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Paris – Die Angst bleibt


Beide Geiselnahmen in Paris wurden am gestrigen Tag beendet. Die Geiselnehmer sind tot, so wie sie es beabsichtigt hatten. Sie wollten als Märtyrer sterben. Für einige mögen sie das gewiss sein, aber für die Mehrheit sind sie verrückte Fanatiker gewesen, die sich im Namen einer Religion ihr eigenes Gesetz geschaffen haben.
Paris könnte aufatmen, dass es vorbei ist. Doch wie lange wird der Moment des Friedens dauern? Wird es zu weiteren Terroranschlägen kommen?
Mir kommen immer noch die Erinnerungen an 1995, als ich genau als der zweite Anschlag war, mich in einem Vorort von Paris aufhielt. Danach war ich mit meiner Familie Tage später selbst in Paris und bevor der dritte Anschlag geschah, waren wir schon längst wieder in Finnland.
Es könnte zu weiteren Anschlägen kommen, keine Frage. Man hat gesehen, dass Frankreich – und nicht nur Frankreich – verwundbar ist. Deshalb werden nun nach weiteren Bekannten der Terroristen gefahndet, weil weitere Anschläge vermutet werden.
Das Abendland wurde erschüttert. Nie hätte man mit so etwas gerechnet, obwohl es immer die Möglichkeit gab, dass es zu Anschlägen kommen könnte. Aber wer denkt an so was? Niemand, denn so was will man sich nicht einmal vorstellen.
Der Schock sitzt tief, weil es auf einmal Dinge infrage stellt, über die wir uns keine grossen GEdanken gemacht haben. Es stellt sich die Frage, wie weit Satire gehen darf. Dürfen Religionen satirisch verrissen oder beleidigt werden?
Im Grunde genommen schon, wenn Auslegungen der Religion verdreht werden und die Mehrheit oder auch eine Minderheit daran glaubt.
Ob man nun den Propheten Mohammed karikieren muss, ist ein zweigespaltenes Schwert. Wir im Westen machen uns das weniger gedanken, als in einem muslimisch geprägten Land. Wir haben nicht einmal Respekt vor dem Christentum. Hat sich deshalb ein Christ zum neuen Kreuzritter berufen gefühlt und einen Kreuzzug gestartet? Nein, denn auch wenn sich einige an Satire am Christentum stören, so passiert so was nicht. Damit will ich nicht sagen, dass es nie passieren würde – Fanatiker gibt es überall -, aber unsere Waffe ist das Wort und dicht ein Schnellfeuergewehr.
Paris könnte aufatmen, doch der Schock sitzt tief. Es ist noch nicht ausgestanden. Es kann noch viel passieren – leider!

Gestern wurde bekannt, dass die USA sich mit Boston um die Olympischen Sommerspiele 2024 bewerben werden. Einige Stimmen sagten daraufhin, dass das Rennen nun gelaufen sei. Allerdings stellt sich die Frage, ob Boston tatsächlich mit seinen niedrigen Kosten auskommen wird.
Damit bleibt dem deutschen NOC nur ein Bewerber, der gegen Boston antreten kann – Hamburg! Denn beide Städte liegen am Wasser!
Ein toller Grund, nicht wahr? Ja, finde ich auch.
Aber es muss Hamburg einfach werden. Ich bin mir sicher, dass Hamburg nicht so beschämend bei der Wahl für Olympia 2012 gescheitert wäre, wie es mit Leipzig war. Nichts gegen Leipzig, aber olympiareif sind die einfach nicht, genauso wenig wie Berlin. Wenn ich an Berlin und Olympia denke, fällt mir immer nur dieser Bestechungsskandal ein. Ewig her, aber ich habe es noch im Kopf.
Natürlich hätte Berlin den Vorteil, dass man nicht mehr so viele Stadien bauen müsste, man könnte auf Vergangenes zurückgreifen.
Hamburg müsste alles bauen, aber die Stadt ist mir sympathischer. Liegt vielleicht auch daran, dass in dieser Stadt für beinahe fünf Jahrzehnte Europas klügster Elefant gelebt hat.
Die Unterstützung für Olympia soll in Hamburg auch grösser sein als in Berlin. In ein paar Monaten werden wir wissen, welche Stadt Deutschland bei der Wahl zu den Olympischen Spielen 2024 vertreten wird.

Aus dem Allwetterzoo Münster gibt es traurige Nachrichten. Das Jungtier von Elefantin Corny wurde tot geboren. Um die Todesursache herauszubekommen, kam der Kadaver oder besser gesagt, das tote Elefantenbaby, ins Berliner Institut für Zoo-und Wildtierforschung. Dann wird man Klarheit erhalten, ob es an einer Herpesinfektion gestorben ist, wie anno 1999 das Jungtier von Bernhardine, das aber erst mehr als 24 Stunden nach der Geburt starb, oder ob die Geburt zu lange dauerte.
Oft, nicht immer, ist es so, dass das erste Jungtier tot zur Welt kommt. Beispiele sind Lai Sinh und Salvana aus Hamburg. Nein, Hoa zählt nicht dazu, sie hat einfach nur einmal zu fest zugetreten.
In einigen Monaten könnte Corny wieder trächtig werden. Dass sie eine gute Mutter geworden wäre, hätte sie gezeigt, als sie ihr totes Jungtier berüsselte und es anstupste, damit es sich bewegt. – Doch das tat das Kuhkalb nicht.
Ja, es war ein weiblicher Elefant gewesen. Da wirkt der Verlust oft umso grösser, als bei Bullenkälbern. Hängt damit zusammen, dass man Bullen ab ihren Flegeljahren von der Herde separieren muss und dazu einen freien Platz in einem Zoo brauchen. Es werden einfach nicht so viele Bullen gebraucht, wie es Elefantenherden gibt. Der Zoo Zürich hält nun zwei Elefantenbullen. Aber es ist auch immer eine Frage des Platzes.
Damit ist Corny schon der dritte Elefant aus der Nachkommenschaft des verstorbenen Elefantenbullen Hussein, dessen Nachwuchs nicht lebte. Elefantin Ratna verlor bereits in den ersten drei Monaten die Frucht, während es bei Salvana und Corny zu einer Totgeburt kam. Einzig das Jungtier von Elefantin Sandry aus dem Schweizer Zoo in Rapperswil kam gesund und munter zur Welt. Nun liegen die Hoffnungen bei Kandy, die etwa im Dezember dieses Jahr ihr erstes Kind zur Welt bringen soll. Was mit Salvana ist? Tja, es hiess mal, sie sei auch tragend, aber seitdem hat man davon nichts mehr gehört. Zudem fragt sich Jonas, wie das bei ihr auch werden wird. Sie sei in den letzten Wochen ziemlich seltsam geworden. Verrückt sei sie immer ein wenig gewesen, aber nun werde es immer schlimmer mit ihr. Ausserdem ist sei sie nie zusammen mit den anderen Elefanten in der Halle, sondern stehe in einer Box. Hier vermutet Jonas, dass Salvana so ihre Ruhe vor Darjeeling hätte, der sie immer ärgern würde.
Das mit Corny ist traurig, aber es geht weiter.

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Wie weit darf Religion gehen?


Manchmal frage ich mich doch wirklich, was die ganzen Polit-Talkshows denn in dieser Woche zu berichten gehabt hätten, wenn es nicht Rainer Brüderle geben würde.
Denn welches Thema beschäftigte die ganzen Sendungen? Ja, es war Brüderle und wie weitverbreitet sexuelle Belästigung ist.
Ich will jetzt nicht auch noch meinen Senf dazugeben. Nur soviel: Das ist doch nichts Neues. In der Redaktion haben wir darüber auch schon geredet. Und da konnte man raushören, dass es in anderen Redaktionen tatsächlich auch schon so abgelaufen ist, dass die weiblichen Mitarbeiterinnen da indirekt Freiwild für die männlichen Vorgesetzten waren.
Manches war schon heftig, was da die Kolleginnen erzählt haben. Aber dann frage ich mich auch wieder, ob sie es nicht auch mit ihrer Kleiderordnung herausfordern.
Das Thema könnte man nun ewig weiterführen und bevor ich etwas sage, was falsch verstanden werden könnte, lasse ich es lieber bleiben.

Eine Nachricht, die mich ein wenig gefreut hat, war, dass in Timbuktu mehrere 10.000 historische Bücher gerettet werden konnten, weil sie sich gar nicht in der Stadt befanden. Unrettbare Exemplare gingen bei der Zerstörungswut der Islamisten verloren.
Ich frage mich immer, wie weit religiöser Fanatismus gehen muss. Dürfen dann Dinge zerstört werden, die mehrere hundert bis tausend Jahre alt sind, der jeweiligen Religion widersprechen? Meiner Meinung nach, sollte man diese Dinge bewahren, egal wie sehr es der Religion widerspricht.
Aber es ist nicht nur der Islam wo so verfahren wurde bzw. zum Teil immer noch wird. Sehen wir uns doch einmal das 16. bis 17. Jahrhundert an. Wie wurde denn mit den Inka und Azteken umgegangen? Ihre Codices wurden zerstört, denn sie waren heidnisch. Kunstvoller Schmuck wurde eingeschmolzen und so wichtige Dinge zerstört, die uns die Völker näher gebracht hätten. Und das ist nur das extremste Beispiel für Missionierung. Anderswo mag es vielleicht nicht so heftig zugegangen sein.
Ausserdem ist der Islam eigentlich eine relativ friedliche Religion, wie auch jede andere, wenn sie eben nicht mit Fanatismus verwechselt wird. Im Spanien lebten bis 1492 die drei grossen Religion friedlich nebeneinander, als die Mauren an der Macht waren und regierten. Erst mit dem Niedergang der Nasriden und den Eroberungen des spanischen Königspaares Isabella und Ferdiand änderte sich alles. Fortan waren die Juden unerwünscht und mussten das Land verlassen. Menschen mussten Angst haben, dass in ihrem Stammbaum sich ein Jude befinden könnte. Wurde dies festgestellt, versank man in der Bedeutungslosigkeit. Schliesslich wurden die Mauren erst einmal gedemütigt, mussten sich Zwangstaufen lassen und hatten dennoch keine Rechte. Am Ende mussten sie schliesslich auch das Land verlassen. Als das osmanische Reich Serbien und die umliegenden Gebiete eroberte, traten viele zum Islam über. Nicht, weil sie dazu gezwungen wurden, sondern weil sie wollten. Natürlich hiess es, dass sie als Muslime keine Kopfsteuer zahlen mussten, was ein attraktiver Grund war. Aber sie haben den Schritt zur Konvertierung freiwillig getan. Und das ist einer der grossen Unterschiede, die das Christentum vom Islam während des Mittelalters unterscheidet.
Im Grunde genommen, ist das Christentum gar nicht so friedlich, wie es heute den Anschein hat. Gegen wir doch achthundert bis knapp tausend Jahre zurück. Da gab es die Kreuzzüge, die im übrigen nicht nur gegen die Heiden gingen, die Muselmanen, wie gerne gesagt wurde, wenn von den Muslimen die Rede war, sondern am Ende sogar gegen die eigenen Glaubensbrüder. Der vierte Kreuzzug 1204 gegen Byzanz, das von Venedig angegriffen wurde, weil diese ihre Vormachtsstellung nicht verlieren wollten. Zudem galt Byzanz ja auch nicht richtig als christlich, da es dem heute genannten christlich-orthodoxen Glauben anhing. Es war das Ostrom, dass oft im Klinch mit dem heute noch existierenden Westrom lag.
Während des Ersten Kreuzzugs wurden sogar Christen hingemetzelt mit der Begründung, der Herrgott wird die Seinen schon erkennen. Dieselbe Floskel wurde auch während des Albigenserkreuzzugs geführt. Denn Menschen sieht man nicht an, was sie wirklich glauben.
Was nicht passte, wurde angegriffen und vernichtet. So ist es heute noch. Und da ist es egal, ob Religion eine Rolle spielt. Gründe, so etwas zu tun, findet man genügend, seien sie noch so abwegig.

Vorgestern wurde bekannt gegeben, wer in Bad Segeberg den Winnetou spielen wird. Ich habe ja an viele Schauspieler gedacht, aber nicht an Jan Sosniok. Nun ja, wenn man ihn sich so ansieht, kann man eine sehr weit entfernte Ähnlichkeit zu Erol Sander sehen. Aber sehr weit entfernt. Und da am Kalkberg wohl die Befürchtung herrscht, es können nicht genügend Zuschauer kommen, da ja kein Publikumsmagnet wie Erol Sander mehr mitspielt, holen sie sich den altgedienten Gojko Mitic als Winnetous Vater. Also genau so ein Zugpferd wie es Helmut Berger beim diesjährigen Dschungelcamp war.
Nun also ein blauäugiger Indianerhäuptling. Kann mir relativ egal sein, schliesslich habe ich mich nie für Winnetou oder überhaupt Karl May interessiert. Selbst die Filme aus den 60ern sind mir relativ fremd. Ausschnitte kenne ich zwar, aber ansonsten habe ich sie mir nie angesehen. Hat mich nie interessiert.
Aber auch nicht mich muss es kümmern, sondern die Zuschauer, die sich für Karl May und speziell Winnetou interessieren. Deshalb werde ich auch keine Bewertungen abgeben, ob Jan Sosniok nun geeigent ist oder nicht. Das sollen wirklich andere entscheiden.

Hat sich gestern jemand zufälligerweise auf den TV-Sender des bayerischen Rundfunks verirrt? Beispielsweise, als bei „Castle“ oder sonstwo gerade Werbung war? Wenn ja, vielleicht hat ja irgendjemand diese seltsame Mischung aus Marilyn Monroe und Olivia Jones gesehen, neben der Horst Seehofer sich ein wenig verloren vorkam. Tja, wer das wohl gewesen sein könnte? Wer nicht darauf gekommen ist, kann ja mal bei Google nachschauen. Oder ich sag es einfach mal: Es ist Markus Söder gewesen, der in Marilyn Monroe-Verkleidung kam. Bilder gibt es übrigens bei Google.
Und wo ich gerade von der CSU rede. Ich bin schon sehr gespannt auf den Starkbieranstich auf dem Nockherberg. Der Regisseur hat ja wieder gewechselt. Wenigstens sind die meisten Darsteller noch dieselben. Letztes Jahr war ja besser als 2011. Franz Josef Strauß könnte dieses Mal wieder dabei sein. Auf jeden Fall wird es interessant werden, denn jedes neue Team bringt Veränderungen. Also warten wir es mal ab. Im März werden wir das neue Singspiel auf dem Nockherberg sehen.

Elefantendame Mala meldet sich als Rüsselorakel zurück. Der Schnee ist passé, nun regnet es. Ein Wetter, mit dem Mala mehr anfangen kann, obwohl sie gegen Schnee auch nichts hat. Wenn es bloss nicht so kalt wäre.
Zurück zum Fussball. Gestern hat die Zweite Bundesliga wieder begonnen. Und wie es nun einmal ihre Art ist, hat sie gleich wieder das erste Spiel des FC St. Pauli getippt. Der Verein wird gegen Energie Cottbus spielen.
Während ihres Trainingslagers hat St. Pauli kein einziges Spiel verloren. Da könnte man nun glauben, dass sie auch das Spiel gegen Cottbus mit Leichtigkeit gewinnen. Na, warten wir es ab. Und was sagt das Rüsselorakel? Tja, Mala glaubt an ein Unentschieden. Eine Niederlage schliesst sie kategorisch aus.
Also, Mala sagt St. Pauli mit einem Punkt aus dem Spiel kommen wird. Morgen sind wir schlauer.

 

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Demokratie in Russland ist anders – Sie existiert nicht


Das Urteil ist gesprochen. Wie erwartet, wurden die drei Pussy Riot-Sängerinnen hart bestraft. Sieben Jahre sind es nicht geworden, aber zwei Jahre Arbeitslager ist genauso schlimm. Habe ich nicht gesagt, dass sie in den Gulag kommen? Wer es damals nicht für möglich hielt, dass diese menschenverachtenden Einrichtungen immer noch existieren, wurde nun eines besseren belehrt.
Eine harte Strafe für einen recht harmlosen Auftritt. Aber Russland kennt keine Gnade, wenn es gegen Putin geht. Offiziell wurden die Sängerinnen wegen Rowdytums in einer religiösen Einrichtung und wegen Beleidigung der Religion verurteilt. Warum sind sie dann aber nicht vor einem orthodoxen Kirchengericht verurteilt worden, sondern von einem ganz normalen Gericht? Tja, das ist hier die Frage, die niemand so genau beantworten kann.
Im Grunde genommen ist klar, dass ein Exempel statuiert werden sollte. Wer sich gegen Putin oder die Poltik stellt, der wird bestraft.
Überall in Europa wird gegen das Urteil demonstriert. Schon im Vorfeld wurden gegen den ganzen Prozess protestiert. Aber niemand kannte Erbarmen und so fällte die Richterin – Frauen verurteilen Frauen härter – das Urteil: zwei jahre Arbeitslager. Und dort sind nicht nur Dissidenten zu finden, sondern auch verurteilte Verbrecherinnen. Wenn die drei Frauen die zwei Jahre unbeschadet überstanden, haben sie wahnsinniges Glück gehabt. Aber das werden sie garantiert nicht haben.
Dass in Russland eine völlig andere Art der Demokratie herrscht, habe ich schon vor einigen Wochen geschrieben. Das Wort ist dort bekannt, bloss angewendet wird es nicht. Das ist der grosse Unterschied zu anderen Demokratien, die auch wirklich welche sind.
Und Putin tut nichts, obwohl er ja noch vergangene Woche gesagt hat, die Sängerinnen sollen nicht so hart verurteilt werden. Deshalb nur „zwei“ Jahre Arbeitslager? Da kann man doch nur lachen! Oder will er von den anderen Ländern gebeten werden, sich für die Frauen einzusetzen, um sie dann grossspurig zu begnadigen? Könnte durchaus passen, schliesslich lässt Putin sich gerne als Held darstellen.
EDIT: So wie es aussieht, dürfen die drei Pussy-Riot-Sängerinnen auf mildere Strafen hoffen. Doch warten wir erst einmal ab, was entschieden wird.
Aber bringen Demonstrationen doch manchmal was.

Meiner Meinung nach sollte man Russland boykottieren. Bloss geht das nicht, da Deutschland von Russland abhängig ist. Und das ist nicht nur das Gas. Momentan ist Sommer, da sind wir auf deren Gaslieferungen nicht wirklich angewiesen, dennoch wird so ein Boykott nie etwas werden. Brauchen wir Russland wirklich? Die Getreidepreise steigen eh, also was soll’s?

Dass ich eine äusserst empfindliche Nase habe, habe ich wohl schon mehrmals erwähnt. Momentan könnte ich mein Riechorgan mal wieder verwünschen, denn Regina hat ein neues Shampoo. Besser gesagt Cremebad Mango-Joghurt von Balea. Ich finde es einfach nur widerlich, denn es hängt an ihr und verflüchtigt sich gar nicht. Wenn sie vor mir im Bad war, muss ich danach erst einmal ausgiebig lüften, damit der Gestank wieder verschwindet. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Kopfschmerzen wegen eines Duschbads bekomme. Aber genauso ist es. Wenn ich mich diesem Geruch länger aussetze, bekomme ich Kopfschmerzen, die die nächsten Stunden nicht weggehen. Mit dieser Sorte hat sich dm, denn Balea ist deren Eigenmarke, wirklich keinen Gefallen getan. Es stinkt und ich kriege Kopfschmerzen. Was fand ich doch den Vorgänger Cremebad Pitaya schön. Der war dezent und roch kaum. Ein direkt lieblicher Geruch. Aber anscheinend nicht bei den Käufern angekommen, warum sonst wurde es aus dem Sortiment genommen? Oder ist dieser Mango-Geruch nun die Sommeredition? Wenn ja, kann ich bloss hoffen, dass sie das nie wieder ins Sortiment aufnehmen, oder Regina muss sich mit irgendetwas anderem eindecken, was bei mir nicht Kopfschmerzen auslöst.
Eigentlich habe ich ja nie Probleme mit den Balea-Produkten, die Regina benutzt, aber dieses Mal musste ich einfach mal was dazu sagen. Vielleicht geht es auch nur mir so und ich bin da besonders empfindlich, aber selbst Regina ist mit diesem Geruch nicht zufrieden.

Elefantendame Mala hat sich mal wieder als Rüsselorakel betätigt, nachdem sie beim letzten mal leider danebengelegen hat.
Die erste Runde des DFB-Pokals hat gestern begonnen. Heute spielt der FC St. Pauli gegen den Offenburger FV. Mala sagt voraus, dass St. Pauli siegen wird und damit endlich einmal wieder die erste Runde übersteht.
Aber das ist nicht das einzige Spiel, was sie tippt. Auch für das KSC-Spiel hat sie ihre Orakel-Fähigkeiten eingesetzt. Der Karlsruher SC spielt gegen den HSV. Mala hat entschieden, dass der KSC gewinnen wird. Tja, wenn man sich an das Testspiel des HSV gegen den FC Barcelona erinnert, kann das durchaus sein. Schliesslich hat es der HSV geschafft, gegen die C-Elf zu verlieren.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 18. August 2012 in Blog, Elefant, Fußball, Kultur, Real life, Sommer, Sport, Technik, Tiere, Wetter

 

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Werden wir bei Lebensmitteln für blöd verkauft?


Was ist das bloss für ein Wetter gewesen in den letzten Tagen? Erst Sonne und dann nur noch Regen, Regen, Regen. Das hörte gar nicht mehr auf. Ohne meinen Regenponcho hätte ich es nicht einmal trockenen Fusses nach Hause oder zur Arbeit geschafft.
Und andauernd hörte man Feuerwehrsirenen. Schienen etliche Keller vollgelaufen zu sein.
Bei uns war keiner der Keller vollgelaufen, was wirklich ein Glück ist. Na gut, ich habe da auch nichts Wertvolles gelagert, aber es wäre dennoch ärgerlich gewesen.
Aber solche Gewitter habe ich lange nicht mehr erlebt. Immer mal einen Regenschauer, ist ja nichts Neues, aber doch nicht solch ein Unwetter und dann auch noch über einen längeren Zeitraum.
Sind das etwa auch die Folgen der globalen Erwärmung? Da könnte man doch bald daran zweifeln, dass durch die Erderwärmung die Temperaturen steigen, denn bei uns wird das Wetter nur immer schlechter. Übrigens auch eine Folge der Globalen Erwärmung. Wird nur gerne anders gesehen.

Gestern habe ich in einer Nachrichtensendung einen interessanten Artikel gesehen. Eigentlich war es nichts Neues, aber ich bin doch erschüttert, dass sich daran immer noch nichts geändert hat.
Worum es geht? Darum, dass in angeblich fleischfreien Produkten Fleisch drin ist oder eben in Geflügelwurst auch Schweinefleisch enthalten ist.
Das mit der Geflügelwurst und dem Schweinefleisch ist ja ein alter Hut. Als das aufkam, war das Thema nichts Neues für mich. Denn ich hatte schon Geflügelwurst gesehen, wo zur Hälfte Schweinefleisch drin war. Aber ich gehöre zu den Menschen, die die Zutatenliste fleissig lesen. Und so wusste ich bereits bescheid. Und ich gehöre auch nicht zu den Menschen, denen es aus religiösen Gründen verboten ist, Schweinefleisch zu essen. Aber den Moslems muss das doch sauer ausgestossen haben, damals. Da kaufen sie Geflügelwurst und dann ist da Schweinefleisch drin.
Scheint sich wohl nun geändert zu haben oder ich bekomme einfach nichts mehr in die Hand, wo Geflügel und Schwein drin ist.
Und Schwein ist nicht nur heimlich in Geflügelwurst drin, sondern auch im Mehl und somit auch im Brot. Schweineborsten sollen das Mehl nämlich lockerer machen, was dann auch besser für den Teig sein soll.
Hat man so was schon gehört? Und bei Brot oder Mehl ist keine Zutatenliste vorhanden, obwohl die EU ja so was einfordert, was sie Bäcker ziemlich aufregt. Aber wissen die überhaupt, dass Schweineborsten im Mehl sind? Garantiert nicht. Also können sie dazu auch keine Angaben machen.
Und der Fleischbetrug geht noch weiter. Denn in Gemüsefertigsuppen befindet sich auch Fleisch drin, obwohl man es überhaupt nicht vermutet.
Das gleiche gilt übrigens für Geschmacksverstärker. Ich habe schon viele Fertigprodukte gesehen, die damit werben, dass sie ohne dieselben sind. Dann gucke ich auf die Zutatenliste, und was entdecke ich da? Hefeextrakt! Und das ist ein Geschmacksverstärker, nur eben kein Glutamat, aber genauso schlimm.
Muss man bloss wissen. Denn schlau ist der, der weiss, was gespielt wird.
Aber da fragt man sich wirklich, ob man hier als Verbraucher für dumm verkauft werden soll. Anscheinend ja, aber wir geben uns ja auch treudumm wie ein Schaf.
Deshalb: Immer die Zutatenliste lesen. Und wenn da Dinge draufstehen, die einem seltsamen vorkommen, weil es irgendwelche Zusatzstoffe sind, dann einfach liegenlassen.

Elefantendame Mala hat mit ihrer Vorhersage Recht gehabt, als sie für St. Pauli ein Unentschieden voraussagte. Denn der etwas andere Verein spielte gestern gegen Aue nur 0:0. Fragt man sich bloss, ob sie das gerade noch so gehalten haben oder einfach zu blöd waren, das Tor zu treffen.
Na ja, die Saison ist noch jung, gerade mal ein Spiel, es folgen noch 33, da kann noch viel passieren. Also abwarten.
Aber Mala hat sich wieder als einzig wahres Rüsselorakel bewiesen.

 
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Verfasst von - 4. August 2012 in Blog

 

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Zensus 2011 – Was sollen die ganzen Fragen?


Schade, dass es mit dem letzten Platz beim Eurovision Song Contest nichts geworden ist. Hatte eigentlich fest damit gerechnet, denn dieses Lied war absolut nichts – und die „Sängerin“ erst recht nicht. Dennoch reichte es noch für den zehnten Platz, dafür aber mit weniger als der Hälfte an Punkten, die das Siegerland bekommen hat. Und das ist: … Überraschung, Überraschung! ASERBAIDSCHAN! Tatsächlich, dieses kleine Land, dessen Namen am Samstag einige vielleicht zum ersten Mal gehört haben werden, hat den Eurovision Song Contest gewonnen. Aserbaidschan, wo zur Hölle liegt das eigentlich? Ist das überhaupt noch Europa? Es grenzt unter anderem an den Iran an und der liegt mit absoluter Sicherheit nicht in Europa, aber Israel genauso wenig, dennoch sind diese Länder dabei, wenn sie denn das Halbfinale überstehen. Aserbaidschan liegt mehr in Asien, als in Europa, auch wenn sie 2001 Mitglied des Europarats wurden. Allerdings gilt als europäische Grenze das Kaspische Meer und Aserbaidschan liegt definitiv davor, also doch noch Europa. Dennoch werden die meisten von diesem Land kaum was gehört haben. Vielleicht im Zusammenhang mit dem Bau einer Eisenbahnlinie in die Türkei, wobei Armenien ausgerenzt wird oder aber im Zusammenhang mit Erdöl. Oder etwas ganz anderes??? Moment mal, kurz nachgedacht. Ja, vielleicht: Aserbaidschan, war da nicht irgendwas mit Fussball? Richtig, Deutschland spielt in seiner EM-Quali-Gruppe gegen Aserbaidschan. Und wer ist Trainer des Teams? War auch einmal Bundestrainer und wurde 1996 Europameister. Weiss es jemand? Genau, es ist Hans-Hubert „Berti“ „Terrier“ Vogts. Trotz der lausigen Bilanzen bleibt er weiterhin Nationaltrainer. Aber Berti verfolgt auch das langfristige Ziel, den Jugendfussball dort aufzubauen.
Aber zurück zum Grand Prix, den ich furchtbar fand. Regina hatte das kurz eingeschaltet und ich bekam die Fernbedienung nicht in die Hand, um irgendwoanders hinzuschalten – wobei eh nichts Vernünftiges in der Kiste lief. Als ich anfing irgendwelche fünfziger Jahre Lieder zu gröhlen, zappte Regina endlich weg. Mehr habe ich dann davon auch nicht gesehen. Der aller erste Grandprix, den ich nicht gesehen habe, nicht einmal die Punkteverteilung. Das Finnland so schlecht abgeschnitten hat, hat mich enttäuscht, aber die zyprische Gruppe hatte das Halbfinale ja auch nicht überstanden, obwohl ich die Musik gar nicht schlecht fand. Doch ich habe einfach einen anderen Musikgeschmack als die Mehrheit der Welt. Das fängt bei Klassik an und hört bei Grunge auf.
Ich habe diese dämlichen Fragen des Zensus-Fragebogens endlich erhalten. Silvia Smallip hat es doch tatsächlich irgendwie hinbekommen, mir die Fragen in den Briefkasten zu stecken. Aber als ich an dem Tag nach Hause kam, wurde ich von meiner Nachbarin aufgehalten. Die erzählte mir, dass zu der angegeben Zeit jemand wie wild die Klingel unten benutzt hätte, um eingelassen zu werden. Dann sei sie an meiner Tür gewesen, hätte wohl geklingelt und schliesslich geklopft. Meine Nachbarin wurde dadurch aufmerksam, denn besagte Silvia Smallip soll auch irgendwelche wusten Behauptungen aufgestellt haben. À la, dass ich als Verweigerer weitergegeben werden würde und sonst noch so was. Das wurde dann meiner Nachbarin zuviel und sie machte ihre Tür auf, um die „werte Dame“ zu fragen, was sie eigentlich von mir wolle. Ausweisen konnte sie sich dann wohl gerade noch und fragte dann, ob meine Nachbarin mich heute das Haus hätte verlassen sehen. Meine Nachbarin, die wohl fürchtete, dass diese Person noch einmal wiederkommen könnte, wenn sie die Frage bejahte, gab als Antwort, dass ich seit über einer Woche verreist sei und auch erst nächste Woche wiederkommen würde. Es würde aber ab und an mal jemand nach dem Rechten sehen, so dass Silvia Smallip die Fragebögen in den Briefkasten werfen könnte. Ich würde das schon noch rechtzeitig beantworten. Die „werte Dame“ schien nicht gerade erfreut zu sein, aber ziemlich zerknirscht habe sie dann die Fragebögen in den Briefkasten geworfen, wo ich sie auch schliesslich fand. Ich bin meiner Nachbarin wirklich dankbar, vor allem, dass sie so schnell geschaltet hat. Vielleicht hat sie aber auch schon von irgendwelchen schwarzen Schafen unter den Fragestellern gehört. Einige wird es darunter sicherlich geben, die es auf die Kohle abgesehen haben, schliesslich gibt es für jeden persönlich ausgefüllten Fragebogen zwischen 5 bis 12 Euro und für einen abgegebenen nur magere zwei Euro. Was will man also? Genau, möglichst viel Geld abstauben.
Als ich diesen Fragebogen erst einmal trocken ausgefüllt habe, habe ich mich wirklich nur gefragt, was das eigentlich soll? Hätte da nicht einfach gereicht: Adresse, Alter und Beruf? Nein, dann wollten sie noch wissen, welchen Schulabschluss man hat, ob man studiert und welchen Beruf man genau ausübt. Bei der letzten Frage hatte ich ein kleines Problem, denn ich wusste nicht, in welches Feld ich das zuordnen sollte. Also habe ich erst einmal irgendwas angekreuzt. Mir völlig egal, ob das falsch ist, ich wusste es nicht besser. Da haben mir die Erklärungen auch nicht viel weiter geholfen. Oder diese Frage, ob man selbst oder die eigenen Eltern später als 1955 zugezogen sind. Konnte ich auch nicht wirklich beantworten. Ausserdem finde ich diese Frage unglaublich blödsinnig, denn es geht den Staat nichts an, ob man ein Migrant oder ein Zugezogener ist. Man arbeitet hier in Deutschland und zahlt seine Steuern, das sollte doch wohl reichen. Ausserdem wird es bei einem selbst ja wohl in den Melderegistern ersichtlich, ob man in Deutschland geboren wurde, oder nicht. Ich bin es nicht, aber dennoch Deutscher, auch wenn ich meine halbe Kindheit auch nicht in Deutschland zugebracht habe. Bin ich deshalb auch ein Zugezogener? Also genau so widersinnig, wie die Frage, welche Religion man habe. Diese Frage ist nie gefordert worden von der EU, sondern von den Kirchen. Und als Dank habe ich mich als Buddhist ausgegeben. Es gibt Fragen, die ich nicht wahrheitsgemäss beantworte, weil meine religiöse Überzeugung niemanden etwas angeht. Das mache ich allein mit mir selbst aus. Und dann noch die Frage, welchen Familienstand man habe. Das wird auch aus den Melderegistern ersichtlich.
Die meisten dieser Fragen sind einfach nur gestellt worden, damit die Bundesrepublik Deutschland besser bescheid weiss. Aber was nützt es, wenn dies nur bei einem geringen Prozentsatz gefragt wird? Dann ist es doch nicht auf alle Deutschen rückschlüssig. Oder nennen wir es eine der ‚repräsentativen‘ Umfragen, wo tausend Leute befragt werden und das dann stellvertretend für die Masse wirken soll? Entweder alle oder gar keine, ist meine Antwort dazu. Und zur Religionsfrage sage ich nur, wie ein Staat sich von den Kirchen bequatschen lassen kann, um solch eine Frage aufzunehmen. Jeder soll nach seiner eigenen Facon glücklich werden. Und da geht keine einzige Kirche das an, welchem Glauben ich angehöre. Und diese Frage muss beantwortet werden, ob katholisch oder evangelisch oder eben islamisch oder sonst was. Das geht die Kirchen nichts an. Ausserdem kann ich ja schon längst in der Zwischenzeit ausgetreten sein. Habe ja bereits erläutert, warum ich es nicht tue. Aber wann war ich das letzte Mal in einer Kirche oder in einem Gottesdienst? An Jesus glaube ich auch nicht, also dass er Gottes Sohn sei. Daran glauben nach einer Umfrage übrigens nur ein Drittel der gläubigen Christen. Jesus mag gelebt haben, aber Gottes Sohn war er definitiv nicht.
Und damit zurück zum Zensus. Es besteht eine Wahrheitspflicht. Aber ist Wahrheit nicht das, was ich als Wahrheit ansehe? Also werde ich meine Wahrheit auch ankreuzen. Und da bin ich nun einmal nicht mehr Christ und lebe mit Regina neuerdings in einer WG. Sollen die mir nur kommen. Habe ich mich eben Online verklickt.
So was ist einer Kollegin von mir übrigens bei der Vorbefragung zur Gebäudebefragung passiert. Sie hat online vergessen anzuklicken, dass sie Gebäudeinhaberin ist, aber die restlichen Fragen, die man zu beantworten hatte, hätte sie beantwortet. Doch Post hat sie nicht bekommen. Nur ihr Mann. Und so fragt sie sich nun, ob sie nun Ärger bekommen könnte und als Verweigerin gilt. Aber gleichzeitig versuchen wir sie zu beruhigen, dass eventuell nur eine der Personen von Hausbesitzern ein Schreiben bekommt, weil ja zweimal das gleiche beantwortet würde. Beruhigt ist sie nicht wirklich, aber es hat sich auch niemand gemeldet, dass es unvollständig sei. Vor allem hat sie es auch erst jetzt gemerkt, als sie noch auf ihr Schreiben wartete und nichts kam. Da hat sie noch einmal ihren Bestätigungsfragebogen angeguckt, den sie gespeichert hatte und entdeckt, dass sie die Frage, ob sie Gebäudeeigentümerin sei, unbeantwortet gelassen hatte.

 
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Verfasst von - 16. Mai 2011 in Blog, Fußball, Kultur, Musik, Real life

 

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