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Zensus 2011 – Die Ergebnisse sind da


Erinnern wir uns noch an den 09. Mai 2011? Wer sich an den Tag nicht mehr erinnern kann, dem sei gesagt, dass ich auch nicht mehr weiss, was ich an dem Tag eigentlich gemacht habe. Allerdings interessiert das auch niemanden, denn dieser Tag war laut EU der vorgegebene Stichtag für den Zensus 2011.
Auch ich habe mich fleissig daran beteiligen müssen. Wobei ich die Konfessionszugehörigkeit ausliess. Es geht niemanden etwas an, woran ich glaube und wie ich glaube.
Im Grunde erinnere ich mich kaum noch an die Fragen, nur das ich sie höchst indiskret fand. Denn was geht jemanden an, was ich verdiene? Gut, das ist inzwischen auch schon überholt, dennoch finde ich, dass das niemanden etwas angeht. Auch nicht, wann ich denn nun nach Deutschland gekommen bin. Und so weiter und so weiter.
Die Frage nach der Wohnung lasse ich mir noch gefallen, auch wenn ich da wieder vermute, dass man nur danach gefragt hat, wo denn noch freie Wohnfläche zu haben ist. Denn in einigen Städten gibt es ja die Zwangseinmietungen, wenn man Leerstand in einer Wohnung hat. Dann bekommt man da völlig fremde Leute rein, die man anschliessend nicht wieder loswird oder noch schlimmer, es handelt sich um Mietnomaden. Kann man dann eigentlich die Stadt verklagen? Nun gut, gegen so genannte Mietnomaden kann man nun besser vorgehen.
Zurück zum Zensus 2011. Herauskam, dass in den neuen Bundesländern mehr Atheisten leben als in den alten. Oh, welch Wunder, wieso bloss ist das keine neue Nachricht? Das hängt noch mit alten DDR-Zeiten zusammen. Aber ist eigentlich gefragt worden, ob man in der Kirche ist? Erinnere mich leider nicht mehr, denn das ist zwei Jahre her, wo ich das beantwortet habe. Denn man kann auch nicht in der Kirche sein und an Gott glauben, genauso gut ist man in der Kirche und hat seit seiner Taufe nie wieder einen Gottesdienst besucht. Ausserdem ist dieser Punkt der einzige, der nicht wirklich repräsentativ ist. Schliesslich musste man diese Frage nicht beantworten. Das lag vor allem daran, dass sich viele über diese Frage aufgeregt hatten. Lag daran, weil die EU selbst diese Frage nicht vorgegeben hatte. Aber in Deutschland ist der Staat bekanntlich neugierig, vor allem wenn es das Gerücht gibt, es würden bald fünfzig Prozent Muslime hier leben.
Im Endergebnis waren es dann nur etwa sechs Prozent, wobei man hier vermutet, dass viele ihre Religionszugehörigkeit verschwiegen und die Frage nicht beantwortet haben. Ganz verständlich, denn irgendwie scheint man in Deutschland Nachteile zu haben, wenn man angibt Moslem zu sein. Wieso eigentlich? Man kann doch nicht alle Muslime über einen Kamm scheren.
Was kam noch heraus? Ach ja, in Deutschland leben etwa 1,5 Millionen (wird übrigens Mio abgekürzt und nicht Mill) Menschen weniger als angenommen. Was hat das nun zu bedeuten? Einmal, dass die Hochrechnungen von 1987 bis heute nicht zutreffen, man also recht geschönt hat. Zum anderen müssen nun die Geldzuweisungen an die einzelnen Bundesländer neu berechnet werden. Wenn es ganz schlimm geworden wäre, hätten auch noch die Wahlkreiszuordnungen neu berechnet werden müssen. Aber das ist nicht der Fall.
Einzig Schleswig-Holstein hat mehr Einwohner als gedacht. Ob man da auch die Kühe mitgezählt hat? Nun gut, blöder Witz, denn dann müsste Niedersachsen ja auch mehr Einwohner haben.
Wie bereits immer vermutet, hat das Bundesland Hamburg den höchsten Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund. Und ich rede hier nicht von Wilhelmsburg. Da muss man mal in einen anderen Stadtteil, da sollte man zuvor allerdings einen Russisch-Sprachkurs belegt haben.
Gefolgt wird Hamburg von Berlin, die aber schon vier Prozentpunkte weniger haben.
Alles soll angeblich noch nicht ausgewertet sein. Was folgt denn da noch? Man hat herausgefunden, dass 51 Prozent zur Miete wohnen, wie die ungefähre Wohngrösse ist. Man kennt die Schulabschlüsse, also was fehlt noch? Vielleicht Hobbies? Nun ja, das war nicht gefragt.
Was aber auch immer sein mag, ich halte solch einen Zensus für absolut überflüssig. Wenn ich mich allein noch an diesen penetranten Zensus-Befrager erinnere. Ich hatte dem mitgeteilt, das selbst zu beantworten, und dann belagert der meine Wohnung. Meine Nachbarin hatte mir davon erzählt, weil ich zu dem Zeitpunkt in der Redaktion war. Und das scheint kein Einzelfall gewesen zu sein. Denn die Befrager bekamen Geld pro Fragebogen. Also keiner war da nun ziemlich blöd. Selbst schuld, wenn die so was unbedingt machen wollten. Ich mag so was nicht. Aber da habe ich gerade eine wunderbare Romanidee.
Und der nächste Zensus kommt bestimmt – im Jahr 2021.

Währenddessen säuft halb Deutschland ab. Besonders schlimm ist es in Niedersachsen. Anstatt, dass endlich das Wasser abfliesst, wird es nur noch schlimmer. Das Wasser scheint einfach kein Ende zu nehmen. Der Mai war schon der nasseste Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Aber sollte es nicht langsam genug sein?
Hiess es nicht immer, mit der globalen Erwärmung werde die Sonne scheinen ohne Ende und die Temperatur ansteigen? Davon ist nun wirklicht nichts zu sehen. Aber Globale Erwärmung heisst auch nicht das, was immer prophezeit wird. Dennoch ist es kein ungewöhnliches Wetterphänomen. Das Wetter wird besser werden, aber bis dahin kann noch allerhand passieren.

Heute Abend versucht der FC Bayern das Triple zu holen. Sie spielen im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart. Beide Mannschaften wollen gewinnen, aber nur eine wird es auch schaffen. Wer also wird es sein?
Elefantendame Mala hat sich bereits entschieden. Sie sagt, dass Bayern das Triple holen wird. Na, sie hat ja bereits in der letzten Woche bewiesen, dass ihr Torriecher immer noch perfekt ist.
Einerseits wünscht man den Bayern nach zwei verkorksten Jahren, dass sie das Triple machen, andererseits missgönnt man es ihnen, weil sie schon viel zu viel gewonnen haben. Ein Double ist doch auch schon, ausserdem winken noch drei Titel.
Morgen geht es mit Fussball gleich weiter. Dann spielt Deutschland gegen die USA. Gegen Belgien, die sich momentan auf einem Höhenflug befinden, haben die USA sang- und klanglos verloren. Wie sie nun gegen Deutschland spielen werden? Keine Ahnung, aber Deutschland dürfte gewinnen oder unentschieden spielen.

Zwei Abende, die mit Fussball vollgepackt sind. Das Fernsehprogramm ist dementsprechend – schlecht. Was also tun? Mal wieder einen Roman lesen. Was gibt es da denn nur? Ich empfehle den gut recherchierten Thriller “Die Rollen des Seth” von Helen Dalibor. Noch dazu ein ebook, sodass man nicht extra in den nächsten Buchladen rennen muss, um ein Exemplar zu ergattern.
In dem Thriller geht es um einen Krug mit geheimen Inhalt, der so brisant ist, dass er bereits mehreren Menschen das Leben gekostet hat. In den Besitz des Kruges ist die Ägyptologin Isis Just gekommen, die nebenbei auf der Suche nach ihren Vorfahren ist. Dabei entdeckt sie, dass der Krug von einem jungen Ägypter namens Masut nach Stellingen gebracht wurde. Im Stellinger Tierpark ist er in der Völkerschau “Am Nil” zu sehen. Er freundet sich mit einem Elefantentierpfleger an und einem Kaufmannsenkel. Gemeinsam versuchen sie gegen die Bruderschaft des Wahren Horus zu kämpfen, die in den Besitz des Kruges zu gelangen versucht.
Isis Just kommt hinter das Geheimnis, das ihre Familie seit Generationen überschattet. Doch die Bruderschaft ist ihr dicht auf den Fersen. Schliesslich gelingt es ihnen, die junge Ägyptologin zu entführen.
Wird Isis Just wie ihr Vorfahr Masut enden und wie gelangte eigentlich der Krug ins alte Eismeer, wo er beim Abriss desselbigen gefunden wird? Das muss jeder selbst lesen.
Das ebook kann bei folgenden Anbietern gekauft und heruntergeladen werden: Amazon, neobooks, Xinxii, buch.de, buecher.de, Thalia, ciando, apple ibookstore.
Und wer Elefantendame Mala mag, wird den Thriller “Die Rollen des Seth” mögen, denn sie kommt dort drin sogar zweimal vor. Einmal als Tausendschön, also als sie selbst, und dann noch als Bertha.
Und wer lieber Fantasy mag, dem sei diese Kurzgeschichte empfohlen: “Mit List und Tücke” von Henrik Quedburg.
Es geht um den Zauberer Aenroc, der seine Zauberkräfte verloren hat. Mit einem magischen Kristall kann er sie zurückerlangen und sich an seinen Feinden rächen, die ihn zuvor verbannt haben. Er sucht nach dem Volk der Zwerge, die diesen Kristall hüten. Auf dem Weg zu ihnen verliert er seine beiden letzten Gefährten und wird auch noch von einer furchtbaren Bestie verfolgt.
Das ebook kann bei folgenden Anbietern gekauft und heruntergeladen werden: Amazon, neobooks, Weltbild, Xinxii, buch.de, buecher.de, Thalia, ciando, apple ibookstore.
Wer es nicht so mit Fussball hat und auch das restliche Fernsehprogramm nichts zu bieten hat, der kann ein gutes Buch lesen, vielleicht ist ja bei meinen Tipps etwas dabei gewesen, was gefällt. Im Zuge der Dschungelnächte, die 30jähriges Jubiläum feiern, empfehle ich natürlich “Die Rollen des Seth”.

 

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Kritikpunkt Rosa Ü-Ei – Kostenlose Werbung für Ferrero


Zwei Artikel habe ich nun schon über das rosa Ü-Ei geschrieben. Ich könnte noch mehr schreiben, denn beide Artikel waren recht erfolgreich und verdrängten sogar die Zensus-Artikel von ihren Spitzenplätzen. Doch dies hier, der dritte, wird mein definitiv letzter Artikel über das rosa Ü-Ei sein.
Die Aufregung um das Mädchen-Ei ist ein wenig zurückgegangen, schliesslich ist es nun schon seit knapp über einem Monat auf dem Markt. Und es wird gekauft. Obwohl ich immer beim Einkaufen einige sehe, die sich das rosa Ü-Ei ansehen, mit dem Kopf schütteln, sich sogar darüber lustig machen, wenn sie in Begleitung sind, und greifen höchstens zu den Jungen-Ü-Eiern. Wenn überhaupt noch was gekauft wird, denn bei einem Preis von 69 Cent will die keiner haben. Wobei man sie auch schon für 58 Cent bekommt. Aber wenn ich daran denke, dass ich die früher im Angebot für 35 Cent bekommen habe, dann frage ich mich doch wirklich, wie diese Preisentwicklung weitergehen wird. Angeblich wird mal wieder überlegt, die Mehrwertsteuer von sieben auf 19 Prozent zu erhöhen. Dann werden die Eier doch noch weniger gekauft werden. Wobei die Sammler natürlich weiterkaufen werden, egal wie viel die Sachen nun kosten und egal was für eine Serie da drin ist.
Ich habe ja immer gegen die Winx-Serie gewettert, die ich absolut hässlich finde. Das Ende vom Lied war, dass mir jemand aus der Redaktion ein Viererpack geschenkt hat. Nun bin ich also im Besitz von zwei Winx-Figuren: Bloom und Musa. Mein Fazit: Das sind doch überhaupt keine Hartplastikfiguren mehr. Bei Musa sind die Beine aus Gummi! Was ist da denn noch Hartplastik? Und dann die Gesichter. Absolut hässlich! Aber diese Winx Club-Figuren basieren ja auf irgendeiner Zeichentrick-Serie. Die sehen wohl ähnlich hässlich aus. Und erst einmal die Serie, die im November kommen wird: Barbie. In Frankreich gibt es die bereits. Also kann man sich mal beim eierwiki danach umsehen oder eben bei Ebay. Die sollten mal wieder eine schöne Serie nehmen wie beispielsweise Asterix, die in Österreich läuft oder eben Barbapapa, die es in Frankreich, Belgien, Luxemburg und Dänemark gab. Doch nein, diese kamen nicht bzw. werden nicht kommen. Stattdessen für die Jungs so ein Blödsinn wie diese Twistheads, die nicht nur jetzt drin sind, sondern auch in der Nachfolge-Serie kommen werden. Absolut hässlich. Am schönsten sind doch die Natoons, aber nicht die Jungtiere, die einen schrecklichen Kugelkopf haben. Die Porsche und die historischen bzw. gegenwärtigen Züge sind sehr schön. Aber das ist auch das einzige.
Das Rosa-Ü-Ei ist weiter in der Kritik und damit in fast aller Munde. Was schöneres konnte Ferrero doch gar nicht passieren. Warum? Tja, ganz einfach. Das ist kostenlose Werbung. Denn durch die Kritik wird das Produkt – hier das Ü-Ei – in die Öffentlichkeit gebracht, ohne dass dafür sehr viel Aufwand betrieben werden muss.
Die Menschen werden neugierig gemacht, wollen sich selbst ein Bild machen und kaufen ein paar Ü-Eier. Da müssen nicht viel sein. Und manchmal ist es dann auch so, dass die Menschen gefallen an den Figuren finden und noch mehr kaufen, da sie unbedingt den Satz komplett haben wollen. Also kaufen sie und kaufen sie, bis es dann komplett ist. Habe ich nur bei den Handwerker-Elefanten und den Duften Stinkern gemacht. Aber das waren noch wunderbare Figuren. Wieder ein Hauch von dem, was Ferrero früher gemacht hatte. Aber nun ist der totale Müll ausgebrochen. Und anscheinend bloss in Deutschland. Haben deutsche Kinder so einen schlechten Geschmack oder wieso werden hier die Twistheads ausgegeben? Ist Asterix nicht weitaus besser? Na ja, meine Meinung wird Ferrero garantiert nicht interessieren. Aber ich muss die Sachen ja auch gar nicht kaufen. Was ich auch nicht vorhabe. Das billigste Angebot für die Ü-Eier war bisher 46 Cent das Stück. Wie gesagt, früher kosteten die Eier bloss 35 Cent im Angebot. Heute kann man froh sein, wenn man sie wenigstens für 44 Cent bekommt.
Ich hätte gerne die Porsche, Natoons-Polartiere und die Züge. Aber wer weiss, was ich für einen Müll rausziehen würde, wenn ich mir Ü-Eier kaufen würde. Die Twistheads will ich wirklich nicht und die Winx genauso wenig.
Aber mal sehen, wie sich nun das rosa Ü-Ei verkauft. Für November ist es eingeplant und ich denke, dass das bis April so sein wird. Ob es bleibt, werden wir dann wohl ab August 2013 sehen. Aber bis dahin ist es noch eine lange Zeit.

 
 

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Komplott oder Wahrheit?


Wusste gar nicht, dass WordPress auch fünf Sekunden-Umfragen macht. Und im Gegensatz zu gewissen Umfragen von Leuten auf der Strasse oder am Kontoauszugsdrucker an der Bank, habe ich das hier mal nicht weggeklickt. Vielleicht auch deshalb, weil einem ein wenig weisgemacht wird, es sei irgendwie eine Ehre, dass man bei dieser kleinen Umfrage mitmachen darf. Empfehle ich WordPress weiter? Ja, durchaus.

Dann bin ich erfreut darüber, dass mein vorheriger Post sogar jemandem gefällt. Ist die erste Bewertung und von mir aus können gerne noch mehr folgen. Dagegen habe ich wirklich nichts. Im Übrigen ist der Mai sowieso ein sehr schöner Monat. So viele Besucher wie sonst seit November nicht mehr. So könnte es weitergehen. Vor allem gibt es mir ein wenig Bestätigung, dass es besser ist, sich seine eigenen Gedanken über das Weltgeschehen zu machen, als immer nur von sich und seinem Leben zu reden. Da kann man dann auch Tagebuch für sich alleine führen.

Gestern morgen hiess es noch, der IWF-Chef Strauss-Kahn habe ein Alibi. Doch jetzt scheint das ganz anders auszusehen. Denn auf einmal will sein Anwalt darauf plädieren, dass es einvernehmlich geschehen wäre und sich nicht um sexuelle Belästigung und eine Vergewaltigung handle. Also entweder man ist tatsächlich unschuldig oder man ist schuldig. Und wenn man schuldig ist, sollte man auch die Konsequenzen tragen, denn man wusste ja, was dass das, was man getan hat, nicht rechtens war.
In Frankreich glauben sie immer noch an ein Komplott. Ich war auch bis gestern Abend felsenfest davon überzeugt, bis ich davon gehört habe, wie die Strategie des Anwalts lautet.
Strauss-Kahn wird besonders streng überwacht wegen verstärkter Selbstmordgefahr. Schikane oder stimmt es wirklich? Man wird da einfach nicht schlau draus. Deshalb kann ich auch verstehen, dass die Mehrheit der Franzosen an einen Komplott glaubt, vor allem im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr. Strauss-Kahn soll ein ernstzunehmender Gegner gewesen sein. Und Sarkozy gibt seine erlangte Macht bekanntlich nicht gerne ab, da geht es ihm nicht anders als Berlusconi. Also, warum sollte Sarkozy daran nicht gedreht haben? Wobei er es irgendwie wohl auch nciht nötig zu haben scheint, aber vielleicht will er jetzt auch nur ablenken. Warum sonst wird gerade jetzt verkündet, dass seine Frau schwanger sei? Kluger Schachzug, nenne ich das.
Warten wir aber erst einmal die DNA-Analyse ab, ob sich dann herausstellt, dass es wirklich die von Strauss-Kahn ist.
Und wenden wir uns dem Prozess Kachelmann zu. Ihm können bis zu fünf Jahre drohen. Soll man da auch an eine Verschwörung glauben? Nein, ich glaube nicht dran, dafür ist der mir einfach zu suspekt. Was auch immer herauskommen mag, im deutschen Fernsehen kann er in den nächsten jahren erst einmal nicht auftreten. Will er aber auch gar nicht. Lou van Burg ist ja auch nicht mehr als Moderator genommen worden.

Mit den Kernkraftwerken sind die die Politiker auch nicht einige. Markus Söder will Isar 1 ausgeschaltet lassen. Norbert Röttgen redet von irgendwelchen sieben KKWs, die nicht mehr wieder ans Netz sollen. Aber welche sind das denn nun genau und wie wird dann der ganze Strom gewonnen? Mit Windenergie? Diese schönen Windparks, die die Menschen in ihrer näheren Umgebung gar nicht haben wollen und dagegen protestieren? Aber wie dann den Strom herstellen? Ach ja, kaufen wir ihn aus Tschechien und Frankreich doch einfach zu. Öko ist der Strom aber garantiert nicht. Genauso wie ich nicht weiss, was vor Strom aus meiner Steckdose kommt, auch wenn ich bei einem Öko-Stromanbieter bin. Das kann konventioneller Strom sein, denn es wird das in die Leitungen gespeist, was gerade da ist. So sieht es nun mal aus.

Meine Arbeitskollegin ist wegen der Gebäudebefragung des Zensus nun beruhigt. Sie braucht keine Geldstrafe fürchten. Das wollte ihr ja eine der gerade soeben gewordenen Redakteurinnen weismachen. Aber die besagte übertreibt mit ihren Sachen auch immer. Jedenfalls bekommt wirklich nur einer so eine Aufforderung, falls dann doch ein zweiter Fragebogen kommen sollte, muss da nur eine Frage beantwortet werden und fertig. Kann man auf der Homepage des Zensus2011 auch nachlesen, weshalb ich es hier nicht ausführlich erklären werde.

Dafür eine wunderbare Nachricht von Lei. Sie ist ganz aus dem Häuschen, wie ich sie am Telefon noch nie erlebt habe. Sie ist überglücklich. Aber worüber eigentlich, werden nun einige fragen? Ach ja, ich vergass es zu erwähnen. Leis Sorgenkind, die Birne im Garten, trägt endlich Früchte. Das sei seit zwanzig Jahren das erste Mal, wie Lei mir sagte. Sie habe bei dem Hausbesitzer nachgefragt, und der bestätigte ihr, dass eigentlich seit Mauerfall die Birne keine Früchte mehr getragen hat. Acht Früchte sollen es sein. Und zu Leis aller Freude hat die Birne auch noch keinen Gitterrost. Das ist, glaube ich, Leis größte Freude, denn das ärgerte sie immer. Und es zeigt sich, dass sie Recht gehabt hatte, als sie vor ein paar Jahren eine zweite Birne gekauft hat. Denn eine Birne kann nur Früchte tragen, wenn noch eine andere Birne in der Nähe steht. Muss man nicht verstehen, aber anscheinend stimmt das dennoch. Lei träumt schon von schönen Birnen. Ich frage mich hingegen, ob die überhaupt heranreifen werden, denn wie ich den netten Nachbarn kenne, wird er vor lauter Neid wieder die Früchte vom Baum schlagen. Aber der schreckt ja nicht einmal davor zurück, Vogelnester zu zerstören. Finde es ganz richtig, dass Lei ihm nun einen Blog widmet. Denn nur so kann man darauf aufmerksam machen, was das für ein Heerführer ist. Vermutlich macht er so was ähnliches gewiss auch über Steve, Lei & Co. Ich habe es damals nicht gefunden, aber wenn ich länger und ausführlicher suchen würde, würde ich gewiss fündig werden. Aber dafür suche ich im Internet gerade meine Vorfahren. Habe ja sonst nichts zu tun, wenn mal wieder tote Hose in der Redaktion herrscht und niemand weiss, was er machen soll.

Hat irgend jemand gelesen, was der neue Trainer von Hoffenheim, Holger Stanislawski, von sich gegeben hat? Ich wurde das Gefühl nicht los, dass der total betrunken gewesen sei. Wie der geredet hat, man glaubt es nicht.
Aber Jonas, Jenalas Cousin, gibt ihm ja höchstens bis Weihnachten bei Hoffenheim, dann ist er wieder weg und verschwindet in der Versenkung. Aus derselbigen ist übrigens ein anderer gekommen, mit dem ich gar nicht mehr gerechnet hatte: Thomas Doll. Ihn gibt es also doch noch. Und nun soll er Frankfurt wieder in die erste Liga führen. Ob er das schafft? Ehrlich gesagt ist Thomas Doll so jemand wie Holger Stanislawski. Wobei Stanislawski nur noch schlimmer ist. Jonas kann ja immer noch nicht verstehen, warum St. Pauli um ihn so ein Theater gemacht hat. Ihn bald beim letzten Heimspiel huldigte wie einen Gott. Dabei sei er doch Schuld daran, dass der Verein wieder abgestiegen ist. Denn nur durch seine „Unfähigkeit“ (O-Ton Jonas) ist St. Pauli abgestiegen. Wie er als aktiver Spieler es zu nichts gebracht hatte, so brachte er es auch zu nichts als Trainer, ausser Jahrgangsbester beim Trainerschein, aber da hat Jonas auch seine eigene Meinung, wie es dazu gekommen ist. Deshalb auch nur eine Frist von Jonas für knapp ein halbes Jahr bei Hoffenheim.
Ich glaube übrigens auch nicht, dass Stanislawski dort länger machen wird. Der wird dort regelrecht untergehen, da gebe ich Jonas recht. Mit einem, eigentlich sogar zwei Dingen, hatte Jonas recht: Erstens, dass St. Pauli genau so eine Saison hinlegt wie 2001/02. Damals wurden sie auch letzter und stiegen schnurstraks in die damalige Regionalliga – heute Dritte Liga – ab. Und zweites, dass sie nach dem Sieg gegen den HSV kein einziges Spiel mehr gewinnen konnten. In der Saison 2001/02 war es übrigens der Bayern-Fluch. Denn es soll laut Jonas nur zwei Vereine geben, wo sich der Fluch des ewigen Verlierers erfüllt, wenn gegen Bayern oder den HSV gewonnen wird. Ja, ja, mal sehen, wann St. Pauli wieder aufsteigen wird. Und jetzt ist erst einmal Augsburg in der ersten Liga. Das wird was werden, obwohl ich nicht daran glaube, dass sie mehr als eine Saison überstehen werden. Aber mal sehen…

Jenalas Ersatzelefant lädt nächsten Monat zur grossen Feier ein. Denn am 08. Juni wird sie 45 Jahre im Hamburger Zoo leben. Und so was muss schliesslich gefeiert werden, wo doch ihr fünfzigster Geburtstag im nächsten Jahr wegen der beiden neuen Jungtiere untergehen wird.
Jenalas Ersatzelefant namens Mala wünscht sich ein paar schöne Leckereien (Obst, Gemüse und leckere Erdnüsse), ausserdem hofft sie, dass sie auch eine schöne Quarksahnetorte bekommt, wie Kandy (eine Halbstarke) sie immer an ihren Geburtstagen erhält. Kommen darf wer will, um ihr zu gratulieren. Nur „Faltenmonster“ Mogli ist eine elephas non grata – ein unerwünschter Elefant – sie soll bleiben, wo der Ködelhaufen steht.
Es ist doch immer wieder köstlich, was Jenala so in den Mund ihres Ersatzelefanten legt. Zu komisch aber auch. Besonders immer diese Feindschaft zwischen Mala und Mogli. Da gibt es vielleicht Schimpfworte, das glaubt man gar nicht.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 18. Mai 2011 in Blog, Elefant, Fußball, Real life, Sport, Technik, Tiere, Zoo

 

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Zensus 2011 – Jetzt gehen die Betrügereien los


Das hat ja nicht lange gedauert bis die ersten Meldungen gekommen sind, dass Betrüger sich den Zensus zunutze machen, um an Konto- und Vermögensdaten zu kommen. Diese angeblichen Befrager kommen aber nicht persönlich – man könnte sie ja sonst bei einer Gegenüberstellung wieder erkennen -, sondern rufen einen an.Und dann wollen sie nicht die üblichen Fragen beantwortet haben, sondern Daten zum Konto. Am besten noch gleich die Geheimnummer. Die Schrecken vor gar nichts mehr zurück.
Aber ich muss auch mal sagen, wer fällt auf so was eigentlich rein? Ich mag es schon nicht, wenn ich bei einer Überweisung meine Daten eingeben muss. Aber ich kann mich mit anderen auch nicht vergleichen, da ich doch irgendwie ein wenig paranoid bin, was meine eigenen Daten betrifft. Deshalb bin ich ja auch so gegen den Zensus. Vier Jahre werden die Daten gespeichert. Mindestens sage ich. Denn wer weiss, ob das wirklich stimmt. Wir als Normalos kriegen das doch nicht raus. Und was uns dann wieder mit den ganzen Daten blüht.

Auch schon darüber nachgedacht, wie der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den ganzen Schlamassel (und nicht Schlafmassel) reingeraten ist? Erinnern wir uns: Er soll in seinem Hotelzimmer in New York ein Zimmermädchen sexuell belästigt haben. Nun sagt Strauzss-Kahn aber, dass er ein Alibi habe und während besagtem Zeitpunkt mit seiner Tochter in einem Restaurant gesessen und gegessen habe. Das könne von mehreren Leuten bezeugt werden. Dennoch bleibt Strauss-Kahn wegen Fluchtgefahr weiterhin im Gefängnis bis am Ende der Woche das Ergebnis des DNA-Vergleichs feststeht. Und bis dahin bleibt er in U-Haft.
Eigentlich völlig unbedeutend, wenn Strauss-Kahn nicht gegen Nikolas Sarkozy im nächsten Jahr antreten wollte. Das ist ja nun hinfällig, selbst wenn er unschuldig ist, wie er sagt. Wir wissen, was Sarkozy für einer ist. Früher hat er immer gerne wie auch Berlusconi mit Gaddafi posiert. Nun ist das GEschichte. Doch auch so hat Sarkozy Dreck am stecken. Und wie man Gegner ausschaltet, weiss er nur zu gut, und wenn er sich bei Berlusconi informiert hat. Es wurde sogar gesagt, dass dies wahrscheinlich ein Komplott von Sarkozy ist. Verschwand aber sehr schnell. Doch ich bin mir ziemlich sicher, dass es so ist. Auch wenn ich es nciht beweisen kann. Doch was lässt sich schon wirklich beweisen?

Mit Osama bin Laden bin ich auch noch nicht ganz durch. Kam doch vor einigen Tagen die Nachricht, man hätte Pornos in seinem Schlafzimmer gefunden. Irgendwie kann ich das nicht glauben. Aber wo sollten die auch sonst gefunden werden, wenn Osama wirklich Pornos besessen hat? Hätte er sie im Kühlschrank aufbewahren sollen, oder in der Tiefkühltruhe? Aber wo hat man seine Pornos auch versteckt? Ich weiss das nicht, vielleicht am ehesten noch im Badezimmer. Da hat man die Schmuddelzeitschriften liegen und der Rest? Wo sich eben ein Fernseher befindet.
Aber das mit dem Pornos kann ich mir dennoch nicht vorstellen. Es ist, als wollten die USA noch nachträglich versuchen, bin Laden irgendwie in den Dreck zu ziehen oder zu zeigen, dass er auch nur ein ganz normaler Mensch war. Und das bei drei Ehefrauen. Na ja, geben tut es alles.
Die Erschiessung bin Ladens hat nun auch die ersten beiden Selbstmordanschläge nach sich gezogen. Mehr als hundert Tote und Verletzte. Und das war erst Pakistan. Ich vermute, dass es noch in den westlichen Ländern weitergehen wird.

 
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Verfasst von - 17. Mai 2011 in Blog, Real life

 

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Zensus 2011 – Was sollen die ganzen Fragen?


Schade, dass es mit dem letzten Platz beim Eurovision Song Contest nichts geworden ist. Hatte eigentlich fest damit gerechnet, denn dieses Lied war absolut nichts – und die „Sängerin“ erst recht nicht. Dennoch reichte es noch für den zehnten Platz, dafür aber mit weniger als der Hälfte an Punkten, die das Siegerland bekommen hat. Und das ist: … Überraschung, Überraschung! ASERBAIDSCHAN! Tatsächlich, dieses kleine Land, dessen Namen am Samstag einige vielleicht zum ersten Mal gehört haben werden, hat den Eurovision Song Contest gewonnen. Aserbaidschan, wo zur Hölle liegt das eigentlich? Ist das überhaupt noch Europa? Es grenzt unter anderem an den Iran an und der liegt mit absoluter Sicherheit nicht in Europa, aber Israel genauso wenig, dennoch sind diese Länder dabei, wenn sie denn das Halbfinale überstehen. Aserbaidschan liegt mehr in Asien, als in Europa, auch wenn sie 2001 Mitglied des Europarats wurden. Allerdings gilt als europäische Grenze das Kaspische Meer und Aserbaidschan liegt definitiv davor, also doch noch Europa. Dennoch werden die meisten von diesem Land kaum was gehört haben. Vielleicht im Zusammenhang mit dem Bau einer Eisenbahnlinie in die Türkei, wobei Armenien ausgerenzt wird oder aber im Zusammenhang mit Erdöl. Oder etwas ganz anderes??? Moment mal, kurz nachgedacht. Ja, vielleicht: Aserbaidschan, war da nicht irgendwas mit Fussball? Richtig, Deutschland spielt in seiner EM-Quali-Gruppe gegen Aserbaidschan. Und wer ist Trainer des Teams? War auch einmal Bundestrainer und wurde 1996 Europameister. Weiss es jemand? Genau, es ist Hans-Hubert „Berti“ „Terrier“ Vogts. Trotz der lausigen Bilanzen bleibt er weiterhin Nationaltrainer. Aber Berti verfolgt auch das langfristige Ziel, den Jugendfussball dort aufzubauen.
Aber zurück zum Grand Prix, den ich furchtbar fand. Regina hatte das kurz eingeschaltet und ich bekam die Fernbedienung nicht in die Hand, um irgendwoanders hinzuschalten – wobei eh nichts Vernünftiges in der Kiste lief. Als ich anfing irgendwelche fünfziger Jahre Lieder zu gröhlen, zappte Regina endlich weg. Mehr habe ich dann davon auch nicht gesehen. Der aller erste Grandprix, den ich nicht gesehen habe, nicht einmal die Punkteverteilung. Das Finnland so schlecht abgeschnitten hat, hat mich enttäuscht, aber die zyprische Gruppe hatte das Halbfinale ja auch nicht überstanden, obwohl ich die Musik gar nicht schlecht fand. Doch ich habe einfach einen anderen Musikgeschmack als die Mehrheit der Welt. Das fängt bei Klassik an und hört bei Grunge auf.
Ich habe diese dämlichen Fragen des Zensus-Fragebogens endlich erhalten. Silvia Smallip hat es doch tatsächlich irgendwie hinbekommen, mir die Fragen in den Briefkasten zu stecken. Aber als ich an dem Tag nach Hause kam, wurde ich von meiner Nachbarin aufgehalten. Die erzählte mir, dass zu der angegeben Zeit jemand wie wild die Klingel unten benutzt hätte, um eingelassen zu werden. Dann sei sie an meiner Tür gewesen, hätte wohl geklingelt und schliesslich geklopft. Meine Nachbarin wurde dadurch aufmerksam, denn besagte Silvia Smallip soll auch irgendwelche wusten Behauptungen aufgestellt haben. À la, dass ich als Verweigerer weitergegeben werden würde und sonst noch so was. Das wurde dann meiner Nachbarin zuviel und sie machte ihre Tür auf, um die „werte Dame“ zu fragen, was sie eigentlich von mir wolle. Ausweisen konnte sie sich dann wohl gerade noch und fragte dann, ob meine Nachbarin mich heute das Haus hätte verlassen sehen. Meine Nachbarin, die wohl fürchtete, dass diese Person noch einmal wiederkommen könnte, wenn sie die Frage bejahte, gab als Antwort, dass ich seit über einer Woche verreist sei und auch erst nächste Woche wiederkommen würde. Es würde aber ab und an mal jemand nach dem Rechten sehen, so dass Silvia Smallip die Fragebögen in den Briefkasten werfen könnte. Ich würde das schon noch rechtzeitig beantworten. Die „werte Dame“ schien nicht gerade erfreut zu sein, aber ziemlich zerknirscht habe sie dann die Fragebögen in den Briefkasten geworfen, wo ich sie auch schliesslich fand. Ich bin meiner Nachbarin wirklich dankbar, vor allem, dass sie so schnell geschaltet hat. Vielleicht hat sie aber auch schon von irgendwelchen schwarzen Schafen unter den Fragestellern gehört. Einige wird es darunter sicherlich geben, die es auf die Kohle abgesehen haben, schliesslich gibt es für jeden persönlich ausgefüllten Fragebogen zwischen 5 bis 12 Euro und für einen abgegebenen nur magere zwei Euro. Was will man also? Genau, möglichst viel Geld abstauben.
Als ich diesen Fragebogen erst einmal trocken ausgefüllt habe, habe ich mich wirklich nur gefragt, was das eigentlich soll? Hätte da nicht einfach gereicht: Adresse, Alter und Beruf? Nein, dann wollten sie noch wissen, welchen Schulabschluss man hat, ob man studiert und welchen Beruf man genau ausübt. Bei der letzten Frage hatte ich ein kleines Problem, denn ich wusste nicht, in welches Feld ich das zuordnen sollte. Also habe ich erst einmal irgendwas angekreuzt. Mir völlig egal, ob das falsch ist, ich wusste es nicht besser. Da haben mir die Erklärungen auch nicht viel weiter geholfen. Oder diese Frage, ob man selbst oder die eigenen Eltern später als 1955 zugezogen sind. Konnte ich auch nicht wirklich beantworten. Ausserdem finde ich diese Frage unglaublich blödsinnig, denn es geht den Staat nichts an, ob man ein Migrant oder ein Zugezogener ist. Man arbeitet hier in Deutschland und zahlt seine Steuern, das sollte doch wohl reichen. Ausserdem wird es bei einem selbst ja wohl in den Melderegistern ersichtlich, ob man in Deutschland geboren wurde, oder nicht. Ich bin es nicht, aber dennoch Deutscher, auch wenn ich meine halbe Kindheit auch nicht in Deutschland zugebracht habe. Bin ich deshalb auch ein Zugezogener? Also genau so widersinnig, wie die Frage, welche Religion man habe. Diese Frage ist nie gefordert worden von der EU, sondern von den Kirchen. Und als Dank habe ich mich als Buddhist ausgegeben. Es gibt Fragen, die ich nicht wahrheitsgemäss beantworte, weil meine religiöse Überzeugung niemanden etwas angeht. Das mache ich allein mit mir selbst aus. Und dann noch die Frage, welchen Familienstand man habe. Das wird auch aus den Melderegistern ersichtlich.
Die meisten dieser Fragen sind einfach nur gestellt worden, damit die Bundesrepublik Deutschland besser bescheid weiss. Aber was nützt es, wenn dies nur bei einem geringen Prozentsatz gefragt wird? Dann ist es doch nicht auf alle Deutschen rückschlüssig. Oder nennen wir es eine der ‚repräsentativen‘ Umfragen, wo tausend Leute befragt werden und das dann stellvertretend für die Masse wirken soll? Entweder alle oder gar keine, ist meine Antwort dazu. Und zur Religionsfrage sage ich nur, wie ein Staat sich von den Kirchen bequatschen lassen kann, um solch eine Frage aufzunehmen. Jeder soll nach seiner eigenen Facon glücklich werden. Und da geht keine einzige Kirche das an, welchem Glauben ich angehöre. Und diese Frage muss beantwortet werden, ob katholisch oder evangelisch oder eben islamisch oder sonst was. Das geht die Kirchen nichts an. Ausserdem kann ich ja schon längst in der Zwischenzeit ausgetreten sein. Habe ja bereits erläutert, warum ich es nicht tue. Aber wann war ich das letzte Mal in einer Kirche oder in einem Gottesdienst? An Jesus glaube ich auch nicht, also dass er Gottes Sohn sei. Daran glauben nach einer Umfrage übrigens nur ein Drittel der gläubigen Christen. Jesus mag gelebt haben, aber Gottes Sohn war er definitiv nicht.
Und damit zurück zum Zensus. Es besteht eine Wahrheitspflicht. Aber ist Wahrheit nicht das, was ich als Wahrheit ansehe? Also werde ich meine Wahrheit auch ankreuzen. Und da bin ich nun einmal nicht mehr Christ und lebe mit Regina neuerdings in einer WG. Sollen die mir nur kommen. Habe ich mich eben Online verklickt.
So was ist einer Kollegin von mir übrigens bei der Vorbefragung zur Gebäudebefragung passiert. Sie hat online vergessen anzuklicken, dass sie Gebäudeinhaberin ist, aber die restlichen Fragen, die man zu beantworten hatte, hätte sie beantwortet. Doch Post hat sie nicht bekommen. Nur ihr Mann. Und so fragt sie sich nun, ob sie nun Ärger bekommen könnte und als Verweigerin gilt. Aber gleichzeitig versuchen wir sie zu beruhigen, dass eventuell nur eine der Personen von Hausbesitzern ein Schreiben bekommt, weil ja zweimal das gleiche beantwortet würde. Beruhigt ist sie nicht wirklich, aber es hat sich auch niemand gemeldet, dass es unvollständig sei. Vor allem hat sie es auch erst jetzt gemerkt, als sie noch auf ihr Schreiben wartete und nichts kam. Da hat sie noch einmal ihren Bestätigungsfragebogen angeguckt, den sie gespeichert hatte und entdeckt, dass sie die Frage, ob sie Gebäudeeigentümerin sei, unbeantwortet gelassen hatte.

 
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Verfasst von - 16. Mai 2011 in Blog, Fußball, Kultur, Musik, Real life

 

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Zensus 2011 – Wie anonym sind die Daten wirklich?


Ich habe nun von diesem ominösen Befrager ein Kärtchen im Briefkasten gefunden. Es handelt sich um eine Frau und die Uhrzeiten, die sie mir da angeboten hat, sind mir absolut nicht möglich. Schliesslich muss ich arbeiten. Und bloss wegen dieser dämlichen Haushaltsbefragung mache ich doch nicht früher Schlussl, auch wenn ich den Job hasse wie die Pest. Ach ja, solch eine Frage kommt da übrigens nicht vor. „Lieben Sie ihre Arbeit?“ Antwortmöglichkeiten: Ja, nein, ich weiss nicht. Was mir bei hinkommen würde, ist ja klar. Jedenfalls ist diese Befragung der grösste Quatsch, den es gibt. Natürlich von der EU vorgeschrieben, aber von der Bundesrepublik Deutschland auf die Spitze getrieben.
Aber zurück zu dieser Befragerin, die ich mal Sylvie Smallipp nenne. Netterweise hat sie nicht einmal auf dem schönen Infokärtchen eine Telefonnummer oder eine Emailadresse hinterlassen, wo ich mich darüber beschweren kann, dass ich zu besagten Uhrzeiten nicht zuhause bin. Regina im Übrigen auch nicht. Und am Wochenende kann sie wirklich nciht erwarten, dass ich dann eventuell da sein werde. Werde ich eben einen Zettel am Briefkasten befestigen. „Bitte Unterlagen hier reinschmeissen. Fülle es selbständig aus.“ Und fertig ist die Laube, wie es so schön heisst.
Im Übrigen frage ich mich immer noch, wie anonym die Daten wirklich sind. Gut, die Befrager sollen nicht in ihrem eigenen Wohnbezirk herumfragen, aber die brauchten doch nur einen Bekannten beauftragen, dass dieser sich melden soll. Und schon kann der dann eventuell den Nachbarn ausspionieren, von dem man schon immer wissen wollte, was er beruflich eigentlich macht, welchen Schulabschluss er hat oder ob er überhaupt berufstätig ist. Denn die Fragebögen – jedenfalls die, die nicht online oder per Post beantwortet werden – nimmt der Befrager wieder mit und sammelt sie erst einmal bei sich zuhause. Nun kann er natürlich sich heimlich Notizen machen und dann seinem Bekannten zeigen, was denn der Lieblingsnachbar so geschrieben hat. Zwar wurden alle Befrager zur Verschwiegenheit verpflichtet, aber wer prüft denn nach, ob das wirklich auch eingehalten wird? Richtig, macht niemand. Ausserdem liegen dann die Fragebögen auch noch bei dem Befrager einige Tage zuhause. Glaubt ja wohl niemand dran, dass die Fragebögen im Safe eingeschlossen werden. Da kann dann eventuell jeder ran.
Und ausserdem sind die Fragebögen überhaupt nicht anonym. Man kann genau zurückverfolgen, wer die beantwortet hat und ob die Person die Wahrheit gesagt hat. Und wenn sie nicht die Wahrheit sagt, dann droht ein Bussgeld. Und durch dieses wunderschöne Bussgeld werden wieder die Kosten reingeholt, die zuvor ausgegeben worden sind bei diesem Schwachsinnszensus.
Also ich weiss schon, wo ich ein wenig flunkern werde, denn da können die mir nichts unterstellen. Ich mag vielleicht immer noch in der Kirche sein, aber einen Gottesdienst habe ich das letzte Mal besucht, als ich getauft wurde. – Falsch, als ich konfirmiert wurde. Und das ist auch schon tausend Jahre her. Im Übrigen bin ich sowieso nur noch in der Kirche, weil ich denke, dass es für meine späteren Kinder von Vorteil ist. Also haben die nicht so viele Probleme, wenn sie getauft und eventuell auch konfirmiert werden. Ansonsten habe ich mit der Kirche einfach nichts am Hut, kann mich nicht einmal mit Jesus anfreunden. Ich sehe ihn nun einmal nicht als Gottes Sohn an. Aber die Geschichte kann ich auch ein anderes Mal erzählen.
Zensus 2011, ich weiss einfach nicht, was das bringen soll. Die haben doch schon alle Daten aus den Melderegistern, warum muss ich denen dann noch Rede und Antwort stehen? Weiss das jemand? Daten lügen doch nicht, aber Menschen schon. So einfach ist das. Und dann werden die Daten auch noch mindestens vier Jahre gespeichert. Kann ich doch gleich mich bei Google häuslich einrichten. Die Speichern doch auch alles, was sie kriegen können von einem unbescholtenen Internetnutzer. Ich hasse es, wie man die eigenen Daten, die man sorgsam zurückhält und hütet, so preisgegeben werden müssen.
Man hat aus 1987 gelernt, aber ist es das, was gewollt war? Wohl kaum. Man wird zwangsverpflichtet Auskunft zu geben. Und bei manchen Fragen bin ich ja immer noch unsicher, was ich da eigentlich beantworten soll.

Aktuell legt die Uni Bayreuth offen, wie Guttenberg denn nun seine Doktorarbeit zusammengeklaut hat. Viele sind übrigens empört, dass die Gutachter ungeschoren davonkommen sollen. Denn wie kann es sein, dass Guttenbergs Doktorvater nicht einmal gemerkt hat, dass Guttenberg aus dessen eigenen Arbeiten zitiert hat? Richtig, man könnte argumentieren, man hat doch nicht alle seine eigenen Texte im Kopf. Aber es hätte ihm doch bekannt vorkommen müssen.
Guttenberg selbst argumentiert, dass ihm durch seinen Stress als Abgeordneter die Sache über den Kopf gewachsen ist. Dann hätte er eben sich nicht so als Abgeordneter reinhängen sollen. Das eine, was man will, das andere, was man muss. Hätte ja nicht einmal eine herausragende Doktorarbeit werden müssen, hauptsache am Ende hat man den Titel vor seinem Namen stehen. Bayreuth hat in ihrer Pressekonferenz Guttenberg ziemlich auseinandergenommen. Sogar „Studenten arbeiten sorgfältiger.“ Also ich kenne ein paar, bei denen habe ich mich immer gefragt, wie die bloss weitergekommen sind.
Wer den Abschlussbericht lesen möchte: Abschlussbericht Uni Bayreuth

Übrigens hat Stoibers Tochter ihren Doktortitel auch verloren. Sie soll viele Seiten aus einem Werk wörtlich übernommen haben.
Haben die alle noch nie etwas von Exzerpten gehört? Eine blöde Sache so was, aber diese Stichwortaussagen sind so schlecht nun auch wieder nicht. Wenn man das exzerpieren (oder wie es auch immer heisst) auch beherrscht.
Nachteil an der Uni Bayreuth haben nun die Studenten der juristischen Fakultät. Sie will niemand mehr. Deshalb wollen die Studenten sich jetzt selbst mit Guttenbergs Doktorarbeit auseinandersetzen und zudem wollen sie auch, dass die Gutachter auch gerügt werden. Mitgehangen mitgefangen hat es schliesslich so schön.

Und, was ist Samstag für ein wunderschöner Tag? Tja, Wochenende könnte man sagen. Aber nein, es kommt noch viel besser. Da ist Grand Prix, also heute besser bekannt unter dem Titel „Eurovision Song Contest“. Die eingebildete Lena soll ihren Titel verteidigen. Sie singt, besser spricht, wie ein Lied, das nach nichts klingt, wie schon der Vorjahrestitel. Ich hoffe, sie wird letzte, so lernt sie auch gleich mal die Schattenseiten des Ruhms kennen, wenn man mal von nervigen Paparazzi absieht. Favoriten sollen die irischen Zwillinge sein. Mir ist es wurscht, hauptsache es gewinnt jemand, dessen Lied auch wirklich ankommt und nicht so ein Blödsinn ist wie die deutsche Beteiligung.
Ich sehe es mir nicht an. Es gibt Besseres, um die Zeit zu vetrödeln. Vielleicht gucke ich mir die Punkteverteilung an und das war’s. Ich habe noch ein paar Bücher, die ich lesen muss. Und der Stapel muss endlich mal niedriger werden.
Und was der Grand Prix alles kostet. Kann bloss froh sein, dass München nie zur Debatte stand. Aber dafür ist ja Olympia 2018 geplant. Der Volksentscheid in Garmisch-Patenkirchen hat ja für Olympia gestimmt. Glaube dennoch nicht dran, dass München das bekommt. Da finde ich ja in Seiten der globalen Erwärmung ja eher Sommerspiele realistischer. Hatte sich da nicht mal Hamburg beworben und war gegen Leipzig ausgebootet worden? Nichts gegen Leipzig, aber die Stadt ist zurecht bei der Olympiavergabe bereits in der ersten Runde gescheitert.

Nach Osama bin Ladens Tod sollen nun seine drei Ehefrauen befragt werden. Und zwar direkt von den USA. Pakistan hat seine Erlaubnis gegeben, dass sie nicht als Zwischenwirt agieren werden. Haben wohl immer noch ein schlechtes Gewissen, das bin Laden so lange bei ihnen unbehelligt leben konnte. Aber warum werden nun die Ehefrauen befragt? Hat jemand den Sinn verstanden Was sollen die sagen, was die USA interessieren könnte. Wer seine Verbündeten sind? Das werden die auch gerade wissen. Ich persönlich halte das für ein weiteres Ablenkungsmanöver. Ausserdem bin ich immer noch der Meinung, dass bin Laden lebt. Der hat 57 Brüder gehabt. Er selbst war der 50. Sohn seines Vaters. Da wird sich schon ein Doppelgänger gefunden haben.

Nach Nordafrika und Umgebung kann man immer noch nicht reisen. In Libyen gehen die Kämpfe unentwegt weiter, wobei das in den nachrichten auch weniger zu werden scheint. Dafür gab es nun wieder Unruhen in Ägypten. Ich hatte ja noch gerade zuvor überlegt, ob ich mit Regina nicht da hinfahren sollte. Aber irgendwie erscheint mir das doch zu unsicher. Aber in Ägypten war es mal wieder das ewige Streitthema: Christen gegen Moslems oder umgekehrt. Jedenfalls ging das Gerücht um, eine Frau solle daran gehindert werden zum Islam zu konvertieren. Und wie es bei einem Gerücht ist, wo es um den Glauben geht, begann die Hetze und endete mit Toten. Warum muss es so etwas in unserer heutigen Zeit noch geben? Warum gibt es immer noch Krieg auf der Welt? Genau so eine berechtigte Frage, die kaum zu beantworten ist.
Nun legt Syrien auch wieder los. Der dortige Präsident hat Dissidenten in Fussballstadien sperren lassen. Unter der Folter (sind wir wirklich noch im Mittelalter?) sollen sie Internet-Passwörter preisgeben oder die Namen ihrer Verbündeten. Viele Internetzugänge sind schon längst gesperrt. In China sind ja bestimmte Seiten auch nciht aufrufbar oder werden ab und an gesperrt.
Syrien sind Sanktionen angedroht worden, die nun auch beschlossen wurden. Dennoch hat der Präsident die Oberhand gewonnen, heisst es. Wird es da nun auch Luftangriffe geben wie in Libyen?

 
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Verfasst von - 11. Mai 2011 in Ägypten, Blog, Real life, Technik

 

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Zensus 2011 – Nichts als die Wahrheit?


Heute ist der Tag der Tage: Heute ist Stichtag für den Zensus 2011.
Morgen werden die Sachen für die Gebäudebefragung in der Post liegen. Da werden alle Besitzer gefragt, also auch der nette Nachbarn von nebenan. Die Haushaltsbefragung schliesslich muss nur von einigen ausgewählten Personen beantwortet werden, wie mir. Dazu wird irgendwo ein Schnösel kommen und mich befragen wollen. Doch der kann noch so sehr behaupten, dass ich das mit ihm auszufüllen habe. Das brauche ich nicht. Ich kan die Zettel an mich nehmen, ihm oder ihr einen schönen Tag wünschen und die Fragen online beantworten. Das kostet mich keinen Cent, ausser die IP-Adresse meines Rechners, weshalb ich das flugs in der Redaktion erledigen sollte. Dafür werden alle Verständnis haben. Aber was die alles wissen wollen. Habe ja schon mal davon berichtet. Am besten, man lässt sich, nur mit einer Unterhose bekleidet, ablichten. Denn genauso ist der Fragebogen. Man zieht sich aus bis auf die Haut. Ich habe weder Facebook- noch sonstige Accounts, wo ich was über mich preisgebe. Da werde ich das da gerade machen. Also schnell irgendwas ankreuzen oder schreiben, was mir gefällt. Doch halt, darf ich falsche Angaben machen?
Wer falsche Angaben macht, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wie aber können die Auswerter dieser Fragebögen wissen, dass ich etwas falsches angegeben habe? Also ist es hier mit dem Datenschutz wohl doch nicht so weit her, auch wenn das gerne behauptet wird. Aber es ist doch klar, dass Ding hat eine Nummer, die ist mir direkt irgendwie zugestellt. Und aufgrund dieser Nummer können sie die Daten von mir mit meinen Daten vom Amt vergleichen.
Was ist aber, wenn die jetzt Fehler bei mir finden sollten? Könnte ich dann nicht behaupten, ich hätte mich verklickt und das nicht bemerkt. Denn wissenschaftlich erwiesen ist schließlich, dass der Mensch am PC viel oberflächlicher liest. Also habe ich das eben nicht gemerkt. Jawohl, darauf werde ich mich beziehen. Geht die doch nichts an, welcher Religion ich angehöre, ob katholisch oder evangelisch oder sonst was. Für die Befragung bin ich strenger Atheist, gerade im Urlaub und auch sonst nicht da. Außerdem gelte ich wohl irgendwie auch als Zuwanderer. Schließlich bin ich weder hier geboren, noch die ersten Jahre zur Schule gegangen. Eigentlich waren es die letzten fünf Jahre. Die werden meinen Bericht garantiert verdächtig finden. Denn meine Eltern sind nicht zugewandert, nur ich bin es. Oder bin ich dann nicht zugewandert? Keine Ahnung, also weiss ich nicht, was ich da nur hinschreibe oder ankreuze.
Ich lasse mir von der EU und auch erst recht nicht von der Bundesrepublik Deutschland vorschreiben, was ich da zu beantworten habe.
Jenalas Cousin hat vor wenigen Wochen von der Finanzbehörde seiner  Stadt einen Fragebogen bekommen, wo er sich über sein Internetverhalten bezüglich der Behörden äussern sollte. Erst hielt er es für die Aufforderung zu einer Steuererklärung und dann für eine Spionieraktion von ein paar Nachbarn. Die reden nämlich über ihn und vermuten, dass er arbeitslos sei. Jenala fand den Verdacht berechtigt, schliesslich arbeiten die Nachbarn bei der Finanzbehörde. Bloss haben sie bei Jenalas Cousin gerade den falschen ausgewählt. Der geht nur ins Internet, wenn er muss – zwecks Uni -, mit der Behörde hatte er bis auf Ausweis- und Passverlängerung noch nie zu tun, und auch sonst beantwortet er solche Fragen nicht. Da er nicht erkennen konnte, ob der Fragebogen verpflichtend sei, hat er ihn in den Müll geschmissen. Amüsant fand er ja noch, dass es angeblich anonym sei, aber man könne bei einem Gewinnspiel mitmachen. Was nützt einem der anonyme Fragenbogen, wenn direkt dabei ein Bogen liegt, wo Name und Adresse vermerkt ist. Ausserdem soll im Schreiben gestanden haben, dass sich der Fragebogen vor allem an Menschen jenseits der fünfzig richten würde. Und so weit ich weiss, ist Jenalas Cousin noch nicht einmal halb so alt.

Und wo ich gerade bei Jenalas Cousin bin. Jonas, ist bekanntlich ein Fan des FC St. Pauli. Da schmerzte ihn die Klatsche vom Samstag gegen die Bayern besonders: 1:8, wahrscheinlich die höchste Niederlage des Vereins, oder geht es noch schlimmer? Jonas hat ja schon das letzte Mal, als ich Jenala besucht habe, gesagt, dass St. Pauli genauso enden werde wie anno 2002. Ich war damals skeptisch, aber jetzt muss ich ihm völlig recht geben. Habe ein wenig recherchiert und herausgefunden, dass St. Pauli in der Saison 2001/02 sang- und klanglos auf Platz 18 nach einer Saison in der Ersten Liga abgestiegen ist. Danach gab es einen Durchmarsch in die damalige Regionalliga – was heute die Dritte Liga wäre. Aber bei dem jetzigen Trainer sei das auch kein Wunder. Schliesslich würde die Mannschaft so spielen, wie er gespielt hat. – Habe ich schon mal erzählt. – Holger Stanislawski galt in den Achtziger Jahren als grosses Talent in Hamburg und soll in jeder Hamburger Auswahl mitgespielt haben, im Gegensatz zu Stefan Effenberg. Allerdings war letztgenannter ehrgeiziger. Und so kann man sagen, dass Stanislawski seit 1985 nichts dazugelernt hat und ein ewiges Talent blieb. Deshalb gibt ihm Jonas auch nur bis Dezember bei Hoffenheim. Dann wird er in der Versenkung verschwinden. Mitsamt Co-Trainer und Putzfrau.
Aber 1:8 ist vielleicht eine Klatsche. Ich habe in der Sportschau das Spiel gesehen. Da hätte genauso gut der Torwart – Kessler – auch ganz alleine auf dem Spielfeld stehen können. Die Mannschaft ist so was von vorgeführt worden. Und Bayern ist jetzt tatsächlich dritter und peilen nun auch noch den zweiten Tabellenplatz an. Hannover hat ja leider verloren. Warum nur haben die Bayern immer mehr Glück als Verstand?

Bei Osama bin Laden sind ja Videos von ihm gefunden worden. Da wurden wohl nun welche veröffentlicht. Jedenfalls sieht bin Laden auf den Videos aus wie ein alter Mann. Gut, je länger man ihn nach dem 11. September sah, da schien er immer mehr zu altern. Aber dennoch glaube ich immer noch nicht, dass bin Laden tot ist. Traf beim Einkaufen einen Afghanen, der auch nicht daran glaubt, dass bin Laden tot ist. Aber so lange die USA dieses „Erfolgserlebnis“ feiert, sollte man nichts weiter darüber sagen. Oder können wir das Gegenteil beweisen? Leider nein.

Und zum Schluss noch eine wunderschöne Nachricht. Hier im Münchener Tierpark Hellabrunn ist am Freitagabend ein kleiner Elefantenbulle zur Welt gekommen. Zwar nur ein Bulle, aber immerhin scheint das Kälbchen gesund und munter zu sein. Das freut mich natürlich. Nächstes Jahr wird es ein Doppelpack in Hamburg geben sowie einmal in Leipzig. Wegen des Doppelpacks wird Jenalas Ersatzelefant sehr wahrscheinlich seinen fünfzigsten Geburtstag auf dieses Jahr verlegen, damit ihr nicht die Show gestolen wird, wie sie ausrichten lässt. Nächsten Monat feiert sie erst einmal 45 Jahre Ankunft in Hamburg. Erdnüsse und süsse Äpfel wünscht sie sich zu ihrem grossen Fest. Und eine dicke Sahne-Quarktorte.

 

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