlechthin ist. Bsonders die Provinz Peschawar. Und getan wird nichts, obwohl Pakistan ja angeblich immer so USA-freundlich war. Aber das ist wohl vergangen.

 
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Verfasst von - 4. Mai 2011 in Blog, Fernsehen, Real life, Wetter

 

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