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Der ewige Konflikt


Der Konflikt in der Ukraine geht weiter. Erst spricht Putin davon, dass die Ukraine nicht weiter provozieren soll. Dann ruft Poroschenko zu einer Waffenruhe in der Ost-Ukraine auf und fordert die pro-russischen Milizen auf, ihre Waffen niederzulegen. Zudem würden alle, die keine „schwerwiegenden“ Verbrechen – was auch immer das heissen mag – begannen haben, unter eine allgemeine Amnestie fallen.
Dieser Friedensplan wird von Obama, Merkel und Hollande – es gibt nur noch diese drei Länder, die der Ukraine-Konflikt kümmert – sehr begrüsst.
Bloss einer macht dem allen wieder einen Strich durch die Rechung. Ganz recht, es ist Russlands Präsident Wladimir Putin. So heisst es, dass dies kein Weg zum Frieden sei, sondern ein Ultimatum an die Milizen. Aber wie soll dort Frieden herrschen, wenn jeder mit der Waffe in der Hand den anderen bedroht. Irgendjemand muss nun einmal anfangen und das dies nicht das ukrainische Militär sein kann, ist klar. Denn die pro-russischen Milizen würden das wieder für sich ausnutzen und wer weiss was anstellen. Nein, ich sehe hier nicht komplett schwarz. Es ist einfach so, wie ich sage. Im Grunde kann man niemanden trauen. Und egal was passieren wird, der schwarze Peter wird allen zugeschoben, nämlich jede Seite schiebt ihn der anderen zu.
Im Grunde wird es nicht anders sein, dass der Ukraine-Konflikt bis in alle Ewigkeit dauern wird.
Und dann immer die halbherzigen Aktionen, dass es neue Sanktionen gegen Russland gibt. Wann begreifen Obama, Merkel und Hollande denn endlich, dass Putin das nicht interessiert? Der fühlt sich doch mit allem im Recht. Der wettert nur über diese Ungerechtigkeit, dass er als das Böse dargestellt wird. Ansonsten lacht er doch nur darüber, dass niemand ihm wirklich etwas anhaben kann.
Warum berichte ich eigentlich noch über die Ukraine-Krise? Keine Ahnung, vielleicht wollte ich mal wieder etwas Politik in den Artikel reinbringen.

Nicht nur Titelverteidiger Spanien wird sich bereits nach der Vorrunde verabschieden, sondern auch England. Das erste Spiel gegen Italien verloren und dann bekleckern sie sich nicht einmal mit Ruhm beim Spiel gegen Uruquay. Dabei waren die auch nicht besonders, als sie gegen Costa Rica spielten. Aber so ist das nun einmal beim Fussball. Nicht der Top-Favorit gewinnt, es gibt stattdessen jede Menge Überraschungen. Oder man könnte auch sagen: Der Glücklichere gewinnt.
Diese WM ist schon eine WM der Überraschungen, wobei es bei Spanien und England nicht wirklich überraschend kam. England war ja schon am stöhnen, als sie erfuhren, mit wem sie in einer Gruppe sein würden. Da war man sich bereits sehr sicher, nicht die Vorrunde zu überstehen. Das ist nun geschehen. Damit sind sie nicht die ersten und werden sie auch nicht die letzten sein. Es zeigt sich allerdings wieder, dass die Unkenrufe eingetreten sind. Wenn man schon vor Beginn eines Ereignisses der Meinung ist, dass man es zu nichts bringt, wird es garantiert eintreffen.
Ich erinnere gerne daran, wie Frankreich 2002 sang- und klanglos in der Vorrunde ausschied, weil sie der festen Überzeugung waren, dass sie ohne Zidane nicht spielen könnten. Und als Zidane doch noch halbwegs fit fürs dritte und letzte Vorrundenspiel wurde, da brachte er auch nichts. Frankreich schied torlos aus, obwohl sie das Achtelfinale im letzten Spiel noch durchaus hätten erreichen können.
Aber das ist alles Vergangenheit, oder erinnert sich noch irgendjemand daran, dass die Niederlande 2002 nicht mit bei der WM waren? Und fehlte England nicht 2008 bei der EM? Oder täusche ich mich da? Ich weiss es gerade nicht. Aber es ist kein Untergang. Ausser es passiert Deutschland – das versteht sich von selbst.
Frankreich hat sein zweites Spiel in der Vorrunde ebenfalls gewonnen. Es ging gegen die Schweiz, die ihr erstes Spiel nur knapp gewonnen hatte. Aber 2010 sah es bei den Schweizern auch gar nicht schlecht aus. Spanien war so gut wie draussen und dann versagte die Schweiz, dass sie in der Vorrunde ausschieden. Genauso kann es jetzt auch wieder kommen. Das letzte Spiel gegen Honduras wird es entscheiden. Ausserdem hängt es davon ab, wie Frankreich gegen Ecuador spielen wird.
Aber das Spiel Schweiz gegen Frankreich war gestern Abend schon war. Als erstes konnten die Nationalhymnen abgespielt werden, das war schon einmal sehr viel.
Dann habe ich mir die ersten Minuten angesehen, so bis zur 14. Minute, war kurz mal weg und als ich wieder hinsehe, steht es doch tatsächlich 2:0 für Frankreich! Das passiert mir immer wieder. Wenn ich nicht gucke, dann fallen die Tore für meine Mannschaft. Ist das ärgerlich! Dann kurz mal ein Zittern, als Benaglio einen Elfmeter von Benzema gehalten hat. Tja, vielleicht sollte der Trainer der Équipe schon einmal überlegen, ob er Benzema bei einem Elfmeterschiessen einsetzen wird. Schliesslich fiel vor der Halbzeit noch das 3:0. Danach wurden noch ein paar Tore geschossen, auch von den Schweizern, nur leider, leider, – wieso leider? – reichte es nicht ganz. Frankreich gewann überlegen mit 5:2 gegen die Schweiz und ist damit so gut wie weiter. Aber passieren kann natürlich immer noch was, denn was ist schon sicher?
Benzema jedenfalls wütet über den Schiedsrichter, der ihm ein Tor genommen hat, indem er einfach abpfiff. Das sei schon das zweite Mal gewesen, dass ein Tor von ihm bei dieser WM wegen des Schiedsrichters nicht anerkannt worden sei. Er würde längst die Torjägerliste anführen. Natürlich ist es einerseits ärgerlich, wenn einem durch eine willkürliche Schiedsrichterentscheidung ein Tor genommen wird, besonders ärgerlich, wenn es schon das zweite Mal ist, andererseits ist es nun wirklich nicht wichtig, ob Frankreich nun 6:2 gewinnt oder man eine Torjägerliste anführt. Das ist falscher Ehrgeiz.
Ich freue mich jedenfalls sehr über Frankreichs Sieg, werde mich allerdings hüten, sie bereits als künftigen Weltmeister zu sehen. Deutschland ist ja schon nach einem Spiel praktisch zum Weltmeister gekürt worden. Das sind noch sechs Spiele, die ihnen bis zum Titel bevorstehen.
Jonas ist ein wenig sauer, das Frankreich gewonnen hat, denn sein Fussballorakel hatte sich auf ein Unentschieden festgelegt. Er hatte sie mehrmals befragt und immer sei sie für ein Unentschieden gewesen. Vielleicht dachte sie auch, dass es um das Spiel Brasilien gegen Mexiko gehen würde. Wer weiss, wer weiss? Elefantendame Mala hingegen hat sich natürlich für einen Sieg der Blauen entschieden. Sie kann schliesslich auf eine jahrzehntelange Erfahrung als Fussballexpertin zurückblicken. Der Schlaubeutel hingegen ist noch eine blutige Anfängerin. Aber dennoch hat sie sich gemacht. Bislang hat sie alle Spiele richtig getippt, wie das Eröffnungsspiel, das erste Spiel der Franzosen und das Spiel Deutschland gegen Portugal. Das muss ihr erst einmal jemand nachmachen. Mala natürlich nicht dazugerechnet, denn sie ist nicht zu toppen. Gut, bei der EM2012 hat sie auch enttäuscht, als sie das Eröffnungsspiel falsch tippte. Aber ansonsten hatte sie alle Spiele richtig getippt und sogar gewusst, dass Deutschland gegen Italien verlieren würde, als beide gegen ihren Viertelfinal-Gegner noch gar nicht gespielt hatten. Ja, das ist Erfahrung – oder einfach Glück. Denn interessiert sich Mala wirklich für Fussball? Hat sie sich nicht einfach für irgendwas entschieden, was man ihr hinhielt? Genauso dürfte es nicht nur bei ihr gewesen sein, sondern auch beim Schlaubeutel. Und wenn diese sich für ein Unentschieden entscheidet, dann ist das eben so. Ihr ist völlig egal, was man von ihr will, hauptsache sie bekommt was zu futtern.
Aber was haben nun beide Fussballorakel für das Spiel Deutschland gegen Ghana gesagt?
Tja, da sind beide wieder einer Meinung und sagen, dass Ghana gegen Deutschland verlieren wird.
Aber ob sie damit nun recht behalten? Das werden wir spätestens um zehn vor elf heute Nacht wissen, wenn das Spiel abgepfiffen worden ist.
Natürlich spricht einiges dafür, dass Deutschland auch gegen Ghana gewinnen wird. Aber vielleicht haben die sich darauf eingestellt und passen jetzt genau auf, dass Müller nicht von irgendwoher den Ball bekommen kann. Aber dann gibt es auch noch Götze. Der einzige Spieler, der wirklich mit dem Ball umgehen kann, der schnell nach vorne durchprescht, wenn man ihn lässt.
Die Frage ist ja noch immer, ob Hummels spielen kann. Wäre einerseits ärgerlich, wenn es nicht geht, aber wenn nicht, dann nicht. Denn: Jeder ist ersetzbar!
Und so warten wir auf ein schönes Spiel und dass Deutschland wieder drei Punkte holt. Falls es so weitergehen sollte, kann ich vielleicht wirklich noch auf mein Traumfinale hoffen: Frankreich gegen Deutschland! Möge dann der bessere gewinnen.

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Ablenkung ist alles – Die FIFA und kein Ende


Der ISIS-Vormarsch auf Iraks Hauptstadt Bagdad geht weiter voran. Einige hundert Kilometer von der Hauptstadt entfernte Städte sind eingenommen worden. Der Irak selbst scheint hilflos zu sein, auch wenn es ihnen gelungen sein soll, eine Stadt zurückzuerobern.
Aber die Frage ist doch eigentlich, was machen die USA? Nichts, erst wurde darüber beraten, ob man dem Irak hilft, sprach von Luftangriffen. Dann wiederum hiess es, dass der Irak das selber lösen müsse.
Also, man darf doch wirklich nicht vergessen, wer das im Irak verbockt hat. Als im Jahr 2003 die Vereinigten Staaten von Amerika in den Irak einmarschierten, herrschte dort Saddam Hussein. Unter ihm verschwanden unliebsame Menschen für immer – in anderen Regimes passiert und passierte so was auch, was aber keine Entschuldigung sein soll -, denn Saddam war ein Despot, ein Tyrann, eben Iraks Diktator. Aber unter ihm lebten alle Religionen friedlich nebeneinander. Es gab keine abgeschotteten Viertel, wo nur Christen lebten oder nur Sunniten oder nur Schiiten. Doch seitdem die USA im Irak einmarschiert sind, hat sich das radikal geändert. Eine Stadt hat sich komplett von der Aussenwelt abgeschottet, dort leben die noch verbliebenen irakischen Christen, die nicht geflüchtet sind. Sie müssen sich schützen, damit sie nicht getötet werden.
Und nun kommt ISIS, die nicht nur gegen Christen vorgehen, sondern auch gegen alle Muslime, die keine Sunniten sind. Hierbei muss man auch bedenken, dass die irakische Regierung aus Schiiten besteht, die sich mit den sunnitischen Parteien zwar nicht überworfen haben, aber auch nicht wirklich verstehen.
Zu Bedenken ist, dass selbst Al-Qaida ISIS zu radikal ist. Und auch der Iran beäugt misstrauisch das Geschehen im Irak. Denn im Iran sind die Mehrheit Schiiten, also das Gegenteil von ISIS.
Erst wollte der Iran gar nichts machen, will vor allem keine iranischen Truppen in den Irak schicken. Aber Irans Präsident Ruhani kann sich eine Kooperation mit den USA vorstellen. Man stelle sich das nur mal vor. Unter Ahmadinedschat – dessen Namen ich garantiert falsch geschrieben habe – wäre so etwas undenkbar gewesen. Aber Ruhani überrascht immer wieder.
Irgendwas muss im Irak passieren. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn der Irak es mit seinen eigenen Truppen schafft, die radikale ISIS zurückzuschlagen. Aber versaut haben es vor elf Jahren die USA. Also müssen sie auch etwas tun, damit im Irak wieder Frieden – halbwegs jedenfalls – einkehrt.

Die Weltmeisterschaft in Brasilien ist erst drei Tage alt und schon hat es eine grosse Überraschung gegeben. Die Niederlande haben gestern Abend – MEZ – den Weltmeister Spanien deklassiert. Wobei ich nochmals anmerken muss, das Spanien 2010 nur durch Glück Weltmeister wurde. Wenn die Schweiz in der Vorrunde nicht so abgestürzt wäre, Spanien wäre noch in der Vorrunde ausgeschieden und Weltmeister wäre irgendjemand anderes geworden.
Bedenklich, dass Spaniens einziger Treffer auch noch durch einen Elfmeter fiel. Das ist mehr als kläglich. Ist nun also die glorreiche Geschichte des spanischen Fussballs vorbei? Kommen nun die Niederlande und werden Weltmeister? Nö, sage ich. Da kann noch eine Menge passieren. Vor allem sind die Niederländer noch nie Weltmeister geworden. Weder 1974, noch 1978 noch 2010. Auch 2014 werden sie es nicht werden – auch wenn van der Vaart nicht dabei ist.
Morgen wird erst einmal meine Lieblingsmannschaft spielen: Frankreich. Pünktlich dazu habe ich auch mein Frankreich-Trikot wiedergefunden, dass ich tief im Schrank vergraben hatte, um nicht die Barthez-Unterschrift zu sehen. Ich bin noch heute sauer auf Lei, dass sie mein Trikot entweiht hat. Anno 2006, als die WM in Deutschland weilte, schnappte sie sich mein Trikot und liess eben jenen Torwart dort unterschreiben, den ich nun gar nicht mochte. Seitdem trage ich das Trikot kaum noch, weil mir das so peinlich ist. Wenn es wenigstens ein Autogramm von Zidane gewesen wäre. Nein, sie wollte mich damals unbedingt ärgern.
Nun gut, ich muss mich damit abfinden, kann es nicht mehr ändern.
Gegen Honduras sollte Frankreich doch gewinnen.
Auch Rüsselorakel Mala hat sich für einen Sieg Frankreichs entschieden. Bloss Jonas konnte sein Orakel nicht ganz deuten. Er sagt, dass der Schlaubeutel auf einen Sieg Frankreichs tippen würde, aber genauso gut könnte sie auch ein Unentschieden gemeint haben. Ja, was denn nun? Es gibt nur eine Möglichkeit.
Beim Deutschland-Spiel gegen Portugal sind sich dann Mala und der Schlaubeutel sehr sicher, dass Deutschland gewinnen wird. Torakel Nelly aus Hodenhagen hingegen hat auf einen Sieg Portugals getippt. Allerdings möchte ich hier noch einmal daran erinnern, dass sie bei den letzten beiden Spielen bei der EM 2012 danebengelegen hat. Warum sollte sie also dieses Mal recht behalten?
Ausserdem tippt Mala noch das Spiel Belgien gegen Algerien. Hier sagt sie, dass Belgien gewinnen werde.
Erinnert sich eigentlich noch jemand daran, wie Deutschland das Spiel gegen Algerien in der Vorrunde bei der WM 1982 in Spanien verlor? Im letzten Spiel ging es gegen Österreich. Dieses Spiel ging als Schande von Gijon in die Fussball-Geschichte ein. Deutschland reichte ein 1:0, damit sie weiterkämen. Österreich war ebenfalls weiter bei dem Ergebnis. Und so wurde das 1:0 geschossen und danach passierte nichts mehr. Ein Hin- und Hergeschiebe, aber grossartig passieren tat nichts mehr. Danach wurde übrigens beschlossen, dass das letzte Gruppenspiel immer zeitgleich gespielt wird, damit so etwas nicht noch einmal passieren kann.
Joseph Blatter will sich schon wieder zum Präsidenten der FIFA wählen lassen. Der europäische Kontinent hat allerdings keine Lust mehr auf ihn, vor allem wegen der skandalösen WM-Vergabe an Katar.
Nun versucht Blatter wieder von sich abzulenken. Neuestes Opfer dieser Strategie ist Franz Beckenbauer, der 90 Tage von der FIFA gesperrt wurde. Grund: Er hat einen Fragebogen zur WM-Vergabe 2018 und 2022 nicht beantwortet. Tja, da interessiert einen doch, warum Beckenbauer diesen Fragebogen nicht beantwortet hat. Hat er ihn vielleicht überhaupt nicht bekommen oder ist er in der FIFA-Zentrale verloren gegangen? Nein, der Fragebogen soll laut Beckenbauer in einem Juristen-Englisch verfasst gewesen sein. Und als Beckenbauer um einen Fragebogen auf Deutsch gebeten habe, wurde ihm das verweigert. So kann man das natürlich auch machen, wenn man jemanden kalt stellen will. Dabei ist doch Beckenbauer wirklich kein ernsthafter Gegner für Blatter. Will sich Beckenbauer etwa als Gegenkandidat aufstellen lassen? Nein, will er nicht. Aber einen Buhmann braucht es immer und so hat sich Blatter eben Beckenbauer ausgesucht, schliesslich habe der wohl eine viel zu weisse Weste.
Gutes Ablenkungsmanöver von Blatter, wirklich. Allerdings frage ich mich, warum der FIFA-Präsident nicht einfach die Satzung ändert und sich das Präsidentenamt auf Lebenszeit gibt. Zwar wird er danach jede Menge Vorkoster und Bodyguards beschäftigen müssen, aber er wird sich nicht mehr der Diskussion aussetzen müssen, dass er an seinem Stuhl klebte.
Europa hat sich von Blatter abgewandt, aber alle anderen Kontinente und damit Verbände stehen hinter ihm. Aber ist es nicht erstaunlich, wie sehr Blatter die Politik der Ablenkung beherrscht? Bei seiner letzten Wahl war es genauso. Irgendwann ist doch wirklich Schluss!

Und wer nun keinen Fussball mag und nichts im Fernsehen findet, weil wieder nur Konserven laufen. Der kann ja mal wieder was lesen.
Wie wäre es mit der neuen Fantasy-Kurzgeschichte von Henrik Quedburg? Am Platz der Wahrheit angekommen, kann Ackhare nur knapp einer Entführung entgehen. Und ihr Begleiter Dormi stellt ihr eine Frage, die die Auserwählte durcheinander bringt. Eine idyllische Tempelruine, die alles anderes als idyllisch ist.
Oder eben was anderes. Mal kurz auf Lesenswert!!! klicken, dort gibt es weitere Anregungen.

 

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Der Hamburg Tatort ist zum Untergang verdammt


Wenn ich diese Nachricht bereits am Samstag gewusst hätte, ich hätte ganz etwas anderes geschrieben. Aber so ist es zu dem Eintrag gekommen, den ich ohnehin geplant hatte.
Erinnert sich noch jemand, wie ich mich über das Gerücht aufgeregt habe, dass Til Schweiger der neue Hamburger Tatort-Kommissar werden könnte. Ich hoffe ja, denn leider hat sich das Gerücht bestätigt. Ich kann es nicht glauben, will es immer noch nicht fassen, dass der NDR wirklich diesen fernsehtechnischen Selbstmord begangen, und diesen Typen zum neuen Tatort-Kommissar gekrönt hat. Ab 2012 wird er dann ermitteln – und hoffentlich untergehen.
Mein Fazit steht damit umunwunden fest: Der Hamburg-Tatort steht völlig auf den Abstellgleis und ist nicht mehr zu retten. Nach dem Ende des beliebten Ermittlerduos Krug/Brauer alias Stoever und Brockmöller, ging es immer weiter stetig bergab. Das fing beim Nachfolger Robert Atzorn an, der anfangs durchaus noch gut war bis dann Ursula Karven auftauchte. Danach war dann Schluss. Und der noch gegenwärtige Ermittler, dargestellt von Mehmet Kurtulus. Von dem habe ich gerade mal die erste Folge gesehen, weil einige Szenen im Tropen-Aquarium Hagenbeck gedreht wurden. So konnte ich mir über die Einrichtung schon einmal einen ersten Einblick verschaffen, denn selbst gesehen habe ich sie erst später.
Aber zurück zum neuen Tatort-Ermittler. Ich weiss nicht, was den NDR geritten hat, Til Schweiger zu verpflichten. War es der riesige Artikel in der Bild-Zeitung oder wieso, weshalb, warum? Denn ich kann Schweiger nichts abgewinnen. Ja, ich gebe zu – wieder einmal -, dass ich den Typen nicht ausstehen kann, dass ich das kotzen kriege, wenn ich nur dessen Stimme höre. Mag übertrieben klingen, ist aber wirklich so. Zudem spricht er auch noch ziemlich verwaschen, hat keinerlei Ausstrahlung und vor allem kein Benehmen. Kann man daran erkennen, dass er bei der Verleihung des Querdenker-Preises völlig besoffen auf die Bühne getreten ist. Und das soll ein Vorbild sein? Nein, definitiv nicht, und seine Ausrede, die er dazu geliefert hat, eh nicht. Der soll mal überlegen was er tut. Am Samstag bei Wetten, dass…? soll er angeblich sich mit seinem Handy beschäftigt haben, als er gerade nicht dran war. Aber das kann ich nicht mit Sicherheit sagen, da ich es selbst nicht gesehen habe. Vorstellen kann ich es mir aber doch.
Wenn Horst D. Scheel Til Schweiger nicht für die Lindenstrasse entdeckt hätte und dieser anschliessend auch noch für Manta, Manta und Der bewegte Mann besetzt worden wäre, Deutschland und vor allem der Hamburger Tatort wäre vor diesem Typen verschont geblieben. Und wer sich jetzt fragt, wann hat der denn in der Lindenstraße gespielt. Tja, das ist Anfang der 90er Jahre gewesen. Er verdrängt es gerne, wie er seinen Entdecker nach dessen eigenen Aussagen und nicht mehr zu kennen scheint. Also ist er wohl auch noch undankbar. Aber wie heisst es so schön: Undank ist der Welten Lohn.
Ich kann bloss hoffen, dass die Quoten des Tatorts noch weiter sinken werden, wenn Schweiger auf dem Bildschirm erscheint. Trost mag sein, dass er nur eine Folge pro Jahr drehen wird. Aber selbst das ist noch zuviel.
Der NDR hat sich hier die grösste Fehlentscheidung seit ich weiss nicht wann geleistet. Aber früher oder später – ich nehme mal letzteres an – wird der Sender noch merken, was er da getan hat. Das ist der Untergang des Hamburg-Tatorts. Schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden, aber wie heisst es so schön: Schlimmer geht immer. Hierbei hat man es ja gesehen.

Am Samstag war es nun endlich so weit: Die letzte Sendung von Wetten, dass…? mit Thomas Gottschalk als Moderator wurde gezeigt. Herausragend war die Sendung nicht gerade. Dafür hat sich Gottschalk einige Schlüpfrigkeiten geleistet, die er sonst nicht von sich gegeben hätte. Die Wetten waren bis auf die Golf/Basketball-Wette eigentlich recht ordentlich. Ich fand die Toilettenspülung am besten, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.
Wenn man die Show nicht gesehen hat, man hat nichts verpasst. Bei der Wetteinlösung ging es nur immer darum, dass Günther Jauch diesen blauen Anzug mit Leopardenmuster und passenden Schuhen bei seiner nächsten Sendung anziehen sollte. Allerdings verlor keiner der Wettpaten. Aber Jauch bot sich eh an, den Anzug auch ganz freiwillig zu tragen. Muss aber noch geändert werden, weshalb er gestern beim RTL-Jahresrückblick ihn nicht anhatte. Aber es wäre eh witziger,  wenn er ihn bei seiner ARD-Talkshow anhat.
Ich kann sagen, dass ich die gesamte Sendung gesehen habe, falls ich mal irgendwann gefragt werden sollte. Aber unvergesslich wird sie nicht bleiben. Am Ende redete Thomas Gottschalk so, als ob er nun erst einmal zur ARD gehe und schliesslich doch wieder zu Wetten, dass..? zurückkehre, wenn es dort nicht klappen sollte. So hat er sich nicht ausgedrückt, aber man hätte es so interpretieren können. 1992 hörte er ja auch und kam dann wieder, da Wolfgang Lippert sich nicht durchsetzen konnte. Bei dem frage ich mich immer noch, warum sie den genommen haben. Jedenfalls sagte damals Hape Kerkeling auch schon ab. Er es noch nicht wusste, weiss es jetzt.
Aber wer soll es denn jetzt machen? Gottschalk selbst brachte nun Günther Jauch noch ins Gespräch. Aber der macht es natürlich nicht, denn er hat ja sonntags seine Talkshow, also geht das schlecht. Auch wenn es nur einige Samstage im Jahr sein mögen. Aber Jauch ist so spontan wie eine Schlaftablette, was man von Johannes B. Kerner auch sagen kann. Der gilt jetzt nämlich als heissester Kandidat für die Nachfolge. Markus Lanz hat glücklicherweise abgesagt. – Nach meinem Eintrag? Nein, das will ich jetzt nicht behaupten. – Der wäre eine absolute Katastrophe gewesen. Aber auch Kerner ist nicht viel besser. Der kann eine Talkshow moderieren und als Reporter für die Champions League herhalten, doch das war es dann auch schon. Für solch eine Riesenshow wie Wetten, dass…? ist er einfach nicht geeignet, auch wenn er schon Quizsendungen gemacht hat. Aber die sind doch wirklich ein anderes Kaliber.
Ansonsten hätte ich noch den Erfinder der Show: Frank Elstner. Der ist zwar auch schon fast siebzig (im April nächsten Jahres nullt er), aber warum sollte er das nicht machen? Weil er bei der ARD festhängt? Was macht er denn da noch? Eine Quizshow mit Ranga Yogeshwar, aber das war’s dann auch schon, wenn ich mich recht erinnere. Die ARD-Fernsehlotterie macht ja jetzt die Lierhaus, obwohl die niemand sehen will. Die Kritik an ihr verletzt sie sehr, aber wenn es nciht stimmen würde, hätte sie dazu nichts gesagt. Denn es stimmt doch, die will niemand mehr sehen. Sie soll erst einmal weiter ihre Reha weitermachen oder wie man es auch immer nennt und dann kann sie eventuell zurück an den Bildschirm. Aber nicht so wie jetzt. Da kriegt man doch das Grausen, wie sehr sie wieder in die öffentlichkeit drängt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie gegen jede Veröffentlichung geklagt hat, die in einer Klatschzeitung über sie gebracht wurde. Aber mit Gaby Köster ist es da dasselbe. Aber genug von diesem Exkurs, hat nichts mit dem Thema zu tun.
Ich sehe keinen Nachfolger und ich sehe auch keine Zukunft von Wetten, dass..? Die Sendung ist fertig. Dreissig Jahre waren eine schöne Zeit, aber sie sind genug.

In Russland wurde am Wochenende gewählt. Wie zu erwarten, wurde mal wieder kräftig mainupuliert und betrogen. Aber das ist in Russland ja nichts besonderes. Fehlte nur noch, das bereits angekreuzte Wahlzettel an die Wähler verteilt würden. Aber stattdessen werden zuvor eben schon die Urnen mit Zetteln gefüllt oder zwischendurch werden die nicht verschlossenen Wahlurnen geöffnet.
Und wieso hat dann Putin nicht einmal 50% der Stimmen auf sich vereinen können, wird nun gefragt werden? Tja, was soll man da sagen? Einfache Antwort: Dann ist es nicht so auffällig, wie sehr manipuliert wurde. Alles Taktik, wenn man mich fragt. Da wird nichts rauskommen, obwohl alle Welt weiss, dass da betrogen wurde. Selbst der OSZE sagt es, aber was will man machen? Russland boybottieren? Da könnten wir gleich unsere Heizungen abschalten, schliesslich liefert Russland das meiste Erdgas an uns. Schlimm, wenn man so von einem Land abhängig ist.

Und weitaus wichtiger ist momentan, dass auf Europa-Ebene darum gestritten wird, ob nun die Euro-Bonds kommen oder nicht. Was sind Euro-Bonds. Nun, ganz verallgemeinert gesagt bedeutet es, dass alle EU-Länder für das Land einstehen werden, welches hohe Schulden hat. Also alle jetzt beispielsweise für Griechenland. Ich finde, dass wir diesen Euro-Bonds nicht zustimmen sollten. Denn warum sollen wir für was zahlen, was ein anderes Land verbockt hat? Genauso sieht es übrigens auch Angela Merkel. Unsere Bundeskanzlerin – auch wenn ich sie nicht gewählt habe – möchte diese Euro-Bonds auch nicht. Wolfgang Schäuble sieht die Wirtschaft in Gefahr.
Aber isolieren wir uns wegen dieser Entscheidung in Europa? Helmut Schmidt, einer der beliebtesten Altbundeskanzler – ja, der Mann, der überall raucht -, sagt, dass wir aufpassen müssen. Denn vor Beginn des Ersten Weltkriegs war Deutschland in Europa auch isoliert. Das hatte zwar einen anderen Grund, nämlich Wilhelm II., der unter einem Minderwertigkeitskomplex litt. Und wenn schon, irgendjemand muss nun einmal der Buhmann sein, dann ist es eben Deutschland, ist dann eben so. Zum Dritten Weltkrieg wird es dann eh nicht kommen. Okay, der letzte Satz war ziemlich salopp, aber so sage ich es nun einmal.
Kein Euro-Bonds und fertig. Es kann doch nicht sein, dass wir für die Fehler anderer zahlen sollen. Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

Am Samstag habe ich ja ganz die EM-Auslosung vergessen zu erwähnen. Niemand hat es gewollt, aber Deutschland ist in einer Hammer-Gruppe gelandet. Mit den Niederlanden und Portugal als Gegner. Ob wir so weiterkommen und noch Chancen auf den Gewinn des Titels haben?
2004 scheiterte Deutschland in der Vorrunde, einer der Gruppengegner waren die Niederlande. Im Jahr 2000 war einer davon Portugal, auch da scheiterten wir in der Vorrunde. Und nun sind beide Länder unsere Gruppengegner in der Vorrunde. Ausserdem finden alle Spiele in der Ukraine statt, wo die Deutsche Nationalmannschaft doch ihr Quartier in Polen, sprich Danzig, aufschlagen wird. Wenn das nicht unvorteilhaft ist.
Wenn man Portugal und die Niederlande momentan betrachtet, so erscheint es leicht, beide zu besiegen oder wenigstens ein Unentschieden rauszuholen, denn beide Teams schwächeln. Aber bis zur EM ist es auch noch ein halbes Jahr hin und während der Zeit kann noch viel passieren. Aber geben wir die Hoffnung nicht auf, denn wie heisst es so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

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