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Wenn eine Neuigkeit ein alter Hut ist – Die SPD hat die Namen ihrer Minister verraten


Nun ist es also amtlich! Sigmar Gabriel wird nicht der neuen Bundesregierung angehören. Statt seiner wird Heiko Maas Aussenminister werden. Eine gute Wahl? Das wird sich zeigen. Als Justizminister mag Maas keine schlechte Figur gemacht haben, auch wenn er blass blieb. Deshalb scheint auch fraglich, dass er als Aussenminister wirklich etwas bewegen wird.
Man sehe sich an, was Gabriel in 13 Monaten geschafft hat. Er schaffte es zum beliebtesten Politiker Deutschlands und nun ist er nicht mehr unter den SPD-Ministern zu finden.
Warum?
Es wird geschafft, es sei wegen eines Interviews, wo er seine Tochter erwähnt habe, die Schulz den Mann mit den Haaren im Gesicht nannte.
Man erwähnt – vor allem als Politiker – seine Kinder nicht in einem Interview, aber so ganz kann ich nicht verstehen, was an dieser Aussage, die noch etwas länger geht, schlimm sein soll.
Meiner Meinung nach wurde Gabriel ausgebootet, weil er sich nicht als Kanzlerkandidat hat aufstellen lassen. So musste man zu einer Notlösung greifen, die sich mit Martin Schulz nicht als glücklich erwies. Olaf Scholz zierte sich zu dem Augenblick noch und wollte sein geliebtes Hamburg auf keinen Fall verlassen. Dass seine Worte nur heisse Luft waren, kann man inzwischen daran sehen, dass er nun Finanzminister ist.
Olaf Scholz oder König Olaf der Allerletzte – wie er von seinen Kritikern genannt wird – wird tatsächlich Vizekanzler und Finanzminister werden. Mit dem Gedanken, er wird Finanzminister konnte man sich gerade noch so anfreunden, aber mehr auch nicht. Nun kommt man nicht mehr an ihm vorbei. Dafür ist Hamburg nun vor ihm sicher, Das eine, was man will, das andere, was man muss.
Die SPD hatte sich lange geziert, die Namen ihrer Minister zu nennen, obwohl eigentlich schon alles bekannt war. Was das sollte? Vielleicht wollte man so verschleiern, dass Sigmar Gabriel, der aktuell beliebteste beliebteste Politiker Deutschlands – nicht mehr dazugehören würde. Warum? Tja, diese besagte Passage in einem Interview, die ich weiter oben erwähnt habe. Meinen vermuteten Grund, warum Gabriel abgesägt wurde, habe ich auch oben schon erwähnt und dem vor einiger Zeit schon einen ganzen Artikel gewidmet.
Man wird sehen, wie Maas das Amt des Aussenministers ausfüllen wird, aber so beliebt wie Gabriel wird er nie werden, das kann ich bereits prophezeien.

Gestern begann die neueste Staffel von „Let’s Dance“. Die erste Staffel ohne Sylvie Meis, dafür mit Victoria Swarowski an der Seite von Daniel Hartwich. Bereits zu Beginn der Show fragte man sich, wie RTL gerade auf Victoria Swarowski gekommen ist, denn was sie während der gesamten Sendung ablieferte, war einfach nichts. Sie las von ihren Kärtchen ab und schien manchmal nicht zu wissen, was sie da las, falls sie die richtige Karte fand. Einsätze wurden verpatzt, dann redete sie wie jemand, der alles gewissenhaft auswendig gelernt hatte und es nun abspulen musste. Selbst ein Roboter klingt besser. Und so ging das dieganze Show über. Wirklich schwer zu ertragen, das man kaum Mitleid mit Victoria Swarowski hatte.
Natürlich kann man sagen, dass es ihre allererste Sendung als Moderatorin gewesen ist und sie zuvor noch nie in ihrem Leben moderiert hat. Allerdings ist es mit der Moderation wie mit der Schauspielerei oder dem Singen. Entweder man kann es und hat das nötige Talent dafür oder man kann es nicht und dann hilft auch kein Kurs, um es zu lernen. Wobei es einige Schauspieler und Sänger gibt, die talentfrei sind und die man dennoch sehen und hören muss. Ich will hier keine Beispiele aufzählen, denn das habe ich des Öfteren bereits getan und will hier keine ollen Kamellen aufwärmen.
Wir werden sehen, wie sich Victoria Swarowski nächste Woche machen wird. Der Druck wird jedenfalls nicht kleiner werden. Es nützt auch nichts, wenn sie sich verteidigt und immer wieder betont, sie hätte noch nie moderiert und man solle ihr eine Chance geben. Über solche Kritiken muss man drüber hinwegsehen, so schwer es auch fallen mag. Denn wenn man sich verteidigt, gießt man nur Öl ins Feuer. Deshalb den Mund halten und beweisen, das man es besser kann.
Die Aufregung wird nicht mehr ganz so groß sein, man weiß, wie es abläuft. Vielleicht sieht sich Viktoria Swarowski auch noch einmal die vergangene Sendung an, um zu sehen, wo sie Fehler gemacht hat und wo sie sich verbessern kann.
Zwar glaube ich persönlich nicht, dass es etwas bringen wird, denn wie ich bereits erwähnte, muss man Moderation können, weil man es nicht lernen kann.
Sylvie Meis kann Swarowski jedenfalls nicht ersetzen und selbst wenn Sylvie einem manchmal auf den Keks ging, war sie immer noch neunmal besser als es Viktoria Swarowski in ihrer ersten Show gewesen ist.
Was auch immer RTL sich dabei gedacht hat. Vielleicht ist Swarowski billiger als Sylvie, vielleicht sollen so jüngere Zuschauer angelockt werden. Ich habe keine Ahnung und auch keine Lust zu spekulieren. Ich weiß nur, dass ich mir diese Staffel von „Let’s Dance“ nicht ansehen werde. Keine interessanten prominenten Tänzer und die Moderation…

Elefantendame Mala ist fleissig dabei, die Tage abzuhaken bis bei ihr wieder geöffnet wird. Am 31. März ist es endlich so weit. Ich habe darüber bereits berichtet, werde aber nicht müde, es weiter zu tun. Mala möchte sich dann natürlich wieder von ihrer schönsten Seite zeigen: Von vorne und nicht von hinten. Sie ist und bleibt ein Scherzkeks.
Natürlich wurde sie nicht müde, das nächste Spiel des FC St. Pauli zu tippen. Es geht heute gegen Braunschweig. Da sagt Mala, dass ihr Lieblingsverein leider nur ein Unentschieden zustande bringen wird. Die Pusteblume hingegen ist von einem Sieg St. Paulis überzeugt. Jonas ist sich alles andere als sicher. Zwar hatte sie letzte Woche beim Spiel gegen Düsseldorf recht, wo sie von einer Niederlage ausging, aber heute wird es wohl anders sein.

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Ein Skandal ist nicht genug


Lange war nichts von den Ermittlungen gegen die Fifa und Joseph Blatter nun zu hören. Das hat sich nun geändert.
Die Schweizer Justiz-Behörden haben bestätigt, dass nun auch gegen Blatter ermittelt wird. Endlich!, werden manche sagen. Denn bisher stand die Frage im Raum, warum gegen alle möglichen Mitglieder ermittelt wird, nur nicht gegen den Fifa-Präsidenten, dem angeblich die ganzen korrupten Machenschaften seiner Mitarbeiter verborgen geblieben sind.
Meist ist es so, dass man nur das sieht, was man auch sehen will und ansonsten blind durch die Gegend geht.
Ob es bei Blatter auch so gewesen ist? Tja, das kann ich nicht sagen.
Hat dennoch recht lange gedauert bis die Ermittlungen auch auf den Fifa-Präsidenten ausgeweitet wurden. Vielleicht mussten sie erst einmal erfahren, wo sie denn suchen müssen, um wirklich fündig zu werden.
Aber nicht nur Blatter ist ins Visier der Ermittler geraten, sondern auch Uefa-Präsident Michel Platini.
Dieser hat vor vier Jahren von der Fifa, also von Blatter, zwei Millionen Franken erhalten für angeblich zwischen Januar 1999 und Juni 202 geleistete Dienste.
Im Zuge der Ermittlungen sei Platini deshalb als Zeuge vernommen worden.
Ehrlich gesagt soll Platini auch keine völlig weisse Weste haben. Es wird vermutet, dass er bei der Vergabe der WM 2022 an Katar nicht ganz voreingenommen gewesen sein soll. Angeführt wird dann immer, dass sein Sohn eine Stelle in einer katarischen Firma bekommen hat. Ob das nun Zufall gewesen ist?
Dass er sich nun als Kandidat für das Amt des Fifa-Präsidenten aufgestellt hat, ist eventuell so, als würde man den Teufel mit dem Beezelbub austreiben.
Platini ist nicht der Saubermann, als der er sich nach der Aufdeckung des Fifa-Korruptionsskandals präsentierte. Dennoch haben viele europäische Verbände an ihm festgehalten und werden es gewiss auch weiter tun.
Vielleicht sollte doch der jordanische Prinz zum nächsten Präsidenten gewählt werden. Ob das die allerbeste Lösung ist? Vielleicht immer noch besser als Blatter oder Platini. Recht machen, kann man es ohnehin niemandem. Übrigens, was sagen eigentlich die Leute derjenigen afrikanischen Verbände, die Blatter als Lichtgestalt, als auf die Erde gekommene Gottheit gepriesen haben? Halten sie weiterhin an Blatter fest? Glauben sie, dass es ein Komplott ist, der gegen Blatter in Gange ist? Könnte sein oder auch nicht. Stimmen sind jedenfalls noch keine laut geworden.
Blatter droht durch die Geldgabe an Platini Gefängnis. Entweder fünf Jahre, wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung und treuwidrigen Zahlung, oder sogar zehn Jahre, wenn sich der Verdacht der Unterschlagung erhärten sollte. Denn die Geldzahlung erfolgte zulasten der Fifa, verschwand aber praktisch in irgendeiner Aktennotiz, sodass die ganze Zahlung eben als recht dubios gilt.
Die Fifa hat volle Kooperationsbereitsschaft erklärt, damit alles aufgeklärt wird. Besonders interessant wird es, wie lange Blatter sich noch wird halten können. Zurücktreten will er schliesslich erst Anfang nächsten Jahres, damit die Fifa einen Neuanfang starten kann.
Genauso gut es sein, das Blatter zu dem Zeitpunkt schon verurteilt wurde. Da wird er bereits vorher entweder zurücktreten müssen oder es wird entschieden, dass er das Präsidentenamt mit sofortiger Wirkung aufgeben muss.
Was auch immer sein wird, der Ruf der Fifa ist bis ins nächste Jahrzehnt hinein geschädigt. Ein neuer Präsident wird viel zu tun haben, um den Ruf der Fifa wieder halbwegs herstellen zu können. Aber das kann nicht gehen, wenn der neue Präsident Michel Platini heissen wird.

Vom Fifa-Korruptionsskandal, zum Abgas-Skandal von VW. Als bekannt wurde, dass VW bei den Abgasemissionen von verschiedenen Modellen und damit Millionen Autos geschummelt hat. Wobei geschummelt es verharmlost. Betrogen trifft es eher, denn es wurde die Software manipuliert und so viel niedrigere Werte festgestellt, als es eigentlich waren. Damit galten die Autos als sauberer, obwohl sie mehr Emissionen ausstiessen, als getestet wurde.
Der Skandal begann in den USA, wo VW schon im April mitgeteilt haben soll, dass die Autos mehr Schmutz ausstossen als gedacht. Aber richtig losgegangen ist die Lawine erst in den letzten Tagen, wo sich schliesslich offenbarte wie viele Millionen Autos von dem Abgas-Skandal betroffen sind.
Da kauft man sich nichtsahnend ein Auto, denkt, es würde nicht so viel Schmutz in die Atmosphäre schiessen als andere und wird am Ende eines besseren belehrt.
Aber ist es ein Wunder, dass es so gekommen ist? Nein, denn wir wollen immer mehr Hubraum, mehr PS, mehr, mehr, mehr…
Nur dieses mehr geht eben zulasten des Energieverbauchs und damit auch dem Ausstoss an schädlichen Emissionen.
Vor allem sind die Autobauer auch nicht wirklich daran interessiert, emissionsfreie Autos oder welche mit niedrigen Ausstoss zu entwickeln. Es würde so schwierig sein, so kompliziert und welche Ausrede auch immer genommen wird.
Und da eben die Abgasuntersuchung nur ein einziges Mal durchgeführt wird, ist es kein Wunder, dass VW diese Gelegenheit beim Schopfe packte und eben diese Untersuchungen manipulierte. Ganz ehrlich sind doch diejenigen schuld, die entschieden, dass ein Modell nicht mehr als einmal untersucht werden muss. Das ist Blauäugig. Und genau das wird nun bestraft.
VW erlebt nach einem aufregenden Frühjahr, einen genauso aufwühlenden Herbst. Nur dass es nun um weitaus mehr geht als im Frühjahr. Dieser Abgas-Skandal betrifft nicht nur die USA, sondern auch Europa.
Der bisherige Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn musste seinen Hut nehmen und wurde Matthias Müller ersetzt. Doch bereits nach wenigen Tagen werden Stimmen laut, dass Müller nicht die richtige Wahl für den Posten sei. Aber wer soll es denn machen?
VW kommt nicht zur Ruhe, der Aktienkurs ging in die Tiefe, erholte sich, sackte wieder, aber nicht mehr so stark wie zuvor.
Man darf gespannt sein, was noch alles aufgedeckt wird.

Was Autos betrifft, so interessieren sie Elefantendame Mala herzlich wenig. Zwar hat sie auch einmal einen VW getestet, ob er denn genug Stauraum hat, aber ansonsten interessieren sie nur Elefantenstärken. Da sei sie einem Auto an Kraft überlegen, denn sie könne problemlos einen Wagen schieben. Vor allem könne sie ihn ausbeulen, wenn sie sich mit dem Hintern drauf setzt. Ein Scherzkeks bleibt Mala auch in ihrem Alter.
In dieser Woche hatte Mala ganz schön viel zu tun, denn in der Bundesliga war wieder einmal eine englische Woche angesagt. Dass bedeutete für die alte Kuh, anstelle von einem Spiel, musste sie nun zwei tippen oder wie Mala es herausstellte: Gleich drei Stück auf einmal!
Die letzten beiden Spiele gegen Braunschweig sowie Heidenheim hatte Mala richtig getippt. Ein Unentschieden und ein Sieg. St. Pauli scheint in diesem Jahr tatsächlich den Aufstieg anzustreben, wie Mala es sich erhofft. Momentan halten sie sich auf dem Relegationsplatz, nach dem Unentschieden von Freiburg am Donnerstag können sie sich sogar Hoffnungen auf den zweiten Platz machen. Aber dafür brauchen sie Glück und vor allem, Punkte, Punkte, Punkte…
Dennoch sagte Mala, dass ihr Lieblingsverein gegen Paderborn nur Unentschieden spielen würde. Genauso ist es gekommen. Aber wenn die Verfolger in der Tabelle für St. Pauli spielen, dürfte der Relegationsplatz weiter sicher sein.
Die Pusteblume hingegen hat von drei Spielen nur eines richtig getippt, nachdem sie sich zuvor gleich viermal richtig entschieden hatte. Aber mit dem Unentschieden hat sie es nicht so. Tippt lieber auf Sieg oder Niederlage.
Wobei sie beim Paderborn-Spiel kurz für ein Unentschieden plädiert hatte. Vielleicht hat Jonas einfach keine Ahnung, was die Pusteblume ihm sagen will.
Jedenfalls hatte sie das Spiel gegen Heidenheim richtig getippt. Besser als überall daneben zu liegen. Aber so ist das.

 

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Russland spielt wieder Theater


Kaum zu glauben, aber Griechenland jammert, dass sie kein Geld hätten. Haben sie nicht gerade erst weitere Finanzhilfen zugesprochen bekommen? Und dennoch scheint es so arg in Griechenland zuzugehen, dass kein einziger Euro mehr vorhanden sein soll. Ministerpräsident Tsipras habe schon mit Jean-Claude Juncker telefoniert und ihm gesagt, dass Griechenland sofort Geld brauche.
Ich frage mich wirklich, was Griechenland mit dem ganzen Geld macht, das sie kriegen. Geht es auf Konten an die sie nicht herankommen? Heben die Griechen das ganze Geld ab und nutzen die Scheine dann, um ein Feuerchen zum wärmen zu entfachen? Versickert es in irgendwelchen Kanälen aus Korruption und Bestechung? Praktisch also alles wie immer, obwohl Tsipras dagegen nun vorgehen wollte. Aber erst einmal muss wieder Geld her, sonst ist Griechenland zahlungsunfähig – bankrott! Aber wieso sieht Griechenland nicht einfach den Tatsachen ins Auge und erklärt den Staatsbankrott? Stattdessen pumpt die EU immer mehr Geld in diesen Fass ohne Boden, wo die Finanzhilfen nur so hindurchströmen und im Nirgendwo versickern.
Das klamme Griechenland, dass nichts gegen Steuerhinterziehung, Korruption und Bestechung ausrichten kann, entwickelt sich zu einer unendlichen Geschichte. Nichts ändert sich, nichts wird besser. Stattdessen verschlingen die Rettungspakete für Griechenland nur Milliarden Euro, die man anderweitig sicherlich besser verwenden könnte. Griechenland bleibt nichts anderes als der bankrott, aber bis sie das begreifen, wird die EU und noch einige Milliarden verpulvern.

Letzte Woche für der Kremlkritiker Boris Nemzow auf einer Brücke, die über die Moskwa führt, mit vier Schüssen in den Rücken getötet. Die Attentäter konnten unerkannt entkommen. Stunden nach dem Mord wurden erste Stimme laut, dass Putin den Auftrag für den Mord gegeben habe. Der war deshalb sofort bemüht darum, dass er jeden Verdacht von sich wies und die nächsten Schritte in die Wege leitete, um die Attentäter zu ermitteln.
In der NDR-Satiresendung „extra 3“ deutete alles nur auf einen Täter hin: Russlands Präsidenten. Sehr schön gemacht und klar erkennbar als Satire. Und das Schöne daran ist, dass Putin gar nichts dagegen machen kann. Nicht einmal den Saft kann er dem NDR abdrehen, wie er es machen würde, wenn so was in Russland gezeigt würde.
In den ersten Tagen der aufgenommenen Ermittlungen tat sich nichts, nun wurde ein „Erfolg“ vermeldet: Zwei Verdächtige wurden verhaftet. Sie sollen aus dem Kaukasus stammen. Man wäre auf ihre Spur gekommen, weil sie anscheinend nicht so viel Wert darauf gelegt hätten, dass sie nichts im Fluchtauto hinterlassen, was auf sie deuten könnte. Ausserdem hätte man zum Teil sehr scharfe Fotos von Sicherheitskameras, die sich in der Nähe des Tatorts befinden, nehmen können. Ich weiss nicht, was für Superkameras das sein sollen, denn keine einzige Sicherheitskamera zeigt gestochen scharfe Bilder an. Man kann jemanden erkennen, aber klar ist dieses Bild nie. Vor allem ist der Mord mitten in der Nacht geschehen und da wir weder Sommer haben noch sich Moskau irgendwo in der Nähe des Polarkreises befindet, wo es im Sommer nicht dunkel wird, dürfte man auch hier gar kein scharfes Bild erhalten. Da widerspricht sich wieder einiges, aber Hauptsache, Russland kann jemanden – hier zwei – vorweisen, der für den Mord an Nemzow verantwortlich ist.
Irgendwie war es nicht anders zu erwarten, dass es so ausgehen wird. Nun müssen nur noch die Gründe bekannt werden und der Fall ist abgeschlossen – für Putin. Wie die Wahrheit wirklich aussieht, werden wir sowieso nie erfahren.

Die erfolgreichste Serie der „Heiter bis tödlich“-Reihe läuft seit Mittwoch wieder. Eigentlich hätte sie schon vergangene Woche beginnen sollen, stattdessen lief dort aber nur eine Wiederholung von „München 7“. Meine Vermutung: Wegen des zeitgleich laufenden Nockherbergs wollte man nicht, dass sich einige Zuschauer nicht direkt entscheiden können, was sie sich denn nun ansehen. Ich hätte mich ganz klar für den Nockherberg entschieden und mir dann irgendwann später „Hubert und Staller“ angesehen. Aber so hat man sich eben dafür entschieden, die Serie um eine Woche zu verschieben.
Ob es nun acht oder doch 16 Folgen gibt, daraus werde ich nicht so recht schlau. Erst ist immer von acht Folgen die Rede, dann heisst es wieder 16 Folgen werden es sein. Auf alle Fälle werden danach erst einmal Staffel zwei und drei wiederholt. Staffel fünf wird gerade gedreht, auch wenn vor wenigen Tagen der Drehort des Polizeireviers gebrannt hat.

Und noch was zum Fernsehen. Heute Nacht, so um 1.40 Uhr läuft auf dem ZDF der Film „Serenity“, der auf der Serie „Firefly“ basiert. Wer den Film noch nicht gesehen haben sollte und noch wach ist, sollte sich den Film ansehen.

Verbotene Liebe dürfte wohl den endgültigen Weg ins Nirvana angetreten haben. Letzte Woche waren es magere 1,2 Millionen, dieses Mal knapp 1,1 Millionen Zuschauer. Gut, die Leute, die sich die Folge in der Mediathek angesehen haben, sind da noch nicht mitgezählt, aber man sieht doch, dass der Freitag ein toter Tag für die ARD ist. Noch schlimmer als die Tage zuvor. Und da man das Donnerwetter der Fans von „Verbotene Liebe“ fürchtete, wenn man die Soap einstellen würde, machte man einfach aus der Daily eine Weekly. Bleiben die Quoten weiterhin in diesem Tief, kann man einfach sagen, dass es sich nicht mehr lohnt, die Serie weiterzuführen und man sich daher gezwungen sehe, „Verbotene Liebe“ entdgültig einzustellen. Jawohl, genau so macht man das. Ist es in zwei Wochen noch nicht besser, dürfte die Serie eingestellt werden.

Elefantendame Mala ist gut gelaunt. Das liegt nicht nur am Wetter, weil der Frühling endlich da ist, sondern auch daran, dass St. Pauli heute gegen Braunschweig gewonnen hat. Damit besteht noch eine winzige Chance, dass St. Pauli in der Zweiten Liga verbleiben kann.
Mala hatte natürlich auch auf einen Sieg spekuliert. Braunschweig hatte unter der Woche noch im DFB-Pokal gegen Bayern München spielen müssen, so was schlaucht, sagte sich die alte Kuh und tippte auf einen Sieg.
St. Pauli weiss wieder, wie man erfolgreich den Ball ins Tor schiesst.
Nur Jonas ist mit seinen Fussballorakel unzufrieden. Denn die Pusteblume hatte auf ein Unentschieden getippt. Sehr entschlossen sei sie dabei gewesen. Nur leider hat sie mal wieder daneben gelegen. Wobei Jonas nun endlich darauf gekommen ist, dass er die Pusteblume nur befragen kann, wenn niemand anderes in der Nähe ist.
Aber vielleicht entwickelt sie dann den richtigen Riecher und tippt jedes Spiel richtig. Mal abwarten.
Mala jedenfalls gönnt sich nun eine Extra-Möhre, die sie old Rani abgenommen hat. Immer mal wieder muss sie ihrer Genossin zeigen, wer von den beiden das Sagen hat.

 

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Zerbricht Europa in Kleinstaaten?


Nun versucht auch Katalonien sich durch ein Referendum vom ungeliebten Spanien zu lösen. Am 09. November schon soll es so weit sein.
Allerdings gibt es ein Problem: Die spanische Regierung in Madrid hält dieses Referendum für verfassungswidrig und will es unter allen Umständen verhindern, denn Katalonien ist praktisch die reichste Region Spaniens. So was lässt man ungern ziehen.
Nach dem schottisches Referendum war klar, dass in absehbarer Zeit, eine weitere Region in einem anderen EU-Land ebenfalls ein Referendum auf die Beine stellen würde, um aus dem ungeliebten Land austreten zu können. Heissester Anwärter war neben Südtirol auch Katalonien. Nun haben die Katalonier den ersten Schritt getan.
Aber so einfach, wie sie sich das vorgestellt haben, wird das nicht. Denn die spanische Regierung hat ihrerseits auch Schritte eingeleitet, um das Referendum unter allen Umständen zu verhindern. Dazu soll am Montag auf einer Sondersitzung des Kabinetts über eine Verfassungsklage entschieden werden. Wird darüber entschieden, dass es zu einer Verfassungsklage kommen soll und diese vom Gericht zugelassen wird, wird das Referendum automatisch ausgesetzt. Heisst, dass Katalonien sich auf unbestimmte Zeit nicht dafür entscheiden kann, ob sie unabhängig werden wollen.
Dabei soll das Referendum angeblich nicht bindend sein. Wenn also die Katalonier für eine Abspaltung votieren, muss es nicht heissen, dass sich die Region auch abspalten wird. Angeblich soll es nur als Votum gelten, wie die Katalonier davon denken und ob sie sich eine Eigenständigkeit vorstellen könnten.
So kann man es natürlich auch sagen, wenn man im Grunde nur darauf aus ist, endlich eigenständig zu werden. Man versucht der spanischen Regierung Sand in die Augen zu streuen. Aber die haben, wie gesagt, etwas dagegen. Eine der reichsten Regionen will eigenständig werden, so geht das nun gar nicht. Wobei Katalonien schon seit ewigen eiten versucht, sich aus dem ungeliebten Spanien zu befreien. Seit dem schottischen Referendum werden wir nun wohl noch mehr von solchen Referenden hören. Aber dann eine Kleinstaaterei? Das hatten wir doch alles schon.
In der Schule lernte ich, dass vor Napoleon in Deutschland eine Kleinstaaterei sondergleichen herrschte. Da kam man kaum vorwärts, weil alle paar Meter oder Kilometer ein anderes Gebiet erreicht wurde. Soll das nun auch in Europa geschehen? Man darf gespannt sein, wie sich das noch alles entwickeln wird.
Vor allem frage ich mich, wann denn nun Bayern wieder einmal auf seine Unabhängigkeit pochen. Aber wenn es so weit kommt, dann bin ich hoffentlich hier lange weg.

Nächstes Jahr wird es in der ARD einige Veränderungen geben. Seit Ende 2011 läuft seit Montag bis Freitag die mehr schlecht als recht laufende „Heiter bis Tödlich“-Reihe. Diese soll wohl im nächsten Jahr aufgegeben werden bzw. läuft sie nur noch dienstags und mittwochs. Donnerstags soll ein Ableger von „IN aller Freundschaft“ laufen. Aber da bin ich mir ziemlich sicher, dass auch dieses Format scheitern wird. Solange die ARD nicht begreift, dass die Sendungen um genau 19 Uhr anfangen müssen, wird das nichts werden. Denn viele sehen sich um 18 Uhr eine der vielen Sokos im ZDF an. Diese gehen bis kurz vor sieben, da läuft die „heiter bis tödlich“-Serie bereits. Und viele verstehen gar nicht, worum es eigentlich in der Folge geht, wenn sie den Anfang verpasst haben. Also sehen sie sich das erst gar nicht an. Des weiteren kommt manchmal noch erschwerend hinzu, dass die Folgen so dermassen schlecht geschrieben sind – meine persönliche MEinung -, dass sich niemand die weiteren Folgen der Serie ansieht, auch wenn die weitaus besser sind. So war es beispielsweise bei „Koslowski & Haferkamp“. Die erste Folge war grosser Mist, eigentlich waren erst die letzten Folgen so richtig gut. Aber mit der ersten Folge hatte man es sich versaut.
Inzwischen sollen schon Serien auf Eis liegen, weil sie beim Testpublikum durchgefallen sind. „Der Mama“ soll angeblich dieses Schicksal getroffen haben, obwohl es immer noch heisst, dass die Serie wohl im nächsten Frühjahr gezeigt werden wird.
Die ARD wird nie einen Blumentopf auf dem Vorabendsendeplatz gewinnen, da können sie sich noch so sehr anstrengen. Vielmehr sollten sie versuchen, gute Serie zu produzieren. Das meiste soll massentauglich sein, was oft auch heisst, dass es sehr einseitig ist. Es muss doch der Anreiz der öffentlich-rechtlichen Sender sein, dass sie gute Serienformate produzieren. Stattdessen versuchen sie das ewig gleiche, weil es ja so gut funktioniert hat. Natürlich kommt nicht alles bei den Zuschauern an. Aber was ist mit diesen Zoo-Dokus? Will die eigentlich noch jemand sehen? So bei einer Million-Zuschauern dümpelt die aktuelle „Nashorn, Zebra & Co.-Doku herum. Wie das nun bei den anderen war, weiss ich nicht, da habe ich noch nicht regelmässig nach der Zuschauerquote geguckt.
Die neuesten Krimi-Spass-Serien werden nun nicht mehr für die „heiter bis tödlich“-Reihe produziert. Heisst das nun, dass die Reihe gescheitert ist? Ich bleibe weiter dabei: Die Uhrzeit, wann die Serien beginnen, ist das Problem.

In Köln hat der dritte Elefant die Pocken. Was nun schlimm klingt, ist es in dem Sinne nicht, dass es nur eine weitere Infizierung gab. Meist infizieren sich alle anderen Elefanten auch, dass die gesamte Herde erkrankt. Das ist im Kölner Zoo nun nicht der Fall – noch nicht. Hoffentlich bleibt das auch so. Bei der dritten Elefantin ist es sehr früh erkannt worden und sie wird nun behandelt. Bei den anderen beiden soll es ja schon Anzeichen von Veränderungen an den Fusssohlen gegeben haben, als man endlich auf Pocken erkannte. Man denkt nun einmal auch nicht sofort an Pocken, sondern fürchtet erst einmal das Schlimmste: eine Herpes-Infektion. Für asiatische Elefanten kann das tödlich enden, denn in der einen Sekunde geht es ihnen noch gut, man kann nichts feststellen und am nächsten Tag sind sie tot, gestorben an einer Herpesinfektion. Übrigens finde ich es recht interessant, dass afrikanische Elefanten weder an Pocken noch an Herpes erkranken können.
Überträger der Pocken sind Nagetiere wie Mäuse, Ratten oder Eichhörnchen, aber auch Katzen. Ja, ganz recht gehört, auch Katzen können Pocken übertragen. Davon gab es in den letzten dreissig Jahre einige wenige Fälle in Deutschland, traf aber Menschen und keine Elefanten. Diese Zoonose ist nicht ungewöhnlich, wenn man mit den Stubentigern einen engen Kontakt pflegt.
Wie gut, dass ich mit Katzen absolut nichts anfangen kann und die mir nicht in die Wohnung kommen. Nun kenne ich den Grund.

Elefantendame Mala hatte diese Woche sehr viel zu tun, da mal wieder eine englische Woche war. Will heissen, sie musste drei Spiele innerhalb einer Woche tippen. Das findet sie immer ein wenig stressig, aber so oft kommt das nun auch wieder nicht vor. Wie hat sie da eigentlich nur die WM überstanden? Da musste sie alle paar Tage drei Spiele tippen.
Was sagt Mala nun zum Spiel des FC St. Pauli gegen den FSV Frankfurt? Da sagt die alte Kuh, dass St. Pauli nur unentschieden spielen wird. Es handelt sich beim FSV Frankfurt um den Tabellenletzten und gegen den sehen sie nie gut aus, wie man schon beim Spiel gegen Aue sehen konnte. Vielleicht reissen sie sich auch zusammen und schiessen ein Tor mehr als der Gegner. Dass sie das können, haben sie bereits gegen Braunschweig bewiesen. Bloss glaubt Mala nicht daran.
Jonas ist wieder ein wenig obenauf, nachdem sein neues Orakel wenigstens das Spiel gegen Braunschweig richtig tippte. Auch das Spiel hatte der Schlaubeutel noch getippt und war wie die Pusteblume dafür gewesen, dass Braunschweig gegen St. Pauli verliert. Das Spiel gegen Aue hatten sie bekanntlich falsch getippt, als sie beide für einen Sieg St. Paulis votiert hatten. Mala hatte es gewusst, dass St. Pauli ohne Punkte wieder heimfahren würde. Sie kennt nicht nur ihre Pappenheimer, sondern sie weiss genau, dass St. Paulis Trauma Erzgebirge Aue heisst. Gegen den Verein verlieren sie entweder fast jedes Spiel oder sie lassen dort drei Punkte liegen und müssen sich mit einem Unentschieden zufrieden geben.
Jonas freut sich, dass sich die Quote der Pusteblume ein wenig verbesser hat, allerdings ist er weiterhin unzufrieden mit ihr. Sie sei ein absolut penetranter Linksrüssler, weshalb er die letzten Spiele, nach denen er sie fragte, noch einmal wiederholt fragen muss. Sie hätte nicht gewählt, sondern einfach das genommen, was direkt vor ihrem Rüssel stand.
Ich habe ich schon ein paarmal gesagt, dass er es doch mal mit dem wohlgenährten Dickerchen versuchen soll. Die wird das vielleicht hinkriegen. Ansonsten soll er aufhören, immer herumzumaulen. Oder er soll sich endlich eine bessere Methode überlegen, wo er dann auch weiss, was die Pusteblume ihm sagen will. Wie hat er dann denn beim Schlaubeutel gemacht? Ich weiss es, aber ich verstehe es dennoch nicht.
Der Schlaubeutel hat auf einen Sieg von St. Pauli getippt, während die Pusteblume für einen Sieg des FSV Frankfurt votiert.
Drei Elefanten, drei Ergebnisse. Wer wird recht behalten?

 

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Wetten, dass es nach der Sommerpause einen Moderatorenwechsel geben wird?


„Hier läuft alles gut – ausser der Verdauung.“
(Winfried Glatzeder im Dschungeltelefon)

Ein neuer Tiefstwert ist erreicht. Es ist zu schön! Trotz der ganzen Aufmerksamkeit, die um die Online-Petition gemacht wurde, Markus Lanz solle vom ZDF abgesetzt werden, haben nicht mehr Menschen die Sendung „Wetten, dass..?“ eingeschaltet, sondern sogar weniger als die Male zuvor.
Ist es denn zu glauben? Ja, seit ich heute Morgen die Quote sah und einige Berichte las, wusste ich, dass meine Hoffnungen erfüllt wurden. Und ich erinnere gerne an meinen Artikel, wo ich sagte, dass Markus Lanz mit „Wetten, dass..?“ untergehen wird.
Gerade einmal 6,31 Millionen Zuschauer haben sich die Show angetan. Das ist der allerneueste Tiefststand seit Markus Lanz die Moderation übernommen hat. Das Dschungelcamp hingegen konnte sich über mehr als acht Millionen Zuschauer „freuen“. Beide Sendungen liefen für eine kurze Zeit auch parallel. Ob es da noch weniger Zuschauer bei „Wetten, dass..?“ wurden? Das kann ich leider nicht sagen. Dafür frage ich mich, warum das Dschungelcamp reizvoller erscheint als „Wetten, dass..?“.
„Wetten, dass..?“ ist am Ende, man kann es anders gar nicht sagen. Die Zuschauer sehen es sich nicht mehr an, obwohl auf den anderen TV-Sendern nur Konserven liefen. Vielleicht wollte sich die Mehrheit lieber Menderes ansehen? Nein, glaube ich nicht. Ausserdem kam der auch erst fast gegen Ende von „DSDS“. Warum also ist wieder eine Sendung von „Wetten, dass..?“ so katastrophal ausgefallen?
Woran mag es nur liegen? Es bleibt ein einziger Punkt: Markus Lanz. Er ist einfach nicht für eine Show wie „Wetten, dass..?“ geeignet. Denn dazu braucht es Charisma, Spontanität und vor allem Witz. Drei Dinge, die ich ihm abspreche.
Ausserdem muss man noch einmal daran erinnern, dass Markus Lanz nicht die erste Wahl für „Wetten, dass..?“ gewesen ist. Da gab es eine lange Liste mit Namen wie unter anderem Hape Kerkeling oder Jörg Pilawa. Doch sie alle sagten ab und Johannes B. Kerner war zu Sat.1 gegangen, fiel also auch aus. Der ist nun allerdings zum ZDF zurückgekehrt. Was ich damit sagen will? Nun ja, dass die ZDF-Oberen sich in der Sommerpause vielleicht einmal zusammensetzen und überlegen, wie es mit „Wetten, dass..?“ weitergehen soll. Nach dreissig Jahren die Sendung einstellen, weil ein Moderator nicht fähig ist, die Zuschauer von sich zu überzeugen? Nein, das hat „Wetten, dass..?“ wirklich nicht verdient. Es braucht einen Moderator, dem man die Moderation abnimmt, der halbwegs sympathisch ist und sich nicht durchweg an seinen schlauen Kärtchen festhält. Und da hat das ZDF momentan nur noch Johannes B. Kerner.
Aber gut, natürlich kann man auch die Show ganz einstellen, aber dann sollte Markus Lanz ebenfalls „Auf Wiedersehen“ gesagt werden.
Lanz hat übrigens den Rat von Frank Elstner beherzigt und sich mehr auf die Wetten konzentriert. Aber was bringt es, wenn er immer noch der Moderator nichts. Richtig, es ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Brachte also wenig. Die Online-Petition versuchte er in dem Sinne lächerlich zu machen, dass er sagte, wem die Kanalarbeiten in Karlsruhe zu sehr stinken würde, solle doch eine Online-Petition einreichen. Mit diesem „Witz“ sagte er für mich nur, dass er die Online-Petition gegen ihn nicht wirklich ernst nimmt. Aber so kommt er eben rüber. Als würde jegliche Kritik an ihm abperlen wie der Schmutz an einem Lotusblatt.
Dieses Mal soll es Markus Lanz geschafft haben, die Sendung eine Minute vor dem vorgesehenen Ende der Sendung beendet zu haben. Na ja, er hat immer gesagt, dass er nicht überziehen will. Aber das er es noch unterbietet? Da muss die Sendung sehr langweilig gewesen sein. Oder hat Lanz weniger geredet, weil er die Hälfte seiner schlauen Karten verloren hatte? Keine Ahnung, schliesslich boykottiere ich die Sendung.

So langsam lichtet sich das Dschungelcamp um die, die man nicht mehr sehen kann oder die man einfach nie gesehen hat.
Als aktuell letzter Kandidat wurde Mola Adebisi von den Zuschauern abgewählt, da er die wenigstens Anrufe bekam. Irgendwie wusste er auch nicht wirklich, ob er nun bleiben sollte oder nicht. Zudem hatte er sich seit seiner grossen „Ohne mich hätte ihr gar keine Stern bekommen“ und „Die Stromschläge taten eh weh“-Aktion ins Abseits gespielt. Regina ist total enttäuscht von ihm. Für sie war er immer sympathisch gewesen und dann so was. Ja, sie wollte erst gar nicht glauben, als ich ihr davon erzählte. Eventuell haben so noch andere gedacht. Keine Ahnung
Ein weiteres Phänomen ist übrigens, dass einige Kandidaten unbedingt rausgewählt werden wollen. Extrem war es vor zwei Jahren, als Vincent Raven und Ailton immer rauswollten, aber die Zuschauer einfach weiter für sie anriefen. Dieses Mal sind es Tanja Schumann, Julian F. M. Stoeckel und Mola Adebisi gewesen. Für Julian F. M. Stoeckel war dann wirklich Schluss. Ich war auch froh darüber, denn wenn ich ihn mal sah, ertrug ich ihn einfach nicht. Leider warte ich immer noch darauf, dass Gabby endlich rausfliegt. Die macht sich einfach nur wichtig, obwohl sie überhaupt nichts leistet. Nicht einmal schmutzig werden will sie, weil sie Angst um ihre Haare hat. Dabei hat sie nicht einmal die verfilzten Locken wie Mola, so dass sie das Zeug recht leicht aus den Haaren bekommt. Das hat die Camp-Kandidaten auch mindestens zwei Sterne gekostet.
Bis gestern recht blass blieb, war Tanja Schumann. Erst seit der Schatzsuche merkt man, dass sie da ist. Gestern machte sie dann ihren Quatsch für den man sie auch kennt. Und sie durfte wieder drin bleiben, obwohl sie erneut ein „Vielleicht“ bekam. Wäre auch echt schade, wenn sie geht. Auch wenn man von ihr nicht viel sieht, so sehe ich sie weitaus lieber als Gabby. Letztere kann ich einfach nicht ertragen. Macht Theater wegen nichts, dann fängt sie zu lästern an. Sie ist mir einfach unsympathisch. Larissa Marolt nervt auch rum, vor allem ist es immer das gleiche, aber die ignoriere ich einfach nur noch, wenn sie kommt.
Gestern hatte sie sich das Handgelenk verstaucht oder geprellt, was mehr wehtut, als wenn etwas gebrochen ist. Da fragten sich auch die meisten, was sie da wieder angestellt hat, dass sie so am durchdrehen ist. Und kein Arzt in Sicht, der sie behandelte, obwohl einer im Camp anwesend war. Nun gut, sie braucht nun einmal die grosse Bühne und Winfried Glatzeder schickte sie dann auch ins Dschungeltelefon, damit sie ärztliche Hilfe bekam. Dass nicht schon früher was passierte, ist ein Wunder, wo Larissa doch bald jeden Tag mindestens ein Dutzend Mal hinzufallen scheint.
Bei Winfried Glatzeder fragt man sich manchmal, ob da nicht Engelchen und Teufelchen in einer Person zu finden sind. Da ist er manchmal ganz verständnisvoll und leitet die anderen an. Dann wiederum kehrt er das Arschloch raus. Nun gut, so mag er vielleicht sein. Es irritiert nur sehr. Dennoch denke ich, dass er es mindestens unter die letzten fünf schaffen wird.
Aber wer nun die Dschungelkrone erringen wird? Ich habe einfach keine Ahnung. Entweder gönnt man es der Hälfte von den noch anwesenden Kandidaten nicht oder kann sich beim Rest nicht entscheiden, wer die Krone bekommen soll. Sage immer noch, dass eine Frau gewinnen wird. So lautet das Gesetz der Serie. Aber wer denn? Tanja Schumann wird wohl morgen spätestens übermorgen gehen. Da bleibt nur noch Melanie Müller.
Am Samstag werden wir dann wissen, wer gewinnen wird und sich Dschungelkönig oder -königin 2014 nennen kann.

Michael Wendler macht immer noch von sich reden. Einmal als Running Gag während der Sendung, wo seine Figur immer wieder auftaucht und dann aus dem Baumhaus geworfen wird. Und dann war er bei „explosiv“ (nicht dem Nachtjournal) zu sehen, wo er doch tatsächlich den Gag mit dem Hubschrauber aufnahm. Da fragte ich mich, ob er das tatsächlich ernst meinte oder nur witzig sein wollte. Denn wenn ich Wendler momentan was sagen höre, kommt es mir so vor, als habe er den Sinn für die Realität verloren. Wobei, kein Wunder, schliesslich hat sein Begleiter ihm auch mächtig Honig ums Maul geschmiert. Ganz Deutschland wäre überrascht von ihm gewesen. Allerdings nicht im positiven Sinn, wie gesagt wurde, sondern weil Wendler sich so zeigte, wie man es erwartet hatte und sogar noch schlimmer. So vergrault man noch die, die ihm bisher relativ positiv gegenüber gestanden haben.

Elefantendame Mala hat gezeigt, dass sie immer noch den richtigen Riecher besitzt. Sie tippte bei Werder Bremen auf ein Unentschieden gegen Braunschweig – und was war es? Richtig, eine müde Nullnummer, obwohl Werder ein Tor schoss. Dieses wurde leider nicht anerkannt.
Wenn der FC St. Pauli wieder spielt, wird sich Mala als Rüsselorakel zurückmelden. Bis dahin kann sie noch der Frage nachgehen, ob St. Pauli es am Ende der Saison auf den Relegationsplatz schafft und dann eventuell gegen den HSV antreten muss. Wir werden sehen.

 

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Wetten, dass die Sendung heute einen neuen Tiefstwert erreicht?


Vor zwei Tagen las ich zum ersten Mal, dass es eine Online-Petition geben würde, dass das ZDF Markus Lanz seine Sendungen wegnehmen soll, um es mal vereinfacht zu sagen. Da dachte ich noch, es würde nur um „Wetten, dass..?“ gehen. Doch nein, es geht vor allem um die Talkshow, die Lanz‘ Namen trägt. Denn eine dieser Sendungen brachte das Fass zum überlaufen.
Zu Gast war Sarah Wagenknecht und ebenjene kam bei Lanz kaum zu Wort. Er stellte eine Frage, sie wollte antworten, sagte ein paar Worte, aber zu mehr kam sie nicht, denn Lanz musste da mal „kurz nachhaken“. Bei was eigentlich? Noch nicht einmal einen sinnvollen Satz als Antwort hatte er gehört und wollte gleich noch mehr wissen? Stand das alles auf seinen hübschen Fragekärtchen ohne die er bekanntlich verloren ist? Denn wie wir wissen, kann er eigenständig nicht wirklich eine Frage stellen, hat er selbst auch öfters gesagt. Vielleicht waren auf seinen Karten so viele Fragen notiert, die er unbedingt stellen musste, dass er gar keine Antwort abwarten konnte, denn er musste alle seine Fragen unterbringen quasi abhaken.
Und das kommt dann eben da raus: Ein unhöflicher Moderator scheinbar ohne Manieren, der niemanden zu Ende reden lässt.
Es ist nicht das erste Mal, dass Markus Lanz das macht. Aber irgendwann ist die Zeit erreicht, wo man die Schnauze voll davon hat, wo man sich fragt, warum so jemand noch weiter eine Talkshow unterhalten darf.
Natürlich sollte ein Moderator auch nicht nur da sitzen und sich alles anhören und gar nicht nachhaken. Das ist auch nicht richtig. Da erinnere ich mich noch an mein allerstes Interview, wo der Interviewende was sagte, ein wenig schwammig blieb, ich mich allerdings damit zufrieden gab. Da sagte mir die Redaktionsleiterin später, dass ich da hätte nachfragen müssen, also hätte nachhaken sollen. Heute bin ich schlauer, vermeide diesen Anfängerfehler, den auch andere gemacht haben. Aber extremes Nachhaken vermeide ich dann doch. Da will doch einer später gar nicht mehr mit einem Reden. Wahrscheinlich eilt dann einem der Ruf des Nachhakers, nicht Ausredenlassers voraus. Wenn man nur seinen Namen sagt, wird man gleich abgewürgt, weil einfach unhöflich.
Interviewen ist eine Kunst für sich, das beherrscht man oder man kann es nicht. Lernen kann man es nicht wirklich, die Grundkenntnisse ja, aber nicht die Finesse. Das ist wie mit dem Spritzen bei Ärzten. Entweder sie beherrschen es oder sie können es nicht. Lernen kann man das nämlich nicht. Also tut es weh oder eben nicht.
Aber bei Lanz weiss man doch, dass er einen nicht Ausreden lässt, dass er sich lieber selbst zur Schau stellt und vor allem ohne seine schlauen Karten hilflos ist. Markus Lanz ist weder spontan noch kann er sofort auf eine Situation eingehen und sie für sich nutzen. Wie er dass mit den Oben-Ohne-Demonstrantinnen gemeistert hat, ist weiterhin schleierhaft. Eventuell war es mit ihm abgesprochen. Man weiss ja nie. Aber das sind nur Vermutungen ins Blaue hinein.
Mir ist es ohnehin seit Jahren schleierhaft, warum Markus Lanz so in Grund und Boden gelobt wird. Ich habe ihn nie als herausragenden Moderator erlebt. Deshalb war ich auch damals so entsetzt, als Lanz tatsächlich der Moderator von „Wetten, dass..?“ wurde. Nun gut, alle anderen potenziellen und weitaus besser geeigneten Moderatoren waren abgesprungen, wie Hape Kerkeling oder Jörg Pilawa. (Letzteren halte ich auch nicht für besonders, aber immer noch besser geeignet als Markus Lanz.)
Bereits vor der ersten Sendung hagelte es Kritik und die schien sich von Sendung zu Sendung zu bestätigen. Schwachsinnige Wetteinlösungen über die sich die Gäste lustig machten oder sich einfach nur fragten, in welcher Sendung sie da eigentlich gelandet seien. Schliesslich blieben die Zuschauer weg, neue Tiefstwerte wurden für „Wetten, dass..?“ erreicht, wie es nicht einmal Wolfgang Lippert geschafft hatte. Und da zählt wirklich nicht die Ausrede, früher gab es weniger Programme. Wolfgang Lippert hat die Sendung Anfang der 90er Jahre moderiert, da gab es beinahe genauso viele Progamme wie heute. Ausserdem sendet heutzutage kein TV-Sender irgendetwas herausragendes, wenn „Wetten, dass..?“ läuft. Immer nur irgendwelche Konserven, die nicht zu ertragen sind, von ein paar sehr alten Tatort-Wiederholungen mal abgesehen. Ansonsten kann man doch nur den Fernseher ausschalten und etwas Vernünftiges lesen. Oder sieht sich einen schönen Film auf DVD an bzw. eine Serie.
Mehr kann man nicht machen.
Die Kritiker wuchsen und wuchsen, bei der Sommerausgabe von „Wetten, dass..?“ war dann der Höhepunkt der Peinlichkeit erreicht. Man fragte sich wirklich, ob die Sendung überhaupt noch haltbar sei. Was aber tat das ZDF? Verkündete, dass 2014 keine Sommerausgabe gezeigt würde, wegen der Fussball-Weltmeisterschaft. Alles fauler Zauber oder eben Augenwischerei, könnte man sagen, denn auch zu EM- oder WM-Zeiten wurde mal eine Sommerausgabe gezeigt. Die lief ja noch nie parallel zur EM oder WM, sondern entweder davor oder eben danach.
Man hoffte immer noch, das Markus Lanz vielleicht selbst ein Einsehen hätte und freiwillig zurücktreten würde von seinem Moderationsposten bei „Wetten, dass..?“. Doch weit gefehlt, denn Lanz kann gar nichts erschüttern, selbst wenn er nur eine Million Zuschauer hätte. Das interessiert ihn nun gar nicht, genauso wenig wie all die Kritiken. Da steht er drüber. Wenn jemand mal die Wochenendausgaben des Dschungelcamps moderiert hat, dann ist man alles gewöhnt.
Ich halte die Online-Petition für eine gute Idee, auch wenn ich nicht glaube, dass das ZDF sich diese zu Herzen nehmen wird. Gegenwärtig haben 170.000 Menschen diese Petition unterzeichnet. Ich gehöre nicht dazu, was nur einzig damit zusammenhängt, dass ich nicht gerne meine Adresse angebe. Ansonsten wäre ich sofort dabei. Ach ja, die Online-Petition läuft noch bis März und es haben nicht nur Deutsche unterzeichnet. Und wenn ich gewusst hätte, dass es so was gibt, hätte ich so was schon längst gemacht. Aber da geht es ja auch wieder um die Adresse. Dann wohl eher nicht, aber ich hätte darauf aufmerksam gemacht, dass es so was gibt.
Gut, ich habe hier vornehmlich von „Wetten, dass..?“ gesprochen, obwohl der Auslöser in Markus Lanz‘ Talkshow gelegen hat. Aber das eine geht nun einmal nicht ohne das andere. Und eine Sendung wie eben „Wetten, dass..?“, die knapp dreissig Jahre erfolgreich war, nun kontinuierlich an Zuschauern verliert, auch wenn es bei der letzten Sendung einen mageren Zugewinn gab, sollte man sich doch wirklich fragen, was der Grund für diesen rasanten Abstieg ist. Sind es die Wetten oder einfach das Konzept oder vielleicht der Moderator?
Ich erinnere mich gut daran, wie viele bereits Markus Lanz als Moderator von „Wetten, dass..?“ kritisierten, als noch nicht einmal die erste Sendung gelaufen war. Nur einer hielt dagegen: Frank Elstner. Er lobte Lanz überschwenglich. Das hat sich nun ein wenig gelegt, nachdem die Zuschauerzahlen auf weniger als sieben Millionen sanken. Da schien Elstner seine Aussage von damals zu revidieren und meinte, dass man in der Sendung den Schwerpunkt mehr auf die Wetten legen sollte.
Für mich heisst das: Weniger Moderation durch Lanz und seine schlauen Karten und mehr interessante Wetten. Denn die sind schliesslich nicht schlechter geworden – bis auf wenige Ausnahmen.
Aber Markus Lanz ist nun einmal nicht zu ertragen. Deshalb boykottiere ich alle Sendungen, die mit ihm laufen. Ich kenne einige, die es auch damit halten, aber anscheinend sind wir alle noch nicht genug.
Heute Abend läuft, passend zur aktuellen Diskussion, ob Markus Lanz noch haltbar als Moderator ist, mal wieder „Wetten, dass..?“. Eine gute Gelegenheit für alle, die nicht so sehr auf Lanz Moderationsqualitäten geachtet haben, dies heute Abend nachzuholen. Deshalb wird „Wetten, dass..?“ sehr wahrscheinlich ein neues Lanz-Hoch an Zuschauern erreichen. Vielleicht so acht oder neun Millionen, mal sehen. An mehr glaube ich nicht. Aber selbst die Zahl ist schon viel zu hoch. Die Sendung sollte boykottiert werden. Guckt lieber was anderes. Auf RTL läuft wieder „Deutschland sucht den Superstar“. Nun gut, keine wirkliche Alternative, aber heute gibt es ein Wiedersehen mit Dauerkandidat Menderes. Und den muss man einfach gesehen haben. Danach geht es dann gleich weiter mit dem Dschungelcamp.
Oder man sieht sich eine Konserve an, auch nicht schlecht. Mag nicht alles so toll sein, aber einiges ist vielversprechend. Oder man liest ein gutes Buch: Wie wäre es mit dem ebook „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor? Jetzt in der aktuellen Fassung unter anderem bei Amazon erhältlich. Oder eine Kurzgeschichte wie „Mit List und Tücke“ oder aber die ersten Kapitel von „Aneba. Die Rückkehr“.
Nun ja, morgen werden wir schlauer sein, ob „Wetten, dass..?“ völlig untergegangen ist oder einen neuen Höchst-Tiefstwert erreicht hat.

Beim neuen Tatort morgen Abend wird es wohl auch nicht besser werden. Am neuen Saarbrücker Ermittler ist von Anfang an gemäkelt worden. Nun wurde die Figur überarbeitet, aber wirklich besser scheint es nicht geworden zu sein. Also auch lieber was lesen als Tatort gucken. Das ZDF ist keine wirkliche Alternative.
Also lesen. Einfach mal auf meine Unterseite „Lesenswert!!!“ klicken.

Und nun noch einmal zum gestrigen Dschungelcamp. Ich finde es immer noch recht langweilig und werde mit den diesjährigen C-/Z-Promis einfach nicht warm. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich die Hälfte von denen nicht kenne, sie nicht zu ertragen sind oder sie einfach blass bleiben.
Nun war von den Zuschauern wieder das neue Dreamteam Larissa Marolt und Mola Adebisi in die letzte frei wählbare Dschungelprüfung gewählt worden. Bei Mola Adebisi war es wohl eine Retourkutsche dafür, dass er sich bei der vorherigen Prüfung wie der grosse Sternenretten aufgespielt hatte. So etwas mag der Zuschauer bekanntlich nicht und straft sofort ab. Also ging es in die nächste Prüfung, die für Larissa nicht wirklich schlimm war, dafür allerdings für Mola Adebisi.
Tja, es ging um ein Spinnenetz, das allerdings nicht aus Spinnenseide, sondern aus einer Art Kupferdraht bestand. Und wie man das von einen Geschicklichkeitsspiel aus der Kindheit kennt, musste diese mit einer Art Ring umfahren werden. Dabei durfte man aber nicht an den Kupferdraht kommen, weil sonst der Kontakt ausgelöst wurde. Meist hatte man dann verloren. Hier bekam Mola Adebisi schönes Zeugs von oben. Für jede erfolgreich gemeisterte Reihe gab es einen Stern. Dazu durfte der Draht nur einmal berührt werden. Einzige Schwierigkeit: Man musste es innerhalb einer bestimmten Zeit meistern und schliesslich auch nur mindestens einmal den Draht berühren. Ach ja, das grösste Hindernis vergass ich ganz: Die schwebende Spinne musste von ausserhalb gesteuert werden. Und da gab es einige Schwierigkeiten.
Am Ende hatte dann Mola Adebisi die Schnauze voll und brach die Prüfung ab. Keine Sterne, nur Wasser und Brot, also Bohnen und Reis für die Camp-Insassen. Man kann ja über Larissa sagen, was man will. Sie hat keine der Prüfungen abgebrochen, dass sie mit null Sternen ins Camp zurückkam. Sie hat so viel gemacht, wie sie schaffte oder wie sie es aushielt. Auch wenn es manchmal etwas fragwürdig war, wie bei den leckeren Getränken, die nur Melanie getrunken hat. Aber Larissa hat nicht aufgegeben. Mola Adebisi hingegen hatte am Tag zuvor das Maul weit aufgerissen, sich als grosser Retter aufgespielt und nun versagte er, weil er mit Melasse, Mehlwürmern, Kakerlaken und wer weiss was überschüttet wurde. Was soll denn Larissa sagen? Sie musste zwei Tage zuvor in eine Art Sanduhr und wurde erst in Sand bis zum Hals eingeschlossen, dann kamen Mehlwürmer, Kakerlaken, Spinnen und Krebschen. Sie war eingeschlossen, die Tierchen konnte sie nicht abschütteln. Mola hingegen konnte sich schütteln, allerdings gab es da noch das Problem, dass er zu Beginn gleich mit Melasse überschüttet worden war. Da klebt alles noch einmal besonders gut.
Schliesslich erwägte er sogar, ob er nicht das Camp verlässt. Was sollte denn das? Eine grosse Runde Mitleid der Zuschauer? Er wusste genau, worauf er sich einliess. Und weil er nun nicht damit zurechtkam, mit den ganzen Tierchen überschüttet worden zu sein, will er gleich in den Sack hauen? Oder hatte er einfach nur Angst um seine Rastalocken? Erbärmlich nenne ich so was. Mola hat sich angeblich so gut auf alles vorbereitet, bloss darauf nicht? Kaum zu glauben. Nein, das ist wirklich seltsam. Will er die grosse Runde Mitleid, um damit Zuschauerstimmen zu erhaschen, damit die ihn weiter „leiden“ sehen? Durchaus möglich, wobei ich so schon glaube, dass er es unter die letzten fünf schaffen wird. Da braucht es nicht die Mitleidstour. Vor allem sollte er aufhören, sich gross aufzuspielen, wenn er im nächsten Moment der grosse Versager ist. Auch wenn er Stromschläge verpasst bekommen hat. Und vielleicht hat es Larissa Marolt wirklich extra gemacht und mit dem Stab die Stange berührt.
Es wird noch interessant werden.
Erste Camp-Insassin, die rausgewählt wurde, ist Corinna Drews gewesen. Bis auf wenige Male ist sie eigentlich gar nicht in Erscheinung getreten. Genauso wie Tanja Schumann oder Marco Angelini. Von Julian F.M. Stoeckel hat man auch nur bei der Herpes-Beulenpest etwas gesehen. Jochen Bendel macht einen auf Camp-Psychologen, kann also drinbleiben, auch wenn man ihn sonst nicht weiter sieht. Und Winfried Glatzeder probiert neue Sachen zum Rauchen aus. Ist auch noch ganz amüsant.
Ich weiss dieses Jahr wirklich nicht, wer gewinnen wird. Eine Frau wird es sehr wahrscheinlich sein. Anfangs sagte ich noch Tanja Schumann, aber die ist weitestgehend blass geblieben. Im letzten Jahr hat auch niemand mit Joey Heindle gerechnet. Aber diese weltfremde und ein wenig dümmliche Art kam bei den Zuschauern an. Denn das war authentisch. Joey Heindle konnte gar nicht irgendeine Rolle spielen.
Vielleicht gewinnt Larissa Marolt wirklich noch die Dschungelkrone. Das dürfte was werden. Aber ich weiss wirklich nicht, wer nächste Woche als Sieger aus dem Camp hervorgeht. Nie war es so unklar wie in diesem Jahr.

Die Bundesliga hat gestern wieder begonnen. Also Zeit für das grosse Rüsselorakel sich auf die Rückrunde einzustimmen. Doch weit gefehlt. Elefantendame Mala macht noch ein wenig Urlaub, denn die Zweite Liga beginnt erst in zwei Wochen. Und bis dahin will Mala noch einmal richtig ausspannen. Sie hat dieses Jahr schliesslich viel zu tun: Die Weltmeisterschaft in Brasilien steht an. Da muss sie alle paar Tage ein Spiel tippen. Nämlich die Spiele von Deutschland, Frankreich und Belgien. Die Schweiz soll ihre Genossin Rani selbst tippen. Also gönnen wir ihr noch die Ruhe und freuen uns bei Beginn der Rückrunde der Zweiten Bundesliga auf ihre Tipps.
Ach ja, bevor ich es vergesse. So ganz untätig war die Dickhäuterin dann doch nicht: Mala hat ein Unentschieden für Werder Bremen vorhergesagt. Das wird wieder eine Blamage werden und Plattfuss wird sich in Grund und Boden schämen. Plattfuss ist eine Artgenossin von Mala und gibt sich offiziell als HSV-Fan aus, damit sie nicht als Werder-Fan enttarnt wird. Aber Mala weiss es genau, kennt die alte Dame schon seit über dreissig Jahren.

Der Winter scheint nun nach einiger Verspätung doch noch zu kommen. Norddeutschland hat er bereits voll im Griff. Dort liegt Schnee und die Temperaturen sollen laut Jonas denen am Nordpol nicht unähnlich sein.
Also doch nichts mit der globalen Erwärmung? Im vergangenen Jahr, kam der Winter auch erst später als erwartet. Dann wurde es so schlimm, dass man sich den Frühling herbeiwünschte, der schliesslich auch kam und den Regen brachte. Also doch die globale Erwärmung. Denn mit Regen ohne Ende müssen wir nun vermehrt mit rechnen. Dafür wird der Schnee weniger werden. Selbst Kunstschnee wird dann nichts nutzen, denn auch dafür muss es kalt genug sein. Sonst kann dieser nicht produziert werden. Deshalb gab es Anfang des Jahres in einigen Orten Schnee, mit der Kanone produziert, und an anderen Stellen gab es eben nichts, weil es dort zu warm war. Tja, Pech kann man dazu nur sagen. Aber jetzt scheint die Kälte und damit der Winter, endlich in Deutschland angekommen zu sein. Nun heisst es wieder die Winterklamotten rauszusuchen, damit man nicht in einer Kältestarre verharrt, wenn man einen Schritt vor die Tür macht. Die Kälte in Norddeutschland soll laut Jonas besonders widerlich sein. Ein harter Wind, feuchte Kälte, die einem durch alle Glieder fährt, dass es gleich noch ein paar Grad weniger sind.

Wer bis hierhin durchgehalten hat, Respekt. Nicht alle schaffen das, weil sie irgendwann nicht mehr interessiert sind.

 

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Wenn Elefanten sprechen


Elefanten können sprechen. Wer nun an dieses Grollen und Brüllen gedacht hat, mag nicht falsch liegen, aber das meine ich nicht. In Korea gibt es einen asiatischen Elefanten, der tatsächlich die menschliche Sprache beherrscht. Nun gut, mehr als fünf Wörter sind es nicht. Und es wird auch stark von den Wissenschaftlern bezweifelt, ob der Elefant wirklich weiss, was er da sagt.
Elefantenbulle Koshik soll nicht der erste graue Riesen sein, der die menschliche Sprache beherrschen soll. Es gab da einen weitereren Elefanten, der russisch und kasachisch beherrscht hatte. Wissenschaftlich nachgewiesen und untersucht wurde dies aber nicht.
Tja, bei Koshik ist das anders. Da gibt es Youtube-Beiträge, wie er auf koreanisch etwas sagt.
Er nimmt dafür seinen Rüssel zuhilfe, da den Dickhäutern die Oberlippe fehlt. Und so kann er Worte mit Vokalen sagen.
Die Worte soll er sich wahrscheinlich beigebracht haben, da er in seinen ersten Lebensjahren keinen Artgenossen an seiner Seite hatte, sondern nur Menschen. Es wird vermutet, dass er so seine Bindung zu ihnen stärken wollte, indem er eben ihre Sprache imitierte. Man muss wohl vermuten, dass er die Sprache nur imitiert, denn er hat ein Reporterteam mit den Worten begrüsst legt euch hin. Und das ist wohl nicht die richtige Begrüssung, wenn er das Wort hallo behrrscht. Aber warten wir es mal ab, was jetzt noch für Nachrichten über sprechende Tiere kommen.
Ich habe mal einen Artikel über Menschenaffen gelesen, wo man vermutete, dass ein Schimpanse – oder Orang-Utan, weiss nicht mehr, was für ein Menschenaffe es war – sprechen könnte. Dieser Affe war auch von Kind an in menschlicher Obhut gewesen. Ob der Affe sprechen kann, wisse man nicht, da er angeblich sehr hoch sprechen würde. Und das ist für das menschliche Ohr nun einmal nicht hörbar.
Um sprechen zu können, ist das FOXP2-Gen notwendig, dass Menschen besitzen. Ob nun Menschenaffen auch, muss ich erst einmal nachprüfen, aber falls es jemand wissen sollte, es gibt die Kommentar-Funktion.
Besitzen Elefanten nun auch dieses FOXP2-Gen? Wahrscheinlich nicht, aber bei Koshik ist es wohl auch eher die Nachahmung. Und das können Elefanten sehr gut. Ist wissenschaftlich erwiesen.
Jenala würde nun sehr wahrscheinlich sagen, dass Elefantendame Mala auch das Sprechen beherrschen würde. Bloss hätte sie keine Lust, etwas zu sagen, da man ihr sowieso jeden Wunsch von den Lippen ablese.
Wenn sie denn tatsächlich sprechen konnte, was hier mal bezweifle, dann wüsste ich schon ihre Lieblingswörter. Als erstes käme „Hunger“, gefolgt von „Apfel“, danach dann „mehr“, „Erdnüsse“ und ganz neu „keine Bananen mehr“.
Tja, Mala könnte man tatsächlich zutrauen, dass sie die menschliche Sprache behrrscht, schliesslich ist sie doch zu Beginn, als sie noch ganz klein war, ziemlich oft mit ihren Pflegern durch die Gegend gedüst. Zwar hatte sie auch Kontakt zu anderen Elefanten, aber der menschliche Kontakt war eben auch ziemlich hoch. Also, warum sollte sie da nicht sprechen können?
Die Intelligenz dafür hat sie auf alle Fälle.
Und wo ich gerade mal wieder von Intelligenz spreche, Mala hat sich mal wieder als Rüsselorakel betätigt. So hatte sie ja für das Spiel von St. Pauli gegen den VfB Stuttgart in der zweiten Runde im DFB-Pokal gesagt, dass sie schwarzsehen würde. Damit hat sie tatsächlich recht gehabt. Sie tippte letztendlich auf eine Niederlage, was eintrat. St. Pauli verlor sang- und klanglos gegen Suttgart mit 3:0. Nun spielen sie gegen 1860 München. Hier hat sich Mala auch bereits entschieden. St. Pauli würde gegen die Münchener Löwen gewinnen.
Das es die Löwen aus München sind, ist wichtig, es zu erwähnen, denn es gibt auch die Löwen aus Braunschweig. Darüber macht man sich nicht so viele Gedanken, aber man muss es mal sagen, nicht dass es da noch zu Verwechslungen kommt.
Mal sehen, ob die Elefantendame Recht behalten wird.
Morgen jedenfalls wird ihr Wohnort erst einmal für ein halbes Jahr dichtmachen. Das bedeutet, Mala kann ihren 50 Geburtstag am nächsten Wochenende nicht gross feiern, sondern muss mit einem kleinen Kreis vorlieb nehmen. Also mit sich selbst. Da trifft es sich gut, dass sie niemanden eingeladen hat.

Apropos Geburtstag. Heute wird Hans Meyer 70. Und wer mal wieder nicht weiss, wer das ist. Kein Problem, ich sag es schon. Das ist ein Fussballtrainer, der aus den neuen Bundesländern kommt. Er hat unter anderem Mönchengladbach, Hertha BSC und den 1. FC Nürnberg trainiert. Nachgesagt wurde ihm immer, er würde Rosen züchten, was alleridngs nicht stimmt. Dies hat er vor Kurzem noch einmal deutlich in einem Interview in der Zeitschrift „11 Freunde“ gemacht. Ob die Menschen nun aufhören, ihm ständig Rosenstöcke zu schicken?

Sturm „Sandy“ ist über die Ostküste der USA gefegt und hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Unter anderem hat es die Grossstadt New York besonders schwer getroffen. Stromausfälle, weil ein Umspannwerk explodierte. Abgebrannte Häuser in Queens und noch immer sind die Aufräumarbeiten nicht beendet. Auch sind noch nicht alle Stadtteile wieder an das Stromnetz angeschlossen. In einigen Stadtteilen wie unter anderem der Lower East Side herrscht des Nachts Anarchie. Da möchte niemand mehr vor die Haustür gehen, aber in den eigenen vier Wänden fühlt man sich auch nicht sicher. Dies ist einer der Stadtteile, die von den Helfern vergessen zu sein scheinen. Niemand würde kommen und ihnen helfen, heisst es.
Die Wallstreet sei sozusagen die Stromgrenze. Ein Teil hat welchen, der andere nicht. Ich habe Bilder gesehen, wo in Banken Kunden ihre Handys aufladen konnten. Die Menschen flüchten aus den Hochäusern, da sie zu Fuß in ihr Stockwerk gelangen müssen. Wer also nun im 40. Stock wohnt, muss den ganzen Weg zu Fuss durch ein unbeleuchtetes Treppenhaus gehen. Anstrengend kann man das nennen. Ich würde dazu kostenlose Sportstunde sagen.
Der New York Marathon wurde Freitagabend von Bürgermeister Bloomberg doch noch abgesagt. Was anderes hatte man auch nicht erwartet.
Erstaunlich finde ich ja, dass so ein hochentwickeltes Land wie die USA immer noch diese primitiven Überlandleitungen haben, die ich bei uns höchstens noch auf dem Land sehe. Wenn es sie überhaupt noch gibt. Die knicken beim erstbesten starken Windhauch weg wie nichts. Das ist etwas, was mich immer wieder erstaunt. Warum halten die USA an diesen Strommasten fest, die wie Telegrafenmasten aussehen? In welchem Jahrhundert leben wir? Scheint wohl kein Wunder zu sein, dass die USA bei Stürmen als erstes immer unter Stromausfällen leiden. Wobei es in New York einen anderen Grund hat. Da war es nun einmal das Umspannwerk. Und das kann überall passieren.

 

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